LEG-Wohnungsmarktreport. Mit Wohnkostenatlas

LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016 Mit Wohnkostenatlas Sehr geehrte Damen und Herren, zum sechsten Mal präsentieren wir Ihnen den LEG-Wohnungsmarktrep...
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LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016 Mit Wohnkostenatlas

Sehr geehrte Damen und Herren, zum sechsten Mal präsentieren wir Ihnen den LEG-Wohnungsmarktreport NRW. Die umfangreiche und fundierte Analyse des Kernmarkts der LEG, in dem sie führend tätig ist, bietet Ihnen 54 Standortporträts für Städte und Landkreise, die das gesamte Bundesland abdecken. Im Unterschied zu anderen Marktberichten bietet dieser nicht nur eine umfassende Betrachtung der kreisfreien Städte, sondern auch der nordrhein-westfälischen Landkreise und von deren Beziehungen untereinander. Daher erlaubt uns diese Analyse, Räume im Zusammenhang zu betrachten, vor allem benachbarte Großstädte und ihr Umland. Dies ist insbesondere in Nordrhein-Westfalen von Bedeutung, das sehr ausgedehnte Ballungsräume sowie starke Verflechtungen und Pendlerströme aufweist. Die LEG als börsennotiertes Unternehmen mit nachhaltigem und wertorientiertem Geschäftsmodell nutzt die Erkenntnisse des Reports, um viel­versprechende Märkte zu identifizieren. Die Ergebnisse fließen in interne Marktdaten-Steckbriefe ein, die uns als Basis für maßgeschneiderte Lösungen im Portfoliomanagement, bei Modernisierungen, Nachverdichtungen und qualifiziertem Quartiermanagement sowie für die Integration Geflüchteter dienen. Bei allen Maßnahmen befinden wir uns im engen Austausch mit der lokalen Politik sowie Institutionen vor Ort und nehmen unsere gesellschafts- und sozialpolitische Verantwortung ernst.

Der LEG-Vorstand: Eckhard Schultz (CFO), Thomas Hegel (CEO) und Holger Hentschel (COO)

Unsere Wachstumsstrategie zielt auf das nachhaltige Wachstum des bestehenden Portfolios und den selektiven Ausbau mieternaher Dienstleistungen ab. Wir wollen mindestens 5.000 Wohnungen jährlich erwerben, wobei der Fokus auf wertsteigernden Akquisitionen liegt. Durch den LEG-Wohnungsmarktreport NRW schaffen wir erhöhte Transparenz – nicht nur für uns, sondern für alle Akteure auf dem Markt, darunter Mieter- und Eigen­tümerhaushalte, Städte und Gemeinden, Wirtschaftsfördergesellschaften, Stadtplaner, Immobilienvermittler und Investoren. Weiterhin leistet er einen Beitrag zur fundierten Diskussion über den Wohnungsmarkt. Denn die gesellschaftspolitische Bedeutung des Themas Wohnen rückt immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Lesen Sie dazu mehr im Ausblick am Ende des Reports. So viel sei schon gesagt: Der nordrhein-westfälische Wohnungsmarkt präsentiert sich auch in diesem Jahr als ein starker, lebendiger Markt mit guten Zukunftsperspektiven. Die Mieten entwickeln sich stetig und stabil aufwärts, wenn auch lokal und regional in unterschiedlichem Tempo. Das Angebot an Arbeitsplätzen und die Kaufkraft der Einwohner wachsen, ebenso die Zahl der Bewohner und Haushalte. Hier sind die Aussichten auch für die kommenden Jahrzehnte mehrheitlich gut. Danken möchten wir an dieser Stelle unserem Projektpartner CBRE, der seit nunmehr sechs Jahren einen Datenpool zusammenträgt und ihn in enger Kooperation mit unseren Immobilienexperten vor Ort analysiert. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

Thomas Hegel Vorstandsvorsitzender, CEO

Eckhard Schultz Finanzvorstand, CFO

Holger Hentschel Operativer Vorstand, COO LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016 | 1

Kreis Gütersloh

Steigende Mieten, aber dennoch sinkende Wohnkosten

D

er Kreis Gütersloh liegt im Regierungsbezirk Detmold im Nordosten Nordrhein-Westfalens. In den zehn Städten und drei Gemeinden leben rund 356.000 Einwohner (2015). Landwirtschaftlich genutzte Flächen, Wälder, 42 Naturschutzgebiete und großzügige Parkanlagen wie die Flora Westfalica in RhedaWiedenbrück und der Gartenschaupark Rietberg prägen in weiten Teilen das Bild des Kreises. Darin eingebettet bieten die Städte lebendige Mischungen aus Alt und Neu, gepaart mit guten Einkaufsmöglichkeiten und urbanen Kulturangeboten. Über die Grenzen des Kreises hinaus bekannt sind Schloss Rheda, eine der ältesten Wasserburgen Westfalens, das Theater und die Westfälische Kammerphilharmonie in Gütersloh sowie die Freilichtbühne im Mohns Park. Die Wirtschaft im Kreis Gütersloh stützt sich vor allem auf die Branchen Metall- und Elektroindustrie mit dem Schwerpunkt Maschinenbau, Ernährungswirtschaft, Logistik, Medien, Möbel und Energie. Global Player wie Claas, Miele, Bertelsmann oder Gerry Weber International sind hier ebenso ansässig wie zahlreiche mittelständische Unternehmen. Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren Zahl zwischen 2005 und 2015 um 25,4 Prozent auf rund 161.000 Personen stieg, waren 56,1 Prozent im Dienstleistungsbereich und 44,6 Prozent im pro-

duzierenden Gewerbe tätig. Die Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent war im Jahr 2014 die siebtniedrigste unter den 54 Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens. Entsprechend hoch war mit 22.302 Euro (2015) die Pro-Kopf-Kaufkraft, die den Landesdurchschnitt mit 21.850 Euro überschritt. Der Kreis ist über die Autobahnen A 2 und A 33 und den ICE-Anschluss gut erreichbar. Die Flughäfen Müns­ter/Osnabrück, Paderborn/Lippstadt und Hannover-Langenhagen sind nicht weit entfernt. Geringer Leerstand und steigende Haushaltszahlen Bereits im Zeitraum zwischen 2013 und 2015 stieg die Zahl der Einwohner im Kreis Gütersloh um 1,1 Prozent. Die demografischen Prognosen gehen davon aus, dass die Bevölkerung im Kreis Gütersloh zwischen 2014 und 2030 um weitere 3,3 Prozent, die Zahl der Haushalte zwischen 2014 und 2040 sogar um 11,6 Prozent zunehmen wird. Damit gehört der Kreis zu den zehn Standorten mit der positivsten Haushaltsprognose unter den 54 untersuchten Städten und Kreisen. Entsprechend aktiv zeigte sich 2014 das Baugeschehen. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen und Baugenehmigungen lag mit einer Quote von je 8,3 Wohnungen auf 1.000 bestehende auf einem deutlich überdurchschnittlichen Niveau. Der Leerstand von 2,3 Prozent im Jahr 2014 war nur noch in sieben anderen untersuchten Standorten Nordrhein-Westfalens geringer.

Altersstruktur

Kaufkraft und Arbeitslosenquote

Haushaltsstruktur

Bevölkerung nach Altersgruppen 2014 in %

pro Kopf in €, in % aller zivilen Erwerbspersonen

Personen pro Haushalt 2014 in %

60

23.000

Kaufkraft 2015: 22.302 €

6,6

1

31,3

23,6

22.500

Arbeitslosenquote 2015: 5,2 %

6,3

31,6

Kreis Gütersloh Kreis Düren

22.000

6,0

21.500

5,7

21.000

5,4

20.500

5,1

20.000

4,8

19.500

4,5

19.000

4,2

2010 2011 2012 2013 2014 2015 Hagen Hamm Ennepe-Ruhr-Kreis Kreis Euskirchen

2 36,7

12,9

Kreis Heinsberg Kreis Gütersloh

Quelle: Statistisches Landesamt NRW (Altersstruktur, Haushaltsstruktur), Michael Bauer Research (Kaufkraft), Bundesagentur für Arbeit, Bearbeitung CBRE

138 | LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016

3

4

≥5

13,7

5,1

Kreis Herford Hagen

Miete auf Postleitzahlebene für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern in €/m2/Monat 6,56 – 6,59 6,28 – 6,55 6,17 – 6,27 6,03 – 6,16 6,01 – 6,02 5,77 – 6,00 5,34 – 5,76 5,30 – 5,33

Werte sind aufgrund geringer Fallzahlen nicht repräsentativ.

Kennzahlen Wohnbestand

2010

2011

2012

2013

2014

NRW 2) Deutschland 2)

Wohnungsbaufertigstellungen pro 1.000 Einwohner

2,8 3,5 3,1 3,4 3,8

2,6

3,0

Wohnungsbaugenehmigungen pro 1.000 Einwohner

2,9 3,5 3,6 4,3 3,7

2,6

3,5

38,5 38,6 38,6 38,7 38,9

56,3

52,3

2,7 2,8 2,6 2,4 2,3

3,1

3,0

155.893 156.962 157.928 158.964 160.161

8.852.309

41.221.210

Wohnungsbestand  in Mehrfamilienhäusern in % 1)

Leerstandsquote in % Wohnungsbestand gesamt  1)

1) Basis: Zensus 2) 2014

Quelle: CBRE-empirica-Leerstandsindex, Statistisches Landesamt NRW, Bearbeitung CBRE

Makroökonomische Kennzahlen

Kreis Gütersloh

NRW

Deutschland

Jahr

356.025

17.683.129

81.458.978

Juni 2015

366

517

227

2014

Bevölkerungsentwicklung in %

1,1

0,8

1,1

Juni 2013 – Juni 2015

Bevölkerungsprognose 1) in %

3,3

0,8

k.A.

2014 – 2030

155.393

8.549.895

40.223.000

2014

0,6

0,7

k.A.

2011 – 2014

Einwohner 

1)

Bevölkerungsdichte 1) (Einwohner/km2)  1)

Haushalte Haushaltsentwicklung in % Haushaltsprognose in % Kaufkraftkennziffer Kaufkraft pro Kopf in € Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (SVP) Entwicklung SVP-Beschäftigte in % 1) Basis: Fortschreibung

11,6

5,3

k.A.

2014 – 2040

102,0

99,9

100

2015

22.302

21.850

21.865

2015

160.802

6.406.122

30.771.297

Juni 2015

25,4

15,3

17,0

Juni 2005 – Juni 2015

Quelle: Statistisches Landesamt NRW, Statistisches Bundesamt, Michael Bauer Research, Bundesagentur für Arbeit, Bearbeitung CBRE

LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016 | 139

Kreis Gütersloh

Die Angebotsmieten im Kreis Gütersloh kennen seit 2010 nur eine Richtung – nach oben. Im Jahr 2015 forderten Vermieter mit 6,11 Euro pro Qua­drat­me­ter 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr, 2010 hatten sie noch 5,29 Euro pro Qua­drat­me­ter verlangt. Im Vergleich mit den Nachbarn fielen nur noch die Mieten in der Stadt Bielefeld mit 6,57 Euro pro Qua­drat­me­ ter und dem Kreis Paderborn (6,47 Euro) höher aus. Die Nachfrage richtete sich im Kreis Gütersloh 2015 vor allem auf höherpreisige Wohnungen, deren Angebotsmieten um 5 Prozent auf 9,01 Euro pro Qua­drat­me­ter stiegen. Im unteren Marktsegment legten die Mieten um 2,2 Prozent auf 4,55 Euro pro Qua­ drat­me­ter zu. Im Jahr 2010 wurden in diesen Segmenten noch 4,10 Euro und 7,74 Euro pro Qua­drat­me­ter aufgerufen. Die Mieten teurer Wohnungen stiegen damit deutlich stärker als diejenigen im preiswerten Segment.

Wohnmarktdaten

Deutliche räumliche Unterschiede im Mietniveau hochpreisiger Wohnungen Die Differenz zwischen dem günstigsten und teuersten Gebiet war vor allem im oberen Marktsegment besonders groß. Im unteren Segment betrug die Spannweite der mittleren Angebotsmieten der 15 ausgewerteten Postleitzahlgebiete des Kreises 92 Cent, im oberen Segment 3,54 Euro. Die höchsten durchschnittlichen Kaltmieten forderten Vermieter mit 6,59 Euro pro Qua­drat­me­ter in Gütersloh-Innenstadt/Nordhorn, Sundern, Kattenstroth (PLZ 33332). In diesem Innenstadtgebiet befinden sich auch der Firmensitz von Miele sowie die ManserghBarracks, die von den britischen Streitkräften voraussichtlich 2017 aufgegeben werden. Die niedrigsten Mietangebote gab es im Mittel mit 5,30 Euro pro Qua­drat­me­ter in der Stadt Versmold (PLZ 33775) im Nordwesten des Kreises. Im Jahr 2010 wurden in den beiden Postleitzahlgebieten noch 5,45 Euro und 5,02 Euro pro Qua­drat­me­ter aufgerufen. Im unteren Segment reichten die Angebotsmieten 2015 von 4,04 Euro pro Qua­drat­me­ter in der Stadt Borgholzhausen (PLZ 33829) im Norden des Kreisgebiets bis zu 4,96 Euro pro Qua­drat­me­ter in der Stadt Rheda-Wieden-

Wohnmarktdaten

PLZ

Anzahl der Mietangebote

Kaltmiete unteres Marktsegment in €/m2/Monat

Kaltmiete Median in €/m2/Monat

Kaltmiete oberes Marktsegment in €/m2/Monat

Wohnungsgröße Ø in m2

Wohnkosten kalt Ø in €/Monat

Wohnkosten warm1) Ø in €/Monat

Kaufkraft je Haushalt Ø in €/Monat

Kaltmiete in % der Haushaltskaufkraft

Warmmiete in % der Haushaltskaufkraft

33330

502

4,82

6,44

9,38

76

491

747

3.748

13,1

19,9

33332

411

4,96

6,59

10,51

74

490

739

3.971

12,3

18,6

33334

219

4,79

6,17

8,80

71

441

681

4.301

10,3

15,8

33335

144

4,52

6,16

8,59

77

472

729

4.689

10,1

15,6

33378

296

4,96

6,55

8,94

79

517

781

4.267

12,1

18,3

33397

142

4,44

5,81

8,62

82

473

746

4.396

10,8

17,0

33415

188

4,78

6,27

8,48

79

493

756

4.774

10,3

15,8

33428

133

4,76

5,76

8,33

74

426

674

4.366

9,8

15,4

33442

71

4,47

5,71

7,27

83

473

750

4.443

10,6

16,9

33449 41

k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 4.394 k.A. k.A.

33758

196

4,88

33775

179

4,10

33790

174

4,70

33803

179

4,67

33824

118

4,44

33829

67

4,04

5,33

6,02

484

753

4.401

11,0

17,1

79

419

685

4.120

10,2

16,6

79

473

738

4.155

11,4

17,8

447

694

4.241

10,5

16,4

442

689

4.024

11,0

17,1

648

4.185

9,5

15,5

8,50

80

5,30

7,47

6,00

7,50

6,08

8,16

74

6,00

9,20

74

6,97

75

398

2) Ø 3.060 

4,55 6,11

9,01

77 469

726 4.258 11,0 17,1

Ø NRW

4,44 6,38 11,98

70 448

683 3.752 11,9 18,2

277.695  2)

1) enthält 3,35 €  Betriebskosten/m2 (DMB NRW Betriebskostenspiegel 2014) 2) Summe der Angebote

140 | LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016

Quelle: CBRE; Datengrundlage: empirica-systeme, Michael Bauer Research (Kaufkraft)

Warmmiete in % der Haushaltskaufkraft 22,2 – 35,8 20,2 – 22,1 18,9 – 20,1 18,1 – 18,8

17,4 – 18,0

16,8 – 17,3 16,0 – 16,7 11,2 – 15,9

Werte sind aufgrund geringer Fallzahlen nicht repräsentativ.

brück (PLZ 33378) im Südwesten und in Gütersloh-Innenstadt/ Nordhorn, Sundern, Kattenstroth. In diesem Innenstadtgebiet wurden mit 10,51 Euro pro Qua­drat­me­ter auch die höchsten Mieten im oberen Segment gefordert. Die verkehrstechnisch gut angebundene Stadt Rheda-Wiedenbrück vereint Grün mit Arbeit: Die Ems, Schloss Rheda, die Flora Westfalia und zahlreiche Grünflächen bieten Erholungswert, das Gewerbegebiet mit großen Arbeitgebern wie Westfalia-Automotive Kaufkraft. Steigende Kaufkraft führt zu geringerer Wohnkostenbelastung Die angebotenen Wohnungen im Kreis Gütersloh waren 2015 mit einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von knapp 77 Qua­drat­me­tern relativ groß. Die Wohnkosten blieben

2015 mit 726 Euro im Monat gegenüber dem Vorjahr stabil, stiegen aber seit 2010 um 100 Euro. Die höchsten Wohnkosten fielen mit 781 Euro im Monat in der Stadt Rheda-Wiedenbrück (PLZ 33378) an, die niedrigsten in Borgholzhausen mit 648 Euro. Borgholzhausen erreichte mit 15,5 Prozent nach der Stadt Harsewinkel, Marienfeld (PLZ 33428) mit 15,4 Prozent die zweitniedrigste Wohnkostenbelastung im Kreis Gütersloh. Deutlich höher lag sie, im Vorjahresvergleich unverändert, im innenstadtnahen Gebiet Gütersloh-Innenstadt, Blankenhagen (PLZ 33330) mit 19,9 Prozent. Diese Quote resultierte aus den relativ hohen Qua­drat­me­termieten in Kombination mit einer im Kreisvergleich unterdurchschnittlichen Kaufkraft.

Räumliche Zuordnung der PLZ-Gebiete 33330 Gütersloh-Innenstadt, Blankenhagen, 33332 Gütersloh-Innenstadt, Nordhorn, Sundern, Kattenstroth, 33334 Gütersloh-Pavenstädt, Isselhorst, Spexard, Gütersloh Süd, Niehorst, Ebbesloh, Hollen, 33335 Gütersloh-Friedrichsdorf, Avenwedde, 33378 Rheda-Wiedenbrück, 33397 Rietberg, 33415 Verl, 33428 Harsewinkel, Marienfeld, 33442 Herzebrock-Clarholz, 33449 Langenberg, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock, 33775 Versmold, 33790 Halle (Westfalen), 33803 Steinhagen, 33824 Werther (Westfalen), 33829 Borgholzhausen

LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016 | 141

Methodische Hinweise Bevölkerungsentwicklung 2014 – 2030 Für Kreise, Städte und immobilienwirtschaftliche Akteure ist es unerlässlich, auf Basis heutiger Erkenntnisse zukünftige Entwicklungen abzuschätzen, um Wohnungen in ausreichender Zahl bereitzustellen. Daher verwendet dieser Bericht Prognosewerte der Bevölkerungsentwicklung bis 2030, welche aus der vom Statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen veröffentlichten Vorausberechnung (Stichtag 1. Januar 2014) stammen. Dabei werden Wachstum oder Schrumpfung einer Region durch Geburten, Sterbefälle, Zugezogene und Fortgezogene bestimmt. Die für die Berechnung notwendigen Annahmen zur zukünftigen Entwicklung der durchschnittlichen Kinderzahl pro Frau, Säuglingssterblichkeit, Lebenserwartung eines Neugeborenen sowie Migration wurden durch den Arbeitskreis Prognosen der Landesregierung festgelegt und öffentlich einsehbar auf der Homepage des Statistischen Landesamtes veröffentlicht. Da die demografische Entwicklung über mehrere Jahrzehnte aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse und Trends sich jedoch grundsätzlich nicht sicher vorhersagen lässt, sollten die Werte nur vorsichtig interpretiert werden. Obwohl die Zahlen bis 2060 vorliegen, beschränkt sich dieser Marktreport zur Reduktion der Irrtumswahrscheinlichkeit auf einen Ausblick bis 2030. Entwicklung der Haushaltszahl 2014 – 2040 Dieser Kompromiss beim Betrachtungszeitraum war bei der Haushaltsentwicklung nicht möglich, da die vorhergesagten Werte lediglich für das Jahr 2040 öffentlich verfügbar sind (Stichtag: 1. Januar 2014). Daher sollten bei der Interpretation des Zahlenmaterials die unterschiedlichen Bezugszeiträume beachtet werden. Die zukünftigen Haushaltszahlen stammen aus der Modellrechnung zur Entwicklung der Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen, welche ebenfalls vom Statistischen Landesamt herausgegeben wird. Diese basiert im Wesentlichen auf der oben genannten Bevölkerungsvorausberechnung, berücksichtigt darüber hinaus jedoch Ergebnisse des Mikrozensus (Alter, Geschlecht) sowie Daten zu Heirat, Scheidung und sonstigen Haushaltsbildungsprozessen. Die Zahlen zur vergangenen Haushaltsentwicklung bis 2014 beruhen auf dem Zensus 2011 sowie einer Hochrechnung auf Basis des Mikrozensus.

280 | LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016

Kaufkraft Die verwendeten Kaufkraftdaten stammen von der Firma Michael Bauer Research. Die Werte pro Kopf werden aus dem Nettoeinkommen aus den amtlichen Lohn- und Einkommenssteuerstatistiken, sonstigen Erwerbseinkommen, Renten und Pensionen, Arbeitslosengeld I und II, Kindergeld, Sozialhilfe, BAföG und Wohngeld ermittelt und am Anfang eines Jahres als Prognosewerte für das Jahr ihrer Erstellung berechnet. Die Haushaltskaufkraft wird durch Multiplikation der Kaufkraft pro Kopf mit der von Michael Bauer Research bereitgestellten durchschnitt­ lichen Haushaltsgröße für das jeweilige Gebiet berechnet. Determinanten von Angebotsmieten und deren Entwicklung Alle in diesem Report verwendeten Mietpreise sind Angebotsmieten. Diese werden von der Firma empirica-systeme aus über 100 Inseratquellen extrahiert und anschließend durch CBRE ausgewertet. Im Unterschied zu Bestandsmieten, die auf abgeschlossenen Mietverträgen aus der Vergangenheit basieren, spiegeln Angebotsmieten die Werte aus den aktuellen Wohnungsinseraten vor Abschluss eines Mietvertrags wider. In Standorten mit Nachfrageüberhang oder ausgeglichenen lokalen Märkten ist davon auszugehen, dass die Angebotsmiete der Neuvertragsmiete entspricht. Bei signifikantem Angebotsüberhang wird es hingegen Abschläge geben. Die Mietpreisentwicklung wird von Angebot und Nachfrage nach Wohnungen bestimmt. Wichtige Erklärungsfaktoren für das Mietniveau sind Wohnungsbestand, Leerstand und Verfügbarkeit von Grundstücken auf der Angebotsseite sowie Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung, Haushaltsgrößen und Altersstruktur auf der Nachfrageseite. Zur besseren Verständlichkeit des Textes werden zeitliche Entwicklungen grundsätzlich im Vergleich zum Vorjahr (2014 bis 2015) oder im Fünf-Jahres-Rückblick (2010 bis 2015) betrachtet.

Quellenverzeichnis

Bundesagentur für Arbeit Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) CBRE GmbH empirica-systeme GmbH IDN Immodaten IT NRW, Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Geschäftsbereich Statistik: Modellrechnung zur künftigen Entwicklung der Zahl der Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen Statistisches Jahrbuch Nordrhein-Westfalen 2015: Nach NRW Zu- und von NRW Fortgezogene nach Herkunfts- bzw. Zielgebieten Statistisches Jahrbuch Nordrhein-Westfalen 2015 Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, Statistik kompakt – Ausgabe 2015 Statistische Analysen und Studien, Band 84, Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens 2014 bis 2040/2060 Kommunalprofil Bottrop, krfr. Stadt, Regierungsbezirk Müns­ter, Gemeindetyp: Kleine Großstadt Ausländische Bevölkerung 2014 und 2015 in Düsseldorf Baugenehmigungen in NRW IT NRW Pressemitteilungen: vom 26. April 2016: NRW-Wohnungsbau: 2015 wurden 22,3 Prozent mehr Wohnungen als im Jahr zuvor genehmigt vom 11. Juni 2015: Im Jahr 2014 wurden in NRW so viele Wohnungen fertiggestellt wie seit 2004 nicht mehr vom 19. September 2014: 2013 wurden in NRW 146 417 Kinder geboren – das war die viertniedrigste Zahl seit Bestehen des Landes vom 4. April 2016: Anzahl der Erwerbspersonen in NRW steigt bis 2020 um 5,1 Prozent vom 17. Dezember 2015: Fast jeder vierte Einwohner in NRW hatte 2014 einen Migrationshintergrund Michael Bauer Research GmbH Stadt Aachen Stadt Essen, Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen Stadt Essen: Ein Blick auf … Arbeitsmarkt in Essen vom 30.06.2012 bis 2015, 8/2015 Stadt Müns­ter: Baulandprogramm 2015 – 2020 Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen Statistisches Bundesamt Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld (WEGE mbH): Bielefelder Wirtschaftsbericht 2015, Zahlen – Daten – Fakten Internetseiten: http://www.derwesten.de/ikz/staedte/iserlohn/mehr-als-nur-ein-neubau-igw-investiert-an-rahmenstrasse-kluse-id9871034.html http://www.duesseldorf.de/wirtschaftsfoerderung/pdf/daten_fakten_d.pdf http://ewmg.de/dahlener-heide.html http://ewmg.de/wohngebiete-projekte.html http://www.gewoge-kleve.de/aktuelle-projekte/klimaschutzsiedlung.html https://www.google.de/search?q=krefeld+pendler+d%C3%BCsseldorf&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=YiEvV4rtCdW0gAbf0KrIAQ http://www.invest-region-viersen.de/index.php?id=6 http://www.h-k-m.org http://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/euskirchen/-city-sued--euskirchen-der-grundstein-fuer-kita-und-ambulanz-ist-gelegt-1436490 http://www.ksta.de/region/rhein-erft/pulheim/baugebiet-in-pulheim-449-bewerbungen-liegen-fuer-48-grundstuecke-vor-23731818 https://www.land.nrw/de/fluechtlingshilfe http://www.rga.de/lokales/remscheid/bauland-familien-remscheid-wartet-6271897.html http://www.rga.de/lokales/remscheid/wohnungen-entstehen-4890116.html http://www.rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/neues-wohnviertel-entsteht-ab-herbst-aid-1.4204650 http://www.swisttalgarten.de/index.php?page=1115 http://www.tri30.de/de/Beschreibung.html http://www.wf-wuppertal.de/standort-wuppertal/wirtschafts-strukturdaten/ https://www.wohnstaette-krefeld.de/de/Projekte_2/Gartenstadt.htm https://www.wohnungsverein.de/mietwohnungen-in-hagen/neubauprojekte/aktuelle-bauvohaben/ http://www.wz.de/lokales/krefeld/stadtteile/oppum-linn-gellep-stratum/oppum-und-linn-veraendern-sich-1.1800955

LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016 | 281

Impressum Herausgeber: LEG Immobilien AG Hans-Böckler-Straße 38 40476 Düsseldorf Tel. 0211 / 45 68-329 Fax 0211 / 45 68-500 [email protected] www.leg.ag (hier auch Teile des LEG-Wohnungsmarktreports NRW als Download) Redaktion: Jens Schönhorst (V. i. S. d. P.), Gabriele Bobka, Roland Stimpel Marktdaten: Dr. Henrik Baumunk, Michael Schlatterer MRICS, Fabian Sonnenburg (Residential Valuation, CBRE) Grafik/Layout: Storkan Informationsdesign Wohnkostenkarten: Baumgardt Consultants, Gesellschaft für Marketing und Kommunikation bR Fotos: LEG-Vorstand: Andreas Teichmann, Essen Projektmanagement: Katja Binnyus, Thomas Rücker (RUECKERCONSULT GmbH)

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282 | LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016