Unternehmensweites Risikomanagementsystem. Organisation des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems

An die Aktionäre Z u s a m m e n g e fa s s t e r L a g e b e r i c h t Risiko- und Chancenbericht Konzernabschluss Weitere Informationen Risiko- ...
Author: Frank Kohler
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An die Aktionäre

Z u s a m m e n g e fa s s t e r L a g e b e r i c h t Risiko- und Chancenbericht

Konzernabschluss

Weitere Informationen

Risiko- und Chancenbericht Das Management von Risiken und Chancen ist untrennbarer Bestandteil der Unternehmenssteuerung und der Geschäfts­ prozesse. Der Fokus liegt 2015 auf Marktrisiken.

Unternehmensweites Risiko­ managementsystem

zen und Vorschriften. Das MAN-Compliance-­System

Unternehmerisches Handeln ist ständig Risiken ausge-

haltensstandards. Hierbei stehen bei MAN die Themen

setzt. Die MAN Gruppe definiert Risiko als die Gefahr,

Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht, Datenschutz sowie

dass Ereignisse oder Entscheidungen und Handlungen das

die Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzie-

Unternehmen daran hindern, definierte Ziele zu erreichen

rung im Fokus. Details hierzu finden sich im Abschnitt

bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren. Um Chancen auf

„Compliance“.

den Märkten zu nutzen, geht das Unternehmen bewusst Risiken ein, wenn hierdurch ein angemessener Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts zu erwarten ist. Existenzgefährdende Risiken dürfen dabei grundsätzlich nicht

unterstützt die Einhaltung aller auf das Unternehmen anzuwendenden Gesetze, internen Richtlinien und Ver-

Organisation des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems

eingegangen werden oder müssen, soweit unvermeidbar,

Die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Auf-

durch geeignete Maßnahmen minimiert werden. Dazu ist

rechterhaltung eines angemessenen und zielgerichte-

ein wirksames, auf die Belange der Geschäftsaktivitäten

ten Risikofrüherkennungssystems trägt der Vorstand der

ausgerichtetes Risikomanagementsystem erforderlich, das

MAN SE. Der Vorstand hat Umfang und Ausrichtung des

frühzeitig die notwendigen Informationen für die Steue-

Risikomanagements und des internen Kontrollsystems

rung des Unternehmens zur Verfügung stellt.

anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen

Das Risikomanagementsystem der MAN Gruppe

definiert. Hierbei sieht das Führungskonzept „Industrial

ist ein untrennbarer Bestandteil der Unternehmenssteu-

Governance“ dezentrale operative Entscheidungsprozesse

erung und der Geschäftsprozesse. Es setzt sich aus den

in der MAN Gruppe vor. In der Konsequenz ist das Manage-

Kern­elementen Unternehmensplanung einschließlich des

ment der Bereiche dafür verantwortlich, dass sämtliche

unterjährigen Review-Prozesses, Risiko- und Chancenma-

Konzernunternehmen in das Risikomanagement und

nagement („Risikomanagement“), internes Kontrollsystem

das interne Kontrollsystem eingebunden sind. Die Kon-

und Compliance-System zusammen.

zernrichtlinie für Risiko- und Chancenmanagement und

Die Unternehmensplanung soll u. a. gewährleisten,

internes Kontrollsystem („Konzernrichtlinie“) stellt den

Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren und ein-

Rahmen für ein konzernweit einheitliches Verständnis des

zuschätzen, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das

Risikomanagements und des internen Kontrollsystems dar

Risikomanagement ist auf allen Konzernebenen darauf

und enthält Regelungen für die Aufbauorganisation, Pro-

ausgelegt, aktuelle und relevante Informationen über die

zesse und Berichterstattung. Die Konzernrevision prüft

Entwicklung der wesentlichen Risiken und Chancen und

die Einhaltung der Regelungen des Risikomanagements.

die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen frühzeitig zu liefern. Im Fokus des internen Kontrollsystems stehen die gezielte Überwachung und Steuerung von Risiken, ins-

Aufbauorganisation

Die Aufbauorganisation für das Risikomanagement

besondere in Bezug auf die Wirksamkeit von Geschäfts-

und das interne Kontrollsystem orientieren sich an

prozessen, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der

der Managementhierarchie der MAN Gruppe. So sind

Finanzberichterstattung sowie die Befolgung von Geset-

Rollen mit Verantwortlichkeiten und Gremien etabliert,

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MAN Geschäftsbericht 2014

die auf Gruppenebene wie auch in den Bereichen gleich

Weiterentwicklung, um veränderte Rahmenbedingungen

­aufgebaut sind. In den Bereichen und wesentlichen Gesell-

zu berücksichtigen und den Nutzen auf allen Ebenen des

schaften der MAN Gruppe gibt es Koordinatoren für

Unternehmens weiter zu erhöhen.

Risiko­management und internes Kontrollsystem. Diese stellen sicher, dass die in der Konzernrichtlinie definierten Prozesse umgesetzt werden. Darüber hinaus wirken sie

Berichterstattung

Im Rahmen einer vierteljährlichen Berichterstattung

bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verbes-

werden in den Risikoboards die Risikolage und wesentli-

serung des Risikomanagementsystems mit. Auf Bereichs-

che Kontrollschwächen sowie Maßnahmen zur Risikobe-

wie auch auf Gruppenebene sind fachbereichsübergrei-

wältigung und Behebung von Kontrollschwächen an die

fende Risikoboards eingerichtet, die als zentrale Kontroll-,

Bereichsvorstände sowie den Vorstand der MAN SE berich-

Steuerungs- und Überwachungsinstanzen für Risiko­

tet. Des Weiteren wird dem Aufsichtsrat im Rahmen der

management und internes Kontrollsystem fungieren.

Prüfungsausschusssitzungen regelmäßig über die Risikolage und über wesentliche Schwächen des internen Kont-

Regelprozess des Risikomanagements

rollsystems der MAN Gruppe berichtet.

Phasen Identifikation, Analyse, Beurteilung, Steuerung,

Rechnungslegungsbezogenes Risiko­ management und internes Kontrollsystem

Der Regelprozess im Risikomanagement umfasst die Überwachung und Kommunikation. Hierbei werden die Risiken und Chancen entweder als kurzfristig, d. h. bis zu einem Jahr, oder als langfristig, d. h. bis zu fünf Jahren, klas-

Generell umfassen das Risikomanagement und das

sifiziert. Die Bewertung der Risiken erfolgt unter Berück-

interne Kontrollsystem als integraler Bestandteil auch die

sichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit

rechnungslegungsbezogenen Prozesse sowie sämtliche

und Schadenshöhe gemäß einer Brutto- und Nettobewer-

Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungsle-

tung, wobei die Nettobewertung bereits risikomindernde

gung. Dies bezieht sich auf alle Teile, die den Konzernab-

Maßnahmen berücksichtigt. Dabei sind auch qualitative

schluss wesentlich beeinflussen können. Im Rahmen des

Einschätzungen möglich. Zur Beurteilung der Wesent-

Risikomanagements werden erkannte Risiken hinsichtlich

lichkeit einer solchen Nettobewertung wird das geplante

ihres Einflusses auf den Konzernabschluss bewertet und

Operative Ergebnis der jeweiligen organisatorischen Ein-

entsprechende Maßnahmen ergriffen.

heit herangezogen. Die risikomindernden Maßnahmen

Die internen Kontrollen richten sich auf die

werden von den Risikoverantwortlichen in den Bereichen

Begrenzung von Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der

definiert, durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit über-

Finanzberichterstattung und von Risiken durch die Nicht-

prüft. Mittels einheitlich definierter Risikofelder können

einhaltung regulatorischer Normen bzw. durch betrüge-

außerdem etwaige Risikokonzentrationen frühzeitig

rische Handlungen sowie auf die Minimierung operati-

erkannt und aktiv gehandhabt werden.

ver/wirtschaftlicher Risiken (z. B. Vermögensgefährdungen

Im Rahmen der Risikoboards der Bereiche erfolgt

durch unberechtigte operative Entscheidungen oder

eine Einschätzung der aktuellen Risikolage durch Diskus-

unberechtigt eingegangene Verpflichtungen). Für Kon-

sion und Gegenüberstellung der Top-Risiken und Top-

trollen mit Rechnungslegungsbezug gilt, dass diese mit

Chancen sowie die Nachverfolgung der Maßnahmen

hinreichender Sicherheit gewährleisten sollen, dass der

und Bewertung der Effektivität. Im Risikoboard der MAN

Konzernrechnungslegungsprozess im Einklang mit den

Gruppe werden dann auf Basis der Top-Risiken und Top-

IFRS, dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevan-

Chancen die Risikolage der Gruppe bewertet und Maßnah-

ten Regelungen und Gesetzen erfolgt und verlässlich ist.

men zur Risikobewältigung und -behebung verabschiedet.

Die MAN Gruppe hat das bestehende interne Kon-

Der Fokus der Diskussion liegt dabei auf den Risikoursa-

trollsystem gemäß den Empfehlungen des Committee of

chen und Maßnahmen.

Sponsoring Organizations of the Treadway Commission

Darüber hinaus unterliegen das Risikomanage-

(COSO) strukturiert und konzernweit einheitlich doku-

ment und das interne Kontrollsystem einer ständigen

mentiert, um so die Wirksamkeit der internen Kontrollen

An die Aktionäre

Z u s a m m e n g e fa s s t e r L a g e b e r i c h t Risiko- und Chancenbericht

systematisch beurteilen zu können. Die Dokumentation umfasst sämtliche Standardgeschäftsprozesse einschließ-

Konzernabschluss

Weitere Informationen

Chancen und Risiken

lich der für die Abschlusserstellung relevanten Prozesse

Die wesentlichen Chancen und Risiken, die Auswirkun-

mit den jeweils erforderlichen Kontrollen. Darüber hinaus

gen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben

werden Kontrollen zu bekannten geschäftsspezifischen

können, klassifiziert die MAN Gruppe anhand der fünf

Risiken erfasst. Der Umfang der Dokumentation bestimmt

Risikofelder Markt, Produkte, Prozesse, Mitarbeiter und

sich aus jenen Gesellschaften, die für den Konzernab-

Finanzen.

schluss wesentlich oder aufgrund qualitativer Merkmale einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Dieser wird jährlich auf Basis definierter Kriterien überprüft.

Markt

MAN sieht mittel- bis langfristig in allen Bereichen Chan-

Wesentliche Elemente zur Risikosteuerung und

cen für ein profitables Wachstum in den Transport- und

Kontrolle in der Rechnungslegung der MAN Gruppe sind

Energiemärkten. Die grundlegenden weltwirtschaftli-

die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kont-

chen Trends wie das anhaltende Wachstum, eine ver-

rollen bei der Abschlusserstellung, transparente Vorgaben

stärkte internationale Arbeitsteilung und daraus resultie-

mittels Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstel-

rend weltweit steigende Transportstrecken und -volumina

lung, angemessene Zugriffsregelungen in den abschluss-

sowie wachsender Energiebedarf, der zunehmende Investi-

relevanten EDV-Systemen sowie die eindeutige Regelung

tionsbedarf der Öl- und Gasindustrie und die erforderliche

von Verantwortlichkeiten bei der Einbeziehung externer

Innovationskraft aufgrund der sich entwickelnden globa-

Spezialisten. Das Vier-Augen-Prinzip und die Funktions-

len Klimapolitik werden sich fortsetzen. MAN arbeitet im

trennung sind auch im Rechnungslegungsprozess wich-

Rahmen seiner strategischen Ausrichtung kontinuierlich

tige Prinzipien, die in den internen Kontrollen der MAN

daran, diese Marktchancen zu realisieren.

Gruppe umgesetzt sind.

Risiken für eine Fortsetzung des Weltwirtschafts-

Für interne Kontrollen mit Rechnungslegungsbe-

wachstums bestehen aus unserer Sicht vor allem in struk-

zug gilt, dass die Effektivität mindestens einmal jährlich

turellen Defiziten, die die Entwicklung vieler Industrie­

vorwiegend im Rahmen des Abschlusserstellungsprozes-

länder und einzelner Schwellenländer gefährden. Im

ses beurteilt wird. Festgestellte Kontrollschwächen sowie

Euroraum wirkt insbesondere die Situation vieler Finanz­

vereinbarte Maßnahmen zur Behebung sind Bestandteil

institute, deren Stabilität und Krisenfestigkeit weiter-

der vierteljährlichen Berichterstattung im Risikoboard.

hin nicht gesichert sind, einer nachhaltigen wirtschaft-

Zudem bewertet die Konzernrevision die Ordnungsmä-

lichen Erholung entgegen. Auch die vielerorts weiterhin

ßigkeit, die Sicherheit sowie die Führungs- und Überwa-

hohe Verschuldung im privaten und öffentlichen Sektor

chungsprozesse für interne Kontrollen bezogen auf den

trübt die Wachstumsperspektive und kann zu negativen

Rechnungslegungsprozess. Auch der Abschlussprüfer

Marktreaktionen führen. Wachstumsrückgänge in wich-

nimmt, bezogen auf die rechnungslegungsrelevanten

tigen Ländern und Regionen wirken sich oft unmittelbar

Prozesse, eine Beurteilung im Rahmen seiner Prüfungs-

auf die Weltkonjunktur aus und stellen somit ein zent-

tätigkeit vor.

rales Risiko dar. Die wirtschaftliche Entwicklung einiger

Prozessübergreifende Kontrollen, sogenannte

Schwellenländer wird vor allem durch Überschuldung,

Company Level Controls, sorgen für ein funktionierendes

Abhängigkeit von Kapitalimporten und soziale Spannun-

Kontrollumfeld für die prozessintegrierten Kontrollen und

gen überschattet. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus

sind zentral auf Bereichsebene dokumentiert. Sie werden

Korruption, mangelhaften staatlichen Strukturen und feh-

einmal jährlich im Hinblick auf ihre Angemessenheit und

lender Rechtssicherheit.

Funktionsfähigkeit beurteilt.

Geopolitische Spannungen sind ein weiterer

Durch die regelmäßige Überprüfung des internen

wesent­licher Risikofaktor für die Entwicklung einzel-

Kontrollsystems auf Vollständigkeit, geeignete Ausgestal-

ner Volkswirtschaften oder Regionen. Aufgrund zuneh-

tung sowie Effektivität der bestehenden Kontrollen soll

mender weltwirtschaftlicher Verflechtungen können

sichergestellt werden, dass bestehende Regelungen zur

auch lokale Entwicklungen die Weltkonjunktur belasten.

Reduzierung von prozessualen und organisatorischen

­Beispielsweise kann eine Eskalation der Konflikte in Ost-

Risiken auf allen Ebenen innerhalb der MAN Gruppe ein-

europa, im Nahen Osten und in Nordafrika Verwerfungen

gehalten werden.

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MAN Geschäftsbericht 2014

auf den weltweiten Energie- und Rohstoffmärkten auslö-

die Verschärfung von Emissionsvorschriften, begegnet

sen. Gleiches gilt für bewaffnete Auseinandersetzungen,

MAN durch entsprechende Erweiterung des Produktport-

terroristische Aktivitäten oder die Verbreitung von Infek-

folios oder Veränderung der bestehenden Produkte oder

tionskrankheiten, die kurzfristig zu unerwarteten Markt-

der Produktionsprozesse.

reaktionen führen können.

Die Zwei-Takt-Motoren von MAN Diesel & Turbo

Insgesamt schätzen wir die Wahrscheinlichkeit

werden ausschließlich von Lizenznehmern insbesondere

einer weltweiten Rezession als gering ein. Aufgrund der

in Korea, China und Japan gefertigt. Aufgrund volatiler

genannten Risikofaktoren ist jedoch ein Rückgang des

Nachfrage im Schiffsneubau und angesichts hoher Investi-

Weltwirtschaftswachstums oder eine Phase mit unter-

tionen bei einigen Lizenznehmern bestehen Überkapazitä-

durchschnittlichen Zuwachsraten nicht auszuschließen.

ten im Markt für Schiffsmotoren, die zu Risiken von rück-

Dabei unterliegt MAN als Unternehmen der Investitions-

läufigen Lizenzeinnahmen bis hin zu Forderungsausfällen

güterindustrie zusätzlich den Schwankungen des Inves-

führen können. Infolge einer engeren Zusammenarbeit

titionsklimas. Bereits kleine Änderungen des Wachstums

staatseigener chinesischer Lizenznehmer mit Konkurrenz-

oder der Wachstumserwartungen sowie Veränderungen

unternehmen besteht zudem das Risiko, Marktanteile zu

in der staatlichen Investitionsförderung können signifi-

verlieren. Diesen Risiken begegnen wir durch eine stetige

kante Nachfrageveränderungen nach Investitionsgütern

Beobachtung der Märkte und eine intensive Zusammen-

in den relevanten Märkten der MAN Gruppe oder Stor-

arbeit und Geschäftsbeziehung mit allen Lizenznehmern,

nierungen bereits eingebuchter Aufträge zur Folge haben.

die auch das Forderungsmanagement zur Sicherung unse-

MAN wirkt den erheblichen konjunkturellen Absatzrisi-

rer Lizenzeinnahmen umfasst.

ken u. a. durch flexible Produktionskonzepte und Kosten-

Weitergehende Informationen zu den aktuellen

flexibilität durch Leiharbeit, Arbeitszeitkonten und Kurz-

Entwicklungen im Zusammenhang mit der wirtschaft-

arbeit sowie potenziell Strukturanpassungen entgegen.

lichen Situation und den daraus resultierenden Auswir-

Letztere können ggf. mit substanziellen Einmalaufwen-

kungen sowie zu den Umweltvorschriften finden sich in

dungen verbunden sein.

den Abschnitten „Wirtschaftliches Umfeld“, „Prognosebe-

Aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld können

richt“, in den Ausführungen zu den einzelnen Segmenten

sich für MAN auch Chancen ergeben, falls die tatsächliche

unter „Die Bereiche im Einzelnen“ sowie im Abschnitt „For-

Entwicklung positiv von der erwarteten abweicht.

schung und Entwicklung“.

Zudem bestehen Risiken, dass sich protektionistische Bestrebungen oder Mindestanforderungen an den Anteil der lokalen Fertigung einzelner Länder sowie verän-

Produkte

Als Spitzenanbieter im Technologiebereich ist es der

derte Wettbewerbsbedingungen in den Absatzmärkten der

Anspruch der MAN Gruppe, technologisch und wirt-

MAN Gruppe nachteilig auf das geplante Wachstum aus-

schaftlich führende Produkte in ausgezeichneter Qualität

wirken. Insbesondere kann das Nichterreichen eines gefor-

zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Ein Verzicht

derten Lokalisierungsgrades zu zusätzlichen Einfuhrzöl-

auf diesen Anspruch würde ein nicht zu verantworten-

len oder Strafzahlungen führen. Darüber hinaus steht die

des Risiko für die Marktposition von MAN darstellen.

MAN Gruppe in vielen Märkten unter Wettbewerbs- und

Mit der Markteinführung neuer Produkte sind zugleich

Preisdruck, der zu einer Verschlechterung der erzielbaren

Konzept- und Marktrisiken verbunden. Diesen begegnet

Ergebnismargen führen kann.

MAN mit einer sorgfältigen strategischen Planung, die

Änderungen in der Gesetzgebung, bei Steuern oder

auf einer Analyse der Entwicklung des Markt- und Unter-

Zöllen oder von Umweltvorschriften in einzelnen Ländern

nehmensumfelds basiert. Mit der daraus resultierenden

können ebenfalls Risiken für MAN mit sich bringen. MAN

Produktplanung werden die umfangreichen Forschungs-

beobachtet und bewertet laufend das wirtschaftliche, poli-

und Entwicklungsaktivitäten gesteuert. Die jährlichen

tische, rechtliche und soziale Umfeld, um die daraus resul-

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen in

tierenden Chancen und Risiken rechtzeitig in die Unter-

einer Größenordnung von 4 % des Konzernumsatzes. Die

nehmensentscheidungen einbeziehen zu können. Risiken

Einführung von effizienten Gasmotoren und -turbinen

aus geänderten Umweltvorschriften, wie beispielsweise

durch MAN Diesel & Turbo sowie die TGX EfficientLine-

An die Aktionäre

Z u s a m m e n g e fa s s t e r L a g e b e r i c h t Risiko- und Chancenbericht

Fahrzeuge bei MAN Truck & Bus, die konsequent auf maxi-

Konzernabschluss

Weitere Informationen

Prozesse

male Kraftstoffeinsparung ausgelegt sind, zeigen beispiel-

Die MAN Gruppe sieht die ständige Optimierung der

haft, dass diese Risiken gemeistert werden können.

Geschäftsprozesse in Entwicklung, Einkauf, Produktion,

Für bereits auf dem Markt eingeführte Produkte

Vertrieb und Verwaltung als eine laufende Aufgabe an. So

bestehen erhebliche Risiken hinsichtlich der von den

werden beispielsweise die Zulieferer präventiv und fort-

Kunden erwarteten Produktqualität. Eine mangelhafte

laufend überwacht, um erhebliche Risiken aufgrund von

Qualität kann sowohl zu Garantie-, Gewährleistungs- und

Lieferverzögerungen oder Lieferantenausfällen frühzeitig

Kulanzkosten als auch zu Verlusten von Marktanteilen

zu erkennen und die Auswirkungen zu verringern. Auch

oder niedrigeren Produktmargen führen. Im Extremfall

in Bezug auf eine optimierte Mittelbindung des Umlauf-

sind Ansprüche aus Produkthaftung und Schadensersatz

vermögens treibt MAN mit Nachdruck und Konsequenz

denkbar. Die Identifizierung und Eingrenzung dieser Risi-

eine Verbesserung der zugrunde liegenden Prozesse voran.

ken beginnt für die MAN Gruppe bereits in der Produktent-

Bei der Abwicklung von Großprojekten können

stehung. Hierbei stellt ein standardisierter Produktent-

Risiken auftreten, die oft erst im Laufe des Projekts erkannt

stehungsprozess (PEP) sicher, dass nur funktionierende

werden. Generell unterliegen Großprojekte in der MAN

und sichere Produktkonzepte zur weiteren Entwicklung

Gruppe einem zweistufigen Genehmigungsverfahren.

gelangen. Lieferanten und durch diese gelieferte Produkte

Nach einer projektspezifischen Risikoanalyse und -bewer-

müssen zur Wahrung des hohen Qualitätsanspruchs ein

tung bedarf es der Genehmigung des Bereichsvorstands.

strenges Freigabeverfahren bestehen. Nach Produktions-

Im Anschluss werden Großprojekte durch die Abteilungen

anlauf sorgen festgelegte Qualitätssicherungsmaßnah-

Controlling und Finanzen der MAN SE bewertet und dem

men innerhalb des Produktionsprozesses dafür, dass Her-

Vorstand der MAN SE zur Genehmigung vorgelegt. Bereits

stellungsfehler rechtzeitig erkannt und abgestellt werden.

genehmigte und laufende Aufträge, die deutlich von der

Auch in der Nutzungsphase werden gemeinsam mit den

geplanten Entwicklung abweichen, werden als kritische

Servicebetrieben sämtliche auftretenden Fehler gesam-

Aufträge in einem besonderen Berichtswesen erfasst und

melt, ausgewertet und abgestellt.

regelmäßig dem Vorstand der MAN SE vorgelegt.

Die internationale Präsenz mit einer Vielzahl von

Die Risiken aus langfristiger Fertigung im

Produkten und Dienstleistungen führt zu einer Diversifi-

Geschäftsfeld Power Engineering können sich insbeson-

zierung der wirtschaftlichen Basis der MAN Gruppe. Hier-

dere aus Mängeln in der Vertragsgestaltung, Fehlern in

durch werden die Risiken der Abhängigkeit von Großkun-

der Auftragskalkulation, veränderten wirtschaftlichen und

den oder einzelnen Produkten und Märkten ausgeglichen.

technischen Bedingungen nach Vertragsabschluss, Schwä-

Damit sind allerdings auch Risiken durch Patentverletzun-

chen in der Projektsteuerung oder unzureichenden Leis-

gen und unerlaubte Weitergabe von unternehmensspezifi-

tungen der Sublieferanten ergeben. Vor allem Versäum-

schem Know-how verbunden. Daher beobachtet MAN die

nisse oder Fehler zu Beginn eines Projekts lassen sich in

Absatzmärkte und schützt das Know-how des Unterneh-

der Regel nur schwer aufholen oder korrigieren und sind

mens unter Umständen auch durch rechtliche Schritte.

oft mit erheblichem Mehraufwand verbunden. Durch ste-

Aus lang laufenden Kundenverträgen ergeben

tiges Optimieren des Projektcontrolling-Prozesses über

sich zusätzliche Risiken. So können Änderungen der poli-

sämtliche Projektphasen, einen Lessons-Learned-Prozess

tischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in

und regelmäßige Projekt-Reviews versuchen wir, diese Risi-

einem Markt Mehraufwendungen bei der Abwicklung

ken noch früher zu erkennen und bereits im Vorfeld durch

von Großprojekten zur Folge haben. Bei MAN Truck &

entsprechende Maßnahmen auszuschließen beziehungs-

Bus stellen Rückkaufverpflichtungen ein Risiko dar, falls

weise zu minimieren. Dadurch wird insbesondere in der

die am Markt künftig erzielbaren Gebrauchtwagener-

Angebots- und Planungsphase bei anstehenden Großpro-

löse sich gegenüber den Erwartungen bei Vertragsab-

jekten eine zusätzliche Risikoreduktion erreicht.

schluss wesentlich verändern. Dort, wo Garantien oder

Im Zusammenhang mit ihren konzernweiten

Bürgschaftsverpflichtungen Bestandteil der Kundenver-

Geschäftstätigkeiten ist die MAN Gruppe mit verschiede-

träge sind, besteht das Risiko der ungerechtfertigten Inan-

nen Rechtsstreitigkeiten und rechtlichen Verfahren kon-

spruchnahme. Diesem Risiko wird durch sorgfältige Ver-

frontiert. MAN prüft, ggf. auch mit Unterstützung externer

tragsgestaltung Rechnung getragen.

Rechtsberater, die jeweilige Rechtslage um ungerecht-

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MAN Geschäftsbericht 2014

fertigte Ansprüche abzuwenden oder eigene Ansprüche

weltweit in der fachlichen Qualifizierung aller Mitarbei-

durchzusetzen. Für weitere Details wird auf den Konzern-

ter vom Auszubildenden bis zum Management. Durch ein

anhang, Anmerkung 31 Rechtsstreitigkeiten/Rechtliche

zielgerichtetes Qualifizierungsangebot stellt das Unter-

Verfahren, verwiesen.

nehmen die Entwicklung eines Spitzenteams bei MAN

Die Geschäftsprozesse der MAN Gruppe werden

sicher. Hervorragenden technischen und kaufmännischen

durch Informationstechnologie intensiv unterstützt und

Nachwuchs sichert das Unternehmen in erster Linie durch

teilweise erst ermöglicht. Neben den damit verbundenen

eine duale Berufsausbildung. Weiterhin setzt MAN auf Ent-

Effizienzgewinnen entstehen auch Risiken. Teile der Inf-

wicklungsmaßnahmen, also auf Qualifizierung und Aus-

rastruktur können durch Unfälle, Katastrophen, techni-

wahl, des Führungsnachwuchses. Die Nachbesetzung von

sche Störungen oder Internetangriffe ausfallen und damit

Schlüsselpositionen aus den eigenen Reihen wird durch

Geschäftsprozesse beeinträchtigen oder vollständig zum

eine systematische Nachfolgeplanung unterstützt.

Erliegen bringen. Außerdem bestehen die Gefahren des

Sollte es zu einer vorsätzlichen oder fahrlässigen

unberechtigten Zugriffs, des Diebstahls, der Vernichtung

Verletzung von Gesetzen und Vorschriften durch Mitarbei-

oder des sonstigen Missbrauchs von betrieblichen Daten

ter bzw. Führungskräfte kommen, ergibt sich ein erhebli-

und Informationen. Der hieraus entstehende finanzielle

ches Risiko für die MAN Gruppe. Diesem Risiko begegnet

Schaden und Imageverlust kann einzelne MAN-Gesell-

MAN durch eine Vielzahl von Maßnahmen im Rahmen des

schaften oder sogar die gesamte MAN Gruppe treffen.

MAN-Compliance-Systems. Hierzu gehören insbesondere

Um die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von

der Code of Conduct, Compliance-Richtlinien und -Schu-

Informationen zur Verringerung bzw. Vermeidung von

lungen, der Compliance-Helpdesk, das Hinweisgeberpor-

Risiken zu gewährleisten, setzt MAN auf ein risikoorien-

tal „Speak up“ sowie regelmäßige Compliance Risk Assess-

tiertes Managementsystem der Informationssicherheit

ments und Audits. Details hierzu finden sich im Abschnitt

wie auch auf moderne Hard- und Softwaretechnologien

„Compliance“. Für Informationen betreffend Compliance-

und effektive IT-Organisationsmechanismen in Verbin-

Vorfälle wird auf den „Konzernanhang“, Anmerkung (31)

dung mit einem beständig weiterentwickelten IT-bezo-

Rechtsstreitigkeiten/Rechtliche Verfahren) verwiesen.

genen internen Kontrollsystem. Die Zentralisierung und das Outsourcing von IT-Betriebsaufgaben sowie die konsequente Einführung von IT-Service-Managementprozessen

Finanzen

Die MAN Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit

gemäß dem Organisationsstandard für IT-Prozesse ITIL (IT

und internationalen Ausrichtung in erheblichem Maße

Infrastructure Library) tragen zu einer effizienten Unter-

Marktpreis-, Liquiditäts- und Kreditrisiken sowie Risiken

stützung der Geschäftsprozesse bei. Mit der Organisation

bezüglich der Wertminderung von Beteiligungen ausge-

der Informationssicherheit in Anlehnung an den inter-

setzt. Diesen Risiken, die aufgrund von Marktschwankun-

national anerkannten Sicherheitsstandard ISO 27001 hat

gen auch Chancen darstellen, begegnet die MAN Gruppe

die MAN Gruppe die Transparenz und Betriebssicherheit

mit einem gruppenweiten Finanzrisikomanagement.

der IT-Prozesse und IT-Infrastruktur deutlich verbessert.

Unter Marktpreisrisiken fallen die Währungs-,

In allen Geschäftsprozessen, inklusive des Rech-

Zinsänderungs- und Rohstoffpreisrisiken. Die internati-

nungslegungsprozesses, kommt dem internen Kontroll-

onale Ausrichtung der MAN Gruppe bringt eine Vielzahl

system, welches darauf ausgerichtet ist, die Einhaltung der

von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen

relevanten Regelwerke sicherzustellen und zur Reduzie-

mit sich. Wenn die MAN-Gesellschaften Transaktionen in

rung von Risiken und somit zum Vermögensschutz bei-

einer anderen Währung als ihrer funktionalen Währung

zutragen, eine entscheidende Rolle zu.

durchführen, sind sie einem Währungsrisiko ausgesetzt. Änderungen der Wechselkurse können die Preise für Güter

Mitarbeiter

und Dienstleistungen beeinflussen. Die MAN Gruppe

Einen wesentlichen Erfolgsfaktor von MAN stellen hoch

sichert daher Währungsrisiken aus Aufträgen, Forderun-

qualifizierte Fach- und Führungskräfte dar, die mit MAN-

gen und Verbindlichkeiten weitgehend und aus geplantem

Produkten technologische Standards in den Bereichen

Absatz teilweise ab. Durch die Einbeziehung von Tochter-

Transport und Energie setzen und das Geschäft effektiv

gesellschaften oder assoziierten Gesellschaften aus Län-

und effizient steuern. Chancen für die MAN Gruppe liegen

dern außerhalb des Euroraums in den Konzernabschluss

An die Aktionäre

Z u s a m m e n g e fa s s t e r L a g e b e r i c h t Risiko- und Chancenbericht

Konzernabschluss

Weitere Informationen

bestehen aufgrund der Währungsumrechnung ergebnis-

Wenn es Anhaltspunkte für eine Wertminderung einer

wirksame Risiken. Diese Translationsrisiken sichert MAN

nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung

grundsätzlich nicht durch derivative Finanzinstrumente

oder einer Finanzbeteiligung gibt, ist die MAN Gruppe

ab. Im Rahmen des Finanzmanagements entstehen Zins-

dem Risiko einer ergebniswirksamen Wertminderung

risiken aus zinssensitiven Vermögenswerten und Verbind-

ausgesetzt.

lichkeiten. Das Zinsrisikomanagement verfolgt das Ziel,

Die derivativen Sicherungen von Währungs-, Zins-

diese Risiken durch den Einsatz derivativer Finanzinstru-

und Rohstoffrisiken sind grundsätzlich Bestandteile von

mente weitgehend zu reduzieren. Zudem werden für die

wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen, deren Effekti-

Herstellung der Produkte der MAN Gruppe beträchtliche

vität regelmäßig überprüft wird. Die Bilanzierung der

Mengen an Rohstoffen benötigt. Aus den Preisentwick-

Sicherungsbeziehungen im Währungsrisikomanagement

lungen auf den Rohstoffmärkten oder Preisgleitklauseln

erfolgt grundsätzlich als Cashflow Hedges, in Ausnahme-

bei Lieferantenverträgen können sich Rohstoffpreisrisi-

fällen auch als Fair Value Hedges. Weitergehende Informa-

ken ergeben. Diesen Risiken wird durch langfristige Lie-

tionen über das Management von Marktpreis-, Liquidi-

ferverträge, durch Preisgleitklauseln in Kundenverträgen

täts- und Kreditrisiken finden sich im „Konzernanhang“,

und durch gezielte Rohstoffpreissicherungen im Banken-

Anmerkung (36).

markt begegnet.

Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtun-

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass

gen der MAN Gruppe sind zur Reduzierung der inhären-

die MAN Gruppe ihren finanziellen Verpflichtungen

ten finanzwirtschaftlichen Risiken und im Ausland auch

nicht in ausreichendem Maße nachkommen kann. Um

aufgrund gesetzlicher Vorgaben weitgehend durch vom

die Liquidität sicherzustellen, werden die Mittelzu- und

Betriebsvermögen separiertes Pensionsvermögen gedeckt.

-abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert. Ferner

Für Details zu Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen

wird die Entwicklung der Liquidität der MAN Gruppe im

wird auf den „Konzernanhang“, Anmerkung (27) verwiesen.

Rahmen einer detaillierten Finanzplanung überwacht. Das Finanzmanagement für die operativen Bereiche erfolgt, soweit rechtlich zulässig, im Wesentlichen zentral im Rahmen eines Cash Pooling. Zur externen Finanzierung

Beurteilung des Vorstands zur Risiko- und ­Chancensituation des Konzerns

Wie schon im Vorjahr überwiegen die Marktrisiken wei-

werden die sich an den Finanzmärkten bietenden Mög-

terhin die anderen Risikofelder, wobei sich die aggregierte

lichkeiten fortlaufend verfolgt, um die finanzielle Flexi-

Risikolage nur unwesentlich verändert hat. Die identifi-

bilität der MAN Gruppe zu sichern. Zudem ergibt sich für

zierten Chancen können den Risiken nur teilweise entge-

die MAN Gruppe die Möglichkeit aufgrund der Integration

genwirken. Hierbei ist zu beachten, dass die Realisierung

in den ­Volkswagen Konzern, konzerninterne Finanzierun-

von Marktchancen bereits in den anspruchsvollen inter-

gen zu nutzen.

nen Planungen enthalten ist. Anlässlich der im Risiko-

Die MAN Gruppe ist aufgrund ihres operativen

board der MAN Gruppe berichteten quantifizierten Ein-

Geschäfts und aus Finanzierungsaktivitäten Kreditrisi-

zelrisiken konnte sich der Vorstand davon überzeugen,

ken ausgesetzt. Diese beinhalten die Gefahr, dass ein Ver-

dass in den Bereichen keine wesentlichen Risiken vorlie-

tragspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen auf-

gen, welche auf Basis der vorgenommenen Nettobewer-

grund seiner eigenen wirtschaftlichen Situation oder des

tung einzeln oder in Summe nicht durch die budgetierten

politischen Umfelds nicht nachkommt und damit einen

operativen Ergebnisse abgedeckt sind. Dies gilt auch für

finanziellen Verlust für die MAN Gruppe verursacht. Diese

Risiken, für die eine höhere Brutto-Schadenshöhe ermit-

Länder- und Kontrahentenrisiken werden durch die sorg-

telt wurde, da für diese risikomindernde Maßnahmen

fältige Auswahl der Geschäftsfälle und -partner, durch

getroffen wurden bzw. eine niedrige Eintrittswahrschein-

geeignete Vertrags- und Zahlungsbedingungen sowie

lichkeit zu unterstellen war. Auf die Risikofelder bezogen

durch Bürgschaften und Akkreditive reduziert. Ferner wird

sieht der Vorstand im Risikofeld Markt die bedeutsamsten

durch ein zentrales Cash Management in Verbindung mit

kurzfristigen Risiken. Dies sind Risiken in der Margen- und

einer Limitvergabesystematik die Anlage flüssiger Mittel

Absatzentwicklung im Geschäftsfeld Commercial Vehicles

auf mehrere Finanzinstitute mit guter Bonität verteilt.

sowie Unsicherheiten und starker Wettbewerbsdruck in

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MAN Geschäftsbericht 2014

vielen für Power Engineering relevanten Märkten. Bei den

in den Teilkonzernen tätig. So hat jeder Teilkonzern einen

produktbezogenen Risiken stehen vor allem Gewährleis-

Compliance Officer, der durch Compliance Manager in ver-

tungsthemen im Fokus. Unter den Finanzrisiken birgt die

schiedenen Geschäftseinheiten bzw. Vertriebsregionen

zukünftige Währungsentwicklung ebenfalls eine bedeut-

unterstützt wird. Die Compliance Officer der Teilkonzerne

same Unsicherheit. In den Risikofeldern Prozesse und Mit-

berichten unmittelbar an den Chief Compliance Officer

arbeiter sind die kurzfristigen quantifizierten Risiken von

der MAN SE, die Compliance Manager wiederum berich-

geringerer Bedeutung.

ten unmittelbar an den zuständigen Compliance Officer.

Der Vorstand stellt auf Basis des von der MAN

Neben der intensiven Beratungsfunktion der Compliance-

Gruppe etablierten Risikomanagementsystems wiederum

Mitarbeiter in den Teilkonzernen sind diese für die Umset-

fest, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Risiken erkennbar

zung der zentral definierten Compliance-Maßnahmen in

sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beein-

den jeweiligen Geschäftseinheiten bzw. Vertriebsregionen

trächtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

weltweit zuständig.

MAN Gruppe führen könnten. Das eingeführte Risikoma-

Im Berichtszeitraum hat das Compliance Board

nagementsystem sowie die damit im Zusammenhang ste-

insgesamt zwei Mal getagt. Hier hat der Chief Compliance

henden organisatorischen Maßnahmen erlauben es dem

Officer den Gesamtvorstand der MAN SE sowie die Leiter

Vorstand, Risiken zeitnah zu erkennen und adäquate Maß-

anderer Fachbereiche über den Fortschritt des Aufbaus

nahmen einzuleiten. Der Fokus der Aktivitäten im Jahr

der Compliance-Organisation sowie die Einführung neuer

2015 wird angesichts der teilweise unsicheren Entwicklung

Compliance-Maßnahmen informiert und weitere Schritte

weiterhin auf dem Management der Marktrisiken liegen.

abgestimmt. Auf der Ebene der Teilkonzerne haben die

Rechtsstreitigkeiten/Rechtliche Verfahren

Compliance Officer und Manager die Vorstände und Geschäftsführungen der jeweiligen Einheit in vergleichbarer Weise in sogenannten Compliance Review Boards

Für Informationen im Zusammenhang mit „Rechtsstrei-

regelmäßig – d. h. zwei Mal pro Jahr – informiert. Ergän-

tigkeiten/Rechtliche Verfahren“ siehe „Konzernanhang“.

zend dazu berichten der Chief Compliance Officer und

Compliance Im Berichtszeitraum hat MAN das bestehende Com-

die Compliance Officer halbjährlich in den jeweiligen Vorstands- bzw. Geschäftsführungssitzungen, um einen regelmäßigen Austausch mit dem Vorstand bzw. der Geschäftsleitung zu gewährleisten.

pliance-Programm kontinuierlich weiterentwickelt.

Die ernannten Compliance Champions (Führungs-

Neben den etablierten Themen Antikorruption, Kartell-

kräfte, die keine Vollzeit-Compliance-Mitarbeiter sind,

recht und Datenschutz ist mittlerweile auch die Präven-

aber eine besondere Verantwortung für das Thema Com-

tion von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung als

pliance übernommen haben) unterstützten die Compli-

vierte Säule innerhalb des MAN-Compliance-Programms

ance-Organisation auch im Berichtsjahr, beispielsweise

implementiert.

bei der Implementierung von Compliance-Maßnahmen in Konzerngesellschaften, die keinen eigenen Compliance

Compliance-Organisation

Manager unmittelbar vor Ort haben. Die Compliance

Der Bereich Compliance wird vom Chief Compliance

Champions wurden im Berichtszeitraum in regelmäßi-

Officer geleitet, der unmittelbar an den Sprecher des

gen Abständen über aktuelle Entwicklungen in Bezug auf

Vorstands der MAN SE und fachlich an den Prüfungs-

die MAN-Compliance-Organisation und Compliance-Ins-

ausschuss des Aufsichtsrats berichtet. Der Compliance-

trumente informiert.

Bereich umfasst derzeit 48 Mitarbeiter. 25 Mitarbeiter

Die MAN Gruppe steht für einen gesetzeskonfor-

gehören dem in der MAN SE angesiedelten Corporate

men, praxiswirksamen Datenschutz, der sich weltweit

Compliance Office an, das für die Konzeption und Wei-

an den strengen europäischen Standards orientiert. Um

terentwicklung des MAN-Compliance-Systems sowie für

diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, unter-

konzernübergreifende Compliance-Themen verantwort-

hält MAN ein weltweites Netz von Datenschutzbeauftrag-

lich ist. 23 Mitarbeiter sind in der Compliance-Beratung

ten und Datenschutzkoordinatoren. In Deutschland sind

An die Aktionäre

Z u s a m m e n g e fa s s t e r L a g e b e r i c h t Risiko- und Chancenbericht

derzeit vier Datenschutzbeauftragte mit der Wahrung der

Konzernabschluss

Weitere Informationen

Compliance Risk Assessment

datenschutzrelevanten Persönlichkeitsrechte von Mit-

Im Berichtsjahr wurde erstmalig ein horizontales Com-

arbeitern, Kunden und Lieferanten befasst. Im Ausland

pliance Risk Assessment durchgeführt, bei dem insbe-

umfasst das Netzwerk 75 Datenschutzkoordinatoren, die

sondere die übergeordneten Verantwortungsstruktu-

89 Gesellschaften in 44 Ländern zum Thema Datenschutz

ren für Compliance-relevante Themenfelder analysiert

betreuen. Insgesamt sind damit aktuell 79 Personen auf

wurden. In einem ersten Schritt wurden dazu insgesamt

der Grundlage einer formellen Bestellung in der MAN-

33 Themenfelder identifiziert (z. B. Arbeitsrecht, steuerli-

Datenschutzorganisation tätig.

che Compliance, Umweltschutz) und in einem Rechtsregister zusammengefasst. Für alle Themenfelder wurden

Compliance Helpdesk

in einem zweiten Schritt die Verantwortungsstrukturen

Der Compliance-Bereich betreut weiterhin den Compli-

innerhalb der MAN Gruppe evaluiert. Die horizontale Ana-

ance Helpdesk, an den sich alle Mitarbeiter mit relevanten

lyse ist somit komplementär zum vertikalen Compliance

Fragen zu Compliance wenden können. Im Berichtszeit-

Risk Assessment des Vorjahres zu verstehen, bei dem in

raum hat der Compliance Helpdesk 527 Fragen von Mitar-

den Bereichen Antikorruption, Kartellrecht, Geldwäsche

beitern rund um das Thema Compliance telefonisch oder

und Datenschutz konkrete Compliance-Risiken in mehr

per E-Mail beantwortet.

als 100 Gesellschaften der MAN Gruppe bewertet wurden.

Code of Conduct und Compliance-Richtlinien

Compliance Trainings

derungen sind für die MAN Gruppe im Code of Conduct

Mitarbeiter weltweit in sogenannten Compliance Aware-

niedergelegt. Regelungen zur Konkretisierung des Code of

ness Trainings geschult. Schwerpunkt dieser Präsenztrai-

Conduct sind u. a. in den folgenden Richtlinien des Com-

nings ist die Vermittlung von Basiswissen zu den Themen

pliance-Bereichs enthalten:

Antikorruption und Kartellrecht. Darüber hinaus hat der

ƒƒ Richtlinie zum Umgang mit Geschenken,

Compliance-Bereich Spezialschulungen zu den Themen-

Ethische Verhaltensgrundsätze sowie Compliance-Anfor-

­Bewirtungen und Einladungen ƒƒ Richtlinie zur Einschaltung von sogenannten ­Business Partnern ƒƒ Richtlinie zum Umgang mit Spenden und Sponsoring-Maßnahmen ƒƒ Richtlinie zur Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften ƒƒ Richtlinie zum Case Management und Compliance-Untersuchungen ƒƒ Richtlinie zum Umgang mit personenbezogenen Daten ƒƒ Richtlinie zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

Der Compliance-Bereich hat im Berichtsjahr mehr als 1 916

bereichen Kartellrecht und Antikorruption für solche Mitarbeiter durchgeführt, die in besonderem Maße Risiken aus diesen Bereichen ausgesetzt sind. Im Rahmen dieser Spezialschulungen wurden 1 591 Mitarbeiter vertieft geschult. Weiterhin wurden im Berichtszeitraum spezielle Präsenzschulungen für 155 Mitarbeiter der Beschaffung sowie für Geschäftspartner durchgeführt. Außerdem wurden im Berichtszeitraum 4 082 Mitarbeiter im Rahmen des ersten Trainingsmoduls Compliance E-Learning zum Code of Conduct geschult. Inhalt dieses E-Learnings ist grundlegendes Wissen zu den Themen Antikorruption, Kartellrecht und Datenschutz. Im 4. Quartal 2014 wurde zudem das zweite Trainingsmodul zum Code of Conduct ausgerollt. Dabei wurden im

Neben dem Code of Conduct für die Mitarbeiter hat MAN

Berichtszeitraum 22 370 Mitarbeiter in den Themenfel-

einen Code of Conduct für Lieferanten und Business Part-

dern Verhalten bei Durchsuchungen, Umgang mit Inter-

ner herausgegeben, der ethische Mindeststandards ent-

essenkonflikten sowie Prävention von Geldwäsche weiter-

hält, zu deren Einhaltung sich die Lieferanten und Busi-

gebildet. Schließlich werden seit August 2013 Mitarbeiter,

ness Partner von MAN verpflichten. Die Richtlinien des

die einem erhöhtem Korruptions-Risiko ausgesetzt sind

Compliance-Bereichs und der Code of Conduct wurden im

(z. B. im Vertrieb und Einkauf), durch ein vertiefendes, web-

Berichtsjahr auf Aktualität überprüft und Anpassungen

basiertes Trainingsmodul zu dem Thema Korruptionsprä-

sowie Änderungen durchgeführt.

vention geschult. Im Berichtsjahr nahmen 3 989 Mitarbeiter an diesem E-Learning teil.

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MAN Geschäftsbericht 2014

Business Partner Approval Tool

Geldwäscheprävention

Vertriebsunterstützende Geschäftspartner werden im

Sowohl das deutsche Gesetz über das Aufspüren von

Rahmen des Business Partner Approval Tools, das nach

Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschege-

der Richtlinie zur Einschaltung von Business Partnern

setz – GwG) als auch viele Gesetze anderer Jurisdiktionen

zwingend zur Überprüfung der Integrität eines Business

verpflichten Unternehmen zur Einführung von Maßnah-

Partners anzuwenden ist, im Hinblick auf Integrität über-

men zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismus-

prüft und freigegeben. Insgesamt wurden im Berichtszeit-

finanzierung. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt

raum 2 033 Prüfungen im Rahmen dieses Tools vorgenom-

mehr als 3 500 Mitarbeiter durch gezielte Kommunika-

men. Da eine Freigabe auf zwei Jahre begrenzt ist, handelt

tionsmaßnahmen über die im November 2013 neu einge-

es sich bei einem Teil der Prüfungen um eine Erneuerung

führte Geldwäscherichtlinie und die damit verbundenen

der Freigabe einzelner Geschäftspartner.

Pflichten informiert. Weiterhin wurden durch die Vorstände der MAN SE, der MAN Truck & Bus AG sowie der

Continuous Controls Monitoring (CCM)

MAN Diesel & Turbo SE insgesamt drei Geldwäschebeauf-

Das elektronische Monitoring-System (Continuous Con-

tragte im Sinne des GwG ernannt und deren Bestellung an

trols Monitoring – CCM) zur frühzeitigen Aufdeckung

die jeweils zuständige Behörde gemeldet.

von möglichen Compliance-Risiken und Richtlinienverstößen umfasst ein Regelwerk an Kontrollen in Einkaufsund Bezahlprozessen sowie generelle IT-Kontrollen. Im

Hinweise zu Compliance-Verstößen

Auch im Berichtsjahr diente das Hinweisgeberportal

Berichtszeitraum wurden die generellen IT-Kontrollen in

„Speak up!“ der Aufdeckung und Vermeidung von für MAN

den Gesellschaften implementiert. CCM ist mittlerweile in

gefährlichen Risiken. Mittels „Speak up!“ werden Hinweise

49 Gesellschaften der MAN Gruppe im Einsatz.

entgegengenommen und bearbeitet, die sich auf schwerwiegende Compliance-Verstöße beziehen, insbesondere

Compliance im Einkauf

im Bereich der Wirtschaftskriminalität (z. B. Korruptions-

Der Compliance-Bereich hat im Berichtsjahr die Analyse

straftaten und Geldwäsche), des Kartellrechts und des

der Beschaffungsprozesse des Teilkonzerns MAN Truck &

Datenschutzes. MAN-Mitarbeiter und Dritte haben so die

Bus abgeschlossen. Gemeinsam mit Experten des Fachbe-

Möglichkeit, vertraulich, weltweit und jederzeit Hinweise

reichs Einkauf wurde dabei untersucht, welche allgemei-

zu Compliance-Verstößen abzugeben. Compliance-Ver-

nen Compliance-Risiken in der Beschaffung bestehen und

stöße werden bei MAN unter keinen Umständen toleriert.

welche Maßnahmen und Kontrollen dazu bereits etabliert

Hinweise auf mögliche Verstöße werden eingehend unter-

sind. Im Berichtsjahr wurde das Projekt nunmehr auf den

sucht, Verstöße abgestellt und im Rahmen der arbeits-

Teilkonzern MAN Diesel & Turbo ausgedehnt. Im Jahr 2015

rechtlich zulässigen Sanktionsmöglichkeiten geahndet;

ist geplant, die Beschaffungsprozesse im Teilkonzern MAN

darüber hinaus werden die Erkenntnisse aus der Aufklä-

Latin America entsprechend zu evaluieren.

rung der Compliance-Verstöße genutzt, um das Compliance-System kontinuierlich zu verbessern.

An die Aktionäre

Z u s a m m e n g e fa s s t e r L a g e b e r i c h t Risiko- und Chancenbericht

Konzernabschluss

Weitere Informationen

Compliance Audits

Öffentliches Engagement für Compliance

sam mit der internen Revision wiederum drei präventive

zerngrenzen für Compliance. MAN ist Mitglied bei Trans-

Compliance Audits bei ausgewählten Konzerngesellschaf-

parency International, der Initiative Global Compact der

ten durchgeführt. Ziel dieser Audits ist insbesondere die

Vereinten Nationen, der Partnering Against Corruption

Überprüfung des Status der lokalen Implementierung

Initiative des World Economic Forum (WEF) sowie dem

des MAN-Compliance-Programms sowie des Compliance-

Deutschen Institut für Compliance (DICO). Ferner unter-

Bewusstseins bei den Mitarbeitern der jeweiligen Einheit.

stützt MAN die Allianz für Integrität, eine Initiative des

Im Berichtszeitraum hat der Compliance-Bereich gemein-

MAN engagiert sich auch außerhalb der eigenen Kon-

Bundesministeriums für wirtschaftliche ZusammenarRichtlinienmanagement

beit und Entwicklung, der Deutschen Gesellschaft für

Der Compliance-Bereich leitet ein zentrales Projekt zur

Internationale Zusammenarbeit, des Bundesverbands

Verbesserung des Richtlinienmanagements in der MAN

der Deutschen Industrie sowie zahlreicher deutscher

Gruppe. Ziel dieses Projekts ist die Vereinfachung und Ver-

Unternehmen zur Förderung der Integrität im Wirt-

einheitlichung der Richtlinienlandschaft im Konzern. Zu

schaftsleben. Außerdem tauscht sich der Compliance-

diesem Zweck wurden einheitliche Vorgaben für die Hie-

Bereich regelmäßig mit Experten aus Wirtschaft und Wis-

rarchie von Regelungen und für die Erstellung, Inkraft-

senschaft zu aktuellen Compliance-Themen aus, um so

setzung, Veröffentlichung und Kommunikation von

die öffentliche Diskussion und Entwicklung des Themas

Richtlinien geschaffen. Derzeit werden die bestehenden

Compliance zu fördern.

Richtlinien durch die Fachbereiche überarbeitet und an die neuen Vorgaben angepasst. Darüber hinaus hat der Compliance-Bereich eine zentrale Datenbank entwickelt, das sogenannte House of Policies, in dem alle Richtlinien erfasst werden. Ziel des House of Policies ist die Schaffung einer zentralen Plattform zur Verwaltung des konzernweiten Richtlinienbestands, mit deren Hilfe die Mitarbeiter für sie relevante Richtlinien einfach und schnell suchen und auffinden können. Das House of Policies ging im 4. Quartal 2014 in der MAN SE in die Testphase.

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