Tagung Programm. Menschen mit Behinderung in der Welt von morgen

Tagung Programm Menschen mit Behinderung in der Welt von morgen 16. Juni 2017 Menschen mit Behinderung in der Welt von morgen Interkantonale Hochsc...
Author: Kasimir Stein
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Tagung Programm Menschen mit Behinderung in der Welt von morgen 16. Juni 2017

Menschen mit Behinderung in der Welt von morgen

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik

Schaffhauserstrasse 239 Postfach 5850 CH–8050 Zürich www.hfh.ch [email protected]

Kooperationen Die Tagung wird durchgeführt in Kooperation mit dem Center for Disability and Integration (CDI) der Universität St. Gallen, dem ICT-Accessibility Lab der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, sowie der User Centered Technologies Research der Fachhochschule Vorarlberg FHV.

Ausserdem ist die Tagung Teil der Veranstaltungsreihe im Rahmen der IBH-Positionen – Dialog zwischen Wissenschaft und Kultur zum Jahresthema ‚Mobilität – Zwischen Bewegung und Transformation’

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Überblick Die Digitalisierung und Robotisierung werden das Leben von Menschen mit Behinderung in den nächsten Jahren stark verändern. Die Auswirkungen betreffen Mobilität, Bildung, Arbeit, Wohnen, Betreuung oder Pflege. Ebenso wird die demografische Alterung Folgen haben – auch für Menschen mit Behinderung. Und welche Herausforderungen sind durch die Migration zu erwarten? Sie lernen die zentralen technologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen kennen und erfahren, welche Veränderungen und Innovationen für Menschen mit Behinderung in den nächsten Jahren zu erwarten sind.

Tagungsleitung

Prof. Markus Sigrist, HfH Zürich

Adressatenkreis

– Vertreterinnen und Vertreter von Fach- und Berufsverbänden und von heil- und sozialpädagogischen Dachorganisationen – Fachpersonen und Interessierte von Bildungs-, Sozial-, Gesundheitsbehörden – Vorgesetzte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Organisationen von und für Menschen mit Behinderung – Forscherinnen und Forscher sowie Lehrende in Heil- und Sozialpädagogik – Fachpersonen der Heil- und Sozialpädagogik – Weitere am Thema interessierte Personen

Dauer

Freitag, 16. Juni 2017

Tagungsgebühr

280.- Fr. (inkl. Pausenverpflegung, Lunch)

Ort

HfH Zürich

Anmeldung

Über unsere Website www.hfh.ch/tagungen

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Anmeldeschluss 15. Mai 2017

Besonderes

Ausstellung Anbieter bzw. Entwickler von assistierenden Technologien zeigen Produkte und Projekte, welche für Menschen mit Behinderung für die Kommunikation, Accessibility, Teilhabe etc. in einigen Jahren wegweisend sein werden

Programm Freitag, 16. Juni 2017 08.30-17.00 Uhr Ausstellung mit zukunftsweisenden assistierenden Technologien Büchertisch 08.45-9.30 Uhr Empfang, Kaffee und Gipfeli 09.30-09.45 Uhr Begrüssung, Rektorin Barbara Fäh 09.45-10.45 Uhr Referat 1, Demografische Entwicklungen und Herausforderungen für Menschen mit Behinderung François Höpflinger 10.45-11.15 Uhr Pause 11.15-12.15 Uhr Referat 2 – Chancen und Gefahren der Digitalisierung für Menschen mit Behinderung Alireza Darvish 12.15-13.30 Uhr Stehlunch 13.30-14.30 Uhr Referat 3 – Privatheit im Wandel: Rückzugsort Wohnraum Guido Kempter 14.30-14.45 Uhr Pause 14.45-15.45 Uhr Referat 4 – Wirtschaftlicher Wandel: Arbeitswelt 4.0 Stephan Böhm 15.45-17.00 Uhr Apéro

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Abstracts Referate Referat 1 – Demografische Entwicklungen und Herausforderungen für Menschen mit Behinderung François Höpflinger, Prof. Dr., em. Titularprofessor für Soziologie

Die späteren Lebensphasen unterliegen einem dreifachen Wandlungsprozess. Erstens ergibt sich eine zunehmende demographische Alterung der Bevölkerung, wobei Zahl und Anteil sehr alter Menschen rasch ansteigen. Zweitens kommen Generationen (Babyboomer) mit anderen Lebensvorstellungen ins Alter; Generationen, die hohe Ansprüche an Selbstbestimmung bis ans Lebensende aufweisen. Drittens werden kompetenzorientierte Modelle des Alterns und der Pflege im Alter entwickelt (im Spannungsfeld zwischen „Anti-Ageing“Ansätzen und einer positiven Gestaltung des Alters). Die Kombination des Alterns mobiler Generationen mit Modellen kompetenzorientierten Alterns führt zu einer verstärkten Dynamik der späteren Lebensphasen, die historisch neu ist. Von diesen Entwicklungen sind behinderte Menschen mitbetroffen, sei es, dass junge Behinderte in einer dynamischen Alternsgesellschaft noch stärker an den Rand gedrängt werden oder sei es, dass auch sie von kompetenzorientierten Ansätzen zum Altern profitieren.

Referat 2 – Chancen und Gefahren der Digitalisierung für Menschen mit Behinderungen

Alireza Darvishy, Prof. Dr., Zurich University for Applied Sciences, Institute for Applied Information Technologies, Head ICT-Accessibility Lab

Dieser Vortrag gibt zuerst einen historischen Überblick über den Einsatz von Technologien für Menschen mit Behinderungen. Dann werden Beispiele von momentan erhältlichen assistierenden Technologien für verschiedene Behinderungsarten und Bereiche vorgestellt. Assistierende Technologien umfassen alle jene technischen ‚Hilfsmittel’, die zu einer Aufrechterhaltung und/oder Verbesserung funktionaler Ressourcen eines Menschen führen und Funktionseinschränkungen ausgleichen helfen. Assistierende Technologien umspannen dabei ein Spektrum von hochtechnologischen bis hin zu einfachen Geräten und Produkten. Schliesslich werden einige Szenarien für die Entwicklung der Technologien und deren Nutzen für Menschen mit Beschränkungen vor-gestellt und ihre Gefahren und Chancen diskutiert.

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Referat 3 – Privatheit im Wandel: Rückzugsort Wohnraum

Guido Kempter, Prof. Dr., University of Applied Sciences Vorarlberg, User Centered Technologies Research

Der sogenannte „gläserne Mensch“ ist in aller Munde. Wir sind von Technologien umgeben, die das menschliche Verhalten beobachten und Vitaldaten des Menschen erfassen. Individualisierte Assistenztechnologien, Hausautomatisierung und optimierte Softwaredienste werden uns geboten, wenn wir unsere persönlichen Daten preisgeben. Menschen mit Unterstützungsbedarf sind diesem Trend noch stärker aufgeliefert. Inklusion, Wohlbefinden und Gesundheit wird immer öfter nur mit zunehmender Preisgabe der Privatheit erlangt. Wie lange bleibt uns der Rückzugsorts Wohnraum erhalten oder haben wir ihn längst preisgegeben? Intelligente Wohnungen unterstützen in der Aufrechterhaltung der Selbständigkeit, doch gleichzeitig lassen sie den Zugriff von außen auf Notsituationen der Bewohnerinnen und Bewohner zu. Je größer der Assistenzbedarf ist, desto selbstverständlicher wird der persönliche Raum angetastet. Dieser Beitrag will diese Entwicklungen anhand konkreter Beispiele aufzeigen.

Referat 4 – Wirtschaftlicher Wandel: Arbeitswelt 4.0

Stephan Böhm, Prof. Dr., Universität St. Gallen, Center for Disability and Integration

Die Welt im 21. Jahrhundert ist geprägt von einem radikalen wirtschaftlichen und technologischen Wandel. Mega-Trends wie die Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung werden die Arbeitswelt entscheidend verändern. Eine Vielzahl von Jobs, Unternehmen und Industrien werden wegfallen, während neue entstehen. Dies wird auch für Menschen mit Behinderung vielfältige Chancen und Herausforderungen mit sich bringen. So dürfte die wachsende Diversität der Mitarbeiter zu einer Entstigmatisierung von Behinderung beitragen. Ferner werden neue Arbeitsplätze von grosser Flexibilität gekennzeichnet sein und körperliche und sensorische Behinderungen könnten zunehmend ausgeglichen werden. Auf der anderen Seite dürften Routine-Tätigkeiten automatisiert werden, wodurch einfache Berufsbilder entfallen, während verbleibende und neue Berufe hohe kognitive Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen.

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Personen Tagungsleitung

Prof. Markus Sigrist – HfH, lic. phil.

Referentinnen und Referenten

Prof. Dr. Stephan Böhm, Universität St. Gallen, Direktor Center for Disability and Integration Prof. Dr. Alireza Darvishy, Zurich University for Applied Sciences ZHAW, Institute for Applied Information Technologies, Head ICT-Accessibility Lab Prof. Dr. François Höpflinger, em. Titularprofessor für Soziologie Prof. Dr. Guido Kempter, University of Applied Sciences Vorarlberg FHV, User Centered Technologies Research

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Teilnahmebedingungen Anmeldung

Wir nehmen nur online Anmeldungen entgegen. Bitte melden Sie sich direkt über unsere Homepage www.hfh.ch/tagungen für die Veranstaltung an. Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2017. Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt.

Bestätigung

Wir bestätigen Ihre Anmeldung und geben Ihnen so bald als möglich Bescheid, ob Sie an der Tagung teilnehmen können. Mit der Einladung erhalten Sie einen Einzahlungsschein. Die Anmeldung ist erst mit der Überweisung definitiv.

Zahlung

Bitte bezahlen Sie nach dem Empfang der Einladung die Tagungsgebühr mit dem zugestellten Einzahlungsschein noch vor Tagungsbeginn.

Abmeldung

Die Tagungsgebühr wird nur zurückerstattet, wenn jemand Ihren Platz einnehmen kann. In jedem Fall müssen wir eine Bearbeitungsgebühr von Fr. 50.– verrechnen.

Absage der Tagung

Erreicht die Tagung bei Ablauf der Anmeldefrist nicht die von uns gesetzte Minimalzahl an Teilnehmenden, müssen wir die Tagung absagen.

Versicherung

Der Abschluss einer Unfall- und Diebstahlversicherung ist Sache der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Tagungsorganisation übernimmt keine Haftung.

Anreise

Wir empfehlen die Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein Parkhaus ist vorhanden, jedoch gebührenpflichtig (Fr. 40.–/Tag).

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Lageplan Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Schaffhauserstrasse 239 Postfach 5850 CH–8050 Zürich www.hfh.ch [email protected] Detailierte Anfahrtsbeschreibung (Auto, Öffentlicher Verkehr) unter www.hfh.ch/lageplan Parkmöglichkeit im Parkhaus an der Berninastrasse 45

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