Schulprogramm

Gemeinschafts-Hauptschule Neunkirchen-Seelscheid

Inhaltsverzeichnis I Schuldarstellung

4

1

Die Gemeinschaftshauptschule Neunkirchen-Seelscheid

4

2

Schulleben

5

2.1 Bibeltage

5

2.2 Feste der Schulgemeinschaft

5

2.2.1 Einschulung

5

2.2.2 Sommerfest

5

2.2.3 Schulentlassung

5

2.3 Präsentationen/Aktionen

6

2.3.1 Berufspraktikumsaustellung

6

2.3.2 Frühlingsfest

6

2.3.3 Sportfeste

6

2.3.4 Projekttage und Projektwochen

7

Pädagogische Schwerpunkte

8

3.1 Vorbereitung auf das Berufsleben

8

3

3.1.2 Orientierung zum Umfeld Beruf

8

3.1.2 Vorbereitung zur Berufswahl

8

3.1.3 Startklar!

9

3.1.4 Berufsorientierungscamp (BOC)

9

3.1.5 Berufseinstiegsbegleitung durch die InBIT GmbH

9

3.1.6 Schülerfirma

10

3.2 Betriebspraktika

10

3.2.1 Allgemeine Bedeutung der Betriebspraktika

10

3.2.2 Schnupperpraktikum in Klasse 7

10

3.2.3 Zweiwöchiges Praktikum in Klasse 9

10

3.2.4 Praktikum in Klasse 10A

11

3.3 Fischertechnik

11

3.4 Fördermaßnahmen

11

3.4.1 besondere Fördermaßnahmen

11

3.4.1.1 Förderung in den Klassen 5 und 6

11

3.4.1.2 Förderunterricht in Klasse 7

11

3.4.1.3 Förderunterricht in Klasse 10B

12

3.4.1.4 Sprachliche Förderung der Ausländer und Aussiedler

12

GHS Neunkirchen-Seelscheid

Schulprogramm

2

3.5 Präventionsarbeit

12

3.5.1 Suchtprophylaxe

12

3.5.1.1 Projekte

13

3.5.2 Sexualerziehung und Aidsaufklärung 3.5.2.1 Projekte

13 14

3.5.3 Gewaltprävention

15

3.5.4 Gesundheitsförderung

15

3.6 Methodencurriculum

16

3.7 Medienkonzept

17

3.8 Schulsozialarbeit

17

II Entwicklungsziele

19

Kooperation mit örtlichen Vereinen und Partnern

19

Individuelle Förderung durch Schüler der Klassen 10

20

Förderung für Schüler der 10. Klassen

20

Gender Mainstream „geschlechtersensibel Lehren und Lernen“

20

III Fortbildungsplanung

21

IV Arbeitsplan zur Weiterentwicklung des Schulprogramms

21

V Planung zur Evaluation

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GHS Neunkirchen-Seelscheid

Schulprogramm

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I Schuldarstellung

1

Die Gemeinschaftshauptschule Neunkirchen-Seelscheid

Die GHS Neunkirchen-Seelscheid ist seit 2006 eine Ganztagshauptschule Sie ist zwei- bis dreizügig mit zurzeit 278 Schülerinnen und Schülern in 14 Klassen. Ein System dieser Größenordnung hat den Vorteil, dass die Lehrer fast alle Schüler kennen. Persönliche Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern und eine gute, konstruktive Zusammenarbeit mit den Eltern sind der Schule sehr wichtig. Wertvolle Hilfe in Konfliktsituationen bietet der Sozialpädagoge der Schule. Dies wirkt sich positiv auf die Leistungsbereitschaft der Jugendlichen und auch auf die Integration der Schüler mit Migrationshintergrund aus. Die Schule legt Wert darauf, dass die Schüler angstfrei und mit Freude lernen. Sie werden entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit individuell gefördert. Ziel ist es, alle Schüler ausbildungsfähig zu machen. Rückmeldungen aus Ausbildungsbetrieben bestätigen, dass die Schule dieses in hohem Maße erreicht. Bisher konnten alle Abgänger durch Ausbildungsstellen, Sondermaßnahmen oder den Besuch weiterführender Schulen individuell versorgt werden. Als Ganztagsschule haben wir die Möglichkeit den Schülern zusätzlich verschiedene Arbeitsgemeinschaften, Wahlpflichtunterricht und Kurse zur individuellen Förderung, auch in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie der VHS und ortsansässigen Vereinen, anzubieten. So ist die Möglichkeit gegeben auf die unterschiedliche Lernfähigkeit und die Interessen der Schüler einzugehen und diese zu fördern. Auch viele verschiedene Projekte zur Präventionsarbeit und zur Sexual- und Aidsaufklärung können wir nun anbieten.

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Schulprogramm

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2

Schulleben

2.1 Bibeltage Die fünften Klassen erarbeiten handlungsorientiert Materialien und Kernaussagen zu religiösen Themen, die gemeinsam mit Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche Neunkirchens und der Religionsfachkonferenz festgelegt wurden. Zu Beginn des ersten Tages findet ein Eröffnungsgottesdienst statt, um die Schüler auf das kommende Projekt einzustimmen. Die Schüler werden nun in Gruppen von maximal 12 Teilnehmern eingeteilt und arbeiten zwei Tage an ihrem Projektthema. Die Ergebnisse dieser Projektarbeit werden am Ende des zweiten Tages im Abschlussgottesdienst von den Schülern präsentiert.

2.2 Feste der Schulgemeinschaft Schulisches „Miteinander feiern“ fordert und ermöglicht solidarisches Handeln, Zusammenarbeit über die Jahrgangsstufen hinaus und emotionale Einbindung in die Schulgemeinschaft für alle, die am Schulleben beteiligt sind. 2.2.1 Einschulung Ziele •

Die Fünftklässler werden durch einen Einschulungsgottesdienst, die Begrüßungsfeier, die von den Sechstklässlern gestaltet wird, willkommen geheißen.



Ein Empfang der „alten Fünftklässler“ soll zum neuen Schulstart motivieren und vor allem Berührungsängste abbauen.

Inhalte •

Begrüßung durch Schulleitung, neue Klassenlehrer, Sechstklässler



Luftballonaktion



Vorstellung des Fördervereins

2.2.2 Sommerfest Das Sommerfest findet am Schuljahresende statt. Es wird von der Schulgemeinschaft und dem Förderverein organisiert. Ziel •

Gedankenaustausch

Maßnahmen •

Planung und Durchführung des Schulfestes durch Lehrer, Schüler und Eltern mit Unterstützung durch den Förderverein.

2.2.3 Schulentlassung Ziele •

Rückblick auf die Schulzeit und Ausblick auf die (berufliche) Zukunft verschaffen



Förderung von Kreativität, Selbstständigkeit, Verantwortungs-, und Kommunikationsfähigkeit

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Maßnahmen •

Festkomitee bilden



Programmentwurf erarbeiten, einbringen und begründen



Beiträge zum Programm einüben



Einladungsschreiben erstellen



Entlassschrift entwerfen



Gottesdienst gestalten



Gäste bewirten (Klasse 9)



Fest dokumentieren

2.3 Präsentationen/Aktionen 2.3.1 Berufspraktikumsausstellung Ziele •

Schüler reflektieren ihr Praktikum, motivieren Mitschüler/innen und präsentieren sich nach außen

Maßnahmen •

Schüler stellen Ergebnisse des Praktikums in der Ausstellung aus.



Die Betriebe sind darüber informiert und stellen Material zur Verfügung.



In der Ausstellung sind die Berufe Berufsfeldern zugeordnet und klassenübergreifend angeordnet.

2.3.2 Frühlingsfest Ziele •

Präsentation der Schule in der Gemeinde

Maßnahmen •

Lehrer, Schüler, Eltern und der Förderverein fertigen Verkaufsprodukte für das Frühlingsfest an.

2.3.3 Sportfeste Ziele •

Freude an der Bewegung wecken



Teamgeist entwickeln, Schwache mittragen



Leistungsschwache sammeln Erfolgserlebnisse bei Geschicklichkeitsaufgaben



Wettkampfcharakter und Leistungsbewertung verständlich machen



Interesse am außerunterrichtlichen und außerschulischen Sport wecken

Maßnahmen •

Bundesjugendspiele



Spielefest für Klasse 5-6 Die Schüler/innen spielen an verschiedenen Stationen, die Geschicklichkeit erfordern. Die Ergebnisse werden auf einem Laufzettel eingetragen. . Nach der Siegerehrung mit kleinen Preisen findet ein Fußballturnier der 6. Klassen statt. Die Siegerehrung der Fußballer bildet den Abschluss des Spielefestes.

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Spiele ohne Grenzen Die Schüler/innen spielen in Gruppen für ihre Klasse. Geschicklichkeit und Absprachen sind gefordert. Am Schluss findet eine Siegerehrung statt.

2.3.4 Projekttage und Projektwochen Ziele •

Schüler lernen in Teamarbeit miteinander zu arbeiten, d.h. aufeinander einzugehen, Hilfestellung zu leisten, gemeinsam Ergebnisse vorzustellen



Schüler tragen eigenständig Material zusammen



Schüler beziehen außerschulische Orte mit ein

Maßnahmen •

Projekttage / -woche(n)



Exkursionen



Betriebsbesichtigungen



Vorbereitung von Ausstellungen



Bibeltage



Aids-Aufklärung



Erarbeitung einer Klassenordnung



Verschönerung des Klassenraumes



Fest der Kulturen



ADAC-Sicherheitstraining



Projektwochen



Schulhofverschönerung



Sportprojektwoche



Projekttage / Klassenfahrten in Zusammenarbeit mit skills4life

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Schulprogramm

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3

Pädagogische Schwerpunkte

3.1 Vorbereitung auf das Berufsleben 3.1.1 Orientierung zum Umfeld Beruf Die Berufswahlorientierung ist für die Schüler ein wesentlicher Bereich ihrer Lebensorientierung. Es ist Aufgabe der Schule, Voraussetzungen zu schaffen, die unseren Schülern eine eigenverantwortliche Lebensführung und -gestaltung ermöglichen. Neben der fachlichen Grundbildung gehören dazu die Sozialkompetenzen und die sogenannten Schlüsselqualifikationen wie die Entwicklung und Förderung der Selbstständigkeit, Kritik- und Kommunikationsfähigkeit, der Fähigkeit zur Teamarbeit und zu selbstständigem Lernen. 3.1.2 Vorbereitung zur Berufswahl Die Berufswahl ist für die Schüler von elementarem Interesse. Die Hauptschule hat die Aufgabe, sie darauf vorzubereiten und begleitend zu beraten. Maßnahmen Klasse 5/6 •

die Schüler lernen die Berufe der Eltern kennen



sie entwickeln eine Kartei Berufe von A-Z



Girls- / Boys-Day: Schnuppertag beim Arbeitgeberbetrieb der Eltern, Verwandten usw.

Klasse 7/8 •

Betriebsbesichtigungen, Beteiligungen an außerschulischen Angeboten



Schnupperpraktikum Klasse 7, zweiwöchiges Praktikum im Rahmen von STARTKLAR! Klasse 8



Girls- / Boys-Day: Mädchen gehen in einen Betrieb mit frauenuntypischen Berufen, Jungen lernen eine soziale Einrichtung kennen



Einführung Berufswahlpass: Stärken bestimmen und Ziele klären: Fähigkeiten und Fertigkeiten, Vorlieben und Interessen, berufliche Wünsche und Ziele dokumentieren.



Ein persönliches Profil wird erstellt, immer wieder überprüft und aktualisiert.



Alljährliche Teilnahme der Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe, hier der Mädchen an der Mitmach- Berufsbörse in der Jugendfreizeitstätte Matchbox in St. Augustin in Zusammenarbeit mit der Jugendberufshilfe für den Rhein-Sieg-Kreis. Die Jungen besuchen an dem kreisweiten Veranstaltungstag die Flughafen-Feuerwehr Köln/Bonn inklusive Teilnahme an einer Notfallübung. Anschließend folgt eine Rundfahrt über den zivilen Teil des Flughafens mit einem Vortrag über Fracht-, Passagier- und Umsatzzahlen. Ebenso haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die dort ansässigen Berufsbilder, Handwerks- und Betriebsstätten zur Pflege und Wartung der Fluggeräte und Liegenschaften kennen zu lernen.

Klasse 9/10 •

Schülerbetriebspraktika, mit anschließender Praktikumsausstellung



Praktikumstag im ganzen Schuljahr für die Klasse(n) 10 A



Informationen durch die weiterführenden Schulen und durch Vertreter aus verschiedenen Arbeitsbereichen wie Handel und Banken, Industrie und Handwerk, Krankenkassen usw.

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Schulprogramm

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Erstellen einer Bewerbungsmappe, Bewerbungstraining zum Teil mit Betriebsvertretern



Alle 2 Wochen ganztägige Sprechstunde des Berufberaters der Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit der Berufswahlkoordinatorin



Besuch von Berufs-Informationsveranstaltungen



Arbeit mit dem Berufswahlpass: Kompetenzanalyse - Berufsziele – Planung für den Übergang in die Berufsausbildung, speziell Terminplan



Nutzung von Internet und interaktiven Medien

3.1.3 STARTKLAR! STARTKLAR! umfasst drei Schuljahre: In der Jahrgangsstufe 8 richtet sich das Angebot an alle Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen: •

Eine Potenzialanalyse ermittelt die Stärken und Fähigkeiten der Schüler und Schülerinnen.



In Berufsbildungsstätten lernen die Schüler und Schülerinnen praktisches Arbeiten kennen und erproben sich in mindestens drei Berufsfeldern. Sie werden von Meistern mit Ausbildungserfahrungen begleitet. Am Ende gibt es ein Zertifikat.

In den Klassen 9 und 10 nehmen ausgewählte Schüler weiter am Programm teil. Weitere Informationen unter www.partner-fuer-schule-nrw.de 3.1.4 Berufsorientierungscamp (BOC) Das BOC ist ein wichtiger Bestandteil unserer Berufsvorbereitung und findet jährlich an mindestens 3 Tagen verpflichtend für alle Schüler der Jahrgangsstufe 9 statt. Wir gehören zu den Schulen der ersten Stunde, die an der Entwicklung in diesem Bereich teilnehmen durften und immer wieder durch die 'Stiftung Partner für Schule' in Zusammenarbeit mit dem 'Ministerium für Schule und Weiterbildung' und der 'Agentur für Arbeit' finanziell gefördert wurden. Einbezogen in das BOC werden die Berufskollegs, Vertreter aus Handel, Handwerk und Dienstleistung, auch mit der IHK arbeiten wir eng zusammen. 3.1.5 Berufseinstiegsbegleitung durch die InBIT GmbH Seit Anfang 2009 findet an der GHS Neunkirchen-Seelscheid die Berufseinstiegsbegleitung statt. Dabei handelt es sich um die individuelle Begleitung von Schülern ab der Vorabgangsklasse bis hinein in die Ausbildung. Die Agentur für Arbeit Bonn/ Rhein Sieg hat die InBIT GmbH in Siegburg mit der Durchführung beauftragt. Inhalte: •

Erreichung des Hauptschulabschlusses



Berufsorientierung und Berufswahl



Ausbildungsplatzsuche



Stabilisierung des Arbeitsverhältnisses

Zielgruppe: Zur Zielgruppe gehören Jugendliche, die voraussichtlich Schwierigkeiten haben werden, den Hauptschulabschluss zu erreichen und den Übergang in eine berufliche Ausbildung zu bewältigen. Schüler mit Migrationshintergrund sind in besonderem Maße zu berücksichtigen. GHS Neunkirchen-Seelscheid

Schulprogramm

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Zeitlicher Umfang/ Förderdauer: Die individuelle Begleitung beginnt in der Regel mit dem Besuch der Vorabgangsklasse der allgemeinbildenden Schule, idealerweise zu Beginn der Vorabgangsklasse und endet ein halbes Jahr nach Beginn einer beruflichen Ausbildung (Regeldauer). Weitere Informationen unter www.inbit.de 3.1.6 Schülerfirma Mit Hilfe einer Übungsfirma sollen Schüler Einblicke in die komplexen Abläufe von der Gründung bis zur Abwicklung erhalten. So sollen die Schüler noch besser auf die Berufswelt vorbereitet werden. Unter dem Motto „Learning by doing“ gründen die Schüler ihr eigenes Unternehmen, mit dem sie innerhalb von drei Schuljahren auf dem freien Markt tätig sind. Dabei gewinnen sie Einblicke in den Alltag eines Unternehmens und erfahren, wie Wirtschaft mit all ihren Facetten funktioniert. Ziele: •

Förderung von Schlüsselqualifikationen



Kennenlernen wirtschaftlicher Zusammenhänge in der sozialen Marktwirtschaft



Anregung unternehmerischen Denkens und Handelns



Förderung der Berufswahlorientierung

Die in diesem Jahr gegründete Schülergenossenschaft in Kooperation mit der VR Bank Rhein-Sieg „Die helfende Hand“ bietet Hilfen in Haus und Garten an.

3.2. Betriebspraktika 3.2.1 Allgemeine Bedeutung der Betriebspraktika Das Praktikum ermöglicht dem Schüler eine Kenntnisnahme der vielfältigen Probleme des Wirtschafts- und Arbeitslebens durch praktische Tätigkeit und eigene Erfahrungen. Mitarbeit, Beobachtung und Reflexion des Schülers sind unverzichtbare Bestandteile des Praktikums. Der Schüler erfährt hautnah in der Berufs- und Arbeitswelt die Anforderungen der betrieblichen Leistungsprozesse. 3.2.2 Schnupperpraktikum in Klasse 7 Im Schnupperpraktikum haben die Schüler die Gelegenheit über drei Tage einen Arbeitsplatz kennen zu lernen. Motivation und natürliche Neugier lassen sie Aspekte der Arbeitswelt erfahren und reflektieren. Entscheidend ist die schulische Aufarbeitung ihrer Erfahrungen. 3.2.3 Zweiwöchiges Praktikum in Klasse 9 Die Schüler absolvieren ein Praktikum in Industrie und Handel oder im Handwerk, um wichtige Erfahrungen für ihre spätere Berufswahlentscheidung zu erwerben. Diese Praktika werden von den Klassenlehrern und den an der Berufswahlvorbereitung beteiligten Lehrkräften betreut und ausgewertet. Die Schüler erschließen sich bedeutende persönliche Kenntnisse in Berufsbildern und können Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben herstellen. Die Suche einer Praktikumsstelle zeigt ihnen die Probleme bei der Ausbildungsplatzsuche. GHS Neunkirchen-Seelscheid

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3.2.4 Praktikum in Klasse 10 A Die Schüler absolvieren das ganze Schuljahr an einem Tag in der Woche ein Praktikum in einem Betrieb ihrer Wahl. Die Berufsfindung und die Ausbildungsplatzsuche werden erleichtert. Betriebe können mögliche Bewerber durch ein Praktikum kennen lernen. Schüler ohne konkrete Berufsvorstellung haben hier nochmals eine Entscheidungshilfe für ihre Berufswahl. 3.3 Fischertechnik Die GHS Neunkirchen-Seelscheid ist Fischertechnikzentrum. Die Schüler unserer Schule werden ab der Klasse 5 mit Hilfe der Fischertechnik – auch fächerübergreifend z.B. Physik - unterrichtet. Zudem bieten wir den umliegenden Grundschulen an, Fischertechnik-Projekttage bei uns zu verbringen. Dieses Angebot wird regelmäßig von den 4. Klassen der Grundschulen wahrgenommen. 3.4 Fördermaßnahmen 3.4.1 Besondere Fördermaßnahmen Neben der inneren und äußeren Differenzierung, die für alle Schüler angeboten wird, bemüht sich die Schule, Schüler mit besonderen Schwierigkeiten durch Angebote zu unterstützen. Dabei ist die Zielsetzung aller Fördergruppen, individuelle Defizite aufzuarbeiten, so dass alle Schüler zunehmend gemeinsam im Klassenverband erfolgreich arbeiten können. 3.4.1.1 Förderunterricht in den Klassen 5 und 6 Unsere Schüler kommen aus verschiedenen Grundschulen zu uns. Ihr Leistungsstand unterscheidet sich besonders in den Fächern Deutsch und Mathematik erheblich. Erfahrungsgemäß sind Defizite nach ca. 6 Wochen klar erkennbar. Maßnahmen •

2 – 3 Wochenstunden Förderunterricht Deutsch



1 Wochenstunde Förderunterricht Mathematik (auch Begabtenförderung)



Wechselnde Gruppenzusammensetzung je nach Förderbedarf



Individuelles Arbeitsmaterial



Teilnahme an „Schülern-helfen-Schülern“ mit ausgebildeten Lerncoaches der Stufe 8.

3.4.1.2 Förderunterricht in Klasse 7 Im Rahmen der Einteilung in Grund- und Erweiterungskurse in Mathematik und Englisch treten häufig Defizite der Schüler zutage, die nur durch Wiederholung und zusätzliche Übung aufgearbeitet werden können. Maßnahme •

1 Wochenstunde Förderunterricht Mathematik

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3.4.1.3 Förderunterricht Klasse 10B Diese Klasse setzt sich zusammen aus Schülern der vorangegangenen 9. Schuljahre. Die Voraussetzungen, vor allem bedingt durch die Vorkenntnisse aus E- und G-Kurs, sind unterschiedlich. Maßnahme •

2 Wochenstunden Förderunterricht Englisch



1 Wochenstunde Förderunterricht Mathematik

3.4.1.4 Sprachliche Förderung der Ausländer und Aussiedler Zielbeschreibung Schüler die ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen zu uns kommen, nehmen am Unterricht der Regelklasse teil und arbeiten so gut mit, wie es ihr Sprachvermögen erlaubt. Zusätzlich werden sie intensiv gefördert um schnell die deutsche Sprache zu erlernen, damit sie Alltagssituationen beherrschen und aktiver am Unterricht teilnehmen können. Wichtig ist, auch Schüler, die erst in den höheren Klassen aufgenommen werden, sprachlich so weit zu fördern, dass sie einen Hauptschulabschluss erreichen können. Die erworbenen Fähigkeiten, auf Deutsch zu kommunizieren, erweitern für sie die Möglichkeiten der Integration in die Klassen- und Schulgemeinschaft und in die Gesellschaft. Maßnahmen Schüler mit geringen Sprachkenntnissen werden außer in den Kernfächern aus dem Regelunterricht herausgenommen. In dieser Zeit werden sie intensiv sprachlich gefördert um eine Basis zu schaffen, die es ihnen ermöglicht, sich im Alltag zurechtzufinden und zunehmend erfolgreich am Regelunterricht teilzunehmen. Je nach Deutschkenntnissen werden Kleingruppen zusammengestellt, dabei wird der Stundenplan der Regelklasse berücksichtigt. Die Schülerinnen sollen befähigt werden, kritisch die hiesigen Lebensbedingungen zu betrachten. Dazu werden u.a. Gruppen gebildet, die in Zusammenarbeit mit den Müttern, der Flüchtlingshilfe, der Hausaufgabenbetreuung und der Schule theoretisch und praktisch an den deutschen Kulturraum herangeführt werden. Der Kontakt bleibt begleitend bestehen. Je nach Zuspruch findet ein arabischer (bzw. auch internationaler) Kochkurs für Schüler, Eltern und Lehrer statt. 3.5 Präventionsarbeit 3.5.1 Suchtprophylaxe Wesentliches Merkmal der Suchtprävention an unserer Schule ist die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, so der Drogenberatungsstelle, dem Jugendamt, dem Gesundheitsamt und insbesondere dem Kommissariat „Vorbeugung“ bei der Kreispolizeibehörde. Arbeit und Weiterbildung der Beratungslehrer und ein regelmäßiges „peer-education“ Programm, in dessen Rahmen Schülerinnen und Schüler zu ersten Ansprechpartnern bei Suchtproblematiken ausgebildet und geschult werden sowie regelmäßige Informationsveranstaltungen für Eltern sind schulinterne Schwerpunkte. GHS Neunkirchen-Seelscheid

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3.5.1.1 Projekte Alljährliche Jugendschutzparty für Kids bis 15 Jahre Wird veranstaltet durch den Arbeitskreis Jugend der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Siegburg, erzieherischer Jugendschutz und dem Kriminalkommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde für den Rhein-Sieg-Kreis sowie den Ortsbereichspolizeibeamten und der Johanniter Unfallhilfe, Rettungswache NeunkirchenPohlhausen, mit unterschiedlichen Mottos und Quizfragen zu Drogen und Straßenverkehr, Mobbing und Internetgefahren, Jugendschutzgesetz und Erste Hilfe. Alljährliche Informationsveranstaltungen „Drogen und Führerschein“, Fahrerlaubnis, Bußgeld und Fahrverbot für die 9er bzw. 10er Entlassklassen, veranstaltet durch das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises in Zusammenarbeit mit dem Kriminalkommissariat Vorbeugung der der Kreispolizeibehörde für den Rhein-Sieg-Kreis sowie den Ortsbereichspolizeibeamten sowie bei Bedarf und Nachfrage Elterninformationsabende, Lehrerfortbildung im Kollegium und peer-education von skills4life im Klettergarten in St. Augustin. Aufführung von Präventionstheater-Veranstaltungen Für die Schulgemeinschaft veranstaltet vom D.A.S. Theater Köln zur Suchtprävention in Familie, Schule und Freizeit. Umgang mit Konflikten im Elternhaus, Freundschaft und Peer Group sowie anschließender Frage- Antwortstunde mit Theaterschauspielern in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Neunkirchen-Seescheid, Kreisjugendamt Siegburg, erzieherischer Jugendschutz und den Ortsbereichspolizeibeamten der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid. Teilnahme an besonderen „Gut drauf“ Veranstaltungen Veranstaltet von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in der Modellregion RheinSieg in Form von Mitmach-Theateraufführungen und Gesundheitsausstellungen mit Workshops zu den Themenbereichen bewegen, entspannen, essen – aber wie? In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt für den Rhein-Sieg-Kreis. 3.5.2 Sexualerziehung und Aidsaufklärung Die Sexualaufklärung findet in enger Absprache mit den Klassenlehrern und den Eltern vorwiegend im Biologieunterricht und in der Schulsozialarbeit statt. Ab Klasse 6 werden altersspezifische Inhalte besprochen, Gespräche über Liebe und Freundschaft geführt und persönliche Fragestellungen behandelt. Wir berücksichtigen neben den biologischen auch psychosoziale und individuelle Aspekte. Dabei wird an geeigneten Stellen eine geschlechtsspezifische Trennung vorgenommen um Schülern und Schülerinnen Raum zu geben, in dem frei von Scham, Vorurteilen und stereotypischem Verhalten gesprochen werden kann. Unser Ziel ist es, die Schüler und Schülerinnen zu einem natürlichen, selbstbestimmten und partnerschaftlichen Umgang mit Sexualität zu führen.

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Den zu erwerbenden Kenntnissen über den menschlichen Körper und die Fortpflanzung werden weitere Schwerpunkte zugeordnet, die frühe, ungewollte Schwangerschaften verhindern, ein infektionsvermeidendes Verhalten fördern und ein reflektiertes Verantwortungsbewusstsein bei der Familienplanung entwickeln sollen. Außerschulische Institutionen wie Profamilia, der Sozialdienst Katholischer Frauen, das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises, die Aids-Hilfe aus dem Rhein-Sieg-Kreis und das örtliche Jugendzentrum unterstützen und ergänzen unsere Arbeit durch sexualpädagogische Vorträge, Medien und gemeinsame Projekte. Dadurch erhalten unsere Schüler und Schülerinnen ein vielfältiges und umfassendes sexualpädagogisches Angebot mit differenzierten Beratungsmöglichkeiten und Hilfestellungen in persönlichen Konfliktsituationen. 3.5.2.1 Projekte Alljährlich werteorientiertes Präventionsprojekt für die 6er Klassen Veranstaltet vom Sozialdienst Katholischer Frauen und dem Caritas Verband für das Erzbistum Köln e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kölner Stadt-Anzeiger in Form eines ganztägigen Workshop für Mädchen „die Zyklusshow - dem Geheimcode meines Körpers auf der Spur“. Workshop für Jungen: „Agenten auf dem Weg. Was Jungen über Ihren Körper wissen sollten“ Alljährlich halbtägige sexualpädagogische Gruppenarbeit für die 7er Klassen Veranstaltet von esperanza, Sozialdienst Katholischer Frauen für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis e.V. in Zusammenarbeit mit der BZgA im örtlichen Jugendzentrum der Gemeinde NeunkirchenSeelscheid in Form von besonderen Workshops für Mädchen und Jungen zu Fragen von Freundschaft, Liebe und Sexualität. Alljährlich mehrtägige Teilnahme am „Babypuppenprojekt-Baby Phantasie“ der Klassen 10 Veranstaltet vom Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein zu Fragen von Liebe, Sexualität, Verhütung und Lebensplanung sowie der Thematisierung des Frauen- und Männerbildes und Vermitteln von Toleranz zu unterschiedlichen Werten durch Herkunft Religion und Erziehung. Aufführung von Präventionstheater-Veranstaltungen für die Schulgemeinschaft Mit Gruppenarbeiten im Klassenverband und Elternabende zu „Missbrauch im Internet/Chat“ gegen sexuelle Gewalt in den neuen Medien, veranstaltet von Zartbitter e.V., Kontakt- und Informationsstelle Köln in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Bonn e.V. sowie dem Kinderschutzbund Neunkirchen-Seelscheid e.V., dem Kreisjugendamt Siegburg, erzieherischer Jugendschutz in Zusammenarbeit mit dem Kriminalkommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde des Rhein-Sieg-Kreises und den Ortsbereichspolizeibeamten der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid. Verteilung von Visiten-Karten „Mobbing ist nicht witzig – Nummer gegen Kummer“ von Zartbitter e.V.

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Teilnahme am Welt AIDS Tag mit Entlassklassen - in Form von Straßenaktionen und Informationsständen (in der Schule), in Zusammenarbeit mit der AIDS-Hilfe und pro familia e.V. im Rhein-Sieg-Kreis und dem Gesundheitsamt für den RheinSieg-Kreis. 3.5.3 Gewaltprävention (skills4life) In Zusammenarbeit mit skills4life werden in allen Jahrgangsstufen regelmäßig Projekttage durchgeführt. Auch bei Klassenfahrten arbeiten wir mit Skills4life zusammen und erarbeiten so Themen, die auf die jeweilige Klassensituation zugeschnitten sind. 3.5.4 Gesundheitsförderung Seit dem Schuljahr 2006/2007 wird das Fach Hauswirtschaft mit Schwerpunkt Gesundheitserziehung in den Klassen 5 und/oder 6 mindestens einmal in einem Halbjahr erteilt. Die Ernährungsbildung ist mit der Gesundheitsbildung eng verzahnt und vermittelt umfassende theoretische und praktische Kompetenzen in den Bereichen der Ernährungsphysiologie, Ernährungsmedizin und Lebensmittelwissenschaft. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr eigenes Ernährungsverhalten, können unterschiedliche Einflüsse darauf identifizieren und einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit herstellen. Die theoretischen Kompetenzen werden durch den handlungsorientierten Hauswirtschaftsunterricht in der Fachpraxis vertieft. Die Schülerinnen und Schüler erlangen neben ersten Kompetenzen der Kultur und Technik der Nahrungszubereitung eine Sinnes- und Genussbildung und erleben die Bedeutung einer gemeinsam eingenommenen Mahlzeit für die Kommunikation und das Zusammenleben. Sie lernen Speisen hinsichtlich grundlegender Inhaltsstoffe auszuwählen und einfache Mahlzeiten zuzubereiten. Themen: •

Ernährungsphysiologie:



Projekte: - das ideale Frühstück - die Ernährungspyramide - 5-am-Tag, Ernährungskampagne zur Steigerung des Obst- und Gemüseverzehrs - Zahngesundheit

Weitere Maßnahmen: •

Durchführung des interaktiven Lernangebotes „Ess-Kult-Tour“ der Verbraucherzentrale NRW der Klassen 7 und 9 (2011/2012).(Das Projekt "Ess-Kult-Tour" wurde von UNESCO als offizielles Projekt UN-Weltdekade "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" und vom Rat für Nachhaltige Entwicklung Werkstatt-N Projekt 2011 ausgezeichnet.)



Erprobung und Evaluation des Unterrichtsmaterials „SchmExperten 2“ des aid (April – November 2011) von Klassen 7, 8 und 9

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3.6 Methodencurriculum Die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahr(zehnt)e haben auch eine Veränderung der Lernkultur erforderlich gemacht. Lebenslanges Lernen, Selbstständigkeit und Schlüsselqualifikationen, sog. „soft skills“ sind einige Schlagwörter, die man in diesem Zusammenhang immer wieder hört. Besonders der sich immer dynamischer entwickelnde Wandel im Berufsleben erfordert von den jungen Menschen ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sowie Kommunikationsund Teamfähigkeit. Ziel des Methodentrainings ist es, den Schülerinnen und Schülern eine Lernkultur des eigenverantwortlichen Lernens zu vermitteln. Das Methodentraining umfasst die Kernbereiche: •

Grundlegende Lern- und Arbeitstechniken



Kommunikative Kompetenz



Teamkompetenz



Problemlösekompetenz Personale und soziale Kompetenz

Zur Einführung verschiedener Kompetenzen kann auf die Materialien der Fortbildung des Kollegiums durch die Methodentrainerinnen des Kompetenzteams des Rhein-Sieg-Kreises und der Lions-Quest Fortbildung zurückgegriffen werden. Zu Beginn des Schuljahres bietet sich für die Klassen 5 und 6 eine Einführungswoche an. Grundsätzlich werden für alle Stufen alle 4 – 6 Wochen sog. Thementage empfohlen. Diese Thementage werden zu Beginn des Schuljahres verbindlich festgelegt und gelten immer für alle Stufen. Die Themen und das Material werden ebenfalls verbindlich festgelegt. In Stufe 5 + 6 wird eine Klassenlehrerstunde eingeführt, die besonders zur Einübung und Vertiefung der personalen und sozialen Kompetenzen genutzt werden sollen.

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3.7 Medienkonzept Das Ziel unserer Schule ist, dass am Ende von Klasse 10 alle Schülerinnen und Schüler eine umfassende Medienkompetenz für den Übergang ins Berufsleben erworben haben. Im Laufe der Schulzeit ist der Einsatz von Neuen Medien in vielfältiger Art und Weise möglich. Daraus ergeben sich für die Hauptschule Neunkirchen-Seelscheid insgesamt sechs verschiedene Kompetenzbereiche: •

Erstellung von Medien



Neue Medien zur Informationsbeschaffung



Lernen mit Neuen Medien



Neue Medien zur Kommunikation



Neue Medien zur Präsentation von Arbeitsergebnissen

3.8 Schulsozialarbeit Schulsozialarbeit ist ein professionelles sozialpädagogisches Angebot und fördert die Kooperation von Schule und Jugendhilfe. Sie ist ein im Alltag der Schüler und Schülerinnen angesiedeltes jugendspezifisches Interventionsinstrumentarium. Dieses Spektrum von Handlungsansätzen und Lösungsstrategien ist heute eine Antwort auf die komplexen Veränderungen in den Lebensbedingungen und -entwürfen von Kindern und Jugendlichen. Es bietet bei Bedarf vor Ort ein besonderes verlässliches und vertrauensvolles pädagogisches Angebot. Schulsozialarbeit wird im Schulalltag verbindlich vorgehalten und ermöglicht so einen niederschwelligen Zugang zu den Leistungen der Jugendhilfe bei der Förderung von Erziehungsund Eingliederungshilfen innerhalb und außerhalb der Familie, frühe Hilfen bei Kindeswohlgefährdungen, des erzieherischen Jugendschutzes, der Jugendsozial- und Jugendarbeit. Sie bedient sich sozialpädagogischer bzw. arbeiterischer Methoden des beruflichen Handelns und unterstützt sowohl die Lehrkräfte bei der Umsetzung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages als auch die Eltern, Personensorgeberechtigten sowie deren Familien und gibt Kindern und Jugendlichen Hilfen bei der Findung von Lebensweltorientierungen und beim Umgang mit den Sozialisationsinstanzen. Schulsozialarbeit arbeitet integrativ und präventiv mit allen Akteuren im Sozialraum zusammen. Sie fördert das Verständnis und den Zugang aller Beteiligten für die sich schnell wandelnden gesellschaftlichen Realitäten und den daraus neu erwachsenden Anforderungen für die individuellen Lern- und Reifungsprozesse zur gesellschaftlichen Teilhabe, Mitverantwortung und Selbstbestimmung. Damit entwickelt sich die Schulsozialarbeit gleichzeitig systemisch und demographisch weiter und überprüft so ihre Wirksamkeit und Kreativität zur Anpassung auf die gesellschaftlichen Werte- und Veränderungsprozesse. Neben der notwendigen Fortschreibung der Gemeinwesen- und Netzwerkarbeit fordert sie die aktive und freiwillige Mitarbeit der Schülerinnen durch Erziehung zur Mündigkeit, Selbsttätigkeit und -hilfe ein. Schulsozialarbeit ist also ganzheitlich und bedürfnisorientiert, situations- und prozessbezogen, Gemeinwesen fördernd und soziokulturell ausgerichtet. Sie zeigt sich in den Bereichen - der Einzelfallhilfe: GHS Neunkirchen-Seelscheid

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Beratung bei Konfliktbewältigungen und bei Behörden und Institutionen, Beratung mit Lehrkräften und außerschulischen Partnern, Unterstützung von SchülerInnen, Eltern, Personensorgeberechtigten und deren Familien, Kriseninterventionen. - der sozialpädagogischen Gruppenarbeit: soziale Gruppenarbeit mit Methoden der Gesprächsführung und Gruppendynamik, Unterstützung der Klassengemeinschaften, Kommunikations- und Sozialtrainingsangeboten, sozialpädagogischen Gruppen- und Einzelarbeit. - der Kooperation in der Schule: bei Lehrer- und Klassenkonferenzen, Schulprogramm und -entwicklungsaufgaben, Klassenfahrten, Eltern und Kulturarbeit, Berufswahl- und Übergangshilfen bei Schule und Beruf, Projekt- und Präventionsveranstaltungen. - der Schulorganisation und -sozialarbeit, Fortbildung, kollegiale Praxisberatung und Supervision, Teilnahme an Arbeitskreisen und Mitarbeit in Jugendhilfeausschusssitzungen, Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und freien Trägern in der Jugendhilfe, Netzwerkbildungen und Gemeinwesenarbeit.

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II Entwicklungsziele und Handlungsplanung

Kooperationen mit örtlichen Vereinen und Partnern Um ein qualitativ gutes Angebot im Ganztagsunterricht anbieten zu können, arbeitet unsere Schule schon länger mit Vereinen und externen Partnern zusammen. Besonders die Kooperationen mit örtlichen Einrichtungen liegen uns am Herzen, da sowohl für die Schülerinnen und Schüler, als auch für die Partner eine engere Bindung besteht, bzw. aufgebaut werden kann. Ein wichtiges Entwicklungsziel ist der Ausbau der Kooperation mit örtlichen Partnern, zur Verbesserung der Unterrichts- und Betreuungsqualität besonders im Mittags- und Nachmittagsbereich. So besteht die Möglichkeit eine Vereinszugehörigkeit zu unterstützen und zu stärken, die Teamfähigkeit zu fördern und das Selbstbewusstsein und das Sozialverhalten zu stärken. Ebenfalls ermöglicht es den Schülern Vorlieben und Talente zu entdecken. Und diese zu fördern. In den letzten Jahren entstanden so einige Kooperationen, welche mittlerweile zum festen Bestandteil des Schul- und Unterrichtsgeschehen geworden sind. •

Die Volkshochschule bietet eine Yoga-AG an.



Frau van den Hoogen betreut die Schüler-Bücherei, initiiert Vorlese-Projekte mit der Grundschule und bietet eine Lese-AG und Leseangebote in der Übermittagsbetreuung an.



Herr Schmidt als regionaler Technikexperte bietet diverse AGs und Projekte, z.B. Modellbau und Motorenkunde, an.

Im Schuljahr 2011/2012 sind Kooperationen mit den folgend genannten Einrichtungen entstanden, welche nun fest etabliert und ausgebaut werden sollen. Boule-Club Neunkirchen-Seelscheid Im Oktober 2011 startete die Kooperation mit dem Boule-Club. Zuerst stellten die Trainerinnen und Trainer die Sportart Boule/Petanque in Unterrichtsreihen im Wahlpflichtunterricht des Jahrgangs 7 und in den AGs der Jahrgänge 5 und 6 vor. Seit dem zweiten Halbjahr 2011/2012 wird eine BouleAG für die Klassen 5 und 6 angeboten. Seit April findet die Boule-AG im Boulodrome in Breitscheid statt. Den Transport übernimmt der Bürgerbus (Bürgerbus Neunkirchen-Seelscheid e.V.). Musikschule Neunkirchen-Seelscheid Mit Frau Chariarse bietet eine professionelle Tanzlehrerin für indische Tänze seit dem Schuljahr 2011/2012 für die Jahrgänge 5 und 6 eine Bollywood-Tanz-AG an. Die Bollywood-AG zeigte ihr Können erstmals auf der Karnevalssitzung unserer Schule im Februar. Die Musikschule und die Hauptschule überlegen in regelmäßigen Gesprächen, wie die bestehende Kooperation durch weitere musikalische Angebote intensiviert werden kann.

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Tennis Herr Hüttemann, Lehramtsanwärter an unserer Schule, bietet seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres 2011/2012 eine Tennis-AG für die Jahrgänge 5 und 6 an. Fußball und Tischtennis Für die Übermittagsbetreuung und vereinzelte Sonderaktionen konnten wir einen Fußball- und einen Tischtennistrainer gewinnen. Aufgrund der Resonanz der Schülerinnen und Schüler ist eine Weiterführung dieses Angebotes sehr wünschenswert. Im Rahmen der Stundenplanung wird überlegt werden müssen, ob sich eine Fußball- und eine Tischtennis-AG/WPU einrichten lassen können. Individuelle Förderung durch Schüler der Klassen 10 Erprobt wird momentan eine Unterstützung leistungsschwächerer Schüler in den Klassen 5 und 6 durch Schüler der Jahrgangsstufe 10, die vom Religionsunterricht abgemeldet sind. Die Schüler der Klassen 10 begleiten die Lehrer in den Regelunterricht der Klassen 5 und 6 und unterstützen dort Schüler bei verschiedenen Aufgaben (Hilfen im Unterricht, Heftführung etc.). Individuelle Förderung durch Schüler der Klassen 8 20 Schüler und Schülerinnen der Stufe 8 wurden mehrere Tage durch einen externen Trainer zu Lerncoaches ausgebildet. Sie unterstützen in der Stufe 5/6 Schüler und Schülerinnen u.a. bei der Erstellung von Hausaufgaben, Lernen für das Wochendiktat, Vokabeln lernen u.v.a.m. Die Gruppe wird dabei von einer Lehrkraft unterstützt und in unregelmäßigen Abständen erneut von dem Trainer betreut. Förderung für Schüler der 10. Klassen Die Schüler der Klassen 10 sollen spätestens im 2. Halbjahr eine individuelle Förderung im Hinblick auf berufliche Ausrichtung und Bewerbung erhalten (z.B. kaufmännisches Rechen, Chemie für Friseure, Motorenkunde) Kurse zum Erwerb von Fremdsprachen wie Englisch und Spanisch bieten wir bereits in Zusammenarbeit mit VHS an. Gender Mainstream „geschlechtersensibel Lehren und Lernen“ Verschiedene Projekte zur Sexualerziehung und Aidsaufklärung erfolgen seit Jahren in getrennten Jungen- bzw. Mädchengruppen. Bei entsprechender Klassenzusammensetzung erfolgt dies auch in den Fächern Hauswirtschaft und Technik. Geplant ist, bisher jedoch durch räumliche oder personelle Engpässe noch nicht realisierbar, auch eine Geschlechtertrennung in den naturwissenschaftlichen Fächern und im Sportunterricht.

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III Fortbildungsplanung

Verpflichtend und traditionell erfolgt eine Teilnahme der FK-Vorsitzenden an den Regionalen Fachkonferenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch. Weitere Fortbildungen erfolgen auf Anregungen aus dem Kollegium in Abstimmung mit Lehrerrat und Schulleitung nach aktuellen Bedürfnissen, z.B.: •

Sozialtraining – Lion’s Quest, skills4life



Individuelle Förderung – Team von Prof. Manfred Spitzer



Methodentraining



Hauswirtschaft



Technik



Lehrerbetriebspraktikum



Verkehrserziehung – Mofaführerschein



Erste-Hilfe-Kurs

Die Schwerpunkte werden zu Beginn des Schuljahres festgelegt und in Absprache durch Schulleitung oder Lehrerrat organisiert. Als fester Termin hat sich seit Jahren der Girls- und Boys Day bewährt, da an diesem Tage alle Schülerinnen und Schüler zu einem Tagespraktikum außer Haus sind.

IV Planung zur Weiterentwicklung des Schulprogramms Jeweils zum Schuljahresbeginn erfolgt eine Planung zur Fortführung der Schwerpunkte und zur Auswahl bewährter bzw. neuer attraktiver Angebote außerschulischer Partner. Nach erster Diskussion unter Einbeziehung des Lehrerrates werden die Ergebnisse auf einer Lehrerkonferenz und anschließen der Schulkonferenz vorgestellt. Im Rahmen der Kapitalisierung hat die Schulkonferenz beschlossen, die Auswahl an Schulleitung in Abstimmung mit dem Lehrerrat und dem Schulpflegschaftsvorsitzenden zu delegieren.

V Planung zur Evaluation Um die Qualität unserer Berufsvorbereitung zu sichern, planen wir regelmäßig Fragebogenaktionen bei Schülern der Klassen 10, deren Eltern, den Berufskollegs und Ausbildungsbetrieben. In den verschiedenen Fragebögen soll in den Bereichen „schulische Ausbildung“, Vorbereitung auf die Berufswahl, Nutzen der Praktika usw. abgefragt werden, wie unsere Arbeit bewertet wird und wo die einzelnen Gruppen noch Verbesserungsbedarf sehen.

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