Das Beste aus sechs Jahren

1 Das Beste aus sechs Jahren 2000 - 2006 2 Inhalt: Bildung Weiterbildung im nördlichsten Tal Südtirols 4 Tourismus Käsefestival 6 Tourismuse...
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Das Beste aus sechs Jahren 2000 - 2006

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Inhalt: Bildung Weiterbildung im nördlichsten Tal Südtirols

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Tourismus Käsefestival

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Tourismusentwicklungskonzept - Familien- und Almendorf Weißenbach 8 Klimastollen

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Kleine & Mittlere Betriebe Einzelhandel im Tauferer Ahrntal - Marketing und Aktionen

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Landwirtschaft Ahrntaler Aktivbauernhöfe - Urlaub auf dem Bauernhof



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Jugend & Kultur Mühlwald - Jugendprojekt 2007 - „Spaß - Sommer - Sinne“ Kulturmeile

Impressum: Herausgeber: Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Tauferer Ahrntal Rathausstrasse 8 39032 Sand in Taufers Tel: 0474 677543 - Fax: 0474 679110 E-mail: [email protected] Internet: www.taufererahrntal.info Redaktion/Koordination: Walther Lücker Dr. Doris Oberegelsbacher Grafisches Konzept/Grafik/Druck: Ahrprint Pauli GmbH, St. Johann, Tel: 0474 670934 Foto: Walther Lücker Diese Broschüre wurde im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Leader+ kofinanziert.

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Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger des Tauferer Ahrntals, die erste „Leader Plus“ Periode im Tauferer Ahrntal ist zu Ende. Zeit für mich, in meiner Eigenschaft als Präsident der projektverwaltenden Genossenschaft für Regionalentwicklung undWeiterbildung imTauferer Ahrntal, diesesbeispielloseProjektnocheinmalRevuepassierenzulassenundBilanz zu ziehen. „Leader PlusTauferer Ahrntal“ ist ein so genanntes Strukturförderungsprogramm der Europäischen Union. Hauptziel war und ist es, benachteiligte, an derwirtschaftlichenPeripheriegelegeneundstrukturschwache,Gebietein der EU zu fördern. In Südtirol gibt es fünf so genannte„Leader+“ Gebiete: den Vinschgau, das Sarntal, Ulten, das Wipptal und eben dasTauferer Ahrntal. Das Besondere an der„Leader+“ Förderung ist, dass dieProjektevorOrt,vondenMenschendirektinitiiert,geplantunddurchgeführtwordensind,dieinden DörfernlebenunddamitambestenumBedarfundBedürfnissewissen.SechsJahreschlugderPulsder Zeit also ganz nah am Herz und es wurden eben nicht Maßnahmen„von oben herab“ diktiert.Vielleicht auch deshalb war das Programm so erfolgreich und anerkannt. IndennunhinterunsliegendensechsJahrenwurdenimTaufererAhrntal169ProjekteindenBereichen Landwirtschaft,Klein-undMittelbetriebe,Tourismus,Aus-undWeiterbildung,Infrastrukturen,Informationstechnik und Jugendgefördert.Zwischen 65 und 70 Prozent der finanziellen Mittel für die Projekte kamen aus dem„Leader+“ Topf, der durch das Land Südtirol, dem Staat Italien und die Europäische Uniongespeistwurde.DenReststeuertendiejeweiligenProjektantenalsSelbstbeteiligungbei.Ichbin sicher,auchdieseVorgehensweisesteigerteden„Mehrwert“,dennnichtalleswargeschenkt.Insgesamt hatte das Programm im Tauferer Ahrntal ein Finanzvolumen von rund sieben Millionen Euro. In der nun vorliegenden Broschüre sind nun noch einmal einige Projekte dargstellt. Wichtige, erfolgreiche,wertvolleundbeeindruckendeProjekte.KeinewirklichgezielteAuswahl,keineSuperlative,eher ein bunter Querschnitt. Aber vor allem ein repräsentativer Überblick, der die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit gut veranschaulicht. Bei der Durchsicht einiger Unterlagen ist mir etwas aufgefallen: Seit 2003 lief das Projekt„Weiterbildung imTauferer Ahrntal“. Es wurden rund 300 Kurse in vier Jahren angeboten. Kurse für Sprachen und beruflicheWeiterbildung,Computer-undGesundheitskurse,KursezurpersönlichenWeiterbildungund FörderungderKreativität.DieseKursewurdenvonüber4.200Teilnehmernwahrgenommen.Dasallein ist für mich schon Indikator genug, um von der Richtigkeit unseres Handelns überzeugt zu sein! Ihr Helmuth Innerbichler Präsident der Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Tauferer Ahrntal

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Tauferer Ahrntal Weiterbildung im nördlichsten Tal Südtirols

Mit Bildung fördern DasTauferer Ahrntal ist das nördlichsteTal Südtirols. Es zweigt auf der Höhe von Bruneck ab und zieht von dort fast 50 Kilometer weit Richtung Alpenhauptkamm. Die„Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Tauferer Ahrntal“ hat es sich zu einem der wichtigstenZielegesetzt,dieAus-undWeiterbildung zufördernundzuunterstützen.Dadurchsolldie vergleichsweise periphere Lage des Tales und derdamitverbundenewirtschaftlicheStandortnachteilzumindestvirtuellverkleinertwerden.

Gais

Jugend & Kultur

Landwirtschaft

Kleine & Mittlere Betriebe

Tourismus

Bildung

Die Ausgangssituation:

Das Ziel:

Vitalität und Aufschwung Eine ebenso permanente wie nachhaltige Aus- und Weiterbildung stellt aus der Sicht der Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung ein Basiselement für eine dauerhafteWeiterentwicklung des ländlichen Raumes dar. Die Bildungsmaßnahmen der Leader+ Projekte sollen dem Tal zu einem neuen Aufschwung verhelfen und die Vi-

talität des peripher gelegenen Gebietes sichern. Es soll eine grundlegende,nachhaltigeund qualitative Entwicklung der Region in allen Wirtschaftsbereichen gewährleistet werden. Die rasante Weiterentwicklung und ständigenVeränderungen, mit denen die moderne Gesellschaft des 21. Jahrhunderts konfrontiert ist, erfordern ein kontinuierliches Investieren in

Ausbildung und Qualifikation. Bildung und Lernen sind heute nicht mehr allein eine Frage freiwilligen Engagements, sonderneinwesentlicherFaktordes Berufs- und Wirtschaftslebens eines jeden Einzelnen. Dies zu fördern, ist Ziel des Projektes „Weiterbildung im Tauferer Ahrntal“.

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DieWeiterbildungsmaßnahmen werden ständig den besonderen Bedürfnissen der Bevölkerung angepasstundoftmalsauchkurzfristigorganisiert, wenn dies die Flexibilität erfordert. Die Genossenschaft arbeitet bei der Erstellung des KursangebotesengmitBerufsverbänden,Organisationen und Vereinen zusammen. Die zweimal im Jahr erscheinende Broschüre mit dem Kursangebot wird allen bisherigen Kursteilnehmern per Post zugeschickt. Es liegt darüber hinausinallenöffentlichenEinrichtungenzurfreien Entnahme auf und kann außerdem im Internet unterwww.taufererahrntal.infoabgerufenwerden.

Kleine & Mittlere Betriebe

Im Durchschnitt veranstaltet die Genossenschaft für Regionalentwicklung undWeiterbildungTauferer Ahrntal rund 80 Weiterbildungsveranstaltungen mit rund 900 TeilnehmerInnen pro Jahr. DieständigwachsendenTeilnehmerzahleninden vergangenen Jahren drücken nicht nur das rege Interesse der Bevölkerung an diesem Bildungsangebot aus, sondern bestätigen auch die Annahme nachhaltig, dass im Tauferer Ahrntal nach wie vor ein sehr hoher Bedarf an Schulungen und Weiterbildungsangebotenzuunterschiedlichsten Themen besteht. Inzwischen ist das zweimal im Jahr erscheinende Bildungsprogramm sowie die Bildungszentrenmitihrenmodernausgestatteten Schulungsräumen in den Gemeinden Prettau, Ahrntal, Mühlwald undSandinTaufersnichtmehr wegzudenken.

Landwirtschaft

Angebot und Teilnehmerzahl wächst stetig

Jugend & Kultur

Realisierte Maßnahmen und Projektergebnisse:

Tourismus

Bildung

Kontakt: Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Tauferer Ahrntal Rathausstrasse 8 39032 Sand in Taufers Tel: 0474 677543 - Fax: 0474 679110 E-Mail: [email protected] Internet: www.taufererahrntal.info

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Sand in Taufers Käsefestival

Mit dem Käsefestival zur Käsekultur Die Viehwirtschaft im Allgemeinen und die damit verbundene Milchwirtschaft im Speziellen spielen in der Landwirtschaft des Tauferer Ahrntals eine herausragende Rolle. Der Großteil der produzierten Milch wird an den Milchhof Bruneck geliefert und von dort aus weiter verkauft. Im direkten Zusammenhang mit der Milch spielt folgerichtig auch der Käse als veredeltes Milchprodukt eine wichtige Rolle. In Sand in Taufers wird bereits seit dem Jahr 2000 im Rahmen des „Käsefestivals“erfolgreichanderEtablierungder „Käsekultur“ gearbeitet, die den Wert der Milch und ihrer Veredelung in Form von Käse gerecht werdensoll.DiestetigsteigendenBesucherzahlen sind bester Beweis dafür, dass Planung, OrganisationundUmsetzungdesVeranstaltungskonzepts ausgezeichnet gelungen sind und das Käsefestival als herausragende Veranstaltung im Tauferer Ahrntal als sehr sinnvoll zu bewerten ist.

Landwirtschaft

Kleine & Mittlere Betriebe

Tourismus

Bildung

Die Ausgangslage:

Jugend & Kultur

Das Ziel:

Das Ahrntal und der Alpenbogen Zielsetzung desProjekteswares vor allem, die Veranstaltung als maßgebliches, nationales und internationales Ereignis fest zu verankern, und seine Ausstrahlung über die Tallandschaft hinausnachhaltigzukonsolidieren. Dafür wurde eine Präsentation

des Themas „Käse“ in drei Stufen angestrebt: Die Vorstellung lokaler Traditionsprodukte wie beispielsweise der Ahrntaler Graukäse, die Präsenz von Käseund Molkereiprodukten aus der gesamten Südtiroler Milchwirtschaft und die Schau von Käse-

spezialitätenausdemgesamten Alpenraum. In die Entwicklung der Veranstaltung wurde verstärktauchdieGastronomieund der Tourismus des Tales eingebunden.

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Kontakt: E-Mail: [email protected] Internet: www.kaesefestival.com

Gais

Realisierte Maßnahmen und Projektergebnisse:

einesSonderpostamtes,dasSchaukochendesSüdtiroler Köcheverbandes und das Einbinden der Fachschulen für Haus- und Landwirtschaft und für Tourismus. So geriet das Käsefestival auch in den Jahren als Leader+ geförderteVeranstaltung zu einer gelungenen Präsentation des Themas „Genuss“. Heute ist das Käsefestival sowohl touristisch als auch wirtschaftlich ein nicht mehr zu unterschätzender Faktor, wenn es um die Positionierung desTauferer Ahrntals als Ferienregion für GenießerundNaturliebhabergeht.Undweitüber 10.000 Besucher an den drei Veranstaltungstagen sind deutlicher Beleg für die Beliebtheit des Events.

Kleine & Mittlere Betriebe

Gerade durch die Förderung als Leader+ Projekt war es möglich, das Käsefestival zu einer vielfältigen und fast einzigartigen Leistungsschau mit zahlreichen sehr gelungenen Kooperationen erblühen zu lassen. Eine Vielzahl an Maßnahmen wurden gesetzt. Dazu zählten dieVorstellung des AhrntalerGraukäsesalsQualitätsprodukt,diePräsentationvonKäsespezialitätenausdemgesamten AlpenbogenundderbestenKäsesortenausSüdtirol in Zusammenarbeit mit den Sennereien Südtirols. Aber auch die Organisation von Symposien, vonVerkostungeninKombinationmitheimischen QualitätsproduktenwieWeinoderÄpfeln,gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Sonderausstellungen, Kinderprogramme zumThema Käse, die Einrichtung

Tourismus

Käse – soweit das Auge reicht

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Weißenbach Tourismusentwicklungskonzept -Familien- und Almendorf

Jugend & Kultur

Landwirtschaft

Kleine & Mittlere Betriebe

Tourismus

Bildung

Die Ausgangsituation:

Abgelegen aber mit großem Interesse Die periphere Lage im Tauferer Ahrntal und die strukturellen Mängel sind die Hauptgründe für die wirtschaftliche Benachteiligung des Dorfes Weißenbach. Doch das Dorfleben ist intakt und das Interesse der Menschen an einen nachhaltigen Aufschwung groß. So wurde bereits 1999 ein Dorfleitbild entwickelt, in dem einerseits die NotwendigkeiteineslokalenWirtschaftsentwicklungskonzeptes erkannt und andererseits aber auch die Schwachstellen in der Infrastruktur aufgezeigt wurden. Die Tourismusbranche war der Analyse zufolge von einem starken Rückgang an Nächtigungen geprägt und nur wenige Betriebe entsprachen noch den Anforderungen.

Kontakt: Internet: www.weissenbach.it

Gais

Das Ziel:

Gestärkte Position im Tourismus Ruhe, Abgeschiedenheit, die überlieferten Traditionen, der ländliche Charakter auch in den Baustrukturen bergen für Weißenbach ein ganz beträchtlichesEntwicklungspotential.DieseMöglichkeiten zu nutzen, den örtlichen Tourismus zu verbessern, die Infrastrukturen vor Ort nutzbar zu machen und dafür zu sorgen, dass sich alle TourismustreibendenmiteinemneuenKonzeptidentifizieren, war Ziel des Leader+ Projektes „Tourismusentwicklung Weißenbach“.

Dabei ging es vor allem darum, das Dorf WeißenbachverstärktalsFamilien-undAlmendorfaufdem Tourismusmarkt einerseits zu positionieren, aber auch bei den Einheimischen bekannt zu machen. SosolltedietouristischeAuslastunggesteigert,der AbwanderungjungerMenschenentgegengewirkt unddieInvestitionsfreudigkeitderWirtschaftstreibenden angekurbelt werden.

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Realisierte Maßnahmen und Projektergebnisse:

Vom Logo bis zum Internet und regen Zuspruch von Seiten der Gäste und der Einheimischen umgesetzt. Im Laufe der Projektentwicklung wurde schließlich die Notwendigkeit deutlich, sich auch in der Außendarstellung optimal zu präsentieren. Es wurdeeingemeinsamerInternetauftrittentwickelt. DabeisolltedieInternetseitewww.weissenbach.it keineKonkurrenzzubestehendenInternetseiten der verschiedenen Tourismusorganisationen im Tauferer Ahrntal sein, sondern vielmehr dem Gast ein Gesamtbild und eine zusätzliche InformationsmöglichkeitüberdasFamilien-undAlmendorf Weißenbach bieten. Wichtigste Erkenntnis: Die Bevölkerung von Weißenbach erkannte schnell, dasseineGemeindenurgemeinsamnachhaltigerfolgreich sein kann.

Tourismus

MitderUnterstützungderGenossenschaftfürRegionalentwicklung und Weiterbildung Tauferer Ahrntal entstanden ein Logo und der Leitspruch „Das Familien- und Almendorf Weißenbach“. DannwurdeimLaufedervergangenenJahreWeißenbachalsFamilien-undAlmendorfpositioniert. Es wurden Basisstrukturen verbessert, wie beispielsweisedieGestaltungdesDorfplatzesunddes Kinderspielplatzes. Und es wurden neue Projekte initiiert und umgesetzt. Dazu gehörte neben der Logo-EntwicklungaucheineinheitlichesBeschilderungskonzeptunddieErrichtungeinesThemenweges. Eine Projektgruppe, die aus Gastronomen undBeherbergungsbetreiberngebildetwurde,erarbeiteten gemeinsam einWander-, Freizeit- und VeranstaltungsangebotfürFamilienundWandergäste. Die Programme wurden mit großem Erfolg

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Pettau Klimastollen

Am Anfang stand ein Gutachten AmAnfangstandeinentscheidenderSatz.„DerKlimastollenPrettauerfülltalleVoraussetzungen,umfürTherapiezweckebeichronischobstruktivenLungenerkrankungen und chronischer Bronchitis eingesetzt zu werden.“ Dies schrieb der medizinische Berater Prof. Dr. Peter Deetjen in seinem Gutachten bereits im Jahr 1994. Somit erfüllt der Klimastollen in Prettau, am Talschluss des Tauferer Ahrntals, alle lufthygienischen Parameter, damit die so genannteSpeläotherapie(Höhlentherapie)angewendet werden kann. Im Spätsommer 2003 wurde der Stollen erstmalsfürPersonenmitAtemwegserkrankungengeöffnet. Zu Beginn der Tätigkeit im Klimastollen Prettau war esaußerordentlichwichtig,Finanzierungsmöglichkeiten zu finden, die beim Start des Projektes einen großen Teil der Kosten abdeckten.

Kontakt: Klimastollen Prettau Hörmanngasse 38/A 39030 Prettau Tel: 0474 654523 - Fax: 0474 654698 Internet: www.ich-atme.com

Landwirtschaft

Kleine & Mittlere Betriebe

Tourismus

Bildung

Die Ausgangssituation:

Gais

Jugend & Kultur

Das Ziel:

Stollen öffnen und bekannt werden Das grundsätzliche Ziel des Projektes „Klimastollen Prettau“ war die Eröffnung des einzigen Klimastollens in Südtirol und in Italien.Verbunden mit dieser Eröffnung war das Angebot der so genannten Speläotherapie, die dem Bereich der Komplemen-

tärmedizinzuzuordnenist.Daes sich hierbei jedoch um ein völlig neues Angebot handelte, war es vongroßerWichtigkeit,geeignete Marketingmaßnahmenzusetzen, umdiesesAngeboteinerbreiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und dabei gleichzeitig die

Einzigartigkeit des Stollens zu definieren. Hauptziel für die Zukunft wird es sein, die offizielle AnerkennungdesKlimastollens Prettau als therapeutische EinrichtungfürPersonenmitAtemwegserkrankungenzuerreichen.

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Realisierte Maßnahmen und Projektergebnisse:

DerKlimastollenPrettaubestehtseitnunmehrvier Jahren. Insgesamt wurde in diesem Zeitraum für drei Leader+ Projekte angesucht. Alle drei wurden genehmigt. Mit den finanziellen Mitteln der ersten Initiative im Jahr 2003 wurden zunächst die Löhne und Gehälter der Krankenschwestern und der Raumpflegerin, die Heizung und einige Drucksachenfinanziert.Beidenbeidenfolgenden Leader+ Projekten lag der Schwerpunkt der Mittelverwendung eindeutig im Bereich Marketing, Grafik,Übersetzungen,Internetseite,Werbefotos, Drucksorten, Public Relation und der Finanzierung einer ärztlichen Beratung.

DiegesetztenMaßnahmenhabenzweifelsfreiganz wesentlich zu den jährlichen Zuwachsraten bei den Einfahrten in den Klimastollen beigetragen. Im Jahr 2007 betrug der Zuwachs sogar über 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Durch die gute Annahme des Angebotes ergibt sich im Ahrntal eine neue Quelle derWertschöpfung. DieseTatsacheistwirtschaftlichvongroßerBedeutungfürdie Tourismusentwicklung im Tauferer Ahrntal.

Tourismus

Enorme Zuwachsraten

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Tauferer Ahrntal Einzelhandel im Tauferer Ahrntal - Marketing und Aktionen

Prekäre Lage durch Kaufkraftabfluss Die Lage könnte prekär werden, wenn der Entwicklung nicht entgegengewirkt wird: Bedingt durch Strukturveränderungen wird der Einzelhandel im Tauferer Ahrntal nachhaltignegativ

beeinflusst. Dies liegt vor allem an der Angebots- und ProduktkonzentrationinurbanenGebietenunddendamitverbundenen Kaufkraftabflüssen im lokalen Einzelhandel. Das führt wieder

zu einer negativen Änderung gewachsenerHandelsstrukturen und einer wesentlichen BeeinträchtigungderNahversorgung im Tauferer Ahrntal.

Landwirtschaft

Kleine & Mittlere Betriebe

Tourismus

Bildung

Die Ausgangssituation:

Das Ziel:

Jugend & Kultur

Der „Wert des Handels“ Ziel des Projektes„Einzelhandel im Tauferer Ahrntal: Marketing und Aktionen“ war es, die KaufleutedesTaufererAhrntalsinder Entwicklungzuinnovativenund kundenorientierten Betrieben zu unterstützen. Aber auch die Nahversorgung,voralleminden peripheren Räumen, zu sichern und die Kaufkraftabflüsse aus

dem Tauferer Ahrntal zu verringern. Die Projektgruppe war bestrebt, zusätzliche Kaufkraft zu generierenunddasBewusstsein des Begriffs „Wert des Handels“ für das Tauferer Ahrntal bei den Einheimischen aber auch bei den Gästen zu intensivieren. Zu den Zielen zählten aber auch dieEntwicklungprofessioneller

Handlungskompetenzen auf Unternehmerseite und die Stärkung des Bewusstseins für eine funktionierendeNahversorgung auf Seiten der Konsumenten. Überdies wurde versucht, die Zusammenarbeit mit der LandwirtschaftunddemTourismuszu verstärken.

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Kontakt: Kaufen & Genießen Ahrntalerstrasse 41 39032 Sand in Taufers

Gais

Realisierte Maßnahmen und Projektergebnisse:

Kaufleute voller Aktivität

Landwirtschaft

men den dritten Platz belegt. Die Bilanz der Projektgruppe fiel also durchwegs positiv aus und mit dem Abschluss der ersten Leader+ Periode steht fest, dass eine Fortsetzung der nachhaltigen Zusammenarbeit im Rahmen weiterführender Aktionen undProjektesicherist.Nachdem derzeitigenStandderDinge,wird dieAktionsgruppederKaufleute aus dem Tauferer Ahrntal somit auch nach dem Auslaufen der Leader+Programmperiodeihre Arbeit fortsetzen.

Jugend & Kultur

.Marketinginstrumentemithohem Aufmerksamkeits- und Werbewert einzusetzen; . ein Anreizsystem für den Einkauf im Tal zu schaffen; .Möglichkeiten zu finden, um auchandereBetriebeausden BereichenLandwirtschaftund Tourismus in das Projekt mit einzubinden. Zu erwähnen ist auch die Teilnahme der Projektgruppe der Kaufleute beim Merkur - Innovationspreis des Verbandes für Kaufleute und Dienstleister. Bei diesemPreisausschreibenhaben dieKaufleutemitihrendurchgeführten Aktionen und Maßnah-

Kleine & Mittlere Betriebe

Eine überaus rege und aktive ProjektgruppearbeitetevonBeginnanganzgezieltankonkreten Maßnahmen in den Bereichen AktionenundMarketing.SowurdeeingemeinsamesLogoentwickeltundeinProduktkatalogdes Einzelhandels erarbeitet. Das „Ahrntaler Weihnachtsspiel“ wurde aus der Taufe gehoben, das Ahrntaler Ochsengrillfest inzwischen zweimalorganisiert und durchgeführt. Mit den erzielten Ergebnissen waren die Einzelhändler hoch zufrieden. AlleAktionendientenvorrangig der Kundenbindung und waren mit der Zielsetzung verbunden:

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Ahrntal Ahrntaler Aktivbauernhöfe - Urlaub auf dem Bauernhof

Zuwächse in ganz Europa Im Tauferer Ahrntal wurden sich interessierte Kräfte zum richtigen Zeitpunkt des Trends bewusst, dass„Urlaub auf dem Bauernhof“ europaweitnebenderSpitzenhoteleriediestärksten Zuwächse in der Branche vorweisen kann. Das Tauferer Ahrntal verfügt über viele naturgegebene Vorzüge und Infrastrukturen, die das Thema Urlaub auf dem Bauernhof nahe legen. AllerdingswarendieAngebotederbäuerlichen Betriebe, die diese Art Urlaub anbieten, noch nicht auf Spitzenniveau und die Strukturen nicht voll ausgebildet.

Jugend & Kultur

Landwirtschaft

Kleine & Mittlere Betriebe

Tourismus

Bildung

Ausgangssituation:

Das Ziel:

Verbesserung von Qualität und Auslastung Das Projekt „Ahrntaler Aktivbauernhöfe“ setzte es sich zum Ziel, die Ausbildung der Protagonisten zu verbessern, interessanteundeinzigartigeAngebote auf den Höfen zu erarbeiten, die Gästebetreuungzuintensivieren, sowie eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit und ein professio-

nelles Marketing zu entwickeln. Durch die qualitative VerbesserungderGästebeherbergungauf denBauernhöfensollteauchdas allgemeine Interesse an diesem Angebot verbessert und in der FolgedasEinkommenausdiesem Erwerbszweig erhöht werden. Inmeist monatlichen Sitzungen

der Projektgruppe wurden die MaßnahmenundVerbesserungsschritte diskutiert, geplant und realisiert. Qualitätsstandard, Auslastung der einzelnen BetriebeundderBekanntheitsgrad der Anbieter sollte gesteigert werden.

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Kontakt: Internet: www.aktivbauernhoefe.com

Gais

Realisierte Maßnahmen und Projektergebnisse:

Von Baubiologie bis Pressefahrt EinePressefahrtmitmehrerenJournalistenwurde erfolgreichinZusammenarbeitmitderFerienregiondurchgeführt.DarüberhinausschaltetedieProjektgruppe ein Inserat im Katalog„Urlaub aufdem Bauernhof“ und produzierte in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Bauernbund eine Sonderausgabe der Publikation„Kikeriki“ mit einer Auflage von 35.000 Stück. Das Projekt wurde von allen Beteiligten als erfolgreich erachtet und die Zusammenarbeit der Projektmitglieder soll auf jeden Fall gewahrt bleiben.

Kleine & Mittlere Betriebe

DasProjektwurdeimZeitraumzwischen2003und 2007durchgeführt.DabeiwurdenzahlreicheMaßnahmeninitiiert.SowurdenKooperationengebildetundeingemeinsamesAngebotfürdieGästebetreuungentwickelt.EswurdeeineInternetpräsenz geschaffen und die Presse- und Medienarbeit intensiviert. Begleitend wurden die an der Kooperation teilnehmenden Betriebe fachlich geschult undeswurdenFachexkursioneninsbenachbarte, deutschsprachigeAuslandunternommen,umdort andere Betriebe gleicher Zielrichtung kennen zu lernen. Es fand ein Kurs zum Thema Baubiologie statt und die Kontakte zu denTourismusvereinen undderFerienregionTaufererAhrntalwurdenausgebaut.

Landwirtschaft

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Mühlwald Jugendprojekt 2007 - „Spaß – Sommer – Sinne“

Großartig aber abgeschieden Der Jugend wird in einer modernen Gesellschaft verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Dies geschieht auch durch gezielte Schaffung von Möglichkeiten für interessante Freizeitgestaltung.Die Gemeinde Mühlwald liegt in einem Seitental des Tauferer Ahrntals.Diezwarlandschaftlichgroßartige,aberabgeschiedeneLageisteinGrunddafür, dass es für Kinder und Jugendliche aufgrund der

Verkehrsanbindungteilweiseschwierigist,Angebote zurWeiterbildung oder Ferieninitiativen außerhalb desTales wahrzunehmen. Ein attraktives Angebot musischer, kultureller, sportlicher und gesellschaftlicher Möglichkeiten auf lokaler Ebene direkt in der Gemeinde Mühlwald sollte diesen Standort-Nachteil beheben.

Jugend & Kultur

Landwirtschaft

Kleine & Mittlere Betriebe

Tourismus

Bildung

Die Ausgangssituation:

Das Ziel:

Entwicklungen fördern Das eingeleitete Leader+ Projekt hatte vor allem die Verbesserung der individuellen Leistungsfähigkeit und der Verbindung von Spiel und Spaß mit einem direkten Lernziel zur Aufgabe. Es sollte aberauchdieBegegnungvonKindernundJugendlichen in der Gemeinde Mühlwald selbst und aus

demTauferer Ahrntal fördern. Mit den gewählten MaßnahmensolldasZusammengehörigkeitsgefühl gestärkt,neueFreundschaftengeschlossenunddie eigene Entwicklung der Persönlichkeit gefördert werden.

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Kontakt: Gemeinde Mühlwald Hauptort 18/A 39030 Mühlwald Tel: 0474 653135 - Fax: 0474 653320 E-Mail: [email protected] Internet: www.gemeinde.muehlwald.bz.it Gais

Realisierte Maßnahmen und Projektergebnisse:

Beispielhaft und erfolgreich

Kleine & Mittlere Betriebe

lebnisreiche Ferientage. Für die Eltern war die VeranstaltungsreihemitdemgutenGefühlverbunden, dass ihre Kinder nicht nur gut betreut waren, sondern spielerisch auch ihre Fähigkeiten und Interessengestärktundausgebautwerdenkonnten. Ohne Zweifel ist es auch gelungen, das GemeinschaftsgefühlvonJugendlichenundKinderninder Gemeinde Mühlwald selbst und mit anderen Gemeinden des Tauferer Ahrntals zu erreichen. Die Förderung der Initiative durch Leader+ Tauferer Ahrntal war entscheidend dafür, dass dieses Projekt sowohl in diesem Umfang als auch in dieser Qualitätrealisiertwerdenkonnte.DieZusammenarbeit in der Projektgruppe erwies sich als angenehm,schnellundkollegialundwirdimRückblick als beispielgebend erachtet.

Landwirtschaft

DasJugendprojekt2007inMühlwaldstellteschnell ein umfangreiches Programm auf die Beine: . Musikwoche „Jugend musiziert“ . Abschlusskonzert . Computerkurse für Grund- und Mittelschüler . Sportwochen (Fußballcamp, Schwimmtage) . Kreativtage . Musik-Workshops Das Projekt wurde von allen Beteiligten zusammenfassend als erfolgreichdurchgeführtund abgeschlossen betrachtet.„Spaß – Sommer – Sinne: Jugend Projekt 2007 in Mühlwald“ für Kinder und Jugendliche erwies sich als eine Veranstaltungsreihe,dievonallengroßartigaufgenommenwurde. DiesesSommerprojektbrachtedenteilnehmenden Kindern und Jugendlichen schöne, lehr- und er-

Jugend & Kultur

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Tauferer Ahrntal Kulturmeile

Ein Meile – von Gais bis nach Prettau Das Tauferer Ahrntal ist hoch gerühmt wegen seiner einzigartigen Natur, wegen seiner Almen, seinerWälder, wegen der rund 80 Dreitausendergipfel und seiner touristischen Infrastrukturen. So dominant scheint die Natur bisweilen, dass die Kultur mit all ihren Schätzen und Kleinoden vielfach zu kurz zu kommen scheint. Diese Kultur, diedemInteressiertendurchdasgesamteTauferer Ahrntalimmerwiederneubegegnet,ziehtsichwie ein roter Faden, wie eine Meile der Kultur von der Gemeinde Gais bis hinter Prettau nach Kasern.

Gais

Landwirtschaft

Tourismus

Bildung

Die Ausgangslage:

Jugend & Kultur

Das Ziel:

31 Kulturpunkte zur Kette verbinden Durch eine gleichermaßen angemessene wie auch ansprechende Aufbereitung und eine mediale Darstellung sollten die Kulturgüter im Tauferer Ahrntal besser zugänglich gemacht werden. Und es sollten Möglichkeiten der Neuentdeckung

und Begegnung geschaffen werden. Ziel des Projektes war die zusammenhängende Darstellung und Beschilderung von kleinen Kulturstätten und Kulturdenkmälern im Gebiet des Tauferer Ahrntals. Dabei kamen Kulturstätten in Betracht,

die zwischen demVolkskundemuseum in Dietenheim und der Wallfahrtskirche Heilig Geist in Prettau liegen. Insgesamt 31 kulturhistorisch wichtige Punkte wurden in das Projekt eingeschlossen.

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Kontakt: Internet: www.kulturmeile.info

Realisierte Maßnahmen und Projektergebnisse:

Ein Buch und weitere Bausteine für die Meile

Kleine & Mittlere Betriebe

von altem Wissen und alten Kulturtechniken, was wiederum dafür sorgt, die starke Identität des Tales weiter zu festigen. Überdies wurde die gesamte Kulturmeile durchgehend beschildert undeswurdeeinInternet-Auftrittentwickelt.Die KulturmeilewirdvomTourismusverbandTauferer AhrntalbeworbenundisteinGemeinschaftsprojekt der fünf Gemeinden Gais, Sand in Taufers, Mühlwald, Ahrntal und Prettau, die nun kulturhistorischengmiteinanderverbundensind.DieZusammenarbeitundKooperationwurdeallgemein alsüberauskonstruktivundvorallemsehrerfolgreich beschrieben.

Landwirtschaft

Die31ausgewähltenStättenderKulturmeileTauferer Ahrntal haben entweder kulturhistorische (Spitzenklöppeln, Schnitzen, Schindlklieben), siedlungsgeschichtliche(Dorfentwicklung),wirtschaftsgeschichtlich(Bergwerkzentrum,Kornkasten, Gasegg, Bergrichter) oder kunstgeschichtliche Bedeutung (Walburgaltar, Pfarrkirche Rein, BurgTaufers, Hl. Geist). Sämtliche Stationen wurden von Experten recherchiert, beschrieben und textlich aufbereitet. So entstanden 31 Texte und anschließendmitausgewähltemBildmaterialein vielbeachtetesTaschenbuch.Dadurchleistetdie Kulturmeile einen aktiven Beitrag zur Sicherung

Jugend & Kultur

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LEADER PLUS TAUFERER AHRNTAL Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Tauferer Ahrntal Koordinationsstelle Sand in Taufers Rathausstrasse 8 39032 Sand in Taufers Tel: 0474 677543 Fax: 0474 679110 E-Mail: [email protected] Internet: www.taufererahrntal.info