energieHolz Ernten  | Verarbeiten  | Transportieren

Ausgabe 2  ·  Juni 2010  ·  4. Jahrgang

Interview: Bfn-Präsidentin beate jessel über kurzumtriebsplantagen

Lagerung: Wie lagert holz für die energetische nutzung am besten

ernteverfahren: fäller-bündleraggregate bieten ganz neue möglichkeiten

Termine für die nächsten Monate 9. Juni: bio.net 2010 3. BBE-Symposium für Bioenergie und Nachhaltigkeit Liederhalle, Stuttgart Bundesverband BioEnergie e.V. www.bioenergie.de

14. bis 18. Juli: 11. Interforst 2010 Internationale Messe für Forst­ wirtschaft und Forsttechnik Fachkongress und Sonderschau Neue Messe München www.interforst.de

10. bis 12. September: 1. Forst live Nord Fachmesse für Forsttechnik, Holzenergie und Biomasse Messegelände Hermannsburg www.forst-live.de

15. bis 17. Juni: DLG-Feldtage 2010 Fachforum und Fachausstellung Rittergut Bockerode, Springe-Mittelrode www.dlg-feldtage.de

31. August bis 4. September: Forest Bioenergy 2010 conference Konferenz und Fachausstellung In Tampere und Jämsä, Finnland Bioenergy Association of Finland FINBIO www.bioenergy.finbioenergy.fi

29. und 30. September: 1. KWF-Thementage Thementage: „Bodenschutz“ des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. Dierdorf www.kwf-online.org

7. und 8. September: 10. Industrie­forum Pellets Fachkongress und begleitende Fachausstellung Messe Stuttgart www.interpellets.de

7. bis 10. Oktober: 11. Renexpo 2010 11. Internationale Fachmesse für Regenerative Energien Messe Augsburg www.renexpo.de

30. Juni bis 1. Juli: European Bioenergy Conference AEBIOM European Bioenergy Conference & RENEXPO Bioenergy Europe Albert Hall, Brüssel www.renexpo-bioenergy.eu

Impressum

energieHolz Herausgeber und Verlag: SunMedia Verlags GmbH Adresse: Hans-Böckler-Allee 7, 30173 Hannover [email protected] www.energieholz-zeitschrift.de Telefon 0511 8550 2565 Fax 0511 8550 2500 Redaktion: Leitung: Karsten Schäfer, [email protected] Dittmar Koop, [email protected] Armin Leßner, Dorit Amelang, Gabriela Schulz Geschäftsführer: Klaus Krause  Verlagsbereich Technik-Medien Gesamtanzeigenleitung: Susann Buglass, Telefon 0511 8550-2528, [email protected] Anzeigenverkauf: Patrick Krumbach, 0511 8550-2520, [email protected] Druckunterlagen: [email protected] Telefon 0511 8550-2521, Telefax 0511 8550-2401 Producer: Christian Tiepold, [email protected] Vertrieb: Petra Winter, Telefon 0511 8550-2422 [email protected] Erscheinungsweise: 4 x jährlich, als Supplement in der Fachzeitschrift FORST UND HOLZ und als Supplement in der Fachzeitschrift ERNEUERBARE ENERGIEN, sowie im Einzelversand Bankverbindung: Sparkasse Hannover (BLZ 250 501 80), Konto 70 04 01 Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlages unter ausdrücklicher Quellenangabe gestattet. Gekennzeichnete Artikel decken sich nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion. Für unverlangt eingesandte Manuskripte haftet der Verlag nicht. Gerichtsstand und Erfüllungsort: Hannover Druck: Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG Gewerbering West 27, 39240 Calbe ISSN 1866 – 3524

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energieHolz  |  Juni 2010

Vorschau

Das lesen Sie in Kombi

oder

energieHolz 03-2010

Spezialist?

Mit der vermehrten Nutzung von fester Biomasse zu energetischen Zwecken entwickelt sich auch das Angebot an der für Ernte und Transport erforderlichen Maschinentechnik. Energieholzplantagen fordern von Landwirten nicht nur ihr Jahrhunderte altes Denken in traditionellen Erntezyklen zu erweitern. In der Praxis bedeuten auch hier die Ernte und der Transport, vom Feldholz bis zum Hackschnitzel, neue Herausforderungen. Die Maschinenhersteller reagieren und halten maßgeschneiderte Maschinentechnik für Ernte und Transport von Energieholz als Kombi- und als Speziallösungen bereit.

GruSSwort

Spannungsfeld Ansicht ist abhängig von der Perspektive. Ob Druck auf den Wald durch energetische Nutzung von Holz besteht, wird entweder gesehen oder nicht. Der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie VHI beispielsweise sieht starken Druck. Er stellte im Mai fest: „Zuviel deutscher Wald wird verbrannt.“ Eine politische Weichenstellung müsse her: Holz müsse erst stofflich genutzt werden, bevor es als Brennstoff diene. Laut VHI würden sonst Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz und Holzbriketts die Forstwirtschaft und somit den Wald an die Grenzen der Nachhaltigkeit bringen. Gut, dass es Meinungsvielfalt gibt: Der Bundesverband Bioenergie (BBE) zum Beispiel sieht das anders. Wenn sich also der VHI für Kurzumtriebsplantagen (KUP) ausspricht (S. 12), dann nicht, weil er ohne Hintergedanken KUP einfach für eine innovative, unterstützenswerte Sache hielte. Denjenigen, die sich für die Ausweitung der KUP-Flächen in Deutschland engagieren, sollten die Motive einer Befürwortung ihrer Sache am Ende egal sein. Doch pflanzte man dereinst wirklich im großen Stil, wären neue Ansichten zu berücksichtigen, die KUP aus einer anderen Perspektive betrachten. Zum Beispiel aus der der Artenvielfalt, des Naturschutzes oder des Landschaftsbildes. Kurzumtriebplantagen müssen mit lokalen Naturschutzzielen im Einklang stehen, fordert Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) im Gespräch mit der Energieholz (S. 4). Das Thema KUP bleibt in jedem Fall ein Spannungsfeld. Ihr

inhalt Rahmen & Recht Interview über Kurzumtriebsplantagen mit BfN-Präsidentin Beate Jessel���������������4 Altholz: Verbrennen contra Recycling�����������������������������������������4

Erfassung & Aufbereitung Ernte mit Fäller-Bündler-Aggregaten�������14 Die neu 718M von Sennebogen��������������17 Neuer Rutenernter und Fällkopf��������������18 Maschinenverkäufe stark eingebrochen��19

Messen & Veranstaltungen

Technik & Markt

Interforst: 10. Messe in 40 Jahren������������20

Holzlagerung für die energetische Nutzung��������������������������6 Solar Trocknung für Hackschnitzel�������������9 Trocknen von Hackschnitzel mit Abwärme aus Biogasanlage���������������10 Hackschnitzel mit Hackschnitzeln trocknen���������������������������11 Waldholz: Holzindustrie kämpft gegen energetische Nutzung������������������12 Kurzumtriebsplantage um Berliner Rieselfelder gepflanzt�����������������13 Neue Trocknungsanlage für Biomasse�����13

Kurz & Klein Meldungen�����������������������������������������������22 Preise von Pellets und Hachschnitzeln�����23 Meldungen�����������������������������������������������24

Rubriken Grußwort����������������������������������������������������3 Termine�������������������������������������������������������2 Vorschau�����������������������������������������������������2 Impressum��������������������������������������������������2

Zum Titelbild Auf der bauma 2010 zeigte das Straubinger Familienunternehmen Sennebogen erstmals seine Neuentwicklung für den Bereich der Energieholzernte und Landschaftspflege, den 718 M. Mit bis zu 1,6 Tonnen Traglast bei 13 Meter Reichweite werden nicht nur neue Maßstäbe im absoluten Arbeitsradius gesetzt. Der lange Teleskopkran ermöglicht auch eine Reduzierung von Sicherheitsabständen bei Problemfällungen. Die Kabine Multicab kann den Fahrer auf nahezu fünf Meter Augenmaß hydraulisch hochfahren.

Sennebogen Maschinenfabrik GmbH Sennebogenstraße 10 94315 Straubing Tel. 09421 5400 www.sennebogen.de



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Die Sonne arbeiten lassen Das österreichische Unternehmen Cona hat eine solare Trocknung für Hackschnitzel entwickelt.

Wie kann Holz ohne großen Energieaufwand getrocknet werden? Diese Frage stellte sich Georg Hubmer vor fast zwei Jahrzehnten und entwickelte ein Konzept einer solaren Trocknungsanlage für die Schnittholztrocknung in Mittelamerika. In den vergangenen Jahren modifizierte er das Konzept für die Anwendung von Hackschnitzeln. Eine Vielzahl von Hackschnitzelheizungen wird mit nassem Material beschickt. Dabei wird sehr viel Wasser verdampft, argumentiert Hubmer. Benötigt man jährlich beispielsweise 80 Kubikmeter Hackschnitzel und haben diese einen Wassergehalt von etwa 45 Prozent, so wandern zeitgleich etwa 14.000 Liter (= 14 Tonnen) Wasser mit in den Kessel hinein. Das entspricht sieben gefüllten Löschfahrzeugen. Diese Menge an Wasser senkt die Kesseltemperatur und die verbleibende Heizenergie stark. Darüber hinaus werden die Kessel vor allem bei Teillast sehr angegriffen. Trockene Hackschnitzel haben einen um etwa ein Drittel höheren Energiewert. Zudem kommt es bei feuchten Hackschnitzeln zu gesundheitsschädlicher Schimmelbildung und Vermoderung. Darüber hinaus schmälert Substanzverlust durch Selbsterwärmung – bis zu einem Drittel der Masse – das Energiepotenzial. Trockenes Hackgut weist einen wesentlich höheren Heizwert und bessere Abgaswerte auf. Bei der solaren Hackschnitzeltrocknung wird nun in solaren Luftkollektoren die Luft erwärmt und durch eine ausgeklügeltes Trocknungssystem die Hackschnitzel getrocknet. Cona hat einen eigenen Solarluftkollektor entwickelt mit einer besonders effizienten Absorbertechnik. Für jeden Quadratmeter Sonneneinstrahlung arbeiten im Inneren des Kollektors fünf Quadratmeter Tauscherfläche und übertragen so die Energie besonders gut auf die Luft. Das System der Cona-Biomassertrocknung arbeitet mit ganzflächiger Luftverteilung und großen Oberflächen. Dadurch ist ein ganz geringer Druckaufbau notwendig und geringe Ventilatorleistung erforderlich. Es können Axial- statt Radialventilatoren

Die solare Trocknung auf dem Dach einer Scheune.

zum Einsatz kommen. Diese verbrauchen wenig Strom: Messungen haben gezeigt, dass nur 1,5 bis 2,0 Kilowattstunden Strom pro Schüttraummeter Hackgut nötig sind, um das Material zu trocknen. Die Oberfläche des Hackguttrockners ist sehr groß und beträgt zirka 60 Quadratmeter. Beim Trocknen strömt die Luft über die gesamte Oberfläche mit einer sehr geringen Geschwindigkeit von zirka 0,06 Meter pro Sekunde heraus.

Heizwert von Holz in Abhängigkeit des Wassergehaltes.  Grafik: Österreichischer Biomasse-Verband

Die kleineren Anlagen sind auf die Trocknung von 500 bis 1.000 Schütt­ raummeter Hackgut jährlich ausgelegt. Deshalb empfiehlt sich der Einbau dieser Trocknung besonders für größere Betriebe oder für Gemeinschaftsanlagen. Zwischen 10.000 und 15.000 Euro kostet eine gesamte von Cona geplante

Foto: Cona

Anlage. In diesem Preis enthalten sind 30 bis 40 Quadratmeter Solarkollektorfläche, sämtliche isolierte Luftleitungen, die Ventilatoren, die Steuerung sowie der Schrägrost – Belüftungsboden mit 50 bis 60 Schüttraummeter Füllungsvermögen. Diese Hackschnitzelmenge kann in ein bis drei Wochen getrocknet werden. Im Schnitt können also über einen Sommer rund zehn Füllungen getrocknet werden. Die Handhabe ist einfach: Mit einem Frontlader werden die frisch gehackten Schnitzel maximal 1,50 Meter hoch über den Belüftungsboden angehäuft, berichtet Landwirt Hans Hubmer. Dann laufen die Ventilatoren fünf bis sechs Tage im Dauerlauf, um ein Erwärmen zu verhindern. Dann wir per Frontlader die Hackschnitzel durchmischt, da sich 40 bis 50 Zentimeter über dem Belüftungsboden eine nasse Schicht bildet, durch die die Luft schwer durchströmen kann. Nach sechs Tagen schaltet Hubmer auf Automatik, damit die Ventilatoren nur mehr bei entsprechender Lufterwärmung in den Kollektoren arbeiten. Nach zwei bis drei Wochen, je nach Witterung besitzen die Hackschnitzel einen Wassergehalt von unter 20 Prozent und können gelagert werden. www. cona . at



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Zubau: Wind überholt Kohle und Gas Biogas: Mangel an Umweltgutachtern

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Das Arbeitsverfahren MS-FTW (40m) für mittelsteile Hanglagen

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