Psychologie und Sozialmedizin in der Frauenheilkunde

Psychologie und Sozialmedizin in der Frauenheilkunde Vortrage des 6. Fortbildungskurses "Gynakologie und Geburtshilfe" der I. Frauenklinik der Univers...
Author: Angelika Kohler
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Psychologie und Sozialmedizin in der Frauenheilkunde Vortrage des 6. Fortbildungskurses "Gynakologie und Geburtshilfe" der I. Frauenklinik der Universitat Miinchen

Herausgegeben von J. Zander und R. Goebel

Mit 19 Abbildungen

Springer-Verlag Berlin· Heidelberg· New York 1977

Prof. Dr. J. Zander Direktor der I. Frauenklinik und Hebammenschule der U niversitat MaistraBe 11, 8000 Miinchen 2 Priv.-Doz. Dr. R. Goebel Oberarzt an der I. Frauenklinik und Hebammenschule der Universitat MaistraBe 11, 8000 Miinchen 2

ISBN-13: 978-3-540-08180-7 e-ISBN-13: 978-3-642-95299-9 DOl: 10.1007/978-3-642-95299-9 Library of Congress Cataloging in Publication Data. Zander, Josef, 1918Psychologie und Sozialmedizin in der Frauenheilkunde. 1. Gynecology-Psychological aspects. 2. Gynecology-Psychosomatic aspects. 3. Gynecology-Social aspects. 4. Sexual disorders. I. Goebel, Richard, 1939joint author. II. Title. RG 103.5.Z36 618.1'001'9 77-3143 Das Werk is! urheberreehtlieh gesehUtzt. Die dadureh begrUndeten Reehte, insbesondere die der Ubersetzung, des Naehdruekes, der Entnahme von Abbildungen, der Funksendung, der Wiedergabe auf photomeehanischem oder ahnlichem Wege und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen bleiben, aueh bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehaiten. Bei VervieIniltigungen fUr gewerbliehe Zwecke ist gemaB §54 UrhG eine Vergtitung an den Verlag zu zahlen, deren Hohe mit dem Verlag zu vereinbaren is!.

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2123/3321-543210

Vorwort der Herausgeber

In der Frauenheilkunde der Gegenwart nehmen Probleme der Psychologie, der Psychosomatik, der Sexualmedizin und der Sozialmedizin zunehmend einen breiten Raum ein. Sie haben nicht nur infolge der in diesem Fachgebiet langst erkannten mannigfachen Wechselbeziehungen mit manchen Erkrankungen der weiblichen Fortpflanzungsorgane wowie Storungen der Fortpflanzungsfunktionen ihre Bedeutung. Eine Medizin, die bereit ist, sich nicht nur dem korperlichen, sondern ebenso dem psychischen Wohlbefinden des Patienten zuzuwenden, muB notwendig solche ehemaligen Randgebiete mit in das Zentrum ihrer Wirksamkeit einbeziehen. Fur die Frauenheilkunde trifft dies vielleicht in besonderer Weise zu. Dieses Fachgebiet begleitet Frauen uber weite Spannen ihrer Lebensphasen, von denen jede ihre eigenen psychologischen, psychosomatischen, sexuellen und sozialen Probleme mit sich bringt. Frauenarztinnen und Frauenarzte gewinnen auBerdem in ihrer praktischen Tatigkeit vielfach einen schnelleren und engeren Kontakt mit Bereichen der Intimsphare des anderen als es sonst in der Medizin ublich ist. Sie mussen sich aus solchen Grunden neben den medizinisch-naturwissenschaftlichen Kenntnissen ein auBerordentliches Rustzeug und Erfahrungsgut aus den genannten Gebieten erwerben, wollen sie der Fulle der arztlichen Begegnungen, von denen jede in gewisser Weise einzigartig ist, auch nur einigermaBen gewachsen sein. Sie mussen auBerdern erlernen, die eigenen Verhaltensweisen in diesen Begegnungen ebenso sorgfaltig zu beobachten und zu erkennen wie die des Partners; denn es hangt sehr wesentlich von diesem Verhalten ab, ob eine Frau die Bereitschaft gewinnt, sich mehr und mehr zu eroffnen, oder ob sie sich trotz des Verlangens nach Hilfe eher verschlieBt. Die vorliegende Monographie will in dieser Richtung Orientierungshilfen geben. Sie ist entstanden aus den Vortragen und nachfolgenden Diskussionen des 6. Fortbildungskurses in der I. Frauenklinik und Hebarnmenschule der Universitat Munchen in der Zeit vom 17. bis 19. Harz 1976, in dem aktuelle und praxisbezogene Themen aus dem hochst umfangreichen Gesamtgebiet behandelt wurden. Die Monographie richtet sich an aIle, die sich zu Problemen des Fachgebietes der Frauenheilkunde besonders hingezogen fuhlen und die bereit sind, besser verstehen zu lernen. Sie geht davon aus, daB der Frauenarzt ebenIII

so wie der Arzt fUr AIIgemeinmedizin keineswegs gleichzeitig ein perfekter Psychologe, Psychotherapeut, Sexualmediziner oder Sozialmediziner sein kann, und daB eine differenzierte Diagnostik und Behandlung in dieser Richtung dem sachkundigen Spezialisten vorbehalten bleibt. Er muB aber in der Lage sein, aIle pathogenetischen Faktoren, auch aus den hier angesprochenen Bereichen, in seine differentialdiagnostischen Uberlegungen mit einzubeziehen. Durch die voreilige Diagnose eines primar organisch bedingten Leidens ohne ausreichende BerUcksichtigung psychogener Faktoren kann ebensoviel Schaden angerichtet werden wie umgekehrt durch die voreilige Diagnose eines psychogen bedingten Leidens ohne ausreichende BerUcksichtigung somatischer Faktoren.

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Mitarbeiterverzeichnis

BENKERT, 0., Priv.-Doz. Dr., Psychiatrische Klinik und Poliklinik der Universitat Mlinchen, NuBbaumstr. 7, D-8000 Mlinchen 2 BRAUTIGAM, W., Prof. Dr., Psychosomatische Klinik der Universitat Heidelberg, VoBstr. 2, D-6900 Heidelberg EICHER, E., Priv.-Doz. Dr., II. Frauenklinik der Universitat Mlinchen, Lindwurmstr. 2a, D-8000 Mlinchen 15 FlKENTSCHER, R., Prof. Dr., Noestr. 21, D-8000 Mlinchen 71 FRICK, Viola, Dr. phil., Dipl. Psych., Universitats-Frauenklinik Tlibingen, Schleichstr. 4, D-7400 Tlibingen GOEBEL, R., Priv.-Doz. Dr., I. Universitats-Frauenklinik Mlinchen, Maistr. 11, D-8000 Mlinchen 2 HEUSER, Hedda, Dr., Brlinnsteinstr. 13, D-8203 Oberaudorf KOCKOTT, G., Dr., Max-Planck-Institut flir Psychiatrie, Psychologische Poliklinik Mlinchen, Kraepelinstr. 10, D-8000 Mlinchen 23 LAU, Ephrem Else, Dipl. Soz., Weilburgerstr. 5, D-6250 Limburg/Lahn MALL-HAEFELI, Marianne, Priv.-Doz. Dr., Universitats-Frauenklinik des Kantonsspitals Basel, CH-4000 Basel PRILL, H.J., Prof. Dr., Evangelisches Krankenhaus Bonn-Bad Godesberg, Waldstr. 73, D-5320 Bonn-Bad Godesberg

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SCHAEFER, H., Prof. Dr., I. Physiologisches Institut der Universitat Heidelberg, 1m Neuenheimer Feld 326, D-6900 Heidelberg WACHINGER, L., Dr., Dipl. Psych., Institut fUr Lebens- und Eheberatung, RUckertstr. 9, D-8000 MUnchen 2 WENDERLEIN, J.M., Dr., Dipl. Psych., Universitats-Frauenklinik Erlangen, Universitatsstr. 21/23, D-8520 Erlangen ZANDER, J., Prof. Dr., I. Universitats-Frauenklinik MUnchen, Maistr. 11, D-8000 MUnchen 2 ZERSSEN, D. v., Prof. Dr., Max-Planck-Institut fUr Psychiatrie, Abt. fUr Psychiatrie, Kraepelinstr. 10, D-8000 MUnchen 40

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Inhaltsverzeichnis

I. Sozialmedizinische Aspekte

H. Schaefer: Sozialmedizinische Probleme der Gynakologie und Geburtshilfe ..................................... H. Heuser: Die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft M. Mall-Haefeli: Der Sozialmedizinische Dienst in der Praxis der Frauenheilkunde ...................•..•.... E.E. Lau: Der Tod im Krankenhaus ......................•

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II. Psychologische und psychosomatische Aspekte

H. Wachinger: Praxis der Eheberatung (und Partnertherapie) .....•.......•................................... 67 W. Brautigam: Psychologie der Empfangnisverhlitung ...... 77 J.M. Wenderlein: Psychologische Aspekte der Empfangnisverhlitung ............................................ 83 D. v. Zerssen: Psychische Storungen im Wochenbett ...... 87 J.M. Wenderlein: Praoperative Psychologie in der Gynako logie .............................................. III R. Fikentscher: Psychologische Probleme in der sterilen Ehe .................................................. 119 W. Eicher: Die Sterilisation der Frau und ihre Folgen .. 129 J.M. Wenderlein: Psychologische Aspekte bei der Hormonsubstitution im Klimakterium .......................... 135 R. Goebel: Das Problem der Angst in der Gynakologie und Geburtshilfe ......................................... 141 H.J. Prill: Das Sprechstundengesprach .................. 155 V. Frick: Derzeitige MOglichkeiten der Aus-, Weiter- und Fortbildung im Bereich der Psychosomatik der Gynakologie ................................................ 165 III. Sexualmedizinische Aspekte

V. Frick: Diagnostik und Therapie weiblicher Sexualstorungen in der gynakologischen Praxis ................. 175 O. Benkert: Funktionelle Sexualstorungen beim Mann ..... 189 G. Kockott: Die Transsexualitat ..................•..... 197 Sachverzeichnis •••.••••.•..•••••.•••••••..•.••••••••.•. 205

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