Objekte in der Landwirtschaft:

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen) S. 1 Objekte in der Landwirtschaft: Objekt L1 Ränder Munimatte, Umgebung altes und neues Re...
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Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 1

Objekte in der Landwirtschaft: Objekt L1

Ränder Munimatte, Umgebung altes und neues Reservoir Obererli.

Ziel:

An den Rändern und auf den flachgründigsten Böden extensivieren.

Zielarten:

Hauhechel, Echtes Labkraut etc. Käferart, einziges bis jetzt in der Schweiz nachgewiesenes Vorkommen gemäss Hendryk Luka, FIBL.

Zustand 2006:

Weiden auf wechselfeuchten Mergelböden, stellenweise mit Felsen im Untergrund, dann sehr flachgründig und trocken, im oberen Teil historischer Weg zum Schloss, grosses Aufwertungspotenzial. Früher stark verbuschte Ziegenweiden, früher Brutort des Baumpiepers.

Massnahmen:

Vertrag im MJPNL anstreben. Bereiche mit späterer Bestossung ausscheiden.

Objekt L2

Pferdeweide Schlossstrasse

Ziel:

Extensivierung der Beweidung, Verkürzung der Bestossungsdauer. Fläche als Anschauungsobjekt für die Bevölkerung aufwerten.

Zielarten:

Niederliegender Ehrenpreis, Grossblütige Kammschmiele, Flügelginster, Kleine Orchis.

Zustand 2006:

Sehr flachgründige Pferdeweiden, z.T. herausragende Felsen, vor Jahren noch am Rand seltene Trockenwiesenarten (siehe oben), v. a. entlang Schlossweg. Wichtiges Naherholungsgebiet mit vielen Besuchern. Früher stark verbuschte Ziegenweiden.

Massnahmen:

Vertrag im MJPNL anstreben.

Objekt L3

Weideland hinter (östlich) Schloss.

Ziel: Zielarten:

Knollen-Spierstaude, Doldiges Habichstkraut, Teufelsabbiss, Mittelspecht.

Zustand 2006:

Flachgründige Weiden entlang Naturreservat (Wald), wechselfechte Mergelböden mit Felsen im Untergrund, vor Jahren noch Magerwiesenpflanzen zu unterst, östlich auf Weg, Teufelsabbiss, Filzsegge, Tormentill usw. 2006 Mittelspecht am Waldrand gesichtet.

Massnahmen:

Waldrandprogramm im MJPNL anstreben (mit Weidevertrag im Offenland).

Objekt L4

Grossacker, Weideland

Ziel:

Abgestufte Nutzungsintensität, Extensivierung der Weiden in den steilen und flachgründigsten Bereichen. Mehr Strukturen (Büsche). Wenn möglich besonnte Fels- und Steinstrukturen schaffen. Gestufter, aufgelichteter Waldrand.

Zielarten:

Neuntöter, Helmorchis, Spitzorchis.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 2

Zustand 2006:

Flachgründige Weiden mit heute schon viel Frühlingsschlüsselblume, z.T. steil, Feldgehölz, historischer Weg zur Fuchslochgrube, auf dem historischen Scheibenstand vor Jahren noch Helmorchis und Neuntöterbrut. Gebiet 1948 entsteint und entbuscht, trotzdem heute noch sehr flachgründige Böden, zur Extensivierung geeignet, da Produktivität von Natur aus eingeschränkt. Anlässlich des Naturschutztags 2003 Waldraundaufwertung.

Massnahmen:

Vertrag im MJPNL anstreben, Verbuschung bis 5% zulassen, v.a. im Bereich des Scheibenstands Büsche und sorgfältige Nutzung sicherstellen. Ev. Freistellen einzelner Lesesteinhaufen im Feldgehölz durch Forstdienst.

Objekt L5

Rand Grossacker

Ziel:

Waldrandaufwertung (Feuchtwiesen), Übergang zwischen Ackerland und Wald besser gestalten, Erholungsnutzung regeln.

Zielarten:

Pfeifengras, Natternzunge (Farn), Teufelsabbiss, Neuntöter, Zauneidechse.

Zustand 2006:

Ökostreifen entlang Waldrand, Ackerland, Waldrand anlässlich des Naturschutztags 2005 aufgelichtet, artenreicher Gebüschmantel mit z.B. alten Elsbeerbäumen. Früher als Bündtenland genutzt, stellenweise sumpfig mit z.B. Wollgras, Natternzunge (Farn) etc., 1948 drainiert.

Massnahmen:

Schaffen eines offiziellen Picknickplatzes im Norden mit Abgeltung an den Bewirtschafter, gegen Süden absperren gegen Erholungssuchende mit z.B. Brombeergestrüpp, Waldrandprogramm im MJPNL anstreben, Ökostreifen auf 10 m verbreitern, als Wiesen genutzte Buchten im Wald schaffen, wo sich Feuchtwiesen mit Pfeifengras etc. wieder entwickeln kann.

Objekt L6

Schloss Nord

Ziel:

Extensiver genutzte Wiese entlang Waldrand (Quellschutzzone S3).

Zustand 2006:

Ziemlich intensiv genutztes Acker- und Wiesland, im Getreide artenreiche Begleitflur, im Süden Pferdeweide, ziemlich flachgründige Böden. Einzugsgebiet der Schwinbachquelle (Quellschutzzone S3), häufig einbrechende kleine Dolinen.

Massnahmen:

Entlang des Waldrands auf einem 10 breiten Streifen die Wiesennutzung extensivieren. Waldrandaufwertung.

Objekt L7

Wüste Reben

Ziel: Zielarten:

Kreuzenzian, Zauneidechse, Schlingnatter.

Zustand 2006:

Extensiv gentutzte Wiese mit Wiesenblumen, Wiesen-Flockenblume, Witwenblume usw., im oberen Teil sehr trocken und mager, Trespen-Bestand. Nutzung der Bäume durch andere Person. Unterhalt der Hecke am Naturschutztag 2003. Zauneidechse fehlt zur Zeit.

Massnahmen:

Bewirtschaftungsvereinbarung mit Kanton oder Gemeinde anstreben. Heckenunterhalt sicherstellen, stark schattende Bäume herausnehmen. Unterhalt der Steilböschung im unteren Teil sicherstellen (Abbrennen im März wäre am besten). Pflege der Obstbäume durch Grundeigentümer ist optimal.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

Objekt L8

S. 3

Ramstel

Ziel: Zielarten:

Geflecktes Knabenkraut, Sumpfpippau, Trauben-Pippau, Hirse-Segge, TeufelsAbbiss, Rote Waldnelke etc.

Zustand 2006:

Etwas schattige und feuchte, extensiv genutzte Wiesen mit hohem Potenzial, zur Zeit voll von seltenen Hahnenfuss-Arten der Goldhahnenfussgruppe (Ranunculus quinatus). Ranunculus pseudocassubicus am Waldrand und im Wald. Im Ostteil Bachaustritt aus Röhre mit Sumpf mit Schilf, auf nordexponierter Wiese massenhaft Akelei.

Massnahmen:

Bereich des Bachaustritts besser gestalten (aus Röhre herausnehmen, schaffen einer Quellflur).

Objekt L9

Ramstelbach Schiessstand

Ziel:

Artenreichere Wiesen und Staudenfluren auf Ökostreifen, ev. Laichgewässer für Amphibien beim Schiessstand.

Zielarten:

Unke, Geburtshelferkröte, Ringelnatter, Neuntöter.

Zustand 2006:

Bestockter Bachlauf, Ökowiesen auf beiden Seiten, stellenweise zur Vernässung neigend (mit Schilf). Am Waldrand beim Schiessstand Wildvorkommen von Märzenglöckchen und Blaustern.

Massnahmen:

Ev. Ökostreifen stellenweise auffräsen und Ansaatversuch machen mit Spezialblumenmischung.

Objekt L10

Ramstelbach bis Munitionsdepot

Ziel:

Gewässersituation besser gestalten, Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung, Feuchtwiesen.

Zielarten:

Ringelnatter

Zustand 2006:

Bestockter Bach, Ökostreifen auf beiden Seiten, im Bach eingedolt, Geländeauffüllung und Acker. Am Rand der Geländeauffüllung Feldgehölz. Von Süden kommende Bachrinne ebenfalls eingedolt. Früher sumpfiges Gelände mit Quellaufstössen, z.B. Schlankseggenried.

Massnahmen:

Ramstelbach entlang Hauptstrasse ausdolen und entlang Auffüllungsfuss zum jetzigen Bett leiten. Im Süden Bachgerinne ebenfalls, soweit als möglich, ausdolen, Gelände besser gestalten. Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen Feuchtwiesen anlegen.

Objekt L11

Hinter Fuchsloch

Ziel:

Magerwiese mit bewegter Oberfläche und stellenweise Felsstrukturen und Hecke.

Zielarten:

Büschelglockenblume, Bergklee, Knollenspierstaude, Grosser Waldportier (Schmetterling).

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 4

Zustand 2006:

Extenisiv genutzte Wiese, coupietes Gelände, immer wieder Einbrüche von kleine Dolinen, früher herausragende Felsbrocken. Hecke im Süden. Waldrandbehandlung (ca. 2002) auf beiden Seiten an verschiedenen Naturschutztagen. Vor Jahren noch Büschelglockenblume und Bergklee.

Massnahmen:

Vertrag im MJPNL anstreben (mit Bewirtschaftungserschwernissen). Keine Geländeveränderungen mehr vornehmen.

Objekt L12

Schartenmatt, Ränder der Lichtung.

Ziel:

Quellbereiche und Bäche aufwerten, Waldränder aufwerten.

Zielarten:

Schleiereule, Sumpfbaldrian

Zustand 2006:

In den letzten Jahren Schleiereulenbrut in Jägerstand. Noch recht magere, rel. artenreiche Randbereiche, im oberen Teil (grösstenteils Gemeinde Gempen sehr coupiertes Gelände, fliessender Tonboden mit einzelnen Felsbrocken. Vor Jahren im südlichen Teil noch Quellfluren mit Sumpfbaldrian, Sumpfdistel etc.

Massnahmen:

Randbereiche als Ökoflächen (Wiesen, keine Weide), ev. stellenweise Waldrandaufwertung, wobei besonders schöne Einzelbäume zu schonen sind. Weidevertrag im MJPNL im oberen Teil (grösstenteils Gemeinde Gempen) erwägen. Ev. schönere Gestaltung der Quellfluren am westlichen und südlichen Waldrand prüfen.

Objekt L13

Hinter Fuchsloch

Ziel: Zielarten:

Büschelglockenblume, Wiesensalbei, grosser Waldportier, Neuntöter

Zustand 2006:

Mässig intensiv genutzte Wiese auf flachgründigen Böden mit zwei Gebüschen auf Felsbrocken (früher war das ganze Gelände mit Felsbrocken übersät). Wegspickel, wo heute noch Bergklee wächst, 2004 Grosser Waldportier (eine stark gefährdete Schmetterlingsart). Hohes Aufwertungspotenzial.

Massnahmen:

Waldrandaufwertung, Wiesennutzung etwas extensivieren (z.B. Typ wenig intensiv genutzte Wiese), ungedüngte Pufferstreifen entlang Wald und Gebüschen.

Objekt L14

Hinter Alpmech

Ziel: Zielarten:

Annuelle Trockenheitszeiger (Pflanzen): Kleinblütges Hornkraut (Cerastium brachypetalum), Mauer-Hungerblümchen (Draba muralis) und weitere wie Karthäusernelke, Aufrechter Ziest. Gartenrotschwanz, Neuntöter, Zauneidechse.

Zustand 2006:

Bewegte Topographie, trockenes Gebiet, früher Rebland, mit trockenen Wiesen, Hecken und alter Rebmauer. Auf Felsriegel Trockenrasen mit Karthäusernelke und Aufrechtem Ziest. Zauneidechse im Moment nicht vorhanden. Frühlingsannuelle Pflanzen, Trockenheitszeiger, in den Fromentalwiesen immer noch vorhanden.

Massnahmen:

Vertrag im MJPNL anstreben (für Wiesennutzung und Bäume).

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 5

Objekt L15

Hinter Alpmech (im Grund), Chirsiprojekt

Ziel:

Sowohl auf den südexponierten als auch nordexponierten Wiesen- und WeideParzellen könnten sich bei entsprechender Nutzung sehr artenreiche Pflanzenbestände bilden.

Zielarten:

Wiesen-Salbei, annuelle Trockenheitszeiger (Pflanzen): Kleinblütiges Hornkraut (Cerastium brachypetalum), Mauer-Hungerblümchen (Draba muralis). Am Nordhang Gebräuchlicher Augentrost. Gartenrotschwanz, Neuntöter, Zauneidechse.

Zustand 2006:

Bewegte Topographie, trockenes Gebiet, früher an den Südhängen Rebland, sehr schöner Bestand an Hochstamm-Kirschbäumen, Wegparzelle trocken und artenreich, z.B. frühlingsannuelle Pflanzen, Trockenheitszeiger, wie das MauerHungerblümchen (Draba muralis). Sehr steile Nordhänge, etwas feuchte Weiden mit Gebüschen.

Massnahmen:

Viele Hochstammobstbäume sind schon im Chirsiprojekt Asp. Eine Kombination mit Verträgen zur extensiven Unternutzung im MJPNL wäre erstrebenswert.

Objekt L16

Hinter Alpmech - Dornachberg

Ziel:

Zum teil etwas schattige, vielleicht auch etwas saure Wiese mit Waldarten wie z.B. Buschwindröschen oder dem Säurezeiger Doldiges Habichtskraut (Hieracium umbellatum). Im unteren sonnigen Teil ist die Entwicklung einer Blumenwiese möglich.

Zielarten:

Habermark etc.

Zustand 2006:

Extenisv genutzte Wiese, Pflanzenbestand noch nichts Besonderes. Waldrand 2004 anlässlich eines Naturschutztags aufgewertet.

Massnahmen:

Ev. im unteren Teil entlang Weg auffräsen und Blumenwiesenmischung einsäen.

Objekt L17

Asp, Waldrand zum Dornachberg

Ziel:

Extensiver genutzter Übergangsstreifen zwischen Ackerland und Wald. Magerer Waldsaum oder Ackerstreifen mit Ackerbeleitpflanzen (Mohn, Kamille, Ackerspark etc.)

Zielarten:

Feld-Wachtelweizen, Weiches Honiggras.

Zustand 2006:

Vor Jahren massenhaft das Weiche Honiggras (Holcus mollis) im Acker, ein Säurezeiger, der auch gerne an ausgehagerten Waldrändern vorkommt. In südlicher Waldecke Christbaumkultur.

Massnahmen:

Waldrand aufwerten, v.a. gegen Feldgehölz.

Objekt L18

Asp, Waldrandbereich zum Lolibachrain.

Ziel:

Weniger intensiv genutzter Übergangsstreifen zwischen Ackerland und Wald, Ackerrandstreifen mit typische Ackerbegleitern (Kamille, Acker-Spark etc.).

Zustand 2006:

Streifen zwischen Wald und Ackerland, immer anhäuptig. Waldrand wegen ackerbaulicher Nutzung stark eutrophiert. Stellenweise bedingt durch Parzellierung noch gebuchteter Waldrand und Lesesteinhaufen im Wald.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

Massnahmen:

S. 6

Streifen (ca. 10 - 15 m) als Ökowiese anmelden. Partiell Waldrandaufwertung, etwas mehr Licht auf den absonnigen Waldrand und das Ackerland geben.

Objekt L19

Lolibach, Gartenland

Ziel:

Als Gartenland und kleinparzelliert genutzte Landschaft erhalten. Oberer Teil langfristig ins Naturreservat integrieren und entsprechend gestalten.

Zielarten:

Wendehals, Grünspecht, Grauspecht, Gartenrotschwanz, Ringelnatter, Geburtshelferkröte, Pimpernuss.

Zustand 2006:

Gartenland (Familiengärten), z.T. verwildert, Eselweidekoppeln, im östlichen Teil Karpfenteich und Waldwiese (früher Kompostdepots). Kleinstrukturierte Landschaft, mit Feldgehölz entlang Weg, Obstbäumen usw. auf den Weiden massenhaft Frühlingsschlüsselblume. Der Lolibach ist an den Rand (Gemeindegrenze) verlegt. Sehr hohes Naturpotenzial.

Massnahmen:

Langfristige Sicherung und naturnahe Nutzung sicherstellen. Drüsiges Springkraut (ein invasiver Neophyt) bekämpfen.

Objekt L20

Lolibach Mitte

Ziel:

Zumindest an den Rändern extensivieren, z.b. späterer Schnitt.

Zustand 2006:

Wiesen in Geländemulde, Lolibach an den Rand verlegt, sehr schöne Bachbestockung (Haselsträucher, Eschen etc.). Wiesen auf Schotterboden stellenweise recht trocken, im Westlichen Teil auf Buckel sehr trocken, hier mit Salbei. Hecke in den Parzersperren.

Massnahmen:

Ev. Vertrag im MJPNL anstreben (Bachufer).

Objekt L21

Lolibach West

Ziel:

Gut strukturierte Bachufergehölze, extensiv genutzte Wiesen und Bachränder.

Zustand 2006:

Sehr schöne Bachufergehölze mit Haselsträuchern, Eschen usw., unterhalb Panzersperre etwas schattige Magerwiese mit Wiesenblumen und ziemlich viel Frühlings-Schlüsselblume.

Massnahmen:

Grösstenteils bereits jetzt unter Vertrag (Kt. BL).

Objekt L22

Lolibach West, Birsebene.

Ziel:

Trockene Wiesen, Amphibienlaichplätze als Ersatz für ehemalige Birsaue.

Zustand 2006:

Trockene Wiese entlang Strasse und Wiesenböschung entlang Acker mit Salbei, vielen Feldgrillen usw., schöne Bachbestockung mit Silberweiden und Bachrand (Ökostreifen) entlang Acker, im nördliche Teil Schlehen-Hecke entlang Bahndamm. Mit dem Bahndamm selber Gebiet mit hohem Naturpotenzial.

Massnahmen:

Schaffen von Wasserlöchern, wo z.B. das Quellwasser der Apfelseequelle eingeleitet wird (siehe GEP), Abgeltung wenn möglich über das MJPNL.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

Objekt L23

Im Woll

Ziel:

Etwas artenreicherer Wiesenbestand, Magerwiese.

Zielarten:

Akelei, Hohe Schlüsselblume (Arten der Waldwiesen).

Zustand 2006:

Waldwiese, im oberen Teil recht feucht mit Binsen, 2006 voll von WiesenSchaumkraut, sonst noch wenig Blumen. Äsungsplatz für das Rehwild?

S. 7

Massnahmen:

Objekt L24

Im Woll, Waldwiese östlich der Strasse.

Ziel:

Etwas artenreichererer, aber auch futterbaulich solider Wiesenbestand.

Zielarten:

Wiesenblumen wie Habermark, Margerite usw. An den Ränder Arten der schattigen Waldwiesen wie Hohe Schlüsselblume, Akelei usw.

Zustand 2006:

Waldwiese, noch nicht besonders artenreich, an den Rändern gelegentlich als Picknickplatz genutzt.

Massnahmen:

Objekt L25

Im Woll

Ziel:

Etwas artenreicherer, aber auch futterbaulich solider Wiesenbestand.

Zielarten:

Wiesenblumen wie Habermark, Margerite usw. An den Ränder Arten der schattigen Waldwiesen wie Hohe Schlüsselblume, Akelei usw.

Zustand 2006:

Wiese auf ehemaligem Ackerland.

Massnahmen:

Streifenweise Einsaat von Wiesenblumen (Typ Feuchtwiese). Bereits Ökowiese.

Objekt L26

Asp

Ziel:

Magerwiese (Magerweide), Nussbaumreihe als Vernetzungselement.

Zielarten:

Frühjahrsgeophyten wie Lerchensporn, Goldhahnenfuss etc.

Zustand 2006:

Böschung entlang Flurweg, mit Nussbäumen bestockt, recht magere Wiese (ev. auch Weide) mit Frühjahrsgeophyten wie Lerchensporn, Goldhahnenfuss etc. Vor Jahren im unteren Teil am Weg noch mit Hauhechel.

Massnahmen:

Als Ökofläche anmelden.

Objekt L27

Asp, oberer Teil

Ziel:

Obstbaumreihe als Vernetzungselement.

Zustand 2006:

Obstbaumreihe im Ackerland.

Massnahmen:

Ev. ins “Chirsiprojekt Asp” integrieren.

Objekt L28

Asp

Ziel:

Obstbaumreihe und Wiese im Ackerland als Vernetzungselement.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

Zustand 2006:

Baumreihe und mässig wüchsige Wiese mit Rauhem Löwenzahn (Leontodon hispidus) im Ackerland.

Massnahmen:

Wie bisher.

Objekt L29

Ramstel, gegen Fuchslochgrube.

Ziel:

Quellausbrüche aus Fruchtfolgeflächen mittelfristig rausnehmen.

Zustand 2006:

Regelmässig Quellausbrüche im Ackerland.

Massnahmen:

Vernässte stellen in Feuchtwiesen umwandeln (Ökoflächen).

S. 8

Objekt L30

Bluthügel, steile Partien und Randbereiche.

Ziel:

Artenreiche Weiden, Gebüschsäume und Ackerränder.

Zustand 2006:

Weidland? Schöner Obstbaumbestand. Sehr grosse Hecken auf Lesesteinhaufen (v.a. Schlehen), Böschung zum Lolibach im Pflegeprogramm, Ränder des attraktiven Feldgehölzes am Lolibach, Eichen auf Felsblöcken.

Massnahmen:

Ev. ingegrierter Weidevertrag im MJPNL (zusammen mit den anderen Weiden) beim Schlosshof und auf dem Grossacker.

Objekt L31

Bluthügel, nordexponierte Wiese und Waldsaum.

Ziel:

Normale Wiesennutzung, extensiv genutzte Wiese.

Zielarten:

Rosskümmel und andere Arten der Feuchtwiesen.

Zustand 2006:

Zur Zeit mehr oder weniger brachliegend (Mulchschnitt im Herbst), Gehölzaufwuchs (Brommbeersträucher etc.).

Massnahmen:

Wiese und Waldsaum als Ökofläche anmelden.

Objekt L32

Gaselzaun Süd

Ziel:

Mässig intensiv genutztes Weideland mit Obstbäumen.

Zielarten:

Grau- und Grünspecht.

Zustand 2006:

Pferdeweide, ziemlich mager mit z.B. Salbei, aber durch lange Bestossungszeit auch stark gestört, voll von Einjährigem Berufkraut. Alte, absterbende Kirschbäume. Sehr attraktiver Waldrand zum Feldgehölz.

Massnahmen:

Wie bisher.

Objekt L33

Gaselzaun Nord

Ziel: Zielarten:

Wiesenblumen wie Margerite, Salbei usw., Grauspecht, Grünspecht.

Zustand 2006:

Mässig intensiv genutzte Wiese mit Obstbäumen.

Massnahmen:

Als Ökofläche bewirtschaften (z.B. wenig intensiv genutzte Wiese)

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

Objekt L34

S. 9

Gaselzaun

Ziel: Zielarten:

Grauspecht, Grünspecht.

Zustand 2006:

Obstwiese, mehr oder weniger brachliegend, Kirschbäume nicht mehr genutzt. Gebüsch auf Lesesteinhaufen.

Massnahmen:

Ökofläche, Wiederaufnahme der Nutzung. Ev. ins Chrisiprojekt Asp integrieren.

Objekt L35

Gaselzaun Steilböschung

Ziel:

Strukturreiche Böschung mit Magerwiesen, Gehölzen und Obstbäumen.

Zielarten:

Grauspecht, Grünspecht, Doldiges Habichtskraut , Täufelsabbiss etc.

Zustand 2006:

Wiese an Steilböschung ca. 2000 an einem Naturschutztag ausgeholzt, seither im Pflegeprogramm, sehr artenreicher Rasen mit reicher Insektenfauna und dem regional seltenen Doldigen Habichtskraut, stellenweise mit Birken bestockt. Vor Jahren noch Teufelsabbiss. Böschung unterhalb Weg und Kirschbaumreihe nicht mehr genutzt.

Massnahmen:

Pflege der Wiesen und Gehölze wie bisher. Kirschbaumreihe und untere Böschung in Pflege nehmen (durch wen?). Zufahrt besser gestalten (Mulde bei den Panzersperren auffüllen, damit Zufahrt mit Traktor und Ladewagen möglich. Drüsiges Springkraut (ein invasiver Neophyt) bekämpfen.

Objekt L36

Tüflete Lolibach

Ziel:

Artenreiche Feuchtwiesen entlang des Bachs entwickeln, ev. Quellbereiche aufwerten.

Zielarten:

Quelljungfer (Libelle), Lauchschrecke, Unke (früher in der Mergelgrube, Duggingen), Ringelnatter (bis vor wenigen Jahren regelmässig beim Hof beobachtet), Sumpf-Baldrian, Hirse-Segge, Filz-Segge.

Zustand 2006:

Sehr schöne Uferbestockung, stellenweise Feuchtwiesen mit Pfeifengras, SumpfSchachtelhalm, Blut-Weiderich, Gilbweiderich etc. Auf der ganzen Länge quellreiches Gebiet.

Massnahmen:

Als Unkenlaichgewässer dienen schon ein paar wassergefüllte Wagenspuren. Auch Flächen mit Sommerschnitt nutzen (nicht nur Herbstschnitt). Allenfalls Saatversuch mit Spezialsaatgut machen. Punktuell und wo Quellaufstösse oder Einläufe sind, nährstoffarme Quellfluren entwickeln.

Objekt L37

Tüflete Südhang

Ziel:

Artenreiche Wiesen verschiedener Wüchsigkeit, zuoberst an Steilhängen kurzwüchsige Magerwiesen. Strukturreicher Waldrand.

Zielarten:

Kleine Orchis (Orchis morio).

Zustand 2006:

Schon hunderte von Frühlingsschlüsselblumen, nach starken Regenfällen Quellausbruch. Waldrand im Winter 2005/06 zurückgenommen.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

Massnahmen:

Bewirtschaftungserschwernisse wie Quellausbrüche mit speziellem Tarif in Bewirtschaftungsvertrag im MJPNL aufnehmen

Objekt L38

Ramstel, Scheibenstand und Hecke.

S. 10

Ziel: Zielarten:

Neuntöter, (Unke).

Zustand 2006:

Hecke mit Ökostreifen, in Gebüschen um den Scheibenstand gelegentlich Neuntöterbrut. In Ecke beim Scheibenstand Vernässungsstelle (Quellaufstoss). Heckenböschung stark eutrophiert, streckenweise mit Hechtblauer Brombeere überwuchert.

Massnahmen:

In der Ecke beim Scheibenstand kleines Wasserloch (Amphibienlaichgewässer) schaffen und in Ökofläche integrieren. Hechtblaue Brombeere sporadisch im Hochsommer abmähen (Mähgut entfernen).

Objekt L39

Asp Oberer Teil (Chirsiprojekt Asp).

Ziel:

Blumenreiche Heumatten in Kombination mit Hochstammobstbäumen.

Zustand 2006:

Fläche ca. zu 50% mit obsbaumbestandenen Wiesen (Kirschbäume), die grösstenteils im Chirsiprojekt mitlaufen. Stellenweise recht magere, aber blumenarme Ruchgraswiesen.

Massnahmen:

Auch Unternutzung gemäss MJPNL (ungedüngte Wiesen, nur Baumscheiben gedüngt).

Objekt L40

Asp, Chirsiprojekt Asp unterer Teil (Iselbreit)

Ziel: Zielarten:

Gartenrotschwanz, Steinkauz (spezielle Kästen wurden aufgehängt).

Zustand 2006:

Fläche ca. zu 100% mit obsbaumbestandenen Wiesen (Kirschbäume), die grösstenteils im Chirsiprojekt angemeldet sind. Stellenweise recht magere, aber blumenarme Wiesen und Weiden. 4 Gartenrotschwanzpaare, im April regelmässig der Mittelspecht.

Massnahmen:

Wo möglich, auf einzelnen Parzellen auch Unternutzung gemäss MJPNL bewirtschaften (ungedüngte Wiesen, nur Baumscheiben gedüngt, oder nicht baumbestockte Parzellen als ungedüngte Wiesen im MJPNL).

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 11

Objekte in der Siedlung: Objekt S1

Niederterrassenböschung, Bereich Mattenweg, Werbhollen und Apfelsee

Ziel:

Wenigstens teilweise Erhalten artenreicher Wiesen (ev. Weiden) und einer vielfältigen Struktur mit Gebüschen und Einzelbäumen.

Zielarten:

Mauereidechse, Zauneidechse*, Acker-Hornkraut, Gamanderartiger Ehrenpreis, Helmorchis.

Thema:

Vergandete Wiesen an der extrem steilen Niederterrassenböschung. Wichtiges Vernetzungselement in Dornach in Nord-Süd-Richtung. Wiederaufnahme oder Aufrecherhalten der Nutzung.

Zustand 2006:

Stellenweise noch recht artenreiche Magerwiesen- und Weiden (z.B. Parzelle 221 der Einwohnergemeinde), meist jedoch am Verganden. Oft massenhaft Acker-Hornkraut, ein Erosionszeiger. Vielfältige Struktur mit Gebüschen, Gehölzen und Einzelbäumen. Bei den Metallwerken stark schwermetallbelastet (was vielen Pflanzen jedoch nichts ausmacht).

Massnahmen:

Ev. Abgeltung eines fachgerechten Unterhalts an Grundeigentümer, ev. Übernahme in ein Pflegeprogramm durch die Gemeinde (Pflegevereinbarung, parzelleneigener Pflegeplan). Pflegepläne für Niederterrassenböschung machen.

Objekt S2

Freihaltezone am Siedlungsrand gegen den Schlossgrat

Ziel:

Wenigstens teilweise Erhalten artenreicher Wiesen (ev. Weiden) und Säume, sowie einer vielfältigen Struktur mit Gebüschen und Einzelbäumen.

Zielarten:

Mauereidechse, Zauneidechse*, ev. Schlingnatter. Färber-Ginster, Gebräuchlicher Steinsame.

Thema:

Freihaltezone am Siedlungsrand in Privatgärten, teilweise in Rebland. Aussichtsschutzzone. Weicher Übergang zum Wald auf dem Schlossgrat.

Zustand 2006:

Stellenweise noch recht artenreiche Magerwiesen- und –weiden und Säume (z.B. Parzelle 1166 am unteren Ende), meist jedoch am Verganden. Vielfältige Struktur mit Gebüschen, Gehölzen und Einzelbäumen.

Massnahmen:

Ev. Beratung der Grundeigentümer. Wertvollste, grössere Flächen (ausserhalb von Privatgärten) ev. in ein Pflegeprogramm nehmen. Niederhalten der Hecken und Gehölze auf Grund eines Gesamtpflegeplans ev. auf Kosten der Gemeinde (Aussichtszone).

Objekt S3

Gemeinderebberge Steimeten und beim Schwanenbrunnen

Ziel:

Strukturreiche, vielfältige Rebberge mit naturnahen Randbereichen.

Zielarten:

Acker-Steinsame, Karthäuser-Nelke, Gamanderartiger Ehrenpreis.

Thema:

Rebberge in der Siedlung (ökologischer Ausgleich in der Siedlung).

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 12

Zustand 2006:

Sehr schöne Hecken um die Rebberge, im Rebberg Steimeten naturnahe, artenreiche Randflächen (Wiesen) im Pflegeprogramm. Rebmauern z.T. etwas am Zerfallen. Die Reben werden von den Pächtern sehr naturnah (IP) bewirtschaftet. Die Rebbegleitflora ist ziemlich artenreich ausgebildet, z.B. mit versch. annuellen Storchschnabelarten.

Massnahmen:

Rebmauer sanieren. Unterhalt wie bisher: Gehölzunterhalt durch Gemeinde, Randflächen im Rahmen des Pflegeprogramms unterhalten.

Objekt S4

Familiengärten Oberdornach

Ziel: Thema:

Ökofläche in der Siedlung für Mensch und Tier (v.a. auch soziale Funktion, Siedlungsdurchgrünung).

Zustand 2006: Massnahmen:

Objekt S6

Musikschulpark

Ziel:

Park mit verschiedenen Nutzungstypen, Wiese, Rasen, Gebüsche, Bäume. Ev. Park publikumsfreundlicher gestalten: Spielflächen für Federball etc.

Thema:

Parkanlage.

Zustand 2006:

Eine Art Arboretum mit vielen exotischen Baumarten, z.T. schöne (Mammutbaum), aber auch weniger schöne Exemplare. Gesamte Fläche: Parkrasen, im Frühjahr mit Frühlingsgeophyten (Märzenglöckchen, Osterglocken etc.)

Massnahmen:

Bestandesaufnahme der Bäume machen. Etwas auslichten. Randflächen als Blumenwiesen unterhalten, Wasserflächen schöner machen. Generell: Gestaltungs- und Unterhaltskonzept machen. Allenfalls Quidumquelle hierhin leiten und ein Biotop damit speisen.

Objekt S7

Pärklein bei Reformhaus Keller

Ziel: Zustand 2006:

Kleiner Park mit Ruhebank, Brunnen (sehr beliebt bei kleinen Kindern), Rasen und Margeritenwiese.

Massnahmen:

Weiter so.

Objekt S8

Park vis à vis Käch

Ziel: Zustand 2006:

Kleiner Park mit Ruhebank, Baumneupflanzungen, Rasen. Überdeckung eines alten Reservoirs oder Luftschutzkellers. Brotbackofen, Geräteschopf, Gemüsegärten. Böschung mit Hecke.

Massnahmen:

Steilböschung nur einmal im Jahr mähen. Pflegeplan erstellen.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 13

Objekt S9

Ödland, ehemalige Kiesgrube an der Hochwaldstrasse.

Ziel:

Ökologisch wertvoller gestalten, ev. als Aussichtspunkt gestalten.

Zustand 2006:

Vergandete Wiesen und Brennnesselfluren, Gebüsche. Vermutlich Grube mit Aushubmaterial aufgefüllt. Früher Hochterrassenschotter abgebaut. Vor Jahren noch Silberdistel in einem Magerrasen entlang der Hochwaldstrasse.

Massnahmen:

Pflegeplan machen. Strassenböschung besser pflegen (als Wiese: mähen, Material abführen, kein Mulchschnitt)

Objekt S10

Rasenfläche Apfelseestrasse / Steinmattweglein

Ziel: Zielarten:

Reiherschnabel.

Thema:

Extensiv unterhaltene Rasenflächen.

Zustand 2006:

Lückiger Rasen mit Reiherschnabel (einzige Stelle in Dornach), Zeiger von Sandboden.

Massnahmen:

Nach Fruchtreife das erste Mal (Mai, Juni) mähen.

Objekt S10

Birsbogen

Ziel: Zielarten:

Fitis, Kleinspecht, Wasser-Miere, Europäische Seide, Gelbe Anemone, Biber.

Thema:

Auenwaldähnliche Situation auf Restfläche (z.T. Freihaltezone)

Zustand 2006:

Versickerungsweiher unbenutzt (Verdachstsfläche für Altlasten?), total mit Neophyten überwuchert. Sehr beliebtes Naherholungsgebiet.

Massnahmen:

Fläche auenwaldartiger gestalten, allenfalls Bekämpfung von invasiven Neophyten, Besucher kanalisieren, mit T18-Anschluss-Projekt koordinieren, Flächenverluste und Lärmbelastung so gering wie möglich halten. Gestaltungs- und Pflegeplan machen.

Objekt S11

Vorplatz Museum beim Brunnen

Ziel: Zielarten:

Zarte Miere (Minuartia hybrida), Bruchkraut (Herniaria glabra).

Thema:

Extensiv unterhaltene Kopfsteinpflaster

Zustand 2006:

Kopfsteinpflaster, Linde, in den Pflasterfugen seltene Pflanzenarten.

Massnahmen:

Wenn Vegetationskontrolle nötig, erst nach Fruchtreife vornehmen (Mai, Juni).

Objekt S12

Ruderfläche, Grünstreifen neue Weidenstrassse

Ziel:

Artenreiche Ruderalfläche im Gewerbegebiet

Zielarten:

Blattlose Platterbse, Feld-Kresse, Heideschnecke

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 14

Thema:

Ökologischer Ausgleich in der Siedlung, Ersatzstandorte für frühere Auenlebensräume (Kiesflächen am Fluss).

Zustand 2006:

2004 neu angelegte Fläche, mit Magerwiesenheu aus der Reinacherheide beimpft, sehr artenreicher ruderaler Rasen. Grosser Bestand der Blattlosen Platterbse und anderer seltener Arten. Angrenzend auf Gewerbeland interessante temporäre Wasserflächen mit spontan aufkommenden Rohrkolben.

Massnahmen:

Unterhalt klären und festlegen (wer!). Allenfalls Unterhalt durch Gemeinde. Nötiger Unterhalt: Jährlicher Schnitt im Sommer, Material abführen.

Objekt S14

Ruderfläche auf Gewerbegleis bei Sportplatz

Ziel:

Artenreiche Ruderalfläche im Gewerbegebiet

Zielarten:

Grosser Bocksbart, Mauer-Eidechse

Thema:

Ökologischer Ausgleich in der Siedlung, Ersatzstandorte für frühere Auenlebensräume (Kiesflächen am Fluss).

Zustand 2006:

Attraktive Ruderalfläche mit hochwüchsigen Arten wie Königskerzen, Grosser Bocksbart.

Massnahmen:

Unterhalt klären und festlegen (wer!). Unterhaltsverantwortliche beraten: Nötiger Unterhalt: Aufkommende Gehölze entfernen, wiesenartige Bereiche mähen im Sommer, Material abführen. Herbizideinsatz gezielt (nicht die ganze Fläche) und nicht vor dem Fruchten der annuellen Arten (im Juni).

Objekt S15

Ruderfläche auf Gewerbegleis bei Lagerhalle

Ziel:

Artenreiche Ruderalfläche im Gewerbegebiet

Zielarten:

Sand-Hornkraut, Kleinblütiges Hornkraut, Grosser Bocksbart, MauerEidechse

Thema:

Ökologischer Ausgleich in der Siedlung, Ersatzstandorte für frühere Auenlebensräume (Kiesflächen am Fluss).

Zustand 2006:

Attraktive Ruderalfläche mit hochwüchsigen Arten wie Königskerzen, Grosser Bocksbart und einer niederwüchsigen Annuellenflur mit den Rote Liste-Arten Kleinblütiges Hornkraut und Sand-Hornkraut.

Massnahmen:

Unterhalt klären und festlegen (wer!). Unterhaltsverantwortliche beraten: Nötiger Unterhalt: Aufkommende Gehölze entfernen, wiesenartige Bereiche mähen im Sommer, Material abführen. Herbizideinsatz gezielt (nicht die ganze Fläche) und nicht vor dem Fruchten der annuellen Arten (im Juni).

Objekt S16

Gewerbegleis und Umschwung Metallwerke Restaurant

Ziel:

Naturnaher Umgebungsunterhalt

Zielarten:

Sand-Hornkraut, Kleinblütiges Hornkraut, Grosser Bocksbart, MauerEidechse

Thema:

Ökologischer Ausgleich in der Siedlung, Ersatzstandorte für frühere Auenlebensräume (Kiesflächen am Fluss).

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 15

Zustand 2006:

Zur Zeit noch intensiv unterhaltene Umgebungsflächen (z.B. Gehölzrabatten), Gewerbegleise ziemlich intensiv herbizidbehandelt. Alle Flächen, auch die Zierrasen mit grossem ökologischem Potenzial, da alles durchlässige, trockene Sand- und Schotterböden.

Massnahmen:

Anregungen an Metallwerke für einen naturnaheren Unterhalt.

Objekt S17

Ruderal, bzw. Gehölzfläche bei Betriebsbegebäude Metallwerkesteg

Ziel:

Magerwiese auf Birsschotterböden

Zielarten:

Skabiosen-Flockenblume

Thema:

Ökologischer Ausgleich in der Siedlung, Ersatzstandorte für frühere Auenlebensräume (Kiesflächen am Fluss).

Zustand 2006:

Ungenutzte Fläche, mehr und mehr von Gehölz überwachsen, vor Jahren noch recht schöne Magerwiese mit Skabiosen-Flockenblume usw.

Massnahmen:

Pflegevereinbarung mit Metallwerken (bzw. Erlaubnis der Metallwerke einholen, Vereinbarung, dass die Fläche nicht anderweitig gebraucht wird), Pflege über das Pflegebudget. Nötige Pflege: Ausholzen, jährlich Mähen, Material abführen.

Objekt S18

Ruderal-, Ödlandfläche beim Birsbogen und Gewerbegleise (Industriezone)

Ziel:

Artenreiche Ruderalfläche im Gewerbegebiet

Zielarten:

Sand-Hornkraut, Kleinblütiges Hornkraut, Grosser Bocksbart, MauerEidechse

Thema:

Ökologischer Ausgleich in der Siedlung, Ersatzstandorte für frühere Auenlebensräume (Kiesflächen am Fluss).

Zustand 2006:

Attraktive Ruderalfläche mit Königskerzen, Natternkopf usw. Starker Gehölzdruck durch Schwarzpappel, Robinien und Weiden. Bis jetzt waldfrei gehalten durch sporadisches Ausholzen.

Massnahmen:

Beratung der Metallwerke bezüglich Unterhalt. Bei allfälliger Verzichtserklärung für bauliche Nutzungen, ev. Unterhalt durch Gemeinde. Nötiger Unterhalt: Gehölzfrei halten, sporadisch mähen.

Objekt S19

Ruderal-, Ödlandfläche südliche Metallwerke (Industriezone)

Ziel:

Naturnahe Fläche im Gewerbegebiet, Gewässerrenaturierungen.

Zielarten: Thema:

Ökologischer Ausgleich in der Siedlung, Ersatzstandorte für frühere Auenlebensräume (Kiesflächen am Fluss).

Zustand 2006:

Gehölz und Ruderalflächen, Wege, Fläche teilweise als Depotgelände für Gärtnerbetrieb verwendet. Mündung des eingedolten Ramstelbachs in die Birs.

Massnahmen:

Naturnahe Gestaltung der Fläche, Schaffen eines Weihers, falls Leitung des Ramstelbachs nicht zu tief liegt, diesen ausdolen.

Objekt S20

Gartenland bei Bahnüberführung

Ziel:

Erhalten des naturnahen Gartenlandes

Zielarten:

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 16

Thema:

Reliktfläche in der Siedlung, unveränderte Bodenstruktur.

Zustand 2006:

Naturnahes Gartenland mit Obstbäumen, im Süden festgesetzte Hecke an steilem Bord, geomorphologisch interessante Situation, alte Flussuferböschung, sehr trockene, durchlässige Böden. Viele seltene Pflanzen (z.B. Riemenzunge, Wundklee; Karthäuser-Nelke, Grosser Ehrenpreis etc.), zahlreiche Ameisenarten. An der angrenzenden Bahnböschung vor Jahren mehrere Orchideen-Arten.

Massnahmen:

Nutzung wenn möglich wie bisher als naturnahes Gartenland. Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen nach NHG 18 1ter im Fall einer Überbauung mit Strasse (geplanter T18-Anschluss, bzw. Anschluss Gewerbezone).

Objekt S21

Spitalböschung (Freihaltezone)

Ziel:

Artenreiche, attraktive Wiese in der Siedlung, naturnaher Umschwung.

Zielarten: Thema:

Blumenwiesen und naturnahe Flächen in der Siedlung.

Zustand 2006:

Artenreiche Wiese mit Wiesenblumen und viel Zottigem Klappertopf, Frühlingsschlüsselblume, Karthäusernelke, verschiede Trockenheitszeiger (Rote-Liste-Arten wie das Mauer-Hunger-Blümchen, Hügel-Erdbeere). Wiese bis jetzt vom Unterhaltsdienst Spital gemäht. Stützmauer naturnah gestaltet aber von Gehölzen überwuchert.

Massnahmen:

Beratung des Spitals beim Unterhalt, Unterhalt besser organisieren, z.B. Abtransport des Materials durch einen Bauern, allenfalls Unterstützung durch die Gemeinde über das Pflegebudget. Stützmauer besser unterhalten, Gehölze regelmässig entfernen.

Objekt S22

Bahnböschung Turnhallenweg

Ziel:

Artenreiche, attraktive Wiese in der Siedlung, naturnaher Umschwung.

Zielarten:

Z.B. Kleine Bibernelle, Schwalbenschwanz

Thema:

Blumenwiesen und naturnahe Flächen in der Siedlung.

Zustand 2006:

Verfilzte, vernachlässigte Wiese mit Brennnesseln usw. Wird von der SBB im Herbst gemulcht. Vor Jahren noch recht schöne Wiese mit Kleiner Bibernelle etc.

Massnahmen:

Pflegevereinbarung mit SBB abschliessen: Unterhalt durch die Gemeinde, Normale Wiesennutzung mit Balkenmäher (Konditionen siehe Konzepttext).

Objekt S23

Bahnböschung Überführung Bruggweg

Ziel:

Artenreiche, attraktive Wiese in der Siedlung, naturnaher Umschwung.

Zielarten:

Z.B. Karthäuser-Nelke, Schwalbenschwanz

Thema:

Blumenwiesen und naturnahe Flächen in der Siedlung.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 17

Zustand 2006:

Verfilzte, vernachlässigte Wiese, die immer mehr von Waldrebe und anderem Gehölz überwuchert wird. Wird von der SBB im Herbst gemulcht. Vor Jahren attraktivster Abschnitt der Bahnböschung, mit mehreren Orchideenarten, Karthäuser-Nelke, Grossem Ehrenpreis, Mauereidechsen usw.

Massnahmen:

Pflegevereinbarung mit SBB abschliessen: Unterhalt durch die Gemeinde, Normale Wiesennutzung mit Balkenmäher (Konditionen siehe Konzepttext). Zuerst Gehölze ausreuten.

Objekt S24

Henzimatte, Gestaltungsplan-Perimeter 15

Ziel:

Artenreiche, attraktive Wiese in der Siedlung, naturnaher Umschwung.

Zielarten:

Z.B. Karthäuser-Nelke, Schwalbenschwanz

Thema:

Blumenwiesen und naturnahe Flächen in der Siedlung.

Zustand 2006:

Artenreiche Magerwiese in der Siedlung (GB 866), Hunderte von Frühlingsschlüsselblumen. Am Rand gegen Norden Vorkommen der Natternzunge (Ophioglossum vulgatum), ein Farn von Feuchtgebieten, der in der Region Basel an nur zwei Stellen vorkommt. Auf GB 903-905 Geländeformen der traditionell genutzten Landschaft, Obstbäume, magere Wiesen etc., aber nicht so artenreich wie auf GB 866.

Massnahmen:

Im Rahmen des Gestaltungsplans und im Überbauungsfall Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen nach NHG 18 1 ter durchführen, Verpflanzung von Teilen des Magerrasens auf GB 866 an geeignete Stellen, z.B. an den Waldrand im Gebiet Grossacker, wo die Natternzunge auch historisch nachgewiesen ist.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 18

Objekte im Waldareal Objekt W1

Waldrand Wüste Reben

Ziel:

Weicher Übergang zum Waldrand, ökologischer Ausgleich zur Rebkultur.

Zielarten:

Schlingnatter; Klebrige Salbei, Doldiges Habichtskraut

Thema:

Waldrandvergrösserung auf Privatlandparzellen. Offenlegen der Lesesteinhaufen im Wald.

Zustand 2006:

Rebbergvergrösserung ca. 1980 bis an den Waldrand. Heute keine Übergangszone mehr. Früher von Felsen übersäter Hang (Wiesen und Weiden). Deshalb “Wüste Reben”.

Massnahmen:

Freilegen der Lesesteinhaufen. Zurückstufen des Waldrands. Pittoreske Bäume stehen lassen. Stellenweise Wiesennutzung wieder aufnehmen (ev. schöne Aussichtsplätzchen).

Objekt W2

Plateau nördlich Fuchslochgrube

Ziel:

Mittelwald.

Zielarten:

Schwarzspecht, Mittelspecht, Stattliche Orchis.

Thema:

Lichter Wald.

Zustand 2006:

Alter Stockausschagwald mit Lesesteinhaufen auf flachgründigem Lehmboden. Waldwirtschaftlich nicht interessant.

Massnahmen:

Schaffen eines lichten Waldes. Nieder-/Mittelwaldartig. Pittoreske Bäume stehen lassen.

Objekt W3

Riederen

Ziel:

Renaturierung von Feuchtwiesen (entlang Kantonsstrasse) und Aufbau eines lichten Waldes.

Zielarten:

Traubenpippau, Geflecktes Knabenkaut, Bittere Kreuzblume.

Thema:

Ehemalige Feuchtwiesen, Aufforstungen ca. 1970. Lichter Wald. Kantonsstrassenrand mit artenreicher Wiesenvegetation.

Zustand 2006:

Heute viel schlechter als 1998, damals schönster Magerrasen in Dornach. Markante tief beastete, früher freistehende Einzelbäume im Bestandesinnern (z.B. Salweide)

Massnahmen:

Waldrand wesentlich verbreitern, gebuchtet gestalten, Fichten entfernen, lichten Wald schaffen, Wasserläufe naturnaher gestalten. Markante Bäume freistellen. Kantonsstrassenböschung sorgfältig unterhalten (echte Wiesennutzung).

Objekt W4

Südexponierter Steilhang östlich Grossacker

Ziel:

Reptilienhabitat

Zielarten:

Schlingnatter; Mauereidechse.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 19

Thema:

Unproduktiver Wald, Schutthänge, potenzielle Reptilienlebensräume.

Zustand 2006:

Schon ausgelichtet.

Massnahmen:

Ersteingriff ist bereits erfolgt (als Räumungsschlag nach Lothar). Eingriff alle 10 Jahr wiederholen.

Objekt W5

Ehemalige Grube nördlich Schartenmatt

Ziel:

Naturschutzmassnahmen in ehemaligen Grubenarealen.

Zielarten:

Geburtshelferkröte, Ringelnatter, Schlingnatter, Weinrose

Thema:

Gestaltung ehemaliger Gruben.

Zustand 2006:

Grube rekultiviert. Vegetation in Abraumhalde locker, recht sonnig.

Massnahmen:

Ev. Amphibiengewässer anlegen? Abraumhalde offen halten bis an den Bach.

Objekt W6

Ingelsteinfluh

Ziel:

Erhaltung der Gebirgsflora und -fauna.

Zielarten:

Wanderfalke (Smaragdart!), Berg-Laserkraut, Jundzill’s Rose.

Thema:

Störungen durch Felskletterei, ev. Aufwertungsmassnahmen durch forstliche Eingriffe, dadurch Vergrösserung der durch Felspflanzen besiedelbaren Felsfläche.

Zustand 2006:

Grossartige Gebirgsflora und -fauna an den Felswänden, z.B. grosser Bestand des Berg-Laserkrauts, aber auch verschwundene Felspflanzen, z.B. HasenohrHabichtskraut, hochempfindliche Spezialbiotope. Durch Windwürfe, neuerdings auch als Experiment und Naturschutzmassnahme stellenweise offengelegte Felsfüsse. Klettergebiet.

Massnahmen:

Kontakt mit IG-Klettern. Regelung festmachen und durchsetzen.

Objekt W7

Tüflete

Ziel:

Erhaltung der Gebirgsflora und -fauna.

Zielarten:

Behaarter Ginster, Brunnen-Streifenfarn

Thema:

Störungen durch Felskletterei, ev. Aufwertungsmassnahmen durch forstliche Eingriffe, dadurch Vergrösserung der durch Felspflanzen besiedelbaren Felsfläche.

Zustand 2006:

Grossartige Felsenflora und -fauna, z.B. die relativ grosse WaldSchnirkelschnecke (Cepaea sylvatica). Durch Windwürfe stellenweise offengelegte Felsfüsse. Extrem starke Nutzung durch Felskletterei, Felsköpfe (z.T. sehr nah beim Vita-Parcour) gelegentlich von Festbrüdern heimgesucht, Gefahr des Abbrennens der Vegetation, Abfallproblem.

Massnahmen:

Kontakt mit IG-Klettern. Regelung festmachen und durchsetzen. Felsrasen auf den Köpfen vor übertriebenem Feuern schützen. Kanalisierung der Besucher auf den Köpfen anstreben.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

Objekt W8

Wald an Niederterrassenrand und Lolibach

Ziel:

Altholzinsel mit markanten Einzelbäumen.

S. 20

Zielarten:

Hirschkäfer (Smaragdart!), Glühwürmchen, Wunder-Veilchen.

Thema:

Alte Bäume, viel Waldrand, Baumartenvielfalt (Eichen, Feldahorn, Hagebuche, Esche, Robinie etc.), Frühjahrsgeophyten.

Zustand 2006:

Relativ dunkel, aber sehr gute Höhlenbäume, auch 1 - 2 alte Eichen, ev. Mittelspechthabitat.

Massnahmen:

Mit Waldbesitzern Vereinbarungen auf freiwilliger Basis. Alte Bäume stehen lassen.

Objekt W9

Lolibachrain

Ziel:

Strukturreicher Wald, gestufter Waldrand

Zielarten:

Trauben-Pippau (Zielart im Konzept des Kantons für das kant. Naturreservat), Mittelspecht.

Thema:

Lichter Wald.

Zustand 2006:

Traubenpippau an Wegböschung, oft steril, zu wenig Licht.

Massnahmen:

Sorgfältiges Auslichten (Spezialprogramm innerhalb Waldreservat mit spezieller Zielsetzung). Sehr alte und pittoreske Bäume stehen lassen.

Objekt S10

Birsbogen

Ziel:

Auenaufwertung, attraktives Naherholungsgebiet.

Zielarten:

Fitis, Kleinspecht, Wasser-Miere, Europäische Seide, Gelbe Anemone, Biber.

Thema:

Auenwaldähnliche Situation auf Restfläche (z.T. Freihaltezone)

Zustand 2006:

Versickerungsweiher unbenutzt (Verdachstsfläche für Altlasten?), total mit Neophyten überwuchert. Sehr beliebtes Naherholungsgebiet.

Massnahmen:

Fläche auenwaldartiger gestalten, allenfalls Bekämpfung von invasiven Neophyten, Besucher kanalisieren, mit T18-Anschluss-Projekt koordinieren, Flächenverluste und Lärmbelastung so gering wie möglich halten. Gestaltungs- und Pflegeplan machen

.

Objekt W11

Karpfenteich beim Schwimmbad.

Ziel:

Auenaufwertung, attraktives Naherholungsgebiet.

Zielarten:

Kleinspecht, Fitis, Gelbe Anemone.

Thema:

Naturnahe Restfläche an der Birs.

Zustand 2006: Massnahmen:

Schöner, auenwaldartiger gestalten. Mit Besitzer und Betreiber Lösung für allenfalls Verzicht auf Karpfenzucht finden.

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

Objekt W12

Waldrand östlich Ruine Dorneck

Ziel:

Halboffener Waldrand, artenreiche Waldsäume.

Zielarten:

Klebrige Salbei, Knollen-Spierstaude.

Thema:

Übergang zu Weideland weicher gestalten.

Zustand 2006:

Harte Grenze zwischen Weide und Wald. Sehr schöner Baumbestand.

Massnahmen:

Waldrand zurückstufen, schöne und alte Bäume jedoch stehen lassen, allenfalls Buchten schaffen. Auch Extensivierung auf der Weide anstreben.

Objekt W13

Waldrand Grossacker

Ziel:

Halboffener Waldrand, artenreiche Waldsäume.

Zielarten:

Natternzunge (Farn), Pfeifengras, Weidenalant, Schlingnatter.

Thema:

Ersatz für Entwässerung auf dem Grossacker (ca. 1940). Licher Wald auf wechselfeuchtem Tonboden.

Zustand 2006:

Durchforstung und Waldrandeinsatz am Naturschutztag 2005. Artenreicher Gebüschmantel, hohe Elsbeerbäume, Wiesenstreifen jedoch dürftig ausgebildet, Angesät mit Standartgrasmischung, an einer Stelle schon mit mittlerem Klee, einer Art magerer Waldsäume.

Massnahmen:

Schaffung von Waldrandbuchten mit grasiger, halb offener Vegetation.

Objekt W14

Eichen-/Eschenwälder in der Siedlung (verschiedene Orte)

Ziel:

Attraktive Siedlungsgehölze.

Zielarten:

Hirschkäfer, Kleinspecht.

Thema:

Siedlungsgehölze.

Zustand 2006:

Ausserordentlich wertvoller Baumbestand in der Siedlung (als Wald festgesetzt). Oft im Bereich von alten Gruben oder von Felsen des prähistorischen Bergsturzes.

Massnahmen:

Nötige und sinnvolle Pflege festlegen, v.a. wegen Sicherheitsaspekten. Absprache mit Grundeigentümern. Im Gehölz der Einwohnergemeinde am Schwinbach (Arlesheimer Boden) Quelle schöner, naturnaher gestalten.

Objekt W15

Ramstel Nord

Ziel:

Halboffener Waldrand, artenreiche Waldsäume.

Zielarten:

Fünfzähliger Goldhahnenfuss, Grosser Goldhahnenfuss.

Thema:

Historische Wege, lichter Wald.

Zustand 2006:

Eschenjungwüchse, Stangenholz, starke Durchforstung im Winter 2006. An der Kantonsstrasse im Frühjahr nach starken Regenfällen Erdrutsch.

Massnahmen:

Lichten Wald schaffen. Kantonsstrassenböschung sorgfältig unterhalten (echte Wiesennutzung). Auch auf angrenzendem Landwirtschaftsland extensivieren. Erdrutsch als Pionierfläche belassen, lediglich Strasse vor Steinen schützen.

S. 21

Naturkonzept Dornach Anhang: Objekte (Einzelmassnahmen)

S. 22

Objekt W16

Dornachberg

Ziel:

Spezielle Vegetation ausgehagerter Wegränder.

Zielarten:

Savoyer Habichtskraut.

Thema:

Reste der säureliebenden Vegetation am Rand der Kantonsstrasse (diese früher viel ausgedehnter am Dornachberg).

Zustand 2006:

Normaler, üblicher Strassenunterhalt an Erdböschung, diese vor Jahren noch mit verschiedenen rel. seltenen Säurezeigern, z.B. dem Savoyer Habichstkraut, Fläche etwas dunkel.

Massnahmen:

Angemessener Unterhalt der Kantonsstrasse (Besichtigung, Festlegung des idealen Mähzeitpunkts). Durchforstung des Bestandes ist vorgesehen.

Naturkonzept Dornach Anhang: Richtplaninhalte Natur und Landschaft

Schräg schraffiert (blau)

Grundwasserschutzareale

Waagerecht schraffiert (grün)

Kantonale Vorranggebiete Natur und Landschaft

Ausgefüllt (orange)

Kantonale Naturreservate

Linie (rot)

Grenze des BLN-Gebiets 1107 Gempenplateau (Inventar der Landschaften von nationaler Bedeutung)

Naturkonzept Dornach Anhang: Pflegebudget

Seit 1999 unterhaltene Biotope: •

Neue Heimat, Wiesenböschung



Gaselzaun, Wiesenböschung



Parzelle 221 der Einwohnergemeinde (Mattenweg)



Rebberg Steinmeten (Randbereiche)



Goben, Wiesenböschung entlang Schwinbach



Schlossstrasse, Wiesenböschung / Hecke



Zuckermatte, Waldwiese

Naturkonzept Dornach S. 1

Anhang: Beiträge gemäss MJPNL und gemäss DZV und ÖQV

Beiträge für Vertragsflächen im Mehrjahresprogramm Natur und Landschaft MJPNL des Kantons Solothurn (Beiträge pro Hektare und Jahr) Wiesen Bedingungen: Mindestfläche 36 Aren, sonst wie DZV und individuelle Vertragsbestimmungen Keine Düngung, Herbstweide möglich, Vertragsdauer mind. 10 Jahre Hügelzone

Rückführungswiese Artenreiche Heumatten

Grundbeitrag Bund nach DZV

1200

Rückführungswiesen, bis maximal

300

Bewirtschaftungserschwernisse, bis maximal

600

1200

Mittlere Artenvielfalt

1200

500

Hohe Artenvielfalt, bis maximal

900

Bewirtschaftungserschwernisse, bis maximal Total zu erzielende Beiträge pro ha und Jahr

Ackerbau- und Übergangszone

2100

600

600

2300

2700

Rückführungswiese Artenreiche Heumatten

Grundbeitrag Bund nach DZV

1500

1500

1500

Ackerbau- und Übergangszone Rückführungswiesen, bis maximal

300

Bewirtschaftungserschwernisse, bis maximal

600

Mittlere Artenvielfalt

500

Hohe Artenvielfalt, bis maximal

900

Bewirtschaftungserschwernisse, bis maximal Total zu erzielende Beiträge pro ha und Jahr

2400

600

600

2600

3000

Beiträge für Ökoflächen nach Direktzahlungsverordung (DZV) und Ökoqualitätsverodnung (ÖQV) auf Grund des eidgenössischen Landwirtschaftsgesetzes (Beiträge pro Hektare und Jahr) Extensiv genutzte Extensiv genutzte Wenig intensiv Wiese, Hecke: Wiese, Hecke: genutzte Wiese Ackerbauzone, Hügelzone Übergangszonen Grundbeitrag nach DZV

Acker- RotationsBunt- Bäume schonbrache brache streifen

1500

1200

650

1500

2500

Artenvielfalt nach ÖQV

500

500

500

500

500

Vernetzung nach ÖQV

500

500

500

500

500

Total zu erzielende Beiträge

2500

2200

1650

2500

3500

3000

15

20 3000

35

Naturkonzept Dornach Anhang: Gesetzliche Grundlagen

S. 1

Die wichtigsten, für die Gemeinde relevanten Gesetzesgrundlagen:

Eidgenössisches Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG) Art. 18 1.

Dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten ist durch die Erhaltung genügend grosser Lebensräume (Biotope) und andere geeignete Massnahmen entgegenzuwirken. Bei diesen Massnahmen ist schutzwürdigen land- und forstwirtschaftlichen Interessen Rechnung zu tragen.

1bis

Besonders zu schützen sind Uferbereiche, Riedgebiete und Moore, seltene Waldgesellschaften, Hecken, Feldgehölze, Trockenrasen und weitere Standorte, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen.

1ter Lässt sich eine Beeinträchtigung schutzwürdiger Lebensräume durch technische Eingriffe unter Abwägung aller Interessen nicht vermeiden, so hat der Verursacher für besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem Schutz, für Wiederherstellung oder ansonst für angemessenen Ersatz zu sorgen.

Eidgenössische Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (auf Grund des Umweltschutzgesetzes) Anhang 2.5 (Art. 3) Pflanzenschutzmittel 1 Verwendung 1.1 Verbote und Einschränkungen 1 Pflanzenschutzmittel dürfen nicht verwendet werden: a. in Gebieten, die gestützt auf eidgenössisches oder kantonales Recht unter Naturschutz stehen, soweit die dazugehörigen Vorschriften nichts anderes bestimmen; b. in Riedgebieten und Mooren; c. in Hecken und Feldgehölzen sowie in einem Streifen von drei Metern Breite entlang von Hecken und Feldgehölzen; d. im Wald sowie in einem Streifen von drei Metern Breite entlang der Bestockung. e. in oberirdischen Gewässern und in einem Streifen von drei Metern Breite entlang von oberirdischen Gewässern; f. in der Zone S1 von Grundwasserschutzzonen (Art. 29 Abs. 2 der Gewässerschutzverordnung vom 28. Okt. 1998 63 ; GSchV); g. auf und an Gleisanlagen in der Zone S2 von Grundwasserschutzzonen.

Naturkonzept Dornach Anhang: Gesetzliche Grundlagen

S. 2

2 Pflanzenschutzmittel, die dazu bestimmt sind, unerwünschte Pflanzen oder Pflanzenteile zu vernichten oder auf ein unerwünschtes Pflanzenwachstum Einfluss zu nehmen, dürfen zudem nicht verwendet werden: a. auf Dächern und Terrassen; b. auf Lagerplätzen; c. auf und an Strassen, Wegen und Plätzen; d. auf Böschungen und Grünstreifen entlang von Strassen und Gleisanlagen. 3 Für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Zone S2 von Grundwasserschutzzonen (Art. 29 Abs. 2 GSchV) gilt die Pflanzenschutzmittelverordnung vom 18. Mai 2005 64 . 4 Für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in den Zuströmbereichen Zu und Zo (Art. 29 Abs. 1 Bst. c und d GSchV) legen die Kantone, unter Berücksichtigung der Ausnahmen nach Ziffer 1.2 Absätze 2, 4 und 5, über die Absätze 1 und 2 hinausgehende Einschränkungen fest, soweit dies zum Schutz der Gewässer erfor-derlich ist. Insbesondere schränken sie die Verwendung eines Pflanzenschutzmittels im Zuströmbereich Zu ein, wenn dieses in einer Trinkwasserfassung festgestellt wird und die Anforderungen an genutztes oder zur Nutzung vorgesehenes Grundwasser wiederholt nicht erfüllt werden. 5 Für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln auf und an Gleisanlagen ausserhalb der Zonen S1 und S2 von Grundwasserschutzzonen legt das Bundesamt für Verkehr im Einvernehmen mit dem BAFU die zum Schutz der Umwelt erforderlichen Einschränkungen und Verbote fest. Es berücksichtigt dabei die örtlichen Verhältnisse und hört vor dem Entscheid die betroffenen Kantone an.

Eidgenössisches Jagdgesetz Nach Artikel 18 ist es unter Androhung von Straffe, verboten, Hecken zu entfernen.

Bau- und Planungsgesetz des Kantons Solothurn § 119) 1. Aufgaben (Natur- und Heimatschutz) a) Grundsatz 1 Der Kanton und die Gemeinden treffen Massnahmen für den Natur- und Heimatschutz. 2 Die Massnahmen des Naturschutzes bezwecken den Schutz von Baum-, Gebüsch- und Schilfbeständen, naturnahen Erholungsräumen sowie von Pflanzen und Tieren und ihrem natürlichen Lebensraum. Sie bestehen in intensiv genutzten Gebieten innerhalb und ausserhalb von Siedlungen namentlich auch in einem ökologischen Ausgleich mit Feldgehölzen, Hecken, Uferbestückung oder anderer naturnaher und standortgemässer Vegetation. 3 Die Massnahmen des Heimatschutzes umfassen namentlich den Schutz von Landschafts-, Ortsund Strassenbildern, von zeitgenössischen und geschichtlich wertvollen Bauten und Bauteilen und Aussenräumen, von Natur- und Kulturdenkmälern und von Aussichtspunkten und historischen Stätten. Dabei ist auf eine angemessene Entwicklung neuzeitlicher Architektur und Aussenraumgestaltung von hoher Qualität Rücksicht zu nehmen.

Naturkonzept Dornach Anhang: Gesetzliche Grundlagen

S. 3

§ 119bis 1) b) Schutz und Unterhalt von Biotopen 1 Schutz und Unterhalt von Biotopen sollen wenn möglich aufgrund von Vereinbarungen mit den Grundeigentümern und Bewirtschaftern sowie durch angepasste land- und forstwirtschaftliche Nutzung erreicht werden. 2 Die Grundeigentümer werden für Schutzmassnahmen nach den Grundsätzen über die materielle Enteignung entschädigt. 3 Grundeigentümer oder Bewirtschafter haben zudem Anspruch auf eine angemessene Abgeltung der mit Schutzmassnahmen verbundenen wirtschaftlichen Nachteile, wenn sie im Interesse des Schutzziels die bisherige Nutzung einschränken oder eine Leistung ohne entsprechenden wirtschaftlichen Ertrag erbringen. Der Regierungsrat regelt die Grundsätze der Abgeltung. Im Streitfall entscheidet das Verwaltungsgericht.

Natur- und Heimatschutzverordnung des Kantons Solothurn § 2. B. Förderung Der Kanton und die Gemeinden fördern die Bestrebungen des Natur- und Heimatschutzes durch Beiträge an die Durchführung freiwilliger Massnahmen, durch Publikationen, durch den Unterricht in der Schule und auf andere geeignete Weise. § 3. C. Aufgabe und Zuständigkeit 1 Der Kanton und die Gemeinden schützen namentlich Orts-, Strassen- und Landschaftsbilder, Erholungsgebiete und Aussichtspunkte, Naturdenkmäler sowie Baum-, Gebüsch- und Schilfbestände und ökologische Ausgleichsflächen. § 6. F. Schutzmittel 1. allgemein Kanton und Gemeinden treffen ihre Massnahmen durch die Festlegung von Schutzgebieten und durch den Erlass von Schutzverfügungen. § 7. 2. Schutzgebiete a) allgemein 1 Schutzgebiete werden durch Richt- und Nutzungspläne nach den Vorschriften des Planungsund Baugesetzes festgelegt. 2 Der Kanton erlässt namentlich einen Richtplan, mit welchem der Jura, der Engelberg, der Born und der Bucheggberg (Juraschutzzone) sowie die Bach-, Fluss- und Seeufer (Uferschutzzone) als Schutzgebiete ausgeschieden werden. 3 Der Kanton erlässt namentlich über bestimmte Bach-, Fluss- und Seeufer Nutzungspläne. § 9. 3. Schutzverfügungen a) Zuständigkeit und rechtliches Gehör 1 Verfügungen zum Schutz von einzelnen Objekten erlässt für den Kanton der Regierungsrat und für die Gemeinde der Gemeinderat, soweit die Gemeindeorganisation nichts anderes bestimmt. 2 Vor Erlass der Schutzverfügung ist den Betroffenen Gelegenheit zu geben, sich innert 30 Tagen zu der beabsichtigten Massnahme schriftlich zu äussern.

Naturkonzept Dornach Anhang: Gesetzliche Grundlagen

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§ 16. 1. Bauliche Anlagen a) Grundsatz Bauliche Anlagen wie Strassen- und Wegebauten, Bachverbauungen, Kiesgruben, Steinbrüche und Deponien haben auf das Orts- und Landschaftsbild Rücksicht zu nehmen und dürfen es nicht verunstalten. § 17. b) Terrainveränderungen in schützenswerten Gebieten 1 Terrainveränderungen sind unzulässig, wenn dadurch wertvolle Biotope wie Tümpel, Trockenstandorte, Sumpfgebiete, Hecken und dergleichen vernichtet würden, die den Tieren und Pflanzen als Lebensraum dienen. 2 Ausnahmen sind mit Zustimmung des Bau-Departementes nur möglich, wenn übergeordnete öffentliche Interessen die Terrainveränderungen unbedingt erfordern. In diesem Fall ist in der Regel geeigneter Ersatz zu schaffen.