Landkreis Kitzingen zum Stichtag

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Author: Linus Hermann
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MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Kleinräumige Bevölkerungsprojektion

für den

Landkreis Kitzingen zum Stichtag 31.12.2016

MODUS - Wirtschafts- und Sozialforschung GmbH    

Schillerplatz 6, 96047 Bamberg Tel.: (0951) 26772, Fax: (0951) 26864 E-Mail: [email protected] Internet: www.modus-bamberg.de

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Inhaltsverzeichnis

1.

Methodische Grundlagen

3

1.1

Vorbemerkung

3

1.2

Methode

4

1.2.1

Grundlagen

4

1.2.2

Annahmen bei der kleinräumigen Bevölkerungsprojektion

7

1.3

Weitere vorhandene Bevölkerungsprojektionen

9

1.3.1

Die Projektion des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung

9

1.3.2

Die Projektion der Bertelsmann-Stiftung

10

1.3.3

Fazit

10

2.

Datengrundlage

11

2.1

Ausgangsbevölkerung

11

2.2

Natalität

13

2.3

Migration

17

2.4

Gesamtentwicklung

23

2.5

Die Bevölkerungsparameter des Landkreises Kitzingen im bayerischen Vergleich

24

2.6

Ausländische Bevölkerung im Landkreis Kitzingen

27

2.7

Externe Parameter

29

3.

Ergebnis der Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

31

3.1

Ausgangsbasis der Bevölkerungsprojektion

31

3.2

Ergebnisse der Bevölkerungsprojektion bis zum Jahr 2036

32

3.3

Zusammenfassung

44

4.

Ergebnis der Bevölkerungsprojektion in den Gemeinden

45

4.1

Ausgangsbasis der Bevölkerungsprojektion in den Gemeinden

45

4.2

Ergebnisse der kleinräumigen Bevölkerungsprojektion bis zum Jahr 2036

45

5.

Zusammenfassung

73

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1. Methodische Grundlagen 1.1 Vorbemerkung In den letzten Jahren ist eine wachsende Beschäftigung mit dem Thema „Demografischer Wandel“ festzustellen, nicht zuletzt auch wegen der Flüchtlinge und Asylbewerber, die nach Deutschland kommen bzw. gekommen sind. Ob in Unternehmen, Vereinen oder Kommunen, die Auswirkungen der Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur sind überall zu erkennen. Die Bevölkerung verändert sich aber nicht erst seit der Diskussion um die Auswirkungen des demografischen Wandels, der Babyboom der 60er Jahre oder die Auswirkungen der Kriegsjahre stellten und stellen seit jeher die Kommunen vor immer neue Aufgaben. So spielen die Struktur der Bevölkerung und ihre Entwicklung für die verschiedenen Bereiche der Planung eine bedeutende Rolle. Gibt es z.B. in bestimmten Altersstufen mehr Frauen, so sind mehr Geburten zu erwarten und damit verbunden auch ein größerer Bedarf an Kindertagesstätten. Die Zahl und die Struktur der älteren Bevölkerung haben eine entscheidende Bedeutung für die Ermittlung des Bedarfs im Bereich der Seniorenhilfe. Sie bilden eine wesentliche Grundlage für die Berechnung der notwendigen Pflegekräfte und Plätze in den entsprechenden Diensten und Einrichtungen der Seniorenhilfe. Nicht nur die Kenntnis des aktuellen Bevölkerungsstandes und der vergangenen Entwicklungen ist wichtig für die Planungen. Da mit Hilfe einer realitätsnahen Bevölkerungsprojektion festzustellen ist, wie sich in den nächsten Jahren die Zahl und der Anteil der Menschen in den unterschiedlichen Altersgruppen entwickeln werden, sind die Planungsträger frühzeitig in der Lage, auf voraussehbare Entwicklungen zu reagieren und entsprechende Handlungen vorzubereiten. Die Bevölkerungsprojektion kann dabei für unterschiedliche Bereiche genutzt werden, z.B. für die Jugendhilfeplanung, um den Bedarf an Kindertagesstättenplätzen abzuschätzen, sie kann aber auch in die Seniorenhilfeplanung integriert werden, um den Bedarf an stationären und teilstationären Einrichtungen sowie ambulanten Diensten zu ermitteln. Eine fundierte und realistische Planung setzt deshalb die detaillierte und wissenschaftlich korrekte Beschreibung der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung voraus. Da die demografische Entwicklung von verschiedenen Faktoren abhängig ist, müssen der Vorausschätzung möglichst realitätsgetreue Annahmen zur Entwicklung der maßgeblichen Parameter zugrunde gelegt werden. Dabei ist die Bevölkerung einem ständigen Wandel unterworfen. Beispielsweise ist die Zahl der Geburten und Sterbefälle nicht von Jahr zu Jahr gleich. Dies liegt sowohl an der Besetzung der einzelnen Altersstufen als auch am unterschiedlichen Verhalten der Menschen. Auch bei den

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Zu- und Abwanderungen ergeben sich deutliche Schwankungen, wenn man die Entwicklung über mehrere Jahre betrachtet. Dabei sind die Schwankungen bei den einzelnen Parametern umso größer, je kleiner die Gebietseinheit ist, für die eine Berechnung durchgeführt wird. Die vorliegende Analyse der Bevölkerung wurde für einzelne Gemeinden des Landkreises Kitzingen und für den gesamten Landkreis durchgeführt. Bei der Prognose der Bevölkerung auf der kleinräumigen Ebene der Gemeinden ergeben sich dabei besondere Notwendigkeiten, die bei der Vorausberechnung berücksichtigt werden müssen. Zum einen resultieren aus der geringeren Bevölkerungszahl bei den einzelnen Parametern im Laufe der Zeit deutlich größere Schwankungen als im Gesamtgebiet. Das unterschiedliche Verhalten einiger weniger Personen kann in einer kleinen Gemeinde bereits deutliche Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung haben. Zum anderen stehen detaillierte Daten, wie sie für die Bevölkerungsprojektion notwendig sind, häufig nicht oder in eingeschränkter Form zur Verfügung. Die Flüchtlingsbewegungen der Jahre 2015 und 2016 schlagen sich zudem deutlich, aber nicht einheitlich bei den Gemeinden bzw. dem Gesamtlandkreis nieder. Allerdings ist nicht absehbar, wie sich die Flüchtlingsbewegung in den kommenden Jahren entwickeln wird, deshalb sind zusätzliche Annahmen mit unterschiedlichen Parametern notwendig, um mögliche Entwicklungen abzubilden. 1.2 Methode

1.2.1 Grundlagen Anhand der „Komponenten-Methode“ wurde für den Landkreis Kitzingen eine Bevölkerungsprojektion bis zum Jahr 2036 durchgeführt. Grundlage der Berechnung bildet die Bevölkerung zum Stand 31.12.2016 nach Alter und Geschlecht nach den Angaben der Einwohnermeldeämter der Gemeinden des Landkreises Kitzingen. Die Grundparameter der Projektion sind die Entwicklung der Sterbefälle, der Geburten, der Zuwanderung in den Landkreis Kitzingen sowie die Abwanderung aus dem Landkreis. Darüber hinaus spielen weitere externe Faktoren, wie z.B. Erwerbstätigkeit (Arbeitsmarktindikatoren), Bautätigkeit (Bauland, Wohnungsbestand), oder Infrastruktur (Verkehrsanbindung), eine Rolle für die Entwicklung der Bevölkerung. Mit Hilfe dieser Daten ermittelt das Bevölkerungsmodell die künftige Geburten- und Sterbeentwicklung, integriert Wanderungsbewegungen und schreibt den Bevölkerungsbestand fort.

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Die Ergebnisse der kleinräumigen Bevölkerungsprojektionen der Gemeinden dienen dazu, unterschiedliche Entwicklungen in der Bevölkerungsstruktur und damit auch in der Zusammensetzung der Bevölkerung erkennen und die Planung darauf abstimmen zu können. Da die regionalen Besonderheiten in den Gemeinden bei der Bevölkerungsprojektion berücksichtigt werden (regionale Wanderungsbewegungen etc.), kann diese auch auf kleinräumiger Ebene präzise durchgeführt werden, soweit die Daten in den Gemeinden vorhanden sind. Die folgende Abbildung gibt eine Übersicht über die relevanten Parameter sowohl für die Bevölkerungsprojektion im Gesamtgebiet als auch für die Bevölkerungsprojektionen in den Gemeinden. Abb. 1.1: Parameter der Bevölkerungsprojektion

Bei der Prognose der Geburtenentwicklung wird für jedes Prognosejahr die Zahl der Frauen mit den altersspezifischen Fruchtbarkeitsziffern bzw. der Geburtenhäufigkeit gewichtet. Dadurch ergeben sich die zu erwartenden Geburtenzahlen in den Prognosejahren unter Berücksichtigung von Wanderungsbewegungen etc. Für die Beurteilung der Entwicklung der Sterblichkeit sind folgende Faktoren von besonderer Bedeutung und gehen in die Berechnung der Bevölkerungsprojektion mit ein:

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 Die Entwicklung der Sterblichkeit in den Geburtsjahrgängen (alters- und geschlechtsspezifische Mortalität)  Die Veränderung der Lebenserwartung  Die spezifische Mortalitätsentwicklung von Zuwandererpopulationen Die folgende Abbildung zeigt die alters- und geschlechtsspezifischen Sterbeziffern, die in die Bevölkerungsprojektion eingegangen sind (Ausgangswerte). Abb. 1.2: Alters- und geschlechtsspezifische Sterbeziffern für den Landkreis Kitzingen

Die alters- und geschlechtsspezifischen Sterbeziffern zeigen einen deutlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Bei den Frauen sind die Werte deutlich niedriger als bei den Männern, was einer höheren Lebenserwartung bei den Frauen entspricht. Die Anzahl der Sterbefälle ergibt sich für die Vorausberechnung aus den Sterbewahrscheinlichkeiten der Bevölkerung im Landkreis Kitzingen bis zum Jahr 2016. Aufgrund der bisherigen Entwicklung der Lebenserwartung unter Berücksichtigung der abgekürzten Sterbetafeln für Bayern wurde für den Zeitraum bis 2036 ein weiterer Rückgang der Sterblichkeit angenommen, so dass die Lebenserwartung bis zum Jahr 2036 um etwa zwei Jahre ansteigen wird. Wanderungen verursachen bedeutende Verschiebungen in der Bevölkerungsstruktur. Gerade auf kleinräumiger Ebene sind Zu- und Abwanderungen entscheidend für

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die Entwicklung der Bevölkerung. Die Wanderungsbewegungen beinhalten folgende Wanderungsarten:  Zuwanderungen in den Landkreis  Abwanderungen über die Grenzen des Landkreises  Binnenzu- und -abwanderung innerhalb des Landkreises (über die Grenzen der Gemeinden) Die Wanderungsbewegungen wurden bis zum Jahr 2016 berücksichtigt (Zu- und Abwanderung, Wanderungssalden 2016). Für den Zeitraum bis zum Jahr 2036 wurde für den Landkreis Kitzingen von je nach Variante unterschiedlich sich entwickelnden Wanderungssalden ausgegangen. Auch die Rahmenbedingungen, die in einer Region herrschen, beeinflussen die Bevölkerungsbewegung nicht unerheblich. Als relevante externe Parameter sind dabei anzusehen:    

Arbeitsmarkt (Indikatoren: offene Stellen, Arbeitslosenquote, Beschäftigte etc.) Bautätigkeit (Baulandzuweisung, Bestand an Wohnungen etc.) Infrastruktur (Verkehrsanbindung etc.) Gesundheitswesen (Versorgungsstruktur etc.)

Die externen Faktoren wirken sich direkt auf die Zu- und Abwanderung aus und indirekt auf die Geburtenzahlen und die Sterbefälle.

1.2.2 Annahmen bei der kleinräumigen Bevölkerungsprojektion Niemand kann mit 100%-iger Sicherheit errechnen, wie sich die Bevölkerung in 5, 10 oder 20 Jahren entwickeln wird. So kann sich z.B. die Zuwanderung aus Krisengebieten nach Deutschland, Bayern bzw. den Landkreis Kitzingen unterschiedlich entwickeln oder eine Wirtschaftskrise kann sich stark auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken. Bei der vorliegenden Bevölkerungsprojektion wurden deshalb drei unterschiedliche Varianten berechnet, um möglicher realistischer Entwicklungen Rechnung zu tragen. Bei der Variante 1 wurden die verwendeten Parameter eher konservativ eingesetzt, d.h. die angenommenen Entwicklungen sind eher an der unteren Grenze dessen, was zu erwarten ist. In Variante 2 werden die aktuellen Werte und Entwicklungen fortgeschrieben. Variante 3 entspricht der positivsten Entwicklung. Die Ausgangsbevölkerung wurde in den drei Varianten vom den Einwohnermeldeämtern der Gemeinden des Landkreises Kitzingen übernommen.

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Die folgende Abbildung zeigt die Parameter der drei Varianten zur kleinräumigen Bevölkerungsprojektion: Abb. 1.3: Varianten der kleinräumigen Bevölkerungsprojektion

Die verwendeten Annahmen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die verwendeten Parameter, wie z.B. die Wanderungsentwicklung. Die Unterschiede bestehen hauptsächlich darin, dass die zweite Variante die aktuelle Situation fortschreibt, und zwar in allen Parametern, auch in den externen Faktoren, die die Mortalität, Fertilität und Migration beeinflussen. Die Variante 1 nimmt eine ungünstigere Entwicklung in den beeinflussenden Faktoren an, so dass sich die Bevölkerungsparameter ebenfalls ungünstig entwickeln. Bei Variante 3 ist das Gegenteil der Fall, es wird eine in allen Faktoren günstigere Entwicklung unterstellt.

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Weitere vorhandene Bevölkerungsprojektionen

1.3.1 Die Projektion des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung In regelmäßigem Abstand veröffentlicht das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung eigene Bevölkerungsprojektionen für Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern. In der Regel unterscheiden sich die Ergebnisse dieser Berechnungen von Berechnungen anderer Quellen mehr oder weniger deutlich. Im Folgenden sind die Ursachen für die unterschiedlichen Ergebnisse dargestellt. Die Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung unterscheiden sich zum Teil bereits in der Ausgangsbevölkerung von den vorliegenden Daten. Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung nimmt als Grundlage der Berechnung die Alters- und Geschlechterstruktur nach einer eigenen Fortschreibung seit der letzten Volkszählung (Zensus 2011, Geburten werden dazu gezählt, Sterbefälle abgezogen, Wanderungssalden addiert) auf der Grundlage der Meldungen der Kommunen. Bei der Zensus-Erhebung wurden die bis dato errechneten Bevölkerungszahlen für die einzelnen Kommunen z.T. deutlich korrigiert, so dass man annehmen kann, dass das bisherige System der Fortschreibung nicht optimal gewesen sein kann. Die Kommunen können sehr zeitnah Abmeldungen und Neuanmeldungen registrieren, allerdings findet zum Teil keine Bereinigung von „Karteileichen“ statt (Umzug über die Landesgrenzen etc.). Aufgrund dessen startet die Berechnung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung bereits auf einem unterschiedlichen Niveau, was auch Auswirkungen auf die Prognose der zukünftigen Geburten etc. hat. Bei der Berechnung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung wurden die Wanderungsströme (Zu- und Wegzugsraten) auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte berücksichtigt. Für die Berechnung auf Gemeindeebene sind allerdings bayernweit Berechnungen auf kleinräumiger Ebene und einer hohen Komplexität der Wanderungsbewegungen (nach Alter etc.) notwendig, so dass eine Projektion auf Gemeindeebene an Grenzen stößt. Für den Landkreis Kitzingen kommt das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung zum Stichtag 31.12.2015 zum Ergebnis, dass bis 2035 die Gesamtbevölkerung auf ca. 89700 leicht ansteigen wird, die größte Reduktion findet in der Altersgruppe zwischen 19 bis unter 25 Jahren statt (von 6300 auf 5000), die größte Zunahme wird für die Altersgruppe von 60 bis unter 75 Jahren ausgewiesen (von

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14200 auf 19500). Das Durchschnittalter steigt von 44,0 Jahren im Jahr 2015 auf 47,6 Jahre im Jahr 2035. 1.3.2 Die Projektion der Bertelsmann-Stiftung Die Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung für den Landkreis Kitzingen sind aufgrund der verwendeten Methode ebenfalls etwas ungenau in Bezug auf die zukünftigen kleinräumigen Wanderungen. So beruhen die Berechnungen z.T. nicht immer auf den aktuell verfügbaren Daten, so dass damit die aktuellsten Entwicklungen nicht berücksichtigt werden können. Sie führen somit zu einem unrealistischen Ergebnis, auch wenn die getroffenen Annahmen aufgrund der Vielzahl der berücksichtigten Faktoren insgesamt ausgleichend wirken, so dass die Berechnung nicht dazu führt, dass große Schwankungen in der Bevölkerung ausgewiesen werden. Auch bei der Bertelsmann-Stiftung werden Berechnungen auf kleinräumiger Ebene nur für Bevölkerungen ab 5000 Einwohner durchgeführt, eine Berechnung auf Gemeindeebene scheidet somit für den Landkreis Kitzingen aus. Die Bertelsmann-Stiftung kommt in ihrer Online-Berechnung („Demographiebericht Kommune: Kitzingen, Landkreis“) zum Ergebnis, dass die Bevölkerung des Landkreises Kitzingen bis zum Jahr 2030 auf 86660 Personen abnehmen wird. Das Durchschnittsalter wird für das Jahr 2030 mit 48,1 Jahren errechnet. 1.3.3 Fazit Die Berechnungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung sowie die Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung können als Anhaltspunkt für Gesamtbayern bzw. für größere Regionen oder Ballungsgebiete oder zum Vergleich der Entwicklung in verschiedenen Gebieten eventuell verwendet werden. Sie müssen aber notwendigerweise gegenüber einer Berechnung, die die kleinräumigen Daten im Detail berücksichtigt, ungenauer sein. Für Berechnungen auf der Ebene von Stadtteilen oder sehr kleinen Gemeinden sind diese Verfahren gänzlich ungeeignet. Entscheidend ist die Aktualität der Daten, da kleinräumig sehr kurzfristig deutliche Änderungen große Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung haben können.

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2. Datengrundlage Im Folgenden werden sowohl Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung als auch Daten der Gemeinden dargestellt, um ein aussagekräftiges Bild des Landkreises Kitzingen zu erhalten. 2.1 Ausgangsbevölkerung Nach den Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung ist die Bevölkerung des Landkreises Kitzingen von 2000 bis zum Jahr 2015 mit Schwankungen in etwa auf dem gleichen Niveau geblieben. Waren es im Jahre 2000 noch 88986 Personen, so liegt die Bevölkerungszahl im Jahr 2015 bei 89.306 Personen. Dies entspricht einem Anstieg um 0,4% innerhalb von 15 Jahren. Abb. 2.1: Entwicklung der Bevölkerung von 2000 bis 2016

Die bei den Einwohnermeldeämtern der Gemeinden des Landkreises Kitzingen gemeldeten Personen erreichten eine Anzahl von 90158 zum Stand 31.12.2016, die registrierten Personen in den Gemeindeverwaltungen liegen in den Jahren nach dem Zensus 2011 über den Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung, das aufgrund der Zensuserhebung eine deutliche Korrektur der Bevölkerungsdaten im Landkreis Kitzingen vornahm. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Bevölkerung in den vergangenen 15 bzw. 16 Jahren nach Gemeinden und unterschieden nach den Daten der Gemeinden und des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung, die zum Zeitpunkt der Berechnung allerdings nur bis zum Jahr 2015 vorlagen.

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Tab. 2.1: Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Landkreises Kitzingen Bayerisches Landesamt für Statistik und Gemeindedaten Datenverarbeitung

Landkreis Kitzingen Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Marktbreit Markt Einersheim Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim

2000 88986 795 2118 1174 961 819 6781 2347 1586 4395 21242 1717 2336 1833 3694 1242 1660 1057 1012 1785 3197 1538 831 3554 876 1097 1346 1275 9511 941 4709 1557

2010 88397 807 1965 1190 1041 828 6967 2380 1620 4403 20705 1614 2292 1879 3573 1165 1787 1015 1014 1746 3189 1699 809 3678 830 1041 1428 1257 9151 967 4764 1593

2013 88097 850 2213 1275 1120 827 6880 2356 1599 4491 20449 1716 2208 1928 3673 1203 1871 1003 992 1714 3104 1707 839 3524 856 1076 1324 1348 8664 998 4719 1570

2014 88492 856 2211 1233 1113 817 6949 2351 1604 4540 20474 1732 2223 1935 3725 1194 1924 1012 994 1730 3127 1722 865 3516 857 1057 1329 1336 8670 1041 4777 1578

2015 2010 89306 88087 851 825 2257 2211 1256 1274 1128 1134 819 846 6968 6936 2416 2338 1606 1635 4584 4502 20756 20248 1734 1646 2202 2302 1950 1921 3834 3604 1187 1203 1939 1813 1067 1027 993 1014 1712 1758 3139 3180 1738 1709 876 843 3574 3536 851 822 1059 1072 1335 1369 1329 1346 8721 8693 1052 976 4775 4671 1598 1633

2013 88367 852 2203 1291 1125 835 6889 2350 1600 4532 20608 1689 2226 1905 3685 1207 1869 1010 1000 1735 3138 1709 839 3522 856 1078 1336 1358 8612 1001 4721 1586

2014 88791 857 2211 1253 1115 826 6971 2350 1604 4583 20652 1706 2247 1912 3747 1199 1931 1007 999 1752 3140 1723 865 3530 853 1056 1341 1348 8602 1045 4779 1587

2015 89924 854 2265 1274 1131 831 6992 2397 1609 4622 21888 1706 2117 1925 3447 1190 1837 992 1002 1663 3343 1738 873 3563 809 1029 1344 1335 8673 1057 4808 1610

Quelle: Daten der Gemeinden des Landkreises Kitzingen, 2010-2017, BLSD 2000-2017, Berechnungen von MODUS 2017

2016 90158 847 2236 1280 1135 831 7067 2420 1592 4644 21314 1729 2181 1917 3751 1279 1963 1047 999 1714 3304 1740 940 3636 823 1034 1356 1303 8656 1071 4719 1630

Abweichung BLSD – Entwicklung Gemeinden in % 2010 – 2013 in % 2010 2013 2015 BLSD Gem. -0,4 0,3 0,7 -0,3 0,3 2,2 0,2 0,4 5,3 3,3 12,5 -0,5 0,4 12,6 -0,4 7,1 1,3 1,4 7,1 1,3 8,9 0,4 0,3 7,6 -0,8 2,2 1,0 1,5 -0,1 -1,3 -0,4 0,1 0,3 -1,2 -0,7 -1,8 -0,3 -0,8 -1,0 0,5 0,9 0,1 0,2 -1,3 -2,1 2,2 0,9 0,8 2,0 0,7 -2,2 0,8 5,5 -1,2 1,8 2,0 -1,6 -1,6 6,3 2,6 0,4 0,8 -3,9 -3,7 -3,3 2,2 -1,2 -1,3 2,6 -0,8 0,9 0,3 -10,1 2,8 2,2 3,3 0,3 0,3 3,3 0,3 1,5 -0,1 -5,3 4,7 3,1 1,2 0,7 -7,0 -1,2 -1,7 0,0 0,8 0,9 -2,2 -1,4 0,7 1,2 -2,9 -1,8 -1,3 -0,3 1,1 6,5 -2,7 -1,3 0,6 0,1 0,0 0,5 0,0 4,2 0,0 -0,3 3,7 -0,5 -3,9 -0,1 -0,3 -4,2 -0,4 -1,0 0,0 -4,9 3,1 4,1 3,0 0,2 -2,8 3,4 0,6 -4,1 0,9 0,7 -7,3 -2,4 7,1 0,7 0,5 7,2 0,9 -5,0 -0,6 -0,6 -5,3 -0,9 0,9 0,3 0,5 3,2 2,6 -2,0 0,0 0,7 -0,9 1,1 2,5 1,0 0,8 -1,4 -2,9

Entwicklung 2013 – 2015 in % BLSD Gem. 1,4 1,8 0,1 0,2 2,0 2,8 -1,5 -1,3 0,7 0,5 -1,0 -0,5 1,3 1,5 2,5 2,0 0,4 0,6 2,1 2,0 1,5 6,2 1,0 1,0 -0,3 -4,9 1,1 1,0 4,4 -6,5 -1,3 -1,4 3,6 -1,7 6,4 -1,8 0,1 0,2 -0,1 -4,1 1,1 6,5 1,8 1,7 4,4 4,1 1,4 1,2 -0,6 -5,5 -1,6 -4,5 0,8 0,6 -1,4 -1,7 0,7 0,7 5,4 5,6 1,2 1,8 1,8 1,5

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2.2 Natalität Geburtenzahlen und Sterbefälle (zusammen „Natalität“) sind neben den Wanderungen wesentliche Faktoren der Bevölkerungsentwicklung. Die Geburtenzahlen sind in den meisten Gebieten Deutschlands seit Anfang der 90er Jahre rückläufig. Die Gründe dafür liegen zum einen im Rückgang der reproduktionsfähigen Frauenjahrgänge, zum anderen im Rückgang der durchschnittlichen Anzahl an Kindern und der Verschiebung der Geburtsplanung in höhere Jahrgangsstufen. Diese Entwicklung kann nur teilweise durch Zuwanderung ausgeglichen werden. Aktuell ist vielfach eine leichte Entspannung bzw. Steigerung bei den Fertilitätsraten erkennbar. Die Entwicklung der Sterblichkeit ist ein wesentlicher Faktor für die ältere Bevölkerung als Zielgruppe der Planung im Bereich Seniorenhilfe. Durch die demografische Entwicklung und die Zunahme der Zahl der älteren Menschen in den kommenden Jahren ist auch mit einer deutlichen Zunahme der Sterbefälle zu rechnen. Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Geburtenzahlen und der Sterbefälle für den Landkreis Kitzingen in den letzten 15 bzw. 16 Jahren. Abb. 2.2: Entwicklung der Geburtenzahlen und Sterbefälle im Landkreis Kitzingen

Im Landkreis Kitzingen ist eine dem bundesdeutschen Trend entsprechende Entwicklung festzustellen. Die Geburtenzahlen sind in den letzten 16 Jahren tendenziell gesunken. In den letzten Jahren ist aber wieder eine leichte Zunahme der Geburtenzahlen zu verzeichnen, das Niveau liegt allerdings noch unter den Zahlen von 2000. Dies trifft nicht nur auf den Gesamtlandkreis zu, sondern auch auf die meisten Gemeinden des Landkreises.

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Tab. 2.2: Geburtenentwicklung in den Gemeinden des Landkreises Kitzingen

Gemeinde

Landkreis Kitzingen Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Marktbreit Markt Einersheim Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim

Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

857 6 25 10 4 8 62 19 21 37 231 11 24 13 36 9 16 12 12 13 32 15 10 31 8 8 12 9 81 9 48 25

794 11 14 16 13 4 53 18 12 42 196 18 14 13 22 11 24 7 10 8 35 16 8 30 1 15 11 8 95 8 47 14

788 7 30 12 7 8 51 29 11 51 174 17 16 20 31 11 15 11 10 18 29 15 4 29 7 9 13 8 96 7 26 16

840 10 21 18 7 10 50 24 16 39 217 9 18 20 27 10 20 12 12 14 31 8 9 32 5 13 10 17 87 7 47 20

776 7 16 12 8 4 65 24 10 33 199 23 18 23 28 6 16 9 14 5 22 14 9 29 4 12 12 13 76 11 36 18

716 9 17 5 12 9 63 25 12 36 166 13 19 17 28 5 22 11 7 12 22 15 5 30 4 12 12 11 63 12 34 8

695 4 15 11 7 9 48 35 11 32 164 11 13 23 18 6 15 9 6 4 24 15 8 29 4 10 15 15 77 13 35 9

695 7 20 13 9 7 57 25 13 26 176 10 9 9 26 9 14 4 11 14 22 16 4 32 3 7 14 13 67 10 42 6

676 7 11 9 11 5 38 19 14 30 184 15 20 13 28 7 19 8 12 8 34 14 2 27 5 11 10 6 65 8 27 9

680 8 20 13 11 6 45 18 18 34 165 9 10 23 31 10 10 9 5 14 21 15 4 32 8 10 9 8 57 6 35 16

608 3 12 9 7 8 52 19 10 33 147 11 14 9 22 12 16 5 6 9 26 12 6 26 2 7 6 9 64 4 30 12

637 3 17 12 9 7 53 19 12 34 177 11 12 10 22 8 10 6 7 5 17 10 5 33 3 9 10 11 45 7 42 11

2012

2013

2014

2015

695 4 22 16 9 7 56 21 17 39 149 7 10 24 24 13 18 7 7 13 31 12 4 29 10 6 13 11 59 11 36 10

718 6 16 22 7 6 66 14 18 44 163 21 13 12 28 14 15 4 10 8 20 10 5 41 10 13 9 11 67 13 28 4

717 3 22 10 10 6 60 24 15 35 161 20 16 18 32 8 25 9 9 13 25 11 8 30 7 5 7 8 61 6 37 16

780 4 13 14 7 10 68 18 21 41 182 13 21 11 38 11 17 5 16 11 27 21 9 24 9 7 16 14 64 12 45 11

2000/ 2015*

‐9,0 ‐33,3 ‐48,0 40,0 75,0 25,0 9,7 ‐5,3 0,0 10,8 ‐21,2 18,2 ‐12,5 ‐15,4 5,6 22,2 6,3 ‐58,3 33,3 ‐15,4 ‐15,6 40,0 ‐10,0 ‐22,6 12,5 ‐12,5 33,3 55,6 ‐21,0 33,3 ‐6,3 ‐56,0

Daten der Gemeinden 2014 2015 2016 2013/ 2016*

717 3 22 11 10 6 60 24 15 35 159 18 16 19 31 8 26 9 8 14 25 9 8 31 7 5 7 8 62 9 36 16

Quelle: Berechnungen von MODUS nach Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung sowie der Gemeinden 2000-2017, * in %

774 4 13 13 7 10 69 18 21 41 179 12 21 11 37 11 17 5 16 11 27 21 9 24 9 7 17 14 62 12 45 11

798 5 21 17 8 6 59 24 21 45 205 27 16 16 29 9 17 9 6 14 21 14 5 41 5 5 14 7 67 14 39 12

11,3 66,7 -4,5 54,5 -20,0 0,0 -1,7 0,0 40,0 28,6 28,9 50,0 0,0 -15,8 -6,5 12,5 -34,6 0,0 -25,0 0,0 -16,0 55,6 -37,5 32,3 -28,6 0,0 100,0 -12,5 8,1 55,6 8,3 -25,0

Tab. 2.3:

15

15

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Entwicklung der Sterbefälle in den Gemeinden des Landkreises Kitzingen

Gemeinde

Landkreis Kitzingen Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Marktbreit Markt Einersheim Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim

Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

920 6 14 9 8 9 110 15 9 44 251 11 19 20 65 12 14 8 8 17 23 12 3 27 8 7 10 10 92 8 60 11

936 8 13 5 9 8 89 17 10 47 276 13 20 28 68 8 19 8 11 10 24 12 5 25 6 6 17 12 92 7 51 12

944 4 14 5 3 7 93 20 15 50 276 16 17 24 64 9 15 10 7 10 18 9 10 29 11 3 6 15 104 7 60 13

892 7 14 5 4 9 97 15 11 48 234 12 21 18 65 7 14 10 12 13 31 10 4 22 11 14 10 6 91 5 58 14

798 4 14 10 5 8 84 18 9 35 215 14 18 21 60 9 16 8 10 11 22 7 8 20 9 5 8 10 75 9 46 10

931 6 17 7 10 9 100 14 12 38 265 9 19 26 50 6 16 10 13 8 32 9 9 22 8 18 12 11 91 8 58 18

823 6 16 8 7 6 78 16 10 38 236 6 15 18 62 7 12 7 6 13 21 7 9 17 6 9 10 6 93 5 56 17

882 5 15 5 13 3 99 21 6 51 239 10 25 18 64 6 17 10 3 15 18 11 7 24 5 12 16 4 80 10 59 11

836 6 14 13 7 4 96 22 5 38 229 13 11 18 48 12 14 9 6 17 25 11 3 21 8 7 6 8 92 9 49 15

896 5 16 12 7 7 89 17 11 28 245 15 17 30 64 12 15 9 8 20 21 10 10 27 5 16 14 5 87 5 58 11

925 7 14 6 10 5 103 13 13 45 262 10 26 31 49 12 17 10 7 14 31 12 6 26 7 8 10 10 93 13 45 10

902 8 17 6 8 9 90 19 13 38 249 13 21 33 52 6 7 8 12 16 28 13 9 23 7 8 11 7 99 13 53 6

2012

2013

2014

952 5 12 5 13 9 84 22 9 52 270 10 18 27 70 16 14 13 3 17 30 11 5 26 4 8 17 13 94 5 58 12

945 5 11 8 7 11 92 22 11 38 271 13 28 30 58 10 19 7 6 17 32 13 4 28 10 13 10 6 94 14 48 9

893 8 21 13 14 7 69 20 11 32 231 15 20 35 51 14 15 11 7 14 17 13 9 26 9 12 12 8 105 8 49 17

2015

Daten der Gemeinden 2000/ 2014 2015 2016 2013/ 2015* 2016*

1020 10,9 8 33,3 12 ‐14,3 11 22,2 7 ‐12,5 5 ‐44,4 95 ‐13,6 22 46,7 12 33,3 35 ‐20,5 283 12,7 19 72,7 26 36,8 38 90,0 1,5 66 9 ‐25,0 18 28,6 11 37,5 0,0 8 15 ‐11,8 29 26,1 ‐8,3 11 10 233,3 34 25,9 5 ‐37,5 16 128,6 13 30,0 7 ‐30,0 104 13,0 7 ‐12,5 70 16,7 14 27,3

917 9 21 13 15 7 73 20 11 32 234 15 23 35 51 14 15 11 8 14 19 14 9 27 9 12 14 8 108 8 51 17

Quelle: Berechnungen von MODUS nach Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung sowie der Gemeinden 2000-2017, * in %

1043 8 14 14 9 5 92 22 13 37 280 21 26 39 68 9 19 11 3 16 33 11 10 38 5 16 14 6 109 7 72 16

8,7 997 13 44,4 24 14,3 -7,7 12 5 -66,7 0,0 7 88 20,5 18 -10,0 17 54,5 56 75,0 265 13,2 6,7 16 16 -30,4 31 -11,4 67 31,4 10 -28,6 17 13,3 6 -45,5 9 12,5 18 28,6 40 110,5 11 -21,4 0,0 9 0,0 27 6 -33,3 14 16,7 -7,1 13 17 112,5 84 -22,2 5 -37,5 63 23,5 13 -23,5

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

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Die Sterbefälle nehmen zu. Waren nach 920 Sterbefällen im Jahr 2000 zwischenzeitlich 798 Sterbefälle im Jahr 2004 zu verzeichnen, so liegt die Zahl der Sterbefälle aktuell höher als 2000 bei 997 Sterbefällen nach Angaben der Gemeinden. Im Jahr 2015 war ein bisheriges Maximum an Sterbefällen zu verzeichnen, nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 1020 Sterbefälle, nach Angaben der Gemeinden 1043 Sterbefälle. Aufgrund der Bevölkerungsstruktur sind in den kommenden Jahren wiederum deutliche Zuwächse bei den Sterbefällen zu erwarten. Auch in vielen Gemeinden des Landkreises Kitzingen hat die Zahl der Sterbefälle seit dem Jahr 2000 stark zugenommen. Der Natalitätssaldo, der angibt, ob es einen Überhang an Geburten oder Sterbefällen gibt, zeigt, dass im Landkreis Kitzingen seit dem Jahr 2000 mehr Sterbefälle als Geburten zu verzeichnen sind, wie dies in der folgenden Abbildung erkennbar ist. Abb. 2.3: Natalitätssaldo im Landkreis Kitzingen

Aufgrund der steigenden Anzahl an Sterbefällen, die in den nächsten Jahren zu erwarten sind, wird der Natalitätssaldo auch in den kommenden Jahren negativ sein, d.h. es wird auch in Zukunft mehr Sterbefälle als Geburten im Landkreis Kitzingen geben.

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

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2.3 Migration Die Entwicklung der Wanderungen ist nicht nur für die zukünftige Gesamtbevölkerungszahl relevant, durch Zu- und Abwanderung verändert sich auch die Bevölkerungszahl künftiger Generationen und die Entwicklung der älteren Menschen nachhaltig. Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Zu- und Abwanderungen für den Landkreis Kitzingen in den Jahren 2000 bis 2016. Abb. 2.4: Zu- und Fortzüge im Landkreis Kitzingen 2000 bis 2016

In den letzten 16 Jahren sind sowohl die Zahl der Zuzüge in den Landkreis Kitzingen als auch die Zahl der Fortzüge aus dem Landkreis Kitzingen Schwankungen unterworfen. In den letzten Jahren seit 2010 ist ein deutlicher Anstieg der Zahl der Zuzüge festzustellen. Die Fortzüge haben sich im Vergleich der Jahre von 2000 bis 2016 ebenfalls erhöht auf einen aktuellen Rekordstand von 6112 Fortzügen, wenn man die Daten der Gemeinden als Grundlage betrachtet. Insgesamt sind in den Jahren seit 2000 ca. 5300 Personen in den Landkreis Kitzingen mehr zu- als abgewandert. Dies entspricht einem Anteil von ca. 6% der Bevölkerung. Auch in die Gemeinden des Landkreises ist eine mehr oder weniger große Zuwanderung zu verzeichnen.

18

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MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Tab. 2.4: Entwicklung der Wanderungen in den Gemeinden des Landkreises Kitzingen – Zuzüge Gemeinde

Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

2012

2013

2014

2015

Landkreis Kitzingen Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Marktbreit Markt Einersheim Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim

5130 4900 68 19 113 159 106 81 37 54 28 28 405 332 125 134 75 69 206 216 1321 1300 183 131 111 140 102 96 380 372 67 62 82 94 38 28 35 35 92 83 151 142 104 104 52 42 192 154 79 61 33 38 36 56 61 72 467 392 44 50 255 298 82 58

5315 53 192 92 63 34 348 203 65 236 1381 87 108 164 412 57 118 57 27 78 129 93 53 159 50 51 65 59 433 43 330 75

5543 52 226 86 69 41 339 223 83 245 1355 124 118 154 448 92 129 48 29 104 146 89 42 166 76 47 44 84 412 69 355 48

5945 54 262 82 70 24 460 199 87 243 1437 134 156 189 425 70 141 79 28 102 178 106 64 168 69 23 58 64 440 101 355 77

6897 46 353 124 83 46 440 261 103 240 1640 157 134 248 571 57 141 133 35 98 180 111 78 261 72 48 62 54 567 106 355 93

5052 41 219 84 61 28 359 143 81 218 1285 104 82 90 433 37 107 18 39 123 100 89 58 163 78 67 76 82 388 44 301 54

4755 36 234 75 109 39 379 108 81 146 1047 95 84 111 364 58 112 39 30 112 123 89 64 148 74 58 74 79 434 51 247 55

4891 49 230 83 72 51 317 114 72 174 1141 106 123 129 339 73 115 34 25 96 168 69 52 221 92 44 41 50 377 42 314 78

5122 38 323 83 68 30 343 146 129 185 1188 103 135 117 371 45 95 42 26 112 118 118 30 232 113 36 49 92 345 54 283 73

5088 38 292 94 65 32 355 131 123 173 1193 100 123 142 317 63 92 41 31 91 143 120 60 207 81 43 57 112 396 38 287 48

5107 60 204 103 85 45 381 143 144 214 1289 92 135 151 286 58 106 32 29 51 126 130 49 184 83 41 46 70 375 47 283 65

4843 4933 47 80 201 145 118 95 66 53 35 36 355 312 114 120 106 83 203 191 1148 1283 68 78 128 128 97 120 392 398 91 61 89 106 23 24 28 30 70 80 119 104 110 119 51 42 163 156 96 66 38 34 43 80 87 70 377 390 51 39 282 335 47 75

4674 32 130 98 57 62 371 103 80 197 1179 69 94 125 276 66 109 25 29 73 173 79 43 155 49 50 51 63 415 51 316 54

5309 50 182 105 49 37 335 140 72 207 1291 150 93 157 540 84 102 39 38 86 179 75 51 187 81 41 50 51 354 77 356 50

Daten der Gemeinden 2000/ 2014 2015 2016 2013/ 2015* 2016* 5219 48 217 94 66 37 364 150 91 206 1280 111 118 137 395 65 109 44 31 91 142 100 52 182 76 43 56 72 410 57 310 65

5028 43 277 86 71 19 457 201 80 245 1501 130 151 194 k. A. 67 k. A. k. A. 28 k. A. 181 109 50 179 k. A. k. A. 56 60 421 96 247 79

7020 45 355 114 82 43 425 261 93 242 1781 155 134 235 583 60 143 135 37 93 174 113 72 254 74 49 59 54 583 99 371 102

7393 48 305 96 107 68 460 267 49 221 1765 176 117 197 794 92 255 136 51 186 170 106 59 303 110 68 58 64 529 96 327 113

6480 45 312 99 87 43 447 243 74 236 1682 154 134 209 n.e. 73 n.e. n.e. 39 n.e. 175 109 60 245 n.e. n.e. 58 59 511 97 315 98

Quelle: Berechnungen von MODUS nach Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung sowie der Gemeinden 2000-2017, * durchschnittliche Anzahl pro Jahr

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

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In den einzelnen Gemeinden verläuft die Entwicklung der Zuwanderungen sehr unterschiedlich. Während in manchen Gemeinden eher gleichmäßige und geringere Schwankungen zu verzeichnen sind (z.B. Mainstockheim, Nordheim), kommen in anderen Gemeinden Schwankungen um 100% oder mehr von einem Jahr zum nächsten vor (z.B. Abtswind, Martinsheim). Die deutliche Zunahme insgesamt auch aufgrund der Flüchtlingswanderungen hat nicht in allen Gemeinden des Landkreises gleichmäßig zu Zuzügen geführt. Die absolut gesehen meisten Zuwanderer sind im Jahr 2016 nach Angaben der Gemeinden in der Stadt Kitzingen, in Marktbreit und Volkach zu finden. Die Entwicklung der Abwanderungen in den einzelnen Gemeinden des Landkreises Kitzingen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

20

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MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Tab. 2.5: Entwicklung der Wanderungen in den Gemeinden des Landkreises Kitzingen – Fortzüge Gemeinde

Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

2012

2013

2014

2015

Landkreis Kitzingen Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Marktbreit Markt Einersheim Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim

4811 4640 56 33 156 221 93 81 57 43 45 34 348 298 105 135 81 88 189 186 1191 1108 119 166 133 119 97 98 355 310 69 81 73 77 50 34 25 32 97 94 151 133 75 70 32 39 230 128 69 80 46 51 54 40 58 63 421 445 42 39 230 255 64 59

4921 35 170 87 48 31 355 205 88 194 1196 95 115 97 418 56 110 44 42 75 145 87 52 184 40 46 62 61 342 46 311 84

5126 38 228 71 50 31 310 211 100 255 1206 114 125 166 364 94 103 47 41 87 159 81 47 186 66 39 61 60 379 39 305 63

5382 43 266 120 73 33 382 208 86 198 1346 123 137 165 354 73 99 68 28 85 163 89 37 180 66 35 48 76 391 56 286 68

5848 47 308 105 68 49 393 192 110 202 1260 149 150 206 436 66 126 72 44 111 166 105 66 193 82 37 59 68 476 100 332 70

4665 49 194 89 70 36 285 101 86 167 1068 137 118 94 367 55 81 39 42 102 112 94 59 209 72 56 51 72 422 34 251 53

4539 36 243 90 68 31 294 110 98 167 1077 74 91 100 347 71 83 25 31 99 123 108 58 163 72 61 52 85 347 49 239 47

4843 40 306 91 58 40 268 129 56 191 1221 94 123 112 322 59 106 30 19 78 146 74 51 218 93 59 38 75 393 36 265 52

4931 33 223 81 51 34 282 140 78 208 1380 109 128 107 315 74 78 34 31 89 125 87 58 168 99 53 61 84 380 53 234 54

5084 36 396 92 74 35 290 151 125 156 1296 95 114 111 302 72 74 31 27 93 127 89 46 178 100 43 47 133 415 48 235 53

5006 40 240 87 70 47 310 139 134 212 1119 131 140 117 316 86 90 51 37 87 166 73 54 180 79 50 47 88 445 32 278 61

4999 5003 45 101 199 165 101 123 77 63 36 44 295 280 117 116 116 88 207 189 1234 1196 109 74 104 108 104 135 412 369 57 83 112 110 31 33 25 24 89 95 130 132 101 122 43 41 172 159 93 60 48 52 29 67 78 60 432 408 52 50 294 389 57 67

4648 31 131 105 53 46 310 148 90 163 1207 78 133 92 271 52 103 34 42 79 153 90 51 146 61 40 62 78 408 56 270 65

5036 49 169 108 58 45 318 131 78 215 1086 88 121 140 433 80 76 55 21 109 192 85 46 183 73 47 62 57 437 77 324 73

Daten der Gemeinden 2000/ 2014 2015 2016 2013/ 2015* 2016* 4968 45 226 95 61 39 314 146 94 194 1199 110 122 121 356 71 94 42 32 92 145 89 49 180 75 48 53 75 409 51 281 62

4374 39 231 121 80 28 378 202 76 207 1262 109 138 163 k. A. k. A. k. A. k. A. 30 k. A. 140 91 29 173 k. A. k. A. 48 71 379 49 269 61

5664 38 312 101 68 41 398 193 102 207 1109 155 148 214 451 71 138 79 42 109 169 108 57 201 75 39 59 67 458 88 301 66

6112 44 303 101 107 43 364 248 77 193 1379 155 150 177 569 72 127 102 52 93 200 99 56 237 86 49 46 76 417 92 280 118

5383 40 282 108 85 37 380 214 85 202 1250 140 145 185 n.e. n.e. n.e. n.e. 41 n.e. 170 99 47 204 n.e. n.e. 51 71 418 76 283 82

Quelle: Berechnungen von MODUS nach Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung sowie der Gemeinden 2000-2017, * durchschnittliche Anzahl pro Jahr

 

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

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Die Abwanderungen aus den Gemeinden des Landkreises Kitzingen haben insgesamt von 2000 bis 2016 deutlich zugenommen. In den einzelnen Gemeinden verläuft die Entwicklung der Abwanderungen unterschiedlich. Auch bei den Abwanderungen gibt es wie bei den Zuwanderungen Gemeinden mit eher gleichmäßigen und geringeren Schwankungen (z.B. Obernbreit, Willanzheim), während in anderen Gemeinden größere Schwankungen von einem Jahr zum nächsten stattgefunden haben (z.B. Kleinlangheim, Martinsheim, Sommerach).

Betrachtet man die Differenz von Zu- und Wegzügen, so ergibt sich der Wanderungssaldo, der anzeigt, ob es eine Nettozu- oder Nettoabwanderung gibt. Abb. 2.5: Wanderungssaldo für den Landkreis Kitzingen

In den letzten Jahren gab es beim Wanderungssaldo ebenfalls größere Schwankungen, von 387 Personen Nettozuwanderung im Jahr 2002 bis hin zu -156 Personen Nettoabwanderung im Jahre 2008. Aktuell ist im Landkreis Kitzingen eine Nettozuwanderung von 1271 Fällen im Jahr 2016 nach Angaben der Gemeinden zu verzeichnen. Insgesamt sind seit dem Jahr 2000 ca. 5300 Personen mehr zu- als weggezogen, was einer durchschnittlichen Nettozuwanderung von mehr als 310 Personen pro Jahr entspricht.

Tab. 2.6:

22

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MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Entwicklung der Wanderungen in den Gemeinden des Landkreises Kitzingen – Wanderungssaldo

Gemeinde

Landkreis Kitzingen Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Marktbreit Markt Einersheim Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim

Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

319 12 -43 13 -20 -17 57 20 -6 17 130 64 -22 5 25 -2 9 -12 10 -5 0 29 20 -38 10 -13 -18 3 46 2 25 18

260 -14 -62 0 11 -6 34 -1 -19 30 192 -35 21 -2 62 -19 17 -6 3 -11 9 34 3 26 -19 -13 16 9 -53 11 43 -1

387 -8 25 -5 -9 -8 74 42 -5 51 217 -33 -36 -4 66 -18 26 -21 -3 21 -12 -5 -1 -46 6 11 25 10 -34 10 50 1

216 0 -9 -15 41 8 85 -2 -17 -21 -30 21 -7 11 17 -13 29 14 -1 13 0 -19 6 -15 2 -3 22 -6 87 2 8 8

48 191 4 9 5 2 -76 100 -104 -8 2 2 14 17 -9 11 -4 -3 49 61 65 -15 6 -20 16 51 -2 -17 -23 17 -80 -192 -103 12 -6 5 0 7 9 17 10 31 17 56 15 14 -29 -9 9 17 18 4 8 10 6 -5 4 18 23 -2 22 -7 16 -5 31 31 1 -28 14 3 64 29 -1 14 -19 -15 -17 0 3 -12 10 -25 8 -21 -16 -35 -19 6 1 -10 49 49 52 26 19 -5

101 -156 20 2 -36 2 16 17 15 -11 -2 -1 71 60 4 -3 10 -10 2 -4 170 -86 -39 -41 -5 24 34 -7 -30 -20 -28 34 16 -23 -19 -8 -8 3 -36 -19 -40 -11 57 9 -5 8 4 -9 4 3 -9 -10 -1 14 -18 9 -70 -55 15 -1 5 -12 4 -10

-70 -21 -20 -28 -10 -8 32 4 -5 2 87 4 20 -15 29 -22 -4 -9 6 -15 -28 -3 1 -3 6 -18 13 10 -18 -11 -54 8

26 1 -1 -7 4 16 61 -45 -10 34 -28 -9 -39 33 5 14 6 -9 -13 -6 20 -11 -8 9 -12 10 -11 -15 7 -5 46 -11

273 1 13 -3 -9 -8 17 9 -6 -8 205 62 -28 17 107 4 26 -16 17 -23 -13 -10 5 4 8 -6 -12 -6 -83 0 32 -23

2012

2013

2014

394 18 22 5 15 3 -7 -2 -23 42 185 -8 -7 67 -6 1 8 13 -15 3 -16 6 1 -25 10 5 3 -2 91 -3 19 -9

417 14 -2 15 19 10 29 12 -17 -10 149 10 -7 -12 84 -2 26 1 -12 17 -13 8 -5 -20 10 8 -17 24 33 30 50 -15

563 11 -4 -38 -3 -9 78 -9 1 45 91 11 19 24 71 -3 42 11 0 17 15 17 27 -12 3 -12 10 -12 49 45 69 9

2015

1049 -1 45 19 15 -3 47 69 -7 38 380 8 -16 42 135 -9 15 61 -9 -13 14 6 12 68 -10 11 3 -14 91 6 23 23

Daten der Gemeinden 2000/ 2014 2015 2016 2013/ 2015* 2016*

251 3 -9 -1 5 -1 51 4 -3 12 80 2 -4 16 40 -5 15 1 -1 -1 -3 11 3 2 1 -4 3 -3 1 6 28 3

587 1356 1281 1075 5 4 7 4 30 46 43 2 -9 -35 13 -5 2 -9 14 0 6 -9 2 25 67 79 27 96 29 -1 68 19 -11 4 -9 -28 34 38 35 28 239 672 386 432 14 21 0 21 -11 13 -14 -33 24 31 21 20 k.A. 132 225 n.e. k.A. -11 20 n.e. k.A. 5 128 n.e. k.A. 56 34 n.e. -3 -2 -5 -1 k.A. -16 93 n.e. 5 41 5 -30 10 18 5 7 13 21 15 3 42 6 53 66 k.A. -1 24 n.e. k.A. 10 19 n.e. 7 8 0 12 -12 -11 -13 -12 93 42 125 112 21 47 11 4 32 -22 70 47 16 18 36 -5

Quelle: Berechnungen von MODUS nach Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung sowie der Gemeinden 2000-2017, * durchschnittliche Anzahl pro Jahr

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

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Die Schwankungen des Wanderungssaldos im Gesamtlandkreis zeigen sich auch bei den einzelnen Gemeinden mehr oder weniger deutlich. In den meisten Gemeinden sind deutliche Schwankungen zu verzeichnen (z.B. Iphofen, Sommerach, Albertshofen, Kitzingen). Die durchschnittlichen jährlichen Wanderungssalden reichen in den Gemeinden von +80 Personen Netto-Zugewinn in der Stadt Kitzingen bis zu -9 Personen langfristiger durchschnittlicher jährlicher Netto-Verlust in Albertshofen. Um zu erkennen, wer zu- bzw. wegzieht, zeigt die folgende Abbildung die Struktur der Zu- und Abwanderungen der letzten drei Jahre nach Altersgruppen. Abb. 2.6: Wanderungen nach Altersgruppen

In den letzten drei Jahren hat vor allem in der Altersgruppe zwischen 18 bis unter 30 Jahren eine deutliche Zuwanderung stattgefunden. In dieser Altersgruppe findet allerdings auch der größte Anteil an Abwanderungen statt. In den letzten Jahren ist der Anteil der unter 18-Jährigen an den Zuwanderungen gestiegen, während der Anteil der Abwanderungen in dieser Altersgruppe nach einem Rückgang im Jahr 2015 aktuell wieder auf dem Niveau von 2014 liegt. Im Jahr 2016 ist der Anteil der 50 bis unter 65-Jährigen deutlich gestiegen. 2.4 Gesamtentwicklung Fasst man Geburten, Sterbefälle und Wanderungen zusammen, so errechnet sich der Gesamtsaldo für den Landkreis Kitzingen, der angibt, um wie viele Personen sich die Bevölkerungszahl Jahr für Jahr ändert.

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

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Abb. 2.7: Gesamtsaldo von 2000 bis 2016

Nach Bevölkerungsgewinnen in den Jahren 2000 bis 2004 war der Gesamtsaldo bis zum Jahr 2010 negativ. Der Tiefststand wurde im Jahr 2008 mit -316 Personen erreicht. Seitdem ist eine zunehmend deutliche Entspannung zu verzeichnen. Aktuell sind mehr als 1000 Personen mehr als im Vorjahr im Landkreis Kitzingen der Bevölkerung zuzurechnen (nach den Angaben der Gemeinden). 2.5 Die Bevölkerungsparameter des Landkreises Kitzingen im bayerischen Vergleich Die folgende Tabelle zeigt den Anteil an der Bevölkerung der Parameter Geburten, Sterbefälle und Wanderungen für die bayerischen Städte und Landkreise. In Bayern insgesamt liegt der Anteil der Geburten an der Gesamtbevölkerung bei 0,92, d.h., die Geburten machen einen Anteil von 0,92% an der Bevölkerung aus. Je höher der Anteil der Geburten ist, desto mehr Kinder und Jugendliche finden sich in diesem Gebiet und desto ausgewogener ist die Bevölkerungsstruktur. Umgekehrt gilt für die Sterbefälle, je weniger, desto besser, da bei vielen Sterbefällen die Bevölkerung insgesamt schneller schrumpft. Der Wanderungssaldo an der Bevölkerung kann, anders als bei den Geburten und Sterbefällen, auch negativ sein, wenn eine Nettoabwanderung stattfindet. Je höher die Nettozuwanderung ausfällt, desto besser ist es für eine Kommune aus bevölkerungsstruktureller Sicht, da durch Zuwanderung ein eventuell vorhandener Sterbeüberschuss kompensiert werden kann.

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MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Bayern Ingolstadt (Krfr.St) München, Landeshauptstadt Rosenheim (Krfr.St) Altötting (Lkr) Berchtesgadener Land (Lkr) Bad Tölz-Wolfratshausen (Lkr) Dachau (Lkr) Ebersberg (Lkr) Eichstätt (Lkr) Erding (Lkr) Freising (Lkr) Fürstenfeldbruck (Lkr) Garmisch-Partenkirchen (Lkr) Landsberg am Lech (Lkr) Miesbach (Lkr) Mühldorf a.Inn (Lkr) München (Lkr) Neuburg-Schrobenhausen (Lkr) Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr) Rosenheim (Lkr) Starnberg (Lkr) Traunstein (Lkr) Weilheim-Schongau (Lkr) Landshut (Krfr.St) Passau (Krfr.St) Straubing (Krfr.St) Deggendorf (Lkr) Freyung-Grafenau (Lkr) Kelheim (Lkr) Landshut (Lkr) Passau (Lkr) Regen (Lkr) Rottal-Inn (Lkr) Straubing-Bogen (Lkr) Dingolfing-Landau (Lkr) Amberg (Krfr.St) Regensburg (Krfr.St) Weiden i.d.OPf. (Krfr.St) Amberg-Sulzbach (Lkr) Cham (Lkr) Neumarkt i.d.OPf. (Lkr) Neustadt a.d.Waldnaab (Lkr) Regensburg (Lkr) Schwandorf (Lkr) Tirschenreuth (Lkr) Bamberg (Krfr.St) Bayreuth (Krfr.St) Coburg (Krfr.St) Hof (Krfr.St)

12843514  133536  132438  1220  1450381  11139  61844  578  108485  1298  103907  1218  124930  1276  149370  1286  137421  1210  128805  1187  133747  1098  173225  1388  213481  1992  87385  1064  117657  1069  98286  1045  112034  1333  340003  3125  94654  958  124128  1090  256074  2589  133621  1260  174162  2012  132906  1392  69211  816  50566  619  46806  569  116596  1352  78122  951  118965  1195  154577  1465  188336  2134  76812  993  119218  1432  98806  960  94104  958  41861  563  145465  1387  42055  535  103568  1262  126359  1461  130385  1368  95078  1148  189390  1798  144864  1677  73314  1003  73331  876  72148  858  41257  565  44660  605 

1,04  0,92  0,77  0,93  1,20  1,17  1,02  0,86  0,88  0,92  0,82  0,80  0,93  1,22  0,91  1,06  1,19  0,92  1,01  0,88  1,01  0,94  1,16  1,05  1,18  1,22  1,22  1,16  1,22  1,00  0,95  1,13  1,29  1,20  0,97  1,02  1,34  0,95  1,27  1,22  1,16  1,05  1,21  0,95  1,16  1,37  1,19  1,19  1,37  1,35 

  118228  10  1449  1  17009  14  647  72  948  64  916  33  1132  4  1427  6  1262  11  1325  3  1297  2  1779  13  1923  77  711  7  1000  40  856  69  961  9  3339  29  892  5  1173  28  2224  16  1104  58  1498  37  1194  66  644  79  369  75  412  62  1023  76  615  27  1029  17  1460  54  1499  86  637  73  1038  22  817  32  771  89  351  19  1498  82  348  78  808  59  1048  38  1211  74  771  18  1737  60  1188  92  552  70  669  68  555  93  335  91  398 

G/Bev  2015 

0,92  1,09  1,17  1,05  0,87  0,88  0,91  0,96  0,92  1,03  0,97  1,03  0,90  0,81  0,85  0,87  0,86  0,98  0,94  0,94  0,87  0,83  0,86  0,90  0,93  0,73  0,88  0,88  0,79  0,86  0,94  0,80  0,83  0,87  0,83  0,82  0,84  1,03  0,83  0,78  0,83  0,93  0,81  0,92  0,82  0,75  0,91  0,77  0,81  0,89 

  2  1  4  49  43  31  16  26  7  13  8  33  77  61  51  60  12  19  17  54  74  58  35  22  92  44  46  83  55  18  82  71  53  73  76  64  6  72  85  70  23  79  27  75  90  28  87  78  39 

Wande‐ rungs‐ saldo  2015 

163960  1118  14590  866  1347  1219  1711  2899  2449  1473  1686  2395  3219  1791  1598  1687  2090  6888  1207  2429  4531  1878  2663  1898  1838  849  933  1199  527  2625  2746  2661  892  1435  976  831  539  3038  416  987  921  1548  239  2216  1730  504  1568  854  422  527 

WS/B ev  2015 

1,28  0,84  1,01  1,40  1,24  1,17  1,37  1,94  1,78  1,14  1,26  1,38  1,51  2,05  1,36  1,72  1,87  2,03  1,28  1,96  1,77  1,41  1,53  1,43  2,66  1,68  1,99  1,03  0,67  2,21  1,78  1,41  1,16  1,20  0,99  0,88  1,29  2,09  0,99  0,95  0,73  1,19  0,25  1,17  1,19  0,69  2,14  1,18  1,02  1,18 

Rang 

S/Bev  2015 

Gebur‐ ten  2015 

Rang 

Bev.  31.12.2015 

Sterbe‐ fälle  2015 

Rang 

Tab. 2.7: Bevölkerungsparameter des Landkreises Kitzingen im bayerischen Vergleich

  75  68  32  48  59  36  12  16  63  47  35  26  7  37  20  14  9  43  11  18  31  24  29  2  22  10  66  83  3  17  30  61  52  70  74  41  5  69  72  81  54  95  60  53  82  4  55  67  56 

Bamberg (Lkr) Bayreuth (Lkr) Coburg (Lkr) Forchheim (Lkr) Hof (Lkr) Kronach (Lkr) Kulmbach (Lkr) Lichtenfels (Lkr) Wunsiedel i.Fichtelgebirge (Lkr) Ansbach (Krfr.St) Erlangen (Krfr.St) Fürth (Krfr.St) Nürnberg (Krfr.St) Schwabach (Krfr.St) Ansbach (Lkr) Erlangen-Höchstadt (Lkr) Fürth (Lkr) Nürnberger Land (Lkr) Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim (Lkr) Roth (Lkr) Weißenburg-Gunzenhausen (Lkr) Aschaffenburg (Krfr.St) Schweinfurt (Krfr.St) Würzburg (Krfr.St) Aschaffenburg (Lkr) Bad Kissingen (Lkr) Rhön-Grabfeld (Lkr) Haßberge (Lkr) Kitzingen (Lkr) Miltenberg (Lkr) Main-Spessart (Lkr) Schweinfurt (Lkr) Würzburg (Lkr) Augsburg (Krfr.St) Kaufbeuren (Krfr.St) Kempten (Allgäu) (Krfr.St) Memmingen (Krfr.St) Aichach-Friedberg (Lkr) Augsburg (Lkr) Dillingen a.d.Donau (Lkr) Günzburg (Lkr) Neu-Ulm (Lkr) Lindau (Bodensee) (Lkr) Ostallgäu (Lkr) Unterallgäu (Lkr) Donau-Ries (Lkr) Oberallgäu (Lkr)

Gebur‐ ten  2015 

G/Bev  2015 

Rang 

S/Bev  2015 

Rang 

Bev.  31.12.2015 

Sterbe‐ fälle  2015 

Wande‐ rungs‐ saldo  2015 

WS/B ev  2015 

Rang 

26

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

145570  104306  86599  114834  96429  67916  72468  66655  73185  41159  108336  124171  509975  40428  181314  134136  114291  167643 

1558  1315  1111  1165  1402  918  932  869  1176  489  1108  1235  5780  496  2023  1333  1292  1943 

1,07  1,26  1,28  1,01  1,45  1,35  1,29  1,30  1,61  1,19  1,02  0,99  1,13  1,23  1,12  0,99  1,13  1,16 

45  81  84  30  95  90  85  87  96  67  34  26  55  80  50  25  53  61 

1276  779  661  1015  662  475  460  535  505  380  1130  1319  5148  378  1610  1168  986  1400 

0,88  0,75  0,76  0,88  0,69  0,70  0,63  0,80  0,69  0,92  1,04  1,06  1,01  0,93  0,89  0,87  0,86  0,84 

47  91  88  42  95  93  96  80  94  25  5  3  9  21  40  52  56  69 

1141  220  327  1077  563  359  384  440  444  1239  1875  2520  8622  583  2299  1460  694  2248 

0,78  0,21  0,38  0,94  0,58  0,53  0,53  0,66  0,61  3,01  1,73  2,03  1,69  1,44  1,27  1,09  0,61  1,34 

98751  125140 

1129  1338 

1,14  57  1,07  44 

863  1000 

0,87  48  0,80  81 

1202  1583 

1,22  49  1,26  46 

93342  68986  51969  124873  173695  103106  79723  84581  89306  128446  126123  114813  160427  286374  42731  66947  42841  130916  245600  94575  123153  170309  80429  137709  140419  131345  152672 

1100  762  754  1378  1787  1383  1017  898  1020  1373  1509  1222  1472  3054  481  731  482  1230  2498  917  1222  1589  942  1364  1531  1263  1568 

1,18  1,10  1,45  1,10  1,03  1,34  1,28  1,06  1,14  1,07  1,20  1,06  0,92  1,07  1,13  1,09  1,13  0,94  1,02  0,97  0,99  0,93  1,17  0,99  1,09  0,96  1,03 

786  606  480  1206  1354  807  666  709  780  1086  958  989  1447  2846  389  662  411  1225  2171  792  1100  1518  731  1239  1260  1100  1311 

0,84  0,88  0,92  0,97  0,78  0,78  0,84  0,84  0,87  0,85  0,76  0,86  0,90  0,99  0,91  0,99  0,96  0,94  0,88  0,84  0,89  0,89  0,91  0,90  0,90  0,84  0,86 

1128  930  610  787  1321  770  392  617  1049  776  757  1294  1177  5286  802  1385  706  1589  3203  1216  1429  2478  1214  1922  1951  1293  1945 

1,21  1,35  1,17  0,63  0,76  0,75  0,49  0,73  1,17  0,60  0,60  1,13  0,73  1,85  1,88  2,07  1,65  1,21  1,30  1,29  1,16  1,46  1,51  1,40  1,39  0,98  1,27 

65  49  94  48  36  88  83  39  56  43  71  41  8  42  52  47  51  15  31  21  24  12  63  23  46  20  35 

Quelle: BLSD 2016, Stand: 31.12.2015, Berechnung und Darstellung MODUS 2017

63  45  24  14  86  84  68  65  50  62  89  57  32  10  29  11  15  20  41  67  37  38  30  34  36  66  59 

76  96  94  73  90  92  91  84  87  1  19  8  21  28  45  65  86  39 

51  38  58  85  77  78  93  80  57  88  89  64  79  15  13  6  23  50  40  42  62  27  25  33  34  71  44 

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Der Landkreis Kitzingen liegt 2015 ebenso wie schon im Jahr 2013 bei den Geburten bezogen auf die Gesamtbevölkerung auf Rang 50 von 96 Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern. Dies ist nach den kreisfreien Städten und dem Landkreis Würzburg der beste Wert in Unterfranken. In Bayern liegt der Spitzenwert des Anteils der Geburten an der Bevölkerung in der Stadt München. Bei den Sterbefällen nimmt der Landkreis Kitzingen 2015 bayernweit mit Rang 56 nach Rang 49 im Jahr 2015 wiederum einen mittleren Platz ein, der Anteil der Sterbefälle an der Bevölkerung liegt über dem Durchschnitt Bayerns. In Unterfranken belegt der Landkreis damit den achten Platz von 12 Landkreisen und kreisfreien Städten nach dem fünften Platz im Jahr 2013. Bezüglich des Wanderungssaldos kann festgestellt werden, dass der Landkreis Kitzingen im Jahr 2013 bayernweit im hinteren Mittelfeld lag (Rang 64), im Jahr 2015 ist der 57. Platz in Bayern zu verzeichnen. In Unterfranken liegt nur die Stadt Aschaffenburg besser.

2.6 Ausländische Bevölkerung im Landkreis Kitzingen Aufgrund der erhöhten Zuzüge von Flüchtlingen und Asylbewerbern in den Jahren 2015 und 2016 wird im Folgenden die Struktur der ausländischen Bevölkerung im Landkreis Kitzingen zum Stichtag 31.12.2016 für den Landkreis insgesamt, nach dem Anteil an der Gesamtbevölkerung sowie für die einzelnen Gemeinden nach Geschlecht und Altersgruppen dargestellt. Abb. 2.8: Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung

28

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Der Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung schwankt zwischen 17,9% in der Stadt Kitzingen und 1,9% in Willanzheim. Der durchschnittliche Anteil für den Gesamtlandkreis liegt bei 8,2%. Die größte Anzahl an ausländischen Bürgerinnen und Bürgern lebt in der Stadt Kitzingen, sie machen mehr als 51% aller ausländischen Bürgerinnen und Bürger im Landkreis aus. Der Männeranteil liegt bei 56%, die stärkste Altersgruppe mit knapp 59% liegt zwischen 27 bis unter 65 Jahre. Tab. 2.8: Anzahl und Struktur der ausländischen Bevölkerung Gemeinde

Landkreis Kitzingen Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Markt Einersheim Marktbreit Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim

Gesamt

7418 39 267 69 58 33 333 181 54 156 3815 133 87 154 54 303 97 57 20 69 162 58 46 188 38 36 36 49 379 83 333 31

männlich

4179 20 168 40 38 21 176 104 32 70 2099 78 47 88 31 215 55 44 14 43 87 30 29 121 21 19 14 28 188 62 181 16

weiblich

3239 19 99 29 20 12 157 77 22 86 1716 55 40 66 23 88 42 13 6 26 75 28 17 67 17 17 22 21 191 21 152 15

< 18 Jahre

1233 5 25 14 6 7 55 13 6 17 734 27 5 25 7 17 18 9 0 15 17 6 2 22 4 5 9 5 62 8 82 6

18 < 27 Jahre

1216 4 51 16 9 0 35 38 1 18 672 11 15 28 7 55 6 41 0 3 32 14 6 37 5 6 4 2 33 14 53 0

27 < 65 Jahre

65+ Jahre

4371 27 185 36 41 24 225 126 42 108 2017 91 61 94 29 210 69 6 15 44 104 30 33 115 26 23 20 41 259 61 185 24

Quelle: Gemeinden des Landkreises Kitzingen 2017, Stand: 31.12.2016, Berechnung und Darstellung MODUS 2017

598 3 6 3 2 2 18 4 5 13 392 4 6 7 11 21 4 1 5 7 9 8 5 14 3 2 3 1 25 0 13 1

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29

2.7 Externe Parameter Die natürliche Bevölkerungsbewegung wird beeinflusst durch eine Reihe von externen Parametern, die sich auf die Zusammensetzung der Bevölkerung auswirken. Ein relevanter Faktor ist z.B. die Bautätigkeit, die die Höhe und zeitliche Verteilung der Zuwanderung mitbestimmt. Zuwanderungsgewinne können sich durch die Bereitstellung zusätzlicher Wohnungen ergeben. In der folgenden Abbildung ist die Anzahl der zusätzlich geschaffenen Wohnungen bis zum Jahr 2016 angegeben sowie die von den Gemeinden gemeldeten Planungen bis zum Jahr 2023, wobei mit zunehmendem zeitlichen Abstand nur die langfristigen Planungen verzeichnet sind. Abb. 2.9: Bautätigkeit im Landkreis Kitzingen

Wie die Abbildung zeigt, verläuft die Bautätigkeit im Landkreis Kitzingen in den letzten Jahren relativ uneinheitlich. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen schwankt um die 150 in den Jahren 2011 bis 2013, seitdem ist wieder ein leichter Anstieg festzustellen. Auch für die kommenden Jahre ist eine zum Teil deutlich größere Zahl an geplanten Wohnungen vorgesehen. Mit zunehmendem zeitlichem Abstand gehen die Planungen zurück, was aber nicht bedeutet, dass dann auch die Zahl der fertiggestellten Wohnungen deutlich niedriger sein wird als heute. Neben der Bauleitplanung spielen weitere Faktoren eine Rolle für die Entwicklung der Parameter Fertilität, Mortalität und Migration. Auswirkungen auf die Zu- und Abwanderung hat neben der Bautätigkeit auch das Gesundheitssystem, die Infrastruktur und der Arbeitsmarkt. Je besser zum Beispiel die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist, desto höher ist die zu erwartende Nettozuwanderung der Bevölkerung (vor allem

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

30

der Personen im Erwerbsalter). Diese Faktoren bestimmen aber nicht nur die Wanderungsbewegungen, indirekt erhöht sich bei vermehrter Zuwanderung auch die Zahl der zu erwartenden Geburten, vor allem wenn Familien mit Frauen im reproduktionsfähigen Alter zuwandern. Der Faktor Gesundheitssystem ist vor allem für die Entwicklung der Sterbefälle von Bedeutung. Je besser die medizinische Versorgung, desto höher ist z.B. die Lebenserwartung der Menschen. Darüber hinaus ist auch ein Einfluss der Infrastruktur auf die Wanderungsbewegung festzustellen. Je besser die Infrastruktur in einer Region ausgebaut ist, desto attraktiver ist es, in diese Region zu ziehen.

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3. Ergebnis der Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen 3.1 Ausgangsbasis der Bevölkerungsprojektion Folgende Abbildung zeigt die Alters- und Geschlechtsstruktur der Bevölkerung am 31.12.2016 im Landkreis Kitzingen als Ausgangsbasis für die Bevölkerungsprojektion. Abb. 3.1: Altersaufbau der Bevölkerung am 31.12.2016

1 3 2

4

Die aktuelle Bevölkerungsstruktur im Landkreis Kitzingen ist durch folgende Faktoren gekennzeichnet:  In den höheren Altersgruppen ist der starke Frauenüberschuss insbesondere bei den älteren Menschen ab 65 Jahren besonders ausgeprägt (1).

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

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 Die Bevölkerungsgruppe der Geburtsjahrgänge 1959 bis 1968 ist stärker ausgeprägt. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die „geburtenstarken Jahrgänge“ (2).  Bei den 71-Jährigen ist ein deutlicher Einschnitt im Altersaufbau sichtbar, der auf die Geburtenausfälle durch den 2. Weltkrieg zurückzuführen ist (3).  Am unteren Abschnitt der „Bevölkerungspyramide“ verläuft die Entwicklung ab dem Alter 20 nach innen, d.h. die Geburten konnten nicht zu einem Bevölkerungswachstum beitragen (4), erst in den letzten Jahren ist eine leichte Entspannung festzustellen. Die in der Abbildung dargestellte „Ausgangsbevölkerung“ wurde anhand der in Abschnitt 1.2 dargestellten Methode fortgeschrieben. Die folgenden Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung für den Landkreis Kitzingen wurden auf der Grundlage der beschriebenen Annahmen unter Verwendung vergangener Entwicklungen (retrospektive Modellfortschreibung) errechnet.

3.2 Ergebnisse der Bevölkerungsprojektion bis zum Jahr 2036 Die Bevölkerungsstruktur im Landkreis Kitzingen zum 31.12.2036 ist gekennzeichnet durch folgende Struktur:  Der Frauenüberschuss in den höheren Altersgruppen ist auch im Jahre 2036 noch deutlich ausgeprägt.  Die bevölkerungsstärksten Altersgruppen bilden im Jahr 2036 die Altersgruppen zwischen 68 und 77 Jahren. Damit ist ab dem Jahr 2025 mit einer weiteren, deutlichen Verschärfung der Situation im Bereich der Seniorenhilfe zu rechnen.  In der Berechnung ist auch das Fertilitätsverhalten der bislang zugewanderten ausländischen Bevölkerung eingerechnet. Die zukünftigen Geburtenzahlen hängen deshalb auch wesentlich davon ab, wie sich die Zuwanderung entwickeln wird. Die Entwicklung der Geburtenzahlen fallen deshalb für die drei Varianten in der Prognose sehr unterschiedlich aus. Insgesamt nimmt die Bevölkerung im Landkreis Kitzingen von 90.158 Personen im Jahre 2016 bis zum Jahr 2036 auf 86.347 (Variante 1) bzw. um -4,2% ab. In Variante 2 ist mit einer leichten Steigerung um +0,8% zu rechnen, während in Variante 3 mit den günstigen Annahmen eine Zunahme der Bevölkerung um +5,7% zu verzeichnen ist. Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Bevölkerung bis zum Jahr 2036 nach den einzelnen Varianten.

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

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Abb. 3.2: Entwicklung der Bevölkerung bis zum Jahr 2036

Neben der Entwicklung der Gesamtbevölkerung wurde auch die zeitliche Veränderung einzelner Altersgruppen für den Landkreis Kitzingen analysiert. Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Geburten in den drei berechneten Varianten. Abb. 3.3: Entwicklung der Geburten bis zum Jahr 2036

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

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Die Zahl der Geburten wird in den nächsten Jahren je nach Variante deutlich unterschiedlich verlaufen. In der Variante 2, die die heutige Fertilität unterstellt, ist aufgrund der zukünftigen Abnahme der Mütterjahrgänge mit einem Geburtenrückgang zu rechnen. Längerfristig erholt sich die Zahl der Geburten jedoch in dieser Variante und erreicht langfristig knapp wieder das heutige Ausgangsniveau. In der Variante 3 ist die Fertilität im betrachteten Zeitraum etwas besser als in Variante 2, in Variante 1 entsprechend niedriger als heute. Insgesamt ist je nach Variante bis zum Jahr 2036 mit einem deutlichen Rückgang von -15,1% (Variante 1) bzw. -3,4 % (Variante 2) zu rechnen, während in Variante 3 eine Steigerung um +9,4% ermittelt wird. Abb. 3.4: Entwicklung der Kinder im Alter 1 bis unter 3 Jahren bis zum Jahr 2036

Die Kinder zwischen 1 bis unter 3 Jahren entwickeln sich je nach berechneter Variante unterschiedlich. In Variante 1, die ein sinkendes Geburtenniveau bis zum Jahr 2036 unterstellt, sinkt auch die Zahl der Kinder von 1 bis unter 3 Jahren deutlich bis zum Jahr 2036 (um -14,2%). In Variante 2, die heutige Geburtenzahlen unterstellt, sinkt auch die Zahl der Kinder von 1 bis unter 3 Jahren bis zum Jahr 2036 leicht auf 1571. Insgesamt bleibt in dieser Variante ein Rückgang von -3,1%. Bei Variante 3 beträgt der Zuwachs +8,9% bis zum Jahr 2036. Die folgende Abbildung gibt die Entwicklung der Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren wieder. Die Entwicklung dieser Altersgruppe ist besonders interessant für die Kindergartenbedarfsplanung.

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Abb. 3.5: Entwicklung der Kinder im Alter 3 bis unter 6 Jahren bis zum Jahr 2036

Die Zahl der Kinder im Alter von 3 bis unter 6 Jahren wird bis zum Jahr 2036 in den drei Varianten unterschiedlich verlaufen. In der Variante 3 ist bis zum Jahr 2036 ein Anstieg um +13,5% festzustellen. In Variante 2 ist ein leichter Anstieg um +2,0% zu erwarten. Bei Variante 1 hingegen ist mit einer deutlichen Reduktion der Kinderzahlen in dieser Altersgruppe bis zum Jahr 2036 zu rechnen (um -8,8%). Bei der Gruppe der Kinder zwischen 6 bis unter 10 Jahren ist in der Variante 1 ebenfalls eine deutliche Reduktion festzustellen. Bis zum Jahr 2036 ist mit einer Abnahme um -6,8% zu rechnen. Bei Variante 2 bzw. 3 ist ein Anstieg zu erwarten, dieser fällt mehr oder weniger deutlich aus. Im gesamten Zeitraum von 2016 bis 2036 ist in Variante 2 mit einem Zuwachs um +3,3% zu rechnen, während bei Variante 3 im Jahr 2036 um +13,9% mehr Kinder in dieser Altersgruppe zu verzeichnen sind. Die Entwicklung der Kinder im Alter zwischen 6 bis unter 10 Jahren ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

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Abb. 3.6: Entwicklung der Kinder im Alter 6 bis unter 10 Jahren bis zum Jahr 2036

Die Entwicklung der Gruppe der Kinder und Jugendlichen zwischen 10 bis unter 14 Jahren ist in der folgenden Abbildung dargestellt. Abb. 3.7: Entwicklung der Kinder und Jugendlichen im Alter 10 bis unter 14 Jahren bis zum Jahr 2036

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Die Kinder und Jugendlichen zwischen 10 bis unter 14 Jahren entwickeln sich bis zum Jahr 2024 in etwa parallel, danach ist eine deutliche Abweichung zwischen der Variante 1 und den Varianten 2 und 3 zu erkennen. Bei Variante 1 sinkt die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 10 bis unter 14 Jahren um -13,2% bis zum Jahr 2036, bei Variante 2 beträgt die Abnahme -4,4% und bei Variante 3 nimmt die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 10 bis unter 14 Jahren um +4,7% bis zum Jahr 2036 zu. Die Zahl der Jugendlichen zwischen 14 bis unter 18 Jahren nimmt einen ähnlichen Verlauf, jedoch auf deutlich geringerem Niveau. So sinkt die Zahl der Jugendlichen dieser Altersgruppe bis zum Jahr 2036 mehr oder weniger deutlich, sowohl bei Variante 1 als auch bei den Varianten 2 und 3. Von 2016 bis zum Jahr 2036 ergibt sich bei Variante 1 eine Reduktion um -15,7%, bei Variante 2 um -9,3% und bei Variante 3 beträgt die Abnahme -2,7%. Abb. 3.8: Entwicklung der Jugendlichen im Alter 14 bis unter 18 Jahren bis zum Jahr 2036

Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Personen von 18 bis unter 21 Jahren in den Jahren zwischen 2016 und 2036.

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Wie die folgende Abbildung zeigt, ist bei den Personen zwischen 18 bis unter 21 Jahren eine deutliche Änderung bis zum Jahr 2036 zu erwarten, und zwar ist bei allen drei Varianten mit einem starken Rückgang zu rechnen. Insgesamt beträgt die Abnahme von 2016 bis zum Jahr 2036 bei Variante 1 -15,8%, bei Variante 2 -12,7% und bei Variante 3 ist mit einer Abnahme um -9,6% bis zum Jahr 2036 zu rechnen. Abb. 3.9: Entwicklung der Personen im Alter 18 bis unter 21 Jahren bis zum Jahr 2036

Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Personen zwischen 21 und 27 Jahren. In dieser Altersgruppe ist zunächst eine deutliche Abnahme in allen drei Varianten zu verzeichnen, erst ganz zum Ende des betrachteten Zeitraums ist wieder mit einer leichten Entspannung in dieser Altersgruppe zu rechnen. Insgesamt beträgt die Abnahme von 2016 bis zum Jahr 2036 -24,6% bei Variante 1, -22,5% bei Variante 2 und -20,3% bei Variante 3.

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Abb. 3.10: Entwicklung der Personen im Alter 21 bis unter 27 Jahren bis zum Jahr 2036

In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung der Bevölkerung zwischen 27 bis unter 45 Jahren dargestellt. Abb. 3.11: Entwicklung der Personen im Alter 27 bis unter 45 Jahren bis zum Jahr 2036

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Die Abbildung zeigt, dass in der Altersgruppe zwischen 27 bis unter 45 Jahren in allen drei Varianten eine Abnahme der Bevölkerung bis zum Ende des betrachteten Zeitraumes zu erwarten ist, in allen Varianten wird es zu einer vorübergehenden Steigerung kommen. Die deutlichste Steigerung wird bis zum Jahr 2025 stattfinden, danach ist wieder mit einem Rückgang zu rechnen. Bei Variante 1 beträgt die Abnahme über den gesamten Zeitraum betrachtet bis zum Jahr 2036 -9,7%. Bei Variante 2 ist mit einer Abnahme um -7,3% bis zum Jahr 2036 zu rechnen. Bei Variante 3 ist die Abnahme mit -4,7% bis zum Jahr 2036 noch am geringsten. In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung der Bevölkerung in der Altersgruppe zwischen 45 bis unter 65 Jahren dargestellt. Abb. 3.12: Entwicklung der Personen im Alter 45 bis unter 65 Jahren bis zum Jahr 2036

In dieser Altersgruppe ist zunächst in allen drei Varianten mit einer fast parallelen Entwicklung zu rechnen. Die höchsten Zahlen der Altersgruppe zwischen 45 bis unter 65 Jahren sind um das Jahr 2022 zu erwarten, danach erfolgt wieder ein deutlicher Rückgang. Bis zum Ende des Projektionszeitraums beträgt die Abnahme -13,8% (Variante 1) bzw. -8,1% (Variante 2) und -2,2% bei Variante 3.

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Für die Seniorenhilfeplanung relevant ist die Entwicklung der Bevölkerung ab 65 Jahre. Diese Bevölkerungsgruppe wird im Folgenden aufgeteilt in die Altersgruppe von 65 bis unter 75 Jahren, die Altersgruppe von 75 bis unter 80 Jahren und die Altersgruppe der „Hochbetagten“ ab 80 Jahre. Die folgende Abbildung zeigt zunächst die Entwicklung der Altersgruppe von 65 bis unter 75 Jahren. Abb. 3.13: Entwicklung der Personen im Alter 65 bis unter 75 Jahre bis zum Jahr 2036

In der Abbildung ist zu erkennen, dass die Zahl der Personen in dieser Altersgruppe in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird, vor allem, da die geburtenstarken Jahrgänge in diese Altersgruppe hineinwachsen. In allen drei Varianten nimmt die Bevölkerung in dieser Altersgruppe bis zum Jahr 2036 stark zu. Insgesamt ist mit einer Steigerung um +51,0% (Variante 1) bzw. +53,7% (Variante 2) zu rechnen. Bei Variante 3 beträgt die Zunahme +56,3%. Die Entwicklung der Altersgruppe zwischen 75 bis unter 80 Jahren zeigt folgende Abbildung.

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Abb. 3.14: Entwicklung der Personen von 75 bis unter 80 Jahren bis zum Jahr 2036

Die Zahl der Personen zwischen 75 bis unter 80 Jahren schwankt im betrachteten Zeitraum bis 2036 deutlich. Ist in den nächsten Jahren bis 2020 eine deutliche Abnahme in allen drei Varianten zu erwarten, da sich dann die Geburtenausfälle am Ende des 2. Weltkrieges bemerkbar machen, so steigen die Bevölkerungszahlen in dieser Altersgruppe danach bis zum Jahr 2036 wieder deutlich an. Insgesamt ist mit einer Steigerung um +17,0 bei Variante 1 zu rechnen. In Variante 2 steigt die Bevölkerungszahl in dieser Altersgruppe im Vergleich von 2036 zu 2016 um +21,2%. Bei Variante 3 beträgt die Zunahme +24,7%. Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Personen ab 80 Jahren bis zum Jahr 2036.

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Abb. 3.15: Entwicklung der Personen ab 80 Jahren bis zum Jahr 2036

Die Entwicklung der „Hochbetagten“ ab 80 Jahren folgt ebenfalls einer leichten Wellenbewegung. Nach einer Zunahme bis zum Jahr 2021 sinkt die Bevölkerungszahl in dieser Altersgruppe wieder leicht ab, ab dem Jahr 2027 ist dann wieder mit einem Anstieg zu rechnen, der allerdings bei allen drei Varianten über dem Ausgangsniveau liegt. Insgesamt ist in der Variante 1 mit einer Zunahme um +14,3% und in der Variante 2 um +22,3% zu rechnen. In der Variante 3 steigt die Bevölkerung in dieser Altersgruppe um +27,1%.

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3.3 Zusammenfassung Die kleinräumige Bevölkerungsprojektion liefert die Grundlage für unterschiedliche Bereiche der Planung, wie z.B. die Bedarfsermittlung im Bereich der Seniorenhilfeplanung oder die Kindertagesstättenplanung. Die Vorausberechnung der Entwicklung der Bevölkerung zeigt auf, welche Bevölkerungsgruppen in Zukunft ein stärkeres Gewicht bekommen und in welchen Altersgruppen die Bevölkerungszahlen zurückgehen. Dazu wurden drei Varianten berechnet, die die unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten abbilden. Für den Landkreis Kitzingen errechnen sich bis 2036 je nach Variante unterschiedliche Entwicklungen. In der Variante 1 ist für die Gesamtbevölkerung ein Rückgang um -4,2% errechnet, in der Variante 2 wird ein leichter Zugewinn um +0,8% ausgewiesen. Die günstigste Variante 3 liegt bei einem Zuwachs um +5,7%, die dann eintritt, wenn konstant hohe Zuwanderung und mehr Geburten bei einer größeren Steigerung der Lebenserwartung realisiert werden. In den einzelnen Altersgruppen sind unterschiedliche Entwicklungen festzustellen. 

Eine deutliche Reduktion findet bei den Altersgruppen zwischen 10 bis unter 27 Jahren und bei der Altersgruppe zwischen 45 bis unter 65 Jahren statt.



Zuwächse in der Bevölkerung sind in Variante 3 bei den Geburten und in den Altersgruppen bis unter 10 Jahren zu erwarten.



In der Altersgruppe von 27 bis unter 45 Jahren sind je nach berechneter Variante leichte bis deutliche Bevölkerungsverluste zu verzeichnen.



Für die Altersgruppe von 65 bis unter 75 Jahren werden die höchsten Zuwächse in der Bevölkerung ausgewiesen.



In der Altersgruppe zwischen 75 bis unter 80 Jahren ist eine wellenförmige Entwicklung zu erwarten. Aufgrund der Geburtenausfälle im 2. Weltkrieg wird in der Altersgruppe ab 75 Jahren ab dem Jahr 2020 ein deutlicher Einschnitt zu verzeichnen sein.

Um die Bevölkerung des Landkreises Kitzingen noch differenzierter betrachten zu können, wurde zusätzlich die Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Gemeinden berechnet.

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4.

Ergebnis der Bevölkerungsprojektion in den Gemeinden

4.1

Ausgangsbasis der Bevölkerungsprojektion in den Gemeinden

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Auch für die einzelnen Gemeinden des Landkreises Kitzingen wurden Bevölkerungsprojektionen nach der in Abschnitt 1. beschriebenen Methode durchgeführt. Bei einer kleinräumigen Bevölkerungsprojektion ist darüber hinaus Folgendes zu beachten: Die Schwankungen in den einzelnen Altersgruppen fallen z.T. sehr viel deutlicher aus als dies im Gesamtlandkreis der Fall ist. Unter Umständen kann ein Fall mehr oder weniger eine deutliche prozentuale Steigerung bzw. Reduktion darstellen. Daneben wirken sich entsprechende Veränderungen im Verhalten, besonders bei den Wanderungen, deutlicher aus als bei der Betrachtung des Gesamtlandkreises. Wird z.B. in einer Gemeinde viel neuer Wohnraum zur Verfügung gestellt, erhöht dies zumeist die Attraktivität dieser Gemeinde (in Zusammenhang mit vorhandenen oder zusätzlichen Arbeitsplätzen) und es ist besonders in den Altersgruppen zwischen 30 und 45 Jahren mit Zuwanderung zu rechnen. Zu berücksichtigen ist auch, dass sich Wanderungsbewegungen zwischen den einzelnen Gemeinden ergeben, die die Bevölkerungszahl in einer Gemeinde z.T. erheblich schwanken lassen. Auch können deutliche Schwankungen bei der Bevölkerungszahl der Gemeinden nur bedingt abgebildet werden. In allen drei Varianten wurden Durchschnittswerte zur Berechnung zugrunde gelegt, so dass sich einmalige Ausreißer nach oben und unten eliminieren. Dies ist notwendig, da sonst eine zu positive bzw. negative Entwicklung zugrunde gelegt würde und somit die Bevölkerungsentwicklung z.T. deutlich über- bzw. unterschätzt würde. 4.2 Ergebnisse der kleinräumigen Bevölkerungsprojektion bis zum Jahr 2036 Die folgenden Tabellen geben die Entwicklung der Bevölkerung in den einzelnen Gemeinden zwischen den Jahren 2016 und 2036 in den drei Varianten wieder.

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Tab. 4.1:

Entwicklung der Bevölkerung von 2016 bis 2036 in den Gemeinden – Variante 1

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Markt Einersheim Marktbreit Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

2016 847 2236 1280 1135 831 7067 2420 1592 4644 21314 1729 2181 1917 1279 3751 1963 1047 999 1714 3304 1740 940 3636 823 1034 1356 1303 8656 1071 4719 1630 90158

2017 846 2240 1284 1135 829 7059 2422 1596 4644 21294 1736 2174 1913 1280 3746 1970 1048 996 1713 3301 1741 938 3641 822 1031 1359 1296 8641 1075 4722 1628 90122

2018 848 2243 1285 1136 828 7053 2424 1598 4646 21281 1736 2171 1912 1284 3739 1975 1049 994 1716 3302 1741 939 3637 823 1031 1361 1292 8640 1077 4729 1629 90120

2019 849 2244 1286 1136 827 7044 2426 1599 4645 21262 1736 2166 1914 1287 3730 1979 1052 992 1721 3300 1740 939 3632 822 1030 1363 1287 8634 1079 4734 1630 90086

2020 849 2244 1286 1136 825 7034 2427 1599 4640 21236 1736 2158 1914 1287 3731 1983 1054 990 1724 3295 1738 938 3627 820 1028 1364 1281 8618 1081 4734 1628 90005

2021 848 2242 1285 1135 823 7021 2428 1599 4633 21205 1736 2149 1910 1286 3730 1985 1053 987 1723 3289 1735 935 3620 817 1026 1364 1274 8597 1082 4733 1627 89877

2022 847 2240 1284 1133 821 7005 2427 1597 4624 21167 1735 2140 1906 1284 3728 1987 1052 983 1717 3280 1732 932 3612 814 1023 1363 1268 8571 1083 4729 1625 89709

2023 846 2236 1282 1132 818 6989 2427 1595 4615 21130 1734 2129 1902 1281 3718 1988 1050 980 1711 3270 1728 928 3605 810 1019 1362 1261 8544 1085 4724 1623 89520

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreises Kitzingen

2024 843 2233 1281 1129 816 6972 2425 1593 4605 21092 1733 2118 1898 1278 3707 1989 1048 977 1704 3260 1724 923 3598 806 1015 1360 1254 8514 1086 4718 1622 89321

2025 841 2228 1279 1127 813 6955 2424 1590 4595 21054 1732 2106 1895 1274 3697 1990 1045 973 1696 3249 1720 918 3591 802 1011 1357 1247 8484 1087 4710 1620 89112

2026 838 2224 1278 1124 811 6938 2422 1588 4585 21015 1731 2094 1891 1271 3686 1991 1043 970 1688 3237 1716 912 3585 798 1006 1354 1240 8452 1087 4702 1617 88894

2027 835 2220 1277 1120 808 6921 2420 1585 4575 20978 1731 2082 1888 1267 3676 1992 1040 966 1681 3226 1711 906 3580 794 1001 1350 1233 8420 1088 4693 1613 88674

2028 832 2216 1277 1116 805 6905 2418 1582 4566 20939 1731 2069 1884 1263 3666 1993 1037 963 1672 3213 1707 899 3575 790 996 1346 1225 8388 1089 4682 1609 88450

2029 828 2212 1276 1112 802 6889 2415 1579 4557 20900 1730 2056 1880 1259 3655 1993 1034 959 1664 3201 1702 892 3570 786 990 1341 1218 8355 1089 4671 1605 88221

2030 824 2207 1276 1107 798 6873 2412 1576 4548 20860 1731 2043 1876 1255 3645 1993 1031 956 1656 3187 1698 885 3565 782 984 1337 1210 8322 1089 4659 1600 87987

2031 820 2203 1276 1102 795 6856 2409 1574 4539 20819 1731 2029 1871 1250 3635 1993 1028 952 1648 3174 1693 878 3560 778 977 1332 1202 8290 1089 4648 1595 87747

2032 816 2198 1276 1096 791 6840 2405 1572 4529 20776 1731 2015 1867 1246 3625 1993 1025 949 1639 3159 1688 870 3556 773 970 1326 1194 8258 1089 4635 1590 87498

2033 812 2193 1276 1090 787 6823 2400 1569 4519 20730 1732 2001 1862 1241 3614 1992 1023 945 1631 3143 1683 862 3551 769 963 1320 1185 8225 1089 4621 1585 87235

2034 808 2187 1275 1084 783 6805 2395 1567 4509 20681 1732 1986 1856 1236 3604 1991 1020 941 1622 3127 1678 854 3546 765 955 1314 1176 8191 1088 4607 1579 86958

2035 804 2180 1274 1078 778 6786 2389 1565 4497 20628 1732 1971 1850 1230 3592 1989 1017 937 1612 3109 1672 845 3540 760 947 1307 1167 8156 1087 4592 1572 86662

2036 799 2174 1272 1071 774 6766 2382 1562 4484 20571 1731 1956 1844 1225 3581 1987 1014 932 1602 3090 1665 836 3533 755 939 1299 1157 8120 1085 4575 1565 86347

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MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Tab. 4.2:

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Markt Einersheim Marktbreit Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

Entwicklung der Bevölkerung von 2016 bis 2036 in den Gemeinden – Variante 2 2016 847 2236 1280 1135 831 7067 2420 1592 4644 21314 1729 2181 1917 1279 3751 1963 1047 999 1714 3304 1740 940 3636 823 1034 1356 1303 8656 1071 4719 1630 90158

2017 848 2245 1285 1137 831 7076 2426 1597 4655 21341 1739 2180 1918 1282 3757 1974 1050 998 1717 3308 1745 940 3649 824 1033 1361 1299 8661 1077 4732 1631 90318

2018 851 2252 1289 1140 832 7087 2432 1601 4666 21375 1743 2182 1920 1289 3761 1984 1054 999 1724 3316 1748 944 3653 826 1034 1365 1297 8681 1081 4749 1635 90511

2019 854 2258 1291 1143 832 7096 2438 1604 4676 21404 1746 2183 1927 1295 3763 1993 1059 999 1733 3322 1751 947 3656 827 1036 1369 1295 8696 1085 4764 1639 90680

2020 856 2263 1293 1145 833 7103 2444 1606 4682 21428 1750 2181 1932 1298 3775 2002 1064 998 1740 3325 1753 948 3659 827 1036 1372 1291 8701 1089 4775 1640 90809

2021 857 2267 1295 1147 833 7109 2450 1607 4686 21448 1753 2178 1932 1299 3785 2010 1065 997 1743 3326 1754 948 3661 826 1035 1374 1288 8702 1093 4785 1642 90896

2022 857 2269 1296 1148 833 7112 2454 1608 4689 21464 1756 2174 1933 1300 3795 2017 1067 996 1742 3325 1755 947 3662 824 1034 1375 1284 8699 1096 4793 1644 90948

2023 858 2271 1296 1148 833 7115 2459 1608 4691 21479 1758 2170 1934 1301 3796 2023 1068 995 1739 3324 1755 946 3663 822 1033 1376 1280 8694 1100 4799 1645 90979

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreises Kitzingen

2024 857 2273 1297 1149 833 7117 2462 1608 4693 21495 1761 2165 1936 1300 3797 2030 1068 994 1737 3321 1756 943 3664 820 1031 1377 1276 8687 1104 4804 1647 91000

2025 856 2274 1298 1148 832 7119 2466 1608 4695 21511 1764 2159 1937 1300 3798 2036 1069 993 1733 3318 1755 941 3666 818 1029 1376 1271 8678 1107 4808 1648 91013

2026 855 2275 1299 1148 832 7121 2469 1607 4697 21526 1767 2153 1939 1299 3799 2043 1069 991 1730 3314 1755 937 3669 816 1026 1375 1267 8669 1111 4811 1648 91019

2027 854 2277 1301 1147 831 7124 2473 1606 4699 21543 1771 2146 1941 1298 3801 2049 1069 990 1726 3311 1755 934 3673 814 1023 1374 1262 8660 1114 4814 1648 91027

2028 852 2278 1303 1146 830 7127 2476 1606 4702 21560 1774 2139 1942 1297 3803 2056 1069 989 1723 3307 1755 930 3678 811 1020 1372 1258 8651 1118 4815 1647 91032

2029 850 2280 1305 1144 829 7131 2479 1605 4705 21576 1778 2132 1943 1296 3805 2062 1068 987 1719 3302 1755 926 3683 809 1016 1370 1253 8641 1121 4816 1646 91035

2030 848 2281 1308 1142 828 7134 2481 1605 4709 21592 1783 2125 1944 1295 3807 2068 1069 986 1715 3297 1755 922 3688 807 1012 1368 1248 8632 1124 4816 1645 91035

2031 846 2283 1310 1139 827 7139 2483 1605 4712 21607 1788 2117 1945 1294 3809 2074 1069 985 1711 3292 1755 917 3693 805 1008 1365 1243 8624 1127 4817 1644 91030

2032 844 2284 1313 1136 825 7143 2485 1605 4715 21621 1792 2109 1946 1292 3811 2079 1069 983 1708 3286 1754 913 3698 803 1003 1362 1237 8615 1130 4816 1642 91019

2033 841 2284 1315 1133 824 7146 2486 1605 4718 21633 1797 2101 1946 1291 3812 2085 1069 982 1703 3279 1754 907 3704 801 997 1359 1232 8606 1132 4816 1640 90996

2034 839 2285 1317 1130 821 7149 2487 1605 4720 21642 1802 2092 1946 1289 3814 2090 1070 980 1699 3271 1753 900 3709 798 991 1355 1225 8597 1135 4814 1638 90961

2035 836 2285 1318 1126 819 7151 2487 1606 4722 21649 1806 2083 1946 1286 3815 2095 1070 978 1694 3261 1751 894 3714 796 985 1350 1219 8586 1137 4812 1635 90910

2036 833 2284 1319 1122 817 7153 2486 1606 4722 21652 1811 2073 1945 1284 3816 2099 1071 976 1689 3251 1750 887 3718 793 979 1345 1212 8575 1138 4808 1632 90843

48

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Tab. 4.3:

Entwicklung der Bevölkerung von 2016 bis 2036 in den Gemeinden – Variante 3

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Markt Einersheim Marktbreit Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

2016 847 2236 1280 1135 831 7067 2420 1592 4644 21314 1729 2181 1917 1279 3751 1963 1047 999 1714 3304 1740 940 3636 823 1034 1356 1303 8656 1071 4719 1630 90158

2017 850 2249 1287 1139 833 7091 2430 1599 4664 21383 1742 2185 1922 1285 3767 1978 1052 1000 1720 3315 1748 942 3656 825 1034 1362 1301 8679 1079 4741 1634 90490

2018 854 2261 1292 1144 835 7117 2440 1604 4684 21458 1748 2192 1928 1294 3780 1993 1058 1002 1730 3329 1755 948 3666 829 1038 1368 1302 8716 1085 4766 1640 90857

2019 858 2271 1296 1149 838 7142 2450 1608 4704 21531 1754 2198 1939 1302 3792 2006 1066 1004 1743 3342 1761 953 3676 832 1041 1374 1302 8750 1090 4791 1647 91209

2020 861 2281 1300 1153 840 7166 2460 1612 4720 21602 1761 2202 1948 1308 3814 2020 1073 1005 1755 3352 1766 957 3687 833 1043 1379 1301 8776 1097 4813 1651 91534

2021 864 2289 1303 1157 842 7190 2470 1615 4735 21671 1768 2205 1953 1312 3836 2032 1077 1006 1762 3361 1772 959 3697 834 1044 1383 1300 8798 1103 4833 1656 91827

2022 867 2297 1306 1161 844 7211 2479 1618 4749 21738 1774 2206 1959 1316 3856 2045 1081 1007 1764 3368 1776 961 3707 834 1045 1386 1298 8816 1109 4852 1661 92093

2023 868 2304 1309 1164 846 7232 2489 1620 4762 21806 1781 2208 1965 1319 3869 2057 1085 1008 1766 3374 1781 962 3717 834 1046 1389 1297 8833 1115 4869 1665 92339

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreises Kitzingen

2024 870 2311 1312 1166 848 7253 2497 1622 4776 21874 1787 2208 1971 1321 3882 2069 1088 1009 1768 3379 1785 963 3727 834 1046 1392 1295 8848 1121 4886 1670 92579

2025 871 2317 1315 1169 850 7274 2506 1623 4789 21943 1794 2208 1978 1324 3895 2081 1091 1010 1769 3384 1789 963 3738 833 1045 1394 1294 8862 1127 4901 1675 92814

2026 871 2324 1319 1171 852 7296 2514 1625 4803 22012 1801 2208 1984 1326 3908 2093 1094 1011 1770 3388 1793 962 3751 833 1045 1395 1292 8876 1134 4916 1678 93043

2027 872 2331 1323 1173 853 7318 2523 1626 4818 22084 1808 2208 1991 1328 3921 2105 1097 1012 1770 3393 1797 961 3764 832 1044 1396 1290 8890 1140 4930 1681 93279

2028 872 2338 1328 1174 855 7341 2531 1627 4833 22156 1816 2207 1998 1330 3935 2117 1099 1013 1771 3397 1801 960 3778 832 1043 1397 1289 8904 1146 4943 1683 93516

2029 871 2346 1332 1175 856 7366 2540 1629 4848 22230 1824 2206 2005 1332 3950 2130 1102 1014 1772 3401 1806 959 3793 832 1041 1397 1287 8918 1152 4956 1686 93753

2030 871 2353 1337 1175 857 7390 2548 1631 4865 22303 1833 2204 2011 1334 3964 2142 1105 1015 1773 3405 1810 957 3808 832 1039 1397 1284 8933 1158 4969 1688 93991

2031 871 2360 1343 1175 858 7415 2556 1633 4881 22376 1842 2203 2017 1336 3979 2154 1109 1016 1773 3408 1814 955 3823 832 1036 1397 1282 8949 1164 4982 1691 94229

2032 870 2368 1348 1175 859 7441 2563 1635 4897 22450 1851 2201 2024 1338 3994 2166 1112 1017 1774 3411 1819 953 3839 832 1033 1396 1279 8965 1170 4994 1692 94463

2033 869 2375 1353 1174 859 7466 2570 1638 4914 22522 1861 2199 2030 1339 4009 2178 1116 1017 1775 3412 1823 949 3855 831 1030 1395 1276 8981 1175 5006 1694 94691

2034 868 2381 1357 1174 860 7492 2576 1641 4930 22593 1871 2196 2036 1341 4025 2189 1119 1018 1775 3413 1827 945 3871 831 1026 1393 1273 8997 1180 5018 1695 94910

2035 867 2388 1362 1173 860 7517 2582 1644 4945 22662 1880 2193 2042 1342 4040 2201 1123 1018 1775 3413 1830 941 3887 830 1022 1390 1269 9013 1185 5029 1696 95118

2036 866 2394 1365 1172 860 7541 2587 1647 4960 22730 1889 2190 2047 1342 4055 2212 1127 1019 1774 3412 1834 937 3902 830 1017 1388 1265 9028 1190 5039 1697 95315

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

49

Die Entwicklung der Bevölkerung nach Variante 1 verläuft in den einzelnen Gemeinden sehr unterschiedlich. Die Ab- bzw. Zunahme der Bevölkerung bis zum Jahr 2036 reicht von -11,2% in Sulzfeld a.M. bis zu +1,3% in Wiesenbronn. In der Variante 2 sind die stärksten Zugewinne der Bevölkerung bis zum Jahr 2036 in Marktsteft mit +6,9% zu verzeichnen, gefolgt von +6,3% in Wiesenbronn. In Sulzfeld a.M. ist mit -7,0% der größte Rückgang zu erwarten. Da die Bevölkerung in der größten Kommune (Stadt Kitzingen, +1,6%) leicht zunimmt, ist insgesamt mit einem leichten Bevölkerungsgewinn im Landkreis Kitzingen in dieser Variante um +0,8% zu rechnen. Entsprechend der getroffenen Annahmen sowie der höheren Ausgangsbevölkerung ergibt sich in der Variante 3 insgesamt eine Steigerung der Bevölkerung um +5,7%, die Bevölkerung wird sich dabei in den einzelnen Gemeinden von -2,9% in Sulzfeld a.M. bis +12,7% in Marktsteft bis zum Jahr 2036 sehr unterschiedlich entwickeln. Die Entwicklung der Bevölkerung im Gesamtlandkreis Kitzingen beträgt von 2016 bis 2036 zwischen -4,2% und +5,7%, je nachdem, welche Variante betrachtet wird. In der mittleren Variante wird eine Zunahme um +0,8% ausgewiesen. Zusammenfassend wird in der folgenden Tabelle die Entwicklung der Bevölkerung von 2016 bis 2036 in Prozent in den drei Varianten dargestellt.

50

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Tab. 4.4:

Entwicklung der Bevölkerung von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Markt Einersheim Marktbreit Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

2036/ 2016

2036/ 2016

2036/ 2016

-5,7 -2,8 -0,6 -5,6 -6,9 -4,3 -1,6 -1,9 -3,4 -3,5 0,1 -10,3 -3,8 -4,3 -4,5 1,2 -3,1 -6,7 -6,5 -6,5 -4,3 -11,0 -2,8 -8,2 -9,2 -4,2 -11,2 -6,2 1,3 -3,1 -4,0 -4,2

-1,7 2,1 3,1 -1,1 -1,7 1,2 2,7 0,9 1,7 1,6 4,7 -4,9 1,5 0,4 1,7 6,9 2,3 -2,3 -1,5 -1,6 0,6 -5,6 2,3 -3,7 -5,4 -0,8 -7,0 -0,9 6,3 1,9 0,1 0,8

2,2 7,1 6,7 3,2 3,5 6,7 6,9 3,5 6,8 6,6 9,3 0,4 6,8 5,0 8,1 12,7 7,7 2,0 3,5 3,3 5,4 -0,3 7,3 0,8 -1,6 2,3 -2,9 4,3 11,1 6,8 4,1 5,7

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreises Kitzingen

Die folgende kartographische Darstellung zeigt die Entwicklungen in den Gemeinden. Dabei werden die drei Varianten jeweils nebeneinander gestellt, um den direkten Vergleich zu ermöglichen. Für alle weiteren kartographischen Abbildungen wurde die gleiche Einteilung der prozentualen Entwicklung gewählt, um auch hier den Vergleich nicht nur zwischen den Gemeinden, sondern auch über die Altersgruppen hinweg zu ermöglichen. Bei den Graphiken zur Gesamtentwicklung wurde die Mittelkategorie von -1,5% bis +1,5% in gelb dargestellt, die negative Entwicklung rot mit zwei Abstufungen, -1,5% bis -4,5% (orange) und unter -4,5% (leuchtend rot), die weniger negative bzw. positive Entwicklung ist durch die grüne Farbe ersichtlich, auch hier mit zwei Abstufungen von +1,5% bis +4,5% (hellgrün) und besser als +4,5% (dunkelgrün).

MODUS Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Abb. 4.1: Entwicklung der Bevölkerung von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

51 55

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

52

In den folgenden Tabellen werden für die einzelnen Gemeinden die Altersgruppen bis unter 21 Jahren dargestellt. Dabei ist jeweils die prozentuale Zu- bzw. Abnahme der Bevölkerungszahl in den Gemeinden von 2016 bis 2036 angegeben. Tab. 4.5:

Entwicklung der Bevölkerungszahlen in den Gemeinden von 2016 bis 2036 nach Altersgruppen in Prozent – Teil 1 (0 bis unter 21 Jahren) – Variante 1

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Markt Einersheim Marktbreit Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

1 bis 3 bis 6 bis 10 bis 14 bis 18 bis Gebur- unter 3 unter 6 unter 10 unter 14 unter 18 unter 21 ten Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre -3,3 31,1 28,6 -9,3 -10,0 5,3 -16,1 -20,5 -4,1 -4,6 10,8 5,7 -19,6 -13,5 -21,3 -9,3 -20,4 38,2 49,6 -10,0 -12,2 -12,5 -6,0 -16,9 -23,9 -27,1 -2,6 -28,8 -8,3 -19,3 -20,5 -30,0 -37,4 -24,1 -14,4 -13,3 -17,3 -8,7 -3,7 -15,9 -4,1 -8,4 -19,6 -18,8 -5,6 -7,2 -18,5 -9,1 -12,0 -15,5 0,9 36,3 28,0 7,3 1,2 -2,5 -14,2 -19,8 -4,1 -1,9 -9,7 -18,6 -11,5 -16,8 -7,8 -7,4 -7,7 -7,6 -11,5 -11,6 -22,0 2,6 1,2 41,4 25,5 1,2 -12,1 -7,5 -37,2 -18,4 -26,3 -27,7 -37,6 -20,3 -18,3 -9,7 -10,4 1,0 -28,6 2,0 -11,2 -2,5 -30,9 -26,4 -33,1 -14,7 -9,0 -24,8 -13,3 -20,9 -20,7 -14,0 -9,4 -8,0 -17,5 -15,8 -14,7 -23,7 -2,9 -24,3 -13,3 -19,7 -12,0 2,4 18,1 3,7 -32,5 -19,4 0,3 -4,3 -52,8 -17,3 -18,9 -31,3 -33,1 -22,5 -14,6 -22,1 7,8 -9,8 -5,0 -35,5 -24,8 -21,9 -29,4 -35,2 -31,6 -37,4 -29,3 -41,2 -16,0 -22,1 -1,3 -13,1 -23,9 -21,7 -21,0 15,0 -41,3 -12,5 11,8 -24,8 -32,0 -53,1 -19,5 15,7 -10,5 3,2 9,3 -9,4 0,7 -2,0 -43,9 -36,0 8,5 -12,1 -32,6 -39,7 -6,0 -34,7 -41,9 -31,8 -45,4 -34,0 -36,4 -14,6 -17,0 -4,7 -2,1 -22,8 -19,8 -7,0 -8,6 -49,2 -40,0 -27,6 -31,1 -16,0 -39,8 -8,3 -6,2 5,7 -4,3 -7,6 -18,2 -17,4 -19,2 -13,3 -10,0 5,7 1,8 -3,5 7,1 -17,9 -12,0 -1,3 -9,8 -16,9 -24,0 -8,5 -15,0 -34,7 -8,0 -24,1 -29,0 -34,4 -36,9 -15,1 -14,2 -8,8 -6,8 -13,2 -15,7 -15,8

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreis Kitzingen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Bevölkerung bis zum Jahr 2036 in der Variante 2. Die zusammenfassenden Ergebnisse der Bevölkerung bis unter 21 Jahren finden sich im Anschluss an die drei Varianten.

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Tab. 4.6:

53

Entwicklung der Bevölkerungszahlen in den Gemeinden von 2016 bis 2036 nach Altersgruppen in Prozent – Teil 1 (0 bis unter 21 Jahren) – Variante 2

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Markt Einersheim Marktbreit Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

1 bis 3 bis 6 bis 10 bis 14 bis 18 bis Gebur- unter 3 unter 6 unter 10 unter 14 unter 18 unter 21 ten Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre 5,0 43,3 39,3 -1,4 -2,7 11,9 -13,2 -9,1 8,4 6,8 22,9 16,7 -13,3 -10,5 -12,5 0,4 -12,9 50,3 62,1 -4,6 -10,6 0,0 6,7 -6,9 -15,9 -20,0 4,4 -26,3 5,0 -8,6 -10,9 -22,3 -31,0 -18,1 -10,8 -0,6 -6,0 2,8 7,3 -6,9 3,7 -4,7 -9,6 -9,2 4,4 1,6 -11,3 -3,2 -9,5 -7,0 10,3 47,4 37,6 14,7 6,0 -1,5 -2,4 -9,6 7,0 8,6 -0,6 -12,4 -8,5 -5,2 4,2 3,5 2,3 1,7 -4,8 -8,5 -12,4 14,2 11,6 54,7 36,6 7,8 -10,1 7,5 -27,5 -6,5 -16,7 -19,2 -31,9 -16,0 -6,1 2,4 0,6 12,1 -21,2 10,2 -7,5 11,3 -21,3 -17,0 -25,2 -5,3 -1,7 -21,8 0,7 -8,8 -9,6 -2,9 1,5 0,7 -13,2 -3,7 -2,9 -14,3 8,0 -16,4 -6,4 -16,5 1,0 15,9 32,9 16,0 -25,5 -13,5 3,6 8,6 -46,9 -8,1 -10,8 -24,8 -28,4 -19,7 -2,3 -11,4 21,6 0,8 5,4 -30,4 -21,6 -10,0 -19,2 -26,6 -23,2 -30,4 -23,2 -38,5 -4,0 -11,8 10,5 -3,6 -16,1 -15,4 -18,1 32,5 -32,5 0,0 26,5 -15,9 -26,3 -50,9 -8,6 30,2 -0,3 13,8 19,7 -3,0 3,8 10,0 -36,7 -28,4 20,5 -2,9 -27,4 -37,3 8,0 -26,0 -35,2 -24,7 -40,2 -29,3 -33,6 -5,4 -8,5 3,9 5,7 -16,9 -15,4 -5,1 4,3 -42,7 -32,9 -19,5 -24,1 -9,3 -37,3 5,3 6,8 19,2 7,0 2,4 -11,7 -14,1 -9,2 -2,5 0,0 16,5 11,3 3,0 10,0 -6,7 -0,7 10,3 -0,1 -8,6 -18,5 -5,4 -4,2 -26,9 1,7 -16,8 -22,6 -30,1 -35,1 -3,4 -3,1 2,0 3,3 -4,4 -9,3 -12,7

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreis Kitzingen

Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Bevölkerung bis zum Jahr 2036 in der Variante 3 dar.

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Tab. 4.7:

54

Entwicklung der Bevölkerungszahlen in den Gemeinden von 2016 bis 2036 nach Altersgruppen in Prozent – Teil 1 (0 bis unter 21 Jahren) – Variante 3

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Markt Einersheim Marktbreit Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

1 bis 3 bis 6 bis 10 bis 14 bis 18 bis Gebur- unter 3 unter 6 unter 10 unter 14 unter 18 unter 21 ten Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre 15,0 55,6 51,4 6,8 4,8 18,4 -10,7 3,2 21,9 18,9 35,7 28,1 -6,7 -7,6 -3,8 10,0 -5,2 62,6 75,0 0,8 -8,8 12,5 20,0 3,5 -7,3 -12,9 11,5 -23,5 20,0 3,6 -0,5 -14,0 -24,5 -11,9 -7,2 13,3 6,3 15,0 19,1 2,5 11,7 -0,8 1,3 0,8 14,8 10,8 -3,8 3,0 -7,0 1,5 20,0 59,1 47,4 22,4 10,9 -0,5 10,2 1,4 18,8 19,6 8,8 -6,2 -5,3 7,3 17,1 15,1 12,7 11,4 2,1 -5,3 -2,4 26,6 22,3 68,4 47,9 14,6 -8,1 24,2 -16,7 6,0 -6,4 -10,1 -26,0 -11,5 6,7 15,8 12,4 24,0 -13,7 18,6 -3,8 27,5 -10,9 -7,0 -17,1 4,5 6,0 -18,6 16,0 4,3 2,3 8,8 12,9 9,8 -8,6 10,0 9,7 -4,2 19,6 -8,1 0,8 -13,1 15,0 31,2 49,0 29,0 -18,2 -7,3 7,3 21,4 -40,7 1,5 -2,2 -18,3 -23,5 -16,9 10,8 0,3 36,3 12,0 16,0 -24,9 -18,5 2,9 -8,1 -17,4 -14,4 -23,0 -16,9 -35,7 9,3 -0,6 23,3 6,4 -8,0 -9,0 -15,0 52,5 -23,1 13,8 42,4 -6,6 -20,2 -48,4 3,0 45,8 10,4 24,9 30,6 3,7 6,8 24,0 -28,9 -20,8 32,5 6,7 -22,0 -34,8 22,0 -17,3 -28,1 -17,4 -34,8 -24,4 -31,2 3,8 0,4 12,8 14,0 -10,8 -11,0 -3,3 18,6 -35,4 -25,1 -11,2 -16,7 -2,5 -34,7 20,1 20,9 33,7 18,9 12,8 -5,1 -10,8 2,3 8,8 10,6 27,6 21,3 10,0 12,9 5,3 11,5 22,7 10,1 -0,2 -12,8 -2,2 7,5 -18,8 12,0 -9,2 -16,0 -25,8 -33,1 9,4 8,9 13,5 13,9 4,7 -2,7 -9,6

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreis Kitzingen

Die Entwicklung der Geburten verläuft in den Gemeinden des Landkreises Kitzingen sehr unterschiedlich. Die deutlichsten Geburtenrückgänge haben Kleinlangheim und Prichsenstadt zu erwarten (Variante 1), die höchsten Geburtenzuwächse sind in den Gemeinden Rüdenhausen und Markt Einersheim zu finden. Bei den Kindern zwischen 1 bis unter 3 Jahren bildet die Gemeinde Abtswind die Spitze bei den Zugewinnen in dieser Altersgruppe (Variante 3), die größten Verluste in dieser Altersgruppe sind in Nordheim a.M. zu finden (Variante 1).

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

55

Die Zahl der Kinder zwischen 3 bis unter 6 Jahren nimmt in den folgenden Jahren bis 2036 in sehr vielen Gemeinden einen ungünstigen Verlauf mit z.T. deutlichen Rückgängen. Die Zugewinne reichen von 54,0% in Großlangheim in Variante 3 bis -41,9% in Seinsheim in Variante 1. Bei den Kindern zwischen 6 bis unter 10 Jahren ist in 23 Gemeinden eine Zunahme in Variante 3 zu erwarten. Die Rückgänge der Bevölkerung in dieser Altersgruppe betragen bis zu -33,1% (Markt Einersheim, Variante 1). Ein entsprechendes Bild, mit etwas stärkeren Rückgängen, ergibt sich bei der Altersgruppe zwischen 10 und 14 Jahren. Hier ist nur in 16 Gemeinden mit einer positiven Entwicklung zu rechnen (Variante 3), die Reduzierungen betragen bis zu 45,4% in Seinsheim (Variante 1). Bei den Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ergibt sich ein ähnliches Bild. Hier ist in bis zu 14 Gemeinden eine positive Entwicklung im Vergleich von 2016 zu 2036 festzustellen (Variante 3). Die Abnahme beträgt bis zu -37,6% in Mainbernheim (Variante 1). Bei der Gruppe der 18- bis unter 21-Jährigen sind es bis auf drei Gemeinden fast alle, die mit Bevölkerungsreduzierungen zu rechnen haben. In Variante 3 betragen die Zugewinne bis 2036 bis zu +10,0% (Wiesenbronn). Die Verluste in dieser Altersgruppe reichen bis zu -53,1% in Rüdenhausen in Variante 1. Insgesamt gesehen zeigt sich auch in der Betrachtung der einzelnen Gemeinden der Trend der letzten Jahre, dass es wieder etwas mehr Geburten gibt, die Zahl der Kinder und Jugendlichen geht allerdings immer noch zurück, da die geringe Zahl an Geburten der vergangenen 20 Jahre noch nachwirkt. Wie zu erkennen ist, können durch deutliche Zuwanderungsgewinne Bevölkerungsverluste ausgeglichen bzw. die Reduktion in einzelnen Altersgruppen verringert werden. Die folgenden kartographischen Darstellungen zeigen die Entwicklungen in den Gemeinden nach den einzelnen Altersgruppen bis zum Alter von 21 Jahren. Bei den Graphiken zu den einzelnen Altersgruppen wurde die Mittelkategorie von -10% bis +10% in gelb dargestellt, die negative Entwicklung rot mit zwei Abstufungen, -10% bis -30% (hellrot) und unter -30% (leuchtend rot), die positive Entwicklung ist durch grüne Farbe ersichtlich, auch hier mit zwei Abstufungen von +10% bis +30% (hellgrün) und über 30% (dunkelgrün). Zur besseren Vergleichbarkeit wurden für alle folgenden kartographischen Abbildungen die gleichen Kategorien verwendet.

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Abb. 4.2: Entwicklung der Geburten von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

56

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Abb. 4. 3: Entwicklung der Kinder zwischen 1 bis unter 3 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

57

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Abb. 4.4: Entwicklung der Kinder zwischen 3 bis unter 6 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

58

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Abb. 4.5: Entwicklung der Kinder zwischen 6 bis unter 10 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

59

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Abb. 4.6: Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zwischen 10 bis unter 14 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

60

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Abb. 4.7: Entwicklung der Jugendlichen zwischen 14 bis unter 18 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

61

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Abb. 4.8: Entwicklung der Personen zwischen 18 bis unter 21 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

62

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

63

In den folgenden Tabellen werden die Entwicklungen der Bevölkerung in den einzelnen Gemeinden in den Altersgruppen ab 21 Jahren zusammenfassend dargestellt. Dabei ist wiederum jeweils die prozentuale Zu- bzw. Abnahme der Bevölkerungszahl in den Gemeinden von 2016 bis 2036 angegeben. Tab. 4.8:

Entwicklung der Bevölkerungszahlen in den Gemeinden von 2016 bis 2036 nach Altersgruppen in Prozent – Teil 2 (21 Jahre und älter) – Variante 1

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Markt Einersheim Marktbreit Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

21 bis 27 bis 45 bis 65 bis 75 bis unter 27 unter 45 unter 65 unter 75 unter 80 80 Jahre Gesamt Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre und älter (alle AG) -56,2 -3,6 -22,9 76,3 -11,5 26,1 -5,7 -42,7 -19,8 -7,3 64,2 33,3 46,2 -2,8 -18,9 -33,5 4,9 51,9 52,5 35,6 -0,6 -38,6 -11,7 -14,3 37,5 42,7 54,7 -5,6 -2,6 1,9 -18,2 11,1 21,5 29,8 -6,9 -15,2 -12,1 -13,1 52,2 4,9 -0,5 -4,3 -31,9 -7,9 -17,1 104,2 58,5 15,9 -1,6 -39,7 -22,4 -12,4 82,8 37,5 19,0 -1,9 -13,9 0,8 -21,2 51,4 29,3 2,2 -3,4 -25,5 -11,7 -5,3 38,1 9,8 5,2 -3,5 -10,5 -10,4 -20,3 73,1 5,2 32,7 0,1 -23,0 -9,4 -20,4 28,8 3,2 19,1 -10,3 -16,5 -6,8 -18,1 55,0 45,4 -10,5 -3,8 -54,3 -18,5 11,4 50,2 0,9 82,0 -4,3 -9,1 -14,0 -4,3 28,9 -15,7 13,1 -4,5 -5,8 -13,8 0,8 78,6 38,6 12,9 1,2 -22,7 6,5 -29,9 104,7 15,8 -2,7 -3,1 7,7 -7,5 -6,0 42,3 -20,7 -2,2 -6,7 -40,8 9,0 -28,7 60,9 5,5 32,7 -6,5 -30,2 -9,7 -17,5 97,0 30,5 25,6 -6,5 -26,0 -15,5 -10,2 57,0 32,5 19,6 -4,3 -20,6 -1,7 -22,6 -17,5 -7,9 166,0 -11,0 -12,9 -10,5 -18,9 93,2 0,3 -10,3 -2,8 -19,0 3,2 -32,7 79,1 29,1 14,8 -8,2 -31,0 -7,7 -18,9 33,7 36,1 72,6 -9,2 -21,4 -3,9 -27,5 35,4 34,6 156,7 -4,2 -8,0 -16,4 -25,0 51,0 21,0 17,7 -11,2 -31,0 -6,3 -20,2 38,2 17,5 11,3 -6,2 -17,5 -21,4 -5,6 36,4 156,3 69,0 1,3 -30,6 -7,1 -16,9 70,8 44,6 21,5 -3,1 -25,0 17,1 -27,7 102,6 30,1 9,5 -4,0 -24,6 -9,7 -13,8 51,0 17,0 14,3 -4,2

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreis Kitzingen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Bevölkerung bis zum Jahr 2036 in der Variante 2 für die Altersgruppen ab 21 Jahren. Die zusammenfassenden Ergebnisse der Bevölkerung ab 21 Jahren finden sich im Anschluss an die drei Varianten.

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Tab. 4.9:

64

Entwicklung der Bevölkerungszahlen in den Gemeinden von 2016 bis 2036 nach Altersgruppen in Prozent – Teil 2 (21 Jahre und älter) – Variante 2

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Marktbreit Markt Einersheim Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

21 bis 27 bis 45 bis 65 bis 75 bis unter 27 unter 45 unter 65 unter 75 unter 80 80 Jahre Gesamt Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre und älter (alle AG) -54,6 -1,6 -18,7 78,7 -8,4 34,9 -1,7 -41,0 -17,7 -1,7 67,1 38,0 56,4 2,1 -17,8 -32,3 8,4 54,0 58,2 44,8 3,1 -36,7 -9,6 -9,4 39,6 47,8 65,1 -1,1 0,2 4,7 -12,0 13,4 26,1 38,8 -1,7 -12,7 -9,3 -6,6 55,0 8,8 6,5 1,2 -30,4 -6,1 -12,8 107,2 64,3 24,1 2,7 -39,1 -21,8 -10,8 84,6 42,1 26,8 0,9 -11,6 3,5 -15,5 54,1 34,0 9,3 1,7 -23,4 -9,3 0,9 40,6 13,9 12,4 1,6 -8,9 -8,5 -15,8 75,8 9,0 41,7 4,7 -20,0 -6,3 -13,8 31,3 6,9 27,3 -4,9 -14,0 -4,0 -12,2 57,8 50,6 -4,3 1,5 -53,1 -16,2 17,1 52,8 4,6 94,7 0,4 -5,8 -10,5 4,0 31,6 -12,5 21,1 1,7 -3,1 -11,1 8,1 81,9 43,6 21,1 6,9 -20,0 9,4 -24,3 108,2 20,0 4,2 2,3 9,8 -5,5 -0,4 44,7 -17,8 4,7 -2,3 -38,6 12,1 -23,4 63,5 9,6 41,7 -1,5 -28,0 -7,3 -11,8 100,4 35,1 34,6 -1,6 -23,9 -13,2 -4,7 59,8 37,2 27,8 0,6 -17,5 1,3 -15,7 -15,9 -4,8 186,3 -5,6 -10,7 -8,3 -13,3 96,6 4,0 -4,0 2,3 -17,0 5,7 -28,0 82,1 34,0 22,7 -3,7 -29,5 -5,8 -14,7 35,8 40,7 84,3 -5,4 -20,2 -2,7 -24,9 37,0 39,0 173,3 -0,8 -5,9 -14,2 -20,5 53,5 25,1 25,7 -7,0 -28,6 -3,4 -14,4 40,7 21,8 19,1 -0,9 -15,7 -19,5 -0,4 38,8 165,4 80,4 6,3 -28,5 -4,7 -11,5 73,7 49,7 30,1 1,9 -23,4 19,2 -23,5 105,5 34,5 17,4 0,1 -22,5 -7,3 -8,1 53,7 21,2 22,3 0,8

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreis Kitzingen

Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Bevölkerung bis zum Jahr 2036 in der Variante 3 für die Altersgruppen ab 21 Jahren dar.

MODUS

Bamberg: Kleinräumige Bevölkerungsprojektion für den Landkreis Kitzingen

Tab. 4.10:

65

Entwicklung der Bevölkerungszahlen in den Gemeinden von 2016 bis 2036 nach Altersgruppen in Prozent – Teil 2 (21 Jahre und älter) – Variante 3

Abtswind Albertshofen Biebelried Buchbrunn Castell Dettelbach Geiselwind Großlangheim Iphofen Kitzingen Kleinlangheim Mainbernheim Mainstockheim Marktbreit Markt Einersheim Marktsteft Martinsheim Nordheim a.M. Obernbreit Prichsenstadt Rödelsee Rüdenhausen Schwarzach a.M. Segnitz Seinsheim Sommerach Sulzfeld a.M. Volkach Wiesenbronn Wiesentheid Willanzheim Gesamt

21 bis 27 bis 45 bis 65 bis 75 bis unter 27 unter 45 unter 65 unter 75 unter 80 80 Jahre Gesamt Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre und älter (alle AG) -53,2 0,5 -14,4 81,2 -6,0 40,0 2,2 -39,3 -15,5 4,1 70,0 41,8 62,7 7,1 -16,7 -31,1 12,1 56,2 62,5 50,2 6,7 -34,8 -7,5 -4,4 41,9 51,8 71,4 3,2 3,2 7,7 -5,5 15,8 30,0 44,3 3,5 -10,0 -6,3 0,2 57,8 12,1 10,9 6,7 -28,9 -4,2 -8,4 110,3 68,8 29,1 6,9 -38,6 -21,2 -9,2 86,5 45,7 31,4 3,5 -9,3 6,4 -9,6 56,7 38,0 13,6 6,8 -21,2 -6,8 7,3 43,2 17,2 16,9 6,6 -7,2 -6,6 -11,2 78,6 12,1 47,2 9,3 -17,0 -3,0 -7,0 33,8 9,9 32,3 0,4 -11,3 -1,1 -6,0 60,6 54,9 -0,4 6,8 -51,8 -13,7 23,0 55,5 7,6 102,2 5,0 -2,4 -6,8 12,8 34,5 -9,8 26,1 8,1 -0,3 -8,3 15,7 85,3 47,9 26,3 12,7 -17,1 12,5 -18,4 111,8 23,5 8,6 7,7 12,0 -3,3 5,3 47,2 -15,5 8,7 2,0 -36,3 15,2 -17,9 66,2 12,9 47,2 3,5 -25,8 -4,7 -5,8 104,0 38,9 40,2 3,3 -21,6 -10,8 1,0 62,5 40,9 32,9 5,4 -14,2 4,5 -8,5 -14,4 -2,3 198,9 -0,3 -8,4 -5,8 -7,6 99,9 7,0 0,0 7,3 -15,1 8,4 -23,1 85,1 37,7 27,5 0,8 -27,8 -3,9 -10,4 37,9 44,5 91,2 -1,6 -19,1 -1,4 -22,3 38,5 42,5 183,1 2,3 -3,7 -12,1 -15,9 56,0 28,5 30,6 -2,9 -26,1 -0,5 -8,3 43,2 25,2 23,8 4,3 -14,0 -17,5 4,9 41,3 172,5 87,4 11,1 -26,3 -2,2 -5,9 76,7 53,8 35,4 6,8 -21,6 21,4 -19,1 108,5 38,3 22,2 4,1 -20,3 -4,7 -2,2 56,3 24,7 27,1 5,7

Quelle: Berechnungen von MODUS 2017 nach Daten der Gemeinden des Landkreis Kitzingen

In bis zu 30 von 31 Gemeinden wird es in der Altersgruppe zwischen 21 bis unter 27 Jahren eine Reduktion bis zum Jahr 2036 von bis zu -56,2% geben (Abtswind, Variante 1). In der Gemeinde Nordheim a.M. in Variante 3, in der mit einer Zunahme zu rechnen ist, beträgt die Steigerung +12,0%. Bei der Altersgruppe von 27 bis unter 45 Jahren ist eine der Altersgruppe von 21 bis unter 27 Jahren unähnliche Entwicklung zu konstatieren. Die Rückgänge, die in bis zu 26 der 31 Gemeinden in Variante 1 zu erwarten sind, betragen bis zu -33,5% in Biebelried. Die Zunahmen reichen bis zu +21,4% in Willanzheim in Variante 3.

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Bei der Altersgruppe der 45- bis unter 65-Jährigen zeigt sich in den einzelnen Gemeinden eine unterschiedliche Entwicklung der Bevölkerung. Es gibt hier Zuwächse bis +23,0% in Markt Einersheim (Variante 3) und Abnahmen bis -32,7% in Segnitz (Variante 1). Bei den 65 bis unter 75 Jahre alten Personen ist in den Gemeinden des Landkreises Kitzingen mit wenig unterschiedlichen Entwicklungen zu rechnen. In allen Gemeinden mit Ausnahme von Rüdenhausen ist mit einer positiven Entwicklung bis zu mehr als einer Verdoppelung bis zum Jahr 2036 zu rechnen (vier Gemeinden, Variante 3). Bei den 75- bis unter 80-Jährigen ist im Vergleich von 2016 mit 2036 im gesamten Landkreis und auch in den meisten Gemeinden mit einem Bevölkerungsanstieg zu rechnen (vier Gemeinden mit negativer Entwicklung). Aufgrund der z.T. sehr unterschiedlichen Altersstruktur in den Gemeinden reicht die Entwicklung je nach Variante von -20,7% in Nordheim a.M. (Variante 1) bis hin zu +172,5% in Wiesenbronn (Variante 3). Bei der Altersgruppe der ab 80-Jährigen wird es in fast allen Gemeinden des Landkreises Kitzingen – wie beinahe in allen Landkreisen und Städten – einen deutlichen Anstieg geben. Der Zuwachs in der Bevölkerung dieser Altersgruppe reicht bis zu mehr als einer Verdoppelung (Spitzenreiter Rüdenhausen mit +198,9% in Variante 3). Die folgenden kartographischen Darstellungen zeigen die Entwicklungen in den Gemeinden nach den einzelnen Altersgruppen ab dem Alter von 21 Jahren. Auch hier wurde wieder die Mittelkategorie von -10% bis +10% in gelb dargestellt, die negative Entwicklung rot mit zwei Abstufungen, -10% bis -30% (orange) und unter -30% (leuchtend rot). Die positive Entwicklung ist durch grüne Farbe ersichtlich, auch hier mit zwei Abstufungen von +10% bis +30% (hellgrün) und über 30% (dunkelgrün). Zur besseren Vergleichbarkeit wurden auch hier für alle kartographischen Abbildungen die gleichen Kategorien verwendet.

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Abb. 4.9: Entwicklung der Personen von 21 bis unter 27 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

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Abb. 4.10: Entwicklung der Personen von 27 bis unter 45 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

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Abb. 4.11: Entwicklung der Personen von 45 bis unter 65 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

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Abb. 4.12: Entwicklung der Personen von 65 bis unter 75 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

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Abb. 4.13: Entwicklung der Personen von 75 bis unter 80 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

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Abb. 4.14: Entwicklung der Personen ab 80 Jahren von 2016 bis 2036 in den Gemeinden in Prozent

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5. Zusammenfassung Die kleinräumige Bevölkerungsprojektion liefert die Grundlage für unterschiedliche Bereiche der Planung, wie z.B. die Bedarfsermittlung im Bereich der Seniorenhilfeplanung oder die Bedarfsplanung im Bereich der Kindertagesbetreuung. Die Vorausberechnung der Entwicklung der Bevölkerung zeigt auf, welche Bevölkerungsgruppen in der Zukunft ein stärkeres Gewicht bekommen, und in welchen Altersgruppen die Bevölkerungszahlen zurückgehen. Dazu wurden drei Varianten berechnet, die die unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten abbilden (vgl. Kap. 1). Für den Landkreis Kitzingen errechnet sich bis 2036 bei Variante 1 ein Rückgang der Gesamtbevölkerung um -4,2%. In der mittleren Variante 2, die auf der Grundlage des Status quo berechnet wurde, nimmt die Bevölkerung um +0,8% zu. In der Variante 3 mit den günstigsten Annahmen steigt die Bevölkerung bis 2036 um +5,7% an. Neben der Berechnung der Bevölkerungsentwicklung für den Gesamtlandkreis wurde auch eine kleinräumige Bevölkerungsprojektion auf der Ebene der Gemeinden durchgeführt. Aufgrund der sehr uneinheitlichen Altersstruktur sowie der differierenden Wanderungsbewegungen in den einzelnen Gemeinden ergeben sich auf kleinräumiger Ebene in vielen Altersgruppen z.T. deutliche Unterschiede. Im Überblick ergeben sich auf Gemeindeebene folgende Ergebnisse: 

Rüdenhausen, Sulzfeld a.M. und Mainbernheim haben mit Bevölkerungsverlusten um -11,2% bis -10,3 (Variante 1) zu rechnen. Die größten Bevölkerungsgewinne sind in den Gemeinden Marktsteft und Wiesenbronn (Variante 3) zu erwarten.



Bei den Geburten sind je nach Variante Rückgänge bis zu -22,0% in Kleinlangheim bis zum Jahr 2036 zu erwarten, die größte Steigerung ist in Rüdenhausen zu finden.



Bei der Altersgruppe der 1- bis unter 3-Jährigen ist es die Gemeinde Abtswind mit dem größten Zugewinn bzw. ist es Nordheim a.M. mit den größten Verlusten.



Bei der Altersgruppe der 3- bis unter 6-Jährigen ist es die Gemeinde Großlangheim mit dem größten Zugewinn, der größte Bevölkerungsverlust in dieser Gruppe ist in der Gemeinde Seinsheim festzustellen.



In der Altersgruppe der 6- bis unter 10-Jährigen ist in bis zu 23 Gemeinden eine (zumeist leichte) Zunahme zu erwarten. Die größte Reduktion ist in Markt Einersheim zu erwarten.

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In der Altersgruppe der 10- bis unter 14-Jährigen betragen die Reduzierungen bis zu -45,4% in Seinsheim (Variante 1).



Bei den 14- bis unter 18-Jährigen gibt es bis zu 14 Gemeinden mit einer positiven Entwicklung. Die Abnahmen reichen bis zu -37,6% in Mainbernheim.



In der Altersgruppe der 18- bis unter 21-Jährigen ist ebenfalls in fast allen Gemeinden (bis zu 29 von 31, Variante 1) mit Rückgängen bis zu -53,1% in Rüdenhausen zu rechnen.



Bei den 21- bis unter 27-Jährigen weisen je nach Variante bis zu 30 von 31 Gemeinden eine Reduktion bis zum Jahr 2036 mit bis zu -56,2% (Abtswind, Variante 1) aus. Die Zunahmen reichen dabei bis zu +12,0% in Nordheim a.M. (Variante 3).



Uneinheitliche Zunahmen und Rückgänge sind bei der Altersgruppe der 27bis unter 45-Jährigen in den Gemeinden festzustellen. Die größten Bevölkerungsverluste in dieser Altersgruppe sind in der Gemeinde Biebelried mit -33,5% zu erwarten, die größten Gewinne in Willanzheim mit 21,4%.



In der Altersgruppe der 45- bis unter 65-Jährigen sind in den Gemeinden ebenfalls sehr unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen, und zwar von -32,7% in Segnitz bis zu +23,0% in Markt Einersheim.



Bei den Personen zwischen 65 und 75 Jahren sind die größten Bevölkerungsgewinne in vier Gemeinden mit einer (zum Teil mehr als) Verdoppelung zu verzeichnen.



Bei den 75- bis unter 80-Jährigen ist in den meisten Gemeinden eine positive Entwicklung festzustellen. Mit wenigen Ausnahmen wächst die Bevölkerung bis 2036 um bis zu +172,5% in Wiesenbronn.



Die Personen ab 80 Jahren werden in den nächsten Jahren bis 2036 in den meisten Gemeinden zunehmen, am deutlichsten in Rüdenhausen um +198,9%.

Die kleinräumige Bevölkerungsprojektion gibt einen Überblick über die zu erwartende Entwicklung der Bevölkerung in den einzelnen Gemeinden unterschieden nach Altersgruppen. Sie führt die Berechnung unter der Annahme durch, dass aus den bisherigen Entwicklungen Aussagen über die Zukunft getroffen werden können. Durch Verhaltensänderungen, politische Entscheidungen, wirtschaftliche Faktoren etc. können sich die Bevölkerungszahlen auf kleinräumiger Ebene sehr schnell ändern. Je weiter die Berechnung zeitlich vom Ausgangspunkt entfernt ist, desto unsicherer wird die Vorausberechnung notwendigerweise. Die vorliegende kleinräumige Bevölkerungsprojektion fällt darüber hinaus in einen Zeitraum hoher Flüchtlingswanderung, dabei ist ungewiss, ob die Zuwanderung in Zukunft so fortschreitet oder auf das Aus-

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gangsniveau des Jahres 2014 zurückgeht. Diese Unsicherheit wurde versucht in den drei Berechneten Varianten zu berücksichtigen. Eine Bevölkerungsprojektion, vor allem auf kleinräumiger Ebene, sollte deshalb in regelmäßigen Abständen überprüft werden, um vergangene Entwicklungen als Erfahrungswerte in das Modell einzubauen und so die Vorhersagekraft weiter zu verbessern. Für alle Prognosen gilt: Sie sind eine Grundlage der Planung und keine exakte Vorausberechnung der kommenden Ereignisse und Strukturen. Ziel der Planung ist es, die Lebensbedingungen der Menschen zu erhalten bzw. zu verbessern. Sollte sich zeigen, dass sich die Prognose zu niedrig angesetzt wurde, so ist dies durchaus als Erfolg der Planung bzw. erfolgreichen Familien- oder Wirtschaftspolitik des Landkreises oder einzelner Gemeinden zu werten. Bei zu günstigen Prognosen sollten die Rahmenbedingungen der Zuwanderungen (Arbeitsplatzentwicklung, Schaffung von Wohnraum etc.) überprüft werden. Hier kann ein Monitoring der Bevölkerung sowie relevanter Entwicklungsindikatoren helfen, rechtzeitig negativen Entwicklungen entgegen zu wirken.