Erkundung zur Umsetzung des Berliner Landesprogramms Jugendarbeit an Schulen

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Erkundung zur Umsetzung des Berliner Landesprogramms Jugendarbeit an Schulen im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Februar 2012

Abschlussbericht Ergebnisse aus den Befragungen, Empfehlungen

Erstellt von

Sybille Wiedmann gbm-Berlin Heimstr. 16 10965 Berlin

Stefan Knauer bvanet.de GmbH Heckmannufer 6 10997 Berlin

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Inhalt 1. Einführung ........................................................................................................... 3 Ausgangssituation .................................................................................................................... 3 Ziele und Fragestellungen ........................................................................................................ 5 Methodisches Vorgehen .......................................................................................................... 5

2. Ergebnisse aus der Befragung der Angebote des Programms Jugendarbeit an Schulen ......................................................................................................... 6 2.1 2.2 2.3 2.4

Allgemeine Angaben ....................................................................................................... 7 Inhaltliche Schwerpunktsetzung und bisherige Umsetzung ............................................ 8 Kooperationen im Sozialraum ....................................................................................... 10 Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Programms ................................................. 13

3. Ergebnisse aus der Befragung der Steuerungsebene des Programms Jugendarbeit an Schulen: Jugendämter und regionale Schulaufsicht ...... 14 3.1 3.2 3.3 3.4

Bekanntheit und Verbreitung des Programms in den Bezirken ..................................... 15 Zustandekommen der Angebote: Entscheidungsprozesse und Beteiligung ................. 18 Relevanz und Wirkungen des Programms .................................................................... 20 Weitere Entwicklung des Programms und Ausblick auf das zu entwickelnde bezirkliche Rahmenkonzept.......................................................................................................... 23

4. Zusammenfassende Bewertung und Empfehlungen..................................... 25 4.1 4.2 4.3

Analyse und Bewertung der Steuerungsprozesse auf Bezirksebene ........................... 26 Bewertung der bisherigen Umsetzung in Bezug auf die pädagogischen Ziele des Programms ................................................................................................................. 27 Bewertung der bisherigen Umsetzung in Bezug auf die strukturbezogenen Ziele des Programms ................................................................................................................. 27

5. Empfehlungen .................................................................................................... 28 6. Anhang.................................................................................................................. 31 6.1. Beispiele für die Umsetzung der Programmziele ............................................................ 31 6.2. Ergebnisse der Befragung der Angebote im Programm Jugendarbeit an Schulen ........ 34 6.3. Ergebnisse der Befragung der Jugendämter und der Schulaufsichten ........................... 48 6.4. Förderrichtlinien Programm Jugendarbeit an Schulen .................................................... 61 6.5. Musterkonzeption für ein bezirkliches Rahmenkonzept zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe ................................................................................................................. 64 6.6. Fragebögen zur Erkundung ............................................................................................ 68

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!"#$%&'()*+&,# Ausgangssituation Das Landesprogramm Jugendarbeit an Schulen löste im August 2010 die bisherige Förderung der Schülerclubs ab und zielt mit neuen Förderrichtlinien auf die Verankerung von Jugendarbeit in und im Umfeld von Schulen. Durch das neue Programm werden aktuell 37 Angebote gefördert, davon 23 der bereits vorher bestehenden Schülerclubs und 14 neue Angebote. Neun frühere Angebote wurden aufgrund bezirklicher Entscheidungen nicht weiter gefördert. Mit der Einführung des neuen Landesprogramms wurden die finanziellen Mittel zwischen den Bezirken gleichwertig auf der Grundlage von Schüler/innenzahlen verteilt. Das Programm wird auf der Grundlage neuer Förderrichtlinien umgesetzt. Diese erfordern, dass die Konzeptionen der Angebote gemeinsam vom jeweiligen Träger der freien Jugendhilfe, dem Jugendamt des Bezirks sowie den Schulen erarbeitet und in sozialräumlicher Vernetzung umgesetzt werden. Auch die Finanzierung der Angebote soll mit dem neuen Programm anteilig durch Schulen, Jugendämter, Schulämter und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft gewährleistet werden. Als zentrale Aufgabe von Jugendarbeit an Schulen wurde im Projektbericht Gesamtstruktur Schule-Jugendhilfe1 die „beispielhafte Implementierung kooperativer Angebote“ definiert. Um die sozialräumliche Einbindung des Programms Jugendarbeit an Schulen sicherzustellen, sollen die jeweiligen Angebote ab 2012 Bestandteil bezirklicher Rahmenkonzepte zur Gestaltung der Kooperation von Schule und Jugendhilfe sein. Das Programm soll die Erstellung bezirklicher Rahmenkonzepte zur Kooperation von Jugendhilfe und Schule unterstützen. Hierzu veranstaltete die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung am 8. März 2011 einen Fachtag für Leitungspersonen des Schulbereichs und der Jugendhilfe, an dem u.a. modellhaft Kooperationen, die aus dem Programm Jugendarbeit an Schulen entstanden waren, vorgestellt wurden. Die Erkenntnisse aus der Arbeit der Angebote und aus der bisherigen Umsetzung des Landesprogramms Jugendarbeit an Schulen könnten wichtige Hinweise für die zu gestaltenden bezirklichen Rahmenkonzeptionen liefern. Die Ergebnisse der vorliegenden Erkundung werden bei der Folgeveranstaltung am 20. März 2012 präsentiert. Die Ziele des Programms sind zum einen auf der pädagogischen Ebene und zum anderen auf einer strukturbezogenen Ebene bestimmt2: 1. Die pädagogischen Ziele sind dadurch definiert, dass das Landesprogramm auf eine Verankerung von Angeboten der Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII in und im Umfeld von Schulen zielt. 2. Die strukturbezogen Ziele sind auf die regionale sozialräumliche Vernetzung von Einrichtungen der Jugendarbeit, anderen Bereichen der Jugendhilfe, Schulen und weiteren für die Bildung von jungen Menschen bedeutsamen Institutionen gerichtet. 3. Das Programm Jugendarbeit an Schulen zielt neben den pädagogischen und den strukturbezogenen Zielsetzungen darauf ab, mit innovativen Ansätzen Anregungen und Beispiele für die Kooperation von Jugendarbeit und Schulen zu geben. Die Angebote müssen grundsätzlich in der Lage sein, eine Jugendarbeit zu leisten, die an den jeweiligen Schulen angebunden ist und eine gute sozialräumliche Vernetzung aufweist. Im Rahmen des Landesprogramms Jugendarbeit an Schulen müssen die Angebote sich als eigenständige Form der Jugendarbeit profilieren und sich von den Aufgaben der Schulen

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vgl. Projektbericht Gesamtstruktur Schule – Jugendhilfe (Mitteilung zur Kenntnisnahme an das Abgeordnetenhaus von Berlin über Schulbezogene Kinder- und Jugendsozialarbeit weiterentwickeln, Drs. 16/3548) "!Vgl. hierzu die Förderrichtlinien und die Zielanalyse zum Programm im Anhang

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und Horte sowie von den Aufgaben der Schulsozialarbeit und den Erziehungshilfen unterscheiden. Die Kooperation mit der Schule und die sozialräumliche Vernetzung stellen hierbei zugleich eine Bedingung für das Gelingen und eine Herausforderung dar. Zwar hat das Landesprogramm Jugendarbeit an Schulen mit Beginn Oktober 2010 erst eine relativ kurze Laufzeit, dennoch können Erkenntnisse aus der Erkundung der bereits vorliegenden Umsetzung hilfreich sein: zum einen gerade aus den Erfahrungen dieser Anfangsphase, zum anderen aber auch aus den langjährigen Erfahrungen der weiter geförderten Angebote (ehemalige Schülerclubs). Vor allem unter dem Aspekt der Steuerungsprozesse können Erkenntnisse aus dem Landesprogramm Nutzen bringen. Eine erste Erkundung, die bewusst zu einem frühen Zeitpunkt in der Umsetzung des Landesprogramms erfolgte, sollte vor allem eine Analyse der derzeitigen aktuellen Stärken und Schwächen ermöglichen um daraus weitere Handlungsempfehlungen ableiten zu können. • •



Wie kommen die Angebotskonzepte und deren pädagogische Schwerpunktsetzungen zustande? Inwieweit sind die Angebote vor Ort in der Lage die pädagogischen und strukturellen Zielsetzungen des Programms umzusetzen? Wo gibt es Hindernisse? Welche Verbesserungsmöglichkeiten sind ableitbar? Welche Steuerungsprozesse sind auf der bezirklichen Ebene auszumachen und wie wirken diese? Könne diese gegebenenfalls optimiert und verbessert werden?

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Abt. III - Jugend und Familie, Landesjugendamt, wurde in der Zeit von April bis Juni 2011 eine schriftliche Befragung durchgeführt. Diese richtete sich zum einen direkt an die 37 geförderten Angebote und zum anderen an die bezirkliche Steuerungsebene – die Jugendämter und Schulaufsichten in den 12 Berliner Bezirken. Parallel zu Jugendarbeit an Schulen wird als weiterer Bereich der Kooperation von Jugendhilfe und Schule das Programm Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen durchgeführt. Die sozialpädagogischen Angebote für Schülerinnen und Schüler bieten Unterstützungsmöglichkeiten zur Bewältigung aktueller Lebensschwierigkeiten und zur persönlichen Weiterentwicklung. Wesentliche Ziele von Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen sind die Förderung der Lernmotivation, die Motivierung zu verändertem Sozial- und Lernverhalten, der Abbau von Schuldistanz und –verweigerung, die Senkung der Zahl der Schüler/innen ohne Schulabschluss, die Stärkung der Erziehungsverantwortung der Eltern durch Eltern- und Familienarbeit, der Abbau von Gewaltvorkommnissen und die Öffnung der Schulen in den Sozialraum durch Vernetzung. Schule und Jugendhilfe entwickeln auf der Grundlage verbindlicher Vereinbarungen und unterstützt durch gemeinsame Fortbildungen zusammen schulspezifische präventive, der Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler entsprechende Ansätze. 3 Die gleichzeitig laufenden Programme Jugendarbeit an Schulen und Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen mit unterschiedlichen Zielgruppenbeschreibungen nehmen verschiedene Aufgaben wahr, die mit jeweils spezifischen methodischen Ansätzen verfolgt werden. In Teilen der Erkundung wird u.a. auf dieses Programm Bezug genommen. Parallel zu der Erkundung des Programms Jugendarbeit an Schulen führte das Fachreferat Besuche der Angebote in den Bezirken durch. Hierbei wurden die vor Ort geleistete Jugendarbeit mit den Fachkräften, Trägervertreter/innen, Vertretern/innen der Jugendämter und Schulleitungen besprochen und Hinweise für die Umsetzung der Förderrichtlinien des Pro-

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! #Gegenwärtig nehmen 188 Schulen an diesem Programm teil. Bis Ende 2013 werden, durch das Bildungs- und Teilhabepaket ermöglicht, alle Schulen, die über 225 lernmittelbefreite Schülerinnen und Schüler betreuen – erstmals auch Gymnasien – in das Programm einbezogen sein.

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gramms gegeben. Erkenntnisse und Ergebnisse aus diesen Besuchen wurden an ausgewiesenen Stellen in die Auswertung der Erkundung einbezogen.

Ziele und Fragestellungen Abgeleitet aus der oben beschriebenen Ausgangslage wurden folgende Ziele für die in diesem Bericht vorgestellte erste Erkundung zur Umsetzung des Landesprogramms Jugendarbeit an Schulen definiert: 1. Analyse und Bewertung der Steuerungsprozesse zur Implementierung und Umsetzung des Programms auf Bezirksebene 2. Bewertung der bisherigen Wirkung des Programms Jugendarbeit an Schulen a) in Bezug auf die pädagogischen Zielsetzungen b) in Bezug auf die strukturbezogenen Zielsetzungen 3. Empfehlungen zur Optimierung des Programms 4. Hinweise zur Gestaltung bezirklicher Rahmenkonzeptionen Dem entsprechend wurden sowohl die Akteure und Akteurinnen, die zum einen für die Durchführung vor Ort zuständig sind, als auch diejenigen, die für die Steuerung im Bezirk verantwortlich sind, befragt. Bei der schriftlichen Befragung aller 37 Angebote sollten, abgeleitet aus den Förderrichtlinien, folgende Untersuchungsdimensionen im Vordergrund stehen: • • • •

Inhaltliche Schwerpunktsetzung Bisherige Umsetzung der pädagogischen Ziele Kooperationen im Sozialraum und deren Relevanz im Hinblick auf die Konzeptentwicklung Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Programms

Mit der schriftlichen Befragung auf der bezirklichen Steuerungsebene (Jugendamt und regionale Schulaufsicht) in allen Bezirken sollten • •

die Steuerungsprozesse zur Implementierung und Umsetzung des Programms und dessen Zielerreichung auf der Bezirksebene analysiert werden. die folgenden Themenkomplexe näher beleuchtet werden: 1. Bekanntheit und Verbreitung des Programms im Bezirk 2. Zustandekommen der Angebote 3. Auswahl der zu fördernden Angebote 4. Relevanz und Einbettung der Angebote im Sozialraum 5. Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Programms

Methodisches Vorgehen Die Befragung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Referat III C Jugendarbeit, Kinderschutz und Prävention, Arbeitsgruppe Jugendarbeit, konzipiert. Als weitere Quellen wurden die Förderrichtlinien zum Landesprogramm Jugendarbeit an Schulen und das aktuell vorliegende Muster einer bezirklichen Rahmenkonzeption Schule und Jugendhilfe genutzt, sowie Dokumente, die den aktuellen Diskurs um die Kooperation von Jugendarbeit und Schule in Berlin derzeit bestimmen4.

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Projektbericht Gesamtstruktur Schule – Jugendhilfe http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/DruckSachen/d16-3548.pdf und das Muster zum Entwurf der bezirklichen Rahmenkonzeption (im Anhang), sowie die Förderrichtlinien zum Programm (im Anhang)

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Die Form der schriftlichen Befragung wurde gewählt, um einen möglichst umfassenden Überblick aus allen Bezirken zu erhalten. Für den Rahmen einer ersten Erkundung mit den oben genannten Zielen war die Form der schriftlichen Befragung gegenüber qualitativen Interviews als weniger aufwändige Methode vorzuziehen. Anhand von offenen Fragen wurde in einem für die Auswertung angemessenen Rahmen Raum für Anmerkungen geschaffen. Die Fragebögen für die Angebote wurden einem PreTest unterzogen. Für die Durchführung und Auswertung der Befragung, sowie für den vorliegenden Bericht wurden gbm-Berlin, Sybille Wiedmann und bvanet.de GmbH, Stefan Knauer beauftragt. Für den Bericht wurden zusätzlich Unterlagen zu den Vorträgen aus der Fachtagung „Bezirkliches Rahmenkonzept – verbindliche Kooperation von Schule und Jugendhilfe“ 5 vom 8. März 2011 verwendet. Weitere Erkenntnisse konnten aus dem Fach- und Vernetzungstreffen der Angebote im Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (sfbb) am 15. Juni 2011 gewonnen werden. Die Auswertung und die Berichterstellung erfolgten in Abstimmung mit dem Fachreferat. Im Folgenden werden die Ergebnisse aus den schriftlichen Befragungen dargestellt und bewertet. Aus den Ergebnissen werden im Anschluss weitere Empfehlungen zur Umsetzung des Programms und zur Einbettung in die zu entwickelnden bezirklichen Rahmenkonzeptionen formuliert.

2. Ergebnisse aus der Befragung der Angebote des Programms Jugendarbeit an Schulen Von den insgesamt 37 Angeboten konnte ein Rücklauf von 30 Fragebögen erreicht werden, also von 82 %. Von den 30 Rückläufen stammen 15 von den Angeboten, die ab 2010 neu gefördert wurden und weitere 15 von den bereits vorher existierenden Angeboten (ehemalige Schülerclubs)6. Nach Bezirken ergibt sich folgende Verteilung der Rückläufe:7 Tabelle 1: Verteilung der Rückläufe an Fragebögen nach Bezirken (Frage 2)

Anzahl Angebote Anzahl Fragebögen

CharlottenburgWilmersdorf

FriedrichshainKreuzberg

Lichtenberg (Hohenschönhausen)

MarzahnHellersdorf

Mitte (Tiergarten, Wedding)

Neukölln

5

2

3

3

3

4

4

2

2

2

3

3

Pankow (Prenzlauer Berg, Weißensee)

Reinickendorf

Spandau

SteglitzZehlendorf

TempelhofSchöneberg

TreptowKöpenick

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 5 !Unterlagen zur Fachtagung sind erhältlich unter: http://www.bwfinfo.verwalt-berlin.de/index.aspx?id=239!! $!Somit antworteten die Angebote, die neu seit 2010/11, bestehen zu 100%, der Rücklauf der bereits vorher bestehenden Angebote liegt bei 68%.! 7 Die eingesetzten Fragebögen sowie eine vollständige Übersicht über die Befragungsergebnisse finden sich im Anhang.

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Anzahl Angebote Anzahl Fragebögen

3

4

2

3

2

3

3

4

2

3

1

1

2.1 Allgemeine Angaben Ziele und Fragestellungen Mit den neuen Förderrichtlinien wird explizit Jugendarbeit an und im Umfeld von Schulen nach § 11 SGB III gefördert, Zielgruppe sind vorrangig Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren, der 5. und 6. Klasse der Grundschulen und der Sekundarstufe I. Da die Mittel gleichermaßen (entsprechend der Schülerzahlen) auf alle Bezirke verteilt wurden, sind inzwischen in allen Bezirken – wenn auch in je unterschiedlicher Anzahl – Angebote vorhanden. Der erste Teil der Fragen zielte auf allgemeine Angaben (wie die - bereits oben dargestellte - bezirkliche Verteilung, die personelle Ausstattung, die zusätzlich an der Schule vorhandenen weiteren Betreuungsangebote und auf die durch das Angebot erreichte Zielgruppe).

Ergebnisse Gefragt wurde nach der Anzahl der Stellen und der Qualifikation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Hier ergab sich aus den 30 Rückläufen, dass 12 der Angebote mit einer Stelle ausgestattet sind und 12 weitere Angebote mit weniger als einer Stelle (davon sieben lediglich mit einer halben Stelle). Tabelle 2: Stellenausstattung der Angebote (Frage 3)

Anzahl

unter 1

1

bis 2

bis 3

12

12

5

1

Es zeigen sich deutliche Unterschiede bei der personellen Situation der Angebote, vor allem aber gibt es eine große Zahl an Angeboten mit einer sehr geringen Ausstattung an fest angestellten pädagogischen Fachkräften. Von 29 gültigen Antworten zur Frage nach „sonstigen Angeboten“ an den Kooperationsschulen gaben 22 an, dass Angebote der Sozialarbeit/der Sozialpädagogik an den Schulen bestehen (76%), an 21 dieser 29 Schulen existieren Angebote der Hortbetreuung (72%). Zur Frage, welche Klassenstufen vom betreffenden Angebot im Schwerpunkt erreicht werden, bezog sich die Mehrheit der gültigen Antworten auf die Klassenstufen 5 und 6, die auch als Schwerpunkt des Programms festgelegt sind. Daneben zeigte sich jedoch, dass die Angebote teilweise auch von jüngeren Schüler/innen genutzt werden. Ein Drittel der Angebote erreicht auch ältere Schüler/innen der höheren Klassenstufen. 17 der befragten Angebote geben an, dass ihre Angebote auch durch Kinder und Jugendliche genutzt werden, die nicht an der Kooperationsschule sind (hierbei vor allem Geschwisterkinder und ehemalige Besucher/innen, aber auch weitere Kinder und Jugendliche aus dem Schulumfeld).

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Bewertung und Einschätzung In Anbetracht der vielfältigen konzeptionellen Anforderungen ist die geringe personelle Kapazität und die häufig fehlende Teamstruktur als große Herausforderung einzuschätzen – insbesondere was Profilierung, Abgrenzung und Anforderungen an Vernetzung und Kooperationsleistung betrifft. Die Vielzahl der gleichzeitig an den Schulen bestehenden anderen sozialpädagogischen Angebote könnte dazu beitragen, dass - bei gelingender Kooperation - die Profilierung der Angebote der Jugendarbeit unterstützt wird. Weitere vorhandene Angebote der Sozialarbeit könnten den Druck auf die Jugendarbeit verringern, sich auf Inhalte der Sozialarbeit auszurichten.8 Ein Vergleich der Ergebnisse zu Frage 9 (Intensität der Kooperation) und Frage 10 (Gewünschte Intensität der Kooperation) deutet darauf hin, dass die Intensität der Zusammenarbeit der Angebote der Jugendarbeit mit den anderen sozialpädagogischen Angeboten noch ausbaubar ist und stärker gewünscht wird. Bezüglich der erreichten Klassenstufen zeigt sich, dass die Angebote die angestrebte Zielgruppe erreichen, nämlich die 5. und 6. Klassen. Ein kleiner Anteil an jüngeren Schüler/innen bezieht sich vor allem auf die 4. Klasse, was als geeignete Hinführung auf das Programm interpretiert werden kann. Die Tatsache, dass ein Drittel der Angebote auch ältere Schüler/innen der Klassenstufen 7 – 10 erreicht, steht nicht im Widerspruch zu den Förderrichtlinien, die das Programm explizit auch für die älteren Schüler und Schülerinnen offen halten.

2.2 Inhaltliche Schwerpunktsetzung und bisherige Umsetzung Ziele und Fragestellungen Eines der zentralen Anliegen der schriftlichen Erkundung ist es, ein Bild davon zu bekommen, welche Bedeutung den verschiedenen inhaltlichen Schwerpunktsetzungen des Programms in der bisherigen Umsetzungspraxis zukommt und welche Wirkungen hinsichtlich der Programmziele anhand dieses ersten „Blitzlichts“ zu erwarten sind. Die Interviewten wurden deshalb gebeten, ihre Einschätzung hinsichtlich der Bedeutung verschiedener inhaltlicher Schwerpunkte (Frage 7) und hinsichtlich der Bedeutung verschiedener Programmziele (Frage 8) in der Praxis mitzuteilen.

Ergebnisse Die Frage nach den pädagogischen Schwerpunkten und der Umsetzung pädagogischer Ziele ergab insgesamt eine hohe Zustimmung und Übereinstimmung mit den Programmzielen. Auf die Frage nach der Bedeutung verschiedener inhaltlicher Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit ergaben sich folgende inhaltliche Gewichtungen:

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! %!Dieser Druck scheint im Vergleich zu früheren Erfahrungen und im Hinblick auf die aktuellen Ergebnisse dieser Erkundung, vor allem die inhaltlichen Schwerpunkte betreffend, deutlich geringer zu sein.

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Tabelle 3: Bedeutung verschiedener Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit (Frage 7) Antwortskala von 1 (ohne Bedeutung) bis 8 (herausragende Bedeutung)

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

Mittelwert

13%

87%

7,6

7%

30%

63%

6,7

Soziale Bildung Interkulturelles Lernen Kulturelle Bildung

3%

3%

37%

57%

6,4

Gesundheitliche Bildung

3%

20%

37%

40%

5,7

Sportorientierte Jugendarbeit

10%

10%

40%

40%

5,6

Politische Bildung

11%

36%

32%

21%

5,0

Technische Bildung

19%

15%

37%

30%

4,9

Naturkundliche Bildung

17%

28%

34%

21%

4,7

9%

18%

73%

6,6

Sonstige Schwerpunkte

Bei den inhaltlichen Schwerpunkten wird die „soziale Bildung“ in ihrer Bedeutung am höchsten eingeschätzt. Eine Ausdifferenzierung der Bewertungen der inhaltlichen Schwerpunkte hinsichtlich der neuen und der alten Angebote (ehemalige Schülerclubs) wies keinen signifikanten Unterschied in der Bewertung der Schwerpunkte auf. Die Frage nach der Bedeutung verschiedener pädagogischer Zielsetzungen (des Programms) für die Arbeit der Angebote ergab folgende Gewichtungen. Tabelle 4: Bedeutung verschiedener Programmziele in der pädagogischen Arbeit (Frage 8) Antwortskala von 1 (ohne Bedeutung) bis 8 (herausragende Bedeutung)

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

3%

97%

7,8

7%

90%

7,6

Fördern Entfaltung der Persönlichkeit

13%

87%

7,5

Bieten soziale Anerkennung

13%

87%

7,4

Anknüpfen an den Interessen Werden freiwillig wahrgenommen

!!

3%

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Fördern Übernahme von Verantwortung

20%

80%

7,3

Werden mitbestimmt

23%

77%

7,2

3%

23%

70%

6,8

3%

37%

60%

6,7

7%

43%

46%

6,2

Richten sich an alle

3%

Fördern soziales Engagement Stärken gestalterische Kompetenzen

4%

Hier zeigt eine Ausdifferenzierung der Bewertungen hinsichtlich der neuen und der alten, bereits länger bestehenden Angebote (ehemalige Schülerclubs) kaum signifikante Unterschiede. Lediglich in der Bewertung des Beitrags zu einer „Übernahme von Verantwortung“ ergibt sich eine unterschiedliche Einschätzung in den Mittelwerten der Zustimmung: Mittelwert der Zustimmung der „neuen Angebote“: 7,7 / Mittelwert der Zustimmung der „alten Angebote“: 6,8. Dies wird unterstützt durch die Beantwortung der Frage 7, die eine höhere Gewichtung von politischer Bildung durch die neuen Angebote zeigt. Insgesamt zeigen die neuen Angebote in der Tendenz eine höhere Zustimmung zu allen Programmzielen.

Bewertung und Einschätzung Das „Anknüpfen an den Interessen“ und die „Freiwilligkeit“ bilden anhand der vorliegenden Ergebnisse die Grundlage der Arbeit der Angebote. Es handelt sich um zentrale Aspekte der Jugendarbeit – was den Grundsätzen des Programms entspricht. Die Frage nach den Schwerpunktsetzungen der pädagogischen Arbeit zeigt den hohen Stellenwert der Arbeit an den sozialen Kompetenzen der Jugendlichen, was durchaus als eine zentrale Aufgabe von Jugendarbeit gesehen werden kann. Eine relativ geringe Bedeutung wird sowohl der politischen als auch der naturkundlichen und der technischen Bildung zugeschrieben. Die schwächere Berücksichtigung dieser Ziele und Inhalte könnte damit zusammenhängen, dass sie sehr spezifisch sowie mit bestimmten fachlichen Kompetenzen oder auch einer besonderen Ausstattung verbunden sind. Auch die bereits beschriebene Personalsituation könnte hier eine Rolle spielen. Die höhere Bewertung der Bedeutung von „Übernahme von Verantwortung“ sowie eine generell leicht höhere Zustimmung zu den Zielen durch die neuen Angebote könnten darauf hinweisen, dass die formulierten Programmziele und der darin hervorgehobene Partizipationsansatz für die neuen Angebote eine höhere Orientierungsfunktion darstellen, als dies für die „alteingesessenen“ Schülerclubs der Fall ist. Im Fazit zeigt sich, dass die Schwerpunkte und die Ziele des Programms klar im Bewusstsein und in der Arbeit aller befragten Angebote verankert sind.

2.3 Kooperationen im Sozialraum Ziele und Fragestellungen Die Fragen nach der Intensität der Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im Sozialraum (Frage 9) und nach der gewünschten Intensität dieser Kooperationen (Frage 10) sollten

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eine Einschätzung ermöglichen, wie die aktuelle Einbettung der Angebote im Sozialraum zu bewerten ist und welcher Entwicklungsbedarf festzustellen ist. Zwei Fragen nach der erlebten (Frage 11) und nach der gewünschten Intensität (Frage 12) der Beteiligung verschiedener Akteure bei der Entwicklung der Angebote sollten Hinweise auf die konzeptionelle Einbindung verschiedener Akteursperspektiven in die Gestaltung der Angebote geben.

Ergebnisse Die Intensität der Kooperationen mit den im Fragebogen aufgelisteten Akteuren im Sozialraum wurde insgesamt als relativ hoch eingeschätzt. Lediglich die Schulaufsicht wurde hier geringer gewichtet (Frage 9). In einem Vergleich zwischen den „alten Angeboten“ (langjährig bestehende Schülerclubs) und den im Zuge der Programmausschreibung neu konzipierten Angeboten zeigen sich keine deutlichen Unterschiede, auch wenn erwartungsgemäß die „neuen Angebote“ die Kooperation mit Jugendfreizeiteinrichtungen als weniger intensiv bewerten.

Tabelle 5: Intensität der Kooperation mit verschiedenen Akteuren im Sozialraum (Frage 9) Antwortskala von 1 (ohne Bedeutung) bis 8 (herausragende Bedeutung)

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

! mit der Schulleitung

3%

20%

17%

60%

6,4

... mit dem Jugendamt

10%

10%

23%

57%

6,0

... mit JFE

3%

20%

30%

47%

5,9

... mit Lehrer/innen

7%

21%

28%

45%

5,6

... mit der Hortleitung*)

20%

15%

20%

45%

5,1

... mit Jugend/Schulsozialarbeit

18%

21%

18%

43%

5,1

21%

16%

21%

42%

5,0

20%

27%

37%

17%

4,4

19%

19%

4%

2,7

... mit MA des Horts*) ... mit Elternvertretung

9

... mit der Schulaufsicht

59% *)

hier wurden nur Antworten der Angebote berücksichtigt, an deren Schulen sich ein Hort befindet

In einem Vergleich der Kooperationsintensität der Angebote nach deren Mitarbeiterzahl (kleiner 1, 1 und größer 1)zeigt sich folgendes Bild:

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! &!Im Fragebogen: Elternbeirat !!

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Tabelle 6: Intensität der Kooperation mit verschiedenen Akteuren im Sozialraum nach Zahl der Mitarbeiter/innen in den Angeboten (Frage 9 / Frage 3) Antwortskala von 1 (ohne Bedeutung) bis 8 (herausragende Bedeutung)

< 1 MA

1 MA

> 1 MA

Insgesamt

MW

MW

MW

MW

! mit der Schulleitung

6,3

6,3

6,7

6,4

... mit dem Jugendamt

5,8

5,8

6,5

6,0

... mit JFE

6,0

5,8

5,8

5,9

5,5

5,8

5,5

5,6

4,4

5,7

6,3

5,1

4,4

5,8

6,0

5,0

... mit Jugend/Schulsozialarbeit

3,5

4,7

5,8

4,4

... mit Elternvertretung

4,1

4,6

4,0

4,3

... mit der Schulaufsicht

3,3

2,1

3,0

2,7

Durchschn. Intensität

4,7

5,1

5,0

4,9

... mit Lehrer/innen ... mit der Hortleitung ... mit MA des Horts

*)

*)

*)

hier wurden nur Antworten der Angebote berücksichtigt, an deren Schulen sich ein Hort befindet

Bewertung und Einschätzung Die Einschätzung der Intensität der bestehenden Kooperationen verweist auf eine überwiegend gute Einbindung der Angebote der Jugendarbeit im Sozialraum. Leichte Unterschiede in der Einschätzung durch die neuen Angebote (s.o. die Jugendfreizeiteinrichtungen betreffend) dürften der Anfangssituation und der noch nicht vorhandenen Kontinuität geschuldet sein. Es zeigt sich insgesamt eine Tendenz, dass die kleineren Teams mit weniger als 1 Mitarbeiter/in ihre Kooperationen als weniger intensiv einschätzen, auch wenn diese Tendenz sich nicht in Bezug auf alle einzelnen Kooperationen zeigt. Die Vernetzungs- und Kooperationsarbeit scheint mit geringeren personellen Ressourcen besonders schwierig zu bewerkstelligen zu sein. Die Kooperation mit Schulleitung und Jugendamt entspricht in der Bewertungsfolge durchaus der Idee und den Grundlagen des Programms. Die Lehrer und Lehrerinnen treten in der Bewertung im Vergleich zur Schulleitung zurück und scheinen sehr unterschiedlich zu kooperieren (hierzu auch die Ergebnisse aus den offenen Fragen, siehe Anhang zu Frage 13). Aus der Differenz zwischen der erlebten und der gewünschten Kooperation (Frage 9/10) kann der Wunsch nach einer stärkeren Unterstützung durch Kollegen/innen sowie durch Institutionen vor Ort gelesen werden. Der Wunsch nach intensiverer Kooperation mit der Schulleitung ist im Vergleich zum Jugendamt doppelt so hoch. Lehrer/innen, Jugend-/Schulsozialarbeit aber auch die Elternvertretung werden als Kooperationspartner deutlich intensiver gewünscht.

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Insgesamt kann gesagt werden, dass vor allem eine noch stärkere Kooperation vor Ort an der Schule gewünscht ist, die Schulaufsicht rangiert hingegen weiterhin relativ niedrig, auch wenn ein deutlicher Wunsch nach intensiverer Kooperation geäußert wird. Die Fragen nach der erlebten und nach der gewünschten Beteiligung an der Konzeptentwicklung bestätigen, dass die Schulleitung eine wichtige Schlüsselposition besitzt und dass sie gemeinsam mit den Trägern, die an erster Stelle stehen, an der Konzeptentwicklung beteiligt waren und es auch sein sollen. Weiterhin wird die Fachkoordination des Jugendamtes als einer der drei zentralen Akteure in der Konzipierung der Angebote genannt (siehe Anhang, Auswertung Frage 9/10). Diese Beteiligten sollen sich laut Programm auch für die Konzeption verantwortlich zeigen. Die Befragung bestätigt an dieser Stelle die Umsetzung in der Praxis. Gewünscht wird ganz offensichtlich eine größere Wertschätzung und Beteiligung seitens der Schuladministration - aber auch seitens der Lehrer und Lehrerinnen vor Ort.

2.4 Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Programms In den offenen Fragen wurde erstens gefragt „was bereits gut gelingt“, zweitens nach den „Hindernissen und Schwierigkeiten“ und drittens wurde nach „Verbesserungsmöglichkeiten“ gefragt. Ergebnisse Unter der Fragestellung „was bereits gut gelingt“ benennt eine deutliche Mehrheit den Bereich der Kooperation: 20 der 30 Angebote, die geantwortet haben, teilen mit, dass die Kooperation mit Schule, mit Lehrerinnen und Lehrern, mit den (sozial)pädagogischen Fachkräften, mit dem eigenen Träger, den Einrichtungen des Sozialraums sowie mit anderen Jugendfreizeiteinrichtungen gut funktioniert. Bei 15 der Antworten ist das Thema der Kooperation ausdifferenziert und auf verschiedene Ebenen bezogen. Insgesamt benennen 66,7 % der 30 zurückgesandten Fragebögen eine gute Kooperation, vor allem in Richtung Schule, aber auch in den Sozialraum hinein und zu anderen Institutionen. 50% benennen eine ausgeprägte vielschichtige, gut funktionierende Kooperation. (siehe Anhang, Auswertung Frage 13). Hiervon sind 8 ehemalige Schülerclubs, 5 sind neue Angebote seit 2010/11. Die Annahme, dass Kontinuität und Dauer einen Vorteil bedeuten, wird zumindest leicht bestätigt. Insgesamt 11 Mal wird die gute Kooperation auch explizit in Zusammenhang mit Wirkung und Programmzielen genannt. Davon 7 ehemalige Schülerclubs, 4 neue Angebote seit 2010/11. Das gute Gelingen der Umsetzung von Programmzielen und –inhalten wird von 14 der befragten Schülerclubs hier explizit benannt. Bei „Hindernisse und Schwierigkeiten“ zeichnet sich ein deutliches Votum in Richtung Finanzierung, wie z. B. Regel-Finanzierung und ausreichend Mittel für Personal ab. Insgesamt wurde von 16 Einrichtungen unter der oben genannten Fragestellung die Finanzierung angesprochen (mit unterschiedlicher Gewichtung, siehe Anhang, Auswertung zu Frage 13), insgesamt also von 53%. Hierbei wurde dies von 12 ehemaligen Schülerclubs und von 4 neuen Angeboten seit 2010/11 geäußert. Unter Eibeziehung der Frage nach den „Verbesserungsmöglichkeiten“ sind es allerdings schon insgesamt 21 Angebote, die dieses Thema benennen, also immerhin 70% insgesamt.

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Bei den Hindernissen und Schwierigkeiten werden von 32,3 % der Angebote, die geantwortet haben, die Kooperationen mit Schule (Anerkennung und Zusammenarbeit) genannt und die Zusammenarbeit mit Lehrern und Lehrerinnen als ausbaufähig beschrieben. Angesprochen wurde weiter die Abgrenzung, bzw. Profilierung der Aufgaben der Jugendarbeit, auch gegenüber dem schulischen Regelbetrieb. Hier gab es insgesamt 6 Nennungen von neuen Angeboten und eine seitens eines ehemaligen Schülerclubs. Bewertung und Einschätzung Größtenteils scheint die Kooperation mit den Schulen, insbesondere auch den Schulleitungen gut zu funktionieren, allerdings bestehen hier auch genannte Schwierigkeiten. Die Hälfte der Antwortenden benennt eine gut gelingende Kooperation in den Sozialraum, die Jugendfreizeiteinrichtungen, aber auch das Jugendamt und die weitere bezirkliche Vernetzung betreffend (VHS, Polizei, Kultureinrichtungen). Deutlich wird, dass zusätzliche Unterstützung in Bezug auf Profilierung der Aufgaben der Jugendarbeit notwendig ist (s.o., Hindernisse und Schwierigkeiten betreffend, aber auch oben den Wunsch nach intensiverer Kooperation, Frage 9/10). Positiv sind zudem die Aussagen zur angenommenen Wirkung der Programmziele bei den Kindern und Jugendlichen zu bewerten. Insgesamt problematisch zeigt sich die finanzielle Ausstattung des Programms im Verhältnis zu den Anforderungen. Teilweise wird auch eine zu geringe Anerkennung und Akzeptanz, sowie mangelnde Kooperation der Lehrer und Lehrerinnen, auch der Schulleitung beklagt. Als schwierig wird ebenfalls die Raumnutzung beschrieben, bzw. die räumliche Ankopplung an das System Schule und an dessen Öffnungszeiten. Die geringen personellen und finanziellen Ressourcen, die fehlende Regelfinanzierung und die den Befragten oft unklaren Anforderungen an die Kofinanzierung (die durch Jugendamt und Schule gemeinsam erfolgen soll) erschweren die notwendige Kontinuität und Intensität, die Kooperations- und Vernetzungsarbeit erfordert (Gremienarbeit, Erreichbarkeit, Präsenz). Die pädagogische Arbeit vor Ort ist oft nicht im Team zu leisten, viele Inhalte können dadurch nur begrenzt umgesetzt werden.

3. Ergebnisse aus der Befragung der Steuerungsebene des Programms Jugendarbeit an Schulen: Jugendämter und regionale Schulaufsicht Die in den Förderrichtlinien genannten strukturbezogenen Zielbestimmungen sehen vor, dass die geförderten Angebote „lokale Bildungsverbünde und –netzwerke“10 unterstützen und additiv zu den schulischen Bildungsangeboten sind. „Dies kann nur gelingen, wenn die Angebote von Jugendarbeit an Schulen von den beteiligten Trägern, Schulen und Verwaltungen gemeinsam getragen und entschieden werden. Voraussetzung hierfür ist ein bezirkliches Rahmenkonzept, das die Angebote in verbindliche und verlässliche Strukturen einbettet.“ 11 Die bezirklichen Rahmenkonzepte zur Kooperation von Jugendhilfe und Schule werden derzeit in den Bezirken entwickelt. Hierzu dient eine Musterkonzeption der Senatsverwaltung als Vorlage (Stand 05.11.2010, siehe Anhang). Die in den Bezirken vorhandenen Strukturen sollen dabei nicht aufgelöst, sondern in die Strukturen des bezirklichen Rahmenkonzeptes

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Siehe: Förderrichtlinien zum Programm Jugendarbeit an Schulen (ehemalige Schülerclubmittel), der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (Fassung vom 25. Mai 2010), S.1 – siehe Anhang 11 Ebd.

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überführt werden und es soll in „sozialraumbezogene Vereinbarungen über angelegte Kooperationsprojekte an den Schulen für die Laufzeit des jeweiligen Rahmenkonzeptes“12 münden. Der derzeitige Stand der Umsetzung der laufenden Angebote des Programms Jugendarbeit an Schulen kann Hinweise liefern, welche Strukturen bereits gut funktionieren und wo gegebenenfalls Handlungsbedarf besteht. Befragt wurden alle zwölf Berliner Bezirke, jeweils Jugendamt und Schulaufsicht in Form schriftlicher Fragebögen. Die Rückläufe bei den Jugendämtern betragen 100%, bei den regionalen Schulaufsichten 8 von 12, also 66,67%.13 Im Folgenden stellen wir die Ergebnisse aus den Fragestellungen entsprechend der thematischen Schwerpunkte dar.

3.1 Bekanntheit und Verbreitung des Programms in den Bezirken Ziele und Fragestellungen Mit den neuen Förderrichtlinien und mit der Einführung des neuen Landesprogramms im Oktober 2010 war eine entsprechende Information und Kommunikation erforderlich, um die Veränderungen bekanntzumachen. Inwieweit und über welche Strukturen dies gelingen konnte und zukünftig gelingen kann, war Hintergrund der folgenden Fragen: Wie wurde das Programm bekannt gemacht (1.1.-1.3.) und: Wie wird der Kenntnisstand bei verschiedenen Akteuren und Akteurinnen, bzw. Institutionen bewertet (1.4)? In zwei offenen Fragen wurde anschließend gefragt, was bei der Bekanntmachung gut lief und was verbessert werden sollte (1.5. – 1.6.).

Ergebnisse Wie wurde das Programm im Bezirk bekannt gemacht? Schulaufsicht und Jugendamt gaben in der Gewichtung je unterschiedliche Institutionen an, durch die sie von dem Programm erfahren haben. Die Schulaufsicht nannte mit 75% die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Abt. Schule. Die Jugendämter nannten zu 92% die Information über Gremien der Jugendhilfe (Frage 1.1.). An zweiter Stelle mit 63 %, nannten die Schulaufsichten die Jugendämter und diese nannten sich selbst (interne Information) mit 75 % . Den Jugendämtern kommt bei der Vermittlung von Informationen in die bezirklichen Strukturen offensichtlich eine zentrale Bedeutung zu. Die Fachsteuerung des Jugendamtes wurde hier vor allem seitens der Jugendämter genauso häufig genannt wie die Jugendamtsleitung (die Schulaufsicht nimmt hier jedoch kaum einen Unterschied wahr). Auf die Frage, durch wen das Programm bekannt gemacht wurde, ergab sich folgende Gewichtung der Antworten:

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Musterkonzeption für ein bezirkliches Rahmenkonzept zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe, Stand 05.11. 2010 – siehe Anhang 13 Es ist anzumerken dass ein Bogen zwar ausgefüllt aber leider nicht zugestellt wurde aufgrund technischer Probleme, ein weiterer fehlender Rücklauf wurde damit begründet, dass seitens der regionalen Schulaufsicht nichts über das Programm ausgesagt werden könne. Die beiden anderen fehlenden Rückläufe blieben unkommentiert und ohne weitere Rückmeldung.

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Tabelle 7: Bekanntmachung des Programms durch die Akteure in den Bezirken (Frage 1.2) Mehrfachantworten möglich

GESAMT

85%

Fachsteu erung Jug.amt 70%

Schulaufsicht Jugendamt

88% 83%

50% 83%

Leitung Jug.amt

RegionalSchulaufleitung sicht Jug.amt 30% 40% 25% 33%

Schulleitungen

andere

5%

5%

88% 8%

13% 8%

Auf die Frage, wie das Programm in den Bezirken bekannt gemacht worden ist, ergab sich folgendes Bild: Tabelle 8: Bekanntmachung des Programms durch verschiedene Informationskanäle (Frage 1.3) Mehrfachantworten möglich

GESAMT

Info im Jugendhilfeausschuss 65%

Schulaufsicht Jugendamt

38% 83%

Info an alle Träger

Info an ausgew. Träger

Info an Schulen

andere

20%

60%

55%

20%

25% 17%

25% 83%

75% 42%

13% 25%

Bewertung des Kenntnisstandes zum Programm Bei der Bewertung des Kenntnisstandes zum Programm zeigt sich insgesamt eine relativ positive Einschätzung. Der Kenntnisstand an den Schulen wird allerdings vor allem durch die Befragten der Jugendämter relativ niedrig eingeschätzt. Die Befragten der Schulaufsicht bewerten ihn sehr unterschiedlich (allerdings enthalten sich hier 4 der 8 Befragten). Tabelle 9: Kenntnisstand hinsichtlich des Programms (Frage 1.4) Antwortskala von 1 (keine Kenntnis) bis 8 (umfassende Kenntnis)

GESAMT Kenntnis in Regionen des Jugendamts Kenntnis durch Schulaufsicht

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

35%

59%

6,4

6%

56%

39%

6,2

6%

Kenntnis durch Träger

6%

17%

33%

44%

5,6

Kenntnis im Jugendamt

6%

19%

50%

25%

5,4

Kenntnis an Schulen

11%

39%

33%

17%

4,4

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Schulaufsicht Kenntnis in Regionen des Jugendamts Kenntnis durch Schulaufsicht

(1/2)

(3/4)

20% 13%

(5/6)

(7/8)

MW

40%

40%

5,6

38%

50%

6,1

Kenntnis durch Träger

17%

33%

50%

5,5

Kenntnis im Jugendamt

25%

50%

25%

4,8

Kenntnis an Schulen

14%

14%

43%

29%

5,1

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

31%

62%

6,8

64%

27%

6,3

Jugendamt Kenntnis in Regionen des Jugendamts Kenntnis durch Schulaufsicht Kenntnis durch Träger

23%

31%

38%

5,7

Kenntnis im Jugendamt

23%

46%

23%

5,7

50%

25%

8%

4,0

Kenntnis an Schulen

8%

Bei den offenen Fragen (1.5. und 1.6.), was bei der Bekanntmachung gut lief und was verbessert werden sollte, wird von der Hälfte der Antwortenden eine frühzeitigere Information und Einbeziehung gewünscht. Seitens der Schulaufsicht gibt es allerdings sechs, seitens des Jugendamtes 4 Enthaltungen. Gut lief offensichtlich die Bekanntmachung durch das Jugendamt. Daneben gibt es hier sieben positive Äußerungen zur Landesebene (Senatsverwaltung) und zu interner und innerbezirklicher Kommunikation. Die Schulaufsichten äußern sich hier neben 6 Enthaltungen lediglich einmal zum Informationsfluss. Dies könnte darauf hindeuten, dass das Programm neben der Vielzahl anderer Aufgaben diesbezüglich nicht mehr präsent ist.

Bewertung und Einschätzung Die Frage nach den Informationswegen bei der Bekanntmachung des Programms zeigt, dass vor allem auch Mitarbeitende des Jugendamtes, Leitung und Fachsteuerung, aktiv zur Bekanntmachung des Programms beigetragen haben. Die unterschiedlichen Angaben zu den Informationswegen durch die Befragten der Jugendämter und der Schulaufsichten verweisen auf die je andere Verortung der beiden Institutionen: auf der Bezirks- und auf der Senatsebene. Bei der Auswertung von Frage 1.2. zeigt sich auch, dass die Leitungsebenen der Jugendämter bei der Bekanntmachung offensichtlich eine wichtige Rolle spielten (siehe Anhang). Frage 1.3. zeigt in der Auswertung, dass die Schulaufsichten - im Gegensatz zu den Jugendämtern - eine stärkere Bekanntmachung des Programms durch die Information der Schulen angeben und die Jugendämter prioritär die Information an ausgewählte Freie Träger benennen. Auch hier zeigen sich die unterschiedlichen Bezüge beider Systeme. Der Kenntnisstand an den Schulen das Programm betreffend wird jedoch sowohl seitens der Schulaufsicht, vor allem aber seitens des Jugendamtes, vergleichsweise niedrig bewertet (Frage 1.4.). Wie und durch welche Gremien Schulen, bzw. Schulleitungen informiert wer-

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den, müsste eventuell genauer hinterfragt werden. Notwendig wäre eine Information der Schulen, u.a. in der regelhaft stattfindenden Schulleitungskonferenz. Seitens der Schulaufsichten gibt es insgesamt deutlich mehr Enthaltungen, in den offenen Fragen werden insgesamt weniger Aussagen gemacht. Eventuell könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass die Schulaufsicht in bestimmte Informationspolitiken, Diskurse und Themen die Jugendarbeit und das Landesprogramm betreffend weniger eingebunden ist. Bei den offenen Fragen deutet sich an, dass die Schulaufsicht nicht in alle Gremien gleichermaßen einbezogen ist14. Insgesamt stellt sich die Frage, an welchen Gremien Jugendamt und Schulaufsicht gemeinsam teilnehmen und wie die sozialräumliche Vernetzung organisiert werden sollte.

3.2 Zustandekommen der Angebote: Entscheidungsprozesse und Beteiligung Ziele und Fragestellungen Da es in den Bezirken mit dem neuen Landesprogramm Jugendarbeit an Schulen zu einer neuen Verteilung der Mittel und teilweise zu neuen Angeboten kam, wurde zunächst gefragt, welche Akteure und Akteurinnen jeweils wie intensiv am Zustandekommen von Vorschlägen für das Programm beteiligt waren (Frage 2.2.). Wer war an den Entscheidungen beteiligt und wer sollte zukünftig stärker beteiligt werden (Frage3.1. – 3.2.)? Wo liegt und wo lag dabei das größte Konfliktpotential (Frage 3.3.)? Ergebnisse Im Vergleich zur Schule als Institution wurde den Schulleitungen eine sehr große Bedeutung für den Entscheidungsprozess zugesprochen. Die Fachkoordination des Jugendamtes war nach Einschätzung der Befragten am intensivsten beteiligt und die Freien Träger spielen an dritter Stelle eine ebenfalls wichtige Rolle. Die Schulaufsicht war bei der Entwicklung von Vorschlägen im Bezirk nach Einschätzung der Befragten – vor allem auch im Vergleich zum Jugendamt – weniger stark involviert. Tabelle 11: Intensität der Beteiligung an der Entwicklung von Vorschlägen zu Angeboten (Frage 2.2) Antwortskala von 1 (gar nicht) bis 8 sehr intensiv)

GESAMT Beteiligung Fachkoordination Jugendamt Beteiligung der Regionen des Jugendamtes Beteiligung einzelner Schulleitungen Beteiligung Freie Träger Beteiligung Schulaufsicht Beteiligung Schulen

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

27%

73%

7,2

38%

62%

6,8

7%

20%

73%

6,6

18%

18%

65%

6,1

35%

47%

6,1

27%

47%

5,3

18% 27%

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 14

!!

Ein Zitat aus den Anmerkungen scheint dies zu bestätigen: „Besonders im Bereich 1 werden Fragen zu Gremien gestellt, an denen die Schulaufsicht nicht teilnimmt. Deshalb kann über deren Beteiligung usw. von uns nichts gesagt werden“, vgl. Anhang offene Fragen, Anmerkungen I

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Die Beantwortung der Frage 3.1. nach der Beteiligung an der Entscheidung „welche Angebote durch den Bezirk für die Förderung vorgeschlagen werden“ (siehe Anhang), spiegelt erneut die unterschiedliche Sicht von Schulaufsicht und Jugendamt und die entsprechend unterschiedlichen Einschätzungen wider: Insbesondere in Bezug auf die Fachsteuerung des Jugendamtes (die durch die Schulaufsichten deutlich weniger wahrgenommen wird) aber auch was die Schulleitungen und die Freien Träger betrifft (die von der Schulaufsicht bedeutend höher bewertet werden in ihrer Beteiligung als durch die Jugendämter). Die daran anschließende Frage (3.2.), wer zukünftig an diesen Entscheidungen stärker zu beteiligen sei, zeigt ebenfalls unterschiedliche Einschätzungen. Interessant und bemerkenswert ist bei der Beantwortung der Frage, dass neben den Schulleitungen die Kinder und Jugendlichen insgesamt ein sehr hohes Votum erhielten. Tabelle 12: Wunsch nach intensiverer Beteiligung an der Auswahlentscheidung (Frage 3.2) Mehrfachantworten möglich

GESAMT Schulaufsicht Jugendamt

FachJugendReg. Leitung steuehilJugendJugendrung feausgendamt Jugendschuss ämter amt 20% 20% 35% 35%

Kinder u. Jugendliche

Schulleitungen

Schulaufsicht

Freie Träger

55%

50%

40%

20%

25%

13%

25%

13%

63%

50%

25%

13%

17%

25%

42%

50%

50%

50%

50%

25%

In der Frage nach den Konfliktpotentialen (Frage 3.3.) bei der Entwicklung neuer Vorschläge, wird mit Abstand der „Beendigung von Angeboten“ das höchste Konfliktpotential zugeschrieben (siehe Anhang). Seitens des Jugendamtes wird außerdem die „Vermittlung der Programmziele gegenüber Schulleitungen“ als konfliktträchtig eingestuft.

Bewertung und Einschätzung In der Beantwortung der Frage 2.2. nach der Beteiligung bei der Entwicklung von Vorschlägen zeigen sich zwar leicht unterschiedliche Einschätzungen was die Schulaufsichten und die Jugendämter betrifft, dennoch entspricht das Ergebnis noch dem, was das Programm als Soll beschreibt: Die Vorschläge werden von den Jugendämtern gemeinsam mit Schulen und Freien Trägern entwickelt, mit der Schulaufsicht abgestimmt und dann als bezirklicher Fördervorschlag an die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (jetzt: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft) weitergeleitet. Die Frage 3.1. zur Beteiligung an den Vorschlägen zeigt – vor allem auch in der unterschiedlichen Wahrnehmung der verschiedenen Akteure durch Schulaufsicht und Jugendamt – eine noch relative Unklarheit in Bezug auf die Verantwortlichkeiten und Aufgaben (vgl. hierzu auch die unterschiedlichen Einschätzungen, was die Rolle der Schulleitungen und der Freien Träger betrifft.) Zudem scheint die Rolle der Fachsteuerung im Jugendamt seitens der Schulaufsicht (noch) nicht deutlich wahrgenommen zu werden. Bei der Umsetzung des Programms kommt dem Jugendamt eine entscheidende und steuernde Rolle zu. (vgl. oben zu Frage 2.2.). Bei der Frage nach einem möglichen Konfliktpotential (Frage 3.3., Auswertung siehe Anhang) zeigen sich ähnlich wie oben die unterschiedlichen Sichtweisen beider Systeme. So

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wird die „Vermittlung der Programmziele gegenüber den Schulleitungen“ von den Schulaufsichten als deutlich weniger schwierig eingeschätzt als von den Jugendämtern. Da den Schulleitungen aber eine entscheidende Bedeutung für den Erfolg der geförderten Angebote zukommt, wären deren Einstellung und Informationsstand das Landesprogramm betreffend - auch im Hinblick auf bezirkliche Rahmenkonzepte – entsprechend zu beachten.

3.3 Relevanz und Wirkungen des Programms Ziele und Fragestellungen Im Hinblick auf eine erste Einschätzung zum Stand des Programms und dessen Potentiale – wurde nach angenommenen Wirkungen des Programms gefragt (Fragen 4.1. und 4.2.). Des Weiteren ging es um den Einfluss der am Programm Beteiligten auf die konkrete Umsetzung der Angebote (Frage 4.3.).

Ergebnisse In Bezug auf die Wirkungen des Programms gab es insgesamt eine hohe Zustimmung zu den genannten Aspekten, insbesondere – und das sowohl seitens Schulaufsicht als auch Jugendamt – zum Punkt „Kinder und Jugendliche profitieren von den Angeboten“. Aber auch die Punkte „Verbesserung der Beziehung Jugendhilfe und Schule“, „Verbesserung der Kontakte zwischen Schulen und Jugendarbeit“, „Aufzeigen neuer Wege der Kooperation“ und „Unterstützung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen“ werden in hohem Maß als zutreffend eingeschätzt. Tabelle 13: Bedeutung der Angebote für die fachliche Entwicklung der Jugendarbeit im Bezirk (Frage 4.1) Antwortskala von 1 (trifft überhaupt nicht zu) bis 8 (trifft voll und ganz zu)

GESAMT Kinder und Jugendliche profitieren von Angeboten Angebote verbessern Beziehung Jugendhilfe und Schulen Angebote verbessern Kontakte zw. Schulen und Jugendarbeit Angebote zeigen neue Wege der Kooperation Angebote unterstützen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Schulaufsicht Kinder und Jugendliche

!!

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

30%

70%

7,1

10%

35%

55%

6,7

5%

50%

45%

6,6

11%

47%

42%

6,2

5%

20%

35%

40%

5,8

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

38%

63%

6,9

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profitieren von Angeb. Angebote verbessern Beziehung Jugendhilfe/ Schulen Angebote verbessern Kontakte zw. Schulen und Jugendarbeit Angebote zeigen neue Wege der Kooperation Angebote unterstützen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen Jugendamt Kinder und Jugendliche profitieren von Angeboten Angebote verbessern Beziehung Jugendhilfe/Schulen Angebote verbessern Kontakte zw. Schulen und Jugendarbeit Angebote zeigen neue Wege der Kooperation Angebote unterstützen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

(1/2)

8%

63%

38%

6,5

63%

38%

6,4

13%

50%

38%

6,0

14%

43%

43%

6,0

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

25%

75%

7,2

8%

42%

50%

6,7

17%

17%

67%

6,8

8%

50%

42%

6,3

25%

25%

42%

5,7

Weitere bedeutsame Wirkungen einerseits auf die fachliche Entwicklung der Jugendarbeit, andererseits auf z.B. Schulklima oder Schulprogramm konnten in einer offenen Frage (4.2.) benannt werden. Hier gab es neben 7 Enthaltungen 3 Mal die Antwort „Nein“ und 10 positive Antworten, davon 8 ausführlichere zur Thematik von Vernetzung und Kooperation (Details siehe Anhang). Seitens des Jugendamtes wurde einmal genannt, dass die Erfahrungen aus dem Programm für die Entwicklung der bezirklichen Rahmenkonzeption genutzt werden könnten. Die Freien Träger besitzen – sowohl aus Sicht der Jugendämter als auch aus Sicht der Schulaufsichten den größten Einfluss auf die konkrete Umsetzung der Angebote vor Ort (siehe Anhang, Auswertung Frage 4.3.). In der Gesamtauswertung folgt an zweiter Stelle die Fachsteuerung des Jugendamtes (siehe Anhang, Auswertung Frage 4.3.) und an dritter die Schulleitungen (wobei diese von der Schulaufsicht an zweiter Stelle genannt worden waren (siehe Anhang, Auswertung 4.3. (2)). Die Schulaufsicht selbst bewertet ihren eigenen Einfluss um einen Skalenpunkt höher als er durch das Jugendamt eingeschätzt wird. Der Einfluss der Kinder und Jugendlichen wird durch das Jugendamt deutlich höher bewertet als durch die Schulaufsicht.

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Bewertung und Einschätzung Die in Frage 4.1. genannten Wirkungen erfahren durchweg eine hohe Zustimmung. Bei der offenen Frage nach weiteren Wirkungen gibt es neben 7 Enthaltungen zusätzliche Äußerungen, davon 10 positive u.a. Schulklima und Schulprogramm betreffend. In einem Fall wird darauf verwiesen, dass die Angebote fester Teil der Jugendhilfeplanung im Bezirk seien. Es wird weiterhin die verstärkte Kooperationsdichte mit den Jugendfreizeiteinrichtungen und die Bedeutung der Jugendarbeit als wichtigem Partner im Bereich der nonformalen Bildung genannt. Die positiven Antworten zielen insgesamt eher auf den Zugewinn der Schulen durch die Jugendarbeit vor Ort. Einmal wird die Bedeutung für die zu entwickelndes Rahmenkonzeption genannt. Bei der Frage nach dem Einfluss auf die Umsetzung vor Ort (Frage 4.3.) werden – auch entsprechend der Förderrichtlinien – vor allem die Freien Träger, die Schulleitung und die Fachsteuerung des Jugendamtes genannt.

Tabelle 14: Einfluss verschiedener Akteure auf die Umsetzung der Angebote vor Ort (Frage 4.3) Antwortskala von 1 (kein Einfluss) bis 8 (dominanter Einfluss)

GESAMT Einfluss der Beschäftigten der Freien Träger Einfluss der Fachsteuerung im Jugendamt Einfluss der Schulleitungen Einfluss der Freien Träger (Leitungsebene) Einfluss der Jugendamtsregion Einfluss der Kinder und Jugendlichen Einfluss der Senatsverwaltung BWF Einfluss der Lehrer/innen Einfluss der Leitung des Jugendamtes

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

17%

28%

56%

6,5

44%

50%

6,3

5%

53%

42%

6,3

12%

35%

53%

6,3

17%

33%

50%

6,2

33%

33%

33%

5,4

12%

29%

35%

24%

4,9

6%

35%

41%

18%

4,8

11%

44%

17%

28%

4,8

6%

Dass der Einfluss der Lehrer/innen in der Bewertung etwas schwächer eingeschätzt werden, ist hier nicht überraschend. Einerseits sind sie Teil bzw. Mitarbeitende der Schule und somit der Schulleitung unterstellt, andererseits ist die Bereitschaft zur Kooperation von den jeweiligen Personen abhängig. Die Rolle der Schulaufsicht scheint auch an dieser Stelle und in der Bewertung, was deren Einfluss betrifft, als eine eher weiter entfernte Position (siehe oben).

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3.4 Weitere Entwicklung des Programms und Ausblick auf das zu entwickelnde bezirkliche Rahmenkonzept Ziele und Fragestellungen Um weitere Hinweise für eine Weiterentwicklung des Programms zu erhalten, wurde nach zukünftig stärker zu berücksichtigenden Schwerpunkten (Frage 4.4.) und nach der Einschätzung zur Abgrenzung bzw. dem Zusammenwirken verschiedener Angebote der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und/oder Betreuung durch Hort o.ä. gefragt (Frage 4.6.). In weiteren offenen Fragen wurde nach den Stärken und Schwächen sowie nach Verbesserungsmöglichkeiten bezüglich des Programms gefragt - auch um weitere Hinweise im Blick auf zukünftige Steuerungsprozesse und die zu entwickelnden bezirklichen Rahmenkonzepte zu erhalten (Fragen 51. – 5.3.). Ergebnisse Inhalte und Schwerpunkte, die zukünftig stärker zu berücksichtigen sind. Auf diese Frage (Frage 4.4.) gab es insgesamt 8 Rückmeldungen, davon 7 von Jugendämtern. Sie betreffen die Forderung nach verstärkter sozialräumlicher Anbindung, die teilweise schwierige Abgrenzung von § 11 und 13 SGB VIII, die Partizipation an Schulen, die Schaffung zusätzlicher Bildungsangebote und einmal die (als erschwerend beschriebenen) Vorgaben zur Finanzierung der Angebote. (Überblick siehe Anhang, Frage 4.4., Text aus den Antworten). Erwartungen bezüglich des zu entwickelnden Rahmenkonzeptes: Im Hinblick auf diese Erwartungen (Frage 4.5.) gab es neben 2 Enthaltungen Aussagen wie die größere Effizienz, gemeinsame Ziele, gemeinsame Entscheidungen, mehr Transparenz, aber auch die Notwendigkeit kontinuierlicher finanzieller Absicherung. Gewünscht wird weiterhin ein sozialräumlicher Bezug und eine Trennschärfe, was die Schnittstellen zwischen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit (§11 und § 13 SGB VIII) betrifft. Erfahrungen mit dem Zusammenwirken von verschiedenen Angeboten der Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit, der Jugendsozialarbeit an Schulen und der Hortbetreuung vor Ort: In der Frage nach den Erfahrungen mit dem Zusammenwirken verschiedener Angebote (Frage 4.6.) wurde die gegenseitige Ergänzung der Angebote am höchsten bewertet. Die Gefahr der „Doppelangebote“ wurde jedoch seitens der Schulaufsicht als relativ hoch einschätzt und immerhin an vierter Stelle genannt (seitens des Jugendamtes an sechster, also vorletzter Stelle). Immerhin machen insgesamt 34 % auf Reibungsverluste durch Konkurrenz aufmerksam, was auf noch notwendige Rollenklärungen hinweisen kann. Tabelle 15: Bewertung des Zusammenwirkens verschiedener Angebote im Sozialraum (Frage 4.6) Antwortskala von 1 (trifft überhaupt nicht zu) bis 8 (trifft voll und ganz zu)

GESAMT Angebote ergänzen sich Unterstützung durch Lehrer und Schulleitungen Gegenseitige Unterstützung der Angebote

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(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

MW

5%

32%

63%

6,8

11%

47%

42%

6,2

5%

74%

21%

5,9

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Doppelangebote Reibungsverluste durch Konkurrenz Überschneidung von Profilen/Angeboten

41%

24%

35%

3,4

50%

17%

28%

6%

3,2

44%

33%

17%

6%

3,1

Wesentliche Stärken des Programms aus Sicht der Bezirke: Als wesentliche Stärken des Programms (Frage 5.1.) wurden vorrangig Aspekte der Öffnung und Vernetzung, der ganzheitlichen Bildung und der gemeinsamen Prozesse bezüglich Finanzierung und inhaltlicher Diskussion benannt. Der Aspekt der bezirklichen Abstimmung und der sozialräumlichen Orientierung wurden explizit auch seitens der Schulaufsicht erwähnt. Schwächen und Begrenzungen des Programms In Bezug auf die Schwächen und Begrenzungen des Programms aus Sicht der Bezirke (Frage 5.2.) nannten die Schulaufsichten die „Qualifikation des Personals“, die zeitliche Befristung, die Notwendigkeit einer koordinierenden Stelle mit entsprechender Arbeitszeit in der Anfangsphase und die Finanzierung. Die Jugendämter nannten vor allem die begrenzten Mittel und die dadurch begrenzten Möglichkeiten Wirkung zu entfalten. Die zu klärende Kofinanzierung und die gemeinsame Beteiligung waren ein weiterer wesentlicher Punkt (Details siehe Anhang). Was soll für den eigenen Verantwortungsbereich bei der Steuerung und Umsetzung der Angebote verbessert werden? In den Antworten zu der offenen Frage (Frage 5.3.) zeigt sich ein unterschiedliches Bild, was die Aussagen der Schulaufsicht und die der Jugendämter betrifft. Seitens der Schulaufsicht werden eine frühzeitigere Einbeziehung, mehr Kontinuität und qualifiziertes Personal, sowie eine engere Zusammenarbeit von Jugend und Schule gewünscht. Seitens der Jugendämter gibt es eine kritische Aussage zur Kurzfristigkeit und zur Finanzierung des Programms, weitere beziehen sich auf bezirkliche Einbindungs- und Steuerungsprozesse, auf regionale Abstimmungs- und Qualifizierungsprozesse, auf den Wunsch nach klaren Hinweisen zur geforderten Kofinanzierung und die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht im Bezirk.

Bewertung und Einschätzung Bei der offenen Frage (4.4.) nach den zukünftig stärker zu berücksichtigenden Inhalten nannten 3 Jugendämter die Abgrenzung der beiden Schwerpunkte entsprechend §11 bzw. §13 SGB VIII. Die Rollenklärung scheint ein relevantes Thema zu sein. Dass bei den Erfahrungen beim Zusammenwirken verschiedener Angebote (Frage 4.6.) seitens der Schulaufsicht die „Doppelangebote“ sehr hoch rangieren kann ebenfalls dahingehend bewertet werden, dass ein weiterer Klärungs- und vor allem Informationsbedarf besteht, mit welchen Schwerpunkten und Konzeptionen die Angebote jeweils tätig sind. Zur Frage nach den Erwartungen hinsichtlich des zu entwickelnden Rahmenkonzeptes (Frage 4.5.) gab es viele positive Erwartungen, die den Programminhalten entsprechen. Mit Verweisen einerseits auf die Kategorien „A“, „S“ und „I“ und andererseits die §§11 und 13 des SGB VIII werden Effizienz, Passgenauigkeit, Abgrenzung und Schnittstellen, keine Doppelmaßnahmen und das seitens des Jugendamtes an die Gegebenheiten anzupassende

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Angebot erwähnt. Die kontinuierliche Finanzierung und die Zusammenarbeit der Bereiche werden mehrfach genannt. Ähnlich ist es bei der Beschreibung der Stärken des Programms. Als Stärken werden in den 4 Äußerungen der Schulaufsichten, die Zusammenarbeit von Schule und Jugendarbeit, die Vernetzung der Schulen in den Sozialraum, die Entwicklung lokaler Bildungsbündnisse und die Öffnung der Schulen beschrieben (im Anhang, Auswertung zu Frage 5.1.). Die Jugendämter äußern sich vor allem zur Bedeutung der Jugendarbeit in Bezug auf die ganzheitliche Bildung an den Schulen. Hierzu gibt es 4 Aussagen. Hervorgehoben wird auch, dass das Programm an den Stärken der Jugendlichen ansetzt und ressourcenorientiert arbeitet. Vier Mal werden das Zusammenarbeiten von Jugendhilfe und Schule, gemeinsame Diskussionsprozesse und die gemeinsame Verantwortung erwähnt. Insgesamt ist also ein gemeinsames Interesse und eine starke Motivation zu erkennen, hier noch weiter die Kooperationen zu stärken und auszubauen. Auch im Hinblick auf das zu entwickelnde bezirkliche Rahmenkonzept kann dies positiv bewertet werden. Bei den Schwächen und Begrenzungen des Programms (Beantwortung der Frage 5.2.) werden - neben der problematischen Situation einer geringen finanziellen Ausstattung und nicht vorhandener Regel-Finanzierung - von den Befragten die unklaren Anforderungen der Kofinanzierung seitens der Jugendämter und der Schulen als problematisch benannt. Hieraus könnte sich ein weiterer Handlungsbedarf ableiten, wie eine größere Klarheit und Transparenz hergestellt werden kann (wer übernimmt wie welche Anteile, was wird wie abgerechnet, z. B. auch Lehrerarbeitsstunden) Zur Frage, was im eigenen Verantwortungsbereich bei der Steuerung und Umsetzung der Angebote verbessert werden soll (Frage 5.3.), bestätigen sich die vorherigen Aussagen, vor allem die Finanzierung (längerfristig, weniger bürokratisch) betreffend. Betont wird unter anderem, dass konkrete Hinweise für die Umsetzung der Kofinanzierung gewünscht werden, aber auch, dass regionale Abstimmungsprozesse und die Zusammenarbeit Jugend und Schule noch zu verbessern wären (sowohl seitens Schulaufsicht als auch seitens der Jugendämter, vgl. Anhang, Auswertung Frage 5.3.) Kritisch wird die frühzeitigere Einbeziehung in die Entwicklung der Angebote angemahnt. Ein Bezirk (Schulaufsicht) verweist auf dort bereits vorhandene, regelmäßige Steuerungsrunden mit allen am Programm Beteiligten Somit kein Handlungsbedarf gesehen. Die Bezirke scheinen sich stark zu unterscheiden und sich auf unterschiedlichen Entwicklungsständen im Prozess zu befinden – auch was die Entwicklung bezirklicher Rahmenkonzepte betrifft.

4. Zusammenfassende Bewertung und Empfehlungen Die aus den Ergebnissen der beiden Befragungen getroffenen Bewertungen und Einschätzungen werden im Folgenden zusammenfassend dargestellt. Die Strukturierung erfolgt nach den eingangs genannten Zielstellungen der ersten Erkundung des Programms Jugendarbeit an Schulen: 1. Analyse und Bewertung der Steuerungsprozesse zur Implementierung und Umsetzung des Programms auf Bezirksebene, 2. Bewertung der bisherigen Wirkung des Programms Jugendarbeit an Schulen a) in Bezug auf die pädagogischen Zielsetzungen, b) in Bezug auf die strukturbezogenen Zielsetzungen, 3. Empfehlungen zur Optimierung des Programms / Hinweise und Informationen zur Gestaltung der bezirklichen Rahmenkonzeption.

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4.1 Analyse und Bewertung der Steuerungsprozesse auf Bezirksebene Hinsichtlich der Steuerung des Programms auf der Ebene der Bezirke sind folgende Ergebnisse der beiden Befragungen als bedeutsam für eine zusammenfassende Bewertung einzuschätzen: Befragung von Jugendamt und Schulaufsicht •

Der Kenntnisstand zum Programm wird insgesamt positiv eingeschätzt.



Die Informationen zum Programm waren grundsätzlich hinreichend und wirksam, wobei der Kenntnisstand an den Schulen insgesamt etwas niedriger eingeschätzt wird.



Die Bekanntmachung im Bezirk lief im Schwerpunkt über die Jugendamtsleitung und die Fachsteuerung im Jugendamt, aber auch über Gremien wie den Jugendhilfeausschuss.



Schulaufsicht und Jugendamt wurden aufgrund ihrer unterschiedlichen strukturellen Verortung über unterschiedliche Wege informiert. Das Jugendamt scheint dabei mehr in diesbezüglich relevante Gremien involviert zu sein.



Nach den Jugendämtern besitzen die Schulleitungen die größte Bedeutung was die Entwicklung von Vorschlägen für das Landesprogramm Jugendarbeit an Schulen betrifft.



Der größte Einfluss wird bei der Umsetzung der Angebote vor Ort den Freien Trägern, den Schulleitungen und dem Jugendamt zugeschrieben

Befragung der Angebote •

Für die Angebote sind die Jugendämter und die Schulleitungen die wichtigsten Kooperationspartner bei der Umsetzung der Jugendarbeit an den Schulen.



Schulleitung, Jugendamt (Fachkoordination) und freie Träger sind die wichtigsten Beteiligten bei der Konzeptentwicklung.

Fazit Zusammenfassend kann für die Bewertung der Steuerungsprozesse auf Bezirksebene gesagt werden, dass die Bekanntmachung über die je unterschiedlichen Wege offensichtlich gut funktionierte und die Inhalte – wenn auch mit leichten Einschränkungen15 - transportiert werden konnten. Zwar erscheint die Schulaufsicht etwas weiter entfernt, dem Jugendamt scheint größere Bedeutung bei der Bekanntmachung zuzukommen – was aber dem Thema an sich geschuldet sein mag. Auch scheint die Schulaufsicht im Vergleich zum Jugendamt nicht entsprechend in die relevanten Gremien involviert, bzw. informiert und vernetzt zu sein. Der Kenntnisstand an den Schulen scheint noch ausbaufähig, wobei die Schulleitungen im Vergleich zur Schulaufsicht eine größere Nähe zum Programm und dessen Intentionen aufzuweisen scheinen. Sowohl die Befragung der Steuerungsebene als auch die der Angebote bestätigten die wichtige Position der Schulleitungen: Bei der Entwicklung der Konzepte und bei der Umsetzung vor Ort werden den Schulleitungen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und den Freien Trägern die Schlüsselposition zugeschrieben. Die Implementierung und Steuerung des Landesprogramms auf der Bezirksebene scheint auf dem Weg zu sein und wird von den zentralen Akteuren mit getragen.

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Vgl. hierzu die Anmerkungen aus den offenen Fragen, aber auch den Hinweis zur Nicht-Teilnahme an der Befragung seitens einer Schulaufsicht, zu wenig über das Programm zu wissen um den Fragebogen beantworten zu können

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4.2 Bewertung der bisherigen Umsetzung in Bezug auf die pädagogischen Ziele des Programms In Bezug auf die pädagogischen Ziele sind folgende Aussagen aus der Befragung der Angebote für eine zusammenfassende Analyse relevant: Befragung der Angebote •

Es besteht insgesamt große Zustimmung zu den pädagogischen und inhaltlichen Schwerpunkten des Programms.



Die Prinzipien der Jugendarbeit hinsichtlich Freiwilligkeit, Partizipation, Übernahme von Verantwortung und Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen sind Grundlage der Arbeit.



Die Förderung der sozialen Kompetenzen der Jugendlichen steht im Fokus der pädagogischen Arbeit der Angebote.



Die Angebote orientieren sich stark an den Interessen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler, um diese zu erreichen und entsprechend nachgefragt zu werden.



Interkulturelles Lernen, kulturelle Bildung und gesundheitliche Bildung nehmen einen vergleichsweise hohen Stellenwert in der Praxis der Angebote ein.

Fazit Die pädagogischen und inhaltlichen Schwerpunkte des Programms Jugendarbeit an Schulen sind im Bewusstsein der Akteure und in der Praxis der Angebote gut verankert. Es bleibt zu überprüfen, inwieweit eine - durchaus im Programm intendierte - Orientierung der Angebote an den Interessen der Schülerinnen und Schüler im Zusammenspiel mit den geringen personellen Ressourcen häufig zu Angeboten des Offenen Bereichs mit Treff- und Spielangeboten führen und spezifischere Bildungsangebote geringer ausgeprägt sind.

4.3 Bewertung der bisherigen Umsetzung in Bezug auf die strukturbezogenen Ziele des Programms In Bezug auf strukturbezogene Ziele sind folgende Ergebnisse aus den beiden Befragungen relevant: Befragung der Angebote

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Die Zielgruppe des Programms wird erreicht.



Auch Kinder und Jugendliche, die nicht an der Schule sind, oft Geschwister und ehemalige Schüler/innen, mitunter auch weitere Kinder und Jugendliche aus dem Schulumfeld, werden von den Angeboten erreicht und können davon profitieren.



Die Vernetzung der Angebote sowohl mit der Schule als auch in den Sozialraum gelingt überwiegend gut.



Die geringe Finanzierung und die fehlende Regelfinanzierung können zu Einschränkungen der Qualität und zu einer Instabilität der Angebote führen.



Die Lehrkräfte sind dem Programm oft weniger verbunden als die Schulleitungen. Das Verständnis für die Ziele der Jugendarbeit, die Wertschätzung und die Unterstützung der Angebote durch die Lehrkräfte sind unterschiedlich ausgeprägt.

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Befragung von Schulaufsicht und Jugendamt: •

Es bestehen wenige Befürchtungen, dass es durch das Programm Jugendarbeit an Schulen zu Doppelangeboten oder Überschneidungen von Angeboten an den Schulen und im Sozialraum kommt. Die Aussagen der Schulaufsicht verdeutlichen jedoch, dass zusätzlicher Informationsbedarf besteht und entsprechende Öffentlichkeitsarbeit weiter von Bedeutung ist.



Die Angebote der Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit werden mit ihren unterschiedlichen Aufgaben überwiegend wahrgenommen, jedoch bleibt eine klare Unterscheidung hier ein wichtiges Thema und wird als solches auch benannt.



Die Art und Qualität der Angebote ist wesentlich von einer funktionierenden bezirklichen Steuerung abhängig, insbesondere von der Fachsteuerung des Jugendamtes.

Fazit Das Programm Jugendarbeit an Schulen trägt zu einer Stärkung und besseren Profilierung der Jugendarbeit in den Bezirken bei. Die geringen personellen Kapazitäten können allerdings die Qualität der Angebote beeinträchtigen und die Intensität der Kooperation mit den Schulen und im Sozialraum beschränken. Vor allem spezifischere pädagogische Ziele können nur eingeschränkt umgesetzt werden und der Zeitaufwand einer guten Gremienarbeit übersteigt die Möglichkeiten gering besetzter Angebote.

-"# $./'0)1+&,0&## Schlussfolgernd aus der ersten Erkundung des Programms Jugendarbeit an Schulen, den Projektbesuchen des Fachreferates und der Einordnung in den aktuellen Gesamtzusammenhang Jugendhilfe-Schule werden gemeinsam mit dem Fachreferat die folgenden Empfehlungen formuliert. Diese sollen vor allem Diskussionsanstöße für die Weiterführung des Programms liefern: 1. Das Programm Jugendarbeit an Schulen hat eine wichtige Funktion für die Umsetzung des Konzeptes der Gesamtstruktur zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe, sowohl auf operativer als auch auf struktureller Ebene. Da das Programm für Schulen, Jugendämter, Freie Träger und Einrichtungen u.a. durch die Regelungen zur Anteilfinanzierung Vorreiterfunktion hat, sollte es fortgeführt und inhaltlich ausgebaut werden. Anteilige Finanzierung als Modell zur Stärkung der Kooperation von Jugendhilfe und Schule 2. Jugendarbeit an Schulen zeigt beispielgebend für die „Gesamtstruktur JugendhilfeSchule“, wie die konzeptionelle, pädagogische und strukturelle Abstimmung der Partner in Jugendhilfe und Schule, die durch das Modell der anteiligen Finanzierung garantiert und abgesichert wird, gelingen kann. Hieran sollte bei der Weiterentwicklung auch der Bereiche „I“ und „S“ angeknüpft werden. 3. Die geforderte kooperative Finanzierung (Kofinanzierung durch Jugendämter und den Schulbereich in Höhe von jeweils 20% ) des Programms betreffend besteht noch Informationsbedarf. Die Vorgaben der Förderrichtlinien sollten den Trägern, Projekten und Schulen noch deutlicher vermittelt werden.

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4. Bei Projektbesuchen des Fachreferates und in den Fördervorschlägen der Jugendämter für 2012 zeigen sich bereits zahlreiche Beispiele, wie die anteilige Finanzierung dargestellt werden kann. Dies geschieht durch a. direkte Finanzmittel, u.a. Zuwendungen, Nutzung von PKB-Mittel, Mittel von Fördervereinen, b. durch Personal, u.a. Lehrerstunden, Personalmittel von Jugendfreizeiteinrichtungen, das für Angebote der Jugendarbeit an Schulen in unmittelbaren pädagogischen Praxis eingesetzt wird, c. durch Sachmittel für die Durchführung der Angebote, u.a. Geräte und Verbrauchsmaterial und d. durch Infrastrukturkosten, u.a. Kosten für die Nutzung von Gebäuden Auftragswirtschaft als erfolgreiches Verfahren zur Anregung von Entwicklungsprozessen 5. Das Instrument „Auftragswirtschaft durch die Bezirke“ stellt eine entscheidende Grundlage für den Erfolg des Programms Jugendarbeit an Schulen dar. Es zeigt sich modellhaft, wie landesweite Zielsetzungen in kooperativer Aushandlung mit den Bezirken und den Partnern, hier des Schulbereiches, erfolgreich umgesetzt werden können. Einbeziehung aller Beteiligten im Rahmen der Entwicklung bezirklicher Rahmenkonzeptionen zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe 6. Der Einbeziehung der Lehrkräfte sollte eine größere Aufmerksamkeit zukommen, um das Verständnis für den Bildungsauftrag der Jugendarbeit - dem informellen und nonformellen Lernen mit einem lebensweltorientierten Ansatz - zu erhöhen. 7. Jede Schule sollte - wie im Konzept einer Gesamtstruktur zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe vorgesehen – aus der erweiterten Schulleitung eine Person als Ansprechpartner für die freien Träger der Jugendhilfe benennen. 8. Positive Beispiele, wie die Ziele des Landesprogramms in die jeweiligen Schulprogramme einfließen, sollten stärker bekannt gemacht werden, um als Modell genutzt werden zu können. 9. Die Schulaufsicht sollte verstärkt in die bezirkliche Abstimmung über die Angebote des Programms einbezogen und über die Entwicklung des Programms informiert werden. 10. Sinnvoll wäre eine Information der Schulen, u.a. in der regelhaft stattfindenden Schulleitungskonferenz über die Bedeutung und die Potenziale der Jugendarbeit für die Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen. 11. Die mit dem Programm Jugendarbeit an Schulen geförderte Verankerung der Angebote der Jugendarbeit im schulischen Umfeld bedarf der kontinuierlichen Reflexion durch die Mitarbeiter/innen und in den Gremien sowie der Klärung von Rollen und Aufgaben der zentralen Akteure (Schulen, Jugendämter, Träger, Schulaufsicht) in den bezirklichen Rahmenkonzepten. Die Bedeutung der Fachsteuerung durch die Jugendämter - einschließlich der in den Regionen für Jugendarbeit Zuständigen – sollte dabei für die Umsetzung des Programms Jugendarbeit an Schulen berücksichtigt werden. 12. Der fachliche Dialog auf allen Ebenen von Jugendhilfe und Schule muss die Kenntnis und Akzeptanz der rechtlichen und fachlichen Grundlagen, Organisationsformen, Ar-

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beitsweisen sowie Grenzen des jeweils anderen Bereichs stärken. Dies sollte durch den institutionalisierten Dialog von Schulleitungen, Schulaufsicht, Jugendamtsleitung und die Fachsteuerung des Jugendamtes garantiert werden. Das Verständnis für nonformelle und lebensweltbezogene Bildung stärken 13. Bei der Weiterentwicklung von Angeboten muss das Bewusstsein für die Aufgabenstellung von Jugendarbeit - wie Befähigung zur Selbstbestimmung, Anregung zur gesellschaftlichen Mitbestimmung und zu sozialem Engagement ausgebaut werden. Der Wert unterschiedlicher professioneller Rollen im pädagogischen Feld Schule muss berücksichtigt werden. 14. Teamarbeit in Bezug auf die Durchführung und die Ausstattung der Angebote sollte möglich sein, ideal wäre eine Tandembildung zwischen Schule und dem Träger der Freien Jugendhilfe. Auf diese Weise können fachliche Synergieeffekte für die Bildung der jungen Menschen (Stichwort ganzheitliches Bildungsverständnis) erreicht werden. Die Schwerpunkte des Programms Jugendarbeit an Schulen mit Umsicht weiter entwickeln 15. Für eine nachhaltige Wirkung des Programms sollte auf der Ebene der jeweiligen Bezirke geprüft werden, wie die Arbeit der Angebote (pädagogische Ziele und Vernetzung in den Sozialraum) trotz relativ geringer Ressourcenausstattung besser gestaltet werden kann. Anbindungen oder mögliche Synergien sollten entsprechend geprüft werden (u.a. an Jugendfreizeiteinrichtungen oder andere Projekte der Jugendarbeit im Bezirk). 16. Für die Weiterführung des Programms Jugendarbeit an Schulen ist eine gute Balance zu finden: Einerseits gilt es, die Kontinuität aufgebauter Strukturen zu gewährleisten, auf der anderen Seite sollte aber auch der gewünschte Innovationscharakter des Programms erhalten bleiben, um neue Ansätze zu identifizieren und zu erproben.

Die Ergebnisse der Erkundung werden während des Fachtages zur bezirklichen Rahmenkonzeption am 20. März 2012 vorgestellt.

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Neue Angebote Soziale Bildung Interkulturelles Lernen Sonstige Jugendbildung Kulturelle Bildung Politische Bildung Gesundheitliche Bildung Sportorientierte Jugendarbeit Technische Bildung Naturkundliche Bildung Sonstige Schwerpunkte

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N

Mittelwert

29 29 29 24 29 29 26 24 23 27

7,2 7,0 7,0 6,4 6,4 6,1 5,8 5,1 5,0 4,3

5 3

7,6 7,3

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

3%

14%

28%

3% 26%

17% 13%

13%

8% 3%

8%

15%

14% 17% 24% 4% 24% 31% 31%

100% 55% 100% 66% 43% 76% 75% 72% 69% 46%

25% 33%

17% 11%

13% 30%

46% 26%

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! mit der Schulleitung

... mit dem Jugendamt ... mit JFE ... mit Lehrer/innen ... mit Schulsozialarbeit ... mit Elternbeirat ... mit der Hortleitung ... mit Jugendsozialarbeit ... mit MA des Horts ... mit der Schulaufsicht ! mit sonst. Kooperation (2) ! mit sonst. Kooperation (1)

Mittelwert 9

Mittelwert 10

MW 9 - MW 10

6,4 6,0 5,9 5,6 5,3 4,4 4,4 4,3 4,3 2,7

7,2 6,4 7,0 7,0 6,4 6,1 5,0 5,8 5,1 4,3

-0,8 -0,4 -1,1 -1,4 -1,1 -1,7 -0,6 -1,5 -0,9 -1,6

6,8 6,7

7,3 7,6

-0,6 -0,9

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Mittelwert

Träger des Angebotes

30

7,6

(1/2)

(3/4)

(5/6)

(7/8)

13%

87%

Schulleitung

30

5,9

3%

Fachkoordination JA

30

5,6

3%

27%

27%

43%

33%

20%

Lehrer und Lehrerinnen

30

3,8

43%

30%

30%

27%

Schulaufsicht

29

1,8

13%

79%

14%

7%

Sonstige (2)

2

8,0

100%

Sonstige (1)

4

7,3

100%

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Mittelwert

Träger des Angebotes

30

7,6

Schulleitung

30

6,8

Fachkoordination JA

29

6,3

Lehrer und Lehrerinnen

30

6,2

Schulaufsicht

29

3,8

Sonstige (1)

5

6,2

Sonstige (2)

2

7,0

(1/2)

3%

34%

(3/4)

(5/6)

(7/8)

13%

87%

3%

23%

70%

17%

28%

55%

10%

43%

47%

24%

28%

14%

20%

20%

60%

50%

50%

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Mittelwert 12

Träger des Angebotes

7,6

7,6

MW 11 - MW 12

0,0

Schulleitung

5,9

6,8

-0,9

Fachkoordination JA

5,6

6,3

-0,8

Lehrer und Lehrerinnen

3,8

6,2

-2,3

Schulaufsicht

1,8

3,8

-2,0

Sonstige (1)

7,3

6,2

1,1

Sonstige (2)

8,0

7,0

1,0 !"#$% &' ( )*+,-+./01#%- 2++*-3%4"5%

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