LANDKREIS NORDHAUSEN. A. Beteiligungsunternehmen des Landkreises. Beteiligungsbericht

LANDKREIS NORDHAUSEN A. Beteiligungsunternehmen Beteiligungsbericht des Landkreises 2014 Nordhausen • Jahresabschlüsse 2013 der Beteiligungsunternehm...
Author: Artur Simen
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LANDKREIS NORDHAUSEN

A. Beteiligungsunternehmen Beteiligungsbericht des Landkreises 2014 Nordhausen • Jahresabschlüsse 2013 der Beteiligungsunternehmen • Zweckverbände • Vereine, sonstige Verbände und Institutionen

Stand 31.12.2013

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser des Beteiligungsberichts, im jährlichen Beteiligungsbericht stellt der Landkreis Nordhausen die wirtschaftliche Entwicklung seiner Beteiligungsunternehmen vor – für uns eine wichtige Gelegenheit, die aktuelle Situation der Firmen genauer zu beleuchten und einen Ausblick zu geben. Gerade vor dem Hintergrund der gerade begonnenen neuen Legislaturperiode des Kreistages liefert dieser Beteiligungsbericht zentrale Informationen und verschafft einen guten Überblick. Auch für das vergangene Jahr gilt: Die Entwicklung der Unternehmen, an denen der Landkreis Nordhausen beteiligt ist, kann uns zu Recht stolz machen, – angefangen beim Südharz Klinikum, über das Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen und den Harzer Schmalspurbahnen bis hin zu den Verkehrsbetrieben Nordhausen, der Südharzwerke Nordhausen Entsorgungsgesellschaft, dem BIC Nordthüringen und unserer Eigengesellschaft, der Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen. Die Beteiligungsunternehmen übernehmen wichtige Aufgaben und spielen eine wesentliche Rolle in der Daseinsfürsorge der Einwohner unseres Landkreises. Dieser fünfzehnte Beteiligungsbericht informiert über die wichtigsten Ergebnisse der wirtschaftlichen Betätigung unserer kommunalen Unternehmen im Jahr 2013 und gibt einen Überblick über die Mitgliedschaften in Zweckverbänden, Vereinen und Verbänden. Grundlage für den Bericht sind die festgestellten Jahresabschlüsse, Geschäfts- und Prüfberichte für das Geschäftsjahr 2013 sowie Auskünfte der Unternehmen. Der Landkreis Nordhausen war in diesem Berichtsjahr an zehn Unternehmen beteiligt, davon an acht unmittelbar und an zwei Unternehmen mittelbar. Nach wie vor befindet sich die TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH, infolge der Einstellung des Geschäftsbetriebes, seit dem 01.01.2012 in Liquidation. Der Stand der Unternehmensbeteiligungen bleibt damit gegenüber dem Vorjahr gleich. In den kommunalen Unternehmen des Landkreises waren im Berichtsjahr durchschnittlich 2.645 Arbeitnehmer beschäftigt, was gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum einer Zunahme von 59 Arbeitnehmern entspricht. Der erwirtschaftete Gesamtumsatz der Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Mio. Euro auf 144,5 Mio. Euro erhöht. Im Berichtsjahr haben die kommunalen Unternehmen 17 Mio. Euro investiert, was einem Anstieg der Investitionen um 6,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gerade die angespannte Finanzlage des Landkreises Nordhausen erfordert es, ein besonderes Augenmerk auf die Beteiligungen zu richten. Dieser Bericht soll Grundlage für die weiterführende Erörterung der Thematik Beteiligungen des Landkreises sein.

Birgit Keller Landrätin

Nordhausen, im November 2014

Historisches Landratsamt

Neues Landratsamt

Inhaltsverzeichnis Seite

Abkürzungsverzeichnis A. I.

II.

Beteiligungsunternehmen des Landkreises Nordhausen Allgemeiner Teil 1. Beteiligungsunternehmen des Landkreises Nordhausen

1

2. Abschlussprüfer der Beteiligungsunternehmen

2

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und Mitglieder des Aufsichtsrates

3

4. Ausgewählte Bilanzkennzahlen der Beteiligungsunternehmen

4

5. Entwicklungskennziffern der Beteiligungsunternehmen

5

6. Zuschüsse, Nachschüsse, Verlustausgleiche

6

Beteiligungsunternehmen im Einzelnen 1. TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

B.

II

7

2. Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH

19

3. Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

31

4. Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH

41

5. Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH

49

6. Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

59

7. BIC Nordthüringen GmbH

73

8. Harzer Schmalspurbahnen GmbH

83

9. Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH

95

Mitgliedschaften des Landkreises Nordhausen in Zweckverbänden

I.

Mitgliedschaften in Zweckverbänden

109

II.

Mitgliedschaften in Zweckverbänden im Einzelnen

110

1. Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen

110

2. Zweckverband Tierkörperbeseitigung Thüringen

112

3. Nordthüringer Zweckverband Rettungsdienst

114

4. Rettungsdienst-Zweckverband Nordhausen

116

5. Zweckverband „Nahverkehr Nordthüringen (NVN)“

118

C. I. II.

Mitgliedschaften/Beiträge/Zuschüsse des Landkreises Nordhausen in/an Vereine(n), sonstige(n) Verbände(n) und Institutionen Mitgliedschaften/Beiträge in/an Vereine(n), sonstige(n) Verbände(n) und Institutionen

121

Zuschüsse an Vereine

123

Anhang Erläuterung zu Kapitel A.I.4. „Ausgewählte Bilanzkennzahlen der Beteiligungsunternehmen“ I

125

Abkürzungsverzeichnis Abs. Afa AG AN Änd. AR Art. AWZ BAT-O Beschl. BHKW BIC BilMoG BlmSchG BRA BTN bzw. ca. DM DR Dr. DRG DRK e. V. EDV eG EG EGN EKK eG EStG EUR € G.-anteile gem. gGmbH GmbH Gründ. GuV GV GVFG GVBl. GWG HGB HHst. HNO HRB HSB HVV HW i.H.v. i.V.m. IHK Info IVG

Absatz Absetzung für Abnutzung Aktiengesellschaft Arbeitnehmer Änderung Aufsichtsrat Artikel Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode Bundesangestelltentarif - Ost Beschluss Blockheizkraftwerk Business and Innovation Centre Nordthüringen GmbH Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz Bundes-Immissionsschutzgesetz biologische Restabfallbehandlungsanlage BTN Biotechnologie Nordhausen GmbH beziehungsweise zirka Deutsche Mark Deutsche Reichsbahn Doktor Diagnosis Related Groups Deutsches Rotes Kreuz eingetragener Verein Elektronische Datenverarbeitung eingetragene Genossenschaft Europäische Gemeinschaft Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen GmbH Dienstleistungs- und Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG im Deutschen Städtetag Einkommensteuergesetz Euro Euro Gesellschafteranteile gemäß gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gründung Gewinn- und Verlustrechnung Gesellschaftsvertrag Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Gesetz- und Verordnungsblatt Geringwertige Wirtschaftgüter Handelsgesetzbuch Haushaltsstelle Hals-Nasen-Ohren Handelsregisterblatt Harzer Schmalspurbahnen GmbH Stadtwerke Nordhausen – Holding für Versorgung und Verkehr GmbH Hilfswerk Nordhausen gGmbH in Höhe von in Verbindung mit Industrie- und Handelskammer Information Stadtwerke Nordhausen - Infrastruktur- und Verkehrsgesellschaft mbH II

jährl. JSW KG KHBV KHEntG KHG KHRG KonTraG KSK KT KV LK LKW LR lt. m. MBA mbH Mio. Mitgl. MRT MVZ n. NDH Nr. OB ÖDA o.g. ÖPNV p.a. PBefG PBG PBG-M PC Pkt. Prof. RA RBL rd. Reg. REMONDIS RSC s. SDH SEV SGB SGN SHK SHW Siwa SiwaA SPNV StPNV STW T€

jährlich Jugendsozialwerk Kommanditgesellschaft Krankenhaus-Buchführungsverordnung Krankenhausentgeltgesetz Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze Krankenhausreformgesetz Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich Kreissparkasse Kreistag Kassenärztliche Vereinigung Thüringen Landkreis Lastkraftwagen Landrat laut mit Mechanisch biologische Abfallbehandlung mit beschränkter Haftung Million[en] Mitglied Magnetresonanztomographie Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH nach Nordhausen Nummer Oberbürgermeister(in) Öffentlicher Dienstleistungsauftrag oben genannte Öffentlicher Personennahverkehr per anno Personenbeförderungsgesetz Projektbetreuung im Gesundheitswesen GmbH Projekt Betreuungsgesellschaft – Massivhausbau mbH Personalcomputer Punkt Professor rechtsaufsichtlich[e] Rechnergestütztes Betriebsleitsystem rund Regionales Remondis GmbH und Co. KG Region Nord Regionaler Servicecenter siehe Sondershausen Schienenersatzverkehr Sozialgesetzbuch Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH bis 21.06.2012 Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH ab 22.06.2012 Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH Sickerwasser Sickerwasseranlage Schienenpersonennahverkehr Straßengebundener Personennahverkehr Stadtwerke Nordhausen – Stadtwirtschaft GmbH Tausend Euro III

Theater Thür. ThürKAG ThürKO ThürRettG ThürTierNebG TLVwA TV-N TVA TVN TVN i.L. u.a. u.ä. Übern. UR v. VBN VBN-alt VBN-neu ver.di Vertr. Vj. VmH Vors. VSB GmbH VwH z. ZAN z.B. z.T.

Theater-Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH Thüringen, Thüringer Thüringer Kommunalabgabengesetz Thüringer Kommunalordnung Thüringer Rettungsdienstgesetz Thüringer Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz Thüringer Landesverwaltungsamt Spartentarifvertrag für Nahverkehrsbetriebe Trockenvergärungsanlage TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation unter anderem und ähnliche Übernahme Urkundenrolle vom, von Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH VBN vor Verschmelzung auf die IVG IVG nach Verschmelzung und Umfirmierung in VBN Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Vertrag Vorjahr Vermögenshaushalt Vorsitzende(r) Stadtwerke Nordhausen -Verkehrs- und Stadtreinigungsbetrieb GmbH Verwaltungshaushalt zum, zur Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen zum Beispiel zum Teil

IV

A. Beteiligungsunternehmen des Landkreises Nordhausen

I.

Allgemeiner Teil

1

Winfried Theuerkauf

Egon Primas

74%

1)

Harz AG 2)

0,53%

Peter Gaffert

AR-Vors.

306.775,13 €

Anteil LK NDH

1.533.875,64 €

Stammkapital

Harzer Schmalspurbahnen GmbH

20%

2)

10%

Joachim Kreyer

AR-Vors.

2.600,00 €

Anteil LK NDH

26.000,00 €

Stammkapital

TheaterNordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH

Eine Darstellung im Einzelnen kann gem. § 75a Abs. 1 ThürKO entfallen.

Laut Gesellschaftsvertrag ist die Bestellung eines AR nicht geregelt.

Dieter F. Martin

Cornelia Kraffzick

AR-Vors.

130.000,00 €

Anteil LK NDH

520.000,00 €

Stammkapital

BIC Nordthüringen GmbH

25%

kein Aufsichtsrat1)

Dr. Klaus Zeh

AR-Vors.

171.000,00 €

Anteil LK NDH

570.000,00 €

Stammkapital

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

30%

Grundkapital 375.000 Aktien Anteil HSB 2.000 Aktien AR-Vors.

Egon Primas

AR-Vors.

25.000,00 €

Anteil LK NDH

50.000,00 €

Stammkapital

Südharzwerke Nordhausen Entsorgungsgesellschaft mbH

50%

Stammkapital 25.000,00 € Anteil SHK 25.000,00 € AR-Vors.

Nordhausen gGmbH

Versorgungszentrum

Medizinisches

100%

Prof. Dr. H. Markgraf

AR-Vors.

37.851,00 €

Anteil LK NDH

51.150,00 €

Stammkapital

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

unmittelbare Beteiligung mittelbare Beteiligung 1. Ordnung

AR-Vors.

26.000,00 €

Anteil LK NDH

AR-Vors.

51.129,19 €

Anteil LK NDH

26.000,00 €

Stammkapital

Stammkapital

51.129,19 €

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH

100%

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

100%

1. Beteiligungsunternehmen des Landkreises Nordhausen

2

2

seit 01.01.2012 in Liquidation

11

9

7

5

3

1

12

10

8

6

4

9 8

Theater

Legende

48

BIC 8

4 8

4

7

2

4

4

10

1

2007

8

4

67

2

4 3

4 3

10

1 2

2008

audit season GmbH

OPTIMUM

AUTAK Revision und Treuhand GmbH

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG

Kommuna Treuhand GmbH

Göken, Pollak & Partner Treuhandgesellschaft mbH

Solaris Revisions - GmbH

Mittelrheinische Treuhand GmbH

Meier & Kossen

WIKOM AG

Darpel & Allhoff

8

4

7

7

7

HSB

2

2

4

2

4

4

VBN

4

MVZ

3 4

10

1

2006

Gründung: 28.08.08

3

SHK

10

1

2005

9

4

6

6

6

53

5

10

2

2010

9

4

6

6

6

5

5

13 11

62

2012

9

12

6

6

6

5

5

11

6

2013

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberater l Rechtsanwälte l Wirtschaftsprüfer

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Steuerberater Wirtschaftsprüfer

9

4

6

6

6

5

5

10

2

2011

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberater Buchprüfer

10 9

4

6

2 6

6

3

35

10

2

2009

Abschlussprüfer im Jahr ...

2. Abschlussprüfer der Beteiligungsunternehmen

SHW

10

1

2004

SGN

TVN

1)

Beteiligungsunternehmen

1)

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und Mitglieder des Aufsichtsrates

Beteiligungsunternehmen

Gesamtbezüge der Geschäftsführung pro Jahr 2011

TVN i.L.

2012

2013

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates pro Jahr 2011

2012

2013

Zu den Gesamtbezügen der Geschäfts-führung Keine Vergütungen, Sitzungsgelder oder erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben, da nur ein Liquidator bei der Aufwandsentschädigungen. Gesellschaft angestellt ist.

SGN

Zu den Gesamtbezügen der Geschäfts-führung Keine Vergütungen, erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Sitzungsgelder oder AufAngaben, da nur ein Geschäftsführer bei der wandsentschädigungen. Gesellschaft angestellt ist.

SHK

Zu den Gesamtbezügen der Geschäfts-führung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben.

MVZ

Zu den Gesamtbezügen der Geschäfts-führung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Angaben, da nur ein Geschäftsführer bei der Gesellschaft angestellt ist.

SHW

Der Geschäftsführer ist formal bei der SHW, von der er keine Bezüge erhält, angestellt.

2.100,00 €

1.900,00 €

1.300,00 €

VBN

Zu den Gesamtbezügen der Geschäfts-führung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben, da nur eine Geschäfts-führerin bei der Gesellschaft angestellt ist.

1.500,00 €

1.500,00 €

1.200,00 €

BIC

Zu den Gesamtbezügen der Geschäfts-führung Keine Vergütungen, Sitzungsgelder oder erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben, da nur ein Geschäftsführer bei der Aufwandsentschädigungen. Gesellschaft angestellt ist.

HSB

Zu den Gesamtbezügen der Geschäfts-führung Keine Vergütungen, Sitzungsgelder oder erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben, da nur ein Geschäftsführer bei der Aufwandsentschädigungen. Gesellschaft angestellt ist.

Theater

Zu den Gesamtbezügen der Geschäfts-führung Keine Vergütungen, Sitzungsgelder oder erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben, da nur ein Geschäftsführer bei der Aufwandsentschädigungen. Gesellschaft angestellt ist.

3

3.820,00 €

5.160,00 €

990,00 €

3.640,00 €

TVN i.L.

SGN

SHK

MVZ

SHW

VBN

BIC

HSB

Theater

1) 2)

Anlagenintensität1)

Forderungsintensität1)

Sachanlagenintensität1)

Umlaufintensität1)

Beteiligungsunternehmen

Eigenkapitalquote1, 2)

Anlagendeckung I

1)

4. Ausgewählte Bilanzkennzahlen der Beteiligungsunternehmen

2011

0,00%

0,00%

4,72%

81,35%

2,48%

81,35%

2012

0,00%

0,00%

89,92%

0,00%

1,13%

0,00%

2013

0,00%

8,53%

100,00%

0,00%

7,76%

0,00%

2011

248,07%

71,44%

69,72%

28,80%

15,25%

28,80%

2012

136,62%

57,92%

55,52%

42,40%

24,59%

42,40%

2013

115,31%

47,44%

57,06%

41,14%

32,01%

41,14%

2011

62,53%

43,68%

16,46%

69,60%

7,59%

69,85%

2012

68,25%

46,35%

17,70%

67,48%

8,27%

67,92%

2013

75,80%

49,86%

19,26%

64,92%

7,88%

65,78%

2011

292,48%

79,00%

64,93%

22,68%

7,51%

27,01%

2012

394,36%

96,05%

68,39%

20,06%

9,29%

24,36%

2013

610,74%

97,00%

79,31%

12,69%

16,66%

15,88%

2011

93,26%

36,75%

60,55%

39,06%

20,05%

39,41%

2012

70,66%

41,22%

41,60%

58,10%

13,06%

58,34%

2013

23,84%

19,52%

17,52%

81,82%

7,07%

81,90%

2011

6,52%

5,76%

11,49%

87,87%

2,14%

88,40%

2012

6,85%

6,06%

11,34%

88,13%

2,58%

88,53%

2013

6,82%

6,03%

11,55%

87,72%

2,90%

88,31%

2011

0,00%

0,00%

3,63%

81,67%

2,54%

81,69%

2012

3549,80%

68,24%

96,93%

1,68%

4,43%

1,92%

2013

4136,52%

61,12%

98,49%

1,39%

12,91%

1,48%

2011

18,66%

15,07%

19,20%

80,52%

1,12%

80,79%

2012

19,88%

15,24%

23,35%

76,31%

0,54%

76,63%

2013

20,48%

16,00%

21,90%

77,76%

0,52%

78,10%

2011

576,55%

79,37%

86,15%

13,65%

1,26%

13,77%

2012

660,51%

80,40%

87,77%

12,08%

0,86%

12,17%

2013

790,47%

81,56%

89,63%

10,25%

0,69%

10,32%

Begriffserläuterung vgl. Anhang Die Eigenkapitalquote wird in dieser Übersicht ausschließlich aus dem Verhältnis des Eigenkapitals (ohne Fördermittel) zum Gesamtkapital ermittelt. Sollte innerhalb des Berichtes eine andere Berechnungsmethode zur Anwendung kommen, wird darauf jeweils verwiesen.

4

5. Entwicklungskennziffern der Beteiligungsunternehmen

Entwicklungskennziffern

2011

2012

2013

Veränderungen zum Vorjahr in EUR

in %

Bilanzsumme

EUR 346.029.649 341.941.303 347.746.125

+5.804.821

+1,70

Anlagevermögen

EUR 245.885.841 233.549.054 233.596.551

+47.498

+0,02

Umlaufvermögen

EUR

+4.305.281

+5,88

Eigenkapital

EUR 126.295.692 134.852.873 147.691.566 +12.838.693

+9,52

Verbindlichkeiten

EUR

39.241.993

34.279.972

32.461.303

-1.818.668

-5,31

Rückstellungen

EUR

31.368.003

30.554.926

25.510.750

-5.044.176 -16,51

Sonderposten für Investitionszuwendungen zum AV

EUR 147.703.814 140.926.180 135.213.811

-5.712.370

-4,05

Umsatzerlöse

EUR 138.865.209 140.776.121 144.509.200

+3.733.079

+2,65

Investitionen

EUR

15.443.225

10.644.156

17.059.598

+6.415.443 +60,27

Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss

EUR EUR

-411.540 7.184.761

-554.073 8.889.138

-861.571 13.331.222

+307.498 +55,50 +4.442.085 +49,97

Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss (saldiert)

EUR

6.773.221

8.335.064

12.469.651

+4.134.587 +49,60

Personalaufwand

EUR 100.704.309 103.706.555 105.666.524

Mitarbeiterzahl

p.a.

65.696.213

2.563

73.276.082

2.586

77.581.363

2.645

+1.959.969

+1,89

+59

+2,28

Die in der Tabelle enthaltenen Werte sind die kumulierten Einzelwerte aller Beteiligungsunternehmen des Landkreises Nordhausen im jeweiligen Wirtschaftsjahr.

5

6. Zuschüsse, Nachschüsse, Verlustausgleiche

Beteiligungsunternehmen

2011 Ist EUR

2012 Ist EUR

2013 Ist EUR

Bemerkungen

659.612 200.000 TVN i.L.

Forderungsverzicht Liquiditätshilfe Grundstücks-Erlös BRA Grundstücks-Erlös SiwaA

859.612

442.595 76.204 518.799

50.000

50.000

50.000

50.000

SHK

0

0

0 keine Zahlungen

MVZ

0

0

0 keine Zahlungen

SHW

0

0

0 keine Zahlungen

1.400.677 208.428 1.609.105

1.701.626 200.072 268.643 2.170.341

BIC

19.364 19.364

29.688 29.688

0 Nachschuss VwH 0

HSB

153.388 153.388

153.388 153.388

153.388 Nachschuss VwH 153.388

Theater

673.627 673.627

673.700 673.700

700.000 Zuschuss VwH 700.000

Summe

3.365.097

3.595.916

SGN

VBN

6

0 50.000 Zuschuss VwH 40.000 Gewinnausschüttung KSK 90.000

1.754.926 Verlustausgleich VwH 217.648 Zuwendung vom Land Verlustausgleich Wj. 09/10 1.972.574

2.915.961

A. Beteiligungsunternehmen des Landkreises Nordhausen

II.

Beteiligungsunternehmen im Einzelnen

T V N

1.

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

Seite a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

8

b)

Organigramm

8

c)

Entstehung und Entwicklung

9

aa) bb)

Eckdaten Historische Entwicklung

9 10

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

13

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

14

aa) Bilanz bb) Gewinn- und Verlustrechnung cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse bbb) Personalentwicklung ccc) Anlagevermögen

14 14 15 15 15 16

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen ee) Beurteilung der Lage

7

17 17

T V N

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Anschrift:

Telefon/Fax:

Behringstraße 3 99734 Nordhausen

0 36 31/91 12 71 0 36 31/91 12 00

Gründung:

Unternehmensgegenstand:

27.02.1996

Gegenstand des Unternehmens ist die biologische Behandlung mechanisch aufbereiteten Restabfalls mit dem Ziel der Ablagerung des verbleibenden Reststoffes auf der Deponie Nentzelsrode und damit der Nutzung des vorhandenen Restvolumens.

Gesellschaftsvertrag: derzeit gültige Fassung datiert vom 09.03.2009

E-Mail/Internet: -

Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Handelsregister:

Beteiligungen:

Amtsgericht Jena HRB 403742

keine Beteiligungen

Gesellschafter:

Kapitalanteile:

Landkreis Nordhausen Unterjährige Veränderung bei dem gesetzlichen Vertreter

51.129,19 € = 51.129,19 € =

Gesetzlicher Vertreter in der Gesellschafterversammlung: 100,0 % 100,0 %

Birgit Keller, Landrätin

Keine

Geschäftsführung: Liquidator

Gunnar Reuter

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben.

Aufsichtsrat: Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender Mitglieder

Egon Primas Dagmar Becker Wilfried Guder

Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen

Satzungsmäßige Besetzung

3 Aufsichtsratsmitglieder

gemäß § 8 Gesellschaftsvertrag

Unterjährige Veränderung

keine

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates pro Jahr: keine

Nachschusspflicht: Entsprechend § 10 des Gesellschaftsvertrages sind die Gesellschafter zum Nachschuss in Höhe des Stammkapitals verpflichtet.

b)

Organigramm

Entfällt, da die Gesellschaft keine Mitarbeiter beschäftigt.

8

T V N

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

c)

Entstehung und Entwicklung

aa) Eckdaten Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

TLVwA

Beschluss 355-30/94 v. 10.05.94 Gründung einer Gesellschaft für die Sickerwasserkläranlage Beschluss 68/95 v. 31.01.95 Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 96/96 vom 27.02.1996 Gründung der Gesellschaft Gesellschaftsvertrag UR-Nr. 422/96 vom 12.08.1996 Teilung eines Geschäftsanteils Verkauf und Abtretung eines Geschäftsanteils Umfirmierung in TVN

RA Genehmigung v. 26.04.96 Gründung der Gesellschaft Gesellschaftsvertrag (AZ: 204.4-1515.01-002/95-NDH)

Beschluss 188/96 v. 25.06.96 Beschluss 245/97 v. 28.01.97 Beschluss 336/97 v. 28.10.97 Beschluss 337/97 v. 28.10.97 Abschluss Erbbaurechtsverträge für Flächen

UR-Nr. 442/97 v.09.04.1997 i.V.m. UR-Nr. 1363/97 v. 03.11.1997 Erbbaurechtsvertrag

RA Genehmigung v. 13.11.97 Veräußerung eines Erbbaurechts UR-Nr. 442/97 v.09.04.1997 i.V.m. UR-Nr. 1363/97 v. 03.11.1997 (AZ: 205.20-1514.21-001/97-NDH)

UR-Nr. 443/97 v.09.04.1997 i.V.m. UR-Nr. 1364/97 v. 03.11.1997 Erbbaurechtsvertrag

RA Genehmigung v. 13.11.97 Veräußerung eines Erbbaurechts UR-Nr. 443/97 v.09.04.1997 i.V.m. UR-Nr. 1364/97 v. 03.11.1997 (AZ: 205.20-1514.21-002/97-NDH)

Beschluss 281/97 v. 12.05.97 Gesellschaftsvertrag TVN

UR-Nr. 242/97 vom 28.05.1997 Verkauf und Abtretung eines Geschäftsanteils UR-Nr. 243/97 vom 28.05.1997 Änd. § 6 Abs.1 Gesellschaftsvertrag

Beschluss 276/02 v. 11.06.02 Neufassung Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 1040/2002 vom 11.11.2002 Neufassung Gesellschaftsvertrag

Schreiben des TLVwA v. 22.05.03 Neufassung Gesellschaftsvertrag war genehmigungsfrei (AZ: 204.4-1515.01-002/03-NDH)

UR-Nr. 455/2005 vom 06.04.2005 Änd. § 2 Gesellschaftsvertrag

Schreiben des TLVwA v. 19.09.07 Änd. § 2 Gesellschaftsvertrag UR-Nr. 455/2005 vom 06.04.2005 Die Genehmigung der Erweiterung des Unternehmensgegenstandes wird nicht in Aussicht gestellt (AZ: 240.4-1511.-001/07-NDH)

Beschluss 396/03 v. 30.09.03 1. Änderung Gesellschaftsvertrag Beschluss 454/04 v. 03.02.04 Kreditaufnahme i.H.v. 5 Mio. €g Beschluss 468/04 v. 04.05.04 2. Änderung Gesellschaftsvertrag

Beschluss 483/04 v. 04.05.04 Erklärung zur Zusammenarbeit zw. LK NDH, TVN u. Rethmann GmbH Beschluss 049-04 v. 26.10.04 Finanzierung Investition TVN Beschluss 057-04 v. 26.10.04 Erbbaurechtsvertr. LK NDH u.TVN Schuldrechtl.Vertr. LK NDH u.Rethmann über Flächen d. AWZ KAD

9

T V N

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

TLVwA

UR-Nr. 1925/08 vom 11.12.2008 UR-Nr. 1926/08 vom 11.12.2008 Geschäftsanteils-/Abtretungsvertr. Kauf der privaten Anteile an der TVN i.V.m. Kaufpreisbestätigung v. 02.03.09

RA Genehmigung v. 10.02.09 Kauf der privaten Geschäftsanteile an der TVN (AZ: 240.4-1511.01-001/09-NDH)

Beschluss 450-08 v. 30.09.08 Erwerb Gesellschaftsant. an TVN Beschl. 462 u 463-08 v. 18.11.08 Geschäftsanteils- und Abtretungsvertrag der privaten Gesellschafter mit dem Landkreis Nordhausen

Beschluss 476-08 v. 16.12.08 Rangrücktrittserklärung Beschluss 473-08 v. 20.01.09 3. Änderung Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 287/2009 vom 03.03.2009 Änderung Gesellschaftsvertrag

Beschluss 157/10 v. 28.09.10 Subunternehmervertrag der TVN / Bewirtschaftungsvertrag des LK Beschluss 199/10 v. 14.12.10 a) Vertrag Anlieferung/Ablagerung v. Abfällen auf Kreisabfalldeponie b) Aufhebg Subunternehmervertrag c) 1. Nachtrag z. Vertrag über die Erbringung v. Bewirtschaftungsleistungen Beschluss 219/11 v. 12.04.11 Stundungsantrag der TVN Beschluss 240.1/11 v. 05.07.11 Übertragung von Grundstücken und Anlagen der TVN Beschluss 297/11 v. 20.12.11 Erlass von Forderungen des LK NDH gegenüber der TVN Beschluss 298/11 v. 20.12.11 Auflösung der TVN und Ernennung eines Liquidators Beschluss 299/11 v. 20.12.11 Übertragung der Biologischen Restabfallbehandlungsanlage auf die SHW Beschluss 313/12 v. 31.01.12 Übertragung der Sickerwasseraufbereitungsanlage auf die SHW Beschluss 357/12 v. 22.05.12 Übertragung der Grundstücke Sickerwasseranlage

bb) Historische Entwicklung Der Kreistag beauftragte am 10.05.1994 mit Beschluss Nr. 355-30/94 die Verwaltung mit der Vorbereitung zur Gründung einer Gesellschaft für Planung, Bau und Betrieb der Sickerwasserkläranlage. Am 27.02.1996 wurde der Gesellschaftsvertrag notariell beurkundet, der die Errichtung der Gesellschaft „Betreibergesellschaft Sickerwasserbehandlung Deponie Nentzelsrode mbH“ zur Folge hatte. 10

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

T V N

Das Stammkapital wurde in dem Vertrag mit einer Höhe von 100.000,00 DM (51.129,19 €) festgesetzt. Die Gesellschafter übernahmen folgenden Anteil: • Landkreis Nordhausen 51 % 51.000,00 DM (26.075,89 €) • Maschinenbauingenieur Hans-Jürgen Lill 49 % 49.000,00 DM (25.053,30 €). Bei der am 01.08.1996 durchgeführten Gesellschafterversammlung der vorgenannten GmbH, beschlossen die Gesellschafter einstimmig die Erweiterung der Aufgaben der Gesellschaft und die Umverteilung der Gesellschafteranteile. Der Landkreis Nordhausen übertrug die Aufgaben des Baues und des Betriebes der Biomüllverwertungsanlage mit integrierter Deponiegasverwertung an die „Betreibergesellschaft Sickerwasserbehandlung Deponie Nentzelsrode mbH“. Diese Entscheidung wird in dem Protokoll vom 01.08.1996 damit begründet, dass sich dies auf Grund eines Technologieverbundes mit Vorteilswirkung auf die Müllgebührengestaltung für den Bürger zwingend erforderlich macht. Durch die beschlossene Umverteilung der Gesellschafteranteile der „Betreibergesellschaft Sickerwasserbehandlung Deponie Nentzelsrode mbH“ wurden seit August 1996 die Anteile am Stammkapital wie folgt verteilt: • Landkreis Nordhausen 51 % • Maschinenbauingenieur Hans-Jürgen Lill 29 % • BTN 20 % Der Name der o. g. Gesellschaft wurde in der Gesellschafterversammlung am 01.08.1996 mit sofortiger Wirkung in TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH (TVN) umbenannt. Weiterhin wurde festgelegt, das Betreiben der Biomüllverwertungs- und Deponiegasanlage durch das Personal der Firma Lill, wie im Sickerwasserbehandlungsvertrag, mit Betriebsüberlassungsvertrag zu realisieren. Am 12.08.1996 erfolgte die notarielle Beurkundung (URNr. 422/1996) der Festlegungen der Gesellschafterversammlung vom 01.08.1996. Der Betriebsüberlassungsvertrag der TVN vom 25.11.1996 wurde von den drei Gesellschaftern am 05.12.1996 unterzeichnet. Vertragsbeginn war der 01.03.1999; die Vertragslaufzeit beträgt 10 Jahre. Am 28.05.1997 wurde der Geschäftsanteil der BTN i.H.v. 20.000,00 DM (10.225,84 €) an Herrn Dr. Gerd-Rainer Vollmer verkauft und abgetreten (UR-Nr. 242/1997). Seit diesem Zeitpunkt wurden die Geschäftsanteile wie folgt gehalten: • Landkreis Nordhausen 51 % 51.000,00 DM (26.075,89 €) • Maschinenbauingenieur Hans-Jürgen Lill 29 % 29.000,00 DM (14.827,46 €) • Herr Dr. Gerd-Rainer Vollmer 20 % 20.000,00 DM (10.225,84 €) Das Stammkapital der Gesellschaft wurde im Jahr 2002 von DM auf € umgestellt. In diesem Zusammenhang wurde der bestehende Gesellschaftsvertrag überarbeitet. Dazu liegt der Kreistagsbeschluss Nr. 276/02 vom 11.06.2002 und die notarielle Beurkundung vom 11.11.2002 (UR-Nr. 1040/2002) vor. Im Rahmen der Neufassung des Gesellschaftsvertrages vom 11.11.2002 wurde der Beirat abgeschafft und ein Aufsichtsrat eingerichtet. Der Kreistag Nordhausen beschloss in seiner Sitzung am 20.08.2002 die Bestellung von Vertretern des Kreistages in den Aufsichtsrat der TVN (Beschluss Nr. 288/02). Am 16.12.2002 fand die erste Aufsichtsratssitzung statt. Der Aufsichtsrat gab sich eine Geschäftsordnung.

11

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

T V N

Am 04.05.2004 beschloss der Kreistag in seiner Sitzung die Ergänzung des Gesellschaftsvertrages der TVN, (§ 2 Abs. 1 Gegenstand des Unternehmens) hinsichtlich der biologischen Behandlung mechanisch aufbereiteten Restabfalls durch die TVN (Beschluss Nr. 468/04). Durch die zukünftige Zusammenarbeit von Rethmann Entsorgungswirtschaft GmbH & Co. KG Region Nord und der TVN sollen das veränderte Entsorgungskonzept (den Deponiestandort Nentzelsrode langfristig sichern) und die Forderungen des Landkreises Nordhausen (kein Müllexport, keine Müllverbrennung) weitgehend realisiert werden. Nach dem neuen Konzept soll durch die TVN die biologische Nachbehandlung einer Teilfraktion der von der Firma Rethmann mechanisch vorbehandelten Restabfälle vorgenommen werden. Im bestehenden Gesellschaftsvertrag (§ 2) war dieser neue Gegenstand der Gesellschaft nicht verankert. Das veränderte Entsorgungskonzept wurde in der Verbandsversammlung des ZAN am 19.04.2004 einstimmig beschlossen. Am 04.05.2004 gab der Landkreis Nordhausen eine Erklärung für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Nordhausen, der TVN Nentzelsrode GmbH und der Rethmann Entsorgungswirtschaft GmbH & Co. KG Region Nord ab (Kreistagsbeschluss Nr. 483/04), um die notwendigen Verhandlungen zwischen der Firma Rethmann und TVN positiv zu begleiten. Laut Subunternehmervertrag zwischen der TVN und Remondis vom 02.12.2004 wurde die TVN mit der Übernahme der organikreichen Teilfraktion aus der von REMONDIS betriebenen mechanischen Aufbereitungsanlage am Standort Deponiegelände Nentzelsrode mit der Verpflichtung beauftragt, das Material am Standort einer biologischen Behandlung derart zu unterziehen, dass das Material nach erfolgter Behandlung in Übereinstimmung mit allen maßgeblichen abfallrechtlichen Vorschriften, insbesondere der Verordnung über die umweltverträgliche Ablagerung von Siedlungsabfällen (Ablagerungsverordnung) und den für die Deponie Nentzelsrode geltenden abfallrechtlichen Zulassungen auf der Deponie Nentzelsrode gesetzes- und verordnungskonform abgelagert werden kann. Da die TVN über kein eigenes Personal verfügt, wurde am 02.12.2004 zur Erfüllung der Aufgaben des Subunternehmervertrages ein Betriebsüberlassungsvertrag zwischen der TVN und der Lill Entsorgung geschlossen. Beginnend ab 01.06.2005 beträgt die Vertragszeit 15 Jahre. Vertragsverlängerungen erfolgen ohne Kündigung auf unbegrenzte Zeit. Kündigungen sind für beide Vertragsparteien jeweils zum Ablauf von fünf weiteren Vertragsjahren zulässig. Vom 06.06.2006 bis 21.06.2006 führte das Finanzamt Sondershausen in der TVN für die Wirtschaftsjahre 2002–2004 eine Betriebsprüfung, mit dem Ergebnis durch, dass der bereits festgestellte Jahresabschluss 2005 der TVN geändert werden musste. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 2007 bildete die TVN aufgrund der Unterdeckung der Deponierungsgebühr von 11,76 €/t eine Rückstellung auf drohende Verluste i.H.v. 376.320,00 €. Das daraus resultierende negative Jahresergebnis (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) führte zu einer bilanziellen Überschuldung der TVN. Am 18.11.2008 beschloss der Kreistag (Beschl.-Nr.’n 462-08 u. 463-08) den Erwerb der bislang von Hans-Jürgen Lill und Dr. Gerd-Rainer Vollmer gehaltenen, privaten Geschäftsanteile. Mit Wirkung vom 02.03.2009 (UR 1925 u. 1926/2008 i.V.m. Bestätigung zum Empfang des Kaufpreises) ist der Landkreis Nordhausen alleiniger Gesellschafter der TVN. In seiner Sitzung am 16.12.2008 beschloss der Kreistag (Beschl.-Nr. 476-08) die „Rangrücktrittserklärung des Gesellschafters Landkreis Nordhausen“. Mit dieser Erklärung tritt der Landkreis mit seinen Ansprüchen auf Tilgung, Verzinsung und Rückzahlung seiner Forderungen gegenüber der TVN im Rang zurück, um eine drohende Überschuldung zu beseitigen und ein Insolvenzverfahren zu vermeiden. 12

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

T V N

Mit Wirkung vom 01.03.2009 wurde Hans-Joachim Lill als Geschäftsführer abberufen und Kathrin Materlik zur alleinigen Geschäftsführerin der Gesellschaft bestellt. Gleichzeitig wurden die Aufgaben der Sickerwasserbehandlung, der Bioabfallverwertung und der Deponiegasverwertung seitens des Landkreises Nordhausen an die SHW übertragen. Der TVN verblieb ab diesem Zeitpunkt nur noch die Aufgabe der biologischen Restabfallbehandlung gemäß Subunternehmervertrag mit REMONDIS. Zwischen der TVN und der SHW wurde am 07.05.2009 ein Geschäftsbesorgungs- und Personalgestellungsvertrag unterzeichnet. Danach beauftragt die TVN die SHW mit der Erbringung kaufmännischer Dienstleistungen. Weiterhin stellte die SHW drei Mitarbeiter zur Erfüllung der Aufgaben der biologischen Restabfallbehandlung zur Verfügung. In seiner Sitzung am 14.12.2010 beschloss der Kreistag mit Beschl.-Nr. 199/10 die Aufhebung des bestehenden Subunternehmervertrages zwischen der TVN und REMONDIS zum 31.12.2010. Die endgültige Vertragsunterzeichnung hierzu erfolgte am 16.12.2010. Ursächlich hierfür war die Tatsache, dass einerseits für REMONDIS die Behandlung des Abfalls in der Kugelmühle infolge der hohen Energie- und Wartungskosten unwirtschaftlich wurde, andererseits die TVN erhebliche Investitionen in ihre Anlage hätte tätigen müssen, um den reibungslosen Betrieb weiterhin aufrecht zu erhalten. Mit Aufhebung des Subunternehmervertrages beschloss der Kreistag die weitere Verwendung der biologischen Restabfallbehandlungsanlage (BRA) als Verwertungsanlage für Bioabfälle. Für die Vorbereitung dieser komplexen Aufgabenstellung gründete der Kreistag in seiner Sitzung am 16.12.2010 (Beschl.-Nr. 200/10) eine Projektgruppe mit Vertretern der SHW, HVV, Landkreisverwaltung, eines Ingenieurbüros und einer Rechtsanwaltskanzlei, deren Aufgabe es war, ein beschlussfähiges Konzept zum Aufbau einer Bioabfallverwertungsanlage zur effektiven Verwertung von Bioabfällen unter Nutzung der bisherigen BRA der TVN zu erstellen und erste Schritte zur Beendigung der TVN vorzubereiten. Das Konzept (Beschluss Nr. 240/11) wurde vom Kreistag am 05.07.2011 bestätigt. Mit Beschluss des Kreistages Nordhausen Nr. 298/11 vom 20.12.2011 wurde der Landrat beauftragt, die Auflösung der Gesellschaft zu beschließen. Die entsprechende Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung erfolgte am 28.12.2011 mit Wirkung zum 31.12.2011. Die Auflösung der Gesellschaft wurde am 21.02.2012 zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet.

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

Die im Unternehmensgegenstand beschriebene Aufgabe entspricht nicht dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck von kommunalen Unternehmen, da die Aufgabe „Biologische Behandlung mechanisch aufbereiteten Restabfalls“ nicht durch den Landkreis, sondern ein privatwirtschaftliches Unternehmen (REMONDIS) auf die TVN übertragen wurde. Damit hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages (§ 2 Gesellschaftszweck) vom 09.03.2009 gegen den Grundsatz des öffentlichen Zwecks verstoßen. Auf der Grundlage des § 66 ThürKO wäre der Landkreis Nordhausen, als kommunaler Gesellschafter verpflichtet, die Gesellschaft zu fiskalisieren. Dies ist jedoch entbehrlich, da die TVN aufgrund der Kündigung des Subunternehmervertrages mit REMONDIS ab dem Wirtschaftsjahr 2011 die o.g. Aufgabe nicht mehr wahrnimmt und sich ab dem 01.01.2012 in Liquidation befindet.

13

T V N

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs

aa) Bilanz Bilanz

31.12.2011

01.01.2012

(EUR)

(EUR)

1)

31.12.2012 (EUR)

2)

31.12.2013 (EUR)2)

Bilanzsumme

2.833.315,12 2.833.315,12 2.600.451,73

27.625,72

Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag

2.305.028,00 0,00 0,00 133.803,80 2.438.831,80 2.338.379,25 0,00 0,00 0,00 394.483,32 394.483,32 262.072,48

0,00 27.625,72 0,00 0,00

Passiva Eigenkapital 1. Gezeichnetes Kapital 2. Kapitalrücklage 3. Gewinnvortrag/Verlustvortrag(-) 4. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(-) 5. Nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag

Rückstellungen Verbindlichkeiten 1) 2)

0,00

0,00

0,00

2.357,43

51.129,19 200.000,00 -1.262.004,81 616.392,30 394.483,32

51.129,19 200.000,00 -645.612,51 0,00 394.483,32

51.129,19 518.799,75 -645.612,51 -186.388,91 262.072,48

51.129,19 518.799,75 -832.001,42 264.429,91 0,00

18.243,00 18.243,00 15.400,00 2.815.072,12 2.815.072,12 2.585.051,73

13.000,00 12.268,29

Eröffnungsbilanz zu Beginn der Liquidation Liquidationsbilanz

Nach § 71 Abs. 1 GmbHG ist zu Beginn der Liquidation eine Eröffnungsbilanz aufzustellen, in welcher nach § 71 Abs. 2 Satz 3 GmbHG alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wie Umlaufvermögen zu bewerten sind. In der Eröffnungsbilanz zum 01.01.2012 erhöht sich das Umlaufvermögen demnach um den Betrag, zu dem das Anlagevermögen in der Bilanz vom 31.12.2011 ausgewiesen war.

bb) Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand, Sozialabgaben Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-)

14

31.12.2011

31.12.2012

31.12.2013

(EUR)

(EUR)

(EUR)

413.375,25 1.157.224,66 433.813,60 8.020,63 226.556,00 149.095,31 43,94 132.949,36

0,00 384.096,03 0,00 3.308,86 118.996,02 331.113,93 1.209,02 114.147,98

0,00 2.901.401,51 0,00 2.859,49 0,00 2.391.244,99 0,00 239.023,24

620.208,95 0,00 0,00 0,00 0,58 3.817,23 616.392,30

-182.261,74 0,00 0,00 0,00 -0,17 4.127,34 -186.388,91

268.273,79 0,00 0,00 0,00 12,18 3.831,70 264.429,91

T V N

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

cc)

Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

aaa) Umsatzerlöse 2011 EUR

Umsatzerlöse Abfallbehandlung Restabfallbehandlung (Remondis; 34,00 €/Mg) Deponierungsgebühr (Remondis; 17,50 €/Mg) Biotonne - Lkrs Nordhausen Sickerwasserbehandlung - Lkrs Nordhausen Deponieentgasung - Lkrs Nordhausen Einspeisungvergütung Deponie- und Biogas Übrige Zwischensumme 1 Weiterberechnung Energie an Remondis Lill bzw. SHW Zwischensumme 2 Gesamt

2012 EUR

2013 EUR

0,00 149.786,87 0,00 0,00 0,00 20.805,97 1.049,13 171.641,97

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

216.037,24 25.696,04 241.733,28 413.375,25

0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00

Aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebes, hat die ab dem 01.01.2012 in Liquidation befindliche Gesellschaft, auch im Wirtschaftsjahr 2013 keine Umsatzerlöse erzielt. Im Zuge der Liquidation erzielte die Gesellschaft im Berichtsjahr „Sonstige betriebliche Erträge“ i.H.v. 2,9 Mio. €, die sich im Wesentlichen aus den Ertragspositionen: - Veräußerung des im Wirtschaftsjahr 2013 verbliebenen gesamten Anlagevermögens, - Vermietung des beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögens der BRA an die SHW (bis zum Zeitpunkt der Übertragung des Anlagevermögens) und - Berechnung des Strombezuges vom AWZ an die weiteren Anschlussteilnehmer (bis zum Zeitpunkt der Übertragung des Anlagevermögens) zusammensetzen.

bbb) Personalentwicklung Die TVN beschäftigt außer, den vom Landratsamt Nordhausen auf der Grundlage des KTBeschlusses 298/11 v. 20.12.11 ernannten Liquidators, kein eigenes Personal, so dass hier die Erläuterung entfällt.

15

T V N

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

ccc) Anlagevermögen 2011 TEUR

Anlagevermögen I. Sachanlagen 1. Grundstücksgleiche Rechte, Bauten 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung Anlagevermögen

2012 TEUR

2013 TEUR

2.152,20

0,00

0,00

104,10

0,00

0,00

48,70 2.305,00 2.305,00

0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens

Tausend Euro

4.500,00 2.305,00

3.000,00 1.500,00

0,00

0,00

0,00 2011

2012

2013

Jahr

Mit Beginn der Liquidation der Gesellschaft wurden nach § 71 Abs. 2 Satz 3 GmbHG alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens dem Umlaufvermögen zugeordnet, sodass das Anlagevermögen der TVN i.L. in der Liquidationsbilanz vom 31.12.2013, einen Wert von 0,00 € (Vj. 0,00 €) ausweist.

16

T V N

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Zuschüsse/Verlustausgleich aus dem Verwaltungshaushalt (in €)

Ist 2011

Ist 2012

Ist 2013

Plan 2014

859.612,47

518.798,95

0,00

0,00

davon

davon

Liquiditätshilfe 1) des Landkreises

Verkaufserlös für 3) Grundstück des LK

200.000,00 Forderungsverzicht 2) des Landkreises

442.594,95 Verkaufserlös für 4) Grundstück des LK

659.612,47

76.204,00

1)

Auf Grund bestehender Kreditverträge mit der Commerzbank Nordhausen war die TVN i.L. verpflichtet, die vereinbarten Ratenzahlungen zum 30.03., 30.06., 30.09. und 31.12.2011 abzusichern. Um diesen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, beantragte die Gesellschaft am 23.09.2011 beim Gesellschafter eine Liquiditätshilfe i.H.v. 100.000 €. Die Zahlung erfolgte zum 30.09.2011 und wurde als Gesellschaftereinlage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt. Eine weitere Liquiditätshilfe des Gesellschafters i.H.v. 100.000 € erfolgte am 27.12.2011.

2)

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2011 war absehbar, dass die TVN i.L. ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Landkreis Nordhausen nicht nachkommen kann. Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft erfolgte die Beantragung des Erlasses der Forderungen aus Deponiegebühren. Dem Antrag wurde entsprochen und der Kreistag Nordhausen beschloss in seiner Sitzung am 20.12.2011, dass der Gesellschaft die Forderungen i.H.v. 659.612,47 € erlassen werden (Beschluss Nr. 297/11).

3)

Auf der Grundlage des Kreistagsbeschlusses Nr. 299/11 wurde der Verkaufserlös des Landkreises Nordhausen aus dem Verkauf der Grundstücke der biologischen Restabfallbehandlungsanlage und der alten Biogasanlage i.H.v. 442.594,95 € zur Befreiung der bestehenden Bankverbindlichkeiten der TVN i.L. eingesetzt.

4)

Auf der Grundlage des Kreistagsbeschlusses Nr. 313/12 wurde der Verkaufserlös des Landkreises Nordhausen aus dem Verkauf der Grundstücke der Sickerwasseraufbereitungsanlage i.H.v. 76.204,80 € zur Befreiung der bestehenden Bankverbindlichkeiten der TVN i.L. eingesetzt.

Nachschüsse wurden nicht gezahlt. Eine Kapitalentnahme erfolgte nicht.

ee) Beurteilung der Lage Mit Beschluss des Kreistages Nordhausen Nr. 298/11 vom 20.12.2011 wurde der Landrat beauftragt, die Auflösung der Gesellschaft zu beschließen. Die entsprechende Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung erfolgte am 28.12.2011 zum 31.12.2011. Die Auflösung der Gesellschaft wurde am 21.02.2012 zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet. Zum Liquidator wurde ein Mitarbeiter des Landratsamtes Nordhausen bestellt. Die Geschäftstätigkeit der TVN i.L. wurde bereits im Jahr 2011 eingestellt, sodass sich die Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2013 auf reine Abwicklungstätigkeiten beschränkt haben. Das vorhandene Anlagevermögen der TVN i.L. wurde vollständig verwertet: •

Nach Veräußerung der Sickerwasseranlage im Jahr 2012 bestand das Anlagevermögen der TVN i.L. nur noch aus der alten Biogasanlage und der stillgelegten BRA. Die SHW hat durch Vertrag vom 18.09.2012 die entsprechenden Grundstücke vom Landkreis Nordhausen erworben und wurde dadurch Erbverpächter im Verhältnis zur TVN i.L. Am 11.06.2013 haben die SHW und die TVN i.L. die Aufhebung aller Erbbaurechte beurkundet. Die SHW wurden im Rahmen des Vollzuges dieser Aufhebung Eigentümer sämtlicher verbliebener Aufbauten der TVN i.L. und zahlten dafür einen Betrag an die TVN i.L. i.H.v. 2.606.109,23 € netto entsprechend des Kreistagsbeschlusses 299/11

17

TVN Technologieverbund Nentzelsrode GmbH in Liquidation

T V N

vom 20.12.2011. Die TVN i.L. wurde hierdurch in die Lage versetzt, ihre Verbindlichkeiten gegenüber der Commerzbank AG vollständig zu befriedigen. • Die verbliebenen Fahrzeuge wurden danach aus der Sicherungsübereignung zugunsten der Commerzbank AG entlassen und konnten per 30.11.2013 zu einem Gesamtkaufpreis i.H.v. 39.802,26 € netto an die SHW veräußert werden. Die Werte wurden durch Ankaufangebote ermittelt. • Sämtliche verbliebene Kleingeräte und die alte Büroausstattung der TVN i.L. wurde per 30.11.2013 zu einem Gesamtkaufpreis von 1.000,00 € netto gleichfalls an die SHW veräußert. Die Veräußerungstätigkeiten im Rahmen der Liquidation sind damit abgeschlossen. Erträge erzielte die TVN i.L. aus der Vermietung des beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögens an die SHW bis zur Übertragung dieser Gebäude bzw. Maschinen an die SHW. Die TVN i.L. hat im Berichtszeitraum bis zur Übertragung der Trafostation weiterhin den Strombezug für das Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode übernommen und entsprechende Erträge aus der Weiterberechnung an die weiteren Anschlussnehmer erzielt. Da die Veräußerungserlöse über den Buchwerten lagen und aufgrund der Erträge aus der Vermietung konnte ein positives Jahresergebnis i.H.v. 264.429,91 € erzielt werden. Aus dem gleichen Grund ist die Gesellschaft gegenüber dem Vorjahresabschluss bilanziell nicht mehr überschuldet. Der Geschäftsbesorgungsvertrag vom 18.03./07.05.2009 mit der SHW zur Erledigung der kaufmännischen Aufgaben wurde zum 31.12.2013 beendet.

Liquiditätslage Durch die Mieterträge aus der Vermietung des beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögens bis zu deren Veräußerung und aufgrund der Veräußerungserlöse war die TVN i.L. jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Darüber hinaus konnten die Liquiditätshilfen des Landkreises Nordhausen i.H.v. 90.000,00 € aus dem Jahr 2012 zurückgezahlt sowie die Gebührenforderungen des Landkreises vollständig beglichen werden. Per 31.12.2013 waren nur noch geringfügige Verbindlichkeiten zu verzeichnen, die in der Folgezeit gleichfalls beglichen wurden.

Weiterer Liquidationsverlauf (Nachtragsbericht) Die Veräußerung des Anlagevermögens ist abgeschlossen. Die Gewerbeabmeldung ist erfolgt. Insoweit sind anschließend nur noch die formalen Fristen der Liquidation zu erfüllen. Aufwendungen werden nur noch für die Buchhaltung, Prüfung, Steuerberatung, Liquidatorvergütung und die sonstigen im Rahmen einer Liquidation anfallenden Gebühren und Kosten erforderlich sein. In dem Zusammenhang kann ein geringfügiger Liquiditätsbedarf entstehen, der durch den Gesellschafter sicherzustellen ist.

18

2.

Service Gesellschaft des Landreises Nordhausen mbH

Seite a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

20

b)

Organigramm

21

c)

Entstehung und Entwicklung

21

aa) Eckdaten bb) Historische Entwicklung

21 22

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

24

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

25

aa) Bilanz bb) Gewinn- und Verlustrechnung cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse bbb) Personalentwicklung ccc) Anlagevermögen dd) ee)

Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Beurteilung der Lage

19

25 25 26 26 26 27 28 29

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH

a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Anschrift:

Telefon/Fax:

E-Mail/Internet:

Am Schorfe 17 99734 Nordhausen

0 36 31/90 26 70 0 36 31/90 26 72

[email protected] www.sgndh.de

Gründung:

Unternehmensgegenstand:

13.02.1991

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen für den Landkreis Nordhausen. Dazu zählt insbesondere:

Gesellschaftsvertrag:

-

Das Betreiben von öffentlichen Gebäuden, Einrichtungen, Anlagen und Infrastrukturen sowie die Ausführung von Wartungs-, Instandhaltungs-, Rekonstruktions-, Instandsetzungsarbeiten und Neubau.

-

Die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Bereitstellung von Beschäftigungen, Ausbildungs- und Bildungsangeboten, insbesondere um behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufes oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen sowie

-

die Akquirierung und Durchführung von Projekten die der Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten dienen und in kommunaler Trägerschaft erfolgen.

derzeit gültige Fassung datiert vom 23.11.2012

Die Gesellschaft kann ferner alle Geschäfte eingehen und alle Maßnahmen durchführen, die dem Gesellschaftszweck dienlich sind. In diesem Rahmen kann sie sich auch an anderen Einrichtungen beteiligen, andere Einrichtungen übernehmen und Tochtergesellschaften gründen.

Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Handelsregister:

Beteiligungen:

Amtsgericht Jena HRB 400 884

keine Beteiligungen

Gesellschafter:

Kapitalanteile:

Landkreis Nordhausen Unterjährige Veränderung bei dem gesetzlichen Vertreter

26.000,00 € = 26.000,00 € =

Gesetzliche Vertreterin in der Gesellschafterversammlung:

100,0 % 100,0 %

Birgit Keller, Landrätin

keine

Geschäftsführung: Geschäftsführer

Gunnar Reuter

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben.

Aufsichtsrat: Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender Mitglieder

Winfried Theuerkauf (vakant) Hannelore Haase Heike Umbach Dr. med. Ulrich Franke Jens Schlichting Klaus-Dieter Drick Maik Schröter

Landkreis Nordhausen

Satzungsmäßige Besetzung

7 Aufsichtsratsmitglieder

gemäß § 9 Gesellschaftsvertrag

Unterjährige Veränderung

ausgeschieden Stefan Nüssle

neu Maik Schröter

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates pro Jahr: 990,00 €

Nachschusspflicht: keine Regelung im Gesellschaftsvertrag enthalten

20

am (09.07.13)

Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen

ab (19.12.13)

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH

b)

Organigramm Geschäftsführer

Verwaltung

Straßenbewirtschaftung

Betriebsleiter

Technische Hausverwaltung in Schulen

Gebäudereinigung

Controlling

Bäderbetriebe

sonstige wirtschaftliche Zweige

Schwimmhalle Sollstedt

Elektotechnische Dienstleistungen

Freibad Bleicherode

Tischlerei

Waldbad Ellrich

Dienstleistungen aller Art

Waldbad Ilfeld

Kommunaldienst

Freibad Uthleben Waldbad Neustadt

c)

Entstehung und Entwicklung

aa) Eckdaten Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

Beschluss 49-5/90 v. 06.12.90 Gründung der Gesellschaft

UR-Nr. 173/91 vom 13.02.91 Gründung der Gesellschaft Gesellschaftsvertrag

Beschluss 270-24/93 v.21.09.93 Grundstücksübertragung Service GmbH an Landkreis

UR-Nr. 154/96 vom 12.02.96 Grundstückskaufvertrag

TLVwA RA Genehmigung Gründung war genehmigungsfrei

Beschluss 279/97 v. 12.05.97 Änderung Gesellschaftsvertrag - Aufsichtsrat Beschluss 343/97 v. 09.12.97 Fusion SGN mit EGN (Zwei Stufen) 1) Übernahme der Geschäftsanteile an der SGN an die EGN 2) Fusion SGN mit EGN

UR-Nr. 1621/97 vom 29.12.97 Verkauf /Abtretung der Geschäftsanteile ab 01.01.98 an die EGN

Beschluss 173/01 v. 21.08.01 Aussetzung des KT-Beschlusses Nr. 343/97 hinsichtlich der Fusion Beschluss 220/01 v. 11.12.01 Übernahme Schwimmhalle Sollstedt in Eigentum des LK Beschluss 380/03 v. 24.06.03 Fusion SGN mit EGN (durch KT-Beschluss 053/04 wieder aufgehoben)

21

RA Genehmigung v. 21.02.2006 Nachträgliche Genehmigung der Veräußerung der Geschäftsanteile der Service GmbH aus dem Jahr 1997 an die EGN (AZ: 240.4-1515.01-001/05-NDH)

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH

Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

TLVwA

Beschluss 053-04 v. 26.10.04 Verkauf und Abtretung von Geschäftsanteilen der EGN an der SGN

UR-Nr. 1965/04 vom 16.12.04 Kauf- und Abtretungsvertrag von Geschäftsanteilen

RA Genehmigung v. 19.01.2007 Erwerb von 10% der Geschäftsanteile an der Service GmbH (AZ:240.4-1515.01-001/05-NDH)

UR-Nr. 1087/2012 vom 22.06.12 Änderung Gesellschaftsvertrag v. 13.02.91 durch Einfügen des § 9a - Einziehung von Geschäftsanteilen

Antrag d. LK NDH v. 31.03.2014 auf RA Genehmigung Genehmigungsfiktion (AZ:240.4-1515.01-004/09-NDH)

Beschluss 101-05 v. 14.02.05 Jährliche Kürzung des Zuschusses für die Schwimmhalle Sollstedt um 10.000,- € Beschluss 481-09 v. 21.04.09 Aufhebung des KT-Beschlusses Nr. 101-05 v. 14.02.05 Beschluss 482-09 v. 21.04.09 Festlegung jährlicher Zuschuss für die Schwimmhalle Sollstedt i.H.v. 50.000,- € Beschluss 483-09 v. 21.04.09 Grundhafte Sanierung der Schwimmhalle Sollstedt mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket 2 Beschlussvorl. 063/09 v. 03.12.09 Umwandlung der Service in einen Eigenbetrieb wurde in KT-Sitzung am 26.10.10 zurückgezogen Beschluss 270/11 v. 20.12.11 Neufassung Gesellschaftsvertrag Beschluss 350/12 v. 22.05.12 (Bezug zu Beschluss 270/11) Einziehung von Geschäftsanteilen

UR-Nr. 2007/2012 vom 23.11.12 Neufassung Gesellschaftsvertrag

Beschluss 445/13 v. 29.01.13 Abberufung Geschäftsführer Beschluss 446/13 v. 29.01.13 Neubestellung Geschäftsführer Beschluss 527/13 v. 24.09.13 Änderung § 16 des Gesellschaftsvertrages Beschluss 545/13 v. 19.11.13 Aufhebung d. Beschlusses 527/13 zur Änderung § 16 des Gesellschaftsvertrages

bb) Historische Entwicklung Die Gründung der Service Gesellschaft des Kreises Nordhausen GmbH (SGN) wurde durch den Kreistag am 06.12.1990 (KT-Beschluss Nr. 49-5/90) beschlossen und am 13.02.1991 (UR-Nr. 173/91) notariell beurkundet. Das Stammkapital umfasst 50.000,- DM und wurde zu 100% vom alleinigen Gesellschafter, dem Landkreis Nordhausen, gehalten. Am 21.09.1993 (KT-Beschluss Nr. 270-24/93) beschloss der Kreistag die Übernahme und Übertragung des Grundstücks „Service Gesellschaft des Kreises Nordhausen GmbH“ an den Landkreis. Im Dezember 1993 kam es zur Einstellung des wesentlichen Geschäftsbetriebes. Konkrete Schritte zur Liquidation wurden jedoch nicht getätigt. Das Grundstück wurde als ruhender Gewerbebetrieb an andere Unternehmen vermietet. Am 02.02.1996 beschloss die Gesellschafterversammlung den Geschäftsbetrieb der SGN wieder aufzunehmen. 22

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH Mit dem Grundstückskaufvertrag vom 12.02.1996 (UR-Nr. 154/96) wurde das Geschäftsgrundstück „Am Schorfe 17“ (46.385 qm Ackerland und 10.280 qm Gebäude und Freifläche) zu 2.300.000,00 DM an den Landkreis Nordhausen veräußert. Am 12.05.1997 (KT-Beschluss Nr. 279/97) beschloss der Kreistag Nordhausen mit Wirkung vom 30.06.97 die Änderung des Gesellschaftsvertrages. Gegenstand der Änderung war die Bestellung eines Aufsichtsrates, bestehend aus sechs Mitgliedern. Eine notarielle Beurkundung erfolgte nicht. Am 11.11.1997 gewährte die SGN der Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen GmbH (EGN) ein Darlehen i.H.v. 500.000,00 DM mit 6%iger Verzinsung. Angaben über die Rückzahlungsfrist wurden nicht getroffen. Am 09.12.1997 (KT-Beschluss Nr. 343/97) beschloss der Kreistag Nordhausen die Fusion der SGN mit der EGN. Als Verschmelzungszeitpunkt wurde der 01.01.1998 vorgeschlagen. In gleicher Sitzung beschloss der Kreistag (KT-Beschluss Nr. 353/97), dass der Aufsichtsrat der EGN bis zur Fusion der beiden Gesellschaften die Aufgaben des Aufsichtsrates für die SGN wahrnehmen soll. Die Konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates war am 17.02.98. Am 29.12.1997 (UR-Nr. 1621/97) wurden die Geschäftsanteile der SGN i.H.v. 50.000,00 DM an die EGN veräußert. Mit Wirkung vom 01.01.1998 wurde die SGN 100%ige Tochter der EGN. Zur beschlossenen Fusion kam es jedoch nicht. Am 01.04.2001 übernahm die SGN die Betreibertätigkeit der Schwimmhalle Sollstedt, da die EGN, als bisherige Betreiberin, ihren Geschäftsbetrieb zum 31.03.2001 einstellte. Am 21.08.2001 (Beschluss Nr. 173/01) beschloss der Kreistag Nordhausen die bislang vorgenommene weitere Aussetzung des Beschlusses Nr. 343/97 vom 09.12.1997. Am 24.06.2003 (Beschluss Nr. 380/03) beschloss der Kreistag Nordhausen die Fusion der SGN mit der EGN mit folgenden Punkten: 1. Rückwirkend zum 01.01.2003 erfolgt die Fusion der Service Gesellschaft mit der EGN. 2. Der Landrat wird beauftragt, entsprechende Gesellschafterbeschlüsse herbeizuführen. 3. Die Beschlüsse Nr. 343/97 und Nr. 173/01 werden aufgehoben. Zur beschlossenen Fusion (s. Pkt. 1) kam es jedoch nicht. Ebenso erfolgte keine notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrages. Am 26.10.2004 (KT-Beschluss Nr. 053/04) beschloss der Kreistag Nordhausen den Verkauf und die Abtretung von Geschäftsanteilen an der SGN mit folgenden Punkten: 1. Der KT-Beschlusses Nr. 380/03 zur Fusion der Service Gesellschaft mit der EGN wird aufgehoben. 2. Der Geschäftsanteil, den die EGN an der Service Gesellschaft hält (25.564,59 €) wird in zwei Teilgeschäftsanteile zu 90% und 10 % geteilt. Das Anteilspaket zu 90% wird an die Service Gesellschaft und das Anteilspaket zu 10% wird an den Landkreis Nordhausen verkauft und abgetreten (Das alleinige Stimmrecht liegt beim Landkreis.). 3. Die EGN soll sodann liquidiert werden. Die rechtsaufsichtliche Genehmigung des notariell beurkundeten Geschäftsanteilskauf- und -abtretungsvertrages vom 16.12.2004 wurde mit Schreiben des Thüringer Landesverwaltungsamtes vom 19.01.2007 erteilt. Am 14.02.2005 (KT-Beschluss Nr. 101-05) beschloss der Kreistag, den jährlichen Zuschuss für die Betreibung der Schwimmhalle in Sollstedt beginnend ab dem HH-Jahr 2005 von bisher 70.000,00 € jährlich um 10.000,00 € zu reduzieren.

23

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH Dieser Beschluss (Jährliche Abschmelzung des Zuschusses um 10.000,00 €) wurde am 21.04.2009 mit KT-Beschluss Nr. 481-09 wieder aufgehoben. In gleicher Sitzung legte der Kreistag mit KT-Beschluss Nr. 482-09 einen festen Finanzierungsanteil des Landkreises, als Dauerzuschuss i.H.v. 50.000,00 € pro Jahr für die Betreibung der Schwimmhalle in Sollstedt fest. Am 20.12.11 (KT-Beschluss 270/11) hat der Kreistag die Neufassung des Gesellschaftsvertrages beschlossen. Da vor der notariellen Beurkundung der Neufassung die von der SGN selbst gehaltenen 90 % der Geschäftsanteile eingezogen werden sollten, der bisherige Gesellschaftsvertrag vom 13.02.1991 eine solche Regelung aber nicht enthielt, musste dieser zuvor um den § 9a „Einziehung von Geschäftsanteilen“ ergänzt werden. Alsdann erfolgte am 23.11.2012 (UR-Nr. 2007/2012) die notarielle Beurkundung der Neufassung.

d) Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO) Die SGN ist ein kompetenter Partner zur Erbringung von Dienstleistungen für den Landkreis Nordhausen. Die im Unternehmensgegenstand aufgeführten Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck von kommunalen Unternehmen und begründen ihr Engagement. Das Unternehmen erbringt für den Landkreis Nordhausen als Gesellschafter und Hauptauftraggeber der SGN nachstehende Aufgaben: • • • •

Bewirtschaftung kreiseigener Straßen Geschäftsbesorgung Schulverwaltung Reinigung landkreiseigener Immobilien Betreibung einer landkreiseigenen Schwimmhalle

Mit Erfüllung dieser Aufgaben erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 1.691.027,66 € (Vj. 1.180.356,61 €), was einem Anteil von 87% (Vj. 84%) des Gesamtumsatzes der SGN entspricht. Die Erhöhung dieses Anteils resultiert insbesondere aus der Erweiterung der Aufgabe „Reinigung landkreiseigener Immobilien“, zu der im Geschäftsjahr 2013 Reinigungsdienstleistungen von 27 Schulobjekten hinzukamen. Zur Erfüllung des öffentlichen Zwecks müsste das Auftragsvolumen des Landkreises Nordhausen einem Anteil von mindestens 90 % des Gesamtumsatzes entsprechen. Zwar liegt die SGN derzeit mit 3% noch unter dem erforderlichen Mindestmaß von 90%. Jedoch könnte die Erhöhung des vom Landkreis Nordhausen beauftragten Aufgabenvolumens bzw. der Wegfall von Aufgaben, die durch Dritte beauftragt sind, kurzfristig dazu führen, dass die SGN das erforderliche Mindestmaß von 90% erfüllt.

24

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

aa) Bilanz Bilanz

31.12.2011 (EUR)

Bilanzsumme

1)

31.12.2013 (EUR)

411.181,50

513.454,09

714.438,31

118.419,00 286.670,94 6.091,56

217.690,50 285.089,33 10.674,26

293.911,58 407.670,50 12.856,23

293.758,50 2.556,46 1.177.495,36 0,00 -835.213,88 -51.079,44 27.675,00 89.748,00

297.416,00 26.000,00 1.154.487,23 0,00 -886.293,32 3.222,09 42.705,00 173.333,09

338.905,10 26.000,00 1.154.487,23 0,00 -883.071,23 41.489,10 49.727,00 325.806,21

Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Passiva Eigenkapital 1) 1. Gezeichnetes Kapital 2. Kapitalrücklage 3. Gewinnrücklagen 4. Verlustvortrag 5. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(-) Rückstellungen Verbindlichkeiten

31.12.2012 (EUR)

Entsprechend der Regelungen des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden die von der SGN selbst gehaltenen Anteile (Eigene Anteile) i.H.v. 90 % nicht mehr als Vermögensgegenstand behandelt, sondern offen in Höhe des Nennbetrages vom Eigenkapital abgesetzt. Im Wirtschaftsjahr 2012 wurde der als Eigene Anteile i.H.v. 23.008,13 € ausgewiesene Geschäftsanteil der Gesellschaft eingezogen und der Geschäftsanteil des Landkreises i.H.d. eingezogenen Betrages wieder aufgestockt. Alsdann wurde das im Gesellschaftsvertrag ausgewiesene Stammkapital von 50.000,00 DM auf 25.564,59 € umgestellt und auf 26.000,00 € geglättet.

bb) Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2011 (EUR)

Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-)

25

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

1.181.363,50

1.409.389,51

1.928.801,52

19.648,92 126.016,76 73.025,29 1.030.740,48 23.571,77 251.119,96 2.346,74 0,00

-10.648,92 135.484,27 99.119,34 1.153.894,08 35.121,87 240.737,41 848,38 902,43

-8.000,00 126.707,64 137.950,37 1.525.183,89 59.448,18 278.996,93 389,78 2.168,45

-49.081,58

5.298,11

44.151,12

0,19 1.997,67 -51.079,44

0,00 2.076,02 3.222,09

0,00 2.662,02 41.489,10

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH

cc)

Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

aaa) Umsatzerlöse Umsatzerlöse Straßenbewirtschaftung/Winterdienst Geschäftsbesorgung Schulverwaltung Reinigung landkreiseigener Immobilien Vermietung Landratsamt Nordhausen Schwimmhalle Sollstedt Freibäder Kommunaldienst Sonstige Erlöse Erlösschmälerungen Gesamt

2011

2012

2013

EUR

EUR

EUR

251.234,05 579.049,96 131.782,47 1.344,52 61.667,55

273.684,49 657.374,70 179.665,68 4.033,56 65.598,18

325.438,58 717.753,30 557.200,51 17.936,83 72.698,44

113.846,01 31.775,26

178.919,96 34.663,92

192.003,58 36.546,98

10.770,57 106,89 1.181.363,50

15.456,01 6,99 1.409.389,51

9.231,01 7,71 1.928.801,52

Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse von insgesamt 1.928.801,52 € (Vj. 1.409.389,51 €) erzielt, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 519.412,01 € (36,9 %) entspricht. Hierfür sind neben Umsatzsteigerungen in den Bereichen Geschäftsbesorgung Schulverwaltung und Straßenbewirtschaftung/Winterdienst, die Umsatzsteigerung bei der Reinigung landkreiseigener Immobilien, durch die Übernahme weiterer 27 Schulobjekte, maßgeblich.

bbb) Personalentwicklung Personalentwicklung Anzahl der Mitarbeiter

100 63

75

66

73

2012

2013

50 25 0 2011

Wirtschaftsjahr

Im Geschäftsjahr 2013 waren durchschnittlich 73 (Vj. 66) Mitarbeiter beschäftigt. Darunter waren 19 (Vj. 20) Arbeitnehmer geringfügig beschäftigt. Der Umsatz pro Mitarbeiter lag bei 21 T€ (Vj. 21 T€) und der Personalaufwand pro Mitarbeiter bei 17 T€ (Vj. 17 T€).

Kosten [EUR]

Personalkosten 2.000.000 1.500.000

1.525.184 1.030.740

1.153.894

2011

2012

1.000.000 500.000 0 2013

Wirtschaftsjahr

Der Personalaufwand stieg um 32,18 % von 1.153.894,08 € auf 1.525.183,89 €. Grund dafür ist der durch die Erhöhung des Auftragsvolumens gestiegene Personalbedarf. 26

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH

ccc) Anlagevermögen 2011 TEUR

Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen u. ä. Rechte II. Sachanlagen 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagevermögen

2012 TEUR

2013 TEUR

0,00 0,00

0,00 0,00

0,00 0,00

118,40 118,40 118,40

217,70 217,70 217,70

293,90 293,90 293,90

Entwicklung des Anlagevermögens 293,90

Tausend Euro

400,00 217,70

300,00 200,00

118,40

100,00 0,00 2011

2012

2013

Jahr

In der Bilanz zum 31.12.2013 wird das Anlagevermögen mit einer Summe von 293.911,50 € (Vj. 217.690,50 €) ausgewiesen. Das entspricht einem Anstieg von 76.221,00 € (35,0 %) gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg resultiert aus Investitionen von insgesamt 135.669,18 €, denen Abschreibungen i.H.v. 59.448,18 € gegenüberstanden. Zu den einzelnen Posten des Anlagevermögens nachfolgende Erläuterungen: zu I. Immaterielle Vermögensgegenstände Zum 31.12.2013 beträgt der Buchwert 3,00 € (Vj. 3,00 €). Damit hat sich der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. zu II. Sachanlagen Mit Stand 31.12.2013 wird dieser Posten mit insgesamt 293.908,50 € (Vj. 217.687,50 €) ausgewiesen. Damit hat sich der Wert der Sachanlagen um 76.221,00 € (35,0 %) erhöht. Stand am 01.01.2013 Zugänge Abschreibungen Stand am 31.12.2013

217.687,50 € 135.669,18 € -59.448,18 € 293.908,50 €

27

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH Die Sachanlagenzugänge i.H.v. 135.669,18 € betreffen: • • • • • • • • • • • • • • •

1 Suzuki Grand Vitara 1 VW T5 1 Ford Transit Gebrauchtfahrzeug 1 John Deere Kompakttraktor 1 Aufrüstung Multicar 1 Bodenverdichter 2 Etagenleitersätze 1 Heckenschere 5 Reinigungsgeräte / -maschinen 2 Kehrmaschinen 1 Kamera 2 Notebooks 1 Richtantenne 1 Jahresplaner GWG Sammelposten

10.008,19 € 6.782,80 € 12.991,07 € 27.388,61 € 38.471,45 € 1.900,00 € 1.312,74 € 503,36 € 19.739,85 € 3.010,00 € 436,13 € 1.197,94 € 491,87 € 878,35 € 10.556,82 €

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen nutzungsbedingten Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Im Jahresabschluss der SGN sind auf den 31.12.2013 keine zusätzlichen steuerrechtlichen Abschreibungen vorgenommen worden. Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens waren nicht erforderlich.

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Zuschüsse aus dem Verwaltungshaushalt (in €) für die Schwimmhalle Sollstedt

Ist 2011

Ist 2012

Ist 2013

Plan 2014

50.000,00

50.000,00

90.000,00

90.000,00

davon davon davon davon Zuschuss Landkreis Zuschuss Landkreis Zuschuss Landkreis Zuschuss Landkreis 50.000,00 50.000,00 50.000,00 50.000,00 Gewinnausschüttung Gewinnausschüttung Kreissparkasse NDH Kreissparkasse NDH 40.000,00 40.000,00

Am 21.04.2009 hat der Kreistag mit Beschluss-Nr. 482-09 festgelegt, dass der Landkreis Nordhausen ab 2010 einen jährlichen Zuschuss i.H.v. 50.000,00 € für die Betreibung der Schwimmhalle in seinen Haushalt einstellt. Auf der Grundlage des Begleitbeschlusses Nr. 466-4/13 zur Haushaltssatzung 2013/2014 hat der Kreistag am 28.05.2013 beschlossen, dass die Schwimmhalle Sollstedt in den Jahren 2013 und 2014, jeweils 40.000,00 € aus Mitteln der Gewinnausschüttung (Kreissparkasse Nordhausen an den Landkreis Nordhausen) erhalten soll. Verlustausgleiche und Nachschüsse wurden nicht gezahlt. Eine Kapitalentnahme erfolgte nicht.

28

Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH

ee) Beurteilung der Lage Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die unterschiedlichen Geschäftsfelder durch weitere Auftragsvergaben seitens des Landkreises Nordhausen ausgebaut werden. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse um 519.412,01 € (36,9 %) auf 1.928.801,52 €. Dieser Anstieg ist vor allem der Übernahme von Reinigungsdienstleistungen an 27 Schulobjekten geschuldet. Der größte Umsatzanteil wird jedoch weiterhin im Bereich der technischen Hausverwaltung an Schulen erwirtschaftet. Mit dem Anstieg der Umsatzerlöse erhöhten sich auch die Aufwands-Positionen der GuV. Die Materialaufwendungen stiegen um 38.831,03 € (+39,18 %) auf 137.950,37 € und der Personalaufwand um 371.289,81 € (+32,18 %) auf 1.525.183,89 €. Nach dem positiven Ergebnis von 3.222,09 € im Vorjahr, erzielte die SGN im Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss von 41.489,10 €. Auf Grund des erzielten Jahresüberschusses hat sich das Eigenkapital auf 338.905,10 T€ (+13,95 %) erhöht. Jedoch aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote um 10,5 % auf 47,4 % gesunken. Die Erhöhung der Bilanzsumme von 513.454,09 € auf 714.438,31 € (+39,1%) ist auf den Anstieg des Anlagevermögens sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Auf der Passivseite hingegen haben sich neben dem Eigenkapital auch die Verbindlichkeiten erhöht. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen i.H.v. 135.669,18 € getätigt. Daneben wirkte sich der durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit und stichtagsbedingt gestiegene Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf die Vermögensund Finanzlage der Gesellschaft aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag betrugen 228.714,52 € im Vergleich zu 126.238,68 € im Vorjahr. Zum Bilanzstichtag waren Flüssige Mittel von 169.897,90 € im Vergleich zu 136.792,70 € im Vorjahr zu verzeichnen. Während sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag auf Vorjahresniveau bewegten, erhöhten sich stichtagsbedingt die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 14.849,25 € auf 108.544,91 €. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 90.913,08 € auf 142.011,44 € an. Bezüglich der Perspektiven der SGN führt der Geschäftsführer im Lagebericht wie folgt aus: „Im Folgejahr wird die Übertragung der Reinigungsleistungen an den Schulen des Landkreises vollständig abgeschlossen. Die Reinigung wird damit zur umsatzbezogen größten Sparte des Unternehmens werden. In der Fortsetzung der Umstrukturierung des Unternehmens wird die Geschäftsführung auf eine tätigkeitsadäquate Entlohnung der Mitarbeiter hinarbeiten, wodurch Einsparungen bei den Personalkosten erwartet werden. Die Umstrukturierung im Bereich der technischen Hausverwaltung hat einen erhöhten Steuerungsaufwand in der Betriebsleitung verursacht. Um die Effizienz des Personaleinsatzes zu erhöhen, sollen verstärkt Dienstleistungen zentral vom Standort des Unternehmens aus angeboten werden. Das durch die Service Gesellschaft bewirtschaftete Kreisstraßennetz ist derzeit konstant. Mittelfristig wird jedoch eine Erweiterung auf bis zu 150 km erwartet. Die Gesellschaft soll zusätzlich mit der Grasmahd sowie dem Winterdienst auf den Kreisstraßen beauftragt werden, was einen erheblichen Investitionsbedarf mit sich bringt.

29

Die Betreibung der Schwimmhalle Sollstedt erfolgt weiter durch die Service GmbH. Dieser soll in den Folgejahren durch Ausnutzung von Einsparpotentialen und konsequente Koppelung der Öffnungszeiten an die Freibadsaison wirtschaftlich effizienter gestaltet werden. Die Betreibung der Freibäder soll durch eine Optimierung des Personaleinsatzes und Verhandlungen mit den beauftragenden Gemeinden wirtschaftlicher gestaltet werden. Aufgrund der Erbringung von vorwiegend öffentlich bezogenen Leistungen bestehen keine nennenswerten konjunkturellen Risiken. Dennoch hängt die Geschäftsentwicklung von den politischen Rahmenbedingungen und den Haushaltslagen ab.Risiken resultieren aus allgemeinen Kostensteigerungen und Kostensteigerungen im Personalbereich. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch aktives Controlling. Für das Wirtschaftsjahr 2013 wird bei einem Umsatzniveau von ca. 2,4 Mio. € mit einem Ergebnis von 20 T€ gerechnet. Für das Jahr 2015 wird mit einer anhaltend stabilen und positiven Entwicklung gerechnet.“

30

3.

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

Seite a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

32

b)

Organigramm

33

c)

Entstehung und Entwicklung

33

Eckdaten Historische Entwicklung

33 34

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

35

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

36

aa) bb)

aa) Bilanz bb) Gewinn- und Verlustrechnung cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse bbb) Personalentwicklung ccc) Anlagevermögen

36 36 37 37 37 38

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen ee) Beurteilung der Lage

31

39 39

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

a)

Allgemeine Übersicht

Anschrift:

Telefon/Fax:

E-Mail/Internet:

Dr.-Robert-Koch-Straße 39 99734 Nordhausen

0 36 31/41 0 0 36 31/41 21 42

[email protected] www.shk-ndh.de

Gründung:

Unternehmensgegenstand:

24.06.1992

Gegenstand der Gesellschaft ist die Gewährleistung der optimalen Versorgung der Bevölkerung durch ein leistungsfähiges und wirtschaftlich gesichertes Krankenhaus.

Gesellschaftsvertrag: derzeit gültige Fassung datiert vom 22.06.2012

Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Handelsregister:

Beteiligungen:

Amtsgericht Jena HRB 401837

Die Gesellschaft ist zu 100 % an der Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH mit einer Stammeinlage von 25.000,00 € beteiligt.

Gesellschafter:

Kapitalanteile:

Landkreis Nordhausen Stadt Nordhausen Unterjährige Veränderung bei den gesetzlichen Vertretern

37.851,00 € = 13.299,00 € = 51.150,00 € =

Gesetzliche Vertreter in der Gesellschafterversammlung: 74,0 % 26,0 % 100,0 %

Birgit Keller, Landrätin Dr. Klaus Zeh, OB

keine

Geschäftsführung: Kaufmännischer Geschäftsführer Medizinischer Geschäftsführer

Guido Hage Dr. Matthias Brucke

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben.

Aufsichtsrat: Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender Mitglieder

Prof. Dr. Heinrich Markgraf Joachim Leßner Tilly Pape Sabine Jacobi Andrea Schnell Peter Langner

Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen Stadt Nordhausen Landkreis Nordhausen Südharz Klinikum Nordhausen Südharz Klinikum Nordhausen

Satzungsmäßige Besetzung

6 Aufsichtsratsmitglieder

gemäß § 11 Gesellschaftsvertrag

Unterjährige Veränderung

keine

(AN-Vertreter) (AN-Vertreter)

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates pro Jahr: 3.640,00 € (Vorjahr: 5.160,00 €)

Nachschusspflicht: keine Regelung im Gesellschaftsvertrag enthalten

32

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

b)

Organigramm Geschäftsführung

Betriebsrat

Kaufmännischer Geschäftsführer

Bereichsleitung Verwaltung/"Brücke"

c)

EDV/Technik/Service

Medizinischer Geschäftsführer

Personal

Ärztlicher Dienst

Pflegedienst

Entstehung und Entwicklung

aa) Eckdaten Kreistagsbeschlüsse Beschluss 131-13/92 v. 09.01.92 Gründung Krankenhaus gGmbH Beschluss 142-14/92 v. 05.03.92 Ergänzung Gründungsdokumente

Notarielle Beurkundungen UR-Nr. 705/92 vom 24.06.1992 Gründung der Gesellschaft Gesellschaftsvertrag

TLVwA RA Genehmigung Gründung war genehmigungsfrei

Beschluss 172/96 v. 28.05.96 Erstattung Betriebsmittelkreditzins 1992-1995 = 818.947,32 € Beschluss 314/97 v. 02.09.97 Änderung Gesellschaftsvertrag Beschluss 352/97 v. 09.12.97 Ausfallbürgschaft 7.669.378,22 € Beschluss 201-05 v. 20.12.05 Gründung Hilfswerk

RA Genehmigung KT-Beschlüsse vom 20.12.2005 - z.T. genehmigt (Fiktion) - z.T. genehmigungsfrei - z.T. entbehrlich (durch Verkauf PBG) Übersicht z. Stand d. RA Genehmigung war Anlage zum Schreiben des TLVwA vom 02.02.2009 (AZ: 240.1511.-002/06-NDH)

Beschluss 202-05 v. 20.12.05 Übern. G.-anteile HW v. DRK Beschluss 203-05 v. 20.12.05 Übern. G.-anteile HW v. JSW Beschluss 204-05 v. 20.12.05 Verschmelzung HW auf SHK Beschluss 207-05 v. 20.12.05 Gründung PBG Beschluss 208-05 v. 20.12.05 Übern. G.-anteile PBG v. Nepomuk Beschluss 209-05 v. 20.12.05 Fiskalisierung PBG Beschluss 407-08 v. 15.04.08 Änd. § 9 Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 840/2009 vom 05.06.2009 Änderung Gesellschaftsvertrag

Beschluss 314/12 v. 31.01.12 Neufassung des Gesellschaftsvertrages der SHK

UR-Nr. 432/2012 vom 13.03.2012 Neufassung Gesellschaftsvertrag

Beschluss 353/12 v. 22.05.12 Namenänderung der SHK in Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

UR-Nr. 1089/2012 vom 22.06.2012 Umfirmierung in Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

33

RA Genehmigung Neufassung Gesellschaftsvertrag - genehmigungsfrei, da keine genehmigungspflichtigen Tatbestände (AZ: 240.1511. -002/06-NDH)

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

bb) Historische Entwicklung Die Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH (SHK) ist am 24. Juni 1992 mit notariellem Vertrag errichtet worden. Seit diesem Zeitpunkt gibt es zwei Gesellschafter, die das Stammkapital des Unternehmens i.H.v.100.000.00 DM (51.129,19 €) wie folgt übernommen haben: Landkreis Nordhausen Stadt Nordhausen

74.000,00 DM (37.835,60 €) Anteil 74 % 26.000,00 DM (13.293,59 €) Anteil 26 %

Damit sollte das Ziel verfolgt werden, das damalige Versorgungskrankenhaus als leistungsfähige Einrichtung wirtschaftlich zu betreiben und die dazu notwendigen Investitionen als GmbH selbständig aufzunehmen. Die Gesellschafter verpflichteten sich, die Immobilie SHK einschließlich Nebeneinrichtungen sowie Grund und Boden zu übertragen. Die Übertragung des Eigentums wurde am 06.02.1996 im Grundbuch vorgenommen. Umfangreiche Investitionen sind in den zurückliegenden Jahren auf dem Gelände des SHK durchgeführt worden. Im Oktober 1997 wurde mit dem Neubau des Bettenhauses II begonnen, für den der Freistaat Thüringen erhebliche Fördermittel bereitstellte. Im April 2000 wurde das Bettenhaus II offiziell übergeben, in dem sich u. a. die Entbindungsstation, die Kinderklinik, die Frauenheilkunde, die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, die Strahlentherapie und Nuklearmedizin befinden. Der Umbau des Komplements/Ebene 4 wurde im August 2001 realisiert. Das Komplement ist das zentrale Gebäude des Krankenhauses. Auf der Ebene 4 befinden sich zwölf hochmoderne Operationssäle und eine Intensivstation. Im Jahr 2004 wurde eine Palliativstation eröffnet. Hier können Patienten mit einer weit fortgeschrittenen bösartigen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung besonders betreut werden. Im gleichen Jahr wurde auch der zentrale Patientenaufenthaltsraum fertig gestellt. Der Abschluss der Sanierung des Bettenhauses I und die Inbetriebnahme des neu erbauten Bettenhauses III erfolgten im Jahr 2006. Am 15.10.2007 wurde ein ambulantes Rehabilitationszentrum mit 20 Plätzen für die ambulante wohnortnahe Rehabilitation bei muskuloskeletalen Erkrankungen errichtet. Im Jahr 2012 wurde der komplette Eingangsbereich saniert und dem heutigen Stand entsprechend gestaltet. Mit dem Umstieg auf die DRG-Abrechnung als Optionshaus bereits ab 01.01.2003, gelang die Sicherung der Erlöse im Budgetbereich. Mit dem „Einfrieren“ des BAT-O zum 24.10.2002 wurde der Kostenanstieg im Personalbereich abgemildert. Nach Abschluss des Jahres 2003 konnte erstmals eine Überschussbeteiligung an die Mitarbeiter ausgezahlt werden. Ab dem 01.07.2004 wurden die Arbeitszeiten in den Servicebereichen auf 36 Wochenstunden gesenkt. Durch Veränderung der Arbeitsabläufe können die Leistungsvorgaben ohne Einschnitte erreicht werden. Letztmalig im Geschäftsjahr 2012 wurde eine Überschussbeteiligung an die Mitarbeiter ausgezahlt. Ab 2013 kommt ein neuer Haustarif zur Anwendung, wodurch die Überschussbeteiligung entfällt. Die SHK ist alleinige Gesellschafterin der im Jahr 2004 gegründeten Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH (MVZ), deren Zweck die ambulante ärztliche Versorgung der Bevölkerung ist. Zum 19.09.2006 trat die SHK der EKK eG bei. Damit wurden Sachkosteneinsparungen realisiert. 34

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH Eine Überarbeitung und Aktualisierung des aus dem Jahr 1992 bestehenden Gesellschaftsvertrages der SHK wurde notwendig, da das Thüringer Landesverwaltungsamt im Rahmen entsprechender Genehmigungsverfahren festgestellt hat, dass die Gesellschaftsverträge hinsichtlich der Vertretung der Gebietskörperschaften in der Gesellschafterversammlung unterschiedliche Regelungen enthielten. Mit Rundschreiben vom 10.10.2001 informierte das TLVwA die Gebietskörperschaften über ihre Feststellung und ersuchte sie ihre Gesellschaftsverträge dahingehend zu überprüfen und ggf. zu ändern. Der diesbezügliche Beschluss zur Änderung des Gesellschaftsvertrages (§ 9) wurde in der Gesellschafterversammlung vom 28.11.2008 gefasst. Die notarielle Beurkundung (UR 840/2009) des geänderten Gesellschaftsvertrages erfolgte am 5.06.2009. Aufgrund der aktuellen Rechtslage und Hinweisen des Thüringer Landesverwaltungsamtes, erfolgte im Jahr 2011 eine grundlegende Überarbeitung des Gesellschaftsvertrages der SHK. Die Neufassung des Gesellschaftsvertrages wurde in der Gesellschafterversammlung am 13.03.2012 beschlossen und in gleicher Sitzung notariell beurkundet (UR 432/2012). In der am 15.05.2012 durchgeführten Gesellschafterversammlung fassten die Gesellschafter einen Beschluss zur Namensänderung der SHK in „Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH“. Die notarielle Beurkundung (UR 1089/2012) der Namensänderung erfolgte am 22.06.2012.

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

Die SHK ist ein kompetenter Partner auf dem Gebiet der gesundheitlichen Betreuung und Versorgung der Bevölkerung. Die im Unternehmensgegenstand aufgeführten Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck von kommunalen Unternehmen und begründen ihr Engagement. Die Gesellschaft betreibt das SHK mit 740 Planbetten in Nordhausen (vgl. Änderungsbescheide zum Feststellungsbescheid über die Aufnahme in den 6. Thüringer Krankenhausplan vom 22.08 und 23.10.2013), den Gemeindepsychiatrischen Bereich „Die Brücke“ mit acht Einrichtungen (in Nordhausen, Sülzhayn und Ilfeld), das Gäste- und Freizeithaus „Dreiländereck“ in Rothesütte sowie seit dem 01.01.2006 auch den Ambulanten Pflegedienst. Das stationäre Behandlungsspektrum im SHK reicht von vorstationären Fällen über teilstationäre Fälle bis zu voll-/akutstationärer Behandlung mit oder ohne nachstationärer Behandlung, ambulanten Operationen und ambulanter Versorgung. Der Gemeindepsychiatrische Bereich „Die Brücke“ umfasst ein sozialtherapeutisches Wohnheim (45 Wohnplätze), ein Pflegeheim (121 Pflegeplätze), ein Wohn- und Pflegeheim (75 Plätze), zwei Wohnheime (82 Plätze), Altenwohnungen (60 Wohnungen) sowie eine Kontakt- und Beratungsstelle und Betreutes Wohnen. Die Auslastung der Wohn- bzw. Pflegeheime lag im Geschäftsjahr bei 89,3 % (Vj 92,1 %). Das Gäste- und Freizeithaus (23 Zimmer) wird als Ferienheim speziell für Menschen mit Behinderungen unterhalten. Der örtliche Einzugsbereich für ambulante Pflegeleistungen umfasst die Stadt Nordhausen und deren Umkreis bis zu 15 km. Die Leistungszahlen für das Geschäftsjahr 2013 stellen sich im Vergleich wie folgt dar: Leistungszahlen Planbetten Fallzahlen DRG-Bereich

2011

Anzahl Patienten im Bereich Psychiatrie davon: - Kinder- und Jugendpsychiatrie davon - Erwachsenenpsychiatrie

2012

2013

709 26.152

709 25.045

740 25.074

2.680 1.366 1.314

2.701 1.409 1.292

2.602 1.376 1.226

Die Auslastung im Geschäftsjahr 2013 betrug im stationären Bereich 72,0 % (Vj 71,5 %), im teilstationären Bereich in der Tagesklinik für Erwachsene 76,4 % (Vj 75,4 %) und in der Tagesklinik für Kinder 100,8 % (Vj 90,4 %). 35

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

aa) Bilanz Bilanz

31.12.2011

31.12.2012

31.12.2013

(EUR)

(EUR)

(EUR)

238.613.865,58 238.022.070,34 240.384.955,97

Bilanzsumme Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Ausgleichsposten nach dem KHG Rechnungsabgrenzungsposten Passiva Eigenkapital 1. Gezeichnetes Kapital 2. Kapitalrücklage 3. Gewinnrücklagen 4. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(-)

Sonderposten aus Zuweisungen u. Zuschüssen Rückstellungen Verbindlichkeiten Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten

166.664.344,38 39.278.963,92 32.426.864,05 243.693,23

161.654.312,02 42.118.682,91 33.989.730,11 259.345,30

158.117.970,11 46.295.080,37 35.552.596,18 419.309,31

104.216.099,72

110.322.438,26

119.860.286,64

51.129,19 70.691.340,19 28.823.634,92 4.649.995,42

51.150,00 70.691.340,19 33.473.630,34 6.106.317,73

51.150,00 70.691.340,19 39.579.948,07 9.537.848,38

91.262.591,84 24.673.817,11 17.343.664,12 525.030,59 592.662,20

89.753.172,67 23.084.952,28 13.815.976,72 510.000,00 535.530,41

86.135.177,23 19.838.327,17 13.579.700,14 495.000,00 476.464,79

bb) Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2011

Gewinn- und Verlustrechnung

(EUR)

1)

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

Umsatzerlöse Erhöhung oder Verminderung d.Bestandes an unfertigen Leistungen 2) Zuweisungen u.Zuschüsse d.öffentlichen Hand Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Materialaufwand Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen Erträge aus der Einstellung von Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/ Verbindlichkeiten nach KHG Erträge aus der Auflösung des Ausgleichpostens für Darlehensförderung Aufwendungen aus Zuführung zu Sonderposten/ Verbindlichkeiten nach KHG Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen

110.119.716,81

111.144.795,66

112.098.558,22

256.067,95 114.107,59 14.345.423,83 75.157.669,02 22.517.469,14

-63.560,49 98.263,30 10.685.758,38 77.142.116,23 23.333.552,42

353.489,00 94.692,28 12.677.053,65 77.881.234,00 24.726.879,04

1.613.985,38

1.687.286,56

875.983,18

1.562.872,00

1.562.866,06

1.562.866,07

6.571.271,95

4.698.887,63

4.896.681,52

0,00

15.030,59

15.000,00

2.195.555,49 9.458.249,49 9.326.405,89 208.133,82 624.951,01

1.827.594,82 10.042.793,32 11.125.238,93 251.186,50 481.787,77

989.977,08 10.031.146,86 9.093.586,56 179.802,75 424.443,33

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

15.511.279,29

6.127.430,70

9.606.859,80

Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen

0,00 10.840.322,47

0,00 0,00

0,00 0,00

Außerordentliches Ergebnis

-10.840.322,47

0,00

0,00

20.961,40

21.112,97

69.011,42

4.649.995,42

6.106.317,73

9.537.848,38

Sonstige Steuern

Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-) 1)

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte auf Grundlage der Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV). Um Wiederholungen zu vermeiden, wurden die einzelnen Umsatzerlösarten zusammengefasst. 2) soweit nicht unter Erträgen aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen ausgewiesen

36

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

cc)

Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

aaa) Umsatzerlöse 2011 EUR

Erlöse nach Bereichen aus allgemeinen Krankenhausleistungen aus Wahlleistungen aus ambulanten Leistungen d. Krankenhauses Nutzungsentgelte der Ärzte Pflege und Betreuung Gesamt

2012 EUR

2013 EUR

94.381.726,74 326.612,66 3.538.085,78 3.886.172,23 7.987.119,40

95.380.927,10 363.908,84 4.093.678,56 3.226.478,86 8.079.802,30

97.922.221,11 386.214,76 4.183.561,19 1.229.107,74 8.377.453,42

110.119.716,81

111.144.795,66

112.098.558,22

Die Steigerung der Umsatzerlöse um 954 T€ wurde maßgeblich durch die Zunahme der Erlöse aus Krankenhausleistungen beeinflusst, was vor allem auf die höheren Budgetvereinbarungen aufgrund der Anhebung des Landesbasisfallwertes zurückzuführen ist.

bbb)

Personalentwicklung Personalentwicklung

Anzahl der Mitarbeiter

2.000 1.900

1.851

1.859

2011

2012

1.886

1.800 1.700 2013

Wirtschaftsjahr

Im Geschäftsjahr 2013 waren ohne Geschäftsführung durchschnittlich 1.886 Mitarbeiter (Vj. 1.859) incl. 122 Auszubildende (Vj. 114) beschäftigt. Personalkosten

Kosten [EUR]

85.000.000 80.000.000

77.142.116

77.881.234

2012

2013

75.157.669 75.000.000 70.000.000 2011

Wirtschaftsjahr

Die Erhöhung der Personalkosten um 739 T€ ist durch den Anstieg des Personaleinsatzes und Vergütungsanhebungen im ärztlichen Dienst bedingt. Die Mitarbeiterbeteiligung nach dem Tarifvertrag für Beschäftigte (2012: 3,8 Mio. €) ist aufgrund des mit ver.di geschlossenen Änderungstarifvertrages ab 01.01.2013 entfallen.

37

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

ccc) Anlagevermögen 2011 TEUR

Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Software (SW) 2. geleistete Anzahlungen für SW II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten 2. Technische Anlagen 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Sonstige Finanzanlagen Anlagevermögen

2012 TEUR

2013 TEUR

439,90 99,20 539,10

812,90 177,20 990,10

1.973,70 18,30 1.992,00

146.105,00 3.685,40

143.981,00 3.232,50

139.915,20 2.991,20

15.370,10

13.395,70

13.125,00

909,70 166.070,20

0,00 160.609,20

33,60 156.065,00

25,00 30,00 55,00 166.664,30

25,00 30,00 55,00 161.654,30

25,00 36,00 61,00 158.118,00

Entwicklung des Anlagevermögens

Tausend Euro

200.000,00

166.664,30

161.654,30

158.118,00

150.000,00

100.000,00 2011

2012

2013

Jahr

Das Anlagevermögen der SHK hat am 31.12.2013, laut Bilanz im Jahresabschlussbericht einen Wert von 158.117.970,11 € (Vj. 161.654.312,04 €) und ist somit gegenüber dem Vorjahr um 3.536.341,91 € (2,2 %) gesunken. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Geringwertige Anlagegüter im Wert von mehr als 150 € und bis zu 1.000 € netto werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG eingestellt, der über fünf Jahre gleich bleibend aufgelöst wird. Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens werden in Übereinstimmung mit dem fördermittelfinanzierten Anteil des Anlagevermögens gebildet und entsprechend den Abschreibungen und den Abgängen zu Restbuchwerten aufgelöst. 38

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH Zu den einzelnen Posten des Anlagevermögens nachfolgende Erläuterungen: zu I. und II. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Den Zugängen zu Immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen von 6.770 T€ standen Abschreibungen von 10.031 T€ sowie Abgänge von 281 T€ gegenüber, so dass sich diese um 3.542 T€ verringert haben. Im Geschäftsjahr wurde vor allem in die Umstellung des Krankenhausinformationssystems auf SAP IS-H med und Anschaffung diverser Softwarelizenzen (1.500 T€) sowie in die Medizinische Ausstattung (4.000 T€) investiert. zu III. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 6 T€ auf 61 T€ gestiegen, was auf die Erhöhung der Genossenschaftsanteile an der EKK eG von 30 T€ auf 36 T€ zurückzuführen ist. Die Höhe der Stammeinlage an der MVZ, als 100%-ige Tochter der SHK, ist mit 25 T€ unverändert.

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Zuschüsse, Verlustausgleiche oder Nachschüsse wurden nicht gezahlt. Eine Kapitalentnahme erfolgte nicht.

ee) Beurteilung der Lage Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren für alle Krankenhäuser deutlich verändert. Die Konvergenzphase zum landeseinheitlichen Basisfallwert wurde abgeschlossen. Im Jahr 2013 wurde der landeseinheitliche Basisfallwert in Höhe von 2.999,85 € vereinbart. Für das Geschäftsjahr 2013 konnte mit den Krankenkassen eine Budgetvereinbarung abgeschlossen werden. Das Erlösbudget nach § 4 Abs. 3 KHEntgG beträgt 85.198 T€. Für die Psychiatrie wurde für stationäre, teilstationäre und ambulante Krankenhausleistungen ein Bereichsbudget i.H.v. 13.034 T€ vereinbart. Belegungsdifferenzen werden hier zu 100% innerhalb eines Korridors von ± 6% des vereinbarten Budgets ausgeglichen. Seit Mitte Februar 2013 wurden Tarifverhandlungen mit ver.di geführt. Die Vertragsverhandlungen gestalteten sich als sehr zähflüssig und problematisch. Es konnte ein Tarifabschluss erzielt werden, der sich in 3 Teile aufgliedert: 1. Entgelttarifvertrag - 2. Überleitungstarifvertrag und 3. Manteltarifvertrag. Die Teile 1 und 2 wurden im Berichtsjahr unterzeichnet. Die Manteltarifvertragsverhandlungen wurden wegen Krankheit bei den ver.di - Vertretern verschoben. Die Steigerungen werden erstmals im Jahr 2014 ganzjährig wirken und ohne Anpassungen in der Personalstärke Mehrkosten i.H.v. ca. 6 Mio. € nach sich ziehen. Im Bereich des ärztlichen Dienstes konnte ein sehr moderater Abschluss ab Januar 2014 vereinbart werden. Der allgemeine Fachkräftemangel stellt für das SHK noch kein allgemeines Problem dar. Allerdings wird es immer schwieriger, Spezialbereiche zu besetzen (z. B. Nuklearmedizin). Im Jahr 2013 konnten neun zusätzliche Vollkräfte im ärztlichen Dienst gegenüber dem Vorjahr eingestellt werden. Mittlerweile stellt sich die Erkenntnis ein, dass mehr Beschäftigte nicht zu einer direkten Leistungsausweitung führen, weshalb künftig die leistungsgerechte Personalbedarfsberechnung in den Fokus rückt. Dies betrifft alle Bereiche des Klinikums. 39

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH Zum 1. April 2013 wurde im gesamten Klinikum das Krankenhausinformationssystem (KIS) auf SAP umgestellt. Besonderes Augenmerk lag auf der Übernahme der Patientendaten aus den Vorjahren. Um ein reibungsloses Arbeiten im neuen KIS gewährleisten zu können, entschied man sich dazu, die gesamte Dokumentation zum Patienten (Arztbriefe, OPBerichte, Befunde etc.) zu übernehmen. Gleichzeitig wurden alle Patientenstammdaten (ab dem Jahr 1992) in das neue EDV-System konvertiert. Besonders problembehaftet war die Anpassung der Subsysteme an die neuen Schnittstellen zum KIS. Hiervon waren betroffen Radiologie, Labor, Pathologie, Telefonzentrale, Transfusionsmedizin, Endoskopie, Funktionsdiagnostik, Patientenversorgung mit Essen, Apotheke, der gemeindepsychiatrische Bereich „Die Brücke", Betriebsarzt, das MVZ und Archiv. Als eine zusätzliche Herausforderung stellte sich die Schulungsproblematik heraus. Innerhalb von acht Wochen mussten 1.300 Mitarbeiter geschult und informiert sowie alle Programme und Funktionen für die Übernahme in den Echtbetrieb getestet werden. Von besonderer Bedeutung für das Jahr 2013 war das positive Ergebnis aus dem Klageverfahren gegen den Bescheid zum 6. Thüringer Krankenhausbedarfsplan. Die Änderungsbescheide betrafen folgende Fachabteilungen: - Erhöhung der Betten für die Fachabteilung Urologie von 26 auf 28 Betten - Erhöhung der Betten für den Bereich der gesamten Chirurgie von 120 auf 149 Betten, wobei die Fachabteilung Orthopädie/Unfallchirurgie von 45 auf 49 Betten erhöht wurde. Das Jahresergebnis 2013 beträgt 9,5 Mio. € und liegt somit um 3,4 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Maßgeblich beeinflusst wurde diese Entwicklung vor allem durch die Anhebung des Erlösbudgets des Klinikums infolge der Steigerung des Landesbasisfallwertes gegenüber dem Vorjahr um ca. 75 € pro Bewertungsrelation. Die Erlöse aus allgemeinen Krankenhausleistungen konnten somit um 2.541 T€ gesteigert werden. Dabei wurden die Erlöse aus DRG-Fallpauschalen, begründet durch die Erhöhung des Basisfallwertes, um ca. 2,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der Anstieg des Eigenkapitals um 9.538 T€ resultiert ausschließlich aus dem Jahresüberschuss 2013. Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich um 0,99% auf 240.385 T€ erhöht. Die Vermögens- und Finanzlage hat sich weiter verbessert. Zum Bilanzstichtag 2013 ist das langfristige Vermögen weiterhin vollständig durch langfristiges Kapital gedeckt. Als problematisch stellt die Geschäftsführung die rückläufigen Fördermittel zur Krankenhausinvestitionsfinanzierung durch den Freistaat Thüringen dar. Hier werden bei großen Anschaffungen und Investitionen Anträge auf Erhöhung der pauschalen Fördermittel gestellt. Die Risikolage der Gesellschaft kann unter Berücksichtigung der Tarifabschlüsse und der bereits realisierten Projekte aus dem Zukunftssicherungskonzept für die Jahre 2014 und 2015 als überschaubar beurteilt werden. Im Wirtschaftsjahr 2014 werden Erlössteigerungen erwartet, die aus dem deutlich höheren landesweiten Basisfallwert resultieren. Auf der Grundlage einer Hochrechnung prognostiziert die Geschäftsführung für das Wirtschaftsjahr 2014 ein Jahresergebnis von ca. 3,2 Mio. €. Der Ergebnisrückgang um ca. 6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr, resultiert insbesondere aus den erwarteten Personalaufwandssteigerungen infolge des Tarifvertrages für Beschäftigte. Die Ergebnisprognose liegt damit über dem genehmigten Wirtschaftsplan 2014, weshalb die Geschäftsführung erwartet, dass auch die Tarifsteigerungen im Jahr 2015 wirtschaftlich erfolgreich refinanziert werden können.

Der Fortbestand ist der Gesellschaft ist damit absehbar gesichert.

40

4. Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH (im Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH, Bettenhaus 1, Ebene 1)

Seite a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

42

b)

Organigramm

43

c)

Entstehung und Entwicklung

43

Eckdaten Historische Entwicklung

43 44

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

44

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

45

aa) bb)

aa) Bilanz bb) Gewinn- und Verlustrechnung cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse bbb) Personalentwicklung ccc) Anlagevermögen

45 45 46 46 46 47

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen ee) Beurteilung der Lage

41

48 48

Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH

a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Anschrift:

Telefon/Fax:

E-Mail/Internet:

Dr.-Robert-Koch-Straße 39 99734 Nordhausen

0 36 31/41 40 80 0 36 31/41 40 81

[email protected]

Gründung:

Unternehmensgegenstand:

06.08.2004

Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb eines Medizinischen Versorgungszentrums im Sinn des § 95 Sozialgesetzbuch Teil V (SGB V), insbesondere im Rahmen der vertrags- und privatärztlichen Versorgung sowie der sonstigen ärztlichen Tätigkeiten.

Gesellschaftsvertrag:

www.mvz-nordhausen.de

derzeit gültige Fassung datiert vom 04.10.2011

Geschäftsjahr:

Handelsregister:

Beteiligungen:

Amtsgericht Jena HRB 406043

keine Beteiligungen

Gesellschafter:

Kapitalanteile:

Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

25.000,00 € = 25.000,00 € =

100,0 % 100,0 %

Geschäftsführung: Geschäftsführer

Guido Hage

Der Geschäftsführer ist nicht bei der Gesellschaft angestellt.

Aufsichtsrat:

kein Aufsichtsrat

Nachschusspflicht: keine Regelung im Gesellschaftsvertrag enthalten

42

Vertreter in der Gesellschafterversammlung: Guido Hage, Dr. Matthias Brucke

GF SHK GF SHK

Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH

b)

Organigramm Geschäftsführer Ärztlicher Leiter

Betriebsmedizin

Ambulante ärztliche Versorgung

Home Care (Heil- und Hilfsmittel)

Allgemeinmedizin Augenheilkunde Diagnostische Radiologie Frauenheilkunde/ Geburtshilfe Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Dermatologie Kinderheilkunde Neurochirurgie Orthopädie Thoraxchirurgie Labormedizin Pathologie Strahlentherapie Nuklearmedizin

c)

Entstehung und Entwicklung

aa) Eckdaten Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

TLVwA

Beschluss 205-05 v. 20.12.2005 Gründung der Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH als Tochter der Hilfswerk Nordhausen gGmbH

UR-Nr. 1293/2004 vom 06.08.2004 Gründung der Gesellschaft Gesellschaftsvertrag

Beschluss. 204-05 v. 20.12.2005 Verschmelzung der Hilfswerk Nordhausen gGmbH mit der SüdharzKrankenhaus Nordhausen gGmbH

UR-Nr. 1189/2006 vom 15.08.2006 Verschmelzung der Hilfswerk Nordhausen gGmbH mit der SüdharzKrankenhaus Nordhausen gGmbH

RA Genehmigung KT-Beschlüsse vom 20.12.2005 - Gründung und Verschmelzung nach § 123 Abs. 3 ThürKO durch Fiktion genehmigt Übersicht z. Stand d. RA Genehmigung war Anlage zum Schreiben des TLVwA vom 02.02.2009 (AZ: 240.1511.-002/06-NDH) Die Genehmigung eines geänderten Gesellschaftsvertrages steht noch aus.

43

Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH

bb) Historische Entwicklung Nach einer Gesetzesänderung im Jahre 2004 wurde es Krankenhäusern ermöglicht, sich an der kassenärztlichen Versorgung zu beteiligen. Neben weiteren umfangreichen Zulassungsvoraussetzungen musste die wirtschaftliche Eigenständigkeit in Form einer eigenen Gesellschaft gegeben sein. Aus diesem Grund wurde am 06.08.2004 die Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH (MVZ) gegründet. Alleinige Gesellschafterin war die Hilfswerk Nordhausen gGmbH (HW), die wiederum eine 100 %ige Tochter der SHK war. Mit der Gründung der MVZ wurde der Grundstein für die Ausgliederung ambulanter Bereiche gelegt. Das Ziel bestand im Ausfüllen von ambulanten Versorgungslücken und der patientenorientierten sektorübergreifenden Versorgung mit medizinischen Dienstleistungen. Durch die Ansiedlung auf dem Gelände der SHK wurde eine Optimierung des Verhältnisses zwischen ambulanter und stationärer ärztlicher Versorgung gewährleistet. Mit Bescheid vom 13.12.2004 erhielt die Gesellschaft vom Zulassungsausschuss für Ärzte in Thüringen die Zulassung als medizinisches Versorgungszentrum in Nordhausen mit Wirkung vom 01.01.2005. Zwischen der MVZ und der SHK wurde am 26.01.2006 ein Dienstleistungsvertrag mit Wirkung ab 01.01.2005 geschlossen. Der Vertrag umfasst die Stellung ausgestatteter Räumlichkeiten, die Personalabrechnung, die EDV-Betreuung, die Finanzbuchhaltung, die Geschäftsführung, die Personalgestellung eines Betriebsarztes und sonstige Leistungen. Zum 01.01.2005 nahm die Gesellschaft ihre Tätigkeit mit den Fachrichtungen Allgemeinmedizin und Pathologie auf. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2005 wurde diese um die Fachrichtungen Dermatologie, Labormedizin sowie den Bereich Arbeitsmedizin erweitert. Zum 01.03.2006 wurde der Bereich Home Care (Heil- und Hilfsmittel) etabliert. Zum 01.10.2006 kam die Radiologische Praxis hinzu. Die HW, als bisherige Gesellschafterin der MVZ, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 15.08.2006 rückwirkend zum 01.01.2006 auf die SHK verschmolzen. Alleinige Gesellschafterin der MVZ war nunmehr die SHK. Im Geschäftsjahr 2007 nahmen die Fachbereiche Kinderheilkunde, Frauenheilkunde/Geburtshilfe, Neurochirurgie, Orthopädie und Thoraxchirurgie ihren Betrieb auf. Der Bereich Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde wurde im Oktober 2009 integriert. Im Jahr 2011 konnte die Gesellschaft um den Bereich Augenheilkunde erweitert werden. Damit stehen mittlerweile zwölf Fachrichtungen für die ambulante medizinische Versorgung zur Verfügung. Ende Dezember 2011 konnte eine Zweigpraxis für Allgemeinmedizin in der Gemeinde Wipperdorf eröffnet werden. Sofern es Angebote und Anstellungsinteresse gibt, wird die Versorgungsstruktur sukzessive erweitert. So kamen im Jahr 2013 die Strahlentherapie und die Nuklearmedizin mit eigenen KV-Sitzen dazu.

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs.1 Nr.1 ThürKO)

Mit der Gründung der MVZ wurde das Versorgungsspektrum der Bevölkerung um die ambulante vertragsärztliche Versorgung erweitert. Die im Unternehmensgegenstand beschriebenen Aufgaben fallen als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge in den gemäß Artikel 28 Abs. 2 Grundgesetz und über § 2 Abs. 2 ThürKO 44

Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH verfassungsrechtlich gewährleisteten Aufgabenbestand der Gemeinden. Die Gewährleistung der gesundheitlichen und sozialen Betreuung ist in erster Linie eine am Gemeinwohl orientierte öffentliche Aufgabe. Die Gesellschaft nimmt für die SHK eine steuernde Funktion ein, die es erlaubt, die Kapazitäten des Krankenhauses optimal an die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Kooperation wird vorrangig im SHK erreicht. Hier können durch Verkürzung der Verweildauer und ablauforganisatorische Verbesserungen, hauptsächlich in der Rettungsstelle, positive Effekte erzielt werden. Weiterhin werden Doppeluntersuchungen verringert, da Patientendaten mit Einwilligung der Patienten beiden Unternehmen zur Verfügung stehen.

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

aa) Bilanz Bilanz

31.12.2011 (EUR)

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

Bilanzsumme

7.374.755,98

7.383.595,73

9.909.017,89

Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten

1.992.066,73 4.788.450,03 594.239,22

1.798.402,61 5.049.517,69 535.675,43

1.573.721,75 7.858.492,09 476.804,05

Passiva Eigenkapital

5.826.397,12

7.092.104,02

9.611.328,91

25.000,00 3.495.982,66 1.213.850,33 1.091.564,13

25.000,00 4.587.546,79 1.213.850,33 1.265.706,90

25.000,00 5.853.253,69 1.213.850,33 2.519.224,89

77.777,11 1.470.581,75

111.733,75 179.757,96

103.908,89 193.780,09

1. Gezeichnetes Kapital 2. Gewinnrücklage 3. Gewinnvortrag 4. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(-)

Rückstellungen Verbindlichkeiten

bb) Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2011 (EUR)

Erträge aus medizinischen Leistungen Zuweisungen/Zuschüsse zu Betriebskosten Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Materialaufwand Zwischenergebnis Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände u. Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-)

45

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

3.544.458,50 66.500,00 758.417,27 1.659.402,18 643.888,74 2.066.084,85

3.638.413,51 42.000,00 870.974,81 1.896.064,70 711.082,28 1.944.241,34

6.259.461,16 0,00 970.391,64 1.903.601,08 749.378,82 4.576.872,90

79.986,83 911.519,09 56.924,92 0,00

307.969,93 457.554,89 69.444,17 67,50

303.606,18 1.814.122,92 56.669,62 0,00

1.131.503,85 39.939,72 0,00 1.091.564,13

1.248.093,19 -18.363,71 750,00 1.265.706,90

2.515.813,42 -4.389,47 978,00 2.519.224,89

Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH

cc)

Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

aaa) Umsatzerlöse Erträge aus medizinischen Leistungen Kassenärztliche Vereinigung Arbeitsmedizin/Betriebsarzt Privatversicherer/Selbstzahler/BG Gutachten Gesamt

2011 EUR 3.202.604,36 223.198,32 108.263,25 10.392,57 3.544.458,50

2012

2013

EUR 3.277.177,68 185.400,26 165.982,37 9.853,20 3.638.413,51

EUR 5.894.617,15 188.065,99 164.628,48 12.149,54 6.259.461,16

Die „Erträge aus medizinischen Leistungen“ betrugen im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 6.259.461,16 €, was einer Steigerung von 2.621.047,65 € (72,04 %) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese positive Entwicklung resultiert insbesondere aus der Zunahme der Leistungen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die Erträge aus Arbeitsmedizin/Betriebsarzt, aus Abrechnungen gegenüber Privatversicherten/Selbstzahlern und aus Gutachten liegen hingegen nahezu auf Vorjahresniveau. Darüber hinaus erwirtschaftete das Unternehmen „Sonstige betriebliche Erträge“ i.H.v. 970.391,64 € (Vj. 870.974,81 €), was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 99.416,83 € (11,4 %) entspricht.

bbb) Personalentwicklung

Anzahl der Mitarbeiter

Personalentwicklung 75 50

38

44

48

2011

2012

2013

25 0 Wirtschaftsjahr

Im Geschäftsjahr waren ohne Geschäftsführung durchschnittlich 48 Mitarbeiter (Vj. 44) sowie ein Auszubildender (Vj. 2) beschäftigt.

Kosten [EUR]

Personalkosten 2.500.000,00 2.000.000,00

1.896.064,70

1.903.601,08

2012

2013

1.659.402,18

1.500.000,00 1.000.000,00 2011

Wirtschaftsjahr

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr nur um 7.536,38 € gestiegen und liegen somit auf Vorjahresniveau. 46

Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH

ccc) Anlagevermögen 2011 TEUR

Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen II. Sachanlagen 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagevermögen

2012 TEUR

2013 TEUR

319,20 319,20

317,20 317,20

316,20 316,20

1.672,90 1.672,90 1.992,10

1.481,20 1.481,20 1.798,40

1.257,50 1.257,50 1.573,70

Entwicklung des Anlagevermögens 2.500,00

1.992,10

1.798,40

Tausend Euro

1.573,70

2.000,00 1.500,00 1.000,00 500,00 0,00 2011

2012

2013

Jahr

Das Anlagevermögen der MVZ hat am 31.12.2013, laut Bilanz im Jahresabschlussbericht, einen Wert von 1.573.721,75 € (Vj. 1.798.402,61 €) und ist somit gegenüber dem Vorjahr um 224.680,86 € (12,5 %) gesunken. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen der Anlagegüter erfolgen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Geringwertige Anlagegüter im Wert von mehr als 150 € und bis zu 1.000 € netto werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG eingestellt, der über fünf Jahre gleich bleibend aufgelöst wird. Zu den einzelnen Posten des Anlagevermögens nachfolgende Erläuterungen: zu I.+II. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Den Zugängen zu den Immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen von 79 T€ standen Abschreibungen von 304 T€ gegenüber, so dass sich die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen um 225 T€ verringert haben. Die Zugänge im Berichtsjahr betreffen die Einrichtung und Ausstattung des medizinischen Bedarfs i.H.v. 77 T€ sowie geringwertige Wirtschaftsgüter i.H.v. 2 T€.

47

Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Zuschüsse, Verlustausgleiche oder Nachschüsse wurden nicht gezahlt. Eine Kapitalentnahme erfolgte nicht.

ee) Beurteilung der Lage Die Entwicklung der MVZ gestaltet sich im Geschäftsjahr 2013 weiterhin positiv. Die Gesellschaft erwirtschaftete durch die laufende Geschäftstätigkeit einen Jahresüberschuss von 2.519.224,89 € (Vj. 1.265.706,90 €), wodurch sich das Eigenkapital auf 9.611.328,91 € erhöhte. Insbesondere hierdurch erhöhte sich die Bilanzsumme um 2.525 T€ auf 9.909 T€, was einem Anstieg der Bilanzsumme um 34,2 % entspricht. Zum Bilanzstichtag weist das Unternehmen eine Eigenkapitalquote von 97,0 % (Vj: 96,1 %) aus. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert insbesondere aus der erfolgten Übernahme der bis dahin vom Gesellschafter geführten Ermächtigungsambulanz für Strahlentherapie, zu welcher das MVZ am 01.01.2013 die KV-Zulassung erhalten hat. Weiterhin wurde der Fachbereich Nuklearmedizin in das MVZ integriert. Ursächlich für den Anstieg der „Sonstigen betrieblichen Erträge“ sind insbesondere erhöhte Erträge aus dem Bereich Home Care sowie erhöhte periodenfremde Erträge. Die periodenfremden Erträge des Berichtsjahres resultieren im Wesentlichen aus Abrechnungen der KV für die Jahre 2010 und 2012. Der Personalaufwand, als größte Aufwandskomponente der Gesellschaft, stellt sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert dar. Die Zunahme der Aufwendungen des medizinischen Bedarfs sowie der Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen ist insbesondere auf die Ausweitung des Leistungsspektrums der Gesellschaft auf den Bereich Strahlentherapie bedingt. Die Gesellschaft verfügt über eine gute Liquidität. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2013 jederzeit gewährleistet. Das langfristige Vermögen ist weiterhin vollständig durch langfristiges Kapital finanziert. Mit dem Umbau der ehemaligen Fachschule soll im derzeitigen Schwesternwohnheim bis Ende 2014 zusätzlicher Platz für das MVZ geschaffen werden. Neben dem Auszug der bisherigen Mieter erfolgt dies durch die Praxisübernahme von Herrn Dr. Fischer, der derzeit als Allgemeinchirurg in diesem Objekt tätig ist. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind durch die ganzjährige Tätigkeit von Herrn Dr. Oehler (Strahlentherapie) und Frau Dederer (Nuklearmedizin) deutlich verbessert, so dass weiterhin eine wirtschaftliche Leistungserbringung gegeben ist. Durch die Etablierung der Strahlentherapie und Nuklearmedizin am MVZ wurden die neu zulassungsgesperrten Facharztgebiete langfristig für den Standort gesichert. In diesen Bereichen wird ein erheblicher Umsatz generiert, der auch die Anschaffung eines eigenen Linearbeschleunigers durch das MVZ rechtfertigt. Die Risikolage der Gesellschaft kann unter Berücksichtigung des weiteren Ausbaus der Leistungsstruktur des MVZ als überschaubar beurteilt werden. Für das Geschäftsjahr 2014 prognostiziert die Geschäftsführung einen deutlichen Jahresüberschuss, wobei sich auch hier Personalkostensteigerungen ergebnismindernd niederschlagen. 48

5. Südharzwerke Nordhausen - Entsorgungsgesellschaft mbH

Seite a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

50

b)

Organigramm

51

c)

Entstehung und Entwicklung

51

aa) Eckdaten bb) Historische Entwicklung

51 52

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

53

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

53

aa) Bilanz bb) Gewinn- und Verlustrechnung cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse bbb) Personalentwicklung ccc) Anlagevermögen

53 54 54 54 55 55

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen ee) Beurteilung der Lage

57 57

49

Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH

a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Anschrift:

Telefon/Fax:

Robert-Blum-Straße 1 99734 Nordhausen

0 36 31/63 90 0 36 31/63 91 69

Gründung:

Unternehmensgegenstand:

28.08.2008

Zweck und Gegenstand des Unternehmens ist ausschließlich die Durchführung von Aufgaben der Daseinsvorsorge der öffentlichen Abfallentsorgung für den Landkreis Nordhausen und der kommunalen, öffentlichen Straßenreinigung für den Landkreis und die Stadt Nordhausen. Aufgaben des Unternehmens sind insoweit insbesondere das Einsammeln und Befördern und Verwerten der im Einzugsgebiet des Landkreises und der Stadt Nordhausen anfallenden Abfälle einschließlich des Bioabfalls, die Behandlung und Beseitigung von Deponiesickerwasser und die Deponiegasverwertung der Deponie Nentzelsrode einerseits sowie die öffentliche Straßenreinigung der Straßen, die sich in der Straßenbaulast des Landkreises Nordhausen und der Stadt Nordhausen befinden andererseits. Maßgabe der Aufgabendurchführung sind die einschlägigen Gesetze sowie die von den Aufgabenträgern erlassenen Satzungen in der jeweils geltenden Fassung.

Gesellschaftsvertrag: derzeit gültige Fassung datiert vom 19.01.2009

E-Mail/Internet: [email protected] www.suedharzwerke-nordhausen.de

Die Gesellschaft wird ausschließlich für den Landkreis Nordhausen und die Stadt Nordhausen auf deren Verlangen tätig. Sie ist zum Abschluss von Verträgen im Sinne des Unternehmensgegenstandes mit den vorgenannten Körperschaften verpflichtet, sofern nicht die wirtschaftliche Existenz der Gesellschaft durch den Abschluss eines solchen Vertrages gefährdet wird.

Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September.

Handelsregister:

Beteiligungen:

Amtsgericht Jena HRB 503633

keine Beteiligungen

Gesellschafter:

Kapitalanteile:

Gesetzliche Vertreter in der Gesellschafterversammlung:

25.000,00 € = 25.000,00 € = 50.000,00 € =

Dr. Klaus Zeh, OB Birgit Keller, Landrätin

Stadtwerke Nordhausen – HVV GmbH Landkreis Nordhausen Unterjährige Veränderung bei den gesetzlichen Vertretern

50,0 % 50,0 % 100,0 %

keine

Geschäftsführung: Geschäftsführer

Thomas Mund

Der Geschäftsführer ist formal bei der SHW, von der er keine Bezüge erhält, angestellt. Frank Rumpf

Einzelprokura

Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender Mitglieder

Egon Primas Dr. Maximilian Schönfelder Dagmar Becker Andreas Wieninger Rainer Bachmann Steffen Iffland Martin Höfer Wilfried Guder Winfried Theuerkauf Dr. Klaus Zeh Birgit Keller Dr. Franz Busch

Landkreis Nordhausen Stadt Nordhausen Landkreis Nordhausen Stadt Nordhausen Stadt Nordhausen Stadt Nordhausen Stadt Nordhausen Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen Stadt Nordhausen Landkreis Nordhausen Landkreis Nordhausen

Satzungsmäßige Besetzung

12 Aufsichtsratsmitglieder

gemäß § 9 Gesellschaftsvertrag

Unterjährige Veränderung

ausgeschieden am René Schröter-Appenroth (31.03.13)

neu Dr. Franz Busch

Prokura: Aufsichtsrat:

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates pro Jahr: 1.300,00 €

50

ab (18.04.13)

Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH Nachschusspflicht: keine Regelung im Gesellschaftsvertrag enthalten

b)

Organigramm Geschäftsführung

Sekretariat

Abfallverwertung - Deponiegasverwertung - Sickerwasseraufbereitung - Bioabfallverwertung - Geschäftsbesorgung für TVN

c)

Hausmüllsammlung

Straßenreinigung

- Einsammeln und Transportieren von Abfällen des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers

Geschäftsbesorgung durch die HVV

- Reinigung öffentlicher Straßen, Wege und Plätze

- Rest- und Bioabfälle - Pappe, Papier und Karton

Entstehung und Entwicklung

aa) Eckdaten Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

Beschluss 411-08 v. 15.04.08 Gründung eines gemeinsamen Abfallentsorgungsunternehmens mit den Entwürfen - Zusammenarbeitsvertrag - Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 1311/2008 vom 28.08.2008 Zusammenarbeitsvertrag zwischen Stadt, Landkreis Nordhausen und HVV

Beschluss 411-08/01 v. 03.06.08 - Zusammenarbeitsvertrag - Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 1312/2008 vom 28.08.2008 Gründung der Gesellschaft, Gesellschaftsvertrag

Beschluss 471-08 v. 16.12.08 1. Änderung Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 80/2009 vom 19.01.2009 Änderung Gesellschaftsvertrag

Beschluss 240/11 v. 05.07.11 Aufbau Bioabfallverwertungsanlage Beschluss 240.1/11 v. 05.07.11 Übertragung Grundstücke/Anlagen der TVN (SiwaA) Beschluss 284/11 v. 15.11.11 Leistungsvertrag Bioabfallverwertg Beschluss 299/11 v. 20.12.11 Übertragung BRA auf SHW Beschluss 313/12 v. 13./31.01.12 Übertragung der SiwaA auf SHW Beschluss 357/12 v. 22.05.12 Grundstücksübertragung auf SHW Beschluss 450/13 v. 09.04.13 Leistungsvertr. Siwa/Deponiegas

51

TLVwA

RA Genehmigung vom 29.07.08 Gründung der Gesellschaft (AZ: 240.4-1515.01-002/08-NDH)

Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

TLVwA

Beschluss 542/13 v. 19.11.13 Anpassung Geschäftsjahr an Kalenderjahr

bb) Historische Entwicklung Die Gesellschaft wurde am 28.08.2008 als gemeinsames Unternehmen der Stadtwerke Nordhausen – Holding für Versorgung und Verkehr GmbH (HVV) und des Landkreises Nordhausen unter der Firmierung Südharzwerke Nordhausen GmbH gegründet. Mit der notariellen Beurkundung (UR-Nr. 80/2009) vom 19.01.2009 erfolgte auf der Grundlage des Gesellschafterbeschlusses vom 02.12.2008 und des Kreistagsbeschlusses 471-08 vom 16.12.2008 die Neufirmierung in Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH (SHW). Im ersten Geschäftsjahr der Gesellschaft (Rumpfgeschäftsjahr vom 28.08.2008 bis zum 30.09.2008) war noch keine wirksame und praktische Geschäftstätigkeit zu verzeichnen. Es wurden lediglich Verpflichtungen im Rahmen des Gründungsvorganges eingegangen. Der operative Geschäftsbetrieb wurde im Geschäftsjahr 2008/2009 aufgenommen. Am 28.08.2008 schlossen der Landkreis Nordhausen, die Stadt Nordhausen und die HVV einen Zusammenarbeitsvertrag. Nach diesem Vertrag hat die SHW ihre im Gesellschaftsvertrag festgelegten Aufgaben zum 01.03.2009 zunächst in den Bereichen Bioabfallverwertung, Deponiegasverwertung und Deponiesickerwasserbehandlung aufgenommen. Ab 01.10.2009 kamen die manuelle und maschinelle Straßenreinigung und ab 01.07.2010 die Einsammlung und der Transport von Rest- und Bioabfall aus Haushalten einschließlich des Altpapiers im gesamten Landkreis hinzu. Mit Vertrag vom 10.02.2009 beauftragte der Landkreis Nordhausen, entsprechend des Zusammenarbeitsvertrages, die Gesellschaft mit der Bioabfallverwertung, Deponiegasverwertung und Sickerwasserbehandlung. Die Gesellschaft schloss als Auftragnehmerin mit der TVN am 18.03. / 07.05.2009 einen Geschäftsbesorgungsvertrag zur Erbringung kaufmännischer Dienstleistungen für die biologische Restabfallbehandlungsanlage am Standort der Kreisabfalldeponie Nentzelsrode. Mit der Ergänzung des Vertrages zum 01.07.2009 wurde der Leistungsumfang um ingenieurtechnische Aufgaben erweitert. Diese Ergänzung wurde mit Wirkung ab 01.04.2010 wieder aufgehoben. Mit der HVV und der STW wurden am 23./27.04.2009 bzw. am 07.04.2009 Geschäftsbesorgungsverträge zur Nutzung von kaufmännischen und technischen Synergien abgeschlossen. Beide Verträge traten rückwirkend zum 01.10.2008 in Kraft. Ein mit der TVN am 07.05.2009 geschlossener Personalgestellungsvertrag mit rückwirkender Inkrafttretung zum 01.03.2009 regelte die Zurverfügungstellung von drei technischen Mitarbeitern zur Erfüllung der Aufgaben der biologischen Restabfallbehandlung am Standort der Kreisabfalldeponie Nentzelsrode an die TVN durch die SHW. Der Vertrag endete einvernehmlich zum 30.06.2011. Mit Vereinbarung vom 10./16.09.2009 wurden die Verträge zwischen der Stadt Nordhausen und der STW über die manuelle und maschinelle Straßenreinigung und Papierkorbentleerung mit Wirkung zum 01.10.2009 auf die SHW übertragen. Am 29.05.2010 schloss die Gesellschaft mit dem Landkreis Nordhausen mit Wirkung zum 01.07.2010 einen Leistungsvertrag zur Abfallentsorgung im gesamten Landkreis. 52

Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH Mit Vertrag vom 11./19.05.2011 übernahm die SHW den Auftrag, ab dem 01.01.2011 gebrauchte Verkaufsverpackungen aus Papier/Pappe/Karton im Landkreis Nordhausen gemäß Verpackungsverordnung zu erfassen und dem Vertragspartner Duales System Deutschland GmbH zu übergeben. Am 05.07.2011 bestätigte der Kreistag ein Konzept, welches die Übertragung des gesamten Anlagebestandes der TVN an die SHW und den Umbau der Restabfallbehandlungsanlage in eine Bioabfallverwertungsanlage vorsieht. Am 25.06.2012 wurde ein neuer Leistungsvertrag über die Bioabfallverwertung abgeschlossen, der mit Unterzeichnung in Kraft trat. Gleichzeitig trat der Leistungsvertrag vom 10.02.2009 hinsichtlich der Bioabfallverwertung außer Kraft. Am 07.05.2013 wurde ein neuer Leistungsvertrag über die Sickerwasserbehandlung und Deponiegasverwertung abgeschlossen, der rückwirkend zum 01.07.2012 in Kraft trat. Gleichzeitig trat der Leistungsvertrag vom 10.02.2009 außer Kraft. Mit Kreistag hat am 19.11.2013 (Beschluss-Nr. 542/13) die Anpassung des Geschäftsjahres der SHW an das Kalenderjahr beschlossen.

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs.1 Nr.1 ThürKO)

Mit der Gründung der SHW wurden Pflichtaufgaben des Landkreises und der Stadt Nordhausen im Sinne der Daseinsvorsorge mit besonderem Einfluss auf eine eigene, inhousefähige Gesellschaft übertragen. Die im Unternehmensgegenstand aufgeführten Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck von kommunalen Unternehmen und begründen ihr Engagement.

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

aa) Bilanz Bilanz Bilanzsumme

30.09.2011 (EUR)

30.09.2012 (EUR)

30.09.2013 (EUR)

2.631.654,77

3.636.232,92

9.004.386,10

1.037.032,53 1.593.439,15 1.183,09

2.121.267,29 1.512.821,71 2.143,92

7.374.639,90 1.577.300,53 52.445,67

967.173,75

1.498.875,75

1.758.063,90

50.000,00 0,00 333.444,20 583.729,55

50.000,00 0,00 917.173,75 531.702,00

50.000,00 0,00 1.313.052,31 395.011,59

176.834,00 43.730,00 133.104,00 1.415.187,02 0,00 72.460,00

172.997,00 28.436,00 144.561,00 1.865.354,17 0,00 99.006,00

127.225,00 15.750,00 111.475,00 1.504.273,20 5.500.000,00 114.824,00

Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Passiva Eigenkapital 1. Gezeichnetes Kapital 2. Kapitalrücklage 3. Gewinnrücklage 4. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(-)

Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passive latente Steuern

53

Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH

bb) Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung

30.09.2011 (EUR)

Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebsergebnis Sonstige Zinsen und Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-)

cc)

30.09.2012 (EUR)

30.09.2013 (EUR)

5.134.653,81 130.368,23 2.578.874,76 1.051.318,98 138.564,66 647.991,30 848.272,34 10.196,68 27.203,36

5.084.354,83 198.177,84 2.412.524,52 1.113.347,02 192.680,29 774.839,82 789.141,02 9.399,47 31.504,62

5.203.540,87 64.565,91 2.233.229,89 1.204.249,41 261.223,62 857.804,42 711.599,44 11.195,62 155.866,32

831.265,66 189,70 636,00 242.754,81 4.335,00 583.729,55

767.035,87 0,00 0,00 231.234,95 4.098,92 531.702,00

566.928,74 0,00 0,00 167.632,00 4.285,15 395.011,59

Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

aaa) Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Betriebsbereichen

2010/2011 2011/2012 EUR EUR 2.859.552,35 2.843.961,53 0,00 10.703,32 1.067.488,04 1.004.281,73 96.511,48 105.303,00 302.690,67 324.161,55 494.174,97 697.501,12 277.341,03 53.289,00 36.895,27 45.153,58 5.134.653,81 5.084.354,83

Hausmüllsammlung Grünabfall Wertstoffabfuhr Pappe, Papier, Karton Manuelle Straßenreinigung Maschinelle Straßenreinigung Bioabfallverwertung Deponiesickerwasserbehandlung Deponiegasverstromung

Gesamt

2012/2013 EUR 2.857.133,34 20.464,11 1.000.074,06 98.413,80 284.394,69 621.600,73 260.857,50 60.602,64 5.203.540,87

Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtsjahr Umsätze von insgesamt 5.203.540,87 € (Vj. 5.084.354,83 €), was einer Steigerung von 2,34 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

54

Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH

bbb) Personalentwicklung Personalentwicklung

Anzahl der Mitarbeiter

60 40

30

34

2011/2012

2012/2013

28

20 0 2010/2011

Wirtschaftsjahr

Im Geschäftsjahr 2012/2013 waren ohne Geschäftsführer durchschnittlich 34 (Vj. 30) Mitarbeiter beschäftigt.

Kosten [EUR]

Personalkosten 2.250.000 1.500.000

1.051.319

1.113.347

1.204.249

2011/2012

2012/2013

750.000 0 2010/2011

Wirtschaftsjahr

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 91 T€ (8,2 %) auf 1.204 T€ gestiegen. Sie betreffen mit 965 T€ Löhne und Gehälter und mit 239 T€ soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung.

ccc) Anlagevermögen 2011 TEUR

Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen

2012 TEUR

2013 TEUR

9,00 9,00

8,50 8,50

6,90 6,90

0,00 910,90

558,10 803,80

1.471,30 1.332,60

9,30

8,20

9,50

107,80 1.028,00 1.037,00

742,70 2.112,80 2.121,30

4.554,30 7.367,70 7.374,60

II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Anlagevermögen

55

Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH

Entwicklung des Anlagevermögens 7.374,60

Tausend Euro

10.000,00 7.500,00 5.000,00

2.121,30 1.037,00

2.500,00 0,00 2011

2012

2013

Jahr

In der Bilanz des Jahresabschlussberichtes zum 30.09.2013 wird das Anlagevermögen der SHW mit einer Summe von 7.374.639,90 € ausgewiesen (Vj. 2.121.267,29 €). Die Zunahme des Anlagevermögens um 5.254 T€ resultiert aus Investitionen i.H.v. 5.515 T€ denen Abschreibungen i.H.v. 261 T€ gegenüberstehen. Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte zu fortgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Das Anlagevermögen wurde im Geschäftsjahr nach den handelsrechtlichen Vorschriften linear und zeitanteilig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis 150 € wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Für solche mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von 150 € bis 1.000 € wurde ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wird. Zu den einzelnen Posten des Anlagevermögens nachfolgende Erläuterungen: zu I. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich aus Software und Lizenzen zusammen. Der Buchwert zum 30.09.2013 ist auf 6.933,72 € zurückgegangen (Vj. 8.491,64 €). Der Rückgang um 1,6 T€ ergibt sich aus Zugängen i.H.v. 2,2 T€ und Abschreibungen i.H.v. 3,8 T€. Die Zugänge betreffen die Nachaktivierung von Software. zu II. Sachanlagen Der Buchwert der Sachanlagen hat sich im Geschäftsjahr 2012/2013 auf 7.367.706,18 € erhöht (Vj. 2.112.775,65 €). Die Erhöhung um 5.255 T€ ergibt sich aus Zugängen i.H.v. 5.512 T€ und Abschreibungen i.H.v. 257 T€. Bei den Zugängen handelt es sich im Wesentlichen um die: • von der TVN übernommenen Gebäude und Außenanlagen (incl. Nebenkosten), • Anschaffung von zwei Fahrzeugen und einer Transformatorstation, • Investition in eine Sickerwasserbehandlungsanlage und • geleisteten Anzahlungen für den Bau der Biogasanlage.

56

Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Zuschüsse, Verlustausgleiche oder Nachschüsse wurden nicht gezahlt. Eine Kapitalentnahme erfolgte nicht.

ee) Beurteilung der Lage Im fünften vollen Geschäftsjahr der Gesellschaft wurden alle beauftragten Pflichtaufgaben der kommunalen Gesellschafter zum dritten Mal über ein ganzes Wirtschaftsjahr durchgeführt, sodass nunmehr Vorjahresvergleiche möglich sind Die aus der Gründung der SHW geplanten Aufgabenübernahmen sind mit Beginn der Anfahrphase der neuen Trockenvergärungsanlage (TVA) vollständig abgeschlossen. Prägend für das Geschäftsjahr 2012/2013 war der Umbau der ehemaligen Biologischen Restabfallbehandlungsanlage (BRA) in eine TVA. Entsprechend des am 05.07.2011 vom Kreistag beschlossenen Konzeptes haben die SHW diese Maßnahme fortgeführt und weitestgehend beendet. Baubeginn war am 25.09.2012. Die vorhandenen Rottetunnel der BRA wurden in Fermentertunnel, Perkolat- und Gasspeicher umgebaut sowie um die weiteren notwendigen Bestandteile einer TVA (Gasaufbereitung, BHKW, Biofilter) ergänzt. Die erste Bestückung der Anlage erfolgte im September 2013. Seitdem findet die komplette Verwertung des Bioabfalles wieder im Landkreis Nordhausen statt. Parallel dazu wurde die Übertragung der für die Aufgabenerfüllung erforderlichen Grundstücke und Anlagen im Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode durchgeführt. Für die an die Trockenvergärung anschließende Kompostierung der Gärrückstände ist die Zuführung von so genanntem Strukturmaterial notwendig, um das erforderliche aerobe Milieu zu schaffen. Die SHW hat daher im Geschäftsjahr 2011/2012 eine Grünabfallkarte eingeführt, mit der es privaten Haushalten ermöglicht wird, gegen ein einmaliges Entgelt i.H.v. 10,00 € ganzjährig Grünabfälle an zentralen Sammelstellen abzugeben. Die Sammelstellen befinden sich auf dem Betriebshof der Stadtwerke, im AWZ Nentzelsrode sowie auf den Bauhöfen in Ellrich, Niedersachswerfen und Heringen. Die Verkaufszahlen der Grünabfallkarte im Kalenderjahr 2013 i.H.v. über 2.000 Stück hat die Erwartungen deutlich übertroffen und belegt die sehr positive Annahme durch die Einwohner des Landkreises und der Stadt Nordhausen. Für das kommende Jahr bereitet die SHW die Erweiterung des Angebotes hinsichtlich der Logistik und Öffnungszeiten vor. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 395.011,59 € (Vj. 531.702,00 €), wodurch sich das Eigenkapital nach Ausschüttung des Gewinn aus dem Wirtschaftsjahr 2012 an die Gesellschafter i.H.v. 136 T€, auf 1.758.063,90 € erhöhte. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 5.368 T€ auf 9.004 T€. Die Eigenkapitalquote sank von 41,2 % auf 19,52 %, was im Wesentlichen auf die fremdfinanzierte Investitionstätigkeit i.H.v. insgesamt 5.514,6 T€ zurückzuführen ist. Der Investitionsschwerpunkt lag in der Umsetzung des Konzeptes für die Bioabfallverwertung, dem Kauf des Grundstückes für die Bioabfallbehandlungs- und die Sickerwasseraufbereitungsanlage, dem Bau der Trockenvergärungsanlage sowie dem Kauf von Fahrzeugen und Abfallbehältern. Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtsjahr Umsätze von insgesamt 5.203.540,87 €, was einer Steigerung von 2,34 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind im Berichtsjahr um 361 T€ zurückgegangen. Per Saldo resultiert dies aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 231 T€, dem ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 585 T€ und den Sonstigen Verbindlichkeiten um 7 T€ gegenüber steht.

57

Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH Die langfristig gebundenen Vermögensgegenstände werden vollständig durch Eigenkapital sowie lang- und mittelfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital finanziert. Der Mittelbedarf der Investitionstätigkeit i.H.v. 5.515 T€ wurde vollständig (5.800 T€) aus der Forfaitierung und der Darlehensaufnahme gedeckt. Vor allem aufgrund der Tilgungsleistungen und der Gewinnausschüttung an die Gesellschafter reduzierte sich der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 359 T€. Mit den auf die SHW übertragenen Aufgaben, welche Pflichtaufgaben der jeweiligen Körperschaft sind, bestehen gute Chancen und Voraussetzungen zur erfolgreichen Führung der Gesellschaft. Die für die Inhousefähigkeit erforderliche Durchgriffsmöglichkeit des Landkreises und der Stadt Nordhausen auf die SHW wie auf eine eigene Dienststelle bieten diesen wiederum die Sicherheit, ihren Pflichtaufgaben mit entsprechend inhaltlicher Gestaltung für den Umweltschutz, der Bürgernähe und der Nachhaltigkeit sowie einer verträglichen Preisgestaltung gerecht zu werden. Aus der Sicht der Geschäftsführung bestehen unter der gegenwärtigen Gesellschafterkonstellation von Stadt und Landkreis Nordhausen keine schwerwiegenden Risiken, die den Bestand der Gesellschaft und die Realisierung der Aufträge gefährden. Durch die zu erwartenden wirtschaftlichen Ergebnisse aus der kontinuierlichen Auftragserfüllung wird sich das Eigenkapital der SHW in den Folgejahren wieder verbessern. Damit bestehen gute Möglichkeiten, die anfänglich erforderlichen Anmietungen von Fahrzeugen und Technik durch eigenes Anlagevermögen zu ersetzen, die hierfür erforderlichen Investitionen mit entsprechend geringem Fremdkapitaleinsatz durchzuführen und dadurch die Kapitalstruktur der Gesellschaft wieder zu verbessern.

58

6.

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

Seite a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

60

b)

Organigramm

61

c)

Entstehung und Entwicklung

61

aa) Eckdaten bb) Historische Entwicklung

61 62

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

63

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

64

aa) Bilanz bb) Gewinn- und Verlustrechnung cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse bbb) Personalentwicklung ccc) Anlagevermögen

64 64 65 65 66 67

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen ee) Beurteilung der Lage

69 69

59

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Anschrift:

Telefon/Fax:

E-Mail/Internet:

Robert-Blum-Straße 1 99734 Nordhausen

0 36 31/63 90 0 36 31/63 92 40

[email protected] www.stadtwerke-nordhausen.de

Gründung:

Unternehmensgegenstand:

19.08.1991

Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen Aufgabenstellung die Erbringung öffentlicher Personenverkehrsdienste (inklusive des freigestellten Schülerverkehrs) auf dem Gebiet des Landkreises Nordhausen einschließlich ein- und ausbrechender Verkehre.

Gesellschaftsvertrag:

Die Gesellschaft ist interner Betreiber der Stadt Nordhausen und des Landkreises Nordhausen i. S. d. Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates und ist im Falle der Direktvergabe eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags an die Vorschriften des Art. 5 Abs. 2 Verordnung (EG) 1370/2007 gebunden. Diese Beschränkungen gelten auch für jedes andere Unternehmen, an dem die Gesellschaft auch nur geringfügig beteiligt ist. Abgesehen von diesen Beschränkungen ist das Unternehmen zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern.

derzeit gültige Fassung datiert vom 24.03.2009

Das Unternehmen führt Randtätigkeiten in Form von Schienenverkehrsleistungen und von Wartungs-, Instandhaltungs- und Serviceleistungen an Fahrzeugen und technischen Einrichtungen in geringem Umfang aus.

Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September.

Handelsregister:

Beteiligungen:

Amtsgericht Jena HRB 401487

keine Beteiligungen

Gesellschafter:

Kapitalanteile:

Stadtwerke Nordhausen – HVV GmbH Landkreis Nordhausen Unterjährige Veränderung bei den gesetzlichen Vertretern

399.000,00 € = 171.000,00 € = 570.000,00 € =

Gesetzliche Vertreter in der Gesellschafterversammlung: 70,0 % 30,0 % 100,0 %

Dr. Klaus Zeh, OB Birgit Keller, Landrätin

Keine

Geschäftsführung: Geschäftsführer

Mathias Hartung Gabriele Schuchardt

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben, da nur die Geschäftsführerin bei der Gesellschaft angestellt ist. Fritz Keilholz

Gesamtprokura

Vorsitzender Stellvertretende Vorsitzende Mitglieder

Dr. Klaus Zeh Birgit Keller Andreas Wieninger Lothar Emrich Michael Rheinländer Dr. Maximilian Schönfelder Dietrich Beyse

Stadt Nordhausen Landkreis Nordhausen Stadt Nordhausen Stadt Nordhausen Stadt Nordhausen Stadt Nordhausen Landkreis Nordhausen

Satzungsmäßige Besetzung

7 Aufsichtsratsmitglieder

gemäß § 9 Gesellschaftsvertrag

Unterjährige Veränderung

ausgeschieden Stefan Nüßle

neu Dietrich Beyse

Prokura: Aufsichtsrat:

am (31.08.13)

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates pro Jahr: 1.200,00 €

Nachschusspflicht: keine Regelung im Gesellschaftsvertrag enthalten

60

ab (14.10.13)

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

b)

Organigramm Geschäftsführung

Qualitätsmanagementbeauftragte

Zentrale Dienste Organisation, Marketing

Finanz- und Rechnungswesen

Personal, Recht

Investitionen, Controlling, Risikomanagement

Datenverarbeitung Kommunikation

Geschäftsbesorgung durch die Stadtwerke Nordhausen - Holding für Versorgung und Verkehr

Betriebsleitung Straßenbahnverkehr

Güteranschlussbahn

c)

Betriebsleitung Busverkehr

Fahrdienst

Instandhaltung

Verkehrsplanung

Vertrieb

Entstehung und Entwicklung

aa) Eckdaten Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

TLVwA

Beschluss 97-10/91 v. 12.09.91 i.V.m. Kreisausschuss v. 11.07.91 Gründung der Gesellschaft , Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 478/91 vom 19.08.1991 Gründung der Gesellschaft, Gesellschaftsvertrag

RA Genehmigung Gründung war genehmigungsfrei

Beschluss 81/95 v. 04.04.95 Neufassung Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 762/95 vom 20.06.1995 Teilgeschäftsanteilsübertragung an HVV

Beschluss 435/98 v. 15.12.98 Erwerb Geschäftsanteil von HVV

UR-Nr. 231/99 vom 15.03.1999 Erwerb Geschäftsanteil von HVV

RA Genehmigung vom 24.06.99 UR-Nr. 762/95 und 231/99 Geschäftsanteilsübertragung (AZ: 204.4-1511-001/99-NDH)

Beschluss 460/99 v. 23.02.99 Änderung Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 232/99 vom 15.03.1999 Änderung Gesellschaftsvertrag

RA Genehmigung Umbenennung genehmigungsfrei (Tel. Auskunft TLVwA v. 26.08.99)

UR-Nr. 1418/03 vom 09.09.2003 Neufassung Gesellschaftsvertrag

RA Genehmigung vom 11.06.04 UR-Nr. 1418/03,2199/03 u.2201/03 Neustrukturierung des ÖPNV zw. Stadt und Landkreis Nordhausen (AZ: 204.4-1511-001/03-NDH)

Beschluss 280/02 v. 11.06.02 Auftragserteilung Gründung gemeinsames Verkehrsunternehmen Beschluss 365/03 v. 06.05.03 Gründung der Stadtwerke NDH Infrastruktur- und Verkehrsgesellschaft mbH (IVG) und Zusammenfassung der beiden Verkehrsunternehmen - Neufassung Gesellschaftsvertrag - Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Beschluss 366/03 v. 06.05.03 Gründung der VBN (alt) und Beteiligung des Landkreises - Bestätigung Gesellschaftsvertrag Beschluss 468-08 v. 16.12.08 Verschmelzung der VBN (alt) auf die IVG

UR-Nr. 2199/03 vom 19.12.2003 Glättung Stammkapital UR-Nr. 2200/03 vom 19.12.2003 Spaltungsvertrag mit Stadtwerke UR-Nr. 2201/03 vom 19.12.2003 Übertragg Geschäftsanteil an HVV UR-Nr. 2204/03 vom 19.12.2003 Beherrschungs-/Gewinnabf.-vertr.

UR-Nr. 426 u.427/08 v. 24.03.2009 Verschmelzungsvertrag mit VBN u. Änderung Gesellschaftsvertrag

61

RA Genehmigung Die Genehmigung des geänderten Gesellschaftsvertrages steht noch aus.

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

TLVwA

Beschluss 064-09 v. 15.12.09 1. Änderung zur Vereinbarung der Risikoverteilung Beschluss 084/10 v. 09.03.10 Dienstleistungsauftrag ÖPNV Verkehrsleistungen Beschluss 542/13 v. 19.11.13 Anpassung Geschäftsjahr an Kalenderjahr

bb) Historische Entwicklung Die Gesellschaft firmierte bis zur Verschmelzung mit der ehemaligen Verkehrsbetriebe Nordhausen (VBN-alt) unter der Bezeichnung „Stadtwerke Nordhausen - Infrastruktur- und Verkehrsgesellschaft mbH" (IVG). Gemäß Verschmelzungsvertrag vom 24.03.2009 wurde die VBN-alt auf die IVG ohne Abwicklung verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte mit Wirkung zum 01.10.2008. Die Gesellschaft wurde auf den Namen Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH (VBN) umfirmiert. Ursprünglich wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 09.09.2003 der Gesellschaftsvertrag der Busverkehr Nordhausen GmbH neu gefasst. Insbesondere wurde die Firma der Gesellschaft in IVG umbenannt und der Gegenstand des Unternehmens geändert. Am 19.12.2003 wurde zwischen der Stadtwerke Nordhausen - Verkehrs- und Stadtreinigungsbetrieb GmbH und der IVG ein Spaltungsvertrag zum Zweck der Übernahme des Verkehrsbereiches mit Straßenbahn und Güteranschlussbahn sowie der Fahrzeuginstandhaltung in die IVG zum 01.10.2003 abgeschlossen. Es erfolgte die Übernahme der zugeordneten Vermögensgegenstände und des Personals. Im Gegenzug gewährte die IVG der Stadtwerke Nordhausen - Holding für Versorgung und Verkehr GmbH (HW) kostenfrei einen Geschäftsanteil an der Gesellschaft, sodass die Gesellschaft seit diesem Zeitpunkt über zwei Gesellschafter, den Landkreis Nordhausen und die HVV, verfügt. Die Gesellschaft ist Inhaberin der Konzessionen für den Linienverkehr mit Straßenbahnen und Stadt- sowie Regionalbussen. Sie bediente sich bis zur Verschmelzung der VBN-alt und anderer Busunternehmen, um die Verkehre durchzuführen. Die Gesellschaft vermietete auf der Basis eines am 15.04.2004 abgeschlossenen Infrastrukturvertrages die erforderlichen Anlagen, Immobilien und Fahrzeuge an die VBN-alt. Zudem erbrachte die IVG nach diesem Vertrag alle Betriebsführungsaufgaben, die zur Absicherung der Durchführung der Verkehre dienen. Die VBN-alt wiederum erbrachte für die IVG auf der Grundlage eines am 14.04.2004 abgeschlossenen Verkehrsleistungsvertrages die Verkehrsleistungen des ÖPNV mit Straßenbahnen und Kraftfahrzeugen im konzessionierten Linienverkehr und im freigestellten Schülerverkehr im Landkreis und in der Stadt Nordhausen. Mit anderen Subunternehmen (im Berichtsjahr mit sechs Unternehmen) wurden ebenfalls Verkehrsleistungsverträge abgeschlossen. Am 30.04./01.05.2004 erfolgte die Inbetriebnahme von drei Niederflurstraßenbahnen vom Typ Combino DUO und die Aufnahme des Schienenpersonennahverkehrs bis nach Ilfeld. Durch die Verbindung der Gleise der Nordhäuser Straßenbahn mit dem Streckennetz der HSB wurde die Voraussetzung geschaffen, ohne umzusteigen vom SHK bis zur Neanderklinik nach Ilfeld zu fahren. Grundlage hierfür ist ein am 28.02.2003 zwischen der HSB und der STW - damals VSB GmbH - abgeschlossener Verkehrsleistungsvertrag, in den am 16.02.2005 die VBN-alt als Rechtsnachfolger eingetreten war. Danach beauftragt die HSB 62

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH die Gesellschaft mit der Erbringung von Verkehrsdienstleistungen, soweit im Schienenpersonennahverkehr, Straßenbahnen vom Typ Combino-Duo auf der Strecke Nordhausen/ Ilfeld zum Einsatz gebracht werden. Der Vertrag trat mit Wirkung zum 01.05.2004 in Kraft und ging - wie alle vormals geschlossenen Verträge - mit der Verschmelzung auf den Rechtsnachfolger VBN über. Da die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Durchführung und Finanzierung des ÖPNV das Modell einer getrennten Infrastruktur- und einer Betreibergesellschaft nicht mehr erforderten, erfolgte die o. g. Verschmelzung der VBN-alt auf die gleichzeitig in VBN umfirmierte IVG. Die Gesellschaft blieb auch weiterhin Inhaberin der Konzessionen für den Linienverkehr mit Straßenbahnen und Stadt- sowie Regionalbussen. Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurde die Betrauung des Unternehmens mit der Durchführung des ÖPNV in Landkreis und Stadt Nordhausen durch die Aufgabenträger erneuert und in Form einer Gesellschafteranweisung aktualisiert. Diese gilt für die Sparte „Straßenbahn" bis zum Auslaufen der Liniengenehmigungen dieses Bereichs am 31.12.2017. Die planmäßig zum 31.07.2010 ausgelaufenen Liniengenehmigungen für die Buslinien wurden nach Antragstellung durch die Genehmigungsbehörde neu erteilt. Am 30.06.2010 wurde die Gesellschaft durch die beiden Aufgabenträger auf Grund eines öffentlichen Dienstleistungsauftrages (ÖDA) mit der Durchführung des ÖPNV mit Kraftomnibussen und Taxis im Gebiet der Stadt Nordhausen und des Landkreises Nordhausen betraut und beauftragt. Der ÖDA trat am 01.08.2010 in Kraft und endet am 31.07.2020. Damit verbunden waren neue Qualitäts- und Abrechnungsstandards sowie eine Vielzahl von Neuregelungen, die in der Praxis einzuführen und umzusetzen waren.

d) Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO) Die VBN führte auch im Geschäftsjahr 2012/2013 ihre im Gesellschaftsvertrag festgelegten Aufgaben durch. Die im Unternehmensgegenstand aufgeführten Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck von kommunalen Unternehmen und begründen ihr Engagement. Der Gesellschaft obliegt die Organisation und Durchführung des ÖPNV mit Straßenbahnen und Omnibussen im Linien-, Freigestellten Schüler- und Gelegenheitsverkehr im Bereich der Stadt und des Landkreises Nordhausen. Die VBN betreibt 18 Regionalbuslinien, acht Stadtbuslinien und zwei Straßenbahnlinien. Zur Erbringung der eigenen Betriebsleistungen im Omnibuslinienverkehr und im Straßenbahnverkehr hält die VBN 39 Regionalbusse, 14 Stadtbusse und zwölf Straßenbahnfahrzeuge vor. Der Erschließungsgrad ist dabei in räumlicher Hinsicht im Landkreis als sehr gut zu bewerten. Es werden alle Orte, Gemeinden und Städte im Landkreis bedient. Auch die räumliche Erschließung der Stadt Nordhausen mit Straßenbahn- und Omnibusverkehr ist als gut zu beurteilen. Alle für die Bürger wesentlichen Quelle- und Zielbeziehungen sind im Stadtgebiet durch Nahverkehrsangebote abgedeckt. Ca. 50% der Einwohner haben unmittelbaren Zugang zur Straßenbahn. Beförderte Personen

2010/2011

Linienverkehr Straßenbahn Stadtbus Stadtverkehr (Zwischensumme) Regionalbus Linienverkehr gesamt Freigestellter Schülerverkehr Gesamt

1.999.839 649.257 2.649.096 1.501.346 4.150.442 442.050 4.592.492

63

2011/2012

1.933.966 651.109 2.585.075 1.660.689 4.245.764 438.058 4.683.822

2012/2013

1.911.515 660.976 2.572.491 1.563.405 4.135.896 390.118 4.526.014

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH Die Beförderungsleistungen insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,6 % gesunken, wobei im Stadtverkehr ein Rückgang von ca. 0,5 % und im Regionalverkehr ein Rückgang von ca. 5,9 % zu verzeichnen ist. Im freigestellten Schülerverkehr ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 10,9 % erfolgt, was wesentlich dadurch begründet ist, dass mehr Schüler im Linienverkehr befördert wurden.

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

aa) Bilanz Bilanz Bilanzsumme Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten

30.09.2011 (EUR)

30.09.2012 (EUR)

30.09.2013 (EUR)

35.095.547,01

33.332.745,26

33.542.789,65

31.024.343,63 4.032.112,61 39.090,77

29.508.045,95 3.780.648,19 44.051,12

29.620.393,62 3.874.977,52 47.418,51

2.021.323,05

2.021.323,05

2.021.323,05

570.000,00 3.052.867,12 -1.601.544,07 0,00

570.000,00 3.052.867,12 -1.601.544,07 0,00

570.000,00 3.052.867,12 -1.601.544,07 0,00

20.464.504,06 136.733,17 919.073,63 11.431.288,14 122.624,96

19.247.537,24 105.856,52 869.273,50 11.004.995,39 83.759,56

18.432.889,95 81.434,79 745.382,50 12.138.675,02 123.084,34

30.09.2011 (EUR) 5.191.362,93 6.498.760,26 4.668.212,67 4.646.454,86 2.849.296,41 1.721.548,58 -2.195.389,33 32.267,21 491.332,04

30.09.2012 (EUR) 5.228.915,37 6.849.236,05 4.771.477,54 4.719.435,75 3.125.149,58 1.822.357,25 -2.360.268,70 27.050,10 492.612,10

30.09.2013 (EUR)

5.425.112,89 7.065.197,56 5.070.752,88 4.932.658,13 3.229.002,47 1.858.823,94 -2.600.926,97 23.357,69 422.644,08

-2.654.454,16 6.166,00 0,00 8.187,28 2.668.807,44 0,00

-2.825.830,70 0,00 0,00 7.892,30 2.833.723,00 0,00

-3.000.213,36 0,00 0,00 8.367,12 3.008.580,48 0,00

Passiva Eigenkapital 1. Gezeichnetes Kapital 2. Kapitalrücklage 3. Gewinnvortrag/Verlustvortrag(-) 4. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(-)

Sonderposten für Investitionszuwendungen Sonderposten mit Rücklageanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten

bb) Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebsergebnis Sonstige Zinsen und Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Erträge aus Verlustübernahme Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-)

64

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

cc)

Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

aaa) Umsatzerlöse Umsatzerlöse (EUR) Beförderungsleistungen Güteranschlussbahn Tankstelle Instandhaltung Gesamt

2010/2011 VBN 4.223.501,39 41.527,08 762.691,63 163.642,83 5.191.362,93

2011/2012 VBN 4.306.040,63 27.090,59 741.297,48 154.486,67 5.228.915,37

2012/2013 VBN 4.572.763,62 32.506,44 682.662,92 137.179,91 5.425.112,89

Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtsjahr Umsätze i.H.v. insgesamt 5.425.112,89 € (Vj. 5.228.915,37 €) was einer Steigerung von 3,75 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Umsatzerlöse aus Beförderungsleistungen (EUR) ÖPNV Straßenbahn - Linienverkehr ÖPNV Stadtbus - Linienverkehr ÖPNV Regionalbus - Linienverkehr Freigestellter Schülerverkehr Gelegenheitsverkehr / SEV Verkehrsleistungen für HSB Gesamt

2010/2011 VBN 1.263.601,78 428.934,83 996.515,30 758.768,22 199.681,26 576.000,00 4.223.501,39

2011/2012 VBN 1.192.313,47 419.678,00 1.102.135,42 781.225,23 189.688,51 621.000,00 4.306.040,63

2012/2013 VBN 1.313.666,39 464.755,35 1.151.353,64 769.482,42 211.098,21 662.407,61 4.572.763,62

Bei den Umsatzerlösen aus Beförderungsleistungen wirkten sich im Berichtsjahr die Tariferhöhung im Stadtlinienverkehr zum 01.01.2013 und die Preisanpassung bei den Zuschlägen fürs Umsteigen aus dem Regionalverkehr in den Stadtverkehr positiv aus. Durch die Preisanpassungen konnten die rückläufigen Fahrgastzahlen überkompensiert werden. Das im Februar 2012 ausgelaufene Hochschulticket wurde durch das Semesterticket ab dem 01.03.2013 ersetzt und muss von allen Studenten erworben werden (Solidarmodell). Im Bereich der Güteranschlussbahn war die Inanspruchnahme der Transportleistungen durch die angeschlossenen Industrie- und Gewerbekunden geringfügig gestiegen, sodass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5 T€ (+ 20 %) auf ca. 33 T€ gestiegen ist. Im Bereich der Instandhaltung ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8,0 % zurückgegangen. Dies resultiert sowohl aus dem Rückgang des Umsatzes aus der Instandhaltung für Dritte als auch der innerbetrieblichen Erträge. Die innerbetrieblichen Leistungen sind überwiegend Instandhaltungen an Fahrzeugen und Fahrscheinautomaten sowie die Wartung von Haltestellen. Letztere hat der Stadt Nordhausen zusätzlich auf das Unternehmen übertragen. Im Bereich der Tankstelle ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 7,9 % zurückgegangen. Ursächlich hierfür war der um 6 % rückläufige Verkauf an Dritte. Zudem sanken die spezifischen Preise analog der Einkaufspreise. Darüber hinaus erzielte das Unternehmen sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 7.065.197,56 €. In diesen sind die Finanzhilfen zur Finanzierung des ÖPNV sowie die gesetzlichen Ausgleichszahlungen gemäß § 45a PBefG (Ausbildungsverkehr) und § 148 SGB IX (Schwerbehinderte) enthalten. Die Finanzhilfen des Freistaates Thüringen werden über die Aufgabenträger Stadt und Landkreis Nordhausen an das Unternehmen weitergeleitet. Der im öffentlichen Dienstleistungsauftrag neu festgelegte Abrechnungsmechanismus für den finanziellen Ausgleich wird erstmals ab dem Geschäftsjahr 2010/11, für das auch ein entsprechender Wirtschaftsplan erstellt wurde, angewendet. Danach zahlen die Aufgabenträger unterjährig Abschläge von monatlich 1/12 der im Wirtschaftsplan bestätigten Ausgleichsbeträge. 65

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

bbb) Personalentwicklung Personalentwicklung

Anzahl der Mitarbeiter

200 150

124

126

124

2010/2011

2011/2012

2012/2013

100 50 0 Wirtschaftsjahr

Im Geschäftsjahr 2012/2013 waren durchschnittlich 124 Mitarbeiter (Vj. 126) beschäftigt (ohne Geschäftsführer und 10 Auszubildende). Personalkosten

Kosten [EUR]

6.000.000 5.000.000

4.646.455

4.719.436

4.932.658

2011/2012

2012/2013

4.000.000 3.000.000 2.000.000

2010/2011

Wirtschaftsjahr

Die Personalkosten i.H.v. 4.933 T€ sind gegenüber dem Vorjahr um 213 T€ gestiegen. Eine Tariferhöhung zum 01.04.2013 führte zu höheren Aufwendungen bei den Löhnen und Gehältern. Die Personalkosten setzen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 wie folgt zusammen: a) Löhne und Gehälter - Löhne und Gehälter - Ausbildungsvergütung - Übrige

3.870.593,04 € 67.500,70 € 22.619,70 € 3.960.713,44 €

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für - Gesetzliche soziale Aufwendungen - Beiträge Zusatzversorgungskasse Thüringen - Beiträge Berufsgenossenschaft - Beiträge Berufsgenossenschaft

772.707,98 € 133.497,33 € 51.450,76 € 14.288,62 € 971.944,69 €

Die Vergütung der Arbeitnehmer erfolgte in Orientierung an den Spartentarifvertrag für Nahverkehrsbetriebe (TV-N-Thüringen).

66

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

ccc) Anlagevermögen 30.09.2011 TEUR

Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten 2 .Gleis- und Sicherheitsanlagen, Streckenausrüstung 3. Fahrzeuge für den Personenverkehr 4. Maschinen und maschinelle Anlagen 5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Anlagevermögen

30.09.2012 TEUR

30.09.2013 TEUR

185,30 185,30

133,50 133,50

196,50 196,50

1.341,10

1.264,30

1.583,20

10.517,80

9.564,20

9.969,50

13.689,70

17.696,60

17.250,30

619,80

534,80

423,50

211,50

150,40

111,60

4.459,10 30.839,00 31.024,30

164,20 29.374,50 29.508,00

85,80 29.423,90 29.620,40

Entwicklung des Anlagevermögens

Tausend Euro

32.500,00

31.024,30 29.508,00

29.620,40

30.000,00 27.500,00 25.000,00 30.09.2011

30.09.2012

30.09.2013

Jahr

In der Bilanz des Jahresabschlussberichtes zum 30.09.2012 wird das Anlagevermögen der VBN mit einer Summe von 29.620.393,62 € ausgewiesen (Vj. 29.508.045,95 €). Die Zunahme des Anlagevermögens um 112 T€ resultiert aus Investitionen i.H.v. 3.341 T€, denen Abschreibungen und Anlageabgänge i.H.v. 3.229 T€ gegenüberstehen. Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte zu fortgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Erhaltene Investitionszuschüsse aus GVFG-Mitteln wurden passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst. In die Anschaffungskosten wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Das Anlagevermögen wurde im Geschäftsjahr nach den handelsrechtlichen Vorschriften linear und zeitanteilig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis 150 € wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und für solche mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von 150 € bis 1.000 € wurde ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wird. 67

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH Zu den einzelnen Posten des Anlagevermögens nachfolgende Erläuterungen:

zu I. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich aus Software und Lizenzen zusammen. Der Buchwert hat sich zum 30.09.2013 auf 196.496,11 € erhöht (Vj. 133.507,97 €). Der Anstieg um 63 T€ ergibt sich aus Zugängen i.H.v. 34 T€ und Umbuchungen i.H.v. 84 T€, denen Abschreibungen i.H.v. 55 T€ gegenüberstehen. Der Zugang betrifft Fahr-, Dienstleistungs- sowie Fahrzeug- und Personaldispositionssoftware.

zu II. Sachanlagen Der Buchwert der Sachanlagen ist im Geschäftsjahr 2012/2013 auf 29.423.897,51 € angestiegen (Vj. 29.374.437,98 €). Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich im Einzelnen wie folgt dar: Stand am 01.10.2012 Zugänge Umbuchungen (+) Abgänge Umbuchungen (-) Abschreibungen Stand am 30.09.2013

29.374.537,98 € 3.307.156,34 € 79.819,29 € -2,00 € -164.161,06 € -3.173.453,04 € 29.423.897,51 €

Bei den Zugängen und Umbuchungen (+) handelt es sich im Wesentlichen um: • Investitionen in das Straßenbahndepot sowie in die Gleisanlage und Fahrleitung am Straßenbahndepot • Anschaffung von sechs Bussen für den Personennahverkehr • Anschaffung eines Radgreifers, eines Schweißgeräts und einem Fahrradanhänger • Anschaffung eines Funkservers, einer Telefonanlage sowie diverser Büro- und Geschäftsausstattungen • geleistete Anzahlungen (Abschläge für Investitionen am Triebwagen 23) Bei den Abgängen und Umbuchungen (-) handelt es sich um: • Fünf ausrangierte Busse sowie einen ausrangierten Straßenbahnwagen • Fertigstellung und Aktivierung der Wendeschleife für das im September 2013 fertig gestellte Depot Die Abschreibungen wurden grundsätzlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände in analoger Anwendung der amtlichen Abschreibungstabellen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde für Straßenbahnen die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 30 Jahren auf 20 Jahre verringert, für Gleisanlagen wird weiterhin eine Nutzungsdauer von 25 Jahren unterstellt. Die Nutzungsdauer der mit Erdgas betriebenen Busse wurde mit neun Jahren angesetzt.

68

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Zuschüsse/Verlustausgleiche aus dem Verwaltungshaushalt (in €) Ist 31.12.2011

Ist 31.12.2012

Ist 31.12.2013

Haushaltsplan 2014

1.609.105,34

2.170.340,75

1.972.573,61

1.797.100,00

davon davon davon davon Zuwendung vom Land Zuwendung vom Land Zuwendung vom Land Zuwendung vom Land 208.428,00 200.072,00 217.648,00 213.500,00 Eigenanteil Landkreis Eigenanteil Landkreis Eigenanteil Landkreis Eigenanteil Landkreis 1.400.677,34 1.701.625,61 1.754.925,61 1.583.600,00 darunter 1) Zuwendung Bleicherode

darunter 1) Zuwendung Bleicherode

1.625,61

1.625,61

Verlustausgleich für das 2) Wirtschaftsjahr 09/10 268.643,14 1)

2)

Diese Zuwendung resultiert aus der Einrichtung und Betrieb einer zusätzlichen Haltestelle in Obergebra (Ortsteil der Stadt Bleicherode). Von der Stadt Bleicherode erfolgte eine Überweisung des Betrages an den Landkreis Nordhausen, von welchem eine Weiterreichung an die VBN erfolgte. Dieser Betrag entstand durch die Änderung der Modalitäten für die Anmeldung und Abrechnung der Finanzhilfen, aufgrund des ab 01.08.2010 in Kraft getretenen ÖDA. Obwohl die Zahlung durch den Landkreis bereits im Haushaltsjahr 2011 fällig war, konnte Einigung über einen späteren Zahlungstermin erzielt werden.

Die in obiger Tabelle enthaltenen Angaben beziehen sich auf das jeweilige Kalender- bzw. Haushaltsjahr des Zuschussgebers (Land/Landkreis). Da das Geschäftsjahr der VBN am 01.10. beginnt und am 30.09. endet, können die o.g. Werte nicht mit denen aus den Jahresabschlüssen der VBN übereinstimmen. Der Zuschuss des Aufgabenträgers Landkreis ist nach § 17 ÖDA der finanzielle Ausgleich für die auf den Landkreis entfallenen Verkehrsleistungen des ÖPNV, der nicht durch die Erträge der Gesellschaft und die Zuwendungen des Freistaates gedeckt wurde. Nicht in der obigen Tabelle enthalten sind Zahlungen des Landkreises, die sich auf Grund einer Zahlungsvereinbarung vom 20.10.2008 ergeben. In dieser Vereinbarung ist geregelt, dass der Landkreis der IVG (jetzt VBN) einen offenen Betrag i.H.v. 813.556,05 € schuldet, der bei der VBN in den Wirtschaftsjahren 2005/2006 und 2006/2007 aufgrund der unterschiedlichen Planungshorizonte zur Erstellung des Haushaltsplanes für den Landkreis (Kalenderjahr) und des Wirtschaftsplanes der IVG (01.10. - 30.09) entstanden ist. Entsprechend der Zahlungsvereinbarung hat der Landkreis Nordhausen den offenen Betrag am 31.03.2013, mit Zahlung der Schlussrate i.H.v. 11.956,05 €, beglichen. Nachschüsse wurden nicht gezahlt. Eine Kapitalentnahme erfolgte nicht.

ee) Beurteilung der Lage Das Unternehmen hat auch im Geschäftsjahr 2012/2013 seine verkehrswirtschaftlichen Aufgaben als Mobilitätsdienstleister im Gebiet der Stadt und des Landkreises Nordhausen erfüllt. Der Geschäftsverlauf war stabil und kontinuierlich.

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Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH Als wesentliche Basis für die Erbringung der Verkehrsleistungen im ÖPNV besteht seit dem 01.08.2010 ein ÖDA nach der Verordnung EG Nr. 1370/2007, mit welchem das Unternehmen mit der Leistungsdurchführung betraut und auf dessen Grundlage die Liniengenehmigungen erteilt wurden. Damit verbunden sind neue Qualitäts- und Abrechnungsstandards sowie eine Vielzahl von Neuregelungen, die seit 2011 in der Praxis umgesetzt werden. Das Unternehmen konnte im April 2013 erneut die Konformität mit der DIN EN 13816 – „Transport, Logistik und Dienstleistungen; Öffentlicher Personenverkehr“ und der DIN ISO 9001:2008 im Rahmen der Rezertifizierung nachweisen und erfüllt damit ein wichtiges Qualitätskriterium nach § 7 des ÖDA. Im Geschäftsjahr wurde entsprechend den Qualitätsanforderungen der Beauftragung weiter in die Infrastruktur und in neue Fahrzeuge investiert. Damit werden weiter die notwendigen Erneuerungs- und Ersatzmaßnahmen realisiert, die wichtige Voraussetzungen für eine Erbringung der beauftragten Verkehrsleistungen in guter Qualität sind. Die Gleiserneuerung im Straßenbahndepot wurde abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2013 hat die Gesellschaft zur anteiligen Finanzierung der Investitionen Darlehen i.H.v. 1.260 T€ aufgenommen, die z.T. bereits im Vorjahr genehmigt wurden. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig i.H.v. insgesamt 1.274 T€ getilgt. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 651 T€. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 210 T€, was im Wesentlichen auf die Zunahme von Forderungen und Verbindlichkeiten zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote (hier: Verhältnis bilanzielles Eigenkapital bezogen auf die um die Sonderposten gekürzte Bilanzsumme) verschlechterte sich geringfügig um 1,1 % und beträgt 13,4 % (Vj. 14,5 %). Die Eigenkapitalquote ist damit nicht zufriedenstellend, jedoch aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der HVV auch nicht mit besonderen Risiken verbunden. Auf Grund der künftig weiter geplanten Fahrleistungen i.H.v. ca. 1.900.000 km im Busverkehr bzw. 580.000 km im Straßenbahnverkehr hat die Preisentwicklung für Kraftstoffe, Fahrstrom und Erdgas auch weiterhin wesentlichen Einfluss auf die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse der einzelnen Sparten und stellt somit eines der wesentlichen Risiken der Geschäftstätigkeit dar. Das Unternehmen hat die neuen Chancen die sich aus dem ÖDA ergeben haben, gemeinsam mit den Aufgabenträgern für eine positive Weiterentwicklung des ÖPNV genutzt. Es konnten weitere Verbesserungen in der Qualität des Verkehrsangebotes, insbesondere bezüglich der Barrierefreiheit, Qualität und Ausstattung der Fahrzeuge sowie bei der Fahrgastinformation erreicht werden. Das Unternehmen erhält finanzielle Anreize für eine wirtschaftliche Leistungsdurchführung und die Einhaltung der Qualitätsvorgaben. Bei Erreichen der im Wirtschaftsplan vorgegebenen wirtschaftlichen Ziele fließen dem Unternehmen finanzielle Mittel zu, die als Eigenmittel für Investitionen mit eingesetzt werden können und die Kapitalausstattung und Leistungsfähigkeit verbessern. Die Qualitätsvorgaben konnten bisher stets erfüllt und die wirtschaftlichen Ziele überwiegend erreicht werden. Andererseits besteht auch weiterhin das Risiko, dass die Aufgabenträger (bzw. die bei der Stadt zur Zahlung verpflichtete Holding) die mit den Leistungs- und Qualitätsverbesserungen einhergehenden Kostensteigerungen nicht tragen können. Aus diesem Grund erfolgte bereits 2011 eine 1. Änderung des ÖDA dahingehend, dass der gewinnähnliche Zuschlag von ursprünglich 5% auf nunmehr 3% gekürzt wurde. Zwischenzeitlich ergibt sich hier aufgrund der Entwicklung im ÖPNV-Markt, dass dies deutlich unter dem üblichen Durchschnitt liegt.

70

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH Mit Stadtratsbeschluss der Stadt Nordhausen vom 19.12.2012 wurde der OB ermächtigt, Verhandlungen mit dem Landkreis zur Finanzierung des ÖPNV in der Stadt Nordhausen zu führen und „...ab 01.01.2013 ermächtigt, jederzeit eine Erklärung abzugeben, dass der ÖPNV nach § 3 Abs. 1 Ziffer 2 Thüringer Gesetz über öffentlichen Personennahverkehr (ThürÖPNVG) vom Landkreis Nordhausen zu leisten ist und die Stadt Nordhausen von § 3 Abs. 1 Ziffer 3 ThürÖPNVG keinen Gebrauch mehr macht“. Die Auswirkungen können für das Unternehmen ein erhebliches Risiko darstellen. Das Mutterunternehmen hat hierzu eine eigene Untersuchung beauftragt und das Ergebnis zur Verfügung gestellt. Das Risiko des Eintritts und des Umfangs nachteiliger Auswirkungen auf das Unternehmen hängt maßgeblich von Entscheidungen der Aufgabenträger ab und ist durch das Unternehmen nur bedingt beeinflussbar. Aufgrund der besonderen regionalen Situation, noch fehlender Rechtsprechung zu den europarechtlichen Regelungen und fehlender Vergleichsfälle sind nicht alle Folgen abschließend einschätzbar. Unter bestimmten Konstellationen kann die VBN auch in ihrem Bestand gefährdet sein. Nachdem die Ergebnisse der Untersuchung auch den Aufgabenträgern und Eigentümern der Unternehmen (VBN und HVV) zur Verfügung gestellt wurden, hat die Stadt Nordhausen als Aufgabenträger erklärt, dass sie derzeit die Aufhebung des vorgenannten Stadtratsbeschlusses prüft. Ein weiteres aktuelles Risiko für das Unternehmen ist durch die Änderung des Gesellschaftsvertrages der Mehrheitsgesellschafterin HVV entstanden. Hierzu hat der Stadtrat am 04.12.2013 die Streichung einer Regelung aus dem Gesellschaftsvertrag beschlossen, die eine finanzielle Einstandspflicht der Stadt für die übertragenen Aufgaben u.a. des ÖPNV unter bestimmten Bedingungen beinhaltete. Die VBN bricht in der Folge Covenants aus drei Kreditverträgen mit einem Gesamtvolumen von ca. 2,7 Mio. €, was bei den Kreditinstituten zu einer außerordentlichen Kündigung dieser Kreditverträge führen kann. Derzeit laufen Verhandlungen mit den Kreditinstituten, die eine Weiterführung der Kreditverträge zum Ziel haben. Es wird davon ausgegangen, dass mit Unterstützung der Stadt die Kreditverträge fortgeführt werden können. Mit Abschluss der ÖDA mit den Aufgabenträgern für den Stadt- und Regionalverkehr, die die Betrauung und die Finanzierung sichern, bestehen für das Unternehmen gute und sichere Grundlagen, den ÖPNV in der Stadt und im Landkreis Nordhausen gemäß der Nahverkehrspläne weiter durchzuführen. Ob dies in dem beschlossenen Umfang durch die Aufgabenträger zukünftig weiter finanziert werden kann, bleibt abzuwarten. Aufgrund der öffentlichen Diskussionen über die zukünftige Finanzausstattung der Thüringer Kommunen bestehen hier Zweifel. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Bedeutung des ÖPNV als bedeutendem Teil der Mobilitätssicherung der Bevölkerung für die demografische und regionale Entwicklung weiter geachtet und erkannt wird, so dass dann auch die notwendigen Grundlagen für eine entsprechende Finanzausstattung gelegt werden. Der Betrieb der Güteranschlussbahn wird zunächst auf der Basis der erteilten Gesellschafteranweisung fortgesetzt. Die aktuellen Verträge beinhalten Entgelte, die auf Grund des Wettbewerbes im Gütertransport nicht wesentlich erhöht werden können. Damit kann der Bereich weiterhin nicht kostendeckend arbeiten. Die Aufrechterhaltung des Betriebes dient zur Erhaltung der Infrastruktur im bedienten Gewerbegebiet und damit auch städtischen Interessen als wirtschaftsfördernder Standortfaktor. Der Ausgleich der Verluste erfolgt weiterhin durch die HVV. Das Unternehmen hatte auftragsgemäß tiefergehende Prüfungen für den Weiterbetrieb vorgenommen und an die Unternehmensgremien und die Stadt Nordhausen weitergeleitet. Im Ergebnis ist auch zukünftig bis auf weiteres kein kostendeckender Betrieb der Güteranschlussbahn möglich. Kommt es, wie die HVV als Gesellschafterin angekündigt hat, zu einer Aufhebung der Gesellschafteranweisung zum Betrieb der Güteranschlussbahn, wird die VBN den Betrieb aufgeben müssen, wenn keine anderen Formen der Finanzierung gefunden werden. Die entsprechenden Schritte hat die Geschäftsführung eingeleitet.

71

Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH Auch im Betrieb der Werkstätten und der Tankstelle sind Umsatzsteigerungen in den kommenden Jahren voraussichtlich nur in geringem Umfang möglich. Der Betrieb ist aber für die notwendigen innerbetrieblichen Leistungen nicht verzichtbar. Maßnahmen zur Untersuchung und weiteren Optimierung des Werkstattbetriebes wurden eingeleitet. Insgesamt kann eingeschätzt werden, dass die für eine erfolgreiche Geschäftsfortführung erforderlichen rechtlichen und vertraglichen Grundlagen vorliegen. Das Unternehmen hat somit - verbunden mit seinen personellen, finanziellen und strukturellen Ressourcen - alle Voraussetzungen, um auch in Zukunft qualitativ anspruchsvolle Verkehrs- und Mobilitätsleistungen im Interesse der Bürger der Region erbringen zu können. Allerdings sind einige Fragestellungen seitens der Trägerkommunen aufgeworfen worden, über die berichtet wurde und die einer abschließenden Entscheidung bedürfen. Sie haben Einfluss auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.

72

7.

BIC Nordthüringen GmbH

Seite a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

74

b)

Organigramm

75

c)

Entstehung und Entwicklung

75

aa) Eckdaten bb) Historische Entwicklung

75 76

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

77

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

78

aa) Bilanz bb) Gewinn- und Verlustrechnung cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse bbb) Personalentwicklung ccc) Anlagevermögen

78 78 79 79 79 80

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen ee) Beurteilung der Lage

81 81

73

BIC Nordthüringen GmbH

a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Anschrift:

Telefon/Fax:

E-Mail/Internet:

Alte Leipziger Str. 50 99734 Nordhausen OT Bielen

0 36 31/91 81 00 0 36 31/91 81 11

[email protected] www.bic-nordthueringen.de

Gründung:

Unternehmensgegenstand:

11.12.1992

Gegenstand des Unternehmens sind die Errichtung und der Betrieb eines Gründer- und Innovationszentrums zur Förderung des Aufbaus einer leistungsfähigen Wirtschaftsstruktur in Nordthüringen mit den Standorten im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Nordhausen.

Gesellschaftsvertrag:

Die Gesellschaft vermietet Einrichtungen und Räume des Zentrums insbesondere an neu gegründete und sich entwickelnde Unternehmen. Die Gesellschaft unterstützt diese Unternehmen durch Beratungs- und Dienstleistungen.

derzeit gültige Fassung datiert vom 06.09.2002

Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Handelsregister:

Beteiligungen:

Amtsgericht Jena HRB 403 149

keine Beteiligungen

Gesellschafter:

Kapitalanteile:

Landkreis Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Stadt Sondershausen Stadt Nordhausen Unterjährige Veränderung bei den gesetzlichen Vertretern

130.000,00 € = 130.000,00 € = 130.000,00 € = 130.000,00 € = 520.000,00 € =

Gesetzliche Vertreter in der Gesellschafterversammlung: 25,0 % 25,0 % 25,0 % 25,0 % 100,0 %

ausgeschieden Thomas Seeber Ulrich Heilmann Udo Rockmann

am (10.12.13) (10.12.13) (10.12.13)

Antje Hochwind, Landrätin Birgit Keller, Landrätin Joachim Kreyer, Bürgermeister Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister wg. Veräußerung Geschäftsanteile Kreissparkasse Nordhausen Kyffhäusersparkasse Artern-SDH Industrie- und Handelskammer Erfurt

Geschäftsführung: Geschäftsführer

Hans-Georg Müller

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben.

Handlungsbevollmächtigte: Uwe Dönhoff Dr. Sabine Riebel

Stadt Sondershausen Stadt Nordhausen

Leiter Stabsstelle Wirtschaftsförderung Amtsleiter Wirtschaftsförderung und Stadtplanung

Aufsichtsrat: Vorsitzende Mitglieder

Cornelia Kraffzick Dr. Klaus Zeh Ulrich Heilmann Thomas Seeber Udo Rockmann Matthias Ehrhold Uwe Lippold

Stadt Sondershausen Stadt Nordhausen Kyffhäusersparkasse Artern-SDH Kreissparkasse Nordhausen Reg. Service-Center IHK Erfurt Landkreis Nordhausen Kyffhäuserkreis

Satzungsmäßige Besetzung

7 Aufsichtsratsmitglieder

gemäß § 9 Gesellschaftsvertrag

Unterjährige Veränderung

keine

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates pro Jahr: keine

Nachschusspflicht: Entsprechend § 16 des Gesellschaftsvertrages sind der Landkreis Nordhausen, der Kyffhäuserkreis, die Stadt Nordhausen und die Stadt Sondershausen verpflichtet, Nachschüsse bis zu einer Höhe von 50% ihrer Geschäftsanteile zur Deckung der Verluste des Geschäftsjahres zu leisten.

74

BIC Nordthüringen GmbH

b)

Organigramm Geschäftsführer Assistenz/Sekretariat

Projekte

Europa Service

Technik

Gründungsideen

Leonardo da Vinci

Haustechnik

Hausmeister

c)

Entstehung und Entwicklung

aa) Eckdaten Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

Beschluss 185-19/92 v. 12.11.92 Beteiligung d. Landkreises am BIC

UR-Nr. 2037/92 vom 11.12.1992 Gründung der Gesellschaft Gesellschaftsvertrag UR-Nr. 49/94 vom 12.01.1994 Änderung Gesellschaftsvertrag

TLVwA RA Genehmigung v. 06.09.1994 Gründung der Gesellschaft unter der Bedingung, den GV entspr. d. Hinweise des LVA zu ändern (AZ: 204.4-1515.01-3/94-NDH/SDH)

UR-Nr. 2816/96 vom 16.12.1996 Änderung Gesellschaftsvertrag UR-Nr. 2681/98 vom 23.12.1998 Änderung Gesellschaftsvertrag Beschluss. 458/99 v. 23.02.99 Verdoppelung der Stammeinlage

UR-Nr. 778/99 vom 30.04.1999 Änderung Gesellschaftsvertrag (Stammkap-erhöhung nicht wirksam, da kein Teilerlass f. Rückforderungsanspruch v. Land Thür.)

RA Genehmigung v. 04.08.1999 Genehmigung Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 621/2000 vom 13.04.2000 Änderung Gesellschaftsvertrag (Stammkapitalerhöhung ohne Bedingung, siehe Bescheid TLVwA vom 11.01.2000, Stundung, Erstattungsanspruch)

Bescheid vom 11.01.2000 Kein Teilerlass f. d. Rückzahlung d. unberechtigt in Anspruch genommenen Leistung u. festgesetzten Zinsen i.H.v. 714.960,49 €. Rückzahlg Erstattungsanspruch in Raten bis 30.06.2012 gestundet. (AZ: 500.18-3064.06-069/97)

(AZ: 204.4-1515.01-002/94-NDH/SDH)

Änd.-bescheid vom 03.01.2001 Erstattungsanspruch Thüringen: gemäß Bescheid vom 11.01.2000 gemäß Zins-Bescheid vom 13.09.2000

714.960,49 € 123.152,19 € 838.112,68 €

(AZ: 500.18-3064.06-069/97)

75

BIC Nordthüringen GmbH

Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

TLVwA

Beschluss 323/02 v. 18.02.03 - Kapitalumstellung - Stammkapitalerhöhung - Änderung Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 1516/2002 vom 06.09.2002 Änderung Gesellschaftsvertrag - Kapitalumstellung auf Euro - Stammkapitalerhöhung (Glättung des Stammkapitals)

RA Genehmigung v. 09.04.2003 Erhöhung des Stammkapitals und Änderung Gesellschaftsvertrag (AZ: 204.4-1515.01-001/93-NDH)

UR-Nr. 2229/2013 vom 10.12.2013 Übertragung von Geschäftsanteilen Vereinfachte Kapitalherabsetzung

Anzeige vom 13.06.2013 Erwerb BIC Geschäftsanteile Herabsetzung des Stammkapitals (AZ: 240.1-1515-002/13-NDH)

Beschluss 236.2-06 v. 14.06.06 Kündigung Geschäftsführervertrag BIC Beschluss 344/12 v. 22.05.12 Gebäude- und Grundstücksverkauf BIC u. Verwendung Verkaufserlös Beschluss 346/12 v. 22.05.12 Abberufung d. Geschäftsführers Beschluss 346-1/12 v. 11.09.12 Neubestellung d. Geschäftsführers Beschluss 494/13 v. 24.09.13 Erwerb BIC Geschäftsanteile Beschluss 495/13 v. 24.09.13 Herabsetzung des Stammkapitals

bb) Historische Entwicklung Am 12.11.1992 beschloss der Kreistag Nordhausen mit Beschl.-Nr. 185-19/92 die Beteiligung des Landkreises an der „Business and Innovation Centre Nordthüringen gGmbH“ (BIC). Der notarielle Vertrag über die Errichtung der gemeinnützigen Gesellschaft (gGmbH) mit Sitz in Nordhausen wurde am 11.12.1992 unterzeichnet. Das Finanzamt hatte die Gemeinnützigkeit der Gesellschaft nicht anerkannt. Aus diesem Grunde wurde 1994 die Firmenbezeichnung (in GmbH) geändert. Die Gesellschaft betreibt ein Technologie- und Gründerzentrum an den Standorten Nordhausen und Sondershausen. Im Herbst 1994 wurden die beiden Gebäude der BIC (in Nordhausen und Sondershausen) fertig gestellt und der ordentliche Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Gesellschaft sieht sich als partnerschaftliche, d.h. öffentliche und private Einrichtung zur Förderung und Konzentration von lokalen und regionalen Entwicklungspotenzialen. Aufgabe der BIC ist es danach, Existenzgründern und jungen Unternehmen die Rahmenbedingungen für den Start in die wirtschaftliche Selbständigkeit optimal zu gestalten, sie zu fördern und auf den ersten Wegstrecken in die Selbständigkeit zu begleiten. Weiterhin werden auch Aufgaben der regionalen, nationalen und internationalen Projektarbeit, des Technologie- und Wissenstranfers, der Netzwerkarbeit und der regionalen Wirtschaftsförderung wahrgenommen und initiiert. Seit der Eröffnung Ende des Jahres 1994 haben mehr als 220 Unternehmen das Zentrum durchlaufen und wurden durch dieses betreut. Die meisten der inzwischen ausgezogenen Firmen setzen ihre wirtschaftliche Tätigkeit erfolgreich fort. Durch verschiedene Projekte wie z.B. Projekte der europäischen Programme EQUAL und ENABLE, „Von der Uni ins eigene Unternehmen“ (Hochschulabsolventenprojekt), Gründerbüros, Büro Startklar (Existenzgründerinnenzentrum Thüringen), „Europaservice Nordthüringen“, Hochschultage, Europatage, Innovationsmärkte u.ä. wurde die wirtschaftliche Entwicklung der Region unterstützt. 76

BIC Nordthüringen GmbH Von den ursprünglich acht Gesellschaftern sind noch sieben am Unternehmen beteiligt. Den Anteil des ausgeschiedenen Gesellschafters „Förderverein EC BIC e.V.“ haben die Kreissparkasse Nordhausen und die Kyffhäusersparkasse Artern-Sondershausen je zur Hälfte übernommen. Das Stammkapital betrug insgesamt 500.000,00 DM; der Landkreis Nordhausen hatte mit einem Anteil von 15 % eine Stammeinlage i.H.v. 75.000,00 DM übernommen. Am 13.04.2000 wurde im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung und notarieller Beurkundung das Stammkapital von 500.000,00 DM auf 1.000.000,00 DM erhöht. Der Erhöhungsbetrag ist vom Landkreis Nordhausen im Juni 2000 entrichtet worden. Am 06.09.2002 beschloss die Gesellschafterversammlung mit notarieller Urkunde, das Stammkapital von DM auf Euro umzustellen, eine Glättung in Euro vorzunehmen und den Gesellschaftsvertrag dahingehend anzupassen. Der Kreistag Nordhausen (Beschluss - Nr. 323/02) stimmte in seiner Sitzung am 18.02.2003 den o.g. Gesellschafterbeschlüssen nachträglich zu. Liquiditätsprobleme erwuchsen der Gesellschaft durch die Rückzahlung der Restforderung des Freistaates Thüringen aus der Gewährung von (mit Bescheid vom 24.04.1998 bewilligten) Fördermitteln i.H.v. 429,1 T€ und den jährlich zu leistenden Kapitaldienst für bestehende Darlehen i.H.v. ca. 100 T€. Die Verpflichtung zur Fördermittelrückzahlung war zum 30.06.2009 zinslos gestundet worden. Über einen am 24.04.2009 gestellten Antrag auf Verlängerung der Stundung wurde bis zum Bilanzstichtag noch nicht entschieden. Am 19.01.2010 wurde ein ausführlich begründeter Antrag auf Erlass der Forderung an den Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie und am 01.12.2010 ein weiterer Antrag auf Erlass mit einem zugehörigen Sanierungskonzept an den Präsidenten des Thüringer Landesverwaltungsamtes gestellt. Im Ergebnis weiterer Gespräche und Verhandlungen sowohl im Wirtschaftsministerium als auch im Thüringer Landesverwaltungsamt wurde am 22.08.2011 ein Sanierungskonzept beim Thüringer Landesverwaltungsamt eingereicht, welches einen teilweisen Erlass der Fördermittelrückzahlung in Höhe von 329 T€ berücksichtigt. Das Geschäftsjahr 2012 war von der Umsetzung dieses Sanierungskonzeptes geprägt. Nach der Veräußerung der beiden Gebäude und Grundstücke in Nordhausen und Sondershausen an die Gesellschafter-Sparkassen wurde die noch bestehende Forderung des Freistaates Thüringen i.H.v. 329 T€ teilweise erlassen. Die beiden Geschäftsgebäude wurden vom BIC zu einem jährlichen Mietpreis von 73 T€ zurück gemietet und die Geschäftsführung durch die Wirtschaftsförderung einer am BIC beteiligten Kommune übernommen. Mit Realisierung dieser Maßnahmen konnten sowohl der in der Bilanz ausgewiesene „Nicht durch Eigenkapital gedeckter Jahresfehlbetrag“, als auch sämtliche Verbindlichkeiten (Darlehen, Forderung des Freistaates Thüringen) der Gesellschaft beseitigt werden.

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

Die Gesellschaft führte im Geschäftsjahr 2013 ihre im Gesellschaftsvertrag festgelegten Aufgaben durch. Die BIC vermietet Räumlichkeiten für Büro- und Werkstattarbeit sowie Seminarräume, insbesondere an neu zu gründende, jedoch auch an bestehende, vorwiegend innovative und technologieorientierte Unternehmen. Sie unterstützt diese Unternehmen durch Bereitstellung einer modernen technischen Infrastruktur sowie durch umfangreiche Beratungs- und Dienstleistungen. Die vermietbaren Flächen umfassen in Nordhausen auf ca. 2.400 m² und in Sondershausen auf ca. 2.100 m² Büro-, Werkstatt- und Laborräume für bis zu 60 Unternehmen. Die durchschnittliche Auslastung im Berichtsjahr betrug 66,4 % (Vj. 66,8 %). 77

BIC Nordthüringen GmbH Darüber hinaus hat sich die Projektarbeit zu einem wesentlichen Bestandteil der Arbeit der BIC entwickelt. Über ein etabliertes Projektmanagement wird die Mitarbeit in vielen europäischen und nationalen Projekten koordiniert. Als Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung dient das Unternehmen der Schaffung einer leistungsfähigen Wirtschaftsstruktur in der Region Nordthüringen. Die im Unternehmensgegenstand aufgeführten Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck von kommunalen Unternehmen und begründen ihr Engagement.

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

aa) Bilanz Bilanz Bilanzsumme Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch Eigenkapital gedeckt. Fehlbetrag

31.12.2011 (EUR)

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

4.988.136,85

211.131,46

214.101,90

4.074.619,65 180.876,05 975,31 731.665,84

4.058,48 204.647,98 2.425,00 0,00

3.163,34 210.869,81 68,75 0,00

Passiva Eigenkapital

0,00

144.067,84

130.852,26

1. Gezeichnetes Kapital 2. Kapitalrücklage 3. Verlustvortrag 4. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(-) 5. Nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag

520.000,00 1.744.065,93 -2.876.977,87 -118.753,90 731.665,84

520.000,00 1.744.065,95 -2.995.731,77 875.733,66 0,00

520.000,00 1.744.065,95 -2.119.998,11 -13.215,58 0,00

Sonderposten für Investitionszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten

3.471.716,00 9.700,00 1.490.249,67 16.471,18

0,00 9.700,00 25.061,16 32.302,46

0,00 11.840,00 42.792,01 28.617,63

bb) Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2011 (EUR)

Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Rohergebnis Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebsergebnis Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen ... Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Erträge Außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-)

78

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

325.761,14 210.047,57 535.808,71 335.703,55 42.523,92 220.314,14 -62.732,90 0,41 1.745,94 39.788,14

328.874,47 898.919,01 1.227.793,48 379.170,49 37.130,59 219.239,77 592.252,63 5 0,00 31.146,88

348.321,15 224.413,84 572.734,99 278.152,75 3.803,76 303.280,68 -12.502,20 46,68 0,00 550,06

-104.266,57

561.110,75

-13.005,58

0,00 0,00 0,00 14.487,33 -118.753,90

329.079,15 329.079,15 0,09 14.456,33 875.733,66

0,00 0,00 0,00 210,00 -13.215,58

BIC Nordthüringen GmbH

cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse Umsatzerlöse Vermietung Büro- und Gewerberäume Erträge aus Dienstleistungen Vermietung Seminarräume Übrige Gesamt

2011

2012

2013

EUR

EUR

EUR

287.333,30 20.353,02 6.024,17 12.050,65 325.761,14

286.335,55 18.820,40 14.904,50 8.814,02 328.874,47

311.015,04 17.511,53 11.381,55 8.413,03 348.321,15

Die BIC erzielte im Geschäftsjahr 2013 Umsatzerlöse i.H.v. 348 T€ (Vj. 329 T€), was einem Anstieg von 19 T€ (5,9 %) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Erhöhung resultiert aus dem Anstieg der Vermietung von Büro- und Gewerberäumen, dem ein Rückgang bei den übrigen Umsatzerlös-Positionen entgegensteht. Unter den Erträgen aus Dienstleistungen sind Einnahmen aus der Bereitstellung von Telekommunikationsleistungen ausgewiesen.

bbb) Personalentwicklung Personalentwicklung

Anzahl der Mitarbeiter

30 20 11

11

11

2011

2012

2013

10 0 Wirtschaftsjahr

Im Geschäftsjahr 2013 waren in der Gesellschaft durchschnittlich 11 (Vj. 11) Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer, inkl. Aushilfen) beschäftigt.

Kosten [EUR]

Personalkosten 600.000 400.000

335.704

379.170

2011

2012

278.153

200.000 0 2013

Wirtschaftsjahr

Der Rückgang der Personalkosten um 101 T€ auf 278 T€ resultiert aus dem Einsatz eines ehrenamtlichen Geschäftsführers. Zudem ist in den Personalkosten des Vorjahres eine Abfindungszahlung an den ehemaligen Geschäftsführer enthalten.

79

BIC Nordthüringen GmbH

ccc) Anlagevermögen 2011 TEUR

Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagevermögen

2012 TEUR

2013 TEUR

0,97 0,97

0,50 0,50

0,20 0,20

4.067,20

0,00

0,00

6,45 4.073,65 4.074,62

3,55 3,55 4,05

3,00 3,00 3,20

Entwicklung des Anlagevermögens

Tausend Euro

6.000,00

4.074,62

4.000,00 2.000,00

4,05

3,20

0,00 2011

2012

2013

Jahr

Das Anlagevermögen der BIC wird in der Bilanz zum 31.12.2013 mit einer Summe von 3.163,34 € ausgewiesen (Vj. 4.058,48 €). Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich das Anlagevermögen um 895,14 € (-22,1 %) auf 3.163,34 €. Dabei standen den Investitionen von 2,9 T€ Abschreibungen i.H.v. 3,8 T€ gegenüber. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 werden Jahressammelposten gebildet und über fünf Jahre abgeschrieben.

80

BIC Nordthüringen GmbH Zu den einzelnen Posten des Anlagevermögens nachfolgende Erläuterungen: zu I. Immaterielle Vermögensgegenstände Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände zum 31.12.2013 ist gegenüber dem Vorjahr auf 187,50 € (Vj. 503,50 €) zurückgegangen. Der Rückgang um 316,00 € (-63 %) resultiert aus Zugängen von 184 €, denen Abschreibungen i.H.v. 500 € gegenüberstehen. zu II. Sachanlagen Zum 31.12.2013 sind die Sachanlagen mit einem Buchwert von insgesamt 2.975,84 € (Vj. 3.554,98 €) ausgewiesen. Der Rückgang um 579,14 € (-16 %) resultiert aus Zugängen von 2,7 T€, denen Abschreibungen i.H.v. 3,3 T€ gegenüberstehen. Bei den Zugängen handelt es sich um Geringwertige Vermögensgegenstände.

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Nachschüsse aus dem Verwaltungshaushalt (in €) Ist 2011

Ist 2012

Ist 2013

Plan 2014

19.364,39

29.688,48

0,00

0,00

Nachschuss für 2010

Nachschuss für 2011

Nachschuss für 2012

Nachschuss für 2013

Auf Grund des positiven Jahresergebnisses der BIC im Geschäftsjahr 2012 musste im Haushaltsjahr 2013 kein Nachschuss von den kommunalen Gesellschaftern gezahlt werden. Im Wirtschaftsplan der BIC wurde für das Geschäftsjahr 2013 ein positives Jahresergebnis prognostiziert. Aus diesem Grund hat der Landkreis im Haushaltsplan 2014 keine Mittel für die Zahlung eines Nachschusses an die BIC eingeplant. Zuschüsse oder Verlustausgleiche wurden nicht gezahlt. Eine Kapitalentnahme erfolgte nicht.

ee) Beurteilung der Lage Das Unternehmen schloss im Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresfehlbetrag von 13,2 T€ (Vj. 875,7 T€), wobei dieser insbesondere durch eine Rückforderung der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung zum Europaservice, der Erstellung eines BDO-Gutachtens und der Neugestaltung der Homepage entstanden ist. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 19 T€ auf 348 T€ erhöht. Ursache hierfür ist der Anstieg der Umsätze aus der Vermietung von Büro- und Gewerberäumen. Im Gegensatz hierzu sind die Umsätze bei den übrigen Positionen zurückgegangen. Die Auslastung beider Standorte ist um 0,4 % auf 66,4 % gesunken, wobei der Rückgang der Mietauslastung in Sondershausen um 3,2 % durch den Standort Nordhausen mit einer Steigerung von 2,2 % nahezu kompensiert werden konnte. Die Personalkosten sind aufgrund der ehrenamtlichen Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr um 94,2 T€ zurückgegangen. 81

BIC Nordthüringen GmbH Im Rahmen der Projektarbeit wird die Internationalisierung kontinuierlich weiter ausgebaut. Inzwischen ist die BIC als zuverlässiger Partner auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene anerkannt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Projekte „Europa Service Nordthüringen", „Thüringer Gründungsideenwettbewerbe", „EU-Kompetenz für Personen in Erstausbildung" sowie „Europa - Deine Chance - für Personen am Arbeitsmarkt" durchgeführt. Mit dem Projekt „Gründungsideenwettbewerbe“ wurden im Berichtszeitraum 19 gründungsinteressierte Personen und Gesellschaften motiviert und begleitet. Dadurch können Gründungen besser vorbereitet und sicherer realisiert werden. Für den Thüringer Landesideenwettbewerb wurden zwei lokale Teilnehmer nominiert von denen einer als Preisträger des Landes gekürt wurde. Die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung werden jedoch existenziell von der Bewältigung der hauptsächlichsten Aufgabenfelder Projektgeschäft und Vermietung bestimmt. Nach der Umsetzung des Sanierungskonzepts wurden bislang folgende Ziele erreicht: • Beseitigung des seit dem Jahr 1995 ausgewiesenen „Nicht durch Eigenkapital gedeckter Jahresfehlbetrag“ in der Bilanz, • Beseitigung sämtlicher Verbindlichkeiten (Darlehen, Forderung des Freistaates Thüringen), • Erzielung eines bilanziellen Eigenkapitals i.H.v. 140 T€.

In der Fortschreibung des Sanierungskonzeptes wurde eine gesellschaftsrechtliche Neuorientierung angestrebt. Weitere Maßnahmen sind bei der Mietvertragsgestaltung, bei der Mieter- und Seminarakquise und eine effizientere Ausgestaltung der Kostenstruktur vorgesehen. Am Ende des Wirtschaftsjahres 2013 hatte die BIC eine Liquidität von 180,8 T€. Für das Wirtschaftsjahr 2014 sind bei normalem Geschäftsverlauf somit keine Engpässe zu erwarten. Die Prognose für die Vermietung am Standort Nordhausen ist positiv, da in unmittelbarer Nähe ein Industriegebiet entsteht und die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis stabil ist. Diese Erwartung kann durch den Bau einer Biomethananlage in unmittelbarer Nähe zum BIC Standort getrübt werden. Nach jetzigem Stand ist mit Lärmbelästigungen durch Transportfahrzeuge sowie Geruchsbelästigungen durch den Betrieb der Anlage zu rechnen. Kritischer ist die Situation im Kyffhäuserkreis. Hier muss verstärkt an der Bewerbung des Standortes gearbeitet werden. Alternative Nutzungen durch die Gesellschafter und Eigentümer sollten geprüft werden. Im europäischen Projektgeschäft liegen die größten Sorgen in der Fortführung der derzeitigen Aktivitäten. Die Förderperiode der europäischen Strukturfonds lief im Jahr 2013 aus. Die neue Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF) begann 2014 und endet 2020. Im Freistaat Thüringen ist keine neue Transnationale Richtlinie vorgesehen. Der Gründerideenwettbewerb wurde im Dezember 2013 beendet. Nach Verhandlungen mit dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft Technologie und Arbeit wurde bis Mitte 2015 ein vereinfachtes Nachfolgemodell bewilligt. Bereits bewilligt wurde ein Erasmus+ Projekt zur Förderung von europäischen Praktika für Auszubildende und Lehrer im Zeitraum 2014 - 2016 als Nachfolgeprogramm der Leonardo Da Vinci Projekte. Weitere Projekte sind derzeit in Planung Die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung werden existentiell von der Bewältigung der Aufgabenfelder Projektgeschäft und Vermietung bestimmt. Der Verlust von Großmietern könnte das Unternehmen in eine Schieflage bringen. 82

8.

Harzer Schmalspurbahnen GmbH

Seite a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

84

b)

Organigramm

85

c)

Entstehung und Entwicklung

85

aa) Eckdaten bb) Historische Entwicklung

85 85

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

86

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

87

aa) Bilanz bb) Gewinn- und Verlustrechnung cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse bbb) Personalentwicklung ccc) Anlagevermögen

87 87 88 88 89 90

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen ee) Beurteilung der Lage

92 92

83

Harzer Schmalspurbahnen GmbH

a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Anschrift:

Telefon/Fax:

E-Mail/Internet:

Friedrichstraße 151 38855 Wernigerode

0 39 43/55 80 0 39 43/55 81 12

[email protected] www.hsb-wr.de

Gründung:

Unternehmensgegenstand:

19.11.1991

Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Eisenbahnen zur Personen- und Güterbeförderung auf den Strecken Wernigerode - Nordhausen; Drei-Annen-Hohne - Brocken; Gernrode - Hasselfelde; Alexisbad Harzgerode; Stiege - Eisfelder Talmühle.

Gesellschaftsvertrag:

Eine Erweiterung des Streckennetzes ist möglich. Das Streckennetz ist im März 2006 von Gernrode nach Quedlinburg erweitert worden.

derzeit gültige Fassung datiert vom 19.11.1991

Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Handelsregister:

Beteiligungen:

Amtsgericht Stendal HRB 103 415

Die Gesellschaft ist mit einer Finanzanlage i.H.v. 4.000,00 € (2.000 Aktien) an der Harz AG beteiligt.

Gesellschafter:

Kapitalanteile:

Landkreis Harz Landkreis Nordhausen Stadt Wernigerode Stadt Nordhausen Stadt Quedlinburg Stadt Harzgerode Stadt Oberharz am Brocken Gemeinde Harztor Braunlage Tourismus GmbH

644.227,00 € = 306.775,00 € = 199.403,00 € = 153.387,00 € = 92.033,00 € = 82.830,00 € = 38.348,00 € = 9.204,00 € = 7.669,00 € = 1.533.876,00 € =

Unterjährige Veränderung bei den gesetzlichen Vertretern

ausgeschieden Michael Ermrich

1)

Gesetzliche Vertreter in der Gesellschafterversammlung: 42,0 % 20,0 % 13,0 % 10,0 % 6,0 % 5,4 % 2,5 % 0,6 % 0,5 % 100,0 % am (31.05.13)

Martin Skiebe, Landrat Birgit Keller, Landrätin Peter Gaffert, OB Dr. Klaus Zeh, OB Dr. Eberhard Brecht, OB Jürgen Bentzius, Bürgermeister Frank Damsch, Bürgermeister Stephan Klante, Bürgermeister Christian Klamt, Geschäftsführer neu Martin Skiebe

ab (01.06.13)1)

In der Zeit vom 01.06.2013 – 30.10.2013 als amtierender Landrat, danach als Landrat.

Geschäftsführung: Geschäftsführer

Matthias Wagener

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben. Jörg Bauer Rüdiger Simon

Gesamtprokura Gesamtprokura

Vorsitzende Stellvertretender Vorsitzender Mitglieder

Peter Gaffert Birgit Keller Jürgen Bentzius Michael Flore Torsten Ganz Stephan Klante Martin Skiebe Marianne Tamm Dr. Klaus Zeh

Stadt Wernigerode Landkreis Nordhausen Stadt Harzgerode Freistaat Thüringen Land Sachsen-Anhalt Gemeinde Harztor Landkreis Harz Landkreis Harz Stadt Nordhausen

Satzungsmäßige Besetzung

9 Aufsichtsratsmitglieder

gemäß § 6 Gesellschaftsvertrag

Unterjährige Veränderung

ausgeschieden Michael Ermrich Karl-Hermann Fahsel Matthias Jendricke

neu Martin Skiebe Torsten Ganz Dr. Klaus Zeh

Prokura: Aufsichtsrat:

am (31.05.13) (31.05.13) (14.05.13)

ab (01.06.13) (01.06.13) (15.05.13)

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates pro Jahr: keine

Nachschusspflicht: Gemäß § 27 des Gesellschaftsvertrages sind die Gesellschafter verpflichtet, entsprechend ihrem Beteiligungsverhältnis Nachschüsse bis zu einer Höhe von 50% ihrer Stammeinlage zu leisten.

84

Harzer Schmalspurbahnen GmbH

b)

Organigramm Geschäftsführer

Sekretariat

Öffentlichkeitsarbeit

Technischer Geschäftsbereich

Kaufmännischer Geschäftsbereich Abteilung Finanzen

Sekretariat

Abteilung Marketing und Vertrieb

Abteilung Eisenbahnbetrieb

Abteilung Personal/ Versicherung/Immobilien Lohn- und Gehaltsabrechng Versicherung und Immobilienverwaltung

Abteilung Infrastruktur Abteilung Fahrzeugtechnik

c)

Entstehung und Entwicklung

aa) Eckdaten Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

Beschluss 154-16/92 v 25.06.92 Bestätigung des Landkreises Nordhausen als Gesellschafter der Harzer Schmalspurbahnen GmbH

UR-Nr. 3179/91 vom 19.11.1991 Gründung der HSB GmbH Gesellschaftsvertrag

TLVwA RA Genehmigung Gründung war genehmigungsfrei

Beschluss. 236.1-06 v. 14.06.06 Reduzierung Nachschuss HSB Beschluss 534-09 v. 19.05.09 Gründung Tochterunternehmen HSB Dienstleistungen GmbH

Schreiben vom 07.12.2010 Kritik am Unternehmensgegenstand des Tochterunternehmens HSB Dienstleistungen GmbH (AZ 240.4-1515.01.-003/09-NDH)

Beschluss 443/139 v. 29.01.13 Aufhebung des KTB 534-09 zur Gründung eines Tochterunternehmens durch die HSB

bb) Historische Entwicklung Am 19.11.1991 wurde der Gesellschaftsvertrag der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) notariell beurkundet. Betriebstechnisch besteht das Unternehmen aus dem Eisenbahnverkehr (Personenverkehr und Güterverkehr) sowie der Eisenbahninfrastruktur. Auf der Grundlage des Vertrages zwischen der Deutschen Reichsbahn (DR) und der HSB zur Übergabe der Betriebsführung der Schmalspurbahnen im Harz vom 28.10.1992 übernahm die HSB als nichtbundeseigene Eisenbahn des öffentlichen Verkehrs von der DR für den Betrieb des schienengebundenen Personen- und Güterverkehrs die Betriebsführung auf den genannten Strecken. Neben der Verpflichtung der Gesellschafter zur Nachschusszahlung übernahmen das Land SachsenAnhalt und der Freistaat Thüringen entsprechend der abgeschlossenen Länderverträge die weitere finanzielle Sicherung. 85

Harzer Schmalspurbahnen GmbH Die Gesellschaft bedient auf dem einmaligen Streckennetz mit ca. 148 km Streckenlänge sowohl einen attraktiven Schienenpersonennahverkehr (SPNV) als auch touristische Belange. Das Unternehmen hat sich zu einem der wichtigsten Touristikunternehmen des Harzes mit bundesweiter Anerkennung entwickelt. Historische Dampfzüge sind im touristischen Bereich zu einem festen Bestandteil des Angebotes im Harz und insbesondere in den Städten und Gemeinden der Gesellschafter geworden. Bereits 1999 nutzten mehr als 1,1 Mio. Personen das Angebot im touristischen Bereich, im klassischen SPNV und im Schüler- und Berufsverkehr. Die Entwicklung der beförderten Personen hat sich auch im Berichtszeitraum auf deutlich über eine Million stabilisiert. Seit dem Jahr 2002 ist in Nordhausen das Netz der Harzer Schmalspurbahnen mit dem der Nordhäuser Straßenbahn auf dem Bahnhofsvorplatz verbunden. Damit besteht die Möglichkeit, den SPNV in Stadt und Landkreis Nordhausen noch kundenfreundlicher zu gestalten und ein Liniensystem bis nach Ilfeld mit Straßenbahnen anzubieten. Auf Grundlage des Verkehrsvertrages mit dem Freistaat Thüringen wurde am 01.05.2004 der Verkehr zwischen der SHK und der Neanderklinik Ilfeld mit den ZweisystemStadtbahnfahrzeugen aufgenommen. Für die Erbringung der Verkehrsleistungen im SPNV auf dieser Strecke mit dem Combino-Duo wurde die VBN beauftragt. Hierzu besteht der Verkehrsleistungsvertrag vom 28.02.2003. Mit der offiziellen Eröffnung der Streckenverlängerung zwischen Gernrode und der UNESCO Welterbestadt Quedlinburg, gefördert zu 100% durch das Land Sachsen-Anhalt, am 04.03.2006 und der Aufnahme des Regelzugverkehrs auf dieser Strecke am 26.06.2006, fand das bisher größte Bauvorhaben der HSB im Wesentlichen seinen Abschluss. Damit wurde eine entscheidende Grundlage für die zukünftige Entwicklung des touristischen SPNV im Selketal gelegt. Im Geschäftsjahr 2008 erwarb die Gesellschaft 2.000 Aktien an der Harz AG zu einem Nennwert von insgesamt 4.000,00 €. Die Harz AG verfolgt das Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit des Landkreises Harz zu fördern und zu sichern. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2009 gab es Bestrebungen der HSB ein Tochterunternehmen, die HSB Dienstleistungen GmbH, zu errichten. Dies scheiterte jedoch daran, weil das TLVwA dem Landkreis Nordhausen hierfür keine rechtsaufsichtliche Genehmigung in Aussicht stellen konnte, da im Unternehmensgegenstand der HSB Dienstleistungen GmbH kein öffentlicher Zweck für den Landkreis Nordhausen erkennbar war. Die HSB trägt mit seiner Erbringung von Verkehrsleistungen im Bahnbereich dem Umweltschutzgedanken zur Sicherung der Natur und Umwelt in besonderer Weise Rechnung. Auch bei der Beschaffung von Fahrzeugen sowie bei der Durchführung von Bauvorhaben werden die Belange des Umweltschutzes berücksichtigt. Planungen für Bauvorhaben werden dabei insbesondere vor dem Hintergrund des Schutzes der sensiblen Natur – zum Beispiel im Nationalpark – durchgeführt.

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

Die Gesellschaft führte im Geschäftsjahr ihre im Gesellschaftsvertrag festgelegten Aufgaben durch und stellt im Rahmen des Streckennetzes für den nördlichen Teil des Landkreises Nordhausen Verkehrsleistungen im Sinne des ÖPNV zur Verfügung. Die im Unternehmensgegenstand aufgeführten Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck von kommunalen Unternehmen und begründen ihr Engagement.

86

Harzer Schmalspurbahnen GmbH

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

aa) Bilanz Bilanz Bilanzsumme Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Passiva Eigenkapital 1. Gezeichnetes Kapital 2. Kapitalrücklage 3. Andere Gewinnrücklage 4. Gewinnvortrag/Verlustvortrag(-) 5. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(-)

Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2011 (EUR)

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

46.587.051,69

48.710.837,95

45.806.234,29

37.638.293,99 8.945.840,21 2.917,49

37.328.610,70 11.376.315,00 5.912,25

35.772.613,02 10.031.055,80 2.565,47

7.022.756,18

7.422.009,47

7.327.376,22

1.533.875,64 1.022.071,40 6.062.139,81 -1.353.623,92 -241.706,75

1.533.875,64 1.022.071,40 6.062.139,81 -828.392,85 -367.684,53

1.533.875,64 1.022.071,40 6.062.139,81 -429.139,56 -861.571,07

31.606.217,04 5.257.655,33 2.609.525,57 90.897,57

31.150.589,97 5.985.602,64 4.085.882,61 66.753,26

30.008.892,92 4.304.562,32 4.034.699,36 130.703,47

bb) Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse 2. Sonstige betriebliche Erträge Gesamtleistung 3. Materialaufwand Rohergebnis 4. Personalaufwand 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebsergebnis 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11. Außerordentliche Aufwendungen 12. Sonstige Steuern 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-)

31.12.2011 (EUR)

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

12.050.167,96 12.696.684,25 24.746.852,21 11.463.031,33 13.283.820,88 8.705.109,06

12.932.814,77 12.106.697,65 25.039.512,42 11.710.034,08 13.329.478,34 8.972.378,82

12.137.733,12 12.620.015,69 24.757.748,81 11.590.946,32 13.166.802,49 9.171.024,17

2.735.543,37 1.926.244,93 -83.076,48 84.390,91

2.588.362,94 2.275.237,19 -506.500,61 244.947,19

2.620.285,66 2.163.585,38 -788.092,72 108.016,92

51.842,80 174.172,99

610,00 88.113,77

54.461,23 108.491,30

-224.701,36

-350.277,19

-843.028,33

0,00 17.005,39 -241.706,75

0,00 17.407,34 -367.684,53

0,00 18.542,74 -861.571,07

87

Harzer Schmalspurbahnen GmbH

cc)

Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

aaa) Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Betriebsbereichen Personenbeförderung - Regelverkehrsbereich - Sonderreiseverkehr - Erstattung Schülerverkehr SPNV - Erstattung Fahrgeldausfälle zur Schwerbehindertenbeförderung

2011 2012 2013 EUR EUR EUR 11.287.828,06 12.139.964,99 11.424.374,93 9.905.597,37 1.099.148,78 25.557,85 257.524,06

10.716.981,78 1.115.165,35 29.665,42 278.152,44

10.002.129,77 1.116.471,95 40.609,16 265.164,05

762.339,90

792.849,78

713.358,19

44.196,00 316.345,57 313.408,52 88.389,81

43.942,70 368.627,86 295.803,60 84.475,62

33.600,00 324.777,03 291.437,05 63.544,11

Nebengeschäftserträge - Werbung - Souvenirverkauf/Besichtigungen Bw - Lebensmittelverkauf - Lokführer- und Heizerausbildung (incl. Ehrenlokführer)

Gesamt

12.050.167,96 12.932.814,77 12.137.733,12

Die HSB erzielte im Geschäftsjahr 2013 Umsatzerlöse i.H.v. 12.138 T€ (Vj. 12.933 T€), was einem Rückgang von 795 T€ (-6,2 %) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Erlöse aus Personenbeförderung sind aufgrund der gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Fahrgastzahlen um 715 T€ (-5,8%) gesunken. Die Inanspruchnahme der Fahrdienstleistungen entwickelte sich wie folgt: beförderte Personen nach Region Region Wernigerode Region Nordhausen Region Gernrode Sonderreiseverkehr 1)

2011

2012

in Tausend

in Tausend

846 220 106 29

2013 828 219 106 30

1)

in Tausend

748 248 103 28

Durch eine neue Ermittlungsmethode der Fahrgastzahlen (Zuordnung der Personen auf jeden befahrenen Bereich) ist ein Vergleich zum Vorjahr und eine Summenbildung nicht möglich.

Die Zahl der beförderten Personen ist witterungsbedingt und aufgrund der im Vorjahr durchgeführten Jubiläumsveranstaltung zurückgegangen. In Abhängigkeit der rückläufigen Fahrgastzahlen sind die Nebengeschäftserträge gegenüber dem Vorjahr um 79 T€ (-10,0 %) zurückgegangen. Vom Umsatzrückgang sind alle Positionen der Nebengeschäftserträge betroffen.

88

Harzer Schmalspurbahnen GmbH

bbb) Personalentwicklung Personalentwicklung

Anzahl der Mitarbeiter

400 300

256

260

253

2011

2012

2013

200 100 0 Wirtschaftsjahr

Im Geschäftsjahr 2013 waren ohne Geschäftsführer durchschnittlich 253 Mitarbeiter (Vj. 260) beschäftigt. Davon waren 9 Auszubildende (Vj. 11). Zum Bilanzstichtag befinden sich sechs Mitarbeiter in der Freistellungsphase des Altersteilzeitvertrages sowie zwei in der aktiven Phase.

Personalkosten Kosten [EUR]

12.500.000 10.000.000

8.705.109

8.972.379

9.171.024

2012

2013

7.500.000 5.000.000 2.500.000 0 2011

Wirtschaftsjahr

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 199 T€ (+2,2%) auf 9.171 T€ gestiegen. Für die HSB gilt ein eigener Haustarifvertrag auf der Grundlage des Eisenbahntarifvertrages (ETV). In einigen Ausnahmefällen werden Zulagen für Tätigkeiten gewährt, die in den Eingruppierungsmerkmalen seinerzeit noch nicht aufgenommen waren sowie für Arbeitsaufgaben, die einer annähernd marktgerechten Bezahlung bedürfen.

89

Harzer Schmalspurbahnen GmbH

ccc) Anlagevermögen 2011 TEUR

Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten 2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 3. Fahrzeuge für den Personenund Güterverkehr 4. Maschinen und maschinelle Anlagen 5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau III. Finanzanlagen 1. Beteiligungen Anlagevermögen

2012 TEUR

2013 TEUR

121,90 121,90

152,80 152,80

151,90 151,90

19.317,80

18.880,60

18.271,10

15.256,60

14.048,50

14.494,10

1.570,00

1.317,60

1.075,10

698,30

624,10

621,10

363,20

344,10

343,90

306,50 37.512,40

1.956,90 37.171,80

811,40 35.616,70

4,00 4,00 37.638,30

4,00 4,00 37.328,60

4,00 4,00 35.772,60

Entwicklung des Anlagevermögens

Tausend Euro

45.000,00 37.638,30

37.328,60

40.000,00

35.772,60

35.000,00 30.000,00 2011

2012

2013

Jahr

Das Anlagevermögen der HSB wird in der Bilanz zum 31.12.2013 mit einem Wert von 35.772.613,02 € ausgewiesen (Vj. 37.328.610,70 €). Das Anlagevermögen verringerte sich um 1.556 T€ (-4,2 %) auf 35.773 T€. Dabei standen den Investitionen von 1.102 T€ Abschreibungen i.H.v. 2.620 T€ und Abgänge von 38 T€ gegenüber. Der Anteil des Anlagevermögens an der gesunkenen Bilanzsumme beträgt 78,1 % gegenüber 76,6 % im Vorjahr.

90

Harzer Schmalspurbahnen GmbH Zu den einzelnen Posten des Anlagevermögens nachfolgende Erläuterungen: zu I. Immaterielle Vermögensgegenstände Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. Der Buchwert zum 31.12.2013 ist gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig auf 151.943,52 € (Vj. 152.753,52 €) gesunken. Der Rückgang um 0,8 T€ (-0,5 %) resultiert aus Investitionen von 62,8 T€, denen Abschreibungen i.H.v. 63,6 T€ gegenüberstehen. Die Zugänge betreffen eine Systemerweiterung TABU-W, die Webseite und den Internetshop sowie die Software für einen virtuellen Dampflokführerstand. Die Anzahlungen i.H.v. 50 T€ beinhalten Anzahlungen für Software-Lizenzen. Die vollständige Aktivierung erfolgt nach Projektbeendigung. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die sich an der steuerlich anerkannten Nutzungsdauer orientiert, abgeschrieben.

zu II. Sachanlagen Zum 31.12.2013 sind die Sachanlagen mit einem Buchwert von insgesamt 35.616.669,50 € (Vj. 37.171.857,18 €) ausgewiesen. Damit ist der Wert gegenüber dem Vorjahr um 1.555 T€ (-4,2 %) gesunken. Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich im Einzelnen wie folgt dar: Stand am 01.01.2013 Zugänge Umbuchungen (+) Abgänge Umbuchungen (-) Abschreibungen Stand am 31.12.2013

37.171.857,18 € 1.039.025,61 € 1.702.494,60 € -37.524,63 € -1.702.494,60 € -2.556.688,66 € 35.616.669,50 €

Die Zugänge der Sachanlagen i.H.v. 1.039 T€ betreffen: Grundstücke und Bauten: • Arbeitsgrube Langschuppen in Wernigerode Westerntor • Touristisches Leitsystem im Landkreis Harz • Grundstück Gleisanlagen Ladestraße, Stiege Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen: • Sicherungsanlagen an Bahnübergängen • Gleisanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: • 3 Ersatzserver Wernigerode, Friedrichstraße • Teilewaschmaschine Clean-o-mat • Flotoationsanlage • 13 Werkbänke • Bremsprüfgerät Pdr 5 • Sonstige Werkzeuge und Kleingeräte < 10 T€

91

47.917,99 € 25.348,92 € 423,44 €

169.661,01 € 21.258,41 €

41.824,75 € 24.744,87 € 23.000,00 € 17.039,02 € 13.183,00 € 62.033,09 €

Harzer Schmalspurbahnen GmbH Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau: • Bahnübergangssicherungsanlage in der Ricarda-Huch-Straße in Nordhausen • Bahnübergangssicherungsanlage im Rosensteg und Am Kirchberg in der Landgemeinde Harztor • Sonstige < 100 T€

259.346,40 € 181.593,59 € 151.651,12 €

Die Anlagenzugänge werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten incl. Nebenkosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die festgelegte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer orientiert sich an den steuerlich anerkannten Nutzungsdauern der jeweiligen Anlagengüter. Für geringwertige Anlagengüter mit einem Anschaffungswert von 150,00 € bis 1.000,00 € wurde in analoger Anwendung von § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wird. Die Restbuchwerte der Anlagenabgänge betreffen Dachmaßnahmen für das Empfangsgebäude Bahnhof Alexisbad, das ursprünglich komplett aktivierungsfähig saniert werden sollte, eine Flotoationsanlage aufgrund Zerstörung durch Brand in der Werkstatt und ein Teil des Grundstücks Bahnstrecke Gernrode – Quedlinburg. zu III. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Beteiligungen. Zum 31.12.2013 beträgt der Buchwert 4.000,00 € (Vj. 4.000,00 €). Die Gesellschaft hat sich in 2008 an der Harz AG beteiligt. Der Aufsichtsrat hat darüber am 19.09.2008 beraten. Am 30.09.2008 hat die Gesellschafterversammlung die Zeichnung von 2.000 Aktien zu einem Kurswert von 2,00 € je Aktie genehmigt.

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Nachschüsse aus dem Verwaltungshaushalt (in €) Ist 2011

Ist 2012

Ist 2013

Plan 2014

153.387,56

153.387,56

153.387,56

153.400,00

Nachschuss für 2010

Nachschuss für 2011

Nachschuss für 2012

Nachschuss für 2013

Zuschüsse oder Verlustausgleiche wurden nicht gezahlt. Eine Kapitalentnahme erfolgte nicht.

ee) Beurteilung der Lage Grundsätzlich weiter zunehmender Wettbewerb, wegweisende Rechtsprechungen bzw. der Versuch, EU-konforme Regelungen aufzustellen, die erfolgten Verringerungen der den Ländern durch den Bund zur Verfügung gestellten Regionalisierungsmittel, die damit im Zusammenhang stehenden Bestrebungen der kommunalen Aufgabenträger zur Kostensenkung – insbesondere in der Schüler- und Schwerbehindertenbeförderung

92

Harzer Schmalspurbahnen GmbH einschließlich der Umverteilung von Mitteln in andere, nicht ausschließlich dem Verkehr dienende Bereiche – sowie das Erfordernis zu Kostensenkungen im Allgemeinen kennzeichnen verstärkt die grundsätzliche Situation der ÖPNV-Unternehmen. Wesentlicher Faktor, für die im geschilderten Umfeld umso bedeutsamere den Erwartungen entsprechende Entwicklung der Umsätze bei der HSB, ist der Brockenbahnregelzugverkehr. Der insgesamt bisher schon erreichte hohe Stand konnte im Berichtsjahr nahezu gehalten werden. Die Umsatzerlöse im Reisezugverkehr bewegten sich mit Ausnahme des Vorjahres, auf dem Niveau der Vorjahre. Der Umsatz im Sonderreise- und Charterzugverkehr liegt im gleichen Niveau – und dies trotz der komplizierten Situation bei den Reiseveranstaltern und Busunternehmen. Die Vervollkommnung von über die Bahnfahrt hinausgehenden Projekten - hier ist insbesondere die Rockoper „Faust" auf dem Brocken anzuführen, die auch im Jahr 2013 bei allen Vorstellungen nahezu ausverkauft war und den Publikumsgeschmack getroffen hat - hat zusätzliche ausbaufähige Umsatzbringer geschaffen. In den Folgejahren ist der Focus weiterhin auf „Faust I“ und „Faust II“ gerichtet, wobei die Errichtung einer separaten Spielstätte auf dem Brocken für diese und andere einer besonderen Atmosphäre bedürfenden Veranstaltungen, weiterhin ein wesentliches Ziel ist. Die Investitionen bewegten sich im Jahr 2013 im üblichen Rahmen, wobei die Sicherungsanlagen an Bahnübergängen, hier insbesondere die Bahnübergänge „Ricarda-Huch-Straße“ in Nordhausen, „Rosensteg“ und „Am Kirchberg“ in der Landgemeinde Harztor und „Amtsfeldstraße“ in Wernigerode, herauszuheben sind. Zur Absicherung der Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge und zur weiteren Erhöhung der Wirtschaftlichkeit im gesamten Instandhaltungsbereich, vor dem Hintergrund der derzeit bestehenden und sich zuspitzenden Marktsituation, wird innerhalb des Werkstattkonzeptes die Erweiterung der Werkstatt immer vordringlicher. Dioe Einrichtung an sich schafft die Möglichkeit größere Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen selbst auszuführen. Aufgrund des Alleinstellungsmerkmales, nicht nur in Deutschland, sondern in Europa, sind die zusätzlichen Wertschöpfungen in ihrer vollständigen Höhe gar nicht abschätzbar. Entsprechende Pläne liegen vor. Zur Verwirklichung bedarf es nunmehr entsprechender Beschlüsse, wie: „Erwerb des Grundstücks“, „Finanzierung ggf. Förderung“ u.s.w.. Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 2.905 T€ auf 45.806 T€ zurückgegangen. Auf der Aktivseite resultiert dies insbesondere aus dem Rückgang des Anlagevermögens um 1.556 T€ sowie des Umlaufvermögens um 1.345 T€. Der Rückgang des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der liquiden Mittel um 2.468 T€, dem ein Anstieg bei der Anlage in Wertpapieren von 1.049 T€ entgegensteht. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital incl. der Sonderposten für Investitionszuschüsse um 1.237 T€, die Rückstellungen um 1.681 T€ sowie die Verbindlichkeiten um 51 T€ zurückgegangen. Bei den Rechnungsabgrenzungsposten hingegen ist ein Anstieg von 65 T€ zu verzeichnen. Das Eigenkapital beträgt 7.327 T€ (Vj. 7.422 T€) und setzt sich zusammen aus dem Stammkapital (1.534 T€), der Kapitalrücklage (1.022 T€), anderen Gewinnrücklagen (6.062 T€) und dem Bilanzverlust (1.291 T€). Der Bilanzverlust resultiert aus dem Verlustvortrag (429 T€) und dem Jahresfehlbetrag (862 T€). Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr um 0,8% auf 16,0% (Vj. 15,2%) gestiegen. Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 494 T€ verschlechtert, was bei insgesamt gesunkenen Erträgen, einem geringeren Materialaufwand und gesunkenen Sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf die gestiegenen Personalaufwendungen und Abschreibungen -incl. der Abschreibungen auf Wertpapiere- zurückzuführen ist. 93

Harzer Schmalspurbahnen GmbH Die Liquidität der HSB ist im Geschäftsjahr 2013 um 1.419 T€ gesunken, sodass die HSB zum 31.12.2013 über Finanzmittelbestände von 7.409 T€ verfügt. Der Liquiditätsbedarf ist im Wesentlichen auf das Jahresergebnis (-862 T€) sowie den Rückgang der langfristigen Rückstellungen (1.537 T€) zurückzuführen. Im investiven Bereich konnte ein Liquiditätsüberschuss erzielt werden, weil Einzahlungen in den Sonderposten für Investitionszuwendungen aus dem Geschäfts- und dem Vorjahr die Investitionen überstiegen. Der in 2013 gezahlte Verlustausgleich der Gesellschafter i.H.v. insgesamt 797 T€ wird benötigt, um den zukünftigen Liquiditätsbedarf der HSB, insbesondere im Zusammenhang mit den Hauptuntersuchungen der Lokomotiven und der Reisezugwagen zu sichern. Neben den eigenen Umsatzerlösen ist die HSB zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit und Investitionen auf die Bereitstellung von Mitteln durch die Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen angewiesen, die entsprechend der Länderverträge bis zu 6,4 Mio. € betragen können. Auch die Zahlung der Gesellschafter auf den Verlustausgleich trägt zur Finanzierung der touristischen Attraktion HSB bei. Die vorgenannten Verträge können zum 31.12.2016 auslaufen. Hinweise in diese Richtung liegen der HSB jedoch nicht vor. Die anhaltenden Preissteigerungen bspw. für Kohle, Diesel und Schienen sowie steigende Personalkosten haben wesentliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der HSB. Bei einer anhaltenden Entwicklung und einer weiter gleich bleibenden (nicht dynamisierten) Bezuschussung aus den Länderverträgen ist ein Ausgleich der dadurch hervorgerufenen Liquiditätsbelastung durch Maßnahmen der HSB allein (Einsparungen, Erhöhung der Verkehrstarife) nicht mehr möglich. Es bedarf daher einer entsprechenden Mitwirkung von unmittelbar bzw. mittelbar Beteiligten, um das Bestehen der HSB gewährleisten. Eine einschneidende Angebotseinschränkung mit allen daraus resultierenden Folgen hat die HSB nicht vor. Entsprechende Gespräche mit den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen werden geführt. Die Hauptinstandsetzung, insbesondere der Lokomotiven, gestaltet sich in finanzieller Hinsicht (mangelnder Angebotsmarkt) als auch rein technisch im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung (keine verlässliche Prognose bzw. Garantie für das Vorhandensein eines kompetenten Anbieters) immer schwieriger. Vor diesem Hintergrund gibt es zum Bau einer eigenen Werkstatt keine andere wirtschaftlich sinnvolle Alternative. Der Geschäftsführer stellt die Geschäftsentwicklung der HSB für die nächsten zwei Geschäftsjahre wie folgt dar: Er geht davon aus, dass die durch die HSB im Wesentlichen selbst zu beeinflussenden Größen, wie Umsatzerlöse, bei einer für die touristische Nutzung einer Schmalspurbahn günstigeren Witterung, unabhängig von der bestehenden allgemeinen Wirtschaftslage, wohl in den nächsten Jahren eine positive Entwicklung - unabhängig vom gesamttouristischen Trend - nehmen werden. Er weist darauf hin, dass eine Anpassung der Finanzierung der HSB an das gesamtwirtschaftliche Umfeld zunehmend vordringlicher wird. Deshalb habe die HSB bei der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die Erarbeitung eines Gutachtens zur "Untersuchung zum langfristigen Finanzbedarf der Harzer Schmalspurbahnen GmbH im Zeitraum 2014 bis 2030" in Auftrag gegeben. Im Ergebnis dieses Gutachtens wird insbesondere ausgeführt, ,,dass die HSB ein gut geführtes Unternehmen auf derzeit stabiler wirtschaftlicher und finanzieller Basis ist." Dennoch zeigt die Finanzanalyse, dass die derzeitige Finanzausstattung langfristig nicht mehr hinreichend ist und dass nach Umsetzung eigener Maßnahmen, eine finanzielle Deckungslücke bleibt, die insbesondere durch die Länder auszugleichen wäre. Diese Lücke liegt in etwa auf der Höhe der in den letzten 20 Jahren im Durchschnitt von den Ländern über die vertraglichen Verpflichtungen hinausgehend (meist für die Infrastruktur) zur Verfügung gestellten Mittel. 94

9. Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH

Seite a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

96

b)

Organigramm

97

c)

Entstehung und Entwicklung

98

aa) Eckdaten bb) Historische Entwicklung

98 98

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

100

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

101

aa) Bilanz bb) Gewinn- und Verlustrechnung cc) Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aaa) Umsatzerlöse bbb) Personalentwicklung ccc) Anlagevermögen

101 101 102 102 103 104

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen ee) Beurteilung der Lage

105 105

95

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH

a)

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Anschrift:

Telefon/Fax:

E-Mail/Internet:

Käthe-Kollwitz-Straße 15 99734 Nordhausen

0 36 31/62 60 0 0 36 31/62 60 14 7

[email protected] www.theater-nordhausen.de

Gründung:

Unternehmensgegenstand und Geschäftsjahr:

20.12.1991

Gegenstand des Unternehmens ist der gemeinsame Betrieb der ehemals als Einrichtungen der Städte Nordhausen und Sondershausen getrennt betriebenen Institutionen Mehrspartentheater und LOH-Orchester.

Gesellschaftsvertrag:

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

derzeit gültige Fassung datiert vom 07.03.2006

Handelsregister:

Beteiligungen:

Amtsgericht Jena HRB 401 411

keine Beteiligungen

Gesellschafter:

Kapitalanteile:

Stadt Nordhausen Stadt Sondershausen Landkreis Nordhausen Kyffhäuserkreis Unterjährige Veränderung bei den gesetzlichen Vertretern

15.600,00 € = 5.200,00 € = 2.600,00 € = 2.600,00 € = 25.000,00 € =

Gesetzliche Vertreter in der Gesellschafterversammlung: 60,0 % 20,0 % 10,0 % 10,0 % 100,0 %

Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister Joachim Kreyer, Bürgermeister Birgit Keller, Landrätin Antje Hochwind, Landrätin

keine

Geschäftsführung: Intendant

Lars Tietje

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung erfolgen gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben. Angela Kalms

Einzelprokura

Vorsitzende Stellvertretender Vorsitzender Mitglieder

Joachim Kreyer Barbara Rinke Christoph Democh Matthias Mitteldorf Jutta-Karin Busch Cornelia Kraffzick Gisela Hartmann Holger Hässler Mattias Bender

Stadt Sondershausen Stadt Nordhausen Thüringer Kultusministerium Stadt Nordhausen Stadt Nordhausen Stadt Sondershausen Landkreis Nordhausen Kyffhäuserkreis Vertreter des Betriebsrates

Satzungsmäßige Besetzung

9 Aufsichtsratsmitglieder

gemäß § 13 Gesellschaftsvertrag

Unterjährige Veränderung

ausgeschieden Dr. Ekkehard Müller

neu Holger Hässler

Prokura: Aufsichtsrat:

Gesamtbezüge des Aufsichtsrates pro Jahr: keine

Nachschusspflicht: keine Regelung im Gesellschaftsvertrag enthalten

96

am (05.03.13)

ab (06.03.13)

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH

b)

Organigramm Intendanz und Geschäftsführung Verwaltungsdirektion Büro Geschäftsleitung Verwaltung

Technischer Bereich

Künstlerischer Bereich

Technische Direktion

Generalmusikdirektion

Werkstätten

Leitung Orchesterbüro Orchesterdisposition

Kapellmeister, Studienleiter, Repetitoren

Bühnentechnik Beleuchtung, Video

Orchesterwarte Loh-Orchester

Ton

Chordirektion

Oberspielleitung

Requisite

Opernchor

Sänger

Hausmeister

Extrachor

Künstlerisches Hilfspersonal

Vorderhauspersonal

Kinderchor Ballettdirektion Assistenz Ballett Chefdisposition Künstlerisches Betriebsbüro Ausstattungsleitung

97

Leitung Junges Theater Pädagogik Theaterjugendclubs Chefdramaturgie Konzertdramaturgie Bibliothek Leitung Kommunikation und Marketing

Ausstattung

Presse

Ausstattungsassistenz

Mitarbeiter

Maske

Besucherservice

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH

c)

Entstehung und Entwicklung

aa) Eckdaten Kreistagsbeschlüsse

Notarielle Beurkundungen

Beschluss 227-22/93 v. 27.04.93 Nachträgliche Zustimmung, dass Landkreis NDH als Gesellschafter des Theaters beitritt

UR-Nr. 2899/91 vom 20.12.1991 Gründung der Gesellschaft Gesellschaftsvertrag

TLVwA RA Genehmigung Gründung war genehmigungsfrei

UR-Nr. 862/92 vom 14.05.1992 Änderung Gesellschaftsvertrag Beschluss. 243-23/93 v. 29.06.93 Jährlicher Zuschuss Beschluss 74/95 v. 04.04.95 Erhöhung Zuschuss von 12,5 % auf 15,5 % Beschluss 142/95 v. 05.12.95 Änderung Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 2365/96 vom 14.11.1996 Änderung Gesellschaftsvertrag

Beschluss 438/98 v. 15.12.98 Sicherung Zuschussmittel für die Jahre 1999 - 2004 (jährlich 1.317.500,00 DM) Beschluss 241/02 v. 19.02.02 Resolution z. Erhalt des Theaters Beschluss 309/02 v. 08.10.02 Grundsatzbeschluss zur Sicherung und Fortführung der Gesellschaft Beschluss 328/02 v. 18.02.03 Sicherung Zuschussmittel für die Jahre 2005 – 2008 (jährlich 673.627,00 €) Beschluss 463/04 v. 04.05.04 Änderung § 6 Gesellschaftsvertrag - Umstellung Stammkapital auf €

UR-Nr. 0382/2003 vom 19.03.2003 Änderung Gesellschaftsvertrag - Umstellung Stammkapital auf €

Beschluss 186-05 v. 22.11.05 2. Änderung Gesellschaftsvertrag

UR-Nr. 0359/2006 vom 07.03.2006 Änderung Gesellschaftsvertrag

Beschluss 351-07 v. 09.10.07 Sicherung Zuschussmittel für die Jahre 2009 – 2012 (jährlich 673.700,00 €) Beschluss 273/11 v. 11.10.11 Sicherung Zuschussmittel für die Jahre 2013 – 2016 (jährlich 700.000,00 €)

bb) Historische Entwicklung Am 20.12.1991 wurde die Errichtung der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH (Theater) notariell beurkundet. Das Stammkapital der Gesellschaft betrug 50.000,00 DM (25.564,59 €), wovon der Landkreis Nordhausen eine Stammeinlage von 5.000,00 DM (2.556,46 €) übernommen hat. Er ist als Gesellschafter mit 10% an dem Unternehmen beteiligt. Der Kreistag Nordhausen stimmte am 27.04.1993 dem Beitritt des Landkreises Nordhausen als Gesellschafter nachträglich zu. Begründet wurde der Beschluss damit, dass die durch den Kreistag gewollte Erhaltung des Nordhäuser Theaters und des Loh-Orchesters 98

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH Sondershausen eine Zuschusssumme erfordert, die durch die Städte Nordhausen und Sondershausen nicht allein aufgebracht werden konnten. Weiterhin begründete dieser Kreistagsbeschluss, dass nur durch die Vereinigung der Gebietskörperschaften (einschließlich Landkreis Sondershausen) in einer GmbH sich die Möglichkeit eröffnet, Theater und Orchester mit Hilfe von Landeszuschüssen betriebsfähig zu halten. Die Gesellschafter sind verpflichtet, jährlich die notwendigen Zuschüsse zur Finanzierung der o. g. GmbH zu übernehmen (anteilige Zuschussfinanzierung). Dies war die Bedingung des Freistaates Thüringen für die dauerhafte Unterstützung mit Landesmitteln. Entsprechend dem Gesellschaftsvertrag von 1991 hatte der Landkreis Nordhausen jährlich einen anteiligen Zuschuss von 12,5 % zu tragen. Die Erhöhung des Zuschussanteils auf 15,5 % erfolgte auf der Grundlage des Kreistagsbeschlusses Nr. 74/95 im Jahre 1995. Die notarielle Beurkundung der Änderung im Gesellschaftsvertrag erfolgte im November 1996. Im Jahre 1998 verständigten sich die Gesellschafter auf eine jährlich konstante Zuschusssumme. Der Landkreis Nordhausen stellte zur Sicherung des finanziellen Zuschussbedarfs des Theaters von 1999 bis 2004 jährlich einen Betrag i.H.v. 673.627,00 € zur Verfügung. Zu dieser Regelung fasste der Kreistag Nordhausen am 15.12.1998 einen Beschluss (438/98), auf dessen Grundlage die Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen zur mittelfristigen Absicherung des Drei-Spartentheaters und Loh-Orchesters geschlossen wurde. Der Freistaat Thüringen erhöhte damit seine Zuschüsse für das Theater. Zur Finanzierung der Gesellschaft bis 2003 wurde am 13.07.1999 zwischen den Gesellschaftern und dem Freistaat Thüringen ein Finanzierungsvertrag geschlossen. Darin sind jährliche Festbetragszuweisungen durch den Freistaat Thüringen vorgesehen. Am 01.01.2004 trat der am 13.11.2002 geschlossene Anschlussfinanzierungsvertrag zwischen dem Freistaat Thüringen und den Gesellschaftern des Theaters in Kraft. Dieser Vertrag galt bis zum 31.12.2008. Grundlage dafür war der Beschluss vom 18.02.2003, in dem der Kreistag Nordhausen die Sicherung der Zuschussmittel für das Theater für die Jahre 2005 bis 2008 festlegte. Mit einem Betrag von 673.627,00 € bleibt der jährliche Zuschussbetrag des Landkreises Nordhausen unverändert. Darüber hinaus stimmte der Kreistag Nordhausen dem Vertrag zwischen dem Freistaat Thüringen und den Gesellschaftern vom 13.11.2002 zur Finanzierung des Theaters zu. Die Sparte Schauspiel wurde mit Ende der Spielzeit 2003/2004, zum 31.07.2004, vollständig aufgelöst. Eine künstlerische Profilierung in den Bereichen Musiktheater, Ballett, Konzert und Kinder- und Jugendtheater wurde vereinbart. Gleichzeitig begannen die Landestheater Rudolstadt-Thüringer Symphoniker, Saalfeld-Rudolstadt GmbH und das Theater mit dem Austausch von Musiktheaterproduktionen (aus Nordhausen nach Rudolstadt) und Schauspielproduktionen (aus Rudolstadt nach Nordhausen). Seit der Spielzeit 2004/2005 läuft diese Kooperation mit den erhofften wirtschaftlichen Effekten. Ein weiterer wesentlicher Beitrag für die mittelfristige Absicherung des Unternehmens war die Bereitschaft aller Beschäftigten zum Lohnverzicht durch den Abschluss von Hausverträgen. Zwischen der Stadt Sondershausen und der Gesellschaft wurde am 06.10.2005 ein Festspielvertrag zur Durchführung der ab Sommer 2006 jährlich stattfindenden „Schlossfestspiele Sondershausen" (ab Juni 2010 „Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen") geschlossen. Das Theater wurde mit der Gesamtleitung der Festspiele sowie mit der Produktion des zentralen Festspielstückes als Open-Air-Veranstaltung beauftragt.

99

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH Mit Gesellschafterbeschluss vom 28.11.2005 wurde das Geschäftsjahr mit Wirkung ab 01.01.2006 auf das Kalenderjahr umgestellt. Im Geschäftsjahr 2006 erfolgten die Neuordnung der Theatergastronomie und des Kantinenbetriebs durch einen Pächterwechsel, eine umfassende Sanierung und Modernisierung der Gastronomieräume sowie die grundhafte Renovierung und teilweise technische Modernisierung großer Teile des Vorderhauses. Den im Jahr 2006 bekannt gewordenen Plänen der Landesregierung, die Landeszuschüsse ab 2009 um ca. 70% zu kürzen, konnte durch die entschiedene Positionierung der Gesellschafter und der breiten Bewegung in der Öffentlichkeit, begegnet werden. Dies führte zu einem Umdenken des Landes als Zuschussgeber. Am 16.01.2007 wurde eine gemeinsame Vereinbarung zur Finanzierung des Theaters für die Jahre 2009 bis 2012 zwischen dem Freistaat Thüringen und den Gesellschaftern des Unternehmens abgeschlossen. Danach gewährt der Freistaat Thüringen einen jährlichen Zuschuss für den laufenden Betrieb des Unternehmens i.H.v. 4.200 T€. Die Gesellschafter beschlossen am 30.08.2007 für die Finanzierung der Jahre 2009 bis 2012 eine jährliche Zuschusszahlung i.H.v. insgesamt 4.796 T€. Für den Zeitraum 2013 bis 2016 haben der Freistaat Thüringen und die Gesellschafter am 10.01.2012 eine Finanzierungsvereinbarung geschlossen. Auf dessen Grundlage erhält die Gesellschaft ab 2013 vom Freistaat Thüringen eine jährliche Zuwendungen von 4.950 T€ und von den Trägern eine jährliche Zuwendungen von insgesamt 5.045 T€. Trotz der erhöhten Zuwendungen ist auch für den neuen Finanzierungszeitraum ein Einkommensverzicht der Beschäftigten notwendig.

d)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks (§ 71 Abs. 1 Nr. 1 ThürKO)

Der Gesellschaftszweck wird gemäß Gesellschaftsvertrag insbesondere verwirklicht durch: • • • • • • • •

die Aufführung von Bühnenwerken die Darbietung von Musikstücken die Inszenierung von Operetten, Opern etc. die Veranstaltung von Konzerten Tanzproduktionen die Mitwirkung junger heimischer Künstler und Musiker sowie das Engagement von ausländischen Künstlern zwecks Kulturaustausch das Kinder- und Jugendtheater

Die im Unternehmensgegenstand aufgeführten Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck von kommunalen Unternehmen und begründen ihr Engagement. Der Gesellschaft ist das Ziel gesetzt, ein hohes künstlerisches Niveau bei Einhaltung des von den Zuwendungsgebern gesetzten finanziellen Rahmens zu erreichen. Diesem Anspruch konnte das Unternehmen auch im Berichtsjahr gerecht werden.

100

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH

e)

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Beurteilung der Lage

aa) Bilanz Bilanz

31.12.2011 (EUR)

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

7.494.140,34

7.530.783,93

8.142.574,98

Aktiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten

1.031.693,00 6.456.056,10 6.391,24

916.666,00 6.609.980,34 4.137,59

840.138,00 7.298.290,98 4.146,00

Passiva Eigenkapital

5.948.183,94

6.054.639,07

6.641.072,90

26.000,00 245.420,10 4.030.042,51 1.646.721,33 0,00

26.000,00 245.420,10 4.136.497,64 1.646.721,33 0,00

26.000,00 245.420,10 4.672.923,64 1.646.721,33 50.007,83

762.052,00 207.227,88 576.676,52 0,00

669.024,00 262.561,89 544.558,97 0,00

555.416,00 316.777,09 629.308,99 0,00

Bilanzsumme

1. Gezeichnetes Kapital 2. Kapitalrücklage 3. Gewinnrücklagen 4. Gewinnvortrag 5. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(-)

Sonderposten für Investitionszuwendungen Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten

bb) Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Spielbetriebsaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und Erträge Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Zuwendungen zur Aufwandsdeckung Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-) Zuführung (rechnerisch) zur Rücklage aus Haustarifverträgen Zwischensumme Entnahme aus der Rücklage aus Haustarifverträgen Jahresüberschuss/-fehlbetrag(-) nach Verwendung

31.12.2011 (EUR)

31.12.2012 (EUR)

31.12.2013 (EUR)

904.348,93 380.979,01 426.452,68 8.109.889,80 205.172,30 1.446.802,71 90.158,96

1.008.562,98 369.646,24 460.496,09 8.326.839,08 200.589,73 1.427.593,11 87.456,63

1.107.671,10 263.714,39 431.258,14 8.770.420,72 185.078,54 1.512.459,32 56.811,77

-8.812.830,59 2.674,04 9.058.584,36 243.079,73

-8.949.852,16 2.349,71 9.058.657,00 106.455,13

-9.471.019,46 2.323,71 10.059.777,00 586.433,83

-528.992,95 -285.913,22

-581.397,00 -474.941,87

-536.426,00 50.007,83

285.913,22

474.941,87

0,00

0,00

0,00

50.007,83

Die GuV weist aufgrund der ab 2010 eingetretenen Ausweisänderung der Dotierung der Fonds aus den Haustarifverträgen zunächst einen Jahresüberschuss i.H.v. 586 T€ aus. Unter Berücksichtigung der laut Haustarifverträgen je Mitarbeiter eingesparten Personalkosten sowie den Zinserträgen auf die bereits angesammelten Mittel und deren rechnerisch notwendige Zuführung zu den zweckgebundenen Rücklagen von insgesamt 536 T€ verbleibt ein Jahresüberschuss von 50 T€. 101

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH

cc)

Ausgewählte Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

aaa) Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Betriebsbereichen

2011 EUR 817.126,53 60.052,80 15.304,50 11.865,10 904.348,93

Karten- und Abonnementverkauf Gastspiele Programmverkauf Garderobengebühr Gesamt

2012 EUR 920.377,05 60.582,93 12.446,00 15.157,00 1.008.562,98

2013 EUR 970.448,41 105.407,19 14.307,50 17.508,00 1.107.671,10

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 um 99 T€ auf 1.107.671,10 € gestiegen. Dies ist auf die zu Beginn der Spielzeit 2012/2013 um durchschnittlich 5 % erhöhten Eintritts- und Abonnementpreise sowie auf eine gute Besucherresonanz zurückzuführen. Die einzelnen Spielstätten des Theaters wurden wie folgt besucht:

Spielstätten Großes Haus, Nordhausen Theater unterm Dach/Foyer, Nordhausen Haus der Kunst, Sondershausen Schloss Sondershausen Achteckhaus Sondershausen fremde Gastspiele Schlossfestspiele Sondershausen Hausführungen Zwischensumme eigene Gastspiele Gastspiele in Rudolstadt Summe

Spielstätten Großes Haus, Nordhausen Theater unterm Dach/Foyer, Nordhausen Haus der Kunst, Sondershausen Schloss Sondershausen Achteckhaus Sondershausen fremde Gastspiele Schlossfestspiele Sondershausen Hausführungen Besucher in eigenen Spielstätten eigene Gastspiele Gastspiele Rudolstadt Gesamtbesucher

2011 Vorstellungen 162 133 15 3 6 47 8 44 418 39 21 478

2012 Vorstellungen 159 156 14 6 4 34 10 56 439 53 20 512

2013 Vorstellungen 155 120 13 5 4 43 10 52 402 71 21 494

2011 Besucher 54.031 6.414 3.837 375 1.036 15.496 4021 922 86.132 8.683 4.858 99.673

2012 Besucher 54.084 8.023 4.041 942 919 12.959 4341 1.765 87.074 9.083 5.016 101.173

2013 Besucher 54.458 5.589 4.051 683 620 12.659 5.713 1.281 85.054 11.412 4.384 100.850

Die in den Jahren gewachsene Publikumsbindung hat zu einer großen Beliebtheit der Spielstätten des Theaters geführt. In der im Geschäftsjahr endenden Spielzeit 2012/2013 wurden die Veranstaltungen von 105.628 Menschen besucht. Damit konnte die Besucherzahl der vorangegangenen Spielzeit (104.610) noch einmal leicht gesteigert werden.

102

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH

bbb) Personalentwicklung Personalentwicklung

Anzahl der Mitarbeiter

300 200

191

190

197

2011

2012

2013

100 0 Wirtschaftsjahr

Im Geschäftsjahr 2013 waren in der Gesellschaft durchschnittlich 197 Mitarbeiter (Vj. 190) beschäftigt, davon 7 leitende Angestellte, 137 als künstlerisches Personal und 53 als übriges Personal (ohne Intendanten, Auszubildende und Praktikanten).

Personalkosten Kosten [EUR]

10.000.000 8.326.839

8.109.890

8.770.421

8.000.000 6.000.000 4.000.000 2011

2012

2013

Wirtschaftsjahr

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2013 liegt mit ca. 5,3 % über dem des Geschäftsjahres 2012. Ursächlich für den gestiegenen Personalaufwand sind die in 2013 in Kraft getretenen Tariferhöhungen für alle Beschäftigten um durchschnittlich 2 %. Außerdem ist zum 01.11.2013 der fehlende Tarifabschluss für den TVK in Kraft getreten, der zum einen die Rückkehr in den Flächentarif beinhaltete und zum anderen eine Nachzahlung für die Musikerinnen und Musiker für die Vergangenheit vorsah. Die geleistete Nachzahlung blieb der Höhe nach zwar hinter dem erwarteten Tarifabschluss, wurde aber trotzdem der Höhe nach voll im Geschäftsjahr 2013 wirksam. Darüber hinaus wirkte sich in diesem Geschäftsjahr die Rückkehr aller Beschäftigtengruppen zum Flächentarif seit 01.08.2012 voll aus. Tarifanpassungen sowohl auf Grundlage des TVK als auch auf Grundlage von NV-Bühne und TVöD waren bis 31.07.2012 wegen der bis zu diesem Zeitpunkt gültigen Haustarifverträge ausgesetzt. Zum 01.08.2012 sind für alle Tarifbereiche neue Haustarifverträge für die Beschäftigten in Kraft getreten, die ab diesem Zeitpunkt die Teilnahme an wirksam werdenden Tariferhöhungen vorsehen. Die neuen Haustarifverträge haben eine Laufzeit bis zum 31.07.2016. Die Beschäftigten verzichten während dieser Laufzeit auf durchschnittlich 4,3 % ihres Jahreseinkommens. Die Musikerinnen und Musiker des Loh-Orchesters verzichten zur Finanzierung von zwei ganzen bzw. vier halben Musikerstellen zusätzlich auf knapp 4 % ihres Jahreseinkommens. Der Personalaufwand enthält neben den Löhnen und Gehältern sowie Sozialabgaben für eigene Mitarbeiter mit 347 T€ (Vj. 327 T€) auch Honorare für Gäste (z.B. Solisten, Regisseure, Kostüm- und Bühnenbildner, Dirigenten und Orchesteraushilfen) sowie die hierauf zu leistenden Sozialabgaben. 103

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH

ccc) Anlagevermögen 2011 TEUR

Anlagevermögen I. Immaterielle VermögensGegenstände 1. Software II. Sachanlagen 1. Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagevermögen

2012 TEUR

2013 TEUR

8,60 8,60

7,20 7,20

5,70 5,70

110,90

90,00

83,60

568,30

509,30

449,80

343,90 1.023,10 1.031,70

310,20 909,50 916,70

301,00 834,40 840,10

Entwicklung des Anlagevermögens 1.031,70 916,70

Tausend Euro

1.250,00

840,10

1.000,00 750,00 500,00 250,00 0,00 2011

2012

2013

Jahr

Das Anlagevermögen des Theaters wird in der Bilanz zum 31.12.2013 mit einer Summe von 840.138,00 € ausgewiesen (Vj. 916.666,00 €). Der Rückgang um 76 T€ resultiert aus Investitionen i.H.v. 109 T€, denen Abschreibungen i.H.v. 185 T€ gegenüberstanden. Im Geschäftsjahr 2013 stellte der Freistaat Thüringen keine extra Zuwendungen für Projekte zur Verfügung. Die GmbH investierte u.a. in eine neue Filteranlage für die Schlosserei (18 T€), einen Stage Server incl. Zubehör (5 T€), ein Klimasplitgerät für die Hauptkasse (4 T€), einen Scheinwerfer (13 T€) und Pauken (10 T€). Außerdem konnte ein neues Cembalo gekauft werden, dessen Finanzierung überwiegend durch den Förderverein Loh-Orchester Sondershausen e.V. erfolgte. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und Umsatzsteuer bewertet und auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter kam die jeweils gültige steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG zur Anwendung. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, wurden in 2013 bis auf einen Erinnerungswert von jeweils 1,00 € abgeschrieben, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerabzug, für das einzelne Wirtschaftsgut 410,00 € nicht übersteigen.

104

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH

dd) Zuschüsse, Verlustausgleiche, Nachschüsse, Kapitalentnahmen Zuschüsse/Verlustausgleich aus dem Verwaltungshaushalt (in €) Ist 2011

Ist 2012

Ist 2013

Plan 2014

673.627,00

673.700,00

700.000,00

700.000,00

Nachschüsse wurden nicht gezahlt. Eine Kapitalentnahme erfolgte nicht.

ee) Beurteilung der Lage Für das Geschäftsjahr 2013 fand die zwischen dem Freistaat Thüringen und den Gesellschaftern des Unternehmens am 10.01.2012 für die Jahre 2013 bis 2016 geschlossene Finanzierungsvereinbarung Anwendung. Auf dessen Grundlage erhält die Gesellschaft für die Jahre 2013 bis 2016 eine jährliche Zuwendung von insgesamt 9.997 T€. Trotz der erhöhten Zuwendungen war und ist auch für den neuen Finanzierungszeitraum ein Einkommensverzicht seitens der Beschäftigten notwendig. Die zu erwartende Unterdeckung der Finanzierung des Geschäftsbetriebes im Zeitraum 2013 bis 2016 wird durch die am 01.06.2012 (Laufzeit 1.08.2012 bis 31.07.2016) für die Tarifbereiche NV-Bühne und TVK sowie am 28.06.2012 (Laufzeit 01.08.2012 bis 31.07.2016) für den Tarifbereich TVöD abgeschlossenen Haustarifverträge kompensiert. Die besucherstärkste Produktion des Kalenderjahres 2013 war das Musical „AIDA“ von Elton John. Mit über 10.000 Besuchern konnte so die Erfolgsgeschichte Musical in Nordhausen fortgeschrieben werden. Aber auch die Operette ,,Der Vogelhändler", die im November 2013 Premiere hatte, brachte bereits bis zum Jahresende acht ausverkaufte Vorstellungen. Mit Umberto Giordanos Oper „André Chénier“ startete die Theater Nordhausen/LohOrchester Sondershausen GmbH in das Jahr 2013. Diese Inszenierung wurde von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert und brachte dem Theater auch überregional viele positive Stimmen. Im Oktober 2013 öffnete sich auf der Bühne des Rudolstädter Theaters der Vorhang für die Operette „Der Graf von Luxemburg“. Die Ballettkompanie des Theaters Nordhausen eröffnete im Januar 2013 die Reihe der Gastspielaufführungen im Theater Rudolstadt mit dem Ballett „Don Quichotte“ von Ludwig Minkus. „Kameliendame“, ein Ballett mit Musik von Fréderic Chopin nach Alexandre Dumas d.J., wurde im Februar 2013 im Theater Nordhausen uraufgeführt. Eine weitere Balletturaufführung erlebte im Oktober 2013 ihre Premiere: „Shakespeare. Ein Ballett“ von Ballettdirektorin Jutta Ebnother. Die Reihe, in der Tänzerinnen und Tänzer der Ballettkompanie eigene Choreographien auf die Bühne bringen, wurde mit dem Kammertanzabend „Gegensätze getanzter Art“ fortgesetzt. Im Mai 2013 konnte die regelmäßige Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar fortgesetzt werden. Studentinnen und Studenten der Hochschule brachten gemeinsam mit dem Loh-Orchester Sondershausen die Oper „Die heimliche Ehe“ von Domenico Cimarosa im Theater Nordhausen auf die Bühne. Zwei Aufführungen dieser Kooperationsproduktion wurden im Oktober 2013 in Aschaffenburg gezeigt.

105

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH Das Schauspielensemble des Thüringer Landestheaters gastierte mit vier Produktionen auf der Bühne des Theaters Nordhausen. Für die kleinsten Zuschauer zeigten die Rudolstädter Schauspielerinnen und Schauspieler zudem das Märchen „Rotkäppchen“ von Jewgeni Schwarz. Die Thüringer Schlossfestspiele standen in diesem Jahr unter dem Motto „Wagner in Thüringen 2013“. Über 5700 Besucher sahen und hörten die romantische Oper „Der fliegende Holländer“. Die Schlossfestspiele für Kinder entführten auch in diesem Jahr mit weiteren Aufführungen der Inszenierung „Mein Zauberflötchen“ mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart die jungen Zuschauer in die Welt der Oper. Großen Anklang beim Publikum fanden im schönen Ambiente des Schlosshofs die Konzerte „Galanacht der italienischen Oper“ und „The American Way of Music“. Das Loh-Orchester Sondershausen präsentierte auch in diesem Jahr wieder ein sehr abwechslungsreiches Konzertprogramm. Die bewährten Reihen der Sinfoniekonzerte, Schlosskonzerte und Loh-Konzerte wurden durch viele Sonderkonzerte wie das Neujahrsund Weihnachtskonzert sowie das Konzert zum Jahreswechsel ergänzt. Die im Vorjahr neu eingeführten After-Work-Konzerte erfreuten sich weiterhin wachsender Beliebtheit. Mit einer Uraufführung ergänzte das Junge Theater den Spielplan der Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH. In einer Inszenierung der Leiterin des Jungen Theaters, Bianca Sue Henne, von ihr stammt auch das Libretto, wurde am 23.03.2013 im Theater unterm Dach die Kinderoper „Kannst Du pfeifen, Johanna?“ von Alexander Stessin uraufgeführt. Die Spielerinnen und Spieler des Theaterjugendclubs ergänzten den Spielplan. Besonders großen Zuspruch fand die musikalische Revue „Linie 1“. Alle Vorstellungen waren nahezu ausverkauft. Im Theater unterm Dach brachte der Jugendclub ein Schauspiel nach „Die Räuber“ nach Friedrich Schiller zur Premiere, und der Theaterjugendclub junior präsentierte sich mit dem Schwarzlichttheater „Glow“. In der im Geschäftsjahr endenden Spielzeit 2012/2013 wurden die Veranstaltungen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH von 105.628 Menschen besucht. Damit konnte die Besucherzahl der vorangegangenen Spielzeit (104.610) noch einmal leicht gesteigert werden. Mit Beginn der Spielzeit 2013/2014 hat die Gesellschaft ihre Eintritts- und Abonnementpreise unter Berücksichtigung des Besucherverhaltens der Vergangenheit um durchschnittlich 5 % gegenüber der vorangegangenen Spielzeit erhöht, was zu keinem Rückgang der Besucher geführt hat. Die Erlöse aus dem Verkauf von Eintrittskarten sind im Geschäftsjahr um 12,4 % gestiegen, was u.a. auf den großen Erfolg des Musicals „AIDA“ und der Oper „Der fliegende Holländer“, zurückzuführen ist. Ausgesprochen viele Gastspiele des Loh-Orchesters führten zu den gegenüber dem Vorjahr um über 80 % gestiegenen Erlösen aus Gastspielen. Bei der Planung dieser Erlösposition muss die Ansetzung auch künftig vorsichtig erfolgen, da nicht für jedes Jahr eine so hohe Anzahl von Gastengagements erwartet werden kann. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 612 T€ erhöht, wofür auch in diesem Geschäftsjahr im Wesentlichen die Erhöhung des Bankguthabens um 693 T€ ursächlich ist. Diese Guthabenerhöhung ist, wie auch schon im vergangenen Geschäftsjahr, zum größten Teil in der Erhöhung der Mittel des zweckgebundenen Fonds aus den Haustarifverträgen begründet. Hiermit im Zusammenhang steht auch die Erhöhung der zweckgebundenen Rücklagen im Saldo um 536 T€. Die GuV weist aufgrund der ab 2010 eingetretenen Ausweisänderung der Dotierung des Fonds aus den Hautarifverträgen zunächst einen Jahresüberschuss i.H.v. 586 T€ aus. Unter Berücksichtigung der laut Haustarifverträgen je Mitarbeiter eingesparten Personalkosten 106

Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH sowie den Zinserträgen auf die bereits angesammelten Mittel und deren rechnerisch notwendigen Zuführung zu den zweckgebundenen Rücklagen von insgesamt 536 T€ verbleibt ein Jahresüberschuss von 50 T€. Im Wirtschaftsplan 2013 war ein Fehlbetrag i.H.v. 840 T€ erwartet worden. Zu dem deutlich besseren Ergebnis haben zum einen 288 T€ höhere Umsatzerlöse und zum anderen 506 T€ Einsparungen beim Personalaufwand beigetragen. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 noch einmal etwas erhöht werden (von 1.009 T€ auf 1.108 T€). Hier wirken sich die Preisanpassungen zum Spielzeitbeginn 2013/2014 und die steigende Besucherzahl positiv aus. Die Zuwendungen der Gesellschafter und des Freistaates Thüringen bleiben unerlässliche Voraussetzung für die Unternehmenstätigkeit. Sie betrugen im Geschäftsjahr 9.997 T€. In der GuV ist in der Position „Zuwendungen zur Aufwandsdeckung“ außerdem ein Mietzuschuss der Stadt Nordhausen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2013 stellte der Freistaat Thüringen keine extra Zuwendungen für Projekte zur Verfügung. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (109 T€) des Geschäftsjahres 2013 wurde aus dem Mittelzufluss der laufenden Geschäftstätigkeit der GmbH finanziert. Unter Berücksichtigung des Sonderpostens für Investitionszuwendungen beträgt die Eigenkapitalquote 88,4 % (Vj. 89,3 %). Finanzierungsprobleme auf Grund der Eigenkapitalausstattung bestehen nicht. Zu den Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung führt der Geschäftsführer aus, dass die Zuwendungen der Träger und des Freistaates Thüringen sowie der erneute Einkommensverzicht der Beschäftigten die Finanzierung der Gesellschaft über das Jahr 2013 hinaus bis 2016 sichern. Ein Risiko stellt das aktuelle Ergebnis der Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes dar, da dieses über den geplanten Personalkostensteigerungen liegt und eine Übernahme für die künstlerisch Beschäftigten anzunehmen ist. Eine von der Stadt Nordhausen beauftragte Studie zur Bestandsanalyse des Theatergebäudes deckte u.a. kurzfristig zu behebende Mängel im Brandschutz auf. Um eine Schließung der Spielstätte Theater unterm Dach sowie des 2. Rangs im großen Saal abzuwenden, werden voraussichtlich Kosten zur Mängelbeseitigung i.H.v. 320 T€ entstehen. Diese sollen durch die Stadt Nordhausen (190 T€), den Freistaat Thüringen (100 T€) sowie die Gesellschaft (30 T€) übernommen werden. Die Studie enthält darüber hinaus einen Vorschlag zur baulichen Veränderung des Theatergebäudes. Mit der erfolgreichen Bewerbung für die Erstausrichtung des neuen Kinder- und Jugendtheaterfestivals ,,Wildwechsel" wird dieses im September 2014 im Theater Nordhausen stattfinden. Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet die Geschäftsführung bei unveränderten Zuwendungen, einer 3%igen Tarifsteigerung, konstanten Besucherzahlen, etwas steigenden Umsatzerlösen und rd. 3 % höheren Aufwendungen ein deutlich schlechteres Ergebnis als in 2013. Ein Jahresfehlbetrag wäre durch eine entsprechende Entnahme aus der zweckgebundenen Rücklage auszugleichen.

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B. Mitgliedschaften des Landkreises Nordhausen in Zweckverbänden

I. Mitgliedschaften in Zweckverbänden

Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen

Zweckverband Tierkörperbeseitigung Thüringen

Nordthüringer Zweckverband Rettungsdienst

RettungsdienstZweckverband Nordhausen

Zweckverband Nahverkehr Nordthüringen (NVN)

Sitz: Kleinfurra

Sitz: Greiz

Sitz: Sondershausen

Sitz: Nordhausen

Sitz: Nordhausen

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Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen

II. Mitgliedschaften in Zweckverbänden im Einzelnen 1. Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen a) Allgemeine Angaben zum Zweckverband Sitz:

Telefon:

Nordhausen/Nentzelsrode

(036334) 59 553 bzw. (036334) 59 563

Geschäftsstelle: An der B 4 99734 Kleinfurra

E-Mail: [email protected] 0H

Fax:

Homepage:

(036334) 59 586

www.zan-thueringen.de

Geschäftsleitung: Jordan Busew

Gründung:

Verbandssatzung:

23.09.1996

Satzung vom 29.08.1996, i. d. F. der 4. Änderungssatzung vom 31.01.2008.

Verbandsmitglieder:

Landkreis Nordhausen Landkreis Eichsfeld Kyffhäuserkreis Unstrut-Hainich-Kreis

seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996

Jedes Verbandsmitglied hat einen Sitz und eine Stimme im Fachbeirat, der sich aus den Amtsleitern der Abfallwirtschaft der Verbandsmitglieder zusammensetzt und als beratendes Gremium fungiert.

Verbandsumlage:

Der Landkreis Nordhausen hatte in der Zeit von 2011 bis 2013 folgende Umlagebeträge zu entrichten: 2011 = 27.750,00 € 2012 = 0,00 € 2013 = 0,00 €

Die Verbandsumlage wird gemäß § 19 der Verbandssatzung nach den Einwohnerzahlen für jedes Haushaltsjahr neu festgesetzt (siehe auch § 4 der Haushaltssatzung des ZAN). Darüber hinaus gilt ab 02.05.2005 die Entgeltordnung Für die Entsorgung von Abfällen werden nach Maßgabe des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes durch den Zweckverband privatrechtlich Entgelte erhoben. Unabhängig davon, können gem. § 19 der Verbandsatzung Umlagen erhoben werden, wenn das festgesetzte Entgelt nicht ausreicht.

Organe: Verbandsvorsitzende: Stellv. Verbandsvorsitzender

Birgit Keller, Landrätin Dr. Werner Henning, Landrat

Landkreis Nordhausen Landkreis Eichsfeld

Verbandsversammlung

Die Zahl der Vertreter, die ein Verbandsmitglied in die Verbandsversammlung entsendet, richtet sich nach der Einwohnerzahl seines Gebietes, wobei je angefangene 30.000 Einwohner das Recht besteht, einen Vertreter in die Verbandsversammlung zu entsenden.

Prüfung Jahresrechnung:

Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Nordhausen Prüfungsvermerk Haushaltsjahr 2013 erteilt: ja

Kreistagsbeschlüsse: BV 72/95 vom 04.04.1995

Gründung „Abfallzweckverband Nordthüringen“

BV 139/95 vom 05.12.1995

Gründung „Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen“ (Änderung der BV 72/95 vom 04.04.1995)

110

Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen

BV 404/98 vom 14.07.1998

Gemeinsames Abfallwirtschaftskonzept (AWK) des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Nordthüringen (ZAN)

BV

Bestellung Verbandsräte und stellvertretende Verbandsräte

8/99 vom 13.07.1999

BV 139/01 vom 20.02.2001

Bestellung stellvertretende Verbandsrätin

BV 345/03 vom 18.02.2003

Rechtsmittel gegen Vergabeentscheidung Müllentsorgung ab 2005

BV 031/04 vom 31.08.2004

Bestellung Verbandsräte und stellvertretende Verbandsräte

BV 019/09 vom 08.09.2009

Bestellung Verbandsräte und stellvertretende Verbandsräte

b) Aufgaben und Befugnisse des Zweckverbandes Gemäß § 4 der Verbandssatzung hat der Zweckverband folgende Aufgaben und Befugnisse: (1) Der Zweckverband erfüllt die ihm von seinen Verbandsmitgliedern übertragenen Aufgaben. Die dazu notwendigen Befugnisse gehen in dem Umfang der übertragenen Aufgaben auf den Zweckverband über. (2) Der Zweckverband hat als Körperschaft des öffentlichen Rechts die ihm von seinen Verbandsmitgliedern übertragene Aufgabe, die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen gemäß den Bestimmungen des Abfallentsorgungsvertrages des Zweckverbandes sowie seiner Anlagen mit dem beauftragten Dritten ab dem 01.06.2005 sicherzustellen. Daher sind dem Zweckverband diese Abfälle durch die Verbandsmitglieder an den nachstehend genannten Abfallübergabepunkten zu übergeben. Landkreis Eichsfeld: Kyffhäuserkreis: Landkreis Nordhausen: Unstrut-Hainich-Kreis:

Umladestation Beinrode Umladestation Ringleben Abfallwirtschaftszentrum Kreisabfalldeponie Nentzelsrode Abfallwirtschaftszentrum Kreisabfalldeponie Nentzelsrode Umladestation Aemilienhausen

(3) Die Verbandsmitglieder sind verpflichtet, für die in ihrer Zuständigkeit angefallenen und ihnen überlassenen Abfälle gemäß Abs. 2 die Abfallentsorgung des Zweckverbandes zu nutzen. (4) Der Zweckverband kann sich zur Erfüllung seiner Aufgaben Dritter bedienen. (5) Dem Zweckverband obliegen Weisungs-, Mitwirkungs-, Beteiligungs- und Überwachungsrechte sowie Kontrollfunktionen im Rahmen der Aufgabenerfüllung gegenüber Dritten. (6) Der Zweckverband hat das Recht Satzungen und Verordnungen zu erlassen. Eine insgesamte Übertragung der Entsorgungspflicht an den Zweckverband ist nicht vorgesehen. (7) Das Recht, Gebühren für die Entsorgung von Abfällen gemäß §4 Absatz 1 zu erheben, verbleibt gegenüber Abfallerzeugern und Besitzern von Abfällen zur Beseitigung, die dem Anschluss- und Benutzungszwang nach Maßgabe der jeweiligen Beseitigung, die dem Anschluss- und Benutzungszwang nach Maßgabe der jeweiligen Abfallwirtschaftssatzung der Verbandsmitglieder unterliegen, bei den Verbandsmitgliedern. (8) Die abfallwirtschaftlichen Satzungen der Verbandsmitglieder sind mit den Satzungen des Zweckverbandes in Übereinstimmung zu bringen, soweit sie die Belange des Zweckverbandes berühren. (9) Der Zweckverband kann ordnungsgemäß entsorgen.

auch

Abfälle

111

von

außerhalb

des

Verbandsgebietes

Zweckverband Tierkörperbeseitigung Thüringen

2. Zweckverband Tierkörperbeseitigung Thüringen a) Allgemeine Angaben zum Zweckverband Sitz:

Telefon:

E-Mail:

c/o Landratsamt Greiz Dr.-Rathenau-Platz 11 07973 Greiz

03661/876633

[email protected]

Fax:

Homepage:

03661/876222

www.tierkoerperbeseitigungthueringen.de

Geschäftsleitung: Axel Oswald

Gründung:

Verbandssatzung:

16.12.1996

Satzung vom 19.11.1996, i. d. F. der 8. Änderungssatzung vom 28.06.2009.

Verbandsmitglieder:

Landkreis Eichsfeld Wartburgkreis Unstrut-Hainich-Kreis Kyffhäuserkreis Landkreis Schmalkalden-Meiningen Landkreis Sömmerda Ilm-Kreis Landkreis Weimarer Land Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Saale-Holzland-Kreis Saale-Orla-Kreis Landkreis Greiz Landkreis Altenburger Land Landkreis Gotha Landkreis Nordhausen Landkreis Hildburghausen Landkreis Sonneberg Stadt Eisenach Stadt Gera Stadt Jena Stadt Suhl Stadt Weimar Landeshauptstadt Erfurt

Verbandsumlage:

Der Landkreis Nordhausen hatte in der Zeit von 2011 bis 2013 folgende Umlagebeträge zu entrichten: 2011 = 0,00 € 2012 = 0,00 € 2013 = 4.108,38 €

seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1998 seit 1999 seit 1999 seit 2000 seit 2004 seit 2005 seit 2005 seit 2007 seit 2007

Nach § 15 Abs. 2 der Verbandssatzung erhebt der Zweckverband von seinen Mitgliedern nachrangig eine Verbandsumlage, wenn die nach § 15 Abs. 1 der Verbandssatzung zu erhebenden Gebühren den Finanzbedarf des Zweckverbandes nicht decken. Ab 25.01.2004 gilt das Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz (TierNebG) und ab 01.01.2005 die Verordnung zur Durchführung des Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz (Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung – TierNebV). Ab 04.03.2011 gilt die Europäische Verordnung (EG) 1069/2009.

Organe: Verbandsvorsitzende:

Martina Schweinsburg, LR

Verbandsversammlung

Die gesetzlichen Vertreter der Verbandsmitglieder bilden die Verbandsversammlung. Sie sind kraft Amtes Mitglieder der Verbandsversammlung und werden als Verbandsräte bezeichnet. Bei deren Verhinderung treten ihre gesetzlichen Stellvertreter an ihre Stelle.

112

Landkreis Greiz

Zweckverband Tierkörperbeseitigung Thüringen

Prüfung Jahresrechnung:

Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Greiz Prüfungsvermerk Haushaltsjahr 2013 erteilt: ja

Kreistagsbeschlüsse: BV 30/94 vom 02.11.1994 (Beschluss Kreisausschuss)

Beitritt des Landkreises Nordhausen zum Zweckverband Tierkörperbeseitigung, Verbandssatzung, Vertragsgestaltung

BV 359/98 vom 05.01.1998

Beitritt des Landkreises Nordhausen zum Zweckverband Tierkörperbeseitigung, Verbandssatzung, Vertragsgestaltung (Mit KT-Beschluss 359/98 vom 05.01.1998 wurde der Beschluss des Kreisausschusses 30/94 vom 02.11.1994 aufgehoben.)

b) Aufgaben und Befugnisse des Zweckverbandes Gemäß § 3 der Verbandssatzung hat der Zweckverband folgende Aufgaben und Befugnisse: (1) Der Zweckverband ist Aufgabenträger nach § 2 ThürTierNebG. Er hat die in seinem Gebiet anfallenden Tierkörper im Sinne des § 3 Tierische NebenprodukteBeseitigungsgesetz vom 25.Januar 2004, BGBl.I S.82 (TierNebG) i. V. m. Art. 4 und 5 der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 abzuholen, zu sammeln, zu befördern, zu lagern, zu behandeln, zu verarbeiten und zu beseitigen. Er bedient sich zur Erfüllung seiner Pflicht gemäß § 3 Abs. 1 Satz 3 TierNebG eines Dritten (Entsorgungsunternehmen). (2) Der Zweckverband erlässt anstelle der Verbandsmitglieder Satzungen für das nach Abs.1 übertragene Aufgabengebiet.

113

Nordthüringer Zweckverband Rettungsdienst

3. Nordthüringer Zweckverband Rettungsdienst a) Allgemeine Angaben zum Zweckverband Sitz:

Telefon:

E-Mail:

c/o Unstrut-Hainich-Kreis Böntalsweg 17 99974 Mühlhausen

03631/831819 03601/831815

[email protected] [email protected]

Fax:

Homepage:

Geschäftsleitung:

-

-

Dagmar Jünger (GF) Heiko Fuchs (stellv. GF)

Gründung:

Verbandssatzung:

04.03.1996

Satzung vom 16.02.1996, i. d. F. der 3. Änderungssatzung vom 01.12.2001, zuletzt geändert zum 09.07.2004 mit der Fünften Satzung zur Änderung der Verbandssatzung des Nordthüringer Zweckverbandes Rettungsdienst.

Verbandsmitglieder:

Landkreis Eichsfeld Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis

Verbandsumlage:

Der Landkreis Nordhausen hatte in der Zeit von 2011 bis 2013 folgende Umlagebeträge zu entrichten: 2011 = 0,00 € 2012 = 0,00 € 2013 = 0,00 €

seit 1996 seit 1996 seit 1996 seit 1996

Nach § 14 der Verbandssatzung erhebt der Zweckverband von seinen Mitgliedern eine Verbandsumlage, soweit die zu erhebenden sonstigen Einnahmen, den laufenden Finanzbedarf des Zweckverbandes nicht decken.

Organe: Verbandsvorsitzender: Stellv. Verbandsvorsitzende

Harald Zanker, Landrat Antje Hochwind, Landrat

Unstrut-Hainich-Kreis Kyffhäuserkreis

Verbandsversammlung

Jedes Verbandsmitglied entsendet zwei Verbandsräte in die Verbandsversammlung. Die gesetzlichen Vertreter einer jeden Gebietskörperschaft ist Verbandsrat kraft Amtes. Für jeden Verbandsrat ist ein Vertreter für den Fall der Verhinderung zu bestellen. Dies gilt nicht für Verbandsräte kraft Amtes; sie werden durch ihren gesetzlichen Vertreter vertreten. Der zweite Verbandrat und sein Stellvertreter werden von den Kreistagen bestellt.

Prüfung Jahresrechnung:

Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Nordhausen Prüfungsvermerk Haushaltsjahr 2013 erteilt: ja

Kreistagsbeschlüsse: BV

51/95 vom 31.01.1995

Beitritt zum Nordthüringer Zweckverband Rettungsdienst

BV 141/95 vom 05.12.1995

Änderung der Verbandssatzung

BV 204/02 vom 19.02.2002

Bestellung Verbandsrat und Stellvertreter

BV 487/04 vom 07.06.2004

Außerplanmäßige Ausgabe – Verbandsumlage für 2004

BV 033-04 vom 31.08.2004

Bestellung Verbandsrat und Stellvertreter

BV 140/05 vom 21.06.2005

Bestellung Verbandsrat

BV 020/09 vom 08.09.2009

Bestellung Verbandsrat und Stellvertreter

114

Nordthüringer Zweckverband Rettungsdienst b) Aufgaben und Befugnisse des Zweckverbandes Gemäß § 4 der Verbandssatzung hat der Zweckverband folgende Aufgaben und Befugnisse: a. die Standorte und Einsatzbereiche der Rettungswachen in allen ihm angehörenden Rettungsdienstbereichen zur Sicherstellung der in § 6 Abs. 1 ThürRettG vom 22.12.1992 (GVBl. S. 609 ff) aufgeführten Hilfsfristen - unter Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit - im Benehmen mit den betroffenen Landkreisen zu bestimmen; b. Vereinbarungen über Entgelte des Rettungsdienstes mit den Kostenträgern abzuschließen und ggf. Gebühren nach § 12 Abs. 3 ThürRettG i.V.m. § 12 ThürKAG vom 07.08.1991 festzusetzen; c. die Kostendeckung der in strukturschwachen Gebieten entstehenden Mehrkosten des Rettungsdienstes im Rahmen eines Finanzausgleiches sicherzustellen; d. die zentrale Beschaffung von Rettungsmitteln und Geräten im Auftrag der Leistungserbringer sowie die Ausreichung von Fördermitteln im Rahmen des Haushaltsplanes.

115

Rettungsdienst-Zweckverband Nordhausen

4. Rettungsdienst-Zweckverband Nordhausen a) Allgemeine Angaben zum Zweckverband Sitz:

Telefon:

c/o Landratsamt Nordhausen Grimmelallee 23 99734 Nordhausen

03631/607728

E-Mail: [email protected] 1H0

Fax:

Homepage:

-

-

Geschäftsstelle: Dr.-Robert-Koch-Straße 40 99734 Nordhausen

Gründung:

Verbandssatzung:

09.11.1998

Satzung vom 14.10.1998, i. d. F. der 3. Änderungssatzung vom 06.06.2002.

Verbandsmitglieder:

Landkreis Nordhausen DRK Kreisverband Nordhausen e.V. JUH Kreisverband e.V. Nordhausen Gemeinnützige Rettungsdienstgesellschaft mbH Ellrich Intensivverlegungsdienst Thüringen gGmbH Jena DRK Kreisverband Jena-Eisenberg-Stadtroda Südharz Klinikum Nordhausen gemeinnützige GmbH

Verbandsumlage:

keine

seit 1998 seit 1998 seit 1998 seit 1998 seit 1998 seit 1998 seit 1998

Nach § 12 der Verbandssatzung finanziert sich der Zweckverband aus den Einnahmen seiner Tätigkeit. Eine Umlage von seinen Verbandsmitgliedern wird nicht erhoben.

Organe: Verbandsvorsitzende: Stellv. Verbandsvorsitzender

Birgit Keller, LR Guido Hage

Verbandsversammlung

Jedes Verbandsmitglied entsendet einen Verbandsrat; hierbei handelt es sich um seinen gesetzlichen Vertreter. Bei deren Verhinderung tritt der jeweilige gesetzliche Stellvertreter an seine Stelle. Die Amtszeit endet mit dem Ausscheiden aus dem Amt.

Prüfung Jahresabschluss:

Durch die HWS Auerbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft. Das Prüfungsergebnis zum Wirtschaftsjahr 2013 wurde in einem Prüfbericht zusammengestellt, für den ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde.

Landkreis Nordhausen Südharz Klinikum Nordhausen

Kreistagsbeschlüsse: BV

06/94 vom 06.09.1994

Gründung Zweckverband Rettungsdienst Landkreis Nordhausen

BV 410/98 vom 14.07.1998

Verbandssatzung Rettungsdienst-Zweckverbandes Nordhausen

BV 229/01 vom 11.12.2001

Bestellung Verbandsräte und Stellvertreter

BV 279/02 vom 11.06.2002

Bestellung Verbandsräte und Stellvertreter

BV 034-04 vom 31.08.2004

Bestellung Verbandsräte und Stellvertreter

BV 139/05 vom 21.06.2005

Bestellung Verbandsrat

BV 021/09 vom 08.09.2009

Bestellung Verbandsräte und Stellvertreter

116

Rettungsdienst-Zweckverband Nordhausen b) Aufgaben und Befugnisse des Zweckverbandes gemäß § 4 der Verbandssatzung:

a) Durchführung des Rettungsdienstes im Landkreis Nordhausen b) Durchführung des Intensiv- und Fernverlegungsdienstes gemäß Landesrettungsplan Pkt. 7.2.2. c) Enge Zusammenarbeit mit dem Nordthüringer Zweckverband zur Gewährleistung eines wirtschaftlichen und qualifizierten Rettungsdienstes im Landkreis Nordhausen d) Bereitstellung der erforderlichen Kosten-/Leistungsnachweise und Statistiken als Grundlage für die Budgetverhandlungen des Nordthüringer Zweckverbandes Rettungsdienst mit den Kostenträgern e) Durchführung von Kliniktransporten, Kranken- und Dialysefahrten f)

Abrechnung aller rettungsdienstlichen Leistungen für die Leistungserbringer

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Zweckverband „Nahverkehr Nordthüringen (NVN)“

5. Zweckverband „Nahverkehr Nordthüringen (NVN)“ a) Allgemeine Angaben zum Zweckverband Sitz:

Telefon:

c/o Landratsamt Nordhausen Grimmelallee 23 99734 Nordhausen

03631/911720

E-Mail:

Gründung:

Verbandssatzung:

18.09.2000

Satzung vom 18.08.2000.

Verbandsmitglieder:

Landkreis Eichsfeld Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Stadt Nordhausen

Verbandsumlage:

Der Landkreis Nordhausen hatte in der Zeit von 2011 bis 2013 folgende Umlagebeträge zu entrichten: 2011 = 2.780,71 € 2012 = 679,33 € 2013 = 2.766,45 €

[email protected] 2H1

Fax:

Homepage:

-

-

seit 2000 seit 2000 seit 2000 seit 2000 seit 2000

Nach § 10 der Verbandssatzung erhebt der Zweckverband von seinen Mitgliedern eine Verbandsumlage, soweit seine Einnahmen aus besonderen Entgelten für die von ihm erbrachten Leistungen und seine sonstigen Einnahmen nicht ausreichen, um seinen Finanzbedarf zu decken. Die Höhe der Umlage wird für jedes Haushaltsjahr in der Haushaltssatzung festgelegt. Die auf die einzelnen Verbandsmitglieder entfallende Umlage bemisst sich nach der Anzahl der vom TLVwA bestätigten Fahrplankilometer des Vorjahres.

Organe: Verbandsvorsitzende: Stellv. Verbandsvorsitzender

Birgit Keller, Landrätin Harald Zanker, Landrat

Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis

Verbandsversammlung

Die Verbandsversammlung besteht aus den gesetzlichen Vertretern der Verbandsmitglieder (Verbandsräte kraft Amtes). Zusätzlich entsendet jedes Verbandsmitglied zwei gekorene Verbandsräte. Die Verbandsmitglieder bestellen für die gekorenen Verbandsräte jeweils einen Stellvertreter. Die Verbandsversammlung lässt sich durch einen Beirat fachlich beraten.

Beiratsmitglieder:

Zusammensetzung gem. § 9 der Verbandssatzung: - die für den ÖPNV/STPNV verantwortlichen Amtsleiter der Mitglieder in den Landkreisen - die Geschäftsführer der in den Landkreisen/Städten tätigen kommunalen Busunternehmen/Straßenbahnunternehmen - ein Vertreter je Verbandsmitglied der privaten Busunternehmen mit Linienkonzessionen im Wirkungskreis des NVN - ein Vertreter der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH - ein Vertreter je Eisenbahngesellschaft, die im Wirkungskreis des NVN Beförderungsleistungen im SPNV erbringen.

Prüfung Jahresrechnung:

Rechnungsprüfungsamt des Unstrut-Hainich-Kreis Prüfungsvermerk Haushaltsjahr 2013 erteilt: ja

118

Zweckverband „Nahverkehr Nordthüringen (NVN)“

Kreistagsbeschlüsse: BV 244/97 vom 28.01.1997

Gründung des Zweckverbandes Nahverkehr Nordthüringen (NVN)

BV 079/00 vom 18.04.2000

Satzung des Zweckverbandes Nahverkehr Nordthüringen (NVN) sowie Aufhebung des KT-Beschlusses 244/97 vom 28.01.1997

BV 087/00 vom 27.06.2000

Bestellung Verbandsräte und Stellvertreter

BV 032-04 vom 31.08.2004

Bestellung Verbandsräte und Stellvertreter

BV 022/09 vom 08.09.2009

Bestellung Verbandsräte und Stellvertreter

b) Aufgaben und Befugnisse des Zweckverbandes gemäß § 2 der Verbandssatzung:

(1)

Die Mitglieder bilden den Zweckband zur Förderung und Unterstützung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Nordthüringen im Hinblick auf eine Sicherung und Verbesserung dieser Leistungen im Nahverkehrsraum und zur engen Kooperation mit dem Freistaat Thüringen bei der Gestaltung des SPNV.

(2)

Dem Zweckverband werden nachfolgende Aufgaben übertragen:

a) die Koordinierung des überkreislichen und länderübergreifenden öffentlichen Straßenpersonennahverkehrs, b) die Abstimmung der Verkehrsleistungen und die Koordinierung des StPNV mit dem SPNV, c) die Förderung eines einheitlichen Tarifs und einheitlicher Beförderungsbestimmungen für den StPNV, d) die Förderung vertraglicher Vereinbarungen zur Herausgabe eines einheitlichen, gegenseitig anzuerkennenden Fahrscheines, e) die Herausgabe eines Regionalfahrplanes, f) Unterstützung bei der Erarbeitung und Umsetzung eines gemeinsamen Marketing- und PR-Konzeptes, g) Erarbeitung und Durchsetzung einheitlicher, benachteiligungsfreier und die erreichte Qualität berücksichtigender Standards in der Fahrgastabfertigung und des Bedienstandards für den StPNV, h) die Abstimmung von Investitionsplanungen im Zusammenhang mit den an den Zweckverband übertragenen Aufgaben. (3)

Die Durchführung des Verkehrs und damit die Übernahme unternehmerischer Tätigkeiten ist nicht Aufgabe des Zweckverbandes. Sie obliegt den im Nahverkehrsraum tätigen Verkehrsunternehmen.

(4)

Die Zweckverbandsmitglieder sichern, dass die Verkehrskonzeptionen aus der Region und übrige Untersuchungen zum ÖPNV kreis- und länderübergreifend beachtet werden.

(5)

Der Zweckverband kann seine Arbeit über eine von ihm geschaffene Geschäftsstelle sichern.

(6)

Der Nahverkehrsraum ist in Anlage 1 definiert.

(7)

Der Zweckverband strebt an, die unter Absatz 2 genannten Ziele gemeinsam mit benachbarten Zweckverbänden, auch im Gesamtraum der Zweckverbände, zu erreichen. Übergangsweise sind mit den kommunalen Gebietskörperschaften, deren Gebiet teilweise zu anderen Zweckverbänden gehört oder gehören könnte, dafür gemeinsame Lösungen anzustreben. 119

120

C. Mitgliedschaften/Beiträge/ Zuschüsse des Landkreises Nordhausen in/an Vereine(n), sonstige(n) Verbände(n) und Institutionen

I. Mitgliedschaften/Beiträge in/an Vereine(n), sonstige(n) Verbände(n) und Institutionen Lfd. Nr.

Name des Vereins/Verbandes/ der Institution

Beitrag 2011

Beitrag 2012

Beitrag 2013

(EUR)

(EUR)

(EUR)

1.200,00

1.200,00

1.200,00 KT-Beschluss Nr. 139-14/92

13.183,00

13.269,00

15.158,00 KT-Beschluss Nr. 83/95

0,00

0,00

750,00

750,00

5. Regionale Planungsgemeinschaft Nordthüringen HHSt.: 1.0200.661000.2

3.750,00

3.750,00

3.750,00 Mitgliedschaft seit 1993

6. Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung (KGSt) HHSt.: 1.0200.661000.2

2.078,21

2.324,82

2.306,15 KT-Beschluss Nr. 064-04

37.950,00

37.784,00

42.812,00 Beitrag jährlich unterschiedlich

8. Kommunaler Arbeitgeberverband HHSt.: 1.0200.661000.2

4.387,20

4.845,40

4.770,00 Beitrag jährlich unterschiedlich

9. Thüringer Volkshochschulverband (TVV) HHSt.: 1.3500.661000.8

6.325,00

6.297,00

6.243,00 Beitrag jährlich unterschiedlich

10. Verband der deutschen Musikschulen HHSt.: 1.3331.661000.5

2.546,35

2.581,00

2.557,00 Beitrag jährlich unterschiedlich

80,00

80,00

255,65

255,65

1. The International Concil for Local Environmental Initiatives (ICLEI) „Internationer Rat für kommunale Umweltinitiativen“ HHSt.: 1.0200.661000.2 2. Regionalverband Harz e. V. HHSt.: 1.0200.661000.2 3. Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. -AGETHURHHSt.: --4. Firmenausbildungsverbund Nordthüringen e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2

7. Thüringischer Landkreistag e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2

11. Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2 12. Kreisverkehrswacht Nordhausen e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2

121

Bemerkungen

0,00 Mitglied seit 21.02.94, Keine Beitragszahlung 750,00 KT-Beschluss Nr. 383/98

80,00 KT-Beschluss Nr. 068-04; Beitritt LK 255,65 Beitrag seit 1997

Lfd. Nr.

Name des Vereins/Verbandes der Institution

Beitrag 2011

Beitrag 2012

Beitrag 2013

(EUR)

(EUR)

(EUR)

1.262,00

1.419,00

1.419,00 Mitgliedschaft seit 1993

297,50

297,50

297,50 Beitrittserklärung vom 22.02.1993

50,00

50,00

50,00 Beitrittserklärung vom 22.02.1993

100,00

100,00

100,00 Beitrittserklärung v. 01.12.95, Mitgliedschaft ab 01.01.96

0,00

0,00

0,00 Mitgliedschaft seit 1991, keine Beitragszahlung

5.000,00

7.000,00

7.000,00 Vereinbarungen ab 2001

0,00

0,00

0,00 KT-Beschluss Nr. 384-07; keine Beitragszahlung

20. Förderverein "Karstwanderweg Landkreis Nordhausen" HHSt.: 1.0200.661000.2

100,00

100,00

100,00 KT-Beschluss Nr. 393-08; Beitrittserklärung

21. Südharzer Tourismusverband e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2

150,00

150,00

150,00 KT-Beschluss Nr. 445-08; Beitrittserklärung

22. Wissenschaftlicher Verein und Förderververein der FH Nordhausen e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2

150,00

150,00

250,00 KT-Beschluss Nr. 470-08; Beitrittserklärung z.01.02.09

23. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2

339,09

337,67

334,89 KT-Beschluss Nr. 083/10; Beitrittserklärung z.01.02.10

4.781,17

4.870,25

6.983,67 KT-Beschluss Nr. 197/10; Beitrittserklärung z.01.01.11

25. Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2

0,00

500,00

500,00 KT-Beschluss Nr. 315/12; Beitrittserklärung z.01.01.12

26. Nordhäuser Unternehmerverband e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2

0,00

150,00

300,00 KT-Beschluss Nr. 383/12; Beitrittserklärung z.01.07.12

84.735,17

88.261,29

13. Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2 14. Creditreform Gotha Hain KG HHSt.: 1.0200.661000.2 15. Fachverband der Kommunalkassenverwalter e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2 16. Fachverband der Standesbeamten des Freistaates Thüringen e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2 17. Thüringische Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Erfurt e.V. HHSt.: --18. Tierheim Nordhausen e.V. HHSt.: 1.5020.661000.1 19. Regionale Aktionsgruppe Südharz e.V. HHSt.: ---

24. Harzer Tourismusverband e.V. HHSt.: 1.0200.661000.2

Summe

122

97.366,86

Bemerkungen

II. Zuschüsse an Vereine

Zuschüsse an den Südharzer Tourismusverband e. V.

Ist 2011

Ist 2012

Ist 2013

Plan 2014

(EUR)

(EUR)

(EUR)

(EUR)

47.400,00

47.400,00

45.000,00

45.000,00

• Tourismusinformations• Tourismusinformations• Tourismusinformations• Tourismusinformations1) 1) 1) 1) zentrum zentrum zentrum zentrum Personal- u.Sachkosten Personal- u.Sachkosten Personal- u.Sachkosten Personal- u.Sachkosten 1.- 4. Quartal 1.- 4. Quartal 1.- 4. Quartal

20.000,00 • Projekte "Südharzer Tourismusverband e.V." - Naturpark Südharz

20.000,00 • Projekte "Südharzer Tourismusverband e.V." - Naturpark Südharz

25.000,00 - Kreiswegewart

• Projekte "Südharzer Tourismusverband e.V." - Naturpark Südharz

25.000,00

25.000,00

20.000,00 • Projekte "Südharzer Tourismusverband e.V." - Naturpark Südharz

25.000,00

- Kreiswegewart

2.400,00

1)

20.000,00

2.400,00

Mobilitätszentrale im Bahnhof Nordhausen

Zuschüsse an Regionale Aktionsgruppe Südharz e.V.

Ist 2011

Ist 2012

Ist 2013

Plan 2014

(EUR)

(EUR)

(EUR)

(EUR)

15.000,00

15.000,00

15.000,00

15.000,00

LEADER-Management • 25 % Zuschussanteil Landkreis Nordhausen

15.000,00

LEADER-Management • 25 % Zuschussanteil Landkreis Nordhausen

LEADER-Management • 25 % Zuschussanteil Landkreis Nordhausen

15.000,00

123

15.000,00

LEADER-Management • 25 % Zuschussanteil Landkreis Nordhausen

15.000,00

124

Anhang Erläuterung zu ausgewählten Bilanzkennzahlen der Beteiligungsunternehmen aus Kapitel A.I.4. Anlagendeckungsgrad I (in %) Anlagendeckungsgrad I = (Eigenkapital / Anlagevermögen) x 100

Der Anlagendeckungsgrad I setzt das Anlagevermögen in Beziehung zum Eigenkapital. Es ist ersichtlich inwiefern das Eigenkapital das Anlagevermögen deckt. Nach der goldenen Bilanzregel soll langfristiges Vermögen auch langfristig finanziert sein, die sogenannte Fristenentsprechung. Da beim Anlagendeckungsgrad I nur das Eigenkapital verglichen wird (anders als beim Anlagendeckungsgrad II), kann dieser Wert auch bei „gesunden“ Unternehmen unter 100% liegen. Ist dieser Wert bei über 100%, besitzt das Unternehmen eine solide Basis. In erster Linie ist diese Kennzahl für Gläubiger eines Unternehmens interessant. Man geht davon aus, dass durch den hohen Anlagendeckungsgrad I ein geringes Ausfallrisiko für die Gläubiger besteht. Eigenkapitalquote (in %) Eigenkapitalquote = (Eigenkapital / Gesamtkapital) x 100

Die Eigenkapitalquote setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zum Gesamtkapital eines Unternehmens. Sie dient der Beurteilung der Kapitalkraft und Stabilität eines Unternehmens. Bei einer höheren Eigenkapitalquote geht man davon aus, dass die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern (wie Banken) größer ist. Eine höhere Eigenkapitalquote verbessert auch die Kreditwürdigkeit und damit die Möglichkeit, Fremdkapital aufzunehmen. Umlaufintensität (in %) Umlaufintensität = (Umlaufvermögen / Gesamtkapital) x 100

Die Umlaufintensität setzt das Umlaufvermögen eines Unternehmens ins Verhältnis zum Gesamtkapital. Die Umlaufintensität gibt Auskunft darüber, wie lange das Umlaufvermögen im Unternehmen verweilt. Eine hohe Umlaufintensität ermöglicht es, sich in stärkerem Umfang mit kurzfristigem Fremdkapital zu finanzieren, da das Umlaufvermögen in der Regel eine kurze Verweildauer im Unternehmen hat. Eine hohe Umlaufintensität ermöglicht dem Unternehmen schnelle Reaktionen sowohl auf konjunkturelle Veränderungen als auch auf eine Veränderung der Beschäftigungslage. Sie ist ein Indiz für einen guten Umgang mit den vorhandenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Hohe Lagerbestände tragen zu einer Steigerung der Umlaufintensität bei. Sachanlagenintensität (in %) Sachanlagenintensität = (Sachanlagevermögen / Gesamtkapital) x 100

Die Sachanlagenintensität lässt Rückschlüsse auf den Automatisierungsgrad, die Kapitalintensität sowie die Konjunkturabhängigkeit zu. Mögliche Ursachen für Abweichungen: - Alter des Anlagevermögens Überaltertes Anlagevermögen drückt sich in sinkender Anlagenintensität aus. - Automatisierungsgrad Ein hoher Automatisierungsgrad drückt sich in hoher Anlagenintensität bzw. hohen Reinvestitionen aus (Stand der Technik). - Fertigungstiefe Eine große Fertigungstiefe führt zu einer hohen Anlagenintensität (Dies kann aber aus den verschiedensten Gründen erwünscht sein.). - Überhöhte Anlagenausstattung Hohe Anlagenintensität kann auch auf überhöhte Anlagenausstattung zurückzuführen sein (Damit verbunden ist vielfach eine geringe Auslastung.). 125

Forderungsintensität (in %) Forderungsintensität = . (Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände / Gesamtkapital) x 100

Die Forderungsintensität stellt das Verhältnis der Forderungen zum Gesamtvermögen einer Unternehmung dar. Die Analyse der Forderungsintensität hilft bei der Beurteilung der Vermögensverteilung eines Unternehmens. Bestehen hohe Forderungen gegenüber fremden Unternehmen ist diese Kennzahl hoch. Ist die Forderungsintensität hoch, kann auf ein schlechtes Forderungsmanagement geschlossen werden. Eine weitere Möglichkeit für eine zu hohe Forderungsintensität kann eine schlechte Rechnungsstellung bzw. eine schlechte Verhandlung der Zahlungskonditionen sein. Je geringer die Forderungsintensität eines Unternehmens ist, desto besser. Anlagenintensität (in %) Anlagenintensität = (Anlagevermögen / Gesamtkapital) x 100

Die Anlagenintensität gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes der Anlagegüter. Eine hohe Anlagenintensität verlangt in der Regel einen hohen Anteil an Eigenkapital bzw. langfristigen Fremdkapital am Gesamtkapital. Diese Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie sich das Unternehmen an Expansion und Rezession anpasst. So kann das damit verbundene Unternehmensrisiko besser beurteilt werden, da das Risiko mit wachsender Anlagenintensität zunimmt und die Flexibilität des Unternehmens abnimmt. Zur Bewertung der Anlagenintensität kann keine generelle Aussage getroffen werden.

126

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