Jesus wird geboren Kaiser Augustus wollte wissen, wie viele Leute in seinem Reich wohnen. Dazu musste sich jeder in dem Ort melden, in dem er geboren war. Deshalb ging Josef mit Maria, die ein Kind erwartete, nach Betlehem. Als sie dort ankamen, suchten sie ein Zimmer zum Übernachten, aber nirgends war Platz für sie. Schließlich fanden sie einen Stall. Dort brachte Maria den kleinen Jesus zur Welt, den von Gott versprochenen Retter und Erlöser. Sie wickelte das Kind in Windeln und legte es in eine Futterkrippe, die für die Tiere bestimmt war. Lukas 2,1-7

Jesus und die Jünger Unter den vielen Jüngern und Freunden, die Jesus hatte, wählte er zwölf Männer aus, die er auch Sendboten, „Apostel“, nannte. Manche waren früher Fischer gewesen, bis Jesus sie traf und ihnen sagte: „Kommt, geht mit mir! Ich mache euch zu Menschenfischern.“ Die Zwölf waren immer bei Jesus. Sie sahen, was er wirkte, und hörten, was

er sagte. Die Männer waren Jesu Schüler und Jesus war ihr Lehrer. Eines Tages sagte Jesus zu ihnen: „Geht auch ihr zu allen Menschen und bringt ihnen die frohe Botschaft!“ Da machten sich die Zwölf auf, erzählten den Menschen von der Liebe Gottes und heilten viele Kranke. Markus 3,13-19

Der gute Hirte Jesus erzählte seinen Freunden eine Geschichte: Ein Hirte kümmerte sich liebevoll um seine Schafe. Tag für Tag führte er seine Herde auf die Weide, um frisches Wasser und Futter zu suchen. Der Weg war oft gefährlich. Die Schafe blieben dicht bei ihrem Hirten. So konnten sie sich nicht verlaufen. Eines Abends bemerkte der Hirte, dass ein Schaf fehlte.

Er dachte: „Es muss vom Weg abgekommen sein und findet nicht mehr zurück.“ Rasch machte er sich auf die Suche nach ihm. Die anderen Schafe ließ er zurück. Der Hirte suchte lange nach dem Schaf, bis er es endlich fand. Er war so froh. Behutsam streichelte er es. Dann nahm er das Schaf auf die Schultern und machte sich voller Freude auf den Heimweg. − So kümmert sich Gott, euer Vater, auch um euch, sagt Jesus. Lukas 15,1-7

Jesus stillt den Sturm Eines Abends sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Lasst uns über den See ans andere Ufer fahren!“ Da stiegen sie in das Boot und fuhren los. Als sie mitten auf dem See waren, kam ein starker Sturm auf. Die Wellen gingen hoch und das Boot füllte sich mit Wasser. Weil Jesus müde war, war er hinten im Boot eingeschlafen. Die Jünger weckten ihn und schrien: „Jesus, wir gehen unter! Rette uns!“ Da stand Jesus auf und befahl dem Wind und den Wellen, ruhig zu sein. Sofort war der Sturm vorbei. Die Jünger staunten und fragten sich: „Wer ist dieser Mensch? Sogar der Wind und die Wellen gehorchen ihm!“ Markus 4,35-41

Fünftausend werden satt Viele Menschen wollten Jesus zuhören. Einmal waren 5000 zu ihm gekommen. Jesus redete lange mit ihnen und heilte sie. Am Abend sagten die Jünger zu Jesus: „Es ist spät. Schick die Leute nach Hause! Unterwegs können sie etwas zu essen kaufen.“ Jesus aber entgegnete den Jüngern: „Gebt ihr ihnen zu essen!“

Die Jünger sagten: „Wir haben aber nur fünf Brote und zwei Fische. Wie sollen so viele Leute davon satt werden?“ Da betete Jesus zu Gott, seinem Vater. Er brach die Brote und teilte die Fische. Die Leute setzten sich und die Jünger gaben ihnen davon. Jeder bekam etwas und alle wurden satt. Danach sammelten die Jünger die Reste ein und füllten zwölf Körbe damit. Alle staunten. Markus 6,30-44; Johannes 6,1-15

Jesus segnet die Kinder Jesus und seine Jünger waren in einem Dorf angekommen. Die Menschen freuten sich und alle wollten ihn sehen und hören. Viele Eltern nahmen ihre Kinder und brachten sie zu Jesus. Sie wollten ihn bitten, dass er sie berühren und segnen möchte. Doch die Jünger ärgerten sich darüber und dachten: „Jesus braucht jetzt ein bisschen Ruhe!“ Darum wollten sie die Kinder mit den Eltern wegschicken. Jesus

aber dachte anders. Er sagte zu den Jüngern: „Lasst die Kinder zu mir kommen und verbietet es ihnen nicht! Den Kindern gehört das Reich Gottes!“ Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie. Markus 10,13-16

Jesus besucht Zachäus In Jericho wohnte ein reicher Mann mit Namen Zachäus. Er war ein Steuereinnehmer und er war nicht ehrlich. Er verlangte von den Leuten zu viel Geld und behielt es für sich selber. Die Menschen kannten ihn alle, aber niemand mochte ihn. Als Jesus in die Stadt kam, kletterte er auf einen Feigenbaum, weil er so klein war. Jesus sah ihn und sagte: „Komm schnell herab vom Baum! Ich will dich in deinem Haus besuchen.“ Zachäus freute sich. Er versprach Jesus, sich zu bessern und keinen mehr zu betrügen. Jesus lächelte ihn an und sagte zu ihm: „Das Heil Gottes ist heute in dein Haus gekommen.“ Zachäus war sehr glücklich. Lukas 19,1-10

Jesus stirbt und wird auferweckt Viele Menschen kamen nach Jerusalem, um dort das Paschafest zu feiern. Auch Jesus war mit seinen Jüngern unterwegs in die Stadt. Er ritt auf einem Esel. Als die Leute ihn sahen, jubelten sie ihm zu. Einige breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere streuten Palmzweige auf den Weg. Aber es gab auch Priester, die hatten Angst vor Jesus. Denn er war voller Liebe und hatte sehr viele Freunde. Die Priester sorgten dafür, dass Jesus zum Tod am Kreuz verurteilt wurde. Drei Tage nach seinem Tod gingen einige Frauen zum Grab. Dort wartete ein Engel auf sie.

Er sagte: „Jesus ist nicht hier. Er ist auferstanden. Geht zu den Jüngern und sagt ihnen: Jesus lebt!“ Da liefen die Frauen zu den Jüngern und erzählten ihnen alles. Markus 11,1-11; 16,1-8