Jugendliche heute: Denn sie wissen nicht, was sie tun?

Jugendliche heute: Denn sie wissen nicht, was sie tun? Wer einen Blick auf Jugendliche wirft, sie beobachtet, sieht genau das, was sie stets schon imm...
Author: Linus Hertz
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Jugendliche heute: Denn sie wissen nicht, was sie tun? Wer einen Blick auf Jugendliche wirft, sie beobachtet, sieht genau das, was sie stets schon immer ausmachte: den grenzenlosen, unbeugsamen Willen, alles besser zu machen, was die Alten versäumten. Das unterscheidet Jugendliche von heute keineswegs zu sämtlichen Vorgängergenerationen. Obwohl der im Jahre 1955 erschienene US-amerikanischen Kultfilm „Rebel Without a Cause“, viel eher bekannt unter dem Titel „…denn sie wissen nicht, was sie tun“, in dem James Dean den rebellischen Jugendlichen verkörperte, der die vorgelebten gesellschaftlichen Normen der Eltern heftig anging, durchaus als Inbegriff und filmisch gelungenes Beispiel einer aufmüpfigen Jugend gelten mag, darf man das Fragezeichen imaginär im Raume stehend setzen. Einerseits wissen sie es ganz genau, was sie tun, stellen zurecht alles in Frage, andererseits schwingt da noch mächtig die hormonellgesteuerte, neue Erfahrung im sexuellen Umgang miteinander, was eben in Einklang zu bringen versucht wird. Hat es Jugend heute leichter oder schwerer als gestern?

Was braucht, will und kann Jugend eigentlich? Das Zeitfenster der Jugend spielt sich in genau vier Jahren ab. Mit dem 14. Geburtstag beginnt sie und endet mit der deutschen Volljährigkeit zum 18. Geburtstag, auch wenn etliche bei 12-Jährigen schon von Jugendlichen sprechen, zumal ältere Generationen unschwer den Unterschied, besonders bei Mädchen,

zwischen 12 und 14 Jahren ausmachen können, die äußerlich erscheinende „Reife“ offenbart ein ziemlich trügerisches Bild, wer nicht die klaren Entwicklungsunterschiede kennt. Jede Jugend braucht und lebt von ihren Vorbildern oder Idolen. Das muß nicht automatisch der Popstar, eine Band sein, sondern spielt sich meist sehr differenziert ab, wobei noch zwischen dem, was Jugend nach außen vertritt und dem, was sie lieber für sich behält, unterschieden werden sollte. Innerhalb von Gruppen, und das Gruppenzugehörigkeitsgefühl mag eine wichtige, zentrale Rolle spielen, um eben nicht als Außenseiter geltend es viel schwerer zu haben, gibt man sich halt angepaßt, ganz im homogenen Sinne des Friedens Willen. Allerdings verbirgt sich genau an diesem Punkt eine Gratwanderung, die genügend Zündstoff liefert, wenn Gruppenverhalten und eigene Ziele nicht mehr im Einklang stehen. Jugendliche beginnen exakt das zu suchen und entsprechend dann auch zu wollen, was ihnen weiterhilft bei ihrer Entwicklung. Zielorientiert wird dieser Weg weiterverfolgt, wenn keine andere Ablenkung dies zunichte macht, sei es durch „falsche Freunde“ oder das Ausprobieren neuer, eher kontraproduktive Kreise, denken wir an Drogenkonsum bis hin zur Beschaffungskriminalität, die ebenso unter Jugendlichen vorherrscht. Aber Jugend kann eigentlich alles, weil die Aufgabe des Menschen darin besteht, in erster Linie sich selbst zu finden, seine Stärken und Schwächen, seine Begabungen und Grenzen.

Spiegel der Gesellschaft – eindeutiges Indiz des Ist-Zustandes Wer es schon nicht vermag, die Zeichen der Zeit zu deuten, welche sich klar ersichtlich offenbaren, in den Straßen, der

Infrastruktur, im alltäglichen Austausch untereinander, in den Bildungsstätten, in den Familien selbst, immer dort, wo Menschen sich zusammenfinden, aber auch im Zerfall der Häuser, der Arbeitswelt, vor allem der kaltschnäuzigeren Politik und deren Folgen, der gesetzlich legitimierten Staatsgewalt, dem weltweiten Ausbeutungsprozedere, der kann und wird, wenn er denn will, spätestens bei der Jugend beobachten, was abgeht. Sie war schon immer ein Spiegel der Gesellschaft selbst, ein eindeutiges Indiz des Ist-Zustandes. Woran sollte sie sich denn auch orientieren, wenn nicht an dem, was ihr gegeben, was wir ihnen überlassen an Möglichkeiten? Und da schaut es nach wie vor düster aus! Es beginnt schon in der emotionalen Verwahrlosung während der frühesten Kindheit, denken wir an die Babykrippen und Kindergärten, damit Eltern in wirtschaftlicher Abhängigkeit geraten, ihren kargen Lohn zum Überleben verdienen müssen. Und so wächst der Mensch heran, lieblos aufgehoben, um später in einem völlig desolaten Schulsystem orientierungslos sich finden zu müssen, weil Faktor Zeit anmahnend ständig sämtliche Neigungen und Begabungen unterdrückt, Hauptsache man funktioniert nach genormten, systemrelevanten Gesetzmäßigkeiten, in denen kein Raum vorhanden für Kreativität, Muße, Menschlichkeit. Alles ordnet sich dem

Harmonie und Diktat einer

selbstgefälligen Wirtschaftsvorgabe unter. Genau das bremst auch die heutige Jugend aus, sind exakt die Hürden, denen sämtliche Generationen zuvor ebenso gegenüberstanden.

Düstere Prognosen und Chancenungleichheit Was winkt bzw. erwartet die jungen Menschen? Wer noch keine Ausbildung oder Studienplatz hat, der blickt auf die stetig extrem wachsende Jugendarbeitslosigkeit. Denn nicht jeder schafft den Sprung ins Gymnasium, ganz abgesehen davon, daß nach wie vor die Talentförderung oftmals vom Geldbeutel der Eltern abhängig ist bzw. sogar den Seilschaften in ländlichen

Gegenden hierzulande, welches Kind ins „Gymi“ kommt oder nicht auf Empfehlung mancher Lehrer, die auch privat mit einigen Eltern kungeln, somit eine neutrale Haltung eben nicht gegeben Anwendung findet! Ein ganz anderer Aspekt sei hier noch erwähnt: unsere älter werdende Gesellschaft und der sinkende Kindernachwuchs. Dazwischen eine Jugend, die sich oftmals alleingelassen empfinden wird, ganz besonders durch die Verlockungen der Konsumwelt, dem Mediengeschacher einer nimmersatten Werbeindustrie, die alle nur eines im Sinn: abzocken um jeden Preis. Ziemlich zutreffend bemerkte George Bernhard Shaw mal: „Warum bekommt der Mensch die Jugend in einem Alter, in dem er nichts davon hat?“ Ihr Lotar Martin Kamm

Sex: stürmische Zärtlichkeit statt Beziehungsfrust Immer mehr Menschen beklagen sich über ihr Sexualleben. Ihnen fehlt etwas, nur wissen sie nicht genau was. Kein Wunder, schließlich leben Menschen meistens aneinander vorbei, es wird mitnichten frei kommuniziert. Doch auf die Bedürfnisse seines Partners bzw. seiner Partnerin kann man letztendlich nur mittels beidseitiger offener Kommunikation eingehen. Fehlt die feurige Leidenschaft im Bett, macht sich meist Beziehungsfrust breit.

Dank diverser medialer Täuschungen erliegen viele Menschen leider dem Glauben, dass Sex hart sein muss und abhängig ist von Schönheitsidealen, so suggerieren es schließlich auch die Medienkonzerne. Selbstverständlich lösen solche Gedanken innerliche Blockaden aus. Demzufolge leben Paare ihre Fantasien keinesfalls aus, flüchten mitunter sogar in neue Abenteuer, welche blitzartig ebenso ihren Charme verlieren.

Sex – Fantasie und Ambiente wichtig Wer intensiven, regelmäßigen Spaß im Bett haben möchte, sollte folglich einige wesentliche Faktoren beachten. Sex nach Zeitplan kann niemals funktionieren. Zwischen Terminen, Haushaltspflichten sowie diversen Hobbys mal eine „schnelle Nummer“ befriedigt mitnichten Mann oder Frau. Sex setzt Vertrauen, Hingabe, Zufriedenheit sowie positive Lebensgefühle voraus. Das Ambiente entscheidet. Gerade Männer sollten Frauen verdeutlichen, wie viel sie ihnen bedeuten, ergo kleine Wohlfühloasen errichten: Kerzenschein, sanfte Musik, ein leckeres Abendessen. Danach keinesfalls ungeduldig loslegen, sondern Verspannungen lösen. Ob gemeinsames Bad, Massage, spontaner Freizeitbadkurzausflug, Mitternachtsspaziergang – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Körpersprache Zärtlichkeit

sorgt

für

Zweifelsohne entscheiden nach dem Entspannungspakt körperbetonte Künste über den weiteren Verlauf. Alldieweil körperliche Anziehung stetig neue Formen annimmt, getreu dem Motto: kreative Seelen altern nicht! Mit jeder Berührung zeigt man seinem Partner, ob dieser sich geborgen fühlen kann oder

eher selber Initiative ergreifen soll. Nicht eindeutig, eher verspielt überraschend sollten Bewegungen wirken, mit einem sanften Lächeln im Gesicht – mit programmierten Robotern schläft niemand gerne. Ergo entstehen ständig neue Arten des Vorspiels, selbst in jahrelangen Beziehungen. Lassen sich beide Partner ohne Hektik aufeinander ein, hält Langeweile keinen Einzug im Beziehungsalltag. Die Unendlichkeit des eigentlichen Sexualverkehrs darf ruhig wild und etwas verdorben sein. Je intensiver alle Fantasien zügellos ausgelebt werden, desto schönere Abende entstehen infolge abwechslungsreicher Ideen. Fernab diverse Hemmungen vertrauensvoll ausleben, dafür sollte jeden Tag genügend Zeit bleiben. Ihr Joachim Sondern

Bewertungsgesellschaft: Entwertung des Menschen Ob Schule, Arbeit, Studium oder Familienalltag; die Menschheit gestaltet ihr Leben gemäß verschiedener, genormter Wertkonstrukte. Wer sich diesem Konstrukt nicht einordnet, muss mitunter scharfe Diskriminierungen der Bewertungsgesellschaft ertragen. Indes merken jene Verursacher jedoch nicht, dass sie ihre eigene humane Persönlichkeit dadurch entwerten. Doch was steckt hinter einer Bewertung? Welche Gefahren lauern, wenn Wertvorstellungen, Werturteile sowie Entwertungsmechanismen aufeinander treffen? Notensysteme,

Arbeitszeugnisse oder Auszeichnungen sind ein Indiz für fehlendes Selbstbewusstsein. Scheinbar können Menschen nur mittels Bewertung und expliziten Leitmustern ihren Alltag meistern.

Entwertung, Wertung

Werturteil

und

Psychologisch betrachtet nahezu fatal, da somit jedwede freie Selbstbestimmung bisweilen keineswegs existiert, fernab emotionaler Prägungen gelebt wird. Die Entwicklung des Menschen erstarrt folglich seit jeher. Indem Menschen einander bewerten, tragen sie zur Lebenswertverschlechterung bei. Wert„Urteil“ beinhaltet das Wort Urteil, wonach Handlungen, Gedanken als auch neue Ideen quasi einer Verurteilung unterliegen. Demzufolge dienen Werturteile einzig diktatorischer Herrschaftsformen, und weil Menschen daran gewohnt, verfallen Millionen dem Irrglauben: Es müsste genauso sein. Heranwachsende Generationen, anfangs vorurteilsfreie Kinderseelen, erstarren genau daran. Eltern fordern belanglose „Wissensaufnahme“, verurteilen zuweilen ihr Kind bei schlechter schulischer Leistung, woraufhin dieses zwanghaft um exzessive Leistungssteigerung bemüht, was wiederum oftmals Resignation hervorruft. Verwunderlich? Mitnichten, schließlich ist der Mensch individuell veranlagt. Alle Menschen lernen, arbeiten, leben anders und genau ebendiese Vielfalt sollten Menschen bewahren. Aufgrund stetiger Bewertungen und Werturteilen entstehen irreale, antihumane Konstrukte. Jeder „Mehrwert“ erzwingt gleichzeitig woanders „Wertminderung“, wodurch die Mehrwert-Zuschreibung konsequent betrachtet keinerlei Wert besitzt.

Wertvorstellung Vorurteile

verursacht

Wirtschaftliches Beispiel gefällig? Die Mehrwertsteuer, eine Steuer welche unter anderem bürgerliche Kaufkraft reduziert, Bürger schwer belastet. Auslöser solcher Be- und Entwertungen ist die traditionell gelebte Wertvorstellung. Eltern erziehen Kinder getreu Vorgabenormen. Über Generationen hinweg stellen Menschen Ansprüche an Mitmenschen, deren Verhalten, Gedanken sowie Leben, nur selber vorleben kann trügerische „Wertvorstellungen“ kaum jemand. Wertvorstellung gleich Idealbild. Logische Konsequenz? Drastische Wert-„Urteile“, Vorurteile, daraus resultierende Zerstörung. Bravo Mensch, wie klug du doch bist (Ironie aus).

Die Kunst der Wertfreiheit Letztendlich muss die Menschheit lernen, ohne normative, moralische Bewertungen bzw. Wertvorstellungen auszukommen. Freie Kooperationen eignen sich bestens für solche Lernprozesse. Menschen dürfen keine Angst haben, Fehler zu machen, denn jeder Mensch entspringt einmaliger Naturprozesse. Wie sagte bereits Shakespeare (Hamlet 1. Aufzug, 3. Szene): Dies über alles: sei dir selber treu! Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage, du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen. Treue gegenüber seinem Selbst verhindert Neid, Angst und Missgunst. Infolgedessen wären Bewertungen ad acta gelegt. Hinsichtlich demografischer Entwicklungen führten Bewertungen oder Wertvorstellungen ohnehin ins Nirwana.

Ich schließe mit einem Zitat von Isaac Newton: „Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean.“ Also, warum bewerten Menschen andere Menschen? Weil die gesamte Menschheit entgegen mancher Behauptung weiterhin in Unwissenheit verweilt, unfähig zu begreifen, dass der einzigste existierende Wert – das Lebensglück! Ihr Joachim Sondern

Unser Song für Malmö – wen schicken wir am Valentinstag ins Rennen? Das castingshowartige Prozedere der letzten Jahre hat zur Erleichterung etlicher Zuschauer ausgesorgt. Diesjährig werden in Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover in der TUI-Arena, manchen vielleicht noch unter dem Namen „Preussag Arena“ bekannt, in der Show „Unser Song für Malmö“ zwölf Teilnehmer sich präsentieren, die von Anke Engelke moderiert wird. Dabei dürfte es für Eurovision-Contest-Begeisterte spannend werden, wen wohl die Zuschauer morgen am Valentinstag ins Rennen schicken.

Die zwölf Kandidaten vorgestellt

kurz

Darf sich der 20-jährige Ben Ivory ganz im kühlen Elektropop des 80iger-Jahre-Retrostils mit seinem Song „The Righteous Ones“ Chancen erhoffen, zumal er eine Neon-Lightshow ankündigte zusammen mit extravaganten Kostümen? Oder erhofft sich die in Malmö geborene Sängerin Betty Dittrich, die mit ihrem einfachen Songtitel „LaLaLa“ antritt große Chancen, weil sie zuvor im April durch Deutschland tourt? Bei Blitzkids mvt., dessen Bandnamen in Anlehnung an die Punkband „Blitzkids“ bewußt gewählt wurde, dürfte wohl die Frontsängerin Nomi für genug Aufsehen sorgen, wenn sie wie Lady Gaga sich präsentierend „Heart On The Line“ singt. Die äußerst erfolgreiche Band Cascada ehemals im Stil des Dance, jetzt viel eher dem Elektropop angetan, trägt den Song „Glorious“ vor, gesungen von der Bonnerin Natalie Christine Horler. Der Globetrotter Finn Martin hingegen, der auch schon mal mit Pink tourte, vielen vielleicht auch durch die Single „New Days“ zusammen mit seiner Band Asher Lane bekannt, gibt den Song „Change“ zum Besten. Seit nunmehr über fünf Jahren mischt die bayerische Gruppe LaBrassBanda, die neben Bass, Gesang und Schlagzeug eben auffällig eindrucksvoll Posaune, Trompete und Tuba einsetzen, die Musikwelt auf, so diesmal zur Show mit ihrem Song „Nackert“, welchen gesanglich Stefan Dettl präsentieren wird. Hingegen die Synchronsprecherin, die gebürtige Hamburgerin Mia Diekow erst im Sommer letzten Jahres mit ihrem ersten Album als Sängerin bekannter wurde, zeigt sich den Zuschauern mit dem Titel „Lieblingslied“ in der Show. Auch die Duisburger Folk-Pop-Band Mobilée, die letztjährig als Vorgruppe mit Tim Bendzko durch Deutschland tourte, versucht in Malmö ihr Glück mit dem Song „Little Sister“. Ziemlich bekannt wird wohl das Gesangsduo Nica & Joe sein, welches im Dezember 2011 in der

zweiten Staffel der X-Factor-Castingshow den dritten Platz erreichte. Morgen werden die Beiden „Elevated“ vortragen. Interessantes dürfen wir erwarten, wenn Die Priester & Mojca Erdmann mit ihrem Song „Meerstern, sei gegrüßt“ auftreten. Immerhin wurde die Band, bei der tatsächlich drei Priester wirken, bekannt durch ihre klassischen Interpretationen bis hin zu Leonard Cohens Song „Hallelujah“ und Xavier Naidoos „Dieser Weg“. Die österreichische Rocksängerin und Songwriterin, Luise Gruber, die musikalisch seit 2007 als Saint Lu sich präsentiert, wird bei „Unser Song für Malmö“ den Titel „Craving“ singen. Xavier Naidoo selbst wird nicht in Hannover zu sehen sein, wenn die Söhne Mannheims mit ihrem englischsprachigen Song „One Love“ auftreten. Die seit bald zwanzig Jahren auf dem Musikmarkt sich tummelnde Band (Gründung 1995) wirkt normalerweise z.Zt. durch 12 Musiker, die Hälfte läßt aber das Reglement des Eurovision Contests nur zu.

Radiohörer, Zuschauer und fünfköpfige Jury stimmen ab

eine

Am Ende der Show, wenn alle Kandidaten ihre Songs den Zuschauern- und Hörern präsentiert haben, entscheiden diesjährig zum ersten Mal nicht eine Jury sowie die Zuchauer, wer im schwedischen Malmö Deutschland vertritt, sondern auch Radiohörer. Seit dem 07. Februar dürfen bereits die Zuhörer von neun Radiostationen abstimmen. Beim Voting findet eine Dreierteilung zwischen Radio, Zuschauer und Jury statt. Letztere setzt sich durch die Mitglieder Tim Bendzko, Roman Lob, Anna Loos, Mary Roos und Peter Urban zusammen. Wer die begehrte Teilnahme für sich gewinnen kann, steht wohl in den Sternen, ob Promibonus oder den Nerv des Zeitgeistes treffend, wird nicht unbedingt die Rolle spielen, letztlich gehört dazu ein gewisses Glück, wenn eventuell ein paar Stimmen zu Sieg

oder Niederlage beitragen. Drücken wir allen Teilnehmern die Daumen und sagen einfach: toi toi toi – mögen die Auftritte gelingen. Ihr Lotar Martin Kamm

Island: Wenn auferstehen

Wikinger

Völker in ganz Europa diskutieren über den stolzen Staat Island, denn nur dort halten Politiker zum Volk. Nachdem die Isländer einmal reingefallen sind auf entsprechende Spekulationsbanken, reagierten sie sofort, lernten aus ihren Fehlern, wählten folglich eine neue Regierung, welche keine Bankenrettung vollzog, sondern Islands Bevölkerung vor Hochfinanzeliten schützte. Daraufhin entstanden weitere Maßnahmen wie Steuererhöhungen für Wohlhabende, Verbesserung des Sozialsystems sowie die Abwertung der Isländischen Krone. Island erholte sich infolgedessen schnell vom Finanzschock, da keinerlei Sparmaßnahmen umgesetzt wurden.

Island duldet Fremdbestimmung Ein

einziges

souveränes

Land

keine inmitten

globaler

Elitenherrschaft leistet demzufolge erfolgreich Widerstand. Sogar die CIA musste feststellen, dass Island fernab jedweder Fremdbestimmung klare Worte spricht. Kaum mittels Privatjet gelandet, zwecks Ermittlungen in Richtung Julian Assange, forderte Islands Innenminister jene Herren dazu auf, das Land unverzüglich zu verlassen. Keinesfalls wundersam, denn wenn selbstbewusste Menschen auferstehen, Elfen aus dem Herzen sprechen, kann keine Schreckensherrschaft ihre Wirkung entfalten. Isländer leben angstfrei, gestalten ihr Leben aus freien Impulsen heraus. Schnell wurden Stimmen laut, dass Island als kleines Land im Gegensatz zu großen Staaten ganz andere Möglichkeiten hätte.

Das freie Herz – Wikingermentalität trifft Elfenzauber Bei genauerer Betrachtung zweifelsohne eine faule Ausrede. Wohlstandmüdigkeit, unnatürliche Angstfaktoren bestimmen das Leben sämtlicher Völker. Hinsichtlich stetigen Konsumrausches sowie dem trügerischen Massenspaß fehlt Einigkeit, humane Herzen können mitnichten unabhängig leben, wollen scheinbar indirekt geleitet werden. Anders die Isländer, ein Volk lebend vom Fischfang, natürlichen Arbeiten. Island verbindet Traditionen samt höchstem technischen Fortschritt. Im Bildungssystem anderen Staaten weltweit überlegen bewahren Isländer gerade deshalb ihre Wurzeln. Was Elfen sagen, ist Gesetz, ansonsten gilt, sich niemals Tyrannen ergeben. Nach ihren Schlachten ließen sich Wikinger in Island nieder, als Bauern. Trotz Sturm, Feuer, Wasser konnte vieles gedeihen. Bis heute achten Isländer ihre Heimat, respektieren starke Naturelemente, handeln niemals entgegen bestimmter

Naturgesetze. Das geht in keinem anderen Land, sagen Sie? Falsch! Es geht sehr wohl, quasi über Nacht. Beispiel Deutschland. Millionen Menschen leben fremdgesteuert bzw. in Not, dank herrschender Finanzkrise. Warum gehen nicht einfach alle geschlossen auf die Straße, tragen korrupte Politiker sowie Banker aus ihren Gebäuden? Ganz einfach, Europa diskutiert zuviel. Altkluge Reden, große Worte, allerdings keine Taten. Ist das Zivilisation? Isländer probieren neue Ideen direkt aus, davon lebt wahre Wirtschaft! Hilft einer dem anderen, wächst der Glaube im Herzen, folgen mehr Menschen ihren Träumen, können Systeme innerhalb weniger Stunden komplett geändert werden. Ich schließe mit einem eigenen Zitat: Stolz und aufrecht, wie ein Fels in der Brandung, hört endlich den Schrei, handelt vereint zum Wohle eures Nächsten und lebt fortan zum ersten Mal wirklich frei! Ihr Joachim Sondern

Tätowierungen: vom Knastimage zur Körperkunst Sicher ist es so, dass viele, die aus welchen Gründen auch immer im Gefängnis waren, mit diversen Tätowierungen versehen dasselbe wieder verließen. Durch diese Tatsache jedoch darauf zu schließen, Tätowierungen hätten hier ihren Ursprung, entspricht sicher nicht der Jahrtausende währenden Entwicklungsgeschichte der Tätowierkunst. Allerdings stört es

so manchen Zeitgenossen, schon im Tätowierungen von Kunst zu sprechen.

Zusammenhang

mit

Betrachtet man die simplen Darstellungen früherer Zeiten, als sich Seeleute und so mancher „Knacki“ einen Anker oder auch ein blutendes Herz auf ihren Arm verewigen ließen und vergleicht diese mit den Motiven der heutigen Zeit, wird einem allerdings schnell klar, dass sich hier Welten auftun. Es gibt in der Tätowierkunst nichts, was es nicht gibt, von den einfachen Sternchen am Fuß der weiblichen Klientel, über die Darstellung von wichtigen oder geliebten Menschen bis zum großflächigen Drachenmotiv, das sowohl Arme und Rücken bedecken kann, man denke nur an die phantasievollen Darstellungen der japanischen Jakuza, die sowohl Frauen als auch Männer verzieren und anzeigen, welchem Clan man angehört. Oder auch die neuseeländischen Maori, die anhand ihrer durch Tätowierungen entstandenen Gesichtsverzierungen ihre Herkunft anzeigten. Nicht zuletzt wäre da noch der allseits bekannte „Ötzi“, bei dem 15 blau-schwarze Tätowierungs-Gruppen festgestellt wurden, die sich aus über 50 Einzeltätowierungen zusammensetzen. Ötzis Alter wird auf circa 5250 Jahre geschätzt, woran erkennbar ist, das Tätowierungen keine Erfindung der Neuzeit darstellen, vielmehr scheinen diese so alt zu sein wie die Menschheit selbst. In unserer Zeit ist es eine Vielzahl prominenter Menschen, die ihre Tattoos als Teil ihrer selbst offen tragen und so ihr Selbstbewusstsein zum Ausdruck bringen. Kein Wunder, dass Tätowierungen nach wie vor angesagt sind und wohl auch so bleiben werden. Die dargestellten Motive mögen sich ändern, nicht jedoch das Bedürfnis sich selbst zu verzieren. Insofern unterscheidet sich das Tragen von Tattoos nicht vom Bedürfnis, sich täglich schminken zu wollen, was auch dazu führt, dass viele Frauen sich ein Permanent Make-up zulegen, um sich die tägliche Mühe zu ersparen, Lidstrich oder Lippenkontur neu aufzulegen, der Übergang ist fließend. Sicher unterliegen Tattoos auch der Mode, wer erinnert sich

nicht an die allseits bekannten „Arschgeweihe“, wovon viele Frauen sich wünschten, sie hätten sich diese niemals stechen lassen. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein, der mit dem Gedanken spielt, sich tätowieren zu lassen. Es ist eine „Anschaffung“ fürs Leben, die Wahl der Motive sollte daher auf jeden Fall zeitlos sein. Die Frage, ob das Tätowieren als Kunst angesehen werden kann, muss natürlich jeder für sich selbst beantworten, nur sollte man hier nicht versucht sein, andere Maßstäbe anzulegen wie bei anderen Kunstformen. Ein guter Tätowierer ist durchaus in der Lage, Konturen direkt auf die Haut zu zeichnen, um diesen dann durch Farbe und Schattierungen Gestalt zu geben, nicht anders wie bei der Malerei. Um es anders auszudrücken, ein schlechter Zeichner kann niemals ein guter oder sehr guter Tätowierer sein, Tätowieren setzt die Kunst des Zeichnens voraus, womit diese Frage beantwortet wäre. Letztendlich geht es den Kritikern auch nicht darum, ob Tattoos als Kunst anzusehen sind, sondern um das Vorurteil, dass Tätowierer und deren Kunst einer sozialen Schicht zugehörig gerechnet werden, die nicht der eigenen entspricht und der Befürchtung, in die gleiche „Ecke“ geschoben zu werden, würde man das Tätowieren als Kunst anerkennen. Diese akademische Sichtweise spiegelt sich allerdings nicht unbedingt in der Klientel der Tätowierten, ob Ärzte, Rechtsanwälte, Polizisten, Handwerker oder Hausfrauen, sie alle tragen Tattoos, ohne sie zur Schau zu stellen, sondern für sich selbst. Der immer wiederkehrenden Frage, was man denn mache, wenn man älter wird und das ehemals schöne Motiv nur noch verzerrt wahrnehmbar ist und die Haut nach unten hängt, sei entgegnet: Wen interessiert das noch, wenn man 70 oder 80 Jahre alt ist, dann hängt die Haut auch ohne Tattoo. Ihr Horst Wüsten

Kleider machen Leute – die Tristesse der Anzüge in der Männerwelt Gruppenbild einer Delegation Politiker, die ordentlich aufgestellt cheese-grinsend Richtung Photoapparat blicken. Wäre nicht der Hintergrund verräterisch entlarvend im Spiel, der somit den Zeitraum des Moments ungefähr bestimmt, sowie eine gewisse farbliche Unterscheidung aufweist, so würden Standaufnahmen heutiger Politiker erschreckend ähnlich wirken. Die Gemeinsamkeit: die Tristesse der Anzüge in der Männerwelt. Dabei mag es völlig egal sein, ob es sich um Banker, Geschäftsleute, Politiker oder Rechtsanwälte handelt, es gilt die Uniformiertheit einer längst etablierten Gewohnheit, wo in Anlehnung an Gottfried Kellers „Kleider machen Leute“ auf ganz gewisse Weise Seriosität vermittelt werden soll.

Von bunter Kleiderwelt bis hin zum schmucklos langweiligen Anzug Unsere Schöpfung hat eine schier grenzenlose Form- und Farbenpracht erschaffen, die auch uns Menschen stets dadurch hilfreiche Vorlagen inspirierender Ideen lieferte, welche wir geschickt um- und einzusetzen verstanden. Die Ergebnisse bereichern äußerst vielfältig die gesamte Kunstwelt, von der Malerei zur Musik, von den Büchern zur Architektur, von Tanz

und Theater zu den Kostümen. Wer mit offenen Augen global unterwegs, weiß, wie farbenfroh explizit außerhalb Europas die Menschen sich einrichten, von ihren bunten Häusern bis hin zur Kleidung. Ganz besonders im Mittelalter waren solche Farbtupfer hier noch selbstverständlicher Alltag, Männer und Frauen präsentierten sich ungezwungen in ihrer beiderseitigen Vielfalt der Kleidermoden. Völlig unwichtig, ob man daraus einen geschichtlichen Zusammenhang konstruieren mag oder nicht, zumindest mit der Französischen Revolution, aber auch während des Aufkommens des Puritanismus, dessen Reformbewegung im alten Commonwealth ihren Anfang hatte, zog ein Umdenken mit sich, was die Kleidung bei Männern anbelangte. Der Anzug als ein Zeichen von Autorität, Würde, Geschäftssinn und Glaubwürdigkeit begann als gesellschaftsfähiges Zeichen sich durchzusetzen. Kaum ein eindrucksvolleres Gleichnis offenbarte die Verlogenheit seriöser Wirkung mehr als der trickbetrügerische Moses Pray (herrlich gespielt von Brian O’Neal im 1973 erschienenen USamerikanischen Roadmovie „Paper Moon“), der im schicken Anzug Witwen Bibeln mit Gravur anbot, die kurz vor ihrem Ableben deren Männer in Auftrag gegeben haben sollen. Auch hierbei spielte der Anzug mit eine Rolle, Bedenken abzuwenden und Vertrauen zu erwecken.

Als Symbol Kleiderordnung wegzudenken?

weltweiter nicht mehr

Die Modewelt präsentiert sich alljährlich ziemlich abwechslungsreich, wobei dennoch Frauen eine wesentlich größere Vielfalt gegönnt wird. Umgekehrt paßt sich das weibliche Geschlecht in männlich dominierenden Geschäftsebenen viel eher den Vorgaben der Kleiderordnung der Männer an,

gerade mal der meist schmal geschnittene Rock wird noch geduldet, wenn auch nicht überall, und die jackettähnliche Jacke soll die Solidarität zur längst vorgeschriebenen Gewohnheit in der Geschäftswelt unterstreichen. So reicht das Farbspektrum gerade mal von Anthrazit, Blau- und Grautönen bis hin zu Schwarz, hingegen Versuche ein Braun oder Beige anzuwenden, bereits eher verpönt auf Ablehnung stoßen. Einmal global sich allerorten durchgesetzt, scheint das Symbol des Anzugs als weltweit manifestierte Kleiderordnung nicht mehr wegzudenken sein. Mensch nicht nur in der Rolle eines autoritätsduckenden Befehlsempfängers, sondern längst angepaßt, dadurch sich als solidarisch zeigenden Sympathisanten, der gedankenlos der Etikette gehorchend sich fügt. Wer dabei aussteigt, sich weigert, Anzug zu tragen, hat es unbedingt vielfach schwerer. Denken wir nur kurz zurück, als im Deutschen Bundestag die ersten Grünenpolitiker es waren, die eine prüde Geschäftswelt anzugtragender Männer im Plenum durcheinanderwirbelten, um ihre Grundhaltung eines eindrucksvollen Protestes zu betonen. Heute wichen die Finnenpullis und T-Shirts sowie Turnschuhe längst, um sich angepaßt der gängigen Kleiderordnung zu fügen. Einmal erfolgreich etabliert, läßt es sich halt uniformiert auf Augenhöhe besser diskutieren und verhandeln, so der Augenschein dieser Norm. Nun wandeln die Anzugträger weltweit über die Flure, in den Parks, in den Büros und Geschäftsräumen, in den Plenarsälen und sämtlichen Zusammenkünften, wo man sich geschäftstüchtig begegnet, um mittels ihres Aussehens dazuzugehören. Anzüge somit die Weltuniform? Wer etwas auf sich hält, nicht gegen den Strom schwimmen kann, gibt kleinlaut bei und zwängt sich oder schlüpft lässig leger ins Jackett, Hauptsache nicht auffallen in der Menge der Angepaßten. Und so schließe ich mal mit folgendem, eigenen Zitat: „Kritische

Wesen

von

außerhalb

unseres

Globus

müssen

unweigerlich sich die Frage stellen: Warum tragen Menschen Anzüge? Vielleicht flammt jetzt die Erkenntnis auf, daß ein echt befreites Individuum sich keinerlei Vorschriften machen läßt, oder?“ Ihr Lotar Martin Kamm

Gegen den Strom: Mitgefühl, Ehre, Aufrichtigkeit Wer heutzutage nicht mit dem Strom schwimmt, brav gehorcht und sich gewissen vorgegebenen Normen unterordnet, wird aus der klassischen Gesellschaft ausgeschlossen sowie mitunter massiv diskriminiert. Von stetiger staatlicher Überwachung, über implementierte Gerüchte, bis hin zu expliziter Existenzvernichtung reicht das Repertoire gewisser Sittenwächter. Damit wollen Eliten signalisieren, dass niemand außerhalb bestimmter Richtlinien handeln sollte. Bringt trotz allem jemand den Mut auf, seine Visionen unabhängig umzusetzen, statuieren Systemwächter Exempel. Somit werden jene abgeschreckt, welche vielleicht gedanklich ebenfalls daran dachten, aus dem hiesigen System auszusteigen. Eine Tragödie sondergleichen, da inmitten einer angeblichen demokratischen Ordnung keinerlei natürlicher Entfaltungsspielraum mehr vorhanden scheint, zumindest oberflächlich betrachtet.

Der Schlüssel – Philosophie des Bushido

die

Hinter dem Nebelschleier offenbart sich indes jedoch ein ganz anderes Konstrukt, welches Auswege, wahrhaftige Freiheit beinhaltet, würden Menschen entsprechend alter Werte ihr Dasein gestalten. Nur, wollen Menschen tatsächlich überhaupt frei leben? Verantwortung übernehmen? Momentan anscheinend nicht. Zwar demonstrieren etliche Bürger, stellen Forderungen an Finanzeliten sowie Banker, aber eigenverantwortlich, konstruktiv handeln, daran denkt gleichwohl kaum jemand. Zweifelsohne verdeutlicht dieses Forderungsverhalten die fehlenden, zwischenmenschlichen Bildungsaspekte. Seit Jahrzehnten erliegen Menschen einem gesteuerten Ausbildungssystem, fernab realer, ganzheitlicher Bildung. In sofern scheint jene überzogene gesellschaftliche Ignoranz unüberwindbar, zumindest bis eines Tages Bevölkerungsmassen erkennen, dass gemeinschaftliche Verantwortung wesentlich leichter umsetzbar als ihr bisheriger Lebensweg. Folgende Werte des Herrschaftsformen:

Bushido

entzaubern

jedwede

Ehrlichkeit, Mut, Mitgefühl, Höflichkeit, Gerechtigkeit, Güte, Ehrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Loyalität! Das Problem? Trügerische Lehrmeister suggerierten Völkern über Jahrzehnte hinweg gegenteilige Werte. Nur wer gewissenlos, unhöflich, feige, verlogen, voller Missgunst, gänzlich ohne Ehre sowie Aufrichtigkeit sein Leben koordiniert, darf stellenweise kleine, finanzielle Abhängigkeitserfolge genießen. Innerhalb eines Geldsystems streben Menschen lediglich nach finanzieller Sicherheit, verhindern wahre Werte, obwohl langfristig betrachtet alle Menschen harmonisch im Wohlstand miteinander leben könnten, sofern Menschen die

Werte des Bushido verinnerlichen, anstatt sie als überkommen bzw. altmodisch abzuwerten.

Freiheit des Lebens liegt im Leben selbst Fortlaufend Kriege, kontinuierliches Leben voller Ängste entspringen keinesfalls Naturgesetzen. Viel eher geht es darum, als menschliche Einheit der Erde entgegenzukommen, denn diese hat Menschen sicherlich nicht nötig, der Homo sapiens hingegen die Erde sehr. Druck, Stress, fehlende tiefe Liebe – wohin führte das alles? In ein endloses Nirwana, wo Menschen verloren, weil nur wenige einander helfen, kaum Eltern ihren Kindern zuhören. Das Leben selbst erweist sich als die größte Freiheit, wenn man jenes tatsächlich gemeinschaftlich lebt! Ich schließe mit einem eigenen Zitat: Wenn Ehre, Stolz, Aufrichtigkeit, Mitgefühl oder Güte ein Zeichen von Schwäche sein sollen, dann bin ich gerne schwach, denn Stärke, welche das Leid eines Mitmenschen beinhaltet, führt zu einem schweren Gewissen voller Schweigsamkeit! Ihr Joachim Sondern

Papst

Benedikt

XVI.

tritt

freiwillig zurück

von

seinem

Amt

Als am 19. April 2005 Kardinal Joseph Aloisius Ratzinger, drei Tage nach seinem 78. Geburtstag, sein Amt endete, um fortan als Papst Benedikt XVI. den Heiligen Stuhl der römischkatholischen Kirche zu besetzen, sollte eigentlich jeder kritische Zeitgeist gewußt haben, daß angesichts seines hohen Alters die Amtszeit nicht von wirklich langer Dauer sein würde. Kein Wunder also, daß nunmehr der 265. Papst einsichtig freiwillig zurücktritt, welches zuletzt der nur sehr kurz im Amt gewesene Papst Coelestin V. im Jahre 1294 ebenso vollzog. Am 28. Februar soll Benedikts letzter Arbeitstag als Papst sein. Was konnte Benedikt XVI. in seinen acht Jahren als Heiliger Vater tatsächlich bewegen, um der römischkatholischen Kirche wieder Volksnähe zu beweisen?

Eine voraussehbare Amtszeit voller Widersprüche und Spannungen Zunächst setzte er die initiierte Dialogbereitschaft Papst Johannes Paul II. fort, um mit den Vertretern anderer christlicher Konfessionen, des Judentums und des Islam sich zu treffen, was er auch gleich am XX.Weltjugendtag im August 2005 umsetzen konnte, aber diese Großveranstaltung glänzte vielmehr als „Weltpapstag“ aufgrund des überzogenen Medienspektakels. Doch wer die römisch-katholische Kirche hochhält und den Status anderer Kirchen abspricht, verliert dadurch natürlich

an Glaubwürdigkeit. Hat da in etwa sein „bayrischer Kleingeist“ die eigentliche Aufgabe des Vatikans mißverstanden? Im Mai 2007 verscherzte es sich der Heilige Vater gleich mit dem südamerikanischen Kontinent, in dem er einfach behauptete, die Ureinwohner hätten unbewußt sich eine Christianisierung herbeigesehnt. Selbstverständlich wiesen eine solche Verdrehung der Tatsachen die Indios als „arrogant und respektlos“ zurück. Erst nach heftiger Einforderung einer Entschuldigung seitens Venezuelas Präsident Hugo Chávez ruderte das kirchliche Oberhaupt zurück und entschuldigte sich allerdings nur teilweise. Mit ihm war eine Lockerung zur Thematik der Sterbehilfe oder der Abtreibung schon vor Beginn seiner Amtszeit bereits aussichtslos, so daß er seine Meinung als Papst lediglich bestärkte. Hingegen, um auch mal Begrüßenswertes zu vermelden, lehnte er stets die Gentechnik als „Widerspruch zur göttlichen Schöpfung“ ab. Aber es half niemanden, daß der Papst zwar einerseits beim Bush-Besuch (2008) pädophile Priester anprangerte, hingegen bis heute deutliche Reformen ausblieben, um die weiterhin massiv im Raum stehenden Vorwürfe zu entkräften bzw. zukünftig solche Verbrechen zu verhindern. Die fundamentalistischen Tendenzen nicht nur innerhalb der römisch-katholischen Kirchen, sondern in diesem Punkt betrifft es nahezu alle christlichen Kirchen, tragen entscheidend mit dazu bei, die Menschen nicht zu erreichen. Kein Wunder, daß vom ehemaligen Kardinal Ratzinger bis hin zum Papst Benedikt XVI. die strikte Ablehnung zur Homosexualität anhielt, die dieser stets vertrat, ganz zum Leidwesen der Betroffenen. Ob die verstrichene Chance, den afrikanischen Völkern helfend zur Seite zu stehen im ewigen Kampf gegen die Überbevölkerung und Aids, ihnen den Einsatz von Kondomen zu gewähren aus kirchlicher Sicht, das Fördern der mittelalterlichen Tridentischen Messe, gemäß dem Messbuch aus dem Jahre 1570

oder er die Eucharistiefeier sogar hin und wieder mit dem Rücken zum Volk stehend auf Latein zelebrierte, dieser Papst hat mehr als anschaulich bewiesen, in wie weit sich der Heilige Stuhl von den Menschen entfernt, sie letztlich ignoriert, der Kirche keine Impulse mehr gegeben hat während seiner Amtszeit. Die Fragen, die sich jetzt stellen: Wer wird sein Nachfolger, und in wie weit vermag dieser die vielen Versäumnisse und Fauxpas wiedergutmachen? So bemerkte einmal völlig zurecht Martin Luther King: „Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, daß Gott sich darum kümmert.“ Ob er etwa kurz zuvor Samuel Becketts „Warten auf Godot“ gelesen hatte? Ihr Lotar Martin Kamm

Reinkarnation – zwischen Ablehnung, Glauben und wissenschaftlicher Erklärung Kaum ein Phänomen beschäftigt die Menschheit mehr als das Wesen der Reinkarnation, die mit dem Tod und Wanderung der Seele verbundene Wiedergeburt, wo der Geist selbst einen neuen Körper sich aussucht, um diesen zu beseelen. Und auch wenn insbesondere die christlichen Kirchen die Reinkarnation brüsk ablehnen, meinen, sie hätte innerhalb ihrer Glaubensrichtung nie eine Rolle gespielt: Es gibt keine

große Weltreligion noch kaum eine Naturreligion, in der die Wiedergeburt in Frage gestellt wird. Sondern ganz im Gegenteil, das uralte Wissen und die ständig gesammelten Erfahrungen, die sich über die Jahrtausende hinweg nicht verbannen ließen, weltweit betrachtet wahrscheinlich die Mehrheit der Menschheit sie als gegeben akzeptiert, lassen eine Ahnung von der Brisanz dieser Thematik anklingen, die sich zwischen Ablehnung, Glauben und wissenschaftlicher Erklärung abspielt.

Verantwortungslosigkeit entzaubert – Mystik auf dem Prüfstand Die Reinkarnation beschäftigte nach den sicherlich vorhandenen Ur-Zeiten weit vor sogenannter Antike spätestens im alten Griechenland allen voran Pythagoras, Empedokles und Platon, hingegen Aristoteles ein entschiedener Gegner dieses Urwissens war. Interessant in diesem Zusammenhang, da er ganz besonders auf die Trennung der Wissenschaften akribisch bestand, was viel später gerade die Physik wieder aufhob als „verbindende Wissenschaft“, die noch am ehesten signalisierte, über den Tellerrand zu schauen, parapsychologische Phänomene zumindest nicht gänzlich auszuschließen. Während ganz besonders gern kritische Gegner, auch innerhalb der christlichen Kirche, die Reinkarnationslehre damit abtun, diese mache es sich zu einfach, in dem jedwede Verantwortung auf diese Weise aufs nächste Leben verschoben werden könne, um im hiesigen Leben sich damit alles zu erlauben, verkennen sie das Wesen des Karmas wohl gänzlich. Denn was man heute tut, wird durchaus Konsequenzen spätestens in einem der nächsten Leben haben. In sofern gibt es ganz im Gegenteil kein Entrinnen unüberlegter

Handlungen, was jedwede Verantwortungslosigkeit viel eher entzaubert, hingegen nach einhergehender Reue und kurzer Beichte beim Pfarrer schnell die Sünden vergeben werden, weil ein barmherziger, verzeihender Gott dies angeblich leiste. Daher müssen wir uns gar nicht wundern, daß die gesamte Mystik, die neuentflammte Esoterik bis hin zur Reinkarnation auf dem Prüfstand christlich geprägter Gesellschaften sich zu unterziehen hat. Alles was nicht im Kontext einer vorgefaßten, allgemein verbindlichen Meinung paßt, wird kategorisch abgelehnt, zumal eine Beweisbarkeit sehr selten möglich. Worin liegt das oder besser hinterfragt: Wer hat ein Interesse, das Wissen um die Reinkarnation möglichst klein zu halten, gar zu verhöhnen?

Unsere Psyche schützt uns – in den Tiefen unseres Urwissens Ehrliche, genau beobachtende und vor allem vorurteilsfreie Eltern werden bestätigen, daß viele ihre Kinder im frühen Alter gewisse Albträume hatten, welche sie sich nicht erklären konnten, bis hin zu detaillierten Schilderungen über Begebenheiten, die auf Erfahrungen zurückzuführen sind, keineswegs der Phantasie entsprechen können, sondern höchstwahrscheinlich „Erinnerungen oder Rückkopplungen“ längst vergangener Vorleben entspringen. „Wir trinken das Wasser des Vergessens“ lautet eine alte Redewendung, die nicht zufällig verfaßt, befinden wir uns doch alle wohlgeborgen im Mutterleib vor unserer Geburt und trinken dabei das Fruchtwasser, eben das Wasser des Vergessens. Wir würden schier wahnsinnig werden, hätten wir noch das gesamte Wissen all unserer Vorleben. In sofern schützt unsere Psyche uns bei diesem Vorgang. Dennoch dringt manchmal etwas nach außen, möchten uns solche Erlebnisse aus vergangenen Zeiten eine Botschaft vermitteln, ob diese nun gedeutet wird oder nicht, bleibt mal

dahingestellt. Und wer sich auf die Reise in den Tiefen unseres Urwissens begibt, was durchaus vorhanden, z.B. per Rückführungen, sollte sich gut darauf vorbereiten, weil nicht jedermanns Sache sein mag. Bei all diesen Überlegungen schwingt bereits die Akzeptanz mit, nicht der Glauben, da Glauben gleich Nichtwissen bedeutet, die Reinkarnation als gegeben zu betrachten. Wobei direkt die nächste Frage sich anknüpft: Wie kann man wissen, was weder bewiesen noch selbst spürbar erlebt?

Indizien zur Reinkarnation im Diskurs breiter Ablehnung Natürlich gab es auch Fallstudien zur Reinkarnation, wie z.B. das aufsehenerregende Schicksal der beiden Schwestern Jacqueline und Joanna Pollock, die von einem Auto getötet, aber schon ein gutes Jahr später als Zwillinge wiedergeboren wurden, wie sich anhand etlicher Indizien recht glaubwürdig herausstellte. Diesem sowie vielen anderen Fällen nahm sich der wohl bekannteste Reinkarnationsforscher, der kanadische Psychiater Ian Stevenson an. Ob ein Johann Wolfgang von Goethe, ein Hermann Hesse, ein Rudolf Steiner, dem Gründer der Anthroposophie, die von der Reinkarnation überzeugt waren oder ein Thorwald Dethlefsen, der insbesondere hierzulande die Wiedergeburt popularisierte, die Kirche trat ihr vehement stets entgegen, was daher auch in einen Diskurs breiter Ablehnung mündet. Das hat daher sehr viel mit Macht zu tun, kann man durchaus anmahnend anmerken. Denn nichts untergräbt eine gewisse Autorität mehr, als wenn ein Mensch sich mündig seines Verstandes bedienend, im hiesigen Leben verantwortungsvoll wohlüberlegt handelt, wissend, daß Karma nichts vergißt! „Lebe so, wie wenn Du nochmals leben könntest – dies ist Deine Pflicht. Denn Du wirst in jedem Falle nochmals leben!“

(Friedrich Nietzsche) „Nicht ein Atom des Körpers wird vergehen und nicht ein Hauch von Seele. Sobald der Nordwind den Saum des Geistes zusammenrafft, wird sich der Ostwind erheben und ihn entfalten.“ (Khalil Gibran) „Wirkliche Wiedergeburt ist das Sterben des Ego in das absolute Bewußtsein. Darin liegt die Bedeutung der Kreuzigung Jesu. Solange die Identifizierung mit dem Körper dauert, wird immer ein Körper vorhanden sein, entweder dieser oder ein anderer, bis die Körpervorstellung sich in ihrer Quelle, dem Selbst, dem absoluten Bewußtsein, auflöst.“(Ramana Maharshi) Ihr Lotar Martin Kamm

Familienbetrieb: Auslaufmodell?

ein

Viele mussten es am eigenen Leib erfahren, da arbeitet man seit Jahren oder auch Jahrzehnten im gleichen Betrieb, der sich oft in Familienbesitz befindet. Der Chef schaut regelmäßig vorbei, spricht mit seinen Angestellten und zeigt Interesse an seinen Leuten und an dem, was sie tun, wodurch eine Art große Familie entsteht und der Ausdruck Familienbetrieb so erst Recht den Sinn des Wortes erfüllt. Man kennt und hilft sich untereinander, alles läuft zur Zufriedenheit der Belegschaft und der Eigentümerfamilie, nach dem Motto: leben und leben lassen. Natürlich gibt es auch unter den Familienunternehmen solche, die den hier

beschriebenen Kriterien nicht entsprechen und nach der Devise arbeiten, Motivation durch Druck, was sich aber auf die Dauer und mit Sicherheit auf die Qualität der angebotenen Produkte auswirkt, mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen. Das jähe Ende einer eingangs beschriebenen Firmenstruktur kann viele Ursachen haben, fehlendes Interesse der nachfolgenden Eigentümergeneration, aufgeblähte Verwaltungsstrukturen, fehlende Innovationen, zu hohe Kosten, Managementfehler usw. Mit sehr viel Glück entgeht man in solch einem Fall der Entlassung, wenn der betroffene Betrieb von einem anderen Unternehmer mit gleichen Strukturen übernommen wird. Bedenklich wird es, wenn die Übernahme durch einen Konzern, womöglich noch durch eine AG erfolgt. Hier gelten andere Gesetze, das familiäre Umfeld spielt hier keine Rolle mehr und die Mitarbeiter, vor allem ältere, die es gewohnt waren, in einer überschaubaren Atmosphäre zu arbeiten, haben es schwer, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Man merkt sehr schnell, dass hier andere Prioritäten gesetzt werden, es geht darum, die Forderungen der Aktionäre zu befriedigen, Gewinn um jeden Preis und so hoch wie möglich. Der althergebrachte Stundenlohn weicht dem Leistungslohn. Um die Lohnstückkosten berechnen zu können, kommt die Stoppuhr zum Einsatz und ganz nebenbei wird so die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters festgestellt und abverlangt, Leistungsminderungen des Einzelnen, durch welche Ursache auch immer, finden nur selten Berücksichtigung und müssen in der Regel von anderen Kollegen aufgefangen werden. Sind sämtliche Abläufe durchkalkuliert, werden andere Maßnahmen ergriffen, um die Produktivität zu erhöhen. Da sich bei den Kosten eines Unternehmens die Lohnkosten als die „weichsten“ Stellen zeigen, wird hier natürlich auch der Hebel angesetzt. Oft mit der latenten Drohung die Produktion ins Ausland zu verlagern, wird mit den Arbeitnehmervertretern über eine Leistungssteigerung verhandelt, die in Vereinbarungen schriftlich festgehalten wird. Wenn dies durch die

Mitarbeiter nicht erreicht oder umgesetzt wird, gibt es weniger Geld, so einfach geht das. Eine andere Methode ist die Optimierung der betrieblichen Abläufe durch vorgegebene Maßnahmen, was in der Regel als erstes die Firma McKinsey auf den Plan ruft. Andere Strategien sind zum Beispiel Kaizen oder 20Keys, in die zunächst Millionenbeträge investiert werden, die man sich natürlich zurückholen will. Da die Kaizen-Methode in Japan entwickelt wurde, haben etliche Betriebe erst sehr spät und nach der Zahlung von sehr viel Geld feststellen müssen, dass man Deutsche nicht zu Japanern machen kann. Die Kaizen-Methode ist auf die Mentalität der japanischen Arbeiter zugeschnitten und funktioniert daher hierzulande längst nicht überall. Man kann also feststellen: In kleinen und mittleren Betrieben mag es die klassischen Familienstrukturen noch geben, in der „modernen“ Industrie werden sie dagegen immer seltener zum Leidwesen der Mitarbeiter. Wusste man in „seinem“ Betrieb noch um die soziale Einstellung seines Chefs, hat man es dagegen in der heutigen Zeit mit einer anonymen Gruppe von nimmersatten Aktionären zu tun, die keinen Bezug mehr haben zu den Leuten, die für das leistungslose Einkommen, genannt Dividende, arbeiten müssen. Die Unternehmer, die bereit sind, Millionenbeträge zu investieren, um die Leistung der Mitarbeiter immer weiter nach oben zu treiben, sollten sich überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, dieses Geld den Mitarbeitern zukommen zu lassen. Das wäre Motivation! Ihr Horst Wüsten

Nach Schavans Rücktritt: Johanna Wanka übernimmt zum Valentinstag Was politisch schon lang vorauszusehen war, trat nunmehr heute ein: Annette Schavan zog gestern bereits die Konsequenzen, um der Bundeskanzlerin den fälligen Rücktritt anzubieten, den heute Angela Merkel zusammen mit der scheidenden Bundesministerin der Öffentlichkeit verkündete. Dort betonte sie nochmals, die Entscheidung der Universität keinesfalls zu akzeptieren, sowohl nicht abgeschrieben als auch getäuscht zu haben. Sie sei daher tief betroffen von den Vorwürfen. Letztlich tat sie das einzig Richtige, ob mit oder ohne der Begleiterscheinung gnadenloser Häme. Jetzt wird die diplomierte Mathematikerin Johanna Wanka, die zum Schluß im niedersächsischen Wulff-Kabinett das Amt der Ministerin für Wissenschaft und Kultur im April 2010 antrat, zum Valentinstag zur neuen Ministerin vereidigt werden. Nachdem sie bereits zuvor von 2005 bis 2009 in Brandenburg als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur sich bewähren konnte und darüber hinaus in ihrer Funktion als Präsidentin der Kultusministerkonferenz der Zeitschrift Spiegel gegenüber geäußert hatte, daß die Kultusminister längst wissen würden, die Rechtschreibreform sei falsch, diese sei aus Gründen der Staaträson nicht zurückgenommen worden, darf man wohl gespannt sein, in wie weit Johanna Wanka ihr neues Amt bereichern wird. Ihr Lotar Martin Kamm

Ajaaz – eine Organisation mit dem Willen weltweiter Verbundenheit Neulich trafen sich die beiden alten Stinkstiefel, Paul und Helmut, im Café Kranzler am Ku’damm, um ihrer inzwischen liebgewonnenen Gewohnheit entsprechend über die Themen des Alltags zu politisieren. Während sie auf die nette Bedienung warteten, ließ Paul seinen Blick gemächlich schweifen, Helmut hingegen zupfte nervös an der Tischdecke, rückte die Blumenvase an einen vermeintlich sinnvolleren Ort. Irgendwie wollte in dieser merkwürdigen Schweigeminute kein Gespräch aufkommen, was sich allerdings schon in wenigen Momenten schlagartig änderte. Zwei Tische weiter erklang die bekannte Tonabfolge eines sich öffnenden Windowsprogramms. Ein wenig verunsichert irritiert ob der Lautstärke duckte sich die Verursacherin, eine junge Frau, hinter ihrem Laptop. Doch Helmut konnte gerade noch, der in einer günstigen Position saß, ganz deutlich das ihm bekannte Symbol auf dem Bildschirm erkennen und die Diskussion war schnell im Gange. „Na, erzähl schon Helmut, spann mich nicht auf die Folter, was kannst du sehen?“, fragte Paul und beugte sich vor, was ihm dennoch nicht half, mehr zu erkennen. „Nu mal ganz langsam, immer mit der Ruhe. Du weißt ja, daß ich im Gegensatz zu dir, ständig im Internet unterwegs bin“, antwortete Helmut und kostete dabei den Vorteil der ungeduldigen Neugier seines Kumpels aus, „und deshalb weiß ich, daß die junge Dame sich in Ajaaz eingeloggt hat.“ „Wie, Ajaaz, was soll denn das wieder bedeuten, habe ich noch

nie gehört. Meinst du etwa: Ah…Jazz? So eine Art JazzProgramm?“, fragte Paul völlig ratlos. Anstatt den verunsicherten Paul aufzuklären, brach Helmut in schallendes Gelächter aus, die anderen Gäste nebst der jungen Frau hoben die Köpfe in Richtung der Altherrenriege. Als die Bedienung ihre übliche Bestellung, ein Kaffee und ein Cappuccino, aufgenommen hatte, lehnte sich Helmut gemütlich zurück und befreite Paul von seiner Wissenslücke. „Im weitesten Sinn hast du sogar nicht Unrecht. Die Gemeinsamkeit liegt in der Verbundenheit, denn Jazz als Musikrichtung verbindet bekanntlich Menschen“, begann Helmut. Dabei wurde die Aufmerksamkeit der jungen Frau erst recht geweckt, die nach Helmuts Lachsalve ahnungsvoll die beiden Männer beobachtete. „Ganz einfach, Paul. Ajaaz versucht Menschen zu bewegen, per Unterschrift Zeichen zu setzen, wenn draußen in der Welt die Politik versagt, quasi zu wenig erreicht. Das mag zunächst eine prima Sache sein, vor allem weil sich alle sofort angesprochen fühlen. Und die riesigen Unterschriftenzahlen belegen dies auch“, fuhr Helmut fort. Als Paul bereits die nächste Frage auf den Lippen hatte, setzte sich die junge Frau einfach unaufgefordert an ihren Tisch. „Gestatten, Lisa“, stellte sie sich kurz vor und wandte sich entrüstet Helmut zu, „Ihr Unterton gefällt mir so gar nicht, den ich zugleich herausgehört habe, Ajaaz bewirkt eine Menge Gutes!“ Helmut konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, klopfte seinem Kumpel auf die Schulter, der schon begann, Lisas Empörung Glauben zu schenken, und war nun mitten in seinem Element: dem Zerpflücken fadenscheiniger Idealvorstellungen. Darin war Helmut ein Meister, wie Paul nur zu genau wußte. Bevor er fortfuhr, trug die Bedienung die Getränke auf. „Schon mal einen Blick auf die Urheber von Ajaaz riskiert, junge Frau, sorry, Lisa? Nein? Das sollten Sie aber. Da steckt

unter anderem der Hauptgründer, Rick Patters, dahinter, allseits bekannt dafür, ganz besonders den Amis in den Allerwertesten zu kriechen“, konnte er gerade noch loswerden, weil Lisa voller Empörung kurz aufschrie, um im nächsten Moment mit ihrer Hand vorm Mund den Ton abzustellen. „Na ja, Mister Patters hat halt bei den einflußreichsten USamerikanischen Stiftungen seine Lehrjahre verbracht, nutzt nun sein Wissen und vor allem das Beziehungsgeflecht der Hochfinanzeliten aus, um damit Ajaaz zu etablieren. Außerdem schauen Sie sich mal die anderen im Ajaaz-Vorstand an. Da wären z.B. der McKiss-Berater Jerry Heitmann oder Geoffrey Sorrow, der bekanntlich die Gentechnik unterstützt. Grund genug, stutzig und sehr kritisch Ajaaz gegenüber zu stehen, oder?“ Lisa verharrte in eine Art Schockstarre, obwohl ihr viele Für-Argumente auf den Lippen lagen, brauchte sie eine Weile, bis sie sich gesammelt hatte. „Mag ja stimmen, was Sie mir da berichten. Aber trotzdem haben die Unterschriften so einiges zum Guten bewirken können. Ich denke da gerade mal an das Anti-Korruptionsgesetz in Brasilien, was dadurch zustande kam. Oder den Teilerfolg für den Klimaschutz auf der Insel Bali“, erwiderte Lisa ein wenig gefaßter. Doch Helmut und auch Paul selbst ließen sich nicht beirren, die einmal ausgemachte Kritik an dieser Organisation konnte nicht mehr gestoppt werden. „Lisa, denken Sie einfach weiter. Vor allem, mit welchem Recht werden per schnelle Unterschriftenaktionen sich gar in zweifelhaft kriegerische Auseinandersetzungen eingemischt, wie Libyen oder jüngst in Syrien? Eine Parteiergreifung, obwohl ein Unrecht durch ein andersgelagertes sich keineswegs ändert? Spätestens dann sollte man ins Grübeln kommen, oder?“, bemerkte Helmut und winkte der Kellnerin, daß er zahlen wolle. Auch Paul zückte den Geldbeutel. Lisa stand wortlos, aber sichtbar geknickt auf und begab sich wieder zu ihrem Tisch, klappte den Laptop zu, legte das Geld für den Schwarztee auf den Teller mit der Quittung und verließ entrüstet das Café.

Aber Hauptsache weltweit verbunden, sich per Unterschriften beteiligt und dadurch ein wenig nützlich gemacht in ohnmächtig werdenden Weltgeschehnissen, wo der kleene Mann so gar keinen Einfluß hat, das scheint Ajaaz erreicht zu haben, war die Schlußfolgerung, das Fazit der Überlegung Pauls beim Betreten des geschäftigen Kurfürstendamms. Die beiden Alt-68iger verabredeten sich noch für den nächsten Samstag, und jeder ging seines Weges. Ihr Lotar Martin Kamm

Sexismus: Brüderle und der feministische Aufschrei Männer sollten künftig gründlich überlegen, welche verbalen Äußerungen sie gegenüber einer Frau tätigen, da es ihnen ansonsten ergehen könnte wie FDP-Politiker Rainer Brüderle. Kaum äußerte eine Stern-Journalistin, dass Rainer Brüderle vor rund einem Jahr ihr gegenüber anzügliche Bemerkungen machte auf dem Dreikönigstreffen, schon startete der allseits bekannte „Aufschrei der Anständigen“. Die entfachte Sexismus-Debatte sorgt unentwegt für Gesprächsstoff. Feministin Anne Wizorek nutzte dazu erfolgreich Twitter, wo sie samt dem Hashtag „Aufschrei“ für Aufsehen sorgte. Doch wo beginnt sexuelle Freiheit und wo endet diese? Sexismus ist mitnichten erst seit heute ein Thema, sondern prägt das gesellschaftliche Miteinander schon immer.

Einseitige Sexismusdebatte – auch Männer leiden Vom gesellschaftlichen Sexismus spricht jedoch indes kaum jemand. Viel eher geht es wieder einmal um böse hormongesteuerte Männer. Feindbilder sorgen schließlich für entsprechende Quoten. Ganz gleich ob Fernsehen oder Zeitung, Hetze ermöglicht Gewinne. Ergo dienen Menschen wieder einmal ausschließlich dem Geldsystem. Was aber ist Sexismus eigentlich? Wenn Männer bei Minirockträgerinnen hinterher rufen „Hey, Du hast einen schönen …“ bzw. sich gleich ranschmeißen? Pardon, jeder Mensch erliegt Reizen. Frauen tragen genauso Verantwortung an sexistischen Entwicklungen. Immer aufreizender, frecher sowie „geiler“ wirkt das weibliche Auftreten. Oftmals provozieren Frauen in Discos sogar Männer, spielen ihre Reize aus, um den Mann am Ende fallen zu lassen. Zuweilen verdeutlichen geschichtliche Zusammenhänge weibliche Einflüsse. Nicht selten verursachten weibliche Intrigen Aufstände bzw. Kriege. Heute gehen Frauen reihenweise fremd, langweilen sich innerhalb fester Beziehungen bereits nach kurzer Zeit, nutzen dennoch gutmütige Männer aus. Betrug über Jahre hinweg, ständig neue Experimente im Bett, wechselnde Liebhaber, kaum romantische Gefühlsebenen. Karriere statt Kind. Gleichwohl ebenfalls Männer ihre Frauen betrügen, teilweise die Familie vernachlässigen. Laut diversen Studien, eigenen Umfragen zufolge, leiden Männer allerdings genauso, wenn nicht sogar mehr als Frauen unter Sexismus. Häufig betonen junge Männer, dass sie Familien gründen wollen, dazu aber treue, familienorientierte Partnerinnen benötigen. Frauen möchten immer häufiger Karriere machen, einfach Spaß haben und Männer sollen natürliche Prägungen ablegen, dürfen keine Versorger mehr sein, müssen

alles hinnehmen, was weibliche Hormone verursachen. Warum treten etliche Männer als Machos auf? Ganz einfach, weil Frauen darauf stehen, sie mögen „Badboys“ und keine Romantiker. Je älter Männer werden, desto größer der Drang nach Geborgenheit, wahrer Liebe. Konträr dazu meinen viele Frauen, sie verpassen etwas, wollen plötzlich wilde Jahre nachholen. Was das für Schmerzen in Männern verursacht, darüber spricht kaum jemand.

Sexismus schon lange ein ganzheitliches Gesellschaftsproblem Männer

bekommen

mitunter

vermittelt,

sie

seien

wertlos

geworden, rein zum Zwecke weiblicher Bedürfnisbefriedigung geeignet. Männer sitzen tausendfach bei Freunden, während Frauen aus purer Langeweile neue Liebhaber testen. De facto kann man festhalten: Beide Seiten müssen offen miteinander sprechen, ohne Vorhaltungen, und wenn Männer an sich arbeiten, dann gilt dementsprechend für Frauen das gleiche. Während Männer meist Fehltritte aus Gewissensbissen zugeben, wirklich bereuen, können Frauen jahrelang fremdgehen, ohne das Mann etwas merkt. Natürlich erweisen sich manche Männer als „Schweine“, Frauen sind gemäß unserer geführten Gespräche meistens dennoch gewissenloser. Sexismus, ein ganzheitliches Problem, unabhängig gewisser geschilderter Frau-Mann Thematik, entspringt bestimmten Trugbildern. Unter anderem sorgte die Werbeindustrie dafür, dass das Aussehen wichtiger wurde als wahre Werte. Um vorgegebenen Schönheits- sowie Gesellschaftsidealen gerecht zu werden, zählte für alle Menschen äußerliche Anerkennung plötzlich mehr als die Stimme des Herzens. Männer sind verpflichtet, Frauen anzuerkennen, sie niemals zu schlagen oder in der Kennenlernphase das Wort „Nein“ zu akzeptieren, da Frauen keine Sexobjekte sind. Frauen sollten Familienwerten wieder mehr Beachtung entgegenbringen, Herzlichkeit walten

lassen, ihre Reize keinesfalls provokativ aus Spaß einsetzen. Kurzum: Gegenseitige Achtung samt Wertbewahrung ist beiderseits notwendig!

Freie Lebenskultur und wahre Liebe Es geht nicht darum, inwiefern wer recht behält, sondern um wahre Liebe. Gegenseitiges Verständnis, ruhige Minuten, langfristige Zweisamkeit darf keineswegs mittels Triebe zerstört werden. Zur Gestaltung der Beziehung gehören nun mal zwei. Freiheit für beide Seiten. Warum ist es für Frauen so schlimm, einfach die Familie zu hüten? Warum müssen kontinuierlich oftmals neue Männer her? Männer mögen manchmal aus der Spur laufen, doch sie fühlen sich wohl in langen Beziehungen. Damit wollen wir letztendlich die Schwächen beider Seiten verdeutlichen, aufzeigen, wie intensiv Liebe sein kann. Traditionelle Familienwerte gelten trotz entsprechender Systemmanipulation als unverzichtbares Gut. Sex ohne Liebe ist wertlos. Beziehungen erfordern freie Kommunikation, offene Lebenskulturen. Ihr Joachim Sondern

Christopher Dorner: Rachefeldzug gegen LAPD Ergebnis kopfloser Wut? Was veranlaßt einen Menschen, sich gleich mit einem Policedepartment anzulegen, obwohl ein dermaßen heftiger Rachefeldzug nahezu aussichtslos nicht nur erscheint, sondern

dementsprechend wohl enden ein Ex-Cop des Los Angelas nach seiner Behauptung, geisteskranken Verdächtigen diese alles abstritt.

wird? Christopher Jordan Dorner, Police Departments (LAPD), wurde seine Ausbilderin habe einen mißhandelt, prompt entlassen, da

Trotz Bestätigung seitens des Vaters des Opfers, daß Dorners Angaben der Wahrheit entsprechen, blieb es bei dieser überzogenen Entscheidung aus dem Jahre 2008, die er dennoch keineswegs so hinnehmen wollte, zunächst den Weg durch die Berufsinstanzen wählte, um wieder in den Dienst der Polizei zu gelangen. Nach weiterhin erfolgloser Bemühung, das LAPD bestand all die Jahre auf die Entlassung, hat sich der Marinereserveoffizier für einen Rachefeldzug gegen das drittgrößte Police Department der USA entschieden. Ein Ergebnis kopfloser Wut, oder was steckt tatsächlich dahinter?

LAPD bekannt für seine rassistische Einstellung Sollte etwa die bekannte Rede des Menschenrechtsaktivisten Martin Luther King, „I have a dream“, uns verfolgen und ermahnend erinnern, daß trotz aller Bemühungen der Rassismus in den USA bis hinein ins LAPD seinen ungebremsten Haß entladen darf, obwohl zum zweiten Mal ein Barack Obama als Präsident der Welt nach außen etwas anderes weismachen möchte? Offensichtlich holt auch die unrühmliche Historie das LAPD ein, welches im Fall des Afroamerikaners Rodney King 1992 schon in Rassenunruhen mündete, weil 4 Polizisten ihn heftigst maßlos überzogen verprügelt hatten, diese trotzdem zunächst freigesprochen wurden, um wenigstens nach einem zweiten Gerichtsverfahren für schuldig befunden jeweils 30 Monate Haft erhielten. Doch Autoritätsmißbrauch, Korruption sowie Rassismus, auch innerhalb der Polizeibehörde selbst, wird dem

LAPD vorgeworfen, ohne daß wirkliche Konsequenzen bisherig folgten.

Verzweifelte Rambo-Action letztlich Reaktion auf unhaltbare Zustände Die „Einer gegen alle“ Rachefeldzüge verliefen stets tragisch für die Beteiligten und dem Täter selbst. Zweifellos ließ man den Filmheld Rambo in der Story am Leben. Während John Rambo als ehemaliger Vietnamkriegsveteran sich völlig zurecht aufgrund des Minderwertigkeitskomplexes eines unbedeutenden Sheriffs der ungerechten Verhaftung wehrt, was eine Kettenreaktion maßlos übertriebener Verfolgungseinsätze nach sich zieht, kann man schon eine gewisse Parallele zu Christopher Dorner ziehen. Christopher Dorner versucht in seinem Manifest, wenn auch etwas unglücklich, auf den ersten Blick verwirrend erscheinend beschrieben, welches er der Öffentlichkeit zukommen ließ, seine eigenen Erlebnisse innerhalb des Departments den Menschen da draußen zu vermitteln, die alltägliche Selbstverständlichkeit rassistischer Bemerkungen bis hin zu menschenverachtenden Handlungen seitens seiner Kollegen potentiellen Verdächtigen gegenüber. Doch er ist jetzt mit seinem Kampf allein gegen den Rest einer aufgescheuchten Öffentlichkeit, die sich bedroht fühlt, auch wenn Dorner selbst wohl ganz gezielt es auf Kollegen abgesehen hat, die entscheidend dazu beigetragen hatten, daß er nicht mehr im Dienst sich wähnen darf. Aber

Mord

bleibt

Mord

und

ist

daher

trotz

aller

Rechtfertigungen durch nichts zu entschuldigen, um das mal hier zu betonen. Auch wenn reißerische Überschriften den Blätterwald der Zeitungen zieren, verbleiben die Beweggründe des Einzeltäters auf dem ersten Blick im Verborgenen. Sein

Manifest kann man dennoch als Abschied werten, er rechnet wohl damit, von einer Kollegenkugel am Ende gestoppt zu werden.

Rassismus nach wie vor überall präsent in den USA Doch was verbleibt nach solchen Tragödien? Ein neues Bewußtsein hinsichtlich einer Klärung rassistischer Tendenzen innerhalb der Polizei, eigentlich der US-Gesellschaft selbst? Dieser Weg scheint allemal noch nicht zu Ende gegangen zu sein, sondern die alltägliche Selbstverständlichkeit des Herrenrassengedankens als Übrigbleibsel eines historisch nicht wieder gutzumachenden Verbrechens, welches zusammen mit dem Kolonialismus und dem daraus hervorgegangenen Sklavenhandel entstand, findet bis heute weit verzweigt seine Anwendung, wo Opfer und Täter sich in ihren jeweiligen Rollen gegenüberstehen, der Rassismus freien Lauf erhält. Nun fühlt sich Christopher Dorner in die Ecke gedrängt, nachdem seine eigenen Kollegen jahrelang wegschauten, diese Zustände wissentlich duldeten. Mitleid mit dem Täter darf man schon haben, seine jetzigen Opfer sind auch das Ergebnis einer gesellschaftlichen Ignoranz den Machenschaften des Rassismus gegenüber, während viele Medien nur den Sensationswert vermarkten. „Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, gleichgültig welcher Rasse er angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit.“ (Albert Camus) Ihr Lotar Martin Kamm

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