Koordination und Sensomotorik

Koordination und Sensomotorik Im Gesundheitssport 12.08.2015 Koordination und Sensomotorik 1 Was ist das ? • Koordination • Sensomotorik Koordi...
Author: Victor Hafner
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Koordination und Sensomotorik Im Gesundheitssport

12.08.2015

Koordination und Sensomotorik

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Was ist das ? • Koordination

• Sensomotorik

Koordination ist definiert als das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes 12.08.2015

Sensomotorik bezeichnet das Zusammenspiel zwischen sensorischer Reizaufnahme und der motorischen Antwort auf diesen Reiz

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Koordinationstraining • Die Bewegungskoordination beschreibt die Steuerung einer Bewegung durch den Einfluss äußerer Reize.

• Ziel des Koordinationstrainings ist eine Verbesserung / Optimierung der Bewegungskoordination: Erreicht werden soll dieses Ziel durch wiederholtes Üben spezifischer koordinativer Anforderungen. • Koordinationstraining dient also einer Ökonomisierung des Zusammenspiels zwischen Reizaufnahme, Reizverarbeitung und Ansteuerung der Muskulatur. Ziel ist es hierbei die Signalverarbeitung im ZNS ( Zentrales Nervensystem ) zu beschleunigen. • Der Körper des Übenden wird dabei beispielsweise durch immer neue Reize aus dem Gleichgewicht gebracht, sowie durch das Erlernen neuer, unbekannter Bewegungsabläufe gefordert und trainiert . • Es wird zwischen intramuskulärer und intermuskulärer Koordination unterschieden.

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Koordinationstraining • Beinhaltet das Training unserer koordinativen Fähigkeiten: Gleichgewichtsfähigkeit Orientierungsfähigkeit Differenzierungsfähigkeit Kopplungsfähigkeit ( Abstimmung von Teilkörperbewegungen untereinander und deren Anpassung ) Rhythmisierungsfähigkeit Reaktionsfähigkeit Umstellungsfähigkeit ( Antizipation von plötzlich eintretenden Situationen ) Antizipationsfähigkeit ( Antizipation von Situationen schon im Voraus )

Das Sensomotorische Training beschäftigt sich mit einem Teilaspekt des Koordinationstrainings.

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• Sensorik

Sensomotorisches Training ( Sensorik + Motorik + Training )

Reizaufnahme über Rezeptoren und deren Weiterleitung und Verarbeitung zum bzw. im ZNS durch innere und äußere Wahrnehmung ( vestibulär und propriozeptiv / optisch, akustisch und taktil ) • Motorik Weiterleitung umgewandelter Signale an die Muskulatur und deren Umsetzung in Bewegungen • Training Leistungsverbesserung durch gezielte Übungen • Das sensomotorische Training hat die Stabilisierung von Haltung und Bewegung zum Ziel. Es muss sowohl auf den aktiven und den passiven Bewegungsapparat als auch auf das zentrale und periphere Nervensystem abzielen, da diese Körpersysteme alle an den Stabilisierungsprozessen beteiligt sind. 12.08.2015

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Merke ! Ein sensomotorisches Training verbessert nicht die Reflexgeschwindigkeit, sondern führt zu einer früheren und stärkeren Aktivierung der gelenkstabilisierenden Muskeln.

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Das globale und lokale System mit ihren Mobilisatoren und Stabilisatoren Mobilisatoren ( oberflächlich liegend )

Stabilisatoren ( tiefer liegend )

Globale Mobilisatoren

Lokale Stabilisatoren

Globale Stabilisatoren

Oberflächlich liegend

Keine Bewegungsfunktion

Gleichgewichts- und Bewegungsfunktion

Klein und gelenknah

Können auf mehrere Gelenke wirken

Zuständig für Bewegung

Schutz für Gelenke z.B. multifidus, muskulus transversus abdominis

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z.B. obliquus internus abdominis (innere schräge Bauchmuskulatur) 7

Welche Regeln gilt es zu beachten ? Allgemeines

Steigerung der Anforderung nach folgenden Prinzipien

• Vom Leichten zum Schweren • Vom Einfachen zum Komplexen • Lieber oft wenige Übungen machen als einmal viele Übungen

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Körperfern – körpernah Beidseitig – einseitig Mit Unterstützung – ohne Unterstützung Mit visueller Kontrolle – ohne visuelle Kontrolle Stabile Unterlage – labile Unterlage Statik – Dynamik Kurzer Hebel – langer Hebel Beinkoordination – Arm-Beinkoordination Langsam - schnell

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