Auslandsfamulatur Yogyakarta

Auslandsfamulatur Yogyakarta 2 Wochen Pädiatrie und 2 Wochen Public Health Richard Zettl 19.8.2013 – 23.9.2013 Vorbereitungen: Nach erfolgreicher Anme...
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Auslandsfamulatur Yogyakarta 2 Wochen Pädiatrie und 2 Wochen Public Health Richard Zettl 19.8.2013 – 23.9.2013 Vorbereitungen: Nach erfolgreicher Anmeldung im Jänner 2013 holten wir uns einige Infos von Kollegen ein. Das wichtigste ist den Flug früh genug zu buchen. Wir entschieden uns für einen Gabelflug von Venedig über Doha nach Bangkok, und zurück von Jakarta über Doha nach Venedig mit Qatar Air, da wir die Famulatur mit einer SO-Asien Rundreise verbinden wollten und zahlten dafür 750€, weil wir schon spät dran waren. Des Weiteren Informierten wir uns über die notwendigen Impfungen, und gingen auf Nummer sicher. Die Impfungen kann man (günstiger als am Hygiene Institut) bei der Reisemedizinischen Impf- und Beratungsstelle in der Friedrichgasse erhalten, und sollte sich mind. 3 Monate vor Abreise darüber informieren. Wir Impften Tollwut, Japan B Enzephalitis, TetanusDiphterie-Polio-Pertussis, Typhus, Meningitis ACWY und Cholera, letzteres, da diese Impfung auch gegen einige ETEC Stämme hilft. Es ist aufzupassen, da Yogyakarta hauptsächlich muslimisch ist, hat das Krankenhaus während der Ramadan-Festtage geschlossen, und deswegen wurde unsere ursprünglich im August geplante Famulatur auf 19. August bis 13. September verschoben. Leider haben wir diese Information erst Ende März erhalten. Eine kleine Reiseapotheke ist auch von Vorteil, vor allem Imodium, ein Breitbandantibiotikum, Sterilium, Paracetamol, Antibiotische Lutschtabletten, DEET-Repellents (für den Anfang, man bekommt diese in Indonesien günstiger als in Österreich, und in Yogyakarta ist Dengue-Fieber sehr stark Verbreitet) und Malerone. Als Famulatur Kleidung wird eine schwarze Hose/langer schwarzer Rock und weißes Hemd/Bluse mit schwarzen geschlossenen Schuhen empfohlen, wird im Krankenhaus aber nicht so ernst genommen, auf jeden Fall sollte man keine Sportschuhe anziehen. Man sollte sich das Gewand und die Schuhe von Österreich mitnehmen, da es in Indonesien schwer ist, etwas zu bekommen, vor allem Schuhe größer als 43 sind fast unmöglich zu bekommen. Wichtig ist es auch noch, mit dem Nominierungsschreiben ein Social- and Cultural Visa in der Indonesischen Botschaft in Wien zu holen bzw. den Reisepass mit dem Geld dort hinzusenden (genaueres auf der Seite der Botschaft oder einfach dort anrufen), das 45€ für 60 Tage kostet. Das Hotel buchten wir erst auf der Reise, was kein Problem ist, da die meisten Hotels einige Zimmer frei haben.

Yogyakarta: Unser Trip führte über Thailand und Malaysien nach Indonesien. In Yogyakarta buchten wir uns die Junior Suit im Kusuma Hotel auf der Jl. Wijaya Kusuma (Achtung, es gibt 2 Hotels mit dem Namen Kusuma), wir wechselten nach einer Woche das Hotel, da dieses Hotel sehr weit vom Krankenhaus entfernt war. Wir gingen in das Namira Hotel, welches näher an dem Krankenhaus liegt, und auch billiger war. Es gibt hier grundlegend 3 Transportmittel, den öffentlichen Transyogyakarta, für welchen man 3000 Rupiah bezahlt, private Busse, welche man nur herwinken muss, und welche gleich viel kosten wie die öffentlichen, aber einen überall hinauslassen wo man will, dafür aber nicht klimatisiert und schon etwas in die Jahre gekommen sind, und die Taxis, welche auch sehr empfehlenswert sind, man muss aber vor dem einsteigen unbedingt nach einem Taximeter fragen, da sie sonst überteuerte Preise verlangen. Das Touristische Zentrum ist die Maliboro Street, in welcher sich ein großer Markt befindet, wo man so einige Nachmittage verbringen kann. Dr. Sardjito Hospital Unsere Famulatur absolvierten wir im Dr. Sardjito Hospital, welches die Universitätsklinik der Gadjah Mada Universität ist. Wir entschieden uns für die pädiatrische Station, aufgrund der Hoffnung, dass wir hier viele verschiedene Krankheitsbilder sehen würden. Die Ärzte nahmen uns sehr nett auf, wir sollten jeden Tag um 07:30 Uhr zur Morgenbesprechung gehen. Sie versuchten diese in Englisch abzuhalten, aber nach einiger Zeit wechselten sie immer wieder auf Indonesisch. Wir bekamen jeden Tag einen Arzt zur Seite gestellt, welcher uns die verschiedensten Fälle zeigte und uns alles genau erklärte. Auf dieser Station hatten sie hauptsächlich Dengue-Fieber und unerklärliche Diarrhoe, neben den normalen typischen pädiatrischen Krankheitsbildern. Zum Abschluss mussten wir uns einen Fall aussuchen und diesen vor unseren Supervisor mittels PowerPoint präsentieren. Public Health Program Für den 2ten Teil unserer Famulatur entschieden wir uns für das Public-Health Programm, da wir schon einiges über dieses Programm in früheren Berichten gelesen hatten und es wirklich angebracht war die Stadt nach 14 Tagen zu wechseln. Wir absolvierten diesen Teil in Purworejo, einer kleinen Stadt ca 60km westlich von Yogyakarta. Die Universität organisierte den Transport und die Unterkunft. Für die Unterkunft + 3 Mahlzeiten hatten wir 70 000 Rupiah pro Tag zu zahlen, umgerechnet 5€, und das Essen war mehr als genug. Wir kamen in einem kleinen Haus unter, welches wir für uns hatten. Natürlich Männer und Frauen getrennt. Dort kümmerte sich eine Lehrerin um uns, welche uns schon in der Früh besuchte und das Essen vorbeibrachte, und uns bei jeder Gelegenheit versuchte etwas javanesisch beizubringen, im Gegenzug lernte sie von uns ein paar steirische Wörter. Im Puskesmas, so nennt man die staatlichen Gesundheitskliniken am Land, lernten wir sehr schnell die meisten Leute kennen, und hatten jeden Tag ein volles Programm. Angefangen von Schuluntersuchungen, Besuche im Altersheim, Mutterkind-Untersuchungen mit den Hebammen über Impfaktionen bis zu den Family medicine Einrichtungen durften wir überall dabei sein und konnten einen guten Einblick in das indonesische Gesundheitssystem bekommen. In unserer Freizeit unternahmen wir einiges mit den Leuten vom Puskesmas. Sie zeigten uns die Schönheiten ihrer Region und auch die Traditionen.

Freizeit Indonesien hat auch so einiges in der Freizeit zu bieten, so starteten wir am Wochenende Ausflüge zu Borobudur, einer der größten buddhistischen Tempelanlagen, Prambanan einer Hinduistischen Tempelanlage und auch eine Wanderung auf den Merapi Vulkan, bei welcher wir um 01:00 Uhr in der früh starteten und den unglaublichen Sonnenaufgang genießen konnten. Es gibt hier auch einige Einkaufszentren, Bars, und Märkte wo man viele interessante Sachen findet, aber man sollte überall versuchen zu Handeln. Vor der Famulatur ergab sich bei uns eine Rundreise durch Thailand und mit Bus und Zug nach Kuala Lumpur, von dort weiter nach Yogyakarta. Nach der Famulatur genossen wir noch 10 Tage auf Bali und 2 Tage in Jakarta. Abschluss Zum Abschluss hatten wir noch ein Treffen mit unseren Supervisor, wo wir unsere Erlebnisse zu berichten hatten. Alles in allem war es eine sehr interessante Erfahrung, auf medizinischer Weise nicht so lehrreich, aber auf persönlicher Ebene sehr lehrreich. Ich kann es nur weiterempfehlen, und vor allem die Famulatur noch mit einer kleinen Rundreise zu verbinden. SO-Asien und insbesondere Indonesien haben so viel zu bieten. Bei weiteren Fragen, [email protected]

Abbildung 1: Ambulanzzimmer

Abbildung 2: Dengue-Fieber Test

Abbildung 4: Krankenzimmer auf der Kinderstation

Abbildung 5: Besuch im Altersheim bei Public Health

Abbildung 8: Wanderung auf den Merapi Vulkan

Abbildung 3: Famulaturteam auf der Kinderstation

Abbildung 6: Schuluntersuchung bei Public Health

Abbildung 7: Besuch in einer muslimischen Schule

Abbildung 10: Ausflug an den Strand mit unserem Betreuer

Abbildung 12: Ausflug mit unserem betreuenden Arzt zu Prambanan Tempel

Abbildung 9: Borobudur

Abbildung 11: Sonnenuntergang an der Küste von Java

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