W-Seminar

„Wasser – Grundlage des Lebens“ Leitfach: Chemie Lehrkraft: StR Friedrich Das fächerübergreifende W-Seminar beleuchtet den Stoff „Wasser“ u.a. in physikalischer, chemischer, biologischer und politischer Hinsicht. Wird Wassermangel vielleicht bald Auslöser von Krieg?

1. Anpassungen von Tieren an den Lebensraum Wasser 2. Güteklassen von Gewässern 3. Schadstoffe und ihre Auswirkungen in Gewässern 4. Funktionsweise einer Kläranlage 5. Wasser – ein Krankheitsüberträger? 6. Wasserknappheit – vielleicht ein Auslöser für Kriege? 7. Künstliche Bewässerung…

H2O !

Mögliche Themen für eine Seminararbeit:

Sensor-Aktor-Systeme in der Sicherheitstechnik Leitfach: Physik Lehrkraft: StR Dr. Egersdörfer Verschiedenste Sensor-Aktor-Systeme haben in den vergangenen Jahren immer mehr Einzug in die Sicherheitstechnik erhalten. Gerade durch die rasante Entwicklung im Informationstechnikbereich konnten in Sparten wie Kommunikation, Gebäudeüberwachung aber, vor allem auch in der Mobilität große Fortschritte erziel werden.

Blick in ein Auto der Zukunft

Im Rahmen des hier angebotenen W-Seminars sollen verschiedene SensorAktor-Systeme untersucht und simuliert werden. Darüber hinaus kann ein Überblick über die bisherige Entwicklung gegeben werden. Die Schüler diskutieren dabei mögliche Zukunftsszenarien und die entstehenden Konflikte zwischen Komfort und Sicherheit. Der Schwerpunkt der Systeme wird dabei in der Automobiltechnik liegen.

Fortuna Leitfach: Latein Lehrkraft: OStRin Lanzl Das Wort fortuna hat im Lateinischen sehr viele verschiedene Bedeutungen. Es bedeutet Glück, aber auch Unglück und Schicksal. Überdies bezeichnet der Begriff die lateinische Glücksgöttin Fortuna, der sogar ein eigener Tag gewidmet war, der dies Fortunae (24. Juni). Wir werden uns im Seminar mit allen Facetten dieses Begriffs befassen und versuchen die diversen Vorstellungen der Antike mit modernen Vorstellungen zu vergleichen (z.B. Botschaft einiger Autoren, dass Glück planbar und „lernbar“ sei). Dies wird dann in ausführlicher Form auch in den Seminararbeiten geschehen. Als Basis für die Analyse werden uns insbesondere Texte von Seneca dienen. Aber auch Texte anderer Autoren, die das Phänomen Fortuna beschreiben (z.B. Ovid Metamorphosen). Auch bildliche Darstellungen werden wir interpretieren und dabei den Bezug zu den Texten herstellen. Mögliche Themen für Seminararbeiten : Senecas Vorstellung vom glücklichen Leben Ist Glück lernbar? Eine Analyse des Buches Schulfach Glück von Ernst -Fritz Schubert Eine Interpretation ausgewählter bildlicher Darstellungen der Fortuna Die Parzen und ihr Schicksalsfaden Die Rolle der Fortuna in Ovids Metamorphosen

Naturkatastrophen endogenen + exogenen Ursprungs – Entstehung, Folgen und Schutzmaßnahmen Leitfach: Geographie Lehrkraft: StRin Achhammer Die verheerenden Erdbeben in Japan und Nepal haben die gewaltigen Kräfte, die in unserem Planeten verborgen liegen, wieder in unser Gedächtnis gerufen. Nicht nur Länder wie Indonesien und Haiti, sondern auch hochentwickelte Industrienationen wie Japan sind gegen diese Gewalten machtlos. Dieses Seminar beleuchtet v.a. die Entstehung von Vulkanen und Vulkanausbrüchen sowie von Erdbeben und Tsunamis. Daneben werden auch Lawinen, Muren, Hochwasser und Ähnliches angesprochen. Desweiteren werden die (wirtschaftlichen, ökologischen, …) Folgen betrachtet und Präventionsversuche kritisch beurteilt. Begleitend sind auch Exkursionen möglich. Eine kleine Auswahl möglicher Themen: - Entstehung und Auswirkung von Tsunamis - ökologische und ökonomische Folgen von Vulkanausbrüchen - Vorhersagemöglichkeiten und Frühwarnsysteme (u.a. am Bsp. Japan 2011) - Die Katastrophe von Fukushima - Der Ausbruch des Mt. St. Helens - Tsunami in Indonesien 2004 - Hochwasser in Regensburg - Lawinenschutz in den Alpen

….und es gibt sie doch: die Lösung der Gleichung

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x = −1 Komplexe Zahlen helfen bei der Lösung! Leitfach: Mathematik Lehrkraft: OStRin Andrea Wagner Ziel des Seminars ist es, die Struktur der komplexen Zahlen kennenzulernen und mit ihnen rechnen zu können. Es erschließen sich viele Zusammenhänge, die man aus dem Mathematikunterricht kennt, neu. Diese erscheinen in einem anderen Licht und man dringt tiefer in die Mathematik ein. Die komplexen Zahlen helfen außerdem bei der Beschreibung vieler Anwendungen in Physik und Technik. Die Seminararbeiten können mehr theoretischer Natur sein (z.B. Abbildungen in der Ebene der komplexen Zahlen, Untersuchung der Teilbarkeit, etc.) für diejenigen, die sich eher zur mathematischen Seite des Themas hingezogen fühlen. Weitere mögliche Themen ergeben sich aus der Darstellung von Anwendungsbeispielen in der Technik (Beschreiben von Schwingungen, Wechselstromkreise, etc.). Hinweis: In diesem Seminar kann die Seminararbeit durch eine erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb Mathematik ersetzt werden. Teilnehmen kann jeder, der ein wenig Spaß an der Mathematik hat und dort gerne etwas Neues kennenlernen will. Er sollte bereit sein, sich selbständig mit mathematischen Problemstellungen zu beschäftigen. Für ein späteres naturwissenschaftliches oder technisches Studium sind die komplexen Zahlen eine notwendige Grundlage.

Ausdauer und ihre Bedeutung für die Gesundheit Leitfach: Sport Lehrkraft: StRin M. Pfaller Zielsetzung des Seminars Die zahlreichen positiven Auswirkungen eines regelmäßigen Ausdauertrainings sind wissenschaftlich belegt. Ein moderates Ausdauertraining stärkt Körper und Geist und hilft uns dabei, lange gesund zu bleiben. Regelmäßige, ausdauernde Bewegung kann vor den großen Volkskrankheiten wie Diabetes Typ 2 oder koronarer Herzkrankheit schützen. Um die Motivation für ein regelmäßiges Ausdauertraining nicht zu verlieren, darf - im Sinne eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnis - die Freude am Sport nicht zu kurz kommen. - Definition des Gesundheitsbegriffs (verschiedene Modelle; vom eindimensionalen zum ganzheitlichen Gesundheitsverständnis) - Definition der Ausdauer (Begrifflichkeit, Arten und Methoden) - Gesundheitswert des Ausdauertrainings (Trainingsbedingte Adaptationen an das Herz-KreislaufSystem) - Methoden der Leistungsdiagnostik im Ausdauerbereich: Bedeutung und Funktion von Laktattests - Ausdauersport zum Zweck der Prävention, Therapie und Rehabilitation - Gefahren und Risiken im Ausdauerbereich (Übertraining, Doping, Verletzungen) - wissenschaftspropädeutisches Arbeiten in verschiedenen sportnahen Wissenschaftsgebieten (Anatomie, Physiologie, Soziologie, Trainingslehre) mögliche Themen für die Seminararbeiten: 1 / 2) Entwicklung einer motivierenden Unterrichtseinheit zum Thema „Ausdauer“ in einer Unterstufe / Oberstufe am Gymnasium 3) Einsatz von kinderorientiertem Ausdauertraining im Rahmen von einer Ballsportart 4) Ganzheitliches Gesundheitsverständnis am Beispiel Zumba 5) Trendsport Skitouring: gesundheitliche Aspekte 6) Rope Skipping: Ausarbeitung einer ausdauerorientierten Stundensequenz für Schule oder Verein 7) Schwimmen macht Spaß: Motivierende, moderne, ausdauerorientierte Unterrichtseinheit 8) Koronare Herzsportgruppen 9) Rehabilitationssport für Typ-2-Diabetiker 10) Ausdauersport zur Prävention von Adipositas 11) Die Bedeutung des Laktats bei sportlichen Leistungen 12) Die Energiebereitstellungsprozesse in Abhängigkeit von Laufgeschwindigkeit und Dauer 13) Doping im Radsport: Der Fall ... (prominentes Beispiel) 14 / 15 ) Typische Verletzungen im Laufsport / Übertraining im Laufsport 16) Die Auswirkungen eines regelmäßigen Ausdauertrainings auf die Psyche Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars: Neben der Vermittlung von theoretischem Basiswissen sind praktische Unterrichtseinheiten geplant. Zum Beispiel Erprobung von verschiedenen Ausdauertrainingsmethoden und Methoden zur Trainingssteuerung (Bestimmen von individuellen Pulswerten bei unterschiedlichem Lauftempo)

Humanerkrankungen Leitfach: Biologie Lehrkraft: OStRin Gräml-Wicke Erkrankungen des menschlichen Körpers können verschiedenste Ursachen haben. Es gibt harmlosere Varianten mit guter Heilungs- und Behandlungschance oder Krankheiten, die mit einer schwerwiegenden Veränderung einhergehen oder sogar eine Todesdiagnose darstellen. Die Bandbreite für Themen ist groß. Krankheiten können ihre Ursache in viralen oder bakteriellen Erregern haben. Auch humanpathogene Pilze kommen in Frage. Nicht nur Erreger, Krankheitsverlauf und Bekämpfung können thematisiert werden, sondern auch die geschichtliche Bedeutung der „acht großen Seuchen Europas“ wie der Pest, Cholera, Pocken oder der Spanischen Grippe (1918-1920). Degenerative d.h. alterungsoder belastungsbedingte Veränderungen von Geweben, Organen…oder Knorpeln können Erkrankungen auslösen: Arthrose oder Arteriosklerose zum Beispiel. Erkrankungen können einen neurophysiologischen oder psychosomatischen Hintergrund haben: Parkinson, Alzheimer oder Depressionen. Tatsächlich bestimmen auch unsere Gene, ob wir an einem Erbleiden erkrankt sind oder möglicherweise mit erhöhter Wahrscheinlichkeit erkranken. Die genetische Disposition bei der Entstehung bestimmter Krebsarten wurde durch Angelina Jolie und die Amputation ihrer Brüste aufgrund der Erkrankung ihrer Mutter und Großmutter weltweit bekannt. Viele Prominente machten in den letzten Jahren mit der „Ice Bucket Challenge“ auf die Nervenerkrankung ALS, an der auch der berühmte Physiker Steven Hawking leidet, aufmerksam. Ein Besuch des Grundkurses Biologie ist nur bei Themen mit genetischen und neurophysiologischen Ursachen notwendig. Ansonsten genügen die Grundlagen der Humanbiologie in der Mittelstufe und Eure Motivation.

Von Bildern und Büchern Die graphic novel oder Comic-Literatur Leitfach: Deutsch Lehrkraft:OStRin Aslan Graphic novel, Comic, illustrierter Roman, Classics illustrated, comic books – es gibt viele Namen für Bildergeschichten oder Zeichnungen, die Geschichten erzählen. Die Beziehungen sind vielfältig: Literatur und Bildergeschichten sind im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts von miteinander fremdelnden Geschwistern zu lieben Verwandten geworden.

Zu Beginn wird der Kurs die Geschichte der graphic novel kennen lernen und einige Beispiele analysieren. Ein paar Streiflichter auf die frühe Historie der Gattung sowie auf aktuelle Entwicklungen sollen dabei erhellen, wie es sich mit den unterschiedlichen Bezügen zwischen den beiden Ausdrucksformen (Literatur und Bilder) verhält: Von der ersten Begründung des Text-Bild-Erzählens über das weite Feld der Adaptionen bis hin zum Comic als Stoff, wie er schließlich in der Belletristik selbst erscheint. Eine bedeutsame Rolle kommt hierbei dem Thema „Wie lese ich graphic novels?“ zu. Um das breite Spektrum dieses Genres einzugrenzen, wollen wir uns in diesem Seminar auf Klassiker der deutschen Literatur und deren Umsetzung als graphic novel beschränken.

Jeder Kursteilnehmer kann für sich ein Aufgabengebiet erschließen, im Laufe der Zeit entwickeln oder auch selbst finden. Der Kurs soll auch Raum für viele eigene Ideen und Kreativität bieten.

Folgende Aufgabenstellungen sind denkbar: •

Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ und deren Umsetzung als graphic novel (= Vergleich zwischen Originaltext und zeichnerischer Darstellung)



Goethes Faust als graphic novel von Flix – Der Wissenschaftler als Taxifahrer? (= Veränderung des Originals in der graphic novel)



Aktualisierung der Motive aus Goethes „Faust“ in der graphic novel von Flix



Das Motiv der Schuld in Kafkas Erzählung „Das Urteil“ und dessen (zeichnerische) Umsetzung in der graphic novel



Stilistik in der graphic novel: „Das Fräulein von Scuderi“, E.T.A. Hoffmann

Oder für Künstler und kreative Köpfe: •

Wie könnte ein bisher noch nicht illustrierter deutscher Klassiker als gaphic novel umgesetzt werden? (Untersuchung der Motive oder Stilistik oder Sprache etc.)

New York City Leitfach: Englisch Lehrkraft: OStRin König

New York gehört sicherlich zu den faszinierendsten Orten der englischsprachigen Welt. Die Stadt hat eine spannende Geschichte und ist auch heute noch spannend, dazu gibt es zahlreiche interessante Persönlichkeiten, die aus New York stammen oder dort wirken bzw. gewirkt haben. Eine Annäherung an das Thema ist also von vielen Seiten her denkbar: Geografie, Geschichte, Politik, Bevölkerungsgruppen, Architektur, Kunst, Musik usw. Im ersten Teil des Seminars werden wir – neben dem Besprechen von Arbeitstechniken – gemeinsam etliche kürzere Texte aus unterschiedlichen Bereichen lesen; dies dient vor allem dazu, dass sich die Seminarteilnehmer klar werden, welchem Gebiet jeweils ihr besonderes Interesse gilt. Es gibt viele mögliche Themen für Seminararbeiten; an dieser Stelle nur eine Auswahl: - Gründungsgeschichte von New York - Bevölkerungsgruppen und Herkunft der New Yorker - Einwanderungswellen im 19. und 20. Jahrhundert - Ellis Island – einst die erste Kontrollstelle für Millionen von Einwanderern - Juden in New York - Das städtebauliche Bild - Markante Gebäude in Manhattan - Die Entstehung der Brooklyn Bridge - Die Geschichte der Freiheitsstatue - Der Central Park - Die Entwicklung der Kriminalitätsrate / Null-Toleranz-Strategie - Die Folgen des Terroranschlags vom 11. September 2001 - Nahverkehr im heutigen New York - New York als künstlerisches Zentrum (Andy Warhol, Roy Lichtenstein ...) - Das Museum of Modern Art - New York im Spielfilm - Woody Allen – Komiker, Schauspieler, Regisseur aus New York - Die Geschichte des Musicals am Broadway - Black Power in den 60er Jahren - Unterrichten in New York: Teacher Man – ein Roman von Frank McCourt Erwartet wird die Bereitschaft, englische Texte zu lesen und darüber zu sprechen – auch die Seminararbeit soll schließlich in englischer Sprache verfasst werden. Dass bei der Beurteilung der sprachlichen Gestaltung nicht der gleiche Maßstab angewendet werden kann wie bei einer deutschsprachigen Arbeit, ist selbstverständlich. Wer sich aber mit modernen Fremdsprachen immer schon quälen musste, für den ist dieses Seminar sicherlich nicht geeignet. Alle anderen sind herzlich willkommen.

Jugend in der DDR“ Leitfach: Geschichte Lehrkraft: StDin Roßbacher-Mendel

Wie war das im „anderen“ Teil Deutschlands, wenn man jung war zwischen den 60ern und der Wiedervereinigung? Das Leben zwischen der „Jugendweihe“, der „EOS – Erweiterten Oberschule“ und der NVA (Nationalen Volksarmee) spielte sich in engen Grenzen ab – wer nicht ins Einheitsschema passte, wurde ausgesondert. Dennoch haben natürlich viele Jugendliche auch in der DDR eine mehr oder weniger glückliche Jugend verbracht, wie die Jugendlichen im Westen auch. Manches war einfacher, vieles aber schwieriger als im Westen, etwa wenn man sich die neuesten Platten der internationalen Rockmusiker beschaffen wollte, lehnte doch das Regime die Rockmusik als vom „Klassenfeind“ organisierte Gegenpropaganda rigoros ab. Der Versuch, mit dem Modetanz „Lipsi“ einen parteipolitisch konformen Ausdruck der jungen Generation zu formen, schlug grandios fehl, ebenso wie die absonderliche Aussage der DDR-Oberen: „Mit der Monotonie eines Yeah-Yeah-Yeah muss jetzt Schluss sein“ ein ziemlich konservatives Gesellschaftsbild im „real existierenden Sozialismus“ verdeutlicht. Wie das alltägliche Leben aussah, mit welchen Problemen und Schwierigkeiten sich Jugendliche konfrontiert sahen, die einen weniger angepassten Lebensentwurf für sich anstrebten, das soll in diesem W-Seminar untersucht werden. Filme, Dokumentationen, Romane, wissenschaftliche Untersuchungen und nicht zuletzt eine ganze Reihe von „Zeitzeugen“ stehen für die Aufarbeitung zur Verfügung.