PARTIZIPATIONS-PROJEKT: Gartengestaltung

PARTIZIPATIONS-PROJEKT: Gartengestaltung Verlaufsdokumentation zur Projektdurchführung zum Leitthema 2010: „Partizipation“ Name des „Gartengestaltu...
Author: Petra Kirchner
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PARTIZIPATIONS-PROJEKT: Gartengestaltung

Verlaufsdokumentation zur Projektdurchführung zum Leitthema 2010: „Partizipation“

Name des

„Gartengestaltung“

Projekts

Geschäftsbereich

ISPE-West

Bereichsteil

Wohngruppe Hauser

Projektleiterin Team

Margit Hauser Angela Triebel, Benjamin Solf, Margit Hauser, Uwe Schmidt, Maximilian Müller

Projektziele

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Anbau von Radieschen, Salat, Rettich und Gartenblumen im eigenen Gartenbeet

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Pflege, Ernte und Nutzung der erwirtschafteten Erträge

 Die beiden Jungen sollen Verantwortung übernehmen lernen und Kontinuität erreichen!

Kurzbeschreibung Anlegen der Beete, Aussuchen der Pflanzen und Samen, Gießen, Unkraut und Ungeziefer entfernen unter Anleitung und Unterstützung der Betreuer.

Indikatoren für die Selbständiges Erarbeiten und Erfragen mit Hilfe von Zielerreichung

Büchern, Internet, Lehrern und Betreuern.

1. Planungsphase/Orientierungsphase (ab 17.06.2010) Maximilian und Uwe werden über das gemeinsame Vorhaben informiert, dass jeder von ihnen ein Beet anlegen und bepflanzen soll. Die beiden freuen sich sehr auf das Projekt und erhalten seitens der Betreuer den Auftrag, sich über leicht zu kultivierende Gartenpflanzen zu informieren. Hierbei werden ihnen verschiedene Hilfen in Aussicht gestellt:

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Fachliteratur zum Thema Gartenbeete

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Verschiedene Internetseiten, die sich dem gleichnamigen Thema widmen

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Vorschläge seitens der Betreuer für verschiedene Pflanzen

Darüber hinaus sollen beide Jungen ihre Lehrer in der Schule befragen, welches Saatgut sich am ehesten für Einsteiger eignet bzw. am pflegeleichtesten ist.

Uwe befragt daraufhin seinen Biologielehrer, Maximilian seine Sachkundelehrerin. Die beiden lesen sich zusätzlich in die Thematik ein. Währenddessen planen die zuständigen Betreuer Margit, Angela und Benjamin die Position und Größe der Beete im Garten, Überschlagen die finanziellen Ausgaben für Saatgut, Blumenerde, Randeinfassungen und Dünger.

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Margit, emsig und doch entspannt beim gemeinsamen Planen bei Kaffee und Kuchen

2. Erste Arbeitsphase: Ausheben der Beete (21.06.2010-26-06.2010) Nachdem die ersten Planungen abgeschlossen sind und Größe und Position der Beete festgelegt wurden, wird mit dem Ausheben der Beete begonnen.

Hierbei übernehmen Uwe und Benjamin den Großteil der körperlichen Arbeit mit kräftiger Unterstützung des gesamten Teams. Uwes Beet ist etwas größer angelegt (2mx2m), Maximilians etwas kleiner (2mx1,5m). Die Beete liegen direkt nebeneinander und sind nur durch einen Durchgang zum Gießen voneinander getrennt. Als erstes werden mit einem Spaten die Ränder der Beete ausgehoben. Maximilian fährt fleißig die Schubkarre und häuft die überschüssige Erde auf. Nachdem beide Beete etwa eine Tiefe von ca. 7-10cm erreicht haben, rechen Maxi und Uwe größere Steine aus ihren zukünftigen Beeten, die die Pflanzen in ihrem Wachstum behindern könnten. Margit sorgt für die Verpflegung und Koordination. Angela, Benjamin und Uwe fahren im Laufe der Woche zweimal zum Baumarkt, besorgen Pfosten zur Befestigung der Randeinfassung, mehrere Säcke Blumenerde (die benötigte Menge ist zuvor gemeinsam genauestens errechnet worden) und Dünger. Uwe, Benjamin, Angela und Maxi verteilen die Blumenerde auf die fast völlig entsteinten Beete, nachdem die Randeinfassung, befestigt durch jeweils vier Pfosten in den Ecken jedes Beetes, fertig gestellt wurde.

Das

anschließende

Festdrücken

der

ausgebreiteten

Blumenerde

komplettiert die Basis der beiden Beete, die nun fertig zur Aussaat sind. Dünger ist nicht vonnöten, da die gekaufte Blumenerde bereits vorgedüngt ist.

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Benjamin und Uwe beim „ersten Spatenstich“

3. Zweite Arbeitsphase: Wahl des Saatguts und Aussaat (26.06.27.06.2010) In der Planungsphase des Projektes hatten beide Jungen die Aufgabe sich über leicht zu pflegende Pflanzen zu informieren. Dies verläuft bei Uwe besser, der von seinem Biologielehrer den Tipp zu Radieschen, Eisbergsalat und Rettich bekommt.

Maximilian

orientiert

sich

aufgrund

von

fehlenden

eigenen

Informationen an den erworbenen Kenntnissen von Uwe. Gemeinsam mit ihrem Betreuer Benjamin suchen sie einen Gartenfachhandel in Philippsthal auf und lassen sich fachkundig beraten. Maximilian entscheidet sich anstelle des Salats Samen von einfachen Zierpflanzen zu kaufen, von denen er Sträuße für Angela, Margit und seine Mutter anfertigen will, Uwe beschränkt sich auf Radieschen, Rettich und Eisbergsalat. Die Verkäuferin erklärt den Interessierten welche Arten der gewünschten Pflanzen noch im Juni gesät werden dürfen. Als Hilfe dient hierzu die Packungsbeilage mit Informationen zur Anzucht, Wachstumsdauer und Datum der Ernte. Diese bekommen beide Jungen nach der Aussaat in ihr Zimmer, damit sie für sich den Überblick behalten können. Die Aussaat in beiden Beeten verläuft jeweils nach dem gleichen Schema: Es wird eine Furche mit ca. 4cm Tiefe gezogen, das Saatgut gesetzt und dann mit der aufgetürmten Blumenerde an beiden Seiten leicht bedeckt bzw. festgedrückt.

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Die fleißigen Jungs, Uwe und Maxi bei der Arbeit

4. Pflege- und Wachstumsphase (28.06.-15.09.2010) Nachdem die Samen gesetzt wurden, werden feste Zeiten zur Bewässerung des Beetes mit Uwe und Maximilian vereinbart (nach dem Mittagessen). In der Keimphase müssen die Samen feucht gehalten werden. Da der Sommer dieses Jahr mitunter sehr heiß ist, wird einmal am Tag reichlich gegossen. Die zwei Jungen nehmen ihre Aufgabe akribisch wahr, schauen als erstes nachdem sie von der Schule gekommen sind, ob schon grüne Triebe aus der Erde emporragen. Da die Keimphase relativ lange benötigt, macht sich zu Beginn zunächst Frust breit und die Hoffnung, dass ihre Pflanzen sprießen, sinkt. Dies ändert sich glücklicherweise einen Tag bevor die beiden auf Ferienfreizeit nach Kirchvers fahren. In beiden Beeten wachsen Rettich und Radieschen nach oben. Während ihrer Abwesenheit kümmert sich Margit um die Pflege beider Beete. Bis auf Maximilians Zierpflanzen keimen alle gesetzten Samen. Die Pflanzen haben zu wenig Licht abbekommen, weil direkt neben dem Beet ein großer Baum steht, der einen großen Schatten auf Maximilians Beet wirft. Nach ihrer Rückkehr werden die Randeinfassungen beider Beete verbessert, in der Hoffnung die Schnecken vom Salat fernzuhalten. Im weiteren Verlauf der Pflegephase vernachlässigen die beiden jedoch ihre Pflanzen. Sie werden zwar weiterhin gegossen, aber das Ungeziefer und schon besagte Schnecken können sich ungehindert über Salat und Radieschen hermachen.

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Aha, da wächst ja doch was!

5. Ernte und Fazit des Projektes (16.09.2010) Die Erträge von 3 Monaten Arbeit und Pflege werden geerntet, die Beete für die kalten Jahreszeiten winterfertig gemacht. Leider ist das Resultat nicht so gut wie erhofft, aber das Team ist zufrieden und hat lehrreiche Schlüsse für kommende Aussaaten gezogen. So soll in Zukunft mehr auf Ungeziefer und Düngung geachtet und die Samen nicht mehr so nah beieinander gesetzt werden. Gerne erinnert man sich an die gemeinsam vollbrachte Arbeit zurück und so wird das Projekt Partizipation für unsere Wohngruppe in Philippsthal ein fester Bestandteil im Alltag bleiben. Bereits heute planen die Jungs schon wieder, was sie im nächsten Jahr in ihren Beeten anbauen wollen. Wir freuen uns darauf und helfen kräftig mit.

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