FVE NEWSLETTER SEPTEMBER 2009

FVE Federation of Veterinarians of Europe FVE NEWSLETTER – SEPTEMBER 2009 TSE, GRIPPE, TOLLWUT UND ‚EINE GESUNDHEIT’ EU-Veterinärwoche 2009 startet am...
Author: Hinrich Breiner
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FVE Federation of Veterinarians of Europe FVE NEWSLETTER – SEPTEMBER 2009 TSE, GRIPPE, TOLLWUT UND ‚EINE GESUNDHEIT’ EU-Veterinärwoche 2009 startet am 28. September Die Eröffnungskonferenz der Europäischen Veterinärwoche („veterinary week“) des Jahres 2009 wird am 28. September in Brüssel1 anlässlich des Welt-Tollwut-Tages stattfinden. Dies ist kein Zufall, da die Tollwut, zusammen mit Grippe und übertragbaren spongiformen Enzephalopathien (Transmissible spongiform encephalopathies, TSE), das Thema der diesjährigen Veterinärwoche ist. Etwa 400 Delegierte werden zu dieser Veranstaltung erwartet, die gemeinsam von der DG Sanco und der Federation of Veterinarians of Europe (FVE) in Zusammenarbeit mit der Allianz für Tollwutkontrolle (Alliance for Rabies Control) organisiert wurde. Außerdem wurden Tiermedizin-Studenten aus 25 Ländern eingeladen, um ihre Gedanken zur Unterweisung von Kindern und Haustierbesitzern im Hinblick auf die Tollwut sowie über das Konzept ‚Eine Gesundheit’ vorzutragen. Redner am 28. September sind u. a. Androulla Vassiliou (Kommissarin für Gesundheit), Robert Madelin (Generaldirektor für Gesundheit und Verbraucher), Bernard Vallat (OIE) und Juan Lubroth (FAO). Der Vormittagssitzung folgen Plenarsitzungen und Workshops über Tollwut, Grippe, TSE und „Eine Gesundheit“ (Das Motto lautet: Tiere + Menschen = Eine Gesundheit). Aus Anlass der Veranstaltung wird ein Tageskalender in allen EU-Sprachen zur Verfügung stehen mit Informationen über sechs drohende zoonotische Erkrankungen. Die „Road Show“ – mit einem entsprechend eingerichteten Kleinbus – dient zur Förderung der Biosicherheit und der Rolle des tierärztlichen Berufsstandes und wird aufgrund des Erfolges noch bis Ende Dezember 2009 durch Europa fahren2. Für weitere Informationen zur EU-Veterinärwoche und deren Aktivitäten wenden Sie sich bitte an das FVE-Büro.

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http://ec.europa.eu/food/dyna/conference/ http://www.one-health.eu/ee/index.php/en/page/follow_the_bus_tour

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Inhaltsverzeichnis Tiergesundheit - Europäische Veterinärwoche 2009 - Welt-Tollwut-Tag - FVE-Meinung zu Heimtierreisen - Illegaler Welpenhandel in Europa

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Artgerechte Tierhaltung - OIE: Strategie ‚Artgerechte Tierhaltung’ - FVE-Arbeitsgruppe Transport - ALCASDE-Konferenz

6 7 7

Öffentliche Gesundheit - FVE-Arbeitsgruppe Hygiene - Salmonellen in Geflügelfleisch - Handhabung von privaten Standards

7 8 8

Arzneimittel - FVE-Arbeitsgruppe Arzneimittel - Gemeinsamer wissenschaftlicher Bericht über MRSA - MUMS: EMEA-Informationstag

9 10

Ausbildung - Übersicht über Spezialisierung - OIE: Konferenz zur Ausbildung - Fakultät Brünn: Exzellenz-Zertifikat

11 11 12

FVE & Angelegenheiten des Berufsstandes - Freie Stelle im Büro der FVE - TAIEX-Konferenz in Bulgarien - FVE-Bewerbung bei EFSA - FVE trifft OIE - FVE-Vorstandssitzung im September - Netzwerk-Gruppe der Sekretariate - Tierärzte und Lebensmittel produzierende Tiere

14 15 15 16 16 17 17

9

Verschiedenes - BVA-Kongress 2009 - Jobs für die ‚Jungs’ - Eine Gesundheit

18 18 19

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BEAMTE VERSUS PRAKTIKER Die dualistische Diskussion über die Rolle und Bedeutung von „niedergelassenen“ (praktizierenden) gegenüber „beamteten“ Tierärzten ist nicht neu: Sie geht zurück auf Zeiten, als der Staat die allgegenwärtige und unanfechtbare Autorität in Angelegenheiten der Tiergesundheit war, besonders in Ländern mit ‚starken’ Regimes. Selbst heute scheint unser Berufsstand manchmal noch wie in zwei Klassen geteilt zu handeln: einerseits die beamteten Tierärzte, die die staatliche Autorität vertreten und mit der Kontrolle der Tiergesundheit, Tierhaltung und öffentlichen Gesundheit beauftragt sind, auf der anderen Seite die niedergelassenen (privaten) Tierärzte, die ihre Praxen führen und sich um die Bedürfnisse ihrer Patienten und Kunden kümmern. Die Realität jedoch ist eine andere: Besonders in schwierigen Zeiten wie diesen, wenn der Ruf nach staatlicher Hilfe wächst, die Mittel jedoch versiegen, haben Beamte und Praktiker ein gemeinsames Interesse und geteilte Verantwortung. Während die zuständigen Behörden verantwortlich sind für Notfallpläne, Grenzkontrolle, Zertifizierung, Gesetzgebung, deren Einführung und Umsetzung, schaffen die niedergelassenen Tierärzte eine direkte Verbindung zu den Tieren, ihren Besitzern und der Gesellschaft, indem sie nah an den Tieren arbeiten und Vorschriften in die Praxis umsetzen. Krankheitskontrolle und Nahrungsmittelsicherheit – beide unter dem Oberbegriff ‚Eine Gesundheit’ – können nur erfolgreich sein, wenn der beamtete und der niedergelassene Teil des Berufsstands ihre Kräfte vereinigen und eng zusammenarbeiten. Es ist das Ziel der FVE, den Berufsstand der europäischen Tierärzte zum Wohl der Tiergesundheit, der artgerechten Tierhaltung und der öffentlichen Gesundheit zu vereinen: Ein Berufsstand – Eine Vision – Eine Stimme! Walter Winding, FVE-Präsident

TIERGESUNDHEIT WELT-TOLLWUT-TAG AM 28. SEPTEMBER FVE: Partner der weltweiten TollwutPräventionsinitiative Der dritte jährlich stattfindende WeltTollwut-Tag3 findet am 28. September statt, wobei dieses Datum als Eröffnungstag der EU-Veterinär-Woche gewählt wurde, um das Ereignis zu unterstreichen. Obwohl zu 100 % vermeidbar, wird geschätzt, dass die Tollwut jährlich weltweit 55 000 Todesfälle bei Menschen verursacht, etwa ein Mensch alle zehn Minuten! Die Initiative ‚Welt-Tollwut-Tag’ dient als weltweite Kampagne zur Weckung der Aufmerksamkeit‚ die von der britischen karitativen ‚Alliance for Rabies Control’ (Allianz für Tollwutkontrolle) und den US-amerikanischen ‚Centers for Disease Control and Prevention’ (CDC; Zentren für Krankheitskontrolle und Vorbeugung) angeführt wird. Jedoch ist die Tollwut nicht nur ein Problem in Asien und Afrika: In der Gegend um Moskau (Russland) baten in den ersten fünf Monaten des Jahres 2009 11 000 Menschen um eine Behandlung, nachdem sie bereits damit in Berührung gekommen waren. Die Zahl der Tollwutfälle bei Tieren im Jahr 2008 war 2,5mal höher als im Jahr 2007. Und allein in diesem Jahr wurden von Tollwut befallene Tiere in New York entdeckt, wo Waschbären als die am meisten von Tollwut befallene Spezies gelten. ‚Diese Kampagne bietet uns allen eine einzigartige Gelegenheit, die weltweite Aufmerksamkeit auf die für den Menschen am ehesten zum Tode führende Krankheit zu lenken’, so Deborah Briggs, Geschäftsführende Direktorin der ‚Alliance of Rabies Control’. ‚Der größere Teil dieser Bemühungen ist die Ausrufung eines jährlichen Welt-Tollwut-Tages am 28. September. _________ 3

www.worldrabiesday.org

3

Entsprechende Veranstaltungen werden weltweit organisiert, um das Bewusstsein für die Tollwut zu stärken, Unterstützung und finanzielle Hilfe für Vorbeugung und Kontrolle zu finden.’ In Europa gingen Tollwutfälle bei Wildtieren größtenteils zurück dank des Erfolges der oralen Impfung von Füchsen, dem Hauptreservoir. Jüngere Fälle bei Haustieren in Westeuropa waren nahezu alle begründet durch den illegalen Import von Hunden aus endemischen Gebieten in Nordafrika.

REISEN MIT HEIMTIEREN FVE fordert Zecken- und BandwurmRisikobewertung Die FVE begrüßt den Vorschlag der EUKommission, die Verordnung4 über Reisen mit Heimtieren zu ergänzen. Sie unterstützt die verlängerte Frist für die teilweise Aufhebung bis zum Ende des Jahres 2011, ermuntert insbesondere jedoch EU-Mitgliedstaaten, in denen die Tollwut noch immer auftritt, angemessene Anstrengungen zur vollständigen Ausrottung der Tollwut innerhalb der EU zu unternehmen. In jüngsten Meinungsäußerungen drängt die FVE die Kommission und Mitgliedsländer, eine EU-weite Risikobewertung wegen der sog. Blasenwurmkrankheit (Echinokokkenbefall), gefolgt von entsprechenden Präventions-, Reduzierungs- und Kontrollmaßnahmen, einzuführen, um die Ausbreitung des Bandwurms zu untersuchen, der für den Menschen tödlich sein kann. Zurzeit wenden fünf EUMitgliedsländer zusätzliche Maßnahmen mit Blick auf die Behandlung von Heimtieren gegen Bandwürmer an, wenn diese Tiere in ihr Hoheitsgebiet einreisen. ______ 4

Verordnung (EG) Nr. 998/2003 über Anforderungen an die Tiergesundheit im Zusammenhang mit nichtkommerziellen Reisen / Transporten von Heimtieren

Auch die Verbreitung von Zecken und durch Zecken übertragenen Krankheiten innerhalb der EU sollte untersucht werden, empfiehlt die FVE. ‚Obwohl die EFSA konstatiert, dass die entsprechenden Zeckenspezies in Europa weit verbreitet zu sein scheinen, sind die derzeitigen Überwachungssysteme für Zeckenspezies und durch Zecken übertragene Krankheiten begrenzt und unvollständig’, stellt sie fest. Die FVE unterstützt außerdem ganz besonders die Einbeziehung der HeimtierKrankheiten (Zoonosen im Besonderen) in die ‚Community Animal Health Strategy 2007-2013’ (EU-Tiergesundheitsstrategie). Um übertragbaren Krankheiten und Zoonosen im besonderen vorzubeugen und sie zu kontrollieren, unterstützt die FVE die Förderung der dauerhaften Identifizierung – durch international anerkannte (ISO) Transponder – zusammen mit leicht zugänglicher Registrierung aller Heimtiere wie Hunde und Katzen, insbesondere derer, die innerhalb der Gemeinschaft reisen. Zusätzlich sollte der Informationsaustausch zwischen RegistrierungsDatenbanken zum Vorteil der Heimtiere, der Besitzer und der Gemeinschaft verbessert werden. Die vollständige Stellungnahme der FVE zum Vorschlag des Europäischen Parlaments und des Rates zur Ergänzung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003 bezüglich der Anforderungen an die Tiergesundheit im Zusammenhang mit nichtkommerziellen Reisen/Transporten von Heimtieren kann auf der Website der FVE5 nachgelesen werden.

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http://www.fve.org/news/position_papers/animal_health/fve _09_051_movement_pet_animals.pdf

4

ILLEGALER WELPENHANDEL IN EUROPA Schlechte Impfung, Identifizierung

schlechte

Der illegale Welpenhandel und Welpenfarmen sind eine wohlbekannte Bedrohung für die Gesundheit und das Wohlergehen von Hunden. Wie weit verbreitet ist dieses Problem, und was sind die Konsequenzen? In einem Versuch, dies zu untersuchen, hat eine gemeinsame Initiative der European Association of State Veterinary Officers (EASVO), der Union of European Veterinary Practitioners (UEVP), der Federation of European Companion Animal Veterinary Associations (FECAVA), der Eurogroup for Animals sowie der FVE zu einer Studie sowohl bei beamteten wie praktizierenden Tierärzten in Europa geführt. Die Ergebnisse der Studie bei beamteten Tierärzten belegte, dass trotz mancher Aussagen, dass illegaler Welpenhandel ‚oft’ auftritt, andere wiederum meinten, dass er ‚gelegentlich’ auftritt. Die übrigen Befragten wussten hierzu nichts Konkretes. Die Herkunft der Welpen wurde im Wesentlichen auf Länder in Zentral- und Osteuropa zurückgeführt, aber auch westliche europäische und Drittländer wurden genannt. Die am häufigsten auftretenden Unregelmäßigkeiten sind fehlende Impfungen oder schlechte Impfpraxis und inkorrekte Dokumentation (z. B. ID stimmt nicht mit der Identifikation überein), manchmal in Verbindung mit Gesundheitsproblemen oder sogar Tod nach Ankunft. Andere Unregelmäßigkeiten waren das Beschneiden von Ohren oder Schwanz sowie das Fehlen von Impfzeugnissen. Sehr wenig untersucht sind bisher Verkäufe via Internet, zunächst wohl weil man diese Form als nicht vorrangig ansah, zu zeitaufwendig oder zu schwierig, diesen nachzugehen. Eine Verbindung zur organisierten Kriminalität wurde manchmal vermutet.

Die Zulassungsanforderungen und die Häufigkeit der Inspektionen von Züchtern und Zoohandlungen variierten außerordentlich von Land zu Land. Die Studie zeigte auch, dass die beamteten Veterinäre sich bei ihren Überprüfungen im Wesentlichen auf Hinweise von Züchterverbänden bzw. Organisationen für artgerechte Tierhaltung sowie Privatpersonen stützten. Die unter den praktizierenden Tierärzten (431 Befragte aus 16 Staaten) erfolgte Studie ergab, dass sog. Welpenfarmen in einigen Ländern sehr häufig vorkommen, in anderen Ländern dagegen überhaupt keine Rolle spielen. Auch die praktizierenden Tierärzte beschrieben schlechte Impfung, frühe Entwöhnung, falsche Identifikation und/oder Dokumentation als Hauptprobleme. Allerdings konnten aufgrund der Widersprüchlichkeit der von den Befragten gelieferten Daten lediglich Trends festgestellt, jedoch keine statistisch verwertbaren Daten aus den Studien gewonnen werden. In Großbritannien wird am 19. September der sog. ‚Puppy Farm Awareness Day’ veranstaltet. British Veterinary Association und British Small Animal Veterinary Association ermutigen die Tierärzte dazu, diese Gelegenheit dazu zu nutzen, ihre Kunden über das hohe Risiko und die potentiellen Gefahren für Gesundheit und Wohlergehen, das sie sich womöglich unabsichtlich einkaufen, aufzuklären. Die Fragen der Gesundheit und des Tierschutzes im Welpenhandel erregen schon seit langem die Besorgnis der FVE, die jetzt die bei diesen Untersuchungen erfassten Informationen und Daten überprüfen wird. Als erster Schritt scheint eine engere Zusammenarbeit mit Züchterverbänden angezeigt.

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ARTGERECHTE TIERHALTUNG WELTORGANISATION FÜR TIERGESUNDHEIT OIE-Seminar fordert regionale Strategie für artgerechte Tierhaltung ‚Tiergesundheit ist eine der Schlüsselkomponenten der artgerechten Tierhaltung’. Diese Aussage wurde vielfach von der World Animal Health Organisation (OIE) während des Europäischen Regionalseminars über Artgerechte Tierhaltung am 16. und 17. Juli in Istanbul wiederholt. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde u. a. empfohlen, dass die OIE weiterhin daran arbeiten solle, wissenschaftlich fundierte Standards für artgerechte Tierhaltung zu entwickeln und die Forschung, Ausbildung und Kommunikation über artgerechte Tierhaltung zu fördern. Ebenfalls wurde empfohlen, dass die regionale Vertretung der OIE für Europa die Entwicklung einer regionalen Strategie koordinieren solle. Außerdem solle sie weiterhin ‚die Auswirkungen privater Standards für artgerechte Tierhaltung bewerten’ und ‚dazu beitragen, dass Handelsprobleme, die sich aus der Anwendung privater Standards ergeben und die im Widerspruch zu den offiziellen OIE-Standards stehen, verhindert werden.’ Unter anderem wurde den OIEMitgliedstaaten empfohlen, die Sanitärstandards der OIE einzuführen, die regionale Strategie für artgerechte Tierhaltung zu unterstützen und die Aufmerksamkeit und Ausbildung von beteiligten Gruppen sowie der allgemeinen Öffentlichkeit zu fördern, darüber hinaus aber auch die Einbeziehung der artgerechten Tierhaltung in die Curricula der tiermedizinischen Studiengänge zu fordern.

Obgleich die FVE sich über die meisten dieser Empfehlungen hoch beglückt zeigt und sich über die Führungsrolle der OIE im Bereich der artgerechten Tierhaltung freut, ist sie weniger angetan von der Empfehlung, dass die OIE-Mitgliedstaaten dazu aufgefordert werden sollen, ‚alle denkbaren Schritte zu unternehmen, um die Einführung und die Anwendung privater Standards, soweit sie mit denen der OIE im Widerspruch stehen, zu verhindern’. Das Vorhandensein unterschiedlicher Standards hat nicht notwendigerweise eine negative Auswirkung auf die artgerechte Tierhaltung, erinnert Jan Vaarten. Im Gegenteil, in der Vergangenheit ‚haben private Standards in hohem Maß dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit zu wecken und zu erhöhen, die Debatte innerhalb der Gesellschaft anzuregen und Druck auf Behörden auszuüben’. Daher wäre es äußerst bedauerlich, wenn derartige Instrumente verloren gingen. Die FVE glaubt, dass private Standards ihren Platz haben – so lange sie transparent sind, keine Irreführung der Öffentlichkeit hervorrufen und kein verstecktes Hindernis für den Handel darstellen. ‚Ein schlichtes Verbot ist weder wünschenswert noch durchsetzbar’, schloss er. Seit der Einbeziehung der artgerechten Tierhaltung in ihren Strategieplan (2001) betrachtet sich die OIE als ‚die weltweite tierärztliche Organisation für die Festsetzung internationaler Standards für die Tiergesundheit und die artgerechte Tierhaltung’.

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TIERTRANSPORTE Neue FVE-Arbeitsgruppe ernannt Während der FVE-Vorstandssitzung am 9. und 10. Juli in Leuven (Belgien) wurde die FVE-Arbeitsgruppe Transporte neu besetzt. Sie besteht aus folgenden Teilnehmern: Karin von Holleben (Deutschland), Padraig Kenny (Irland), Giancarlo Belluzzi (Italien), Ludo Hellebrekers (Niederlande), Borut Zemljic (Slowenien) und Madeleine Campbell (GB). Joe Collins (Federation of European Equine Veterinary Associations) wird als Beobachter eingeladen. Die Arbeitsgruppe wird die FVE durch Verfolgung von Diskussionen und durch Vermittlung von wissenschaftlichen Hintergründen bei allen Themen rund um den Tiertransport unterstützen, wobei die möglichen Auswirkungen auf die Tiergesundheit, die artgerechte Tierhaltung und die Öffentliche Gesundheit mit einzubeziehen sind. Die FVE dankt der früheren FVEArbeitsgruppe Transporte für ihre wertvollen Beiträge und Vorschläge in der Vergangenheit.

ALCASDE-KONFERENZ Internationales Symposion Alternativen zu Kastration Enthornung

über und

Das Konsortium Alternativen zu Kastration und Enthornung (ALCASDE)6, die neue europäische Initiative, mit dem Ziel, ‚Alternativen zur chirurgischen Kastration von Schweinen sowie Alternativen zur Enthornung von Rindern zu entwickeln und zu fördern’, wird am 28. und 29. Oktober ein internationales Symposion in Bologna (Italien) veranstalten. ________ 6

http://www.alcasde.eu

Das Programm umfasst Projekte und Workshops über Methoden zur Feststellung von Ebergeruch und Alternativen zur Enthornung von Rindern. Die FVE ist Mitglied der ALCASDEDiskussionsrunde. Nick Blayney, früherer Präsident der British Veterinary Association, wird einen Vortrag zum Thema „Tierärztlicher Umgang mit der Enthornung von Rindern“ halten. Mit dieser Konferenz wird das von der DG-Sanco finanzierte ALCASDEProjekt nach einem 11monatigen Vertrag zu Ende gehen.

ÖFFENTLICHE GESUNDHEIT NAHRUNGSMITTELHYGIENE FVE-Arbeitsgruppe zusammen

Hygiene

tritt

Die FVE-Arbeitsgruppe Hygiene der FVE trat am 7. September unter Vorsitz von Margareta Widell aus Schweden zusammen und diskutierte die folgenden Themen: Den jüngst veröffentlichten Kommissionsbericht über die mit dem ‚Hygiene-Paket’ gewonnenen Erfahrungen’, das FVE-Positionspapier über die Modernisierung der Schlachthofinspektionen – die auch auf der Tagesordnung der Generalversammlung der FVE im November stehen werden – sowie die Überarbeitung der FVEBroschüre ‚Nahrungsmittelsicherheit – das Projekt vom Stall auf den Tisch’. Diese Broschüre stammt aus dem Jahr 2001, d. h. aus der Zeit vor der Existenz des ‚Hygiene-Paketes’. Außerdem fasste die Gruppe den Beschluss, Informationen über nationale Anforderungen an die berufliche Weiterbildung beamteter Veterinäre zu sammeln sowie das FVEPapier über den Herden-gesundheitsplan (zur Bestandsbetreuung) mit dem zur Zeit bei der UEVP in Bearbeitung befindlichen ‚Bauernhof-Besuchsschema’ zu verknüpfen.

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NAHRUNGSMITTELSICHERHEIT

NAHRUNGSMITTEL-SICHERHEITSSTANDARDS

Salmonellen in Geflügelfleisch: Bewertung der Auswirkungen

‚Mehr Transparenz und Harmonisierung’

Anlässlich der Konferenz für Interessierte zum Thema Salmonellen in Geflügelfleisch am 3. September legte Kris de Smet (DG Sanco) eine Präsentation über die Bewertung der Auswirkungen einer Verordnung der Kommission vor, in der Kriterien zur Nahrungsmittelsicherheit bezüglich Salmonellen in frischem Hühnerund Putenfleisch geregelt werden. Er präsentierte auch die letzten Versionen der Fragebögen für die Betroffenen und die Mitgliedsländer. Die Konferenz wurde von der Kommission einberufen, um mit allen wichtigen an der Geflügelproduktion Beteiligten sowie anderen Interessierten, einschließlich der FVE, über den neuen Verordnungsentwurf mit detaillierten Regeln und einer Bewertung der Auswirkungen auf die Regeln über Salmonellen in Geflügelfleisch zu beraten.

‚Öffentlich-Private Partnerschaft, ein Beitrag zur Nahrungsmittelsicherheit’ lautete der Name der Konferenz der Arbeitsgruppe der Beratergruppe für Nahrungsmittelkette und Tierund Pflanzengesundheit (Food Chain and Animal and Plant Health, FCAPH). Die Konferenz fand am 17. Juni statt und konzentrierte sich thematisch auf die Beziehung zwischen privaten und amtlichen Standards für Nahrungsmittelsicherheit; sie wurde von Nancy De Briyne (FVE) besucht.

Die anlässlich der Konferenz gestellten Fragen bezogen sich auf die Bedeutung anderer in Nahrungsmitteln aufzufindender Pathogene wie z. B. Campylobacter, die Kriterien für Probenahmen, Kampagnen zur Erhöhung der Aufmerksamkeit und Fragen der artgerechten Tierhaltung falls ein Schlachthof sich weigert, positiv auffällige Herden zu schlachten. Die Beratungsphase für die Bewertung der Auswirkungen ist jetzt abgeschlossen, und die Lenkungsgruppe Auswirkungsbewertung tritt am 17. September zusammen. Es wird erwartet, dass die Verordnung vor Ende 2010 fertig gestellt sein wird.

Die Kommission unterstrich die wesentlichen Schwierigkeiten, als da sind die steigende Zahl privater Standards, deren Überlappung und Kosten, ihre potentiellen Hürden für den Handel und ihre Last für die zuständigen Behörden. Häufige, nicht annoncierte Wechsel, Mangel an Übereinstimmung in der Ausführung, hohe Kosten für die Zertifizierung, die Effizienz der zertifizierenden Dienststellen, Mangel an Transparenz und Verantwortlichkeit bei der Festlegung der Anforderungen sowie das Fehlen von Ausbildung und Unterstützung der Hersteller wurden als die wesentlichen Probleme erkannt. Insbesondere in Entwicklungsländern werden private Standards als Konkurrenz für die offiziellen Standards angesehen. Die Position der Kommission soll ‚pragmatisch, auf Tatsachen fußend und konstruktiv’ sein und ihr Hauptaugenmerk darauf lenken, was getan werden kann, um konstruktiv weiterzukommen. Vorschläge zur Verbesserung der Situation bezogen sich u. a. auf eine erhöhte Transparenz seitens der Dienststellen, die private Standards festlegen und zertifizieren und eine verbesserte Harmonisierung. Die FVE unterstützt diesen pragmatischen Ansatz in jeder Hinsicht.

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ARZNEIMITTEL FVE-ARBEITSGRUPPE ARZNEIMITTEL Behandlung wichtiger Themen während der Konferenz Die ‚Positivliste’ der Arzneimittel für Lebensmittel liefernde Pferde, die neue Arzneimittel-Richtlinie, die verantwortliche Anwendung von Arzneimitteln, Arzneimittel für MUMS (Minor Use and Minor Species), das Recht der Verschreibung, die Kaskade, ‚Schweine-Kastrations’Impfstoffe und die Revision der FVEBroschüre über die vorsichtige Anwendung von Antibiotika waren die Hauptthemen der Diskussion während der Konferenz der FVE-Arbeitsgruppe Arzneimittel am 26. August. Die Konferenzteilnehmer waren FVEVizepräsident Christophe Buhot (Vorsitz), Johan Van Tilburg (FECAVA), Andrew Robinson (UEVP), Peter Jones (GB), Henk Vaarkmap (NL), Rainer Schneichel (FVE-Vorstand) und Thierry Chambon (UEVP).

GEMEINSAMER WISSENSCHAFTLICHER BERICHT ÜBER MRSA Vorsichtige Anwendung von Antibiotika als wesentliche Maßnahme Ein wissenschaftlicher Bericht über Meticillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) bei Herden, bei Heimtieren und in Nahrungsmitteln haben European Food Safety Authority (EFSA), dem European Centre for Disease Control and Prevention (ECDC) und der European Medicines Agency (EMEA) am 16. Juni gemeinsam veröffentlicht7.

Gemäß dem EFSA-Podium zum Thema Biologische Risiken und dem ECDC ‚tragen Lebensmittel produzierende Tiere wie Schweine, Kälber und Hühner oft ohne Symptome einen spezifischen MRSAStamm, CC398 genannt, in sich’. Bisher gibt es keinen Beweis dafür, dass der Verzehr oder die Verarbeitung von mit MRSA kontaminierten Nahrungsmitteln zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko für den Menschen führen kann. Jedoch sind Menschen, die Kontakt mit Lebendtieren, die diesen CC398-Stamm in sich tragen, haben, gefährdet, wie der Bericht feststellt. Heimtiere können ebenfalls von MRSA befallen sein. In diesen Fällen wandern die Bakterien zuerst von den Menschen zu den Heimtieren und dann wieder zurück zum Menschen. Der Bericht schloss damit, dass sich die wirkungsvollsten Kontrollmaßnahmen auf der Ebene des Bauernhofs anbieten, da der Transport von Tieren und der Kontakt zwischen Lebendtieren und Menschen möglicherweise wichtige Faktoren für die Übertragung von MRSA darstellen. In einem parallel erschienenen Bericht überprüfte die EMEA das Risiko der Kolonisierung oder Infektion von Herden und Heimtieren mit MRSA im Kontext der Genehmigung und der Anwendung von antibiotischen Tierarzneimitteln. Das Committee for Veterinary Medicinal Products (CVMP) fand heraus, dass MRSA gegenüber nahezu allen Antibiotika aus der Beta-Lactam-Gruppe resistent ist, sehr oft auch gegenüber anderen Antibiotika. Die vorsichtige Anwendung von Antibiotika bei Tieren sollte weiterhin als eine ‚wesentliche Maßnahme’ angesehen werden; das CVMP empfahl eine Überwachung des Verbrauchs von Antibiotika bei Tieren, um allen Quellen unnötiger Anwendung nachzugehen.

____ 7

http://efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale1178620753812_1211902581497.htm

9

Das CVMP empfahl auch, dass ‚Medikamente, als letztes Mittel’ zur Behandlung von MRSA beim Menschen angewandt, bei Tieren zu vermeiden, um deren fortdauernde Wirksamkeit beim Menschen sicherzustellen.

MINOR USE MINOR SPECIES (MUMS)

Die FVE unterstützt bereits die vorsichtige Anwendung von Antibiotika, u. a. durch die Initiative ‚Europäische Plattform für den verantwortungsvollen Umgang mit Arzneimitteln bei Tieren (EPRUMA)’. Im vergangenen Jahr veröffentlichte EPRUMA einen „Rahmen für die beste Praxis“ bezüglich der Anwendung von Antibiotika bei Lebensmittel produzierenden Tieren in der EU8. Laut EPRUMA sollte ein ‚Grundgedanke bei der Anwendung von Antibiotika sein: ‚So wenig wie möglich, so viel wie nötig’. EPRUMA wurde 2005 gegründet und vertritt die Interessen der Landwirte (COPA/COGECA), der TiergesundheitsIndustrie (IFAH-Europe), der europäischen Initiative für nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft (European initiative for sustainable development in agriculture, EISA) und des tierärztlichen Berufsstandes (FVE).

Am 20. Oktober wird ein Informationstag über die Klassifizierungsverfahren und Anreize für Tierarzneimittel für MUMS/beschränkte Märkte in London stattfinden9.

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8

http://www.fve.org/news/publications/pdf/epruma_brochure .pdf

(Geringfügige Anwendung geringerem Umfang)



Spezies

von

Informationstag der EMEA am 20. Oktober

Die EMEA beabsichtigt, finanzielle und regulatorische Anreize für potentielle Bewerber anzubieten, wozu auch kostenlose wissenschaftliche Beratung, administrative Unterstützung und Hilfestellung bei den Gebühren für zentralisierte Anmeldungen gehören. Interessierte Firmen können sich zum InfoTag anmelden, der eine Sitzung zum Thema „Chirurgie-Stunden“ beinhaltet, während derer sie sich für individuelle Gespräche mit EMEA-Mitarbeitern eintragen können10.

10

Senden Sie eine e-mail an [email protected], um einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

9

http:/www.emea.europa.eu/pdfs/conferenceflyers/MUMS/a genda.pdf

10

AUSBILDUNG SPEZIALISIERUNG Studie über Anerkennung der EBVS‚Diplomierten’ Die Bundestierärztekammer (BTK) in Deutschland sieht sich mit einer wachsenden Zahl von Personen konfrontiert, die ihre Anerkennung als ‚Diplomierte’ von einem der 23 ‚European Colleges – Member of the European Board for Veterinary Specialisation (EBVS; Europäische Colleges – Mitglied des Europäischen Verbandes für Tiermedizinische Spezialisierung) erhalten haben11. Auch wenn die BTK die Ausbildungsstandards der Studiengänge der European Colleges in hohem Maße respektiert, gibt es doch ein gut etabliertes Ausbildungssystem in Deutschland, das auch von einigem Wert für die deutschen Tierärzte ist. Die Situation hat ‚die Notwendigkeit weiterer Diskussionen über das Wie der Einbindung der Ausbildungssysteme der European Colleges in die nationalen Systeme’ ausgelöst. Die BTK hat daher eine Umfrage unter den FVE-Mitgliedern organisiert, um einen Überblick über die Situation in ganz Europa zu erhalten. Das Ergebnis der Umfrage wird im nächsten FVE Newsletter veröffentlicht. 11

http:/www.ebvs.org 12 http://www.oie.int/eng/A_DEANS2009/DEANSINTRO.html

OIE CONFERENCE Jan Vaarten präsentiert Evaluierungssystem der Europäischen Tiermedizinischen Hochschulen Anlässlich der bevorstehenden internationalen Konferenz über Tiermedizinische Ausbildung, die von der World Organisation for Animal Health (OIE)12 organisiert wird, wurde der Direktor der FVE, Jan Vaarten, eingeladen, eine Präsentation zum Thema Evaluierung der tiermedizinischen Ausbildung in der EU vorzutragen. In seiner Präsentation wird er den Hintergrund, den Ursprung und die mögliche künftige Rolle des derzeitigen Evaluierungssystems beschreiben, das gemeinsam von der European Association of Establishments for Veterinary Education (Europäischer Verband der Institutionen für Tiermedizinische Ausbildung) und der FVE durchgeführt wird. Die derzeitigen Evaluierungsberichte belegen, dass die EU über eine stattliche Zahl von ausgezeichneten Schulen verfügt; insgesamt sind 38 von 72 Schulen bedingungslos zugelassen worden. Diese Schulen halten die Minimalstandards ein, die durch die Richtlinie13 definiert wurden, wobei ‚viele weit über dieses Niveau hinaus gehen’. _________ 13

http://www.fve.org/veterinary/pdf/profession/directive_2005 _36_ec.pdf Richtlinie 2005/36/EC des EU-Parlaments und des Rates vom 7. 9. 2005 über die Anerkennung beruflicher Qualifikationen

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Status der Schulen

EU-27

Nicht-EU

Gesamt

Visitiert und zugelassen Visitiert und bedingt zugelassen Visitiert und nicht zugelassen Visitation noch ausstehend Keine Visitation beantragt

38 2 12 19 1

4 1 5 6 10

42 3 17 25 11

Gesamt

72

26

98

Tabelle: Anzahl der besuchten und zugelassenen, der besuchten und bedingt zugelassenen, der besuchten und nicht zugelassenen Schulen, derer, bei denen die Visitation noch aussteht bzw. die in Europa noch keine Visitation beantragt haben. Die komplette Übersicht erhalten Sie durch Aufruf der Website von EAEVE: www.eaeve.org

Jedoch sind zumindest ein Drittel der EUSchulen ungenügend in einem oder in mehreren Bereichen und verfehlen dadurch die Standards der Richtlinie. Die meisten Beanstandungen betreffen einen Mangel an Einrichtungen, Mangel an Mitarbeitern, Mangel an klinischer Ausbildung und nicht ausreichende Fallstudien. Speziell in Ländern mit einer hohen Zahl an Lehrinstituten haben die Schulen oft unzureichende Budgets und sind unterbesetzt. Solche Schulen weisen einen oder mehrere Mängel auf, die über Jahre fortbestehen. Die nationalen Behörden scheinen nicht daran interessiert zu sein oder haben andere Prioritäten. Denn innerhalb der EU ist jeder Mitgliedstaat verantwortlich für die Qualität seiner eigenen Studiengänge und die Ausbildung von Tierärzten, und es sind die national zuständigen Behörden, die den Zugang zum Beruf und die Ausübung des Berufes genehmigen. Die Rolle der EU selbst ist begrenzt. Tatsächlich ‚hat die EU eine sehr begrenzte Rolle hinsichtlich der Qualitätssicherung des tiermedizinischen Studiums eingenommen’, wenn man von der Ausnahme für beamtete Tierärzte absieht.

‚Die Hauptsorge der EU ist die Sicherstellung eines freien Marktes, nicht die Verbesserung der Qualität der Ausbildung’, merkt Jan Vaarten dazu an. Als Schlussfolgerung findet er es ‚sehr bedauerlich’, dass oft ‚die Ergebnisse der Evaluierungen nicht in der Weise Verwendung finden, wie sie verwendet werden sollten’. Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität der tiermedizinischen Ausbildung werden von den verantwortlichen Behörden nicht erkannt oder einfach vernachlässigt.

MOBILITÄT VON STUDENTEN Tiermedizinische Hochschule Brünn: Exzellenz-Zertifikat Der Universität für Tiermedizinische und Pharmazeutische Wissenschaften in Brünn (Tschechische Republik) wurde im vergangenen Juni die Auszeichnung ‚Diploma Supplement’ (DS; DiplomErgänzung) zuerkannt14.

_____ 14

http:/ec.europa.eu/education/lifelong-learningpolicy/doc1239_en.htm

12

Insgesamt wurden 65 Hochschulinstitute aus 16 Ländern mit speziellen europäischen Qualitätszertifikaten in Anerkennung ihrer Bemühungen ausgezeichnet, das Studium im Ausland für die Studenten zu erleichtern. Diese Auszeichnungen werden an Universitäten vergeben, die ihre Exzellenz bewiesen haben bei der Anwendung des ‚European Credit Transfer and Accumulation System’ (ECTS) und des ‚Diploma Supplement’ (DS), zweier europäischer Instrumente,

die die Lehre und das Studium transparenter machen und die Anerkennung von Studien und Qualifikationen erleichtern. Unter den Instituten mit einer tiermedizinischen Fakultät, die ein ECTSZertifikat erhielten, sind die Universitäten von Gent, Liege, Bologna und Parma sowie die Technische Universität von Lissabon.

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Aufgrund einer Erweiterung seiner Aufgaben sucht das FVE-Büro zurzeit einen MITARBEITER VETERINÄR-POLITIK (24 Stunden/Woche; Beginn: 1. Januar 2010)

Der erfolgreiche Bewerber sollte        

Einen Universitätsabschluss, vorzugsweise in Tiermedizin1 oder im Bereich Landwirtschaft haben, ausgezeichnete Fähigkeiten in Kommunikation und Netzwerk-Arbeit haben; fließend Englisch in Wort und Schrift beherrschen. Weitere europäische Sprachen, insbesondere Spanisch, wären von Vorteil; mindestens ein Jahr Berufserfahrung haben, Interesse an Tätigkeit in der Politik haben, gutes technisches Verständnis bzw. Fähigkeiten im IT-Bereich haben (MS Office, Dreamweaver, ….) ein begeisterter ‚Team Player’ sein bereit sein für kurze Geschäftsreisen

Die Federation of Veterinarians of Europe (FVE) ist ein Zusammenschluss von 46 nationalen tierärztlichen Organisationen in 38 europäischen Ländern. Durch ihre Mitglieder repräsentiert die FVE ungefähr 200 000 Tierärzte. Ziel der FVE ist es, den europäischen tierärztlichen Berufsstand zum Wohle der Tiergesundheit, der artgerechten Tierhaltung und der öffentlichen Gesundheit zu vereinen (für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website: www.fve.org). Die Räume des FVE-Sekretariats befinden sich im Herzen Brüssels. Das Sekretariat ist verantwortlich für die tägliche Geschäftsführung der Föderation und für die Politikentwicklung sowie das politische Lobbying innerhalb der Mandate, die von der FVE-Generalversammlung bzw. dem Vorstand erteilt werden. Zu diesem Zwecke unterhält die FVE enge Beziehungen zu ihren Mitgliedsorganisationen, EU-Institutionen und vielen anderen internationalen Organisationen. Wir bieten eine interessante berufliche Möglichkeit in einem aufregenden internationalen Umfeld und in einem kleinen, aber positiv denkenden und motivierten Team. Das Gehalt richtet sich nach den Qualifikationen und der Berufserfahrung.

Sollten Sie an einer Bewerbung für diese Position interessiert sein, senden Sie bitte Ihre Bewerbung mit Beschreibung der Motivation und Ihrem Lebenslauf, vorzugsweise via E-Mail, bis zum 30. September 2009 an Jan Vaarten, Executive Director 1 Rue Defcqz, 1000 Brussels, Belgien Tel +32 2 5337020 e-mail: [email protected]

1

vorzugsweise mit Abschluss Ausbildungskomitee anerkannt ist

einer

Tiermedizinischen

Hochschule/Fakultät,

die

vom

EAEVE-FVE-

http:/www.eaeve.org/fileadmin/downloads/establishments_status/establishments_status.pdf

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FVE & Angelegenheiten des Berufsstandes TAIEX-FVE-KONFERENZ Eine Gesundheit: Wirksame Bestandsbetreuung/HerdenGesundheitskontrolle Eine zweitägige Konferenz ‚Eine Gesundheit: wirksame HerdenGesundheitskontrolle’ wurde am 23. und 24. Juni in Plovdiv, Bulgarien, veranstaltet. Sie wurde gemeinsam von der Technical Assistance Information Exchange Instrument (TAIEX)15 und der FVE in Zusammenarbeit mit dem Bulgarischen Ministerium für Landwirtschaft, der Bulgarischen Tierärzte-Union sowie dem Bulgarischen Nationalen Veterinärdienst organisiert. Ziel der Konferenz war die Verbesserung der Bestandsbetreuung bei Großtieren, besseres Verständnis der Ursachen, Epidemiologie und Kontrolle bestimmter Zoonosen einschließlich (wieder) ausbrechender infektiöser Krankheiten. Krankheitsprävention, Früherkennung und Reaktionsschnelligkeit zur Risikoreduktion bei der öffentlichen Gesundheit standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Außerdem unterstützte die Konferenz die Devise „Vorsorge ist besser als Heilen“, den Slogan der EU-Tiergesundheitspolitik, indem sie die Bedeutung guter Überwachungsstrategien auf der Basis von Risikobewertung und stärkerer Partnerschaft zwischen beamteten Tierärzten, praktizierenden Tierärzten und Tiererzeugern erläuterte.

Rund 150 Tierärzte aus Bulgarien nahmen an der Konferenz teil. Die Redner kamen aus Bulgarien, von der OIE, der DG Sanco, der Copa-Cogeca, der EAEVE, der Tiermedizinischen Fakultät Gent sowie von der FVE. Die Präsentationen können auf der Website der TAIEX abgerufen werden16. Eine vergleichbare Konferenz (‚Eine Gesundheit: Fortbildung im Bereich zoonotische Krankheiten’) ist geplant für den 20. Oktober in Becici, Montenegro17.

EUROPEAN (EFSA)

FOOD

SAFETY

AUTHORITY

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

FVE-Bewerbung zur Teilnahme an der Plattform der interessierten Parteien Die FVE hat offiziell ihre Bewerbung zur Mitgliedschaft in der Plattform interessierter Parteien bei der EFSA vorgelegt. Als repräsentative Organisation des tierärztlichen Berufsstandes in Europa (50 Mitgliedsorganisationen in 38 Ländern, die zusammen etwa 200 000 Tierärzte repräsentieren), ist die FVE der Meinung, dass sie für diese Mitgliedschaft mehr als qualifiziert ist. Die Aufgabe der EFSA besteht in der ‚Risikobewertung und Risikokommunikation für Nahrungsmittelund Futtermittel-Sicherheit’, und die Tierärzte spielen in beiden Bereichen eine wichtige Rolle, ebenso wie im RisikoManagement.

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http://taiex.ec.europa.eu/NewLibrary/NewEventAgenda.as px?EventID=33359

http://ec.europa.eu/enlargement/taiex

17 Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an das FVEBüro

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Der tierärztliche Berufsstand ist an jeder einzelnen Phase der Nahrungsmittelkette beteiligt, sei es bei den Kontrollen (Inspektionen und Audits), in der Forschung, aber auch in der Kommunikation von Risiken. Zwei der FVE-Sektionen, die Union of European Veterinary Hygienists und die European Association of State Veterinary Officers, verbindet ein Reichtum an Wissen und Erfahrung in der Nahrungsmittelhygiene auf allen Ebenen (Risikobewertung, Risikokommunikation und RisikoManagement).

Die OIE und die FVE haben gemeinsame Interessen, wie z. B. die Tiergesundheit, artgerechte Tierhaltung, Öffentliche Gesundheit und tiermedizinische Ausbildung. Häufige Diskussionen finden zu diesen Themen statt, und zurzeit wird eine enge Zusammenarbeit für die Harmonisierung der tiermedizinischen Qualifikationen in Europa geplant (s. auch Beitrag auf Seite 11 über die OIEAusbildungs-Konferenz).

Die wesentlichen Interessengebiete der FVE im Hinblick auf die Aufgaben der EFSA sind: Tiergesundheit und artgerechte Tierhaltung sowie öffentliche Gesundheit aus tierärztlicher Sicht. Was dieses letztere Thema angeht, so liegt unser Schwerpunkt in den Bereichen zoonotischer Krankheiten (einschließlich durch Nahrungsmittel übertragener Zoonosen), durch Nahrungsmittel übertragener Krankheiten und der Sicherheit der Nahrungsmittel tierischen Ursprungs.

Wichtige Positionspapiere verabschiedet

FVE TRIFFT OIE Bernard Vallat erhält die Broschüre ‚Code of Conduct’ (Verhaltens-Kodex) Eine FVE-Delegation, bestehend aus dem Präsidenten Walter Winding, dem Vizepräsidenten Christophe Buhot und dem Geschäftsführenden Direktor Jan Vaarten, sprach mit dem OIEGeneraldirektor Bernard Vallat am 16. September in Paris anlässlich eines informellen Treffens. Walter Winding dankte Bernard Vallat im Namen der FVE für seine Unterstützung bei der Broschüre ‚European Veterinary Code of Conduct + Veterinary Act’, wozu Bernard Vallat das Vorwort beigetragen hatte. Die Broschüre wurde ihm offiziell übergeben.

FVE-VORSTANDSSITZUNG

In seiner Sitzung am 17. September verabschiedete der FVE-Vorstand die Position der FVE zum Vorschlag der EUKommission bezüglich einer Verordnung über die Anforderungen an die Tiergesundheit, anwendbar bei nichtkommerziellen Transporten/Reisen von Heimtieren (s. Artikel auf Seite 4). Ein jüngst entstandener Entwurf eines Positionspapiers über die Modernisierung von Inspektionen in Schlachthöfen (das Papier wird in Kürze auf der Website der FVE verfügbar sein) wurde ebenfalls diskutiert und verabschiedet. Der Vorstand und die vier SektionsPräsidenten – die der FVE-Vorstand regelmäßig zur Teilnahme an seinen Sitzungen einlädt – diskutierten des weiteren den letzten Entwurf des überarbeiteten Papiers über die Kastration von Ferkeln ohne Narkose. Das Papier wird Teil der Tagesordnung der nächsten Generalversammlung im November sein. Weitere Diskussionen befassten sich mit den Themen Tierarzneimittel, tierärztliche Ausbildung und Identifikation von Tieren ebenso wie mit internen Themen wie der bevorstehenden Generalversammlung im November, den FVE-Finanzen und einer neue FVE-Informationsbroschüre.

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SEKRETARIATE DER FVE-MITGLIEDER Treffen der Dezember

Netzwerk-Gruppe

im

Das nächste Treffen der Netzwerk-Gruppe der hauptamtlichen Geschäftsstellen wird am Montag, 7. 12., und Dienstag, 8. 12., in Brüssel stattfinden. Zweck dieses Treffens ist die Stärkung des Kontaktes und der Kommunikation zwischen den Geschäftsstellen der FVEMitgliedsorganisationen sowie der Austausch von Erfahrungen über die Organisation der täglichen Arbeit. Die Agenda für das Treffen wird in Kürze versandt, und alle Geschäftsstellen der FVE-Mitgliedsorganisationen sind herzlich eingeladen, an dem Treffen teilzunehmen. Bitte wenden Sie sich an das FVE-Büro für weitere Informationen.

LOWE-BERICHT Die Rolle des Viehwirtschaft

Tierarztes

in

der

Eine schwach entwickelte Nachfrage nach tierärztlichen Dienstleistungen statt eines Mangels an Tierärzten im Bereich Viehwirtschaft konstatierte ein 18 persönlicher Bericht von Professor Phillip Lowe. Prof. Lowe ist Vorsitzender der Vets and Veterinary Services Working Group19 in Großbritannien, der Bericht wurde im vergangenen Monat veröffentlicht. ‚Es gibt keinen absoluten Mangel an Nachwuchs’ bei Tierärzten in der Viehwirtschaft, heißt es in dem Bericht; es besteht jedoch eine Notwendigkeit, ältere und erfahrene Tierärzte im Bereich der Viehwirtschaft zu ersetzen, wenn sie aus dem Beruf ausscheiden, ‚es gibt jedoch keinen Beleg für ein systematisches Problem mit der Nachfolge’.

Der Bericht wurde vom UK Department for Environment Food and Rural Affairs (Defra; Britisches Ministerium für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft) im Auftrag einer Regierungs-/Industrie-Lenkungsgruppe in Auftrag gegeben, die überprüfen wollte, ob ein Mangel an Tierärzten in der Viehwirtschaft in Großbritannien besteht. Der Bericht identifizierte das Potential für Tierärzte, ihre Rolle als Anbieter von Expertenrat für die Farmund Nahrungsmittelindustrie zu erweitern. ‚Die Beziehung zwischen Tierärzten und Landwirten muss erneuert werden’. Sowohl die Tierärzte als auch die Landwirte müssen erkennen, dass ihr Kunde letztendlich der Nahrungsmittelverbraucher ist, heißt es in dem Bericht. Tierärzte müssen außerhalb des Gatters der Bauernhöfe einen Mehrwert schaffen, müssen aber auch ‚die Wahrnehmung seitens mancher Landwirte überwinden, dass Tierärzte ‚quasi VerordnungsAusführende’ sind und keinen Mehrwert schaffen’. Laut dieses Berichts haben Tierärzte ein Image wissenschaftlichen Professionalismus statt einer starken Selbsteinschätzung als Dienstleister für Geschäftspartner. ‚’Diese Bestrebungen müssen gemeinsam verfolgt werden. Durch den Aufbau stärkerer geschäftlicher Qualifikationen entsteht eine Rolle als professioneller Praxis-Manager, jedoch auch eine Möglichkeit, die geschäftlichen Fähigkeiten klarer in die tiermedizinischen Studiengänge einzubinden.’ Die Fähigkeit von tierärztlichen Praxen (‚Firmen’), ihren Kunden klarer differenzierte Dienstleistungen anzubieten, wird nicht unterstützt durch ein verwirrendes Konzept tierärztlicher Spezialisierung (dessen Struktur sich nicht am Nutzen für den Kunden orientiert). Das Konzept des tierärztlichen Teams ist auch schlecht entwickelt und hat Potential für eine klarere und bedeutendere Rolle für tierärztliche Techniker.

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Professor Lowe empfiehlt, dass der tierärztliche Berufsstand ‚eine führende und progressive Rolle bei der Entwicklung von Ausbildungs- und Karriere-Strukturen in weiter gefassten tierärztlichen Dienstleistungen einnehmen müsse’. Außerdem heißt es in dem Bericht, dass es einen ‚Freiraum für eine weiter gefasste Einbindung der Tierärzte bezüglich der Sicherstellung der Integrität und Sicherheit von Nahrungsmitteln’ gibt. Jedoch ist die grundlegende Beziehung zwischen dem Berufsstand und der Regierung in den vergangenen Jahren unter wachsenden Druck geraten. Die Leistung der Regierung ‚muss sich auf eine Verbesserung seiner Beziehungen zum Netwerk kleiner Praxen und praktizierender Tierärzte, von denen er abhängig ist, konzentrieren’. Ein wiederkehrendes Thema in dem Bericht ist die Notwendigkeit, die tierärztlichen Dienstleistungen in der Viehwirtschaft besser an die sich wandelnden Bedürfnisse seitens der Viehwirtschaft anzupassen. Professor Lowe empfiehlt die Schaffung eines Veterinary Development Council (Tierärztlicher Entwicklungs-Rat) als angemessenes Forum für die Zusammenführung der Lieferanten und Kunden von tierärztlichen Dienstleistungen im Bereich Viehwirtschaft. Das Defra wird nun den Bericht von Professor Lowe gründlich prüfen und sich mit anderen Mitgliedern der Lenkungsgruppe im November treffen.

VERSCHIEDENES BRITISH VETERINARY ASSOCIATION BVA-Kongress 2009: Für immer zusammen? Der jährliche Kongress der British Veterinary Associatioin (BVA; Britischer Tierärzteverband) wird in Cardiff, Wales, vom 24. bis 26. September 2009 stattfinden; dazu gehören Fortbildungsveranstaltungen, politische Debatten und ein lebhaftes geselliges Programm. Zur Anmeldung gelangen Sie über die Website20.

JOBS FÜR JUNGS? RCVS macht sich stark für die Wiederherstellung des Gleichgewichts im Berufsstand Tierarzt zu werden steht an zweiter Stelle in den Top-Fünf-Traumberufen der Mädchen nach dem Wunsch, Arzt zu werden, wie aus einer Umfrage eines Berufsberatungs-Service, über den kürzlich im Daily Telegraph berichtet wurde, hervorgeht. Die Top-Fünf-Liste der Jungen setzte sich zusammen aus Fußballer, Geschäftsmann, Pop-Star, Pilot und Arzt. Keine Überraschung also, dass 80 % der Studenten der Tiermedizin in Großbritannien (GB) Frauen sind: Dies war das erste Jahr, in dem die Zahl der weiblichen in GB praktizierenden Tierärzte die Zahl der männlichen Kollegen überstieg. Während Frauen eindeutig gute Tierärztinnen sind, muss ein ausgewogener Berufsstand ein gewisses Gleichgewicht aufweisen. _____ 20

www.bva.co.uk/congress

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Außerdem bedeuten die sozioökonomischen und ethnischen Profile im Berufsstand – gerade einmal 2 % der Mitglieder sehen sich als nicht weiß an –, dass der relativ homogene Bestand an tierärztlichen Fähigkeiten in GB möglicherweise einige potentiell exzellente Personen außen vor lässt.

Eine spezielle PR- und Werbekampagne wurde in Medien, die sich vorzugsweise an Schwarze und ethnische Minderheiten als Leser richten, durch Plakate und Kopien des Materials an Gemeinde- und Glaubenszentren geschickt. RCVS hat selbst einen eigenen Kanal auf You Tube22.

Im Jahr 2007 war das Royal College of Veterinary Surgeons zusammen mit sechs der sieben Tiermedizinischen Hochschulen in GB und dem Department for Environment, Food and Rural Affairs erfolgreich bei der Inanspruchnahme von £ 90.000,- aus einem Regierungsfonds, der dafür geschaffen wurde, Themen des Zugangs zu den Berufsständen anzusprechen.

Es wird einige Zeit brauchen, bis das Projekt Früchte trägt, jedoch sind die anfängliche Reaktion und die Anfragen nach Informationen sehr positiv gewesen, nämlich rund 500 Anfragen nach mehr Informationen und weit über 4000 YouTube-Treffer.

Ziel war es, das Bewusstsein für mögliche Karriereoptionen zu verbessern und einige der Mythen aufzuklären, die den Zugang zu diesem Beruf umgaben, wie z. B. die Notwendigkeit, drei starke ‚Einser’Abschlüsse in den wissenschaftlichen Hauptfächern vorweisen zu müssen. Nach entsprechender Nachforschung entwickelte man eine Broschüre, eine DVD sowie eine interaktive Website21, die sich an 14-18jährige Jugendliche, ihre Eltern, Lehrer und Berufsberater richten. Das Motto‚Tiermedizinische Wissenschaft … für alle Lebens- und Arbeitsbereiche’, unterstreicht, dass Tierärzte aus allen Lebensbereichen kommen und mit Menschen und Tieren aus allen Lebensbereichen zusammen arbeiten können. Die Broschüre und die DVD wurden an jedes Gymnasium und weiterführendes College in GB geschickt, eine Kopie der Broschüre an jeden niedergelassenen Tierarzt. _______ 21 22

www.walksoflife.org.uk http://www.youtube.com/vetcareers

Sollten Sie eine Kopie der DVD oder der Broschüre wünschen, wenden Sie sich bitte an [email protected]life.org.uk oder an Telefon +44 (0)20 7202 0791.

USA – INITIATIVE ‚EINE GESUNDHEIT’ Früherer AVMA-Präsident leitet multidisziplinäre Kommission Roger Mahr, früherer Präsident der American Veterinary Medical Association (AVMA) wurde zum Vorsitzenden der Kommission ‚Eine Gesundheit’ in den USA ernannt23. Das Ziel der Kommission ‚Eine Gesundheit’ ist die Schaffung engerer professioneller Zusammenarbeit, Kooperationen und Ausbildungsmöglichkeiten quer durch die gesundheitswissenschaftlichen Berufsstände zusammen mit deren damit verbundenen Berufsbildern, um die Gesundheit von Menschen und Tieren sowie die Umwelt zu verbessern. Eine sich wandelnde Umwelt, bevölkert von Menschen und Tieren, die miteinander in Kontakt sind, schafft bedeutende Herausforderungen. _____ 23

http://www.onehealthcommission.org

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Ein US-Gipfel wird im späteren Verlauf dieses Jahres stattfinden und im nächsten Jahr eine Studie der Nationalen Akademien über die Zusammenarbeit der medizinischen Disziplinen starten.

FVE NEWS Besuchen Sie die FVE-Website, um regelmäßig Nachrichten über Kongresse, EU-Gesetze, Angelegenheiten des Berufsstandes, nationale und internationale Initiativen und weitere interessante Themen zu erfahren: http://www.fve.org/news/index.php

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FVE Federation of Veterinarians of Europe – AISBL Rue Defacqz, 1

BE-1000 Brussels

Tel. +32.2.533.70.20 – Fax: +32.2.537.28.28 e-mail: [email protected] – Internet: www.fve.org

FVE Die Federation of Veterinarians of Europe (FVE) ist eine Dachorganisation von 46 Tierärztlichen Organisationen aus 38 europäischen Ländern, dazu 4 Sektionen, verfasst nach dem Gesetz über internationale Gesellschaften in Belgien

Executive Director - Jan Vaarten Deputy Executive Director- Nancy De Briyne Veterinary Policy Officer - Nicole Schreiner Office Manager- Ulrike Tewes

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Freie Redaktions-Mitarbeiterin – Karin de Lange Urheber von Fotos im englischen Orginal-FVE-Newsletter: siehe dort

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