Kunst(s)Fähre Gesamtausstellung Fachbereich Bildende Kunst BILDENDE KUNST LITERATUR MUSIK WISSENSCHAFT

BILDENDE KUNST – LITERATUR – MUSIK – WISSENSCHAFT Nachrichten der Regionalclubs Kunst(s)Fähre Gesamtausstellung Fachbereich Bildende Kunst Ausgab...
Author: Jutta Bruhn
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BILDENDE KUNST – LITERATUR – MUSIK – WISSENSCHAFT

Nachrichten der Regionalclubs

Kunst(s)Fähre

Gesamtausstellung Fachbereich Bildende Kunst

Ausgabe Nr. 3, 2013

Das schwimmende Literaturhaus Lukas Bärfuss, Lena Gorelik, Norbert Gstrein und Feridun Zaimoglu lesen auf der „Karlsruhe” Literatur auf dem Salonschiff: Am Samstag, den 5. Oktober 2013, startet die „Karlsruhe” zu einer abwechslungsreichen Lesereise auf dem Bodensee. Die LITERA-TOUR bietet eine attraktive Besetzung: Es lesen Lukas Bärfuss (CH), Lena Gorelik (D), Norbert Gstrein (A) und Feridun Zaimoglu (D). Organisiert wird die Veranstaltung in diesem Jahr zum 26. Mal vom Internationalen Bodensee-Club e.V. Lukas Bärfuss Lukas Bärfuss, geboren 1971 in Thun/Schweiz, ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Dramatiker. Seine Stücke werden weltweit gespielt. Der D e b ütro m an »Hund e r t Tage« wurde ein Lukas Bärfuss (CH) enormer Bucherfolg, © Beatrice Künzi der für den Deutschen und den Schweizer Buchpreis nominiert und in 15 Sprachen übersetzt wurde. Lukas Bärfuss, der in Zürich lebt, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den Mühlheimer Dramatikerpreis (2005), den AnnaSeghers-Preis(2008), den Erich-Maria-RemarqueFriedenspreis (2009) sowie den Berliner Literaturpreis (2013). Lukas Bärfuss liest aus „Hundert Tage” (Wallstein). Lena Gorelik Lena Gorelik, geboren 1981 in Sankt Petersburg, kam 1992 zusammen mit ihrer russischjüdischen Familie als „Kontingentflüchtling” nach Deutschland. Nach ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalisten- Lena Gorelik (D) schule in München ab- © Charlotte Troll solvierte sie den Elitestudiengang „Osteuropastudien”. Ihr erster Roman „Meine weißen Nächte” (2004) wurde vom Magazin „bücher” als „der beste neue Roman über Deutschland und absolut hinreißendes Buch” gelobt und mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2005 ausgezeichnet. Lena Gorelik liest aus ihrem neuen Roman „Die Listensammlerin” (Rowohlt). 2

Norbert Gstrein Norbert Gstrein wurde 1961 in Mils in Tirol geboren. Er studierte Mathematik in Stanford/USA und Erlangen. 1988 erschien seine Dissertation „Zur Logik der Fragen”, die er an der Universität in Inns- Norbert Gstrein (A) bruck einreichte. Gstreins © Peter-Andreas Hassiepen bisher größte Erfolge waren sein Erstlingswerk „Einer” und sein Roman „Die englischen Jahre”, in dem er die Suche nach der Identität des jüdischen Schriftstellers Gabriel Hirschfelder schildert. Sein Werk erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 1989 IngeborgBachmann-Preis-Preis des Landes Kärnten (1989), den Berliner Literaturpreis (1994), den Alfred-Döblin-Preis (1999) und den Uwe-Johnson-Preis (2003). Norbert Gstrein liest aus seinem neuen Roman „Eine Ahnung vom Anfang” (Hanser). Feridun Zaimoglu Feridun Zaimoglu wurde 1964 im anatolischen Bolu geboren, seit 35 Jahren lebt er in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Feridun Zaimoglu (D) Journalist arbeitet. Er © Bettina Fürst-Fastré war Kolumnist für das ZEIT-Magazin und schreibt für DIE WELT, die Frankfurter Rundschau, DIE ZEIT und die FAZ. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2004 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Weitere Auszeichnungen: Hugo-Ball-Preis (2005),

INTERNATIONALER BODENSEE CLUB e.V.

Grimmelshausen-Preis (2007), Corine-Preis (2008) und Jakob-Wassermann-Literaturpreis (2010). Zaimoglu liest aus seinem neuen Roman „Ruß” (Kiepenheuer & Witsch). Informationen zur LITERA-TOUR Seit 26 Jahren heißt es im Herbst: „Leinen los” für die LITERA-TOUR auf dem Bodensee. Jeweils an einem Samstag startet ein Schiff der „Weißen Flotte” zu einer abwechslungsreichen nachmittäglichen Lesereise, die den Literaturliebhabern im Dreiländereck Deutschland – Österreich und Schweiz in einem ungewöhnlichen Ambiente interessante Bücher und ihre AutorInnen näher bringt. Die LITERA-TOUR gehört zum festen Bestandteil des Bücherherbstes in der Euregio Bodensee. Mit ihrer Kontinuität zählt sie zu den gelungenen Experimenten, neue Formen für die Literaturvermittlung zu finden. Sie gilt als gelungenes Literaturerlebnis, das mittlerweile gerne auch von anderen Veranstaltern kopiert wird. Was macht den Erfolg der Veranstaltung aus? In erster Linie natürlich die Lesung hochkarätiger Autoren, die man während einer Veranstaltung kennenlernen kann. Wer die Gästeliste der vergangenen Jahre Revue passieren lässt, begegnet einer illuster besetzten Runde der zeitgenössischen deutschsprachigen Literaturszene: Martin Walser, Rolf Hochhuth, Monika Maron, Brigitte Kronauer, Adolf Muschg, Robert Menasse, Eveline Hasler, Thomas Hürlimann, Robert Gernhard, Peter Bichsel, Arnold

Stadler, Ulla Hahn, Norbert Gstrein, Peter Turrini, Judith Hermann und… Viele von ihnen haben als vorlesende Passagiere ihre Bücher präsentiert und für einen Nachmittag eine Kreuzfahrt auf dem Bodensee gestaltet. Und ein weiterer Erfolgsfaktor ist natürlich der außergewöhnliche Rahmen: die Schiffsplanken verwandeln sich eine Fahrt lang zum schwimmenden Literaturhaus. Das schöne dabei ist, dass das Event nie seine Balance verliert, das Schiffsspektakel nie die Literaturvermittlung dominiert. Abfahrtszeiten: 05.10.2013, 14:00 Uhr ab Konstanz 14:10 Uhr ab Kreuzlingen 14:40 Uhr ab Meersburg Vorverkauf: Konstanz: Bücherschiff, Buchhandlung Homburger Hepp, Osiandersche Buchhandlung, Fahrkartenschalter der BSB Markdorf: Buchhandlung Wälischmiler Meersburg: Buchhandlung Christine Kuhn Überlingen: Seebuchhandlung Braun& Bast Friedrichshafen: Ravensbuch Kreuzlingen: Buchhandlung Bodan AG Bregenz: Buchhandlung Brunner Per email: [email protected]

26. LITERA-TOUR 2013

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Kunst(s)Fähre  Gesamtausstellung Fachbereich Bildende Kunst Grenzüberschreitenden Internationalen zum Ausdruck zu bringen. Gerhard Hofmann wird in Vertretung des Präsidenten Josef Bieri zusammen mit dem Fachbereichsleiter Bildende Kunst des Gesamtclubs Christian Trepulka die Ausstellung eröffnen. Seemuseum Seeweg 3 CH-8280 Kreuzlingen

14. - 29.09.2013

Vernissage: Sa. 14.09. 17 Uhr Finissage: So. 29.09. 11 Uhr

Die Laudatio hält, wie auch im letzten Jahr, Monique Würtz (Chefredaktuer „Kultur am Bodensee”). Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von dem Gitarristen Harald Mayen. Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Homepage des IBC: www.Intbodenseeclub.com

Kunst(s)Fähre

Gesamtausstellung Fachbereich Bildende Kunst

Samstag, 14. September 2013 bis Sonntag, 29. September 2013 Vernissage: Samstag, 14. September 17.00 Uhr Finissage: Sonntag, 29. September 11.00 Uhr Öffnungszeiten während der Ausstellung: Di - So 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Gesamtausstellung der Fachbereiche Bildende Kunst der 4 Regionalclubs des Internationalen Bodenseeclubs (IBC) Mit der Ausstellung im Seemuseum in Kreuzlingen führt der IBC seine im letzten Jahr begonnene Reihe einer turnusgemäßen Ausstellung mit Werken von Künstlern des Fachbereichs Bildende Kunst aller vier Regionaclubs des IBC fort. In diesem Jahr findet die Ausstellung unter dem Patronat des Regionalclubs Südlicher Bodensee in den Räumen des Seemuseums in Kreuzlingen statt. In Analogie zur jährlichen Litera-Tour des IBC auf dem Bodensee wählten die Verantwortlichen den Titel „Kunst(s)fähre”, um so einen Bezug zum See - um den ja die Ausstellung von Jahr zu Jahr wandern soll - zu dokumentieren, aber auch wiederum den für den IBC wesentlichen Aspekt des

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Ausstellung: 14.09. bis 29.09.2013 Vernissage: Sa.14.09.2013, 17 Uhr Finissage: Sa.29.09.2013, 11 Uhr Seemuseum Seeweg 3, CH-8280 Kreuzlingen

REGIONALCLUB WESTLICHER BODENSEE e.V.

Nachruf: Dieter Hermann Lieber Dieter-Geist, am Erinnerungsbaum die Erinnerung an die Wunderkammer deines Schaffens mit Leichtigkeit, mit feinem Humor in Freiheit und Unabhängigkeit. Immer wieder hast du etwas Unauffälliges gefunden: Steine in plattgedruckten Blechdosen, ein geheimnisvoller Stein am Hohentwiel. Kurz vor deinem Abschied noch hast du ein scheinbar unbedeutendes schwarzes, gefaltetes Papierstückchen gefunden und aufbewahrt. Deine Entdeckungsreisen durfte ich in deiner Werkstatt miterleben, eine Fundgrube, gefüllt mit poetischen Lebenserinnerungen, kleine Objekte, die zu Kunstwerken werden. Selbstverständlich poetisch für deine Freunde, die sehen und auch für die anderen, die kein drittes Auge haben: lebensfroh anregend in Form und Idee.

© Stefan Postius

Du erzählst uns weiter in uns vom Eigenleben der Kunstwerke. Dafür und für dein freundliches, verständiges Wesen, lieber Dieter, danken wir dir alle. Zum 23. August 2013 im Friedwald für Dieter Herrmann von Johannes Dörflinger

Termine Regionalclub Westlicher Bodensee e.V. Dienstag, 17.09.2013 um 18 Uhr Stadtführung „Auf den Spuren des Konzils” Treffpunkt: Hauptportal Münster ULF Montag, 23.09.2013 um 19.30 Uhr Vortrag der Kunsthistorikerin Doris Eisenbach „CORDOBA - Edelstein in Spaniens Süden” „FREIRÄUME”, Hohenhausgasse 16, Haupteingang: Vor der Halde 5 Sonntag, 29.09.2013 um 18 Uhr Sonatenabend mit Werken von Beethoven, Mendelssohn, Schumann Solisten: Dorothee Brunner, Cellistin, Melanie Sauter, Pianistin Großer Saal der Musikschule Konstanz

KULTURWOCHE 2013 Mittwoch, 13. bis Mittwoch, 20.11.2013 Ausstellung der Künstler des Fachbereichs Bildende Kunst des Regionalclubs Westlicher Bodensee mit Begleitprogramm aus den anderen Fachbereichen Donnerstag, 23.11.2013 um 19.30 Uhr Lesung mit Jan Bürger: Der Neckar Eine literarische Reise Kulturzentrum Konstanz, Gewölbekeller Vorschau: Ab Herbst planen wir im 2-Monatszyklus eine Vortragsreihe zu verschiedenen Themen, die in den Räumen von „FREIRÄUME”, 78462 Konstanz, Vor der Halde 5 stattfinden werden. Näheres erfahren Sie auf unserer homepage: www.ibc-konstanz.de oder im Veranstaltungskalender des Südkurier.

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IBC

INTERNATIONALER BODENSEE-CLUB e.V.

Regionalclub Westlicher Bodensee e.V.

Vortrag Eisenbach CORDOBA - Edelstein in Spaniens Süden. Cordoba ist nicht das lachende Andalusien. Die Stadt ist eher melancholisch und streng in der berühmten Mezquita scheinen die letzten Jahrhunderte zu versinken, und jene Vergangenheit wird lebendig, da Cordoba die Hauptstadt des muselmanischen Spaniens war, unter dem Islam seine Glanzzeit hatte, ein bewunderter Sitz von Kultur, Wissenschaft und Kunst.

Kulturwoche Mittwoch, 13. bis Mittwoch, 20. November 2013 im Bürgersaal in Konstanz

Kunstausstellung Vernissage, Mittwoch, 13. November um 19.00 Uhr Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11.00 bis 18.00 Uhr Samstag und Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr

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Mo. 23.09.2013, 19.30 Uhr Freiräume, Veranstaltungshaus Vor der Halde 5, Konstanz

REGIONALCLUB WESTLICHER BODENSEE e.V.

Sonatenabend mit Werken von Beethoven, Mendelssohn und Schumann Sonntag, 29.09.2013, 18.00 Uhr Großer Saal der Musikschule Konstanz Eintritt: frei Solisten: Dorothee Brunner,Cellistin Melanie Sauter, Pianistin Dorothee Brunner (geboren 1983) erhielt ihren ersten Cellounterricht im Alter von sieben Jahren in Konstanz, zunächst bei Markus Beul und John Wennberg, dann bei Rafael Rosenfeld in Winterthur. Nach dem Abitur begann sie ihr Cellostudium in Freiburg bei Prof. Christoph Henkel, das sie 2007 mit dem Diplom abschloss und in Wien durch Unterricht bei Támas Varga fortsetzte. Erste Erfolge erzielte sie beim Wettbewerb „Jugend Musiziert”, wo sie einen 2. Bundespreis in der Solowertung und einen 3. Bundespreis in der Wertung Streichquartett gewann. Sie war Mitglied der Orchesterakademie des internationalen Schleswig Holstein Musikfestivals, des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg und der Jungen Philharmonie Wien. Meisterkurse bei Uzi Wiesel, Wolfgang Boettcher und Reinhard Latzko sowie Kammermusikkurse ergänzten ihre musikalische Ausbildung. Parallel zur Musik studierte sie 2004 bis 2010 in Freiburg und Wien katholische Theologie, ihre Diplomarbeit wurde durch einen Nachwuchsförderpreis der Universität Freiburg (Berhard-Welte-Preis) ausgezeichnet. Derzeit absolviert sie ein Doktoratsstudium an der theologischen Fakultät Wien und spielt in verschiedenen Ensembles, u.a. dem Iris Quartett Wien und der Kammerphilharmonie Lockenhaus. Dorothee ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes, der Brahms-Gesellschaft Baden-Baden und wird seit 2004 durch das Cusanuswerk gefördert.

Die in Backnang geborene Melanie Sauter begann mit sieben Jahren mit dem Klavierspiel an der dortigen Jugendmusikschule. Mit 13 Jahren wechselte sie als Privatschülerin und mit 17 als Jungstudentin zu ihrem späteren Professor an der Musikhochschule Freiburg, Felix Gottlieb. Seit ihrem elften Lebensjahr nahm sie regelmäßig an Jugend-MusiziertWettbewerben teil und gewann zahlreiche erste Preise auf Landes- und Bundesebene als Solistin und Klavierbegleiterin. 2002 gewann Melanie Sauter den zweiten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb „Alicia de Larrocha” in Andorra. Nach dem Diplomabschluss an der Musikhochschule Freiburg begann sie mit dem Aufbau-Studium bei Prof. Karl Betz an der Musikhochschule Würzburg. 2009 schloß Melanie Sauter ihr Studium sehr erfolgreich mit der Solistenprüfung ab. Weitere prägende Erfahrungen sammelte Melanie Sauter bei zahlreichen Meisterkursen bei namhaften Künstlern wie Karl-Heinz Kämmerling, Hans Leygraf, Michail Voskressensky, Oxana Yablonskaya, Lilya Zilberstein, Jacques Rouvier und Mathias Kirschnereit, sowie bei Kursen in Liedbegleitung mit Karl-Peter Kammerlander. Aus der Zusammenarbeit mit der japanischen Sängerin Aki Miyawaki entsprangen Konzerte und Aufnahmen in Japan. Seit einigen Jahren unterrichtet Melanie Sauter eine private Klavierklasse in Augsburg, sowie an der Musikschule Unterer Neckar. Außerdem gibt sie regelmäßig Konzerte in Deutschland und im Ausland als Solistin, Liedbegleiterin und Kammermusikerin. Sonntag, 29.09.2013, 18.00 Uhr Großer Saal der Musikschule Konstanz Eintritt: frei

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Lesung mit Jan Bürger Der Neckar: Eine literarische Reise An den Ufern des Neckars, zwischen dem Schwenninger Moos und Mannheim, hat sich seit dem Mittelalter eine einzigartige Kulturlandschaft gebildet. Kaum eine Region hat für die intellektuelle Entwicklung Deutschlands eine vergleichbare Rolle gespielt. Tübingen und Heidelberg, Esslingen und Stuttgart, Ludwigsburg und Marbach – Jan Bürgers anschaulich, kenntnisreich und farbig erzähltes Buch über die historisch-kulturellen Dimensionen des Neckartals, das dem Flusslauf folgt und die zentralen Orte beschreibt, fordert geradezu auf, selbst die Reise den Neckar entlang anzutreten. Jan Bürger, 1968 geboren, wurde über Hans Henny Jahnn promoviert, gehörte zu den Gründungsredakteuren der Zeitschrift „Literaturen” und arbeitet seit 2002 am Deutschen Literaturarchiv Marbach. Wichtige Veröffentlichungen: Verlängerte Reise. Roman (2000), Der gestrandete Wal. Das maßlose Leben des Hans Henny Jahnn (2003), Benns Doppelleben (2006), Max Frisch: Das Tagebuch (2011). Bekannt wurde Jan Bürger auch durch zahlreiche Zeitungsbeiträge, u. a. für die „ZEIT” und die „FAZ”. Veranstalter: IBC Regionalclub Konstanz e. V. in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Konstanz

Do. 21.11.2013, 19.30 Uhr Kulturzentrum Konstanz Gewölbekeller Eintritt: Euro 5.-/3.-

BUCHTIPP: Ralf Seuffert Konstanz, 2000 Jahre Geschichte Wie aus dem kleinen römischen Fort und seiner Siedlung im frühen Mittelalter ein Bischofssitz wurde, was das Wachstum der kaufmännischen Siedlung zur Reichsstadt begünstigte, welche Mächte das politische Geschick von Konstanz beeinflussten, welche Gefahren und Chancen den Konstanzern von Seiten der Eidgenossenschaft erwuchsen, welche Bedeutung die Religion – nicht nur in der Reformationszeit – für die Entwicklung der Stadt hatte, was es hieß, in beiden Weltkriegen Grenzstadt zu sein und wie sich Konstanz nach 1945 zur Universitätsstadt und zu einem touristischen Zentrum entwickelte – all das stellt Ralf Seuffert in dieser Geschichte der Stadt Konstanz dar. 8

Eine Vielzahl teilweise farbiger Abbildungen illustriert den Text, setzt den Bezug zu Gesehenem und will die Neugier an der Geschichte bei Bürgern wie bei Besuchern der Stadt Konstanz anregen. Ralf Seuffert studierte Geschichte in Tübingen und Hamburg und lebt als Veranstalter von Kulturreisen und -führungen in Konstanz 2. überarbeitete Auflage € 34,99 UVK Verlagsgesellschaft

REGIONALCLUB SÜDLICHER BODENSEE e.V.

Termine Regionalclub Südlicher Bodensee e.V. egg. Beide studierten in New York bei Pinchas Zukermann an der Manhattan School of Music. Sie haben sich dieses Jahr in ihrer Wahlheimat Wien niedergelassen, wo sie als Solisten dem MusikerVerein „Mahler Philharmoniker” beigetreten sind. Weitere Informationen unter: www.mahlerphilharmoniker.at Kartenvorverkauf: Bodan AG, Kreuzlingen, Tel. 071 672 11 11

Johannes Dörflinger: Vogel Pastell

Samstag, 2. November, 17 Uhr wandeln unterschiedliche Positionen des aktuellen Kunstschaffens rund um den Bodensee wandeln bezeichnet die kreative Tätigkeit des Formens an sich, die Metamorphose, die Vermischung der Sinne, die Verbindung von Wort, Ton und Bild. wandeln bedeutet aber auch Gehen, Schreiten. Wer in diesem Sinne wandelt, ändert seine Blickrichtung, seine Perspektive, begeht und überschreitet Grenzen. Der Internationale Bodenseeclub (IBC) zeigt zusammen mit dem Rosenegg Museum unterschiedliche Positionen des aktuellen Kunstschaffens. Die drei Künstler Johannes Dörflinger (D), Tone Fink (A) und Philippe Mahler (CH) repräsentieren Ihre Herkunftsländer. Sie arbeiten auf ganz unterschiedliche Weise, was die Vielfalt und Offenheit künstlerischen Schaffens sichtbar macht. Sonntag, 17. November 2013, 16 Uhr Musikalische (Ver)Führung wandeln in den Künsten führt zum synästhetischen Erlebnis. Die Geiger Jesús Reina und Anna Margrethe Nilsen (ver)führen das Publikum auf einem musikalischen Gang durch die Räume der Ausstellung. Das junge Geiger-Ehepaar ist nahezu prädestiniert, sein Publikum zu (ver)führen: Anna Margarethe Nilsen (Norwegen) und Jesús Reina (Andalusien) spannen den kulturellen Bogen auf der europäischen Nord-Süd-Achse im Museum Rosen-

Sonntag, 24. November 2013, 11 Uhr Geister Gleich Vernissage des bibliophilen Projekts von und mit Beat Brechbühl und Johannes Dörflinger Johannes Dörflinger und Beat Brechbühl entwickeln gemeinsam ein bibliophiles Projekt, in welchem die Skulpturen des Künstlers den Worten des Dichters – sowie den eigenen - begegnen. Die Skulpturen von Johannes Dörflinger scheinen in einem gänzlich anderen Verhältnis zur Welt zu stehen. Die Abstraktion der Körper bewirkt den Eindruck eines Leicht-Werdens. Die Figuren, deren Leiblichkeit von zu viel alltäglichem Ballast befreit ist, befinden sich in mi tt e n von Kraftfeldern und deren Einflüssen. Situationen von Entfremdung, Erlösung, Leiden, Sehnsucht, Liebe u.a. kommen zur Darstellung. Eine Art Welttheater, in dem sich das spiegelt, was dem Menschen tats ä ch l ich ode r imaginär begegnen kann. Johannes Dörflinger: Alchemist

Museum Rosenegg, Bärenstraße 6, Kreuzlingen 9

Giuseppe Verdi: Messa da Requiem für Soli, Chor und Orchester Zwischen dem Bodensee-Madrigalchor und dem IBC südlicher Bodensee besteht eine bereichernde Verbindung. Wir sind gespannt auf die Aufführung zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi und freuen uns, wenn möglichst viele IBC-Mitglieder auch dabei sind. 6. Oktober 2013, 19.00 Uhr Stadthalle Singen Mitwirkende: Konzertchor Singen, BodenseeMadrigalchor und Gäste, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, Dirigent Heinz Buche Giuseppe Verdi regte nach dem Tod von Gioacchino Rossini im Jahre 1868 an, die führenden Komponisten Italiens aufzufordern, eine Totenmesse zum Gedenken des Meisters zu schreiben. Die Idee wurde begeistert aufgenommen, doch Unstimmigkeiten verhinderten eine Aufführung. Als wenige Jahre später der von Verdi hochverehrte Dichter Alessando Manzoni verstarb, fasste Verdi den Plan, unter Verwendung seines „Libera me” (Befrei mich) eine eigene Totenmesse, die Messa da Requiem, zu komponieren. Am 22. Mai 1874, dem ersten Jahrestag von Manzonis Tod, fand in San Marco in Mailand die Uraufführung statt. Es folgten weitere, begeistert aufgenommene Aufführung. So. 06.10.2013, 19 Uhr Stadthalle Singen

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Doch gab es auch Gegenstimmen, da sich der Opernkomponist Verdi in seiner Messa nicht verleugnet. Johannes Brahms liess sich die Partitur kommen und meinte nach deren Studium: „Das ist das Werk eines Genies!” Und in der Tat fasziniert das Requiem gerade durch die glanzvollen Kantilenen und arienähnlichen Passagen der vier Solisten, durch die gewaltigen dramatischen Steigerungen von Chor und Orchester und durch die höchste Meisterschaft der polyphonen Satztechnik bei der doppelchörigen Fuge im Sanctus und in der Schlussfuge. So wundert es nicht, das Verdis Messa da Requiem wegen der ihr eigenen Umsetzung des altehrwürdigen Textes Ausführende und Zuhörende gleichermassen tief ergreift und demütig einer Macht gegenüber werden lässt, die über Leben und Tod gebietet.

REGIONALCLUB ÖSTLICHER BODENSEE e.V.

Termine Regionalclub Östlicher Bodensee e.V. Samstag, 28. September 2013, ab 13 Uhr besuchen wir auf Schloss Achberg die Ausstellung „Max Liebermann & der deutsche Impressionismus” Abfahrt ab Hard: 13.00 Uhr, Abfahrt ab Bregenz Bahnhof: 13.15 Uhr (Bischof Reisen) Rückfahrt: 18.00 Uhr Reisekosten: Fahrt und Eintritt: EUR 30,00 Anmeldung erforderlich - ab sofort: Klara Motter Tel. 05574/76110 od. Margit Berkmann Tel. 0699 11235137, od. [email protected] Samstag/Sonntag 19./20. Oktober 2013 Samstag ab 16 Uhr Ein Wochenende für Philosophie und Literatur mit Dr. Peter Natter und Thomas Matt. Die Ibele-Integral-Lesung findet im Hotel Krone in Hittisau statt. Beginn: Samstag 16.00 Uhr, Wochenendkosten: (Übernachtung/Frühstück, Kaffee/Tee/Kuchen am Nachmittag, 4-gängiges Abendessen & Aperitif, Lesung) EUR 113,00 p.P. im DZ, EUR 116,00 p.P. im EZ Sonntagvormittags ab 10.00 Uhr: Möglichkeit zum Besuch des Frauenmuseums Hittisau und der aktuellen Ausstellung „Europäerinnen Starke Frauen im Porträt”. Da begrenzte Teilnehmerzahl, möglichst baldige Anmeldung erbeten. Mittwoch, den 06. November 2013, 19 Uhr Jahreshauptversammlung im „Goldenen Hirschen” in der Bregenzer Kirchstraße 19.30 Uhr Vortrag mit Dr. Willi Meusburger über das Leben von Norman Douglas mit besonderem Bezug zu Vorarlberg Sonntag, den 08. Dezember 2013, 11 Uhr Villa Liebenstein (Musikschule Bregenz) Hans-Udo Kreuels, Klavier und Lesung, sowie Nadja Nigg, Sopran, stimmen die interessierten Hörer des IBC auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. Vom 14. bis 29. September 2013 Gesamtausstellung Fachbereich Bildene Kunst Vernissage: Samstag 14.09.2013 um 17.00 Uhr Finissage: Sonntag, 29.09.2013 um 11.00 Uhr

Sonntag, 22. September 19.30 Uhr Pförtnerhaus Feldkirch Kammerorchester Arpeggione „Cellissimo” Dirigent Alexander Rudin, Klavier: Hans-Udo Kreuels Neben Werken von Haydn, van Goens, Piatti gelangt das Klavierkonzert für zwei Streichorchester, Pauken und Klavier von B. Martinu mit HansUdo Kreuels zur Aufführung Vom 06. bis 28. Oktober 2013 Ausstellung in der Galerie Gunzoburg in Überlingen Grafik - Evelyn Rodewald Pastellmalerei - Carmen Margot Lins Vernissage: 06.10.2013 um 11.00 Uhr Sonntag, 17. November 2013, 17 Uhr Theater Kosmos in Bregenz Vokalensemble Ottava Rima und die Schauspielkunst „Natürlich Liebe” Natur und Liebe, die wohl universellsten Themen aller Künste, sind auch die zentralen Begleiter in diesem Konzert gemeinsam mit professionellen Schauspieler/innen. Prima la musica, poi le parole? Der alte Streit um die Vorherrschaft des Wortes oder der Musik soll in diesem Programm ad absurdum geführt werden, wenn etwa im ersten Teil nicht nur vertonte Liebes- und Naturlyrik zu hören sein wird, sondern auch die Originalverse durch die Schauspieler/innen vorgetragen werden. Mit Werken von Andrew Lang/Edward Elgar, William Shakespeare/Nils Lindberg, Rainer Maria Rilke/ Morten Lauridsen, aber auch einer Vorarlberger Erstaufführung von Idea Villarino/Erich Fried/Alfred Dünser wird ein spannender Bogen durch die Jahrhunderte geschlagen. Der zweite Teil wartet dann mit einer ungewöhnlichen Premiere auf, die aber natürlich auch mit Liebe präsentiert wird… Lassen Sie sich überraschen! Vorschau für 2014 Unsere nächste Reise führt uns von 01. Mai bis 04. Mai 2014 nach Passau, Schärding, Linz Stadtführung, Theaterbesuch, Musikhaus Linz, Lentos, Freistadt, Kefermarkt, über die tschechische Grenze nach Krumau, Salzkammergut, über das Musik Instrumente Museum in St. Gilgen wieder nach Hause. Voranmeldungen sind bereits möglich. 11

Termine Regionalclub Nördlicher Bodensee e.V. Galerie Gunzoburg, September 2013 OSBejarano Juan Carlos Bejarano (Malerei und Skulpturen) Galerie Gunzoburg Überlingen Aufkircherstr. 3, 88662 Überlingen von So. 08.09.2013 bis So. 29.09.2013 Vernissage: So. 08.09.2013 um 11 Uhr Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 14 bis 18 Uhr Sa. 11 bis 13 Uhr So. 14 bis 18 Uhr Der Künstler ist am 08.09., 22.09 und am 29.09. anwesend. www.ibc-ueberlingen.de IBC Ausstellung, Birkle-Klinik, September 2013 Licht – Form und Farbe Susanne Färber (Malerei) Irene Jockel-Siewerth (Malerei) Überlingen Birkle-Klinik Obere St. Leonhardstraße 55 vom So. 15.09.2013 bis So. 12.01.2014 Vernissage: So. 15.09.2013 um 10 Uhr Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr www.ibc-ueberlingen.de Galerie Gunzoburg, Oktober 2013 Grafik und Malerei Evelyn Rodewald (Grafik) Carmen Margot Lins (Malerei) Galerie Gunzoburg Überlingen Aufkircherstr. 3, 88662 Überlingen von So. 06.10.2013 bis So. 27.10.2013 Vernissage: So. 06.10.2013 um 11 Uhr Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 14 bis 18 Uhr Sa. geschlossen, So. 14 bis 18 Uhr Die Künstlerinnen sind am So. 06. u. So. 27.10. anwesend. www.ibc-ueberlingen.de

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Galerie Gunzoburg, November 2013 Nur der Schein trügt nicht Wilfried Düker (Zeichnungen, Malerei und Collagen) Galerie Gunzoburg Überlingen Aufkircherstr. 3, 88662 Überlingen von So. 03.11.2013 bis So. 01.12.2013 Vernissage: So. 03.11.2013 um 14 Uhr Laudatorin: Dr. Ulrike Niederhofer, Kunsthistorikerin Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 14 bis 18 Uhr Sa. 11 bis 13 Uhr So. 14 bis 18 Uhr www.ibc-ueberlingen.de Vorschau IBC-Gemeinschaftsausstellungen Galerie Gunzoburg, Dezember 2013/Januar 2014 Beginnend am Sonntag den 08.12.2013 mit der Vernissage um 11 Uhr. Das Ausstellungsende im Januar wird noch bekannt gegeben. IBC-Winterausstellung „Spuren” in der Städtischen Galerie Fauler Pelz in Überlingen Dezember 2013 und Januar 2014 Die genauen Ausstellungsdaten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

REGIONALCLUB NÖRDLICHER BODENSEE e.V.

OSBejarano, die Struktur der Späne bildet den Grund Juan Carlos Bejarano, Argentinien vorhanden ist, mittels Sensibilität und Vorstellungskraft zu entdecken, ist tägliche Übung und ein lebendiges Gefühl für Komposition erforderlich”. Entdecken bedeutet für ihn, den feinen, diffusen Film wegnehmen, der täglich mit den Verflechtungen der herkömmlichen Strukturen wächst und der uns nicht erlaubt, das Leben mit den Augen der Seele zu sehen. Der Künstler muss die Zusammenhänge von Elementen und Lauten ahnen und spüren um eine künstlerische Komposition zu erschaffen. So wie dies der Musiker mit Noten, der Tänzer mit der Choreographie ausführt, tut dies der Maler und Bildhauer mit Formen und Farben. Für Juan Carlos ist es die OSB-Platte, die ihn sensibilisiert. Mehr noch, dieser Malgrund beansprucht ihn und zieht seine kompositorische Unruhe auf sich. Sie gibt ihm durch ihren sehr eigenen Charakter allen Reichtum der plastischen Möglichkeiten, so dass der Künstler ein Mittel ist, das der Kunst hilft, zu geschehen, zu sein.

Vom 08. September bis 29. September 2013 zeigt die Galerie Gunzoburg Werke von Juan Carlos Bejarano. Juan Carlos Bejarano wurde am 03.01.1967 in Moreno, in der Provinz Buenos Aires, Argentinien geboren. Heute lebt er in der Provinz Santiago del Estero, Argentinien. Er studierte an der Academia Nacional del Norte Juan Yapari in Santiago del Estero und arbeitet als Bildhauer und Maler. „Gründe zu malen gibt es zuhauf und Malgründe ebenso”. Bei Juan Carlos Bejarano bildet die Struktur der Späne den (Mal)Grund. Denn der Künstler malt auf Strukturspanplatten, den OSBPlatten. Die Struktur der Späne ist bei jeder Platte einmalig vorgegeben und wird vom Künstler in seine Bilder eingefügt. Zusammen mit der Farbe entstehen dadurch einzigartige Werke. Juan Carlos Bejarano schreibt über seine Arbeitsweise: „Um das verborgene Bild, das schon immer

Andere Arbeiten von Juan Carlos Bejarano können im Raum Balingen betrachtet werden. Er hat hier verschiedene Aufträge, unter anderem die Kuppelbemalung der Friedenskapelle zwischen Tieringen und Hausen oder die Krippenfiguren in der Heilig-Geist-Gemeinde ausgeführt. Er nahm an zahlreichen Symposien und Treffen bildender Künstler teil. Ausgestellt wurden seine Bilder und Skulpturen in Argentinien, Finnland, Russland und Frankreich. Bejarano erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Öffnungszeiten: Di. - Fr. 14 - 18 Uhr; Sa. geschlossen, So. 14 - 18 Uhr. Der Künstler ist am 08.09, 22.09. und am 29.09. anwesend. Silvia Jungmann

Ausstellung: 08.09. bis 29.09.2013 Vernissage: So. 08.09.2013, 11 Uhr www.ibc-ueberlingen.de Galerie Gunzoburg Aufkircher Str. 3, 88662 Überlingen 13

Grafik und Malerei: Evelyn Rodewald · Carmen Lins Vom 06. bis 27. Oktober 2013 zeigt die Galerie Gunzoburg Werke von Evelyn Rodewald und Carmen Lins, Künstlerinnen des Regionalclub Östlicher Bodensee (Österreich). Für Evelyn Rodewald ist dies die 2. Ausstellung in der Galerie Gunzoburg. Sie wurde in Innsbruck geboren. Heute lebt und arbeitet sie in HörbranzFronthofen, Österreich. Nach dem Kunstgeschichte- und Archäologiestudium an der Universität Wien und dem Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien erhielt sie viele Stipendien und bildete sich in Europa, USA und anderen Ländern weiter. Bei ihrer zweiten Ausstellung in der Galerie Gunzoburg liegt der Schwerpunkt der gezeigten Werke auf dem Porträt und der Zeichnung. Selbst bezeichnet sie diese Werke als „Erzählungen mit Buntstift auf Papier”. Diesmal werden von ihr vor allem Porträts aus verschiedenen Werkgruppen zu sehen sein. Die Porträts werden gepaart mit wenigen ausgewählten Zeichnungen, die den Betrachterinnen und den Betrachtern den Zugang zu geheimnisvollen und von der Künstlerin immer wieder neu und anders erzählten Geschichten erlauben sollen. Stefania Pitscheider, Direktorin des Vorarlberger Frauenmuseums, schreibt über das, was die Betrachterin und den Betrachter erwarten: „Gesichterlandschaften als Funde einer Storysuche im Interieur fremder Psychen”. Einerseits zeigen Evelyn Rodewalds Porträts das Dunkle und Düstere, andererseits Muße und kontemplative Ruhe. Die leichten Seiten des Seins sind das heitere Gegengewicht zum Tod. Man erfühlt Vorahnung und Abgrund. Sie manifestieren sich als stille Augenblicke, als phantastische Szenarien. Eine bunte, leicht laszive Angelika Kauffmann oder ein Orlando in voller Pracht. Carmen Margot Lins wurde in Satteins, Österreich, geboren und lebt und arbeitet heute noch dort. Ihr Weg zur Malerei erfolgte über die Arbeit als selbstständige Galeristin. Ihre künstlerische Ausbildung erfolgte bei Eugen Jussel, Walter 14

Khüny, Siegfried Kresser und Hannes Scherling. Dazwischen immer wieder Weiterbildungen in Hohenems, in Florenz, in New York und Portraitmalerei bei Xenia Hausner. In der Galerie Gunzoburg zeigt die Künstlerin Landschaften in Pastell. Die Farben sind weich, erlauben feinstes Schattieren und Changieren. Für sie ist nicht der Farbauftrag wichtig sondern der Farbverlauf und die Nuancen zwischen Hell und Dunkel. Gerade sie sind es, die zum Beispiel einer Landschaft Charakter verleihen oder auch bei ihren Porträts den Gesichtern Kontur geben und Plastizität erzeugen. Der Betrachter findet in ihren Landschaftsmalereien südliches Flair und Licht in Pastell, offene Landstriche mit weitem Blick, kleine Stadtstrukturen mit leuchtenden Dachlandschaften wieder. Carmen Lins erklärt die Zielsetzung ihrer Malerei so: Die Entwicklung einer eigenständigen Pastellkreidetechnik mit einer besonderen Farbtiefe steht im Vordergrund. Bei ihren Landschaften sei die Wiedergabe eines Motivs zweitrangig. Vielmehr gehe es um die Wiedergabe von Stimmungen – Stimmungen, die sich verändern, je nach Licht und Witterung. Auch ihre persönlichen Stimmungen bezieht sie in ihre Arbeit mit ein. Sie sagt: „Ich überzeichne mein Sehen sozusagen mit den Farben. Durch eine eigenständige Dynamik aus den Farbabstufungen entsteht dann die Landschaft, welche sich immer wieder der Abstraktion nähert”. Deshalb sind z. B. ihre Arbeiten „Pastell in Black” auch keine naturgetreuen Porträts, sondern Inspirationen aus den New Yorker Straßen. Öffnungszeiten: Di. - Fr. 14 - 18 Uhr; Sa. geschlossen, So. 14 - 18 Uhr. Die Künstlerinnen sind am So. 06. u. So. 27.10. anwesend. Silvia Jungmann

Ausstellung: 06.10. bis 27.10.2013 Vernissage: So. 06.10.2013, 11 Uhr www.ibc-ueberlingen.de Galerie Gunzoburg Aufkircher Str. 3, 88662 Überlingen

REGIONALCLUB NÖRDLICHER BODENSEE e.V.

Nur der Schein trügt nicht: Wilfried Düker inen). In seiner Malerei erfolgt eine Verschmelzung von Figuration und Abstraktion. Inhaltliche Bedeutungen vermengen sich nachhaltig mit der gedanklichen Unwägbarkeit potenziell denkbarer Auslegungen. Wilfried Düker verwendet in seinen Arbeiten vielfache Farbschichtungen und dies ist die Voraussetzung und Garantie für die differenzierte, subtile, oft morbide Farbigkeit.

Vom 03. November bis 01. Dezember 2013 zeigt die Galerie Gunzoburg Werke von Wilfried Düker. Wilfried Düker wurde 1937 in Düsseldorf geboren. Nach dem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf und dem Abschluss mit Staatsexamen für das künstlerische Lehramt arbeitete er am Stiftsgymnasium in Xanten. Heute lebt er in Uhldingen am Bodensee, dort ist er auch künstlerisch tätig. Wilfried Düker zeigt in seiner Ausstellung Zeichnungen, Acrylmalerei und Collagen. In seinen Zeichnungen werden in der Regel heterogene, disparate Bildzeichen sehr detailliert und akribisch dargestellt. Sie haben einen deutlichen Realitätsbezug und entsprechende Abbildungs- und Wiedererkennungsmerkmale durch eine spezifische Kombination oft unterschiedlicher, unvereinbarer Bildgegenstände. Es entsteht ein völlig veränderter Bedeutungszusammenhang durch Transformation, Verrätselung, Metamorphose. Ein Bedeutungswandel, der unterschiedlichste Assoziations- und Interpretationsmöglichkeiten zulässt. Die Störung des erwarteten Intakten, des Schönen, des Passenden, des Nachvollziehbaren führt so beim Betrachter zur Irritation von Wahrnehmungsmustern. Dieses, gewissermaßen surrealistische Prinzip gilt weitgehend auch für seine Acrylmalerei. Hier finden sich die traditionellen Bildgattungen wieder: Landschaft, Stillleben, Figurales, wobei die Landschaften einen Schwerpunkt bilden. Sie sind jedoch keine ikonografischen oder topografischen Abbildungen realer Landschaften, sondern Typisierungen bestimmter landschaftlicher Erscheinungen und atmosphärische Verdichtungen (Gebirge, Gewässer, Inseln, Architekturen, Ru-

Bei den Collagen integriert der Künstler in der Regel Zeichnungen. Fotografische Versatzstücke dienen als Realitätszitate, wobei sich in solch spezifischer Verflechtung durch diese Art der Kombination stets ein homogenes Bildgefüge ergibt. Wilfried Dükers Arbeiten zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Liebe zum Detail aus. Bei der Malerei reizt ihn, insbesondere bei der Darstellung von Landschaften, die Schönheit kaputter Oberflächen. Immer wieder kommt bei ihm der Humor der dunkleren Sorte zum Ausdruck. Der Künstler bietet dem Betrachter eine Fülle phantastischer Elemente und Situationen, die die Imaginationskraft aktivieren. Die Verrätselung des dargestellten Gegenstandes öffnet den Blick für vielfältige Möglichkeiten der Wahrnehmung und der Reflexion. Öffnungszeiten: Di. - Fr. 14 - 18 Uhr; Sa. geschlossen, So. 14 - 18 Uhr. Ladatorin: Dr. Ulrike Niederhofer, Kunsthistorikerin. Silvia Jungmann

Ausstellung: 03.11. bis 01.12.2013 Vernissage: So. 03.11.2013, 14 Uhr www.ibc-ueberlingen.de Galerie Gunzoburg Aufkircher Str. 3, 88662 Überlingen 15

Licht – Form und Farbe: Susanne Färber Irene Jockel-Siewerth Vom 15.09.2013 bis 12.01.2014 zeigt die Birkle Klinik Werke von Susanne Färber und Irene JockelSiewerth Susanne Färber wurde in Leipzig geboren und ist in einer Künstlerfamilie aufgewachsen. Heute lebt u n d ar bei tet sie in Rottweil und Überlingen. Nach dem Ku n s t s t u d i u m an der MerzAkademie in Stuttgart arbeitete sie in der Marketing-Abteilung eines Stuttgarter Unternehmens. Bis 1997 war sie Dozentin für bildnerisches Gestalten an der Fachschule für Sozialpädagogik (Edith SteinInstitut). Für Susanne Färber steht im Vordergrund ihrer Malerei die emotionale Beziehung zur Farbe und zum Farbmaterial. Sie arbeitet vorwiegend mit Acrylfarben auf Leinwand und ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt zurzeit in der Collagetechnik. Sie sagt über ihre Arbeit: Ihr Malvorhaben sei nicht bis ins Detail festgelegt, sie entwickle es vielmehr prozesshaft. Schritt für Schritt entstehe die Bildgestalt, unter Einbeziehung der Aussagekraft verschiedener Materialeigenschaften. Diese ist einmal die raue Oberfläche des Sandes wie auch beispielsweise die Verschiedenartigkeit von Papierstrukturen in collagierter Verarbeitung, die haptisches Erleben möglich machen. Das zum Teil experimentelle Vorgehen bringe Erlebtes und Wahrgenommenes aus dem alltäglichen Umfeld wieder hervor und fließe in die Bildgestaltung ein. Farben, Formen und Linien lassen Strukturen entstehen, die ihre Bildvorstellungen visualisieren, wie z. B. bei den Werken „Erwachen” oder „Zerrissene Zeit”. Vor allem Natur- und Landschaftseindrücke geben ihr Motivation für abstrakte Bildgestaltungen. 16

Irene JockelSiewert wurde in Düsseldorf geboren. Sie lebt und arbeitet heute in Konstanz. Nach dem Abschluss an der Kunstakademie in Düsseldorf und dem Besuch des Düsseldorfer Seminars für werktätige Erziehung arbeitete sie als Kunsterzieherin am Ellenrieder-Gymnasium in Konstanz. Ihre künstlerischen Arbeiten umfassen ein weites Spektrum. Sie schafft Aquarelle und arbeitet auch mit Acryl- und Ölfarben. Für ihre Kleinplastiken verwendet sie Materialien wie Wachs, Stein oder Ton. Zudem gestaltet sie Bühnenbilder für Musical- und Marionettenaufführungen und Masken. Zu ihrer Arbeit führt sie aus: Von der Wirklichkeit ausgehend verändere sie diese durch eine ausschnitthafte Gestaltung, so dass sie auf dem schmalen Pfad zwischen der Gegenständlichkeit und der Abstraktion balanciere. Ihre Malerei lebe primär von der Farbe. Cezanne und Rothko seien zurzeit ihre Favoriten. Um sich ganz auf die Farbe konzentrieren zu können, nimmt die Künstlerin formale Entscheidungen durch Fotografieren vorweg. Oft sind es nur kleine Ausschnitte die weiterverwendet werden. Irene JockelSiewerth arbeitet häufig mit Bildzyklen. Daher wählt sie die Bildformate und die farbliche Gestaltung so aus, dass ihre Werke als Bildgruppe miteinander kommunizieren. Bei dieser Ausstellung zeigt sie Themen, die sie besonders ansprechen, wie z. B. „der See” (den Bodensee kann sie von ihrem Atelier jeden Tag neu sehen und entdecken), „das Meer” (Mittelmeer) oder „Mahlzeitbilder” genauer „Nachtischbilder”. Silvia Jungmann

Ausstellung: 15.10.2013 - 12.01.2014 Vernissage: So. 15.10.2013, 10 Uhr Birkle Klinik, Obere St. Leonhardstr. 55, 88662 Überlingen Öffnungszeiten: täglich 10 - 17 Uhr

REGIONALCLUB NÖRDLICHER BODENSEE e.V.

Rückblick: Ausstellung „Zeit” Er schafft raumgreifende Radierungen, die er in eine Installation im dreidimensionalen Raum verwandelt. Seine Werke bestehen aus hauchdünnem Japanpapier in mehreren Lagen. Die hintere Schicht wird damit zum Bildgegenstand der darauf folgenden Lagen. Die frei schwebenden Objekte erinnern an Gebirgszüge, Landschaften oder eigene Befindlichkeiten.

Galerie Kulturhaus Mühle in Oberteuringen Sechs Künstler des Internationalen Bodenseeclub Überlingen stellten im Juni 2013 in der Galerie Kulturhaus Mühle in Oberteuringen aus. Susanne Färber, Rottweil, zeigte Werke mit Acrylfarben auf Leinwand mit dem Schwerpunkt Collagetechnik. Über Ihre Arbeiten sagt sie: „Im Vordergrund ihrer Malerei stehe für sie die emotionale Beziehung zur Farbe und zum Farbmaterial, und die Anregungen hole sie sich überwiegend aus der Natur”. Barbara Seifried, Markdorf, zeigte Bilder mit Samen und Früchten, Menschen und Booten, Nester und Kokons in erdigen Farben. Sie interessiert der Mensch, der Mensch in seiner Befindlichkeit und Lebenssituation, der Mensch in seinen Stadien. Der ewige Kreislauf des Lebens. Sie führt aus: „Ihre Arbeit erhebe keinen Anspruch auf eine Botschaft, es seien ihre Empfindungen und Ideen, aus denen Sie die Bildmotive schöpfe”. Wolfgang Scherer, Wangen, konzentrierte sich in seinen Arbeiten hauptsächlich auf die Radierung.

Günther-Henry Schulze der einzige Fotograf der Gruppe zeigte die Fotocollage „HAY MAS TIEMP QUE VIDA” – es gibt mehr Zeit als Leben. Unter anderem führt er zu seiner Arbeit aus: „Unser Leben – mein Leben; alles nur ein Moment im Laufe von unendlicher Zeit. Was bleibt? Was wissen wir? Nur eins ist sicher: Wir haben nur einen kurzen Moment.” Ingrid Stotz, Konstanz, zeigte Skulpturen, überwiegend aus dem Naturstoff Holz und auch aus Materialien aus dem Alltag. Das für Ihre Arbeiten notwendige Material findet sie in der Natur, in der industrialisierten Wegwerfgesellschaft und auch in ihrer Brennholzlieferung. Sogar ausrangiertes Kinderspielzeug wird zu Kunstwerken verarbeitet. Günther Wiedenhorn, Immenstaad, zeigte Farbholzschnittarbeiten mit figürlichen Darstellungen. In seinen Arbeiten erfolgt die Rückbesinnung auf das Material und die Handarbeit. Fasziniert vom sinnlichen – haptischen Erlebnis der Holzbearbeitung und vom handwerklichen Aspekt des Druckvorganges entsteht bei ihm eine vereinfachte Formensprache aus Farben, Linien und Flächen bis zum eigenständigen Bild. Silvia Jungmann

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Rückblick: See(h)strassengalerie Radolfzell

Zwei Künstlerinnen des IBC, Marianne Riexinger Konstanz und Ingrid Stotz Überlingen nehmen an der jurierten Freiluftausstellung teil. Die Seestraße im Herzen der Radolfzeller Altstadt hat sich 2013 zum 15. Mal in eine Freiluftgalerie verwandelt. 24 interessante Kunstwerke von 12 Künstlern gingen am 05. Mai in die Lüfte und können noch bis 02.10. 2013 zwischen den Häuserfronten betrachtet werden. Schon lange war es Tradition, dass in den Sommermonaten in Radolfzell, in der Seestraße, Fahnen von den Bundesländern und den angrenzenden Nachbarstaaten hingen, um Gäste willkommen zu heißen. Peter Harder, ein Geschäftsmann aus der Seestraße, war mit diesem Konzept nicht mehr zufrieden. Etwas Neues sollte her. „Nehmt doch Bilder”, schlug die damalige Kulturamtleiterin Elisabeth BletscherBöttinger Peter Harder vor, und so entstand 1998 das Projekt See(h)strassengalerie in Radolfzell. Deutschlands erste konsequente Freiluftgalerie, auch heute noch ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Die Kunst sollte deutlicher in das alltägliche Leben rücken, und es wurden neue Wege der Kunstvermittlung gewagt und begangen. Seither ist ein Radolfzeller Sommer ohne Kunst in luftiger Höhe nicht mehr vorstellbar. Viele engagierte, ehrenamtliche Helfer, und gesponsert von Einzelhandel und Gastronomie der Seestraße sowie von weiteren namhaften Sponsoren, ermöglichen es den Initiatoren Monika Ley und Peter Harder, die Kunst in dieser Form zu vermitteln. Alle Jahre wieder gibt es seitdem die Eröffnung der Radolfzeller See(h)strassengalerie im Rahmen eines verkaufsoffenen Sonntags. Die Künstler, deren Werke für die Ausstellung juriert werden, kommen aus dem Süddeutschen Raum und noch weiter her. Bei strahlendem Wetter wurde am 05. Mai 2013 zum 15. Mal die See(h)strassengalerie durch den Radolfzeller Oberbürgermeister Dr. Jörg Schmidt 18

eröffnet. Alle teilnehmenden Künstler waren anwesend und wurden dem interessierten Publikum durch den Kulturwissenschaftler Michael Fuchs vorgestellt. Die musikalische Umrahmung der Eröffnung erfolgte durch die Band „Volker Wagner's jazz brise”. Die Musiker begeisterten die Besucher vor allem auch durch ihre starken Improvisationen. Die Seestraße wurde zeitweise von Kunstinteressierten gestürmt. Die Farbtupfer in der Luft ließen die Hälse der Besucher lang werden und viele interessante Gespräche mit den Künstlern und untereinander wurden geführt. So führt die See(h) strassengalerie auch ganz fremde Menschen kommunikativ zusammen. 12 namhafte Künstler aus dem Süddeutschen Raum und der Schweiz, unter ihnen auch zwei Mitglieder des Internationalen Bodenseeclubs, stellen in diesem Jahr jeweils 2 großformatige Arbeiten, die durch eine Jury ausgewählt wurden, aus: Daniela Benz, CH-Thayngen, Muriel Coletti, Illmensee, Victoria Graf, Radolfzell, Nora Löbe, Öhningen, Katrin Parotat, Engen, Marianne Riexinger, IBC Konstanz, Alfons Röllinger, Illmensee, Elisabeth Steinmetz, Radolfzell, Ingrid Stotz IBC Überlingen, Laura Vogler, Filderstadt, Jürgen Weing, Kissleg, Markus Wildner, Dettighofen. „Kunst” für jedermann, unter freiem Himmel, in luftiger Höhe, erfahrbar zu machen und „Kunst” im Alltag zu erleben, sich auch damit auseinander setzen zu können, war der Wunsch der Initiatoren Monika Ley und Peter Harter, die sich mit großem Engagement für diese Idee bis heute einsetzen. Begleitet wird die Ausstellung von einem Katalog, Postkarten, Poster und Kunstdrucken der Werke. Alle Werke stehen zum Verkauf. Zum 2. Oktober, zur Finissage, werden die Bilder wieder abgehängt und können dann auch während der Kulturnacht Radolfzell in der Seestraße aus der Nähe betrachtet werden. Bereits heute können sich Kunstschaffende für das Projekt „See(h) strassengalerie”, die erste konsequente Open-Air Galerie Deutschlands, die 2014 zum 16. Mal stattfindet, bewerben. Für Rückfragen stehen Monika Ley und Peter Harder (Telefon: +497732/970845) gerne zur Verfügung. www.seestrassengalerie.de [email protected]

Silvia Jungmann

REGIONALCLUB NÖRDLICHER BODENSEE e.V.

Rückblick: Erster Irrlauf Kunst und Mathematik von Prof. Dr. Kathrin Glau

Im Juli dieses Jahres stellte die Juniorprofessorin für Finanzmathematik und Wahrscheinlichkeitstheorie an der Technischen Universität in München, Prof. Dr. Kathrin Glau, in der IBC-Galerie Gunzoburg in Überlingen ihre neuesten Werke aus. Kathrin Glau ist in Meersburg aufgewachsen. Ihre Welt besteht aus Zahlen, Formeln und Formen und mit diesen arbeitet sie in ihren Werken kreativ. Das Ziel der Künstlerin ist es, mathematische Vorgänge sichtbar zu machen, die Schönheit der Mathematik zu zeigen. Ein Phänomen, das wahrscheinlich vielen nicht nur in ihrer Schulzeit, sondern auch im späteren Leben vorborgen geblieben ist. Dennoch ohne Mathematik gäbe es keine Zentralperspektive, keine Proportionslehre und auch keinen goldenen Schnitt. Die Künstlerin verwendet bei ihren Bildern nicht die wissenschaftsimmanenten Darstellungsmittel, wie Kurven, Parabeln, Diagramme oder die zeichnerischen Mittel der Geometrie, die in Ornamentik und technischen Zeichnungen Anwendung finden, sondern solche der Kunst: Bleistift, Buntstift und Farbe. Werner Hofmann formuliert: „Kunst sei das, was wir als solche gelten lassen”. Demnach sind die Grenzen in der Kunst fließend. Die Frage nach Kunst oder Mathematik stellt sich bei Kathrin Glau nicht. Sie sucht und findet in der Malerei eine angemessene Ausdrucksform ihre Inhalte zu transportieren und bietet völlig neue Ansätze.

Forschungsschwerpunkt von Kathrin Glau ist die Wahrscheinlichkeitstheorie. Auch in ihrer Kunst erforscht sie den Zufall auf experimentelle Weise. Irrlauf als mathematisches Konzept findet in ihren Bildern zu formalen Lösungen, die allerdings dem, der nicht um den Hintergrund weiß, keinen Hinweis zur Entschlüsselung geben. Dafür können die Werke durchaus als eigenständige, ästhetische Objekte bestehen. Anders als etwa bei den ebenso vom Zufall abhängenden Schüttbildern von Jackson Pollock oder Emilio Vedova setzt die Künstlerin den Zufall an den Beginn der künstlerischen Arbeit. Der Zufall als Prinzip, in der Mathematik spricht man von Stochastik, der Möglichkeit komplexe Zusammenhänge zu formulieren ohne Kausalitäten herstellen zu müssen. Ein Bleistift – ein Farbtropfen fällt auf das Papier und hinterlässt dort eine Spur. Beim vergeblichen Versuch den Zufall zu wiederholen und denselben Punkt ein zweites Mal zu treffen, entsteht ein zweiter Punkt, mathematisch gesprochen „ein Fehler”. Ausgehend von diesem Fehler setzt sich bildnerisch, mathematisch gesprochen ein stochastischer Prozess in Gang, ein so genannter Irrlauf. Zwischen Punkten kann man eine Gerade ziehen, es entstehen Flächen, die das Bild im bestimmten Maße organisieren. Die Grundlage ist immer der Zufall. Es entstehen komplexe Bilder und der bildnerischen Möglichkeit sind hier kaum Grenzen gesetzt. Nach einem ähnlichen Zufallsprinzip entstehen die Farblinienbilder. Hier bestimmt der Zufall die Wahl der Farbstifte, jeder Stift hat die gleiche Wahrscheinlichkeit zur Anwendung zu kommen. In der Beschreibung und Ergründung der Bildinhalte wird ein letztes Geheimnis nie preisgegeben – eben der Zufall. Kathrin Glaus Bilder widersetzen sich weitgehend jeder Sehgewohnheit und sind somit in keine der herkömmlichen Kunstübungen einzureihen. Das irritiert, macht sie sperrig und für den Betrachter ungewöhnlich, aber auch sehr reizvoll. Silvia Jungmann

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Als neue Mitglieder begrüßen wir: Regionalclub Westlicher Bodensee e.V.: Helga Bürger Monika Heitmann Iris Olschowski Birgit Wannenmacher und Uwe Preussner Herr und Frau Möller Herr und Frau Wirth Regionalclub Nördlicher Bodensee e.V.: Wilfried Düker, Uhldingen Joe Schmidt-Muller, Weil am Rhein Günter Jochun v. Tannberg, A-Götzis Werner Schlotter, Konstanz Elke Körner, Friedrichshafen Susanne Hendricks, Konstanz Frau Christine und Emile Aebischer, CH-Kreuzlingen Brigitte Scheider, Neukirch Dr. Annette Schmucker, Aulendorf Elis Vermeiren, Wilhelmsdorf Britta Hollesch, Ulm Fredis Feiertag, Konstanz

IMPRESSUM Internationaler Bodensee-Club e.V. (IBC) www.intbodenseeclub.org eMail: [email protected] Redaktion IBC-Beileger (vorläufig): Christian Trepulka Beiträge und Termine bitte unter Beachtung des Redaktionsschlusses per E-Mail senden an: [email protected] Telefon: 07 11/2 20 91 14 Redaktionsschluss Beileger: Ausgabe 1/2014 Jan/Feb/Mär/Apr Redaktionsschluss 10.12.2013 Der IBC im Internet: Gesamtclub: www.intbodenseeclub.org Regionalclub Konstanz: www.ibc-konstanz.de Regionalclub Überlingen: www.ibc-ueberlingen.de

Mit freundlicher Unterstützung von: In unserer Gemeinschaftspraxis am Bodensee bieten wir eine umfassende orthopädische und sportmedizinische Betreuung an. Wir möchten mit unserer eingespielten Organisation und unserer integrierten Physiotherapieeinheit die hohen Anforderungen unserer Patienten erfüllen. Die individuelle und lösungsorientierte Betreuung der Patientinnen und Patienten steht bei uns im Mittelpunkt.

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