ZEITSCHRIFT DER CHRISTLICHEN

ZEITSCHRIFT DER CHRISTLICHEN PHILATELIE DER GILDE SCHWEIZ 32. JAHRGANG NR. 117 JULI 2013 In dieser Nummer Seite Grusswort 3 Jahresbericht über d...
Author: Hilke Koch
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ZEITSCHRIFT DER CHRISTLICHEN PHILATELIE DER GILDE SCHWEIZ 32. JAHRGANG NR. 117 JULI 2013

In dieser Nummer

Seite

Grusswort

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Jahresbericht über das Jahr 2012

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Protokoll der Jahresversammlung

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50 Jahre im Vorstand

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IG Vatikan weitere Ausgaben verschiedener

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Länder Bosnien – Herzogovina

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San Marino – Ungarn

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Polen

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Oesterreich

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Heilige der Monate Juli – August September

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Wir gratulieren

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Heimgegangen

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Liebe Gildenmitglieder, in den vergangenen Monaten wurden wir mit christlichen Marken aus dem Ausland – zu Jubiläen und Ereignissen – gut versorgt. Einige Ausgaben finden Sie auch in diesem Heft. Auch Sonderstempel mit schönen Motiven fehlen nicht. Unsere Schweizer Post ist leider wie gewohnt nicht mit dabei, Briefmarken mit christlichen Motiven haben in unserm Lande nämlich Seltenheitswert. Eine grosse Anzahl von Werbedatumstempeln von schweizerischen Ortschaften zeugen in ihren Darstellungen zwar oftmals von unserer christlichen Kultur, doch laufend werden Poststellen geschlossen und somit gehören dann diese örtlichen Werbungen im Poststempel leider der Vergangenheit an. Dabei hätte auch unser Land einiges an Geschichtlichem und Christlichem zu zeigen. Vielleicht sollte unsere Post einmal beim östlichen Nachbarn Oesterreich Ideen holen. Betrachte ich die Zeitschrift des österreichischen Gabriels, könnte einem ob den Ausgaben, welche dort in diesem Jahr erscheinen, der blanke Neid erwachen. Sicher aber ist dort auch ihr Gilden-Präsident Dr. Karl Ohnmacht ein “Motor” und bemüht sich dank seinen Verbindungen zu den höhern Postkreisen um diese schönen Ausgaben, herzlichen Dank. Im Sommer stehen für viele die wohlverdienten Ferien an. Sollten Sie auch dabei sein, wünsche ich Ihnen eine gute Zeit und vor allem etwas Sonne und Wärme. Für die Daheimgebliebenen hat hoffentlich Petrus auch noch etwas vom warmen Sommerwetter übrig. Ansonsten haben wir Zeit und Musse uns unserem Hobby, den Briefmarken, zu widmen. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und viel Spass bei unserm schönen Hobby Annemarie Strasser

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Jahresbericht der Gilde St.Gabriel über das Jahr 2012 Vor acht Monaten versammelten wir uns in Schaan anlässlich der LIBA zu unserer letzten Jahresversammlung, damals im warmen Sommer 2012. Nach diesem harten Winter sehnt man sich endlich nach Sonne und Wärme. Als besonderes pressefüllendes Ereignis platzte da inmitten der winterlichen Frostkälte die Nachricht des Rücktritts von Papst Benedikt XVI sowie der Wahl von Papst Franziskus I als neues Kirchenoberhaupt. Dass für uns Philatelieinteressierte damit ein Thema gegeben ist, versteht sich von selbst. Aber werfen wir einen Blick zurück ins vergangene Vereinsjahr. Die grosse Briefmarkenausstellung in Schaan/ Vaduz, die LIBA, liess die Sammelfreude neu erwachen. Die liechtensteinische Post gab sich sehr viel Mühe, den Sammlern nebst den ansprechenden Briefmarken auch ihr Land treffend vorzustellen, wofür die Besucher allerlei gefreute Überraschungen geniessen durften. Dazu führte einem ein Postauto während einer zweistündigen Fahrt durch das Ländle, um die herrliche Gegend zu Gemüte zu führen. Ein besonderes Ereignis war das Wahlprozedere zur Wahl des neuen Briefmarkenblocks mit dem Thema „Liechtensteiner Sagen“. Ein Wettbewerb unter den Einwohnern des Landes, Kinder und Erwachsenen, erkürte für den dreiteiligen Block je drei Briefmarken. Die Besucher durften am Eröffnungstag nun die drei Marken bestimmen, welche im Block gedruckt werden sollten. Mit der Stoppuhr standen die Vertreter vom Guinessbuch der Rekorde bereit und nach 57,5 Minuten ab Bekanntgabe der Wahlergebnisse wurde der LIBA Block frisch gedruckt bereits zum Verkauf angeboten. Die Ausstellung zeigte eine Vielfalt von Sammlungen gehobener Klasse, wobei leider die oft propagierte Einrahmenschau grossmehrheitlich allerdings stark hinterherhinkte. Unserer Gilde wurden am Anlass 20 Rahmen zur Verfügung gestellt. Zur grossen Überraschung und gewissermassen als Dank für ihre

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Bemühungen erhielten alle Aussteller einen unzertrennten Blockbogen des neuen Sonderblockes. Die Besucher, welche in Schaan bei den St. Elisabethschwestern hoch oben über dem Tal logierten, darunter auch einige Gildenmitglieder, durften überdies ein besonderes Erlebnis verbuchen. Die herzliche Gastfreundschaft der Ordensfrauen, die angeregten Gespräche mit den in - und ausländischen Gildemitgliedern, das feine Essen und natürlich ein Gläschen Rotwein oder auch mehrere davon verliehen dem Aufenthalt dort ein besonderes Gepräge. Diese Briefmarkenausstellung geniesst noch heute in den Reihen der Gilden St. Gabriel europaweit eine Vorrangstellung. Dank unserer Teilname widmete die Liechtensteiner Post zu diesem Anlass für uns eigens einen gediegenen Sonderstempel mit dem Motiv unseres Gildenpatrons, dem Erzengel Gabriel. Wir freuen uns sehr, dass ein solches Entgegenkommen einer Postverwaltung heute überhaupt noch möglich ist, leider dürfen wir in unserer lieben Schweiz von solchen Wünschen längst nur noch träumen. Auch in der Schweiz wurden einige grosse Briefmarkenausstellungen abgehalten, wobei auch Gildenmitglieder zu den Ausstellern zählten. 4. – 7. Oktober NABA Stans 2012. Hans Ruedi Tschanz stellte im Offenen Salon – Ukio-E Japanische Farbholzschnitte - eine Sammlung über den japanischen Farbholzschnitt , in chronologischer Reihenfolge der Künstler, aus. Sein Wissen über dieses Exponat konnte ich bei seinen Erklärungen persönlich erfahren. Ebenfalls stellte er unter der Gruppe Swiss Champion – Die Kunst der Druckgrafik – dem Publikum vor. In der Meisterklasse erschienen die - Engel und ihr Erscheinen – von Albert Riederer im grossen, immer wiederkehrenden Glanz. Herzlichen Dank den beiden für ihre aktiven Bemühungen. 25. – 27. Oktober Sindelfingen

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War wie immer eine Reise wert. Und plötzlich sprach mich jemand auf italienisch an. Unser Gildenmitglied Pierfranco Longhi aus Lecco (Italien) hatte ebenfalls den Weg hierher gefunden. 30. November – 1. und 2. Dezember „RhyBra“ Altstätten, Tag der Briefmarke. Auch an dieser Ausstellung zeigten drei Mitglieder ihre Exponate. Der Heilige mit dem Vogel und Heilkräuter im Garten der Gesundheit von Ruth Adler, Edgar Kühnis Thema Rasierklingenstempel und Die Engel und ihr Erscheinen von Albert Riederer möchten auch sie anregen, es doch einmal mit einem Exponat zu versuchen. Der Sonderstempel und die Umschläge von Wienacht – Tobel wurden dieses Jahr in überraschender Weise von der Schweizer Post vertrieben. Wollten unsere Postgewaltigen damit wohl ein neues Geschäftsfeld bearbeiten? In jedem Falle stellte das Motiv auf den zum Kauf angebotenen Sonderumschlägen kaum etwas Weihnachtliches dar, bei einiger Gewandtheit mit dem Computer lassen sich daheim zum Glück wesentlich ansprechendere Motive auf Briefumschläge zaubern. Auch im vergangenen Jahr brachte es die Schweizer Post wieder einmal mehr nicht über sich, endlich das Weihnachtsgeschehen auf den Weihnachtsmarken darzustellen. Leider reichte es lediglich zur Darstellung von Strassenbeleuchtungen, während sogar die Deutsche Post in einer bedeutenden Schweizer Kunstsammlung das passende Motiv zur Gestaltung ihrer weihnachtlichen Sondermarken zum Vorbild nahm. Also, hier gäbe es wirklich Passendes zu finden und unter der Bundesrätin einer christlichen Partei als Departementvorsteherin sollte das doch möglich sein. Im vergangenen Jahr erschienen 4 Bulletins. IG Vatikan – auch im vergangenen Jahr reiste Peter Dubler öfters nach Rom, um uns die neuesten Briefmarken und Sonderstempel zu besorgen. Sein guter Draht ins zuständige Vatikanpostbüro ist sehr wichtig und hin und wieder kann er dort auch sachte

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Sonderwünsche anbringen. Unsere Gilde zählt zur Zeit 69 Mitglieder, davon sind 21 Sympathiemitglieder. 4 Mitglieder sind gestorben während deren 4 den Austritt erklärten. Für die Briefmarkensammler verausgabte die Schweizer Post wiederum eine ganze Reihe von Briefmarken. Leider sucht man christliche Motive mit Ausnahme der Gallus-Gedenkmarke wie üblich vergebens, christliches Gedankengut scheint hier zu Lande für die Post wirklich kein Thema. Ausblick auf das 2. Halbjahr 2013: GLABRIA 2013 Näfels 13.- 15. September Internationale Briefmarken - Börse Sindelfingen 24. – 26. Oktober aarphila 13 Tag der Briefmarke Aarau 13. – 15. Dezember Der Vorstand traf sich im Juli 2012 in Chur bei Sieglinde Kälin, und ein letztes Mal nahm sie an unserer Jahresversammlung in Schaan teil. Im Laufe der Monate verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zunehmend, und so war es ihr nicht mehr möglich, die Kassiergeschäfte zu bewältigen. Im Dezember besuchte ich sie nochmals. Sie war sehr aufgestellt und voller Zuversicht, doch nach der letzten Operation war sie gezwungen, nun doch ihr Amt abzugeben. Von vier treuen Mitgliedern mussten wir im vergangenen Jahr leider für immer Abschied nehmen. Es sind dies: Robert Dörig, Chorherr Paul von Arx, Pfarrer Anton Stirnimann und Schwester Benedikta. Gott schenke ihnen die ewige Ruhe. Dank Gesprächen und erfolgreichem Suchen konnte ein Mitglied zum Mitmachen im Vorstand gefunden und damit eine Lücke geschlossen werden. Herzlichen Dank Hans Ruedi Tschanz. Meinen Vorstandsmitgliedern danke ich ganz herzlich. Internet macht’s möglich, will man schnell eine Nachricht weiterleiten oder eine Auskunft einholen, so ist dies zwar ganz bequem aber nicht

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direkt briefmarkensammlerfreundlich. Ihnen liebe Gildenmitglieder danke ich für Ihre Teilnahme an der Jahresversammlung. Den Abwesenden und Entschuldigten wünsche ich alles Gute. Den Kranken viel Kraft, baldige Genesung und Gottes Segen in Ihrem Alltag. Kreuzlingen, 6. April 2013 Annemarie Strasser

Die Präsidentin:

Protokoll der GV Gilde St. Gabriel vom 13. April 3013 in Einsiedeln 1. Begrüssung Um 10. 30 Uhr begrüsst Annemarie Strasser alle Anwesenden ganz herzlich. Sie dankt Herrn Pfarrer Alfons Miller für den schön gestalteten Gottesdienst in der Klosterkirche. Laut Präsenzliste sind 17 Mitglieder anwesend. Das Mittagessen kostet Fr. 30.-- und muss beim Kassier bezahlt werden. Annemarie Strasser verliest die eingegangenen Entschuldigungen. Als Stimmenzähler wird Thomas Moya gewählt. 2. Protokoll Das Protokoll der GV 2012 wurde im Heft Nr. 114 publiziert. Es wird einstimmig genehmigt und dem Verfasser Nico Conrad mit Applaus verdankt. 3. Jahresbericht der Präsidentin Die Präsidentin verliest den Jahresbericht. Zur Zeit zählt die Gilde 69 Mitglieder. Sieglinde Kälin musste krankheitshalber ihr Amt als Kassiererin abgeben. Der Jahresbericht wird mit Applaus verdankt und einstimmig angenommen. Es zirkulierte nur eine Rundsendung. Für den Bericht der IG Vatikan hat sich Peter Dubler entschuldigt.

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4. Finanzen Vereinsrechnung 2011 und 2012, Revisorenbericht 2011 und 2012, Budget Die Jahresrechnung konnte an der GV 2012 wegen Krankheit von Sieglinde Kälin nicht abgenommen werden. Leider hat sich ihr Gesundheitszustand nicht verbessert, sodass sie hospitalisiert werden musste. Annemarie Strasser und Nico Conrad haben die Patientin besucht und mit ihr vereinbart, dass ab sofort Nico Conrad die Rechnungsführung übernehmen wird. Viele Jahre hat Sieglinde Kälin die Finanzen mit fachmännischen Kenntnissen sehr gut gemanagt. Leider fehlten ihr in den letzten zwei Jahren die Kräfte, dies weiterhin zufriedenstellend zu bewältigen. Nico Conrad und die Revisoren Yvo Buschauer und Emmy Brändli konnten der GV bestätigen, dass mit den Verbuchungen alles stimmte. Ein Manko in der Kasse muss noch geklärt werden. Der Vorstand hat beschlossen, für das kommende Jahr kein Budget zu erstellen. Nico Conrad verliest den Revisorenbericht. Daraus geht hervor, dass das Jahr 2011 mit einem Verlust von Fr. 1‘022.—und für das Jahr 2012 ein Gewinn von Fr.250.—zu verbuchen sind. Das Ziel für 2013 ist eine ausgeglichene Rechnung. Das Vermögen beträgt Fr. 14‘733.--. Der Wert des Markenbestandes wurde auf Null abgeschrieben. Es existieren keine ausstehenden Rechnungen. Die Revisoren beantragen, einen neuen Kassier zu wählen. Sieglinde Kälin bleibt als Beisitzerin im Vorstand. Der Finanzbericht findet bei den Anwesenden einstimmige Annahme. 4. Wahlen Der abtretende Vizepräsident Eugen Bachofen empfiehlt die Präsidentin zur Wiederwahl. Mit Applaus wird dieser Antrag bestätigt. Der übrige Vorstand stellt sich zur Wiederwahl. Nico Conrad ist bereit, das Amt als Kassier zu übernehmen. Die Wahlen erfolgen einstimmig und werden applaudiert. Als neues Vorstandsmitglied wird Hans-Ruedi Tschanz

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vorgeschlagen. Er ist bereit, das Amt als Aktuar zu übernehmen. Nach einer kurzen Vorstellung erfolgt auch diese Wahl einstimmig. Der neue Kassier und der neue Aktuar erhalten von der Präsidentin als Starthilfe ein kleines Geschenk. 5. Mutationen und Ehrungen Es sind einige Austritte aus verschiedenen persönlichen Gründen zu verzeichnen; darunter vier Todesfälle. Pfarrer Alfons Miller spricht einige tröstende Worte im Gedenken an die Verstorbenen. Drei Mitglieder können 25 Jahre Mitgliedschaft feiern. Unter diesen ist Edgar Kühnis anwesend. Er erhält von der Präsidentin die Ehrenmeldung und die Senioren-Anstecknadel des Schweizer Philatelisten-Verbandes sowie eine Flasche Wein von der Gilde. Eine besondere Ehrung geht an Theodor Schmid von Schüpfheim. Er kann heute 50 Jahre Mitgliedschaft feiern. Vom Schweizer Philatelisten-Verband gibt es eine Ehrenurkunde und von der Gilde ein schönes Geschenk. Herr Schmid ist 95 Jahre alt und „no guet zwäg!“. In einer ansprechenden und humorvollen Rede erzählt er einige Episoden aus seinem Leben. Der Gottesdienst in der Klosterkirche hat ihn ganz besonders angesprochen. Für 50 Jahre Tätigkeiten im Vorstand der Schweizer Gilde Sankt Gabriel wird eine Laudatio in Briefform vorgelesen. Sie ist für Eugen Bachofen bestimmt und wurde von Marlene Helbling, einer jahrelangen Mitstreiterin, verfasst. Annemarie Strasser dankt ihm für die grossartige Leistung ganz herzlich und überreicht ihm einen Geschenkkorb. 6. Verschiedenes Die Durchführung des Bodensee-Treffens wird nicht mehr möglich wegen zu grossem Aufwand und zu wenig Helfern.

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Beiträge für das GABRIEL-Heft Gilde Schweiz sind jederzeit willkommen. Adolf Christen hat eine Frage wegen einem Jubiläum der Schweizer Garde. Andreas Bucheli, als ehemaliger Schweizer Gardist kann ihm mitteilen, dass keine speziellen Anlässe (z.B. Sonderstempel) geplant sind. Im vergangene Jahr zirkulierte eine Rundsendung mit etwa 10 Interessenten. Aus dem Publikum kommt der Wunsch, dass die neuen Statuten und eine aktualisierte Mitgliederliste allen Mitgliedern zugeschickt wird. Nico Konrad dankt der Präsidentin für ihren unermüdlichen Einsatz für das GABRIEL-Heft und die Leitung der Vereinsgeschäfte. Um 12.00 Uhr ist die GV beendet. Nach dem Mittagessen bestand noch die Möglichkeit bei Walter Hobi zu günstigen Preisen einzukaufen und an der Vereinsauktion auf interessante Belege und Alben zu bieten. Emmenbrücke, 27. April 2012 Tschanz

Der Aktuar: Hans-Ruedi

50 Jahre Vorstandsmitglied der Gilde St.Gabriel Schweiz Im Jahre 1959 trat Eugen Bachofen der Gilde St.Gabriel bei und wurde am 17. März 1963 in den Vorstand gewählt. Viele die damals dabei waren sind uns bereits in die Ewigkeit vorangegangen. Ab 1982 durfte ich die Zusammenarbeit mit Eugen im Vorstand bis zum Frühjahr 2009 erleben. Wir haben zusammen 9 Bodenseetreffen mit grossen Ausstellungen und 8 kleinere

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Ausstellungen organisiert. An verschiedenen Anlässen hat er als erfolgreicher Auktionator gewirkt, nicht zu vergessen die 13 Grossauktionen für das Justinuswerk. Ich erinnere mich mit Freuden an das Zusammen-arbeiten in der Gilde und darf ehrlich feststellen, dass wir nie gröbere Meinungsverschiedenheiten hatten. Eugen hat mich in meinen Plänen und Vorstellungen immer kräftig unterstützt. Zusammen waren wir an zahlreichen Ausstellungen der Gilden in Deutschland und Österreich und immer wieder standen wir auch am Grab zahlreicher Verstorbener unserer Gilde. Lieber Eugen, für die gemeinsame Zeit danke ich Dir von ganzem Herzen, sie hat uns beide wohl geprägt und bot unendlich viel Befriedigung und Freude. Der Herrgott möge Dir vergelten, was Du für die Gilde und durch sie für die Verehrung Gottes, der Mutter Gottes und der Heiligen getan hast. Gottes Wille, dass wir beide nach Krankheit und Operationen die Tage etwas gemächlicher anzugehen haben, müssen wir akzeptieren. Dir aber wünsche ich auch in geruhsamer Zeit noch viel Freude an der Philatelie, hin und wieder das Entdecken einer Rarität, angepasste Spaziergänge in freier Natur und hoffentlich bald die Wärme eines schon lange erwarteten Frühlings. In diesem Sinne grüsse ich alle Anwesenden an der GV, aber im speziellen Dich, lieber Eugen, herzlich und wünsche alles Gute. Marlene Helbling Liebe Gildenmitglieder, diesen verdienten Nachruf als 50 Jahre Vorstandsmitglied in der Gilde Gabriel Schweiz mochte ich Ihnen nicht vorenthalten. Wer Eugen Bachofen kennt, weiss seinen Humor zu schätzen, sein Wissen und seine Begeisterung für die Philatelie sind uns unvergesslich. Du wirst uns fehlen. Im Namen aller Gildenmitglieder wünschen wir Dir Eugen mit Deiner Frau Madeleine eine geruhsame Zeit, Gesundheit und Gottes Segen und nochmals Danke.

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IG VATIKAN Am 11. Februar 2013 kündigte Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt als Papst auf den 28. Februar 2013 an. Nachdem alle wahlberechtigten Kardinäle in Rom anwesend waren begann am 12. März 2013 das Konklave. (die Papstwahl) Bereits am 13. März wurde der neue Oberhirte gewählt. Jorge Mario Bergoglio – der Mann aus Argentinien – wurde zum neuen Papst gewählt und nahm den Namen Franziskus I. an. Geboren am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires – im Alter von 17 Jahren erfuhr der junge Jorge Bergoglio auf ganz besondere Art die liebevolle Gegenwart Gottes in seinem Leben. Der junge Mann spürte nach einer Beichte wie sich die Barmherzigkeit Gottes auf ihn herabsenkte und ihn mit liebevollem Blick zum Ordensleben nach dem Vorbild des hl. Ignatius von Loyola berief. Am 13. Dez. 1969 wurde er zum Priester geweiht – die Bischofsweihe empfing er am 27. Juni 1992 – Papst Joh. Paul II verlieh ihm am 21. Febr. 1998 die Kardinalswürde. Sein Leben in Argentinien widmete er vor allem den Armen. Mit einfachen Worten bei seiner Ansprache hat er bereits die Herzen vieler Menschen gewonnen.

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INIZIO MINSTERO PETRINO – BEGEGNUNG DER BEIDEN PÄPSTE SURREXIT CHRISTUS ALLELUJA Osterstempel: Maria Magdalena begegnet Jesus Christus.

31. März 2013

Der Vatikan, Italien und auch Argentinien verausgabten eine Briefmarkenserie mit dem Bild vom neugewählten Papst Franzikus I.

Die Briefmarken haben einen Wert von Euro 2,50 / 0,85 / 2,00 und 0,70. Bereits am 2. Mai gelangten weitere Briefmarken zur Ausgabe: Europa 2013 “Das Postauto”. Die Post befördert Briefe von einem Ort zum andern. Dank der Nutzung von mechanisierten und motorisierten Transportmitteln zeichnete sich durch eine rasche Beschleunigung aus. Die Vatikanstadt besitzt einen kleinen Fahrzeugbestand, der täglich eine wertvolle Unterstützung bei der Sammlung und Zustellung der Post innerhalb des Staates der Vatikanstadt ist. Die Briefmarkenserie zeigt das Postauto vor zwei verschiedenen Hintergründen; erstens vor der Kuppel der Basilika St.Peter (0,70) und vor der Weltkugel (0,85) zur Unterstreichung der Universalität des Postdienstes.

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150. Todesjahr von Giuseppe Gioachino Belli Er wurde am 7.Sept. 1791 in Rom geboren. Schon früh zeigte sich sein Talent als Schriftsteller. Seine Heirat mit einer wohlhabenden Witwe ermöglichte ihm die Vervollkommung seiner Literaturleidenschaft und Reisen in ganz Italien. In Mailand wird er mit dem Werk des Dichters Carlo Porta bekannt und erkennt, dass die humorvolle, mundartliche Dichtung ein mit den anderen Literatursparten gleichraniges Mittel der Darstellung der Gesellschaft sein kann. Belli beginnt mit beissender Satire die Laster und Tugenden seines Volkes, der römischen Bevölkerung, zu beschreiben, wobei er sich als Form des Ausdrucks für das Sonett entschied und es ihm gelang, mehr als zweitausend davon zu dichten ... “ich habe beschlossen, dem, was heute das römische Volk ist, ein Monument zu schaffen .. die Sprache, das Naturell, die Sitten und Gebräuche. Am 21. Dez. 1863 stirbt der Dichter Belli, aber nicht ohne sich von seinem gesamten literarischen Schaffen losgesagt zu haben und dessen Vernichtung zu verlangen. Seine Erben erfüllten seinen Willen nicht und bewahrten sein wertvolles künsterlisches Erbe zum Wohl der Nachwelt und seiner Bürger. Als Ehrung des römischen Dichters liest man auf der Kleinbogen – Ausgabe mit sechs Postwerten das Sonett “er giorno der giudizio” (der Tag des Jüngsten Gerichts).

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XVIII Weltjugendtag Rio de Janeiro – 2013 Vom 23. bis 28. Juli wird der 28. Weltjugendtag in Rio de Janeiro über die Bühne gehen. Diesmal wird die Statue mit Christus, dem Erlöser, nicht nur das berühmteste und bliebteste Symbol der Stadt sein, sondern auch eines globalen Treffens. Der neugewählte Papst Franziskus wird in Rio sein und dort die Jugendlichen aus aller Welt empfangen, um mit ihnen zu beten. Die Kirche braucht stets die Energie, die Kraft und Vitalität sowie die Ideen der Jugendlichen. Ein WTG in einem Land in dem die Jugendlichen die Mehrheit der Bevölkerung bilden, ist eine besondere Gelegenheit, um die Beziehung mit dieser wichtigen und wervollen Resource zu festigen. 1150 Jahre Evangelisierung in Grossmähren der Heiligen Kyrill und Methodius In dieses Jahr fällt das 1150. Gedenkjahr der grossmährischen Mission des hl. Kyrill und Methodius. Das war ein ausgedehntes Gebiet, dessen Grenzen über die der heutigen Staaten hinausreichten und das zwischen dem 9. und 10. Jh.eine Zeitspanne grosser kultureller und religiöser Blüte erlebte. Die spärlichen Nachrichten über die beiden Brüder Kyrill und Methodius stammen aus der Lebensbeschreibung des Bischofs von Velletri Gaudericus (865 n.Chr.), der Kyrill die Überführung des Leichnams des hl. Papstes Clemens I. nach Rom mitverdankte. In Thessaloniki geboren, erhielten die beiden Slawenapostel in Konstantinopel ihre Ausbildung und wurden vom Kaiser von Byzanz mit verschiedenen diplomatischen Missionen im Orient beauftragt. Als der gross-mährische König den Kaiser von Byzanz um zwei Missionare zur Entsendung in seine Gebiete bat, fiel die Wahl auf die beiden Brüder Kyrill und Methodius. Kyrill, ohne Zweifel der Vielseitigste der beiden, übersetzte die Bibel ins Slawische und schuf dafür das neue glagolitische Alphabet. In der Folge brachten die Kontraste mit dem deutschen Klerus, der seine Vorherrschaft auf jene Gebiete geltend machte, den Papst dazu, die beiden Missionare nach Rom zu berufen.

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Im Jahre 869 erkrankte Kyrill und verstarb. Sein Leichnam ruht dort in der Basilika San Clemente, unweit des Kolosseums. Methodius wurde zum Bischof geweiht und kehrte nach Mähren zurück, wo der neue König, der die deutsche Präsenz begünstigte, seine Schüler jedoch verfolgte. Nach zweijähriger Gefangenschaft starb Methodius im 885 in Weligrad. Das Werk der beiden Missionare wurde durch Papst Johannes Paul II gewürdigt. Er ernannte sie 1980 zu Schutzpatronen Europas. Aus dem glagolitischen Alphabet entwickelte sich die kyrillische Schrift, die das slawische Volk der griechisch – byzantinischen Kultur und dem Christentum annäherte und die Grundlage für ein bis dahin unbekanntes Nationalgefühl schuf. Der Briefmarkenblock ist eine Gemeinschaftsausgabe von Bulgarien, Tschechien, Slowakei und Vatikan.

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Sonderstempel 23. Int. Briefmarkenmesse in Essen Dante Alighieri, il Lazio e la Divina Commedia – Latina Poste Vaticane 18.05.2013 Weitere Ausgaben der Vatikanpost: 50. Todesjahr von Johannes XXIII Der als “Guter Papst” bekannt, wird in seinem 50. Todesjahr mit einer Sondermarke geehrt. Die Briefmarke im Wert von Euro 0,85 erscheint in einem Kleinbogen mit 9 Werten. Links auf dem Bogen findet man einen Auszug aus seiner wohl brühmtesten Ansprache, sehr bekannt als die”Mondscheinrede”. Die Briefmarke hat einen Wert von Euro 0,85.

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Sonderstempel anlässlich der Milanofil 2013 vom 5. - 7. April Er zeigt die Szene mit Kaiser Konstantin und Papst Silvester I. 1700 Jahre Mailänder Edikt Gemeinschaftsausgabe mit Italien

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Das Mailänder Edikt, das die Freiheit des religiösen Kultes gewährte und den Verfolgungen aus religiösen Gründen ein Ende setzte, indem es allen Religionen die Freiheit der Bekennung des eigenen Glaubens zuerkannte, wurde im Jahr 313 n.Chr. In Mailand erlassen. Am Ort der Heirat zwischen Konstanze, der Tochter Konstantins (dem Kaiser des Westens) und Licinuis (dem Kaiser des Ostens). In ihren Anfängen erkannten die Christen den status diviono der römischen Kaiser nicht an; deshalb wurden sie von politisch – religiösen Autoriäten bekämpft. Die Märtyrer, die ihr Leben für den Glauben geopfert haben, sind das ewige Zeugnis für die Brutalität dieser Verfolgung. Das Thema der Religionsfreiheit ist auch heute wieder aktuell, und die Feier der 1700 Jahre des “Mailänder Edikts” müssen ein Moment des Nachdenkens sein im Hinblick auf das Bewusstsein, dass die Ausübung einer Glaubensüber-zeugung nur dann ein Ausdruck der Wahrheit sein kann, wenn diese “freiwillig und persönlich” ist. Die philatelistische Ausgabe besteht aus einem Satz mit drei Postwerten und einem Gedenkblock, der eine Gemeinschaftsausgabe mit Italien ist. Die Ausgabe zeigt Szenen mit Konstantin und Papst Silvester I. entnommen aus einem jüngst restaurierten Fresko aus dem XII Jh., das im Oratorium des hl. Silvester der Basilika der “Santi Quattro Coronati (der hl. Vier Gekrönten) in Rom aufbewahrt wird. Die Wertstufen betragen Euro 0,70 /0,85 /2.50 der Gedenkblock Euro 1,90. Auch weitere Länder im Osten Europas gedenken des Mailänder Edikt

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Bosnien – Herzogovina verausgabte einen Briefmarkenblock mit dem Bildnis Kaiser Konstantins – in der Mitte das Christuszeichen. Ausgabetag 26. Januar. Serbien gedenkt des Jubiläums mit einem Block von 112 Dinar und einer Einzelmarke im Wert von 50 Dinar.

Die beiden Ausgaben zeigen den Kopf Kaiser Konstantins – sie werden im Nationalmuseum in Belgrad aufbewahrt. Die Einzelmarke zeigt im Hintergrund das Christuszeichen. Sovrano Militare Ordine di Malta – Malteserorden

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Die Ausgabe vom 30. April zeigt den Sonderstempel: Die Begegnung von Papst Silvester I und Kaiser Konstantin.

Der Briefmarkenblock Stellt ebenfalls Szenen aus der Kirche der vier Gekrönten dar. Die Werte betragen: Zwei mal Euro 1,90 und zwei mal Euro 2,60.

San Marino

Am 7. Juni 2013 erscheint der Briefmarkenblock mit Fotos der Kirche Johannes des Täufers in San Marino. Er ist eine Gemeinschaftsausgabe mit dem Malteserorden. Die Werte betragen Euro 1,90 und Euro 3,20. Ungarn

Am 3. Mai 2013 eine Ausgabe mit dem Dom von Szeged. (Votiv – Kirche)

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Zum Tag der Briefmarke am 26. April 2013 erschien der obenstehende Sonderblock. Er zeigt die Kirche Maria Himmelfahrt – eine Zisterzienserkirche - in Nagyboldogassony. Am Blockrand die Inschrift: St.Stephan Gedenkjahr das Reiterstandbild und die Stephanskrone mit Wappen, sowie die Statue mit dem Reichsapfel.

Polen Sonderstempel vom 3.3.2013 – Poznan Hl. Kazimierz Der hl. Kazimierz (1458-1484) ist Schutzpatron von Polen und Litauen, Patron der Jugend. Er starb 1484 auf einer Reise nach Litauen.

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Heiliger Georg – Sonderstempel vom 23.4.2013

Kielce 1

100 Jahre Pfadfinderbewegung in Kielce. Schutzpatron der Weltscauting und der Pfadfinder.

Sonderstempel zum 93. Geburtstag am 18.Mai 2013 von Papst Johannes Paul II.

Sonderstempel: 31.5.2013

Gostyn Poznanski 1

Konferenz des Johannes Paul II. - Verbandes “Sel. Papst Johannes Paul II”

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Österreich Briefmarkenausstellung und Präsentation des Blockes “500 Jahre Wallfahrt Maria Luggau” Maria, die schmerzensreiche Gnadenfrau von Maria Luggau ist und steht am Weg unserer Zeit, weil Jesus Christus auf dem Weg mit uns ist ... möge der Briefmarkenblock “Schmerzensmutter von Maria Luggau” viele Menschen erreichen und den Pilgern lebendige Hoffnung schenken. Wer Maria ehrt, findet Jesus ! P. Andreas M.Baur OSM Prior Servitenkloster Maria Luggau Zur Geschichte von Maria Luggau: 1513 zur Erntezeit hat die Bäuerin Helena eine Traumvision, der Gottesmutter zu Ehren soll eine Kirche errichtet werden. 1514 wird eine kleine Kapelle erbaut. 1536 nach vielen Entbehrungen und Opfern wird die Kirche eingeweiht. 1733 Grundsteinlegung zum Bau des heutigen Klosters. 1986 erhebt Papst Joh. Paul II die Wallfahrtskirche zur Basilika minor. Laterns – das höchstgelegne Postamt Vorarlbergs

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Sonderstempel und Briefmarke mit Wert von Euro 1.45 Im Laternsertal herrschte wahrscheinlich, bevor die Walser kamen, reger Sommerbetrieb. Romanen waren es, die ein reges Treiben als Holzarbeiter, Jäger oder Alphirten führten. Noch heute erhaltene rätoromanische Flurnamen zeugen davon. Rätoromanisch ist auch der Ursprung des Namens Laterns, wie auch Damüls, Fontanella, Raggal, Marul oder Galtür. Als Mons Clauturni taucht der Name erstmals 1177 auf. Viele Jahrhunderte hiess das Tal Glatterns, woraus schliesslich der heutige Name Laterns entstand. Die Laternser besitzen die älteste Vorarlberger Urkunde (im Landesarchiv) über die Walser Einwanderung. Am 29. Mai 1313 erhielten Johannes der schmide und Wilhelm der schmide Brüder – Walliser oder aus Wallislandt gebürtig, von den Grafen Rudolf II. Und Berthold von Monfort das Gut in Glatterns – als Erblehen. Anlässlich der Übergabe des Erblehens an die beiden Brüder erschien an diesem Tag die Sondermarke “700 Jahre Walser in Vorarlberg”. Das Laternsertal mit über 1000 Meter ü.M. ist ein Besuch wert. Im Sommer als Naturschutzgebiet wandernd erlebbar ist es im Winter ein vielseitiges Familienskigebiet. Von Rankweil führt eine durch Tunnel erschlossene, gut ausgebaute Strasse direkt ins schöne Urlausbstal. 850 Jahre Stift Vorau

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Zum Jahrestreffen der Gilde St.Gabriel Österreich am 28. Juni erscheint wiederum eine Briefmarke. Das Stift Vorau ist mittlerweile das einzige aktive Chorherrenstift in der Steiermark, es wurde 23 Jahre nach der Gründung von Stift Seckau 1163 vom Traungauer Markgraf Ottokar III. aus Freude über die langersehnte Geburt eines Sohnes gestiftet. Von der ursprünglichen romanischen Klosteranlage zeugen nur mehr die mächtige Kirchenfassade mit ihrer ausgeprägten Schmucklosigkeit sowie die bibliophilen Kunstschätze der Handschriften – Sammlung (Vorauer Stiftsevangeliar, Vorauer Kaiserchronik

und die Volksbibel). Die barocke Stiftsanlage wurde in mehreren Bauphasen im 17. und 18. Jh. geschaffen, wobei das Motiv der Sonderbriefmarke einen Stich von G.M.Vischer mit der Ansicht des Bauzustandes im Jahr 1681 darstellt. Auch der Sonderstempel zeigt die Ansicht des Stiftes in gleicher Art wie die Briefmarke. Gestaltet wurden beide von Alfred Tuma. Die Briefmarke hat einen Wert von Euro 1.45.

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Heilige der Monate Juli – August – September

Anna, die Mutter Marias. Das zweite Vatikanische Konzil legte die Gedenktage von Joachim und Anna, den Eltern der Gottesmutter Maria zusammen auf einen Tag, auf den 26. Juli. Die grösste Verehrung der heiligen Anna war im 15. und 16. Jh. erreicht, als zunächst 1481 Papst Sixtus IV den Annatag in den römischen Kalender aufnahm und dann 1584 Papst Gregor XIII das Anna – Fest anordnete. Besonders die Kapuziner und Karmeliter förderten die Verehrung für Anna. In vielen Ländern gab es früher berühmte Anna – Wallfahrten, so auch in Annaberg in Niederösterreich. Anna ist meist als Matrone mit Kopftuch dargestellt und häufig auch mit Maria und dem Jesuskind. Anna wird verehrt als Patronin von Florenz, Innsbruck und Neapel. Man betet zu ihr für eine glückliche Heirat und Ehe, für Kindersegen und eine gute Geburt. Ihr Fest ist am 26. Juli Rochus von Montpellier Rochus kam um das Jahr 1295 in der südfranzösischen Stadt Montpellier als Sohn frommer

Eltern zur Welt. Nachdem er Vater und 29

Mutter früh verloren hatte, verschenkte er seinen gesamten Besitz unter den Armen der Stadt, um fortan als mittelloser Pilger durch die Welt zu ziehen. Der erste Weg führte Rochus nach Rom. Unterwegs offenbarte der junge Mann seine Gabe der Wunderheilung: Er heilte unzählige Pestkranke allein durch das Kreuzzeichen. Auch in Rom rettete er auf diese Art viele Kranke vor dem Tod. Auf der Rückreise in die Heimat erkrankte Rochus in Piacenza selbst an der Pest. Über das weitere Geschehen berichtet ebenfalls eine Legende: Rochus, stark geschwächt und dem Tod nahe, legte sich in einer Hütte vor der Stadt zum Sterben nieder. Da erschien ihm plötzlich ein Engel und sprach ihm Mut zu. Ein Hund brachte dem Todkranken täglich frisches Brot. Rochus gesundete schliesslich und konnte seine Heimreise fortsetzen. In seiner Heimatstadt Montpellier aber erkannte ihn niemand mehr; man hielt Rochus für einen Spion und warf ihn in den Kerker. Demütig, wie er immer gewesen war, ertrug Rochus alles Leid, das ihm zugefügt wurde und verschwieg seine wahre Herkunft. Nach fünfjähriger qualvoller Haft erlöste am 16. August 1327 der Tod den erst 32 jährigen Christen. Die Legende erzählt, dass man Rochus erst auf dem Sterbebett an einem Muttermal erkannt habe. Die Verehrung für Rochus erlebte vor allem im 15. Jh. einen grossen Aufschwung, nachdem seine Reliquien nach Venedig gelangt waren. Vor allem entlang der venezianischen Handelswege und der Pestzüge erlangte Rochus grosse Berühmtheit. In Venedig selbst erbaute man zu seinen Ehren die Kirche San Rocco, von deren Bau man heute noch das Presbyterium besichtigen kann. Rochus ist häufig als Pilger mit Bart und Hut abgebildet. Weitere Attribute sind: Stab, Tasche, Flasche, Dose, Schwert und Hund. Er ist Patron von Venedig, Montpellier und Parma, der Gefangenen und Kranken. Sein Fest feiert man am 16. August

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San Giuseppe da Copertina - Joseph von Copertina Ein Mönch und Mystiker – geboren wurde er am 17. Juni 1603 in Copertina, Italien. Unter grössten Schwierigkeiten wurde er in den Orden der Franziskanerkonventualen aufgenommen. Ab 1630 erlebte er die aussergewöhnlichsten, teilweise stundenlangen Ekstasen und Levitationen (Flüge). Darüber hinaus ollbrachte er zahlreiche Krankenheilungen und mehrere andere Wunder. Da das Volk nunmehr auf Joseph aufmerksam wurde und die Kirche Unruhe vermeiden wollte, versetzte der Orden ihn in immer abgelegenere Klöster, was Joseph aber freudig erduldete. Zuvor war er in einem Prozess, in welchem ihm Scheinheiligkeit angeklagt gewesen war, freigesprochen worden. Am 18. September 1663 starb Joseph von Copertina im Kloster Osimo, seiner letzten Station, an die man ihn verbannt hatte. Seine Seligsprechung erfolgte 1753, seine Heiligsprechung 1767 durch Papst Clemens XIII. Sein aussergewöhnliches Leben fand seinen Niederschlag immer wieder in der darstellenden Kunst. Meist wurde der Franziskaner schwebend, manchmal sogar mit Flügeln gemalt. Viele dieser Darstellungen sind im Museo Francescano in Rom zu sehen.

Sein Festtag ist am 18. September

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WIR GRATULIEREN UNSERN JUBILAREN

Berta Ziegler

am 11. Juli

Höhenweg 8, 6300 Zug Paul Kern

am 20. Juli

Stollenweg 11, D-79299 Wittnau Mirjam Polla – Lorz

am 26. Juli

5, ch. de Meillerie, 1006 Lausanne Albert Zünd

am 27. Juli

Postfach 218, 8620 Wetzikon Pfr. Alfons Miller

am 4. August

Mariazellerstr. 5, D-78713 Schramberg-Sulgen Louis Polla - Lorz

am 13. August

5, ch. de Meillerie, 1006 Lausanne

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Theodor Schmid

am 1. September

Bachmatte, 6170 Schüpfheim Georg Strasser

am 23. September

Gütlistrasse 2, 8280 Kreuzlingen Hans Morger

am 28. September

im Stöckli 10, 9410 Heiden Pfr. Erich Schmid

am 28. September

Sustenweg 30, 3014 Bern MÖGEN SEGENSWÜNSCHE DICH STETS BEGLEITEN. EINE SANFTE BRISE UMFANGE DICH, WENN DER SOMMER KOMMT, EIN WÄRMENDES FEUER SEI DIR NICHT FERN, WENN DER WINTER NAHT. UND IMMER STÜTZE DICH DAS AUFMUNTERNDE LÄCHELN EINES FREUNDES.

Der Vorstand wünscht allen Jubilaren einen schönen Tag, Gesundheit und Gottes Segen auf Ihrem weiteren Lebensweg.

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ICH BIN DIE AUFERSTEHUNG UND DAS LEBEN, WER AN MICH GLAUBT WIRD LEBEN AUCH WENN ER GESTORBEN IST. Und wiederum müssen wir von einem treuen Gildenmitglied Abschied nehmen. Diese Nachricht erreichte mich per SMS: “Meine Frau Sieglinde ist am Dienstag Abend ruhig und sanft gestorben. Viele Grüsse Nik Kälin.” Sieglinde Kälin verstarb nach langer schwerer Krankheit. Operationen und Bestrahlungen zehrten während vielen Monaten an ihren Kräften. Trotzdem hatte sie immer wieder die Hoffnung, doch wieder gesund zu werden. Es sollte nicht sein. Ihre Schmerzen sind nun vorbei. Mögest Du, liebe Sieglinde nun ruhen im Frieden. Gott möge Dir vergelten, was Du in all den Jahren für unsere Gilde getan hast. Sieglinde Kälin trat vor 20 Jahren unserer Gilde bei. Schon bald übernahm sie das Amt der Kassierin, welches sie bis zum Ausbruch ihrer Krankheit gewissenhaft ausführte. 2012 nahm sie noch ein letztes Mal an unserer Jahresversammlung teil. Im Januar besuchte ich sie nochmals in Chur und sie überraschte mich mit einem guten selbstgekochten Mittagessen. An unserer Jahresversammlung im April wollte sie selbstverständlich dabei sein, leider aber kam es ganz anders. Der Eintritt in den Spital und die nachfolgende Operation konnte ihr nicht mehr helfen. Am 7. Mai hat Gott sie heimgeholt. Ihren Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Die Deutsche Gilde trauert um Dr. G.J.Teschner. Er verstarb am 17. März nach einer schweren Krankheit im 78.Lebensjahr. Seit 1985 bis seinem Tod war er Schriftleiter des Deutschen Gabriel. In den Jahren 2000 bis 2008 war er Generalsekretär des Weltbundes St.Gabriel. Mit dem von ihm verfassten Weltbundbulletin hat er sehr zur Verbundenheit der verschiedenen Gilden beigetragen wobei ihm seine vielfachen Sprachkenntnisse nützlich waren. Der Herr vergelte ihm was er für die St.Gabrielgilden getan hat und

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schenke ihm die ewige Ruhe. Präsidentin und Rundsendedienst

Annemarie Strasser, Gütlistrasse 2 8280 Kreuzingen 071 672 54 91 E-mail: [email protected]

Vizepräsident

vakant

Kassier

Nico Conrad, Horgen

Aktuar

Hans Ruedi Tschanz, Hinter-Listrig 13 6020 Emmenbrücke

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ISSN – Nummer – 1664 – 2503 Herausgeber St.Gabrielgilde Schweiz Zusammenstellung und Redaktion: Annemarie Strasser www.gabriel-gilde.ch

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