in auf der Grundlage der Inklusiven Kommunikation

Ausbildung zum Empathie- und Autonomietrainer/in auf der Grundlage der Inklusiven Kommunikation. Theresia Friesinger 10 Module 1. Inklusion – Tran...
Author: Hajo Gärtner
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Ausbildung zum Empathie- und Autonomietrainer/in auf der Grundlage der Inklusiven Kommunikation.

Theresia Friesinger

10 Module

1. Inklusion – Transkultur 2. Die Inklusive Professionelle Haltung – Selbstempathische Reflexion 3. Neue Erkenntnisse der Hirnforschung 4. Wahrnehmungsgesetze 5. Reaktionsmuster 6. Inhalte der Inklusiven Kommunikation 7. Individuelle Methoden in heterogenen Gruppen 8. Effektives Coaching 9. Inklusive Methoden 10. Wertschätzende PUFFER-Ziele

© Der selbstempathische Ansatz in Bildungseinrichtungen Theresia Friesinger, Inklusionsreferentin und Prozessbegleiterin

Inhalte auf einen Blick:

Haltung

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heterogenen Gruppen

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1 Inklusion und Transkultur 1 Modul

1. Definition 2. Warum sind die Inklusionsgedanken für die Kommunikation wesentlich? 3. Authentizität und Stimmigkeit 4. Gedanken über die Heterogenität 5. Was ist gleich, was ist neu? 6. KAWA: Integration versus Inklusion / Interkultur versus Transkultur 7. Indikatoren für Inklusion nach Tony Booth 8. Konzepte zur Transkultur 9. Das Kooperationsmodell aus systemischer Sicht 10. Vertiefung des Themas mit der Expertenhearing-Methode

„I cannot think of anything more unfair than … to treat all students as if they are the same, when they so manifestly are not.“ Elton 2000: 1) Unterlagen aus der Moderationsausbildung: Individuelles Lernen in heterogenen Gruppen von Rainer Kopp, Zeichner unbekannt

2 Die inklusive Haltung 2 Modul

1. Die Illusion der Wertfreiheit – Selbstbild – Fremdbild – Metabild 2. Kriterien einer Inklusiven und Professionellen Haltung 3. Toleranz und Akzeptanz versus Gegenseitige Anerkennung 4. Die vorurteilsbewusste und diskriminierungskritische Haltung 5. Selbstempathische Reflexion der eigenen Diskriminierung 6. Die Kraftblume 7. Die Sternenmethode 8. Inklusives Lernzonenmodell 9. Johari-Fenster / Thomann-Riemann-Modell 10. Systemische Voraussetzungen einer Inklusiven und Professionellen Haltung

Quelle: http://www.migration-online.de/data/anne_frank_zentrum_erzieherinnen_als_multiplikatorinnen.pdf

3 Neue Erkenntnisse der Hirnforschung

3 Modul

1. Verbundenheit und Wachstum nach Gerald Hüther 2. „Wir sind das Gehirn!“ nach Manfred Spitzer 3. Die Bindungstheorie nach John Bowlby 4. Was ist neu? Die Plastizität / Die Korrigierbarkeit / Die Autopoiesis … 5. Der modularische Aufbau des Gehirns und seine Folgen 6. Spiegelneuronen nach Joachim Bauer 7. Somatische Marker im Gehirn nach António R. Damásio 8. Das neuromodulatorische System und wie es aktiviert werden kann. 9. Wissenswertes über das Gehirn – „Tricksi“ Gehirn 10. Die Kraft des Unbewussten

„Ohne Gefühl geht gar nichts!“ Gerald Hüther

4 Wahrnehmungsgesetze 4 Modul

1. Wahrnehmungsfehler – Faktoren, die unsere Wahrnehmung bestimmen 2. Wahrnehmungsgesetze 3. Visuelle Intelligenz 4. Es gibt keine Lerntypen 5. Wie entstehen Vor-UR-Teile? 6. Abbau von Vor-UR-Teilen 7. VAKOG-Wahrnehmungsmethode und die Submodalitäten 8. Das Loch in der Hand 9. Notwendigkeit einer Felerkultur 10. Peter Kruse – Gesichter sind hochgradig emotionale besetzt!

Sind die Schachteln zu oder offen?

5 Reaktionsmuster – Kommunikationsmuster 5 Modul

1. Was sind Glaubenssätze? 2. Die Wirkung positiver Gedanken 3. Die komplexen Eigenheiten unbewusster Reaktionsmuster 4. Reaktionsmustertabelle 5. Reaktions- und Kommunikationsmuster identifizieren 6. Beschreibung der verschiedenen Reaktionsmuster 7. Blockaden erkennen – Widerstände lösen 8. Gefühlsgedächtnis und das autonoetische Bewusstsein nach Endel Tulving 9. Strategien der Bedürfniserfüllen gekonnt entlarven 10. Face-Communication

6. Inhalte der Inklusiven Kommunikation 6 Modul

1. Humanistische Axiome zur Inklusiven Kommunikation 2. Das Werteentwicklungsquadrat nach Schulz von Thun 3. Das Autonomietraining nach Grossarth-Maticek 4. Perls, Berne, Rogers, NLP (Metamodell der Sprache), Rosenberg … 5. Basiswissen: Gefühle, Werte und Bedürfnisse 6. Der Inklusionsprozess in der Kommunikation 7. Die Autonomieleiter – Die Acht Schritte zur Selbstregulierung 8. Der äußere wertschätzende Dialog 9. Die Unbewusste Bedürfnisfindung 10. Reframing nach Robert Dilts mit dem Inklusionsprozess

7 Individuelles Lernen in heterogenen Gruppen 7 Modul

1. Placemate 2. Die sieben Sicherheiten 3. Verbundenheitsübungen 4. Ich bin der andere-Vorstellungsspiel 5. Think, Pair and Share 6. Talking Wheel 7. Aktionskartenspiel 8. Expertenhearing 9. One-Stay-Three-Goes 10. Gruppenpuzzle 11. World-Café 12. Placemate 13. Lernzonenmodell 14. Gefühlsbarometer 15. Kraftblume 16. KAWA – KAGA nach Birkenbihl 17. Kreatives Schreiben 18. Sternspitzenmethode 19. Inklusionsbalken – Inklusion von Stärken und Schwächen 20. Der Empathiestab 21. Inklusionskreis mit dem Seil oder mit dem Tuch 22. Psychoperistaltik nach Gerda Boysen 23. Imaginationen und mentale Zeitreisen

Der Panorama-Innenblick führt zum Panorama-Außenblick!

8 Effektives Coaching 8 Modul

1. Tricks und Kniffe 2. Vorbereitung und „Türöffner“ 3. Eigene Betroffenheit erkennen und breaken 4. Aktives Zuhören – Rapport, Pacing und Leading 5. Gedankenfaden und Gedankenhopping – ein Schritt voraus denken 6. Wie setze ich die verschiedenen Methoden effektiv ein? 7. Intuition und Ursicherheit 8. Der Klient ist kein Klient, sondern ein Mensch 9. Die eigenen Grenzen beim Coaching erkennen 10. Nachbereitung

9 Inklusive Methoden 9 Modul

1. Die Innere-Dialog-Methode 2. Zone of Excellence 3. Reframingsübungen 4. Ankerübungen 5. Mandala of Being 6. Change Historie 7. Sekond-Skin 8. Sponsoring-Methode 9. Ergänzungsmethoden 10. Geschichten, die berühren

10 Wertschätzende Ziele 10 Modul

1. Die Bedeutung des Ur-Vertrauens im Jetzt 2. Erfolg und Erfolgsübungen 3. PUFFER-ZIELE definieren 4. Die Sieben-Brücken-Methode 5. Kriterien für wertschätzende Wünsche 6. Wertschätzung und Wertschöpfung 7. Wertschätzungsspiele und Geschichten 8. Das Leben in Humor gepackt 9. Dankbarkeit 10. Eigenes Leitbild erstellen

Ausgrenzungsbarometer

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1. Wer musste schon einmal in seinem Leben um Nahrung „betteln“? 2. Wer musste um Lebensmittel oder Zahnpasta zu kaufen, schon einmal stundenlang in einer Schlange stehen? 3. Wer hatte vorübergehend kein Dach über den Kopf? 4. Wer wurde schon einmal wegen Nicht-Weitergabe einer wichtigen Information ausgegrenzt? 5. Wer wurde schon mehrmals wegen mangelndem Mitbestimmungsrecht diskriminiert? 6. Wer wurde schon einmal wegen einer erwarteten Fähigkeit (die zu dem Zeitpunkt nicht aktivierbar war) benachteiligt? 7. Wer wurde wegen seiner Meinung schon einmal nicht erstgenommen und fühlte sich „ignoriert“ und „übergangen“? 8. Wer wurde schon einmal in seinem Leben ausgelacht und konnte sich nicht dagegen wehren? 9. Wer „fühlte“ sich schon einmal aufgrund von Schul-, Orts oder Arbeitsplatzwechsel benachteiligt, ausgegrenzt und unverstanden? 10. Wer „fühlte“ sich schon einmal zwecks rassistischer Parolen, Plakate, Werbung usw. in seiner Persönlichkeit betroffen? 11. Wer fühlte sich wegen seiner Kleidung früher in einer ihm wichtigen Gruppe nicht aufgenommen oder zurückgesetzt? 12. Wer fühlte sich schon mehrmals wegen seiner sozialen Herkunft (Status) diskriminiert? 13. Wer durfte als Kind oft mit den anderen Kindern nicht mitspielen? 14. Wer konnte sich schon einmal mit seinem Anliegen bei einem Amt nicht durchsetzen? 15. Wer wurde aufgrund von Sprachschwierigkeiten schon einmal missverstanden? 16. Wer wurde wegen seiner Haarfarbe, Körpergewichtes, Körpergröße, Augenfarbe, Hautfarbe, Erscheinungsbild … schon einmal diskriminiert? 17. Wer hat in seinem Leben knapp einen wichtigen Preis oder eine Auswahl verpasst und fühlte sich deshalb benachteiligt? 18. Wer wurde wegen seiner Kultur oder Nationalität schon einmal diskriminiert? 19. Wer wurde wegen seines Geschlechtes schon einmal diskriminiert? 20. Wer musste sich schon öfters mehrmals anpassen, obwohl dieses Verhalten komplett gegen seine Überzeugungen war? 21. Wer wurde wegen seiner Religion schon einmal oder mehrmals diskriminiert? 22. Wer fühlte sich schon einmal wegen einer körperlichen Beeinträchtigung diskriminiert? 23. Wer fühlte sich wegen seiner Bildung diskriminiert? 24. Wer wegen seiner Geschwisterkonstellation? 25. …

Nur wer VerANTWORTung übernimmt, ist autonom!



Ausschreibung 1 Die Botschaft der Sprache – Die Inklusive Kommunikation Selbstempathie vor Empathie „Wer einen festgefahrenen Konflikt lösen will, kann sich nicht um die Gefühls- und Werteebene drücken. – Die Gefühls- und Werteebene ist unsere menschliche Natürlichkeit.“ Theresia Friesinger Nach einer amerikanischen Untersuchung haben wir mit uns selbst am wenigstens Mitgefühl (Selbstempathie). Wir gehen mit den Fehlern der anderen in der Regel gnädiger um, während wir mit uns selbst viel härter ins Gericht gehen. Ist Ihnen das auch bekannt? Ist es Ihnen auch bewusst, wie Sie in herausfordernden Situationen mit sich selbst reden? Sind Sie gegenüber sich selbst ausreichend wertschätzend? Grundsätzlich sind wird über die Sprache sozialisiert und haben sehr viele unbewusste sprachliche Kommunikationsmuster, Überzeugungen, Verhaltensund Reaktionsmuster verinnerlicht. Diese führen dazu, dass wir uns selbst oder andere Menschen verurteilen. Wir können jedoch lernen uns so auszudrücken, ohne dass wir beim Gegenüber Angriffe oder eine Abwehrhaltung auslösen. Wie wir in Konflikten zwei oder mehrere Perspektiven einbeziehen können, um gemeinsam Lösungen über die Empathiebrücke zu finden, wird in diesem Seminar ausführlich über die Methode der Autonomieleiter, angelehnt an Dr. Marshall Rosenberg, Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun und den Gedanken von Carl Rogers, eingeübt. „Gewalt ist immer ein tragischer Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse“, sagt Rosenberg. Wer seine Bedürfnisse wahrnimmt und diese in Selbstverantwortung kommuniziert, sagt, was er möchte und nicht was beim anderen nicht stimmt. Es ist lediglich ein Dreher im Kopf (Reframing) und schon bekommt die Kommunikation eine neue versöhnende Richtung. Wer dazu noch die Kompetenz besitzt, ein Interpretationsgefühl (Ich fühle mich „ignoriert“, „missverstanden“, „ausgegrenzt“ …) von einem Herzgefühl (Ich bin unsicher, hilflos, betrübt, glücklich …) zu unterscheiden, trägt dazu bei, dass sich der andere nicht „angegriffen“ fühlt, sondern dass Wege der Kooperation entstehen. Die Werteebene muss ausgehandelt werden, weil es da kein Richtig und kein Falsch gibt. Dieses Wissen ist weitgehend unbekannt, dennoch ist die Sprache des Herzens erlernbar, weil wir ein intuitives Wissen darüber haben. Ob Zuhause, im Beruf oder auf der Straße, es ist überall sinnvoll, Angriffe in Gefühle und Bedürfnisse zu übersetzen, um das Wunder der Empathie zu ermöglichen. Die positive Kraft der Worte werden Sie so in allen Lebensbereichen inkludieren und dies führt letztendlich zu einer inklusiveren (nicht-ausgrenzenden) Gesellschaft.

Konkrete Inhalte: Wie wir Gedankenkonzepte erkennen, die zu Ärger, Rache, Wut oder Gewalt führen. Wie wir aufhören können, die alten Überzeugungen zu glauben und was wir speziell dafür tun können. Wie unbewusste bzw. vorbewusste Gedankenkonzepte nachhaltig verändert werden können (Reframing). Wie latente oder verwilderte Konflikte in friedliche Gespräche umwandelt werden können. Wie stimmig-authentisch Meinungen gesagt werden können, ohne Feindseligkeit und Angriffe zu provozieren. Wie eindeutige Commitments (Vereinbarungen) getroffen werden können, anstatt Forderungen zu stellen. Wie mehr Selbstempathie bei Konflikten entwickelt wird, was zu mehr Selbstbewusstsein führt. Wie wir von Angst, Schuld, Scham, Druck … durch die Inklusion (Einschluss) dieser Gefühle befreit werden können (Knackpunkt der Methode). Wie Gefühle und Bedürfnisse (Werte) selbstbewusst kommuniziert werden können und die anderen ebenso demokratisch mit einbezogen werden. Wie wir wieder mehr Leichtigkeit in das Leben bringen können. Ziel: Sie werden aufhören, stundenlang über einen Konflikt zu grübeln, weil Sie konkret wissen werden, wie Sie diese Methode im Alltag mit etwas Übung anwenden können. Sie werden mehr Gefühls- und Wertebewusstsein haben und manche Dinge gerade deshalb mit Humor nehmen können. „Hurra ein Konflikt, ich kann ihn lösen.“ Change your way with a lovely smile. Dieser selbstempathische Ansatz bezieht sich auf die neuen Erkenntnisse der Hirnforschung, die als Erklärungsmodelle herangezogen werden und beruft sich auf die gängigsten Kommunikationstheorien sowie auf die systemischen Inklusionsgedanken. „Ohne Gefühl geht gar nichts.“, sagt Gerald Hüther, Hirnforscher und Joachim Bauer, ebenso Hirnforscher mit seinem Buch: „Schmerzgrenze“. Sie zeigen deutlich auf, wie wichtig die Verbundenheit und die Kooperationen sind. Es gibt keinen Aggressionstrieb! Wir haben eher die Tendenz zu kooperieren als aggressiv zu reagieren. Die neuen Erkenntnisse zeigen deutlich, dass Aggression reaktiv und nicht affektiv ist. Wir reagieren aufgrund von verletzenden Vorerfahrungen (Ursprungswunden) aggressiv. Ohne Verletzung hätten wir keinen einzigen Grund für aggressives Verhalten. Der selbstempathische Ansatz eignet sich besonders für Fachkräfte für Kindertagesstätten, LehrerInnen, Sozial-PädagogInnen und Menschen, die sehr viel mit Menschen zusammenarbeiten. Diese Methode kann den Umgang mit Kindern, KollegInnen und KlientInnen um ein Erhebliches erleichtern. „Wenn man erst einmal aufgehört hat, danach zu suchen, wer Recht oder Unrecht hat, wer schuldig ist oder unschuldig, sondern sich darauf konzentriert, wie man sich selbst oder wie andere sich fühlen und was die jeweiligen Beteiligten brauchen, findet man sehr schnell einen Konsens.“ Ulla Raaf

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