Sammeln, was man liebt

„Sammeln, was man liebt“ Meisterwerke von Picasso bis zur Gegenwart aus der Rupf Collection, Bern Museum im Kulturspeicher Würzburg 5.5.-22.7.2012 ...
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„Sammeln, was man liebt“

Meisterwerke von Picasso bis zur Gegenwart aus der Rupf Collection, Bern

Museum im Kulturspeicher Würzburg

5.5.-22.7.2012

Abb. Titel: Pablo Picasso, Tête d’homme (Kopf eines Mannes), 1908

„Was will man noch mehr, als das sammeln, was man liebt.“ So endet ein Brief des berühmten Pariser Kunsthändlers DanielHenry Kahnweiler an seinen Jugendfreund und treuen Sammler Hermann Rupf. Von Beginn an teilten die beiden Freunde ihre Leidenschaft für die Kunst, und Kahnweiler war es, der Rupf 1907 in Paris die Augen für die noch ganz junge Kunst der umstrittenen Fauvisten und den frühen Kubismus von Pablo Picasso und Georges Braque öffnete. Der Berner Kaufmann Hermann Rupf und seine Frau Margrit bauten in den folgenden Jahrzehnten eine der bedeutendsten Privatsammlungen der Schweiz auf. Die Werke der Pariser Avantgarde wurden bald durch die moderne Schweizer Kunst ergänzt, denn Rupf suchte immer auch den persönlichen Kontakt zu den Künstlern. Insbesondere Paul Klee wurde zu einem engen Freund der Familie, so dass Hermann Rupf bald ein beachtliches Konvolut an Werken des Künstlers sein eigen nennen konnte. Die Besonderheit seiner Sammlung liegt in dem Umstand, dass Rupf immer die aktuellste Gegenwartskunst erwarb: In vielen Fällen ist das Jahr des Sammlungseingangs gleichzeitig das der Entstehung eines Werkes. Seit dem Tod Hermann Rupfs 1962 ist die Sammlung in der Rupf-Stiftung am Kunstmuseum Bern angesiedelt; das Museum wurde so mit einem Schlag zu einem der renommiertesten Standorte für die Kunst der Klassischen Moderne in der Schweiz. Dabei waren nicht nur die Kunstwerke Teil der Stiftung, sondern auch ein Vermögen, das kontinuierlich weitere Ankäufe ermöglicht. Im Sinne Hermann Rupfs verfolgt der Stiftungsrat die aktuelle Kunstentwicklung und hat der Sammlung so bedeutende Werke der 1960er Jahre bis heute angegliedert. Das Museum im Kulturspeicher zeigt zum ersten Mal einen repräsentativen Querschnitt der Rupf-Collection in Deutschland. Zu sehen sind Meisterwerke der Klassischen Moderne etwa von Pablo Picasso, Georges Braque, Fernand Léger, Juan Gris, Lyonel Feininger und Paul Klee. Künstler wie Josef Albers, Max Bill oder Richard Paul Lohse stellen die Verbindung zur „Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945“ her.

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Vertreten sind außerdem US-amerikanische Positionen von Donald Judd, James Turrell oder Joseph Kosuth, aber auch Schweizer Künstler mit internationaler Strahlkraft: die fantasievoll-rätselhaften Werke Meret Oppenheims oder Gemälde des Schweizer „enfant terrible“ Dieter Roth. Und es gibt Neuland zu entdecken: Markus Raetz’ Spiel mit Licht und Schatten, Vaclav Pozareks vielseitige Annäherungen an das Thema Architektur oder Florian Slotawas gewitzten Umgang mit musealen Präsentationsformen. Die Ausstellung erzählt die spannende Geschichte einer Sammlung; und sie zeigt einen Querschnitt durch 100 Jahre aktueller Kunst in Gegenüberstellungen des heute als „klassisch“ Geltenden mit Werken, die in weiteren 100 Jahren zum Kanon gehören könnten. Aber darauf kam es Hermann Rupf nicht an. Er sammelte, was er liebte.

9 1 G  eorges Braque, L’Echo d’Athènes, 1913 2 J osef Albers, Studie zu Homage to the Square „Inductive“, 1957 3 L  yonel Feininger, Architektur mit Sternen, 1927 4 P  aul Klee, Vollmond im Garten, 1934 5 M  ax Bill, Fläche im Raum aus einer Kreisscheibe, 1957 6 A  ndré Derain, Straße bei Cassis, 1907 7 M  arkus Raetz, Reflexion I, 1991 8 F  ernand Léger, Stillleben, 1922, 9 M  eret Oppenheim, Röntgenaufnahme des Schädels M. O., 1964 Alle Werke: Hermann und Margrit Rupf-Stiftung, Bern © Succession Picasso / VG BildKunst, Bonn 2012 © The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2012 © VG Bild-Kunst, Bonn 2012 für die Werke von Max Bill, Georges Braque, André Derain, Lyonel Feininger, Fernand Léger, Meret Oppenheim und Markus Raetz.

BEGLEITPROGRAMM Führungen zur Ausstellung Jeweils sonntags 11.15 Uhr Zusätzlich Sonntag, 13. und 20. Mai, 3., 10. und 24. Juni, 8. und 22. Juli 15.00 Uhr, 22. Juli 16.00 Uhr Donnerstag, 17. Mai (Christi Himmelfahrt), Montag, 28. Mai (Pfingstmontag), Donnerstag, 7. Juni (Fronleichnam) 11.15 Uhr Führungen für den Freundeskreis Kulturspeicher e.V. Dienstag, 15. Mai, 16.30 Uhr; Donnerstag, 24. Mai, 17.00 Uhr, Dr. Henrike Holsing 100 Jahre aktuelle Kunst – Kuratorenführung Donnerstag, 31. Mai, 17.30 Uhr Dr. Henrike Holsing Kunstgespräch Samstag, 5. Mai, 2. Juni, 7. Juli, 14.30–17.30 Uhr Kommen Sie mit den MiKs, den Jungen Freunden des Museums, ins Gespräch! Stille Kunstzeit für Jugendliche und Erwachsene Freitag, 22. Juni, 14-15.30 Uhr Leise gesprochene Kunstbetrachtung mit anschließendem Kaffee und Kuchen für gehörlose und hörende Jugendliche und Erwachsene mit Dolmetscher. Leitung: Sarah Noetzel Kosten: Eintritt plus Führungsentgelt von 3,50 € Ohne Anmeldung, Treffpunkt im Foyer Bei Gruppen telefonische Anmeldung erbeten Kunstzeit für Senioren Mittwoch, 9. Mai, 11. Juli, 14-15.30 Uhr Führung mit kunstpraktischer Übung und anschließendem Kaffee und Kuchen für Senioren. Leitung: Sarah Noetzel Kosten: Eintritt plus Führungsentgelt von 3,50 €, zzgl. Kaffee und Kuchen für 2 € Ohne Anmeldung, Treffpunkt im Foyer Bei Gruppen telefonische Anmeldung erbeten Kunstgenuss Sonntag, 22. Juli, 12.30-17.30 Uhr Am letzten Ausstellungstag bieten die MiKs, die Jungen Freunde des Museums, Kaffee und zum Ausstellungsthema passende Speisen an.

Führungen für Gruppen (auch fremdsprachig) Buchungen: 0931-32 22 50, oder 37 26 50 Führungen für Schulklassen Buchungen: 0931-32 22 25-19 1. Kubismus – „Zerlegen, was man sieht“ Der Kubismus entstand in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Bildgegenstand wurde in geometrische Flächen zerlegt. Die wichtigsten Vertreter (Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris, Fernand Léger) werden in dieser Führung vorgestellt. 2. Sonne, Mond und Neonröhren – Licht als Medium in der Kunst Es geht um Licht als Thema in der Kunst, wie es in unterschiedlichsten Facetten in dieser Ausstellung unter anderem in Bildern von Paul Klee, Lyonel Feininger, James Turrell, Joseph Kosuth, Richard Paul Lohse, Christian Megert oder Meret Oppenheim gezeigt wird. WORKSHOPS FÜR KINDER IN DEN PFINGSTFERIEN Anmeldung: unter 0931-32 22 25-19 bis zum 23. Mai. Von den Dingen – Collage nach Georges Braque, Vergolden und Spritztechnik nach Paul Klee Mittwoch, 30. Mai 2012, 12-16 Uhr Leitung: Sophia Kippes Für Kinder von 6 bis 9 Jahren, 24 € Diese Werkstatt taucht ein in die Welt des Kubismus. Inspiriert von den Kunstwerken der Ausstellung, werden eigene Collagen gestaltet und Bilder mit Spritztechnik entworfen. Am Ende kommt alles in dazu passende, selbst vergoldete Rahmen. Picasso und Braque – Der Beginn des Kubismus Donnerstag, 31. Mai 2012, 15-18 Uhr Leitung: Anna Logemann Für Kinder ab 10 Jahren, 18 € Wie kann ein Motiv in unterschiedliche Ansichten zerlegt werden? In dieser Werkstatt werden die Prinzipien des Kubismus anhand von Werken Picassos, Braques und Gris` näher untersucht und im Anschluss praktisch erprobt. Hands on! Kreativtische der Museumspädagogik bieten allen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich experimentierend mit der Ausstellung auseinanderzusetzen.

MUSEUM IM KULTURSPEICHER STÄDTISCHE SAMMLUNG DES 19. - 21. JAHRHUNDERTS MIT NACHLASS EMY ROEDER SAMMLUNG PETER C. RUPPERT - KONKRETE KUNST IN EUROPA NACH 1945

MUSEUM IM KULTURSPEICHER STÄDTISCHE SAMMLUNG DES 19. - 21. JAHRHUNDERTS MIT NACHLASS EMY ROEDER SAMMLUNG PETER C. RUPPERT – KONKRETE KUNST IN EUROPA NACH 1945 Oskar-Laredo-Platz 1 97080 Würzburg Fon +49 (0) 931 / 3 22 25-0 Fax +49 (0) 931 / 3 22 25-18 www.kulturspeicher.de [email protected] Öffnungszeiten Montag geschlossen Di 13-18 Uhr, Mi 11-18 Uhr Do 11-19 Uhr Fr, Sa, So 11-18 Uhr Eintrittspreise Erwachsene 4,50 €, erm. 2,50 € Gruppen ab 20 Personen 3,50 € Kinder unter 6 Jahren frei Kinder von 6 bis 14 Jahren und Schulklassen 1,50 € / Kind Gastronomie LUMEN Fon +49 (0) 931 / 4 60 09-44 www.lumen-wuerzburg.de Verkehrsanbindung Das Museum liegt am Alten Hafen in der Nähe von CinemaxX und Congress-Centrum. Von der Innenstadt aus ist es zu Fuß oder mit den Straßenbahnlinien 2 und 4, von der Residenz aus mit der Buslinie 9 (von April bis Oktober) und vom Hauptbahnhof aus entweder zu Fuß oder mit den Buslinien 11, 13, 19, 22 und 27 erreichbar. Parkmöglichkeiten In unmittelbarer Nähe des Museums liegt das Parkhaus CinemaxX/ Alter Hafen, eines der preiswertesten Parkhäuser Bayerns. Kostenfreies Parken ist möglich auf der Talavera auf der anderen Main-Seite.

FREUNDESKREIS KULTURSPEICHER WÜRZBURG E.V.

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkassenstiftung für die Stadt Würzburg