VITA shade, VITA made. Verarbeitungsanleitung

Verarbeitungsanleitung Stand 04.14 VITA shade, VITA made. Lichthärtendes Mikropartikel-Komposit zur extraoralen Anwendung bei festsitzenden und hera...
Author: Kurt Heidrich
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Verarbeitungsanleitung

Stand 04.14

VITA shade, VITA made. Lichthärtendes Mikropartikel-Komposit zur extraoralen Anwendung bei festsitzenden und herausnehmbaren Restaurationen. Erhältlich in VITA SYSTEM 3D-MASTER und VITA classical A1–D4 Farben.

Inhaltsverzeichnis VITA SYSTEM 3D-MASTER

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Mikropartikel-Komposit 4

Veneer 19 Langzeitprovisiorien: aus VITA VM LC – Verblendung von Zirkondioxidgerüsten, sowie Gerüsten aus PEEK

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Anwendungsbereich 6

Überschichten von VITA CAD-Temp

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Wissenswertes zur Lichthärtung

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Individualisierung von VITA Kunststoffzähnen

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Gerüstgestaltung und -vorbereitung

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Daten – Fakten

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Polymerisation 26 Gerüstkonditionierung / Haftverbund

9 Zuordnungstabellen 28

PRE OPAQUE Verarbeitung

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OPAQUE PASTE Verarbeitung

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OPAQUE Pulver Verarbeitung

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Zusatzmassen 29 Optimal verpackt

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Sortimente 31 BASIC-Schichtung 14 Schichtung bei geringem Platzangebot

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Individuelle Schichtung / Gingiva

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Inlay 18

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Hinweise und Pflegeanleitung

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Fragen & Antworten

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Trouble Shooting

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VITA SYSTEM 3D-MASTER

®

Kompetenz seit über 80 Jahren Farbkompetenz ist mehr als reine Farbbestimmung. Farbkompetenz bedeutet für uns, Verantwortung für bessere Lösungen in einem Gesamtprozess zu übernehmen. Das ist der zentrale Anspruch von VITA: Wie erreichen wir Verbesserungen in der Farbbestimmung und deren Reproduktion? Durch standardisierte Prozessschritte zur Steigerung der Effizienz. Die Anforderungen an den dentalen Fachmann heißt heute: Bessere Ergebnisse mit weniger Aufwand erzielen. Dieses Ziel verbindet uns. VITA Farbnahme Die eindeutige Bestimmung der Grundfarbe eines Zahnes ist wichtigste Voraussetzung für die Akzeptanz beim Patienten. Die Grundfarbe findet man grundsätzlich im Dentinzentrum (mittlerer bis gingivaler Bereich).

Die Bestimmung der Effekte Natürliche Zähne sind einzigartig und ein wahres Naturwunder. Deshalb ist nach der Bestimmung der Grundfarbe das Erkennen der Details eines Zahnes, z. B. von transluzenten Zonen oder Anomalien, wichtig, um eine hohe Übereinstimmung mit der Natur zu erreichen. Wir empfehlen für die Effektoder Detailanalyse ein digitales Foto.

VITA Farbkommunikation Für eine perfekte Reproduktion der bestimmten Zahnfarbe ist eine verlustfreie Übermittlung an das Labor unumgänglich. Jedes Missverständnis führt in der Folge zu teurer, unnötiger Nacharbeit. Daher empfehlen wir für die Grundfarbbeschreibung das Farbkommunikationsschema und für die Effektoder Detailanalyse ein digitales Foto. Die Software des VITA Easyshade ShadeAssist bietet hierzu eine Vorlage, die es ermöglicht, alle Daten auf einem Blatt zu haben – ein Laborfarbrezept. Mit diesen Informationen kann sicher und schnell die Reproduktion angefertigt werden, die sich perfekt in den Restzahnbestand integriert. VITA Farbreproduktion Im Prozessschritt der Reproduktion kommt es darauf an, dass die bestimmte Grundfarbe fehlerfrei reproduziert werden kann. Mit dem gekonnten Umsetzen der Effekte des Zahnes entsteht so hochwertiger Zahnersatz. VITA Materialien geben Ihnen die Sicherheit, ohne langwieriges Mischen oder Probieren diesen Anspruch zu erfüllen, ganz gleich mit welchen VITA Materialien. VITA Farbkontrolle Im letzten Prozessschritt erfolgt die qualitative Farbbeurteilung der Restauration. Zum VITA Prozess gehört eine Kontrolle des Ergebnisses der Reproduktion als wichtigste Voraussetzung für einen zufriedenen Patienten ohne Nacharbeit. Bei VITA VM LC erfolgt die Kontrolle mit dem VITA Toothguide bzw. mit dem Linearguide 3D-MASTER.

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Mikropartikel-Komposit Herausragendes Material VITA VM LC vereint optimale physikalische Eigenschaften und gutes Handling mit einer natürlich wirkenden Ästhetik. Durch einen feinteiligen anorganischen Füllstoff mit einer Primärteilchengröße von wenigen Nanometern wird eine besonders homogene Verteilung erzielt. Unerwünschte Lichtstreueffekte werden minimiert und höchste Brillanz und Transluzenz entsprechend dem natürlichen Vorbild gesichert.

Präpolymer, durch Monomer angequollen und in das Netzwerk einpolymerisiert vernetztes Monomer anorganischer Mikropartikel-Füllstoff, oberflächenfunktionalisiert, ins Polymernetzwerk einpolymerisiert

Durch einen Vergütungsprozess ist der anorganische Füllstoff oberflächenfunktio­ nalisiert und nimmt dadurch aktiv an der Polymerisation teil. Fest eingebaut in die erhaltene Netzwerkstruktur garantiert er die gewünschte Materialfestigkeit und ermöglicht eine optimale Oberflächenqualität. Die zusätzliche Verwendung eines speziell gefertigten Präpolymers sorgt für optimale Verarbeitungseigenschaften, sowie eine hochvernetzte Matrix und damit reduzierte Materialschrumpfung. Brillante Ästhetik Durch ihre hervorragenden lichtoptischen Eigenschaften sieht eine Restauration aus VITA VM LC einer Keramikverblendung zum Verwechseln ähnlich.

Zum Verwechseln ähnlich: Zahn 11 VITA VM LC, 21 - 22 VITA VM 13

Natürlich wirkende Ästhetik Die Reproduktion der natürlichen Fluoreszenz und Opaleszenz ist das Ziel für jeden ästhetischen Zahnersatz. Wie alle VITA VM Massen zeichnet sich auch VITA VM LC durch sein schmelzähnliches Lichtbrechungs- und Reflexionsverhalten aus. Die Aufnahme unter UV-Licht macht sichtbar: Fluoreszenz tritt bei natürlichen Zähnen punktuell in unterschiedlicher Stärke auf. Eine Vielzahl der VITA VM LC Massen enthält Pigmente, die den Restaurationen eine erstklassige Fluoreszenz verleihen. Der feinteilige anorganische Füllstoff verleiht VITA VM LC seine opaleszierende Wirkung. Diese zeigt sich besonders in den Schneidemassen.

Sehr gute Polierbarkeit Ein wichtiges Kriterium für den Zahntechniker, den Zahnarzt und den Patienten: Durch die besonders feine Verteilung der Mikropartikel ist die Oberfläche der Restauration sehr homogen und lässt sich leicht polieren. Die glatte Oberfläche der Restauration vermittelt dem Patienten ein angenehmes Gefühl und bietet dadurch einen hohen Tragekomfort. VITA VM LC bietet darüber hinaus folgende Vorteile: • optimale Verarbeitungseigenschaften für schnelle Ergebnisse • nachweislich sehr gute Farbstabilität und geringe Plaqueaffinität • breites Indikationsspektrum • hervorragende ästhetische Ergebnisse in einem ökonomischen Arbeitsaufwand • sichere Farbwiedergabe auch bei kritischen Platzverhältnissen • sichere Farbnahme und -reproduktion im VITA SYSTEM 3D-MASTER und bei VITA classical Farben

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Daten – Fakten Abrasionsfestigkeit Wie eine aktuelle Studie* durch Verschleißsimulation an Kunststoffverblendmaterialien belegt, zeichnet sich VITA VM LC Enamel im Vergleich zu Mitbewerberprodukten durch eine hohe Abrasionsfestigkeit aus.

Abrasionstiefe [µm] 40 41 42

*Quintessenz Zahntechnik 2010;36(8):1074-1082

43 44 45 Material A

VITA VM LC EN

Material B

Abrasionstiefe nach Verschleißsimulation (Diagramm VITA; Daten aus QZ 2010;36(8):1074-1082).

Farbstabilität und geringe Plaqueaffinität VITA VM LC ist aufgrund seines fest eingebundenen, feinteiligen Füllstoffs sehr homogen und lässt sich einfach polieren. Aufgrund seiner hohen Oberflächendichte, der geringen Wasseraufnahme und seiner geringen Oberflächenrauhigkeit weist VITA VM LC eine optimale Farbstabilität und eine geringe Plaqueaffinität auf. Materialtechnische Vorteile des Mikropartikel-Komposit Die mechanischen Eigenschaften von VITA VM LC sind optimal auf die Indikationsgebiete abgestimmt. Alle Anforderungen der internationalen Norm (DIN EN ISO 10477) werden problemlos erfüllt.

180 160 140 120 100 80 60 40 20 0

9000 8000 7000 6000 5000 4000 3000 2000 1000 0

Biegefestigkeit [MPa]

Biegefestigkeit / E-Modul Materialeigenschaften können nicht isoliert, sondern nur im Kontext mit anderen Eigenschaften bewertet werden. Es ist z. B. unerlässlich, die Biegefestigkeit in Beziehung zur Steifheit eines Materials zu setzen. Auskunft über die Steifheit eines Werkstoffes gibt das Elastizitätsmodul (E-Modul): Je höher der Wert, desto steifer ist das Material. Material A

VITA VM LC

Material B

Normwert

VITA VM LC überbietet in der Biegefestigkeit sowohl den Normwert als auch andere Vergleichsmaterialien. Bewusst verzichtet VITA VM LC auf das Erreichen höherer Werte, wie sie z. B. beim Referenzprodukt B zu finden sind. Setzt man die Biegefestigkeit in Beziehung zum E-Modul, so erhält man Auskunft über die Sprödigkeit. Besonders bei diesen Werten kann VITA VM LC auf ein optimales Verhältnis verweisen, d. h. dass bei sehr guter Biegefestigkeit das Material nicht spröde ist.

E-Modul [MPa]

Material A

VITA VM LC

Material B

VITAVM®LC – Physikalische Eigenschaften

Biegefestigkeit E-Modul Durchbiegung Schlagzähigkeit Anorg. Füllstoffgehalt

Wert ca. 120 MPa ca. 4000 MPa ca. 1,10 mm ca. 4,6 KJ/m2 45 – 48 Gew.-%

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Anwendungsbereich

VITA VM LC ist ein lichthärtendes Mikropartikel-Komposit zur extraoralen Anwendung bei festsitzenden und herausnehmbaren Restaurationen. Als Gerüstmaterial können diejenigen Legierungen und Kunststoffgerüstmaterialien verwendet werden, die laut ihren Herstellerangaben zur Verblendung mit Komposit geeignet sind. Zum Erreichen eines optimalen Haftverbundes zwischen Metall und Komposit ist der Alloy Primer von Kuraray von uns geprüft und freigegeben. Indikation: • Voll- und Teilverblendung von Metallgerüsten: Kronen, Brücken, Teleskopkronen, Implantatsuprakonstruktionen • Verblendung von Kunststoffgerüsten • Überschichten von Langzeitprovisorien aus VITA CAD-Temp • Individualisierung von VITA Kunststoffzähnen • metallfreie Kronen und 3-gliedrige Frontzahnbrücken als Langzeitprovisorium • Verblendung von Gerüsten aus bis zu 20 % keramisch gefülltem Polyetheretherketon (PEEK), wie z. B. BioHPP (bredent) als Langzeitprovisorium • Verblendung von Yttrium-teilstabilisierten ZrO2-Gerüsten (WAK ca. 10,5 · 10-6 · K-1) wie z. B. VITA In-Ceram YZ als Langzeitprovisorium • Inlays • Veneers Hinweis: Im Seitenzahnbereich müssen eine Mindeststärke der Verblendung von 1,5 mm in der Zentralfissur und eine störungsfreie Okklusion gewährleistet sein. Kontraindikation: • Okklusale Disfunktionen bzw. Parafunktionen wie z. B. Bruxismus

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Wissenswertes zur Lichthärtung

Wie funktioniert die Lichthärtung? Beim Bestrahlen mit Licht bestimmter Wellenlängen wird im Opaker oder im Komposit durch die darin enthaltenen Photoinitiatoren eine radikalische Polymerisation gestartet. Dabei werden die kurzkettigen Monomere zu einem Polymernetzwerk miteinander verknüpft. Gleichzeitig kommt es zum Einbau der speziell behandelten anorganischen Füllstoffe in dieses Netzwerk. Dadurch wird aus dem vorher plastischen, modellierbaren Komposit ein harter, unlöslicher Werkstoff. Was muss bei der Lichthärtung unbedingt beachtet werden? Die Photoinitiatoren können nur wirksam werden, wenn Licht der geeigneten Wellenlänge und ausreichender Intensität eingestrahlt wird. Die maximalen Schichtstärken dürfen nicht überschritten werden. Zur Polymerisation von VITA VM LC müssen die Geräte mit Lampen ausgerüstet sein, die Licht im Wellenlängenbereich von 350 nm bis 500 nm abstrahlen. Das Intensitätsmaximum der Lampen sollte bei 470 nm liegen. Es gibt verschiedene Lichtquellen, die für diesen Zweck eingesetzt werden: z. B. Leuchtstofflampen, Xenon-Stabblitzlampen und Halogenlampen. Die Polymerisationsreaktion läuft, wie alle chemischen Reaktionen, bei erhöhter Temperatur schneller ab. Leuchtstofflampen sind daher eher ungünstig, da ihre Wärmeabstrahlung minimal ist. Im Polymerisationsraum sind Temperaturen von 60 – 80 °C für eine schnelle und sichere Aushärtung vorteilhaft. Temperaturen über 120°C sind zu vermeiden. Die Folgen unzureichender Lichthärtung Ungenügende Aktivierung durch falsche oder gealterte Lampen führt zu fehlerhaften Netzwerken im Komposit. Fehlende mechanische Stabilität sowie mangelhafte Oberflächengüte führen zu frühzeitigem Versagen der Restauration. Die Folgen sind Abplatzungen und Sekundärverfärbungen. Dies kann durch eine regelmäßige Wartung der Lichtpolymerisationsgeräte durch den Zahntechniker vermieden werden. Bild 1 zeigt deutlich die Folgen unzureichender Lichthärtung: Die achtwöchige Lagerung der Restaurationen in Rotwein führt bei der vollständig auspolymerisierten Krone (Abb. links) zu kaum erkennbaren Verfärbungen. Die zu kurz polymerisierte (d.h. ungenügend auspolymerisierte) Krone (Abb. rechts) hingegen weist starke Verfärbungen auf.

Bild 1: links: vollständig auspolymerisiert, kaum Verfärbungen rechts: zu kurz polymerisiert, starke Verfärbungen

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Gerüstgestaltung und -vorbereitung Mikro-Retentionen steigern generell die Haftfestigkeit. Für hochgoldhaltige Legierungen sind sie zwingend notwendig. Generell sind die Angaben der jeweiligen Verbundsystem-Hersteller einzuhalten. Bei der Verblendung von Galvano-Sekundärteilen sind an den Tertiär- bzw. Suprakonstruktionen Mikro-Retentionen oder untersichgehende Zonen anzubringen.

Das Gerüst wird mit kreuzverzahnten Fräsen gemäß Legierungsherstellerangaben vorbereitet. Nicht zu verblendende Flächen – insbesondere Kauflächen – werden gummiert und poliert.

Die gesamten zu verblendenden Flächen werden – je nach Legierungstyp – mit 110 –250 µm Aluminiumoxid (Einwegstrahlmittel) bei 2,5 – 3,5 bar Druck gründlich abgestrahlt. Generell sind die Angaben der Legierungshersteller zu beachten.

Nach dem Abstrahlen wird das Metallgerüst gereinigt. Die Reinigung erfolgt ausschließlich mit abgeschiedener Druckluft (Wasserabscheider) oder mittels sauberem Pinsel. Nach der Reinigung erfolgt der Auftrag des Verbundsystems, z. B. Alloy Primer, Kuraray. Die Vorgehensweise erfolgt gemäß der aktuellen Verarbeitungsanleitung des jeweiligen Herstellers. Danach erfolgt direkt der Auftrag von PRE OPAQUE oder OPAQUE/OPAQUE PASTE. Kontakt mit Wasser und Feuchtigkeit ist unbedingt zu vermeiden! Bei Hautkontakt mit der Oberfläche ist erneut abzustrahlen.

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– Gerüstkonditionierung / Haftverbund Zum Erreichen eines optimalen Haftverbundes zwischen Metall und Komposit ist der Alloy Primer von Kuraray von uns geprüft und freigegeben.

Hinweis zur Verwendung anderer Verbundsysteme Folgende Verbundsysteme sind außerdem geeignet: – Heraeus Kulzer Signum Metal Bond I + II – GC Metalprimer II – Shofu M.L. Primer – 3M Espe Rocatec mit Espesil Die Vorgehensweise erfolgt gemäß der aktuellen Verarbeitungsanleitung des jeweiligen Herstellers. VITA VM LC lässt sich mit Haftverbundsystemen verarbeiten, die das Gerüstmaterial für den anschließenden Auftrag eines lichthärtenden Opakers auf Methacrylatbasis konditionieren. Vor dem Einsatz des Haftverbundsystems eines anderen Herstellers ist in jedem Fall dessen Eignung für die Verarbeitung mit VITA VM LC zu prüfen. Dies gilt auch für die oben aufgeführten Haftverbundsysteme. Für etwaige Schäden, die aus einer mangelnden Eignung von Haftverbundsystemen anderer Hersteller für die Verarbeitung mit VITA VM LC, sowie aus etwaigen Produktveränderungen oder Qualitätsmängeln des verwendeten Haftverbundsystems eines anderen Herstellers entstehen, übernehmen wir keine Haftung. Gleiches gilt für Schäden aus unsachgemäßer Handhabung oder Verarbeitung sowie etwaiger unsachgemäßer oder fehlerhafter Verarbeitungsanleitungen für Haftverbundsysteme anderer Hersteller. VITA VM BOND ist nicht geeignet als Verbundsystem mit dem neuen VITA VM LC OPAQUE PASTE und daher nicht mehr erhältlich.

Empfohlene Vorgehensweise bei Verwendung des Alloy Primer, Kuraray Metallgerüst wie beschrieben mit Aluminiumoxid sandstrahlen. Anschließende Reinigung des Gerüsts mit abgeschiedener Druckluft oder mit sauberem Pinsel. Hautkontakt und Kontakt mit Feuchtigkeit (z. B. Dampf) sind auszuschließen. Auftragen des Alloy Primers mit einem Schwämmchen oder Pinsel und mind. 1 Min trocknen lassen. Die Angaben der aktuellen Verarbeitungsanleitung des Herstellers sind zu beachten. Danach erfolgt direkt der Auftrag von VITA VM LC PRE OPAQUE oder OPAQUE PASTE / OPAQUE.

Sollen Polymerisation und Schichtung auf dem Modell durchgeführt werden, so ist der Gips mit VITA VM LC SEPARATOR zu isolieren. VITA VM LC SEPARATOR ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

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PRE OPAQUE – Verarbeitung PRE OPAQUE ist eine fließfähige Zusatzkomponente, die die Verbundfestigkeit bei Metallgerüsten mit und ohne Retentionen erhöht. Durch seine Lichtdurchlässigkeit härtet er schichtstärkenunabhängig und sogar in Schattenzonen mit wenig Licht optimal aus. Daher ist die Verwendung des PRE OPAQUE bei Retentionen besonders empfehlenswert. Ein weiterer Vorteil ist, dass er eine gleichmäßige Opakerschicht ermöglicht. PRE OPAQUE wird direkt nach dem Auftrag des Verbundsystems appliziert. Die benötigte Menge PRE OPAQUE auf einer Keramikanmischplatte dosieren. PRE OPAQUE ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

PRE OPAQUE wird mit einem Einmalpinsel auf das Gerüst aufgetragen. Eine dünne Schicht genügt um untersichgehende Bereiche gezielt aufzufüllen. Anschließend polymerisieren. Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten! Hinweis: Für einen optimalen Haftverbund zwischen PRE OPAQUE und Opaker die entstandene Dispersionsschicht nicht entfernen. Hautkontakt und Feuchtigkeit vermeiden. Für ein optimales Ergebnis muss unmittelbar nach der Polymerisation des PRE OPAQUE wahlweise OPAQUE oder OPAQUE PASTE aufgetragen werden. Beide Opaker weisen nach der Polymerisation eine geringe Schichtstärke von jeweils ca. 0,2 mm auf.

VITA VM LC CLEANER ist eine Reinigungslösung mit der Instrumente von nicht polymerisierten VM LC Materialien gesäubert werden können. Ausgehärtete Materialreste können mit VM LC OPAQUE LIQUID angelöst werden. VITA VM LC CLEANER ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

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OPAQUE PASTE – Verarbeitung Auftrag VITAVM®LC OPAQUE PASTE Die benötigte Menge OPAQUE PASTE in die Mulde einer schwarzen Anmischplatte geben. Hinweis: Die Spritze des lichtempfindlichen OPAQUE PASTE nach der Entnahme eine Umdrehung zurückdrehen und sofort wieder verschließen. Die Konsistenz des OPAQUE PASTE ist optimal eingestellt. OPAQUE LIQUID ist ausschließlich für die Verwendung mit OPAQUE Pulver geeignet und darf nicht zusammen mit OPAQUE PASTE verwendet werden. VITA VM LC OPAQUE PASTE ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

Der Pastenopaker wird in dünnen Schichten mit einem Einmalpinsel auf das Gerüst aufgetragen und nach jeder Schicht polymerisiert. Die erste Schicht wird nicht deckend – ähnlich einem Washopaker bei der Keramik – aufgetragen. Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten! Hinweis bei OPAQUE PASTE Auftrag ohne PRE OPAQUE: Eventuell durch Polymerisation heiß gewordenes Gerüst abkühlen lassen. OPAQUE PASTE kann sich verflüssigen und von den Retentionen abziehen. Es werden so viele dünne Schichten Pastenopaker aufgetragen (mind. 2), bis das Metall vollständig abgedeckt ist. Aufgrund seiner visko-elastischen Konsistenz hat OPAQUE PASTE eine optimale Standfestigkeit an Kanten und Retentionen. Zwischen den Polymerisationsschritten muss der OPAQUE PASTE auf der Anmischplatte dunkel abgedeckt werden. Zur farblichen Individualisierung können die Pastenopaker untereinander gemischt werden. Alternativ können PAINT Massen auf polymerisierten OPAQUE PASTE appliziert werden oder ab der zweiten Schicht eingemischt werden. Werden die PAINT Massen pur auf OPAQUE PASTE appliziert, so sind sie mit einer Handlampe zu fixieren. Anschließend OPAQUE PASTE Polymerisation 2x durchführen. Fertiges Gerüst mit VITA VM LC OPAQUE PASTE. Um einen optimalen Haftverbund zwischen Pastenopaker und Dentin zu gewährleisten, sollte unmittelbar nach der Polymerisation des Opakers weitergearbeitet werden. Sonst sollte das Gerüst vor Staub und Feuchtigkeit geschützt werden. Hinweis: Der ausgehärtete VITA VM LC OPAQUE PASTE muss eine glänzende Oberfläche mit leichter Dispersionsschicht aufweisen. Verschmutzung durch Staub und Kontakt mit Feuchtigkeit müssen vermieden werden. Zur optimalen Farbreproduktion bei konkav gestalteten Zwischengliedern wird empfohlen, diese zunächst mit BASE DENTINE auf das Niveau der nebenstehenden Kronengerüste zu bringen und anschließend das Material mit einer Endpolymerisation zu härten. Danach wird der Pastenopaker in 2-3 dünnen Schichten aufgetragen und polymerisiert. 11

OPAQUE Pulver – Verarbeitung Auftrag VITAVM®LC OPAQUE Zuerst wird das Liquid in die Mulde einer schwarzen Keramikanmischplatte dosiert. Dann wird das Pulver zugegeben und mit einem Kunststoffspatel für ca. 30 Sek. zu einer homogenen, dünnflüssigen Mischung angerührt. Mischungsverhältnis: 5 Tropfen Liquid mit 1 gestrichenen Messlöffel Pulver (ergibt ca. 4 Einheiten). Von der Benutzung eines Metallspatels ist abzuraten, da er Farbveränderungen hervorrufen kann. Hinweis: Die Flasche des lichtempfindlichen Liquids nach Entnahme sofort wieder verschließen. OPAQUE LIQUID ist ausschließlich für die Verwendung mit OPAQUE Pulver geeignet und darf nicht zusammen mit OPAQUE PASTE verwendet werden. VITA VM LC OPAQUE LIQUID ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

Hinweis: Um Verunreinigungen und ein vorzeitiges Polymerisieren des Opakers zu vermeiden wird die Verwendung einer schwarzen Anmischplatte mit Deckel empfohlen. Vor dem Auftrag des Opakers wird empfohlen den Pinsel zunächst mit OPAQUE LIQUID zu benetzen. Um eine vollständige Polymerisation zu erreichen, wird der Opaker in dünnen Schichten auf das Gerüst aufgetragen und nach jeder Schicht polymerisiert. Es werden so viele dünne Schichten Opaker aufgetragen (mind. 2), bis das Metall vollständig abgedeckt ist. Zwischen den Polymerisationsschritten muss der angemischte Opaker dunkel abgedeckt werden. Zur farblichen Individualisierung können COLOR OPAQUE verwendet werden. Hinweis: Die Opakerschicht muss vor dem Polymerisieren eine nass-glänzende Oberfläche aufweisen! Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten!

Fertiges Gerüst mit VITA VM LC OPAQUE. Um einen optimalen Haftverbund zwischen Opaker und Dentin zu gewährleisten, sollte unmittelbar nach der Opakerpolymerisation weitergearbeitet werden, sonst sollte das Gerüst vor Staub und Feuchtigkeit geschützt werden. Hinweis: Der ausgehärtete Pulveropaker VITA VM LC OPAQUE muss eine trockene und seidenmatte Oberfläche aufweisen. Verschmutzung durch Staub und Kontakt mit Feuchtigkeit müssen vermieden werden.

Zur optimalen Farbreproduktion bei konkav gestalteten Zwischengliedern wird empfohlen, diese zunächst mit BASE DENTINE auf das Niveau der neben­stehenden Kronengerüste zu bringen und anschließend das Material mit einer Endpolymerisation zu härten. Danach wird der Opaker in 2 – 3 dünnen Schichten aufgetragen und polymerisiert.

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BASIC-Schichtung VITA VM LC OPAQUE PASTE / OPAQUE

VITA VM LC ENAMEL

mit Verbundsystem vorbereitetes Metallgerüst

VITA VM LC PRE OPAQUE

VITA VM LC BASE DENTINE

Die VITA VM LC BASIC-Schichtung setzt sich nach dem Auftrag PRE OPAQUE, OPAQUE / OPAQUE PASTE aus BASE DENTINE und ENAMEL zusammen.

Der Anwender kann mit nur zwei Schichten eine natürlich wirkende Restauration mit lebendiger Ausstrahlung erzielen.

Die farbtragenden BASE DENTINE-Massen bilden die ideale Voraussetzung zur Gestaltung farblich intensiver Verblendungen. Insbesondere zur Reproduktion optimaler Farbergebnisse bei dünnen Wandstärken bietet diese Zwei-Schicht-Variante einen sicheren Lösungsweg.

Für eine optimale Farbreproduktion sollte die Mindestschichtstärke der Verblendung 0,5 mm nicht unterschreiten. Hinweis: Im Vergleich zur VITA VM Keramikschichtung wird ENAMEL bei VITA VM LC ausschließlich im inzisalen Bereich geschichtet. Für weniger transluzente Ergebnisse kann als Schneideersatz auch VM LC EE12 verwendet werden (ausgenommen Bleachfarben). Eine optimale Farbreproduktion im Zervikalbereich oder eine Intensivierung der Grundfarbe kann durch die Verwendung von CHROMA PLUS oder EFFECT LINER Massen unterstützt werden. Zur Individualisierung und Charakterisierung von VITA VM LC stehen das VM LC PROFESSIONAL KIT sowie das VM LC PAINT KIT zur Verfügung. Schichtung bei geringem Platzangebot siehe Seite 16. 13

BASIC-Schichtung Mit VITA VM LC OPAQUE oder OPAQUE PASTE vorbereitetes Gerüst zum Verblenden. Hinweis: Die Spritzen müssen sofort nach Entnahme der Massen verschlossen werden. VITA VM LC MODELLING LIQUID ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

Auftrag VITAVM®LC BASE DENTINE BASE DENTINE wird in der gewünschten Farbe vom Halsbereich ausgehend aufgetragen. Für den Schmelz ist ausreichend Platz zu schaffen und das BASE DENTINE analog dem Schichtungsschema entsprechend zu modellieren oder zu reduzieren. Bereits in diesem Stadium sollten Okklusion, Laterotrusion und Protrusion im Artikulator überprüft werden. Zur Intensivierung des Zahnhalsbereichs oder der Grundfarbe wird die Verwendung von CHROMA PLUS oder EFFECT LINER Massen empfohlen. Siehe auch Seite 16. Zuordnungstabelle auf Seite 28. Hinweis: Die VITA VM LC Massen (BD, EN, EE, NT, EL, CP, G) sind thixotrop eingestellt. Das bedeutet, dass sie durch leichtes Andrücken mit einem Instrument in ihrer Konsistenz weicher werden und je nach Wunsch, angepasst werden können. Dabei ist darauf zu achten, keine Luftblasen einzuarbeiten.

Auftrag VITAVM®LC ENAMEL Sparsame Ergänzung der Kronenform im oberen Drittel der Verblendfläche mit ENAMEL. Die Zuordnungstabellen für die ENAMEL-Massen finden Sie auf Seite 28. Anschließend Endpolymerisation. Zum leichteren Ausarbeiten, gerade in Interdentalbereichen bei Brücken, kann vor der Endpolymerisation VITA Oxyprevent Gel (Art.Nr. FOP3) aufgetragen werden. Dadurch wird die Inhibitionsschicht verringert. Das VITA Oxyprevent Gel nach der Endpolymerisation gründlich unter fließendem Wasser abspülen, anschließend ausarbeiten und polieren. Hinweise zur Polymerisation: Zur Fixierung der Massen während der Schichtung können Vorpolymerisationslampen verwendet werden. Wird während der Schichtung eine Schichtstärke von 2 mm erreicht, ist eine Endpolymerisation durchzuführen. Danach sollte direkt weitergeschichtet werden. Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten! Formkorrekturen während der Schichtung: Schleifkorrekturen werden nach einer Zwischen- oder Endpolymerisation mit feinverzahnten Hartmetallfräsen durchgeführt. Ergänzung mit der gewünschten Masse auf die gereinigte, mit MODELLING LIQUID benetzte Oberfläche. VITA VM LC MODELLING LIQUID kann das Schichten erleichtern, indem das Modellierinstrument mit etwas Liquid benetzt wird. Sparsam verwenden! Zusätzlich dient es zum Benetzen der Verblendmassen nach Schleifkorrekturen. Das Liquid darf nicht dazu verwendet werden, die Massen zu verdünnen. VITA VM LC MODELLING LIQUID ist ein Gefahrstoff. Hinweise auf Seite 34-35 beachten.

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BASIC-Schichtung Beschleifen und Polieren: Das Ausarbeiten erfolgt mit feinverzahnten Hartmetallfräsen bei einer Geschwindigkeit von 15.000 U/Min.

Von der Verwendung von Diamantschleifern wird generell abgeraten.

Anschließend wird mit einem geeigneten Silikonpolierer und einem Ziegenhaarbürstchen vorpoliert. Die Hochglanzpolitur erfolgt mit einem Poliermittel für Verblendkomposite und einem Woll-/ Lederschwabbel oder einem Filzrad. Übermäßige Wärmeentwicklung ist zu vermeiden. Hinweis: Eine sorgfältig durchgeführte Polymerisation und Politur sind unabdingbare Voraussetzung für ein optimales Ergebnis und verhindern die Bildung von Ablagerungen und die damit verbundenen Farbbeeinträchtigungen. Die fertige Arbeit auf dem Modell. Reinigung im Ultraschallgerät: Langes Verweilen der Arbeit im Ultraschallgerät kann die Qualität des Materials beeinträchtigen. Verweildauer im Ultraschallgerät: ca. 1min. Anteil der alkalischen Reinigungslösung: Max. 10%. Temperatur: Max. 40°C. Abdampfen stellt eine Hitze- und Druckbelastung dar und ist daher generell zu vermeiden. Korrekturen nach der Politur: Die Oberfläche muss mit einer feinverzahnten Hartmetallfräse angeraut und danach gründlich vom Schleifstaub gesäubert werden. Die vollständig trockene Oberfläche wird mit MODELLING LIQUID benetzt und anschließende Korrekturen mit BASE DENTINE oder ENAMEL durchgeführt. Wie beschrieben fertigstellen. VITA VM LC MODELLING LIQUID ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

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Schichtung bei geringem Platzangebot Mit VITA VM LC OPAQUE PASTE vorbereitetes Sekundärteil einer Cover Denture Prothese.

Auftrag Effektmassen Wegen des geringen Platzangebots wird zur Intensivierung der Grundfarbe EFFECT LINER in dünner Schichtstärke auf die gesamte Verblendfläche appliziert und fixiert. Bei freiliegenden Zervikalbereichen oder sehr chromatischen Zahnfarben ist die Verwendung der sehr intensiven CHROMA PLUS Massen empfehlenswert. Zuordnungstabellen EFFECT LINER und CHROMA PLUS siehe Seite 28.

Auftrag VITAVM®LC BASE DENTINE BASE DENTINE wird in der gewünschten Farbe vom Halsbereich ausgehend aufgetragen. Für den Schmelz ist ausreichend Platz zu schaffen und das BASE DENTINE analog dem Schichtungsschema entsprechend zu modellieren oder zu reduzieren. Bereits in diesem Stadium sollten Okklusion, Laterotrusion und Protrusion im Artikulator überprüft werden.

Auftrag VITAVM®LC ENAMEL Sparsame Ergänzung der Kronenform im oberen Drittel der Verblendfläche mit ENAMEL. Die Zuordnungstabellen für die ENAMEL-Massen finden Sie auf Seite 28. Anschließend Endpolymerisation. Polymerisationszeiten und -hinweise auf S 26-27 beachten. Die Ausarbeitung und Politur erfolgt analog der Basic Schichtung S. 15. Fertige Verblendung, vorbereitet zur Fertigstellung der Cover Denture Prothese.

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Individuelle Schichtung und GINGIVA Beispiel eines älteren Zahnes mit lebendiger Ausstrahlung und Tiefenwirkung. Dieser Zahn wurde mit BASE DENTINE, ENAMEL und individuellen Zusatzmassen geschichtet.

VITAVM®LC ENAMEL Zur Aufhellung der mesialen und distalen Bereiche

VITAVM®LC EFFECT ENAMEL Zur Erreichung einer bläulichtransluzenten Schneidepartie

EE9

VITAVM®LC BASE DENTINE eingefärbt mit PAINT Zur Gestaltung inzisaler Charakteristika und Verfärbungen

EE9 PT5, PT8 + BD

ENL

ENL

EE6

CP4

VITAVM®LC CHROMA PLUS Farbliche Intensivierung des Zervikalbereichs mit gelblichem Effekt

VITAVM®LC EFFECT ENAMEL Für eine rötlich-transluzente Verfärbung im zentralen und inzisalen Bereich

Die VITA VM LC GINGIVA Massen wurden speziell zur Wiederherstellung der ursprünglichen Zahnfleischsituation entwickelt. Das Farbspektrum der Gingiva Massen ermöglicht eine natürlich wirkende Zahnfleischreproduktion für Patienten aus allen Kulturkreisen.

VITA VM LC GINGIVA OPAQUE und GINGIVA OPAQUE PASTE eignen sich ausgezeichnet für die Abdeckung von Retentionen in der Teilprothetik – ohne Schlierenbildung!

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Inlay Präparationshinweise – kastenförmige Präparation ohne Federränder – die Kavitätenränder müssen im gesamten Verlauf im anätzbaren Schmelz liegen und sich außerhalb der Artikulationskontakte befinden – Mindesttiefe im Fissurengrund: 1,5 mm – Isthmus Mindestbreite: 2 mm – Mindestbreite der Approximalstufe: 1,5 mm – die gesamte Präparationsgestaltung erfolgt in Anlehnung an die Keramik Vorbereitung des Modells: Unterschnitte müssen zunächst ausgeblockt werden. Eine dünne Platzhalterschicht kann zusätzlich aufgetragen werden. Isolierung: Der Inlaystumpf wird mit SEPARATOR bis über die Präparationsgrenze hinaus behandelt. Der Arbeitsschritt muss 2 x wiederholt werden. VITA VM LC SEPARATOR ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

Schichtung: Aufbau des Inlaybodens mit BASE DENTINE Massen mit anschließender Polymerisation. Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten!

Ergänzung des Inlays zur kompletten Zahnform mit ENAMEL Massen. Die Zuordnungstabellen für die VITA VM LC ENAMEL-Massen finden Sie auf Seite 28. Es empfiehlt sich, die Fertigstellung sowie die Politur auf einem Duplikatstumpf durchzuführen. Vor der Inkorporation müssen sämtliche Innenflächen mit 50 – 110 µm Aluminiumoxid und geringem Druck abgestrahlt werden.

Fertiges Inlay. Zementierung : Für die Zementierung werden die aufeinander abgestimmten Komponenten des VITA LUTING SETs empfohlen. Dieses Set ermöglicht eine adhäsive Befestigung von Kompositrestaurationen und ätzbaren Keramikrestaurationen. Verarbeitungshinweise beachten.

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Veneer Präparationshinweise – Iabiale, anatomische Reduktion der Zahnhartsubstanz um 0,7– 1,0 mm – supragingivale Präparation – zervikal leicht abgerundete Schulter, parallel zum Gingivasaum – approximale Ränder im Sinne einer Hohlkehle, sattelförmige Umfassung – approximale, natürliche Kontaktpunkte erhalten – hohlkehlartige Umfassung der Schneide (1) oder inzisale Reduktion mit abgerundeter Kante (2), inzisale Mindeststärke des Veneers: 1 mm Vorbereitung des Modells: Unterschnitte müssen zunächst ausgeblockt werden. Zusätzlich kann eine dünne Platzhalterschicht aufgetragen werden. Isolierung: Der Stumpf wird mit SEPARATOR bis über die Präparationsgrenze hinaus behandelt. Der Arbeitsschritt muss 2 x wiederholt werden. VITA VM LC SEPARATOR ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

Schichtung: Aufbau mit BASE DENTINE Massen mit anschließender Polymerisation. Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten!

Ergänzung der Zahnform mit ENAMEL Massen. Die Zuordnungstabellen für die VITA VM LC ENAMEL-Massen finden Sie auf Seite 28. Es empfiehlt sich, die Fertigstellung sowie die Politur auf einem Duplikatstumpf durchzuführen. Vor der Inkorporation müssen sämtliche Innenflächen mit 50 – 110 µm Aluminiumoxid und geringem Druck abgestrahlt werden.

Fertig gestelltes Veneer. Zementierung : Für die Befestigung werden die optimal aufeinander abgestimmten Komponenten des VITA LUTING SETs empfohlen. Dieses Set ermöglicht eine adhäsive Befestigung von Kompositrestaurationen und ätzbaren Keramikrestaurationen. Verarbeitungshinweise beachten.

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Langzeitprovisorien: aus VITAVM LC - Verblendung von Zirkondioxidgerüsten, sowie Gerüsten aus PEEK Metallfreie Kronen und 3-gliedrige Brücken aus VITA VM LC Präparation: Für eine ausreichende Wandstärke an den Präparationsrändern ist eine ausgeprägte Hohlkehle notwendig. Vorbereitung des Modells: Unterschnitte müssen zunächst ausgeblockt werden. Isolierung: Der Stumpf wird mit VITA VM LC SEPARATOR bis über die Präparationsgrenze hinaus behandelt. Der Arbeitsschritt muss mindestens 2 x wiederholt werden. VITA VM LC SEPARATOR ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

Kappen und Zwischenglied in verkleinerter Zahnform aus BASE DENTINE modellieren. Die interdentalen Verbindungsstege müssen einen Mindestdurchmesser von 3,5 mm (10 mm2) haben. Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten!

Der labiale Aufbau des Zwischengliedes erfolgt mit BASE DENTINE bis zum labialen Schichtniveau der Kappen der Pfeilerzähne.

Die weitere Schichtung und Fertigstellung der gesamten Brücke erfolgt gemäß der VITA VM LC BASIC-Schichtung (siehe Seite 14).

Verblendung von Yttrium-teilstabilisierten ZrO2-Gerüsten (WAK ca.10,5 · 10-6 · K-1), wie z. B. VITA In-Ceram YZ Gerüst zur Verblendung vorbereiten. Nahere Hinweise finden Sie in der Verarbeitungsanleitung VITA In-Ceram YZ (Druck Nr. 1649). Zu verblendende Flächen mit mind. 50 µm Al2O3 und mit einem Druck < 2,5 bar sandstrahlen. Anschließend Gerüst mit wahlweise den folgenden Verbundsystemen konditionieren: – Signum zirconia bond, Heraeus Signum zirconia bond I und II gemäß den Angaben des Herstellers auftragen. Danach erfolgt direkt der Auftrag von VITA VM LC PRE OPAQUE oder OPAQUE PASTE / OPAQUE (siehe S. 11/12). – Clearfil Ceramic Primer, Kuraray Clearfil Ceramic Primer gemäß den Angaben des Herstellers auftragen. Anschließend ist zwingend der direkte Auftrag der Pasten VITA VM LC PRE OPAQUE oder VITA VM LC OPAQUE PASTE erforderlich um einen ausreichenden Haftverbund zu erreichen. Die weitere Schichtung und Fertigstellung der gesamten Verblendung erfolgt gemäß der VITA VM LC BASIC-Schichtung (siehe S. 14). Verblendung von Gerüsten aus bis zu 20% keramisch gefülltem Polyetheretherketon (PEEK) Herstellung des Gerüsts, z. B. aus BioHPP (bredent), gemäß den Angaben des Herstellers. Zu verblendende Flächen mit 130 µm Al2O3 (Druck 2,5-3,5 bar) sandstrahlen. Anschließend die Verblendflächen mit visio.link (bredent) laut Herstellerangaben konditionieren. Danach erfolgt direkt der Auftrag von VITA VM LC PRE OPAQUE oder OPAQUE PASTE / OPAQUE (siehe S. 11/12). Die weitere Schichtung und Fertigstellung der gesamten Verblendung erfolgt gemäß der VITA VM LC BASIC-Schichtung (siehe S. 14).

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Überschichten von VITA CAD-Temp Um eine noch höhere Ästhetik zu erzielen, können Langzeitprovisorien aus VITA CAD-Temp insbesondere im Transpa-Bereich von Frontzahnversorgungen oder im vestibulären Bereich von Seitenzahnversorgungen mit VITA VM LC farblich individualisiert werden. Bereits bei dünnen Schichten von VITA VM LC sind sehr gute Resultate zu erreichen. Zum Überschichten steht das VITA VM LC CREATIVE KIT zur Verfügung.

Bei der Cut-Back Technik ist das gezielte Anschleifen bzw. die Reduktion der Grenzbereiche die Voraussetzung für einen fließenden Übergang zwischen dem VITA CAD-Temp Provisorium und VITA VM LC.

Um einen sicheren Verbund zwischen VITA CAD-Temp und VITA VM LC zu gewährleisten, sind hierfür feinverzahnte Hartmetallfräsen zu verwenden.

Hinweis: Maximale Reduktion von VITA CAD-Temp, um eine ausreichende Stabilität des Provisoriums zu gewährleisten: Bei Frontzahn-Provisorien im Transpa-Bereich: max. 0,5 mm. Bei Seitenzahn-Provisorien im vestibulären Bereich: max. 0,3 mm.

VITA CAD-Temp

VITA VM LC ENAMEL

Die beschliffene Oberfläche muss sorgfältig gereinigt und mit VITA VM LC MODELLING LIQUID benetzt werden, um einen sicheren Verbund zum VITA CAD-Temp Basismaterial zu erzielen. Das Überschichten wird erleichtert, indem das Modellierinstrument mit etwas VITA VM LC MODELLING LIQUID benetzt wird. Sparsam verwenden. Hinweis: Das Liquid darf nicht dazu verwendet werden, die Massen zu verdünnen. VITA VM LC MODELLING LIQUID ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

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Überschichten von VITA CAD-Temp Je nachdem, welche Art der Individualisierung erwünscht ist, wird die passende Farbe eingelegt: Hierzu stehen zehn verschiedene VITA V M LC PAINT Massen zur Verfügung. Zur Fixierung der Massen ist eine Zwischenpolymerisation durchzuführen. Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten! Hinweis: VITA VM LC PAINT darf nicht an der Oberfläche liegen und muss mit Dentin- oder Schmelzmassen vollständig abgedeckt sein. Beim Applizieren der Massen sind Lufteinschlüsse unbedingt zu vermeiden.

Sparsame Ergänzung im oberen Drittel der Verblendfläche (Transpa-Bereich bzw. Vestibulär-Bereich) mit VITA VM LC ENAMEL, EFFECT ENAMEL oder NEUTRAL. Zwischenpolymerisationen können jederzeit während der Schichtung durchgeführt werden. Anschließend Endpolymerisation. Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten!

Für alle Formkorrekturen während der Individualisierung sind feinverzahnte Hartmetallfräsen zu verwenden.

Politur Anschließend wird mit einem geeigneten Silikonpolierer und einem Ziegenhaarbürstchen vorpoliert. Die Hochglanzpolitur erfolgt mit einem Poliermittel für Verblendkomposite und einem Woll-/ Lederschwabbel oder einem Filzrad. Übermäßige Wärmeentwicklung ist zu vermeiden. Hinweis: Eine sorgfältig durchgeführte Polymerisation und Politur sind unabdingbare Voraussetzung für ein optimales Ergebnis und verhindern die Bildung von Ablagerungen und damit verbundene Farbbeeinträchtigungen.

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Überschichten von VITA CAD-Temp Reinigung Langes Verweilen der fertigen Arbeit im Ultraschallgerät kann die Qualität des Materials bzw. den Verbund von VITA VM LC mit VITA CAD-Temp beeinträchtigen. Verweildauer im Ultraschallgerät: ca. 1 min. Anteil der alkalischen Reinigungslösung: Max. 10 %. Temperatur: Max. 40 °C. Abdampfen stellt eine Hitze- und Druckbelastung dar und sollte daher generell vermieden werden.

Fertiggestelltes, mit VITA VM LC individualisiertes Brückenprovisorium aus VITA CAD-Temp auf dem Arbeitsmodell.

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Individualisierung von VITA Kunststoffzähnen Mit VITA VM LC Massen lassen sich VITA Kunststoffzähne mit einem geringen Zeitaufwand so umgestalten, dass die lebendige Oberflächenstruktur und die Grundform der Zähne erhalten bleibt. So ist eine patientengerechte Ästhetik durch einfache, leicht nachvollziehbare Charakterisierungen möglich. Für Individualisierungen im inzisalen Bereich wird der VITA KunststoffFrontzahn von palatinal reduziert. Dadurch bleibt die Struktur der Labialfläche erhalten – das nachträgliche, zeitaufwändige Herausarbeiten eines natürlichen Oberflächenreliefs entfällt. Dabei ist zu beachten, dass je dünner die verbleibende Schichtstärke ist, desto intensiver wirken die später eingelegten Massen. Ausreichendes Anschleifen der Grenzbereiche ist die Voraussetzung für einen fließenden Übergang zwischen den Kunststoffzähnen und VITA VM LC. Als Schleifkörper werden feinverzahnte Hartmetallfräsen verwendet. Die beschliffene Oberfläche wird sorgfältig gereinigt und mit VITA VM LC MODELLING LIQUID benetzt. MODELLING LIQUID ist ein Gefahrstoff. Hinweise Seite 34-35 beachten.

Je nachdem, welche Art der Individualisierung erzielt werden soll, wird die passende Farbe eingelegt: Hierzu stehen zehn verschiedene VITA VM LC PAINT Massen zur Verfügung. Zur Fixierung der Massen ist eine Zwischenpolymerisation durchzuführen. Um eine optimale Applikation zu gewährleisten, wird eine dünne Schicht WINDOW aufgetragen. Hinweis: VITA VM LC PAINT und WINDOW Massen dürfen nicht an der Oberfläche liegen. Sie müssen vollständig mit Dentinoder Schmelzmassen abgedeckt werden. Beim Applizieren der Massen sind Lufteinschlüsse unbedingt zu vermeiden.

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Individualisierung von VITA Kunststoffzähnen Die Zahnform wird mit ENAMEL, EFFECT ENAMEL oder NEUTRAL Massen ergänzt und polymerisiert. Polymerisationszeiten und -hinweise auf Seite 26-27 beachten!

Nach der Endpolymerisation wird mit geeigneten Schleifkörpern ausgearbeitet und poliert.

Die fertige Arbeit. Hinweis: Zur Individualisierung und Charakterisierung von VITA Kunststoffzähnen und VITA CAD-Temp stehen das VM LC CREATIVE KIT sowie das VM LC PAINT KIT zur Verfügung.

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Polymerisation Firma Gerät

Polymerisation Polymerisation PRE OPAQUE OPAQUE Pulver OPAQUE PASTE

Zwischenpolymerisation bis max. 1,5 mm

Endpolymerisation und Zwischenglieder bis max. 2 mm

Hinweise

Bredent Brelux Power Unit

180 Sek.

360 Sek.

180 Sek.

360 Sek.

OPAQUE Pulver: COLOR OPAQUE CO 1-3 und GINGIVA OPAQUE müssen 2 x 360 Sek. polymerisiert werden.

4 Min. (Drehteller am Geräteboden platziert) Verwendung PRE OPAQUE empfehlenswert.

2 Min. (Drehteller in ca. 3 cm Höhe über Geräteboden platziert)

6 Min. (Drehteller am Geräteboden platziert)

10 Min. (Drehteller am Geräteboden platziert)

Halogenlampe 275 Watt

7 Min. Pro Schicht 1 x 7 Min., davon 10 sec. Vakuum

OPAQUE A1-D3, OM1-5M3: Pro Schicht 1 x 7 Min., davon 10 sec. Vakuum

2 x 7 Min. davon 10 sec. Vakuum

2 x 7 Min. davon 10 sec. Vakuum

OPAQUE Pulver: Bitte beachten Sie die längeren Polymerisationszeiten für COLOR & GINGIVA OPAQUE. Zur Vermeidung von Blasen muss der Opaker dünn aufgetragen werden.

DeguDent / Dentsply Triad 2000

Espe Visio Beta

COLOR & GINGIVA OPAQUE: Pro Schicht 2 x 7 Min., davon 10 sec. Vakuum

Hager & Werken Speed-Labolight

3 Min.

5 Min.

5 Min.

10 Min.

Objekt muss im Lichtkegel im Zentrum der Kammer erhöht platziert werden. Das Objekt darf nicht am Boden liegen! Lampen: 8 x Osram Dulux S 9W/71 1 x Halogen Osram HLX 15 V/150 W

Dentacolor XS

90 Sek.

180 Sek.

90 Sek.

2 x 180 Sek.

UniXS

90 Sek.

2 x 180 Sek.

90 Sek.

2 x 180 Sek.

Objekt muss im Zentrum der Kammer erhöht platziert werden. Das Objekt darf nicht am Boden liegen!

Heraflash

90 Sek.

2 x 180 Sek.

90 Sek.

3 x 180 Sek.

HiLite Power

90 Sek.

2 x 180 Sek.

90 Sek.

3 x 180 Sek.

Heraeus Kulzer

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Polymerisation Firma Gerät

Polymerisation Polymerisation PRE OPAQUE OPAQUE Pulver OPAQUE PASTE

Zwischenpolymerisation bis max. 1,5 mm

Endpolymerisation und Zwischenglieder bis max. 2 mm

Hinweise

Ivoclar Vivadent Lumamat 100

Heizstufe 0 VB = 0 VG = 3:00 Min (BP = 3:00 Min)

Heizstufe 1 VB = 0 VG = 2:00 Min (BP = 3:40 Min)

Heizstufe 1 VB = 0 VG = 4:30 Min (BP = 6:10 Min)

Heizstufe 3 VB = 0 VG = 7:00 Min (BP = 10:10 Min)

Die Zeiten und Heizstufen müssen selbst programmiert werden!

3 Min.

10 Min.

10 Min.

15 Min.

Objekt muss im Zentrum der Kammer erhöht platziert werden. Das Objekt darf nicht am Boden liegen!

Solidilite EX

3 Min.

10 Min.

10 Min.

15 Min.

Objekt muss im Lichtkegel, im Zentrum der Kammer platziert werden! Das Objekt darf nicht am Boden liegen.

Solidilite V

3 Min.

5 Min.

10 Min.

15 Min.

3 Min.

5 Min.

5 Min.

10 Min.

VB = Vorbelichtung VG = Vergütungsprozess BP = resultierende Belichtungszeit

Schütz Dental Spectra LED

Shofu Dental

Sirio Dental SR 620 Sibari

Polymerisationshinweise Die auf Seite 26-27 angegebenen Werte beziehen sich selbstverständlich nur auf einwandfrei funktionierende Geräte. Bei lichthärtenden Kompositen hängt das Polymerisationsergebnis sehr stark von der Leistung des verwendeten Gerätes ab. (siehe S. 7 „Wissenswertes zur Lichthärtung“) Unsere anwendungstechnischen Empfehlungen für die Polymerisation (unabhängig davon, ob sie mündlich, schriftlich oder im Wege praktischer Anleitungen erteilt werden) beruhen auf zahlreichen eigenen Erfahrungen und Versuchen. Dennoch können diese Angaben nur als Richtwerte für den Anwender angesehen werden. Sollte das Polymerisationsergebnis nicht dem unter optimalen Bedingungen zu erzielenden Ergebnis entsprechen, ist das Polymerisationsgerät hinsichtlich Lampenfunktion und Betriebsdauer, sowie Verschmutzung zu überprüfen. Die Wartungshinweise der Gerätehersteller sind zu beachten.

Objekt muss im Lichtkegel, im Zentrum des Drehtellers platziert werden! Verblendflächen müssen nach außen zeigen.

Hinweise zur Polymerisation: • Zur Fixierung der Massen während der Schichtung, können zusätzliche Vorpolymerisationslampen verwendet werden. • Zwischenpolymerisationen können jederzeit während der Schichtung durchgeführt werden. Zwingend erforderlich sind sie jedoch nur dann, wenn während der Schichtung beschliffen werden soll. • Wird während der Schichtung eine Schichtstärke von 2 mm erreicht, ist eine Endpolymerisation durchzuführen. • Nach der Polymerisation kann bei Erhalt der Dispersionsschicht direkt weitergeschichtet werden. • Zur vollständigen Aushärtung bei mehrgliedrigen Konstruktionen ist eine zusätzliche Polymerisation der Interdentalräume (Schattenzonen) erforderlich. • Die Position des Objektes muss dementsprechend ausgerichtet werden. • Zum leichteren Ausarbeiten, gerade in Interdentalbereichen bei Brücken, kann vor der Endpolymerisation VITA Oxyprevent Gel (Art.Nr. FOP3) aufgetragen werden. Dadurch wird die Inhibitionsschicht verringert. Das VITA Oxyprevent Gel nach der Endpolymerisation gründlich unter fließendem Wasser abspülen, anschließend ausarbeiten und polieren. 27

Zuordnungstabellen und Zusatzmassen Die Zuordnungen dienen lediglich zur Orientierung. VITA SYSTEM 3D-MASTER

OPAQUE

OPAQUE PASTE

EFFECT LINER

CHROMA PLUS

ENAMEL

0M1 1M1 1M2 2L1.5 2L2.5 2M1 2M2 2M3 2R1.5 2R2.5 3L1.5 3L2.5 3M1 3M2 3M3 3R1.5 3R2.5 4L1.5 4L2.5 4M1 4M2 4M3 4R1.5 4R2.5 5M1 5M2 5M3

OP 0M1 OP 1M1 OP 1M2 OP 2L1.5 OP 2L2.5 OP 2M1 OP 2M2 OP 2M3 OP 2R1.5 OP 2R2.5 OP 3L1.5 OP 3L2.5 OP 3M1 OP 3M2 OP 3M3 OP 3R1.5 OP 3R2.5 OP 4L1.5 OP 4L2.5 OP 4M1 OP 4M2 OP 4M3 OP 4R1.5 OP 4R2.5 OP 5M1 OP 5M2 OP 5M3

– OP 1M1 OP 1M2 OP 2L1.5 – OP 2M1 OP 2M2 OP 2M3 – – OP 3L1.5 – – OP 3M2 OP 3M3 – OP 3R2.5 – – – OP 4M2 – – – – – –

EL2 EL2 EL4 EL6 EL4 EL2 EL4 EL4 EL2 EL4 EL6 EL4 EL6 EL3 EL3 EL6 EL3 EL3 EL3 EL3 EL3 EL3 EL3 EL3 EL3 EL3 EL3

– CP1 CP1 CP2 CP2 CP2 CP2 CP2 CP2 CP2 CP2 CP3 CP2 CP3 CP3 CP2 CP3 CP5 CP3 CP5 CP5 CP4 CP5 CP4 CP5 CP5 CP5

ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL ENL END END END END END END END END END END

VITA classical A1–D4 Farben

OPAQUE

OPAQUE PASTE

EFFECT LINER

CHROMA PLUS

ENAMEL

A1 A2 A3 A3.5 A4 B2 B3 B4 C1 C2 C3 C4 D2 D3 D4

OP A1 OP A2 OP A3 OP A3.5 – – OP B3 – – – – – – OP D3 –

OP A1 OP A2 OP A3 OP A3.5 OP A4 OP B2 OP B3 OP B4 OP C1 OP C2 OP C3 OP C4 OP D2 OP D3 OP D4

– EL3 EL3 EL3 EL3 EL6 EL4 EL3 EL6 EL6 EL6 EL3 EL3 EL3 EL3

CP1 CP4 CP4 CP4 – CP2 CP3 CP3 CP5 CP5 CP5 CP5 CP2 – CP2

ENL ENL ENL END END ENL END END END ENL END END END END END

VITAVM®LC COLOR OPAQUE – farbintensive Pulver-Opakermassen zur Charakterisierung, besonders bei dünnen Wandstärken – nicht zur Verwendung mit OPAQUE PASTE geeignet

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CO1 CO2 CO3

gold brown lilac

orange braun lila

CO1

Die EFFECT LINER und CHROMA PLUS Massen können auch untereinander gemischt werden. Dabei ist darauf zu achten keine Luftblasen einzuarbeiten.

COLOR OPAQUE VITAVM®LC

ivory almond moccasin caramel burlywood

elfenbein beige helles orange-braun orange grün-braun

VITAVM®LC EFFECT LINER – zur Unterstützung und Intensivierung der Grundfarbe universell einsetzbar – im Zahnhals- und Dentinbereich einsetzbar

EL2 EL3 EL4 EL5 EL6

cream tabac golden fleece papaya sesame

beige braun gelb orange grün-gelb

VITAVM®LC EFFECT ENAMEL – können für alle Schmelzbereiche des natürlichen Vorbildes verwendet werden – universell einsetzbare transluzente Schmelzeffekt-Massen – zur Erzielung einer natürlichen Tiefenwirkung

EE2 EE3 EE6 EE9 EE12

pastel misty rose navajo water drop warm grey

pastel rosa transluzent* rötlich transluzent** bläulich transluzent*** gräulich-beige

VITAVM®LC PAINT

PT1 PT3 PT5 PT8 PT9 PT12 PT13 PT15 PT17 PT19

birch sun kiss gold earth almond burnt clay redwood shak brown stone niagara fumo 2

weiss gelb helles orange-braun mandel grünbraun bordeaux grau kastanienbraun blau hellbraun

VITAVM®LC GINGIVA OPAQUE / OPAQUE PASTE – zur Abdeckung des Metallgerüsts vor dem Auftrag von GINGIVA-Massen

GOL

light flesh

hellrosa

VITAVM®LC GINGIVA – zur Wiederherstellung der ursprünglichen Zahnfleischsituation

G1 G2 G4 G5

rose nectarine rosewood cherry brown

altrosa orangerosa braunrot schwarzrot

VITAVM®LC WINDOW – niederviskose Masse zur individuellen Veränderung der Farbintensität bei den PAINT-Massen – WINDOW darf aufgrund des geringen Füllstoffanteils nicht an der Oberfläche liegen

WIN

transparent

EFFECT LINER VITAVM®LC

EFFECT ENAMEL VITAVM®LC

GOL

PT1

*** für Verfärbungen im Zervikal- und/ oder Schmelzbereich *** für Verfärbungen besonders bei älteren Zähnen ***zur Unterlegung im Schmelzbereich für bläuliche Schneidepartien

PAINT VITAVM®LC

GINGIVA OPAQUE VITAVM®LC

G1

GINGIVA VITAVM®LC

WIN

– niederviskose Massen für Farbeffekte und individuelle Charakteristika wie z. B. Kalzifikationen, Schmelzrisse und Nikotinverfärbungen – VITA VM LC PAINT Massen dürfen aufgrund des geringen Füllstoffanteils nicht an der Oberfläche liegen – zur Individualisierung von OPAQUE PASTE

CHROMA PLUS VITAVM®LC

EL2

CP1 CP2 CP3 CP4 CP5

EE3

VITAVM®LC CHROMA PLUS – sehr farbintensive Massen – dünn aufgetragen unterstützen sie die Farbe im Zahnhalsbereich – farblich optimal auf 3D-MASTER Farben abgestimmt

CP1

Zusatzmassen

WINDOW VITAVM®LC

29

– optimal verpackt

Die neue Drehkolbenspritze wurde speziell für VITA VM LC entwickelt. Aufgrund des geprüften, lichtdichten Spezialkunststoffs und ihrer absoluten Luftdichtigkeit wird die hohe Qualität der Massen beibehalten.

Mit dem Drehkolben lässt sich VITA VM LC gezielt dosieren, so dass genau die Menge entnommen werden kann, die benötigt wird. Nach Entnahme des Materials den Drehkolben eine ganze Umdrehung zurückdrehen, um ein Nachlaufen zu vermeiden.

Der Klick-Deckel sorgt für ein sicheres Verschließen und durch ihre spezielle Formgebung liegt die Spritze sicher auf dem Arbeitsplatz ohne zu rollen.

30

Sortimente

VITAVM®LC BASIC KIT*/** Basissortiment für die BASIC-Schichtung Stück

Inhalt

1 11

3g 3g

15

10 g

26 2 1 1 5 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

4g 4g 4g 2g 4g 5 ml 50 ml 10 ml 30 ml – – Pckg. – – – – –

Material PRE OPAQUE OPAQUE PASTE 1M1, 1M2, 2L1.5, 2M1, 2M2, 2M3, 3L1.5, 3M2, 3M3, 3R2.5, 4M2 OPAQUE 2L2.5, 2R1.5, 2R2.5, 3L2.5, 3M1, 3R1.5, 4L1.5, 4L2.5, 4M1, 4M3, 4R1.5, 4R2.5, 5M1, 5M2, 5M3 BASE DENTINE 1M1– 5M3 ENAMEL ENL, END NEUTRAL NT WINDOW WIN CHROMA PLUS CP1-CP5 OPAQUE LIQUID CLEANER MODELLING LIQUID SEPARATOR Anmischplatte, schwarz Pinselhalter Einmalpinselspitzen, 50 Stck. Messlöffel Anrührspatel VITA VM Farbmusterschiene „Individual“ VITA Toothguide 3D-MASTER Verarbeitungsanleitung

* Mit reduziertem Farbsortiment als BASIC KIT SMALL 3D-MASTER erhältlich. ** Auch als BASIC KIT classical und BASIC KIT SMALL classical in den A1–D4 Farben erhältlich. Je nach Land alle BASIC KITs zusätzlich mit 1 x 5 ml Kuraray Alloy Primer.

VITAVM®LC PROFESSIONAL KIT Für natürliche Effekte und Charakteristiken Stück

Inhalt

5 5

4g 4g

1



Material EFFECT LINER EL2-EL6 EFFECT ENAMEL EE2, EE3, EE6, EE9, EE12 VITA VM Farbmusterschiene „Individual”

VITAVM®LC PAINT KIT Farbintensive Massen Stück

Inhalt

10

2g

1 1

2g –

Material PAINT PT1, PT3, PT5, PT8, PT9, PT12, PT13, PT15, PT17, PT19 WINDOW WIN VITAVM Farbmusterschiene „Individual“

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Sortimente

VITAVM®LC GINGIVA KIT Natürlich wirkende Zahnfleischmassen Stück

Inhalt

4 1 1

4g 3g –

Material GINGIVA G1, G2, G4, G5 GINGIVA OPAQUE PASTE GOL VITA VM Farbmusterschiene „Individual“

VITAVM®LC CREATIVE KIT Zur Individualisierung von VITA Kunststoffzähnen / CAD-Temp Stück

Inhalt

Material

4 1 2 1 1 1 1 1 1

2g 2g 4g 4g 4g 10 ml – Pckg. –

PAINT PT1, PT5, PT15, PT17 WINDOW WIN EFFECT ENAMEL EE6, EE9 NEUTRAL NT ENAMEL ENL MODELLING LIQUID Pinselhalter Einwegpinselspitzen, 10 Stück Verarbeitungsanleitung

VITAVM®LC INLAY/ VENEER KIT* Für metallfreie Restaurationen Stück

Inhalt

6

4g

1 1 1 6 1

4g 10 ml 30 ml – –

Material BASE DENTINE 1M2, 2M2, 3M3, 2L1.5, 3R2.5, 3L2.5 ENAMEL ENL MODELLING LIQUID SEPARATOR Farbmusterstäbchen Verarbeitungsanleitung

* auch als INLAY/ VENEER KIT classical in den Farben A1, A2, A3, A3.5, B3, D3 erhältlich

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Hinweise und Pflegeanleitung

Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz, Umweltschutz

Bei der Arbeit geeignete Schutzbrille/Gesichtsschutz, Schutzhandschuhe und Schutzkleidung tragen. Unter Absaugung arbeiten. Berührung mit der Haut vermeiden. Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Berührung mit der Haut sofort abwaschen mit viel Wasser. Wassergefährdende Produkte nicht in die Kanalisation/Umwelt gelangen lassen.

Lagerhinweise Nicht über 25°C lagern. Nicht direktem Sonnenlicht aussetzen

Eine kühle Lagerung von Kompositen ist generell empfehlenswert. Um die Pastenmaterialien in Spritzen optimal zu lagern, ist es empfehlenswert diese dicht verschlossen bei 5 – 7 °C in einem geeigneten Kühlschrank aufzubewahren. Damit die Pasten langsam ihre einwandfreie Verarbeitungskonsistenz erhalten, ca. ein Stunde vor Gebrauch bei Raumtemperatur liegen lassen. Erst zum Gebrauch die Behältnisse öffnen!

Erklärung der Kennzeichnungen auf der Verpackung

LOT

Symbol für „Chargenbezeichnung“ Symbol für „Verwendbar bis“ Achtung! Begleitdokumente beachten.

Pflegeanleitung für herausnehmbaren Zahnersatz aus VITA VM LC • Die Prothese sollte nach jeder Mahlzeit mit Wasser abgespült und mindestens 1 x täglich mechanisch gereinigt werden. • Für die mechanische Reinigung die Prothese über einem mit Wasser gefülltem Waschbecken von allen Seiten reinigen. • Die Reinigung erfolgt mit einer weichen oder mittelharten Zahnbürste oder Prothesenbürste und wenig abrasiver Zahncreme. • Häufiger Konsum von Kaffee, Tee, Nikotin und auch in Ausnahmefällen Medikamenten können Verfärbungen verursachen. Dann sollte eine Reinigung vermehrt erfolgen. • Von der Verwendung von Reinigungstabletten oder Reinigungslösungen wird dringend abgeraten. Die Wirkstoffe greifen die Materialoberflächen an und bewirken so Verfärbungen und Plaqueanlagerungen.

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Hinweise Folgende Produkte sind kennzeichnungspflichtig : VITAVM®LC MODELLING LIQUID (Enthält Triethylenglycoldimethacrylat)

Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenreizung. Kann die Atemwege reizen. Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

VITAVM®LC SEPARATOR (Enthält Cyclohexan, Toluol, Methyltriacetoxysilan)

Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar. Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen. Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition. Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein. Verursacht schwere Augenschäden. Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. Verursacht Hautreizungen. Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.

VITAVM®LC CLEANER

Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.

VITAVM®LC OPAQUE PASTE VITAVM®LC GINGIVA OPAQUE PASTE (Enthält 2-Dimethylaminoethylmethacrylat)

Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenreizungen. Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

VITAVM®LC OPAQUE LIQUID (Enthält Methylmethacrylat, Ethylenglycoldimethacrylat, 2-Dimethylaminoethylmethacrylat)

Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar. Verursacht Hautreizungen. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Kann die Atemwege reizen.

VITAVM®LC BASE DENTINE, ENAMEL, EFFECT ENAMEL, NEUTRAL, GINGIVA (Enthält 2-Dimethylaminoethylmethacrylat, Triethylenglycoldimethacrylat)

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Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenreizungen. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Hinweise Folgende Produkte sind kennzeichnungspflichtig : VITAVM®LC PAINT (Enthält 2-Dimethylaminoethylmethacrylat, Triethylenglycoldimethacrylat)

Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenreizungen. Kann allergische Reaktionen hervorrufen. Schädlich für Wasserorganismen mit langfristig schädlicher Wirkung.

VITAVM®LC CHROMA PLUS, EFFECT LINER (Enthält 2-Dimethylaminoethylmethacrylat)

Kann allergische Reaktionen hervorrufen. Schädlich für Wasserorganismen mit langfristig schädlicher Wirkung.

VITAVM®LC WINDOW (Enthält 2-Dimethylaminoethylmethacrylat)

Schädlich für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

VITAVM®LC PRE OPAQUE (Enthält 2-Dimethylaminoethylmethacrylat)

Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Entsorgung: Auf sachgemäße Entsorgung achten. Entsorgung gemäß den behördlichen Vorschriften. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte jeweils den Sicherheitsdatenblättern!

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Fragen & Antworten Warum verbessert der PRE OPAQUE den Haftverbund?

Warum hat VM LC OPAQUE PASTE diese besondere Konsistenz?

Durch seine Transparenz härtet PRE OPAQUE schichtstärkenunabhängig auch in Schattenzonen mit wenig Licht optimal aus.

Die Konsistenz des Pastenopakers wurde gezielt als eine sogenannte visko-elastische Flüssigkeit eingestellt. OPAQUE PASTE hat dadurch eine optimale Standfestigkeit an Retentionen und Kanten.

Im Detail: Nach dem Sandstrahlen ist die Legierungsoberfläche gereinigt und weist unzählige feinster Poren und Unebenheiten auf. Der PRE OPAQUE ist so fließfähig eingestellt, dass er diese feinen Poren auffüllt. Auf Grund der Transparenz dringt während der Polymerisation im Lichthärtungsgerät ausrei­chend Strahlung bis in diese Poren und eine harte Netzwerkstruktur bildet sich aus. So aufgefüllt wirken die Poren wie Verankerungen, ganz analog zu der Wirkung von makroskopischen Retentionen. Auch für den OPAQUE PASTE erfolgt diese zusätzliche Verankerung. Der transparente PRE OPAQUE bietet den Vorteil, dass schichtstärkenunabhängig ein optimales Ergebnis erzielt wird und macht die Anwendung damit gerade in untersichgehenden Zonen oder Schattenbereichen noch sicherer.

Im Detail: In Ruhe besitzt der Pastenopaker Gel-Charakter, d. h. die Fließeigenschaften sind stark eingeschränkt. Dies ist auf den Ausbau einer feinen Struktur im Mikrobereich zurückzuführen. Beim Verstreichen mit dem Pinsel wird diese Mikrostruktur mühelos zerstört und die Paste verhält sich wie eine viskose Flüssigkeit, die optimal verteilt werden kann. Nach dem Verstreichen baut sich erneut die Mikrostruktur auf. Der Pastenopaker erhält dabei innerhalb kürzester Zeit wieder seine Gel-Struktur, wodurch die optimale Standfestigkeit erreicht wird. Diese Strukturausbildung ist beliebig reversibel, so dass jederzeit ein erneutes Verstreichen mit dem Pinsel erfolgen kann.

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Fragen & Antworten Warum muss VM LC OPAQUE Pulver vor der Polymerisation eine nass-glänzende Oberfläche aufweisen?

Warum wird empfohlen die VITA VM LC Pasten im Kühlschrank aufzubewahren?

Die nass-glänzende Oberfläche ist ein sicheres Zeichen, dass ausreichend Monomere zur Verfügung stehen um die Pulverkomponenten des OPAQUE fest einzubinden, so dass die Oberfläche nach der Polymerisation nicht abfärbt.

Eine kühle Lagerung der Pasten ist empfehlenswert um die hohe Produktqualität und die guten Verarbeitungseigenschaften über einen langen Zeitraum auf gleich hohem Niveau zu halten.

Im Detail: Im OPAQUE LIQUID sind reaktive Monomere enthalten, die durch die Polymerisation ein stabiles Netzwerk aufbauen, in das die Farbkörper und Pulverkomponenten des OPAQUE fest eingebunden werden. Wenn der Zeitraum zwischen Auftragung und Polymerisation zu lange ausgedehnt wird, verflüchtigen sich die Monomere an der Oberfläche zum Teil. Dann stehen nicht ausreichend Netzwerkbildner zur Verfügung und die Oberfläche kann nach der Polymerisation abfärben.

Im Detail: Sämtliche Verblendkunststoffe setzen sich zu großen Teilen aus hochreaktiven Monomeren zusammen, die durch Polymerisation Netzwerke aufbauen. Die Polymerisation kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Bei VM LC soll die Reaktion durch einen enthaltenen lichtsensitiven Initiator im Polymerisationsgerät gezielt gestartet werden. Allerdings kann bei anhaltend erhöhter Lagertemperatur lokal eine ungewollte, langsame Polymerisation einzelner Monomere einsetzen und als Folge Beeinträchtigungen der Verarbeitungseigenschaften der Materialien auftreten. Wir als Hersteller lagern sowohl die Monomere als auch die VM LC Produkte kühl um Ihnen zuverlässig eine hohe Produktqualität und eine lange Haltbarkeit garantieren zu können.

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Trouble Shooting

Problem

Ursache

Lösung

• Mit Fett oder Wasser verunreinigte Metalloberfläche

• Metalloberfläche nach dem Sandstrahlen nicht berühren und nicht abdampfen. • Verarbeitung laut Anweisung des jeweiligen Herstellers • Opaker in dünnen Schichten auftragen. Verwendung Pre Opaque empfehlenswert.

Verbund Ungenügender Verbund zum Metall

• Falsche Anwendung des Primers • Erste Opakerschicht zu dick

Schlechter Verbund polymerisierter Kompositmassen untereinander

• Keine Dispersionsschicht

• Feuchtigkeit zwischen den Schichten durch Abdampfen

• Dispersionsschicht nach Polymerisation erhalten (nicht berühren) oder nach Entfernung Oberfläche mit Modelling Liquid benetzen. • Polymerisierte Oberflächen generell nicht Abdampfen.

Opaker Opaker zieht sich von Retentionen ab

• Gerüst wird je nach Polymerisationsgerät zu heiß, Opaker verflüssigt sich

• Gerüst vor Opakerauftrag abkühlen lassen. Verwendung von Pre Opaque empfehlenswert.

Luftblasen

• Luftblasen während der Schichtung eingearbeitet

• Massen während des Auftrags gut adaptieren. Beim Mischen der Massen die Einarbeitung von Luftblasen vermeiden.

Weichere Konsistenz gewünscht

• Konsistenz zu fest

• Die Konsistenz ist thixotrop eingestellt, durch Andrücken der Massen mit dem Spatel wird diese weicher. • Falsche Lagertemperatur. Nicht über 25°C lagern, Lagerung im Kühlschrank wird empfohlen.

Komposit

• Konsistenz sehr fest

Konsistenz in der angebrochenen Spritze sehr unterschiedlich

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• Material durch Umgebungslicht teilweise polymerisiert

• Spritzen nach der Materialentnahme unbedingt sofort wieder verschließen.

Trouble Shooting

Problem

Ursache

Lösung

• Restauration nicht richtig platziert

• Auf die richtige Platzierung im Gerät laut Anleitung Seite 26-27 achten. • Lampen im Lichthärtegerät erneuern, Polymerisationskammer inkl. Filterscheibe reinigen. • Polymerisation vollständig laut Angaben auf Seite 26-27 durchführen.

Polymerisation Massen nicht ausreichend polymerisiert

• Lampen überaltert, Polymerisationskammer verschmutzt • Polymerisationszeit zu kurz

Politur • Unzureichende Polymerisation

• Hinweise zur Polymerisation auf dieser Seite und auf Seite 26-27 beachten.

Farbe zu grau

• Zu viel Modelling Liquid verwendet

• Modelling Liquid sparsam verwenden

Farbe zu blass

• Zu viel Enamel aufgetragen • Mindestschichtststärke nicht eingehalten

• Schichtschema beachten • Bei geringem Platzangebot mit Zusatzmassen arbeiten (s.S. 16)

Kein Hochglanz

Farbwirkung

Nach Fertigstellung Plaqueanlagerungen / Verfärbungen

• Polymerisation nicht ausreichend: – Lampen überaltert, Polymerisationskammer verschmutzt – Angegebene Polymerisationszeit nicht eingehalten • Ungenügende Politur • Verwendung von Prothesenlack • Verwendung eines Ultraschallgerätes mit Nadeln (Oberfläche wird perforiert und anfällig)

– Lampen im Lichthärtegerät erneuern, Polymerisationskammer reinigen – Polymerisation vollständig durchführen • Material laut Anleitung hochglanzpolieren • Keinen Prothesenlack verwenden, hochglanzpolieren! • Reinigung mit Ultraschallgerät ohne Nadeln

Spritze Niederviskoses Material quillt heraus

• Zuviel Druck innerhalb der Spritze

• Kolben nach Masseentnahme eine ganze Umdrehung zurückdrehen

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VITA VM LC ist in VITA SYSTEM 3D-MASTER und VITA classical A1–D4 Farben erhältlich. Farbliche Kompatibilität mit allen VITA 3D-MASTER und VITA classical A1–D4 Materialien ist gewährleistet. Mit dem einzigartigen VITA SYSTEM 3D-MASTER werden alle natürlichen Zahnfarben systematisch bestimmt und vollständig reproduziert.

Zur Beachtung: Unsere Produkte sind gemäß Gebrauchsinformationen zu verwenden. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, die sich aus unsachgemäßer Handhabung oder Verarbeitung ergeben. Der Verwender ist im Übrigen verpflichtet, das Produkt vor dessen Gebrauch auf seine Eignung für den vorgesehenen Einsatzbereich zu prüfen. Eine Haftung unsererseits ist ausgeschlossen, wenn das Produkt in nicht verträglichem bzw. nicht zulässigem Verbund mit Materialien und Geräten anderer Hersteller verarbeitet wird. Im Übrigen ist unsere Haftung für die Richtigkeit dieser Angaben unabhängig vom Rechtsgrund und, soweit gesetzlich zulässig, in jedem Falle auf den Wert der gelieferten Ware lt. Rechnung ohne Umsatzsteuer begrenzt. Insbesondere haften wir, soweit gesetzlich zulässig, in keinem Fall für entgangenen Gewinn, für mittelbare Schäden, für Folgeschäden oder für Ansprüche Dritter gegen den Käufer. Verschuldensabhängige Schadensersatz­ ansprüche (Verschulden bei Vertragsabschluss, pos. Vertragsverletzung, unerlaubte Handlungen etc.) sind nur im Falle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit gegeben. Die VITA Modulbox ist nicht zwingender Bestandteil des Produktes. Herausgabe dieser Gebrauchsinformation: 04.14 Mit der Herausgabe dieser Gebrauchsinformation verlieren alle bisherigen Ausgaben ihre Gültigkeit. Die jeweils aktuelle Version finden Sie unter www.vita-zahnfabrik.com

VITAVM®LC · VITA CAD-Temp® · VITA In-Ceram® YZ

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1200D – 0414 (.X) S – Version (02)

Die VITA Zahnfabrik ist nach der Medizinprodukterichtlinie zertifiziert und folgende Produkte tragen die Kennzeichnung :