CellitinnenForum 01/2014 Zeitschrift der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria

■ Titel / Thema 50 Jahre Heilig Geist-Krankenhaus S. 4

■ Medizin / Betreuung  Neubau St. Anna-Klinik S. 12

■ Feste / Feiern Kardinal weiht Kapelle S. 35

Inhaltsverzeichnis 2 Vorwort 3 Titel Thema

50 Jahre Heilig Geist-Krankenhaus – 50 Jahre für Sie da! Eine Geburtstagstorte für Kölner Kinder 4-6 50 Jahre Heilig Geist-Krankenhaus 7-8 Toben, spielen, basteln 9 Historische Impressionen 10-11

Medizin Betreuung

Investitionen in die Zukunft 12-13 Vernetzung hilft Krebspatienten 14-15 Geriatrie jetzt in Elberfeld 16 Kölner Krankenhäuser investieren 17-19 Defibrillator-Weste rettet Leben 20-21 Geprüft und gut aufgestellt 22 Zukunftswerkstatt ,Demenzsensibles Krankenhaus‘ 23-24 Sicher durch die Medikamentenflut 25-26

Profile Personen

Wechsel in der Geschäftsführung 27 Wechsel im Aufsichtsrat 27

Glauben Leben

Abschied nach 148 Jahren 28 Wegbegleiter des Lebens XIV. Teil 29-32 Wo sich Himmel und Erde berühren 33-34

Feste Feiern

Unter Gottes Schutz gestellt 35-36 Ein festlicher Blick zurück 37-38

Idee Einsatz

MaP – das neue Mitarbeiterportal 39-40 Ein neuer Lebensabschnitt 41-42 Ein Haus mit fünf Sternen 43 Gütesiegel für Wuppertaler Kliniken 44 Was macht eigentlich…? 45 Freiwilliger Einsatz in Indien 46-48 Ein Nashorn unterm Röntgenstrahl 49-50 Köln-Lindenthal im Ausnahmezustand 51-52

Kultur Freizeit Kurz Kompakt

Auf den Spuren der Bibel 53-55 Europäisches Hygienesiegel 56 Begehrte Auszeichnung 56 Eine Million Lichter der Solidarität 57 Bücherei sucht Verstärkung 57 Päpstliche Auszeichnung 58 Dürener Ehrenamtswoche 58 Herzlich willkommen! 59 Impressum 59 Behandlungsschwerpunkte 60-61 Kontakte/Angebote 62-63

2 CellitinnenForum 1/2014

Vorwort Liebe Leserinnen, Liebe Leser, im Kölner Heilig Geist-Krankenhaus blickt man in diesem Jahr auf das 50-jährige Bestehen zurück. Anlässlich der Eröffnung im Jahr 1964 zeigte sich die örtliche Presse begeistert und lobte den ‚neuen Krankenhaustyp‘ unter anderem wegen des geplanten Gruppenpflegesystems, aber auch wegen der modernen Bauausführung und der technisch-medizinischen Einrichtung. In den ersten Jahren kamen Besucher aus der Region, aus Deutschland, ja sogar aus dem Ausland, um das Haus im Kölner Norden zu besichtigen. Mit dem Bau und dem Betrieb des Krankenhauses hatte die Ordensgemeinschaft der Cellitinnen zur hl. Maria eine große Verantwortung übernommen. Jeder, der in ein neuerbautes Haus einzieht, weiß, dass nur stetige Investitionen und Verbesserungen den Wert der Immobilie erhalten oder sogar steigern können. Die Ordensschwestern haben in ihr Heilig Geist-Krankenhaus immer investiert. Sie haben frühzeitig Fachleute in die Geschäftsführung der Klinik geholt und mit der Gründung eines Aufsichtsrates 1974 ein Beratergremium geschaffen, das die Belange der Gemeinschaft und des Hauses stets verantwortungsvoll vertreten hat beziehungsweise bis heute vertritt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie gewissenhaft und sorgfältig alle im Sinne des Krankenhauses zum Wohl der Patienten und Mitarbeiter zusammengearbeitet haben und das bis heute tun. Das Heilig Geist-Krankenhaus hat sich über die Jahre entwickelt, es ist ausgebaut und modernisiert worden, das Dienstleistungsangebot permanent erweitert worden. An anderer Stelle hat diese Weitsicht gefehlt. Fast alle Krankenhäuser der Wuppertaler Region hatten bei der Übernahme durch den Cellitinnen-Verbund einen enormen Investitionsstau sowie massive strukturelle Defizite und standen auch deshalb unmittelbar vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Wir haben in den letzten Jahren jede Anstrengung unternommen, um den Standort Wuppertal zu erhalten. Auch wenn es teilweise in der Öffentlichkeit und leider auch hin und wieder bei den Mitarbeitern anders erscheinen mag: Wir haben um den Erhalt jedes Klinikstandortes und jedes Arbeitsplatzes gerungen, wenngleich auch wir selbstverständlich nicht unfehlbar sind. Wir mussten schmerzhafte Einschnitte vornehmen, um die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte ausgleichen zu können. Lassen Sie mich beim Bild des Hauses aus den 60er Jahren bleiben. Wenn ein nasses Fundament über viele Jahre nicht repariert wird, kann man weiter abwarten und das Haus zusammenbrechen lassen, oder man saniert es von Grund auf. Der Sanierungsprozess der Wuppertaler Einrichtungen ist weit vorangeschritten, wenngleich die Fertigstellung des Werkes von allen Akteuren weitere Kraftanstrengungen erfordert, oder um es mit Friedrich von Schiller zu sagen: „Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden.“

Hans Mauel Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria

CellitinnenForum 1/2014 3

Titel Thema

Eine Geburtstagstorte für Kölner Kinder Festlicher Auftakt zum Jubiläumsjahr im Heilig Geist-Krankenhaus Ein feierlicher Dankgottesdienst, zelebriert von Joachim Kardinal Meisner, und ein stimmungsvoller Festakt standen am Anfang des Jubiläumsjahres, mit dem das Kölner Heilig Geist-Krankenhaus sein 50-jähriges Bestehen feiert. Bereits am Vormittag des 21. Januars wartete auf die Besucher und Mitarbeiter des Heilig GeistKrankenhauses in der Eingangshalle eine süße Überraschung: Eine stattliche Torte  – mit einer Zeichnung des Heilig Geist-Krankenhauses versehen  – stand mitten im Foyer auf einem großen Tisch. Außerdem teilten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Empfangs Muffins  – insgesamt 530 Stück – an jeden aus, der das Krankenhaus betrat. „Eine Geburtstagsfeier ganz ohne Kuchen ist keine Geburtstagsfeier“, freute sich Dr. Guido Lerzynski, Geschäftsführer des Hauses, über die gelungene Überraschung für die Beschenkten. Die große Geburtstagstorte kam dann auch noch einem guten Zweck zugute: Das Heilig Geist-Krankenhaus spendete sie an den Kalker Kindermittagstisch.

4 CellitinnenForum 1/2014

Festgottesdienst Am frühen Abend wurde es dann feierlich im Longericher Krankenhaus. Der Kölner Erzbischof, Joachim Kardinal Meisner, zelebrierte einen Dankgottesdienst in der Kapelle des Mutterhauses der Cellitinnen zur hl. Maria. Die Predigt nach dem Bibelwort

„Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!“ aus dem Johannesevangelium griff die nötige und sinnbringende Symbiose von Krankendienst und Gottesdienst, Krankenhaus und Gotteshaus auf. Mit sehr auf das Heilig Geist-Krankenhaus zugeschnittenen Worten würdigte Kardinal Meisner die Arbeit, die an allen Stellen im Krankenhaus geleistet wird, und die dem ,Kranken Raum schaffe‘ zu genesen, aber auch sich mit seiner Krankheit a u s e i n a n d e rzusetzen und sie zu erdul-

Titel Thema

den. Die hochklassige musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Longericher Gemeindechor St.  Dionysius mit Orchesterbegleitung unter der Leitung von Seelsorgebereichsmusiker Hans Küblbeck. Festakt „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“, mit diesen Worten des Staatsmannes und Kulturwissenschaftlers Wilhelm von Humboldt begrüßte Dr. Guido Lerzynski die Festgäste nach dem Gottesdienst in der Cafeteria des Krankenhauses. In seiner Rede griff er besonders das Spannungsfeld zwischen moderner und hoch technisierter Medizin und den zutiefst menschlichen Aspekten der Gesundheitsversor-

lichkeit zu erhalten, ihren Auftrag – den Dienst am Menschen  – weiterhin adäquat ausführen zu können.

gung auf: „Uns ist – das müssen wir uns immer wieder bewusst machen  – tagtäglich das Wohlergehen unzählig vieler Menschen anvertraut. Wir haben den Anspruch, diese Menschen jeden Tag nach bestem Wissen und Gewissen, mit Herz, Hand und Verstand zu versorgen. Und zwar jeden von ihnen.“ Hierfür seien ein stetiger Austausch und eine gute Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsversorgern, der Politik und den Kostenträgern nötig, um den Krankenhäusern die Mög-

v.li. Hans Mauel, Hans-Werner Bartsch, Geschäftsführer Thomas Gäde

Nach dem Grußwort von Bürgermeister HansWerner Bartsch ging der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, Hans Mauel, in seiner Rede noch einmal detaillierter auf die wichtige Vergangenheit des Hauses und der Ordensschwestern im Mutterhaus in Longerich ein. Mit zahlreichen historischen Fotos schuf er im Publikum ein Gefühl für die anspruchsvollen und schwierigen Aufgaben, vor die sich Schwestern und in der Nachfolgezeit Geschäftsführer

Krankenhausgeschäftsführer Dr. Guido Lerzynski

CellitinnenForum 1/2014 5

Titel Thema

Geschäftsführer Stefan Dombert im Gespräch mit Generaloberin Sr. Bernharda und Aufsichtsgremien, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder gestellt sahen und sehen. Ein fabelhaft zubereitetes und festlich präsentiertes Buffet leitete in den gemütlichen Teil des Abends über. Die Küchen- und Servicemitarbeiter des Krankenhauses zeigten ihr Können und verwöhn-

6 CellitinnenForum 1/2014

Patient und Mediziner in einer Person: Kabarettist Lüder Wohlenberg

ten die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten und aufmerksamer Gastlichkeit. Der Abend klang aus mit dem Medizin-Kabarettisten Lüder Wohlenberg  – selbst Arzt, aber auch Patient –, der das ­Verhältnis von Arzt, Patient und Medizin mit einem Augenzwinkern betrachtete.

Der Festakt stellte den offiziellen Auftakt zum Jubiläumsjahr dar. Mit zahlreichen Aktionen und Festen wird das Heilig Geist-Krankenhaus das gesamte Jahr 2014 würdigen. Mehr zum umfassenden und abwechslungsreichen Programm finden Sie auch auf der Homepage des Heilig Geist-Krankenhauses und auf den folgenden Seiten.

Titel Thema

50 Jahre Heilig Geist-Krankenhaus Ein halbes Jahrhundert Gesundheitsversorgung im Kölner Norden Am 21. Januar 1964 öffnete das Heilig Geist-Krankenhaus in KölnLongerich seine Pforten. 50 Jahre später hat sich das Stadtteilkrankenhaus als kompetenter und moderner Gesundheitsanbieter im Kölner Norden etabliert. Mit einem abwechslungsreichen Programm wird das Jubiläumsjahr gefeiert. 50 Jahre Heilig Geist-Krankenhaus – 50 Jahre für Sie da: Unter diesem Motto wird in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen das Jubiläum des Hauses begangen. „Ein halbes Jahrhundert Heilig Geist-Krankenhaus bedeutet ein halbes Jahrhundert für die Gesundheit und das Wohlbefinden der uns anvertrauten Menschen“, betont Dr. Guido Lerzynski, Geschäftsführer des Krankenhauses. Und damit schließt er alle ein, die tagtäglich mit dem Heilig Geist-Krankenhaus in Berührung kommen: Patienten, Besucher, Neugeborene, Eltern, aber auch Mitarbeiter, Ehrenamtliche und die Menschen in der Nachbarschaft im Kölner Norden. Im Sinne der Wurzeln des Hauses in der Ordensgemeinschaft der Cellitinnen zur hl. Maria in der Kupfergasse zu Köln habe man das alltägliche Wirken seit 1964 in den Dienst am und für den Menschen gestellt, so der Geschäftsführer weiter.

Mit fünf Hauptabteilungen für Chirurgie und Unfallambulanz, Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie sowie Radiologie startete das Heilig Geist-Krankenhaus seinerzeit den Betrieb. Heute unterhält man in Longerich 279 Betten für sieben Fachabteilungen (Innere Medizin, Neurologie, Allgemein-, Visceral- und Unfallchirurgie, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Radiologie sowie Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie) sowie eine interdisziplinäre Notfallambulanz. Auf dem Gelände befinden sich außerdem ein Facharztzentrum, der ambulante Pflegedienst Auxilia und eine onkologische Praxis. Zudem hat vor kurzem der Bau für den neuen Heilig Geist-Kindergarten begonnen.

gebaut in den Weg vom VeedelsKrankenhaus zum modernen Gesundheitscampus. Hierfür spricht unter anderem der hochmoderne Operationsroboter DaVinci, den das Heilig Geist-Krankenhaus als erste Einrichtung in Köln in Betrieb nahm. Meilensteine auf diesem Weg waren außerdem die Ansiedlung der Neurologie als einziger stationärer Versorgungsstandort

„Wir haben inzwischen eine lange Erfahrung im Umgang mit medizinischen Fortschritten, technischen Neuerungen und modernen Erkenntnissen der Medizin“, betont Dr. Lerzynski. Modernität und Fortschritt habe man sich nie verwehrt, sondern sie ein-

CellitinnenForum 1/2014 7

Titel Thema

im Kölner Norden im Jahr 2004 sowie 2007 der Ausbau des Krankenhauses mit dem Facharztzentrum. „Auch in der Zukunft werden wir stets daran arbeiten, ein menschennahes und menschenfreundliches Krankenhaus zu bleiben“, so der Geschäftsführer.

Für das Jubiläumsjahr 2014 hat man sich im Heilig Geist-Krankenhaus eine Menge vorgenommen. Fast jeden Monat finden besondere Veranstaltungen statt: Von Karneval über medizinische Vorträge bis hin zum großen Familienfest im Mai spannt sich der Ver-

anstaltungsbogen, mit dem man möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erreichen möchte. Für das Longericher Krankenhaus wird das sicherlich ein spannendes und abwechslungsreiches Jahr.

Jahresprogramm des Heilig Geist-Krankenhauses zum Jubiläum ■■ 24.02.2014, ab 17:00 Uhr Große Karnevalsparty Eingangshalle ■■ 8.03.2014, ab 10:00 Uhr Tag der offenen Tür in der Geburtshilfe Eingangshalle / Kreißsaal / Wochenstation ■■ 10.04.2014, 14:00 Uhr Gesundheitsforum: Moderne Behandlungsverfahren in der Inneren Medizin Op d’r Eck ■■ 18.05.2014 10:00 bis 17:00 Uhr Großes Geburtstags-Familienfest mit Gottesdienst, Informationsständen, Bühnenprogramm, Kinderaktionen Im und ums Heilig Geist-Krankenhaus

8 CellitinnenForum 1/2014

■■ 25.06.2014, 16:00 Uhr Ärztekongress: Leben mit Strom – Neuromodulation in der Medizin Op d’r Eck ■■ Juli – diverse Termine Ihr Krankenhaus kommt zu Ihnen – Marktplatzaktionen Bitte beachten Sie die Ankündigungen in der Presse ■■ 1.08.2014, 14:00 Uhr Gesundheitsforum: Erste Hilfe und Notfallversorgung – gewusst wie! Op d’r Eck ■■ 29.08.2014, 14:00 Uhr 10 Jahre Neurologie – Stand des Wissens Wissenschaftliches Symposium im Op d’r Eck, ,Begehbares Gehirn‘ in der Eingangshalle

■■ 14.09.2014, 14:00 Uhr Gesundheitsforum Prostata Op d’r Eck ■■ 3.10.2014, 14:30 Uhr Türen auf für die Maus – Radiologie leicht gemacht (mit Anmeldung) Radiologie ■■ 7.12.2014, 11:00 bis 18:00 Uhr Weihnachtsmarkt der Cellitinnen-Häuser Eingangshalle und Krankenhausvorplatz

Titel Thema

Toben, spielen, basteln Neue Kindertagesstätte eröffnet im Jubiläumsjahr Aufatmen für Eltern mit kleinen Kindern in Köln-Longerich. Voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2014 gibt es ein neues Angebot an Kindertagesstättenplätzen im Kölner Norden: Das Heilig GeistKrankenhaus baut einen Kindergarten, um Mitarbeitern und Eltern aus dem ‚Veedel‘ einen adäquaten Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs anbieten zu können. „Gut begonnen ist schon halb erledigt“  – unter diesem Motto begrüßte Dr. Guido Lerzynski, Geschäftsführer des Heilig GeistKrankenhauses, im vergangenen Dezember die Gäste zum Spatenstich für die Heilig Geist-Kindertagesstätte auf dem Gelände des Krankenhauses. Während Schwester M. Bernharda, Generaloberin der Cellitinnen zur hl. Maria, symbolisch die Baggerschaufel in die Erde senkte, griffen die am Projekt Beteiligten nach den Spaten, um den Startpunkt für einen ganz besonderen Bau zu setzen: den neuen Kindergarten am Heilig Geist-Krankenhaus. „Wir wollen mit der neuen Kindertagesstätte auf unserem Gelände ein Zeichen für unsere Mitarbeiter und die jungen Eltern in Longerich und Umgebung setzen“, betont der Geschäftsführer In vier Gruppen – zwei für Kinder unter drei Jahren, zwei für Kinder ab zwei Jahren – sollen insgesamt

60 Kinder betreut werden. Träger ist der Verein Interkulturelle Kitas St. Elisabeth e. V., das Heilig Geist-Krankenhaus ist Initiator und Bauherr des Projektes. Eröffnet wird der Heilig Geist-Kindergarten voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2014. Seit dem 10. Januar steht nun weithin sichtbar ein Kran auf der Baustelle. Die Vorbereitungsarbeiten für die Bodenplatten sind abgeschlossen, die notwendigen Ausschachtungen erfolgt. Das Wetter im Dezember und Januar spielten dem Bauverlauf in die

Hände. Die milden Temperaturen sorgten dafür, dass man gut im Zeitplan ist. Wenn es so weiter geht, steht einer baldigen Eröffnung der Heilig Geist-Kindertagesstätte nichts im Weg. Sie sind an einem Platz für Ihren Nachwuchs in der Kindertagesstätte interessiert? Dann wenden Sie sich bitte an: Caritasverband Stadt Köln e. V. Guido Geiss Tel. 0221 98577-136 Email: kita-Heilig-Geist@ caritas-koeln.de

v. li.: Hans Mauel (Vorsitzender des Vorstands der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria), Dr. Guido Lerzynski, Monika Kuntze (Leitung Geschäftsfeld Integrations- und Familienhilfen der Caritas), Dr. Jürgen Tudyka (Ärztlicher Direktor Heilig Geist-Krankenhaus), Bernd Erkens (Architekt) und Imke Eckau (Architektin), Generaloberin Schwester M. Bernharda (im Bagger)

CellitinnenForum 1/2014 9

Titel Thema

Historische Impressionen 50 Jahre Heilig Geist-Krankenhaus

Wochen später ist eine gewaltige Baugrube entstanden

Schwester M. Irenäa beim Spatenstich

Blick auf Krankenhaus, Kloster, ­Personalhaus I, II

Im Kreißsaal – Schwester M. Benedikta nimmt Maß

Verabschiedung von Geschäftsführer Franz Goebbels 1994

10 CellitinnenForum 1/2014

Beim Mittagessen – Schwester M. Mechtildis ­versorgt ihre Schützlinge im 1973 eröffneten ­Betriebskindergarten

Roboterassistiertes Operieren mit dem ‚da Vinci‘

Titel Thema

Die Ford Werke AG überreicht als Geschenk zur Einweihung einen Ford Transit an Schwester M. Bona, Mutter M. Priscilla, Schwester M. Norbertine und den Ärztlichen Leiter Professor Dr. Movers

Der Rohbau ist fast fertiggestellt

Am 21. Januar 1964 wird das erste Baby im Heilig GeistKrankenhaus geboren

Der ChirurgieOperationssaal

Die Frühgeborenenstation

Der Examenskurs 1976 zeigt sich in Schwesterntracht

Küchenleiterin Schwester M. Lioba in der Großküche

Stephanie Habeth-Allhorn

50 Jahre Heilig Geist-Krankenhaus Festschrift anlässlich des 50-jährigen Bestehens

Rundumversorgung vom ersten Tag an – Die neue Geburtshilfestation

Die Festschrift erhalten Sie im Heilig GeistKrankenhaus

CellitinnenForum 1/2014 11

Medizin Betreuung

Investitionen in die Zukunft Wuppertaler Klinikverbund setzt seine Neuausrichtung fort Vieles ist bereits passiert, seit die Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria im Jahr 2009 die Trägerverantwortung für die Wuppertaler Krankenhäuser des Klinikverbundes übernommen hat. Über 40 Millionen Euro wurden seitdem in die Erhaltung der Bausubstanz, in einen neuen OP-Trakt, in Medizintechnik, Mitarbeiter sowie in diverse Projekte investiert. Der jüngste wichtige Schritt war dabei die Konzentration der Leistungen auf das Wuppertaler Stadtgebiet bis Ende 2013. Dabei wurden die Angebote der beiden Standorte in Neviges und Schwelm an das Krankenhaus St. Josef und an das Petrus-Krankenhaus verlagert. Nun wird diese Neuausrichtung in

diesem Jahr gezielt weitergeführt: Bis Anfang 2016 wird für 13,4 Millionen Euro auf dem Gelände des Petrus-Krankenhauses ein hochmoderner Gebäudekomplex entstehen, in dem die Leistungen der St. Anna-Klinik ein neues Zuhause finden werden. Der Schwerpunkt liegt dabei klar auf der ‚Mutterund-Kind-Versorgung‘. Eltern-Kind-Zentrum der neuesten Generation Bislang liegt eine vorläufige Bauplanung vor, die einen eleganten und gleichzeitig funktionalen Neubau skizziert, der gegenüber der Einmündung Carnaper Straße/Steinweg errichtet wird. Die

Sockel­geschossfläche wird 1.270 Quadratmeter betragen. Auf vier Ebenen entsteht ein beeindruckender Gebäudekomplex mit einer direkten Anbindung an das Petrus-Krankenhaus auf allen Etagen. Er umfasst sechs Entbindungsräume/Kreißsäle sowie einen Operationssaal für geburtshilfliche Eingriffe. Außerdem ansprechende Patienten- und Familienzimmer, Pflegestützpunkte, Ärztebüros und Behandlungsräume; des Weiteren Wartebereiche, Schleusen, Vorwehen-, Frühund Neugeborenenbereiche und Funktionszimmer. Schließlich wird auch das Perinatalzentrum mit der höchsten Versorgungsstufe hier eine neue Heimat finden. Darüber hinaus entsteht nach derzeitigem Planungsstand eine komfortable Wahlleistungsstation, die von allen medizinischen Abteilungen des Petrus-Krankenhauses mit genutzt werden kann. So profitieren alle Patienten von dem neuen Angebot. Eine Dreifachglasisolierung gewährleistet, trotz der zentralen Verkehrslage des Standortes, einen optimalen Schallschutz zur schnellen Genesung. Für die Zukunft gut aufgestellt Doch der Standort an der Carnaper Straße bietet nicht nur räumliche Verbesserungen. Der

12 CellitinnenForum 1/2014

Medizin Betreuung

ebenfalls neue OP-Komplex am Petrus-Krankenhaus bietet der Gynäkologie und der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde optimale Bedingungen für die chirurgische Versorgung. So profitiert das gesamte Diagnose- und Therapieangebot der St. Anna-Klinik von dem Umzug nach WuppertalBarmen. Gleichzeitig wird das

Leistungsspektrum des PetrusKrankenhauses durch die neuen Angebote deutlich erweitert und der Standort an der Carnaper Straße nachhaltig gestärkt. Zusammen mit dem Krankenhaus St. Josef, der Akademie für Gesundheitsberufe (AfG) und den Einrichtungen des Regionalen Therapiezentrums (RTZ) ver-

fügt der Klinikverbund dann über ein Angebotsspektrum, mit dem er für die Zukunft bestens aufgestellt ist. Bis zum Umzug an den neuen Standort verbleiben die Angebote der St. Anna-Klinik in bekanntem Umfang an der Vogelsangstraße. Auch schwierige Aufgaben gehören dazu Bis es soweit ist, bleibt aber noch etliches zu tun. Und auch einige schwierige Aufgaben sind noch zu bewältigen. Dazu gehört der Abbau von etwa 75 Stellen. Wie viele Mitarbeiter konkret betroffen sein werden, wird sich aber erst nach Abschluss der Mitarbeitergespräche zeigen, die zurzeit noch geführt werden. Der Stellenüberhang hat sich im Wesentlichen aus den Schließungen des St. Elisabeth-Krankenhauses und des Marienhospitals im Jahr 2013 ergeben. Leider hat die Verlagerung der Angebote nicht vollständig zu den gewünschten Verbesserungen geführt, sodass die geplante Ressourcenanpassung nicht aufging. Um den Stellenabbau so sozial verträglich wie möglich zu gestalten, wurden wechselwilligen Mitarbeitern bereits Angebote über 40 neue Stellen an den Kölner Standorten gemacht sowie attraktive Wechselprämien in Aussicht gestellt. Darüber hinaus werden alle Mitarbeiter bei der Neuorientierung durch den Verbund unterstützt.

CellitinnenForum 1/2014 13

Medizin Betreuung

Vernetzung hilft Krebspatienten Das Onkologische Zentrum arbeitet krankenhausübergreifend Mehr als 480.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Krebs – über 100.000 davon in Nordrhein-Westfalen. Auch wenn die Prävention immer besser wird und die Therapien immer früher ansetzen: Da die Menschen

nerhalb der Krankenhäuser, aber auch ambulante und stationäre Angebote müssen optimal abgestimmt werden beziehungsweise eng zusammenarbeiten. Wie aber kann sichergestellt werden, dass diese Zusammenarbeit auch op-

beziehungsweise aller an der Behandlung einer Tumorart beteiligten Fachabteilungen zu einem sogenannten ‚Organzentrum‘. Für die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) nimmt diese Prüfung das unabhängige Institut ‚OnkoZert‘

Bei der wöchentlichen Tumorkonferenz immer älter werden, wird auch die Zahl der Erkrankten eher zu- als abnehmen.

timal für den einzelnen Patienten und sein spezifisches Krankheitsbild erfolgt?

Die Behandlung onkologischer, also an Krebs erkrankter Patienten ist sicherlich eine der komplexesten Leistungen unseres Gesundheitswesens. Die unterschiedlichen Fachdisziplinen in-

Zertifizierte Organzentren

14 CellitinnenForum 1/2014

Eine Möglichkeit, die Qualität dieser abgestimmten Versorgungsleistung zu dokumentieren, ist die Zertifizierung einer Fachabteilung

vor. Abteilungen, die sich einer solchen Zertifizierung unterziehen, müssen einen umfangreichen Anforderungskatalog erfüllen, um das begehrte Zertifikat zu erhalten. Neben fachlichen Anforderungen, wie der vorgeschriebenen Mindestanzahl von Operationen oder der Darstellung der Wiedererkrankungsrate der Patienten, wird zum

Medizin Betreuung

Beispiel auch die Einbindung der Abteilung in ein leistungsfähiges Netzwerk von externen Therapeuten und niedergelassenen Ärzten überprüft sowie die interne Zusammenarbeit der zuständigen Fachabteilungen.

ter ausgebaut, stärker vernetzt und über den einzelnen Standort hinaus abrufbar sein. Ziel ist es, jeweils in Köln und in Wuppertal ein gemeinsames Onkologisches Zentrum aller Organzentren aufzubauen.

Diese Organzentren sind hochleistungsfähige Einheiten innerhalb eines jeden Krankenhauses. In den Einrichtungen der Stiftung der Cellitinnen gibt es bereits einige Kliniken, die sich erfolgreich einer derartigen Zertifizierung unterzogen haben. Weitere Abteilungen bereiten sich aktuell auf den Prozess vor.

Ein derartiges ‚Integriertes Onkologisches Zentrum‘ über verschiedene Standorte hinweg dann auch zertifizieren zu lassen, bedeutet einen enormen Aufwand und verlangt eine hohe fachliche und organisatorische Expertise.

Mit diesem Bestreben nach weiteren, erfolgreichen Zertifizierungen reagieren die Häuser nicht nur auf die wachsende Anzahl onkologischer Patienten, sondern auch auf aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen. So wird bereits diskutiert, ob eine Behandlung von onkologischen Patienten zukünftig ausschließlich in zertifizierten Zentren stattfinden sollte. Oder ob die Vergütung der Behandlung durch die Krankenkassen entsprechend der nachgewiesenen Qualität erfolgen wird. Standortübergreifende integrierte Versorgung Mit ihren Organzentren sind die Krankenhäuser im Verbund schon heute gut aufgestellt, wenn es um die Versorgung onkologischer Patienten geht. Aber diese Leistungen sollen künftig noch wei-

Daher haben die Kölner Krankenhäuser der Stiftung eine Lenkungsgruppe gegründet, besetzt mit verschiedenen Vertretern aus Medizin, Qualitätsmanagement und Geschäftsführung. Und auch die Wuppertaler sind dazu bereits in der Planung. Schrittweise zum Erfolg Die Kölner Gruppe hat nun in einem ersten Schritt einen externen Berater gebeten, das Potential und die Erfolgschance für das Zentrum zu prüfen. Und das Ergebnis ist vielversprechend: Denn die Klinik für Onkologie hat ihren Sitz zwar am St. Vinzenz-Hospital, arbeitet aber schon jetzt mit allen Kölner Einrichtungen zusammen und stellt damit eine wichtige Klammer für eine umfassende Zertifizierung aller Häuser dar. Ein weiteres, wichtiges Plus ist das große Potential der Organzentren in den Häusern. Mit der

bereits vorhandenen Expertise decken die Kölner Krankenhäuser schon einen großen Teil der onkologischen Versorgung im Kölner Nordwesten ab. Darauf kann man aufbauen. Zudem wurden bereits wichtige Strukturen geschaffen, wie die Ausweitung der Tumorkonferenzen, das gemeinsame Tumordokumentationssystem und die Zusammenarbeit aller onkologisch tätigen Ärzte. Gemeinsam mit dem externen Berater wurde nun ein Zeit- und Projektplan erstellt. Denn bevor überhaupt an eine Anmeldung zur Zertifizierung zu denken ist, muss an jedem Standort, in jeder onkologisch arbeitenden Abteilung eine Vielzahl von Daten erhoben und ausgewertet werden. Parallel muss eine Struktur für die Zusammenarbeit über alle Standorte hinweg entwickelt und eingerichtet werden. Dazu gehört die Organisation der Zentrumsleitung genauso, wie gemeinsame Versorgungsstandards oder ein Netzwerk externer Kooperationspartner und Lieferanten. Erstes Ziel dieser Bemühungen ist natürlich, die Diagnose und Therapie und damit auch die Prognose für onkologische Patienten immer weiter zu verbessern. Ein wichtiger Aspekt ist aber auch, für die Zukunft und die weiteren Entwicklungen auf dem Gesundheitsmarkt gerüstet zu sein  – als leistungsstarke Anbieter für eine umfassende Patientenversorgung in Köln und Wuppertal.

CellitinnenForum 1/2014 15

Medizin Betreuung

Geriatrie jetzt in Elberfeld Erfolgreicher Umzug von Neviges nach Wuppertal Die Klinik für Geriatrie, eine Spezialabteilung für Altersmedizin, ist die jüngste Einrichtung des Elberfelder Krankenhauses St. Josef. Nach dem Umzug aus dem St. Elisabethkrankenhaus in Neviges bildet sie zusammen mit den Angeboten im Petrus-Krankenhaus in Barmen die altersmedizinische Plattform in der Region. Die Ge­ riatrie passt ganz hervorragend zu den bisherigen Angeboten im Krankenhaus St. Josef, da sich das ,Kapellchen‘ seit 1997 darauf konzentriert, Menschen zu behandeln, die an Erkrankungen des Bewegungsapparates und an chronischen Schmerzen leiden. Ergänzend zur stationären Versorgung gibt es eine teilstationäre Behandlung in der Geriatrischen Tagesklinik sowie die stationäre und ambulante geriatrische Rehabilitation im Petrus-Krankenhaus, die unter der Leitung der Geriatrie steht. Chefärztin aller Einrichtungen ist Prof. Dr. Annette WelzBarth. Geriatrie ist der Zweig der Medizin, der sich mit den Erkrankungen des Alters auseinandersetzt. Wie in allen medizinischen Fachgebieten ist auch hier eine rasche Behandlung von Akuterkrankungen notwendig. Im Mittelpunkt steht dabei das funktionelle Defizit. So wird zum Beispiel beim Auftreten einer Lungenentzündung nicht nur diese fachgerecht mit einem Antibiotikum behandelt. Gleichzeitig

16 CellitinnenForum 1/2014

Professorin Dr. Annette Welz-Barth, Chefärztin der Geriatrie, informiert umfassend über die Leistungen der Abteilung wird auch der durch Bettlägerigkeit drohende Verlust von Mobilität frühzeitig therapiert. Geriatrische Patienten sind in der Regel über 75 Jahre alt, leiden unter mehr als

drei chronischen Erkrankungen und sind besonders anfällig für Komplikationen. Für jeden Patienten wird daher ein individuell festgelegter Therapieplan erstellt.

Neben der Akuterkrankung müssen immer die chronischen Begleiterkrankungen berücksichtigt werden. Typische Akuterkrankungen im Alter sind: ■■ Infekte (Lungenentzündung, Blasenentzündung) ■■ Schlaganfall ■■ Akuter Verwirrtheitszustand ■■ Akute und chronische Schmerzen ■■ Schluckstörungen ■■ Immobilität ■■ Akute Verschlechterungen chronischer Herz-, Kreislauf- und ­Stoffwechselkrankheiten

Medizin Betreuung

Kölner Krankenhäuser investieren Umfangreiche Baumaßnahmen zum Patientenwohl In drei Kölner Krankenhäusern des Cellitinnenverbundes wurden umfassende Um-, Neu- und Sanierungsarbeiten abgeschlossen beziehungsweise für die Endbauphase vorbereitet. „In den letzten zehn Jahren haben wir bereits umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt“, so HSM-Geschäftsführer Stefan Dombert, „ich erinnere nur an die Errichtung des Facharztzentrums am Heilig GeistKrankenhaus oder die komplette Neugestaltung der Geriatrie am St. Marien-Hospital. Auch im St. Vinzenz-Hospital sind schon zahlreiche Abteilungen modernisiert

worden und neue Flächen sind hinzugekommen.“ Dem medizinischen Fortschritt Rechnung tragen und dabei den Patienten einen angenehmen und der Genesung dienenden Aufenthalt bieten – unter diesem Aspekt sind auch die Arbeiten erfolgt, die im Folgenden vorgestellt werden. Stefan Dombert blickt in die Zukunft: „Wir haben in nächster Zeit noch weitreichende Investitionspläne für die Kölner Häuser. Auf der Prioritätenliste steht dabei das Ehrenfelder St. Franziskus-Hospital ganz weit oben.“

Heilig Geist-Krankenhaus – Geburtshilfe erstrahlt in neuem Glanz In der komplett neugestalteten Wöchnerinnenstation des Longericher Krankenhauses erleben nun frisch gebackene Mütter und ihr Nachwuchs die ersten Tage nach der Geburt. Die Geburtshilfestation des Heilig Geist-Krankenhauses wurde funktional, modern und behaglich umgebaut, um Eltern und Kind beim guten Start ins Leben zu unterstützen. „Es gehört sicherlich zu unseren schönsten und zufriedenstellendsten Auf-

CellitinnenForum 1/2014 17

Medizin Betreuung

gaben im Heilig Geist-Krankenhaus, neuen Erdenbürgern auf die Welt zu helfen und Familien einen optimalen Start zu ermöglichen“, betont Dr. Guido Lerzynski. Dass Ärzte, Hebammen und Pflegende dies nun auch in einem ansprechend neuem und schönem Ambiente machen können, ist Ergebnis der Umbauarbeiten auf der Station 3, der Wochenstation. Ein Krankenhauszimmer und eine Station unterliegen immer bestimmten Ablaufzwängen. So sind die Gestaltung und der Umbau von Räumlichkeiten, in denen sich Mütter nach den Anstrengungen der Geburt in einer warmen Wohlfühlatmosphäre erholen sollen, für Architekten und Bauherren eine spannende Aufgabe. Farbenfroh und behaglich soll es sein, gleichzeitig funktional und modern mit kurzen Wegen. „Man soll sich als Patientin wohlfühlen, gut genesen und Kraft tanken. Gleichzeitig ist es für die Mitarbeiter in Medizin und Pflege wichtig, dass alle Bedingungen für die alltägliche Arbeit optimal gegeben sind“, schildert der Geschäftsführer die Gratwanderung beim Umbau der Station. Eine Aufgabe, die Architekten und Bauherren gemeinsam gut gemeistert haben. Gemütlich eingerichtet ist auch der Frühstücksraum, in dem die Mütter ihr Frühstücksbuffet entspannt genießen können. Einige Details machen es den werdenden und gerade gewordenen Müttern besonders leicht, sich auf

18 CellitinnenForum 1/2014

der neuen Station wohlzufühlen: schöne große Badezimmer und praktische Klappwickeltische in jedem Zimmer. Die neue geburtshilfliche Station im Heilig GeistKrankenhaus ist Beweis genug, dass sich Funktionalität und Behaglichkeit zu einem stimmigen Konzept verbinden lassen. St. Marien-Hospital – Großer Umbau wegen kleinem Anbau Der A-Trakt des St. MarienHospitals wurde in den 1960er Jahren eingeweiht. Seitdem hat sich einiges verändert, denn die Anforderungen an einen modernen Krankenhausbau haben sich gewandelt. Es zählen nicht mehr allein Funktionalität und Qualität der Versorgung, sondern auch die Ausstattung gewinnt an Bedeutung. Daher beschloss die Betriebsleitung des St. MarienHospitals im Jahr 2012, diesen Trakt zu sanieren. Umfangreiche Renovierungs- und Umbaumaß-

nahmen wurden geplant und terminiert. Ergänzend wurde die Errichtung eines Anbaus beschlossen, um die Fläche auf fünf Etagen zu erweitern und den im Viertel ohnehin begrenzten Platz optimal zu nutzen. Startschuss war im November 2012, die Fertigstellung ist für Ende Juni 2014 geplant. Zunächst begannen die Planungen für das Untergeschoss, um die neue Diagnostik- und Funktionsabteilung um weitere Flächen zu ergänzen. Kurze Wege und verkürzte Wartezeiten sind das Ziel. Durch die Bündelung der gesamten Diagnostik im Untergeschoss wird das endlich Realität. Ein großes Anliegen war der Geschäftsführung, neben der Diagnostikabteilung, auch die Ambulanz patientenfreundlicher gestalten und durch den Anbau erweitern zu können. Die über der Ambulanz liegenden Bereiche der neuen Intensivstation, der Stationen A2 und A3 sowie der

Medizin Betreuung

Kunibertsklinik haben durch den Umbau ebenfalls deutlich an Fläche gewonnen. „Alle Zimmer der Stationen A2 und A3 wurden sehr geschmackvoll renoviert und verfügen jetzt alle über großzügige Nasszellen“, erklärt Pflegedirektor Lorenz Auweiler. Zukünftig sind noch weitere Veränderungen im St. Marien-Hospital geplant. Die bereits bestehende Dachterrasse soll um die Flächen des Anbaus erweitert und der bestehende Dachtherapiegarten vergrößert werden. Die neuen Räume in der Ambulanz und der Diagnostikabteilung werden im ersten Halbjahr 2014 bezugsfertig sein.

Auch die im Rohbau befindliche Ausbaureserve der Kunibertsklinik soll erschlossen und vier neue hochwertig ausgestattete Einbettzimmer geschaffen werden. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf rund drei Millionen Euro. Ein Teil der Ausgaben wurde vom Land NRW über die sogenannte Baupauschale gefördert, ein Teil über Kreditaufnahme finanziert. St. Vinzenz-Hospital – Neuer Bettentrakt Nach fast zweijähriger Bauphase wurde der viergeschossige Er-

weiterungsbau in mehreren Teilschritten in Betrieb genommen. Im neuen Bettentrakt wurden die Stationen 11, 21 und 31 um modern gestaltete Zweibettzimmer mit Wahlleistungsstandard und Dreibettzimmer erweitert. Im Rahmen dieses Umbaus wurden aber auch die bestehenden Zimmer der drei genannten Stationen modernisiert. Im Erdgeschoss entstanden zudem ein Raum für die im Jahr 2014 stattfindende Erweiterung der kardiologischen Funktionsabteilung und weitere Räumlichkeiten für die Physiotherapie. Der Anbau war dringend erforderlich, um die steigenden Patientenzahlen in einem angenehmen Ambiente unterbringen zu können. Die Baukosten für den neuen Bettentrakt belaufen sich auf rund 4,6 Millionen Euro, die zum Teil aus Eigenmitteln und aus Fördermitteln des Landes NRW finanziert worden sind.

CellitinnenForum 1/2014 19

Medizin Betreuung

Defibrillator-Weste rettet Leben Mehr Sicherheit für Patienten mit Herzrhythmusstörungen Handhabung

Am St. Vinzenz-Hospital in Köln diagnostizieren und therapieren Spezialisten Herzerkrankungen nach neuesten Erkenntnissen. Unter der Leitung von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Fehske hat sich die Kardiologie in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Nicht zuletzt durch den Aufbau der elektrophysiologischen Abteilung sowie der angebotenen Schrittmacher- und ICD-Therapie (Implantierbarer Cardioverter Defibrillator) werden immer mehr Patienten mit höhergradigen, lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen oder hohem Risiko für Herzrhythmusstörungen in der Klinik behandelt. Im letzten Jahr wurde die Therapie dieser Patienten um eine weitere Option erweitert: die tragbare Defibrillatorweste.

20 CellitinnenForum 1/2014

Die tragbare Defibrillatorweste wurde 2002 in den USA zugelassen und steht seit 2005 in Deutschland im Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen zur Verfügung. Weltweit wurde die Weste bisher 120.000 Patienten angelegt, im Jahr 2013 in Deutschland bei 4.000 Patienten. Die Weste besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: dem Elektrodengürtel mit vier EKG- und drei Therapie-Elektroden und einem Verbindungskabel, das die Daten zur Herzrhythmusüberwachung an ein Monitorgerät überträgt. Sie wird unter der Kleidung, direkt

1.  2.  3.  4.  5.  6.  7. 

am Körper getragen und ist vom Patienten leicht anwendbar. Mit dieser Weste wird permanent der Herzrhythmus des Patienten überwacht. Wird eine lebensbedrohliche Rhythmusstörung erkannt, gibt das Gerät einen elektrischen Behandlungsschock ab, um den normalen Rhythmus wieder herzustellen. Die Weste funktioniert automatisch und erfordert kein Eingreifen durch andere Personen. Funktionsweise Erkennt das Gerät potenziell lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen, wird der Patient hierauf aufmerksam gemacht durch akustische Warnsignale, Vibrationsalar-

Arrhythmie erkannt, Vibrationsalarm wird aktiviert (und über die gesamte Sequenz fortgesetzt). Sirenenalarme beginnen (und werden über die gesamte Sequenz fortgesetzt). Sirenenalarme werden lauter. Für den Patienten hörbare Warnung: „Stromstoß möglich“. Gelabgabe. Für Umstehende und Passanten hörbare Warnung: „Patienten nicht berühren“. Stromstoß.

Medizin Betreuung

me und Sprachansagen. Bei subjektivem Wohlbefinden kann der Patient durch Drücken der Reaktionstasten die Therapie, also den Elektroschock, aufhalten. Im Falle einer Bewusstlosigkeit jedoch würde dann die entsprechende Therapie abgegeben. Durch diese Interaktion wird sichergestellt, dass ein Stromstoß nur im Fall wirklicher lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen, die einen Bewusstseinsverlust zur Folge haben, abgegeben wird, nicht aufgrund von Fehlwahrnehmungen, Artefakten oder Gerätefehlfunktionen. Aufgespürte oder therapierte Rhythmusereignisse werden umgehend über die Ladestation mittels Bluetooth an den behandelnden Kardiologen übermittelt, der die Episoden passwortgeschützt auf einer Internetdatenbank einsehen und bewerten kann.

Oberarzt Dr. Stefan Winter berichtet, dass die tragbare Defibrillatorweste sich zu einer sinnvollen Option im Klinikalltag entwickelt hat. Im St. Vinzenz-Hospital wurde hierzu ein hausinternes Screening für Patienten mit Indikation zur Versorgung mit einer tragbaren Defibrillatorweste etabliert, um die in Frage kommenden Patienten zuverlässig erfassen und versorgen zu können. So wurden im vergangenen Jahr 31 Patienten mit einer Lifevest versorgt. Hiervon erhielten letztendlich fünf Patienten eine definitive Therapie mittels implantiertem ICD, aktuell sind noch acht in der Nachkontrolle, das heißt: Das Verlaufsecho läuft noch und die Entscheidung steht damit aus, zehn Patienten haben sich erholt, sodass die Weste abgelegt werden konnte, und acht Patienten erhielten ein CRT-D (Dreikammer-ICD).

„Die tragbare Defibrillatorweste ist eine hervorragende Alternative zu einer langen stationären Monitorüberwachung und hilft bei der poststationären Betreuung der Patienten via Fernüberwachung (Telemonitoring). Somit ergänzt sie das an unserem Haus etablierte System der telemetrischen Fernüberwachung der ICD und CRTD-Patienten mit dem Ziel einer transsektoralen Betreuung unserer schwer herzinsuffizienten Patienten“, fasst Dr. Winter den Einsatz der tragbaren Defibrillatorweste zusammen. Um den Nutzen dieser Therapie auch wissenschaftlich aufzuarbeiten, wird das St. Vinzenz-Hospital als eines von zehn deutschen Zentren die erhobenen Daten einem weltweiten multizentrischen Register (Wearit-Register) zur Verfügung stellen.

Stationärer Einsatz Patienten mit Herzschwäche sind durch den plötzlichen Herztod in Folge von bösartigen Herzrhythmusstörungen gefährdet und werden heute zumeist mit einem implantierbaren Defibrillator versorgt. Die Implantation erfolgt überwiegend erst, wenn medikamentöse und/oder andere Therapieversuche nicht angeschlagen haben. Um die Patienten in dieser ‚Wartezeit‘ zu schützen, bietet sich die Versorgung mit einer Defibrillatorweste an. Der für die Betreuung der Schrittmacherpatienten verantwortliche

Vinzenz Hospital Köln

Verteilung der Indikationen

1 3% 0% 9 29% Gesamt :

MI

31

PTCA DCM/Myokarditis Explant

0%

20 65%

Sonstige

1 3%

CellitinnenForum 1/2014 21

Medizin Betreuung

Geprüft und gut aufgestellt Das neue Wohn- und Teilhabegesetz setzt hohe Maßstäbe Bis zum 31. Juli 2018 müssen Auch wenn die Seniorenhaus Die politische Regulierung mit der alle Altenheime in NRW über GmbH im Vergleich dazu nur überMaßgabe nach mindestens 80 schaubare Herausforderungen mindestens 80  Prozent EinzelProzent Einzelzimmern überfordert zimmer verfügen. So sieht es die zu meistern hat, bleibt eine Unvor allem kleine Träger mit einer zufriedenheit mit den neuen ReDurchführungsverordnung des alten Bausubstanz. Denn um die gelungen. Denn neben der EinzelWohn- und Teilhabegesetzes des Investitionen für die notwendigen zimmerquote gibt es auch eine Landes (WTG) vor. Die SeniorenUmbauten überhaupt schultern zu haus GmbH der Cellitinnen zur hl. neue DIN-Regelung für Bewohnerkönnen, werden hier Doppel- in bäder. „Wie die Aufsichtsbehörden Maria hat die Vorgaben für ihre Einzelzimmer umgerüstet. Ohne in diesem Punkt verfahren wer18 stationären Einrichtungen einbauliche Ausweitung an anderer gehend geprüft und sieht sich den, bleibt abzuwarten“, erläutert Stelle verliert die Einrichtung aber gut aufgestellt. Geschäftsführerin Kirsch. „Denn wenn die neuen in der Folge faktisch an Plätzen Stephanie Kirsch: „90 Prozent Vorgaben rückwirkend – also nicht und Bewohnern. Diese Reduunserer Seniorenhäunur für Neubauten – zur ser erfüllen schon jetzt Pflicht würden, müssten wir selbst modernsalle erforderlichen Vorgaben. Denn wir hate Bewohnerbäder umben frühzeitig auf mehr bauen, die wir erst im Einzelzimmer, größere vergangenen Sommer Gemeinschaftsflächen eröffnet haben.“ und hochwertige Ausstattung gesetzt. Dies Fazit: Durch die Umsetzung des WTG will kommt uns nun zugute. die Landesregierung Einen weiterführenden Verbesserungen bei Investitionsbedarf zur der Unterbringung von Erfüllung des Wohnstandards gemäß WTG älteren Menschen in haben wir derzeit nur in stationären PflegeeinErfüllen diese Bäder die gesetzlichen Vorgaben? richtungen erzielen. der Region Düren. Vor zierung führt zu EinnahmerückOb dieser Eingriff in die Marktallem das Seniorenhaus Marienkloster stellt eine große Herausforgängen und Wirtschaftlichkeitseinmechanismen zwangsläufig zu derung dar. Denn einige Teile des bußen bis hin zum Personalabbau. besserer Pflege und Betreuung historischen Klosterbaus sind aufDoch viele Einrichtungen haben älterer Menschen führt, darf aber grund ihrer Architektur und Bauerst gar nicht die Mittel, um in nur bezweifelt werden. Denn die substanz nicht für die Erfordernisvier Jahren so viele Zimmer umEinzelzimmerquote sagt darüber se des 21. Jahrhunderts geeignet.“ zuwidmen. „Wenn sie es nicht wenig aus. Vielmehr hat der Wettbewerb zwischen den Häusern in schaffen, werden sie letztlich mit Jedes siebte Altenheim in NRW den vergangenen Jahren zu Qualieingeschränkter Refinanzierung wird schließen müssen, progtäts- und Leistungsanstrengungen bestraft“, sagen Sozialexperten. So nostiziert eine aktuelle Studie der sowie zu mehr Preistransparenz oder so droht ihnen langfristig das Aus. beigetragen. Wirtschaftsprüfer Ernst &  Young.

22 CellitinnenForum 1/2014

Medizin Betreuung

Zukunftswerkstatt ‚Demenzsensibles Krankenhaus‘

Verbundübergreifende Arbeitsgruppe hat Patient und Mitarbeiter im Blick

Stefan Aschauer stv. Klinikleitung Pflege St. Marien-Hospital

Kathleen Heyer Pflegetrainerin, familiale Pflege St. Vinzenz-Hospital

Die Zahlen sind alarmierend: Waren im Jahr 2009 in Deutschland 1,2 Millionen Menschen an einer Demenz erkrankt, so werden es 2030 1,8 Millionen sein. Seniorenhäuser, ambulante Pflegedienste und unterschiedlichste Selbsthilfegruppen beschäftigen sich seit Jahren mit den Auswirkungen dieser unheilbaren, zum Tode führenden Krankheit, die mit dem Verlust kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten einhergeht. Im fortschreitenden Krankheitsverlauf können sich Kurzzeitgedächtnis, Denkvermögen, Motorik, Sprache aber auch die Persönlichkeitsstruktur der Betroffenen verändern. In Akutkrankenhäusern wurde das Thema Demenz bisher lediglich am Rande wahrgenommen. Nur rund sechs Prozent der Patienten kommen primär wegen der Demenzerkrankung in die Klinik; die restlichen 94 Prozent müssen wegen anderer akuter Beschwerden in stationäre Be-

Susanne Krey Pflegedirektorin Heilig GeistKrankenhaus

Renate Luttenberger Pflegedirektorin St. Franziskus-Hospital

handlung, beispielsweise wegen eines Oberschenkelhalsbruches. Schätzungen zufolge wird bereits in sechs Jahren jeder fünfte Krankenhauspatient an einer Demenz leiden  – Tendenz steigend. Wie müssen Krankenhäuser auf diese Entwicklung reagieren? Fakt ist, dass bereits heute die Versorgung von Menschen mit Demenz die Mitarbeiter im Akutkrankenhaus vor eine große Herausforderung stellt. Fakt ist aber auch, dass die Krankenhäuser in ihren Strukturen und Abläufen bisher noch nicht umfassend auf den älteren und speziell kognitiv eingeschränkten Patienten eingerichtet sind. Problemlösung Dabei sind im Krankenhausalltag bei der Versorgung dementer Patienten sowohl besondere und zuweilen schwierige ethische als auch medizinische Dimensionen zu berücksichtigen: Beispielswei-

Andrea Oexemann Pflegetrainerin, Klinikverbund St. Antonius und St. Josef

se wie ist mit nicht vorliegender Geschäftsfähigkeit umzugehen, wie mit herausforderndem Verhalten oder Weg- bzw. Hinlauftendenzen? Patienten mit kognitiven Störungen können sich kaum bis gar nicht auf die Prozesse im Krankenhaus einstellen. Die eingeschränkte Anpassungsfähigkeit kann zu erheblichen Problemen in der Organisation sowie in der Durchführung von Diagnostik und Pflege führen. Auch die medikamentöse Therapie stellt an die Ärzte besondere Herausforderungen, da sie einschätzen müssen, ob Medikamente oder Narkosen den Verlauf der Demenz verschlechtern oder ein Delir, also eine Gedächtnis-, Auffassungs- und Bewusstseinsstörung, hervorrufen können. Ein Delir ist für den Patienten lebensbedrohlich. Wichtig sind das rechtzeitige ­ Erkennen und die Einleitung einer adäquaten Behandlung.

CellitinnenForum 1/2014 23

Medizin Betreuung

Aufgrund dieser Erkenntnisse und Prognosen fassten die Geschäftsführungen der CellitinnenKrankenhäuser auf Initiative der Pflegedirektoren im Jahr 2012 den gemeinsamen Beschluss, eine intensive Fortbildung zur Pflege und Behandlung von dementen Patienten zu entwickeln und zu etablieren. Bereits 2013 erfolgte als erste Umsetzung das Angebot einer Weiterbildung zum Thema ‚Dementia Care‘. In drei Modulen erhielten die Pflegekräfte Informationen zum Krankheitsbild und Anleitungen beispielsweise zu herausfordernden Pflegesituationen, zur Kommunikation und zur basalen Stimulation, aber auch zur Beratung von Kollegen und Angehörigen. Wegen der hohen Nachfrage wird diese Fortbildung evaluiert und in diesem Jahr erneut angeboten. Zusätzlich wurde eine überregionale ‚Projektgruppe Demenz‘, bestehend aus Pflegedirektoren, Medizinern unterschiedlicher

Fachbereiche, Qualitätsmanagement und eines Vertreters der zum Verbund gehörenden Seniorenhaus GmbH, gegründet. Diese Projektgruppe erarbeitete 2013 die, mittlerweile von den Geschäftsführungen verabschiedete, Beschlussvorlage ‚Demenzsensibles Krankenhaus‘, mit nachfolgendem Inhalt: ■■ Das Konzept zur Versorgung dementer Patienten wird als lernendes, sich weiterentwickelndes System betrachtet. ■■ Auf Verbundebene bleibt die Arbeitsgruppe bestehen und entwickelt die übergreifenden Themen weiter. ■■ Die Planung der Umsetzung des Konzeptes mit Priorisierung der Maßnahmen kann nur in direkter Abstimmung mit den beteiligten Krankenhäusern erfolgen. ■■ In jedem Krankenhaus des Verbundes wird ein ‚Demenzbeauftragter‘ benannt. Die Mitarbeiter werden weiter qualifiziert und die Dokumentation

3 – Wörter-Uhrentest Indikation:

Kurzscreeninginstrument zur Erkennung kognitiver Störungen

Datenerfassung:

Interview mit dem Patienten

Kurzbeschreibung:

Vorgabe von 3 Wörtern „Zitrone – Schlüssel – Ball“ und deren Wiederholung



Danach zeichnen einer Uhr und die Einstellung auf 11:10 Uhr



Wiederholung der 3 Worte

Auswertung:

– alle Worte erinnert plus perfekte Uhr = keine Auffälligkeit



– 1-2 Worte erinnert plus Uhr mit leichten Fehlern z.B. falsche Position der Zeiger = Hinweis auf Demenz



– kein Wort erinnert plus Uhr mit schweren Fehlern z.B. Verlust der Zeiger = starker Demenzverdacht

Anwendungsdauer:

einige Minuten

Anwendungsmaterial:

Papier und Stift für das Zeichnen der Uhr

Patientengruppe:

keine Eingrenzung

Voraussetzung beim Untersucher:

Einführung in den Testablauf erforderlich

Sonstige Hinweise:

einfache Handhabung

Bei Hinweisen auf kognitive Leistungsstörungen (Demenz) müssen sensitivere Tests angeschlossen werden.

24 CellitinnenForum 1/2014

Quelle: www. testportal.de

von Patienten mit Demenz im Verbund vereinheitlicht. ■■ Bei Aufnahme von Patienten mit bekannter Demenz aus einem trägereigenen Seniorenhaus wird die konkrete Pflegesituation mit den dortigen Kollegen besprochen (Umgangsempfehlung). ■■ Konzepte zur Vorbeugung und Behandlung von Deliren werden entwickelt und umgesetzt. ■■ Es wird geprüft, welche Formulare, Dokumente und Abläufe im Krankenhausinformationssystem Orbis abgebildet werden müssen. ■■ Im Rahmen von Bauplanungen/Sanierungen/Renovierungen wird geprüft, ob die besonderen Belange von Patienten mit Demenz berücksichtigt werden sollten. Demenzbeauftragte Mittlerweile sind in den Verbundkrankenhäusern die oben abgebildeten Demenzbeauftragten benannt worden, die nun, falls nicht bereits geschehen, auch der Projektgruppe angehören.  Andrea Rediger Wenn Sie Fragen, Anregungen, Beiträge zum Konzept ‚Demenzsensibles Krankenhaus‘ haben, können Sie sich an die Demenzbeauftragten und/oder die Arbeitsgruppe wenden. Als zentraler Ansprechpartner für die Arbeitsgruppe steht Ihnen Frau Andrea Rediger, HSM Stabsstelle Qualitäts- und Risikomanagement zur Verfügung. Tel.: 0221 7491-8666 E-Mail: [email protected]

Medizin Betreuung

Sicher durch die Medikamentenflut Stationsapothekerinnen beraten in den Krankenhäusern Seit einiger Zeit läuft in den Cellitinnen-Krankenhäusern das Projekt ‚Stationsapothekerin‘. Dies bedeutet, dass die Apothekerinnen, die normalerweise in der Zentralapotheke des St. Franziskus-Hospitals in Brauweiler tätig sind, nun auch in den Krankenhäusern vor Ort wertvolle Arbeit leisten  – für Pflegende, Ärzte und Patienten. Montags und donnerstags sieht man Kerstin Baumann im Heilig Geist-Krankenhaus über die Flure eilen. Die Apothekerin hat ihren Arbeitsplatz in der Zentralapotheke im etwa 15 Kilometer entfernten Brauweiler verlassen. Sie ist an diesen beiden Tagen ganz nah bei denen, die sie sonst nur am Telefon berät: Die Apothekerin verrichtet ihren Dienst als Stationsapothekerin für die Fachabteilungen Chirurgie, Urologie und Gynäkologie. Beratung „Meine Aufgaben sind vielfältig“, erklärt sie. „Ich beantworte sämtliche Anfragen von ärztlicher und pflegerischer Seite, die im Zusammenhang mit Arzneimitteln und ihrem therapeutischen Einsatz auftreten.“ Hinzu kommt die Hilfestellung bei der Umstellung der Medikation, die der Patient von zu Hause mitbringt, auf die, die im Krankenhaus eingenommen werden soll. Auch Anfragen, welches Medikament über eine

erläutert Apothekenleiter Mathias Naumer. „Unsere Stationsapothekerinnen sind die kompetenten Schnittstellen zwischen den Verordnenden und der Apotheke. Indem sie vor Ort tätig sind und beide Arbeitsbereiche kennen, können sie Kommunikationsprobleme vermeiden und die Qualität und Sicherheit auf beiden Seiten verbessern.“ Visiten und Vorträge

Beratung vor Ort Sonde gegeben werden kann, Anwendungshinweise zu Dosierung, Applikationszeit und Applikationsdauer von Medikamenten beschäftigen die Stationsapothekerin vor Ort. „Unsere Arbeit soll Pflegende und Ärzte unterstützen und entlasten“, betont Kerstin Baumann. Aber nicht nur aus diesem Grund sind Kerstin Baumann und ihre Kolleginnen Stephanie Bormann (St. Vinzenz-Hospital, Köln) und Simone Komischke (Petrus-Krankenhaus, Wuppertal) vor Ort in den Krankenhäusern im Einsatz. „Das Projekt dient der Qualitätsverbesserung und der Patientensicherheit“,

Hierzu gehört für die Apothekerinnen auch die Teilnahme an Visiten auf den unterschiedlichen Stationen. „Mithilfe der Kurven verschaffe ich mir einen Überblick über die Arzneimittel der Patienten und prüfe die Medikation auf Wechselwirkungen“, erklärt Stephanie Bormann. „Die Suche nach speziellen Arzneipräparaten unterstützen wir ebenso wie eine dringende Bestellung kurz vor dem Wochenende. So können wir den Pflegenden und Ärzten hoffentlich viel Zeit und langes Suchen ersparen!“

CellitinnenForum 1/2014 25

Medizin Betreuung

Bei speziellen Themen wie beispielsweise der Umgang mit Arzneimitteln, die über die Sonde gegeben werden, oder die Zubereitungen von Infusionslösungen vermitteln die Stationsapothekerinnen auch theoretisches Wissen, halten bei Bedarf Vorträge oder stellen Informationsmateria-

lien bereit. Für die gesamte Arbeit der Apothekerinnen vor Ort in den Krankenhäusern ist ein guter Austausch mit Ärzten und Pflegenden das A und O. Das Projekt Stationsapothekerin ist Dank der aktiven Mitarbeit der Kollegen in den Krankenhäusern gut gestartet. „Wir hoffen natürlich auf die Aus-

weitung des Projektes! Auch die Psychiatrie in Neuss hat erkannt: Patientensicherheit und Ökonomie schließen sich nicht aus“, so kommentiert Mathias Naumer den Start von Stationsapothekerin Verena Lucas in externen Einrichtungen in Neuss in diesem Monat.

Ihre Stationsapothekerinnen in den Cellitinnen-Krankenhäusern:

Heilig Geist-Krankenhaus

St. Vinzenz-Hospital

Petrus-Krankenhaus

Kerstin Baumann

Stephanie Bormann

Simone Komischke

montags und donnerstags 8:00 bis 16:30 Uhr

montags und donnerstags 8:00 bis 16:30 Uhr

dienstags und freitags 8:00 bis 15:30 Uhr

Tel.: 0221 7491-1553

Tel.: 0221 7712-4723

Tel.: 0202 299-2713 (Funk: -909)

Zentralapotheke: Tel.: 02234 9675-286

Zentralapotheke: Tel.: 02234 9675-279

Zentralapotheke: Tel.: 02234-9675-258

[email protected]

[email protected]

[email protected]

26 CellitinnenForum 1/2014

Profile Personen

Wechsel in der Geschäftsführung Wuppertaler Klinikverbund stellt die Weichen neu Hospitals und der zugehörigen Einrichtungen in Köln, hat Adelheid May als Sprecher der Geschäftsführung im Klinikverbund St. Antonius und St. Josef in Wupv.li.: Benjamin Koch, André Meiser pertal abgelöst. und Michael Dohmann Gleichzeitig ist er Der Wuppertaler Klinikverbund für das Petrus-Krankenhaus zuSt. Antonius und St. Josef richtet ständig. In seiner neuen Funktion sich neu aus. Dies führt auch zu wird Dohmann auch Teil der Geeinem Wechsel in den Geschäftsschäftsführung in der Hospitalführungen und Verantwortlichkeivereinigung St. Marien GmbH. ten. Michael Dohmann, vormals Benjamin Koch, vormals für das Geschäftsführer des St. MarienPetrus-Krankenhaus zuständig,

ist nun für das Krankenhaus St. Josef verantwortlich. André Meiser hat in der Geschäftsführung die Verantwortung von Dr. Martin Grunewald für die St. Anna-Klinik und die AfG übernommen, zusätzlich zu seiner Funktion als Geschäftsführer des Kölner St. Vinzenz-Hospitals. Die Geschäftsführung des St. Marien-Hospitals wird neu besetzt. Bis eine Nachfolge gefunden ist, übernimmt Stefan Dombert, Geschäftsführer der Hospitalvereinigung St. Marien GmbH, vorübergehend zusätzlich die bisherigen Aufgaben von Michael Dohmann.

Wechsel im Aufsichtsrat Stiftung St. Marienhospital entsendet neues Mitglied Zum Jahresende verabschiedete sich Professor Dr. Dr. Johannes M. Fox als Aufsichtsratsmitglied der Hospitalvereinigung St. Marien. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Dr. Klaus Tiedeken bedankte sich bei Prof. Fox für die konstruktive Zusammenarbeit, besonders für dessen Engagement beim Anschluss des St. Marien-Hospitals an den Cellitinnen-Verbund. Der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung der Cellitinnen, Hans Mauel, überreichte die goldene Cellitinnen-Ehrennadel. Seit dem 1. Januar wird die Stiftung

St.  Marien-Hospital durch ihren Vorstandsvorsitzenden, Werner

Felder, im Aufsichtsrat der HSM vertreten.

v.li. Dr. Klaus Tiedeken, Hans Mauel, Prof. Dr. Dr. Johannes M. Fox, Schwester M. Lutgardis, Werner Felder

CellitinnenForum 1/2014 27

Glauben Leben

Abschied nach 148 Jahren Cellitinnen-Schwestern verlassen Bad Münstereifel Mit einem feierlichen Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Ludwig Pützkaul, begleitet von den konzelebrierenden Kaplänen Thomas Pawlas und Chimezie Agbo, wurden die Cellitinnen-Schwestern verabschiedet und die Franziskaner-Klarissinen im Seniorenhaus Marienheim festlich begrüßt. Diakon Wolfgang Allhorn würdigte in seiner Predigt den segensreichen, 148 Jahre dauernden Einsatz der Schwestern. Barmherzigkeit, diese christliche Grundhaltung in der tätigen Nächstenliebe, hätten die Cellitinnen in Bad Münstereifel

immer wieder gelebt. Diese Barmherzigkeit präge auch Geist und Leben der Franziskaner-Klarissinnen, die in deren Fußstapfen treten. Seniorenhausleiterin Beate Hörter bedankte sich mit herzlichen Worten bei den Schwestern. Sie seien sowohl für die Bewohner aber auch für die Mitarbeiter immer einfühlsame Ansprechpartner in den alltäglichen Dingen, aber auch in kritischen Lebenssituationen gewesen. Besonders glücklich sei sie, dass das Marienheim

Eintrag ins Goldene Buch eine Ordensniederlassung bleibe. Mit großer Freude begrüßte sie die vier Franziskaner-Klarissinnen. Mit ihrer offenen, herzlichen und ansteckenden Freude hätten sie schon in den ersten Tagen die Herzen der Menschen im Haus erobert.

Die Schwestern im Kreise mit Bürgermeister Alexander Büttner

28 CellitinnenForum 1/2014

Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, sich persönlich zu verabschieden und den Schwestern Lebewohl zu sagen, unter ihnen Bürgermeister Alexander Büttner und seine beiden Stellvertreter Ludger Müller und Heinz Kremer, Fraktionsverantwortliche der im Stadtrat vertretenen Parteien sowie der Pfarrgemeinde. Eine besondere Ehre wurde den Schwestern insofern zuteil, als sie sich in das Goldene Buch der Stadt, das zu diesem Zweck mitgebracht worden war, eintragen konnten.

Glauben Leben

Wegbegleiter des Lebens XIV. Teil St. Rita von Cascia Die Frage stellt sich immer wieder: Was macht die besondere Anziehungskraft und Volkstümlichkeit von bestimmten, als heilig verehrten Menschen aus? Die Antwort ist oft gleich. Der oder die Heilige ist vielen besonders nahe, weil sie sich sehr gut in das Leben eines dieser Verehrten hineinfühlen können. Ein weiterer Grund könnte sein, dass an diesem Leben, auch wenn es schon lange zurückliegt, vor allem deutlich wird: Ja, so kann es oder so könnte es ebenso zu anderer Zeit immer wieder sein. Für andere zählt, dass die Schwere und die Leiderfahrungen des Lebens durch diese Person besonders klar vor Augen treten. Sie wird um ihre Fürbitte bei Gott angerufen, um in ähnlichen Situationen, die man erlebt, wieder neuen Mut und Wege zu finden, damit umzugehen. Dies scheint auf die heilige Rita und ihre Verehrung, die besonders in ihrer italienischen Heimat und bei den augustinischen Ordensgemeinschaften lebendig ist, zuzutreffen. Ihre Popularität als ‚Helferin in aussichtslosen Nöten‘, zudem besonders bei Problemen in der Ehe, bei Generationenkonflikten und Erziehungsschwierigkeiten ist ungebrochen. Eine Million Menschen pilgern jährlich zu ihrem Grab ins umbrische Cascia.

An einem Berghang erhebt sich dort die imposante, 1937 neu gebaute Basilika. Dort befindet sich an der linken Seite des Hauptschiffs in einer Kapelle der gläserne Schrein mit dem unverwesten Leib der Heiligen im Ordenskleid der Augustinerinnen. Ehefrau und Mutter Von Jugend an war es in der Tat Ritas Wunsch und großes Ziel, in ein Kloster einzutreten, aber der Weg dahin verlief alles andere als unmittelbar und unter ganz anderen Vorzeichen. Um 1370 wurde sie in einer von Bergen und Tälern durchzogenen Region der mittelitalienischen Landschaft Umbrien in der Stadt Cascia, möglicherweise aber auch im Dorf Roccaporena, etwa sechs Kilometer davon entfernt, geboren. Dort verbrachte sie ihre Kindheit und frühe Jugend. Ihre Eltern, Amata und Antonio Lotti, waren schon fortgeschrittenen Alters, als Rita  – der Name ist eine Kurzform von Margarita  – als deren einziges Kind zur Welt kam. So war es auch dieser Lebenslage ihrer Eltern und deren Versorgung im Alter geschuldet, dass sie deren Wunsch folgte, eine Ehe zu schließen.

CellitinnenForum 1/2014 29

Glauben Leben

Die Kapelle des Seniorenhauses St. Ritastift Ihr Gatte Paolo Mancini, den sie mit 16 Jahren heiratete, stammte ebenfalls aus dem zu Cascia gehörenden Roccaporena. Vor der Hochzeit hatte er, wie zu dieser Zeit durchaus üblich, als Söldner im Dienst des Stadtregiment Cascias an verschiedenen Kriegszügen teilgenommen. Die Ehe hielt ihn, der in den Lebensbeschreibungen der Heiligen als aufbrausend und gewaltbereit geschildert wird, zunächst in den bäuerlichen Umständen und Tätigkeiten, denen er sich weniger aus Neigung sondern aus Gründen der Notwendigkeit widmete. Rita brachte dann bald zwei Söhne, Giovanni und Paolo Maria, zur Welt. Auch diese günstige Ent-

30 CellitinnenForum 1/2014

wicklung zur Familie veränderte den groben und cholerischen Charakter Paolos zunächst nicht. Rita litt unter der Gewalt­tätigkeit ih­ res Ehemanns und musste Übergriffe und Schläge erdulden. Aus dem Gebet und dem Glauben allein fand sie die Kraft, diese Umstände zu ertragen. Und tatsächlich soll sie ihren Weg gefunden haben, diese schlimme Situation eben nicht durch das Austragen eines stetigen Ehestreites, sondern allein durch die Liebe zu ihrem Mann und in der Hoffnung auf dessen Sinneswandel zu beseitigen. Paolo änderte sich zum Guten, ohne sich aber ganz den inner-

städtischen Auseinandersetzungen, die es in Cascia wie in allen italienischen Städten jener Zeit gab, zu entziehen. So kam es, als Rita etwa 35 Jahre alt war, dass Paolo auf dem Rückweg von Cascia nach Roccaporena in einen Hinterhalt geriet und mit Dolchstichen ermordet wurde. Bald kamen weitere Schicksalsschläge auf Rita zu. Sie hatte innerhalb eines Jahres auch den Tod ihrer beiden Söhne zu beklagen, die 1402 an der Pest starben. Ein langer Weg Rita wollte nun nichts mehr, als ein Leben in besonderer Gottesnähe führen und in einem Kloster

Glauben Leben

Aufnahme finden. Die Augustinerinnen in Cascia verweigerten sich dem zunächst und es sollte, nach zwei weiteren Ablehnungen, sechs Jahre dauern, bis dies endlich gelang. Hintergrund war, dass die Augustinerinnen befürchten mussten, durch Ritas Aufnahme in einen, infolge der Ermordung Paolos, möglichen ‚Blutrache‘Konflikt zwischen den Familien ihres Mannes und denen seiner Mörder hineingezogen werden zu können. Rita bemühte sich mit aller Kraft darum, eine Urkunde zum Racheverzicht mit den Beteiligten ausfertigen zu lassen, was ihr dann auch gelang. Vierzig Jahre, bis zu ihrem Tod am 22. Mai 1447, lebte Rita nun im Kloster St. Maria Magdalena. Sie pflegte eine strenge asketische Disziplin, war aber genauso auch außerhalb ihres Klosters für Notleidende und Bedürftige da. Ihre intensive Gottesnähe ließ sie während der letzten 15 Jahre ihres Lebens ein Stigma erfahren, eine blutende Wunde auf der Stirn, wie von einem Dorn aus der Dornenkrone Jesu Christi  – ein Zeichen der Nähe zur Passion Jesu Christi und ein Zeichen der Solidarität mit Leid, dem sich Menschen, wie sie selbst auch, immer wieder ausgesetzt sehen. „Rita [kann uns] eine Wegweiserin sein: Leid und Schmerz sind Lebenssituationen, die zu unserem menschlichen Leben gehören. Wer aus der Verbindung mit Christus heraus zu ihnen Ja sagt, geht darin nicht unter, sondern kann hindurch gehen und

so die dunklen Seiten des Leben verwandeln lassen.“ (Schwester Carmen Fuchs OSA) Die Rose als Symbol 1628 selig- und im Jahr 1900 heiliggesprochen, werden an ihrem Gedenktag am 22. Mai die ‚RitaRosen‘ geweiht und an ihre Verehrer verteilt. Der Legende nach soll Rita im Januar vor ihrem Tod im Mai eine Verwandte gebeten haben, sie möge ihr doch aus dem Garten ihres Wohnhauses in Roccaporena eine blühende Rose bringen. Obwohl der Meinung, dass die Bitte nach einer blühenden Rose im Winter der Fieberphantasie einer Sterbenskranken zugrunde lag, sah die Verwandte dann doch nach und fand die blühende Rose.

aus. Dies wirkt umso mehr, als sie ihren Ort im obersten Stockwerk des Hauses hat. Ihre Farblichkeit in verschiedenen Blau und Grautönen korrespondiert mit einer transparenten Glasdachabdeckung, sodass der Besucher nicht nur symbolisch das ‚himmlische Licht‘ erfahren kann. Die Legende der heiligen Rita von der ‚Winterrose‘ wird zunächst angedeutet durch das wie durch Schnee reflektierende Blau und Weiß des Wandanstrichs. Zwei ebenfalls domi­nant in Blau und Grau gestaltete Glasfen­ster nach Osten und Norden zeigen die ‚Ritarose‘ und die Dornenkrone. Dies lässt sich naheliegend mit dem biblischen Satz, dass „für Gott … nichts unmöglich [ist]“ (Lk 1,37) in Beziehung bringen:

Wie sehr die heilige Rita Orientierung auf dem Weg zu Gott und seinem Heil weisen kann, wie mit den prägenden Symbolen ihres Lebens uns auch heute sozusagen ein ‚neuer Raum‘ der Sammlung und des Übersteigens aus gegenwärtiger Erfahrung von Mühe, Begrenzung und Einschränkung geboten werden kann, zeigt die von dem Bonner Künstler Egbert Verbeek gestaltete Hauskapelle des Dürener St. Ritastiftes. Dieser Sakralraum ist im wahrsten Sinne das Zentrum des Seniorenhauses, bildet sie doch die geistliche und architektonische Mitte des gesamten Gebäudes: Auf sie führt alles hin, von ihr geht alles

CellitinnenForum 1/2014 31

Glauben Leben

Die Rose im Winter und die Überwindung von Schmerz, Leid und Tod. Hinter dem Altar kommt das Hauptfenster in den Blick, das als Triptychon gestaltet ist. Die Darstellung des Kreuzes im Mittel-

feld vermittelt durch die leichte Schrägstellung eine starke Dynamik, die nochmals von diagonalen Linien gesteigert wird, die auf den Längs- und den Querbalken des Kreuzes hin- oder fortzuführen scheinen. Das Zeichen der Hoff-

nung und des Heils steht inmitten kräftig emporstrebender Pflanzenund Blütenmotive, die reiche Fülle, Wachstum, die gut aufgehende Saat, ja, das Bild neuen Lebens symbolisieren.  Wolfgang Allhorn

Das Seniorenhaus St. Ritastift in Düren Im Jahr 1521 siedelten sechs Cellitinnen aus einem Kölner Konvent nach Düren über, um sich dort der Pestkranken anzunehmen. Die Schwestern blieben dann auf Dauer. Der Stadtrat übertrug den Ordensfrauen einen Hof in der Pletzergasse, an dem die Niederlassung über 400 Jahre zum Segen der Bevölkerung fortbestand. Die Cellitinnen zur hl. Gertrud, so hieß der Konvent in der Folgezeit, dehnten im späten 19. Jahrhundert ihren Wirkungskreis in das Dürener Umland aus.

32 CellitinnenForum 1/2014

Von den schweren Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges blieben auch die Schwestern nicht verschont. Das Mutterhaus in der Pletzergasse wurde durch den verheerenden Luftangriff am 16.  November 1944 völlig zerstört, 26 Schwestern und weitere im Keller Schutzsuchende verloren dabei ihr Leben. Aufgrund der kaum Entwicklung zulassenden Grundstücksverhältnisse, kam es im Zuge des Wiederaufbaus zu einem Tausch der Liegenschaften. An der Rütger-von-

Scheven-Straße bauten die Cellitinnen zur hl. Gertrud auf vormals städtischem Grund das St. Ritastift, das 1958 eingeweiht wurde. Als die Zahl auch der Dürener Cellitinnen immer weniger wurde, ging es in die Trägerschaft der Kölner Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria über. Neben einem Neubau, der 1999 geweiht wurde, entstanden an Stelle des abgerissenen alten Stiftsgebäudes Seniorenwohnungen, die ab März 2001 bezogen werden konnten.

Glauben Leben

Wo sich Himmel und Erde berühren Neues Parament für die Kapelle im Petrus-Krankenhaus tienten besucht, die aufgrund ihrer aktuellen Lebenssituatio­ nen Gefühle von Angst und Hoffnung zugleich erleben. Die Got­ tesdienste sollen daher ein bergender Ort sein, in dem Menschen im Krankenhaus Vertrauen und Kraft schöpfen können. Für die Gestaltung der evangelischen Gottesdienste wurde daher ein neues Altartuch in Auftrag gegeben, das die Gemeinde durch das christliche KirNeues Altartuch für chenjahr führt. die evangelischen Gottesdienste „Uns war es wichtig, dass Die Kapelle eines Krankenhauses dieses Parament inhaltlich die ist ein ganz besonderer Raum. besondere GottesdienstHier finden Patienten und Angehögemeinde anspricht, aber rige einen Ort der Ruhe sowie Zeit auch mit dem Raum zum Nachdenken, zum Beten. korrespondiert“, sagt Oder sie kommen hierher, um eine Pfarrerin Michaela KuhKerze zu entzünden. In der Kapellendahl, die zusammen le im Petrus-Krankenhaus werden mit Pastorin Christina sowohl katholische als auch evanFalkenroth  – beide gelische Gottesdienste gefeiert. sind evangelische Sie werden überwiegend von PaSeelsorgerinnen im

Petrus-Krankenhaus – und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen den Entstehungsprozess begleitet hat. Die Künstlerin Die Wahl fiel auf die Heilpädagogin und Textilkünstlerin Tanja Kreiskott. Über sechs Monate hat sie nachgedacht und immer wieder mit verschiedenen Stoffen getüftelt. „Als ich das erste Mal die Kapelle gesehen habe, ist mir natürlich das Rosenfenster aufgefallen. Mir war klar: Altartuch und Rosenfenster müssen zueinander passen“, sagt die Wuppertalerin mit einer Leidenschaft für die Gestaltung von Stoffen. Auch für sie war es eine neue Herausforderung, ein Altartuch zu schaffen, das die Menschen an-

Tanja Kreiskott im Atelier

CellitinnenForum 1/2014 33

Glauben Leben

spricht und zugleich der Symbolik des Raumes gerecht wird. Die Herstellung Tanja Kreiskott experimentierte mit unterschiedlichen Farben und Stoffen und fügte diese mit strukturierenden Nähten zusammen. Das war nicht immer einfach. Damit sich die unterschiedlichen Stoffe miteinander verbinden und das Tuch trotzdem glatt über dem Altar liegt, brauchte es viel Feinarbeit. Die Textilkünstlerin wählte aber nicht irgendwelche Materialien aus. Die Stoffe stehen auch für das Parament: Gelbe und rote

Seide sind zart wie Rosenblätter, Leinen steht für die Luft, dickes, braunes Filz für das Samenkorn und Wolle für die Erde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Am ersten Advent wurde das neue ‚evangelische‘ Altartuch im Petrus-Krankenhaus in einem musikalisch besonders gestalteten Gottesdienst vorgestellt. Im oberen Teil greift das Tuch die Farben des Rosenfensters auf. Die Farben schwingen hin und her, so wie das Leben, das es manchmal gut mit den Menschen meint, aber auch zerbrechlich ist oder uns den Boden unter den Füßen wegzieht. Im unteren Teil ist das aufbrechende Samenkorn aufgenäht, das nicht nur als Symbol des menschlichen Lebens gilt, sondern auch ein altes Motiv für das Reich Gottes darstellt und auf die Geburt Christi, Leben, Tod und Auferstehung hinweist.

Die Künstlerin Tanja Kreiskott (li.) mit Pfarrerin Michaela Kuhlendahl

34 CellitinnenForum 1/2014

Das aufbrechende Samenkorn

Bedeutung der Rose Das Rosenfenster des Künstlers Egbert Verbeek, geboren 1953, zeigt ‚die geheimnisvolle Rose‘. In Litanei und Lied ist die Rose ein Sinnbild für Maria. Die im warmen, tiefen Rot erstrahlende Blüte ist Jesus, der geboren ist aus Maria, der Jungfrau. Die ‚geheimnisvolle Rose‘ weist auf die Verbindung zum Patronatsfest der Kapelle hin. Die ‚Aufnahme Mariens in den Himmel‘ wird am 15. August gefeiert. Das Bild stellt darüber hinaus auch eine Verbindung zum Marienwallfahrtsort Neviges mit den dortigen Rosenfenstern im Mariendom her.

Feste Feiern

Unter Gottes Schutz gestellt Einsegnung der Kapelle des Hermann-Josef-Lascheid-Hauses Am 1. Februar 2014 wurde ein Erweiterungsbau mit Kapelle sowie Bewohner- und Panoramazimmern im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes mit anschließendem Festakt seiner Bestimmung übergeben. Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat es sich nicht nehmen lassen, die Einsegnung persönlich vorzunehmen, hatte er doch 20 Jahre zuvor den damaligen Neubau des Seniorenhauses geweiht. Als Konzelebranten zur Seite standen ihm die Pfarrer Peter Orth, Norbert Haunschild und Heinrich Höngesberg sowie Pater Horst Liedtke SAC. Der 89-jährige Diakon Bruno Lascheid verkündete das Evangelium. Sein Onkel, Hermann-Josef, hatte die Einrichtung Ziemlich genau 20 Jahre musste das Seniorenhaus Hermann-­ Josef-Lascheid-Haus in Troisdorf-Spich warten, bis es eine ‚ordentliche‘ Kapelle bekam. Als die Einrichtung 1993 in den Besitz der Seniorenhaus GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, überging, waren die Planungen für den Umbau des Hauses ab­ geschlossen, die Sanierungsarbeiten bereits fast beendet, eine eigene Kapelle nicht vorgesehen. In den letzten 20 Jahren diente ein umgebauter, entsprechend hergerichteter Raum als Kapellenersatz. Diesem Provisorium wurde nun ein Ende gesetzt.

CellitinnenForum 1/2014 35

Feste Feiern

auch in diesem Haus und halte ihre schützende Hand über die Bewohner. Das Troisdorfer Vokalensemble sowie das Kammerorchester der katholischen Pfarreiengemeinschaft unter Leitung von Marcus Dahm begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Festakt und Ausstattung der Kapelle

Diakon Bruno Lascheid mit Regionalleiterin Doris Henke-Happ als Caritas-Haus unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Festgottesdienst Um kurz vor 10:00 Uhr war die Kapelle bis auf den letzten Platz besetzt, selbst in dem ehemaligen ‚Provisorium‘, in das der Gottesdienst übertragen wurde, war kein Platz mehr frei. Hausbewohner, Mitarbeiter und Gäste erlebten eine sehr stimmungsvolle Messe. In seiner Predigt ermahnte Kardinal Meisner die Besucher, nicht zu vergessen, dass eine Segnung der Kapelle einer Schlüsselübergabe gleichkomme. Damit vertraue man Gott die Herrschaft über dieses Haus an. In Bezug auf das Evangelium – die Hochzeit zu Kanaa – erläutert er die Gabe Marias, aus dem Mangel Fülle entstehen zu lassen. So wirke sie

36 CellitinnenForum 1/2014

Nach der Messe segnete der Kardinal die neuen Zimmer. Auf seinem Weg durch das Haus hatte er für Bewohner, deren Angehörige, Mitarbeiter und Ministranten stets ein gutes Wort und ließ sich Zeit für Segnung, Besichtigung und Fototermin mit Ordensschwestern und Ministranten. Regionalleiterin Doris HenkeHapp und Seniorenhausleiterin Christiane Kröger dankten in ihren Ansprachen Bewohnern und Mitarbeitern für ihre Geduld in den letzten Wochen. Die erste Phase der Renovierungsmaßnahmen sei nun abgeschlossen: Mehr Einzelzimmer, Parkett statt Teppich, Wellness-Bäder und hübsch eingerichtete Wintergärten lassen jetzt schon darauf schließen, wie das Haus nach der Komplettrenovierung 2015 aussehen wird. Der stellvertretende Bürgermeister von Troisdorf, Manfred Catrin, und Ortsvorsteher Werner Zander hoben die Bedeutung des Hauses für Spich hervor. Nach Sektempfang und einem vom Küchen- und Serviceteam des Hauses wunderbar herge-

richtetem Mittagsbuffet erläuterte Egbert Verbeek, von welchen Ideen er sich bei der Gestaltung der Kapelle leiten ließ. Die Motive der sieben Kapellenfenster folgen der ‚Lauretanischen Litanei‘, einem Hymnus der Gottesmutter Maria in Bildern. Die Anrufungen als ‚kostbarer Kelch‘, ‚geheimnisvolle Rose‘, ‚elfenbeinerner Turm‘, ‚goldenes Haus‘, ‚Pforte des Himmels‘, ‚Morgenstern‘ und ‚Himmelskönigin‘ – hat der Künstler mit Emailfarben auf die Fenster gebracht und einbrennen lassen. Sie strahlen nicht nur in die Kapelle hinein, sondern auch nach außen. Die Farbe Blau bestimmt die Gesamtkomposition der Kapelle. Sie symbolisiert das Wasser, seine Unendlichkeit und Tiefe.

Egbert Verbeek erklärt das Konzept

Feste Feiern

Ein festlicher Blick zurück Das Seniorenhaus St. Maria würdigt die Geschichte der Cellitinnen Die Kapelle des Seniorenhauses konnte die Besuchermenge kaum fassen. „Dass diese hl. Messe und der heutige Tag insgesamt etwas ganz Besonderes sind, das merken auch unsere Hausbewohner mit demenziellen Veränderungen. Sie spüren die feierliche Atmosphäre“. erklärt Roland Greisner, Bereichsleiter Pflege und SKB im Seniorenhaus St. Maria.

Einen besonderen Akzent bei den Veranstaltungen zum 20-jährigen Bestehen der Seniorenhaus GmbH setzte das Kölner Seniorenhaus St. Maria im November. Dabei wurde nicht nur auf die vergangenen zwei Jahrzehnte des Hauses in der Schwalbengasse zurückgeblickt. Vielmehr stand die Geschichte der Cellitinnen zur hl. Maria im Mittelpunkt eines ganzen Festtages, denn vor 185 Jahren begann an der Stelle des heutigen Seniorenhauses die Geschichte der Ordensgemeinschaft in der Kupfergasse. Festmesse Die Feierlichkeiten zu diesem besonderen Tag begannen mit einem Festgottesdienst, musikalisch gestaltet von der Kantorei St. Kolumba. Pastor Klaus-Peter Vosen, Seelsorger an der benachbarten Pfarr- und Wallfahrtskirche

St. Maria in der Kupfergasse, zelebrierte, ihm zur Seite standen Domvikar Msgr. Oliver Boss, Prälat Peter Schnell und Pfarrer Bruno Neuwinger. In seiner Predigt würdigte Pastor Vosen die Arbeit der Cellitinnen. Er verglich sie mit dem lebendigen Wasser des Jakobsbrunnens aus dem Evangelium (Joh 4,5-30): Während dieser zum Leben notwendiges Wasser spendet, spendeten die Cellitinnen im übertragenen Sinne irdisches Leben in Form ihrer barmherzigen Werke, der Pflege der Alten und Kranken, aber auch geistliches Leben durch ihre Gebete und als seelsorgerischer Beistand. Neben den Ordensschwestern, den Hausbewohnern und Mitarbeitern nahm auch Andreas Hupke, Bezirksbürgermeister der Kölner Innenstadt, am Gottesdienst teil. Er gratulierte und bedankte sich bei den Schwestern für ihre wertvollen Dienste.

Im Anschluss an diesen Gottesdienst machten sich alle auf zu den festlich geschmückten Tischen im Hausrestaurant. Das Küchenteam um Stefan Schildmann verwöhnte die Gäste mit einem Festessen. Als Zeichen der Verbundenheit und Anerkennung übergab Seniorenhausleiterin Sabine Westerfeld den Ordensschwestern nach dem Essen eine Rose: „Auch wenn die Schwestern aus Alters- und Gesundheitsgründen unser Haus nicht mehr

CellitinnenForum 1/2014 37

Feste Feiern

aktiv leiten und betreuen können, wissen wir uns der Verpflichtung verbunden, St. Maria in ihrem Sinne zu führen. Ihr Geist ist hier und in den Einrichtungen der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria weiterhin präsent.“ Nachmittagsprogramm Nach einer angemessenen Pause und dem Kaffeetrinken ging das Programm weiter. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“, begrüßte Diakon Wolfgang Allhorn, Leiter der Stabsstelle kirchliche Unternehmenskultur bei der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, die Gäste. Er hielt den Vortrag zur Geschichte des Hauses und der Ordensgemeinschaft: Eigentlich ist die Gemeinschaft der Cellitinnen ja viel älter als das heute gefeierte 185-jährige Jubiläum, stellte der Referent gleich zu Beginn fest. Die Wurzeln reichen zurück in das 13. Jahrhundert, als sich Frauen in Beginenkon-

Sabine Westerfeld und Roland Greisner bedanken sich bei dem Referenten Wolfgang Allhorn

38 CellitinnenForum 1/2014

Kölner Domchor venten zusammenschlossen und Gemeinschaften bildeten, die zwar religiöse Zusammenschlüsse waren, aber noch keiner Klosterregel unterlagen. Aus dieser Bewegung entstanden unter anderem Cellitinnengemeinschaften, die Anfang des 16. Jahrhunderts die Augustinische Ordensregel übernahmen. Die klosterfeindliche Zeit der napoleonischen und preußischen Herrschaft überstand der Orden, wenn auch mit einigen Blessuren. 1828 erfolgte dann der Umzug zweier Cellitinnen-Konvente in die Kölner Kupfergasse. Zu der Pflege von kranken und alten Menschen übernahmen die Schwestern nun auch Tätigkeiten in den Lazaretten, sie bildeten junge Frauen in der Hauswirtschaft aus und eröffneten Kindergärten. Das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte die Gemeinschaft in Hürth-Fischenich, da das Mutterhaus in der Kölner Innenstadt völlig zerstört war. Ende der Fünfzigerjahre bot die Stadt Köln den Schwestern an, im Norden Kölns ein Krankenhaus zu bauen und zu betreiben. Die Cellitinnen nahmen das Angebot an, bezogen ihr neues Mutterhaus und bauten das Heilig Geist-Krankenhaus in Longerich. Mit den 60er

Jahren stellten sich Nachwuchsprobleme ein, spätestens in den Achtzigern wurde deutlich, dass es so nicht weitergehen kann. Der Orden stellte die Weichen für das 21. Jahrhundert, gründete die Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria und gab die Einrichtungen in die Hände weltlicher Mitarbeiter. Musikalisches Abendgebet Nach diesem sehr anschaulichen Vortrag eröffneten Sabine Westerfeld und Roland Greisner eine Fotoausstellung zur Geschichte der Cellitinnen und des Seniorenhauses St. Maria. Die Bilder stammen aus dem Archiv des Mutterhauses und sind noch einige Zeit im Flur des Seniorenhauses zu besichtigen. Noch einmal versammelten sich Ordensschwestern, Hausbewohner und Mitarbeiter in der Hauskapelle. Mit einem musikalischen Abendgebet ließen sie den Festtag ausklingen. Sabine Westerfeld hatte dafür den Kölner Domchor gebeten, die musikalische Leitung zu übernehmen  – ein gebührender Abschluss für einen so festlichen Tag.

Idee Einsatz

MaP – das neue Mitarbeiterportal Cellitinnen-Krankenhäuser greifen auf ein gemeinsames Intranet zu

Das Icon, das künftig vom HSM-Desktop direkt zum MaP führen wird

Wenn es darum geht, eine Nachricht in den Krankenhäusern des Verbundes in Umlauf zu bringen, gibt es viele Möglichkeiten: Eine E-Mail an alle Kolleginnen und Kollegen, ein Rundschreiben der zugehörigen Abteilung, ein Aushang am schwarzen Brett oder in den Schaukästen der Einrichtungen, ein Beitrag im Newsletter oder im CellitinnenForum. Natürlich kann der Absender auch einfach den Tele-

Die Portalseite mit der Ansicht aller Subportale

fonhörer in die Hand nehmen und diejenigen anrufen, für die die Nachricht von Bedeutung ist. Seit November letzten Jahres steht nun aber auch ein weiterer Weg offen: Das gemeinsame Intranet der Hospitalvereinigung St. Marien, ‚Mitarbeiterportal‘ genannt – oder auch kurz MaP. Darin finden sich sowohl die aktuellen Neuigkeiten aus allen Einrichtungen, als auch standortübergreifende Meldungen durch die Hospitalvereinigung. Aber das Portal ist weit mehr als ein einfaches Informationssystem. Denn mindestens genauso wichtig wie die regelmäßige und zeitnahe interne Kommunikation, ist der schnelle und gesicherte Zugriff auf alle relevanten Dokumente, Verfahrensanweisungen, Leitlinien und Protokolle. Kurzum: Eine zuverlässige und effiziente Dokumentenlenkung musste geschaffen werden. Das MaP bietet beides. Es ist darüber hinaus auch so flexibel, dass es sich gut auf die komplexe Struktur der Hospitalvereinigung übertragen lässt. Mit dem Eingangsportal ‚HSM‘ und den sieben Subportalen der Krankenhäuser können im MaP sowohl die zentralen als auch die dezentralen Informationen hinterlegt und an die jeweilige Zielgruppe geleitet werden. Ein Kenntnisnahmesystem gibt dabei die notwendige Sicherheit, dass Wichtiges nicht ‚verloren‘ geht.

CellitinnenForum 1/2014 39

Idee Einsatz

Und zusätzliche Feature wie ‚Mein Portal‘, ein persönlicher Bereich für jeden angemeldeten Nutzer, oder die für das zweite Quartal 2014 geplante Online-Anmeldung

für Fortbildungen und der ‚Marktplatz‘ als Forum für alle Nutzer sorgen dafür, dass auch der Spaß in der Anwendung nicht zu kurz kommt.

Die Mitarbeiter sind begeistert

Unter „Meldungen & Termine“ finden sich alle relevanten Infos, sowohl für den jeweiligen Standort, als auch für den Verbund

Unter „Mein Portal“ hat jeder Nutzer einen ganz eigenen Bereich, in dem er die für ihn relevanten Daten, Dokumente und Informationen vorfindet

40 CellitinnenForum 1/2014

Sowohl in Köln als auch in Wuppertal gab es in der Vergangenheit bereits ein Intranet. Doch die beiden Systeme wurden den gewachsenen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Und keines der beiden war geeignet, zu einem gemeinsamen Intranet ausgebaut zu werden. So wurde ein neues, belastbares und flexibles System gesucht und mit dem MaP auch gefunden. Nun muss sich zeigen, ob es den vielfältigen Ansprüchen aus den Häusern auch in der Praxis genügt. Die Rückmeldungen sind bislang auf jeden Fall durchweg positiv. Und alle Mitarbeiter, die noch Fragen zum neuen System haben, sind herzlich eingeladen, sich an ihre Administratoren zu wenden.

Die Kontakte finden Sie – na, wo schon: natürlich im MaP!

Idee Einsatz

Ein neuer Lebensabschnitt Anneliese und Günter Granrath ziehen in das Seniorenhaus St. Gertrud

Die Entscheidung, in ein Seniorenhaus zu ziehen, haben Günter Granrath und seine Frau Anneliese wohl durchdacht. Zuvor gab es viel zu bedenken und abzuwägen. Begleiten Sie das Ehepaar auf dem Weg in ein neues Zuhause. Günter Granrath hat seine persönliche Sicht auf die Dinge für Sie aufgeschrieben: Sind die Kinder aus dem Haus, macht man sich Gedanken, ob man für ein Leben zu zweit 188 qm benötigt. Wir entschieden uns dagegen, gaben das Haus auf und zogen in eine Mietwohnung nach Kreuzau. Elf Jahre genossen wir die stadtnahe Wohnlage und die gute Infrastruktur, bis uns der Gang zur Waschmaschine im Keller und die Reinigung der 88 qm großen Wohnung immer schwerer fiel.

eines Seniorenhauses anzustreben, nahe. Mit Helmut Klein, Seniorenhausleiter von St. Gertrud in Düren, führten wir 2007 ein erstes Gespräch. Es hat dann doch noch etwas gedauert, 2012 schließlich konnte Herr Klein uns eine Wohnung im Neubau von St. Gertrud anbieten  – wir schlugen nach der Besichtigung sofort ein. Schließlich wollten wir bei unserem Einzug noch selbst körperlich und geistig in der Lage sein, die nötigen Entscheidungen zu treffen! Vorbehalte Bei vielen unserer Bekannten stieß unser Vorhaben auf Skepsis. „Warum wollt ihr denn eure gemütliche Wohnung, eure Freiheit

aufgeben, ihr seid doch noch so fit?“ Für viele Menschen ist Seniorenwohnen gleichbedeutend mit Pflegeheim – und da will man auf keinen Fall hin. Im Grunde lief es immer auf dieselben Fragen hinaus: Hockt ihr nicht zu nahe aufeinander? Was macht ihr nur den ganzen Tag? Fühlt ihr euch nicht in eurer Freiheit und Beweglichkeit zu sehr eingeschränkt? Dazu können wir nur sagen: Meine Frau und ich hängen sehr aneinander. Für uns ist die angebliche Enge also kein Thema. Wir waren allerdings erstaunt, dass viele unserer Mitmenschen sich so ein nahes Miteinander überhaupt nicht vorstellen können und eher nach Geräumigkeit und Zeit für sich, ohne Partner, streben. Unsere Freiheit haben wir nicht aufgegeben – wir entscheiden über unseren Tagesablauf immer noch selbst. Die Aufgabe unserer Wohnung fiel uns

Die Frage „Was soll aus uns im Alter werden?“ stand im Raum und wurde immer drängender. Unseren Kindern wollten wir nicht zur Last fallen, und so lag der Wunsch, einen Platz im betreuten Wohnen

CellitinnenForum 1/2014 41

Idee Einsatz

nicht schwer. Es war ‚nur‘ eine Mietwohnung, das Haus hatten wir ja bereits schon verlassen. Umzug und Eingewöhnung Wir entschieden uns für eine 45 qm große Wohnung im Erdgeschoss von St. Gertrud, mit Terrasse und direkt an den Grünflächen gelegen. Voller Freude über die erreichte Zusage traten wir nach dem Gespräch mit Helmut Klein den Heimweg an. Jetzt hatten wir fünf Monate Zeit, den Umzug vorzubereiten. Meine Frau sagte bei der Heimfahrt zu mir: „Jetzt bin ich der glücklichste Mensch auf Erden!“ Vor dem Umzugstag hatten wir uns besonders gefürchtet. Würde wohl alles gut gehen? Alles lief jedoch reibungslos ab und um 13:00 Uhr konnten wir schon alle im Restaurant des Seniorenwohnens Platz nehmen und die Eintopfsuppe genießen. Dann hieß es, die Schlüssel der alten Wohnung zurückgeben. Wir verabschiedeten uns von den Nachbarn im Haus, mit denen wir so manches ‚Schwätzchen‘ gehalten hatten. Das fiel uns nicht leicht und es hat eine Zeit lang gedauert, bis wir uns an unser neues Zuhause und den neuen Rhythmus gewöhnt hatten. Aber rückblickend können wir sagen: Wir fühlten uns sehr rasch zu Hause und vor allem wohl. Zu unseren neuen Nachbarn fanden wir schnell Kontakt, unter ihnen waren sogar etliche Personen, die wir kannten. Da uns

42 CellitinnenForum 1/2014

unsere Hausärztin aus Kreuzau weiterhin die Treue hält und uns schon einige Male besucht hat, lässt sich verschmerzen, dass wir bei Apotheke, Optiker und einigen Fachärzten einen Wechsel vornehmen mussten. Von Beginn an hatten meine Frau und ich uns vorgenommen, an den wöchentlichen Angeboten teilzunehmen. Wir wollten uns ganz bewusst als Mieter im Seniorenwohnen nicht von den Mitbewohnern im Seniorenhaus, die beispielsweise mit Rollstühlen zu den Übungsstunden gebracht werden, abgrenzen. Die Messfeiern in der Kapelle der Eucharistiner haben uns direkt angesprochen, auch dank der kurzen, aber prägnanten Predigten der Zelebranten. Bis heute sind wir den sonntäglichen Messen treu geblieben. In den zwölf Monaten unseres Lebens im Seniorenwohnen haben wir schon viele Feste miterlebt. Wir haben das Mai- und Grillfest mitgefeiert und im September am sehr eindrucksvollen und besinnlichen Erntedankfest teilgenommen. Meine Frau war als September-Geburtstagskind zum Geburtstagscafé eingeladen. Dann waren da noch das Weinfest und die stimmungsvolle Adventsfeier. V ­iele vom Seniorenhaus angebotene Aktivitäten prägen ­ unser Leben; darüber hinaus sind

wir noch ‚beweglich‘ genug, die Zeit, die wir haben, sinnvoll zu füllen: mit Lesen, Kartenoder Brettspielen, Besorgungen, Spaziergängen, Arztbesuchen, abends fernsehen, gelegentlichen Besuchen bei Kindern und Enkelkindern. Bilanz Wir sind im Cellitinnen-Seniorenhaus St. Gertrud gut aufgehoben, werden freundlich behandelt und umsorgt, bekommen gutes Essen, bewohnen zwei gemütliche Zimmer und sind auf nette Menschen unter den Mitbewohnern und bei den Mitarbeitern getroffen. „Uns hat“, so hat es meine Frau geäußert, „noch kein Tag leidgetan; unser Schritt ins Seniorenwohnen hat uns nicht gereut!“ Auch unsere Kinder sind zufrieden; sie wissen ihre Eltern gut versorgt. Halten wir also fest: Wir fühlen uns wohl, wobei natürlich auch beiträgt, dass wir noch zu zweit sind und deshalb unsere Entscheidung(en) gemeinsam treffen, umsetzen und genießen können. Sieht man uns unsere Zufriedenheit nicht an?

Idee Einsatz

Ein Haus mit fünf Sternen Seniorenhaus St. Gertrud in Düren als Premium-Residenz ausgezeichnet Seniorenwohnen im Seniorenhaus St. Gertrud erfüllt höchste Ansprüche. Dies bestätigte jetzt Thomas Neureuter, Herausgeber des Jahrbuches ‚Residenzen‘ aus München. Er verlieh dem Haus an der Dürener Kölnstraße im Februar die Auszeichnung: PremiumResidenz mit fünf Sternen, weil Architektur, Komfort, Ambiente und Service allen Anforderungen im besonderen Maße entsprechen. Premium-Wohnen im Alter ist eine Zusammenstellung von Seniorenresidenzen mit dem Komfort von Vier- und Fünfsternehotels. Das Jahrbuch 2014, in dem das Seniorenwohnen St. Gertrud bereits aufgeführt ist, stellt die einzelnen Premium-Residenzen ausführlich und mit vielen farbigen Abbildungen vor. Piktogramme, Grundrisse und Preisbeispiele geben einen Überblick über die insgesamt 35 Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf Seite 133 heißt es beispielsweise zum Seniorenwohnen St. Gertrud: „Es ist kein großes, aber ein feines Haus, 24 seniorengerechte Wohnungen von 25 bis 99 Quadratmetern Größe, alle mit Terrassen, wohnungsbreiten Loggien oder großzügigen Dachterrassen können das Leben in Düren zum Erlebnis machen.“ „Wir freuen uns sehr über die Anerkennung unserer Arbeit durch die Verleihung des Siegels“, erklärt

Regionalleiter Matthias Wolter (li.) und Seniorenhausleiter Helmut Klein freuen sich über die 5-Sterne-Auszeichnung Premium-Residenz Seniorenhausleiter Helmut Klein. „Die bauliche Gestaltung sowie die Wohn- und Lebensqualität sind wirklich überdurchschnittlich gut. Dies bestätigen uns regelmäßig die hier lebenden Mieter. Es ist aber immer noch eine zusätzliche Auszeichnung, wenn unser Engagement durch Dritte Beachtung und Wertschätzung findet. Vor allem, wenn der Kreis der Premium-Residenzen bundesweit so überschaubar ist.“ Alle im Katalog genannten Residenzen wurden persönlich be-

sucht, geprüft und anschließend mit dem gekrönten ‚R‘, dem Premium-Gütesiegel für gehobenes Wohnen im Alter, und den entsprechenden Sternen bewertet. Der Neubau des Seniorenwohnens St. Gertrud, Anfang 2013 fertiggestellt und eröffnet, ebnete den Weg in die Königsklasse der Residenzen. Ein ähnlich ausgezeichnetes Haus findet sich erst wieder in Köln mit dem Wohnstift St. Anna in Köln-Lindenthal. Auch diese Einrichtung gehört zur Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria.

CellitinnenForum 1/2014 43

Idee Einsatz

Gütesiegel für Wuppertaler Klinken Partnerschaft zwischen Klinikverbund und Privater Krankenversicherung

Wenn sich ein Patient ein Krankenhaus für eine Operation aussucht, entscheidet er zumeist nach dem Kriterium ‚beste medizinische Versorgung‘. Für die hohe operative Qualität und Betreuung ist der Klinikverbund St. Antonius und St. Josef als erstes Krankenhaus im Bergischen Land mit dem Gütesiegel des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) ausgezeichnet worden. Um diese herausragende Versorgungsleistung auf Dauer aufrecht zu erhalten, hat der Krankenhausverbund daher mit der PKV eine Qualitätspartnerschaft unterzeichnet. In den Kategorien ‚Knieendoprothese‘ und ‚Oberschenkelhals-

44 CellitinnenForum 1/2014

bruch‘ wurden die 15 Kriterien der PKV mehr als erfüllt. Das Krankenhaus St. Josef ist damit in der Orthopädie im Bergischen Land führend. Das Petrus-Krankenhaus punktete in der Versorgung von Patienten mit Oberschenkelhalsbrüchen. Durch die Verzahnung von Unfallchirurgie, Geriatrie und geriatrischer Rehabilitation bietet das Krankenhaus im Alterstraumatologiezentrum die beste und sicherste Versorgung für ältere Menschen. Mit den bereits erhaltenen Auszeichnungen gibt sich der Klinikverbund aber noch nicht zufrieden. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass die Bereiche

‚Gynäkologische Operationen‘ und ‚Hüftendoprothetik‘ nach der Bearbeitung durch die unabhängige Prüfstelle noch hinzukommen werden. Voraussetzung für die Ausstellung des Gütesiegels ist eine weit über dem Durchschnitt liegende medizinische Qualität. Dafür müssen in dem jeweils untersuchten Diagnose-/ Behandlungsbereich mehr als 50 Fälle nachgewiesen werden. Regelmäßige Überprüfungen sorgen dafür, dass die hohen Anforderungen auch dauerhaft erfüllt werden. Patienten erhalten durch das neue Kennzeichnungssystem die Möglichkeit, sich besser über die medizinische Leistungsfähigkeit und das Serviceangebot der teilnehmenden Krankenhäuser zu informieren. Die unterzeichnete Partnerschaft des Klinikverbundes mit der Privaten Krankenversicherung dokumentiert auch die hohen Ansprüche des Verbundes an Standards bei Pflege, Unterbringung und Service. Im Herbst 2013 wurde im Krankenhaus St. Josef die Wahlleistungsstation mit 16 Zimmern fertiggestellt. Rund 880.000 Euro hat das Krankenhaus investiert, damit jedes Ein-/Zwei-Bett-Zimmer über ein behindertengerechtes Bad mit begehbarer Dusche, Safe, Kühlschrank, TV (inklusive Sky) und WLAN verfügt. Eine eigene Aufenthaltslounge sorgt für zusätzlichen Komfort.

Idee Einsatz

Was macht eigentlich …? Vier Fragen an Mandy Glaser, onkologische Fachberaterin am Heilig Geist-Krankenhaus. Liebe Frau Glaser, um welche P atienten kümmern Sie sich ­ ­genau? Ich habe im Heilig Geist-Krankenhaus besonders mit den Patienten Kontakt, die an einer Krebserkrankung leiden. Viele brauchen neben der rein medizinischen Versorgung auch noch spezielle Beratungsangebote. Denn bei einer Krebserkrankung treten viele Unsicherheiten und Fragen auf. Aber gibt es hierfür nicht Visiten und Arztgespräche? Viele der Fragen lassen sich in den Arztgesprächen und Visiten klären, andere verlangen nach einer intensiveren Beratung oder einem ausführlichen Gespräch. Für diese Fragen und Probleme gibt es die onkologischen Fachkrankenschwestern. Sind Sie dann ausschließlich mit der Beratung von Patienten beschäftigt? Nein. Aufgrund meiner besonderen Zusatzausbildung bin ich ja sozusagen eine Spezialistin im pflegerischen Umgang mit an Krebs erkrankten Patienten. Deshalb stehe ich auch bei Fragen der Mitarbeiter gerne zur Verfügung. Ich berate und sensibilisiere für den besonderen Bedarf in der Pflege und Beratung dieser Patienten.

Als onkologische Fachkrankenschwester bin ich in das interdisziplinäre und multiprofessionelle Team aus Ärzten, Pflegenden, Therapeuten und Sozialdienstmitarbeitern fest integriert und bin so eine besonders ausgebildete Schnittstelle  – und ein wichtiger Baustein in der ganzheitlichen Betreuung von Patienten mit Krebserkrankungen. Ich nehme an der wöchentlichen Tumorkonferenz (Tumorboard) teil und stehe für Beratungsgespräche nach Terminvereinbarung zur Verfügung. Welche besonderen Fähigkeiten oder Stärken muss man für Ihre Aufgabe mitbringen? Es ist wichtig, dass man sehr gut die Balance zwischen Nähe und Distanz halten kann. Das ist sicherlich die größte Stärke, die man mitbringen sollte. Ich muss mich einerseits in mein Gegenüber und die besondere Situation einfühlen können. Hierbei ist auch die Fähigkeit wichtig, zu reflektieren: Wie würde ich mir eine Beratung in dieser besonders schwierigen Situation wünschen? Andererseits darf man nicht zu viel, was man am Tag erlebt – und das sind teilweise emotional sehr belastende Dinge – mit nach Hause nehmen. Hier muss man es schaffen, einen guten Ausgleich zu finden. Vielen Dank für das Gespräch!

CellitinnenForum 1/2014 45

Idee Einsatz

Freiwilliger Einsatz in Indien Dr. Elke Berkenbrink hilft Menschen mit Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten Es geht nach Padhar, in ein Dorf im Bundesstaat Madhya Pradesh, wo der englische Missionar Dr. C. Moss in den 50er Jahren ein kleines lutherisches Missionskrankenhaus, das Padhar Hospital, gründete. Die Anreise in diesen ländlichen Teil Indiens, die zwei Tage dauert, erfolgt via Mumbai oder Delhi, pulsierende Millionenstädte, die einen Neuankömmling sofort in ihren Bann ziehen. Hilfe hat Tradition Es ist das zwanzigste Mal, dass eine Gruppe von Ärzten nach Padhar kommt. 1976 war Professor Thomas Kreusch, damals noch Student, zum ersten Mal dort, um in der Zahnklinik des Krankenhauses eine Famulatur abzuleisten.

Daraus entstand neben persönlichen Freundschaften eine medizinische deutsch-indische Kooperation, in deren Verlauf weit über 1000 Patienten mit Lippen-KieferGaumenspalten operiert wurden und einheimische Chirurgen in der

Technik der Spaltenchirurgie ausgebildet werden konnten. Gleichzeitig war es in diesem langen Zeitraum vielen chirurgischen und anästhesiologischen Kollegen möglich, an diesem Einsatz teilzunehmen und bewegende Eindrücke zu gewinnen. Zur Unterstützung der weiteren Entwicklung des Missionshospitales wurde die Organisation ‚Friends of Padhar Germany e. V.‘ von Professor Kreusch gegründet. Der Mediziner ist Chefarzt der Abteilung MKG an der Asklepios Klinik in Hamburg. Das Team besteht aus Kollegen der unterschiedlichsten Fachrichtungen: Mund-Kiefer-Gesichts (MKG)-Chirurgen, Zahnärzten, einem Kinderarzt, Dr. Uwe Thiede, und unseren Anästhesisten, Dr. Gabriele von La Rosée, die seit Jahren für den ‚guten Schlaf‘ der Patienten sorgt, Detlef Danner, Anästhesiepfleger, und mir. Gelei-

46 CellitinnenForum 1/2014

tet wird unsere Gruppe von Professor Kreusch. Ankunft und Vorbereitungen Bei unserem ersten Gang durch die Eingangshalle des Hospitals treffen wir auf die dort bereits wartenden Patienten mit Lippen-Kiefer- Gaumenspalten, die uns und unsere Bananenkisten, in denen sich unser OP- und Anästhesieausstattung nebst Kuscheltieren befinden, mit großem Interesse bestaunen. Zunächst müssen diese Materialien für die kommenden Tage, die ausschließlich durch Spenden finanziert sind, zum OP gebracht werden. Hier werden wir von den dortigen Mitarbeitern herzlich und mit großem Hallo empfangen. Viele Teammitglieder und indische Kollegen kennen sich bereits seit Jahren und so sind die Vorbereitungen schnell und reibungslos getroffen. Danach kann das Patienten­ screening für den ersten OP-Tag in bewährter deutsch-indischer Zusammenarbeit beginnen. Patienten jeglicher Altersklassen mit allen Sorten von Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten hoffen auf eine

Einverständniserklärung

Das deutsch-indische Team Operation, die ihnen ein Leben ohne soziale Benachteiligung ermöglicht, und die sie sich niemals leisten könnten. Das Krankenhaus wird finanziell durch die amerikanische Organisation ‚smile train‘ unterstützt, wobei ein standardisiertes operatives Vorgehen dokumentiert werden muss. Die indischen Kollegen vor Ort haben bereits einige Vorarbeit geleistet: Die Patienten, die meist eine Anreise von hunderten von Kilometern aus den entlegensten Dörfern hinter sich brachten, haben der Behandlung zugestimmt, wobei in den meisten Fällen als Unterschrift ein Daumenabdruck genügen muss. Nach der Untersuchung durch die Chirurgen und der Planung des operativen Vorgehens erfolgt die anästhesiologisch-kinderärztliche Vorstellung. Der kleine Nebenraum ist schnell gefüllt mit Eltern und Kindern, die Untersuchung kann beginnen. Gott sei Dank haben wir einen Dolmetscher zur Seite, sonst würde es mit der Verständigung doch etwas schwierig. Die Voruntersuchung findet gemeinsam mit dem Kinderarzt statt, der uns seit Jahren bei schwierigen Entschei-

dungen mit seinem guten Rat zur Seite steht. Nun kommen unsere Kuscheltiere zum Einsatz: Jeder unserer kleinen Patienten darf sich ein Kuscheltier aussuchen. Da viele der Kinder noch nie ein Kuscheltier gesehen, geschweige denn, eins besessen haben, ist nach anfänglicher Zurückhaltung die Freude riesig! Gute Zusammenarbeit Am kommenden Morgen beginnt der Tag mit einer Feierlichkeit zur Eröffnung eines neuen Camps. Honoratioren aus Politik und Kirche nehmen daran teil, Reden werden gehalten, es folgen Lesungen aus der Bibel und die Mitglieder des Interplast-Teams werden vorgestellt. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Eingangshalle ist mit Blumengirlanden und Fähnchen geschmückt, die Mitarbeiter des Krankenhauses überreichen bunte Blumen und tragen Gesänge vor. Endlich kann nach dem offiziellen Teil die Arbeit im OP beginnen. Unser deutsches AnästhesieTeam betreut zu dritt zwei OP-

CellitinnenForum 1/2014 47

Idee Einsatz

Tische. Die Stimmung im OP ist gut, die Operateure freuen sich über schnelle Wechselzeiten und komplikationslose Narkosen, die Zusammenarbeit klappt auf allen Seiten prima und es wird Hand in Hand gearbeitet. Dies ist nur möglich, weil wir von den einheimischen Mitarbeitern und im Besonderen von dem Verwaltungsleiter des Krankenhauses, Bajirao Gawai, der vielen im Team freundschaftlich verbunden ist, selbstlos und mit unendlichem Engagement unterstützt werden. So arbeiten wir an den nun folgenden OPTagen bis in die Abendstunden und anschließend sehen wir nach den Patienten, die am Tag operiert wurden. Die Eltern sind sehr froh, dass ihre Kinder die Operation überstanden und nun eine bessere Chance in ihrem Leben haben.

Die Patienten des Padhar-Hospitals Auch wir begeben uns wieder auf die Rückreise, sehr dankbar für die Begegnungen mit den Menschen hier vor Ort und deren Herzlichkeit, dankbar auch dafür, dass alle Eingriffe und Narkosen ohne Komplikationen verlaufen sind, und mit dem Wunsch, im

kommenden Jahr wieder hier sein zu dürfen. Dr. Elke Berkenbrink Dr. Elke Berkenbrink leitet seit April 2013 die interdisziplinäre Intensivstation im Petrus-Krankenhaus. In ihrer Freizeit engagiert sich die 52-jährige Ärztin bei Interplast.

Abschied nehmen Während eines Einsatzes können etwa 80 Patienten behandelt werden, wobei, im Gegensatz zu Deutschland, für die Eltern das kosmetische Ergebnis häufig wichtiger ist als das funktionelle. Am letzten Tag versammeln sich alle Patienten zum traditionellen Gruppenfoto auf dem Hof des Krankenhauses. Mit ernsten Gesichtern sitzen sie da, die Mütter mit den kleinen Kindern auf dem Arm, die größeren stehen dahinter. Sobald die Wundheilung abgeschlossen ist, werden sie sich wieder auf den Rückweg in ihre Dörfer machen.

48 CellitinnenForum 1/2014

Friends of Padhar Germany e.V. Ziel ist es, Spaltpatienten zu helfen, indische Chirurgen auszubilden und betroffene Familien über die Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. Seit 1994 hat der Verein über 1000 Patienten mit LKG Spalten im Alter zwischen ein und 63 Jahren operiert. Jedes Jahr fährt ein Team aus MKGChirurgen, Anästhesisten und Zahnärzten zum Padhar Krankenhaus, um zwei Wochen lang Patienten mit LKG-Spalten zu operieren, die sich eine Operation finanziell nicht leisten könnten.

Das Team bringt alle Medikamente, Instrumente und Materialien für diesen Einsatz mit, der stationäre Aufenthalt für die Patienten wird ebenfalls bezahlt. Weitere Informationen unter www.friends-of-padhar.de Spendenkonto: Stichwort: Friends of Padhar Germany e.V. Bankverbindung: Kto. Nr. 711 30 20 00 Commerzbank Kiel BLZ 210 400 10

Idee Einsatz

Ein Nashorn unterm Röntgenstrahl Besucher der Kölner ‚Lebenshilfe‘ zu Gast im Heilig Geist-Krankenhaus Eine Gruppe des Vereins Lebenshilfe besuchte im November das Heilig Geist-Krankenhaus in KölnLongerich, um einmal hinter die Kulissen des Klinikbetriebes zu blicken und Ängste abzubauen. Als die Gäste die hohe Eingangshalle betreten, sind sie sichtlich aufgeregt. Was erwartet sie wohl hier? Schon bei der Begrüßung durch Frank Reißmann (Stellvertretender Pflegedirektor), Schwester Erna Moritz (Ambulanzleitung), Tanja Welz (Radiologie) und Schwester Steffi Hanika (Stationsleitung 5B) bricht das Eis. Dass Schwester Steffi ihren Sohn Christian mitgebracht hat, beruhigt die Besucher ungemein. Alle sind gespannt, was es im Heilig GeistKrankenhaus zu entdecken gibt. In der Notfallambulanz Schwester Erna führt die kleine Gruppe an. Gemeinsam geht es in die Notfallambulanz. Im größten Behandlungsraum sucht sich erst einmal jeder ein ihm angenehmes Plätzchen. Hier wird ein Hocker zurechtgerückt, dort interessiert sich bereits jemand für die Monitore. Und Christian nimmt gleich einmal auf der Liege Platz. Mutig hilft er Schwester Erna zu demonstrieren, wie ein EKG geschrieben wird. Zwar ist ihm etwas mulmig zumute, aber als seine Mutter ihm und den anderen erklärt, dass alles nur ein Test ist,

legt er sich entspannt zurück und lässt Schwester Erna gewähren. Betreuerin Catrin Thomas beruhigt die anderen Besucher: „Christian ist jetzt sozusagen ein Schauspieler, der uns zeigt, was in einem Notfall in der Ambulanz passiert“, erläutert sie. Für Menschen mit Behinderung sei, so erklärt sie, ein Krankenhausbesuch eine noch größere Belastung, als dies bei anderen Menschen der Fall sei. Viele Dinge bleiben im Trubel einer Notfallversorgung unverständlich und beängstigend. Nun einmal live zu sehen, wie eine Ambulanz aussieht und was dort passiert, kann sich positiv bei eventuellen späteren Versorgungssituationen auswirken. Christian geht ganz in der Rolle des Patienten-Schauspielers auf. Entspannt lässt er sich von

Schwester Erna gleich noch einen Gips zur Probe anlegen. Besuch der Radiologie Nach dem Besuch in der Ambulanz übernimmt Tanja Welz die Führung und bringt die Gruppe in die Radiologie. Hier bewundern die Gäste die bunt eingefärbten Aufnahmen aus dem Körperinneren an den Wänden. Käthe erzählt, dass sie schon einmal wegen einer Fußverletzung im Krankenhaus war. Für eine Demonstration am Röntgengerät wird ein ganz besonderer Patient ausgewählt: Ein Besucher hat ein kleines Stoffnashorn mitgebracht, das durchleuchtet werden soll. Nachdem Tanja Welz alles ausführlich erklärt hat und versichert, dass dem

CellitinnenForum 1/2014 49

Idee Einsatz

Nashorn kein Schaden zugefügt werde, lässt man den geliebten Spielkameraden im Röntgenraum zurück. Der Besitzer des Nashorns freut sich besonders über die interessanten Aufnahmen, die er mit nach Hause in die Wohngruppe nehmen darf.

„Wir haben viel Spaß mit unseren Besuchern gehabt“, freut sich Frank Reißmann. „Eine solche Aktion können wir sicher gerne wiederholen.“ Und Catrin Thomas spart nach dem Rundgang nicht mit Lob: „Alle, die mitgemacht haben, haben sich so viel Zeit genommen und alles toll erklärt.

Das hat uns allen richtig Spaß gemacht.“ Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto in der Halle verabschiedet sich die Wohngruppe des Haus Lebenshilfe. Nicht ohne zuvor eine Gegeneinladung auszusprechen: „Das nächste Mal kommt Ihr aber uns besuchen“, meinten die Gäste.

Auf der Station Nach dem Röntgen geht es gemeinsam nach oben auf die Station. Schwester Steffi übernimmt das Kommando und lotst die Gruppe in ein freies Zimmer. Hier erklärt sie, wofür der Monitor am Bett wichtig ist, wie man die Klingel benutzt und dass immer – Tag und Nacht – Schwestern und Pfleger da sind, die sich gut um die Patienten kümmern. Dem einen oder anderen ist nicht so ganz wohl in seiner Haut  – schließlich kann so ein Krankenhausbesuch auch unschöne Erinnerung an eigene Erkrankungen wecken. Spätestens aber, als Schwester Steffi am Ende des Stationsrundgangs mit kleinen Geschenken für jeden aufwartet, ist die Stimmung wieder gut. In der Cafeteria sitzen alle noch gemütlich bei Kaffee, Apfelschorle und Kuchen beisammen und lassen die Besichtigung Revue passieren.

50 CellitinnenForum 1/2014

Lebenhilfe Köln e.V. Ziel der Lebenshilfe ist die Teilhabe geistig und mehrfach behinderter Menschen und ihrer Familien. Sie setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch mit geistiger Behinderung so selbstständig wie möglich leben kann und dass ihm so viel Schutz und Hilfe zuteil wird, wie er für sich braucht. Seit ihrer Gründung am 23. Februar 1959 hat sich die Ortsvereinigung Köln zu einer leistungsstarken Organisation  mit heute ungefähr 600 Mitgliedern entwickelt. Sie setzt sich mit ihren vielfältigen ambulanten und stationären Angeboten für die Bedürfnisse und Anliegen von Men-

schen mit geistiger Behinderung und ihren Angehörigen ein. Die Dienste der Lebenshilfe Köln stehen allen Menschen offen.

Kontaktdaten: Lebenshilfe Köln e.V. Berliner Straße 140-158 51063 Köln Telefon: 0221 / 983414-0 Fax: 0221 / 983414-20 E-Mail: [email protected] Spendenkonto der Lebenshilfe Köln Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98 Konto-Nr. 5 552 088

Idee Einsatz

Köln-Lindenthal im Ausnahmezustand Wohnstift und Seniorenhaus St. Anna wegen eines Bombenfundes evakuiert Am späten Montagnachmittag des 16. Dezembers schlug die Baggerschaufel auf massives Metall. An der Herderstraße, unweit von Seniorenhaus und Wohnstift St. Anna, waren Bauarbeiter auf eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Die Fundstelle wurde durch den Kampfmittelräumdienst sofort gesichert und ein Krisenstab zusammengerufen, der die Evakuierung von 2.500 Menschen am Folgetag entschied. Es war eine Mobilisierung, wie sie Lindenthal noch nicht gesehen hatte. Mehrere Straßenabschnitte wurden bereits in den frühen Morgenstunden gesperrt. Dutzende von Transportern und Kleinbussen rückten an, hunderte helfende Hände waren im Einsatz, um die Menschen auf die Evakuierung vorzubereiten und von der Herder- und Franzstraße aus in sichere Notunterkünfte zu bringen.

Gut gelaunt ...

Krisenstab

Standort, haben wir schon in der Nacht umfangreiche Vorbereitungen getroffen und Kollegen aus den Regionen Düren und Bonn mobilisiert, um uns zu unterstützen. Alle waren bereits um 6:00 Uhr vor Ort, sodass die Evakuierung mit großer Solidarität der Beteiligten durchgeführt werden konnte.“

Stephanie Kirsch, Geschäftsführerin der Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria, hatte am späten Abend entschieden, dass die rund 200 Senioren nicht in Turnhallen gebracht werden, sondern in Ausweichunterkünften der Trägergesellschaft unterkommen sollten. „Gemeinsam mit Dagmar Esser, der Seniorenhausleiterin am

Die Mieter und Bewohner von St.  Anna wurden ins Mutterhaus und in die Zentralverwaltung nach Longerich gebracht, außerdem ins Seniorenhaus Heilige Drei Könige nach Ehrenfeld sowie ins Seniorenhaus St. Maria in der Kölner Innenstadt. Alle verfügbaren Mitarbeiter sowie ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungs-

diensten sorgten so für die geordnete Räumung des Areals. „Die Stimmung war aufgeregt, aber trotzdem entspannt“, erläuterte Dagmar Esser, die die Evakuierung für ihre Einrichtungen koordinierte. „Das ist nicht selbstverständlich. Denn die meisten Senioren haben den Zweiten Weltkrieg miterlebt, sodass ein Bombenfund durchaus existenzielle Ängste auslöst. Außerdem mussten die Menschen ihre Wohnungen, Appartements und Zimmer für einige Stunden mit ungewissem Ausgang verlassen.“ In enger Zusammenarbeit mit den Rettungskräften wurden ab 8:00 Uhr morgens jeweils vier Bewohner mit einem Begleiter gemeinsam aus Lindenthal gefahren. Die gesamte Evakuierung nahm

CellitinnenForum 1/2014 51

Idee Einsatz

wiegend Mieter aus dem Wohnstift St. Anna in Konferenz- und Schulungsräumen der Seniorenhaus GmbH betreut sowie im Saal des Mutterhauses.

… die Zeit überbrücken rund vier Stunden in Anspruch, denn auch die Uniklinik war durch eine Teilräumung betroffen. Gegen 12:30 Uhr waren Wohnstift und Seniorenhaus St. Anna menschenleer. Eine Stunde später begann die Entschärfung der Bombe durch ein Spezialkommando.

terhaus sehr gut angetroffen“, sagte eine betroffene Seniorin. „Die Ordensschwestern hatten für uns Kaffee und belegte Brote vorbereitet und haben sich rührend um alle gekümmert. Wir haben viel erzählt, gemeinsam gesungen und andere Bewohner kennengelernt.“ In Longerich wurden über-

„Die Evakuierung war eine große Herausforderung“, sagt Stephanie Kirsch rückblickend. „Zum Glück ist alles gut gelaufen. Unsere Senioren hatten trotz aller Anstrengungen einen schönen Tag. Besonders danken möchte ich Seniorenhausleiterin Dagmar Esser, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Seniorenhaus GmbH sowie des Heilig Geist-Krankenhauses für den vorbildlichen Einsatz. Die große Solidarität und Hilfsbereitschaft war eine große Stütze. Viel zu selten führen wir uns im hektischen Alltag vor Augen, dass wir nicht alleine sind in der Erfüllung unserer Aufgaben. Doch genau darin liegt eine Stärke unseres Verbundes.“

Ende gut – alles gut Die Zehn-Zentner-Bombe steckte in drei Meter Tiefe fest. Sie war amerikanischer Bauart und beim Aufschlag nicht detoniert. Daher musste zunächst der Zünder vorsichtig entfernt werden. Nachdem die Explosionsgefahr beseitigt war, hob ein Spezialkran das 500 Kiloexemplar über die Häuserzeile der Herderstraße hinweg und legte es sicher auf einem Lkw ab. So konnte die Rückkehr der betroffenen Senioren und aller Anwohner bereits gegen 14:30 Uhr wieder beginnen. „Wir haben es im Mut-

52 CellitinnenForum 1/2014

Großaufgebot erforderlich Aufgrund der Evakuierung war die Feuerwehr mit 252 Kräften in Lindenthal präsent. Sie hatte 92 Fahrzeuge aus Köln und dem Umland im Einsatz, davon allein 38 für den Patienten- und Bewohnertransport.

ab, damit die Evakuierung ordnungsgemäß ablaufen konnte. Vom Seniorenhaus und Wohnstift St. Anna sowie ihrer Trägerin, der Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen z. hl. Maria, waren über 100 Mitarbeiter im Einsatz.

Überdies kümmerten sich 120 Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes um die Räumung aller Häuser und Wohnungen. Des Weiteren riegelten 43 Polizisten die Straßen um die Fundstelle

Für alle 2.500 zu evakuierenden Anwohner stand eine Turnhalle zur Verfügung, die allerdings nur von 17 Personen aufgesucht wurde. Alle anderen konnten am Tag anderweitig unterkommen.

Kultur Freizeit

Auf den Spuren der Bibel Israel gestern und heute – eine Reise in Bildern

Ende Oktober 2013 reiste eine Pilgergruppe aus Wuppertal, zu der auch Mitarbeiter des Klinikverbundes gehörten, nach Israel, um den Lebensweg Jesu nachzuerleben: Von Bethlehem, von wo das Licht der Welt ausgeht, über die Orte am See Genezareth und die überlieferte Taufstelle bei Quasr el-Yahud im Grenzgebiet zu Jordanien, bis nach Jerusalem. Innerhalb von zehn Tagen besichtigten die Pilger zahlreiche religiöse und historische Stätten. Die Erzählungen des Evangeliums wurden so für viele real erlebbar.

CellitinnenForum 1/2014 53

In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! […] Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; […] zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. […] Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme vom Himmel sprach: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.“ (Mt 3,1.6.13.16-17)

Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. […] Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst. Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit der von den Toten auferstanden war. (Joh 21,1.9-14)

54 CellitinnenForum 1/2014

Sie kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Israeliten in die Wüste Paran nach Kadesch. Sie berichteten ihnen und der ganzen Gemeinde und zeigten ihnen die Früchte des Landes. Sie erzählten Mose: Wir kamen in das Land, in das du uns geschickt hast: Es ist wirklich ein Land, in dem Milch und Honig fließen; das hier sind seine Früchte. (Num 13,26-27)

CellitinnenForum 1/2014 55

Kurz Kompakt

Europäisches Hygienesiegel Seniorenhaus Serafine ausgezeichnet für Qualität und Sauberkeit Das Seniorenhaus Serafine wurde Ende 2013 für sein Engagement im Bereich Hygiene und Sauberkeit ausgezeichnet. Es erhielt das Siegel „Patientensicherheit durch

Hygiene und Infektionsschutz“ (EuPrevent / MRE). Nur drei von 62 Einrichtungen der Altenhilfe in der Städteregion Aachen haben bislang die hohen Kriterien erfüllt.

Das Gesundheitsamt überprüfte über mehrere Monate die Dokumentation des Seniorenhauses sowie die Abläufe in Sachen Hygiene. Außerdem gehörte eine Begehung des Seniorenhauses zum Prüfverfahren. Die Mitarbeiter des Hauses werden regelmäßig qualifiziert und geschult. Darüber hinaus werden die Einhaltung und die Wirksamkeit aller Maßnahmen kontinuierlich durch eine Hygienefachkraft überprüft und weiterentwickelt. Das Zertifikat wird für drei Jahre verliehen. Anschließend erfolgt eine erneute Auditierung.

Begehrte Auszeichnung Kölner Cellitinnen-Krankenhäuser erhalten Hygienesiegel

Die Preisträger des MRE-Netzwerkes Ende 2013 erhielten die vier Kölner Cellitinnen-Krankenhäuser das Qualitätssiegel des MRE-Netzwerkes, Regio Rhein-Ahr. Bestätigt wird damit der ausgezeichnete Umgang mit multiresistenten Erregern. Verliehen wurde das Siegel

56 CellitinnenForum 1/2014

durch Prof. Dr. Martin Exner vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn, dem MRE-Netzwerk „regio rheinahr“ und den Gesundheitsamtsleitungen. Geprüft wurden zehn Qualitätskriterien. Dazu gehört

ein umfassendes Hygienekonzept genauso wie Informationen und Schulungen in hygienerelevanten Bereichen, der Eingangstest auf vorhandene Erreger oder auch der kritische und gezielte Einsatz von Antibiotika im Krankenhaus. Alle vier Krankenhäuser schlossen mit hervorragender Punktzahl ab. Für die Einrichtungen der Stiftung der Cellitinnen ist die Krankenhaushygiene schon seit Langem von zentraler Bedeutung. So führte zum Beispiel das St. Franziskus-Hospital in Köln-Ehrenfeld als erstes Krankenhaus in Köln ein umfassendes MRSA-Eingangsscreening für alle Patienten ein.

Kurz Kompakt

Eine Million Lichter der Solidarität Seniorenhäuser in Köln und Troisdorf beteiligen sich an Caritas-Aktion 82 Einrichtungen zwischen Berlin und Regensburg beteiligten sich im November an der Aktion von Caritas International ‚Eine Million Sterne‘. Damit setzten die Mitarbeiter ein Zeichen der Solidarität

und unterstützten die Kampagne ‚Familie schaffen wir nur gemeinsam‘. Dabei werden vor allem Kinder und Familien in Südrussland und Westsibirien bedacht. Aber aufgrund des Taifuns Haiyan

wurde außerdem für betroffene Familien auf den Philippinen gesammelt. Das Seniorenhaus St. Maria in der Kölner Innenstadt beteiligte sich bereits zum zweiten Mal an der Aktion. Zum ersten Mal machte das Seniorenhaus Hermann-Josef-Lascheid-Haus in TroisdorfSpich mit. Hier wurden hunderte von Lichtern nach einer gemeinsamen Messe draußen vor der Kapelle entzündet. „Das ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn einem klar wird, wie viele Menschen jetzt gleichzeitig für ein Thema zusammenstehen“, erklärt Seniorenhausleiterin Christiane Kröger.

Bücherei sucht Verstärkung St. Marien-Hospital bietet Patienten Ausleihservice an Haben Sie Lust, einmal pro Woche (mittwochs) in der Bücherei des St. Marien-Hospitals zu ar-

beiten? Der Bücherbestand muss verwaltet und die Patienten mit der gewünschten Lektüre ver-

sorgt werden. Auch in Zeiten des E-Books möchte das in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs gelegene Krankenhaus diesen Service seinen Patienten weiterhin anbieten können. Die ehrenamtlich tätigen Damen würden sich sehr über Ihre Mitarbeit freuen. Bei Interesse und weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Dana Asmus, Sekretariat der Geschäftsführung, Tel.: 0221 1629-1001. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

CellitinnenForum 1/2014 57

Kurz Kompakt

Päpstliche Auszeichnung Theo Beer für 27 Jahre ehrenamtliches Engagement gewürdigt 27 Jahre war Theo Beer Mitglied im Kuratorium der Stiftung St. Josef, von 2003 bis 2011 war er sogar ihr Vorstandsvorsitzender. Für dieses langjährige ehrenamtliche Engagement wurde Theo Beer mit der päpstlichen Auszeichnung ‚Pro Ecclesia et Pontifice‘, die noch von Papst Benedikt XVI. ausgestellt worden war, geehrt. Die Urkunde überbrachte Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp im Rahmen seiner Visitation im November 2013. Theo Beer war in seiner Funktion maßgeblich an der Umstrukturierung des Krankenhaus St. Josef

Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp überreicht die Urkunde zum Fachkrankenhaus beteiHerz-Jesu in Elberfeld, in der Stifligt. Er engagierte sich auch im tung Seelsorge und bei der Aktion Kirchenvorstand der Gemeinde ‚Wuppertaler in Not‘.

Dürener Ehrenamtswoche Info-Abende waren gut besucht In der Region Düren verfolgt die Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria ein neues Konzept zur Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter. Mit Flyern und Anzeigen hatten die Einrichtungen im Herbst auf ihre Veranstaltungswoche aufmerksam gemacht. Über 30 Menschen nutzten die Info-Abende in den Seniorenhäusern Marienkloster, St. Gertrud, St. Ritastift, Serafine und Christinenstift und informierten sich vor Ort über die Einsatzmöglichkeiten für Ehrenamtliche. Auch die

58 CellitinnenForum 1/2014

trägerinterne Weiterbildung zum Seniorencoach, ein zehnmonatiger kostenfreier Qualifikationskurs für Menschen jeden Alters, fand reges Interesse.

ches Engagement, über Einsatzbereiche und Qualifikationen.

Die Info-Veranstaltungen für Interessenten sollten ein offener Einstieg in das Themenfeld sein. Denn viele Menschen möchten gerne sinnstiftend ihre Freizeit verbringen, sich aber nicht wöchentlich binden. Durch Vorstellungsrunden und Praxisberichte erfuhren alle Beteiligten mehr über die Motivationen für ehrenamtli???????

Kurz Kompakt

Herzlich Willkommen! Krankenhausmitarbeiter zu Gast im Kloster

Ein herzliches Willkommen den neuen Mitarbeitern aus den Kölner Cellitinnen-Krankenhäusern.

Sie hatten Gelegenheit, das Kloster der Cellitinnen zur hl. Maria näher kennenzulernen und Informa-

tionen rund um die gleichnamige Stiftung zu erhalten.

Impressum 20. Jahrgang/Heft 1/2014 Auflage: 14.750 Stück / 4 x jährlich Herausgeber: Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria

Klein, Dr. Petra Kombächer, Ann-Christin Kuklik, Christoph Leiden, Hans Mauel, Wolfgang Peetz, Nicola Scherzer, Kirsten Schmidt, Katrin Schwirblat, Daniel Siepmann, Sabine Stier, Marc Stutenbäumer, Dr. Thomas Wilhelm

Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung: Hans Mauel

Entwurf und Layout: DNC Creativ, Essen

Anschrift der Redaktion: Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria Graseggerstraße 105 · 50737 Köln Telefon: 02 21 / 97 45 14-72 Mail: [email protected]

Druck: P & W Druck und Verlag GmbH, Essen

Redaktionsteam: Stephanie Habeth-Allhorn (verantwortlich), Wolfgang Allhorn, Susanne Bieber, Ulrich Boll, Stefan Dombert, Sylvia Illing, Stephanie Kirsch, Helmut

Preis: Unentgeltlich an Bewohner, Patienten, Mitarbeiter, Freunde und Gönner der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria Erfüllungsort und Gerichtsstand: Köln. Die Redaktion behält sich sinngemäße Änderungen und Kürzungen der geschickten

­ anuskripte vor. Nachdruck, auch M auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers Bildnachweis: Jender, S. 4 o., 5 u., 6 o., u. re.; Berkenbrink, S. 46-48; Kuklik, S. 53-55; alle anderen Fotos Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria Wegen der besseren Lesbarkeit, wird in den ­meisten Fällen auf eine Unterscheidung der ­weiblichen und männlichen Schreibweise ­verzichtet. Titelbild: 50 Jahre Heilig Geist-Krankenhaus – Überreichung der Geburtstagstorte am 21.1.2014 an den Kalker Kindermittagstisch

CellitinnenForum 1/2014 59

Unsere Behandlungsschwerpunkte in Köln

0UULYL4LKPaPU.HZ[YVLU[LYVSVNPL 5L\YVSVNPL .`UpRVSVNPL\UK.LI\Y[ZOPSML (SSNLTLPU=PZJLYHS\UK