Große Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen

Sitzungsvorlage Datum 21.11.2016

Dezernat / Amt: 2/43/fe

Aktenzeichen 023.1; 095.9142

Nr. 291/2016

VHS Zukunftskonzeption 2016-2020

Gremium:

Termin:

Status:

Beratungszweck:

Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss 06.12.2016

öffentlich

Beschlussfassung

Gemeinderat

öffentlich

Beschlussfassung

13.12.2016

Beschlussantrag: 1.) Vom Bericht der Verwaltung zur organisatorischen Weiterentwicklung der Volkshochschule Leinfelden-Echterdingen sowie vom Zukunftskonzept der Volkshochschule LE 2016 – 2020 wird Kenntnis genommen. 2.) Die Volkshochschule LE wird beauftragt, die geplanten Maßnahmen zur Zuschussreduzierung sowie das Zukunftskonzept Volkshochschule LE 2016 – 2020 umzusetzen.

Finanzielle Auswirkungen / Veranschlagung im Haushalt: Mehreinnahmen bei den Teilnehmergebühren im Jahr 2017 in Höhe von € 20.000 (PSK 2710000099100003321000). Einsparungen bei den Personalaufwendungen in Höhe von € 40.000 (im Haushaltsplan 2017 bereits berücksichtigt, PSK 2710000099100004012000). 1. Sachdarstellung kurz: Aufgrund der Pensionierung des VHS-Leiters Herrn Bourseaux Ende 2015 wurde die Verwaltungsführung durch den VKS am 17.11.2015 (Vorlage 243/2015) beauftragt zu prüfen, „welche Möglichkeiten es für eine organisatorische Weiterentwicklung der VHS“ gebe. Herr BM Dr. Kalbfell führte Gespräche mit Filderstadt und Ostfildern, die vorläufig eine erweiterte Kooperation oder Fusion der Volkshochschulen nicht wünschten. BM Dr. Kalbfell fragte in Steinenbronn und Waldenbuch nach – Außenstellen der Volkshochschule Böblingen-Sindelfingen. Daraufhin meldete sich Herr Dr. Fiebig, Direktor der VHS Böblingen-Sindelfingen,

zu einem Gespräch an und legte seine Gedanken zu einer möglichen gemeinsamen Zukunft beider Volkshochschulen dar. Die VHS Böblingen-Sindelfingen bot der Stadt Leinfelden-Echterdingen die Gründung eines gemeinsamen Vereins (Arbeitstitel vhs.Regio) an, in dem die Stadt LE als Vollmitglied vertreten wäre. Zentrale Vertragsinhalte: • Die Stadt LE stellt – wie die anderen beteiligten Kommunen dem Verein die bestehenden Gebäude/Räume der VHS zur Verfügung. Alle Gebäude-/Raumkosten bleiben bei der Stadt LE. • Die Stadt LE zahlt – wie die anderen beteiligten Kommunen einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von derzeit jährlich € 155.000 an den Verein. • Das Personal der VHS LE wird in den neuen Verein überführt (Betriebsübergang nach § 613a BGB). Die Stadt LE erhält ¼ der Plätze in den jeweiligen Leitungs- und Aufsichtsgremien (jeweils ¼ Stadt Sindelfingen, Stadt Böblingen, Landkreis Böblingen, Stadt LE). In der Sitzung der Strategiekommission vom 5.10.2016 haben sich Verwaltungsführung und Vertreter des Gemeinderats darauf verständigt, das Projekt vhs.Regio nicht mehr weiter zu verfolgen. Laut Beschluss des VKS sollte die VHS-Leitung während der Prüfung zur organisatorischen Weiterentwicklung nicht dauerhaft besetzt werden. Die Leitung wurde auf die bis dahin stellvertretende Leiterin Frau Winkler, zunächst kommissarisch und befristet auf zwei Jahre, übertragen. Zur Bewältigung der Arbeit während dieser Zeit hat der VKS eine auf zwei Jahre befristete 0,5-Stelle bewilligt. Die befristete 0,5-Stelle wurde folgendermaßen umgesetzt: Besetzung durch eine Lehrerin im Lehrerprogramm des Landes Baden-Württemberg ab 1.9.2016 (50 % der Personalkosten werden vom Land BW getragen), befristet auf 3 Jahre. Dies ermöglicht es, dass die im Stellenplan zwar vorhandene, aber aktuell nicht besetzte, Fachbereichsleiterstelle weiterhin unbesetzt bleiben kann und somit ein Einspareffekt erzielt wird. Allerdings soll diese Stelle weiter im Stellenplan verbleiben, damit nach Ablauf des Lehrerprogramms flexibel reagiert werden kann. Das Team der VHS hat über den Sommer ein Zukunftskonzept erarbeitet (siehe Anlage 2). 2. Zur Entwicklung der kommunalen Volkshochschule Leinfelden-Echterdingen 2.1 Entwicklung der Organisation Aktuelle Situation der Volkshochschule Leinfelden-Echterdingen Mit ca. 19.500 Unterrichtsstunden (2015) ist die kommunale VHS LE eine VHS mittlerer Größe, die die im Entwicklungsplan des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg geforderten Ziele voll erfüllt. Sie ist in den fünf großen Programmbereichen (Politik – Gesellschaft – Umwelt (Allgemeinbildung) / Kultur – Gestalten / Gesundheit / Sprachen / Arbeit – Beruf) leistungsfähig aufgestellt. Das hat die vom VHS-Verband BW im Juli 2016 erstellte Potenzialanalyse ausdrücklich bestätigt.

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Entwicklung der Unterrichtsstunden (gesamt)

nicht förderfähig förderfähig Summe

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

1530

1499

1141

1696

1637

1378

1798

1817

2467

2799

1289

14427

13949

14752

14862

14339

14611

15115

14116

15089

15503

18201

15.957 15.448 15.893 16.558

15.976 15.989 16.913 15.933 17.556 18.302 19.490

Deutsch als Fremdsprache – Entwicklung der Belegungen 2000

1768 *

1500 1219 1000 662 500

378

436

2010

2011

784

512

0 2012

2013

2014

2015

2016

* geschätzt

Seit Jahren steigt die Nachfrage nach Kursen „Deutsch als Fremdsprache“ an der VHS LE ständig an. Von 2010 auf 2015 stieg die Zahl der Kurse um 250 %, die Zahl der Belegungen um mehr als 300 %. Der Anstieg bis zum Jahr 2014 war ausschließlich auf eine Zunahme von Kursbesuchen von Migranten aus EUStaaten und Drittstaaten zurückzuführen, die wegen Arbeitssuche und Familiennachzug nach LE kamen. Erst Ende 2014 starteten die ersten Kurse für Flüchtlinge. Auch der enorme Zuwachs 2015 und 2016 an Kursen und Belegungen ist nur zur Hälfte durch Kursbesuche von Flüchtlingen verursacht. Die Teilnehmenden im Jahr 2016 hatten 60 unterschiedliche Staatsangehörigkeiten; sie kamen – außerhalb der Flüchtlingsländer – insbesondere aus Kroatien, Ungarn, Italien, Griechenland, der Türkei und Rumänien. Auch in den kommenden Jahren ist mit einer hohen Zahl an Kursbuchungen im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ zu rechnen und dies unabhängig von der Teilnahme von Flüchtlingen. Der Großraum Stuttgart, mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten Deutschlands, zieht Arbeitssuchende aus der ganzen Welt an. Dieser Tatsache gilt es Rechnung zu tragen und die Arbeitgeber durch ein gutes Programm an Deutschkursen zu unterstützen. Zertifizierte Qualitätsentwicklung 2003 Als eine der ersten VHSn in BW führt die VHS LE ein Qualitätsmanagement ein. Zertifizierung nach dem Prozessmodell des Volkshochschulverbands Baden-Württemberg 2006/2010 Zertifizierung nach dem Modell der European Foundation of Quality Management (EFQM): „Committed to Excellence“ 2016 Zertifizierung nach „Committed to Excellence 2 Stern (C2E**)“ Die Deutsche Gesellschaft für Qualität – DGQ Weiterbildung GmbH - stellt in ihrem Bericht zum Assessment vom 8.9.2016 fest: „In der VHS herrscht seit vielen Jahren ein hohes Qualitätsbewusstsein, Abläufe werden seit langem analysiert und optimiert. Im Qualitätsmanagement ist die VHS LE ein Vorbild für viele Einrichtungen.“

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Regionale Vernetzung der VHS Durch die Zugehörigkeit von LE zum Landkreis Esslingen ist die Volkshochschule Mitglied in den entsprechenden Organisationen, Gremien und Einrichtungen im Landkreis bzw. arbeitet mit diesen zusammen: Mitglied im Kreiskuratorium Weiterbildung im Landkreis Esslingen, Mitglied im Netzwerk Beruf Landkreis Esslingen e.V., Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Esslingen, der Bundesagentur für Arbeit Göppingen/Esslingen, dem Landratsamt Esslingen (Tageseltern, Amt für Flüchtlingshilfe) ,der IHK Esslingen, der AOK Neckar-Fils, dem Gesundheitsamt des Landkreises Esslingen, dem Staatlichen Schulamt Nürtingen. Die VHS LE arbeitet eng zusammen mit den VHSn im Landkreis Esslingen. vhs 3 Kooperation Seit 1993 arbeiten die drei Fildervolkshochschulen eng zusammen, verstärkt nochmals seit 2004. Durch die Kooperation wird in jedem Semester das Veranstaltungsangebot auf den Fildern erweitert, verbessert und miteinander verzahnt. Die Kooperation umfasst die Absprache des Angebots und gegenseitige Ausschreibung im Programmheft, gemeinsame Planung von Programmteilen, Schwerpunktthemen, Kulturveranstaltungen, Exkursionen und Projekten. Das Sprachenangebot umfasst dadurch bis zu 20 Sprachen. Mit der „vhs 3 card“ können Teilnehmende alle entsprechend gekennzeichneten Vorträge in den drei VHSn besuchen. Die Geschäftsbedingungen wurden vereinheitlicht und für die Herstellung der Programmhefte wird ein gemeinsames Angebot eingeholt. Die Kosten für die Herstellung der Programmhefte konnten so erheblich reduziert werden. Kooperationspartner in der Stadt LE Bürgerstiftung, Haus Agape, Paul-Gerhard-Kreis e.V. (Kurse für Menschen mit Behinderung), TSV Musberg (Aikido), Ehrenamtliche Arbeitskreise für Flüchtlingsarbeit, Kirchengemeinden, Katholische Erwachsenenbildung in LE, Gesamtelternbeirat, Tafelladen, Industrie- und Wirtschaftsvereinigung LE (IWV), Pharos Stuttgart- Sarajevo e.V., Fotoclub LE, Filder Jazz Freunde, Orientalischer Kulturverein „Oase“ e.V., Kulturkreis Galerie Altes Rathaus Musberg e.V., Geschichtsverein LE e.V., Clogging Verein „Quicksteppers“, LE solar, Frauen helfen Frauen e.V., Buchhandlung Seiffert, NABU, Schwäbischer Albverein, Stadtjugendring, … Für die Stadtverwaltung und mit der Stadtverwaltung LE • Fortbildungsprogramm für die Mitarbeiter/-innen der Stadtverwaltung, gemeinsame Seminare mit Filderstadt und Ostfildern im Auftrag des Haupt- und Personalamts • Koordination der Fortbildung für den Führungskräftenachwuchs der 6 Städte im Landkreis Esslingen • Weiterbildung der Erzieherinnen in Zusammenarbeit mit dem Amt für Schulen, Jugend und Vereine • Qualifizierung der Tagespflegepersonen (Tageselternverein Kreis Esslingen e.V.) • Beiträge zu städtischen Aktionen: Ausstellungen, Jubiläen • Gemeinsame Veranstaltungsplanung mit Kulturamt, Stadtarchiv, Spielkartenmuseum, Wirtschaftsförderung, Amt für soziale Dienste, Amt für Schulen und Vereine usw. • Amt für soziale Dienste: Zusammenarbeit im Bereich Integration und Flüchtlinge, Senioren • Stadtjugendring: Sommerferienprogramm 2.2 Finanzentwicklung Seit 2003 hat die VHS LE mehrere Einsparrunden hinter sich gebracht und hat dabei alle Einnahme- und Ausgabepositionen überprüft und alle sinnvollen Optionen zur Zuschussreduktion realisiert (siehe Anlage 1). In größerem Umfang sind Einsparungen im VHS-Haushalt nur in den Bereichen Personal und Raum- bzw. Gebäudekosten möglich.

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Im Falle einer Fusion hätte die Stadt neben einem entsprechenden Mitgliedsbeitrag an die vhs.Regio weiterhin alle Raum- bzw. Gebäudekosten sowie weitere Aufwendungen im städtischen Haushalt zu tragen. Überprüfungen durch die VHS und das Finanzverwaltungsamt haben ergeben, dass eine Fusion im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2014 jährliche Einsparungen in Höhe von durchschnittlich ca. € 86.600 zur Folge gehabt hätte. Im Jahr 2015 hätte die Einsparung für den Haushalt der Stadt LE im Falle einer Fusion lediglich € 32.500 betragen. Für 2016 zeichnet sich ab, dass das betriebliche Defizit deutlich unter dem im Falle einer Fusion zu bezahlenden Mitgliedsbeitrags an die vhs.Regio liegen wird, so dass überhaupt keine Einsparung realisiert worden wäre. Die Zuschussreduktion ergibt sich durch Einsparungen bei den Personalkosten um ca. € 40.000. Die Stelle der VHS-Leitung wurde nicht neu besetzt. Die vom VKS zur Überbrückung genehmigte 50 %-Stelle wurde durch eine Lehrerin im Lehrerprogramm des Landes BW besetzt (50 % der Personalkosten werden vom Land BW getragen). Gleichzeitig stiegen die Einnahmen 2016 stark an: Deutschkurse, finanziert durch die Bundesagentur für Arbeit; starke Zunahme der Integrationskurse; Steigerung der Gebühreneinnahmen. Für 2017 ist nicht zu erwarten, dass die Einnahmen in dieser Höhe bleiben. Eine Fusion wäre trotzdem lediglich mit einem geringen finanziellen Vorteil für die Stadt LE verbunden. Insgesamt setzt die VHS LE folgende Maßnahmen zur Zuschussreduktion um: • Regelmäßige Gebührenerhöhungen. Start bereits im Herbst 2016. Geschätzte Mehreinnahmen für 2017: € 20.000. • Zusätzlich Einnahmen durch den Ausbau des Gesundheitsbereichs. Geplante Mehreinnahmen ab 2018: € 10.000. • Frau Winkler übernimmt unbefristet die Leitung der VHS. Die Kosten einer neuen VHS-Leitung entfallen. Eine Fachbereichsleitung ist über das Lehrerprogramm besetzt. Einsparungen pro Jahr: ca. € 40.000 • Durch die Personalzusammensetzung ergeben sich in Zukunft Möglichkeiten zur flexiblen Steuerung. Die VHS wird dem VKS zukünftig einmal jährlich einen Bericht vorlegen mit den aktuellen Entwicklungen inkl. Finanzen. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt vhs.Regio nicht weiter verfolgt werden und stattdessen die VHS LE mit der Umsetzung des beigefügten Zukunftskonzepts 2016-2020 beauftragt werden.

Roland Klenk Oberbürgermeister Anlage(n): Vollzogene Maßnahmen zur Zuschussreduktion der Volkshochschule, Zukunftskonzept 2016-2020

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Anlage 1 zur Sitzungsvorlage Nr. 291/2016 Vollzogene Maßnahmen zur Zuschussreduktion der Volkshochschule (seit 2003) Einsparrunden 2003–2005, 2011–2014 und neue Maßnahmen Personal • Streichung einer 100 % Verwaltungsstelle (2003) • Streichung ½ Verwaltungsstelle (Fr. Unger, 40 %) Der Verlust entspricht 14,7 % des damaligen Personalbestands • Streckung der Wiederbesetzung ¾ Verwaltungsstelle (Fr. Senn, 80 %); Azubi-Vertretung • Reduzierung der Honorarkräfte in der Sprachberatung infolge teilweiser Übernahme durch HPM • Wegfall Zivi. Das hauptamtliche Personal übernimmt die Aufgaben. (2011) • Besetzung einer Fachbereichsleitung über das Lehrerprogramm des Landes Baden-Württemberg (100 %-Stelle kostet 50 %) (2016) Dozentinnen/Dozenten • Reduziertes Anfänger-Honorar (Spreizung) • Einfrieren der Honoraranpassung (letzte Erhöhung des Standardhonorars 2002) • Koppelung der Honorarerhöhung an Fortbildungsaktivitäten; Leistungshonorar ab 2014: € 23,00/UE (VKS-Beschluss 2012) • Halbierung des Fahrtkostenzuschusses für auswärtige Kursleitende (2004), weitere Reduktion (2012), neue Kursleitende erhalten i.d.R. keine Fahrtkostenerstattung mehr (2012). • Reduktion der Erstattung von Fortbildungskosten (i.d.R. 50%) bzw. Wegfall (VHS Fortbildungsakademie) (2012) • Kursleitende drucken Anwesenheitslisten selbst aus. (Einführung ab 2010) • Streichung des Sitzungsgeldes für Planungskonferenzen (2012) Teilnehmer/innen • Streichung der Seniorenermäßigung (2003), Reduktion der Ermäßigung für Arbeitslose, Schwerbehinderte von 25 % auf 10 % (2012) • Regelmäßige Gebührenerhöhungen • Abschaffung der schriftlichen Anmeldebestätigungen. Wurde wieder eingeführt, heute fast ausschließlich per Mail. • Umlage der Kopierkosten auf TN • Reduktion der Bewirtung bei Langen Abenden Programm • Gemeinsame Planung, Programmabsprachen im vhs 3 Verbund seit 1993, ausgebaut ab 2003 • Angebotsreduktion: Sonntags-Matinées, Vorträge, Themenreihen, Semestereröffnungsveranstaltung, Ausstellungen • Vorträge (Abendkasse) werden ersetzt durch Lange Abende und Kurzseminare (mit Anmeldung) • Zusätzliche Auftragsmaßnahmen und Projekte, Aufgabe der Organisation des Senioren-SommerProgramms • Ausbau der Angebote in der (Sommer-)Ferienzeit • Einführung der Schnupperkarte für Sprachkurse, 10er-Karte im Gesundheitsbereich Programmheft/Werbung • Kostengünstigere Auftragsvergabe (Ausschreibung Druck im vhs 3 Verbund) • Agenturwechsel bei Anzeigen und Layout (im vhs 3 Verbund) • Aufgabe der flächendeckenden Haushaltsverteilung (2009) Räume • Aufgabe teurer Veranstaltungsorte (Aula LUS, Treff Impuls, Konferenzraum Hallenbad, Filderhalle, Zehntscheuer) • Ersatzlose Aufgabe eigener VHS-Räume (Sonnenbühl, Eichbergschule, Ludwig-Uhland-Schule) • Belegungsverdichtung in den übrigen VHS-eigenen Räumen

Anlage 2 zur Sitzungsvorlage Nr. 291/2016

Zukunftskonzept der Volkshochschule Leinfelden-Echterdingen 2016 – 2020

Stand: 15.11.2016

Das „Zukunftskonzept“ – inhaltliche Weiterentwicklung der kommunalen VHS LE Ist-Analyse und Zielentwicklung – Vorgehensweise • Zusammentragen der Rahmenbedingungen, unter denen die VHS LE agiert • Das Team sammelt Ideen und entwickelt Ziele für die gesamte VHS und einzelne Fachbereiche – kurzfristig und langfristig. • Der VHS-Verband Baden-Württemberg erstellt eine Potenzialanalyse auf der Grundlage der gelieferten Daten und Ziele und der Analyse von zwei Programmheften. Das fünfzigseitige Ergebnis besteht aus konkreten Empfehlungen zur Optimierung einer beachtlichen Bilanz. • Bei einem Workshop werden die Ziele für die nächsten Jahre definiert. Diese sind die Basis für das Zukunftskonzept. • Detailuntersuchung aller von der VHS beeinflussbaren Haushaltspositionen auf Einsparpotenziale bzw. Möglichkeiten zur Einnahmeerhöhung. • Analyse der Finanzentwicklung der letzten 10 Jahre durch die Stadtkämmerei

Ausgangslage Entwicklung von Bevölkerung und Altersgliederung in der Stadt LE Die im Juli vorgestellte „Bevölkerungsvorausrechnung LE für 2030“ enthält einige Besonderheiten für LE: Durch verstärkten Wohnungsbau wird die Einwohnerzahl weiter steigen. Bundesweit altert die Gesellschaft. Dies gilt auch für LE. Allerdings ist die Entwicklung durch den Zuzug junger Menschen verzögert. Bis 2030 steigt – entgegen dem bundesweiten Trend – die Zahl der 0- bis unter 65-Jährigen noch weiter an. Die demographische Entwicklung in der Stadt LE bietet deshalb besonders gute Voraussetzungen für eine positive Entwicklung der VHS. Dazu kommt ein großes Potenzial an Kunden durch die Pendlerströme aufgrund des attraktiven Arbeitsmarkts. 2015 betrug der Berufspendler-Saldo +11.700 Personen (in Filderstadt -3.900, Ostfildern -3.500). Migration und Integration – nicht nur Deutschkurse an der VHS LE Die Aufgaben von Volkshochschulen im Bereich Integration gehen weit über das Angebot an Deutschkursen hinaus. Integration bedeutet auch politische Grundbildung und interkulturelles Verständnis, kulturelle Bildung, Gesundheitsbildung, Schulabschlüsse und deren Vorbereitung, Integration in Arbeit und Beruf. Die Stärke von kommunalen Volkshochschulen ist die Vernetzung mit den Akteuren in der Stadtverwaltung und den Ehrenamtlichen. Dadurch können sie besser zu sozialer und kultureller Integration beitragen. Die VHS LE arbeitet eng mit dem Amt für soziale Dienste (Kontaktstelle für Integration, Koordinationsstelle Ehrenamt) zusammen. Sie nimmt an Treffen der Flüchtlings-AKs teil, arbeitet im Team „Sprachbegleitung LE“ mit. Sie ist Ansprechpartnerin und Ratgeberin für die ehrenamtlichen Sprachbegleiter (per Mail und Telefon) und führt Schulungen für diese durch. In Zusammenarbeit mit dem Amt für soziale Dienste und den Flüchtlings-AKs hat sie eine Veranstaltungsreihe zur Basisqualifizierung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit organisiert.

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Maßnahmen für die nächsten 2 bis 3 Jahre im Überblick: Ziel 1: Die VHS ist das Familienbildungszentrum inLE (Zielgruppe junge vhs / Familien) 1. Ausbau a. Kunst und Gestalten b. Outdoor / Erlebnispädagogik 2. Kooperation mit Schulen und Kindergärten Angebote für die Ganztagesbetreuung in Schulen Ziel 2: Neue Programmlinie „Das digitale Plus“ Digitale Ergänzung und Erweiterung des Angebots 1. „Das digitale Plus“ 2. Kooperation mit der Stadtbücherei LE Schriftliche Kooperationsvereinbarung 3. Fortbildung für Dozenten – kontinuierlich

Verantwortlich: Silke Banzhaf Zeithorizont: bis Ende 2018

Verantwortlich: Ilse Winkler Zeithorizont: Start im Herbst 2016 Ausbau Ende 1. Quartal 2017

Ziel 3: Ausbau des Gesundheitsbereichs

Verantwortlich: N.N.

1. Entwicklung neuer Angebote 2. Ausbau von Schnupperkursen in Kooperation mit Vereinen

Zeithorizont: bis Ende 2017

Ziel 4: Angebote für Seniorinnen/Senioren

Verantwortlich: N.N.

1. Gespräche mit dem Amt für soziale Dienste 2. Gespräche mit Stadtseniorenrat 3. Ausbau der Kooperation mit den Seniorentreffs Ziel 5: AZAV-Zulassung

Zeithorizont: bis Ende 2017

Verantwortlich: Antje Weber Zeithorizont: 2./3. Quartal 2017

Ziel 1: Die VHS ist das Familienbildungszentrum in der Kommune Die Familienbildung ist traditionell einer der Programmschwerpunkte der VHS LE. Die Angebote sind im Programmbereich „Forum Familie“ zusammengefasst. Sie richten sich an Kinder, Jugendliche und Eltern und umfassen alle Programmbereiche der VHS. Im Bereich Familienbildung war die VHS LE in der Vergangenheit bereits sehr aktiv, viele Programmlinien benötigen eine Auffrischung, eine Anpassung an die veränderten Lebensbedingungen in den Familien und neue Ideen. Der Programmbereich „Forum Familie“ hat daher noch deutliches Ausbaupotenzial vor Ort. LeinfeldenEchterdingen verfügt nicht wie einige Nachbarstädte und -gemeinden zusätzlich über eine Familienbildungsstätte oder eine Jugendkunstschule. Deshalb sollen Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche unter dem Dach der Volkshochschule in Leinfelden-Echterdingen weiter gestärkt werden. Die VHS soll zur ersten Anlaufstelle für Familien ausgebaut werden. Ein weiterer Ausbau des Angebots für Familien ist eine gute Investition in die Zukunft, sowohl mit Blick auf die langfristige Bindung von Kunden an die Volkshochschule LeinfeldenEchterdingen als auch für die Stadt LE, die mit vielfältigen und qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten für junge Familien ihre Attraktivität steigern kann. Kooperationen mit anderen lokalen Einrichtungen müssen ausgebaut werden, z.B. mit Kindertageseinrichtungen, Schulen, Elternbeiräten usw.

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Der Ausbau soll schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen erfolgen: Zielgruppen: • werdende Mütter und junge Mütter/Väter • Familien mit Kindern 0 bis 3 Jahre • Kinder ab 3 Jahren am Wochenende und in den Ferien Ausbau folgender Veranstaltungsformate • längere Kurse im Bereich Kreativität oder Bewegung • Kurse, die das ganze Jahr über regelmäßig stattfinden • Angebote an Wochenenden • Ferien, insb. kleine Ferien • Angebote mit Betreuungseffekt (mind. halbtägig) • Vorträge für Eltern Schwerpunkte: „vhs fantasie“ Kunst und Gestalten

„vhs outdoor“ Outdoor / Erlebnispädagogik

Pädagogik

Schule

Gesundheit/Essen und Trinken



Keramik/Töpfern, Holz, Schmuckgestaltung, Upcycling von Altmaterialien, Schweißen (z.B. zusammen mit Vätern) • Zeichnen und Malen, z.B. Comiczeichnen • Textiles Gestalten, z.B. Filzen, Nähen, Häkeln, Stricken, Textildruck und -gestaltung, alte Kleidung umgestalten • Zaubern, Theater • Kunst mit elektronischen Medien, z.B. Malen mit iPad, Fotogestaltung • Cross-over-Angebote, z.B. Natur kombiniert mit Kunst (Gestalten mit Naturmaterialien, Malen von Pflanzen und Tieren) Kooperation mit der Kunstschule Filderstadt • Angebote in der Natur (Wald, Wiese, Bach, Fluss und Seen), Waldwochen, Walderlebnistag • Leben wie Indianer, wie in der Steinzeit, kreatives Gestalten mit Naturmaterialien, Fledermausnacht • Wilhelmabesuch • Schnupperkurs Klettern, Bogenschießen, Kanufahren • Erlebnistage für Erwachsene mit Kindern Kooperation mit Nabu, BUND, … • Pekip • Vorträge zu populären Erziehungsthemen, evtl. auch in einer Fremdsprache • • • • • • • • • •

Ergänzung und Vertiefung schulischen Wissens Prüfungsvorbereitung Lernen lernen Geburtsvorbereitung, Yoga, Wellness für Schwangere Fitness für junge Eltern, Kangatraining Yoga für Kinder Zumba und Hip Hop für Kinder und Jugendliche Perfektes Dinner, Knigge für Kids, Kochen mit Freunden Kochschule mit Jamie Oliver für Jugendliche und junge Erwachsene Smoothies, Cocktails

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Sprachen

Naturwissenschaft / Technik

Förderprogramm talentCAMPus



Sprachangebote für kleinere Kinder, kombiniert mit Singen, Musik oder Tanz • Muttersprachkurse für Kinder aus Zuwandererfamilien, z.B. in Arabisch • Chinesisch für Schüler • Business-Englisch im Rahmen des Bildungszeitgesetzes • Experimentierwerkstätten (Wasser, Strom u.Ä.) • Werken • Bauen von Robotern und anderen innovativen Gegenständen und Geräten • 3 D-Druck, Chats, Foren, kooperatives Lernen auf Plattformen, Wikis usw.) Ferienangebote für benachteiligte Kinder und Jugendliche (10 bis 18 Jahre), zur Zeit auch für Angebote für Flüchtlingskinder In Kooperation mit 2 weiteren Partnern

Ganztagesbetreuung in Schulen Im Zuge eines weiteren Ausbaus der Ganztagesbetreuung in den Schulen entsteht zusätzlicher Bedarf an Angeboten. Viele VHSn sind auf diesem Gebiet bereits tätig. Die VHS LE kann das vorhandene Angebot bereichern. Zusammen mit den Schulen wird festgestellt, in welchen Bereichen Bedarf besteht. Mögliche Angebote der VHS reichen vom kreativen Gestalten über Bewegungsangebote, Kochen, Natur und Technik, Sprachen und interkulturelle Bildung, EDV und Medien, Politik und Persönlichkeitsbildung bis zur Lernförderung. Räumliches „Zentrum“ Ideal wären 1 bis 2 Räume, die für Veranstaltungen mit Kindern ausgestattet sind. Dieser langjährig vorgebrachte Wunsch wird wohl in absehbarer Zeit nicht erfüllt. Der Ausbau des Familien-„Zentrums“ muss deshalb ohne räumliches Zentrum und ohne spezielle Räume erfolgen. Genutzt werden Räume, in denen auch Kurse für Erwachsene stattfinden. Ausgebaut werden soll der Outdoor-Bereich. Maßnahmen • Gründung eines Beirats für Familienbildung an der VHS mit Beteiligung des Amts für Schulen und Vereine, Erzieherinnen, Hebammen, Stadtjugendring, Stadtseniorenrat, Elternbeirat, offene Jugendtreffs, Tageseltern, usw. • Kontakt zu Lehrern herstellen (Vorteil Lehrerprogramm nutzen) • Angebote deutlicher hervorheben im Programmheft und im Internet • Ferienangebote sichtbarer machen • Flyer-Werbung in Schulen und Kindergärten • Werbung über Elternbeiräte der Schulen

Ziel 2: „Das digitale Plus“ Digitale Ergänzung und Erweiterung des vhs-Angebots zu dessen Flexibilisierung und Individualisierung Die Digitalisierung der Gesellschaft ist längst bei den Volkshochschulen angekommen, auch bei der VHS LE. Seit Jahren beteiligt sie sich an Projekten zu neuen Lernformen und experimentiert selbst damit. Dabei setzt sie zuerst einmal auf ihre eigentliche Stärke, den Präsenzunterricht für die Teilnehmenden vor Ort. Dieser soll nun, wo es sinnvoll ist, durch digitale Formate ergänzt werden. Die im Herbst bereits gestartete Programmlinie „Das digitale Plus“ wird systematisch ausgebaut. Ziel ist, die Teilnehmenden beim Lernen zu unterstützen, z.B. um Versäumtes nachzuholen, den Lernerfolg zu überprüfen oder Gelerntes zu vertiefen. Lernen wird dadurch individueller, flexibler und abwechslungsreicher.

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Hier gibt es aber auch Grenzen: Sprachunterricht beispielsweise lebt von der Begegnung und dem lebendigen Austausch zwischen den Menschen. Interkulturelles Lernen, ein wichtiger Bestandteil des fremdsprachlichen Unterrichts an Volkshochschulen, funktioniert nur im direkten Kontakt zwischen den Menschen. Mündliche Kommunikation kann am besten trainiert werden mit einem konkret vorhandenen Gegenüber. Gleichzeitig sollten die Kursleitenden so geschult sein, dass sie den Präsenzkurs sinnvoll und effektiv durch digitale Lernelemente ergänzen. Es muss ein Mittelweg gefunden werden zwischen dem traditionellen Präsenzangebot und den Formen des digitalen Lernens und dieser muss auch in der Kommunikation nach außen dargestellt werden. Maßnahmen: • Information der Kursleitenden zum „digitalen Plus“ in Kursleiterkonferenzen. Kursleitende und Kurse finden, wo ein Einsatz sinnvoll ist und gelingen kann (viele Teilnehmende wünschen keine digitalen Formate). Passgenaue Angebote definieren. • Kontinuierlicher Besuch von Fortbildungsveranstaltungen durch Kursleitende beim VHS-Verband • Schnupperangebot für Teilnehmende: Was ist „das digitale Plus“? Angebote: • Ergänzung von Kursen im Bereich Sprachen und Beruf durch Bereitstellung von Materialien auf der Lernplattform ILIAS • Ergänzung der Sprachkurse durch DVDs, Youtoube-Videos und E-Learning-Angebote der Stadtbücherei (siehe unten) • Einsatz von Apps: Das Smartphone hilft bei der Ernährungsumstellung (App Ernährungstagebuch) Style & You– Stilberatung 2.0 für jugendliche Girls mit Tablet + Co App zum Deutschlehrbuch • Deutschkurs mit dem Online-Lernportal www.ich-will-deutsch-lernen.de • Les actualités françaises à la Une par skype. Französischkurs hält Kontakt zur Dozentin im Ausland. • Live-Webinare zu Kursen Xpert Business „Betriebswirtschaft / Rechnungswesen“ (Durchführungsgarantie) mit bundesweit anerkannten Abschlüssen Außerdem Informationsveranstaltungen, die über die gesellschaftlichen Auswirkungen der zunehmend digitalisierten Gesellschaft informieren und die Teilnehmenden auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten: • Das selbst fahrende Auto • Industrie 4.0 • Künstliche Intelligenz • SmartHome – das clevere Zuhause E-Learning in Kooperation mit der Stadtbücherei Die Stadtbücherei LE ist Mitglied im Verbund der 24*7 Online-Bibliothek. Über diese Plattform können ab 2017 (zunächst für 2 Jahre) auch VHS-Kurse und VHS-Teilnehmende E-Learning-Angebote nutzen. Zur Verfügung stehen: LinguaTV (Sprachkurse auf Basis des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER), Video2Brain (über 70.000 Trainingsvideos in mehr als 1.500 E-Learning-Kursen zu vielen Themen von Bildbearbeitung über Business, Computer und Marketing bis hin zu Audio und Video). Die E-Learning-Angebote unterstützen und ergänzen Kurse der VHS. Die Einführung ist in folgenden Schritten geplant: • Kursleitende informieren im Kurs über die E-Learning-Angebote der Stadtbücherei. • Sie bauen geeignete E-Learning-Sequenzen in ihren Unterricht ein. • Sie weisen darauf hin, welche E-Learning-Angebote zur Vertiefung des Lernstoffs geeignet sind. • Wer einen Bibliotheksausweis hat, kann das Angebot kostenlos nutzen, andere Interessenten erhalten Schnuppergutscheine. • Die E-Learning-Angebote werden von VHS und Stadtbücherei gemeinsam beworben.

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Ziel 3: Ausbau des Gesundheitsbereichs Die Gesundheit bleibt auch zukünftig ein Megatrend in unserer Gesellschaft. Der Markt an Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote wird nach Aussage der Trendforschung zukünftig weiter wachsen. „Gesundheit ist nicht mehr nur erstrebenswerter Zustand, sondern Lebensziel und Lebenssinn. Der Megatrend verknüpft psychische und physische Dimension immer enger, Gesundheit und Zufriedenheit verschmelzen. Die Menschen übernehmen mehr Verantwortung für ihre Gesundheit und treten dem Gesundheitssystem selbstbewusster gegenüber.“ (Zukunftsinstitut GmbH) Die VHS LE hat diesen Trend bereits erkannt und möchte den Gesundheitsbereich breiter aufstellen. Dabei sollen die Interessen der anderen Akteure auf dem Gesundheitsmarkt berücksichtigt werden. Angebote erfolgen ggf. in Absprache oder Kooperation. Generell bietet der Trend für alle Anbieter im Gesundheitsbereich Ausbaumöglichkeiten. Schwerpunkte: • Vorträge zum Gesundheitswissen • Gesunde Ernährung (Allergien, moderne Trends wie vegetarisch, vegan oder Low Carb) • Naturheilkunde • Stressabbau • Achtsamkeit, Meditation • Entspannung („Malen und Meditation“) oder Stressabbau („Actionpainting“) • Entspannt durch die Wechseljahre • Schwimmen für Migrantinnen • Tanz, Line Dance Die VHS kann Angebote in Kooperation mit Vereinen machen, z.B. Schnupperkurse zu Angeboten der Sportvereine (Modell Aikido). In Kooperation mit Vereinen oder anderen Volkshochschulen erhalten Teilnehmende beispielsweise einen Einstieg ins Kanufahren, Skischuhwandern, Klettern, Tennis, Bergwandern. Zukünftig steigt die Nachfrage nach zeitlich flexiblerer Ausgestaltung der Kursangebote. Das Kursangebot wird so erweitert, dass einige Kurse regelmäßig übers Jahr neu starten. Dadurch ist es möglich jüngere Zielgruppen anzusprechen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Gesundheitsbildungs-anspruch nicht verloren geht und die Qualität der Angebote erhalten bleibt. Um die Raumkapazitäten voll auszunutzen, sollen auch verstärkt Ferienkurse angeboten werden.

Ziel 4: Angebote für die Zielgruppe: Seniorinnen/Senioren Das Angebot für die Älteren wird in enger Absprache dem Amt für soziale Dienste und der Seniorenfachberatung, dem Stadtseniorenrat und den Treffpunkten ausgebaut. Eine gemeinsame Werbung für die Angebote wird angestrebt. Größere Aktionen werden in Kooperation geplant und durchgeführt, z.B. eine Gesundheitswoche. Bei Senioren handelt es sich nicht um eine homogene Zielgruppe. Dies erfordert differenzierte Angebote für unterschiedliche Altersgruppen und Lebensumstände. Für "go go’s", "slow go’s" und "no go’s" müssen unterschiedliche Angebote entwickelt werden. Schwerpunkte: • Vorbereitung auf den Ruhestand • Vorträge oder Seminare: Rente, Steuern, Geldanlage, Testament und Erbrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, Gesundheit, Ernährung • Senioren im Ehrenamt befähigen • Angebote der kulturellen Bildung: „Endlich Zeit zum Malen, Singen …“ • „Schreib Dein Leben!“ – autobiografisches Schreiben • Medienkompetenz: PC-Treff, Sicher online, Umgang mit dem Smartphone • Geistig fit und aktiv, Gedächtnistraining Seite 6

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Informationsveranstaltungen, wie die mobilen Endgeräte das Leben von Senioren erleichtern können und ein längeres selbstbestimmtes Leben ermöglichen (E-Health, Ambient-Assisted-Living) Gesundheitsbildung mit dem Ziel, möglichst lange die selbstständige Lebensführung zu erhalten: Zumba Gold – die sanfte Variante für jedes Alter VHS im Altenheim ausbauen: Vorträge: Reisen, Natur; Kurse: Tanzen, Gymnastik, Entspannung Rollator-Tanz-Café

Ziel 5: Die AZAV-Zertifizierung durchführen Bildungsträger, die Bildungsgutscheine annehmen oder sich auf öffentliche Ausschreibungen der Arbeitsagentur bewerben möchten, benötigen die AZAV-Zertifizierung (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) durch die Arbeitsagentur. In nächster Zeit wird außerdem die Berufs- bzw. Arbeitsplatzorientierung von Sprach- und Integrationskursen deutlich zunehmen. Diese werden von der Bundesagentur für Arbeit finanziert und setzen häufig die AZAV-Zertifizierung voraus. Da mit der AZAV-Zertifizierung gleichfalls die Forderung des vhs-Entwicklungsplans nach einem QM-Verfahren erfüllt ist, kann ggf. auf eine in 2 Jahren erneut fällige EFQM-Rezertifizierung verzichtet werden.

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