DER MOND. Der Mond ist viel, viel kleiner als die Erde und umkreist seitdem die Erde wie ein Satellit

DER MOND Der Mond ist der ständige Begleiter der Erde. Aber wie ist der Mond entstanden? In den 70er Jahren haben Astronauten Mondsteine auf die Erde...
Author: Reiner Schmid
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DER MOND

Der Mond ist der ständige Begleiter der Erde. Aber wie ist der Mond entstanden? In den 70er Jahren haben Astronauten Mondsteine auf die Erde gebracht. Wissenschaftler haben diese Mondsteine studiert. Deshalb Vermutet man folgendes: der Mond ist aus den Trümmern entstanden. Diese Trümmer sind aus einem Zusammenprall der Erde mit einem anderen Planeten gekommen. Diese nennt man Kollisionstheorie. Der Mond ist viel, viel kleiner als die Erde und umkreist seitdem die Erde wie ein Satellit. Der Mond ist der hellste Himmelskörper am Nachthimmel. Im Vollmondnächten scheint er so hell, dass manche Menschen schlecht schlafen können. Er erscheint so groß wie die Sonne und die Sterne wirken daneben wie winzige Lichtpunkte.

Doch der Eindruck täuscht. In Wirklichkeit ist der Mond nur etwa ein Viertel so groß wie die Erde; und die Sonne ist sogar vierhundert Mal größer. Der Mond erscheint uns nur gleich groß, weil er uns so Nahe steht. Die Sonne ist nämlich auch etwa vierhundert Mal weiter entfernt als der Mond. Die Sonne ist viel weiter von der Erde entfernt und wirkt deshalb auf uns viel kleiner, als sie in Wirklichkeit ist. Von der Erde aus betrachtet sieht es dann so aus, als wären Sonne und Mond ungefähr gleich groß. Auch das helle Licht täuscht: anders als die Sonne leuchtet der Mond nicht von selbst, sondern wird von der Sonne angestrahlt. Ein Teil dieses Lichts wird dann von der Mondoberfläche zurückgeworfen und trifft auf die Erde. Nur weil der Mond uns so Nahe steht, kommt auf der Erde genügend Licht an, um uns die Nacht zu erhellen. Der Mond ist 384.400 km von uns entfernt. Das ist sehr nah im Verhältnis zu vielen anderen Himmelskörpern. Deshalb kann man den Mond auch sehr gut beobachten. Selbst mit bloßem Auge lassen sich viele Einzelheiten auf dem Mond erkennen. Wenn man den Mond anschaut, sieht es manchmal so aus, als hätte er ein Gesicht mit Augen, Mund und Ohren. Aber wenn man ihn ganz genau betrachtet, sieht man eine ganze Reihe dunkler und heller Flecken. Das sind die Mondmeere und die Hochebene. Auf dem Mond gibt es auch viele Krater. Die Asteroiden sind auf dem Mond gestürzt und so entstanden diese Krater. Die Mondphasen Der Mond ändert ständig seine Gestalt. Manchmal kannst du ihn gar nicht sehen (Neumond), manchmal sieht er aus wie eine Sichel (zunehmender oder abnehmender Mond) und manchmal siehst du ihn als große, runde Scheibe (Vollmond): Der Mond umkreist einmal im Monat die Erde, diese wiederum umkreist die Sonne. Dabei steht der Mond ständig in einem anderen Winkel zu Erde und Sonne und wird vom Sonnenlicht immer wieder unterschiedlich beschienen. So entstehen die einzelnen Mondphasen. Eine Mondphase dauert 27,3 Tage.

Bei Vollmond scheint die Sonne direkt auf den Mond, der dann vollkommen rund aussieht. Wandert der Mond weiter um die Erde, wird er nur noch von der Seite beschienen und sieht - je nach Position zur Sonne - wie eine breitere, oder eine schmalere Sichel aus. Wenn gar kein Sonnenlicht mehr auf die uns zugewandte Seite fällt, ist er von der Erde aus nicht zu sehen (Neumond). Der Mond nimmt also gar nicht ab und zu. Er behält immer die gleiche Größe. Sein Aussehen verändert sich nur durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung. Der Mond umkreist die Erde immer in der gleichen Bahn. Die Erde wiederum umkreist die Sonne. Der Mond leuchtet nicht von selbst. Wir können nur die Teile des Mondes sehen, die von der Sonne beleuchtet werden. In genau 29,5 Tagen umkreist der Mond die Erde einmal. Der Mond ist der hellste Himmelsköper. Es kommt nicht sehr oft vor, aber manchmal stehen die Sonne, der Mond und die Erde genau in einer Linie. Dann befindet sich der Mond genau im Schatten der Erde. Er verschwindet also nicht einfach so vom Himmel, sondern wird von der Erde verdunkelt. Auf dem Mond kann es kein Leben geben, denn dazu braucht man zum Beispiel Wasser. Das gibt es auf dem Mond nicht. Der Mond hat auch nicht wie die Erde eine Atmosphäre. Diese wird zum Beispiel auch für das Wetter gebraucht. Wetter gibt es auf dem Mond daher nicht, kein Regen, keine Stürme und kein Schnee. Ebbe und Flut Wer schon an der Nordsee oder am Atlantik Urlaub gemacht hat, kennt das Problem: Man geht zum Schwimmen an den Strand und das Wasser ist viel weiter entfernt als beim letzten Bad. Der Wasserstand ist gesunken: Es ist Ebbe. Wer jetzt ins Wasser möchte, muss entweder ein Stück weit über

feuchten Sand und Schlick laufen oder ein paar Stunden warten, bis die Flut kommt und das Wasser wieder steigt. Ebbe und Flut wechseln sich in einem regelmäßigen Rhythmus ab. Diesen Wechsel nennt man Gezeiten. Der Zeitabstand zwischen Ebbe und Flut beträgt etwas mehr als sechs Stunden. Zwischen einer Flut und der nächsten liegen zwölf Stunden und 25 Minuten. Wie stark das Wasser steigt und fällt, hängt von der Küste ab. An der Nordsee ist der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser etwa zwei bis drei Meter. Andernorts ist er aber wesentlich größer: In der Bay of Fundyin Kanada schwankt der Wasserpegel um 15 bis 21 Meter – das ist der höchste Tidenhub der Welt! Woran aber liegt es, dass das Wasser in den Ozeanen hin und her schwappt? Die Lösung steckt in der Anziehungskraft des Mondes. Diese Kraft verursacht zwei riesige Flutberge, unter denen sich die Erde dreht. Einer der beiden kommt direkt durch die Anziehungskraft des Mondes zustande, denn dieser zieht das Wasser zu sich hin. Der zweite Flutberg befindet sich genau auf der gegenüberliegenden Seite der Erde. Dieser entsteht, weil sich die Erde durch die Anziehungskraft des Mondes nicht vollkommen gleichmäßig dreht, sondern etwas „eiert“. Als Folge entsteht eine Fliehkraft, die das Wasser vom Mond wegzieht. Beide Flutberge sind ungefähr einen halben Meter hoch. Nicht nur der Mond, auch die Anziehungskraft der Sonne wirkt auf das Wasser. DER ERSTE MENSCH AUF DEM MOND Der erste Mensch auf dem Mond war der amerikanische Astronaut Neil Armstrong, der beim Betreten der Mondoberfläche den berühmten Satz aussprach: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer für die Menschheit". Also am 20. Juli 1969 gelang die erste benannte Mondlandung. Die Mondlandung war das Ziel der Raumfahrtmission "Apollo 11" der USamerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Es wurden drei Astronauten zum Mond geschickt: Neil Armstrong, Edwin Aldrin (besser bekannt unter seinem Spitznamen "Buzz" Aldrin) und Michael Collins.

Der Abschuss der Raketen fand im Kennedy Space Center in Florida statt. Die Reise zum Mond dauerte drei Tage. Der gewählte Landesplatz war das Meer der Ruhe, weil dort die besten Bedingungen für eine Landung waren. Der Boden sollte an diese Stelle eben sein und zum geplanten Zeitpunkt der Mondlandung von der Sonne erhellt sein sollte. Die ersten Menschen landeten auf dem Mond und 600 Milionen Menschen auf der ganzen Welt waren an ihren Fernsehgeräten live dabei!

Fragen zum Text 1. Was haben die Astronauten in den 70er Jahren auf die Erde gebracht? 2. Wie ist der Mond entstanden? 3. Wer war der erste Mensch auf dem Mond? 4. Wie hieß die Raumfahrtmission? 5. Wann ist die erste Mondlandung gelungen? 6. Was sagte Armstrong als er auf dem Mond landete? 7. Welche war der geplante Landesplatz von den Astronauten? Und warum? 8. Welche ist der größte Tidenhub der Welt? 9. Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt? 10.Ist der Mond größer oder kleiner als die Erde. 11.Kann es auf dem Mond leben geben? 12.Wie entstehen die Mondphasen? Könntest du es kurz erklären? 13.Wie heißen die Mondphasen? 14. Nimmst also der Mond wirklich ab und zu? Warum? 15.In wieviel Tagen umkreist der Mond einmal die Erde? 16.Was sind die Gezeiten oder Tiden? 17.Wie entstehen Ebbe und Flut? 18.Welche ist der Zeitabstand zwischen Ebbe und Flut? 19.Welche ist der Unterschied zwischen Hochwasser und Niedrigwasser an der Nordsee? 20.Wie hoch ist der höchste Tidenhub der Welt?