Die Tempel von Angkor

Februar 2017 The Magazine for the German-speaking Community in Singapore Die Tempel von Angkor Was macht sie so besonders? Smart City Singapur Ei...
Author: Louisa Hartmann
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Februar 2017

The Magazine for the German-speaking Community in Singapore

Die Tempel von Angkor

Was macht sie so besonders?

Smart City Singapur

Ein lebendes Entwicklungslabor

Traditionelle Medizin in Asien Heilung mit Ölen und Kräutern

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Editorial

Editorial

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Smart City Singapur Ein lebendes Entwicklungslabor

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Sabine Wild Abstrahierte Fotografie

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Ich freue mich sehr, Sie mit dieser Ausgabe als neue Chefredakteurin begrüßen zu dürfen. Das Expat-Leben findet nicht nur in der Impulse, sondern ebenso innerhalb der Redaktion statt. Auch meine Vorgängerin Sabine Abt-Achtert ist nun leider weitergezogen. Ich danke Sabine für die gewissenhafte Übergabe und die vertrauensvolle Einarbeitung in den vergangenen Wochen. Viele der Autorinnen und Autoren der Impulse sind schon lange im Team und andere dürfen wir neu willkommen heißen. Gemeinsam werden wir uns weiterhin in Singapur und Umgebung umsehen und Sie mit aktuellen Geschichten aus diesem einzigartigen Land unterhalten und informieren. Themen wie die „Smart Cities“ auf den Seiten 9 bis 11 zeigen, wie kreativ und erfindungsreich diese Technologiestadt und ihre Bewohner sind. Ein lebendes Entwicklungslabor, modern und doch mit Traditionen verbunden, wie auch unser Bericht über die unterschiedlichen Arten der östlichen Heilmethoden trefflich widerspiegelt. Ob nun chinesisch, indonesisch oder indisch, die Naturheilkunde bietet unglaublich viele Möglichkeiten und ist bei Einheimischen wie auch vielen Ausländern sehr beliebt. In unserem Kulturteil stellen wir Ihnen Sabine Wild vor. Eine deutsche Fotografin, die bekannte Sehenswürdigkeiten auf eine besondere Art darstellt und uns damit einen neuen Blick auf Singapur schenkt. Sie, liebe Leserinnen und Leser, sind ein Teil dieser Stadt und prägen unser aller Leben fern der Heimat auch mit. Schreiben Sie uns, was Ihnen daran gut oder weniger gut gefällt, und was wir in unserem Heft dazu inhaltlich vielleicht ergänzen können. Ich bin gespannt auf Ihre Meinungen und freue mich gemeinsam mit meinem Team darauf, über viele weitere interessante Themen zu berichten.

Fernöstliche Medizin Heilung mit Ölen und Kräutern

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In diesem Sinne, Ihre

Angkor Wat Eine Reise in die Vergangenheit

Chefredakteurin, [email protected]

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instagram.com/impulsesing

Impulse Magazine is published monthly by German Association-Deutsches Haus

I N H A LT Editorial

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Inhalt, Impressum, About Impulse

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Die Seite 6

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Singapur Thaipusam – Hinduistisches Festival Homepage für die Ladies‘ Night Die besten Angebote auf einen Blick Smart City Singapur

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Editor: Frauke Jaensch, E- Mail : [email protected] impulse.org.sg  •  Stellver tretung : Marion Ruffing •  Contributors: Sabine Abt-Achter t, Sebastian Blasius, Kerstin Callow, Lars Culmann, Silke Dietz, Hans-Joachim Fogl, Fabian Görn, Eva Grasser, Daniel Happel, Susanne Heinrich, Verena Kyrieleis, La Pícara, Marion Ruffing, Viktorija Zavjalova  •  Online-Team: Nadine El Helw, Melanie Knöppchen-Mert  •  Lektorat: Eliane Panek  •  Adver tising Enquir y: sales @ impulse.org.sg, Tel: 6467 8802, Fax: 6467 8816  •  Internet : w w w.impulse.org.sg  •  Design: O’Art  •  Production: SC (Sang Choy) International P te Ltd •  Publisher: German A ssociation – Deutsches Haus, 61A Toh Tuck Road, Singapore 59630 0, E- Mail: info @ german-association.org.sg

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Freizeit Wassersport in Singapur

Impressum

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Angkor hat vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja gebildet. Foto: Verena Kyrieleis

Service Nachlassplanung für Expats in Singapur

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Business Was bedeutet ein „Ja“ in Asien?

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Veranstaltungskalender

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Kultur Sabine Wild über abstrahierte Fotografie

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German Association – Deutsches Haus Aktuelles

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Adressen

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Aktivitäten

Aus der Gemeinde Katholische Gemeinde Evangelische Gemeinde German European School Singapore (GESS) Deutsche Botschaft AHK Swiss School in Singapore (SSIS)

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Reise Die Tempel von Angkor – Reise in die Vergangenheit

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My Condo „Willy will‘s wissen“

Mitgliedsantrag

Impulse magazine is published monthly by German AssociationDeutsches Haus and distributed free-of-charge to the Germanspeaking community in Singapore. MCI(P) 118/09/2016

Redaktionsschluss April-Ausgabe: Donnerstag, 2. März 2017 Anzeigenschluss April-Ausgabe: Montag, 20. Februar 2017

On Tour Auf den Spuren der fernöstlichen Medizin

Opinions and views expressed by contributing writers are not necessarily those of the publisher. The publisher reserves the right to edit contributed articles as necessary. Material appearing in Impulse is copyrighted and reproduction in whole or in part without express permission from the editor is prohibited. All rights reserved ©.

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About Impulse Impulse – The Magazine for the German-speaking Community in Singapore is the leading German language magazine published in Singapore. With a monthly circulation of 3,500 copies, it provides up-to-date information on cultural and social events in Singapore as well as on tourist destinations in the country and the region. Furthermore, it serves as a platform for sharing information within the German-speaking social and business communities, comprising more than 8,000 expatriates. z  Distribution  The magazine is endorsed by the Austrian, German and Swiss Embassy. Complimentary copies of Impulse – The Magazine for the Germanspeaking Community in Singapore are sent to expatriate households, service apartments, hotels, clubs and other organisations servicing expatriates as well as selected airlines. The magazine is also available at the following locations: Austrian, German and Swiss Institutions  Austrian, German and Swiss Embassy • Goethe-Institut Singapore • swissnex Singapore • Singaporean-German Chamber of Industry and Commerce • German Centre for Industry and Trade Pte Ltd • Selected Austrian, German and Swiss companies • German Association – Deutsches Haus • Swiss Club • German European School Singapore • Swiss School Singapore • German-speaking Protestant and Catholic Churches  Singapore Institutions  Ministry of Education Language Centre • Centre for Languages at NUS • NTU Language Centre • German Alumni  Others  Nordic European Centre • Lufthansa flights between Singapore and Germany z  Subscription  To subscribe to Impulse in Singapore free of charge, go to www.impulse.org.sg, click on the button “Abo“. z  Impulse abonnieren  Sie möchten Impulse in Singapur kostenlos abonnieren? Besuchen Sie hierzu unsere Webseite unter www.impulse.org.sg und klicken Sie in der Menüleiste auf „Abo“.

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Family, Paediatric & Travel Medicine International Medical Clinic (IMC) specialises in family, paediatric and travel medicine. IMC has provided medical care in Singapore for over 17 years and is a trusted medical provider for the international community. With three General Practice Clinics and a specialist Paediatric Clinic, IMC strives to provide a high standard of healthcare in a caring, friendly and familiar environment.

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Die Seite Sechs

Kolumne



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Wenn der Hahn kräht …“

Die Besonderheit des chinesischen Kalenders ist, dass Zeitabschnitte in Form der fünf Elemente (Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall) dargestellt werden. Diese fünf Elemente repräsentieren für die Chinesen die Basis des gesamten Universums und stellen ein faszinierendes und sehr akkurates Instrument für Vorhersagen und Prophezeiungen dar. Am 28. Januar 2017 begann nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr. 2017 dominiert die Energie des „Feuer-Hahnes” (Yin Feuer über Yin Metall) und neben den üblichen Prophezeiungen für Kriege, Naturkatastrophen, Börsencrashs und Terroranschläge, gibt es in diesem Jahr eine ganz andere Komponente. Noch stärker als sonst wird es darum gehen, bei allen Vorhaben gut auszusehen. Die Energie des Hahns bewirkt bei vielen Menschen eine stärkere Konzentration auf das eigene Erscheinungsbild. Der bekannte Feng-ShuiMeister Raymond Lo aus Hongkong schreibt in seinem Jahresausblick, dass es in Metall-Jahren (sowohl der Affe als auch der Hahn werden diesem Element zugeordnet) einfacher sei, fit zu werden und abzunehmen. Das hört sich doch gut an! Der optimistische Hahn kann Sie mit seinem starken Durchhaltevermögen nicht nur bei Ihrem Fitness-Programm auf die Überholspur bringen. Er ist morgens der Erste und abends der Letzte, der die Bühne verlässt. Zudem liebt er Ordnung und ist sehr anspruchsvoll. Ein Hahn ist immer vorbereitet, packt Gelegenheiten beim Schopf und gibt nie auf. Was jetzt also zählt, ist Loyalität, Engagement und ein erstklassiges Auftreten. Text: Christine Kronshage

Karneval in Singapur

Chingay kommt von „zhuang yi“ in Mandarin und bedeutet die „Kunst der Kostümierung und Maskerade“. Seit der ersten Parade 1973 anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes hat sich die Veranstaltung zu einem nationalen Event entwickelt, das weit über die chinesischen Ursprünge mit Drachen- und Löwentanz, Kampfkunst- und StraßenoperAufführungen hinaus, die Dynamik von Singapurs multikultureller Gesellschaft zeigt. Dieses Jahr erwartet die Besucher eine bunte Show mit Wasser-, Feuer-, Schnee- und Lichteffekten sowie Höhenfeuerwerk. Lokale und internationale Künstler aus verschiedenen ethnischen Gruppen begeistern die Menge mit ihren Darbietungen. Die bekannten „Singapore Songs (Xinyao)“ und „Chingay Classics“ laden zum Mitsingen und Tanzen ein. Die Chingay Parade ist neben dem Nationalfeiertag im August die zweitgrößte Veranstaltung im Jahr und steht 2017 unter dem Motto: „Soundwaves Chingay, WeCare Singapore!“. Verkleiden Sie sich und feiern Sie mit am 10. und 11. Februar; jeweils abends um 20 Uhr (Vorprogramm ab 19 Uhr) rund um den Singapore Flyer/F1 Pit Building. Karten gibt es ab 28,50 S$. Weitere Infos unter www.chingay.org.sg

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Singapur

Thaipusam – Triumph über alle Schmerzen und das Böse Das hinduistische Fest zu Ehren von Lord Subramaniam (oder Lord Murugan) , dem Gott der Tugend, Jugend, Kraft und vor allem dem Zerstörer des Bösen, wird in Singapur am 8. und 9. Februar begangen. Am Vorabend oder „Eve of Thaipusam“ (8. Februar) wird die Büste der Gottheit Murugan vom Sri Thendayuthapani Temple in der Tank Road in den Layan Sithi Vinayagar Temple in der Keong Saik Road gebracht, damit er dort seinen Bruder Sri Vinayagar besuchen kann. Der Umzug wird von hunderten gläubigen Tamilen begleitet. Am „Thaipusam Day“ ( 9. Februar) findet die eigentliche Prozession statt, die nichts für schwache Nerven ist: Viele Männer tragen bis zu 40 Kilogramm schwere Metallgebilde, die „Kavadis“ auf den Schultern. Spitze Nadeln stecken dabei im nackten Oberkörper. Die metallenen Altäre können bis zu vier Meter Höhe erreichen und sind mit Blüten und Pfauen-

federn geschmückt. Auf diese Weise wird der Triumph von Gott Murugan über den Dämon Soorapadman, also über alles Böse und über jeglichen Schmerz, dargestellt. Thaipusam ist der religiöse Höhepunkt nach einem Monat des Fastens, Meditierens und der Enthaltsamkeit. Einige Gläubige durchbohren sich die Zunge, Lippe, Wangen oder Haut mit verschiedenen Gegenständen und Nadeln. Manche Frauen und Kinder tragen lediglich einen Milchtopf mit sich, dessen Inhalt der Gottheit geopfert wird. Das bunte Spektakel, das an verschiedenen Stationen mit indischer Musik begleitet wird, beginnt in den frühen Morgenstunden und dauert bis Sonnenuntergang an. Die Prozession verläuft quer durch die Innenstadt vom Sri Srinivasa Perumal Temple in der Serangoon Road zum Sri Thendayuthapani Temple in der Tank Road. Thaipusam wird nur in den von Tamilen bewohnten Teilen Indiens und in Sri Lanka, Malaysia, Singapur, Mauritius und Fiji

begangen. Weitere Informationen zum Festival hier vor Ort sowie die genaue Wegstrecke der Prozession: www.thaipusam.sg Text: Marion Ruffing Fotos: Pixabay / Hindu Endowments Board

Englische Konversation 2017 (Feb – Mai) In kleinen Gruppen (nicht mehr als 6 Teilnehmer) und mit viel Spaß @ German Association – Deutsches Haus Bei Bedarf können Erklärungen in Deutsch gegeben werden. Stufe I Donnerstag – 10.00 – 11.45 Beginn: 9. Februar 2017 Ende: 1. Juni 2017 15 Unterrichtseinheiten Kosten: Mitglieder S$ 690.00 Nichtmitglieder S$ 750.00 Stufe II Dienstag – 08.15 – 10.00 Donnerstag – 08.15 – 10.00 Beginn: 7. Februar 2017 Ende: 1. Juni 2017 30 Unterrichtseinheiten Kosten: Mitglieder S$ 1.380.00 Nichtmitglieder S$ 1.500.00 Stufe III Dienstag – 10.00 – 11.45 Beginn: 7. Februar 2017 Ende: 30. Mai 2017 15 Unterrichtseinheiten Kosten: Mitglieder S$ 690.00 Nichtmitglieder S$ 750.00

Es findet kein Unterricht in den Schulferien der GESS und an Feiertagen statt. Nach Beendigung des Kurses wird ein Zertifikat erteilt. Ort: German Association – Deutsches Haus 61A Toh Tuck Road Singapore 596300 Telefon: 6467 8802  Bus Services 77, 41 & 173 halten vor dem Haus. Tutor: OiLeng Gumpert, RSA Cert TESOL (London) Information und Anmeldung: E-Mail: [email protected]  Handy: 9663 6457

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Singapur

Unter der Woche wetteifern die angesagtesten Locations mit „Best deals for a girls’ night out“ : Zur Einstimmung auf den Abend am Asia Square gratis „free flow“ Martini Cocktails genießen, dann weiterziehen zum Clarke Quay, wo es zum Abendessen drei Freigetränke gibt und sich anschließend am Ann Siang Hill und in der Club Street einen Absacker zum Spezialpreis gönnen. Oder vom „2for1“-Deal an der Marina Bay profitieren: Cocktails und andere Getränke im Doppelpack bestellen, aber nur einmal zahlen. Die Locations und Angebote sind vielfältig. Und manchmal sind die Deals nicht nur auf weibliche Gäste begrenzt.

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Die besten Ladies NightAngebote auf einen Blick

„Meine Freundinnen und ich sind große Ladies‘ Night- Fans hier in Singapur“, sagt Konstanze Hartmann. „Die letzten zwei Jahre haben wir nach den besten Angeboten geforscht. Das war zum Teil mühsam, weil es viele verschiedene Informationsquellen gibt. Da es wahrscheinlich nicht nur uns so geht, haben wir nun eine Homepage gestaltet, auf

der alle Angebote übersichtlich zusammengestellt sind: www.ladiesnight.sg. Hier klickt man einfach seine Kriterien an (z.B. Wochentag oder Getränkewunsch) und schon werden die passenden Ergebnisse angezeigt.“ Die Suche kann auch über die Art der Location laufen: Bar, Club oder doch lieber ein Restaurant? Wo sich die nächste MRT-Station befindet, wird übrigens auch angegeben. Für Restaurants, die bei „Chope“ gelistet sind, können Reservierungen direkt über die Seite vorgenommen werden. 62 Locations mit interessanten Angeboten haben Konstanze und ihre Freundinnen bereits zusammengetragen. „Wenn wir eine Ladies‘ Night machen, sind die meisten anderen Gäste auch Expats – daher hoffen wir, dass unsere Website auch bei euch Anklang findet“, erklärt sie. Die Seite wird einmal wöchentlich auf Aktualität geprüft und fortlaufend ergänzt: Man (bzw. Frau) kann einen Account anlegen und weitere Locations hinzufügen. Text: Marion Ruffing, Konstanze Hartmann  |  Foto: Pixabay



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Singapur

Singapur

Clever und smart! Wenn Ressourcen und Platz knapp sind, dann wird aus der Not eine Tugend gemacht: Wachsen nach Plan. Singapur gilt als Vorreiter in vielen Konzepten der „Smart Cities“. Die Stadt verfolgt mit ihrem „Smart Nations“ Plan ganz eigene Ziele, wurde aber auch im internationalen Vergleich mit dem Titel „Smart City 2016“ ausgezeichnet.

Es ist Normalität in Singapur: In der Frontscheibe jedes Autos klebt ein kleines Gerät mit einer Zahlkarte. Beim Passieren eines Checkpoints leuchten ein paar Ziffern auf. 2,00 S$ Mautgebühr werden diesmal abgebucht. Es ist keine Hauptverkehrszeit, denn die Kosten variieren je nach Tageszeit und Verkehrsaufkommen. Egal ob im Parkhaus, auf öffentlichen Parkplätzen oder in der nächsten Einkaufsmall – niemand muss an Schranken die Scheibe herunterlassen, eine Karte ziehen und bei der Ausfahrt bezahlen. Das regelt sich wie von selbst, denn das kleine, intelligente Kästchen kommuniziert an jeder Schranke alleine. Die Zahlkarte kann an fast allen Geldautomaten und in vielen Geschäften und an Parkplätzen wieder aufgeladen werden, lässt sich umgekehrt auch zum Bezahlen benutzen. Praktisch. Electronic Road Pricing (ERP) nennt sich das System, das in Singapur schon in den 90ern zur besseren Regelung der Verkehrsströme eingeführt wurde und heute auch Daten erfasst, um Verkehrslösungen zu optimieren. Die Technik ist Teil eines großen Gesamtkonzeptes, welches „Smart City“ genannt wird. Und Singapur ist vor allem technologisch eine wahre Vorzeigestadt unter den Smart Cities dieser Welt. Der Begriff, ursprünglich entstanden aus der Grundidee des „Smart Growth“, ist

inflationär, wird meist im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsplanung verwendet. „Man versucht dabei, die bislang erfolgte sektorale Planung in eine projektbezogene zu führen. Hier sollen auf Systembasis große Regionen, die eine hinreichend kritische Größe haben, meist wirtschaftlich, aber auch sozial und ökologisch gesehen, zu einer größeren Autonomie in der Ressourcennutzung und -inwertsetzung geführt werden“, erklärt Gerhard Braun, der als leitender Professor die Abteilung Stadtforschung, Statistik und Geoinformatik an der Freien Universität Berlin führt. Städte mit Innovationen in verschiedenen Bereichen Smart City Konzepte beinhalten technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen. Diese überzeugten in Singapur im internationalen Vergleich 2016 von Juniper Research so sehr, dass die Löwenstadt auf Rang 1 der Smart Cities liegt, gefolgt von Barcelona, London, San Francisco und Oslo. Singapur hat sich auf die Fahne geschrieben, lebenswerteste und nachhaltigste Metropole der Region zu werden. In dem kleinen Stadtstaat, der mit einer begrenzten Fläche von rund 710 Quadratkilometer mit einer rasant wachsenden Bevölkerungsdichte

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Singapur

Construction Authority, zertifiziert. Bis 2030 sollen es 80 Prozent sein, so eine staatliche Vorgabe. 61 Hektar grüne Fassaden- und Dachflächen gibt es aktuell, 200 Hektar sollen es bis 2030 werden. Für dieses Ziel arbeiten auch deutsche Architekten: Shirin Taraz beispielsweise kann ihre Kreativität seit mehr als zehn Jahren in der Metropole voll entfalten. Das von ihr entworfene Park Royal Hotel mit hängenden Gärten gilt als Vorbild nachhaltiger Bauweise und ist gespickt mit modernsten Technologien. Es wurde zweieinhalb Mal so viel Grünfläche geschaffen wie auf einer ebenen Fläche.

zu kämpfen hat, sind Ideen gefragt. Mangelnde Rohstoffe zwangen seit jeher dazu, Energie, Wasser, Mineralien und Agrargüter von außen zu beschaffen. Was vor allem fehlt ist Fläche. So wächst die Stadt, die zwecks Landgewinnung der größte Sandimporteur der Welt ist, nicht nur in die Höhe, sondern mit Straßen und mehrgeschossigen Shoppingmalls in der Unterwelt auch in die Tiefe. „Innovative Flächennutzung, Energieeffizienz, Recycling und Wassergewinnung stehen auf dem Programm. Nachhaltige Lösungen strebten wir schon an, lange bevor die Worte Nachhaltigkeit und Smart City in Mode kamen“, verriet bereits im Herbst 2015 Goh Chee Kiong, Direktor für saubere Technologien, Gebäude und Infrastrukturlösungen beim Economic Development Board (EDB). Mehr Grün für den Klimaschutz Was in Singapur sofort auffällt: Die Stadt ist angenehm grün. Nicht nur durch gigantische Bäume und unzählige Parkanlagen, in denen man Grünflächen betreten darf und stets Spielmöglichkeiten für Kinder vorfindet. Nein, selbst auf und in den Wolkenkratzern fällt der Blick immer wieder auf üppige Pflanzen. Überall bieten sich schattige Plätzchen und luftige, ruhige Rückzugsmöglichkeiten. Gebaut wird zunehmend nach ökologischen Gesichtspunkten. Seit 2005 muss jeder Neubau entsprechend des „Green Market Schemas“ ein Nachhaltigkeitssiegel erhalten und jeder vernichtete Quadratmeter Grünfläche als Garten auf dem Gebäude ersetzt werden. Zu den „grünen“ Komponenten zählen beispielsweise Solarpanele, begrünte Gebäudeflächen, die teilweise die Klimaanlagen ersetzen und die Innentemperatur um gut 12 Grad reduzieren können, Wasseraufbereitungsanlagen und LED-Beleuchtungen. Das Geschäft mit grünen Baukomponenten wächst jährlich um gut 10 Prozent. Über 30 Prozent Bruttogebäudefläche sind bereits mit der „Green Mark“, einem Nachweis von der Building and

Singapur will sich bald selbst mit Wasser versorgen „Grundsätzlich ist unser effizient organisierter Stadtstaat ein lebendes Entwicklungslabor für innovative urbane Lösungen, mit enger Kooperation zwischen staatlichen Stellen, Bildungseinrichtungen, privaten Unternehmen und den Bürgern“, beschrieb Goh Chee Kiong von der EDB die Ideale in der Entwicklung. Beispiel Wasser: Der letzte Liefervertrag mit Malaysia läuft 2060 aus. Bis dahin will Singapur sich selbst versorgen. 55 Prozent des benötigten Wassers sollen von neuen internen Quellen einschließlich Recycling kommen. Ein Viertel des Wasserbedarfs sollen Entsalzungsanlagen und die restlichen 20 Prozent eigene Quellen beisteuern. Dabei steht Energieeffizienz im Vordergrund: Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll der importierte Energieverbrauch für die Wasseraufbereitung um 50 Prozent reduziert werden, 150 internationale Projekte laufen zu dem Thema. Der TÜV Süd unterhält in Singapur ein Kompetenzzentrum für Wasserprojekte. Auch große Konzerne sind dabei: Die Firma Siemens hat 2012 eine Demonstrationsanlage zur Entsalzung von Meereswasser errichtet, die mit einem elektrochemischen Prozess nur halb so viel Elektrizität benötigt wie konventionelle Entsalzungsanlagen. Das Thema Smart Cities steht bei Siemens zentral im Rampenlicht. Als führender Technologieanbieter entwickelt das Unternehmen speziell Lösungen in den Bereichen Smart Grid, Smart Buildings und Intelligent Transportation. Zudem betreibt Siemens in Singapur die für Stadtexperten einzigartige multimediale Ausstellung City of the Future. „Darin werden neuartige Konzepte des urbanen Lebens, Resilient Cities und Aspekte des Building of the Future genauso vorgestellt wie bereits heute vorhandene Intelligent Smart City Technologien“, erklärte Steffen Endler, Leiter Strategy and Business Excellence bei Siemens Singapur, bereits in einem Interview mit der „Welt“ 2015. An raffinierten Technologien tüftelt man weiter. In Zusammenarbeit mit der Nanyang Technological University (NTU) arbeitet Siemens aktuell daran, den Energie- und Wasserverbrauch Singapurs bis 2020 um 35 Prozent zu reduzieren. Chance und Risiko: Weit mehr als 100 Milliarden Euro lassen sich nach Berechnungen der Beratungsgesellschaft Pike Research bis zum Jahr 2020 mit schlauen Städten verdienen. Entsprechend arbeiten Konzerne wie Siemens, General Electric, Cisco und IBM an innovativen Konzep-

Singapur

ten für Smart Cities. Doch Stadtforscher wie Gerhard Braun warnen: „Es darf nicht nur um Technologien und Planungen von Regierung und Wirtschaft gehen, sonst funktionieren die Konzepte dauerhaft nicht.“ Nur brauchbare Konzepte haben Erfolg Diesen Fehler will Singapur tunlichst vermeiden. Man setzt auf ganzheitliche Projekte, die auch die Bürger mit einbeziehen. „Wir beachten auch demographische Entwicklungen, Verkehrsüberlastung, Umweltschutz und urbane Dichte. Wir wissen: Nur wenn Menschen etwas mit den Entwicklungen anfangen können, werden die Smart-Lösungen ein Erfolg“, so Goh Chee Kiong. Die Stadt, oder besser der Stadtstaat, soll kontinuierliches Wirtschaftswachstum erreichen, vor allem aber einen lebenswerten Raum für die Bewohner bieten. Parks in maximaler Fußwegentfernung von zehn Minuten sind derzeit für 80 Prozent der Haushalte erreichbar, 2030 sollen es mindestens 90 Prozent sein. Ein weiteres Vorzeigeprojekt zielt darauf ab, dass die Nanyang Technological University (NTU) und der angrenzende Clean Tech Park im Jahr 2020 der grünste Campus der Welt sein soll. Energie, Kohlenstoff, Wasser und Müll sollen um 35 Prozent reduziert werden. Durch Partnerschaften mit verschiedenen Unternehmen können neueste Entwicklungen hier zum Einsatz kommen, getestet und verbessert werden. Unlängst wurde eine öffentliche 6-Kilometer-Straßenzone zur Erprobung autonomer Fahrzeuge unter realen Bedingungen ausgerufen und internationale Unternehmen zur Teilnahme eingeladen. Aktuell pendeln auf einer Strecke von zwei Kilometer fahrerlose Elektro-Shuttlebusse mit etwa 20 Stundenkilometer zwischen NTU und Clean Tech Park. Das Angebot wird gut angenommen. In wenigen Jahren könnten leise Elektroautos das Stadtbild prägen. Dafür werden noch Daten gesammelt und ausgewertet: Rund 1.000 Sensoren, die den ganzen Stadtstaat vernetzen und an

Verkehrsknotenpunkten, Bushaltestellen, MRT-Stationen oder Taxiständen stehen, liefern wichtige Erkenntnisse, die auch dazu dienen, Bahn-Netze gezielt auszubauen, Busfrequenzen zu erhöhen oder Straßen zu erweitern. Auch die Zonen, die man mit dem eigenen Auto und den Lesegeräten in der Frontscheibe überquert, steuern ihre Daten dazu bei. Doch wie die Konzepte verraten, gehört zu einer Smart City weitaus mehr als gesammelte Daten und Technologie. Verschiedene Merkmale wurden zum Zweck des Vergleichs smarter Städte definiert: Beispielsweise Smart Economy (Wirtschaft), Smart People (Bevölkerung), Smart Governance (Verwaltung), Smart Mobility (Mobilität), Smart Environment (Umwelt) und Smart Living (Leben). So viel man auch planen mag, so viele Daten man auswerten kann, der Erfolg ist hochkomplex und schwer zu verstehen. „Wir wissen ehrlich gesagt nur wenig darüber, wie die Teilsysteme in eine optimierte Balance, einen kontrollierten Wandel, zu bringen sind. Durch demokratisches Verhalten kann ein Einverständnis von Raum als ein Forum für nachhaltige Koexistenz und Austausch entstehen. Erhaltung, Pflege und Schaffung neuer wie alter Werte sind die Schlüsselworte im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit“, schließt Stadtforscher Gerhard Braun, der in seiner jahrzehntelangen Laufbahn weltweit Mega-Cities gesehen, analysiert und beraten hat. Technologien, die das Leben verbessern sollen, gibt es in der Smart City Singapur viele. Und tagtäglich scheint die Anzahl zu steigen. Darf man dem Stadtforscher glauben, werden sich sinnvolle Dinge wie das ERP durchsetzen und unnütze wieder verschwinden. Lassen wir uns überraschen – und nutzen weiter die vielen innovativen und nachhaltig schönen Seiten, die Singapur zu bieten hat. Text: Sabine Abt-Achtert Fotos: Pixabay, Marion Ruffing, Thomas Goltz

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Freizeit

Die einfachste Möglichkeit Das Schwimmen ist und bleibt die elementarste Form des Wassersports. Obwohl wir auf einer tropischen Insel leben, sind Badestrände hier eher karg gesät. Wäre da nicht Sentosa. Die Strände Tanjong, Palawan und Siloso laden auf zwei Kilometer zum Planschen ein. Die künstlich angelegten Sandstrände bieten Wassermännern und Nixen als auch eingefleischten Sportlern jede Menge Abwechslung. Und entgegen allen Erwartungen, die das Tanker-Panorama so mit sich bringt, ist die Wasserqualität hier gar nicht einmal die schlechteste. Wer sich jedoch abseits vom Vergnügungs-Mainstream an natürlichen Stränden ins (nicht besonders) kühle Nass stürzen möchte, dem seien Changi oder Punggol Beach empfohlen. Obwohl sich die Wasserqualität an diesen Stränden im letzten Jahrzehnt ebenfalls verbessert hat, sollten Empfindliche sich vor dem Badespaß unbedingt informieren: Die National Environment Agency prüft wöchentlich die Wasserqualität an den sieben sogenannten „Recreational Beaches“ und veröffentlicht die Ergebnisse auf ihrer Webseite.

Vergnügen mit Wassersport Singapur bietet für wassersportliche Aktivitäten unbestritten sehr gute Voraussetzungen: Meer rundum, ein paar Reservoirs mittendrin, Flüsse quer durch und dazu noch zahlreiche Inselchen. Ob man nun der Hitze entfliehen, einer neuen Freizeitaktivität nachgehen oder den Adrenalinspiegel ankurbeln möchte – für jeden ist etwas dabei. Wir haben uns angesehen, was es auf Singapurs Gewässern so alles zu erleben gibt.

Strampeln mit Aussicht Die Gewässer Singapurs lassen sich jedoch auch ohne Hautreizung genießen. Der Bayer Joseph von Baader hat hierfür im Jahr 1810 eine wunderbare Erfindung gemacht: das Tretboot. Ob bei einem romantischen Ausflug zu zweit (die Kompatibilität von Romantik und Schweißausbruch sei dahingestellt) oder für die ganze Familie – eine tolle Möglichkeit, Singapurs Flüsse und Reservoirs zu erkunden. Größere Boote haben sogar ein Sonnendach. Für Wagemutige eignen sich die spritzigen Wasserfahrräder, die unter anderem im ultramodernen Water Sports Center am Kallang Basin vermietet werden. Strampeln mit Aussicht gibt es außerdem am PAssion WaVe @ Marina Bay, einem „Water Venture“ der People’s Association, wo eine Reihe von Wasser-, Abenteuerund Lifestyle-Programmen ausprobiert werden können (siehe Infobox). Paddeln verbindet und macht stark Sind Sie schon einmal mit dem Kajak gepaddelt? Das Kajakfahren ist schnell erlernt. So lassen sich zum einen die gepflegten Reservoirs gut erkunden, zum anderen lädt die Straße von Johor zu erlebnisreichen Touren ein. Da kann man etwa vom Pasir Ris Park aus zu den nahegelegenen Kelongs paddeln, wobei Wissenswertes über die hier beheimateten Meerestiere und den Alltag der Fischer zu erfahren ist. Oder Sie begeben sich auf eine Ausfahrt rund um Ubin, wo die Vielfalt unterschiedlicher Ökosysteme zu bestaunen ist und Mantas, Warane und Delphine zu sehen sind. Wer etwas Neues lernen, dabei richtig fit und Teil eines Teams werden möchte, dem sei Drachenbootfahren ans Herz gelegt. Die chinesische Sportart, die auf eine über 2.000 Jahre lange Tradition zurückblicken kann, erfreut sich in Singapur großer Beliebtheit: Rund 70 Teams paddeln die heimischen Gewässer auf und ab

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und messen sich an regelmäßig stattfindenden Wettbewerben. Im internationalen German Dragon Boat Team Singapurs steht neben der sportlichen Leistung – 2016 hat man erfolgreich an der Weltmeisterschaft in Adelaide teilgenommen – das soziale Moment im Vordergrund. Mitglieder trainieren bis zu vier Mal wöchentlich. Doch auch Gelegenheitspaddler sind jederzeit gern gesehen. Wunderbare Ausblicke vom Kallang Basin auf die Architektur rund um die Marina Bay und frisch gezapftes Bier vom Sponsor Paulaner inklusive! Paddel-Enthusiasten haben in Singapur überdies die Möglichkeit, das in Europa wenig bekannte Auslegerkanu, „Outrigger“ genannt, auszuprobieren. Im Gegensatz zur arktischen Herkunft des Kajaks liegen die Wurzeln des Kanufahrens in Polynesien, wo seine Bedeutung als Sportart heute jener des Fußballs in Europa gleicht. Wer sich Outrigging genauer ansehen möchte, begibt sich am besten nach Siloso Beach auf Sentosa, wo der Singapore Paddle Club in den Räumlichkeiten des Ola Beach Clubs beheimatet ist. Apropos Ola Beach Club: Im Nachfolger des altbewährten Sea Breeze hat auch Unternehmerin Miriam Becker aus Deutschland ihre Zelte aufgeschlagen. Sie hat den „Floating Donut“, ein rundes, elektrisch betriebenes Boot mit eingebautem Kohlegrill, nach Singapur gebracht. Im überdachten Donut, der von einem Kapitän – der auch mal beim Grillen hilft –

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Camden Medical Centre One Orchard Boulevard #11-05 Tel: 6235 2647

gesteuert wird, finden bis zu zehn Leute Platz. Picknick 2.0, „Made in Germany”. In der nächsten Ausgabe im März haben wir noch mehr Tipps auf Lager. Dann geht es um Jetpacks, Wakeboarding und noch mehr Action! People’s Association Water Ventures Die People’s Association (PA) ist eine autonome Behörde, die dem Ministry of Culture, Community and Youth angehört. Sie wurde 1960 ins Leben gerufen, um die unterschiedlichen ethnischen Bevölkerungsgruppen Singapurs über gemeinsame Aktivitäten zusammenzuführen. Die Community Centres/Clubs in allen Wahlkreisen sind Teil der PA. Die sieben Water-Venture-Standorte sind Bestandteil der PA und bieten Wasser- und Landsportarten an. Das Angebot kann von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern genutzt werden. Die Mitgliedschaft ist äußerst preisgünstig und ermöglicht Rabatte bei allen Water Ventures. PA Water Ventures: www.passioncard.sg Am Meer: Changi, East Coast, Pasir Ris, Sembawang Im Reservoir: Bedok, Lower Seletar, Passion Wave @ Marina Bay Text: Eva Grasser Fotos: Miriam Becker, German Dragon Boat Team, Water Sports Centre, Marion Ruffing

6 Raffles Quay #20-01 Tel: 6438 0162

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Service

Ratgeber

Richtig vorsorgen

Was in Singapur lebende Deutsche bei der Nachlassplanung beachten sollten Die Nachlassplanung ist ein sensibles Thema. Insbesondere vor Erreichen einer gewissen Altersgrenze beschäftigen sich viele Expats hiermit überhaupt nicht. Doch wer sich für ein Leben in Singapur entscheidet, geht damit auch das Risiko ein, dass das singapurische Rechtssystem bei der Nachlassverteilung eine entscheidende Rolle übernimmt. Das kann zu unerwünschten Konsequenzen führen. Zunächst einmal besteht die Möglichkeit, dass trotz der deutschen Staatsangehörigkeit eines Erblassers nicht deutsche, sondern singapurische Gerichte über Erbstreitigkeiten entscheiden. Viele Expats haben ihre familiären Bindungen noch in Deutschland und gehen – bewusst oder unbewusst – davon aus, dass im Falle von Meinungsverschiedenheiten die Gerichte der Bundesrepublik über die Verteilung ihres Nachlasses urteilen werden. Einen international anerkannten Grundsatz, nach dem nur die Nationalität des Erblassers für die internationale Zuständigkeit eines Gerichts ausschlaggebend wäre, gibt es allerdings nicht. Verstirbt ein deutscher Staatsbürger, wird ein deutsches Gericht zwar, zumindest wenn sich auch in Deutschland Nachlassvermögen befindet, grundsätzlich seine Zuständigkeit für eine Erbstreitigkeit bejahen. Das schließt aber nicht aus, dass sich auch singapurische Gerichte als zuständig ansehen, wenn sie denn angerufen werden. Die Gerichte Singapurs gehen in der Regel dann von ihrer eigenen Zuständigkeit aus, wenn in rechtlicher Hinsicht ein ausreichender Zusammenhang zwischen Singapur und dem zu entscheidenden Fall besteht. Beim Streit um das Erbe einer Person, die dauerhaft in Singapur lebte, liegt dieser Zusammenhang zumindest dann nahe, wenn es um die Verteilung von Immobilien in Singapur oder von beweglichem Vermögen, zum Beispiel Geld geht. Weiter besteht das Risiko, dass eine erbrechtliche Streitigkeit nach singapurischem Erbrecht entschieden wird. Dies gilt selbst dann, wenn ein deutsches Gericht den Fall entscheidet. Denn die Frage, welches nationale Erbrecht anwendbar ist, ist von der Bestimmung des zuständigen Gerichts unabhängig. Ein deutsches Gericht wird grundsätzlich das Erbrecht des Staates anwenden, in dem der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. War dies Singapur, kommt grundsätzlich

singapurisches Recht zur Anwendung (Ausnahmen gelten zum Beispiel für in Deutschland liegende Immobilien). Entscheidet ein Gericht eine erbrechtliche Streitigkeit am Maßstab des singapurischen Rechts, kann die Nachlassverteilung den Erwartungen des Erblassers empfindlich widersprechen. Das gilt insbesondere dann, wenn der Erblasser keine letztwillige Verfügung errichtet hatte oder diese die vorgeschriebenen Formalien nicht erfüllt und daher unwirksam ist. Dass das singapurische Recht stark vom deutschen Erwartungshorizont abweicht, bekommen vor allem uneheliche Kinder schmerzvoll zu spüren. Denn anders als in Deutschland sind sie in Singapur weitgehend von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen. Sie können lediglich ihre Mutter beerben. Und auch das geht nur, wenn keine ehelichen Kinder vorhanden sind. Stirbt der Vater, gehen sie im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge leer aus. Darüber hinaus kennt Singapur kein den deutschen Regeln entsprechendes Pflichtteilsrecht für Ehegatten. Und auch ein gesetzliches Erbrecht für den hinterbliebenen Partner einer gleichgeschlechtlichen (in Deutschland eingetragenen) Lebenspartnerschaft ist hier unbekannt. Die mögliche Entscheidung erbrechtlicher Streitigkeiten durch singapurische Gerichte sowie die denkbare Anwendung singapurischen Rechts machen eine frühzeitige Beschäftigung mit der Nachlassplanung für in Singapur lebende Deutsche unerlässlich. Wer die bestehenden Unwägbarkeiten kennt, kann durch eine vorausschauende Planung Überraschungen und Streitigkeiten zwischen den Hinterbliebenen vermeiden. Idealerweise sollte ein letzter Wille erstellt werden, der hinsichtlich der Formalien und des Inhalts sowohl den Vorschriften des deutschen als auch des singapurischen Rechts entspricht. Wird ein Testament gleich zweisprachig erstellt, kann das Nachlassverfahren zudem erleichtert werden. In Singapur bietet es sich darüber hinaus noch an, Informationen über seine letztwillige Verfügung, etwa das Datum der Errichtung oder den Ort, an dem die Verfügung verwahrt wird im Testamentsregister „Wills Registry“ zu hinterlegen. Damit kann ein weiterer Beitrag zur Sicherung der gewünschten Erbfolge geleistet werden. Sebastian Blasius, Rechtsanwalt und Foreign Registered Lawyer bei Luther LLP, Singapur

Business

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Verhandlungstipps für Asien Was bedeutet eigentlich ein „Ja“? Letztens sprach mich ein Geschäftsmann aus Deutschland an, der mit seinen Nerven am Ende war. Er ist nach monatelangen Verhandlungen in Singapur davon ausgegangen, den Zuschlag für ein größeres Projekt in Asien erhalten zu haben – dem war nicht so. Wie konnte es zu diesem Missverständnis kommen? Die Antwort scheint leichter zu klingen als sie ist – in Asien haben ein „Ja“ und auch ein „Nein“ eine andere Bedeutung als in Deutschland und anderen westlichen Ländern. Asiaten sind erfahrungsgemäß sehr höflich. Man möchte seinem Gegenüber mit einem „Nein“ nicht vor den Kopf stoßen. In vielen Situationen ist das Verhalten komplett entgegengesetzt zu dem des westlichen Gesprächspartners. Ein direktes deutsches „Nein“ stößt in den meisten Fällen auf Unverständnis und Ablehnung. So kommt es nicht selten während Verhandlungen zwischen einem Asiaten und einem Deutschen zu Missverständnissen. Aus diesem Grunde sollte man die unterschiedlichen Bedeutungen eines „Ja“ in Asien besser kennen. Ein Beispiel: Ein deutscher Vertriebsmitarbeiter trifft den chinesischen Einkäufer einer Maschinenbaufirma in Singapur. Man kennt sich bereits seit einigen Monaten und erste Verkaufsgespräche wurden geführt. Im dritten Treffen fragt der deutsche Geschäftsmann, „wollen Sie unsere Maschine kaufen“. Der chinesische Einkäufer antwortet mit „Ja“, meint aber: • „Ja, ich kann Sie hören, Sie sprechen laut genug“ • „Ja, ich habe Sie verstanden, Sie haben es verständlich erklärt“ • „Ja, ich mache mir Gedanken darüber“ • „Ja, ich kann mir vorstellen, dass wir irgendwann ins Geschäft kommen können“ • „Ja, ich will Ihre Maschine kaufen, da sie jedoch zu teuer ist, werde ich sie in Malaysia bestellen“ • „Ja, wenn Sie den Preis reduzieren“ Es handelt sich somit auf keinen Fall um eine Zusage. Erfahrene asiatische Geschäftsleute sind sich dieser Thematik durchaus bewusst und nutzen diesen Vorteil für sich, indem sie den westlichen Geschäftspartner gelegentlich mit Absicht „im Dunkeln tappen“ lassen. Das schafft Zeit und mehr Spielraum für weitere Gespräche und das Vergleichen weiterer Angebote. Letztendlich bedarf es auf jeden Fall noch weiterer Verhandlungen um zum Abschluss zu gelangen. Auf der anderen Seite ist man in Asien häufig überrascht, wie „effizient“ bzw. wenig diplomatisch die deutsche Sprache sein kann.

„Ja“ bedeutet in den meisten Fällen: • „Ja, alles klar, geht so, einverstanden“ und „Nein“ bedeutet: • „Nein, geht nicht, Ende der Debatte“. Nicht selten hat ein mit der westlichen Kultur unerfahrener asiatischer Geschäftspartner seine Schwierigkeiten mit dieser Direktheit und fühlt sich missverstanden. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass der deutschsprachige Ansprechpartner überheblich und respektlos sei. Fazit: Werden Sie nicht ungeduldig. Berücksichtigen Sie die Tatsache, dass ein „Ja“ in den meisten Fällen keine Zusage ist. Viel wichtiger ist, dass Sie Ihrem Gegenüber stets gut zuhören, irgendwann wird man Ihnen auch in Asien zustimmen bzw. Ihr Produkt kaufen. Ob diese Zustimmung unbedingt mit einem knappen „Ja“ bestätigt wird, bleibt dahingestellt. Text: Lars Culmann www.aditus-singapur.com/news

Wie bin ich im Alter versichert? Bin ich pflegeversichert? Wie ist die Situation bei einem Wechsel des Arbeitgebers? Bin ich auf Reisen versichert? Wie ist die Situation nach meiner Rückkehr nach Deutschland?

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Veranstaltungskalender

Februar 2017

Musik – Klassik ■■ SSO GALA: CHARLES DUTOIT – RHAPSODY ON A THEME OF PAGANINI Donnerstag, 16. Februar 2017 Strawinskis atemberaubendes Meisterwerk handelt von einem fabelhaften Feuervogel, der vom gefeierten Schweizer Dirigenten Charles Dutoit zum Leben erweckt wird. Wo: Esplanade Concert Hall Wann: 19.30 Uhr Karten: ab S$ 25

■■ SSO DISCOVERING MUSIC! COLOURFUL TALES Samstag, 18. Februar 2017 Der Dirigent Jason Lai leitet ein Trio, dass zur Entdeckung von Musikkonzerten einlädt. Hierbei erforscht er, wie Komponisten Geschichten, Theaterstücke und Gedichte als Inspiration nutzen, um großartige Musik schreiben zu können. Von Shakespeares Stücken bis hin zu Wagners Musikdramen und von Tschaikowskis bis Strawinskis buntem Ballett − welch ein Ohrenschmaus! Wo: Victoria Concert Hall Wann: 16 Uhr Karten: S$ 20

■■ SSO SUBSCRIPTION CONCERT: A WEEKEND WITH BEETHOVEN Freitag, 24. Februar und Samstag, 25. Februar 2017 Der chinesische Dirigent Yu Long kehrt mit einem Beethoven-Programm zurück, dass die außergewöhnliche siebente Symphonie und Egmont Ouvertüre beinhaltet. Es erwartet Sie eine Geschichte von Unterdrückung, Mut und Befreiung. Das 12-jährige Klavierwunder Serena Wang ist die Solistin in Beethovens Klavierkonzert Nr. 1. Wo: Victoria Concert Hall Wann: 19.30 Uhr Karten: ab S$ 18

Musik – Pop, Rock, Jazz, Folk, Musical ■■ Yellowcard The Final World Tour Sonntag, 12. Februar 2017 Yellowcard haben ihr letztes Album angekündigt und werden mit „The Final World Tour“ ihren Abschied nehmen. Wo: The [email protected] Rock Hotel, Resorts World, Sentosa Wann: 20 bis 22.30 Uhr Karten: ab S$ 98

■■ Joe Satriani Surfing To Shockwave Tour 2017 Dienstag, 21. Februar 2017 LAMC Productions ist stolz darauf, den weltweit erfolgreichsten Solo-Gitarristen in Singapur begrüßen zu dürfen! Nach seiner von Erfolg gekrönten Europa- und USA-Tournee freut sich Joe Satriani auf die Surfing to Shockwave 2017 Tour durch Asien. Songs wie „Big Bad Moon“, „Friends”, „Crystal Planet” und „If I Could Fly” werden Teil seiner Playlist sein. Wo: Kallang Theatre Wann: 20 Uhr Karten: ab S$ 108

■■ JAMES TAYLOR & HIS ALL-STAR BAND IN CONCERT Donnerstag, 21. Februar 2017 Die Musik des amerikanischen Singer-Songwriters James Taylor, der mit seiner All-Star Band auftreten wird, verkörpert die Kunst des Liedermachens in einer persönlichen und universellen Form. Er ist ein Meister der Beschreibung spezifischer, sogar autobiographischer Situationen und hat bereits mehr als 100 Millionen Alben verkauft. Wo: The Star Theatre Wann: 20 Uhr Karten: ab S$ 98

■■ GUNS N‘ ROSES NOT IN THIS LIFETIME TOUR Samstag, 25. Februar 2017 Es ist so weit: Guns N‘ Roses machen auf ihrer „Not in This Lifetime“ Tour 2017 einen Stopp in Singapur! Die einflussreichste Rock’n’Roll Band mit ihren Originalmitgliedern Axl Rose, Slash und Duff McKagan, konnte seit ihrer Rückkehr bereits mehr als zwei Millionen Fans begeistern. Wo: Changi Exhibition Centre Wann: 20 Uhr Karten: ab S$ 199

Bildende Kunst ■■ Vortrag über Albrecht Dürer Freitag, 24. Februar 2017 Albrecht Dürer, einer der bedeutendsten Künstler der westlichen Kunstgeschichte, revolutionierte und kommerzialisierte die Bilderwelt vor 500 Jahren. Der Vortrag von Dr. Maren Krämer-Dreyer behandelt das Vermächtnis Dürers sowie sein bewegtes Leben, welches anhand seiner wichtigsten Werke erzählt wird.  Wo: Asian Civilizations Museum Wann: 19 Uhr Karten: freier Eintritt

■■ Singapore Biennale 2016: An Atlas of Mirrors Noch bis Sonntag, 26. Februar 2017 Die Singapur Biennale präsentiert einen Zusammenschluss von künstlerischen Perspektiven, die unerwartete Möglichkeiten bieten, die Welt und uns selbst zu betrachten. In dieser Ausstellung für zeitgenössische Kunst erwarten den Besucher mehr als 60 Werke von Künstlern aus Südost-, Ost- und Südasien. Es können gemeinsame Geschichten und aktuelle Realitäten innerhalb und außerhalb der Region erforscht werden. Wo: Singapore Art Museum Karten: ab S$ 19

■■ National Gallery Singapore Artist & Empire – Curator‘s Tour Noch bis Freitag, 10. März 2017 Besuchen Sie die Sonderausstellung „Artist and Empire: Colonial Legacies“, begleitet durch die Kuratoren der „National Gallery Singapore“. Die Ausstellung geht der Art und Weise, wie das britische Reich dargestellt wurde auf den Grund und untersucht die künstlerischen Angriffe aus der Perspektive der ehemaligen Kolonien und der heutigen Künstler. Pro Führung stehen 20 Plätze zur Verfügung. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Wo: National Gallery Singapore Wann: 19.30 Uhr Karten: S$ 25

Weitere Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen findet Ihr auf unserer Facebook-Seite unter www.facebook.com/ImpulseSingapur.

Theater / Kleinkunst / Tanz / Zirkus ■■ Chicago The Musical Mittwoch, 8. Februar bis Sonntag, 26. Februar 2017 „Mord, Habgier, Korruption, Ausbeutung, Ehebruch und Verrat ... all die Dinge, die uns lieb und teuer sind.“ So fängt das international preisgekrönte Musical CHICAGO an. Ein Nachtclub-Sänger, eine Doppelmörderin und ein charmanter Anwalt: Es wäre ein Verbrechen, dies zu verpassen! Wo: Sands Theatre, Marina Bay Sands Wann: Donnerstag bis Freitag, 20 Uhr Samstag, 14 Uhr und 20 Uhr Sonntag, 13 Uhr und 18 Uhr Karten: ab S$ 65

■■ NASEERUDDIN SHAH‘S DEAR LIAR Samstag, 18. Februar 2017 Jerome Kiltys Stück dramatisiert die 40-jährige Korrespondenz zwischen dem irischen Schriftsteller George Bernard Shaw und der englischen Schauspielerin Patrick Campbell. Es rekonstruiert ihre faszinierende Beziehung − eine bittersüße Beziehung, da beide bereits verheiratet waren. Wo: University Cultural Centre Hall, NUS Wann: 19 Uhr Karten: ab S$ 55

■■ The Pillowman Freitag, 24. Februar bis Sonntag, 12. März 2017 Das Stück „Pillowman” eröffnet in einer Gefängniszelle, wo ein Schriftsteller über die Geschichten, die er geschrieben hat, befragt wird. Während das Verhör fortschreitet, verschwimmt die reale mit der fiktiven Welt. Wo: Victoria Theatre Wann: Donnerstag bis Freitag, 19.30 Uhr Samstag, 14.30 Uhr und 19.30 Uhr Sonntag, 14.30 Uhr (Sonntag, 12. März 19.30 Uhr) Karten: ab S$ 30

■■ Eddie Izzard – Force Majeure World Tour Montag, 27. Februar 2017 Der weltberühmte Komiker Eddie Izzard kommt zum ersten Mal mit seiner brandneuen Show, „Force Majeure“ nach Singapur. Er gilt als einer der ersten Stand-Up-Comedians seiner Generation. Wo: University Cultural Centre Hall, NUS Wann: 20 Uhr Karten: ab S$ 98

Kinder / Familie ■■ KidsFest 2017: The Snail and the Whale Donnerstag, 9. Februar bis Sonntag, 12. Februar Begleiten Sie eine kleine Schnecke auf ihrer Reise. Per Anhalter auf einem Buckelwal erkundet diese die Welt. Gemeinsam begeben sie sich auf ein erstaunliches Abenteuer, aber was wird passieren, wenn der Wal strandet? Wie wird die Schnecke ihn retten? Wo: KC Arts Centre Wann: Donnerstag, 17 Uhr Freitag, 17 Uhr und 19.15 Uhr Samstag, 13 Uhr und 17 Uhr Sonntag, 10 Uhr, 12 Uhr und 15 Uhr Karten: ab S$ 42

■■ The Ant & The Grasshopper Samstag, 18. Februar – Sonntag, 19. März 2017 Ein Musical für die ganze Familie, mit bunten Charakteren, Puppen und melodischen Songs. Basierend auf der berühmten Aesop-Fabel, aber mit unerwarteten Wendungen, um auch die Erwachsenen auf Zack zu halten! Wo: Soft Drama Theatre Wann: Donnerstag bis Freitag, 18.02.–10.03, 10.30 Uhr Donnerstag bis Freitag, 14.03.–17.03, 10:30 Uhr und 14 Uhr Samstag bis Sonntag, 11 Uhr – 14:30 Uhr Karten: ab S$ 32

■■ A Peter Rabbit Tale Freitag, 24. Februar 2017 – Freitag, 14. April 2017 Jemand muss das Kaninchen aufhalten! Peter hat nichts als Unfug im Kopf und verursacht dadurch stets Schwierigkeiten. Als er erneut die Regeln bricht und aus Mr. McGregors Garten stiehlt, weiß er, dass er zu weit gegangen ist. Die Angst vor seiner Mutter veranlasst ihn dazu, sein warmes Kaninchenloch zu verlassen und in die große Welt zu flüchten. Wo: KC Arts Centre Wann: Wochenende/Feiertage 11 Uhr und 14 Uhr Wochentage 10 Uhr Karten: Wochenende/Feiertage ab S$ 35 Wochentage ab S$ 25

Spezielles: Messen / Märkte / Festivals / Begegnungen ■■ Huayi – Chinese Festival of Arts 3. bis 12. Februar 2017 Esplanade – Theatres on the Bay begehen das Jahr des „Feuer-Hahns” mit einem Festival, zu dem chinesische Künstler aus den Bereichen Schauspiel, Tanz, Visuelle und Bildende Kunst ihr Können präsentieren. Traditionell, zeitgenössisch und auch ganz außergewöhnlich sind die verschiedenen Darbietungen. Neben kostenpflichtigen gibt es auch eine ganze Reihe kostenfreier Aktivitäten, als auch Workshops für Kinder. Wo: Esplanade – Theatres on the Bay Wann: unterschiedliche Zeiten Karten: teils kostenpflichtig, teils freier Eintritt Info: www.esplanade.com

■■ B2B Networking im German Centre Donnerstag, 9. Februar 2017 Treffen Sie interessante Menschen und knüpfen neue Kontakte. Das B2B im German Centre ist bekannt als die Veranstaltung, die Geschäftspartner zusammen bringt. Wo: German Centre 25 International Business Park Singapur 609916 Wann: 18.30 – 20.30 Uhr Karten: SGC Mitglieder S$ 42, Gäste S$ 59 Info: www.februaryb2b2017.peatix.com

■■ Deutscher Karneval mit den German All Stars Samstag, 19. Februar 2017 Es ist die Zeit gekommen Karneval zu feiern! Die Party wird in der Brotzeit VivoCity stattfinden. Lassen Sie sich nicht die 70s, 80s, 90s, Karneval-Musik sowie Deutsche Schlagermusik entgehen, gespielt von DJ Peppup von Radio Antenne Bayern. Von jedem verkauften Ticket werden 4 S$ des Erlöses in Zusammenarbeit mit GESS an ein Wohltätigkeitsprojekt gespendet. Wo: Brotzeit VivoCity Wann: 20 Uhr Karten: Vorverkauf S$ 12 / Tür S$ 15 Info: www.facebook.com/German-All-Stars-Singapore-119778406628

Alle Angaben ohne Gewähr und soweit nicht anders vermerkt  | Infos und Karten unter www.sistic.org.sg , www.singapore.eventful.com Zusammenstellung: Viktorija Zavjalova

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Kultur

Megacities und der Wald

Sabine Wild über abstrahierte Fotografie und ihre neuen Projekte in Singapur

Die Berliner Fotografin Sabine Wild lebt Foto-Kunst: Durch digitale Bearbeitung ihrer Fotos entstehen Unschärfen, verschwimmende Konturen und die für ihre Arbeiten charakteristischen horizontalen und vertikalen Linien. Das Ergebnis sind Werke, die Aspekte der Fotografie und der abstrakten Malerei vereinen. Gern widmet sie sich Metropolen, Architektur und Natur. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sie nach Singapur kam, um in „The Lion City“ zu fotografieren. Wir haben sie in der Galerie Lumas im Paragon Shopping Centre getroffen, in der ihre Bilder erhältlich sind.

Sie fotografieren unter anderem Architektur und Metropolen. Wie sind Sie auf dieses Thema gekommen? Ich habe Linguistik, Spanisch und Germanistik studiert und im Referat Öffentlichkeit bei der Bundesarchitektenkammer gearbeitet. Architektur hat mich schon immer interessiert, aber ich denke, die berufliche Beschäftigung mit Architektur gab für mich den Ausschlag. Sie haben auch eine Serie mit Wäldern und Bäumen. Würden Sie sich eher als Stadtmensch oder Landei bezeichnen? Meine Themen sind tatsächlich beides: Megacities und der Wald. Zum Waldthema kam ich durch meinen kleinen Hund, mit dem ich durch die Berliner Wälder streife. In dem Sinne bin ich ein Stadtmensch, der in der Stadt in den Wald geht, also eine Kombination aus beidem. Wobei ich den Wald als ein privateres Thema bezeichnen würde. Er ist mir natürlich vertrauter als die Metropolen, die ich fotografiere, weil er meinen täglichen Weg zeigt.

Wie wählen Sie die Städte aus? Natürlich nach der Attraktivität der Architektur, gibt es eine interessante Skyline? Ein ganz praktischer Punkt ist aber auch, ob die Stadt sicher bereisbar ist. Ich war kürzlich in Mexico City und dort wählte ich die Variante, mit einer Fotografengruppe zu reisen. Durch das teure Equipment ist man natürlich ein Anziehungspunkt für Diebe. Dass man sich in Singapur darum keine Gedanken machen muss, genieße ich sehr. Was interessiert Sie an Singapur? Was werden Sie hier fotografieren? In Singapur hat mir besonders die Marina Bay gefallen. Nicht so sehr das MBS, das finde ich von außen eher weniger spannend, aber seine Innenarchitektur finde ich sehr faszinierend. Die Skyline um die Bay herum ist in meinen Augen sehr gelungen. Neben den bekannten Gebäuden interessiere ich mich aber vor allem auch für die Arbeit bekannter Architekten, die nicht unbedingt jedem gegenwärtig ist. In Singapur

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möchte ich zum Beispiel das Universitätsgebäude fotografieren, das Thomas Heatherwick für die NTU gebaut hat, den sogenannten Learning Hub. Heatherwick ist auch verantwortlich für den British Pavillon der Shanghai Expo 2010. Ein Aufsehen erregendes Gebäude, das aussieht wie ein Igel. Ich interessiere mich sehr für die vertikale Bepflanzung an Gebäuden und bin begeistert, wie präsent hier diese Variante ist, Gebäude auf diese Art und Weise klimatechnisch zu verbessern. Offensichtlich bearbeiten Sie die Fotos, so dass dieser Effekt entsteht, ein Hybrid zwischen abstrakt anmutender Malerei und Fotografie. Es ist eine eigene Form der Abstraktion, eine abstrahierte Fotografie. Wie stellen Sie fest, dass es genug bearbeitet ist. Welche Gesichtspunkte? Farbe, Ästhetik, Bauchgefühl? Meine Empfindung spielt eine große Rolle, wenn ich mich in Megacities bewege – ein Wechsel zwischen Faszination und Erschrecken. Ich fühle mich klein und frage mich, welche Ausmaße das Wachsen dieser Städte noch annehmen wird. In Zentralchina werden Millionenstädte aus dem Boden gestampft und die Menschen dorthin umgesiedelt, ohne dass sie einen Bezug zu ihrem neuen Lebensort haben. Wo führt das hin? Im Grunde abstrahiere ich die Städte, weil ich versuchen möchte, ihre Austauschbarkeit und Anonymität sichtbar werden zu lassen, indem ich teilweise ihre Wahr-

zeichen verkläre. Wenn ich die Bauten in ihrer Tektonik auflöse, wirken sie fragil und furchteinflößend. Arbeiten Sie spontan, oder überlegen Sie sich schon vor dem eigentlichen Shooting, was Sie aus welcher Perspektive einfangen wollen? Es gibt in jeder Stadt Gebäude berühmter Architekten, oder die sogenannten Wahrzeichen, die man kennt und die auch für einen potentiellen Käufer einen Wiedererkennungswert haben. Ich mache hier natürlich Fotos vom Marina Bay Sands und der Marina Bay, aber sehr häufig passiert es mir dann, dass ich abdrifte. In Chinatown war ich zum Beispiel fasziniert von den kleinen Nebengassen mit den Klimaanlagen und Feuertreppen und habe diese mit der Kamera eingefangen. Oder an der Marina Bay stellte ich fest, dass sogar die Autobahnpfeiler neben der Helixbridge vertikal bepflanzt sind, und natürlich waren das tolle Motive. Können Sie sich vorstellen, mit ihrer Technik auch Porträts zu machen? Nicht so gerne, auch weil ich das Equipment wie Lichtanlagen gar nicht habe. Manchmal tue ich es jedoch, aber nur für Freunde. Neben meinen Arbeiten in abstrahierter Fotografie verfolge ich aber auch eine Linie mit nicht verfremdeten Fotos. Vielen lieben Dank für das Gespräch. Das Interview führte Susanne Heinrich. sg.lumas.com/searchsg/?id=23071&search=sabine+wild

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On Tour

Geheimnisse der traditionellen östlichen Medizin

In Singapur kommt man unweigerlich mit alternativen Heilmethoden in Berührung, denn sie sind fest im Verständnis der Asiaten verankert. Während die meisten von uns Traditionelle Chinesische Medizin mit Akupunktur verbinden, wird es bei Ayurveda schon schwieriger: Ölmassagen! Yoga! Doch wer hat schon mal etwas von „Jamu“ gehört?

Wir befinden uns auf einer Tour mit Charlotte Chu, die uns einen eindrucksvollen Einblick in die drei wichtigsten Naturheilverfahren Asiens vermittelt: die Chinesische Traditionelle Medizin, das indische Ayurveda und die indonesische Kräutermedizin Jamu. Ayurveda – eine indische Lebensweise Wir starten bei der Anantha Ayurvedic Health Care, einer ayurvedischen Klinik in der Nähe des Tekka Markets in Little India. Ein älterer Inder in einem weißen Arztkittel gibt uns eine Einführung in Ayurveda, was aus dem Sanskrit übersetzt „Lebensweisheit“ bedeutet. Seit über 3.000 Jahren wird diese Kombination aus Wissenschaft und Philosophie in Indien und Sri Lanka praktiziert und gelebt, beruhend auf der Annahme, dass wir aus drei Lebensenergien, den Doshas bestehen: Vata, Pitta und Kapha. Jeder wird in der ihm eigenen Konstitution geboren, wobei das Verhältnis der drei Doshas bei der Geburt optimal ist. Falsche Ernährung und ein hektischer Lebensstil können die Doshas jedoch aus dem Gleichgewicht bringen und wir werden anfällig gegenüber Krankheiten. Ebenfalls eine Rolle spielen die fünf indischen Elemente: Wasser, Erde, Feuer, Luft und Äther (Raum), aus denen der gesamte Kosmos zusammengesetzt ist. Eine ayurvedische Lebensweise erfordert den Einklang mit dem Universum. Anhand der Ausscheidungen über unsere Organe kann der Arzt erkennen, was uns fehlt und somit einen ganzheitlichen Behandlungsplan erstellen. Dies können Massagen, Öle, Kräuter oder Übungen wie Yoga und ein abgestimmter Ernährungsplan sein. Da verwundert es kaum, dass das Studium zum AyurvedaArzt mehr als fünf Jahre dauert. Abschließend dürfen wir unter anderem zuschauen, wie Rückenschmerzen mit

On Tour

einem warmen Ölguss im Lendenwirbelbereich behandelt werden und wie ein Stirnguss praktiziert wird. Jamu – Geheimrezept der Indonesier Weiter geht es mit dem Bus zur Arab Street, wo wir im Wayan Wellness & Spa Retreat eine Einführung in die Traditionen Indonesiens bekommen. Auch dort, vorwiegend auf Java und Bali, verlässt man sich auf die Heilkraft der Natur und hat über Tausende von Jahren eine wirkungsvolle Medizin namens Jamu entwickelt. Es werden Kräuter, Wurzeln, Blätter, Rinden, Früchte, aber auch Eier und Kokosmilch verwendet, um medizinische Getränke zu brauen. In den Dörfern bereiten Frauen Jamu in der heimischen Küche zu und gehen mit den Flaschen von Haus zu Haus, um die Getränke zu verkaufen. Es gibt unzählige Rezepte, die oft Kurkuma, Tamarinde und Ingwer enthalten. Auch wir bekommen zur Einstimmung ein bekömmliches Getränk auf Ingwerbasis serviert. Das Wayan Spa befindet sich in einem alten Shophouse und über viele enge Gänge gelangen wir schließlich in einen ansprechenden Behandlungsraum mit angrenzendem Bad. Hier werden zukünftige Bräute auf ihren großen Tag vorbereitet. Aber auch bei jungen Müttern ist die Kräuterheilkunde sehr beliebt. Mit einer entsprechenden Wickeltechnik soll sich der Bauch nach der Geburt schnell wieder anschaulich zurückbilden. Vorausgesetzt, man hat eine Woche lang täglich sechs Stunden die Geduld dazu. Zum Abschluss dürfen wir uns alle die Hände mit einer Kurkuma-Paste einreiben. Und tatsächlich, die braunen Flecken auf unseren Händen werden etwas heller! Jamu kann aber noch viel mehr. Allerdings wissen nur die verheirateten Frauen um die geheime Rezeptur „to keep the husband at home“. TCM – hält mittlerweile auch im Westen Einzug Obwohl unser Kopf schon brummt von all dem neu erworbenen Wissen, machen wir uns wieder auf den Weg, um die letzte, aber wohl bekannteste Naturheilmethode kennenzulernen: Die Traditionelle Chinesische Medizin, oder TCM, wie sie landläufig genannt wird. Die Grundlage der chinesischen Medizin wurde schon vor mehr als 2.500 Jahren schriftlich hinterlegt und beruht auf der Balance zwischen Yin und Yang. Jeder Mensch besitzt einen gewissen Vorrat an Lebensenergie, dem so-

genannten „Qi“, das in Bahnen durch den Körper fließt. Wird das Qi blockiert, zum Beispiel durch Stress, kann die Energie nicht mehr fließen und Krankheiten können entstehen. Der TCM-Arzt hat verschiedene Möglichkeiten, den Körper zu untersuchen: Ist die Zunge belegt? Wenn ja, welche Farbe hat der Belag? Sind die Augen klar oder trüb? Wie ist der Puls des Patienten? Daraus erarbeitet er dann eine umfangreiche Behandlungsmethode. Akupunktur und Akupressur dürften den meisten von uns bekannt sein. Mit feinen, aber sehr langen Nadeln, bzw. nur durch Fingerdruck soll sich die Blockade lösen, damit das Qi wieder fließen kann. Bei der Moxibustion wird mit Hilfe von Moxa-Zigarren oder -Hütchen die entsprechende Blockade erwärmt und somit gelöst. Beim Schröpfen werden Gläser oder Bambusbecher mit Unterdruck auf bestimmte Körperstellen angesetzt und so Energie wieder zum Fließen gebracht. Natürlich spielen auch Bewegung und Ernährung im Alltag eine große Rolle. Häufig hört man in Singapur, dass ein Gericht „heaty“ oder „cooling“ ist. Jedem Nahrungsmittel werden bestimmte Eigenschaften wie Geschmack, Geruch, Konsistenz, Farbe und Temperatur zugeordnet, die auf unseren Stoffwechsel entsprechend wirken. Dr. Lim von der YS Healthcare TCM Clinic reicht uns dazu Astragaluswurzel und Gemeiner Bocksdorn zum Probieren. Charlotte hat sich allerdings ihr eigenes Frühstück mitgebracht, das sie aus den verschiedenen medizinischen Ansätzen selbst zusammengestellt hat. Textbearbeitung: Silke Dietz Fotos: Kerstin Callow, Silke Dietz, Pixabay

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Gemeinsam Singapur kennenlernen und erleben Veranstaltungen der German Association German Association – Deutsches Haus ist die Adresse zur gemeinsamen Freizeitgestaltung mit der Deutsch sprechenden Community in Singapur. Hier sind alle herzlich willkommen: Familien mit Kindern jeden Alters, Paare, Singles, Berufstätige und mitgereiste Partner. Für jeden ist etwas im Programm – überzeugt euch am besten selbst!

SONDERVERANSTALTUNGEN ■■ Degussa Gold Event Warum sollten wir in Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin investieren? Wann ist ein guter Zeitpunkt, um Gold zu kaufen? Michael Kempinski, Geschäftsführer der Degussa Singapore, wird über die Grundlagen von Edelmetall-Investitionen informieren. Ihr könnt einen Blick in den Tresorraum werfen und habt die Möglichkeit, die Qualität eures Goldschmuckes prüfen zu lassen. Samstag, 18. Februar (NUR FÜR MITGLIEDER/KOSTENLOS) 15 bis 16.30 Uhr

SINGAPUR ENTDECKEN ■■ HDB Gallery + Wohnungsbesichtigung Wo und wie die „Locals“ wohnen, wollten letztes Mal sehr viele wissen, so dass die Tour schnell ausgebucht war. Nun führt euch Chaqa auf seiner neuen Tour durch die HDB Gallery. Dort gibt es Informationen über die Anfänge und Zukunftsplanung der HDBs. Anschließend zeigt euch die Malaiin Kak Mah ihre typische 5-Zimmer HDB-Wohnung aus den 80er Jahren in Yishun und erzählt bei einem Imbiss aus ihrem Leben. Dienstag, 14. Februar, 8.45 bis 13 Uhr

www.fb.com/GermanAssociation

Infos und Anmeldung:

www.german-association.org.sg Kein Event mehr verpassen! Mit unserem Newsletter „ZeitZone“ immer auf dem neuesten Stand. Anmeldung auf www.german-association.org.sg/news

■■ TreeTop Walk Der TreeTop Walk ist eine der beliebtesten Wanderungen im Central Catchment Naturreservat. Zusammen mit Robert Heigermoser entdecken wir den Regenwald mit all seinen Pflanzen und Tieren und werfen einen spektakulären Blick über die Baumwipfel – ein toller Ausflug für die ganze Familie! Sonntag, 12. März, 9 bis 11.30 Uhr

■■ Let’s Go Cycling! Erkundet mit Fabian Görn den wunderschönen Punggol Park und Coney Island (auch als Serangoon Island bekannt) im Frühling auf dem Fahrrad! Kommt mit auf eine entspannte Radtour, entweder mit dem eigenen oder einem gemieteten Fahrrad. Bringt Wasser und Proviant mit! Sonntag, 19. März, 9 bis 12 Uhr

■■ Jalan Besar Tour – Geschichten und Köstlichkeiten Jalan Besar war ein Arbeiterviertel mit vielen Facetten! Auf diesem Spaziergang wird euch Charlotte Chu nicht nur die Geschichten über den berühmtesten Nachtclub aus vergangener Zeit erzählen, sondern auch vom stadtbekannten „Thieves Market“. Außerdem habt ihr die Gelegenheit, lokale kulinarische Köstlichkeiten zu probieren, denn Jalan Besar bietet auch eine vielfältige Gastronomie. Dienstag, 28. März, 9.30 bis 12.30 Uhr

■■ Joo Chiat Road – Rotlichtmilieu, Shop-Häuser und Religion Die Joo Chiat Road ist eine der buntesten und vielfältigsten Straßen Singapurs. Wo abends „gewisse“ Bars öffnen, tummeln sich tagsüber die Einheimischen in Geschäften und Tempeln. Bewundert gemeinsam mit Chaqa die „Candy Houses“ – wunderschöne farbenfrohe ShopHäuser – schlendert über den Geylang Serai Wetmarket und lasst euch einen beeindruckenden Tempel zeigen. Freitag, 17. Februar, 9 bis 13 Uhr

■■ Fort Canning Park: Geschichtsträchtiges Herz und Grüne Lunge im Zentrum Singapurs Wo sonst kann man in Singapur, außerhalb der Museen, so viel über die Geschichte, Kultur und Pflanzenwelt erfahren wie im Fort Canning Park? Frederik Rettig wird anhand von vielen interessanten Geschichten die militärische und nautische Bedeutung des Fort Canning erläutern, bei der anfangs auch exotische Gewürze eine wichtige Rolle spielten. Sonntag, 26. Februar, 10 bis 13 Uhr

SPORT / AKTIVITÄTEN ■■ Fit am Morgen (im Botanischen Garten) mit Alex Schmutterer Ein besonderer Fitmix aus Yoga-Elementen, mit dem ihr Körper, Geist und Seele etwas Gutes tun könnt. Quereinstieg jederzeit möglich. Jeden Mittwoch 8 bis 9 Uhr

■■ Yoga mit Alex Schmutterer Sanfte geschmeidige Bewegungen im Einklang mit dem Atemrhythmus steigern Körperwahrnehmung und -spannung (für alle Level, max. 6 Teilnehmer). Jeden Montag: 9 bis 10 Uhr, 10.15 bis 11.15 Uhr, 20 bis 21 Uhr

German Association – Deutsches Haus • 61A Toh Tuck Road • Singapore 596300 • Tel: 6467 8802 • Fax: 6467 8816 E-Mail: [email protected], Büro-Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.30 bis 12.30 Uhr

German Association – Deutsches Haus

■■ Qigong mit Diane Schürmeier

■■ Näh-Workshop mit Christiane Krink

In diesem Kurs könnt ihr mit Diane in eine jahrtausendealte chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform eintauchen und zugleich ein Stück traditionelles Singapur kennenlernen. Fortgeschrittene: donnerstags, 9 bis 10.15 Uhr im Klubhaus Anfänger: montags, 19.15 bis 20.30 Uhr im Botanischen Garten

Fachkundige Anleitung für Anfänger und Fortgeschrittene. Eine eigene Nähmaschine ist erforderlich. Freitags, 9 bis 12 Uhr Block 1 (5 Termine): 20. Januar., 3., 10., 17., 24. Februar Block 2 (4 Termine): 3., 10., 17., 24. März

SPRACHEN ■■ Chinesisch lernen mit Jane Wang Anfänger II: montags, 9 bis 10.30 Uhr Anfänger III: freitags, 8 bis 9.30 Uhr Bei Interesse meldet euch bitte bei uns im Büro, Tel. 6467 8802 ([email protected])

■■ Englische Konversation mit OiLeng Gumpert Konversationskurse in entspannter Atmosphäre! (maximal 6 Personen) Stufe I: donnerstags, 10 bis 11.45 Uhr, Beginn: 9. Februar Stufe II: dienstags + donnerstags, jeweils 8.15 bis 10 Uhr Beginn: 7. Februar Stufe III: dienstags, 10 bis 11.45 Uhr, Beginn: 7. Februar Bei Interesse meldet euch bitte bei OiLeng Gumpert, Tel. 9663 6457 ([email protected])

HOBBYS ■■ Workshop Blumenarrangements Es wird bunt im Klubhaus! Nach einer kurzen theoretischen Einführung zeigt euch Dawn wie man Blumen dekorativ arrangiert. Die Blumen und das nötige Material werden gestellt. Sprache: Englisch Dienstag, 7. Februar, 10 bis 11.30 Uhr

■■ Lederarmbänder und Ketten basteln mit Christiane Krink Christiane zeigt euch, wie man aus Lederbändern und Perlen attraktive Armbänder und Ketten fertigen kann. Donnerstag, 2. März, 16 bis 18 Uhr

■■ „Talking Textiles“ – Kreativ-Workshop Lasst euch von Deborah McKellar in ihrem Studio zeigen, wie man im Siebdruckverfahren ganz eigene Geschirrhandtücher gestaltet. Benutzt dabei besondere Designs und lebt euch kreativ aus. Sprache: Englisch Donnerstag, 23. März, 10.30 bis 12.30 Uhr

■■ Literatur-Treff Einmal im Monat werden in lockerer Runde Bücher besprochen, die vorher gemeinsam ausgewählt und dann zu Hause gelesen wurden. Freitag, 17. Februar, 11 bis 13 Uhr – „Drehtür“ von Katja Lange-Müller Freitag, 17. März, 11 bis 13 Uhr – „Das Herzenhören“ von Jan-Philipp Sendker Treffpunkt: Coyote Grill & Bar, 320 Tanglin Road Weitere Infos unter: Tel. 8234 4729

■■ Monday [email protected] Bei diesem Golf-Treffpunkt steht der Spaß im Vordergrund. Auch Anfänger/innen mit Grundkenntnissen sind willkommen! Anmeldungen erbeten bei Gitte Koppelmann, Tel. 9271 9447 jeden Montag, Tee-off um 10 Uhr

Du hast eine tolle Idee für einen Workshop, Vortrag oder Kurs? Wir sind immer auf der Suche nach neuen und spannenden Themen. Kontaktiere unser Event Management unter [email protected] oder Tel. 6467 8802.

Die German Association, Herausgeber der »Impulse«, wird unterstützt von: Premium member

Basic member

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HOBBYS ■■ Skat Treffpunkt im Swiss Club (Jungle Bar) Jeden Mittwoch spielen wir 12 Runden des beliebten Kartenspiels. Infos und Anmeldung bei Dieter Gumpert: [email protected], Tel. 9754 1907 jeden Mittwoch, pünktlich um 20 Uhr

VORTRÄGE

TREFFPUNKTE / COMMUNITY Sofern nicht anders angegeben, sind die Treffpunkte für jeden offen. Keine Anmeldung erforderlich. *Für Mitglieder; Neuankömmlinge sind herzlich zum „Schnuppern“ eingeladen.

■■ Zwergentreff Junge Eltern treffen sich gemeinsam mit ihren Babys und Kleinkindern zum Spielen, Toben und Unterhalten. jeden Mittwoch ab 10 Uhr im Klubhaus*

■■ „Talking Textiles“

■■ Coffee Morning

Deborah McKellar stellt wunderschöne Bilder und Textilprodukte mit einzigartigen Designs her, die ihre Verbundenheit zu Singapur zeigen. Sie werden individuell im Siebdruckverfahren bedruckt. Deborah wird uns ihr Studio zeigen und einen interessanten Einblick in ihre kreative Welt geben, aber auch ihre Ideen und Techniken erläutern. Sprache: Englisch Donnerstag, 9. März, 11 bis 12 Uhr

Bei einer Tasse Kaffee gemütlich Plaudern, Netzwerken und Informationen austauschen. jeden Mittwoch ab 10 Uhr im Klubhaus*

■■ Selbstständigkeit in Singapur Der Schritt in die Selbstständigkeit ist immer eine Herausforderung, die gut geplant sein will. Welche Hürden einen hier in Singapur erwarten und was man beachten muss, erklärt Rechtsanwalt Dr. Paul Weingarten anschaulich in seinem Vortrag. Dienstag, 14. März, 19.30 bis 21 Uhr

Selbstgemachte Marmelade als Verkaufsschlager Einige Mitglieder der German Association haben mithilfe von Freunden und Verwandten für süße Gaumenfreuden gesorgt. Der Vorschlag, am alljährlichen Weihnachtsmarkt vom German Centre teilzunehmen, kam gerade recht. So wurde in den heimischen Küchen Singapurs gemeinsam Marmelade gekocht, abgefüllt und die Gläser dekoriert.

■■ Ladies‘ Night mit Beate Köhler Es locken freier Eintritt und günstige Preise für Cocktails. Werft euch in Schale, Ladies, und kommt mit! Mittwoch, 15. Februar und 15. März ab 20.30 Uhr Treffpunkt kurzfristig auf Facebook

■■ Ein Abend mit „Wine and Cheese“ Nette Gesellschaft, gute Gespräche und dazu ein Glas Wein und etwas Käse. Alle steuern Wein und Käse für das gemeinsame Buffet bei. Softdrinks und Bier können im Klubhaus erworben werden. Freitag, 17. Februar und 17. März ab 19.30 Uhr im Klubhaus (Anmeldung erbeten)

Warum nicht die tropische Umgebung nutzen und statt auf alt gewohnte Geschmacksrichtungen wie Himbeere oder Erdbeere auf Banane, Melone, Grapefruit und viele andere exotische Früchte zurückgreifen? Auch weihnachtliche Noten gesellten sich zu den köstlichen Marmeladenkreationen. Am Verkaufsstand wurde bei uns dann freudiges Stirnrunzeln erzeugt, als vielfach „German Bratapfel“ verlangt wurde. Umtriebig wurde so jedes Marmeladenglas gedreht und die deutsch beschrifteten Etiketten ins Englische übersetzt. Was hieß noch Bratapfel auf Englisch? Und was Zimt ... ach ja ... cinnamon! Käufer und Verkäufer hatten gleichermaßen ihren Spaß. Zum Teil waren mein Cousin aus der deutschen Heimat und ich von Menschentrauben umgeben. Vetter Detlef half mir, wo er nur konnte. Heraussuchen der gewünschten Fruchtgeschmacksrichtung, Fragen nach Haltbarkeit und vieles mehr wurde von uns allen fachmännisch erläutert. Der süße Brotaufstrich stieß auf großes Interesse. Am Nachmittag gesellte sich Saran zu uns und übernahm später ganz allein die Schicht, obwohl da auch nicht weniger zu tun war. Am darauffolgenden Tag konnten sich dann Martina aus Berlin (die eigentlich ihre Tochter in Singapur besuchte und während des CoffeeMornings im Klubhaus ihre Hilfe anbot) und Hanka als MarmeladenProfis beweisen. Was den beiden vortrefflich gelang. Später stieß Gabi dazu, die ihre langjährige Präsentationserfahrung wunderbar einbringen konnte. Wir danken allen Verkäufern, den Marmelade-Köchinnen sowie Doreen für die Organisation dieser schönen Aktion. Summa summarum hatten wir zwei tolle Tage und freuen uns bereits jetzt auf die diesjährige Nikolaus-Zeit, um erneut den Freunden des German Centre die Weihnachtszeit mit Marmelade versüßen zu dürfen. Text: Fabian Görn  |  Foto: German Association

Deutschsprachige Institutionen und Organisationen

Nachfolgend nennen wir Ihnen eine Auswahl deutschsprachiger Institutionen und Organisationen in Singapur. Eine komplette Liste finden Sie auf unserer Webseite unter www.impulse.org.sg.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (Embassy of the Federal Republic of Germany) H.E. Dr. Michael Witter, Ambassador 50 Raffles Place, #12-00 Singapore Land Tower, Singapore 048623 Tel: 6533 6002, Fax: 6533 1132, [email protected], www.sing.diplo.de German Association – Deutsches Haus 61A Toh Tuck Road, Singapore 596300 [email protected] www.german-association.org.sg

Dieter Gumpert President Gabriele Scholz Vice-President

Tel: 6467 8802 Fax: 6467 8816

Singaporean-German Chamber of Industry and Commerce (SGC) 25 International Business Park, #03-105 German Centre, Singapore 609916 [email protected] www.sgc.org.sg

Wolfgang Huppenbauer President

Tel: 6433 5330 Fax: 6433 5359

German European School Singapore (GESS) 72 Bukit Tinggi Road, Singapore 289760 [email protected] www.gess.sg

Christoph Zänglein Principal

Tel: 6469 1131 Fax: 6469 0308

Goethe-Institut Singapore 136 Neil Road, Singapore 088865 [email protected] www.goethe.de/singapore

Han-Song Hiltmann Director

Tel: 6735 4555 Fax: 6735 4666

German Centre for Industry and Trade Pte Ltd 25 International Business Park, # 05-108 German Centre Singapore 609916 [email protected] www.germancentre.com.sg

Katharina Ravens Managing Director

Tel: 6562 8020

Dr. Tim Philippi Executive Director

Schweizerische Botschaft (Embassy of Switzerland) H.E. Mr. Thomas Kupfer, Ambassador 1 Swiss Club Link, Singapore 288162 Tel: 6468 5788, Fax: 6466 8245, [email protected], www.eda.admin.ch/singapore Swiss Business Hub ASEAN [email protected] www.sbh-asean.org

K. B. Lim

Tel: 6468 5788 Fax: 6466 8245

Swiss Club 36 Swiss Club Road, Singapore 288139 [email protected] www.swissclub.org.sg

Martin Silberstein President

Tel: 6466 3233 Fax: 6468 8550

Swiss Association [email protected] www.swiss-sg.org

Janine Bachmann President

Tel: 8618 6082

SBA – Swiss Business Association Singapore [email protected] www.swissbusiness.org.sg

Dr. Tom Ludescher Chairman

Tel: 6722 0799 Fax: 6722 0799

Swiss School in Singapore [email protected] www.swiss-school.edu.sg

Sacha Dähler Principal

Tel: 6468 2117 Fax: 6466 5342

Österreichische Botschaft (Austrian Embassy) H.E. Mrs. Karin Fichtinger-Grohe, Ambassador 600 North Bridge Road, #24-04/05 Parkview Square, Singapore 188778 Mailing address: Rochor P.O.Box 1159, Singapore 911836 Tel: 6396 6350, 6396 6351, 6396 6352 Fax: 6396 6340, [email protected], www.bmeia.gv.at/oeb-singapur Austrian Business Association (Aba) 3791 Jalan Bukit Merah, #08-08 [email protected] Building, Singapore 159471 [email protected] http://www.aba.sg

Dr. Oskar Sigl President

Tel: 6275 0903 Fax: 6275 4743

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Aus der Gemeinde

Gemeindefest

„A Change of Heart“

Nach einer längeren Pause feiert die Deutschsprachige Katholische Gemeinde am 11. Februar 2017 wieder ein Gemeindefest. Sie sind herzlich eingeladen zu einem Nachmittag der Begegnung und der Gespräche, bei gutem Essen und Trinken und einem bunten Programm für die Kinder. Wir freuen uns, wenn Sie sich diesen Nachmittag freihalten und auch Freunde mitbringen. Jede und jeder ist herzlich willkommen!

Veränderungen gehören zum Leben dazu. Viele von Ihnen haben das durch Umzüge und Neuanfänge selbst erlebt. Ausschlaggebend ist jedoch, wie wir damit umgehen. Ob Veränderungen gelingen, besagt schon ein altes chinesisches Sprichwort: Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. Wenn sich in unserem Leben etwas verändert, dann kann das nur dann glücken, wenn wir uns mit verändern und die Veränderung als Chance nutzen und genießen. Das ist nicht immer leicht. Ein Sinneswandel kann da guttun – auf Englisch: „A change of heart“. Eine Herzensveränderung kann helfen, mit äußeren Veränderungen klarzukommen, kann helfen, Wandel leichter anzunehmen und furchtlos mitzugestalten. Die Kirchen haben ja nun nicht so den Ruf, Veränderungen und Neuerungen leicht anzunehmen und schnell umzusetzen. Dabei erinnert uns sogar die Jahreslosung (Gott spricht: Ich schenke dir ein neues Herz …) daran, dass Menschen sich verändern, und dass der Glaube ihnen dabei helfen kann, offener, freundlicher und mutiger zu sein. Ein „change of heart“ kann also nur gut sein – was muss man dann noch fürchten?

Ihr Pfarrer Hans-Joachim Fogl

Gottesdienste im Februar

Ihr Pfarrer Daniel Happel

Sonntag, 5. Februar, 10.30 Uhr Eucharistiefeier & KinderKirche

Gottesdienste im Februar

Samstag, 11. Februar, ab 15.30 Uhr Gemeindefest

Sonntag, 5. Februar, 10.30 Uhr Gottesdienst im Pfarrhaus, anschließend Gemeindeversammlung Pfarrhaus, 4 Angklong Lane, #01-09 Faber Garden

Sonntag, 12. Februar, 10.30 Uhr Eucharistiefeier Sonntag, 19. Februar, 10.30 Uhr Eucharistiefeier Sonntag, 26. Februar, 10.30 Uhr Eucharistiefeier (Karnevalsonntag)

Sonntag, 19. Februar, 16.30 Uhr Gottesdienst mit Abschluss der Vorkonfi-Kurse Kapelle der Orchard Road Presbyterian Church, 3 Orchard Road Sonntag, 26. Februar, 16.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl und Kindergottesdienst Kapelle der Orchard Road Presbyterian Church, 3 Orchard Road

Deutschsprachige Katholische Gemeinde St. Elisabeth Pfarrer Hans-Joachim Fogl 1C Victoria Park Road, Singapore 266481 Tel: 6465 5660, HP: 9731 1266 [email protected], www.dt-katholiken.sg

Deutschsprachige Evangelische Gemeinde Pfarrer Daniel Happel 4, Angklong Lane, #01-09 Faber Garden, Singapore 579979 Tel.: 64575604  [email protected], www.evkirche.sg Gottesdienstort: Orchard Road Presbyterian Church (ORPC), Kapelle 3 Orchard Road, Singapore 238825 (Dhoby Ghaut MRT Station)

Gottesdienstort Maris Stella Convent 49D Holland Road, Singapore 258852

Bukit Tinggi Friendship Day Bereits im November vergangenen Jahres genossen die GESS und unsere benachbarten Schulen die Teilnahme am sechsten, alljährlich stattfindenden Bukit Tinggi Friendship Day. Der Tag, der für die Schüler der 6. Klasse organisiert wurde, ist ein Beispiel für die gute Partnerschaft, die die GESS mit den Schulen in der näheren Umgebung pflegt. Die Schüler durchliefen verschiedene, spaßige Stationen mit pädagogischem aber auch kulturellem Hintergrund. Dadurch konnte die Bildung von neuen, wie auch bestehenden internationalen Freundschaften unterstützt werden. Insgesamt waren 240 Schüler und Lehrer der Schweizer Schule, der Korean International School, der Hollandse School und der GESS beteiligt. Die Schüler hatten die wunderbare Gelegenheit, landestypische Aktivitäten der jeweils

anderen Schüler an verschiedenen Stationen kennenzulernen und auszuprobieren. Neben dem Tischfußballspiel, das die Schüler als Spielfigur simulieren mussten, konnte auch die niederländische Sportart „Korfball“ gespielt werden, oder die Schüler konnten ihr Talent beim koreanischen Taekwondo unter Beweis stellen. Auch der Spaß kam beim Schokolade essen am Schweizer „Schoggi-Spiel-Stand“ nicht zu kurz. German European School Singapore 72 Bukit Tinggi Road, Singapore 289760 Phone: +65 6469 1131  Dir: +65 6461 0810  Fax: +65 6469 0308 www.gess.sg [email protected]

Aus der Gemeinde

G20-Gipfel in Hamburg – auch Singapur ist dabei! Am 1. Dezember 2016 hat Deutschland die G20-Präsidentschaft von China übernommen. Die 19 führenden Industrie- und Schwellenländer und die EU stehen für fast zwei Drittel der Weltbevölkerung, über vier Fünftel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und drei Viertel des Welthandels. Bei ihren jährlichen Treffen befassen sich die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) traditionell mit Fragen des Wachstums der Weltwirtschaft und der Regulierung der Finanzmärkte. Das zwölfte Gipfeltreffen seit Bestehen der G20 wird am 7./8. Juli 2017 in Hamburg stattfinden. Hierzu hat Deutschland auch Singapur als Koordinator der „Global Governance Group“ (3G) als Gast eingeladen. Die deutsche G20-Präsidentschaft setzt unter dem Motto „Eine vernetzte Welt gestalten“ drei Schwerpunkte: „Stabilität sichern“, „Zukunftsfähigkeit verbessern“ und „Verantwortung übernehmen“. Deutschland wird sich in den G20 für stabile Rahmenbedingungen für das Wachstum der Weltwirtschaft und für ein widerstandsfähiges internationales Finanzsystem

Samichlaus und sein Schmutzli „Santa ist hier!“ Dieser Satz hallte am 6. Dezember 2016 unaufhörlich durch die Swiss School in Singapore (SSiS) immer dann, wenn eine Schülerin oder ein Schüler den „Samichlaus“ oder seinen „Schmutzli“ entdeckte, wie Nikolaus und Knecht Ruprecht in der Schweiz genannt werden. Die Begeisterung der Kinder war kaum zu bremsen. Sie sangen und tanzten für den Samichlaus und hingen förmlich an seinen Lippen. Auch als die Kinder die Rückmeldungen erhielten, was dieses Jahr toll funktioniert hat und wo noch Verbesserungspotenzial besteht, nahm die Faszination für den Mann mit weißem Bart und seinen Begleiter in schwarzer Kutte nicht ab. Der Höhepunkt war allerdings der Jutesack, gefüllt mit Leckereien wie Nüssen, Mandarinen, Äpfeln und „Grittibänzen“ (Brotmännchen aus Hefeteig), die am Schluss an die Kinder verteilt wurden. Vielen Dank Samichlaus und Schmutzli für euren Besuch. Ihr begeistert unsere Kinder immer wieder von neuem, auch fern von zu Hause! Melanie Brunner, Kommunikationsverantwortliche, Swiss School in Singapur  |  Foto: Camilla Businger Swiss School in Singapore (SSiS) 38 Swiss Club Road, Singapore 288140 Phone: +65 / 6468 2117  Fax: +65 / 6466 5342 [email protected] www.swiss-school.edu.sg

einsetzen. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit, sowohl in Finanz- und Steuerfragen als auch bei Beschäftigung, Handel und Investitionen. So will sich die deutsche G20 Präsidentschaft für die Regulierung von Schattenbanken und die Bekämpfung von Steuervermeidung sowie die Erleichterung von internationalem Handel und Investitionen einsetzen. Mit der Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und des Pariser Klimaabkommens will Deutschland mit den G20 die Weltwirtschaft auch zukunftsfähig machen. Weitere Themen, die Deutschland voranbringen möchte, sind die Digitalisierung der Weltwirtschaft, die Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen und Pandemievorsorge, sowie eine Verbesserung der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen. Text: Auswärtiges Amt / Deutsche Botschaft Singapur Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (Embassy of the Federal Republic of Germany) 50 Raffles Place, #12-00 Singapore Land Tower, Singapore 048623 Tel: 6533 6002  Fax: 6533 1132 [email protected] www.sing.diplo.de

Positive Stimmung bei deutschen Unternehmen trotz abgeschwächter Wirtschaft in Singapur Bei einer kürzlich durchgeführten Umfrage der AHK Singapur unter deutschen Unternehmen vor Ort, schätzte die Mehrheit der Teilnehmer die allgemeine wirtschaftliche Lage als stabil ein, wenn auch als nicht so gut wie vor zwölf Monaten. Die Situation des eigenen Unternehmens beschreiben die Teilnehmer mehrheitlich als zufriedenstellend oder gut. Die Mitarbeiterzahlen der deutschen Unternehmen sind innerhalb des letzten Jahres konstant geblieben oder sogar gestiegen. Als wichtigste Faktoren für ihr Engagement in Singapur wurden die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, die wirtschaftliche Stabilität und die Abwesenheit von Korruption genannt. Bei Interesse sendet Ihnen die AHK Singapur gerne die vollständige Auswertung der Befragung zu. Bitte melden Sie sich bei: [email protected] AHK Singapur, www.sgc.org.sg

Singaporean-German Chamber of Industry and Commerce (SGC) #03-105 German Centre, Singapore 609916 Fax: 6433 5359  Tel: 6433 5330 [email protected] www.sgc.org.sg

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Reise

Die Tempel von Angkor:

Reise in die Vergangenheit Jeder hat seine ganz persönliche Liste mit Wünschen, die er in seinem Leben unbedingt noch erfüllen will. Unsere Autorin Verena Kyrieleis setzte einen lang gehegten Traum in die Tat um und reiste mit ihrer Familie für drei Tage nach Angkor in Kambodscha. Die Regenzeit ging gerade ihrem Ende entgegen, als wir Mitte Oktober letzten Jahres nach Angkor reisten, einen Ort, den wir schon lange sehen wollten. Wir fuhren nach Siem Reap, dem „Basislager“ der Touristen, die Angkor besuchen möchten. Die Tempelanlagen sind nur sechs bis acht Kilometer entfernt. Mit dem Flugzeug kamen wir aus der Hauptstadt Phnom Penh, in der wir zuvor zwei Tage verbracht hatten. Der Taxifahrer Kosal, der uns vom Flughafen abholte, wurde ganz spontan unser Fahrer für die nächsten drei Tage. Unser Hotel lag mitten in der Stadt, unweit der Pubstreet, was keine gute Idee war, denn bis tief in die Nacht belästigte uns die Geräuschkulisse der Bars und Clubs. Wer es also ruhig mag, sollte ein Hotel etwas außerhalb buchen. Vor der Reise tauschten wir genügend US-Dollar, die gängige Währung in Kambodscha. Selbst in Supermärkten sind die Preise in US-Dollar angegeben. Trotzdem wird der einheimische Riel immer akzeptiert. Und los geht’s Am nächsten Morgen um 7 Uhr ging es auf Tempeltour. Die Tickets kauften wir am Angkor Ticket Checkpoint, der sich zwischen Siem Reap und den Tempeln befindet. Wir nahmen den 3-Tages-Pass für 40 US-Dollar pro Erwachsenen (für unsere Kinder im Alter von 3 und 6 Jahren mussten wir nichts bezahlen). Der Pass kann auf eine Woche verteilt werden. Da an verschiedenen Stellen um die Tempel herum kontrolliert wird, hatten wir die Pässe stets griffbereit. Unsere Kleinste haben wir die meiste Zeit im Carrier getragen, wodurch wir mobiler waren. Kinderwagen sind nicht zu empfehlen, da die vielen Stufen, Treppen und engen Flure es unmöglich machen, diese zu manövrieren. Zu beachten ist auch, dass Kinder manche Tempelbereiche aufgrund steiler Stufen erst ab zwölf Jahren erklimmen dürfen.

Reise

Der erste Tempel unserer Besichtigungstour hieß Ta Prohm, auch bekannt als „Tomb Raider Tempel“. Wir waren sehr früh dort und hatten so genügend Zeit, bevor gegen 10 Uhr der Besucheransturm losging. Mit offenem Mund und großen Augen wandelten wir über die alten Steine, es war still und fast leer, die Luft noch kühl. Verwunschen liegt der Tempel zwischen den riesigen Bäumen mit ihren langen armdicken Wurzeln. Durch dunkle Gänge, an Mauern entlang und über mit grünem Moos bedeckte Bauwerke, einfach herrlich. Danach fuhren wir zum Bayon, dem Zentrum der Tempelanlage Angkor Thom. Bekannt ist er vor allem wegen seiner Türme, die mit meterhohen, lächelnden Buddha-Gesichtern versehen sind. Wer durch das Victory Gate an der Ostseite zum Bayon fährt, bekommt ein beeindruckendes Entrée geboten. Als es ab 10 Uhr merklich voller wurde und das Gedränge zunahm, zogen wir weiter. Wer den teilweise sehr lauten und rücksichtslosen Touristenmassen bei den bekanntesten Tempeln entgehen will, sollte einen Besuch möglichst früh, mittags oder am späten Nachmittag planen. Östlich von Angkor Thom liegt Banteay Kdei, ein großes buddhistisches Kloster aus dem 12. Jahrhundert, welches uns besonders in Erinnerung geblieben ist. Jeder von uns bekam gegen eine kleine Spende von einer alten Frau, die neben einem bunt geschmückten Schrein saß, ein gelb-rotes Bändchen für ein langes und gesundes Leben ums Handgelenk gebunden. Weiter ging es durch das Osttor zum Sra Srang, dem gut 300 Quadratkilometer großen ehemaligen Schwimmbecken des Königs Jajavarman VII und seiner Familie. In dessen Mitte auf einer kleinen Insel stand einst ein Holztempel, von dem heute nur noch ein Steinplateau übrig geblieben ist. Wunderbar ruhig ist es hier, der perfekte Ort für eine kurze Verschnaufpause. Endlich Angkor Wat! Am nächsten Tag war es dann soweit: Die Besichtigung von Angkor Wat stand auf dem Plan. Es heißt, es sei das Herz und die Seele von Kambodscha, das Wahrzeichen des untergegangenen Königreichs der Khmer-Zivilisation im 9. bis 15. Jahrhundert. Und es ist die größte religiöse Tempelanlage der Welt. Erneut ging es um 7 Uhr los. An diesem Tag schien die Sonne, der Himmel war blau. Wir nutzten es aus, dass die meisten Touristen den Sonnenaufgang dort sehen wollen. Diese fahren danach zurück ins Hotel, frühstücken erst einmal ausgiebig und machen dann weiter. So gab es für uns kein Gedränge und kein langes Anstehen. Vom Parkplatz gingen wir eine längere Strecke auf den Tempel zu, ein schöner Anblick, der große Vorfreude entstehen ließ. Die Anlage ist riesig. Umschlossen von einem breiten Wassergraben, ist der Tempel in mehrere Innenhöfe aufgeteilt. In der Mitte sind wir zur Tempelspitze aufgestiegen, die auch aus mehreren Höfen besteht. Wir liefen durch lange Korridore und hatten einen wunderbaren Blick in die Ferne und auf die Anlage selbst. Nach diesem Höhepunkt brauchten wir etwas Abwechslung und fanden sie in Banteay Srei (Zitadelle der Schönheit). Dieser hinduistische Tempel aus dem 10. Jahrhundert, für Gott Shiva erbaut, zeigt die hohe Kunst der khmerischen Steinmetze. Manche nennen ihn auch nur „Pink Tempel“, da die Steine eine rötliche Färbung haben, was ihn von den meist graufarbenen Tempeln unterscheidet.

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Reise

Und dann kam, was kommen musste, der Tempelkoller. Ja, das passiert selbst den motiviertesten Besuchern irgendwann, denn zwischen Reizüberflutung, schmerzenden Füßen, ständigen Autofahrten und gelangweilten Kindern kann es passieren, dass der Zauber ein wenig verfliegt. Daher ließen wir den Nachmittag ausgiebig mit Pool und Bummeln in Siem Reap ausklingen. Sonnenaufgang über Angkor Wat Der letzte Tag stand an und meinen Mann ergriff den „once-in-a-lifetime-Moment“. Er wollte unbedingt noch Angkor Wat bei Sonnenaufgang erleben. Also fuhr er um 4.30 Uhr los, mit Stativ und Fotokamera bewaffnet. Es war erstaunlich viel los, trotz Dunkelheit. Alle gingen der Sichtachse wegen auf die linke Seite des Wassergrabens. Denn hinter dem Hauptturm geht die Sonne auf. Alle warteten voller Spannung. Dann kam die Sonne. Doch

der Himmel war bedeckt und es gab Gegenlicht, so dass keine spektakulären Aufnahmen zustande kamen. Aber es herrscht eine ganz spezielle Stimmung an diesem Ort, das Licht ist besonders, die Besucher voller Andacht. Zum Abschluss unserer Tour entdeckten wir durch Kosal, unseren Fahrer, den Ta Nei Temple, der nicht wirklich im Fokus der meisten Reisenden steht. Die Anlage ist eine sehr schöne moosbewachsene Oase inmitten des Dschungels und hat etwas von Ta Prohm, aber ohne die vielen Touristen. Wir konnten uns frei bewegen, ohne Absperrung und Guides. Zwischendurch überraschten uns ein paar Gibbons, die auf den Bäumen Mätzchen machten. Diese Tempel sind definitiv einen Besuch wert, denn es ist dort viel weniger los. Sie haben auch eine unglaubliche Wirkung und Stille, die es zu erfahren gilt. Als wir am Abend in den Flieger zurück nach Singapur stiegen, waren wir ganz euphorisiert von den Eindrücken. Es war überwältigend und ja, auch anstrengend. Aber wer sich aufmacht, Angkor zu entdecken, wird belohnt: Es berührt die Seele und öffnet das Herz für eine untergegangene Kultur. Reisetipps: • Direktflüge von Singapur nach Siem Reap; zwischen Phnom Phen und Siem Reap neben Flug- auch sehr gute Busverbindungen (z.B. Giant Ibis) • Beste Reisezeiten: November bis Februar; zwischen März und Mai wird es sehr heiß • Visum: entweder bei der Einreise (Visa on arrival) oder als eVisa über die Website des kambodschanischen Außenministeriums • Fahrer-Kosten liegen bei 25 bis 30 US-Dollar pro Tag • Passende Kleidung bei der Besichtigung der Tempel ist wichtig: mindestens knielange Hosen und bedeckte Schultern Text und Fotos: Verena Kyrieleis

Buch-Tipp: „Im Schatten von Angkor“ Der breiten Öffentlichkeit ist kaum bekannt, dass es in Südostasien neben Angkor viele weitere archäologisch und historisch spannende Gebiete und Zeitabschnitte gibt. „Im Schatten von Angkor. Archäologie und Geschichte Südostasiens“ ist der erste Bildband dieser Art in deutscher Sprache. Die Herausgeber, Mai Lin Tjoa-Bonatz, Archäologin und Sozialwissenschaftlerin, und Andreas Reinecke vom Deutschen Archäologischen Institut, sind Experten für Südostasien und haben in diesem reich bebilderten Buch erstmals aktuelle deutsche Forschungsprojekte aus dieser Gegend zusammengestellt. Es führt direkt bis vor unsere singapurische Haustür. Vorgestellt wird ein Gebiet, das von Kambodscha und

Vietnam über die malaiische Halbinsel bis zur Inselwelt der Philippinen und nach Indonesien reicht. Namhafte Archäologen, Kunsthistoriker, Anthropologen, Sprachwissenschaftler und Restauratoren berichten anschaulich und auch für Laien verständlich, über ihre neuesten Ausgrabungsprojekte und deren Ergebnisse. Diese zeigen auch, dass Südostasien vormals eine wichtige Verbindung zwischen den verschiedenen Hochkulturen wie China und Indien, aber auch Europa bildete.

Wir erhalten mit diesem Buch einen übersichtlichen Einblick in vergangene Zeitperioden, historische Gebiete und die Kulturen Südostasiens in ihrer ganzen Breite.

„Im Schatten von Angkor. Archäologie und Geschichte Südostasiens“ Mai Lin Tjoa-Bonatz / Andreas Reinecke (Hrsg.) Verlag Philipp von Zabern, 2015, 144 Seiten Preis: 29,95 Euro

von La Pícara

My Condo

My Condo Willy will‘s wissen Wie wir wissen, ist in Singapur alles prächtig geregelt. Der Verkehr, die Zahl der Autozulassungen und die Volkszugehörigkeitsquote in den HDBs. Es gibt sogar einen Gedenktag im Juli, der das harmonische Zusammenleben der einzelnen Kulturen zelebriert. Nur manchmal, zwischen den Zeilen, hinter den Taxiwindschutzscheiben oder auch in den Condos hört man verhaltenes Geraune über die jeweils andere Ethnie. Seit gut zwei Jahren betreibt eine sehr gemischte Gruppe von Frauen und manchmal sogar der eine oder andere Mann, zweimal die Woche in einem unserer Condo-Pools lebhaftes Aqua- Fitness. Nein, nicht scheintotes Gestrampel auf einer Schaumstoffnudel. Eher so etwas wie Bootcamp im Wasser. Jeden Mittwoch also bahnt sich unser Willy seinen Weg von Serangoon bis ans andere Ende der Insel, wird in der Stadt oft ungeniert angestarrt und wenn er durch eine Menschenmenge geht, die ihn nicht kennt, teilt diese sich wie einst das rote Meer. Willy hat keinen Aussatz, auch keine Frisur wie Lady Gaga, nein - Willy ist aus Afrika und schwarz.

Schwarz wie senegalesisches Ebenholz, wie die Schuluniformhose meiner Kinder oder schwarz wie der inzwischen verpönte „Sarotti-Mohr“, aber das ist jetzt ja wieder nicht pc, politically correct. Außerdem ist Willy ein Riese, ein fleischgewordener Kilimanjaro. Das erste AquaFitness-Training hat sich gewaltig verzögert, weil die Diensthabenden am Guardhouse ihn nicht einlassen wollten. Alles musste er von sich preisgeben, NRIC-Nummer, Telefon, Grund für sein Kommen. Sein verzweifelter Versuch, mich anzurufen ging im Geplätscher des Wassers unter. Dann endlich tauchte er am Beckenrand auf, schaltete seine afrikanische Boombox ein und tanzte uns den Rhythmus der Übungen vor. Die Japanerin in unserer Gruppe hat sich sichtlich erschrocken, grinste aber bald hüftschwingend wie wir anderen deutschen, amerikanischen, holländischen, französischen, neuseeländischen, britischen, indischen Mädels im Takt. Nach einigen Aqua-Fit-Mittwochen war Willy mit den Guards befreundet und durfte ohne großes Tamtam zum Pool, die Arbeiter aus Bangladesch winkten ihm zu, der vietnamesisch aussehende Guard war mit ihm Bier trinken und immer wieder schlich sich

ein Gärtner verstohlen an den Rand und wackelte verträumt ebenfalls im Takt der Musik. Willy war ein Ereignis. Einmal am Ende der Stunde gingen wir hinter Willy an einer Gruppe pausierender chinesischer Bauarbeiter vorbei, als die Männer ziemlich laut diskutierten. Meine rothaarige Freundin Sylvia stutzt, hört zu, dreht sich um und schreit diese auf Mandarin an, was sie für armselige Würstchen seien und dass es eine Unverschämtheit sei, sich so rassistisch zu äußern. Die Männer erstarrten. Damit hatten sie nicht gerechnet, dass eine triefnasse Ang Moh im Badeanzug ihre Sprache versteht und sie dann auch noch abkanzelt wie Schulbuben. Es wurde still. Willy hatte alles nur am Rande mitbekommen und wollte wissen, worum es geht. „Ach nix, Willy (alles auf Französisch dieses Mal), alles wunderbar, die Männer finden es nur klasse, wie du es schaffst, die ganzen Weiber nach deiner Pfeife tanzen zu lassen.“ Das ging noch mal gut. Am nächsten Mittwoch – Willy war wieder in seinem Element, scheuchte uns im Pool rum und kontrollierte unter Wasser, ob wir auch alle die Meerjungfrau-Übung richtig machten – passierte es dann. Dieselben chinesischen Arbeiter, die vor sieben Tagen noch über den Fe¯ i zho¯u rén, den Afrikaner, gelästert haben, liefen wie aufgeregte Hühner hilflos hin und her vor ihrem Käfig, der schief über ihren Köpfen vor dem 1. Stock hing. Der provisorische Außenlift für Reparaturarbeiten, der auf dem Dach im 11. Stock verankert war, hatte sich irgendwie verschoben und pendelte unkontrolliert über unseren Köpfen. Willy stieg aus den Fluten, die drei Chinesen ohne Kontrabass stoben zur Seite, Willy hob – wie der Titanensohn Atlas die Weltkugel – den Eisenkorb und klinkte ihn wieder ein. Alle klatschten, die Mädels, die Chinesen, die Gärtner aus Bangladesch. Jetzt war er angekommen in unserem Condo, der Racial Harmony Day ...

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Phone: +65 6467 8802

61-A Toh Tuck Road, Singapore 596300 Fax: +65 6467 8816 Email: [email protected] Web: www.german-association.org.sg Öffnungszeiten / Office hours: 9.30 – 12.30 (Mon – Fri)

Aktive Mitgliedschaft / Active Membership Nachname Surname

Vorname First Name

Geburtsdatum Date of Birth DD.MM.YYYY

Nationalität Nationality

Antragsteller Applicant Partner Spouse

Kinder Children

Privatadresse Residence Address

Geschäftsadresse (einschl. Name der Firma) Office Address (incl. name of company)

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Der Jahresbeitrag beträgt S$ 360 und ist bei Beginn der Mitgliedschaft und vor Beginn jedes Verlängerungsjahres zu zahlen. Die Laufzeit der Mitgliedschaft beträgt 12 Monate und verlängert sich danach jeweils automatisch um ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt 2 Monate zum Vertragsjahresende. Informationen zu Zahlweisen (Scheck, NETS, Überweisung, bar) auf www.german-association.org.sg

Unterschrift Antragsteller Signature Applicant ................................................................................................

Account Information German Association – Deutsches Haus Bank Name : DBS Bank Ltd Swift Code : DBSSSGSG Bank Code : 7171 Account : 008-004192-0 (Current Account) Branch Code : 008

Date ...................................................