Nachrichten aus dem Rathaus

Ausgabe: Februar 2017 Nachrichten aus dem Rathaus Unermüdliches Engagement für die Gemeinschaft Im Rahmen einer Festveranstaltung im Planegger Ratha...
Author: Karl Färber
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Ausgabe: Februar 2017

Nachrichten aus dem Rathaus

Unermüdliches Engagement für die Gemeinschaft Im Rahmen einer Festveranstaltung im Planegger Rathaus verlieh Bürgermeister Heinrich Hofmann die Bürgermedaille an: Claus u. Marianne Waechter, Peter Kirschning, Dieter Friedmann und Thomas Schaffert (v. re.). Mehr dazu auf Seite 18.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Ende 2014 hat der Gemeinderat Planegg die Gestaltung der neuen Ortsumfahrung von Martinsried in zwei Abschnitten beschlossen. Der erste Abschnitt (ab Kreuzung Münchner-/Röntgenstraße bis Höhe Fraunhoferstraße) wird als sog. Sillat-Trasse bezeichnet. Am Beginn dieser Trasse liegen westlich hinter den Garagen an der Röntgenstraße verschiedene landwirtschaftlich genutzte Flächen. Von den sieben Grundstückseigentümern liegen der Gemeinde bis heute sechs Zusagen vor, die für die Straße benötigten Flächen an die Gemeinde zu verkaufen. Das siebte Grundstück ist Teil eines Nachlasses aus dem Jahre 2013, der bis heute noch nicht vom Nachlassgericht entschieden werden konnte. Die Gemeinde bemüht sich intensiv um den Ankauf einer kleineren Teilfläche aus diesem Nachlassgrundstück und hofft 2017 auf eine Entscheidung des Gerichts. Ein weiteres Planungshemmnis stellt das Anwesen Fraunhoferstraße 1 dar. Hier wird seit 2015 der Nachlass geregelt und auch hier deutet sich nun endlich eine Lösung an. Von beiden Grundstücken hängt entscheidend die endgültige Planung ab, denn erst dann kann über die genaue Straßenführung mit Durchstich (Röntgenstraße durch den Wall zur Fraunhoferstraße) entschieden werden.

Minikreisel soll der Verkehr von der Lochhamer- bis zur Fraunhoferstraße auf Tempo 30 km/h reduziert werden. Während der Bauarbeiten im Frühsommer dieses Jahres wird der gesamte Durchgangsverkehr von der Münchner Straße her kommend an der Kreuzung Röntgen-/Einsteinstraße um den Wall herum durch die Fraunhoferstraße ins Gewerbegebiet umgeleitet. Diese Verkehrsführung bewährt sich bereits sehr gut, seit die Großbaustelle an der Lochhamer Straße in Betrieb ist. Sie wird nach Fertigstellung der o. g. Neubaumaßnahmen den Hauptdurchgangsverkehr aufnehmen. Auch die Martinsrieder Bevölkerung, die aus dem Wohngebiet Einstein-/Röntgenstraße zur nördlichen Lochhamer Straße fahren möchte, wird sich vermutlich dieser Verkehrsführung bedienen. In der Fraunhoferstraße ist heute schon der Verkehr auf Tempo 30 km/h reduziert. Für die Parkflächen auf der Straße werden verkehrsrechtliche Maßnahmen geplant. Unser Ziel ist es, die Ortsmitte Martinsried nach und nach vom Durchgangsverkehr zu entlasten und zugleich attraktiver zu gestalten. Mit herzlichen Grüßen

Was tut sich in Martinsried? Ab Höhe der TG-Einfahrt beim PENNY-Markt wird die Röntgenstraße passend zur neuen „grünen Mitte“ Martinsrieds gestaltet und erhält am Ende zur Kreuzung Lochhamer-/Planegger- und LenaChrist-Straße einen Minikreisel. Mehr dazu auf Seite 16. Ab dem

Heinrich Hofmann, 1. Bürgermeister

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5.000 Euro für radlaktivste Gemeinde im Landkreis München

Mieterseminar schützt vor der Kündigung Seit November 2016 bietet die AWO Wohnungsnotfallhilfe ein Mieterseminar an. Es soll allen helfen, die auf der Suche nach einer Wohnung sind, ist aber auch für Mieter gedacht, die bereits eine Wohnung haben. Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundlagen des Mietverhältnisses, klärt über Rechte und Pflichten auf und stärkt die Kompetenz des Mieters (u. a. Lesen eines SGBIIBescheids). Das Seminar findet einmal monatlich in den Räumen der AWO Wohnungsnothilfe, Balanstraße 55 in München statt. Anmeldung über die Wohnungsnotfallhilfe Verwaltung. Tel.: 089 4028797-20

Lernen Sie unsere englische Partnerstadt kennen – jetzt anmelden und mitfliegen.

Stadtradeln in Planegg ferderführend vorantreibt, hat schon einige Ideen, die aber noch mit allen Beteiligten diskutiert werden müssen.

Die überragenden Ergebnisse der Planegger Stadtradler würdigte der Landkreis München im November 2016 mit einem Scheck über 5.000 Euro. Anneliese Bradel, 3. Bürgermeisterin von Planegg, und Mobilitätsreferent Roman Brugger nahmen den Scheck von Landrat Christoph Göbel in Empfang. Mit 12,8 Radkilometern pro Einwohner ist Planegg die radlaktivste Kommune im Landkreis München. 964 Radlerinnen und Radler haben in diesem Jahr kräftig in die Pedale getreten und das Vorjahresergebnis nochmals weit übertroffen. Insgesamt haben die Stadtradler 140.000 Kilometer innerhalb von zwei Wochen zurückgelegt und damit 19.905 Kilogramm CO2 vermieden. Bundesweit liegt Planegg damit auf Platz 6 in der Kategorie „Meiste Kilometer pro Einwohner.“ Eine stolze Leistung, die Bürgermeister Heinrich Hofmann mit den Worten quittierte: „Die Planegger Buam und Madl hams hoit in die Wadl.“ Was mit dem Geldgeschenk passieren wird, ist noch offen. Roman Brugger, der das Projekt

Roman Brugger und Anneliese Bradel nahmen den Scheck von Landrat Christoph Göbel entgegen.

Fliegen Sie mit uns nach Didcot!

MiSu eröffnet im Frühjahr

In diesem Jahr wird die Gemeinde Planegg vom 05.10. bis einschließlich 08.10.2017 zum offiziellen Besuch nach Didcot reisen. Didcot ist seit 2013 Partnergemeinde von Planegg und liegt in der Nähe von Oxford. Insgesamt können max. 20 Bürger teilnehmen. Dafür wurde bereits ein Flugkontingent reserviert, um allen Teilnehmern den gleichen Flug zu ermöglichen. Der Flugpreis wird ca. 200,00 Euro/Person betragen und ist von jedem Teilnehmer selbst zu bezahlen. Der Abflug wird am Donnerstag, 05.10. gegen Mittag sein; die Rückkehr am Sonntag, 08.10. 2017 abends. Interessenten melden sich bitte bis 28.04.2017 im Rathaus bei Hr Schaudig ([email protected] de, Tel.: 089 89926-205); dort erfahren Sie auch Details zum geplanten Besuch. Das vorläufige Programm finden Sie außerdem auf unserer Homepage unter „Unsere Gemeinde/Partnerschaften“.

Im Herbst machte der Gemeinderat Planegg den Weg frei für die Wiedereröffnung des Mi Casa Su Casa. Er stimmte dem vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich zu. In wenigen Wochen ist es so weit: Das beliebte Restaurant in der Planegger Ortsmitte wird wieder eröffnet. Bei Redaktionsschluss stand der Eröffnungstermin allerdings noch nicht fest. Nach der Beilegung eines Rechtsstreites, der über drei Jahre andauerte, konnte der neue Eigentümer Karl Rieder das ehemals beliebte Restaurant Mi Casa Su Casa in der Bahnhofstraße Anfang Dezember erstmals betreten. Alt-Pächter André Bahlo übergab die Schlüssel an den Münchner Gastronom, der das Anwesen 2014 von der Gemeinde erworben hatte. Damit geht ein unrühmliches Kapitel zu Ende. Als der ehemalige Pächter im Jahr 2012 die Pachtzahlungen einstellte, sah sich die Gemeinde gezwungen, ihm zu kündigen. Bahlo betrachtete die Kündigung als unwirksam und ging vor Gericht. Immer neue Gutachter sollten klären, wie es um die von Bahlo angeführten technischen Mängel bestellt war, mit denen er die Nicht-Zahlung der Pacht begründete. Im Herbst 2016 endete das Verfahren mit einem Vergleich. Um das Restaurant wieder zu neuem Leben zu erwecken, sind nun erhebliche Renovierungsmaßnahmen notwendig, die momentan durchgeführt werden. Der neue Eigentümer hat bereits angekündigt, ein ähnliches Restaurantkonzept wie im bisherige „MiSu“ verwirklichen zu wollen. Ein Tagescafé mit Restaurant und mediterranem Charme soll wieder auferstehen. Ob der Name Mi Casa Su Casa fortgeführt wird, bleibt noch ein Geheimnis. Mit einer Fragebogenaktion bat Rieder in den vergangenen Wochen um Namensvorschläge.

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WÜRMTAL ZUKUNFTSWEISEND

Lebensqualität, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft

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Der Markenbildungsprozess für das Würmtal geht in die nächste Phase Was in den Köpfen schon lange fest verankert ist, soll jetzt auch nach außen stärker wirksam werden: das Würmtal. Die meisten Bürgerinnen und Bürger aus den fünf Würmtalgemeinden sind nicht nur mit ihrer Gemeinde eng verbunden, sondern auch stolz darauf, im schönen Würmtal zu leben. Bei der Auftaktveranstaltung zur Markenbildung im Sommer 2016 (wir berichteten) war spürbar, dass sich die fünf Gemeinden zwar noch nicht in jeder Hinsicht als Ganzes verstehen, aber sich ihrer Gemeinsamkeiten bewusst sind und die interkommunale Zusammenarbeit stärker in den Fokus rücken möchten. Alte Gräben gehören der Vergangenheit an. Der Planegger Gemeinderat hat sich nun im vergangenen November mit überwältigender Mehrheit dafür ausgesprochen, den Weg der Markenbildung weiterzugehen. Für die ersten gemeinsamen Projekte wurden 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Markenpositionierung des Würmtals als „Zukunftsweisendster Lebens- und Technologiestandort in der Region München“ muss nun mit Leben gefüllt werden. Es gilt, Projekte zu definieren, die das Würmtal auch emotional stärker in den Fokus und in die

öffentliche Wahrnehmung bringen. Außerdem sollen die Markenkernwerte, die bisher nur als Schlagworte formuliert sind, näher beleuchtet und erläutert werden: erstklassig, stolz, privilegierte Lage und geistreich – so wird das Würmtal beschrieben. Leider konnte sich der Kraillinger Gemeinderat nicht zu einem Votum für die Marke Würmtal durchringen. Bürgermeisterin Christine Borst, die den Markenprozess eigentlich initiiert hatte, ließ aber bereits erkennen, dass sie den Markenprozess weiter begleiten möchte. In welcher Form ist derzeit noch offen. In einem nächsten Schritt beraten die Bürgermeister, welche zukunftsweisenden kommunalen Projekte angepackt werden. Der Einzelhandel hat dies bereits aufgegriffen. Johann Sickinger, der mit mehreren Bäckereien im Würmtal vertreten ist, versteht den Markenbildungsprozess als große Chance. „Wir werden unter der Marke Würmtal schon in Kürze ein Projekt vorstellen, das zukunftsweisend ist und durch die Zusammenarbeit der Gemeinden deutlich mehr Sinn entfaltet, als wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht.“

13.07.16 18:41 Diese Motive zeigen beispielhaft die Stärken des Würmtals. Sie schmücken eine Postkarte, die kostenlos im Planegger Rathaus erhältlich ist. V. li. n. re.: Natur an der Würm, alte Dorfkirche Neuried, Boardinghaus Campus Martinsried, Kunstprojekt in der Kiesgrube Gräfelfing, Mohnfeld bei der Reismühle Gauting.

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Vorankündigung: Würmtaler Staffellauf und Dorffest Im Juli 2017 wird wieder gelaufen in Martinsried! Freuen Sie sich auf den Würmtaler Staffellauf. Der publikumsstarke Event wird kurz vor den Sommerferien stattfinden. Start- und Zielpunkt für die Läufer wird in diesem Jahr der Martinsrieder Kirchplatz sein. Von dort geht die Streckenführung in Richtung Campus Martinsried. Auf dem erst kürzlich neu gestalteteten Kirchplatz werden dann höchstwahrscheinlich auch die Buden und Attraktionen des Dorffestes aufgebaut sein und zahlreiche Besucher anlocken. Feierlaune inklusive für Läufer und Festbesucher! Merken Sie sich den Termin schon mal vor: Sonntag, 23. Juli 2017.

Der Würmtaler Staffellauf findet heuer wieder in unserer Gemeinde statt. Start und Ziel ist am Martinsrieder Kirchplatz: hier der Start der Erwachsenen-Staffeln beim letztjährigen Lauf in Gräfelfing.

Standortsuche: bezahlbarer Wohnraum

Antworten online Haben Sie an der Veranstaltung teilgenommen und Ihre Anregungen auf einem Kärtchen vermerkt? Wie angekündigt hat sich die Verwaltung in den letzten Wochen intensiv damit befasst und gibt Antworten auf Ihre Fragen. Lesen Sie auf der Homepage der Gemeinde, www. planegg.de, jetzt nach, welches Gremium sich mit Ihrer Anregung auseinandersetzen wird oder wie Ihre Tipps in die Planungen einbezogen werden.

Bürgermeister Heinrich Hofmann und alle Fraktionen des Planegger Gemeinderates hatten die Bevölkerung am 24.10.2016 ins Kupferhaus eingeladen, um sie an der Suche geeigneter Flächen für bezahlbaren Wohnraum und für Asylstandorte zu beteiligen. Rund 120 Bürger konnten sich an fünf Ständen über die von der Gemeinde und der Verwaltung vorgeschlagenen Grundstücke und Flächen informieren. Insgesamt standen acht Flächen, die im gesamten Gemeindegebiet verteilt sind, zur Diskussion. An jeder Tafel gab es neben Luftbildern und kurzen Vorüberlegungen Erläuterungen eines Gemeinderates und eines Verwaltungsmitarbeiters zu der jeweiligen Bebauungsmöglichkeit. Im Anschluss nutzten die Bürger mit großem Eifer die Möglichkeit, ein Votum in Form eines grünen (Pro) oder roten (Contra) Punktes abzugeben. „Ich erhoffe mir dadurch deutliche Meinungsäußerungen mit akzeptablen Lösungsansätzen, damit der Gemeinderat dann im Sinne des Gemeinwohls entscheiden kann“, erläutert Bürgermeister Heinrich Hofmann die Einbeziehung der Planegger in einem so frühen Stadium. Die Bewertungen der Bürger

können freilich nur als Wegweiser dienen. Die Entscheidungshoheit über die Ausweisung von Bauflächen liegt beim Gemeinderat. Trotzdem, betonte Hofmann, seien alle Meinungen wichtig. Auf der Homepage der Gemeinde sind alle Bürgeranregungen zu den einzelnen Standorten aufgelistet und mit einer Stellungnahme aus dem Rathaus versehen. Alle Infos online: www.planegg.de/buergerbeteiligung-planeggsucht-flaechen-fuer-wohnraum An allen Ständen wurde lebhaft diskutiert und die Bürger brachten Vorschläge und Einwendungen ein. Anwohner der verschiedenen Standorte, aber auch interessierte Bürger, die sich bezahlbaren Wohnraum in Planegg wünschen, meldeten sich zu Wort. Bürgermeister Hofmann zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung, die für Planegg ein Novum darstellt. „Wenn wir uns am Gemeinwohl orientieren und das Gemeinsame in den Vordergrund stellen, dann kommen auch gute Ergebnisse heraus. Das hat der heutige Abend eindrucksvoll bewiesen.“ Mit welchem der Bauvorhaben begonnen wird, liegt nun in der Hand des Gemeinderates.

Würmtal-Gemeinden setzen weiter auf das Bayernwerk bei der Stromversorgung Die Gemeinden Krailling, Gauting und Planegg und die Bayernwerk AG bleiben Partner bei der Stromversorgung. Kurz vor Weihnachten unterzeichneten Bürgermeisterin Christine Borst, Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Bürgermeister Heinrich Hofmann, Karl Krapf, Geschäftsführer der Stromnetz Würmtal GmbH & Co KG, und Kommunalbetreuerin Silke Mall von Seiten des Bayernwerks die neuen Konzessionsverträge. Die Stromnetz Würmtal GmbH & Co KG ist eine Tochter der Bayernwerk AG und erhält mit dem Konzessionsvertrag von den Kommunen formal das Recht, das Stromnetz in den Gemeindegebieten zu betreiben. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Die Gemeinden können sich wie vereinbart künftig mit einer Mehrheitsoption an der Stromnetz Würmtal GmbH & Co KG beteiligen. Die gemeinsamen Gespräche über die Details der Ausgestaltung werden im kommenden Jahr fortgesetzt.

Unterzeichnung der Stromnetzvergabe: (v. li.) Dr. Brigitte Kössinger, Gauting; Christine Borst, Krailling, und Bürgermeister Heinrich Hofmann. Hinten: Rechtsberater Matthias Brugger (li.) sowie Silke Mall und Karl Krapf von der Bayernwerk AG.

Krisendienst Psychiatrie: wohnortnahe Hilfe in seelischer Not

Grundstücke für soziale Wohnbebauung Hier das Ergebnis der Bürgerbeteiligung:

dauerhafte Wohnbebauung Ziemlich gleichauf befürworteten die teilnehmenden Bürger zwei Grundstücke in Planegg: 1 | Hofmarkstraße 3 2 | Münchner Straße 13–15 (Gartenbereich)

Standorte für Asylunterbringung Die beiden vorgeschlagenen Standorte am Rande des Gewerbegebietes Steinkirchen wurden deutlich priorisiert: 3 | Semmelweisstraße, Ökofläche Planegg-Steinkirchen 4 | Ackerfläche am Aufschüttfeld in Planegg-Steinkirchen

In seelischen Krisen und psychiatrischen Notlagen können sich die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde an den Krisendienst Psychiatrie wenden. Er berät alle Menschen ab dem 16. Lebensjahr, die selbst von einer Krise betroffen sind, sowie deren Angehörige und weitere Personen aus dem sozialen Umfeld. Auch für Ärzte, Einrichtungen und Fachstellen, die mit Menschen in psychischen Krisen zu tun haben, hat der Krisendienst ein offenes Ohr. Unter 0180 6553000 sind Mitarbeiter täglich von 9 bis 24 Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Die fachkundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krisendienstes Psychiatrie hören zu, fragen nach und klären mit den Anrufern gemeinsam die Situation. Sie vermitteln den Betroffenen wohnortnahe, passende Hilfsangebote wie persönliche Beratung, ambulante Krisenhilfe oder – bei Bedarf – ambulante fachärzt-

liche oder stationäre Behandlung. Bei besonders schweren Notlagen stehen mobile Einsatzteams auch für Hausbesuche zwischen 9 und 21 Uhr (werktags) sowie 13 und 21 Uhr (an Wochenenden/Feiertagen) bereit. Der Krisendienst Psychiatrie wird vom Bezirk Oberbayern finanziert und in enger Zusammenarbeit mit den regionalen sozialpsychiatrischen Diensten organisiert. Die Beratung ist für Sie als Anruferin oder Anrufer kostenfrei. Wenn Sie also in einer Krise nicht mehr weiter wissen, rufen Sie an. Je eher, desto besser! Denn mit fachkundiger Begleitung lässt sich fast jede Krise leichter meistern. Mehr Informationen unter: www.krisendienst-psychiatrie.de

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Aktuelles

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Asyl

Bolzplatz in Martinsried Ende September 2016 wurde der Bolzplatz neben den Asylunterkünften an der Bunsenstraße in Martinsried wieder eröffnet. Bürgermeister Hofmann ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Kindern aus dem Martinsrieder Hort Fußball zu spielen, und fungierte als Torwart. Der neue Bolzplatz wurde fast an gleicher Stelle wie der bisherige Platz errichtet und steht nun wieder uneingeschränkt der Öffentlichkeit zur Verfügung. Im Zuge der Diskussion um den Bau der Asylunterkünfte in Martinsried war der Bolzplatz, der früher eher ein Schattendasein geführt hatte, in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Bürger hatten heftig dagegen protestiert, dass der Bolzplatz den Asylhäusern weichen müsse. Nach eingehender Planung wurde deutlich, dass beides auf dem Grundstück am Rande des Parc de Meylan unterzubringen war: ansprechende Häuser in Modulbauweise für Asylbewerber und ein schöner Bolzplatz.

Sobald die Witterung es zulässt, werden nun auch die Kinder wieder zu ihrem Recht kommen. Heinrich Hofmann: „Wir wünschen uns, dass auf diesem Platz Kinder und Jugendliche miteinander bolzen können.“

Asyl in Planegg Mit Bürgermeister Heinrich Hofmann auf dem neuen Bolzplatz Fußball spielen, macht doppelt Laune.

Welcome: Schüler aus Didcot zu Gast im Feodor-Lynen-Gymnasium Ende Oktober war es wieder so weit. 28 Schülerinnen und Schüler aus unserer englischen Partnergemeinde Didcot waren eine ganze Woche lang zu Besuch am Feodor-Lynen-Gymnasium. Zum ersten Mal waren alle Schülerinnen und Schüler bei Gastfamilien im Würmtal untergebracht, ebenso die mitreisenden Lehrkräfte. Auf diese Weise konnten sich die Jugendlichen besser kennenlernen und persönliche Kontakte knüpfen. Am ersten Tag im FLG gab es einen herzlichen Empfang und ein gemeinsames bayerisches Mittagessen. Abends ging es dann gleich zum Bowling. Für die Gäste hatte die Schule ein umfangreiches Besuchsprogramm vorbereitet. Ein herzlicher Dank geht an Gabriele Munz, die zuständige Lehrerin am FeodorLynen-Gymnasium. Englische Schülerinnen und Schüler und ihre Gastgeber im Feodor-Lynen-Gymnasium.

Knusper, Knusper, Knäuschen ... Mit einem großen Lebkuchenhaus versüßten Chefpatissier Felix Vogel (re.) vom Café Richter und seine Lehrlinge den Flüchtlingskindern in der Unterkunft an der Bunsenstraße in Martins-

Integration ist nicht immer nur schwierig, sie kann auch sehr gut gelingen. Zwei Beispiele aus Planegg, die Hoffnung machen.

ried die Vorweihnachtszeit. Es war die Idee von Azubi Andreas Lindner (4. v. re.), das 50 cm große Lebkuchenhaus zu spenden. Mit großer Spannung erwarteten die zwölf Flüchtlingskinder die vom Helferkreis Asyl organisierte Übergabe am dritten Adventswochenende. Als die Überraschung hereingetragen wurde, gab es kein Halten mehr. Jeder durfte von den aufgeklebten Süßigkeiten naschen und die mitgebrachten Quarkmännchen trösteten darüber hinweg, dass der traditionell harte Lebkuchenteig eher zum Spielen einlud als zum Abbeißen. Es wurde ein für alle Beteiligten lustiger und vergnüglicher Nachmittag, den die Kinder wohl nicht so schnell vergessen werden. Herzlichen Dank dafür! Die Konditoren des Café Richter spendierten ein Lebkuchenhaus für die Flüchtlingskinder.

In unserer Gemeinde leben momentan 117 Asylbewerber.

„Wir bauen uns ein neues Leben in Deutschland auf“ Noch keine zwölf Monate sind die beiden Asylbewerber in Deutschland und wie es scheint, haben sie ihren Platz in unserer Gesellschaft schon gefunden. Was die beiden Asylbewerber, die in der Unterkunft an der Fürstenrieder Straße leben, in den wenigen Monaten seit ihrer Ankunft erreicht haben, ist erstaunlich. Alireza Morabbi (rechts, 36 Jahre, aus dem Iran) und Muraf Al Bayati (links, 34 Jahre, aus dem Irak) arbeiten beim weltgrößten Anbieter von Unternehmenssoftware SAP in Hallbergmoos als IT-Spezialisten. Alireza Morabbi ist ein freundlicher, zurückhaltender Mann, der das Interview auf Deutsch beginnt. Er verstehe schon sehr gut, aber Deutsch zu sprechen falle ihm noch nicht so leicht, meint er mit einem Lächeln. Dass er einen Zwölf-Stunden Tag absolviert, um sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen, erzählt er eher nebenbei. Untertags arbeitet er in Hallbergmoos bei Freising. Anschließend besucht er jeden Wochentag von 17.30 bis 21.30 Uhr einen Deutschkurs am Hauptbahnhof, der vom BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) finanziert wird. Erst dann geht es zurück nach Planegg in die Unterkunft an der Fürstenrieder Straße, wo er sich mit drei anderen Männern eine Wohnung teilt. Innerhalb von fünf Tagen verließ der IT-Experte seine Heimatstadt Bagdad, wo er um sein Leben fürchten musste. Deutschland sei eines der wenigen Länder, wo er sich willkommen fühle. Außerdem habe ihm sein geschichtsbegeisterter Vater immer von der schnellen Aufbauleistung der Deutschen nach dem Krieg erzählt, schildert er seine Beweggründe. Hier gebe es noch viele Menschen, die aus eigener Erfahrung wüssten, was es bedeutet, aus der Heimat fliehen zu müssen und neu anzufangen.

Kaum in München angekommen, bewarb er sich im April 2016 auf eigene Faust bei SAP in Hallbergmoos und bekam im August die Zusage für ein Praktikum. Es sieht gut aus für ihn, denn seine Vorgesetzten haben ihm bereits signalisiert, dass sie ihn behalten möchten. Vorausgesetzt, er bekommt seine Anerkennung. Darauf wartet der fleißige junge Mann jetzt sehnsüchtig. Sogar eine Wohnung im Norden von München habe er schon in Aussicht, erzählt er voller Stolz. Sein größter Wunsch sei es, die Unterkunft verlassen und endlich sein eigenes Leben aufbauen zu können. In der Unterkunft in Unterhaching lernte er den Iraker Muraf Al Bayati kennen, der nun seit einigen Wochen sein Kollege bei SAP ist und ebenfalls große Pläne hat. Sein Weg führte ihn durch zahlreiche arabische Länder. Zuletzt war er im Jemen gestrandet, bevor er im Dezember 2015, sechs Tage vor Weihnachten, nach Deutschland kam. Über ein Hilfsprogramm der Technischen Universität München kam der IT-Experte in Kontakt mit Siemens, wo er im Vertrieb ein dreimonatiges Praktikum ableisten konnte. Auch bei BMW und bei der Telekom konnte er erste Erfahrungen im deutschen Arbeitsleben sammeln. Mit Hilfe des netlight-Teams (wir berichteten), das sich um die Jobvermittlung für die Asylbewerber in Planegg/Unterhaching kümmert, bewarb er sich dann im August 2016 bei SAP. Seit 1. Oktober absolviert er nun ein sechsmonatiges Praktikum bei SAP und hofft auf eine Festanstellung. „Ich bin Teil eines internationalen Teams, das ohnehin Englisch miteinander spricht. Das kommt mir zugute und ich kann meine berufliche Erfahrung einbringen. Ich werde mein Bestes geben.“

Bleiberecht Zwölf Personen sind anerkannt: Fünf Personen aus Afghanistan, ein Somalier, ein Iraker und ein Kongolese und vier Personen aus Syrien. Alle anderen Bewohner warten auf die Bescheide, die seit den letzten Wochen vermehrt eintreffen. Abschiebung 17 Personen haben einen Abschiebebescheid erhalten, darunter Personen aus Somalia, Afghanistan, Pakistan, Mali und Nigeria. Ein Pakistani ist freiwillig in die Heimat zurückgekehrt. Ausbildung 13 Personen besuchen einen Integrationskurs, fünf weitere Personen haben sich angemeldet. Sieben Personen besuchen eine Berufsschule, 14 Personen absolvieren einen Deutschkurs und ein Afghane hat eine Ausbildungsstelle. Arbeitsstellen 53 Personen haben eine Arbeitsstelle/ein Praktikum. Der gemeindliche Asylkoordinator Mohammed Chadid ist beauftragt, bei der Jobsuche Unterstützung zu leisten. Bisher konnten fünf Stellen vermittelt werden. Stand vom 19.01.2017

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Wirtschaft

Wirtschaftsstandort Planegg-Martinsried

Willkommen daheim!

ibidi ist „Ausgezeichneter Ort“ im Land der Ideen

Kurz vor Weihnachten 2016 war es so weit: die MorphoSys AG feierte die Eröffnung des neuen Firmensitzes in der Semmelweisstraße 7 in Planegg. Mit dem Happy End fiel nicht nur Firmenchef Dr. Simon Moroney und seinem Team ein Stein vom Herzen. Auch Bürgermeister Heinrich Hofmann gab seiner Freude Ausdruck, dass die siebenjährige Suche nach einer geeigneten Immobilie für das Flaggschiff der Biotech-Szene nun ein glückliches Ende gefunden hat. Bisher war die internationale Belegschaft mit 350 Mitarbeitern auf drei Gebäude im Gewerbegebiet Martinsried verteilt, die noch dazu weit auseinander lagen. Durch den Umzug in das repräsentative Gebäude im Gewerbegebiet Steinkirchen sind nun alle MorphoSys-Mitarbeiter wieder unter einem Dach vereint.

Mit dem Projekt „ibidi – Analyse lebender Zellen“ gehört die ibidi GmbH, die in Martinsried im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) ansässig ist, zu den 100 glücklichen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016. Der im Jahr 2015 neu entwickelte Objektträger μ-Slide CorrSight™ Live, für den ibidi mit dem Preis ausgezeichnet wurde, verbindet die molekulare Genauigkeit der Lichtmikroskopie mit der hohen strukturellen Auflösung der Elektronenmikroskopie. Dies ermöglicht es, Zell- und Gewebestrukturen mit Hilfe beider Techniken exakt darzustellen. Unter rund 1.000 Bewerbungen wurde ibidi von einer hochkarätigen Jury ausgewählt.

AMSilk: adidas-Sportschuh aus Biosteel® Auf der Biofabricate-Konferenz in New York präsentierte adidas am 17.11.2016 den weltweit ersten Performance-Schuh aus Biosteel®Fasern, einer Nachbildung natürlicher Seide. Der Prototyp des adidas Futurecraft Biofabric Schuhs ist aus einem Obermaterial aus 100 Prozent Biosteel®-Fasern gefertigt, einer naturbasierten und vollständig biologisch abbaubaren Hochleistungsfaser, entwickelt vom Martinsrieder Biotechnologieunternehmen AMSilk. Das Material vereint auf einzigartige Weise Eigenschaften, die für eine hohe Leistungsfähigkeit entscheidend sind. So ist die Biosteel®-Faser z. B. 15 Prozent leichter als herkömmliche Syn-

thetikfasern und potenziell das stärkste bislang verfügbare Naturmaterial. Biosteel®-Fasern sind darüber hinaus noch nachhaltig, da sie in einem vollständig natürlichen Prozess zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind. Im Rahmen der Partnerschaft soll erforscht werden, wie Biosteel®Fasern in größerem Maßstab in High-Performance-Produkten verarbeitet werden können.

Electrochaea: Aus Strom wird Gas Das ungarische Energieversorgungsunternehmen MVM (Magyar Villamos Muvek) und das in Planegg ansässige Cleantech-Start-up Electrochaea GmbH bauen zusammen die weltweit erste Power-to-Gas-Großanlage im Netzmaßstab mit einer Leistungsaufnahme von bis zu zehn Megawatt. Standort der Anlage ist Ungarn. Zu diesem Zweck haben Electrochaea und der zur MVM-Gruppe gehörige Forschungs- und Entwicklungsinkubator Smart Future Lab Plc im Oktober 2016 das Unternehmen Power-to-Gas Hungary Ltd (PtG Hungary Ltd) gegründet. Die Anlage nutzt eine weltweit einzigartige Powerto-Gas-Technologie, die von Electrochaea entwickelt wurde. Ein Biokatalysator wandelt niedrigpreisigen und überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen sowie Kohlendioxid (CO2) in Biomethan in Netzqualität um. Herzstück des Systems sind selektiv entwickelte methanogene Archaeen. Das so produzierte Biomethan kann gespeichert und direkt in das bestehende Erdgasnetz eingespeist werden. In Dänemark betreibt Electrochaea seit April 2016 erfolgreich die weltweit größte Power-to-Gas-Pilotanlage.

Das Unternehmen mit einem Börsenwert von 1,2 Mrd. US-Dollar ist bereits seit seiner Gründung im Jahr 1992 in Martinsried ansässig. Zu den Mitbegründern des Unternehmens zählen der heutige Vorstandsvorsitzende Dr. Simon Moroney sowie Prof. Dr. Andreas Plückthun. Nach den ersten Jahren im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried bezog die Firma zunächst nur wenige Laborräume in der Lena-Christ-Straße 48. Mit dem Erfolg ihrer HuCAL-Technologie, der erfolgreichsten Antikörper-Bibliothek der Pharmaindustrie, wuchs das Unternehmen kontinuierlich. Auf Basis dieser und anderer firmeneigener Technologien hat MorphoSys zusammen mit seinen Pharma-Partnern eine therapeutische Pipeline mit mehr als 100 Medikamentenkandidaten aufgebaut. Erst im November 2016 konnte das Unternehmen bekannt geben, dass für einen Wirkstoff gegen Schuppenflechte, der in Martinsried entwickelt wurde, in den USA und in Europa Anträge auf Marktzulassung gestellt wurden.

Clariant: Bayerischer Energiepreis für Herstellung von Biosprit Clariant, Planegg, wurde im Oktober 2016 für das Projekt „Das sunliquid®-Verfahren zur Herstellung von klimafreundlichem und nachhaltigem Zellulose-Ethanol aus Agrarreststoffen“ mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet. Bisher nicht verwertbare Pflanzenreste wie Getreide- oder Maisstroh werden durch verschiedene biochemische Prozesse energieautark in den hochwertigen Biokraftstoff Ethanol umgewandelt. Im bayerischen Straubing errichtete Clariant mit Unterstützung von Gemeinde, Land und Bund eine der ersten und größten vorkommerziellen Anlagen zur Herstellung von Zellulose-Ethanol. Im Vergleich zu Mineralöl weist Vorkommerzielle sunliquid®Anlage in Straubing

der Biokraftstoff Ethanol bis zu 90 Prozent weniger CO2 auf. Das Verfahren hat damit das Potenzial, sich am Markt durchzusetzen.

© Clariant/Foto: Roetzer

Gewerbegebiete im Video Auf der Website der Gemeinde Planegg werden die Vorzüge des Wirtschaftsstandortes Planegg-Martinsried seit kurzem auch mittels kleiner Videosequenzen vorgestellt. Unternehmen, die sich über eine Ansiedlung in Planegg informieren möchten, können sich in zeitgemäßer Form einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit und den Standortvorteilen verschaffen. Vier Kurz-Videos stellen die Gewerbegebiete Steinkirchen und Martinsried, den Campus Martinsried und Planegg als „Münchens grüne Pforte“ vor.

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Wirtschaft

tungslüftung mit Wärmerückgewinnung wurde zusätzlich errichtet. Das Gebäude verzichtet komplett auf fossile Brennstoffe und verfügt jetzt über eine eigene Brunnenanlage, die mit Wärmepumpen beheizt und gekühlt wird.

Im Bild von links: Dr. Arndt Schottelius, Entwicklungsvorstand, Dr. Marlies Sproll, Forschungsvorstand, Dr. Simon Moroney, Vorstandsvorsitzender, Jens Holstein, Finanzvorstand, Bügermeister Heinrich Hofmann und Dr. Gerald Möller, Aufsichtsratsvorsitzender.

Hochmoderne Labore, die mit einer Hochleistungslüftung ausgestattet sind. Bürgermeister Hofmann gratulierte herzlich zum Einzug: „Dieses Gebäude hat geradezu auf Sie gewartet.“

Die ersten Gespräche mit der Gemeinde auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück fanden bereits 2009 statt. Zahlreiche Varianten für einen Grundstückskauf wurden durchgespielt und wieder verworfen, der Raumbedarf von MorphoSys wurde mehrfach den Gegebenheiten angepasst und es gab viele Verhandlungsrunden. Beinahe schicksalhaft mutet es an, dass das ursprünglich für den Anlagenbauer Imtech errichtete repräsentative Gebäude aus der Vogelperspektive die Form eines „M“ wie MorphoSys hat. „Dieses Gebäude hat auf Sie gewartet“, wie Bürgermeister Hofmann in seinem Grußwort betonte. Das gerade erst Anfang 2014 fertiggestellte Firmengebäude stand nach der Insolvenz des Anlagenbauers Imtech zur Verfügung und wurde in acht Monaten zu einem perfekten Labor- und Bürogebäude umgebaut.

Für die Mitarbeiter besonders attraktiv ist das neue Betriebsrestaurant „Ignaz“ (Vorname das Arztes Dr. Semmelweis). Eingekauft wird regional, gekocht vor Ort von einem kleinen Team. Ausdruck der seit jeher besonders guten Unternehmenskultur ist, dass sich die Mitarbeiter von früh morgens bis zum späten Nachmittag hier im „Ignaz“ treffen und Berufliches und Privates austauschen. Die offene und herzliche Atmosphäre untereinander wird durch die kurzen Wege im neuen Firmengebäude weiter gefördert.

Von insgesamt 13.000 m2 wurden 3.000 m2 Bürofläche in Labore umgebaut. Es entstanden Forschungslaboratorien nach modernsten PharmaStandards und Arbeitsplätze für Wissenschaftler mit separaten Büroeinheiten. Eine Hochleis-

„Unsere Entwicklung verdanken wir auch dem Cluster-Effekt in der Nähe zu Universitäten, Forschungsinstituten, IZB und anderen BiotechUnternehmen“, erläuterte Dr. Moroney. „Besser können wir es nirgendwo antreffen“.

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Umwelt

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Umwelt

MVG-Leihrad hält im Gewerbegebiet Martinsried Einzug Das erfolgreiche MVG-Leihradsystem der Stadt München kommt jetzt auch in die Landkreisgemeinden. Planegg, Gräfelfing und Garching sind die ersten Pilotgemeinden, in denen das MVG-Rad außerhalb des Stadtgebietes München installiert wird. Insbesondere Pendler sollen animiert werden, nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, sondern auf das Leihrad umzusteigen.

© bing maps

An zwei Standorten im Gewerbegebiet Martinsried (gelbe Pfeile) können Mitarbeiter künftig ein MVG-Rad leihen und damit zur U-Bahn nach Großhadern fahren. Ein erster Baustein für eine neue, flexible Mobilität.

Im Gewerbegebiet Martinsried werden im ersten Halbjahr 2017 zwei Leihradstationen mit insgesamt 18 Rädern aufgebaut. An der Lochhamer Straße 19, direkt bei der Bushaltestelle, entsteht eine große Station mit zehn Rädern und 15 Ständern und vor dem Anwesen Fraunhoferstraße 9 a wird eine Station mit acht Rädern und zwölf Ständern errichtet (s. Bild). Die Gemeinde verspricht sich davon eine Entlastung der angespannten Parkraumsituation, weniger Lärm und Abgase in den Wohngebieten. „Uns ist klar, dass dies erst der Anfang sein kann.

Gerade in der wärmeren Jahreszeit ist das MVGLeihrad aber bereits jetzt eine echte Alternative zum Auto. Zwischen dem U-Bahnhof Klinikum Großhadern, wo eine große MVG-Radstation zahlreiche Räder bereithält, und dem Gewerbegebiet sind es nur zwei Kilometer, die mit dem Rad schnell zurückgelegt werden können. Es kostet nur wenige Cent, ist flexibel und kann per App sogar im Voraus gebucht werden“, erläutert Bärbel Zeller, Wirtschaftsförderin in Planegg. Nachdem fast alle Umlandkommunen ihr Interesse an dem Leihradsystem bekundet haben, hat der Landkreis München Anfang Dezember 2016 beschlossen, die Hälfte der Anschaffungskosten und die Betriebskosten für fünf Jahre zu übernehmen. Landrat Christoph Göbel begründet die Entscheidung: „Ein einheitliches System und damit auch die größtmögliche Kompatibilität sowohl zwischen den Landkreiskommunen als auch mit der Landeshauptstadt sind immens wichtig, um Radverkehr und ÖPNV kurz- bis mittelfristig als echte Alternative zum motorisierten Individualverkehr aufzubauen. Für die Nutzer des Systems darf es keinen Unterschied machen, ob sie in München, Garching oder Planegg ein Rad leihen. Das muss auch über Gemeinde- und Stadtgrenzen hinaus funktionieren“, betont Göbel. Der Planegger Gemeinderat hat sich Ende November 2016 für eine stufenweise Einführung des MVG-Leihradsystems ausgesprochen. 2017 sollen die beiden o. g. Stationen im Gewerbegebiet Martinsried entstehen und erste Erfahrungen über die Nutzerfrequenz gesammelt werden. Sobald die in Planung befindliche Rad-Trasse zwischen Martinsried und Planegg gebaut ist, tritt die Stufe zwei in Kraft und im Gewerbegebiet Steinkirchen werden MVG-Leihradstationen errichtet. In einem dritten Schritt ist die Anbindung an den S-Bahnhof Planegg geplant.

Sonnenäcker – wo Gartenträume wahr werden! Wer gerne in der Erde gräbt, Saat ausbringt, zarten Pflänzchen beim Wachsen zusieht, Unkraut jätet, Gärtchen pflegt und keinen eigenen Garten hat, in dem er dieser Freude nachgehen könnte, der ist bei den STARNBERGER LAND Sonnenäckern goldrichtig. Die Solidargemeischaft STARNBERGER LAND freut sich, ab 2017 einen Sonnenacker für Kraillinger und Planegger Bürger in Höhe der Amtmannstraße beim Gutsgelände der Famiie Baron von Hirsch anbieten zu können! Hobbygärtner pachten von April bis Anfang November einen 50 oder 100 Meter langen Bifang (Kartoffeldamm) zum Preis von 30 bzw. 60 Euro. Von einem Landwirt vorbereitet, kann der neue Pächter gleich mit dem Säen und Pflanzen loslegen. Die Sonnenäckerbeauftragten stehen den Gartenfreunden dabei mit Rat und Tat zur Seite. Bei einer Infoveranstaltung am 20.03.2017 im Land-

ratsamt Starnberg erfahren Interessenten alles Wissenswerte über die STARNBERGER LAND Sonnenäcker sowie die Anbaurichtlinien.

Enthüllten die sechs Infotafeln: Bürgermeister Heinrich Hofmann, Dr. Richard Richter, Leiter des Bau- und Umweltamtes, Landrat Christoph Göbel und der Prior von Maria Eich, Pater Matthäus (v. li.).

Eremiten im Klosterwald Wer mehr über die Methusalem-Eichen im Klosterwald von Maria Eich erfahren möchte, kann sich jetzt auf den Schautafeln rings um Maria Eich darüber informieren. Auf sechs Infotafeln werden die seltenen Urwaldkäfer beschrieben, die hier einen einzigartigen Lebensraum vorfinden. Besucher werden aufgefordert, auf den farbig markierten Wegen zu bleiben, keine Pflanzen auszugraben und keine Abfälle zu hinterlassen. Um das Überleben der stolzen Baumriesen und ihrer seltenen Bewohner zu ermöglichen, wurde eine Projektallianz geschmiedet. Die Bayerischen Staatsforsten, der Forstbetrieb der

Erzdiözese München-Freising, die Brüder des Augustiner-Ordens, der Landkreis München und die Gemeinde Planegg haben umfangreiche Maßnahmen erarbeitet, um den Lebensraum der seltenen Käferarten in den stolzen Baumriesen auch in Zukunft zu sichern. In den Waldbestand muss behutsam eingegriffen werden, um das Ziel zu erreichen, den Lebensraum zu schützen. So werden in den kommenden Jahren Bäume weichen, die den alten Eichen durch ihren Wuchs Entfaltungsmöglichkeiten nehmen. Nach und nach sollen die jüngeren Eichen dann die Aufgaben der 300 Jahre alten MethusalemBäume übernehmen.

Strom vom eigenen Dach Häufig wurde der Wunsch in den „29++“-Workshops genannt, jetzt ist es beschlossene Sache: Der Landkreis München bekommt ein eigenes Solarkataster. Ziel ist es, diejenigen Dächer im Kreis zu identifizieren, welche sich für die Produktion von Solarstrom besonders gut eignen. „Solarenergie ist in unseren Breitengraden ein wichtiger Faktor, den wir uns ansehen müssen“, so Landrat Christoph Göbel im Ausschuss für Energiewende, Landwirtschafts- und Umweltfragen. Gerade vor dem Hintergrund des steigenden Stromverbrauchs im Landkreis München sei es erstrebenswert, einen möglichst großen Anteil durch regenerative Energien bestreiten zu können. Mit wenigen Mausklicks zur Solarenergie Ein Solarkataster ist ein interaktives Tool, mit dem jedes Gebäude geprüft werden kann, ob und in welchem Maße dieses für die Gewinnung von Sonnenenergie geeignet ist. Ein Kataster entsteht aus Laserscandaten, die per Überflie-

gen ermittelt werden und ein dreidimensionales Bild entstehen lassen. Durch Laserscandaten und Gebäudeumrisse werden Daten zur Dachflächengröße, Dachneigung, Dachausrichtung, Einstrahlungsenergie und Abschattung der einzelnen Gebäude ermittelt. Dabei werden der Sonnenstand im Tages- und Jahresverlauf und Einstrahlungs- und Abschattungssituationen bei bestimmten Wetterlagen berücksichtigt. Landkreis informiert Bürger Um die Bürgerinnen und Bürger auf das Angebot aufmerksam zu machen, ist eine Bewerbung mit Printprodukten und via Online-Kanäle geplant. Die Kreisräte diskutierten außerdem die Möglichkeit des Landkreises, direkt auf bestimmte Hausbesitzer zuzugehen. Besonders geeignete Dächer könnten, so die Hoffnung der Politiker, möglichst schnell umgerüstet werden und damit einen wertvollen Beitrag zu einer klimafreundlicheren Zukunft des Landkreises leisten.

Im Park wird es heller Die herkömmlichen Leuchtmittel im Parc de Meylan werden in den kommenden Monaten nach und nach gegen LEDs ausgetauscht, die deutlich heller sind. Dadurch soll das individuelle Sicherheitsempfinden der Parkbesucher gestärkt werden.

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Bauen/Verkehr

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JakobLenz- H 15 H Str. Am K P Max-Planck-Institut l o pf Jos ersp Gerstneffür Neurobiologie i tz StraßeerEntsprechend dem Masterplan für Martinsried entsteht in der Ortsmitte Max-Planck-Institut nach dem Ende der Bauphase wieder eine großefür Grünfläche, Biochemie die zum Sitzen, Flemin Spielen, Verweilen einlädt und auch Platz für Feste und Märkte bietet. Neben g-Str. P steurmit einem aCafé - großem Außenbereich sind ein Spielplatz, ein Brunnen und Freizeitangebote für Erwachsene vorgesehen. Klopferspitzchen

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Bauen/Verkehr

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Fußgängerzone entlang der Geschäfte Hier könnten temporäre Verkaufsstände für einen Wochenmarkt, Feste o. ä. aufgebaut werden. Freie Fläche mit transportablen Freizeitangeboten Potenzieller Standort für Bühne oder Festzelt. Großzügige Rasenflächen zum Liegen und Verweilen unter Bäumen Flache Stauden entlang der Röntgenstraße.

4 5 6

Zahlreiche Sitzbänke Im Übergang zu den Grünflächen laden viele Bänke zum Verweilen ein. Spielplatz für Kinder In Sichtweite zu den Außenbereichen des Cafés können die Kinder spielen. Außenbereich des neuen Cafés mit zahlreichen Sitzplätzen Je nach Witterung kann auch auf dieser Fläche bestuhlt werden.

7 8

Standort des Brunnens

Parkplätze entlang der Röntgenstraße bleiben erhalten.

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Bauen/Verkehr

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Bauen/Verkehr

Martinsrieder votieren für Brunnen in der Ortsmitte Nicht nur Andreas Löbe, der im Planegger Bauamt das Projekt Ortsmitte Martinsried federführend leitet, und das beauftragte Landschaftsplanungsbüro Monsigny Levin waren gespannt, welche Vorlieben die Martinsrieder Bevölkerung äußern würde. Ende Oktober 2016 wurde der Fragebogen an alle Martinsrieder Haushalte verteilt und auf der Homapage zum Download zur Verfügung gestellt. Abgefragt wurde, welche Art von Brunnen gewünscht wird und welche Freizeitangebote auf dem neuen Platz in der Ortsmitte zur Verfügung gestellt werden sollen. Insgesamt sind 402 Fragebögen eingegangen. Hier folgt das Abstimmungsergebnis:

Einen Brunnen mit einer Skulptur und/oder Fontäne in der Ortsmitte – das wünscht sich die Martinsrieder Bevölkerung. Eine deutliche Mehrheit entschied sich bei der Fragebogenaktion im Herbst für diese beiden Varianten. Mit einer Fragebogenaktion hatte sich die Gemeinde im Herbst 2016 an die Bevölkerung gewandt, um ein Stimmungsbild bezüglich der Neugestaltung der neuen grünen Mitte Martinsrieds zu erhalten. Sobald die Großbaustelle an der Lochhamer-/Ecke Röntgenstraße mit zwei neuen Gebäuden fertiggestellt ist, wird im Jahr 2018 hier eine neue grüne Mitte entstehen. Momentan laufen im Bauamt die Planungen auf Hochtouren.

2

1 3

Auswertung Brunnen

176 Der Brunnen mit Skulptur liegt mit 176 Stimmen etwas vor dem Brunnen mit Fontänen mit 155 Stimmen. Das Wasserspiel für Kinder wurde 75-mal angekreuzt. Mehrfachnennungen waren möglich.

155 75

Brunnen mit Skulptur

Brunnen mit Fontänen

Die Grafik zeigt einen Auszug aus dem Masterplan

Wasserspiel für Kinder Visualisierungen der neuen „grünen Mitte“. Lichtes Grün und zahlreiche Sitzmöglichkeiten werden in der Ortsmitte zum Verweilen einladen.

Auswertung Freizeitangebote

105 81 Bei den Freizeitangeboten ist das Votum nicht so eindeutig wie bei der Brunnen-Frage. An erster Stelle steht der Wunsch nach Tischtennisplatten, gefolgt von Schach und Boule. Darüber hinaus wurden zahlreiche andere Wünsche geäußert. 17 Prozent der Einsender möchten gar keine Freizeitangebote auf der neuen Grünfläche in der Ortsmitte.

46 7

Tischtennis

Schach

Boccia/Boule

Fitness Erwachsene

74

Diverse Vorschläge

71

Keine Freizeitgeräte

70

Ohne Angabe

Die Fragenbogen-Auswertung zeigt ein deutliches Bild. Das Votum der Einsender geht in Richtung eines deutlich sichtbaren Brunnens. In der neuen Ortsmitte von Martinsried soll ein Brunnen entstehen, der das Auge anzieht und künstlerisch gestaltet ist. Am häufigsten wird der Brunnen mit Skulptur genannt, fast ebenso viele Bürger stimmten für einen Brunnen mit Fontänen. Deutlich weniger Einsender konnten sich mit einem flachen Wasserspiel für Kinder anfreunden. Die Gemeindeverwaltung möchte sich an dieser Stelle herzlich für alle Einsendungen bedanken. Mit der hohen Rücklaufquote wird das Interesse an der Mitgestaltung der neuen Orts-

mitte dokumentiert. Für den Gemeinderat war das Votum der Fragebogenaktion eine wertvolle Entscheidungshilfe, auch wenn sie nicht als repräsentativ gelten kann. Bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 26.01.2017 wurde die Verwaltung beauftragt, die technische und künstlerische Umsetzung für einen Brunnen mit Wasserfontänen und einer Skulptur mit lokalem Bezug vorzubereiten. Der Antrag, stattdessen im Parc de Meylan ein Wasserspiel für Kinder zu bauen, fand keine Mehrheit im Gemeinderat. Die Grünflächen sollen für das freie Spiel der Kinder und vor allem für Ballspiele aller Art erhalten bleiben.

Wie geht es weiter mit dem Masterplan für Martinsried? Der Masterplan wurde im Jahr 2012 gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelt und dient als Grundlage der Planungen für die Weiterentwicklung Martinsrieds. So wurden bereits der Platz an der Kirche St. Martin wie auch die Kreuzung Neurieder-/Planegger Straße neugestaltet. Die derzeitigen Baumaßnahmen in der Ortsmitte von Martinsried sind ein weiterer wichtiger Schritt bei der Umsetzung des Masterplans. Wie es in den kommenden Jahren weitergeht, lässt sich heute noch nicht vorhersagen. Zwei zentral gelegene Grundstücke an der Fraunhoferstraße (Abb., Punkt 1, 2) sind in Privatbesitz. Sollten die Eigentümer in den kommenden Jahren hier eine bauliche Veränderung wünschen, wird auch hier versucht werden, die Empfehlungen des Masterplans in diesem Bereich zusammen mit den Grundstückseigentümern weiter zu entwickeln.

Ob in der neuen „grünen Mitte“ Martinsrieds ein weiterer Kopfbau (Punkt 3) entstehen soll, wie im Masterplan dargestellt ist, ist derzeit ebenfalls noch offen. Dieser Bau würde den neu gestalteten Platz – „die grüne Mitte“ – abrunden. Die Bevölkerungsentwicklung in Martinsried, z. B. eines Tages durch die im Masterplan gedachte Bebauung des Walls an der Röntgenstraße, ist auch im Hinblick auf die Infrastruktur (Kindergärten, Schulen etc.) im Auge zu behalten. Es gibt ja auch noch die freie Wiese an der Alexander-Fleming-Straße bzw. auch die Überlegungen einer Bebauung im südlichen Drittel der Röntgenstraße unter Einbezug des ersten Garagenhauses. Die Bürgerinnen und Bürger werden im 1. Halbjahr 2017 zu einer Informationsveranstaltung in Martinsried eingeladen, in der auch der Planungsstand zur Ortsumfahrung vorgestellt wird.

NEUES AUS DEN MARTINSRIEDER FORSCHUNGSLABOREN

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Tobias Bonhoeffer wird Berater der Chan-Zuckerberg-Initiative © Christophe Wu, Chan Zuckerberg Initiative

Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und seine Frau Dr. Priscilla Chan, Kinderärztin, gaben im Dezember 2015 bekannt, ihre Facebook-Anteile im Wert von ca. 45 Milliarden Dollar in die Verbesserung des menschlichen Lebens und der Chancengleichheit zu investieren. Nach dem Fokus auf Bildung stellte die Initiative nun ihren zweiten Schwerpunkt vor: Die Förderung der Grundlagenforschung mit dem Ziel, Krankheiten bis zum Ende des Jahrhunderts heilen, verhindern oder behandeln zu können. Diese neue Initiative, unter der Leitung der Neurobiologin Cori Bargmann, wurde nun in San Francisco bekannt gegeben. Neben der Präsidentin stellten die beiden Gründer auch die Wissenschaftler vor, die sie beim Aufbau ihrer Initiative in Zukunft unterstützen sollen. Unter den ansonsten amerikanischen Koryphäen befindet sich auch ein Deutscher: Tobias Bonhoeffer, Direktor am MaxPlanck-Institut für Neurobiologie in Martinsried bei München. Prof. Cori Bargmann, Präsidentin von CZS, Prof. Tobias Bonhoeffer, Direktor am MPI für Neurobiologie, Dr. Priscilla Chan, Kinderärztin, und Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer (v. l. n. re.).

Neue Nervenzellen fürs Gehirn Junge Nervenzellen integrieren sich vollständig in beschädigte Nervennetzwerke der Sehrinde Verliert unser Gehirn Nervenzellen, kann es diesen Verlust selbst kaum kompensieren. Wissenschaftler und Ärzte hoffen daher, mit transplantierten Nervenzellen Schäden durch Verletzungen oder Krankheiten auszugleichen. Inwieweit sich die neuen Zellen in ein bestehendes Nervennetzwerk integrieren und dessen Aufgaben übernehmen können, ist jedoch unklar. Nun zeigen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried, der Ludwig-MaximiliansUniversität München und des Helmholtz Zentrums München bei Mäusen, dass transplantierte embryonale Nervenzellen zu gleichwertigen Mitgliedern eines bestehenden Nervennetzwerks heranwachsen und die Aufgaben ihrer neuen Position vollständig übernehmen. Nature, online am 26. Oktober 2016

Straßenerneuerung Richard-Strauß-Straße Im Zuge der Großbaustelle „Würm-Auen“ wird ab Frühjahr 2017 die Richard-Strauß-Straße bis kurz vor der Einmündung Otto-Pippel-Straße neu gestaltet. Bereits 2015 hatte die Bauverwaltung in einer Anliegerversammlung über diese Maßnahme informiert. Die Planung sieht einen kompletten Straßenausbau vor. Das bedeutet, dass die Gehwege, die Fahrbahn und die Straßenbeleuchtung er-

neuert werden. Auch neue Bäume werden entsprechend der veränderten Straßensituation gepflanzt. Die Parkflächen bleiben erhalten und werden durch eine Pflasterdecke deutlicher sichtbar. Vor Baubeginn müssen noch einige Versorgungsleitungen verlegt werden. Der Großteil dieser Arbeiten konnte aber schon 2016 ausgeführt werden. Für etwaige Behinderungen bitten wir um Verständnis.

Minikreisverkehr als neues zentrales Element in der Ortsmitte Martinsried In der Ortsmitte Martinsried sind die Bauarbeiten nach der kurzen Winterpause wieder voll im Gang. Die Großbaustelle mit den beiden zentralen Gebäuden in der Ortsmitte wächst allmählich in die Höhe. Der Gemeinderat hat Ende 2016 die Umsetzung der Straßenraumgestaltung im Umgriff der Hochbaumaßnahmen beschlossen und auf den Weg gebracht. Kernpunkt der Planung zur Straßenraumgestaltung in der Ortsmitte Martinsried bildet ein Minikreisverkehr an der Kreuzung Lochhamer Straße/Röntgenstraße.

In der anschließenden Lena-Christ-Straße und Planegger Straße soll jeweils ein Zebrastreifen für Fußgänger am Kreisverkehr eingerichtet werden. Außerdem wird eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit angestrebt. Dies soll durch eine leichte Verschmälerung der Fraunhoferstraße im südlichen Teilbereich und die Gestaltung eines ersten Teilbereiches der Röntgenstraße als verkehrsberuhigten Geschäftsbereich erreicht werden. Auch eine gute ÖPNV-Anbindung der neuen Ladenzeilen und Einrichtungen soll zukünftig durch eine nahe gelegene Bushaltestelle ermöglicht werden. Es ist geplant, mit der Umgestaltung des Straßenraumes noch im Frühsommer dieses Jahres zu starten. Die Verwaltung wird dann auch die Straßenbeleuchtung im Zuge der Straßenbauarbeiten den neuen Anforderungen entsprechend anpassen bzw. komplett erneuern.

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Bauen/Verkehr

Erste E-Ladesäule im Planegger Gewerbegebiet Auf dem Firmenparkplatz der REGUMED Regulative Medizintechnik GmbH im Gewerbegebiet Steinkirchen steht neuerdings eine öffentliche E-Ladesäule. Errichtet hat die moderne Tankstation für Elektroautos in der Robert-Koch-Straße 1 a das Unternehmen selbst. Erst im Herbst war die Firma Regumed, die Geräte zur Bioresonanztherapie weltweit vertreibt, in den neuen Firmensitz eingezogen. Ein Mitarbeiter fährt seit Jahren E-Autos und hatte die Geschäftsführung überzeugt, bei der ohnehin aufwendigen Sanierung des Firmengebäudes auch gleich eine zukunftsweisende E-Ladestation einzuplanen. Die Kosten übernahm zu 75 Prozent das Unternehmen selbst, die Gemeinde beteiligte sich mit 25 Prozent an diesem Pilotprojekt. Geschäftsführer Florian Sinn steht hinter der zukunftsweisenden Technologie und überlegt selbst, künftig ein EAuto anzuschaffen. An der Station sind zwei Ladekabel vorhanden und bei allen Online-Portalen, über die sich EAuto-Nutzer informieren, gelistet. Man kann also online checken, ob gerade ein Ladekabel in der Robert-Koch-Straße 1 a zur Verfügung steht. Über ein Bezahlsystem, das E-Auto-Nutzer auf dem Smartphone haben, wird die Rechnung für den getankten Strom auf die Telefonrechnung übertragen.

Bereits wenige Tage nach Inbetriebnahme im Oktober 2016 wurde ein Tesla-Fahrer aus einem benachbarten Firmengebäude auf die Ladesäule aufmerksam. Er gehört schon zu den regelmäßigen Kunden. „Gerade für Pendler machen E-Autos Sinn. Sie sind im Verbrauch vergleichsweise günstig und die Entfernung vom Wohnort zur Arbeitsstelle ist eine Distanz, die E-Autos gut bewältigen können. Bislang fehlt es aber an der nötigen Infrastruktur in den Gewerbegebieten. „Wir haben deshalb gerne die Eigeninitiative von Regumed mit einem Zuschuss unterstützt“, sagt Wirtschaftsförderin Bärbel Zeller. Der Gemeinderat wird in den nächsten Monaten darüber entscheiden, ob die Förderung von E-Ladestationen in die Förderrichtlinien der Gemeinde aufgenommen wird.

Geschäftsführer Florian Sinn (li.) und Werbeleiter Franz Morin (re.) demonstrieren den Aufladevorgang auf dem öffentlichen Parkplatz an der Robert-Koch-Straße.

Lückenlos 17

Rubrik

In meiner Jugend habe ich immer davon geträumt, Arzt ______zu werden. Letztlich habe ich dann_________________________________eingeschlagen. die Bauingenieurslaufbahn für ihren Sohn zuerst ungewöhnlich , aber letztendlich Das fanden meine Eltern _______________________________________________________

passend und sie standen auch immer voll dahinter ______________________________________________.

Dipl .-Bauingenieur habe ich Meine Ausbildung als___________________ an der TU München im Sommer 1994 _____________________________________abgeschlossen; danach habe ich noch eine zweijährige Referendarausbildung für den bautechnischen Verwaltungsdienst drangehängt und im Sommer 1996 mit der 2. großen Staatsprüfung beendet.

In dieser Ausgabe mit Stefan Schaudig, häftsleiter der Gemeinde Planegg

Gesc

meiner Verlässlichkeit und Meine Freunde mochten mich schon immer wegen _________________________ Bereitschaft zur Übernahme von Arbeiten und Aufgaben jeglicher Art _______________________________________________________________. freundlich , ehrlich , verlässlich und hilfsbereit Ich schätze an Menschen besonders, wenn sie ____________________________________________sind.

wenn man von anderen Menschen ausgenutzt wird Gar nicht leiden kann ich, __________________________________________________________. aktiv zu musizieren (Chor und Posaune) und Rad fahren. Eine meiner größten Leidenschaften ist ________________________________________________________________ die ein oder andere dienstliche Veranstaltung Dafür würde ich sogar auf ____________________________________________________verzichten. auf der Berglalm in der Jachenau oder beim Moutainbiken mit Freunden am Gardasee Am Besten entspannen kann ich ________________________________________________________________________________. wenn jeder nur an sich denkt und nicht auch mal was für einen andern tut Auf die Palme bringt mich, ______________________________________________________________________.

Was kaum einer weiß: _________________________________________. Ich kann auch einfach nur zuhören

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Personalien

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Personalien

Zum Wohl der Mitmenschen ehrenamtlich aktiv Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Foyer des Rathauses.

Bei einem Festakt im Planegger Rathaus überreichte Bürgermeister Hofmann fünf verdienten Bürgern die Bürgermedaille. Die hohe Auszeichnung wird für besonderes bürgerschaftliches Engagment verliehen. Die Laudationes hielten langjährige Weggefährten der Geehrten. Zahlreiche verdiente Persönlichkeiten der Gemeinde und die Angehörigen feierten mit den neuen Bürgermedaillenträgern.

Großen Applaus ernteten die neuen Bürgermedaillenträger für ihre Lebensleistung.

Mit virtuos dargebotenen Musikstücken sorgten die „Aufdraht'n“ für beste Stimmung. Andrea Tonte, Karin Detsch, Anita Rauschecker, Tina Hugo und Monika Schaudig (v. li.).

Dieter Friedmann (Bild rechts) mit seinem Laudator Dr. Rudolf Baer und Peter Kirschning (Bild links) mit seinem Laudator Fritz Haugg.

Marianne und Claus Waechter (Bild links) mit ihrem Laudator Pfarrer Bernhard Liess. Thomas Schaffert (Bild rechts) mit seinem Laudator Ludwig Götz.

Dieter Friedmann

Peter Kirschning

Marianne und Claus Waechter

Thomas Schaffert

Dieter Friedmann, der Planegg als Bürgermeister von 2002 bis 2008 führte, war viele Jahrzehnte ehrenamtlich für die Gemeinde tätig. 14 Jahre war er Vorsitzender des DJK Sportvereins. In dieser Zeit wuchs der Verein von 700 auf 1.000 Mitglieder. Es gelang ihm, die Gemeinschaft der Sportler und die einzelnen Abteilungen Turnen, Volleyball, Faustball, Tischtennis und Basketball zusammenzuhalten, was angesichts unterschiedlicher Mentalitäten nicht immer einfach war. Dieter Friedmann betonte, „dass heute die wesentlichen Grundlagen in einem Sportverein Toleranz, Gemeinschaft und Mitmenschlichkeit seien.“ Als er 1999 zudem Vereinskoordinator wurde, stellte er dies eindrucksvoll unter Beweis. Auch hier ging es darum, die Interessen der Vereine unter einen Hut zu bringen, was ihm hervorragend gelang. Seit einigen Jahren gilt sein Interesse verstärkt der Kultur. Seine beliebte öffentliche Lesung „Planegger Weihnacht“ im Kupferhaus oder seine Mitwirkung in der Schreibwerkstatt des Gemeindearchivs zeugen davon.

Der gebürtige Leipziger ist seit 2007 Vorsitzender des VdK Planegg-Krailling, dem er seit 1996 angehört. Sein Einsatz für den Verein geht über das normale Maß weit hinaus. Er ist zugleich Reiseleiter, Beisitzer für Rentner und kümmert sich um Behinderte und Jugendarbeit. Sein organisatorisches Geschick brachte er bei der Planung, Organisation und Durchführung der 60- und 65-Jahrfeier ein und sorgte für ein gutes Gelingen. Auch bei der Organisation des jährlichen VdK Minigolf-Turniers ist auf ihn Verlaß. Der Verein erlebt unter seiner Leitung einen ungebremsten Mitgliederzuwachs. Seit 2007 wuchs er von 400 auf über 830 Mitglieder. Schwerpunkt ist die Beratung der Mitglieder z. B. über Rente, Pflegereform, Behindertenausweis oder Vorsorgevollmacht. Auch für den Reservisten Sport & Böllerschützenverein Puchheim e.V. war er lange Jahre als Gründungsvorstand tätig. Für seinen Schützenverein „d'lustige Wendelstoana Stamm“ tritt er im In- und Ausland auf. 2008 erhielt er die Ehrenmitgliedschaft der Wendelstoana.

In bald 50 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit für die Kirchengemeinde der Waldkirche hat das Ehepaar Waechter so viele Aktivitäten entfaltet, dass Laudator und Pfarrer Bernhard Liess erst gar nicht versuchte, alle aufzuzählen. Familiengottesdienste, Besuchsdienste, Männerfrühstück, Mesner- und Lektorendienste, Leitung des Seniorenkreises und vieles mehr. Claus Waechter gehörte 36 Jahre dem Kirchenvorstand an und kennt die Waldkirche wie kaum ein Zweiter. Was die Beiden aber vor allem auszeichnet, ist, dass sie dies aus einer tiefen Menschlichkeit und recht verstandenen Nächstenliebe heraus tun. Es ist für sie selbstverständlich, Anteil zu nehmen an anderen Menschen, sie zu besuchen, bei ihnen zu sein, in Höhen und Tiefen, und Menschen das Gefühl zu geben, auch wenn sie alt werden: du bist nicht allein. Die Waldkirche ist ihre geistige und gesellschaftliche Heimat und es ist nicht zuletzt ihnen zu verdanken, dass die Waldkirche nach wie vor eine so lebendige Gemeinde ist.

Von Berufs wegen ist Thomas Schaffert, der Leiter der Musikschule – das Wort Tausendsassa trifft es aber besser. Seine zweite Heimat ist der Verein „Musica Sacra“, für die er überall im Hintergrund wirkt. Ohne seine Ideen, seine Musik, seine Kompositionen, sein organisatorisches Geschick und seine Begeisterung wären zahlreiche Konzerte, Musicals und Auftritte nicht möglich gewesen. Aber auch der Partnerschaftsausschuss und der Verein „Wider das Vergessen des Holocaust“, der den jährlichen Gedenkmarsch durch das Würmtal organisiert, kann auf seine volle Unterstützung zählen. Für den Verein „Musica Sacra“, dessen Vorstand er seit 17 Jahren angehört, ist er das Fundament, auf dem der Verein steht, wie es Laudator Ludwig Götz formulierte. Wie viel Organisation, Papierkram, aber auch harter Knochenarbeit nötig sind, damit „alles rund läuft“ ist egal – Thomas Schaffert ist zur Stelle. Gerade bei Veranstaltungen kümmert er sich um die Werbung und tritt selbst als Musiker oder Sänger in Perfektion auf.

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Personalien Gabriele Stejskal im Ruhestand Nach 36 Jahren im Dienst der Gemeinde Planegg ist Gabriele Stejskal Ende Dezember 2016 in den Ruhestand verabschiedet worden. Ihr Wir-

Nur ja kein Aufsehen um ihren Abschied wollte Gabriele Stejskal machen. Nach 36 Jahren im Dienst der Gemeinde war es Geschäftsleiter Stefan Schaudig und Bürgermeister Hofmann aber dennoch ein Anliegen, sich in aller Form zu bedanken.

Max Gum-Bauer seit 25 Jahren im Gemeinderat Mindestens zweimal im Monat macht sich Max Gum-Bauer am frühen Abend auf den Weg ins Planegger Rathaus – seit 25 Jahren. Und wenn ihn der Weg dann an heißen Sommertagen am Biergarten vorbeiführte, sagt er amüsiert, freue er sich jedes Mal, dass er nicht wie die anderen bemitleidenswerten Menschen Bier trinken müsse, um sich Kühlung zu verschaffen, sondern sich für ein paar Stunden in den klimatisierten Sitzungssaal des Gemeinderates setzen dürfe. Dem Gremium gehört Max Gum-Bauer seit 1991 an. Für ein Vierteljahrhundert kommunalpolitische Tätigkeit wurde er in der letzten Sitzung des Jahres 2016 von Bürgermeister Heinrich Hofmann geehrt. Wer in seiner Heimatgemeinde etwas

Gudrun Schielke im Ruhestand Mit Wehmut und dem Blick zurück auf 14 erfüllte Berufsjahre in der Bücherei ging Gudrun Schielke Ende Januar 2017 in Ruhestand. „Es

kungsfeld war in all den Jahren die Kasse der Gemeinde. Von 1994 bis 2013 war sie stellvertretende Kassenleiterin, in den letzten drei Jahren hatte sie die Kassenleitung übernommen und sich zum wiederholten Mal in eine neue Finanzsoftware eingearbeitet. Gerade bei schwierigen Buchungsvorgängen ließ sie nicht locker, bis eine Lösung gefunden war. Ihre große Stärke lag aber auch im zwischenmenschlichen Bereich. Mit ihr verlieren wir eine Mitarbeiterin, für die ein herzlicher und verbindlicher Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern selbstverständlich war. Auch im Kreise ihrer Kolleginnen hinterlässt sie eine große Lücke. Ihr Abschied im Rathaus glich eher einer familiären Feier als einer offiziellen Verabschiedung. Ihre Nachfolgerin als Kassenleitung übernimmt Brigitte Benhalima. Wir wünschen Gabriele Stejskal noch viele glückliche, gesunde Jahre im Kreise ihrer Familie.

bewegen wolle, „der muss eben schauen, dass er gewählt wird“, sagte Gum-Bauer anlässlich der Ehrung. Im April 1991 bekam er als Nachrücker für Konrad Bauer auf der Liste Freie Wähler Planegg erstmals einen Platz am Ratstisch. Für Max Gum-Bauer ist das Ehrenamt eines Gemeinderates Verpflichtung und Lebensaufgabe zugleich. Auf jede Sitzung gut vorbereitet zu sein, nachzufragen und heikle Themen im Gremium zu diskutieren, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Insbesondere seine Kompetenz in Fragen rund ums Bauen und seinen scharfen Blick auf die Ausgaben der Gemeinde setzt er immer wieder zum Wohle der Gemeinde ein. Mit Humor, Ruhe und Altersweisheit bringt er die Dinge auf den Punkt. Max Gum-Bauer ist seit 2004 Sprecher der Fraktion Freie Wähler/Dynamische und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. Seit 2009 sitzt er auch im Bauausschuss und leitete den 2016 gebildeten Konzessionsausschuss zur Vergabe von Wegerechten für Gas und Strom in der Gemeinde.

war ein wunderbarer Arbeitsplatz und der Abschied von meinen Kollegen fällt mir wirklich schwer“, resümiert sie. Seit der gläserne Neubau der Bücherei im Jahr 2002 eröffnet wurde, war Gudrun Schielke mit an Bord. Mit ihrer ruhigen herzlichen Art schätzte sie vor allem den freundlichen Umgang mit den Lesern und das umfangreiche Medienangebot, das auch anspruchsvolle Leser zufrieden stellt. „Wenn die Menschen in die Bücherei kommen, haben sie Zeit und Muße, und man kommt ins Gespräch miteinander. Das wird mir fehlen.“ Ihre Kolleginnen und ihr Kollege verabschiedeten sie mit einem gemeinsamen Restaurantbesuch beim Griechen.

Stefan Schaudig und Bürgermeister Heinrich Hofmann verabschiedeten Gudrun Schielke.

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Die Drei vom Hort Männer als Erzieher sind Mangelware in deutschen Kinderbetreuungseinrichtungen. Planegg kann sich glücklich schätzen, drei dieser seltenen Exemplare im gemeindlichen Kinderhort zu haben. Dabei ist gerade für die Buben die männliche Vorbildfunktion wichtig. Marcel Wilming (26), Thomas Fatscher (22) und Lukas Kleile (22) haben eine fünfjährige Ausbildung zum Erzieher hinter sich. Sie entschieden sich bewusst für diesen Beruf. „Mich hat schon immer interessiert, warum manche Kinder und Jugendliche ein hohes Aggressionpotential haben und andere nicht“, sagt Marcel Wilming. Nach Praktikas in der Heckscher Klinik und in einem Kinderheim entschied er sich für diesen Beruf. Dabei sind ihm Empathie und Wertschätzung gegenüber den Kindern sehr wichtig. Er leitet die Gruppe „KidsClub“ mit 26 Kindern und hat gerade ein Theaterprojekt gestartet. Thomas Fatscher kennt durch seine Ausbildung alle Altersgruppen der Kinderbetreuung. Die Arbeit im Hort „ist genau mein Ding“, sagt er. Der gebürtige Gräfelfinger hat selbst zwei kleine Brüder und legt vor allem Wert darauf, authentisch sein zu können im Umgang mit den Kindern. Als Erzieher Verantwortung zu übernehmen und auch eigene pädagogische Vorstellungen verwirklichen zu können ist ihm wichtig.

Personalien Als Leiter der Gruppe „Hortraketen“ treibt er gerne Sport mit den Kindern und hat eine Schach-AG ins Leben gerufen, die auf großes Interesse bei den Kindern gestoßen ist. Der Dritte im Bunde ist Lukas Kleile. Er hat seine Ausbildung zum Erzieher letztes Jahr erfolgreich abgeschlossen und sammelt erste Berufserfahrungen im Hort. Derzeit arbeitet er Seite an Seite mit Marcel Wilming in der Gruppe „KidsClub“. Für ihn war die Erfahrung aus dem Schulpraktikum ausschlaggebend, diesen beruflichen Weg einzuschlagen. Er bleibt uns noch bis August 2017 erhalten und wird dann voraussichtlich sein Studium „Soziale Arbeit“ aufnehmen. Mit ihrem Einstiegsgehalt sind die Drei durchaus zufrieden. Warum sich dennoch wenige junge Männer für diesen abwechslungsreichen Beruf entscheiden, liegt auch an den mangelnden Verdienstmöglichkeiten während der langen Ausbildungsphase. So erhielt z. B. Thomas Fatscher die ersten vier Lehrjahre in Krippen und Kindergärten keinen einzigen Euro. Er jobbte abends, um sich etwas dazu zu verdienen während seine Freunde als Azubis schon mehrere hundert Euro in der Tasche hatten.

Erzieher im Kinderhort der Gemeinde: (v. li.) Thomas Fatscher, Luca Kleile und Marcel Wilming

Gabriele Lyska, Nadja Güder und Hasan Dölcü feiern ihr 25. Dienstjubiläum 18 Jahre war Gabriele Lyska als Köchin des Gemeindekindergartens tätig. Aus dieser Zeit kennt die quirlige und freundliche Hauswirtschafterin aus Erfurt viele Kinder, die ihr heute als Jugendliche oder junge Eltern wieder über den Weg laufen. Als junge Frau war sie ihrem Mann nach Westdeutschland gefolgt und landete in Planegg. Hier habe sie sehr bald Wurzeln geschlagen und fühle sich sehr wohl. Eher untypisch für ihren Berufsstand ist ihre Liebe zu hochhackigen Schuhen, die als ihr Markenzeichen gelten. Von 2010 bis 2012 war Gabriele Lyska, in der Schulküche für die Verpflegung der Hortkinder zuständig und als die Mensa im Familienzentrum ihren Betrieb aufnahm, wechselte sie ins Kinderhaus Josefstift. Geheiratet hat sie ihren langjährigen Lebensgefährten übrigens erst vor 4 Jahren, deshalb kennen die meisten die herzliche Frau unter dem Namen Gabi Müller. Als junge Frau trat Nadja Güder vor 25 Jahren als Kinderpflegerin in den Dienst der Gemeinde. Es war ihre erste Stelle nach der Ausbildung. Seither ist sie dem Gemeindekindergarten, der jetzt „Die Würmeulen“ heißt, treu geblieben. So sind bereits mehrere Generationen von Kindern durch ihre Hände gegangen. Mit ihrem offenen Wesen und ihrer Herzlichkeit hat sie sicher schon viele Kindertränen getrocknet. Mit ihren beiden heranwachsenden Töchtern und ihrem Mann lebt Nadja Güder in Planegg. Erst vor kurzem entschloss sie sich, ihre Arbeitszeit aufzustocken,

denn die Erziehung und Förderung der Kleinen liegt ihr nach wie vor am Herzen und ihre eigenen Töchter werden gerade flügge. Auf die Frage, ob sich die Kinder im Laufe der Jahre geändert hätten, meint sie mit großer Selbstverständlichkeit: „Nein, ich sehe keinen Unterschied, es gab doch schon immer lautere und leisere Kinder. “ Sein Revier ist das Planegger Rathaus. Hasan Dölcü sorgt seit 19 Jahren als Hausmeister dafür, dass bei Sitzungen und Veranstaltungen das Richtige auf dem Tisch steht, alle Reparaturen im Haus erledigt werden und abends auch das letzte Licht gelöscht wird. Der gebürtige Türke aus der Maramara-Gegend bei Istanbul kam als 14-jähriger mit seinem Vater nach München. Nach seinen ersten Arbeitsjahren bei den Stadtwerken München folgte er seiner Frau nach Planegg und zog in die Hausmeisterwohnung direkt im Rathaus. Er ist ein türkisch-bayerisches Original, der mit seinen Geschichten einen Hauch liebenswerten Balkan ins Rathaus bringt. Martin Götz, Leiter des Ordnungsamtes, schenkte ihm zum Jubiläum eine vermeintliche Leberkäs-Semmel, damit er „in Bayern eingemeindet wird.“

Heinrich Hofmann mit Gabi Lyska (Bild oben) und zusammen mit Nadja Güder und Hasan Dölcü (Bild unten).

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Schule

danken wir der früheren Bürgermeisterin Annemarie Detsch, die damals auf die Idee kam, den ehemaligen Supermarkt umzufunktionieren. Ein Garant für unsere sehr gute, kontinuierliche Entwicklung ist auch unser Vorsitzender des vhsVereins Jochen Schwerdtner. Er hat mit Ruhe und außerordentlichem Engagement dafür gesorgt, dass wir die Früchte ernten können. Seit vielen Jahren ist er der Fels in der Brandung, kümmert sich, bereitet Entscheidungen vor und hält die Fäden zusammen. Nach wie vor kommt er jede Woche hier zu uns in die Geschäftsstelle, um aktuelle Themen zu besprechen. Müssen Kurse, die bisher in der Turnhalle der Grundschule Planegg stattgefunden haben, wegen des Neubaus ausfallen oder konnten Sie eine Zwischenlösung finden? Das war nicht einfach, weil die Hallen und Räume in den Schulen alle belegt sind, aber wir haben es geschafft, einen Großteil der Kurse für die Umbauzeit in anderen Räumen unterzubringen. Vor allem im neuen DJK-Vereinshaus in Planegg finden jetzt einige Kurse statt.

Für (beinahe) jeden Lebensbereich ein Kursangebot Das Team der Volkshochschule Würmtal: Karola Albrecht, Jochen Schwerdtner, Veronika Wagner, Michaela Nießl, Ingrid Martin (v. li.).

Ein Interview mit Veronika Wagner (Mitte) über neue Entwicklungen an der Volkshochschule Würmtal (vhs). Die 34-jährige Gautingerin hat die vhs 2013 übernommen und sorgt seitdem für frischen Wind. Sie managt mit einem kleinen Team 640 Kurse, 282 Kursleiter und über 10.000 Teilnehmer. Das neue vhs-Programm ist im September 2016 erschienen. Verraten Sie uns doch ein paar Besonderheiten aus Ihrem neuen Kursangebot. Wir haben wirklich viele Highlights im Angebot und decken beinahe jeden Lebensbereich ab. Ganz neu im Programm ist zum Beispiel ein Pferde-Coaching zur Persönlichkeitsbildung. Im Umgang mit dem Tier kann man seine eigene Durchsetzungsfähigkeit und Glaubwürdigkeit trainieren. Oder das neue Angebot eines Seniorencafés mit Fokus auf den Umgang mit neuen Medien. Dabei referiert eine Kursleiterin in lockerer Runde und bei einem Tässchen Kaffee zu Themen wie Smartphone, Streaming und Facebook. Oder wollen Sie ein Bienenvolk hegen und pflegen, Arabisch lernen, auf einem Stand-up-Paddle das Gleichgewicht halten oder einmal fechten wie bei Olympia? Buchen Sie einen Kurs bei uns! Wie finden Sie Referenten zu solch exotischen Themen? Kommen die Referenten auf Sie zu? Ja, das passiert gar nicht so selten. Dann muss natürlich der Nachweis geführt werden, dass derjenige in der Lage ist, sein Fachgebiet spannend und anschaulich zu vermitteln. Außerdem muss einem Referenten klar sein, dass er bei uns nicht reich wird. Bei unseren sozialverträglichen Kursgebühren wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Und schließlich darf das Thema nicht nur für mich und mein Team interessant klin-

gen, sondern einen ganzen Kurs füllen können. Wir gehen aber auch selber auf die Suche nach neuen Trends und viele Anregungen bekommen wir auch von unseren Kursleitern, die bei uns schon seit Jahren lehren. Und nicht zuletzt gibt es einen Wunschzettel, den man auf unserer Homepage ausfüllen kann. Er sorgt auch immer wieder für Inspirationen. Welche Kurse sind besonders gefragt? Sprachkurse und der Bereich Gesundheit werden seit vielen Jahren am stärksten nachgefragt. Neben Englisch, Italienisch und Spanisch haben wir inzwischen Kurse mit Chinesisch, Russisch und neuerdings auch Arabisch. Ich selbst lerne übrigens gerade fleißig Schwedisch. Kroatisch würden wir gerne anbieten, sind aber auf der Suche nach einem Kursleiter bislang noch nicht fündig geworden. Im sportlichen Bereich sind es mehr die Gesundheitsangebote wie Yoga oder Pilates die sehr gut ankommen. Bei der Gründung der vhs im Jahre 1970 wurden 45 Kurse angeboten, heute sind wir bei 640 unterschiedlichen Kursen. Woher kommt dieser Boom? Ich denke, die Menschen nehmen sich heute mehr Zeit für ihre Persönlichkeitsentwicklung und die Interessen sind sehr vielfältig geworden. Entsprechend differenziert ist das Kursangebot mittlerweile. Die vhs bietet die Möglichkeit, in einen Sport, ein Wissensgebiet, eine Freizeitbeschäftigung hineinzuschnuppern, ohne sich gleich langfristig binden zu müssen. Außerdem finden die Teilnehmer hier optimale Bedingungen vor. Die neuen Räume hier am Marktplatz haben uns die Chance gegeben, unser Angebot zu vergrößern und unsere Attraktivität zu steigern. Das ver-

Schule Gibt es eigentlich einen regen Austausch mit anderen Volkshochschulen? Ja, natürlich, mit den umliegenden Institutionen in Germering, Gilching und Starnberg tauschen wir uns regelmäßig aus. Die vhs München ist allerdings fast wie ein großes Unternehmen, da ist es schwieriger. Alle Volkshochschulen gehören zu einem Dachverband in Deutschland, der zum Beispiel vor wenigen Jahren ein bundeseinheitliches Logo eingeführt hat, das sich sehr bewährt. Noch eine persönliche Frage. Sie haben mit 31 Jahren die Leitung der vhs übernommen. Wie fühlt sich das an? Gut! Bei vielen Bildungseinrichtungen passiert gerade ein Generationswechsel und ich bin nicht die einzige aus meiner Generation. Ich habe viel kreativen Freiraum und bin nah dran am Leben mit all seinen Facetten hier im Würmtal. Außerdem finde ich es spannend, immer wieder neue Kursangebote anbieten zu können.

Neubau der Turnhalle beginnt in den Pfingstferien Knarzende Böden, veraltete Umkleideräume, undichte Fenster – die Turnhalle der Grundschule Planegg ist seit einiger Zeit in einem schlechten baulichen Zustand. Im vergangenen Jahr hat der Gemeinderat beschlossen, die alte Turnhalle durch einen Neubau zu ersetzen. In den Pfingstferien 2017 beginnt der Rückbau des Gebäudes. Die Abrissbagger werden ab den Sommerferien die Gebäudehülle abbrechen. Neben dem miserablen Allgemeinzustand gibt es noch ein weiteres Problem, mit dem die Schulleitung seit Langem kämpft: Die Turnhalle ist für den heutigen Bedarf zu klein dimensioniert, zwei Klassen können nicht gleichzeitig unterrichtet werden. Es muss deshalb immer wieder auf den Bühnenraum ausgewichen werden. Im Vorfeld des Neubaus hat die Gemeinde mit der Schulleitung ein Raumprogramm entwickelt und abgestimmt. Neben der Halle selbst wird es einen Bewegungsraum für die Ganztagsklassen, für die Volkshochschule oder kleinere Schul-

veranstaltungen geben. Im Obergeschoss des Gebäudes entsteht ein weiterer Raum, der vielseitig genutzt werden kann, zum Beispiel als Ruheraum oder für Yoga und ruhigere Sportarten. Die neue Turnhalle ist nun etwas größer dimensioniert, wird an gleicher Stelle errichtet und soll Platz bieten für zwei Volleyballfelder. Zu Beginn der Sommerferien sollen auch die Arbeiten am Hauptgebäude starten. Im ersten Bauabschnitt wird der hintere Seitenflügel (ehemals genutzt durch die Volkshochschule Würmtal) komplett geräumt. Dann können die Umbauarbeiten, die ca. 12 Monate andauern werden, beginnen. Im laufenden und im kommenden Schuljahr 2017/18 ist das historische Altbaugebäude mit den Klassenzimmern also noch nicht von der Generalsanierung betroffen. Die Gemeinde Planegg plant, in den kommenden Jahren für diese kommunale Aufgabe rund 11,4 Mio. Euro zu investieren.

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Schule

Archiv

Hören, wie andere Sprachen klingen Unsere Kinderbetreuungseinrichtungen beteiligten sich am 18.11.2016 am bundesweiten Vorlesetag. Eltern verschiedenster Nationalitäten lasen im Kinderhort aus zweisprachigen Büchern vor, so zum Beispiel Chinesisch, Italienisch, Englisch oder Rumänisch. Die Kinder konnten nach jedem Buch die Räumlichkeit wechseln, sodass sie die Möglichkeit hatten, alle Sprachen und Sprachmelodien kennenzulernen. Im Kindergarten „Die Würmeulen“ las ein Planegger Asylbewerber aus dem Kongo zweisprachige Bilderbücher in französischer Sprache vor. Der bundesweite Vorlesetag gilt als das größte Vorlesefest Deutschlands und ist eine gemeinsame Initiative von Die Zeit, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung.

Unsere Bibliothek in neuen Räumen! Wussten Sie schon, dass unser Archiv über eine kleine, aber feine Präsenzbibliothek verfügt? Unsere Bibliothek konnte Ende des Jahres 2016 innerhalb des Archivs in neue Räume umziehen! Bücher zur lokalen Ortsgeschichte, Chroniken zur bayerischen Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde oder Enzyklopädien sind nur einige der Themengebiete unserer Bibliothek. Sie können bei uns zum Beispiel auch in alten Gesetzesblättern, das älteste von 1871, in Zeitschriften

über das Archivwesen und diversen Zeitschriften zur Heimatpflege blättern und Interessantes entdecken. Neben Zeitungsausschnittssammlungen verschiedener Zeitungen und dem Infoblatt ab 1985 stehen Ihnen der Lokalteil des Münchner Merkur von 1999 bis heute in gebundener Form zur Verfügung. Die Benutzung unserer Bibliothek ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos!

Dankeschön Ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützerinnen und Unterstützer unseres Archivs. Für die Überlassung Ihrer privaten Fotoalben, Haushaltsbücher, Ihres Schriftguts aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, Trauerbildern, Poesiealben und vielem mehr helfen Sie aktiv mit, das historische Gedächtnis unseres Ortes für zukünftige Generationen zu vervollständigen.

Vorlesestunde im Kinderhort

Nina Geist neu im Waaghäusl Das Waaghäusl-Team begrüßt herzlich seine neue Kollegin Nina Geist (Mitte). Seit September 2016 verstärkt die 34-Jährige mit einer 20-Stunden-Stelle das Team des Jugendhauses. Sie hat u. a. mehrere Jahre in Indien gelebt und

Im Kreise der Kollegen: (v.li.) Tom Zynda, Nina Geist, Claudia Haslbeck und Dirk Imhof.

Früh übt sich … Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Feodor-Lynen-Gymnasiums haben im Rahmen ihres P-Seminars ein kleines Unternehmen gegründet. Die Firma „Timber&Techs“ wirbt mit zwei unterschiedlichen Produkten um Kunden. Sie stellen handgefertigte Tablet-Ständer aus hochwertigem Teakholz her und bieten personalisierte Schulungen für den Umgang mit technischen Endgeräten an, die vor allem an die ältere Generation angepasst sind. Bei der Präsentation im Rathaus zeichnete BürgerWenn PC oder Handy abstürzen, bieten sie ihre Hilfe an. Die führenden Köpfe von Timber&Techs Anna Wimbauer, Konstantin Scheurer, Jannis Hickisch und Robin Pilsl (v. li.).

gearbeitet. Im Goethe-Institut Neu-Delhi und Bangalore organisierte sie Veranstaltungen, war als Forschungsassistentin in Kerala tätig und führte auch eigene ethnologische Forschungen in Neu-Delhi durch. Die Ethnologin entdeckte dabei ihr Interesse für die pädagogische Arbeit und studiert momentan berufsbegleitend an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München Soziale Arbeit. Ihre Schwerpunkte sind u. a. Mädchenarbeit, Diversity, Medienpädagogik, Inklusion und interkulturelle Soziale Arbeit. Sie freut sich auch darauf, den fachlichen Input aus dem Studium in die Praxis miteinzubringen. Zum Würmtal hat sie seit ihrer Kindheit einen Bezug, da ihre Großeltern in Neuried zu Hause sind und sie selbst schon lange dort wohnt. Nina Geist wird sowohl in der offenen Arbeit im Jugendtreff als auch mobil unterwegs sein.

Historische Ausstellung – „Ringelstrumpf“ Der Kirchturm von St. Elisabeth und seine Entstehungsgeschichte Historische Fotografien und Dokumentationen Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Juli 2017 geöffnet. Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr. (Während der Schulferien nur nach tel. Vereinbarung) Galerie im Archiv, Pasinger Str. 22. Eintritt frei. Barrierefreier Zugang.

Noch bis 31.07.2017 geöffnet!

Bei Führungen für Gruppen bitten wir um vorherige Anmeldung, um einen gesonderten Termin zu vereinbaren. Tel.: 089 89926-261 Archivleitung, E-Mail: [email protected]

meister Heinrich Hofmann einen Anteilsschein in Höhe von 10 Euro. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.timberandtechs.de

Eine erfolgreiche Kooperation zwischen der Planegger Feuerwehr und dem Gemeindearchiv Planegg Der Workshop Transkription der Feuerwehrprotokolle konnte dank der fleißigen und kompetenten Mitarbeit der Teilnehmer Frau Zeller, Frau Meusel, Herr Klemt, Herr Dr. Hölzl, Frau Planz und Frau Egner erfolgreich abgeschlossen werden. Die Originalbücher werden nun in den Bestand des Gemeindearchivs Planegg übergeben.

Die historische Ausstellung „Ringelstrumpf“ konnte bisher bereits viele Besucher begeistern

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Kultur

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Kultur Rubrik

Kinder für Kultur begeistern Im Jahr 2011 hat das Kulturforum Planegg das Projekt „Schulklassenprogramm im Kupferhaus“ ins Leben gerufen mit dem Ziel, junges Publikum für Kultur zu begeistern und Schulen im Umkreis einen kulturellen und günstigen Ausflug vor der Haustür zu ermöglichen. Mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler haben das Angebot seitdem genutzt und waren bei mehrfach ausgezeichneten Figurentheaterstücken, bayerischen Märchenlesungen und spannenden Road-Movies zu Gast. Schauspieler, Regisseure oder Puppenspieler standen Frage und Antwort und lüfteten den Vorhang für einen Blick hinter die Kulissen.

Vor einem Jahr wurde das „Schulklassenprogramm im Kupferhaus“ nun umgetauft. Der neue Name: „Kupferhaus Kulturtage“. Ab sofort lädt das Kulturforum Planegg regelmäßig zweimal pro Jahr am Vormittag ins Kupferhaus – gegen einen kleinen Unkostenbeitrag. Während im Juni der kulturelle Schwerpunkt auf Figurentheater liegt, steht im November regelmäßig Theater oder Literatur im Mittelpunkt. So auch am 29. November 2016. An diesem Tag füllten wieder 522 Kinder die Reihen im Kupferhaus und amüsierten sich köstlich beim Theaterstück „Die kleine Hexe feiert Weihnachten“.

Gesucht wird ein weit über das Würmtal hinaus präsenter Täter, der die Bevölkerung permanent mit ungewöhnlichen Kulturveranstaltungen und zahlreichen aktiven Teilnahmemöglichkeiten beunruhigt. Der konspirativ operierende Verein wird gesicherten Quellen zufolge im Herbst 2017 genau 30 Jahre alt.

Lust aufs Theater wecken, ist das Ziel der „Kupferhaus Kulturtage“. Im November 2016 amüsierten sich über 500 Kinder beim Theaterstück „Die kleine Hexe feiert Weihnachten“.

Eltern stadtbekannt Die Vaterschaft ist zweifelsfrei einem Kirchenmusiker mit bürgerlichem Namen Ludwig Götz zuzuschreiben, der 1987 als frisch gebackener Inhaber eine A-Stelle durch einige Orgeldienste pro Woche und eine Kirchenchorprobe mit einem knappen Dutzend Senioren keinesfalls ausgelastet schien. Die Mutterschaft ist vermutlich bei der katholischen Pfarrgemeinde St. Elisabeth mit Sitz in Planegg zu suchen, die sich nicht erst seit der Erweiterung zum Pfarrverband im Würmtal um keine Zuordnung zu den staatlichen Gemeinde- und Landkreisgrenzen mehr kümmert.

Zahlreiche Geburtshelfer Geburtshelfend standen offensichtlich etliche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zur Seite – vom damaligen Pfarrer Hermann Egger über den Planegger Ex-Bürgermeister Günter Schuppler und den heute noch aktiven Gemeinderat Gerhard Schleburg bis hin zu den bislang unbescholtenen Planegger und Kraillinger Mitbürgerinnen Sieglinde Bader, Susanne Gerhart und Helga Huber, in der Folgezeit verstärkt durch Barbara Müller-Englmann, Franz Xaver Huber, Irene Weber, Susanne Krapf, Jorinde Krejci, Florian Zeller, Thomas Schaffert, Monika Schaudig, Stephanie Hamburger, Dirk Uhlemann, Johannes v. Bonhorst und Marion Nordwig, um nur einige orts- und amtsbekannte Persönlichkeiten aus der Führungsriege der konspirativen Vereinigung zu nennen. Ihnen sowie allen derzeit etwa 300 registrierten Mitgliedern (von der Dunkelziffer der Sympathisanten ganz zu schweigen) wird angelastet, durch eine unaufhörliche Serie von Festgottesdiensten, Oratorien, Symphonien, Kantaten, Kammerkonzerten, Musikkabaretts, Lesungen mit Musik, Altenheimkonzerten, Jugendmusicals und sogar durch internationale Verflechtungen bis hin nach Frankreich, Italien, Südtirol und Sachsen für permanente kulturelle Beunruhigung gesorgt und insbesondere zahlreiche Kinder und Jugendliche zur aktiven Beteiligung an Musikprojekten verführt zu haben.

Indizien Heute noch ungehindert tätige Solisten und Ensembles wie Christian Gerhaher und Gerold Huber oder Voices-in-Time wurden schon in ihrer Frühzeit ebenso von dem Würmtaler Syndikat engagiert wie zahlreiche Mitglieder erstklassiger Orchester – mit Katharina Lindenbaum-Schwarz führen zuverlässige Spuren bis tief ins Bayerische Staatsorchester, mit Bernhard Peschl oder Josef Bierlmeier in die Münchner Philharmoniker oder den Bayerischen Rundfunk hinein. Kein Wunder, dass international gesuchte Größen wie der Professor für Violine an der Münchner Musikhochschule, Ingolf Turban, nun zusammen mit „I virtuosi di Paganini“ und der Cello-Virtuosin Raphaela Gromes dem Verein am 1. Oktober 2017 im Planegger Kupferhaus zum runden Geburtstag aufspielen wollen. Mehr über diese konspirative Tätigkeit, die vom 23. bis 25. Juni 2017 sogar zu einem Konzert innerhalb der sonst unzugänglichen Planegger Schlossmauern führen soll, ist online zu erfahren. Um wen handelt es sich? T. Schaffert

NEUES aus unserer Bücherei Henning Mankell Die schwedischen Gummistiefel, Zsolnay, 2016 Das letzte Buch von Henning Mankell, dem Autor der Kriminalromane um Kurt Wallander, liest sich spannend wie ein Krimi, ohne wirklich einer zu sein. Hier geht es nicht um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um einen mysteriösen Brand in einer Winternacht auf einer einsamen Schäreninsel, bei dem das Haus von Fredrik Welin völlig zerstört wird. Von Welin, einem ehemaligen Chirurgen, der sich nach einem schweren Kunstfehler für Jahre völlig von der Welt zurückgezogen hat, erzählt Mankell bereits in seinem früheren Buch „Die italienischen Schuhe“ (2007). Mankells eigentliches Thema in beiden Büchern ist die Sehnsucht nach menschlicher Nähe angesichts von Alter, Einsamkeit und Tod.

Evelyn Roll Wir sind Europa! Eine Streitschrift gegen den Nationalismus, Ullstein, 2016 Wie geht es mit Europa weiter? Wird Europa an Brexit, AfD, Orban und Le Pen zerbrechen?

Evelyn Roll, Politologin und Journalistin, beschreibt in ihrer lesenswerten und mutmachenden Streitschrift sehr kundig die gegenwärtige Situation in Europa und die Bedrohung durch Nationalismus und populistische Anführer. Es bleibt aber nicht bei der Analyse sondern die Autorin zeigt klar auf, wie es noch möglich ist, Europa mit einem demokratischen Neuanfang zu retten. Am Ende des Büchleins gibt es für alle, die sich konkret informieren und engagieren wollen, eine hilfreiche Adressenliste von proeuropäischen Initiativen und Parteien.

Antje Szillat & Stefanie Wegner Hier kommt Ricky! Mit Karacho durch den Fun-Park! Coppenrath, 2016 Dieser Geburtstag wird super, da ist sich Ricky sicher. Doch dann schenkt Pa ihm nicht das erhoffte Gokart und lädt zu allem Überfluss auch noch den uncoolen Hauke auf die Geburtstagsparty ein. Klar, dass Ricky sich etwas einfallen lassen muss, um die Feier zu retten. Mit viel Witz und Charme erzählt Antje Szillat in diesem Comicroman von Rickys 8. Geburtstag, der so gar nicht nach Plan verläuft. Stefanie Wegner steuert zahlreiche Illustrationen bei, die der Geschichte zusätzlich Leben einhauchen. Ein Spaß für jeden Leseanfänger.  

Lösung: Musica sacra

Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren | Familientheater ab 6 J. So 12.03. | 16.00 Uhr © Tom Fürch

Wilde Gurgl u. andere schräge Vögel Faschingskonzert | Musik-Kabarett So 19.02. | 19.00 Uhr

Hugo Siegmeth Ensemble it‘s jazz-time | Jazz Fr 24.03. | 20.00 Uhr

Michael Lerchenberg & eberwein Ludwig Thoma | Lesung mit Musik So 26.03. | 19.00 Uhr

Ballhausorchester La Rose Rouge & Die Herren Wunderlich | Tanz in den Mai So 30.04. | 20.30 Uhr

© jsn-media-art

Simply Soul Sweet Soul Music Night | Konzert Sa 18.03. | 20.00 Uhr

Hans Well & Wellbappn Schneller | Musik-Kabarett Fr 12.05. | 20.00 Uhr

www.kulturforum-planegg.de

© Hans von Draminski

Demnächst im Kupferhaus

Die Geschichte vom Fuchs, der … … den Verstand verlor | Familientheater ab 8 J. Sa 13.05. | 17.00 Uhr

Kupferhaus | Feodor-Lynen-Str. 5 | 82152 Planegg | Karteninfo-Telefon: 089 - 899 260