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Buschtrommel XII © Fuelle die Luecke e.V./Fill The Gap Intl. Buschtrommel XII Segensgruß Herr, öffne uns die Augen, dass wir erkennen, was Menschen...
Author: Anneliese Abel
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Buschtrommel XII

© Fuelle die Luecke e.V./Fill The Gap Intl.

Buschtrommel XII Segensgruß Herr, öffne uns die Augen, dass wir erkennen, was Menschen leiden an Leib

und Seele. Stärke unseren Willen, dass wir uns mit Leid und Qual der Menschen nicht abfinden. Gib uns den Glauben, dass wir ausblicken auf die Zeit, in der du Leid und Qual überwinden wirst. Jörg Zink

Nachrichten aus Uganda Ereignisse aus dem Hochsicherheitsgefängnis „Upper Prison“ Sie fingen eine Eule und töteten sie. Sie stachen ihr die Augen aus und

vollzogen einige finstere Rituale.

So glaubte eine Gruppe Gefangener aus

Zelle 15 die Wärter tagsüber „blind“ machen zu können. Dann zog sich der mutigste von ihnen ein weißes Hemd und einen Anzug an, setzte sich eine

Brille auf und klemmte sich eine große Bibel unter den Arm. Selbstbewusst machte er sich auf den Weg zum Tor und begehrte Auslass.

Der Wärter öffnete ihm und ließ ihn in die Schleuse, denn er ging davon aus,

dass der „Pastor“ dort drinnen seinen Dienst verrichtet und nun mit den Worten

„I’ve

done“

rausgelassen werden wollte.

wieder

Der 2. Wärter, der das Tor der

Schleuse

öffnen

sollte,

stutzte:

irgendwoher kannte er das Gesicht,

doch woher nur? Er befragte einen Kollegen und auch der wurde stutzig. Schließlich

rief

man

Collins,

das

Urgestein eines Wärters im Upper Prison , der sich sowohl

innerhalb

der Mauern als auch außerhalb bei

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der Abfertigung der Besucher bestens

auskennt. Er identifizierte den

fremden „Pastor“ eindeutig als einen der ungefähr 4000 Gefangenen der Haftanstalt.

Die Sitten sind manchmal ein wenig rau in Afrika und so fragte man den

„Pastor“ dann nicht mehr lange, welcher Organisation er denn angehöre und

wo seine Besucherkarte sei. Man verabreichte ihm eine ordentliche Tracht Prügel und steckte ihn vorrübergehend in eine Einzelzelle. Somit wissen auch wir jetzt: „Witchcraft“ lohnt sich nicht!

Alle anderen Gefangenen hatten auch etwas von dieser Episode, denn nun

wurden rigoros alle Zellen durchsucht, um herauszufinden, wer noch in den

Fall verstrickt war und ob es weitere Insassen mit Zivilkleidung gibt. Erlaubt ist nur die neongelbe Häftlingskleidung und so wurde das unterste nach oben

gekrempelt und in den heillos überfüllten Massenzellen ging vieles von dem kleinen Eigentum zu Bruch. Es herrschte großes Chaos!

Viele Insassen

wurden einfach in andere Zellen verlegt und mussten sich dort einen neuen Schlafplatz erobern, wobei

von Schlafen in den überfüllten Räumen kaum

noch die Rede sein kann.

Allen Besuchern und gemeinnützigen Organisationen wurde der Zutritt zum

Hochsicherheitsgefängnis weiteres verwehrt.

bis

auf

Ihr Lieben, die Situation im Upper

Prison ist mehr als schlecht, kein

Wunder, dass die Jungs dort mit allen

Mitteln

raus

wollen.

Doch

Jammern und Klagen alleine hilft nicht. Ich hatte das große Vorrecht, auch

weiterhin

eingelassen

zu

werden, doch der Dienst war und ist nicht einfach. Die Männer waren zunächst so gebrochen und deprimiert, dass auch ich nicht mehr wusste,

was ich noch sagen sollte. Wir haben dann einfach Psalmen miteinander gelesen und gebetet.

Unsere materielle Hilfe haben wir,

so gut es ging,

verstärkt, damit wenigstens hier eine kleine Linderung eintritt.

Die Lage entspannt sich langsam aber wir brauchen weiterhin euer Gebet und

danken euch für jede Unterstützung. Ein besonderer Dank auch an alle, die bereits für einen Häftling eine Patenschaft übernommen haben.

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Frauengefängnis Luzira Women Wenn man die afrikanischen Frauen mit ihren manchmal sehr eigenwilligen

Haartrachten anschaut, dann weiß man, dass in Sachen Frisurengestaltung der Fantasie oft keine Grenzen gesetzt sind. Frauen wollen schön und gepflegt

sein,

dass

liegt

Gefängnismauern nicht halt.

in

ihrer

Natur

und

die

macht

auch

vor

Seit dem letzten Jahr sind wir

auch im Frauengefängnis „Luzira Women“ in Kampala aktiv und der Dienst Freude.

Um

bereitet uns große die

380

Frauen

sitzen hier ein, manche waren bei ihrer

Festnahme

schwanger,

einige stillten noch. So gibt es auch 38 Babys und Kleinkinder

hinter den Mauern. Die Frauen

gebären im Gefängnis und dürfen ihre Babys dann bis zum 2. Lebensjahr bei sich behalten. Danach müssen die Kinder zu Verwandten oder in eine Pflegefamilie. Finden sich keine, gibt es noch die Möglichkeit des „Day care“,

eine Tagesstätte in der Nähe des Gefängnisses, die jedoch ein sehr begrenztes Angebot vorhält. Gefängnisinsassinnen

Manchmal treffen wir die Kinder der

auch in dem von uns betreuten „Children Reception

Center“ (Kinderauffanghaus) an.

Die Leiterin des Frauengefängnisses, O/C Stella, ist eine sehr kompetente

und gläubige Frau, die sich mit liebevoller Strenge um Ihre Gefangenen kümmert. Von denen wird sie ausnahmslos „Mami“ genannt. Als ich dies das erste Mal hörte,

war ich sehr berührt und staunte nicht schlecht.

Ich

überlegte, wie es sein würde oder – besser gesagt - ob es jemals denkbar wäre, dass die fast 4000 Männer im Upper Prison den O/C Magumo nennen? Bei und mit Gott sind alle Dinge möglich 

„Papa“

Madam Stella empfing auch uns mit großer Wärme und legte uns gleich einen

Frisörinnen Kurs ans Herz. Sie wollte, dass einige Frauen die Chance zu einer

Ausbildung bekommen und nach ihrer Entlassung auf eigenen Füßen stehen können. Wir waren sofort von der Idee begeistert und prüften die

Umsetzungsmöglichkeiten; sie waren gut. Auf meiner anschließenden

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Vortragsreise konnte ich sofort Sponsoren für dieses Projekt gewinnen, u.a.

durch eine Frauenfrühstückskasse in I. und auch durch Hilfe von Frauen für Frauen. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür! Nach der feierlichen

Eröffnung des Kurses

konnten inzwischen 16

Kandidatinnen erfolgreich ausgebildet werden und sie legen noch zum Ende

diesen Jahres ihre praktische Prüfung ab, die ihnen einen „Worker‘s Pass“ sichert.

Das ist ein wichtiges, offizielles Dokument zum Nachweis der

Ausbildung.

Wir sind stolz auf

„unsere Frauen“, die sich nicht nur mit ihren Haaren

beschäftigt haben, sondern in den vergangenen Monaten auch erfolgreich an

meinem neuen Bibelkurs, „Der Herr, unser gute Hirte (Psalm 23) „ teilgenommen haben.

Die Graduierung dieser 150 (!) Teilnehmerinnen

erfolgt am kommenden Freitag.

Kinder und Jugendliche Das

Konzept

funktioniert

.

„Gesundlieben“

Unseren

beiden

Pflegekindern, Judith und Rachel, geht es sehr gut und sie entwickeln sich prächtig. Sie sind in unserem Haus und

für unseren gesamten Dienst ein echtes Geschenk und eine große Ermutigung. Auch

den

anderen

Kindern

im

Kinderauffanghaus geht es recht gut.

Viele Kinder konnten vermittelt werden,

so dass sich die Anzahl von 165 auf

nunmehr 120 Kinder reduziert hat. Das bewirkt mehr Essen, mehr Platz und

eine bessere Betreuung. Auch ein medizinisches „Check up“ wurde bei den Kindern durchgeführt.

Zwei von ihnen sind

HIV positiv wovon sich eines

bereits bei uns im Sponsor Programm befindet. Danke an die Unterstützer, dass ihr auch diesem Kind eine Zukunft sichern wollt.

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Sehr schlecht „dran“ sind weiterhin

unsere Jugendlichen im Kinder- und Jugendgefängnis. Oft bekommen sie kein

Essen,

weil

die

Gelder

nicht

rechtzeitig frei gesetzt werden und viele

von den jungen Insassen liefen nur noch in Lumpen herum. Es war keine Anstaltskleidung

mehr

in

der

Kleiderkammer und das ist wirklich traurig!

Umso glücklicher waren wir darüber,

dass

wir

im

Sommer

einige

liebe

Besucher/-innen zu Gast hatten. Sie brachten nicht nur Freude

und

Ermutigung sondern auch Kleidung und finanzielle Unterstützung. Das war ein echter Segensguss!

So brachte uns ein Ehepaar aus Österreich einen

ganzen Koffer voll neuer und gut erhaltener Kleidung für… Jugendliche und

das, obwohl sie vorher nichts von der Not im Kinder- und Jugendgefängnis wussten. Da kann man wirklich Gottes Führung

erkennen und auf den

nachfolgenden Fotos, die Freude, die die Jugendlichen an ihrer neuen Ausstattung hatten.

Einsatz der Zahnärzte „Na,

wenn

die

Toilettenpapier

an

hier

der

schon

Straße

verkaufen, dann kann das ja noch länger dauern“, war die lakonische Feststellung

unserer

lieben

Zahnärztin Dr. Cornelia, die im

August mit Ehemann und Assistent Dr. Thomas angereist war, um als Volontäre unseren

den

Notleidenden

Gefängnissen

Einrichtungen zu helfen. Wir

befanden

uns

in

und

im

morgendlichen Berufsverkehr auf

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dem Weg nach Kampala und in der Tat brauchen wir häufig für die 19 km Entfernung 2 – 3 Stunden. Aber – der Verkehr rollt und nebenbei kann man

nicht nur Toilettenpapier kaufen sondern sich auch noch seine Wohnung einrichten, ein paar neue Schuhe ergattern und Bananen essen.

Am

Straßenrand von Kampala gibt es (fast) alles.

In der Stadt angekommen machten sich unsere freiwilligen Helfer gleich über die

vielen

Zähne

her.

Da

wurde

gebohrt und gefüllt, gereinigt und gezogen. Manchmal befanden sich

nur noch Ruinen in den Mündern und

schadhafte Zähne wurden mitsamt Eiterbatzen daran erfolgreich entfernt. Wir eröffneten nicht nur eine Praxis

unter dem Mangobaum im großen Kampala sondern

Untersuchungsgefängnis,

reisten

auch

durch

das

Murchison Bay Gefängnis, besuchten das

Frauengefängnis

und

stellten

diesen Dienst sowohl unseren Kindern

als auch Jugendlichen zur Verfügung. Das war nicht immer ganz ungefährlich,

manche kleinen Geschöpfe, die noch nie beim Zahnarzt waren, neigten schon

mal zum Zubeißen. Doch Cornelia und Thomas fürchteten weder Bisse noch Geschrei

sondern

vollbrachten

hier

zwei

Wochen

lang

eine

ganz

hervorragende Arbeit auf höchstem Niveau unter oft schwierigen Umständen. Leider durften sie nicht ins Upper Prison hinein, so dass die Männer

dort

weiterhin unbehandelt bleiben. Schon im letzten Jahr mussten sie und auch

alle anderen auf diesen wunderbaren Dienst verzichten, da in der geplanten Zeit die von uns betreuten geschlossen waren.

Einrichtungen wegen des Ebola-Ausbruchs

Doch in diesem Jahr hat es geklappt und wir bedanken uns ganz herzlich bei

unseren freiwilligen Helfern Dr. Cornelia und Dr. Thomas , wünschen euch Gottes reichen Segen und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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Nachrichten aus Deutschland Afrikafest Ingolstadt Am 15. Juni 2013 stand die Fußgängerzone in Ingolstadt unter dem Motto

AFRIKA.

Eine Gruppe von 7 Christen aus der FEG und deren Umfeld hatte auf dem

Afrikafest Ingolstadt einen wunderschönen Auftritt. Wir unterstützen den

Verein „Fill The Gap International“ („Schließe die Lücke“) von Erika, der sich um die Unterstützung von Gefangenen in Uganda kümmert. Erika selbst ließ es

sich

nicht

nehmen,

nach

Ingolstadt zu kommen, um die Initiative

begleiten.

für

ihren

Verein

zu

An unserem Stand konnte man

von den Gefangenen angefertigte Kettchen,

Armbänder,

Taschen

und vieles mehr erstehen. dem Erlös

Von

werden Lebensmittel,

Hygieneartikel und Kleidung für die Inhaftierten angeschafft. Die

Kinder und die Personen, die nichts kaufen wollten, bekamen Süßigkeiten und Kärtchen mit Bibelsprüchen.

An einer unserer Schautafeln konnten sich die Ingolstädter über das Projekt

und die Situation in den Gefängnissen in Afrika informieren. Hohe Haftstrafen

für geringste Vergehen, die Enge und die Unterversorgung, die Freude selbst über ein Stück Seife, haben die Leute beeindruckt. Dass Menschen bei einer

Verurteilung zur Todesstrafe noch lachen können, nur weil sie Jesus kennen lernen durften, hat viele nachdenklich gemacht.

An einer weiteren Tafel haben wir die Passanten über das Leben in Afrika

informiert. Viele waren schockiert über die dortigen Verhältnisse. Im vierten Bereich, unserem Bücherbistrotisch,

ergaben sich ebenfalls

interessante Begebenheiten. Mancher erzählte uns sein persönliches Leid

hier in Deutschland. Der Vorschlag, es doch mal mit Jesus und der FEG zu versuchen, brachte den ein oder anderen zum Grübeln.

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Auch die Frage: „Warum tut ihr das?“ kam auf. Unsere Antwort: „Was ihr für

einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr

mir (Jesus) selbst getan!“ (Matthäus 25.40) lenkte das Gespräch auf unseren christlichen

Hintergrund

und

damit

auf

Jesus

Christus

Gemeindearbeit.

und

unsere

Schriften und so

manches Neue Testament wurden eingesteckt.

Auch gestandene Christen konnten

noch etwas mitnehmen.

Jakobus

sagt in seinem Brief, Kap. 2,14:

„Welchen Wert hat es, wenn jemand

behauptet,

an

Christus

zu

glauben, aber an seinen Taten ist das

nicht

zu

erkennen!“

konnten hautnah erleben, unser

Projekt

Jedem

von

Jakobus steht.

im

Geiste

uns

haben

Vorbereitungen und der dem

Afrikafest

Sie

dass

von die

Tag auf

riesigen

Spaß

gemacht. Es ist einfach schön mit hunderten Menschen in Kontakt zu

kommen und zu sehen, dass viele offene Herzen haben und helfen wollen.

Wir haben gemeinsam erlebt, dass wir etwas bewegen können und dass das

gar nicht so schwer ist. Wir haben gesehen, dass wir in einer tollen Stadt leben und wir haben Erika versprochen, dass wir beim Afrikafest 2014 auf

alle Fälle wieder dabei sind und zu einer festen Unterstützergröße für Uganda werden wollen. Fred Schuster

Und wir von „Fill The Gap International“ bedanken uns ganz herzlich für diese

großartige euch!

Unterstützung und all euer Mitbeten und – wirken. Gott segne

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Fest der Kulturen in Hannover Gemeinsam mit dem Afrikanischen Dachverband -ADV- präsentierten wir

unseren Verein „Fill The Gap Intl.“ (Fülle die Lücke e.V.) vom 21.-23.6.2013

in Hannover zum 1oo jährigen Geburtstag des Neuen Rathauses und zum Fest der Kulturen.

Unser Stand befand sich etwas

abseits

vom

großen

Rummel,

zwischen Russischer Kirche und dem „Haus der Religionen“. Die Kirche

beschallte

uns

mit

Discomusik und schenkte an die

Interessierten auch schon mal

einen Becher Wodka aus, das Haus der Religionen besaß auf Nachfrage leider keine Bibel.

Unseren Stand konnten wir Dank

der super Vorarbeit der Ingolstädter gut ausrüsten, dafür bedanken wir uns nochmals ganz herzlich!

Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass wirklich alle unsere Mitglieder mit

dabei waren und geholfen haben. Sie kamen zum Teil aus weiter Ferne angereist.

Da wir unseren Stand mit dem ADV teilten,

wurden wir von Abayomi

Bankole, dem Präsidenten des Dachverbandes , mit leckerem Essen und

Getränke verwöhnt. Wir hatten auch viel Freude an den Vorträgen vom ADV z.B. von Urbain N`Dakon mit Melodien von der afrikanischen Seele. Für die

gezeigte Gastfreundschaft bedanken wir uns an dieser Stelle ebenfalls ganz herzlich!

An unserem Stand ergaben sich viele interessante Gespräche und auch

manch hilfreiche Kontakte. Spenden wurden nicht so zahlreich gesammelt, dafür aber Gottes Wort weitergegeben.

Folgende Aussagen habe ich z.B. noch in Erinnerung: „Ich finde gut, dass sie

in die Gefängnisse gehen und dort helfen. Aber nicht gut finde ich, dass sie dort missionieren!“

Oder: „es gibt so viel Not, warum helfen sie gerade im Gefängnis?“

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Eine Antwort von Erika an eine nun in Deutschland lebende Uganderin, die

sich ebenfalls darüber ereiferte, dass wir für „Kriminelle“ sorgen und uns nicht um vorrangige Nöte in „ihrem“ Land kümmern,

hat mir besonders gut

gefallen. Erika fragte sie: „ Wann geben sie der Gesellschaft, die sie

unterstützt hat, etwas zurück?“ Murrend verzog sich die Dame, die Antwort blieb sie schuldig. . Damit machen wir uns nicht immer beliebt aber nur die Wahrheit macht frei und hilft letztlich weiter Entwicklung.

in der

persönlichen

Obwohl es schon auch herausfordernd

war, über drei ganze Tage dort Rede

und Antwort zu stehen, war es eine

gute Erfahrung und ich werde das Fest der Kulturen mit unserem UgandaStand in guter Erinnerung behalten. Edda Lönneker

Wechsel im Vorstand von „Fülle die Lücke e.V“ (Fill The Gap Intl.) Während meiner kurzen Aufenthaltszeit in Deutschland kamen wir von

unserem

Verein

auch

wieder

Vorstandssitzung zusammen.

zu

einer

Mitgliederversammlung

und

Anlass war unter anderem die Wahl einer

neuen Schatzmeisterin, da unsere Helga Erberich ihr Amt aus rein

persönlichen Gründen abgeben wollte. Für die verantwortungsvolle Position wurde Bärbel Theerkorn, die sich im Anschluss vorstellt, gewählt.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Helga Erberich für ihre

vertrauenswürdige und ausgezeichnete, ehrenamtliche Arbeit. Wir wissen,

dass sie weiterhin sehr aktiv für das Reich Gottes tätig sein wird und

wünschen ihr alles Liebe und Gute, Gottes reichen Segen! Als Vereinsmitglied bleibt Helga uns auch weiterhin erhalten.

Unsere Mitarbeiter/-innen stellen sich vor Mein Name ist Bärbel Theerkorn, ich bin 57 Jahre alt und verheiratet, 3

erwachsene Kinder. Von Beruf bin ich Steuerfachfrau. Ich bin Mitglied in einer Pfingstgemeinde in Wunstorf/Hannover und bringe mich dort begeistert ein, um die Gemeinde Gottes wachsen zu sehen.

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Als Berufung empfinde ich mein Herz für Mission.

In der Leitung von Kinderzeltlagern, Kinder- und Teenagerarbeit in der

Gemeinde und zu Hause und wo immer ich ein offenes Herz für Jesus finden

konnte, habe ich Möglichkeiten gesucht, den Glauben an den Gott der Bibel weiterzugeben und selbst auch herauszufinden, was Gott für mich hat. Es

gibt nichts, was mich glücklicher macht, als zu erleben, wenn Menschen sich

für Jesus entscheiden und Hoffnung und Zuversicht in ihr Leben kommt, wo Angst und Aussichtslosigkeit regierten. Dafür möchte ich mich einsetzen.

Im Jahr 2000 reiste ich das erste Mal im Urlaub nach Ägypten – das war eine

spannende Sache. Als ich die Not kennenlernte, die Straßenkinder und ihre

Familien in Kairo erleiden, gründete ich meine kleine Hilfsorganisation, um Wege zu finden, einheimische Christen zu unterstützen. Inzwischen arbeite

ich außer an dem Projekt in Ägypten auch durch Einsätze vor Ort mit Frauen und

Mädchen

in

Kooperationsprojekt.

Mexiko

City

als

Ja – und dann lernte ich Erika kennen. Es

hat mich von Anfang an begeistert, mit welchem

Einsatz

und

mit

welcher

Herzenshaltung sie Menschen am Rande der Gesellschaft dient. Ich

stelle

gern

meine

beruflichen

Fähigkeiten zur Verfügung – ich bin sicher,

sie sind gut im Reich Gottes investiert. Die

Arbeit in Uganda begeistert mich – schon

deshalb, weil man ganz praktisch sehen

kann, das Gottes Kraft real ist und er seinen Arm in Uganda durch Fill the Gap und alle, die sich dort einsetzen investiert. Bärbel Theerkorn

Zu guter Letzt… …noch ein Hinweis in eigener Sache. Uns ist es beinahe nirgendwo mehr

erlaubt, Fotos zu machen. Darum habe ich bei den ersten beiden Beiträgen

dieser Ausgabe auf „Archivfotos“ zurückgreifen müssen und bitte hierfür um Verständnis.

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Wie immer brauchen wir ganz viel Gebet, insbesondere auch für unsere

„Jungs“ im Upper Prison. Sie haben gerade wieder einen Bibelkurs erfolgreich beendet und mit 250 Teilnehmern die diesjährige Rekordzahl erreicht. Wir

würden gerne jedem eine Bibel schenken aber noch reichen unsere Finanzen dafür nicht ganz aus.

Darum mein Aufruf: auch wenn Bibeln im Gefängnis „gefährlich“ werden

können

(s.

Geschichte zum Ausbruchsversuch;-) würden wir gerne den

Gefangenen zu Weihnachten jedem/jeder eine Bibel schenken. Die kosten

hier in Uganda umgerechnet 5 Euro. Wenn ihr diese 5 Euro zur Verfügung habt und sie in eine gute Tat investieren wollt, überweist sie auf unser Vereinskonto mit dem Hinweis „Bibelaktion“.

Postbank Hannover, „Fülle die Lücke e.V“, Kontonummer 031 9999 309,

Bankleitzahl 250 100 30. IBAN : DE38250100300319999309 (Spenden sind steuerlich absetzbar!)

BIC: PBNKDEF

Herzlichen Dank im Voraus und wir werden auf jeden Fall darüber berichten!

Wir suchen auch weiterhin Paten/ Sponsoren für unsere Kinder und

Jugendlichen und auch für unsere Häftlinge!

Im Frauengefängnis befinden sich z.B. insgesamt 16 ältere Damen, die

keinerlei Besuch bekommen und völlig allein gelassen werden. Damit ist das

Überleben in einem afrikanischen Gefängnis kaum gesichert. Bei den Männern sind es noch mehr, die solch ein sehr trostloses Dasein führen müssen. Wer

es auf dem Herzen hat, in diesen Fällen zu unterstützen, melde sich einfach zwecks weiterer Informationen unter [email protected]

Vielen Dank für all euer Mitwirken und

für jede Ermutigung; die brauchen wir

hier wirklich recht oft. Wir grüßen euch alle

ganz

herzlich

verbunden

mit

Gottes Segen aus Deutschland und aus Uganda

Eure Erika mit Judith und Rachel und

dem gesamten Team!

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Copyright: Die Buschtrommel unterliegt mit allen Texten, Fotos und Zeichnungen dem Urheberrecht. Sie darf ausschließlich zu dem Zweck, über unseren Dienst „Fuelle die Luecke e.V./Fill The Gap Intl.“ zu informieren, nur in komplettem, vollständigen Zustand kopiert, weitergegeben und auch ausgelegt werden. Wenn Sie nur Auszüge veröffentlichen möchten, müssen sie sich vorher eine Genehmigung des Vereins einholen. Kontaktdaten: Fülle die Lücke/fill the gap intl. e. V.

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