Das sollten Sie wissen!

ElektroRad 03/2017 · D 5,40 € ElektroRad elektrorad-magazin.de EUROPAS NR. 1 L A I Z E P S R E G I E T EI NS n e t l l o s Das ! n e s s i w Sie...
Author: Fritz Fürst
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ElektroRad

03/2017 · D 5,40 €

ElektroRad

elektrorad-magazin.de

EUROPAS NR. 1

L A I Z E P S R E G I E T EI NS

n e t l l o s Das ! n e s s i w Sie GÜNSTIG UND GUT?

Test: E-Bikes schon ab 1499 € FAHRTECHNIK

Besser E-Biken E-BIKE UND URLAUB

Die besten Tipps

Auf nach Holland!

Deutschland € 5,40 • Österreich € 6,20 • Benelux € 6,40 • Italien € 7,30 • Griechenland € 8,10 • Spanien € 7,30 • Schweiz sfr 9,80 • ISSN 2193-9160 ER_03_2017_001-002_Titel.indd 1

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PREMIO E8F • PERFORMANCE LINE ANTRIEB • 8-Gang Nexus • Freilauf Antrieb Bosch Performance Line Mittelmotor 250W Reichweite¹ bis zu 215 km (500Wh) Unterstützungsmodi Eco, Tour, Sport, Turbo Ladedauer ca. 3,5 Std bis 100% (400Wh), ca. 4,5 Std. bis 100% (500Wh) Akku 11Ah / 400Wh, 13,4Ah / 500Wh Display beleuchtetes LCD-Display, abnehmbar Rahmen 7005 Aluminium Gabel SR Suntour NEX-E25 P HLO mit Lockout Schaltung Shimano Nexus 8-Gang Nabenschaltung mit Freilauf Schalthebel Shimano Nexus Drehgriffschalter Bremsen Magura HS22 hydraulische Felgenbremse Felgen Ryde ZAC 19 SL Reifen Schwalbe Marathon Plus, 40-622 mit Pannenschutz Sattel Selle Royal Scientia Scheinwerfer LED-Scheinwerfer 30 Lux vom Display aus bedienbar Rücklicht LED-Standlicht Sonstiges i-RACK Systemgepäckträger

PEGASUS

Premio E8F

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Kategorie: City Bike

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www.pegasus-bikes.de Premio E8F ist ein Produkt der ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG, Longericher Str. 2, 50739 Köln. 1abhängig vom Akku, der Fahrweise, Belastung und dem Gelände **Angebot erhältlich bei allen teilnehmenden ZEG-Fahrradfachhändler und auf pegasus-bikes.de. Angebot gültig nur solange der Vorrat reicht, längstens jedoch bis 13.06.2017

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EDITORIAL

Foto: Pending Systems/CUBE

Neue Erlebniswelten Liebe Leser,

In dieser Ausgabe wollen wir Antworten geben auf viele Fragen, wollen Kaufberatung bieten, damit Sie Ihr persönliches Traum-E-Bike finden. Selbst wenn sie weniger Geld ausgeben möchten – wir haben für Sie aktuelle Pedelecs gefunden, die sich prima für Einsteiger eignen. Mein Tipp für Sie: Lassen Sie sich beim Fachhändler ihres Vertrauens (Ihr Partner, wenn es um Beratung geht) mal die neue Klasse der E-ATBs zeigen. ATB steht für „All Terrain Bike“. Darunter versteht man E-Bikes, die sich aufgrund ihrer Ausstattung in allen Terrains fahren lassen – sie sind für Touren gemacht, taugen sogar für Abzweiger in leichtes Gelände, sind durch Schutzbleche und Lichtanlage auch für den Alltag gerüstet (siehe S. 38). Warum ein klassisches Citybike kaufen, wenn es „ein Rad für alles“ gibt? Eine bessere Investition gibt es nicht.

MIT HELM Ja, wir hatten das Titelbild auch mit Helm. Doch letztlich votierten Redakteure und befragte Ehefrauen für „oben ohne“. Der nächste Titel kommt wieder mit Helm. Versprochen. Danke für Ihr Verständnis.

ElektroRad

ElektroRad

diese Ausgabe der ElektroRad wendet sich speziell an die Einsteiger in die neue Erlebniswelt E-Bike. Viele Themen sind auf diese ausgerichtet. Stammleser der Elektro­ Rad können Sie deshalb gut und gerne an Freunde weiterreichen. Und damit ihre Begeisterung fürs Pedelec teilen.

03/2017 · D 5,40 €

EUROPAS NR. 1

elektrorad-magazin.de

EINSTEIGER-SPEZIAL

Das sollten Sie wissen! GÜNSTIG UND GUT?

Test: E-Bikes schon ab 1499 € FAHRTECHNIK

Besser E-Biken E-BIKE UND URLAUB

Die besten Tipps

Auf nach Holland!

Deutschland € 5,40 • Österreich

€ 6,20 • Benelux € 6,40 • Italien € 7,30 • Griechenland

€ 8,10 • Spanien € 7,30

Ein weiterer Grund, warum ich Ihnen einen Allrounder empfehle: E-Bikes sind nicht nur Gefährte, die Radfahren überall dort angenehm machen, wo es weh tut (am Berg, bei Gegenwind, gleicht konditionelle Unterschiede aus). Sie machen auch den Weg frei für neue Erlebnis-Welten. Auf einem Pedelec werden Sie dreimal so oft ausfahren wie heute. Dreimal so weit fahren, was Sie sich momentan kaum vorstellen können. Sie werden Ihre vertrauten Wege in der Ebene verlassen und bergaufführende Wege mit großer Freude ansteuern. Weil Sie oben auf der Hochebene (keine 10 Kilometer vor Ihrer Stadt entfernt) bisher unentdeckte, neue Ländereien ent-

decken – der eingebaute elektrische Rückenwind macht´s möglich.

Weil Sie bei jeder Ausfahrt ein neues, kleines Abenteuer erwartet, sollte Ihr E-­Bike dafür gerüstet sein. Dem Antriebssys­ tem können Sie vertrauen, Motoren und Elektrik laufen inzwischen problemlos. Achten Sie mehr auf das Fahrrad drumherum: Wichtig sind gute Bremsen (hydraulische Felgenbremsen, Scheibenbremsen). Und auf die Reifen. Optimal ist ein griffiges Misch-Profil: Mittellaufstreifen für leichtes Rollen auf Asphalt plus seitliche Schulter­ stollen für Grip auf Wiesenwegen.

• Schweiz sfr 9,80 • ISSN

2193-9160

Denn Sie werden künftig überall dort weiterfahren, wo die Straße endet. Mit einem E-Bike rollen Sie in eine neue Fahrraddimension, die Sie begeistern wird.

Daniel O. Fikuart, Chefredakteur

VORMERKEN! Leserreise Toskana: Carrara, Pisa, San Gimmigiano – 3 Wochen ab 30.9.2017. Mehr: www.elektrorad-magazin.de/leserreise ELEKTRORAD 3|2017

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Fotos: Christian Drews, Jürgen Amann

ElektroRad testet E-Bikes ab 1.499 Euro.

Workshop: Reinigung 98 So reinigen Sie Ihr E-Bike

Foto: Christian Drews

Sechs Budgeträder im Test 26

ElektroRad E-Motion genießen. Moderne Mobilität leben. www.elektrorad-magazin.de

Test & Technik Günstige E-Räder im Test ElektroRad testet sechs günstige Pedelecs . . . . . . 26

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Verschiedene E-Bikes ausprobiert vivax Viaterra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Prophete Navigator eSport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 E-Bike C005 Chelsea . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Kaufberatung Motoren Welchen Motor brauche ich? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84

Service: Kaufberatung Das müssen Sie wissen ab Seite

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Alles zum Thema Radtransport, Touren- & Urlaubsplanung und Verleih

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Report Ketten von KMC Zu Besuch in der Kettenproduktion . . . . . . . . . . . . 74 Experten beantworten Fragen zur Kette . . . . . . . . 82

Foto: Christian Drews

Fotos: Christian Drews, Jürgen Amann

INHALT

Reisen mit dem E-Bike

Foto: Movelo / Miles Holden

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Hinter den Kulissen bei Tunap Der Hersteller weitet sein Portfolio aus . . . . . . . . 106

TITELFOTO: Jürgen Amann Das Model wurde ausgestattet von Abus.

Service Kaufberatung Rechtliches, Tipps für den Besuch beim Händler und die erste Probefahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Typberatung Welcher E-Bike-Typ sind Sie? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Fahrtechnik Keine Angst vor brenzligen Situationen . . . . . . . . 50 Reichweite Wie weit man mit einer Akkuladung kommt . . . . 62 E-Bike und Gesundheit So wirkt sich E-Biken auf die Gesundheit aus . . . . 90 Fitnessübungen für Radfahrer . . . . . . . . . . . . . . . . .94 Workshop: E-Bike-Reinigung Das müssen Sie beim Reinigen beachten . . . . . . . 98

Reise Reisen mit dem E-Bike So transportieren Sie das E-Bike mit Auto & Co. . 110 Urlaubs- und Tourenplanung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 E-Bikes leihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 Über die Alpen Entlang der Via Claudia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118 Leserreise Kitzbühel Mit E-MTBs über die Kitzbüheler Alpen . . . . . . . . 120 Lekker radeln in Holland Kulinarisch unterwegs in den Niederlanden . . . . . 124

Rubriken Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Korrekturen zu Ausgabe 01 & 02/2017 . . . . . . . . . . 24 Kleinanzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 Reise-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122 Vorschau und Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130

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SERVICE | KAUFBERATUNG

Gut zu w E-Bike-Kaufberatung

Wer sich ein E-Bike kaufen möchte, stellt sich viele Fragen. Wir geben Ihnen auf den nächsten Seiten Antworten und Tipps rund um den E-Bike-Kauf.

Foto: Scott Sports

REDAKTION: KAROLA HAFNER FOTOS: SCOTT, GIDEON HEEDE, JÜRGEN AMANN

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SERVICE | KAUFBERATUNG

wissen Warum ein E-Bike?

Mit dem E-Bike benötigt der Fahrer weniger Kraft. Die Fahrt ist nicht so anstrengend. Man fährt ent- spannter. E-Biken ist gelenkschonend.

Faktor 3: Der Elektroradfahrer fährt tendenziell drei Mal weiter und drei Mal so oft wie der normale Radfahrer. Man bewegt sich, überanstrengt sich aber nicht.

Man kann gezielter trainieren, indem man die Un- terstützung entsprechend einstellt.

E-Biker lassen öfter das Auto stehen und schonen somit die Umwelt.

Ein E-Bike kann Leistungsunterschiede ausgleichen, wenn man zu zweit oder in der Gruppe fährt.

Leichterer Transport: Mit dem Rad transportieren viele ihre Einkäufe oder bringen ihre Kinder von A nach B. Mit dem E-Bike wird der Transport zum Kinderspiel. ELEKTRORAD 3|2017

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SERVICE | KAUFBERATUNG

RECHTLICHES

Begrifflichkeiten: Pedelec, S-Pedelec, E-Bike

Was ist ein E-Bike eigentlich? Nicht jedes Fahrrad mit Motor ist ein E-Bike. Der Gesetzgeber unterscheidet drei verschiedene Radtypen: Pedelecs, S-Pedelecs und E-Bikes.

§ Pedelec

Das Pedelec, also das Pedal Electric Cycle, ist das Elektrofahrrad wie man es kennt. Es fährt nur, wenn man tritt. Die Tretunterstützung geht bis zu 25 km/h. Der Antrieb hat eine Leistung von bis zu 250 Watt. Mit dem Pedelec darf der Fahrer überall fah­ ren, wo man mit dem normalen Fahrrad auch fahren darf. Auch in Sachen Kindertransport sind Pedelecs und normale Fahrräder gleichgestellt. Kindersitze sind also erlaubt, genauso wie Transportanhänger.

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Foto: Gideon Heede

S-Pedelecs dürfen größtenteils nur auf der Straße gefahren werden.

S-Pedelec

Das S-Pedelec ist die schnelle Variante des Pedelecs. Das heißt auch hier muss der Fahrer treten, um vom Fleck zu kommen. Der Antrieb hat maximal 500 Watt und beschleunigt bis zu 45 km/h. S-Pedelecs zählen als Mopeds. Wer ein schnelles Pedelec fahren möchte, muss deshalb mindestens 16 Jahre alt sein und benötigt mindestens einen Führerschein der Klasse AM, der ebenfalls zum Fahren eines Mopeds berechtigt. Der PKW-Führerschein Klasse B beinhaltet die Fahrerlaubnis für S-Pedelecs. Zusätzlich benötigen S-Pedelecs verschiedene Anbauteile wie z.B. Außenspiegel, Reflektoren, Hupe, ein

Bremslicht und ein Versicherungskennzeichen (Kosten je nach Versicherer: 35 bis 70 Euro im Jahr). Eine Betriebserlaubnis muss außerdem vorliegen. Mit dem S-Pedelec darf man weder innerorts noch außerorts auf Radwegen fahren. Das Befahren von Einbahnstraßen in Gegenrichtung mit dem Zusatz „Fahrrad frei“ ist ebenfalls nicht erlaubt, Wald- und Parkwege sind genauso tabu.

Fahrradanhänger für Kinder

Nicht mit dem S-Pedelec! Der Transport von Kindern in Anhängern ist ausschließlich für Fahrräder und Pedelecs 25 erlaubt, nicht für S-Pedelecs und E-Bikes.

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Kein Alkohol am Lenker

Für S-Klasse-Piloten gelten die gleichen Promillegrenze wie für Kfz-Fahrer.

E-Bike

Viele benutzen das Wort E-Bike als Synonym für Elektrofahrrad – auch wir. Rechtlich gesehen ist ein E-Bike aber eine Art Leicht-Mofa, das ohne eigene Tretleistung bis zu 20 km/h fährt. Beim E-Bike gibt es deshalb einen Gashebel. Der Antrieb hat eine Leistung von bis zu 500 Watt. Es gelten die gleichen gesetzlichen Bestimmungen wie beim S-Pedelec. Ausnahme: Seit 01.01.2017 können Kommunen mit dem Verkehrsschild „E-Bike frei“ Radwege für eben diese E-Bike-Klasse freigegeben; dies gilt allerdings nicht für S-Pedelecs!

Anfahrhilfe und Beleuchtung

Helmpflicht

Helmpflicht für Radfahrer besteht in Deutschland nicht. Aber das S-Pedelec ist kein normales Rad. Da der Fahrer mit wesentlich höheren Geschwindigkeiten unterwegs ist, empfehlen wir auf jeden Fall immer einen Helm zu tragen. Das Bundesverkehrsministerium rät zum Tragen eines geeigneten Helmes. Wie man einen „geeigneten Helm“ definiert, ist allerdings schwierig. Der Zweirad-Industrie-Verband und viele Experten halten einen Motorradhelm nach ECE R 22 nicht für geeignet. Ein Gremium mit Vertretern von Industrie und Sachverständigen hat sich dafür ausgesprochen, dass sogenannte E-Bike-Helme (Form wie Ski- oder Skater-Helme) als

geeignet anzusehen sind. Helmhersteller Cratoni hat eine Zwischenlösung geschaffen: Der „Vigor“ erfüllt die Motorradnorm, ist dafür aber leichter und besser belüftet.

PREIS

Wie viel kostet ein Pedelec?

Ein Pedelec kostet meist mehr als ein normales Fahrrad. Dass man ab 1500 Euro aber durchaus schon ein gutes Rad bekommt, zeigt unser Test ab Seite 24. Im Folgenden listen wir Durchschnitts­ preise der verschiedenen Radkategorien nach Erfahrungswert aus unseren Tests auf. Natürlich gibt es nach oben keine Grenzen. Hier ein kleiner Überblick: > Cityräder: 2900 Euro > Trekkingräder: 3000 Euro > Mountainbikes (3600) darunter auch Hardtails und Crossräder > Fullys 4600 Euro > S-Pedelecs: 4800 Euro > Lastenräder: zwischen 4000 und 6000 Euro

Foto: Gideon Heede

Viele E-Räder sind mit einer Anfahr- oder Schiebehilfe ausgestattet, durch welche die Räder auch selbsttätig bis zu 6 km/h fahren können. Der Gesetzgeber stellt aber normale Räder und Pedelecs mit Anfahrhilfe

rechtlich gleich. Eine Akkubeleuchtung genügt übrigens. Es muss keine Lichtanlage mit einem Dynamo am Rad verbaut sein. Für Pedelecs bedeutet dies, dass der Strom für die Lampe auch aus dem Akku kommen darf.

Foto: Cratoni

S-Pedelec-Helm „Vigor“ von Cratoni

Entspannt in die Stadt mit City-Pedelecs.

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SERVICE | KAUFBERATUNG

Gut vorbereitet zum Händler Wer sein E-Bike erst mal gefunden hat, der hat’s leicht, vor allem beim Treten. Vorher jedoch nicht. Die Auswahl der Räder ist riesig und dann kommt beim E-Bike ja auch noch die Frage des Antriebssystems hinzu. Auf dieses gehen wir ab Seite 82 gesondert ein. Ein paar andere Fragen vor dem Kauf beantworten wir hier im Folgenden. Felgenbremsen oder Scheibenbremsen?

Hydraulische Scheibenbremse

Grundsätzlich sind Scheibenbremsen eine sicherere Wahl. Modelle von Shimano, Magura oder Tektro sind gut. Auch hydraulische Felgenbremsen (z.B. von Magura) bieten ebenso gute Verzögerung und ein sicheres Bremsen. Wenn Sie an Ihrem alten Rad eine Rücktrittbremse hatten, sollte Ihr E-Bike auch eine haben.

Wohin mit dem Akku?

Der Akku kann an unterschiedlichen Stellen am Rad sitzen. Räder mit Gepäckträgerakku haben manchmal das Problem instabil zu werden. Das kann bei schneller Fahrt bergab oder einhändigem Abbiegen gefährlich werden. Also entweder ein Rad mit verstärktem Gepäckträger wählen oder gleich ein E-Bike suchen, bei dem der Akku entweder am/im Unterrohr, vor oder hinter dem Sattelrohr platziert ist.

Kette oder Riemen?

Der Riemen ist fast wartungsfrei. Er braucht jedenfalls keine Schmierung. Das

ist der große Vorteil. Für Ausflüge in eher flache Gegenden ist der Riemen die bessere Wahl. Hier gibt´s zwei Systeme: GatesRiemen und Conti-Drive. Wer mit dem

Rad Berge hinauf möchte, der sollte besser zur Kettenschaltung greifen. Hier ist die Übersetzung umfangreicher.

Wie viel Wattstunden sollte der Akku haben?

Zum Thema Akkukapazitäten und Reichweiten gibt es in der Ausgabe einen separaten Artikel (siehe Seite 62).

Wie viel wiegt ein Pedelec?

Links Ketten-, rechts Riemenantrieb

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Die Trekkingräder unserer Tests wiegen oft um die 23 Kilogramm. Stadträder sind meist noch etwas schwerer und wiegen oft über 25 Kilogramm. Wenn Sie Ihr Rad

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Thule