Senioren Mai 2017 Juni 2017 Juli 2017

Senioren Mai 2017 Juni 2017 Juli 2017 Seite 2 Senioren Spatz Thema der Ausgabe: Blumenzeit Liebe Leserin, lieber Leser, Frühling und Sommer ist B...
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Senioren

Mai 2017 Juni 2017 Juli 2017

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Senioren Spatz Thema der Ausgabe:

Blumenzeit Liebe Leserin, lieber Leser, Frühling und Sommer ist Blumenzeit! Überall draußen in unserem Garten kann man die Blumenpracht bewundern und bestaunen! Auch unsere Fenster werden in Bälde wieder durch die bunten Farben ihrer Blüten das Haus im neuen Gesicht erstrahlen lassen! Die bevorstehenden warmen Monate bescheren uns nicht nur die heißersehnten und begehrten Sonnenstrahlen. Sie locken uns auch wieder hinaus ins Freie und wir erfreuen uns an dem Anblick der bunt erblühenden Frühlings- und Sommerblumen. Blumen drücken oft das aus, was uns manchmal nicht gelingt es in Worte zu fassen. Ein jeder kennt die Sprüche „sag es durch die Blume“ oder „lass Blumen sprechen“! Liebe lässt sich beispielsweise mit der klassischen „roten Rose“ oder weißem Flieder zum Ausdruck bringen während die Glockenblume für die Dankbarkeit steht. Vergissmeinnicht - der Name ist Programm. Zum Abschied für längere Zeit unter Liebenden. Ob in der freien Natur, als kleiner Blumenstrauß oder als festliches Arrangement, zu vielen Gelegenheiten lassen wir uns von Blumen verzaubern und inspirieren. Mit den besten Wünschen für eine entspannte und sonnige Frühlingsund Sommerzeit

Ihr Einrichtungsleiter

Aus dem Inhalt: Seite 2 Seite 3 Seite 4 Seite 5 Seite 6 – 7 Seite 8 – 13 Seite 14 – 15 Seite 16 Seite 17 Seite 18 Seite 19 Seite 20 – 21 Seite 22 – 23

Begrüßung Herzlich willkommen! nachgedacht… Interviews religiöse Seiten Bilder Anzeigen Brauchtum Wir gratulieren! Wir singen gern Mitarbeiter vorgestellt Dekubitus Bunte Seiten

Impressum Herausgeber (V.i.S.d.P.): Seniorenheim Geiselhöring, Ralf Neiser Breslauer Straße 23, 94333 Geiselhöring Tel.: 09423-911-0, Fax: 09423-911-119 Email: [email protected] Redak on: Diakon Reinhold Rö ger, Pfarrer Ulrich Fritsch, Anna Patzak, Theresia Petschl, Hermine Grötsch, Chris ne Youkhanna, Jochen Gerstl, Ralf Neiser, Brigi e Schmalhofer Fotos und Gestaltung: Brigi e Schmalhofer Auflage: 1.100 Exemplare und auf unserer Homepage: www.seniorenzentrum-geiselhoering.de

unsere neuen Bewohner

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Herzlich Willkommen

Agnes Senft Helene Böhm

Schatzberg 244

Zwölferholz 236

Für wen blühen wohl die Blumen im Frühling, wenn nicht für dich? Hsüeh-tou Tschung

Lydia Hunder Zwölferholz 236

Bunt ist meine Lieblingsfarbe. Walter Gropius

Ein Leben ohne Träume ist wie ein Garten ohne Blumen Sprichwort

Was der Sonnenschein für die Blumen ist, das sind lachende Gesichter für die Menschen. Joseph Addison

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Blumenezeit! Gedanken von Theresia Petschl

Blumenzeit, wunderschöne Frühlingszeit, in vielen Ecken leuchtende Farben weit und breit. Die Natur ist aus dem Winterschlaf erwacht Und hat uns das neue Leben gebracht. Das Auge erfreut sich an den Formen und Farben in ihrer Pracht, dies hat der Schöpfer aller Dinge für uns gemacht. Das satte Grün der Wiesen zum bunten Kontrast Laden Herz und Seele ein, zu innerer Rast. Es lohnt sich, die einzelnen Blüten zu betrachten Und dabei auf die herrliche Vielfalt zu achten. Die rosafarbene, japanische Kirschblüte viele entzückt, da sie uns jedes Jahr mit ihrem Blütenreichtum beglückt. Ganz plötzlich bricht diese Fülle gewaltig herein Deshalb kann man nur staunen und dankbar sein. Gut ist es, diese schöne Zeit nicht zu versäumen, sonst bleibt nur, von der nächsten Blumenzeit zu träumen.

Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will. Henri Matisse

Interviews

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Anna Patzak und Birgit Stumbeck

Wir haben nachge agt zum Thema: „Blumenzeit“: Honig wohnt in jeder Blume, Freude an jedem Orte, man muß nur, wie die Biene, sie zu finden wissen. Heinrich von Kleist

Christine Youkhanna, Bewohnerin: „Mir fällt ein schwäbisches Gedicht unseres Heimatdichters Mathias Koch ein, das wir als Kinder in der Schule gelernt haben: D‘Kohlraisle blühat wieder, s‘ganz Deufatal ist voll, und Lüftle wähet drüber, se send so lind und lob. Am Sonntag bin i ganga, spaziera mit meiner Lies, na sait se: „Gugg Vatter, da leit ja d‘r Himmel uf d‘r Wies. “

Rosina Rainer, Bewohnerin: „Ich freue mich sehr, wenn der Frühling kommt und die Blumen sprießen. Krokusse, Schneeglöckchen, Tulpen und Narzissen. Beim Spaziergang hier im Garten kann ich sie betrachten und genießen.“

Rosina Knott, Bewohnerin: „Ich freue mich auf den Frühling. Die Blumen blühen, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Veilchen, Krokusse. Der Storch ist auch schon hier im Garten spazieren gegangen und Schmetterlinge sind auch schon da.“

Pauline Borck, Bewohnerin: „Es muss nicht mal eine Rose sein, die uns die Schönheit dieser Welt zeigt. Es kann genauso das erste Gänseblümchen auf einer Wiese sein oder der gelbe Löwenzahn, den wir oft voreilig als Unkraut betrachten. Wer, wie man so schön sagt, Augen hat um zu sehen, für den bieten sich jeden Tag tausend Anlässe danke zu sagen.“

Maria Gandorfer, Bewohnerin: Ein kühnes Beginnen „Die Blumenzeit ist ist halbes die schönste Zeit im Jahr. Viele freuen Gewinnen! Heinrich Heine sich auf die Blumenzeit, die Blumen freuen sogar die Kinder. Die Blumenzeit schmückt das ganze Land und erfreut Jung und Alt.“

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religiöse Seite

Es ist ein richtiges Ha-Gefühl, wenn uns jedes Jahr neu die frischen Blüten entgegen leuchten! Diese Vielfalt der kräftigen und zarten Farben, diese zierlich gestalteten Blütenblätter! - In der Tat: sie sind ein Lächeln, das unser Herz froh stimmt und unserem Lebensgefühl neue Energie verleiht, das Leben um uns herum wieder zu spüren und uns darauf einzulassen. Ja, es ist schön, so angelächelt zu werden! Wir merken angesichts dieser Blütenpracht auch, da gibt es einen, der uns wohl will, der uns mit seiner ungebrochenen Schöpferkraft ganz nahe ist, der sich liebend um uns sorgt. Wir erinnern uns daran, wie Jesus seinen Jüngern erklärt (Mt 6,28 und Lk 12,27): „Seht euch die Lilien an…Ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet,…wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! … Euer Vater weiß, was ihr braucht.“ – Gott selbst lächelt uns in dieser Blumenzeit zu. Vielleicht gelingt es uns voll Vertrauen auf IHN mitzubeten, was unsere Kirche täglich in der Vorbereitung auf das Osterfest betete: Es kommt der Tag, der Tag erscheint, da alles neu in Blüte steht: der Tag, der unsre Freude ist, der Tag, der uns mit dir versöhnt. Genießen wir also das überall spürbare Leben! Ihr Reinhold Röttger

Blumenzeit

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Kaum etwas eignet sich so gut als Geschenk, wie Blumen! – Der Reformator Dr. Martin Luther muss die Rose besonders gern gehabt haben. Seine Frau habe er auch mit einer Rose verglichen, als er mit seinem Kollegen, Huldrych Zwingli aus der Schweiz, kontrovers über das Abendmahl diskutierte. Die bei Eucharistie und Abendmahl wichtigen Dinge, Hostiendose und Kelch, wurden dann auch im März beim ökumenischen Versöhnungsgottesdienst in Regensburg ausgetauscht - Geschenke, die etwas von dem ausdrücken wollen, was uns im Glauben wichtig ist. So hatte Martin Luther auch die Rose in sein selbst gestaltetes Wappen, die „Lutherrose“ hineingenommen. Er schreibt 1530 an Lazarus Spengler, Stadtschreiben zu Nürnberg: „Darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn die weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe.“ Inmitten dieser Rose das Herz: „... Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht.“ ... Und wiederum im Herzen das Kreuz, „ .... dass der Glaube an den Gekreuzigten uns selig machet.“ Dabei betont Luther, dass gerade die dunkle Farbe des Kreuzes die dunklen Seiten des Lebens symbolisert, doch auch lebendig mache und somit die Farben von Herz und Rose nicht überschatte. Dazu alles „... im himmelfarbenen Felde, dass solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist, der himmlischen Freude zukünftig ... und solch Feld einen gulden Ring, dass solch Seligkeit im Himmel ewig währet und kein Ende hat, und auch köstlich über alle Freude und Güter ...“ Dass auch wir immer wieder aus solcher Freude schöpfen können, wünscht von Herzen, Ihr Pfarrer Ulrich Fritsch

Nicht vergessen werden wir unsere lieben Verstorbenen:

Elisabeth Thannhuber Gertraud Stadler

verstorben am 06.03.2017 verstorben am 13.03.2017

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Antoine de Saint-Exupery

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unsinniger Donnerstag

Faschingsdienstag

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Der orientalische Fasching war ein voller Erfolg. Die Geiselhöringer Garde hatte einen wunderbaren Auftritt. Verwaltungsmitarbeiterin Ida Lehninger zeigte gekonnt zwei Bauchtänze und lud zum Mitmachen ein. Besonders schön anzuschauen waren die vielen Helfer, die alle in orientalischer Tracht erschienen.

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Beschäftigung

Viele fleißige Hände werden gebraucht, um das Haus ansprechend zu dekorieren.

Täglich trifft sich unsere Watterer-Runde unter der Regie von Herrn Kammermeier.

Zum Lesen findet sich überall etwas - sei es die Tageszeitung, Romane oder Zeitschriften.

Beim Palmbüscherlbinden helfen uns dankenswerterweise jedes Jahr die Ehrenamtlichen.

Beschäftigung

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Wöchentlich wird gebacken und gekocht - heute gibt es Apfelmaultaschen!

Im Malkurs bei Siglinde entstehen wunderbare Kunstwerke, die das Haus schmücken.

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Mitarbeiterfeier

Chortreffen in Straubing

Schönmachen beim Friseur im Haus

Unsere langjährigen Mitarbeiter wurden geehrt: 10 Jahre: Luminita Frank, Siglinde Blümel, Helene Giglberger,.Anita Reheis; 15 Jahre: Michael Rauscher, Daniela Prebeck, Natalia Hecht, Josef Ströhuber; 20 Jahre: Maria Fuchs, Anna Weigert, Christine Weber, Margarete Schindler

Sonstiges

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Kaffeetafel mit unseren Ehrenamtlichen

Unsere Ehrenamtlichen beim gemeinsamen Kaffee trinken und Erfahrungsaustausch

Schöne Augenblicke

Immer wieder neu ist unsere Dekoration - drinnen und draußen im Garten

Dieses Jahr fand auf Anregung von Josef Rückerl eine Josefi-Feier statt

Gymnastik mit Maria

Ob Mitarbeiter oder Bewohner - Geburtstage sind dazu da, um gefeiert zu werden!

Gartenbau und Blumenfachgeschäft

Stefan Lampert Dingolfinger Str.41, 94333 Geiselhöring Telefon 09423/902033, Fax 902034

Ihr Blumenfachgeschäft und Gartenbaubetrieb mit eigener Produktion auf über 17000 qm Gewächshausfläche. Moderne Floristik für alle Anlässe – Fleurop-Dienst Fachmännische Beratung durch ein kompetentes Team

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Blumenzeit Geschrieben von Hermine Grötsch

Die Monate Mai, Juni, Juli sind die Blumenzeitmonate. Viele Bauernregeln gibt es über die Eisheiligen. Sie dauern vom 11. bis 15. Mai. Die Eisheiligen sind Pankratius, Servatius, Bonifatius und am 15. Mai die kalte Sophie. Häufig kommt es an diesen Tagen noch einmal zu Nachtfrost. Daher sollte man mit empfindlichen Pflanzen warten, bis die Eisheiligen vorbei sind. In Gegenden, wo Wein angebaut wird, steht der heilige Urban, dessen Namenstag am 25. Mai gefeiert wird, im Mittelpunkt. Der heilige Urban soll die Weinpflanzen vor Wetterunbildern schützen. Ende Mai ist der Boden im Freien so warm, dass sich die Kinder auf den Boden oder ins Gras setzen können, ohne sich zu erkälten. Auch barfuß laufen können sie jetzt. In einem Sprichwort heißt es: Während der Monate ohne „r“ kann man sich nicht erkälten, also die Monate: Mai, Juni, Juli, August. Eine sehr verbreitete und auffällige Blume ist der Löwenzahn, der überall wächst. Wenn der Löwenzahn verblüht war, pflückten ihn die Kinder und bliesen die leichten Samen fort. Angeblich sollten die fliegenden Lichtlein den Kindern verkünden, wie alt sie werden. Die Löwenzahnblätter wurden von den Kindern als Hasenfutter gesammelt. Früher hielten sich viele Leute Stallhasen. Bunte Blumenwiesen – kaum noch zu sehen. Früher gab es viel mehr Wiesen als heute. Jeder Bauer hatte Vieh, vor allem Milchkühe. Selbst die Kleinhäusler hatten eine Kuh und einige Ziegen. Wenn die Wiesen in bunter Blütenpracht standen, war die Zeit der Heuernte gekommen. Jetzt war vor allem der Sonnenschein gefragt. Früh am Morgen, wenn noch der Tau auf den Wiesen lag, wurde das Gras gemäht. Gemäht wurde mit der Sense und später mit der Mähmaschine. Das Gras wurde über die ganze Wiese ausgebreitet, dass es schneller trocknet. Das ausgebreitete Gras musste dann mehrmals gewendet werden. Kein Regen und kräftiger Sonnenschein sorgten dann für ein gutes Heu. Das eingebrachte Heu war ein wichtiger Futtervorrat für die Winterzeit. Im Juni wünschten sich die Bauern keinen Regen. Eine Bauernregel sagt: Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr. Juli – Kirschernte. Die Kirschen sind reif und werden geerntet. Früher wurden die Kirschen in Gläsern eingeweckt. Sie dienten im Winter als leckere Bereicherung des Speiseplans. Früher trafen sich die Bewohner auf der Dorfwiese und verzehrten gemeinsam Kirschkuchen, den die Frauen gebacken hatten. Auch heute gibt es noch in vielen Regionen Kirschfeste.

Wir gratulieren im...

Theresia Buchner Olga Müller Anna Härtenberger Marie Hien Marianne Schütz Pauline Borck Sophie Huber

Mai

Anton Kreitmair Mathilde Mayer Elfriede Klein Margarete Stadler Franz Fuchs

04.05. 06.05. 08.05. 21.05. 26.05.

Juni

Gerda Biebl Lydia Hunder Werner Gärtner Maria Krautz Angela Bründl

09.06. 11.06. 25.06. 26.06. 29.06.

Juli

Fettdruck = runder/halbrunder Geburtstag

01.07. 11.07. 17.07. 17.07. 17.07. 21.07. 31.07.

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Herzlic h en Glückw unsch!

n e h c s n ü w Wir ! e t u G s e all

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Wir singen gern

Mitarbeiter vorgestellt

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Interview: Christine Youkhanna

Ulrike Bücherl, Altenpflege, 1.Stock: „Ich bin seit 1999 Altenpflegerin und seit November hier im Seniorenheim. 18 Jahre war ich überwiegend in einer beschützten (geschlossenen) Abteilung tätig. Daher habe ich viel Erfahrung, auch im Umgang mit schwierigen Patienten. Man muss nicht alles persönlich nehmen und auf die Goldwaage legen. Ich informiere die Bewohner, und halte mich an Abmachungen, der tägliche geregelte Ablauf, gibt Sicherheit und bringt Ruhe rein. Mir gefällt das offene Haus hier, die gemischte Bewohnerstruktur, und dass man sich miteinander unterhalten kann, und dass die meisten „bayrisch“ verstehen. Ich wohne in Pönning, meine Eltern leben noch beide, meine Mama braucht schon Hilfe, das mache ich zusammen mit meinem Papa und unserer „Schmusekatze“. Ich genieße meine Freizeit, schaue gerne Sport, geh Skaten oder mach Spaziergänge. Mit „Garteln“ und Blumen im Haus habe ich es nicht so, aber die Blumenzeit in der Natur genieße ich. Essen mag ich am liebsten ungesunde Sachen, wie: Currywurst mit Pommes, und die mit Mayo, Döner, aber auch, Spaghetti, Lasagne, Pizza. Ich lass +im Leben alles auf mich zukommen und wünsche mir weiterhin eine gute Zusammenarbeit hier im Team. Wenn noch jemand was von mir wissen möchte, kann man mich gerne persönlich fragen.“

Lilija Hecht Reinigung: „Ich kam mit meinen Eltern aus Kasachstan nach Deutschland, Dortmund. Meine Mutter, meine Schwester und mein Bruder mit Familien leben noch dort. Mich führte die Liebe vor 15 Jahren nach Mallersdorf Pfaffenberg, dort lebe ich mit meiner Familie, Dennis ist 15 und David 10 Jahre, ich war eine junge Mutti mit 19 Jahren. Als die Kinder klein waren, konnte ich keiner festen Arbeit nachgehen, jetzt kann ich hier arbeiten. Mir gefällt die Arbeit und der Kontakt mit den Leuten, ich versteh fast alles auf bayrisch, kann aber nicht bayrisch sprechen. Durch eine Bekannte habe ich von der freien Stelle erfahren, und ich habe mich gefreut, dass meine Bewerbung erfolgreich war. In meiner Freizeit, gehe ich Laufen, oder ich lese, aber meistens begleite ich meine Jungs zum Fußball. Eine Lieblingsspeise habe ich nicht, aber ich mag gerne Kuchen und habe viele gute Rezepte. Am wichtigsten ist mir meine Familie, und dass unsere Kinder es schaffen, dass sie ihren Weg finden, dann bin ich zufrieden.“

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Dekubitus Pegedienstleiter Jochen Gerstl

In diesem Artikel möchte ich über ein Problem schreiben, das in der Pflege leider immer wieder vorkommt – das Wundliegen - Dekubitus. Ein Dekubitus ist definiert als eine lokal begrenzte Schädigung der Haut und/ oder des darunter liegenden Gewebes, i.d.R. über knöchernen Vorsprüngen, in Folge von Druck oder von Druck in Kombination mit Scherkräften. Es gibt eine Reihe weiterer Faktoren, welche tatsächlich oder mutmaßlich mit Dekubitus assoziiert sind; deren Bedeutung ist aber noch zu klären. Dekubitus entsteht durch kontinuierlichen Druck auf eine Hautstelle. Die Hautpartie wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Hält der Druck zu lange an, entstehen Haut- und Gewebeschäden. Solche Druckgeschwüre können ein erhebliches Ausmaß annehmen, Schmerzen bereiten und sogar lebensgefährlich werden. Ihre Therapie ist oft langwierig. Gefährdet sind vor allem Bettlägerige und Menschen, die viel sitzen – zum Beispiel im Rollstuhl. Kranke, geschwächte oder alte Menschen trifft es besonders häufig, ebenso Personen, die an Lähmungen leiden, beispielsweise nach einem Schlaganfall. Im Allgemeinen verträgt die Haut Druck von außen ganz gut. Problematisch wird es erst, wenn sie über längere Zeit zusammengedrückt wird – vor allem, wenn weitere Risikofaktoren wie z.B. Diabetes mellitus, hohes Lebensalter, Durchblutungsstörungen, Mangelernährung und Austrocknung dazukommen. Wenn wir uns also wenig bewegen, der Druck auf eine Hautstelle lange anhält, kommt es zu einem Versorgungsmangel in der Haut, da keine Nährstoffe und kein Sauerstoff mehr in die Zellen gelangen.

Schon innerhalb von Stunden kann auch das Gewebe darunter absterben. Theoretisch kann ein Dekubitus überall am Körper auftreten. Bevorzugt entsteht er jedoch an Hautstellen, die bei langem Liegen oder Sitzen besonders starken Druckbelastungen ausgesetzt sind. Zudem sind Regionen, an denen die Haut nah am Knochen aufliegt, sehr anfällig für Wundliegen. Der Grund: Hier wird die Haut bei Druck von außen unmittelbarer, also ohne "Dämpfung" durch Muskeln oder Fettgewebe, an den Knochen gedrückt. Auch in Hautfalten besteht ein erhöhtes Dekubitus-Risiko. Schlecht angepasste Prothesen, zu enge Gipsverbände, Falten in der Kleidung, Katheter oder Infusionsschläuche üben im ungünstigen Fall örtlichen Druck auf bestimmte Hautstellen aus – und führen so zu Wundliegen. Problematisch sind außer-dem Scherkräfte: Rutscht ein Pflege-bedürftiger zum Beispiel allmählich auf seinem Stuhl nach unten, scheuert und reibt seine Haut am Rücken auf der Lehne. Auch das fördert den Dekubitus. Besonders für einen Dekubitus anfällige Körperstellen sind vor allem der Bereich um das Steißbein und die Fersen. Aber auch Stellen wie die Knöchel, Knie, Hüfte, Zehen oder auch der Hinterkopf sind gefährdet. Das Wundliegen wird eingeteilt in vier Schweregrade. Sie reichen von leichteren, oberflächlicheren Hautveränderungen bis hin zu schweren Gewebeschäden auch unterhalb der Haut. Ausgeprägtes Wundliegen kann Muskeln, Sehnen oder sogar Knochen unwiderruflich zerstören.

Dekubitus

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Pegedienstleiter Jochen Gerstl Liegt ein Dekubitus ersten Grades vor, kommt es zu einer dauerhaften Hautrötung an der betreffenden Stelle, die auch bei Druckentlastung bestehen bleibt. Um zu sehen ob eine Rötung tatsächlich ein Dekubitus ist, kann man den Finger-Test durchführen. Hierzu drückt man vorsichtig und kurz mit dem Finger auf die gerötete Selle. Verfärbt sie sich nicht weiß, lässt sie sich nicht wegdrücken, ist es ein Zeichen für einen Dekubitus. Außer der Rötung können an der betroffenen Hautpartie kleinere Schwellungen, Hautverhärtungen oder eine Erwärmung auffallen. Die Hautoberfläche ist in dieser Phase des Wundliegens noch intakt. Von einem Dekubitus zweiten Grades spricht man, wenn Teile der Haut bereits defekt sind: Erkennbar ist eine offene Stelle mit Abschürfungen oder Blasenbildung. Die Schädigung beschränkt sich aber noch auf die oberflächlichen Hautschichten. Schreitet der Dekubitus noch weiter voran, bezeichnet man dies als Wundliegen dritten Grades. In dieser Stufe sind bereits alle Hautschichten zerstört, das unter der Haut liegende Gewebe ist geschädigt oder bereits abgestorben. Die entstandene Wunde ist tief. In seiner stärksten Ausprägung (vierter Grad) zerstört der Dekubitus noch tiefer liegende Gewebestrukturen wie Muskeln, Knochen und Sehnen. Die frühe Diagnose eines Dekubitus ist wichtig, um die Gewebeschädigung aufzuhalten, um Komplikationen wie Infektionen zu verhindern. Manche Pflegebedürftige sind selbst nicht mehr in der Lage, auf Schmerzen hinzuweisen oder bemerken diese aufgrund einer Lähmung oder Schmerzmittel nicht. Es gibt verschiedene Maßnahmen zur Vorbeugung eines Dekubitus. Gefährde

te Menschen sollten im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Bewegung motiviert und, falls nötig, auch regelmäßig umgelagert beziehungsweise umgesetzt werden, um das Wundliegen zu vermeiden. Außerdem sollte die Haut regelmäßig auf Dekubitus-verdächtige Veränderungen hin überprüft werden. Eine gute Hautpflege hilft zusätzlich, dem Wundliegen vorzubeugen, da Schweiß, Urin (bei inkontinenten Personen) oder Wundsekrete die Haut aufweichen und dadurch das Risiko für ein Wundliegen erhöhen. Aber auch eine sehr trockene Haut ist empfindlich und damit möglicherweise anfälliger. Wenn ein Dekubitus entstanden ist, ist die Behandlung eine Teamarbeit und erfolgt auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse in Medizin wie z.B. Infektionsprophylaxe bzw. Infektionsbehandlung, chirurgische Abtragung und Pflege z.B. Druckentlastung, angepasste Wundversorgung, angemessene Ernährung, Motivation des Betroffenen usw. Als Pflegekraft bin ich froh, dass heutzutage ein Dekubitus meist frühzeitig erkannt wird und sich dadurch die schweren Grade vermeiden lassen. Hoffe aber, dass zukünftig das Wundliegen nur noch in Büchern zu finden ist.

Quellen: Apothekenumschau, PflegeWiki, Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege

Bunte Seite

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Gedächtnistraining In dieser Übung werden Außenseiter gesucht: Begriffe, die sich in eine Gruppe eingeschlichen haben, wo sie nicht hingehören. Finden Sie das störende Wort und begründen Sie, warum es in der Gruppe nichts zu suchen hat. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

Orange – Apfel – Dattel – Banane Ahorn – Linde – Lärche – Ulme Erbse – Sago – Linse – Bohne Diamant – Bernstein – Rubin – Topas Wagner – Schiller – Goethe – Herder Kopfweh – Grippe – Masern – Scharlach Johannes – Amadeus – Thomas – Simon Geranie – Tulpe – Begonie – Hyazinthe

Auflösung: 1. Apfel – keine Südfrucht 2. Lärche – kein Laubbaum 3. Sago – keine Hülsenfrucht 4. Bernstein – kein Mineral 5. Wagner – kein Dichter 6. Kopfweh – keine Infektionskrankheit 7. Amadeus – kein biblischer Name 8. Geranie – keine Zwiebelpflanze

Setzen Sie die Redewendungen zusammen: Mit der Tür Einen Strich durch Einem das Etwas an den Geld auf die Den Stier bei Die Flinte Aus allen

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Wolken fallen hohe Kante legen den Hörneren packen ins Korn werfen Handwerk legen Haaren herbeiziehen die Rechnung machen ins Haus fallen

Der Kluge lernt aus allem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. Sokrates

Der eine Tag, der alles im Leben verändern kann, beginnt jeden Morgen neu

Bunte Seite e z t i W

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Eine Frau macht ihrem Mann Vorwürfe. „Ich bete, dass du gesund bleibst und du gehst in die Kälte ohne Schal und Mantel auf die Straße.Ich mache mich ja lächerlich vor dem Herrgott

Witz

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Fragt der Pfarrer: „Von wem können wir sagen, dass er alles sieht, hört und weiß?“ „Von unserem Nachbarn!“

Denke gut nach und rate... Es ist ein Ball bei dem nicht getanzt wird und bei dem sich viele Nationen treffen. (llabreklöV) Welcher Rabenvogel hat ein Faible für glänzende Sachen? (retslE) Es ist oval, mal weiß mal hellbraun und zu einer ganz bestimmten Zeit kann es ganz viele andere Farben haben. (ieretso)

Schöne Sprüche: Wer jeden in im Leben, Tag sich fr Willst du glücklich se u n d ; je ck lü d G en Morgen eut und lacht r re de an zu i be e ag tr froh erwac und abend ir geben, w h e di s e, ud tr re in F e k di t sein Gläsc t denn w ir d 1 . 0 ck he 0 Jahr und z zurü noch viel m n leer, kehrt ins eigene Her Blumen sin ehr. d das Läc heln der Erde Ralph Wa

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Aus Chin

einen Menschen schön machen! Fjodor Dostojewski

Man sieht nur Schatte n, wenn man seinen Rüc ken der Sonne zudreht.

Khalil Gibran

Aufgepasst! Am So, den 30.07.2017 findet unser Sommerfest statt.

Frühlingszeit

Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben. Hans Christian Andersen