Hinweise zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Stand: Dezember 2012

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Univ.-Prof. Dr. Guido Förster ...
Author: Karola Pfeiffer
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Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Univ.-Prof. Dr. Guido Förster

Hinweise zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten Stand: Dezember 2012



Allgemeine Hinweise .................................................................................... 2 



Äußere Form der Arbeit ............................................................................... 2 



Aufbau der Arbeit ......................................................................................... 3  3.1  Titelblatt ............................................................................................... 3  3.2  Inhaltsverzeichnis ................................................................................ 3  3.3  Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungs- und ggf. Symbolverzeichnis ...... 4  3.4  Textteil ................................................................................................. 4  3.5  Anhang ................................................................................................ 5  3.6  Verzeichnisse der zitierten Literatur, Rechtsprechung, Verwaltungsanweisungen, Rechtsquellen und sonstigen Quellen .......................... 5 



Ehrenwörtliche Erklärung ............................................................................. 5 



Zitierweise im Text ....................................................................................... 5  5.1  Grundsätze .......................................................................................... 5  5.2  Fußnotentechnik .................................................................................. 6 



Formalia der Verzeichnisse zur Literatur, Rechtsprechung, zu Verwaltungsanweisungen, Rechtsquellen und sonstigen Quellen ........................ 10  6.1  Literaturverzeichnis............................................................................ 10  6.2  Rechtsprechungsverzeichnis ............................................................. 13  6.3  Verzeichnis der Verwaltungsanweisungen ........................................ 14  6.4  Rechtsquellenverzeichnis .................................................................. 14  6.5  Verzeichnis der sonstigen Quellen .................................................... 15 

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Allgemeine Hinweise

Vor Beginn einer Arbeit sollten die Grundlagen zur Gestaltung und zum Abfassen wissenschaftlicher Arbeiten bekannt sein! Es wird empfohlen, sich frühzeitig mit den entsprechenden Vorgehensweisen und Regeln auseinanderzusetzen. Die Lehrbuchsammlung der Bibliothek enthält hierzu umfangreiche Literatur. Eine ausführliche Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten bietet bspw. Theisen, Wissenschaftliches Arbeiten, 15. Aufl. München 2011. Es wird erwartet, dass beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten alle relevanten Recherchekanäle genutzt werden, insbes. die einschlägigen Fachportale und Zeitschriftendatenbanken (z.B. Stotax, WISO, Legios), die alle aus dem Universitätsnetz bzw. per VPN-Client genutzt werden können.

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Äußere Form der Arbeit − Der Umfang der Arbeit beträgt bei Masterarbeiten

50 Textseiten

Bachelorarbeiten

40 Textseiten

Zusatzleistungen i.R.d. Masterstudiums (Seminar)

12 Textseiten

Zusatzleistungen i.R.d. Bachelorstudiums

8 Textseiten

Die Seitenvorgaben verstehen sich inklusive Abbildungen im Text, jedoch ohne Titelblatt, Verzeichnisse und ggf. Anhang. − Randabstände: links 5 cm, rechts 1 cm, oben und unten jeweils 2 cm. − Haupttext: Arial, 12 pt, 1,5-zeilig. − Fußnoten: Arial, 10 pt, einzeilig. Blocksatz und Silbentrennung sind durchgängig anzuwenden. Das Titelblatt erhält keine Seitenzahl, alle weiteren Seiten vor dem Haupttext (Inhaltsverzeichnis sowie Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungs- und ggf. Symbolverzeichnis) werden römisch nummeriert. Die übrigen Seiten (Textteil, Literaturverzeichnis, Rechtsprechungsverzeichnis, Verzeichnis der Verwaltungsanweisungen, (Rechts-)Quellenverzeichnis und ggf. Anhang) werden fortlaufend arabisch nummeriert. Lehrstuhl für BWL, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

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Master- und Bachelorarbeiten sind entsprechend den Vorgaben der Prüfungsordnung in gebundener und digitaler Form einzureichen. Hausarbeiten im Rahmen einer Zusatzleistung sind in Papierform (mit einem Heftstreifen) und in digitaler Form (per Email) im Sekretariat einzureichen. Die allgemeinen Vorgaben sind verbindlich einzuhalten.

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Aufbau der Arbeit

3.1 Titelblatt Das Titelblatt soll u.a. enthalten: 1. den Namen der Universität sowie die vollständige Fakultäts- und Lehrstuhlangabe 2. die Semesterangabe 3. die Bezeichnung der Arbeit (Masterarbeit, Bachelorarbeit etc.) 4. das Thema der Arbeit 5. den Vor- und Zunamen, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Matrikelnummer, Studienfach und Fachsemester des Bearbeiters. Ein beispielhaftes Titelblatt-Muster befindet sich am Ende der Hinweise. 3.2 Inhaltsverzeichnis Der Arbeit ist eine Gliederung mit entsprechenden Seitenangaben voranzustellen. Neben den Textabschnitten gehört die Auflistung aller Verzeichnisse (inkl. des Inhaltsverzeichnisses) und Anhänge mit Seitenzahlen in das Inhaltsverzeichnis. Die Gliederungslogik verlangt, dass jede hierarchische Gliederungsstufe mindestens aus zwei Teilen besteht. Auf ein Kapitel 1 muss auch ein Kapitel 2, auf ein Unterkapitel 1.1 auch ein Unterkapitel 1.2 folgen. Der Text beginnt im jeweiligen Kapitel immer auf der niedrigsten Gliederungsebene.

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3.3 Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungs- und ggf. Symbolverzeichnis Sämtliche Abbildungen und Tabellen sind fortlaufend zu nummerieren, mit einem passenden Titel zu versehen und mit der entsprechenden Seitenangabe im jeweiligen Verzeichnis anzugeben. Abkürzungen sollen in wissenschaftlichen Arbeiten so sparsam wie möglich verwendet werden. Alle Abkürzungen gehören alphabetisch geordnet in das Abkürzungsverzeichnis. Für Zeitschriften, Gesetze etc. können die literaturüblichen Abkürzungen verwendet werden. Beispiele: DB ........................ Der Betrieb (Zeitschrift) EStG ..................... Einkommensteuergesetz

3.4 Textteil Die Überschriften im Textteil müssen mit denen in der Gliederung übereinstimmen. Eine nachgeordnete Überschrift folgt einer übergeordneten Überschrift unmittelbar ohne Zwischentext. Der Text ist, z.B. durch Absätze und Leerzeilen, übersichtlich zu gliedern. Besondere Gestaltungsmittel (Fett- oder Kursivdruck, Unterstreichen usw.) sind sparsam und stets einheitlich zu verwenden. Grundlage einer wissenschaftlichen Arbeit ist eine klare, logisch schlüssige, differenzierende, in sich widerspruchsfreie Gedankenführung. Der Text ist in einer eindeutig verständlichen und präzisen Ausdruckweise zu verfassen. Die Ich-Form ist zu vermeiden. Rechtschreibfehler sowie Mängel in der Zeichensetzung führen zu einer Abwertung in der Benotung. Eine gute wissenschaftliche Arbeit muss neben einer Wiedergabe bzw. Zusammenfassung der Literaturmeinungen auch Ansätze zu einer eigenen kritischen Würdigung bzw. Weiterentwicklung enthalten.

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3.5 Anhang In den Anhang gehören längere Statistiken, ergänzende Abbildungen, Fragebögen und sonstige Formulare, wenn diese im Textteil die Übersichtlichkeit stören würden. In jedem Fall muss im Text auf die entsprechenden Anhänge eingegangen werden.

3.6 Verzeichnisse der zitierten Literatur, Rechtsprechung, Verwaltungsanweisungen, Rechtsquellen und sonstigen Quellen Siehe Kapitel 5 und 6.

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Ehrenwörtliche Erklärung

An das Ende jeder Bachelor- und Masterarbeit ist folgende ehrenwörtliche Erklärung zu setzen: „Ich versichere an Eides Statt durch meine Unterschrift, dass ich die vorstehende Bachelorarbeit/Masterarbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt und alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus veröffentlichten oder unveröffentlichten Schriften entnommen sind, als solche kenntlich gemacht habe. Die Arbeit hat noch nicht in gleicher oder ähnlicher Form oder auszugsweise im Rahmen einer anderen Prüfung dieser oder einer anderen Prüfungsbehörde vorgelegen.“

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Zitierweise im Text

5.1 Grundsätze Jeder Gedanke, jede Abbildung, jede Tabelle oder alles Sonstige, was übernommen wird, ist zu zitieren. Im wissenschaftlichen Schrifttum wird besonderer Wert auf vollständige und deutliche Zitierung gelegt, weil das eigenständig begründete Abwägen von Argumenten und die Auseinandersetzung mit den Auffassungen anderer wesentliches Merkmal einer wissenschaftlichen Arbeitsweise ist. Vollständigkeit bedeutet, dass alle Stellen im Einzelnen zu belegen sind, die der Verfasser wörtlich oder dem Sinn nach aus anderen

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Schriften (Büchern, Kommentaren, Aufsätzen, Gerichtsentscheidungen etc.) entnommen hat. Ein einmaliger Hinweis auf einen Beitrag reicht i.d.R. dann nicht aus, wenn verschiedene Stellen dieses Beitrags verwendet wurden. Jede Meinung oder Problemlösung, die in der Arbeit enthalten ist, muss dann zitiert werden, wenn schon anderweitig eine solche Meinung oder Problemlösung vorgetragen wurde. Das gilt auch dann, wenn der Verfasser einen eigenen Gedanken hat und erst nachträglich feststellt, dass dieser Gedanke bereits anderswo geäußert worden ist. Die Nichtangabe von benutzten Quellen führt i.d.R. zu einer Benotung mit "nicht ausreichend". Aber: Es gibt eine Reihe von Arbeiten, die nicht als Basis einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet und daher auch nicht zitiert werden können. Dazu zählen insbesondere Repetitorien bzw. Skripte, Vorlesungen bzw. Vorlesungsmitschriften sowie fragwürdige Internetquellen usw. Auch sämtliche fremdbezogenen Abbildungen oder Tabellen sind mit den jeweiligen Quellenangaben zu versehen (z.B. durch die Fußnotenangabe „Entnommen aus ...“ oder „In Anlehnung an ...“). Eigenerstellte Abbildungen oder Tabellen sind stets mit der Fußnotenangabe „Eigene Darstellung“ zu versehen.

5.2 Fußnotentechnik 5.2.1 Allgemeines  Fußnotenhinweise im Text und Standort der Fußnote Muss eine Angabe oder Meinung durch Zitate belegt werden, so geschieht dies durch Fußnoten. Auf diese wird im Text durch hochgestellte Zahlen hingewiesen. Diese Hinweiszahlen stehen in der Regel am Satzende hinter dem Punkt, in den Fällen, in denen eine exakte Belegung erforderlich ist (z.B. bei wörtlichen Zitaten) aber unmittelbar im Anschluss an das Zitat. Der Fußnotentext beginnt mit einem Großbuchstaben und endet mit einem Punkt. Die Hinweiszahlen werden nummeriert, fortlaufend für die gesamte Arbeit, wobei die Fußnoten auf der Seite angebracht werden, auf der sich die zugehörige Hinweiszahl befindet. Sie werden durch die Zahl gekennzeichnet, die im

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Text auf sie verweist. Mehrere Quellenangaben innerhalb einer Fußnote sollten durch ein Semikolon voneinander getrennt werden.  Sinngemäße Zitate und wörtliche Zitate Wenn die verwendeten Quellen die eigenen Ausführungen bestimmt haben oder bestätigen (sinngemäße Zitate), wenn also die Quellen mit den eigenen Ausführungen inhaltlich übereinstimmen, ist die Verweisfloskel „Vgl.“ zu verwenden. In allen anderen Fällen ist dagegen unter Zuhilfenahme einer Floskel wie „a.A.“ (anderer Ansicht), „gl.A.“ (gleicher Ansicht) oder „ähnlicher Ansicht“, genau darauf hinzuweisen, welchen Bezug die zitierte Quelle zur eigenen Ausarbeitung hat. Wörtliche Zitate werden, auch soweit nur Satzteile übernommen werden, durch doppelte Anführungsstriche gekennzeichnet. Dies gilt auch für Zitate aus gesetzlichen oder anderen Vorschriften. In der Fußnote ist auf die Verweisfloskel „vgl.“ zu verzichten. Zitate in einem Zitat macht man durch einfache Anführungsstriche deutlich. Auslassungen aus einem wörtlichen Zitat werden durch drei Punkte in eckigen Klammern angezeigt. Soweit ein Zitat innerhalb der wörtlich wiedergegebenen Passage erweitert wird, ist die Erweiterung in Klammern zu setzen und in der Fußnote zu vermerken. Des Weiteren sind in der Fußnote drucktechnische Hervorhebungen des Verfassers („vom Verfasser gesperrt“, „zum Teil fett gedruckt“, „im Original kursiv gedruckt“, „im Original gesperrt“) und geänderte Wortfolgen oder Flexionen („Wortfolge geändert“, „Flexion geändert“) zu vermerken. Als Regel gilt: Wörtliche Wiedergaben sollen so kurz wie möglich gehalten werden und sehr sparsam genutzt werden, da die eigenständige Erörterung der Untersuchungsthematik ein wesentliches Kennzeichen wissenschaftlicher Arbeiten ist!  Sekundärzitate Es sollte grundsätzlich die Originalquelle zitiert werden. Ist diese jedoch nicht verfügbar, so ist es gestattet, auf die Originalquelle unter Zuhilfenahme einer

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anderen Quelle Bezug zu nehmen. Geschieht dies, ist in der Fußnote besonders darauf hinzuweisen („zitiert nach“).  Genaue Angaben Die Fundstelle ist stets genau unter Angabe der Seiten- bzw. Spaltenzahl anzugeben. Im Schrifttum sind zur Kennzeichnung einer Fundstelle folgende Abkürzungen üblich: 33 f. = 33 und 34, 33 ff. = 33 und mindestens zwei folgende Seiten. Aus dem Grundsatz der Genauigkeit einer Angabe ergibt sich, dass ein Nachweis im allgemeinen mit der genauen Seitenangabe (S. 33) oder mit der Seitenangabe und dem Verweis auf die folgende Seite (S. 33 f.) gekennzeichnet werden kann. Die Angabe "ff." ist unzulässig; vielmehr sind die herangezogenen Seiten exakt zu spezifizieren (z.B. S. 33-38). Amtliche Vorschriften sind so genau zu zitieren, dass Mehrdeutigkeiten ausgeschlossen sind. Beispiele: § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 4 EStG (wenn auf das steuerliche Wertaufholungsgebot hingewiesen werden soll). § 20 Abs. 8 Satz 1 EStG (wenn auf die Subsidiarität der Einkünfte aus Kapitalvermögen hingewiesen werden soll).

5.2.2 Verwendung von Kurzzitaten In den Fußnoten sind Kurzzitate zu verwenden. Die fehlende Information muss dem Literaturverzeichnis entnehmbar sein. Kurzzitate umfassen den Nachnamen des Verfassers (sowie ggf. zur Unterscheidung verschiedener Verfasser den Anfangsbuchstaben des Vornamens), den Kurztitel der Veröffentlichung, das Jahr bzw. den Stand der konkreten Kommentierung und den Fundstellennachweis. Kurztitel bestehen aus einem Substantiv des Langtitels, das nach Möglichkeit einen Hinweis auf den Inhalt der zitierten Arbeit gibt. Sie werden im Literaturverzeichnis hinter der Verfasserangabe (in Klammern)

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aufgeführt. Existieren mehrere Veröffentlichungen eines Verfassers, so darf nicht zweimal derselbe Kurztitel verwendet werden. Beispiele für die Verwendung von Kurzzitaten: a. Werk mit einem oder mehreren Verfassern Rose/Watrin, Umsatzsteuer, 2011, 115. b. Sammelwerke Freericks, Aktienoptionsprogramme, in: Knobloch/Kratz [Hrsg.], Finanzprodukte, 2003, 473. c. Kommentare Hoffmann, in: Littmann/Bitz/Pust, Einkommensteuerrecht, § 6 EStG, Rn. 699 (Mai 2010). Weber-Grellet, in: Schmidt, EStG, § 17 EStG, Rn. 106 (2012). d. Zeitschriftenaufsätze Paintner, Steuervereinfachungsgesetz, DStR 2011, 1878. e. Gesetzestextangeben § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG.

Bei Gerichtsentscheidungen ist immer die Vollzitierweise zu verwenden und es ist die exakte Angabe der Seiten erforderlich, auf der die Entscheidung beginnt und auf der sich die entnommene Aussage befindet. Die Angabe der zweiten Seitenzahl entfällt, wenn sie mit der ersten identisch ist. Handelt es sich um die Entscheidung eines Finanzgerichts, so ist anzugeben, ob die Entscheidung rechtskräftig ist oder ob Revision oder Beschwerde eingelegt wurde. In letzteren Fällen hat es sich als sinnvoll erwiesen, das Aktenzeichen des BFH anzugeben, unter dem die Revision oder Beschwerde anhängig ist. Beispiele: BFH v. 12.12.2000, VIII R 22/92, BStBl. II 2001, 385, 387.

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FG Schleswig-Holstein v. 28.6.2000, V 870/98, Rev. eingelegt (Az. des BFH: VIII R 34/00), DStRE 2001, 626, 627. Auch für Verwaltungsanweisungen gilt die Vollzitierweise. Sie sind in der Fußnote mit der erlassenden Behörde, dem Datum und dem Aktenzeichen sowie der Fundstelle genau zu bezeichnen. Beispiel: BMF v. 29.11.2004, IV C 8 – S 2225 – 5/04, BStBl. I 2004, 1097, 1098.

Bei mehreren Fundstellen in einer Fußnote empfiehlt es sich verschiedenartige Quelle nach ihrer Bedeutung zu sortieren (z.B. Rechtsquellen; Rechtsprechung; Verwaltungsanweisungen; Kommentare; Bücher und Aufsätze) und die Sortierung innerhalb gleichartiger Quellen chronologisch vorzunehmen. Die einzelnen Fundstellen sind durch ein Semikolon voneinander zu trennen.

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Formalia der Verzeichnisse zur Literatur, Rechtsprechung, zu Verwaltungsanweisungen, Rechtsquellen und sonstigen Quellen

6.1 Literaturverzeichnis In das Literaturverzeichnis sind alle vom Verfasser zitierten Werke aufzunehmen. Was nicht zitiert wurde, darf nicht in das Literaturverzeichnis aufgeführt werden. Die Literaturangaben sind alphabetisch nach den Familiennamen der Verfasser, bei mehreren Quellen eines Verfassers chronologisch zu ordnen. Es erfolgt keine Unterteilung des Literaturverzeichnisses nach der Art der Quelle, wie z.B. Bücher, Zeitschriften, Sammelwerke. Das Literaturverzeichnis wird dem Textteil (einschl. Anhang) folgend mit arabischen Seitenzahlen nummeriert.

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a. Werk mit einem oder mehreren Verfassern Allgemein: Nachname, Vorname (Kurztitel): Titel – Untertitel, Auflage, Erscheinungsort Jahr. Beispiele: Rose, Gerd/Watrin, Christoph (Umsatzsteuer): Umsatzsteuer – mit Grunderwerbsteuer und kleineren Verkehrsteuern, 17. Aufl., Berlin 2011. Im Falle einer Autorenmehrheit sind grds. die ersten drei Autoren auszuweisen. Ab dem vierten Autor reicht der Kurzhinweis „et al.“. Es ist i.d.R. die jeweils neueste Auflage zu zitieren und anzugeben; Ausnahmen gelten selbstverständlich bei Auseinandersetzungen mit Darlegungen aus älteren Auflagen. Die Angabe der Auflage erfolgt erst ab der zweiten Auflage. Auf Zusätze wie „überarbeitet“ oder „verbessert“ ist zu verzichten. Bei mehr als einem Erscheinungsort reicht die Angabe des ersten Ortes verbunden mit dem Zusatz „et al.“ aus. b. Sammelwerke (z.B. Festschriften), einschl. Handwörterbücher Allgemein: Nachname, Vorname [Hrsg.] (Kurztitel): Titel – Untertitel, Auflage, Erscheinungsort Jahr, Seitenangabe. Beispiel: Knobloch, Alois Paul/ Kratz, Norbert [Hrsg.] (Finanzprodukte): Neuere Finanzprodukte – Anwendung, Bewertung, Bilanzierung, Festschrift zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Wolfgang Eisele, München 2003, 467-481. Sammelwerke werden nur einmal im Literaturverzeichnis aufgeführt unabhängig davon, wie viele verschiedene Beiträge des Sammelwerks in der Arbeit zitiert werden.

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c. Kommentare Allgemein: Nachname, Vorname [Hrsg. bzw. Begr.] (Kurztitel): Titel/Art des Kommentars, Auflage, Erscheinungsjahr, bei Loseblattwerken der Zusatz „Loseblatt“ sowie den Stand der letzten Ergänzungslieferung. Beispiel: Schmidt, Ludwig [Begr.] (EStG): Einkommensteuergesetz, Kommentar, 30. Aufl., München 2011. Littmman, Eberhard/Bitz, Horst/Pust, Hartmut [Hrsg.] (Einkommensteuerrecht): Das Einkommensteuerecht – Kommentar, Loseblatt, 15. Aufl., Stuttgart 2009 (Stand: 93. Erg.-Lfg., November 2011). Bei Loseblattwerken muss im Literaturverzeichnis immer der aktuelle Stand des Gesamtwerks angegeben werden (letzte einsortierte Ergänzungslieferung). In den Fußnoten ist dagegen der Stand der konkreten Kommentierung anzugeben (vgl. Kapitel 5.2.2). Werden mehrere Autoren aus einem Kommentar zitiert, ist das Gesamtwerk nur einmal im Literaturverzeichnis aufzuführen. d. Zeitschriftenaufsätze Allgemein: Nachname, Vorname (Kurztitel): Titel des Aufsatzes, Zeitschrift Jahr, Seitenangabe. Beispiel: Paintner, Thomas (Steuervereinfachungsgesetz): Das Steuervereinfachungsgesetz 2011 im Überblick, DStR 2011, 1877-1882. Zeitschriften sind so abzukürzen, wie es in der betreffenden Zeitschrift empfohlen wird. Fehlt eine solche Empfehlung, so sind die in anerkannten Publikationen (vgl. z.B. das Abkürzungsverzeichnis bei Schmidt, EStG, 30. Aufl., München 2011) benutzten Abkürzungen maßgeblich. Bei Abkürzungen werden i.d.R. keine Punkte gesetzt (z.B. DStR 2012). Bei Zeitschriften ist unbedingt das Erscheinungsjahr anzugeben, nicht Lehrstuhl für BWL, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

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jedoch die Heftnummer. Nicht erforderlich (aber auch nicht schädlich) ist die Angabe des Jahrgangs der Zeitschrift. e. Internetquellen Allgemein: Nachname, Vorname (Kurztitel): Titel, Internetadresse, Abrufdatum. Beispiel BMF (Progression): Kabinett beschließt Gesetz zum Abbau der kalten Progression, http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_146486/DE/Wirtschaft__un d__Verwaltung/Steuern/20111207-KP.html?__nnn=true,

Abruf

09.02.2012. Es ist darauf zu achten, dass nur ‚angemessene‘ Internetquellen herangezogen werden. Wikipedia und ähnliche Online-/Lexikon-Quellen zählen nicht dazu.

Fehlende Angaben Soweit die Quelle den Verfassernamen nicht angibt, ist der Zusatz „o.V.“ voranzustellen. Beim Fehlen der Jahreszahl des Erscheinens vermerkt man „o.J.“, bei Fehlen einer Angabe des Erscheinungsortes „o.O.“.

6.2 Rechtsprechungsverzeichnis Im Rechtsprechungsverzeichnis werden alle in der Arbeit zitierten Urteile und Beschlüsse aufgeführt. Dabei ist nach den zitierten Gerichten zu unterscheiden (Europäischer Gerichtshof, Bundesverfassungsgericht, Bundesfinanzhof, Bundesgerichtshof, Finanzgerichte, etc.). Die Entscheidungen je Gericht sind chronologisch aufzuführen. Allgemein: Gericht v. Datum, Aktenzeichen, Fundstelle.

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Beispiel: BFH v. 17.09.2003, IR 55/02, BStBl. II 2004, 534-536. Als Fundstelle für BFH-Entscheidungen sollen grundsätzlich das Bundessteuerblatt Teil II (BStBl. II), als Fundstelle für Entscheidungen der Finanzgerichte die Zeitschrift „Entscheidungen der Finanzgerichte“ (EFG) oder „DStR Entscheidungsdienst“ (DStRE) angegeben werden, wenn die entsprechenden Judikate (auch) dort veröffentlicht sind. Es ist jeweils genau anzugeben, auf welchen Seiten sich die Entscheidung befindet; die Nennung der Anfangsseite reicht nicht, wenn sich die Entscheidung über mehr als eine Seite erstreckt.

6.3 Verzeichnis der Verwaltungsanweisungen In das Verzeichnis der Verwaltungsanweisungen werden alle in der Arbeit zitierten Erlasse, Schreiben und Verfügungen des Bundesfinanzministeriums und der Finanzbehörden der Länder aufgenommen, getrennt nach Behörde und innerhalb dieser Trennung chronologisch geordnet. Außerdem werden Richtlinien (z.B. EStR) und amtliche Hinweise (z.B. EStH) aufgenommen. Allgemein: Erlassende Behörde v. Datum, Aktenzeichen, Fundstelle. Beispiel: BMF v. 26.08.2003, IV A 2 – S 2770 – 18/03, BStBl. I 2003, 437-441.

6.4 Rechtsquellenverzeichnis In der Arbeit zitierte Gesetze, Verordnungen, Abkommen und Völkerrechtliche Verträge werden im Rechtsquellenverzeichnis aufgeführt. Abhängig von der Anzahl der Quellen bietet sich eine weitere Unterteilung an. Allgemein: Gesetz (abgekürzte Gesetzesbezeichnung), Zeitpunkt der Veröffentlichung, Fundort im Bundesgesetzblatt, letzte Änderung.

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Beispiel: Umsatzsteuergesetz (UStG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.02.2005 (BGBl. I 2005, 386), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Anpassung der Rechtsgrundlagen für die Fortentwicklung des Emissionshandels vom 21.07.2011 (BGBl. I 2011, 1475).

6.5 Verzeichnis der sonstigen Quellen Zu den sonstigen Quellen zählen insbesondere Bundesrats- und Bundestagsdrucksachen. Allgemein: BT-Drs. Aktenzeichen v. Datum, Titel. Beispiel: BT-Drs. 16/4841 v. 27.03.2007, Entwurf eines Unternehmensteuerreformgesetzes 2008.

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Bachelor-/Masterarbeit im Sommer-/Wintersemester JJJJ/JJJJ über das Thema

Thema der Arbeit …

Eingereicht bei Herrn Prof. Dr. Guido Förster von Vorname Nachname Straße Hausnr., PLZ Stadt Tel.: E-Mail: Geburtsdatum: Matrikelnummer: x. Fachsemester Studienfach (z.B. Betriebswirtschaftslehre) Abgabedatum: TT.MM.JJJJ

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