Frauen helfen Frauen e.v. Jahresbericht Regensburg Regensburg

Frauen helfen Frauen e.V. Jahresbericht 2012 Autonomes Frauenhaus Postfach 110 204 93015 Regensburg www.frauenhaus-regensburg.de Beratungsstelle fü...
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Frauen helfen Frauen e.V.

Jahresbericht 2012

Autonomes Frauenhaus Postfach 110 204 93015 Regensburg www.frauenhaus-regensburg.de

Beratungsstelle für Frauen Gumpelzhaimer Str. 8a 93049 Regensburg

0 941 – 2 400 0

Der Schwerpunkt unserer Arbeit 2012 war das Projekt „Ausweitung des Beratungsangebotes bei Häuslicher Gewalt“. Durch die Unterstützung der Auerbachstiftung konnte das Projekt mit einer 0,75 % Stelle weiter intensiviert werden. Eine Ausdehnung des erweiterten Beratungsangebots auf weitere Polizeiinspektionen wurde dadurch möglich. Die ausführliche Darstellung lesen Sie in der Rubrik Schwerpunkt 2012.

Vorwort Liebe Leserin, lieber Leser, wir freuen uns, Ihnen den Jahresbericht 2012 des Autonomen Frauenhauses Regensburg präsentieren zu können. Der Jahresbericht gibt neben dem Überblick über die Arbeit des Frauenhauses und der Beratungsstelle für Frauen auch Informationen über die aktuellen Themenschwerpunkte 2012.

Erwähnen möchten wir an dieser Stelle auch den im August 2012 erschienenen Bericht der Bundesregierung zur Situation der Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und anderer Unterstützungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder in Deutschland. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde der Bericht erstellt, bestehend aus dem Gutachten "Bestandsaufnahme zur Situation der Frauenhäuser, der Fachberatungsstellen und anderer Unterstützungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder" sowie der Stellungnahme der Bundesregierung. Der Bericht bestätigt die seit vielen Jahren beklagten Versorgungslücken in der Hilfe-Infrastruktur, die Unterfinanzierung, fehlendes Personal und eine unzureichende Ausstattung der Frauenhäuser und Beratungsstellen. Ein „bunter Flickenteppich aus verschiedenen Finanzierungsmodellen der Länder und Kommunen“ so lautet das Fazit der Frauenhauskoordinierung e.V.. In der Bestandsaufnahme stellen die Sozialwissenschaftlerinnen fest, dass die Unterstützungsangebote mehrheitlich unterfinanziert sind. Frauenhäuser und Fachverbände fordern seit langem ein Bundesgesetz, das gewaltbetroffenen Frauen und deren Kindern einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe ermöglicht. Bayern liegt mit der Anzahl der Frauenhausplätze im Vergleich zur Bevölkerung bei den Schlusslichtern.

Das Frauenhaus unterstützt Frauen und deren Kinder, die sich aus einer gewaltgeprägten Lebenssituation lösen und ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben führen wollen. Wir bieten anonyme Unterkunft, Schutz und Sicherheit und treten dafür ein, Gewalt gegen Frauen als gesellschaftliche Aufgabe zu begreifen und öffentlich zu machen. Im Jahr 2012 wohnten im Frauenhaus Regensburg 40 Frauen und 33 Kinder. Mit 7036 Übernachtungen ergab dies eine Belegung der Frauen und Kinder von durchschnittlich 96 %. Weitere Angaben erwarten Sie im Jahresbericht. Die Aufenthaltsdauer der Frauen war, wie schon im Jahr 2011, auffallend lang. Eine entscheidende Ursache liegt in der Schwierigkeit, eine günstige Wohnung zu finden. Die Wohnungsmarktsituation spitzt sich gerade im sozialen Wohnungsbau immer mehr zu. So konnte auch die Nachfrage an Frauenhausplätzen durch betroffene Frauen oder Institutionen nur sehr unzureichend erfüllt werden. Oft musste in Akutsituationen an andere Frauenhäuser weiter verwiesen oder anderweitige Vorgehensweisen besprochen werden, die nicht immer zufriedenstellend waren. 2

Wir verbinden mit Kenntnis der Missstände die Hoffnung, dass nun auch Taten folgen werden und bundesweit die Situation der Frauenhäuser und Beratungsstellen verbessert wird.

Wir danken → Unseren Zuschussgebern:

Wie jedes Jahr möchten wir an dieser Stelle auch die Gelegenheit nutzen, unseren zahlreichen UnterstützerInnen und SpenderInnen für ihre solidarische Hilfe für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder zu danken.

Stadt Regensburg Landkreis Regensburg Landkreis Kelheim Landkreis Cham Landkreis Neumarkt

Vielen herzlichen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

Regierung der Oberpfalz Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Die Mitarbeiterinnen des Autonomen Frauenhauses

→ Der Auerbach Stiftung für die Finanzierung des Projekts zum erweiterten Beratungsangebot in 2011 und 2012 → Allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Frauenhauses für ihr großes Engagement → Unseren Praktikantinnen für ihre engagierte Mitarbeit und Unterstützung → Allen Privatpersonen und Firmen, allen Institutionen, allen FörderInnen und UnterstützerInnen die das autonome Frauenhaus, Frauen helfen Frauen e.V. im Jahr 2012 finanziell und/oder mit unterschiedlichen Aktionen und Ideen unterstützt und gefördert haben.

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INHALT

Seite

Der Verein stellt sich vor _______________________________________ Das Autonome Frauenhaus Die Beratungsstelle für Frauen Trägerverein und Finanzierung Mitarbeiterinnen und Team

05 06 06 07

Tätigkeitsbereiche _______________________________________ Frauenbereich Arbeit mit den Mädchen und Jungen Ambulante Beratung Nachgehende Beratung und Begleitung Rufbereitschaft Vernetzung Fortbildung Öffentlichkeitsarbeit

08 12 16 17 17 17 19 20

Themenschwerpunkte 2012 _______________________________________ Erweitertes Beratungsangebot bei Häuslicher Gewalt

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FörderInnen und UnterstützerInnen 2012 22 _______________________________________ 4

Der Verein stellt sich vor Das autonome Frauenhaus Das autonome Frauenhaus Regensburg ist eine Zufluchtsstätte für Frauen und deren Kinder, die körperlich und/oder seelisch misshandelt werden oder davon bedroht sind. Es steht allen Frauen mit ihren Kindern offen – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrer Nationalität oder ihrer Religion. Das Frauenhaus verfügt über eine Aufnahmekapazität von maximal 20 Personen (Frauen und Kinder). Insgesamt stehen 10 Zimmer hilfesuchenden Frauen und ihren Kindern zur Verfügung. Ein Großfamilienzimmer kann von einer Frau mit drei oder mehr Kindern bewohnt werden, da es durch eine Zwischentür in zwei Schlafräume teilbar ist. Die Mütter wohnen mit ihren Kindern in einem Zimmer. Die Küchen und Sanitärräume werden von den Familien gemeinschaftlich genutzt. Aus Schutzgründen ist die Adresse des Frauenhauses geheim. Das Frauenhaus befindet sich im Stadtgebiet. Es ist über Telefon und über die Postfachadresse zu erreichen. Autonomes Frauenhaus Postfach 110 204 93015 Regensburg Tel. 0941-24000 Fax. 0941-280 25 20 EMail: [email protected] Internet: www.frauenhaus-regensburg.de Büro: Mo – Do 8.00 – 17.00 Uhr Fr 8.00 – 14.00 Uhr

Die Räumlichkeiten: Erdgeschoss: 1 großzügige Wohnküche mit Spielecke, 1 Speisekammer, 3 Bewohnerinnenzimmer, davon 1 großes Familienzimmer (trennbar), 1 Badezimmer mit WC, 1 WC extra, 1 Balkon. 1. Stock: 1 großzügige Wohnküche mit Spielecke, 1 Speisekammer, 4 Bewohnerinnenzimmer, 1 Badezimmer mit WC, 1 WC extra, 1 Balkon. Dachgeschoss: 1 Küche mit Essplatz und Spielecke 3 Bewohnerinnenzimmer, 1 Badezimmer mit WC, 1 WC extra, 1 Dachterrasse. Im Keller stehen Waschmaschinen und Trockenräume zur Verfügung. Ein Garten mit Spielgeräten gehört dazu.

Die Beratungsstelle für Frauen

Trägerverein und Finanzierung

Ziel der Arbeit der Beratungsstelle für Frauen ist es, von Häuslicher Gewalt betroffenen Frauen Entlastung, Stabilisierung, Orientierung und Hilfe durch Beratung zu bieten. Neben dieser Beratung zu Trennung und Scheidung im Kontext Häuslicher Gewalt finden auch Beratungen zum Gewaltschutzgesetz und zu Nachstellung (Stalking) statt. Mitarbeiterinnen des Frauenhauses stehen hilfesuchenden Frauen sowohl telefonisch als auch persönlich mit einem Gespräch zur Verfügung. Seit 2011 arbeiten die Mitarbeiterinnen auch proaktiv: siehe Themenschwerpunkte 2012. Die Beratungen sind kostenlos und unterliegen der Schweigepflicht.

Träger des Frauenhauses und der Beratungsstelle ist der Verein „Frauen helfen Frauen“ e.V., der im Jahr 1980 gegründet wurde. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. Der Verein ist gemeinnützig und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern. Finanziert wird die Arbeit der Zufluchtsstätte über diverse Zuschüsse. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen gewährt nach den Förderrichtlinien für Frauenhäuser einen Personalkostenzuschuss entsprechend den Platzzahlen für Frauen und Kinder. Demnach bezuschusst das Land Bayern zwei Stellen im Frauenbereich des Frauenhauses. An den Grundkosten des Frauenhauses beteiligen sich die Stadt Regensburg, die Landkreise Regensburg, Cham, Neumarkt, Kelheim und der Verein Frauen helfen Frauen e.V., Träger des Frauenhauses. Des Weiteren finanziert der Verein alle Bereiche, die nicht in den Grundkosten enthalten sind. Gedeckt werden diese Zahlungen ausschließlich durch Spenden, Bußgeldzuweisungen der Gerichte und finanzielle Beiträge der Fördermitglieder des Vereins.

Beratungsstelle für Frauen Gumpelzhaimer Str. 8a 93049 Regensburg Tel. 0941-24000 Büro: Mo – Do 8.00 – 17.00 Uhr Fr 8.00 – 14.00 Uhr. Andere Beratungszeiten sind möglich. Die Gespräche finden nach telefonischer Terminabsprache statt. Die Beratungsstelle verfügt über folgende Räumlichkeiten: 1 großer Büroraum, 1 großer Kinderspielbereich und Gruppenraum, 1 Beratungszimmer, Personalküche und Toiletten.

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Mitarbeiterinnen und Team Hauptamtliche Mitarbeiterinnen Im Frauen- und Mädchen-/JungenBereich und für die ambulante Beratung stehen insgesamt drei Vollzeitstellen zur Verfügung, die sich sechs Mitarbeiterinnen teilen. Die Mitarbeiterinnen trafen sich 14-tägig zur Teambesprechung und nahmen regelmäßig an der Supervision teil. Zum Team gehörte im Jahr 2012 eine Praktikantin der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg für Angewandte Sozialwissenschaften. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen Engagierte und tatkräftige Unterstützung erfolgte in den Bereichen: Ämterbegleitung, Wohnungssuche, handwerkliche Tätigkeiten, Einkäufe, Fahrdienste, Zusatzangebote für Kinder und Unterstützung bei Aktionen der Öffentlichkeitsarbeit. Zur Verteilung der verschiedensten Tätigkeiten, aber auch zur Reflexion und zum Erfahrungsaustausch trafen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen alle zwei Monate mit einer hauptberuflichen Mitarbeiterin zum Ehrenamtlichenteam.

Wir trauern um Renate Meier, die über zehn Jahre ehrenamtlich mitarbeitete. Sie engagierte sich bei der Betreuung von Kindern und war eine große Hilfe, wenn akut Kleidung für Frauen und Kinder benötigt wurde. Renate starb am 16. August 2012. Ihr Engagement wird durch Familie und Freundeskreis fortgeführt.

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Tätigkeitsbereiche Frauenbereich Monat

Das Frauenhaus bietet Schutzräume, in denen Frauen mit oder ohne Kinder eine sichere Unterkunft, sowie umfassende Beratung und Unterstützung finden. Vorrangig sind der Schutz und die Sicherheit für bedrohte und misshandelte Frauen und ihre Kinder. Arbeitsinhalte erfolgen nach diesen Arbeitsprinzipien: Ressourcenorientierte Beratung nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Parteilichkeit für betroffene Frauen und Kinder, d. h. die Unterstützung ist an den Interessen und dem Bedarf der Frauen und ihrer Kinder ausgerichtet. Orientierung am Wohl des Kindes Anonymität und Vertraulichkeit Öffentlichkeitsarbeit zu Gewalt gegen Frauen.

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

Zahl der Übernachtungen

Übernachtung Frauen

Übernachtung Kinder

341 321 343 340 333 308 312 341 330 335 320 340 3964

252 162 190 237 277 247 264 330 320 331 241 241 3092

593 483 533 577 610 555 576 671 650 666 561 581 7056

Telefonische Kontaktaufnahme Der erste Kontakt einer schutzsuchenden Frau findet fast immer telefonisch statt. Im Telefonat werden einerseits verschiedene Lösungsmöglichkeiten besprochen, andererseits muss die akute Gewalt- und Bedrohungssituation berücksichtigt werden.

Aufnahmen 2012 im Frauenhaus Am 01.01.2012 wohnten 11 Frauen mit 9 Kindern im Frauenhaus. Im Berichtsjahr 2012 wurden 29 Frauen und 24 Kinder neu aufgenommen.

Aufnahmesituation Bei der Aufnahme findet ein ausführliches Gespräch statt. Ziel des Erstgesprächs ist es, Zuversicht zu vermitteln, die Ressourcen der Frau zu stärken, sie in den Alltag des Frauenhauses einzuführen und die Aktivitäten in den ersten Tagen zu planen. Wenn möglich, versuchen Mitarbeiterinnen während des Aufnahmegesprächs mit der Mutter, deren Kinder in den Spielräumen zu betreuen, sie in ihrer Unsicherheit aufzufangen und auch ihnen Raum zu bieten, über ihre Erlebnisse zu berichten. Falls Frauen und Kinder ohne notwendige Grundversorgung ins Frauenhaus kommen, werden sie mit Kleidung,

Damit ergeben sich folgende Übernachtungszahlen: Übernachtungen Frauen: 3964 Übernachtungen Kinder: 3092 Auslastung / Frauen: 108 % Auslastung / Kinder: 84 % So war das Frauenhaus mit insgesamt 7056 Übernachtungen von Frauen und Kindern zu 96 % ausgelastet. Bei einer Vollbelegung des Hauses bieten die Mitarbeiterinnen hilfesuchenden Frauen im Beratungsgespräch Unterstützung und eine Weitervermittlung in andere Frauenhäuser.

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Verweildauer 2012

Waschzeug, Lebensmittel und evtl. auch mit etwas Geld versorgt. Bei Bedarf wird aufgrund von Verletzungen oder des psychischen Zustandes eine Ärztin hinzugezogen. Die ankommende Frau und ihre Kinder erleben bei der Aufnahme, dass sie willkommen sind und sich sicher fühlen können. Beim Erstgespräch werden die Hausregeln vorgestellt, wie z. B. die Geheimhaltung, die Eigenverantwortung für die Kinder und die Selbstorganisation der Haushaltsführung.

Bewohnerinnen Frauen

Bis zu 14 Tage Bis zu 6 Wochen Bis zu 3 Monaten Bis zu 6 Monaten Über 6 Monate

1 3

5 10 4 4 17 40

Kinder

5 4 3 6 15 33

Über 40 % der Frauen wohnten über 6 Monate im Frauenhaus. Dies erklärt sich aus der Schwierigkeit, in Regensburg eine geeignete Wohnung zu finden. Die fehlenden bezahlbaren Wohnungen in Regensburg verlängern die Aufenthaltszeiten im Frauenhaus unnötig.

Herkunftsorte der Bewohnerinnen 57,5 % der Bewohnerinnen 2012 kamen aus Regensburg und den Landkreisen Regensburg und Kelheim: Stadt Regensburg 12 Landkreis Regensburg 7 Landkreis Kelheim 4 23

Begleitung und Beratung während des Aufenthalts im Frauenhaus Gewaltbetroffene Frauen erwarten bei der Aufnahme in ein Frauenhaus Schutz und Orientierung. Für den gesamten Aufenthalt werden sie von einer Beraterin begleitet, die den gesamten Unterstützungsprozess koordiniert. Oft haben jahrelange körperliche und psychische Misshandlungen, sexualisierte Gewalt und Drohungen zu einer Schwächung des Selbstwertgefühls geführt.

Herkunftsorte aller Bewohnerinnen in 2012

Stadt Regensburg Lkr. Regensburg Lkr. Kelheim Lkr. Cham Innerhalb Bayerns Außerhalb Bayerns

der

12 7 4 2 8 7 40

Aus Bayern kamen 82,5 % der Frauen, von außerhalb Bayerns 17,5 %. So finden auch immer wieder Frauen aus anderen Bundesländern Aufnahme im Frauenhaus Regensburg, da sie an ihrem Herkunftsort zu sehr bedroht wären. Umgekehrt kommt es genauso vor, dass Frauen aus der hiesigen Region nach einer Erstberatung wegen ihrer Gefährdungssituation sich für ein Frauenhaus in einem anderen Ort entscheiden. Wir unterstützen diese Frauen bei der Suche eines Frauenhausplatzes außerhalb der Region bzw. in einem anderen Bundesland.

Die Beratung ist parteilich, interkulturell und ganzheitlich ausgerichtet. Inhalte sind zunächst: Krisenintervention in einem geschützten Rahmen, Klärung von medizinischer Unterstützung, Erarbeitung eines Sicherheitsplanes unter Einbeziehung des interkulturellen Kontext (Gefährdungsanalyse). Gleichzeitig sind die Frauen während ihres Aufenthalts im Frauenhaus mit einer Fülle von wirtschaftlichen, sozialen und rechtlichen Problemen konfrontiert: so muss die materielle Exis9

tenz gesichert werden, der Alltag ist neu zu organisieren, insbesondere sind familienrechtliche Angelegenheiten zu klären, für die Kinder müssen Schule und Kindergarten bzw. Hort neu geregelt werden. Diese Anforderungen wirken sich unmittelbar auf den Bedarf an Unterstützung und Beratung aus. Gesprächsinhalte sind Fragen zur Existenzsicherung, Stärkung und Stabilisierung der Frauen, psychosoziale Beratung, Hilfe bei der Bewältigung der Gewalterfahrungen und Unterstützung bei der weiteren Lebensplanung. Die Einbeziehung weiterer Berufsgruppen, sowie die individuelle Gefährdungslage der Frau und ihrer Kinder werden bei den Unterstützungsmaßnahmen berücksichtigt.

Bewohnerinnen hintergrund

mit

Migrations-

Kulturelle, aufenthaltsrechtliche sowie sozialökonomische Probleme erschweren die Hilfesuche von gewaltbetroffenen Frauen mit Migrationshintergrund. In der Beratung stellt die sprachliche Verständigung eine große Erschwernis dar. Sprachbarrieren wegen geringer oder fehlender Deutschkenntnisse waren in der Regel eine Folge der erzwungenen sozialen Isolation durch den gewalttätigen Partner. Viele Erstgespräche sind nur mit Hilfe einer Dolmetscherin möglich. Dies verändert die Arbeitsweise stark, zudem ist eine erhöhte Sensibilität gegenüber kulturbedingten Missverständnissen nötig. Einige Migrantinnen im Frauenhaus benötigen eine intensivere Begleitung und Unterstützung, da sie weniger Kenntnis über Strukturen und relevante Ämter und Behörden haben. Die Klärung der aufenthaltsrechtlichen Probleme setzt gute Kenntnisse über aufenthaltsrechtliche Rahmenbedingungen bei den Mitarbeiterinnen voraus. Die Vermittlung von Sprachkursen und enge Zusammenarbeit mit AnwältInnen für Ausländerrecht ist wichtiger Bestandteil der Arbeit. Die meisten Frauen haben großes Interesse an einem Sprachkurs. Erfreulicherweise konnten alle Frauen, die einen Bedarf hatten, in einen Integrationskurs vermittelt werden. Nicht zuletzt beeinflussen die unterschiedlich kulturell geprägten Wertvorstellungen und die entsprechenden Selbstidentifikationen die Beratungen zwischen Mitarbeiterin und Bewohnerin. Dieser Herausforderung wurde mit Qualifizierung der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiterinnen begegnet.

Einzelarbeit mit schwer traumatisierten Frauen Gerade bei langanhaltender häuslicher Gewalt besteht ein erhöhtes Risiko, an einer posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken. Im Frauenhaus werden auch Frauen aufgenommen, die aufgrund von wiederholten Gewalterfahrungen sowohl in ihrer Kindheit als auch in ihren Beziehungen sehr schwer traumatisiert sind. Hier gilt es, die Frauen zu unterstützen, eine ambulante oder stationäre Psychotherapie anzunehmen. Leider erschweren oft lange Wartezeiten bei niedergelassenen TherapeutInnen oder der Tagesklinik das Handlungsspektrum. Die intensiven Anforderungen an Unterstützung und Stabilisierung der Betroffenen überschreiten nahezu das personelle Angebot und die Ausrichtung des Frauenhauses.

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Hausversammlung

Auszug aus dem Frauenhaus 2012

Die Hausversammlung ist ein verpflichtendes Forum für die Bewohnerinnen und findet einmal wöchentlich statt. Die Enge im Haus, die belastenden Situationen der Bewohnerinnen, ein Streit zwischen den Kindern u.v.m. führen oft zu Konflikten im Zusammenleben. Die eingeschränkten Rückzugsmöglichkeiten aber auch die Heterogenität der Frauenhausbewohnerinnen kann Ursache von Konflikten sein. Neben der akuten Klärung hat die Hausversammlung eine wichtige Bedeutung für das interne Konfliktmanagement. Sie ist ein Ort, um Konflikte anzusprechen, zu regeln und neue Formen der Konfliktlösung zu erlernen. Aber auch die Organisation des alltäglichen Zusammenlebens (Putzen der Gemeinschaftsräume, Einteilung des Winterdienstes etc.) ist Thema der Hausversammlung. Die Hausversammlung bietet auch Raum, inhaltliche Themen anzusprechen, wie Entstehungsprozesse und Auswirkung von Gewalt oder Schutzmöglichkeiten für die Zukunft oder Angebote für Kinder.

60 % der Frauen zog in die eigene Wohnung. Nur drei Frauen (10,70 %) von 28 ausgezogenen Frauen kehrten in die gemeinsame Wohnung zum Täter zurück. Sehr stark bedrohte Frauen suchten die Sicherheit in einem weiter entfernten Frauenhaus. wohin

Eigene Wohnung Wohnungszuweisung nach GewSchG Zurück in die gemeinsame / eheliche Wohnung Eltern Geschwister Freunde

Anzahl

in %

17

60,70

1

3,70

3

10,70

2

7,10

3 2 28

10,70 7,10 100,00

Anderes Frauenhaus nicht bekannt

Der Auszug der Frauen und ihrer Kinder wird mit einem „Abschiedsritual“ abgerundet. Mit Pizza-Essen, besten Wünschen, Liedern, kleinen Geschenken und der Information, dass sie auch weiterhin zur Beratung kommen können, werden sie verabschiedet.

Ferner werden gemeinsame Unternehmungen durchgeführt wie z. B. Stadtrundgang und Ausflüge. Viel Freude und vor allem Entspannung bereitete den Bewohnerinnen ein kostenloser „Yogavormittag“.

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Arbeit mit den Mädchen und Jungen im Frauenhaus „Ich war früher im Frauenhaus. Das war cuhl. Da sind wir ins Kino und in den Wald und in Spielplatz gegangen und haben gekocht und kinderversammlung gemacht und und und viel mehr. Manche Leute denken, daß hier nicht gut ist aber hier ist es gar nicht wie die denken“ aus „Pia zieht ins Frauenhaus“

Interview mit einer Mitarbeiterin aus dem Mädchen-/Jungen-Bereich:

wir Kontakt zu Kinder- und Jugendtherapeutinnen her. Gut tut ihnen auch der Kontakt zu den anderen Kindern, die ähnliches erlebt haben.

Wie erleben Kinder die elterliche Partnerschaftsgewalt? Sie haben Schlimmes mit anhören und mit ansehen müssen. Kinder haben ein feines Gespür für spannungsgeladene und bedrohliche Atmosphären, wenn Gewalt und Demütigungen in der Familie vorherrschen. All das hat erhebliche nachhaltige Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder. Welche Beobachtungen machen Sie bei den Kindern? Viele zeigen Auffälligkeiten im Verhalten und in der Entwicklung. Außerdem leiden viele Kinder an Ängsten, Schlafstörungen und anderen somatischen Erkrankungen.

Wie sieht die konkrete Arbeit aus? Wir bieten Gruppenstunden mit viel Raum für Spiel, Kreativität und sich Ausprobieren, um ihnen Lebensfreude zu vermitteln und ihr Selbstwertgefühl zu stärken (z. B. therapeutisches Reiten). Außerdem führen wir Einzelgespräche mit den Jungen und Mädchen, wir bereiten auf über den bevorstehenden Jugendamtskontakt vor, reden mit ihnen vor und nach den Umgangskontakten. Für die Schulkinder findet die wöchentliche Kinderversammlung statt, in der jedes Kind einzeln erzählen darf, wie es ihm gerade geht, was ihm Freude macht und was Kummer bereitet (z. B. neue Schule, Freundschaften, neue Lebens-situation). Wir haben einen besonderen Blick darauf, ob das

Wie sieht die Unterstützung im Frauenhaus für die Kinder aus? Für uns Mitarbeiterinnen im Mädchen/Jungen-Bereich steht bei der Aufnahme ins Frauenhaus im Vordergrund: Was braucht das Kind, um das schlimme Erlebte verarbeiten zu können. Thema ist natürlich auch die neue Wohnsituation und der Umbruch im Leben des Kindes wie z. B. Kindergarten- und Schulwechsel. Wir unterstützen die Kinder sehr durch Stabilisierung. Wir helfen den Mädchen und Jungen, mit Ängsten und auch Sehnsüchten umzugehen. Bei Bedarf stellen 12

Die Kinder wurden eher als Anhängsel betrachtet, die mit den Frauen mitkamen. Diese Zeiten sind glücklicherweise längst vorbei. Heute werden die Mädchen und Jungen mit ihren Nöten und Bedürfnissen gesehen und speziell wir Mitarbeiterinnen im Mädchen/Jungen-Bereich unterstützen und stärken sie so gut wir können mit allen Angeboten, die wir zur Verfügung haben.

Kind gut versorgt ist: Wird es ausreichend gefördert? Wie ist der MutterKind-Kontakt? Braucht das Kind Unterstützung von anderen Stellen wie Logopädie, Spieltherapie, Unterstützung im schulischen Bereich und vieles mehr? Tut der evtl. Kontakt zum Vater gut oder nicht? Wir nutzen den Frauenhausaufenthalt, um bei Bedarf die Kinder in Hort, Frühförderstelle oder sonstige unterstützende Einrichtungen zu vermitteln, die bei Auszug der Familie weiter besucht werden. Bekommen die Mütter auch Unterstützung? Natürlich stehen wir den Müttern in Erziehungsfragen, Fragen zur Frühförderung, Schulbildung und Gesundheitsfürsorge zur Seite. In der wöchentlich stattfindenden Müttergruppe werden aktuelle Probleme im Umgang mit den Kindern besprochen. Wir geben Tipps und Ratschläge zu Erziehung, Ernährung und Freizeitangeboten. Wir begleiten, wenn gewünscht, zu Kindergärten, Schulen, Horten und anderen Einrichtungen und regen Familienhilfe beim Jugendamt für die Zeit nach dem Frauenhausaufenthalt an.

Ein 12 jähriges Mädchen sagt: „Frauenhaus bedeutet für mich: - Ausflüge mit den Kindern - Sicherheit für die Frauen und Kinder - Spaß am Zusammenleben - Leute kennenlernen - Gerechtigkeit für die Frauen - Ein zu Hause“

2012 wohnten 33 Kinder mit ihren Müttern im Frauenhaus (von 0 bis 17 Jahren). Die durchschnittliche Auslastung des Frauenhauses bei den Kindern betrug 84 %. Leider war auch in diesem Jahr die Verweildauer der meisten Familien sehr lang, da es überaus schwierig war, geeigneten Wohnraum zu finden. Darunter litten auch die Kinder, die sich nach einer gewissen Zeit einen Alltag in der eigenen Wohnung wünschen.

Werden die Kinder heute in der Frauenhausarbeit mehr gesehen als früher? Ja, da hat sich der Blick sehr verändert. Zu Beginn der Frauenhausbewegung standen vor allem die von Gewalt betroffenen Frauen im Focus, sie erfuhren Unterstützung und Beratung. 13

gelmäßig 14tägig den „Integrativen Ponyhof Wutzweide“. Das therapeutische Reiten ermöglicht traumatisierten Kindern mit Hilfe des Pferdes Entwicklungsmöglichkeiten. Die Pflege der Tiere und der Kontakt beim Reiten haben eine beruhigende und konzentrationsfördernde Wirkung. Mitarbeiterinnen konnten nach diesen Besuchen immer direkte positive Auswirkungen auf das Selbst- und Körperbewusstsein, die motorische Koordination sowie die Gestaltung der sozialen Kontakte bei den Kindern feststellen. Mehrfach war es 2012 möglich, dass Kinder mit ihren Müttern zusammen am therapeutischen Reiten teilnahmen, was für die einzelnen Familien eine heilende und stärkende Erfahrung war.

Im Jahr 2012 gab es folgende Angebote für Mädchen und Jungen: Kinderversammlung für Schulkinder Einmal in der Woche fand die Kinderversammlung statt. Eine Befindlichkeitsrunde zu Beginn zeigte bereits die aktuellen Themen: Probleme in der Schule / das manchmal schwierige Zusammenleben im Haus / Ängste und Befürchtungen in Bezug auf einen Kontakt zum Vater / Erinnerungen an früher / Konflikten untereinander / Wünsche und Anregungen.

Einzelarbeit Die Einzelarbeit bietet den Rahmen für gezielte Unterstützung bei der Aufarbeitung der erlebten Gewalt bzw. Hilfen in einer akuten Krise. Die wöchentlich stattfindenden Begegnungen finden in einer geschützten Atmosphäre statt. Die Kinder werden stabilisiert, ermutigt und begleitet.

Auch im Jahr 2012 gab es besondere Belastungen für einzelne Mädchen und Jungen durch die Kontakte mit den Vätern. Ursache dafür ist das beschleunigte Umgangsverfahren, so dass die angestrebte Stabilisierung des Kindes durch Gewährung von Zeit, Schutz und Sicherheit leider immer wieder unterbrochen wurde. Ein Bewegungsangebot oder gemeinsame Spiele, die das Selbstwertgefühl stärken, oder Entspannungsübungen bildeten den Abschluss der Versammlung. Rituale geben den Kindern Sicherheit und Stärkung.

Gruppenarbeit Die gemischten Spielgruppen finden regelmäßig statt. Wenn viele Kinder im Haus sind, werden altersgemäße Gruppen gebildet. Die Kinder lernen die Regeln des Miteinanders und gewaltfreie Lösung von Konflikten. Dazu gehört auch der Umgang mit Wut und

Therapeutisches Reiten Durch die Förderung von „Aktion Mensch“ und weiterer Sponsoren konnte auch 2012 das überaus beliebte Reitprojekt fortgesetzt werden. Die Mädchen und Jungen besuchten re-

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SÜD-AG – Fachaustausch zum Mädchen/-Jungen-Bereich Die SÜD-AG ist ein Zusammenschluss von Mitarbeiterinnen aus dem Mädchen/-Jungen-Bereich aus Bayern und Baden-Württemberg. Der Arbeitskreis trifft sich seit 14 Jahren 2mal jährlich zu dreitägigen konzeptionellen Seminaren, um die Qualität der Arbeit mit den Mädchen und Jungen im Frauenhaus zu sichern. Hauptthemen der Treffen 2012 waren der Fachaustausch, das neue Kindschaftsrecht, speziell die „Frühen Hilfen“. Eine Kollegin informierte über ihre Ausbildung zur Traumapädagogin mit vielen angewandten Beispielen als Grundlage für unsere Arbeit mit den Kindern. Außerdem wurden die Workshops für die 2013 stattfindende JAF (Jahresversammlung der autonomen Frauenhäuser) in Frankfurt vorbereitet und das Kinderbuchprojekt „Pia“ zum Abschluss gebracht.

Ärger, Entspannungsübungen und viele gemeinsame Spiele und Basteleien. 2012 fanden folgende teilweise gesponserte Aktivitäten statt: Nachmittage im Schwimmbad Kinobesuche Ausflüge mit Picknick in verschiedenen Grünanlagen Teilnahme an verschiedenen Ferienmaßnahmen Ostereiermalen im Hotel Courtyard by Marriott.

Mütterberatung Beratung und Unterstützung der Mütter unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Kulturen ist Bestandteil der Frauenhausarbeit. Es fanden Gruppengespräche u.a. zu folgenden gewünschten Themen statt: Auswirkungen von Gewalt Umgang mit Grenzen Konflikte lösen Gesunde Ernährung Erziehungsziele und Methoden Betrachten der Herkunftsfamilie Rollenbilder in der Gesellschaft Ferienangebote und Seminare für Alleinerziehende Aufklärung

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Gewaltfreie Zeit für Beratung und Entscheidungen

Ambulante Beratung Die Beratungsstelle für Frauen berät und informiert von Partnergewalt betroffene Frauen. Das Beratungsangebot ist parteilich, interkulturell und ganzheitlich ausgerichtet. Im Jahr 2012 fanden 277 ambulante Beratungsgespräche (persönlich und telefonisch) statt. Das ergab im Durchschnitt 5,3 Beratungsgespräche pro Woche. Herkunftsorte der Frauen waren, soweit es zu erfassen war: Stadt Regensburg Landkreis Regensburg Landkreis Kelheim Sonstige

122 34 15 106

Das telefonische Beratungsangebot oder ein persönlicher Beratungstermin, möglichst kurzfristig, kostenlos und auch anonym bietet den betroffenen Frauen einen niedrigschwelligen Zugang. Partnergewalt bedroht Frauen in allen existentiellen Lebensbereichen, es besteht aber, anders als bei Gewaltbedrohung durch einen Fremdtäter, eine vielfache Abhängigkeit. Dies erschwert den persönlichen Entscheidungsprozess der Frauen. Auch Migrantinnen nehmen zunehmend das Angebot der Beratungsstelle wahr. Der größte Teil der Frauen sprach ausreichend Deutsch oder nahm am Erstkontakt mit einer Verwandten oder Bekannten zur Übersetzung teil. Zum Beratungsinhalt gehört neben der psychosozialen Beratung und Krisenintervention zur Stabilisierung auch das Aufzeigen der zivilrechtlichen Möglichkeiten nach dem Gewaltschutzgesetz (GewSchG).

Das Gewaltschutzgesetz erleichtert den Frauen (und Kindern) in der ehelichen Wohnung bleiben zu können. Durch die polizeiliche Wegweisung des Täters aus der Wohnung können Opfer von Häuslicher Gewalt in Ruhe weitere Schritte überlegen. Beratung und Informationen sind notwendig, um die Betroffenen in der akuten Situation psychisch zu stabilisieren und sie über ihre rechtlichen Möglichkeiten nach dem GewSchG - wie Kontaktverbot und Wohnungszuweisung - aufzuklären. Seit 2007 besteht durch das AntiStalking-Gesetz (§ 238 StGB) zusätzlich die Möglichkeit, Strafanzeige wegen Nachstellung zu erstatten. Das Beratungsangebot wird von Frauen in Krisensituationen genutzt, aber auch von Multiplikatorinnen, wie z. B. Familienhelferinnen, SchulsozialarbeiterInnen, MitarbeiterInnen von Fachberatungsstellen oder betriebliche SozialarbeiterInnen. Proaktiv gegen Häusliche Gewalt Seit 01.01.2011 bietet der Verein Frauen helfen Frauen e.V. in enger Kooperation mit der Polizei eine „proaktive Beratung“ an. Nach einem Polizeieinsatz oder wenn Betroffene eine Anzeige erstatten, werden Frauen von der Polizei über das Beratungsangebot des Frauenhauses informiert. Nach deren Einwilligung wendet sich eine Mitarbeiterin an die Betroffene und bietet ihr Unterstützung und Beratung an. Näheres unter Schwerpunkt 2012.

Nachgehende und Begleitung

Beratung

Vernetzung und Kooperation

Nach dem Auszug aus dem Frauenhaus können die ehemaligen Bewohnerinnen das Angebot der nachgehenden Beratung in Anspruch nehmen. Die Mitarbeiterinnen unterstützen und beraten die Frauen. Die Unterstützung wird in Form von telefonischer Beratung aber auch persönlicher Einzelberatung und Begleitung zu Ämtern angeboten. Häufige Beratungsinhalte waren finanzielle Existenzsicherung, ausländerrechtliche Schwierigkeiten, Fragen bei familiengerichtlichen Verfahren, Probleme bei den Umgangskontakten mit dem Vater der Kinder, aber auch eine erneute Gefährdung durch den gewaltbereiten Mann, Sicherheitsberatung und Unsicherheit gegenüber Behörden. Das erweiterte Beratungsangebot konnte auch die nachgehende Beratung intensivieren. Hausbesuche waren möglich.

Intensiver und regelmäßiger Kontakt und Austausch besteht mit → Polizeiinspektionen, insbesondere mit den SchwerpunktsachbearbeiterInnen für häusliche Gewalt → Beauftragte für Frauen und Kinder beim Polizeipräsidium Niederbayern und Oberpfalz → Amt für Jugend und Familie Regensburg (Jugendamt) und KoKi → Jobcenter der Stadt Regensburg mit einem festen Ansprechpartner für die Bewohnerinnen des Frauenhauses → Psychosoziale Beratungsstellen und Erziehungsberatungsstellen → RechtsanwältInnen → Weißer Ring, Opferhilfsorganisation → Frauenhäuser - regional und bundesweit

Rufbereitschaft Um eine optimale Erreichbarkeit für Frauen in Notsituationen zu gewährleisten, ist das Frauenhaus auch außerhalb der Bürozeiten und am Wochenende über die Rufbereitschaft erreichbar. Hierbei erhalten Hilfesuchende eine Handynummer, über die eine Mitarbeiterin direkt erreichbar ist. Dieses Angebot wird sowohl von hilfesuchenden Frauen, die sofort ins Frauenhaus wollen oder eine Beratung brauchen, als auch von Polizei oder anderen VermittlerInnen genutzt. Bewohnerinnen des Frauenhauses melden sich in Krisensituationen ebenso bei der zuständigen Mitarbeiterin der Telefonbereitschaft.

→ Schulen, Kindergärten und Kindertageseinrichtungen → Mitarbeiterinnen lungsstellen.

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der

Gleichstel-

→ Bezirksausschuss des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niederbayern/Oberpfalz, vierteljährliche Treffen zum Erfahrungsaustausch der Mitgliedsorganisationen

Tätigkeiten im Rahmen von Kooperation und Vernetzung Regelmäßige Veranstaltungen → Landesarbeitsgemeinschaft der autonomen Frauenhäuser Bayern (LAG), dreimal ganztägig in Nürnberg oder München. Themenschwerpunkt im Jahr 2012 waren die Forderungen nach einer bundeseinheitlichen Finanzierung der Frauenhäuser und die damit verbundenen Gutachten und ihre Ergebnisse, die von Frauenhauskoordinierung und dem Bundesverband der Frauenberatungsstellen sowie der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurden

→ Regionaler Steuerungsverbund des Versorgungsgebietes Regensburg (PSAG): Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen wie AK Frauen und psychische Gesundheit, Teilnahme an der Mitgliederversammlung und an Treffen zum Thema Krisenversorgung in Regensburg → Regensburger Frauenforum zum Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit mit anderen Frauenorganisationen

→ Fachgruppentreffen der Frauenhäuser im Paritätischen Landesverband, dreimal ganztägig in München Themenschwerpunkte waren Ergebnisse der Gutachten zur bundeseinheitlichen Finanzierung von Frauenhäusern und die Richtlinien zur Förderung der Frauenhäuser in Bayern

→ Arbeitskreis Alleinerziehende Regensburg, zweimal jährlich. Arbeitsund Vernetzungstreffen.

Einmalige Veranstaltungen

→ SÜD-AG: Arbeitstreffen der Mitarbeiterinnen des Mädchen-/JungenBereichs der autonomen Frauenhäuser Bayern und Baden-Württemberg – 3-tägige Treffen im Frühjahr und Herbst

→ Teilnahme am Fachtag „Familienbildung kooperiert“ – Netzwerke knüpfen in der Familienbildung am 09.03.2012 www.familie-bildung.info

→ Fachaustausch der Frauenhäuser und Notrufe von Niederbayern/ Oberpfalz in Regensburg am 25.09.12 Themenschwerpunkt: Prozessbegleitung

→ Treffen mit Mitarbeiterinnen der Auerbachstiftung am 24.04.2012 Informationsaustausch, Reflexion und Zwischenbericht zum Projekt „Erweitertes Beratungsangebot bei Häuslicher Gewalt“

→ Runder Tisch gegen häusliche Gewalt am 02.02.2012 zum Thema Kinderschutzgesetz, am 05.07.2012 mit Vorstellung des Mutter-KindHauses KJF, am 11.10.2012 ein Vortrag zum Thema Schweigepflicht von Herrn Polnik, Richter am Landgericht. Weitere Punkte waren die Vorbereitung der Aktion zum 25.11.2012 in Kooperation mit dem Kath. Deutschen Frauenbund (KDFB)

→ Treffen mit MitarbeiterInnen des Allgemeinen Sozialdienstes vom Kreisjugendamt Regensburg am 10.08.2012, Informationsgespräch und Erfahrungsaustausch → Teilnahme an der 5-Jahres-Feier der Familienwerkstatt Regensburg am 05.10.2012 18

→ Informationsgespräch mit Thomas Gambke, MdB im Rahmen der Tour „Grüne schreiben Kinderrechte GROSS“ am 15.11.2012, Themen: Erleben Häuslicher Gewalt als Kindeswohlgefährdung und Kinder im Gewaltschutzgesetzverfahren

Fortbildung der Mitarbeiterinnen → Trauma-Arbeit beim FrauenTherapieZentrum in München: 11. – 12.05.2012 Modul: Psychohygiene, Prävention von Sekundärtraumatisierung und Burn-out. 23. – 24.11.2012 Modul: Projektreflexion, Supervision, Fallarbeit und Stabilisierung des Gelernten.

→ Sozialbericht und Maßnahmen zur Armutsbekämpfung der Stadt Regensburg: Teilnahme an den Arbeitsgruppentreffen zur Diskussion der Maßnahmenvorschläge am 31.01. und 20.03.2012 → Kooperationstreffen mit der Polizei zur pro-aktiven Beratung Treffen mit den SchwerpunktsachbearbeiterInnen für Häusliche Gewalt der Polizeiinspektionen Stadt und Landkreis Regensburg, Beauftragte für Frauen und Kinder beim Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg am 15.05.2012, Erfahrungsaustausch und Zwischenbilanz der Vereinbarung zum pro-aktiven Beratungsansatz Treffen mit Polizeipräsident Herrn Rückl, Frau Wilhelm, Beauftragte für Frauen und Kinder beim Polizeipräsidium Niederbayern und den Schwerpunktsachbearbeitern für Häusliche Gewalt in Kelheim am 02.10.2012, Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung über die Zusammenarbeit zur Opferhilfe / Grundlage für die proaktive Beratung von Opfern Häuslicher Gewalt.

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→ die Schulklasse am Donaugymnasium in Kelheim am 06.11.2012, die die Plakate für den Infostand am 25.11.2012 gestalteten

Öffentlichkeitsarbeit Es ist wichtig, Gewalt gegen Frauen und Häusliche Gewalt öffentlich zu benennen und Hilfen aufzuzeigen.

→ Studentinnen im 6. Semester zur Vorbereitung der Ausstellung „Spuren hinterlassen – Frauenbewegung und sozialer Wandel“ am 13.11.2012

Vortrag und Diskussionsrunde oder Gespräch zum Thema Gewalt gegen Frauen, Hilfsangebot durch Frauenhaus und Beratungsstelle für Frauen für → Teilnehmerinnen des Kurses „Blickpunkt Beruf“ beim Werkhof Regensburg am 19.01.2012

→ eine Schülerin der BischofManfred-Müller-Schule zur Vorbereitung ihres Referats am 28.12.2012

Teilnahme beim

→ Teilnehmerinnen der Kurse zur beruflichen Integration des Beruflichen Fortbildungszentrum der Bayer. Wirtschaft (bfz) Regensburg am 21.09 und am 10.10.2012

am

Informationsstand

→ Internationalen Frauentag, Veranstaltung des Frauenteams der IGMetall im Gloria am 08.03.2012

→ MitarbeiterInnen im Fachdienst des Pater-Rupert-Mayer–Zentrums Regensburg am 14.02.2012

→ Aktions- und Gesundheitstag für Frauen – Frauen bewegen! durch die Gleichstellungs- und Seniorenstelle im Landratsamt Kelheim im Donaugymnasium Kelheim am 28.04.2012

→ Klassen der Regensburger Fremdsprachenschule RFS am 20.09.2012

→ Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, Zentrale Veranstaltung des Regensburger Runden Tisch gegen Häusliche Gewalt und dem Katholischen Deutschen Frauenbund KDFB am 24.11.2012 mit Banneraktion „Frei leben ohne Gewalt“.

→ Mitglieder des Lions Club Regensburg Johannes Kepler am 06.08.2012 → Sanitäter des Roten Kreuzes am 15.10. und am 29.10.2012 → StudentInnen der Hochschule Regensburg, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften im Fach Handlungsfelder: Familienhilfen am 07.05. und 06.12.2012 → die zentrale Veranstaltung zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ in Zeitlarn der Gleichstellungsstelle des Landkreises Regensburg mit Organisationen vor Ort am 28.11.2012

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Themenschwerpunkt 2012 Proaktive Beratung Durch das Projekt konnte die proaktive Beratung im Einzugsgebiet Stadt und Landkreis Regensburg nachhaltig etabliert werden. Die Schwerpunktsachbearbeiter für Häusliche Gewalt bei den zuständigen Polizeiinspektionen als auch der Polizeipräsident der Oberpfalz, Herr Kraus begrüßten diesen Ansatz ausdrücklich. Die Zusammenarbeit mit der Polizei verlief durch regelmäßige Treffen äußerst konstruktiv, was wiederum eine große Unterstützung für ein gewaltfreies Leben der betroffenen Frauen bedeutete. Aufgrund der erfolgreichen Entwicklung des proaktiven Ansatzes in der Stadt und im Landkreis Regensburg wurde das Beratungsangebot im Oktober 2012 auf den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Kelheim (Regierungsbezirk Niederbayern) ausgeweitet. Eine Einführung des proaktiven Ansatzes für den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Parsberg (Landkreis Neumarkt) ist geplant.

Das autonome Frauenhaus Regensburg konnte durch die Projektfinanzierung der Auerbach Stiftung im Zeitraum vom 01.01.2011 bis 31.12.2012 das Konzept des erweiterten Beratungsangebotes an die bereits bestehende Beratungsstelle des Frauenhauses angliedern. Finanziert wurde eine 75 %-SozialpädagoginnenStelle.

Das erweiterte Beratungsangebot umfasst folgende Bereiche: → Ambulante Beratung zum Gewaltschutzgesetz → Ambulante Beratung zu Stalking → Proaktive Beratung → Intensivierte nachgehende Beratung für ehemalige Frauenhausbewohnerinnen

Weiterführung des erweiterten Beratungsangebotes ab 2013 Zum Ende des Projektzeitraums wurde ein Antrag auf Weiterfinanzierung an den Bürgermeister der Stadt Regensburg, Herrn Wolbergs gestellt. Das Konzept, die Auswertung des Projektzeitraums, die positiven Rückmeldungen von Seiten der betroffenen Frauen und die der Polizeipräsidien Oberpfalz und Niederbayern bestätigten den Bedarf an Beratungen für gewaltbetroffene Frauen und ihrer Kinder. Nach Rücksprache mit den an den Grundkosten beteiligten Kommunen (Landkreis Regensburg, Landkreis Kelheim, Landkreis Cham, Landkreis Neumarkt) wurde der Finanzierung einer 50 % Personalstelle zugestimmt.

Durch die vorhandene Infrastruktur (telefonische Erreichbarkeit, Räumlichkeiten) und das bestehende Fachpersonal konnte das Projekt sofort umgesetzt werden. Für die betroffenen Frauen bedeutete dies, dass sie sehr zeitnah einen Beratungstermin bekommen konnten (oft innerhalb der gleichen Woche). Die Frauen haben dies als große Unterstützung und Entlastung in ihrer Krisensituation wahrgenommen. Bei dieser zeitnahen Terminvergabe nahmen die Frauen häufiger die persönliche ambulante Beratung in Anspruch, als Frauen, die längere Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.

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FörderInnen und UnterstützerInnen An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Personen und Organisationen bedanken, die unsere Arbeit finanziell oder durch ihr konkretes Tun förderten. Ihre Spenden, die Bußgeldzuweisungen und die praktische Unterstützung ermöglichten zusätzliche Hilfen und Angebote für Frauen und Kinder.

Ein herzliches Dankeschön an ... ☺ alle Behörden und Einrichtungen für die gute Kooperation ☺ das Jobcenter Regensburg für die gute Zusammenarbeit, insbesondere dem zuständigen Sachbearbeiter für seinen engagierten Einsatz ☺ den Weißen Ring, Opferhilfsorganisation, insbesondere Herrn Herrmann für die schnelle und unbürokratische Unterstützung der Bewohnerinnen des Frauenhauses ☺ alle RichterInnen und StaatsanwältInnen der Region Regensburg und Kelheim für zugewiesene Bußgelder ☺ alle MitarbeiterInnen der TAFEL Regensburg für die Unterstützung der Bewohnerinnen ☺ alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Frauenhauses für ihr großes Engagement ☺ die FreiwilligenAgentur Regensburg für die Vermittlung von Freiwilligen ☺ Frau Andrä für ihr Engagement beim Therapeutischen Reitprojekt

☺ Herrn Rückerl für einen unvergesslichen Fußballnachmittag in der AllianzArena mit Kindern und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Frauenhauses in München, Dank auch an E.ON Energie AG für die Bewirtung in der E.ON Loge ☺ das Stadttheater Regensburg für den Erlös aus dem Weihnachtsbenefizkonzert. Allen Mitwirkenden insbesondere Frau Bernau und Herrn Weil ein großes Dankeschön ☺ alle HelferInnen der Großaktionen: „Ein Teil mehr!“ durchgeführt vom Leo-Club Regensburg mit Unterstützung des Lions Club Regensburg Johannes Kepler. Am 12.05.2012 warben die Leos mit Unterstützung des Lion Clubs in mehreren Edeka Märkten, ein Teil mehr für die Bewohnerinnen des Frauenhauses zu kaufen. Insgesamt wurden 64 Bananenkisten voller haltbarer Lebensmittel, Hygieneartikel und Windeln gesammelt. Ein Dankeschön auch an die SpenderInnen und an die Edeka-Märkte E aktiv Markt Unger, Lappersdorf Edeka Köwe-Center E-Neukauf am Rennplatz

☺ Kleine Patienten in Not e.V., die seit Jahren die Kinder des Frauenhauses mit Trösterbären versorgen

„Ein Teil mehr!“ bei Papier Liebl Am 07.09.2012 initiierten der Lions Club Regensburg Johannes Kepler mit tatkräftiger Unterstützung des LeoClub Regensburg eine Aktion für die Erstausstattung mit Schulmaterial für die Kinder des Frauenhauses. Die vielen Sach- und Geldspenden bewieisen den großen Erfolg der Aktion. Ein Dankeschön an Papier Liebl, die den tollen Erfolg mit einer zusätzlichen Geldspende an das Frauenhaus noch vergrößerte. ☺ Aktion Mensch für die finanzielle Zuwendung zum „Therapeutischen Reitprojekt“ für die Kinder im Frauenhaus.

☺ das Restaurant Orphée für die Filmveranstaltung „Morgen Findus wird’s was geben“ im Ostentor, organisatorisch unterstützt vom Jugendamt Regensburg

☺ Herrn Gerd Tritschler und sein Team vom Courtyard by Marriott Hotel für die seit vielen Jahren gastfreundliche und kulinarische Unterstützung des Teams. Große Begeisterung fand auch die tolle Ostereiermal- und Bastelaktion mit den Kindern des Frauenhauses, dafür einen besonderen Dank.

☺ den Kreis privater SpenderInnen, die seit 2007 in Folge die WeihnachtsWunschlisten der Kinder im Frauenhaus tatkräftig und finanziell übernommen haben. Die reichhaltige Bescherung ist jedes Jahr eine große Freude für die Kinder und Mütter.

☺ die Vereinigung der Kaufleute im DEZ für die großzügige Geldspende, insbesondere an das Centermanagement Frau Erbe und Geschäftsführer Herrn Zink

☺ St. Marien Gymnasium für die finanzielle Unterstützung ☺ BMW Regensburg für die Ausstattung des Frauenhauses mit einem Bällebad für die Kinder

☺ das Frauenteam der IG Metall für den Erlös des Buchverkaufs „Wir heiraten ja eh!“

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☺ alle SchülerInnen und LehrerInnen der Regensburger Fremdsprachenschule RFS, vor allem Claire Taylor und Günter Reichinger für ihr Engagement und Unterstützung für das Autonome Frauenhaus. Durch den engagierten Einsatz bei der Kuchenverkaufsaktion im Rahmen der „Regensburger Erlebnistage“ wurde das Frauenhaus zum wiederholten Male in Folge großzügig finanziell unterstützt. Die Spende wurde im Rahmen der Weihnachtsfeier der RFS an eine Mitarbeiterin übergeben

☺ Ikea Regensburg für die finanzielle Zuwendung ☺ die Traumfabrik für die Einladung der Frauen und Kinder des Frauenhauses zur unvergesslichen Silvestervorstellung am 31.12.2011 ☺ Bündnis 90/Die Grünen Stadtratsfraktion Regensburg für die alljährliche finanzielle Unterstützung der Bewohnerinnen zu Weihnachten ☺ die MitarbeiterInnen der Firma Toshiba Regensburg für die „Wunschbaumaktion“ im Foyer der Firma. Die MitarbeiterInnen erfüllten für jedes Kind liebevoll einen Wunsch. Bei der Weihnachtsfeier wurden die Geschenke überreicht, die Freude bei den Kindern war groß

☺ die Stiftungen und Vereine für die Einzelfallhilfe von Bewohnerinnen - Mütter in Not - Conrad-Stiftung - Charivari Einzelfallhilfe - Marianne und Reinhard WolfStiftung - Waisenhausstiftung

☺ Norbert Meier, Geschäftsführer von Ratisbona Zeitarbeit für die großzügige finanzielle Unterstützung, die uns am 13.12.2012 überreicht wurde

☺ alle weiteren nicht persönlich genannten Priv atpersonen, die uns 2012 in großem und kleinem Umfang in finanzieller Weise oder durch gezielte Sachspenden unterstützt haben und damit zum Fortbestehen unserer Einrichtung beigetragen haben.

Herzlichen Dank!

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Unterstützen Sie unsere Aktion

www.schwere-wege-leicht-machen.de 25