Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2017

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Dienstleistungszentrum U25

Bereich West

Bahnhofsplatz

Bereich Mitte

Bereich Nord

Bereich Süd

Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2017

Impressum Herausgeber:

Jobcenter Nürnberg-Stadt, Geschäftsführung [email protected]

Texte:

Mitarbeiter des Jobcenters Nürnberg-Stadt

Layout:

Herr Geiger

Auflage:

500

Druck:

Digital Print Group GmbH

Rechte:

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Quellenangabe gestattet

Stand:

Dezember 2016

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB II) soll es den Leistungsberechtigten und den mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht. Hierzu werden Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts sowie Leistungen zur Beendigung oder Verringerung von Hilfebedürftigkeit erbracht. Diese Aufgabe wird für die leistungsberechtigten Bürger der Stadt Nürnberg einheitlich durch das Jobcenter Nürnberg-Stadt als gemeinsame Einrichtung (§ 44b SGB II) der Agentur für Arbeit Nürnberg und der Stadt Nürnberg durchgeführt. Das Dienstleistungsangebot umfasst Beratung, Betreuung und Leistungsgewährung bürgernah an sechs Standorten im Stadtgebiet „aus einer Hand“. Neben der Erbringung von Leistungen zum Lebensunterhalt und Leistungen zur Eingliederung in Arbeit werden den Kundinnen und Kunden des Jobcenters auch kommunale Eingliederungsleistungen wie Suchtberatung oder Schuldnerberatung vermittelt. Das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm (AIP) ● bilanziert die Erfolge und Veränderungen des Vorjahres, ● erläutert das aktuelle Zielsystem, ● nimmt eine Einschätzung zur Entwicklung des lokalen Arbeitsmarktes vor, ● stellt die Zielwerte des nächsten Jahres dar, ● informiert über die personellen und finanziellen Ressourcen, ● beschreibt die Steuerung und Zielnachhaltung und ● zeigt die strategische Ausrichtung und konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung auf. Es stellt Transparenz über die Aktivitäten des Jobcenters her und ist zugleich Grundlage für die Zusammenarbeit mit allen Akteuren des lokalen Arbeitsmarktes, indem es diese Informationen gleichzeitig den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jobcenters, den Kooperations- und Netzwerkpartnern als auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich macht. Das AIP 2017 des Jobcenters Nürnberg-Stadt (JCN) schreibt das AIP 2016 fort. Bewährtes wird fortgesetzt und in einigen Aufgabenbereichen erfolgt eine Weiterentwicklung und/oder Neuausrichtung. In diesem Jahr nimmt der Anhang deutlich mehr Raum ein. Das dient auch dazu, konzeptionelle Ansätze zu skizzieren, die über 2017 hinaus programmatischen Charakter entfalten werden. Wie in den letzten beiden Jahren haben wir wieder eine sehr komprimierte Darstellungsform mit einem die Lesbarkeit erleichternden Abkürzungsverzeichnis gewählt. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre des AIP 2017!

Anton Maier Leiter in der Geschäftsführungsebene

Heidi Strobl Stellvertretende Geschäftsführerin

Dr. Ulrich Gawellek Geschäftsführer

Inhaltsverzeichnis

Seite Abkürzungsverzeichnis

2

1.

Erste Bilanz 2016

4

1.1

Struktur und Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten

4

1.2

Instrumenteneinsatz und Umsetzung des Eingliederungstitels 2016

7

1.3

Zielwerte und Zielerreichung 2016

8

1.4

Spezifische Aspekte der Erfolgsbilanz 2016

10

2.

Ziele, Strategien und Maßnahmen in 2017

12

2.1 2.1.1 2.1.2 2.1.3 2.1.4 2.1.5

Strukturmerkmale, Ressourcen und Zielwerte Kennzahlensystem und Vergleichstypenzuordnung Einschätzung der Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung Kundenstrukturanalyse der ELB In 2017 verfügbare Ressourcen: Personal, Verwaltungs- und Eingliederungsbudget Zielwerte für 2017

13 13 13 15 19 20

2.2 2.2.1 2.2.2

Strategische Ausrichtung des JCN für das Geschäftsjahr 2017 Geschäftspolitische Handlungsfelder und Strategien Maßnahmen zur Umsetzung der Strategien

21 22 22

2.3

Steuerung und Nachhaltung

31

Anlagen Anlage A: Anlage B: Anlage C: Anlage D: Anlage E: Anlage F: Anlage G: Anlage H:

Kundenstruktur im Jobcenter Nürnberg-Stadt Beratungsansatz: Aktivieren, Kompetenzen feststellen und Qualifizieren Weiterentwicklung der fachlichen Führung im Bereich M&I Bundesprogramm Soziale Teilhabe Spezialisiertes Fallmanagement Konzept „KompAS“ Gesundheitsorientierung im JCN Zentrum für Intensivcoaching (ZfI) – Zielgruppen in 2017

33 34 36 39 41 43 46 47 49





Abkürzungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

ABC-Netzwerk: abH: AEZ: AG: AGH: AGS: AIP: AsA: ASD: AVGS: AV: AV-Q: BA: BaE: BAQ: BeKo: BfdH: bFM: BG: BKE: BVB: BVJ: BZgA: DIV: DORA: EGT: EGV: EGZ: ELB: ESF: Fass: FAV: FbW: FM: gE: GKV: GF: HEGA: HoGa: IAB: IFD:

IFK: IQ: JC: JCN: JDW: JFW: LLU: LUH: LZA: LZB: MAbE: MAG: MAT: MBE/JMD: M&I: PDL: PL: QM: Reha/SB: SB: TL: TN: TQ: TZ: ubH: VB: VE-Planung: VJ: VKB: VT: VV: VZÄ: ZfI: zkT:

Netzwerk für Aktivierung, Beratung und Chancen ausbildungsbegleitende Hilfen Arbeitsentgeltzuschuss Arbeitgeber Arbeitsgelegenheit Arbeitgeberservice Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm Assistierte Ausbildung Allgemeiner Sozialdienst Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein Arbeitsvermittlerin und Arbeitsvermittler Arbeitsvermittlerin und Arbeitsvermittler Schwerpunkt „Qualifizierung“ Bundesagentur für Arbeit Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen Betriebsakquisiteur Beratungskonzeption Beauftragte für den Haushalt beschäftigungsorientiertes Fallmanagement Bedarfsgemeinschaft Berufliche Kompetenzen erkennen (Testverfahren in der Pilotierung) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen Berufsvorbereitungsjahr Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Direktvermittlung Datenbasis operative Auswertungen Eingliederungstitel Eingliederungsvereinbarung Eingliederungszuschuss erwerbsfähige Leistungsberechtigte Europäischer Sozialfonds Fachassistent Förderung von Arbeitsverhältnissen Förderung der beruflichen Weiterbildung Fallmanagerin und Fallmanager gemeinsame Einrichtung Gesetzliche Krankenversicherung Geschäftsführung Handlungsempfehlungen / Geschäftsanweisungen Hotel- und Gaststättenbereich Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Integrationsfachdienst

Integrationsfachkraft, Integrationsfachkräfte Integrationsquote Jobcenter Jobcenter Nürnberg-Stadt Jahresdurchschnittswert Jahresfortschrittswert Leistungen zum Lebensunterhalt Leistungen für Unterkunft und Heizung Langzeitarbeitslosigkeit Langzeitleistungsbezieher Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung Maßnahmen bei einem Arbeitgeber Maßnahmen bei einem Träger Migrationsberatungseinrichtungen/ Jugendmigrationsdienste Markt und Integration Personaldienstleister Profillage Qualifizierungsmaßnahmen Team für Rehabilitanden/Schwerbehinderte Schwerbehindert Teamleiterin und Teamleiter Teilnehmer Teilnehmerquote Teilzeit unterrichtsbegleitende Hilfen Vermittlungsbudget Planung der Verpflichtungsermächtigungen Vorjahr Verwaltungskostenbudget Vergleichstyp Vermittlungsvorschlag Vollzeitäquivalent Zentrum für Intensivcoaching zugelassener kommunaler Träger



1.

Erste Bilanz 2016

Bevor schwerpunktmäßig das Jahr 2017 in den Blick genommen wird, soll zur besseren Einordnung zunächst der Verlauf des Jahres 2016 anhand ausgewählter Strukturdaten skizziert werden. Es stehen zwar noch keine Jahresdaten zur Verfügung, gleichwohl kann bereits eine vorläufige Bilanz gezogen werden. 1.1

Struktur und Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten



Im Mittelpunkt der Grundsicherung für Arbeitsuchende stehen erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) und die von ihnen gebildeten Bedarfsgemeinschaften (BG). Die beiden nachfolgenden Schaubilder zeigen die Entwicklung der Bestandszahlen im Jahresverlauf seit 2014 auf. Für 2016 enden die Kurven mit dem Monat August, weil stabile Daten erst mit einer Verzögerung von drei Monaten (bezogen auf den Redaktionsschluss) zur Verfügung stehen.

Die nächste Grafik zeigt den Verlauf der Arbeitslosenzahl in der Grundsicherung seit 2014. Im Jahr 2016 war die Arbeitslosigkeit im SGB II niedriger als 2014, der jüngste Wert (November) liegt deutlich unter dem Vorjahreswert. Zu berücksichtigen ist zudem, dass nur ca. 4 von 10 ELB nach der Definition der Arbeitsmarktstatistik als arbeitslos gelten (siehe hierzu nachfolgende Grafik).

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist im Jahresverlauf 2016 deutlich gesunken und liegt aktuell unter dem Niveau von 2014. Dabei haben nahezu alle Typen von Bedarfsgemeinschaften abgenommen (ausgenommen die 5-Personen BG), die relativ stärkste Abnahme verzeichneten Bedarfsgemeinschaften mit zwei und drei Personen (-4,0%)1. Mit den Bedarfsgemeinschaften ist auch die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) gesunken, den prozentual größten Rückgang verzeichneten durchschnittlich die 25- bis unter 55-Jährigen (-2,3%).

1



Siehe hierzu auch Anlage A: „Kundenstruktur im JCN“ im Anhang



Bestand der Nichtarbeitsuchenden nach statusrelevanten Merkmalen2 Arbeitslosigkeit ist nicht Voraussetzung für den Bezug von Arbeitslosengeld II. Das gilt insbesondere für die drei folgenden Fallkonstellationen3 : • Gut ein Drittel der nichtarbeitslosen Leistungsberechtigten ging im gleitenden Jahresdurchschnitt einer Erwerbstätigkeit von mindestens 15 Wochenstunden nach. • Für ein weiteres Drittel war entweder eine Arbeit derzeit nicht zumutbar, weil sie kleine Kinder bzw. Angehörige betreuten (12%), oder sie zählten aufgrund des fortgeschrittenen Alters (58 Jahre und älter) bei gleichzeitig fehlenden Integrationschancen nicht als arbeitslos (§53a Abs. 2 SGBII, 11%); unter die Gruppe der Nichtarbeitslosen fielen auch die arbeitsunfähig erkrankten Personen (rund 10%). • Schließlich nimmt fast jede vierte nichtarbeitslos gemeldete erwerbsfähige Person an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil oder befindet sich in schulischer oder beruflicher Ausbildung bzw. ist in einem Studiengang eingeschrieben.

Bei der Betrachtung der BG-Struktur im Jahresvergleich seit 2010 wird die Verschiebung zu Mehrpersonen-BG offensichtlich. Während die Single-BG in den letzten drei Jahren im gleitenden Jahresdurchschnittswert moderat anstiegen (+2,1% bezogen auf den Wert 2013), ist ein Wachstum der BG mit drei Personen und mehr deutlich erkennbar. Die Veränderungsrate der BG mit 4 Personen liegt bei +11,9%, die der BG mit 5 und mehr Personen bei 14,4%.

Erweitert man den Betrachtungshorizont auf die letzten 6 Jahre, ist die Zahl der Menschen, die auf Leistungen der Grundsicherung4 angewiesen sind, bis 2013 leicht gestiegen und sinkt ab diesem Zeitpunkt leicht (- 0,6%). Das gleiche gilt für die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, lediglich bei den Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II ist ein deutlicher Rückgang seit 2014 festzustellen (-3,4%). Der Anteil der arbeitslosen Leistungsberechtigten ist mit 36,9% vergleichsweise gering und hat sich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt reduziert.

1.2

Für eine gemeldete Person können mehrere Einträge zum Lebenslauf und zu Maßnahmen gleichzeitig vorliegen. So kann beispielsweise eine Person an einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen, zurzeit aber arbeitsunfähig erkrankt sein. Die Einträge werden dann nach einem festgelegten Schema statistisch priorisiert berücksichtigt. Einzelne Ausprägungen können dadurch unterzeichnet sein. Die abgebildeten Zahlen dienen somit nur der näheren Beschreibung des Status der gemeldeten erwerbsfähigen Personen. Die Anzahl der gemeldeten erwerbsfähigen Personen (Arbeitsmarkstatistik) ist nicht deckungsgleich mit der Anzahl der ELB (Leistungsstatistik). 2

Das Volumen dieses Personenkreises umfasst entsprechend des gleitenden Jahresdurchschnittswertes von Juli 2015-Juni 2016 rund 20.300 Personen. 3

Anfang 2016 erfolgte eine Revision der Grundsicherungsstatistik. Die Gesamtzahl der Personen in Bedarfsgemeinschaften (PERS) steigt durch die Aufnahme der Personengruppe der vom Leistungsanspruch ausgeschlossenen Personen (AUS) an. Darunter fallen beispielsweise Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und Personen mit Anspruch auf BAföG oder Altersrente. 4



Instrumenteneinsatz und Umsetzung des Eingliederungstitels 2016

Das für 2016 geplante Maßnahmenvolumen im Umfang von knapp 7000 Maßnahmeneintritten wird insgesamt umgesetzt. Das sich abzeichnende Minus beim Einsatz der Instrumente Arbeitsgelegenheiten (AGH) und Eingliederungszuschuss (EGZ) konnte bereits im ersten Halbjahr durch verstärkten Einsatz von Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheinen (AVGS) und Maßnahmen bei einem Arbeitgeber (MAG) kompensiert werden. Die Differenzierung des Maßnahmenportfolios nach Maßnahmen mit dem Schwerpunkt der Aktivierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt und Maßnahmen mit Qualifizierungsschwerpunkten wurde vorangetrieben und wird sich im Jahr 2017 in der organisatorischen Umsetzung wiederfinden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Arbeitsmarkt und Integrationsprogramms (November 2016) liegt die Prognose der Investitionsquote bei >95 %, was der Zielsetzung für 2016 entspricht. Besonders hervorzuheben in diesem Jahr ist die gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entwickelte Maßnahme zur frühzeitigen Aktivierung und zum Spracherwerb, in welcher parallel zu einem Integrationskurs bereits am Erwerb berufsspezifischer Kompetenzen gearbeitet wird (KompAS, siehe Anlage F).



1.3

Zielwerte und Zielerreichung 2016

Die Jobcenter verfolgen im Rahmen des auf die gesetzlichen Zielsetzungen des SGB II ausgerichteten Zielsystems klar formulierte Jahresziele. Die maßgeblichen Ziele werden mittels praxisgerechter Zielindikatoren operationalisiert. Diese bilden die Grundlage für die Abbildung und Bewertung der Aufgabenerledigung der einzelnen Jobcenter. Sie sind zentrale Größen für den Vergleich der Jobcenter untereinander sowie die Jobcenterinterne Analyse der Leistung unterschiedlicher Organisationseinheiten. Mittels eines differenzierten Kennzahlensystems sollen eine effektive und effiziente Aufgabenerledigung sichergestellt und Ansatzpunkte für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess gefunden werden.

Bei den Indikatoren Integrationsquote und Bestand an Langzeitleistungsbeziehern resultiert der Zielwert aus einem Zielvereinbarungsprozess. Beim Zielindikator Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt ist der Zielwert für 2016 aus dem von der Zentrale der BA Ende 2015 prognostizierten Jahresendwert 2016 abgeleitet. Der Indikator ist nicht Gegenstand der Planung und wird ausschließlich über ein Monitoring in die Zielnachhaltung eingebunden.

Die folgende Übersicht verdeutlicht das Kennzahlensystem 2016. Im Mittelpunkt der auf die Erreichung der Jahresziele ausgerichteten Aktivitäten der Jobcenter stehen die Steuerungsziele abbildenden Zielindikatoren. Um qualitative Aspekte der Integrationsarbeit noch stärker in den Blickpunkt der Steuerung zu rücken, wurde 2016 ein Monitoring zu drei ausgewählten Analysegrößen eingeführt. Besonders beachtet werden:

Ziel 1: Laufende Leistungen zum Lebensunterhalt (LLU) Gesamt kumulierter Jahreswert: 123.938.815 Euro Veränderung zum Vorjahr: + 7,7% darunter: LLU ohne Flucht: 108.212.991 Euro Veränderung zum Vorjahr: + 2,1%

• die Nachhaltigkeit der Integrationen • der Anteil der bedarfsdeckenden Integrationen • die Entwicklung der Integrationsquote der Langzeitleistungsbezieher.

Im Jahr 2016 war der Steuerungsprozess im JCN bei den Zielindikatoren auf die Erreichung der folgenden Zielwerte ausgerichtet:

Ziel 2: Integrationsquote (IQ) Gesamt Jahresfortschrittswert: 25,5% Veränderung zum Vorjahr: - 1,2% darunter: IQ ohne Flucht (JFW): 26,7% Veränderung zum Vorjahr: + 2,5% darunter: IQ Flucht (JFW): 14,9% Ziel 3: Bestand an Langzeitleistungsbeziehern (LZB) Jahresdurchschnittswert: 21.125 Veränderung zum Vorjahr: + 1,5%

Für den Monat Oktober 2016 stellt sich die Zielerreichung im Soll-Ist-Vergleich und in Relation zu der Zielerreichung der Jobcenter des Vergleichstyps IIb wie folgt dar: Ziel 1: Laufende Leistungen zum Lebensunterhalt (LLU) Gesamt kumulierter Monatswert: 97.998.016 Euro Soll-Ist-Differenz: - 5,5 % Rang im VT: 12 darunter: LLU ohne Flucht: 86.014.198 Euro Soll-Ist-Differenz: - 5,1% Rang im VT: 15





Bei Ziel 1 ergibt sich beim Vorjahresvergleich ein leichter Anstieg um 1,7% (1.684.639 €), die Soll-Ist-Differenz liegt aber mit -5,5% deutlich im „grünen Bereich“. Auch bei der Untergruppierung „LLU ohne Flucht“5 liegt das Jobcenter mit - 5,1% unter dem Prognosewert. Die Leistungen für Unterkunft und Heizung (LUH) konnten im Vorjahresvergleich um -0,3% (- 289.374 €) reduziert werden. Die insgesamt günstige Entwicklung bei LLU und LUH dürfte insbesondere auf die Wohngeldnovelle und die Einführung des Mindestlohns zurückzuführen sein. Ziel 2: Integrationsquote (IQ) Gesamt Jahresfortschrittswert : 21,9 % Soll-Ist-Differenz: + 4,5% Rang im VT: 7 darunter: IQ ohne Flucht (JFW): 22,2% Soll-Ist-Differenz:: + 1,4% Rang im VT: 4 Bei Ziel 2 „IQ Gesamt“ befindet sich das JCN mit einer positiven Soll-Ist Abweichung auf Zielerreichungskurs. Erfreulicherweise ist bei dieser Kennzahl ein Anstieg von 3,2% zum Vorjahr zu verzeichnen, was auch auf den Rückgang der ELB zurückzuführen ist. Bei der Untergruppe „IQ ohne Asyl/Flucht“ wird aktuell ein Plus von 3,9% zum VJ erzielt; auch hier liegt das JCN 1,4% über dem vereinbarten Sollwert.

Veränderung zum Vorjahr im Vergleich der nächsten Nachbarn (Stand Oktober 2016)

Auch das Absolventenmanagement liegt seit Jahresanfang 2016 deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Unter Absolventenmanagement versteht man bestimmte Aktivitäten zur Betreuung von Bewerbern, für deren Eingliederung in den 1. Arbeitsmarkt Qualifizierungsmaßnahmen erforderlich sind, in der letzten Phase der Maßnahmenteilnahme.7

Ziel 3: Bestand an Langzeitleistungsbeziehern (LZB) Jahresdurchschnittswert: 20.340 Soll-Ist-Differenz: - 3,9% Rang im VT: 5 Bei Ziel 3 liegt das JCN 3,9% (520 ELB) unter dem Vorjahreswert und wird bis zum Jahresende den Zielwert deutlich übertreffen. Ursächlich hierfür sind neben der Wohngelderhöhung und dem Mindestlohn auch gezielt, an Bezieher geringer passiver Leistungen, ansetzende Integrationsaktivitäten. So konnte die Integrationsquote der Langzeitleistungsbezieher aktuell um 12,0 % zum VJ gesteigert werden. Auch der Anstieg bedarfsdeckender Integrationen zum Vorjahr (+ 4,2%) hat positive Auswirkungen auf die Zielerreichung. 1.4

Die Quote Eingliederungsvereinbarung am Bestand der ALO und ASU Kunden lag seit Jahresanfang stets über den Sollwert von 80% und liegt derzeit deutlich über dem Vorjahreswert

Spezifische Aspekte der Erfolgsbilanz 2016

Die Integrationsquote liegt aktuell (Stand Oktober 2016) mit 3,2% über dem Vorjahresniveau. Der Bestand an Langzeitleistungsbeziehern konnte ebenfalls um über 520 ELB reduziert werden (siehe auch Punkt 1.3). Seit Jahresanfang 2016 liegt die Mindest-Kundenkontaktdichte6 im JCN stets über dem jeweiligen Wert des Vorjahres (aktuell +10,3% zum VJ). Um die LLU ohne Asyl/Flucht zu erhalten, werden die Leistungen zum Lebensunterhalt für alle BG, in denen es mindestens eine Person aus einem der acht definierten Asylherkunftsländer gibt (Syrien, Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia), aus der Gesamtsumme der LLU herausgerechnet. 6 Eine „engere“ Kontaktdichte gilt als wirksamer Hebel zur Beschleunigung des Integrationsprozesses. Die Mindestkontaktdichte SGB II ist der Quotient aus Kunden im Kundenkontakt mit mindestens einem qualifizierten Kontakt im definierten Betrachtungszeitraum (hier 6 Monate) und der Gesamtzahl der Kunden im Kundenkontakt. 5

10

Veränderung zum Vorjahr im Vergleich der nächsten Nachbarn (Stand Oktober 2016)

Die Kennzahl „Absolventenmanagement“ gilt als erfüllt, wenn mit den ausgewählten Maßnahmenteilnehmer innerhalb des letzten Maßnahmeabschnitts (= individuelles Austrittsdatum minus 90 Tage) eine EGV abgeschlossen wird und ein Vermittlungsvorschlag unterbreitet wird (beides muss erfüllt sein). 7

11

Die Maßnahmeneintritte konnten insgesamt um über 27,2% zum Vorjahr gesteigert werden (Stand Oktober 2016). Die Aktivierungsquote8 der arbeitslosen und arbeitsuchenden ELB liegt aktuell bei 26,7% (+ 30,3% zum VJ).

Die FbW – Eingliederungsquote 9 liegt mit 19,3% über dem Vorjahreswert10; fast die Hälfte der FbW-TeilnehmerInnen befindet sich 6 Monate nach ihrem individuellen Maßnahmenaustritt in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

2.1

Strukturmerkmale, Ressourcen und Zielwerte

2.1.1

Kennzahlensystem und Vergleichstypenzuordnung

Seit Januar 2012 gilt für sämtliche Träger im SGB II ein einheitliches Kennzahlensystem. Dieses Konzept zur Messung der Zielerreichung hat sich in der praktischen Anwendung in den Jobcentern vor Ort bewährt. Beim Kennzahlensystem 2017 gibt es gegenüber 2016 keine Änderungen. Deshalb kann an dieser Stelle auf den Gliederungspunkt 1.3 verwiesen werden. Mittels des bereits erläuterten Modells der SGB II-Vergleichstypen können die Jobcenter anhand der Kennzahlen untereinander in Beziehung gesetzt werden. Das JCN wurde ab 2014 dem neuen Vergleichstyp IIb zugordnet (insgesamt 26 gE und zkT). Ein Blick auf die SGB II-Quote macht deutlich, dass das JCN im Vergleichstyp IIb eine „Randposition“ innehat. Die SGB II-Hilfequote setzt den Bestand an leistungsberechtigten Personen nach dem SGB II in Beziehung zur entsprechenden Bevölkerungsgruppe. Sie quantifiziert demnach die lokale durchschnittliche Abhängigkeit von SGB II Leistungen. Aus der nachfolgenden Gegenüberstellung wird ersichtlich, dass im Clustervergleich Nürnberg – hinter Schweinfurt und Pforzheim – weiterhin die dritthöchste SGB II Quote aufweist. Das Gleiche gilt für die Unter-25-Jährigen, hier rangiert Nürnberg mit 15,2% ebenfalls auf dem dritten Rang im Cluster. Die SGB II-Quote der jungen Menschen unter 25 Jahren hat sich im Vorjahresvergleich leicht verringert.

Hilfequoten

2014 (Juni 2014)

2015 (Juni 2015)

2016 (Juni 2016)

SGB II Quote Gesamt

11,8%

11,9%

11,4%

(Rang 2 von 26 im Cluster)

(Rang 3 von 26 im Cluster)

(Rang 3 von 26 im Clus-

(Rang 2 nächst. Nachbarn)

(Rang 2 nächst. Nachbarn)

ter)

Veränderung zum VJ

↘ 2016

(Rang 2 nächste Nachbarn)

SGB II Quote der unter 25-jährigen

2.

Ziele, Strategien und Maßnahmen in 2017

Um die erreichten Erfolge in 2017 fortzuführen, geht es nachfolgend um die geschäftspolitische Ausrichtung der Aktivitäten des JCN auf die Erreichung der Jahresziele 2017. Bevor näher auf die einzelnen Strategien und die zugehörigen Maßnahmen eingegangen wird, erfolgen zunächst Ausführungen zu den für die Zielerreichung verfügbaren Ressourcen und eine Einschätzung der arbeitsmarktlichen und kundenstrukturellen Entwicklung als Basis für die Zielwerte 2017. 8

Verhältnis Maßnahmeneintritte (beplante Instrumente) zum Bestand (JDW) der Arbeitslosen und Arbeitsuchenden

Die Eingliederungsquote EQ (definiert als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte / Austritte insgesamt x 100) gibt an, wie viele Maßnahmeteilnehmer sich zeitpunktbezogen 6 Monate nach Austritt aus der Maßnahme in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung befinden. 9

10

12

gJW = gleitende Jahressumme (März 15 bis Februar 16)

15,8%

15,9%

15,2%

(Rang 1 von 26 im Cluster)

(Rang 2 von 26 im Cluster)

(Rang 3 von 26 im Clus-

(Rang 2 nächst. Nachbarn)

(Rang 2 nächst. Nachbarn)



2016

ter) (Rang 2 nächste Nachbarn)

2.1.2 Einschätzung der Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung Sowohl die Quantifizierung der Zielwerte 2017 wie auch die Festlegung der Handlungsstrategien für das nächste Jahr und die daraus abgeleiteten Maßnahmen basieren auf der Einschätzung der Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung. Die AA Nürnberg geht in ihrem Geschäftsplan 2017 von einer annähernd stabilen Arbeitsmarktentwicklung aus. Die aktuelle Brancheneinschätzung weist für 2017 die Bereiche Handel, HoGa, PDL, Gesundheit und Sozialwesen, Lager, Post und Kurierdienst als beschäftigungsträchtig aus. Allerdings stößt die Stellenbesetzung im

13

Gesundheits- und Erziehungssektor und dem HOGA-Bereich aufgrund Bewerbermangels an seine Grenzen. Stellenbesetzungen im PDL Bereich werden auf Grund der guten Arbeitsmarktlage zunehmend schwieriger, da Bewerber auch ohne Zeitarbeit eine neue Beschäftigung finden. Der Handel zeichnet sich weiterhin durch hohe Teilzeitquote und viel geringfügige Beschäftigung aus. Daneben konkurrieren die Mitbewerber aus dem europäischen Ausland aufgrund des uneingeschränkten Arbeitsmarktzuganges insbesondere auf Helferebene. In den letzten Jahren stieg die Beschäftigung ausländischer (Neu-)Bürger insbesondere im Stadtgebiet deutlich, von 2014 auf 2015 um 10,9 %, während die Anzahl der deutschen Beschäftigten lediglich um 0,8 % anwuchs. Durch den hohen Zugang an Personen mit Migrationshintergrund und die Beendigung von Sprach- und Qualifizierungsmaßnahmen für diesen Personenkreis ist ein Anstieg an Bewerbern mit Migrationshintergrund zu erwarten. Die Vermittlungschancen arbeitsloser ausländischer Helfer beider Rechtskreise in den oben genannten beschäftigungsträchtigen Branchen verringern sich. Im Bereich des öffentlichen Dienstes wurden zur Bewältigung des Flüchtlingszustromes 2016 überdurchschnittlich viele Einstellungen verwirklicht; dies wird sich 2017 nicht mehr in diesem Umfang fortsetzen. Der Ausbildungsmarkt ist auch 2017 durch einen Überhang an gemeldeten Ausbildungsstellen (08/2016: Angebots-Nachfrage-Relation 100 Bewerber: 124 Stellen) geprägt. Der ungebrochene Trend zu weiterführenden Schulen führt 2017 bei sinkenden Schulentlass-Zahlen zu einem leichten Rückgang der Bewerberzahlen. Hinsichtlich der Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung teilt das JCN die Einschätzung der Agentur für Arbeit Nürnberg. Damit ergeben sich für SGB II-Kunden durchaus Einmündungschancen auf dem lokalen Arbeitsmarkt, die allerdings sehr stark von der Entwicklung im Helferbereich bestimmt werden. Hier wird sich in 2017 die Tendenz der vergangenen Jahre fortsetzen: aufgrund des weiteren Anstiegs der EU-Ausländer und der nicht „SGB II-berechtigten“ Flüchtlinge wird der Wettbewerbsdruck in diesem Segment für die in hohem Maß formal unqualifizierten SGB II-Kunden noch zunehmen.

schwierig. Hier wird es zum einen darauf ankommen, in welchem Umfang der Bewerberstatus zuerkannt wird und wie hoch die Bereitschaft und Motivation der jungen Flüchtlinge für die Aufnahme einer Ausbildung sein wird. Mit Blick auf die Aufnahmefähigkeit des Ausbildungsmarktes dürfte sich die Anzahl der unversorgten Bewerber – wie auch von der Agentur für Arbeit Nürnberg eingeschätzt – auf dem Niveau des Jahres 2016 bewegen. Die relative Verschiebung hin zu BGs mit vier und mehr Personen hat sich 2016 fortgesetzt. Weiterhin ist aufgrund der Altersstruktur der Flüchtlinge ein deutlicher Anstieg der ELB unter 25 Jahren feststellbar, der sich voraussichtlich 2017 noch fortsetzen wird. 2.1.3 Kundenstrukturanalyse der ELB Bei den Überlegungen zu den Zielwerten für 2017 sind nicht nur die Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung, sondern auch die spezifischen Strukturmerkmale der SGB IIKunden zu berücksichtigen. Die Integrationschancen der SGB II-Kunden werden neben der allgemeinen Arbeitsmarktlage auch von der Ausprägung der individuellen Merkmale (z.B. Alter, Arbeitsmarkterfahrung, Berufserfahrung, Qualifikationsniveau) mit bestimmt. In den nachfolgenden Übersichten wird für das JCN die Veränderung wesentlicher Strukturmerkmale im Vorjahresvergleich sowie die Abweichung im Vergleichstyp IIb und zu den nächsten Nachbarn gegenübergestellt. In der Anlage A finden sich darüber hinaus weitere Informationen zu den Merkmalen der Kundenstruktur des JCN im Vorjahresvergleich. ELB nach Personenmerkmalen ELB ohne Schulabschluss Anteil an allen ELB in %

Veränderung gegenüber Vorjahr (%)

(JDW Juni 2016)

Nach Einschätzung des JCN wird ein ELB-Anstieg 2017 von insgesamt 5,6% erwartet. Bei Neukunden mit Fluchthintergrund wird mit einem massiven ELB-Anstieg von knapp 70% gerechnet. Nach der Asylbewerberleistungsstatistik gab es im September 2016 in Nürnberg noch ca. 4.700 Asylbewerber im Alter von 15 bis 64 Jahre, die zum großen Teil aus Ländern mit einer hohen Anerkennungsquote kommen. Die Agentur für Arbeit Nürnberg erwartet für den Agenturbezirk im Rechtskreis SGB II einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 3%. Diese Einschätzung ist aus Sicht des JCN nicht unrealistisch. Die Zunahme dürfte insbesondere daraus resultieren, dass anerkannte Asylbewerber in beträchtlicher Größenordnung nach Absolvieren der Integrations-/Sprachkurse auf den Arbeitsmarkt drängen. Die Einschätzung zum Ausbildungsmarkt gestaltet sich aufgrund des Flüchtlingszustroms, der in erheblichem Umfang junge Menschen im ausbildungsrelevanten Alter umfasst,

14

ELB ohne Berufsabschluss

Bei der Analyse der Strukturmerkmale der ELB des JCN im Vergleich zum VT und zu den nächsten Nachbarn fällt auf, dass das Qualifikationsniveau der KundInnen im JCN niedriger ist als im VT-Durchschnitt. Ursächlich hierfür sind maßgeblich die Zugänge aus der Fluchtmigration sowie die relative Verschiebung der Anteile aufgrund des verstärkten

15

Abgangs von ELB in marktnäheren Profillagen, darunter mit Schulabschluss. Der Bestand an ELB ohne Berufsabschluss ist im Jahresdurchschnitt zwar um 2,3% gesunken, das JCN liegt dennoch mit einem Anteil von 67,9% weiterhin über dem Clusterwert und auch über dem Wert der nächsten Nachbarn.

dass ELB die komplexeste Profillage (Unterstützungsprofil) verlassen. Im Bereich der Förderprofile ist ein deutliches Plus (+ 11,6%) zum Vorjahr zu verzeichnen. Nachfolgende Übersicht verdeutlicht die Entwicklung der ELB nach Profillagen12.

Neben dem fehlenden Schul-/Berufsabschluss sind gesundheitliche Einschränkungen und Langzeitleistungsbezug weitere Faktoren, welche die Integrationswahrscheinlichkeit der ELB negativ beeinflussen. Anteil an allen ELB in %

Veränderung gegenüber Vorjahr (%)

ELB mit SB Status

Bei der Betrachtung der beiden Merkmale wird deutlich, dass das JCN im Clustervergleich einen hohen Anteil an Kunden mit SB-Status aufweist (11,0%; Rang 2 im Cluster und Rang 1 bei den nächsten Nachbarn). Anteil an allen ELB in %

Veränderung gegenüber Vorjahr (%)

Langzeitleistungsbezug (JDW 2016)

Als Resümee kann festgestellt werden, dass das JCN bezogen auf individuelle Merkmale wie Schul- und Berufsausbildung, gesundheitliche Einschränkungen sowie Dauer im Leistungsbezug eine vergleichsweise ungünstige Struktur der ELB aufweist. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedinungen konnte das JCN wesentliche Verbesserungen zum Vorjahr erzielen, die unter Punkt 1.4 anhand einiger prozessualer und qualitativer Indikatoren aufgezeigt wurden. Entwicklung des Kundenbestands hinsichtlich Zuwanderung

Der Bestand an Langzeitleistungsbeziehern11 konnte zwar aufgrund erfolgreicher Integrationsarbeit im Vorjahresvergleich um 1,9% reduziert werden, dennoch positioniert sich das JCN mit einem Anteil von 61,9% am Gesamtbestand der ELB auf Rang 4 im Vergleichstyp IIb. Der Bestand der ELB mit Markt- und Aktivierungsprofil hat sich deutlich gemindert, wobei deren Anteil mit insgesamt 2,5% am Gesamtbestand der ELB vergleichsweise gering ist. Bei der Analyse der komplexen Profilllagen zeigt sich, dass der Anteil der ELB mit Unterstützungsprofil deutlich zurückgegangen ist (JCN -8,6%), der Bestand der Kundinnen und Kunden mit Stabilisierungsprofil verbleibt auf Vorjahresniveau. Integrationsfortschritte und die Reduktion von Vermittlungshemmnissen führen dazu, Langzeitleistungsbezieher (LZB) sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate hilfebedürftig gem. § 9 SGB II waren (§ 6 Abs. 1 RVO zu § 48a SGB II). Damit nicht Zeiten vor Vollendung des 15. Lebensjahres und somit der Nichterwerbsfähigkeit in den Betrachtungszeitraum eingehen, werden LZB erst ab Vollendung des 17. Lebensjahres gezählt. 11

16

Der Bestand der ELB (JDW) aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern13 stieg im Vorjahresvergleich (Stand Juni 2016) um durchschnittlich 776 Personen oder 37,9%14. Der Bestand der Syrer verzeichnete seit Juni 2015 den höchsten Zuwachs (+1.041 ELB), gefolgt von der Gruppe der Iraker (+131 ELB)15. Bei der Betrachtung der Zu- und Abgänge nach Nationalitäten zeigen sich auch deutliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Rumänen und Bulgaren verzeichnen einen positiven Saldo (+218 ELB), während ELB aus den sogenannten GIPS Staaten (hauptsächlich Griechenland und Italien16) einen negativen Saldo aufweisen. Die Profillagen beschreiben, bezogen auf deren jeweiligen Integrationsnähe/-ferne, die individuellen Stärken und Potenziale der ELB im SGB II. Für die Analyse der Fluchtmigration wird das Aggregat „Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus eine der zugangstärksten Herkunftsländer von Asylbewerbern“ oder kurz „Asylherkunftsländer“ gebildet. In das Aggregat werden folgende acht Länder berücksichtigt: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. 14 vgl. Kundenstruktur-Gebäude im Anhang 15 Bei der Interpretation der ELB Bestandsentwicklung ist zu beachten, dass auch Personen enthalten sind, die schon länger in Deutschland leben und nicht im engen Zusammenhang mit dem aktuellen Flüchtlingszustrom stehen. 16 Zu den erwähnten GIPS Staaten gehören neben Griechenland und Italien noch Portugal und Spanien. Diese werden hier nicht näher betrachtet. 12 13

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Altersstruktur der ELB im Vergleich Anteil an allen ELB der jeweiligen Personengruppe in % (JDW Juni 2016)

Zu-/Abgänge & Saldo ELB nach Nationalität (Jahressumme von Juni 2015 – Mai 2016)17 Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit (eigene Darstellung)

Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass die absoluten Bestandszahlen der EU-2 - Staaten (Rumänien und Bulgarien) deutlich geringer sind als die ELB der GIPS-Staaten. Dennoch kann man eine verstärkte Zuwanderung aus den neuen EU - Beitrittsstaaten feststellen, die mit der uneingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit seit 1. Januar 2014 im unmittelbaren Zusammenhang steht. In der Analyse der ELB zeigt sich, dass Personen mit einer Staatsbürgerschaft aus den acht nichteuropäischen Asylherkunftsländern häufig jung sind und es Ihnen oftmals an schulischer oder beruflicher Qualifikation mangelt. Fehlende Sprachkenntnisse und der oftmals nicht vorhandene formale Berufsabschluss erschweren die rasche Integration der Flüchtlinge. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der überwiegende Teil der Geflüchteten nach der Annerkennung erst einmal hilfebedürftig ist. Bildungshintergrund der ELB im Vergleich Anteil an allen ELB der jeweiligen Personengruppe in %

Altersstruktur der ELB im Vergleich Anteil an allen ELB der jeweiligen Personengruppe in % (JDW Juni 2016)

17

18

Das Zu-/Abgangsverhältnis lässt keine vollständigen Rückschlüsse auf Bestandsveränderungen zu.

Die Integration von geflüchteten Menschen wird unter anderem davon abhängen, wie schnell es gelingt, die Sprachbarrieren zu überwinden. Die berufliche Qualifizierung sowie die Bereitschaft der Betriebe, geflüchtete Menschen aufzunehmen, sind weitere entscheidende Erfolgsfaktoren. Um den besonderen Anforderungen dieser Personengruppe gerecht zu werden, wurden im JCN zum 01.12.2015 zwei eigenständige Teams „Flucht“ mit den Fachlichkeiten Leistungsgewährung und Arbeitsvermittlung gegründet. Handlungsbedarfe im Bereich Arbeitsvermittlung bestehen vor allen Dingen in der Zuweisung und Nachhaltung der schnellstmöglichen Teilnahme am Integrationssprachkurs sowie flankierenden arbeitsmarktorientierten Angeboten, um eine berufliche und soziale Integration zu unterstützen. (vgl. Konzept KompAS, Anlage F).

2.1.4

In 2017 verfügbare Ressourcen: Personal, Verwaltungs- und Eingliederungsbudget

Am 11.11.2016 hat die Trägerversammlung über den im nächsten Jahr zur Verfügung stehenden Personalrahmen entschieden. Für 2017 wird das diesjährige Personalvolumen fortgeschrieben. Damit können die im nächsten Jahr anstehenden Aufgaben mit einem Personalvolumen im Umfang von jahresdurchschnittlich maximal 577 VZÄ angegangen werden. Nach den von der BA am 23.11.2016 zur Verfügung gestellten Schätzwerten für das Verwaltungsbudget 2017 inklusive der zusätzlichen Mittel für Flucht werden dem JCN voraussichtlich 35,17 Mio. Euro und damit etwa 1,9 Mio. Euro mehr Verwaltungsbudget zugeteilt als 2016. Wie bisher werden die zugeteilten Verwaltungsmittel aber nicht ausreichen, um die gesamten Verwaltungskosten zu decken. Bezogen auf die aktuelle Planung der Verwaltungskosten wäre 2017 hierfür eine Umschichtung in Höhe von 4,34 Mio. Euro aus dem Eingliederungsbudget erforderlich. Insbesondere aufgrund der in der Regel nicht vollständigen Ausschöpfung des Personalrahmens reduziert sich der erforderliche Umschichtungsbetrag aber erfahrungsgemäß im laufenden Haushaltsjahr. So wird 2016

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mit knapp 2,6 Mio. Euro eine wesentlich niedrigere Umschichtung notwendig als zu Jahresbeginn geplant. Der kommunale Finanzierungsanteil (KFA) der Stadt Nürnberg beläuft sich wie in den Vorjahren auf 15,2 % der Gesamtverwaltungskosten (84,8 % trägt der Bund). Da die Durchführung der Leistungen für Bildung und Teilhabe an die Stadt Nürnberg zurückübertragen wurde, fließt aber ein Teil davon (89 % von 2,6 %) wieder an diese zurück. Nach den von der BA am 23.11.2016 bereitgestellten Schätzwerten für das Eingliederungsbudget 2017 inklusive der zusätzlichen Mittel für Flucht erhält das JCN voraussichtlich 29,67 Mio. Euro und damit gut 1,6 Mio. Euro mehr Eingliederungsbudget als 2016. Mit Blick auf den absehbar höheren Umschichtungsbetrag dürfte 2017 aber letztlich nicht mehr Geld für Eingliederungsleistungen zur Verfügung stehen als 2016. Gleichwohl ist das für Förderleistungen verfügbare Budget so dimensioniert, dass - ebenso wie 2016 - über das ganze Jahr ein zielgerichteter und ausgewogener Instrumenteneinsatz möglich ist. 2.1.5 Zielwerte für 2017 Bei der Planung 2017 konnte dem „bottom up-Prinzip“ das erste Mal in angemessener Weise Rechnung getragen werden. Wenngleich im Jahr 2016 noch einige organisatorische Veränderungen vorgenommen wurden (Aufstockung des Fluchtteams und Einrichtung des Zentrums für Intensivcoaching, Dezentralisierung des Selbstständigen-Teams und Aufgabe der jobcentereinheitlichen Intensivbetreuer), dürfte die Datenbasis für Vorjahresvergleiche und als Richtschnur für den unterjährigen Leistungsvergleich ausreichend tragfähig sein. Auf der Grundlage der Einschätzung zur Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung sowie unter Berücksichtigung der voraussichtlich verfügbaren Personalressourcen strebt das JCN 2017 folgende Zielwerte an: Ziel 1: Laufende Leistungen zum Lebensunterhalt (LLU) Zielwert wird nicht geplant, sondern - wie bisher - aus Prognosewert abgeleitet. Ziel 2: Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit Integrationsquote ohne Flucht: Nach Einschätzung des JCN kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich der Rückgang der ELB ohne Fluchthintergrund im nächsten Jahr im diesjährigen Umfang fortsetzen wird. Nicht zuletzt der zu erwartende Anstieg leistungsberechtigter Schüler und Studenten (9. SGB II-Änderungsgesetz) wird ein limitierender Faktor sein. Aufgrund des relativ hohen statistischen Unterhangs Ende 2016 wird für 2017 im Jahresdurchschnitt gleichwohl mit einem Rückgang in Höhe von 1,0% gerechnet. Zielwert: Mit Blick auf die sich abzeichnende weitere Optimierung von Strukturen und Prozessen wird ohne Berücksichtigung des Flüchtlingszustroms eine Steigerung der Integrationsquote um 1,5% angestrebt.

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Integrationsquote Gesamt Angesichts des Flüchtlingszustroms18 mit einem erwarteten Gesamt-ELB Anstieg von 5,6% ist mit einem Rückgang der Integrationsquote Gesamt um 2,3% zu rechnen. Dieser resultiert aus einem voraussichtlichen Rückgang der Integrationsquote Flucht um fast 20%. Denn insbesondere geringe bzw. mangelnde Sprachkenntnisse sowie fehlende formale Berufsabschlüsse erschweren die schnelle Integration von Flüchtlingen in Beschäftigung. Ziel 3: Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug Der für 2016 erwartete leichte Anstieg der Langzeitleistungsbezieher ist nicht eingetreten. Vielmehr war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, der neben der guten Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes insbesondere auf die Faktoren Wohngeldnovelle und Mindestlohn zurückzuführen sein dürfte, die bezogen auf den gesamten Kundenbestand zu einem nennenswerten einmaligen Abgangseffekt geführt haben. Der statistische Unterhang und die demografische Entwicklung lassen auch für 2017 einen weiteren Rückgang der Langzeitleistungsbezieher erwarten. Er dürfte insgesamt aber geringer als in 2016 ausfallen, weil ab Herbst 2017 die bis März 2016 zugegangenen Flüchtlinge in den Langzeitleistungsbezug hineinwachsen und Schüler und Studenten mit BAB- und BAföG-Bezug aufgrund des 9. SGB II-Änderungsgesetzes im Langzeitleistungsbezug verbleiben bzw. hineinwachsen. Zielwert: Beim durchschnittlichen Bestand an Langzeitleistungsbeziehern (LZB) wird im Vergleich zum Vorjahr eine Reduzierung um 0,9% angestrebt. Insgesamt sind die beiden Zielwerte durchaus anspruchsvoll. Deren Erreichung erfordert eine zunehmend strategische Ausrichtung der Aktivitäten und der einzelnen Maßnahmen sowie einen effektiven und effizienten Einsatz der verfügbaren Ressourcen. 2.2

Strategische Ausrichtung des JCN für das Geschäftsjahr 2017

Kundinnen und Kunden ohne Abschluss zu Fachkräften auszubilden und in den Arbeitsmarkt zu integrieren bzw. Qualifizierungsdefizite schnell und mit hoher Qualität auszugleichen, ist und bleibt ein wichtiger Ansatz zur Erhöhung der Integrationschancen und zur Deckung des Fachkräftebedarfs. Eine gut gestaltete Prozesskette soll ausgehend von einer marktorientierten Bildungszielplanung über die passgenaue Teilnehmerauswahl, die aktive Betreuung während der Maßnahme und einem zielorientierten Absolventenmanagement in die anschließende Arbeitsmarktintegration führen und so die getätigten Investitionen absichern. Für Menschen mit Migrationshintergrund soll in der Regel im Vorfeld einer Qualifizierung mindestens ein ausreichendes Sprachniveau (B1) nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) sichergestellt sein. Ausbildungsmodelle wie Teilzeitberufsausbildungen, Teilqualifikationen und innovative Formen der erwachsenengerechten Ausbildung sollen erprobt, optimiert und ausgebaut werden. 18

Siehe hierzu Punkt 2.1.3 „Einschätzung der Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung“)

21

Um diese Ansätze zu implementieren, ist es notwendig, die Aktivierung und Qualifizierung zu differenzieren. Die Aktivierung bzw. die Heranführung an den ersten Arbeitsmarkt wird verstärkt durch die Integrationsfachkraft unmittelbar veranlasst und betreut. Dadurch werden Schnittstellen abgebaut und die Rolle der Integrationsfachkraft als Impulsgeber für den Gesamtprozess der Integration gestärkt. Gleichzeitig wird der Qualifizierungsbereich weiter optimiert. Zuzüglich zu den oben erwähnten Prozessoptimierungen wird verstärkt daran gearbeitet, über eine vertiefte Kompetenzfeststellung Potentiale für Qualifizierungen zu identifizieren und über „Smarte Förderketten“ Kundinnen und Kunden sukzessive für abschlussorientierte Qualifizierungen zu befähigen. Als Maßnahmen seien hier das Pilotprojekt „BEK - Berufliche Kompetenzen erkennen“, die Vermittlung von Grundkompetenzen, umschulungsbegleitende Hilfen oder Eignungsfeststellungen genannt. Eine Kurzbeschreibung des darauf ausgerichteten Beratungsansatzes enthält Anlage B. Das Aufgabenfeld einer IFK gestaltet sich in diesem Sinne zweidimensional: einerseits ist mit Blick auf jeden einzelnen Kunden die passende Integrationsstrategie herauszuarbeiten und zielgerichtet umzusetzen. Andererseits benötigt die IFK eine systematische Strukturierung ihres Kundenstamms, um die zielführende Kundensteuerung innerhalb der Organisationsstruktur konsequent sicherzustellen. 2.2.1 Geschäftspolitische Handlungsfelder und Strategien Neben den günstigen wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Rahmenbedingungen zeigen die Strategien und Maßnahmen des Jobcenters Nürnberg der letzten Jahre ihre positive Wirkung. Die Kontinuität bei den Zielgrößen und Handlungsfeldern soll im kommenden Geschäftsjahr auch bei den Strategien und Maßnahmen fortgesetzt werden. 2017 legt das JCN besonderen Wert auf abschlussorientierte Qualifizierungen und hohe Maßnahmenqualität. Das Kundenpotential (mit und ohne Fluchthintergrund) soll optimal ausgeschöpft werden. Die Strategie- und Maßnahmenplanung 2017 orientiert sich direkt an den einzelnen Zielindikatoren. Jeder Bereich des JCN hat für sich ein „Bereichs-AIP 2017“ erstellt und dargestellt, welchen Beitrag er für die Zielerreichung 2017 leisten will. Aus den einzelnen Beiträgen wurde das AIP für das gesamte JCN erstellt. Diese Vorgehensweise fördert die Identifizierung mit den Zielen sowie die Akzeptanz der Strategien und Maßnahmen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 2.2.2 Maßnahmen zur Umsetzung der Strategien Die bundeseinheitlichen geschäftspolitischen Ziele (Reduzierung der Hilfebedürftigkeit, Verbesserung der Integrationsquote und Reduzierung des Langzeitleistungsbezugs) haben auch in 2017 weiter Bestand. Ferner stehen in 2017 erneut zusätzlich folgende Handlungsfelder im Fokus:

22

• • • • •

Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit Verstärkung der Integration von schwer behinderten Menschen Inländisches und ausländisches Fachkräftepotenzial aktivieren Junge Menschen an den Übergängen unterstützen Geflüchtete heranführen, integrieren und weiterqualifizieren.

Bei der Umsetzung der operativen Aktivitäten 2017 müssen insbesondere die folgenden Aspekte berücksichtigt werden: • Qualitativ hochwertige Beratung • Sinnvolle Aktivierung • Wirkungsvoller Einsatz des gesamten Instrumentenportfolios, insbesondere bestmögliche Qualifizierung der Kunden (mit und ohne Fluchthintergrund) • Effektive Zusammenarbeit mit Arbeitgebern. Die nachfolgende Auflistung soll verdeutlichen, dass das JCN zahlreiche „Stellschrauben“ nutzt, um durch die Weiterentwicklung bewährter Praxis sowie innovative Projekte und Elemente kontinuierlich auf die zielorientierte Optimierung von Strukturen und Prozessen hinzuwirken: • Ausbau des Zentrums für Intensivcoaching (Ausführungen zu den 2017 betreuten Zielgruppen enthält die Anlage H). • Fortführung des Projekts „Schwer beschäftigt, Inklusion von schwerbehinderten Menschen“ • Fortführung und Optimierung des Projektes „Brücke“(AGH→FAV→EGZ) • Spezifische Zielgruppen-Orientierung und konsequente Zugangssteuerung zu Sondereinheiten, u.a. Team SB/Reha, DLZ U25, Team Flucht, Team AVQ, DIV, ZfI, Team Brücke, Team bFM, Bundesprogramm ESF-LZA, AV-BEST) • Erweiterung des spezialisierten Fallmanagements (vgl. Anlage E) und Überführung des Projektes „Perspektiven für Familien“ in die Regelstruktur im bFM • Umsetzung des Projektes „Soziale Teilhabe“ für langzeitarbeitslose Menschen mit Kindern oder gesundheitlichen Einschränkungen (im Genehmigungsverfahren; vgl. Anlage D) • Durchführung des Projektes „13+8“ und Erweiterung der Kooperation hinsichtlich schwer zu erreichender junger Menschen (§ 16 h SGB II) • Fortsetzung der Modellkooperation zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung und Zusammenarbeit mit den relevanten Netzwerkpartnern (vgl. Anlage G). Das gesamte Spektrum der 2017 angedachten operativen Maßnahmen enthält die nachfolgende Systematisierung, bei der die konkreten Maßnahmen quasi in Form eines Hebelbaums strukturiert und zugeordnet wurden. Oberstes Ordnungskriterium bilden die geschäftspolitischen Zielindikatoren Integrationsquote und Bestand an Langzeitleistungsbeziehern. Bei der Integrationsquote wurde noch weiter differenziert nach dem Zähler (Handlungsfeld Integrationen) und Nenner (Handlungsfeld ELB). Auf der mittleren Abstraktionsebene befinden sich dann Strategien zur zielgerichteten Beeinflussung der Zielindikatoren bzw. der logisch zugeordneten Handlungsfelder. Die untere Ebene schließlich bilden die konkreten operativen Maßnahmen. Die nachfolgende Darstellung dient primär internen Zwecken und soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Orientierungshilfe für ihr Handeln sein. Gleichzeitig kann anhand dieser Darstellung der Umsetzungsstatus des AIP regelmäßig überprüft werden. 23

A. Zielindikator „Verbesserung der Integrationsquote (IQ)“ 1. Handlungsfeld „Integrationen“ Im Handlungsfeld “Integrationen“ ist es das Ziel, die Integrationen zu steigern Strategie

Operative Maßnahmen

Arbeitgeberorientierte Aktivitäten weiter ausbauen











Träger von Marktersatz für "Arbeitgeberaktivitäten" offensiv nutzen

24



Bewerberorientierte Arbeitgeberkontakte durch alle IFK intensivieren Instrumente MAG und EGZ offensiv bei AG-Kontakten anbieten Kunden proaktiv zum Angebot von MAG und EGZ z.B. bei Vorstellungsgesprächen beraten Konsequente Nachhaltung der MAG zum Ende der Maßnahme Bewerberpotential bestimmter Zielgruppen in Zeiten des Fachkräftemangels verstärkt nutzen Zielgruppenspezifische AG-Ansprache (z.B. 50+, nach Qualifikation und Sprachniveau) Gezielte AG-Informationen zum Arbeitsentgeltzuschuss für Qualifizierungsmöglichkeiten von beschäftigten ELB Bedarfsgerechte Qualifizierung bzgl. eines konkreten Arbeitsplatzes Unterstützungsleistungen SB bewerben; Möglichkeiten des Projektes "Inklusion" ausgiebig nutzen Passgenauigkeit und Nachhaltigkeit von Vermittlungsvorschlägen erhöhen Kontaktaufnahme vor VV-Übermittlung zur Abklärung von Eignung und Motivation (persönliches Matching) Bei Bedarf vorherige Absprachen mit dem Arbeitgeber Konsequente Nachhaltung von VV-Rückläufen Nachbetreuung bei erfolgter Integration (INA als freiwilliges Angebot) Schwerpunktsetzung auf Arbeitgeberorientierung im DIV Ü25: gezielte bewerberorientierte AG-Ansprache bei Außendiensten Erschließung neuer Märkte (=AG, Branchen) für SGB II Kunden o Entwicklung der "lokalen" AG-Struktur analysieren o Außendienste forcieren Assistierte Vermittlung verstärkte Zusammenarbeit mit AGS der AA; u.a. o in Facharbeitskreisen (Lager/Elektro/Callcenter); Weiterentwicklung auch auf den HoGA Bereich o Austausch von tagesaktuellen Stellenangeboten o Durchführung gemeinsamer Bewerbertage, Stellenbörsen etc. DIV U25: Premiumkundenliste U25 für schnellen Vermittlungszugriff (ohne Übernahme Hauptbetreuung) Kooperation mit Großkunden (z.B. Telekom, Conti) und weiterer AG nach Absprache mit AGS der Agentur Austausch und Zusammenarbeit zwischen DIV und AV-Teams stärken DIV Ü25: Regelmäßige Informationsweitergabe zu lokaler Arbeitsmarktsituation und nachgefragten Berufsbereichen durch den DIV an Vermittlertagen bzw. in gemeinsamen Dienstbesprechungen DIV als EGZ-Ansprechpartner für das gesamte JC installieren Durchführen von Stellenbörsen/ Bewerbertagen/ Speed Datings DIV U25: weitere fokussierte Aktionen: Speed Datings, Messen, Stellenbörsen für Ausbildung und Vermittlung, Restplatzbörse, Teilzeitbörse, Zeitarbeitsbörse, Schwerpunktbörsen (z.B. HoGa/Lager-Logistik) Brücke-Konzept (AGHMAGFAV/EGZ) umsetzen: Kundenbezogene Trägerkontakte (persönlich, telefonisch und per EMail) mit gezielter Bewerbung von FAV, MAG und EGZ Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Flyer zu FAV und EGZ für Arbeitgeber Regelmäßige Trägerbesuche (alle 2 Monate) durch alle Brücke-IFK als Serviceleistung und zur Qualitätssicherung Berücksichtigung von Trägerinteressen z.B. durch Möglichkeit begleitender Qualifizierungsangebote Bearbeitung von E-Mails innerhalb von 24 Stunden: sichergestellt durch

Durch Qualifizierung die Wettbewerbschancen unserer Kunden am 1. Arbeitsmarkt verbessern





 





Praktizieren von wirkungsvollen Kooperationen

 



Konzentration auf „chancenreiche“ Zielgruppen





das AGH Postfach Möglichst hohes Qualifikationsniveau und offensive Qualifizierung von SGB II Kunden zur Unternehmensphilosophie machen Selbstverständnis und Rollenklärung hinsichtlich des Beratungsansatzes „Aktivieren und Qualifizieren“ bei den Mitarbeitern fördern enge Zusammenarbeit mit und stringente Zuweisung zum Team AV-Q Individuelle Qualifizierungsbedarfe der KundInnen identifizieren Bessere Einschätzung informell erworbener fachlicher Kompetenzen u.a. im Rahmen der Pilotierung BKE-Testverfahren Vorschaltmaßnahmen zur Feststellung von Qualifizierungspotential und zur beruflichen Orientierung für Kunden mit und ohne Fluchthintergrund (Kompetenzfeststellung) nutzen Motivationsanreize für Qualifizierung steigern gezielte Beratung und Information zu Unterstützungsleistungen und Prämienzahlungen (z.B. ESG) abschlussorientierte Qualifizierung v.a. in den Bereichen Lager, HOGA, Pflege, Verkauf, Telefonmarketing etc. etablieren und fördern Fortsetzung der Aktion Ausbildung junger Erwachsener Ausbildung und Umschulung in VZ und TZ (betrieblich und überbetrieblich) Teilqualifizierungen und Anpassungsmaßnahmen Qualifizierungserfolg durch adressatengerechte Qualifizierung sichern: Umschulung in Präsenzunterricht durch gezielte Kooperationen mit Bildungsträgern forcieren (Vermeidung von virtuellen Umschulungen) Nutzung von Ausbildungsgeldzuschuss, Nutzung von AbH, UbH und assistierter Ausbildung Vorschaltmaßnahmen (z.B. FbW-Grundkompetenzen) Spezifische Ansätze in U25: fokussierte MA-Information/ Besetzungsnachhaltung; z.B. für Maßnahme Profi-Fahrer, Stapler-Schein, Schweißen/Löten , Metall (FBW, AVGS) Arbeitgeberorientierte FBW mit Einstellungszusagen nachhaltige TN-Auswahl für BaE ASA Phase I (mit BAB-Anspruch) nicht als Kombi mit Phase II, sondern Einzelbuchung Phase I getrennt von Phase II Kooperation (z.B. runder Tisch) und gemeinsame Veranstaltungen mit regionalen Kammern und Verbänden z.B. Austausch über zukunftsträchtige Qualifizierungsanforderungen Pilotinitiativen mit dem Ansatz der „Dualen Arbeit“ für Geflüchtete forcieren "Integration von Flüchtlingen" durch Praktikum Plus Direkteinstieg bei DHL und Telekom Fortsetzung und Ausweitung von TZ-Beschäftigung mit parallelem Spracherwerb (siehe Projekt mit Eisen-Personal) Lokale Netzwerke, die Kunden integrationsvorbereitend oder -begleitend unterstützen, ausbauen und pflegen, u.a. Agentur für Familie und Beruf, MBE/JMD, ISKA, ASD, Sozialpsychiatrischer Dienst, IFD, etc. Austausch innerhalb der ABC-Netzwerke intensivieren und nutzen (ZfI) Fokus auf KundInnen mit positiver Integrationseinschätzung setzen, die nicht für Sonderteams in Frage kommen Identifizierung der „25 Besten" im eigenen Kundenstamm differenziertes und zielführendes Einladungsverhalten in Bezug auf Häufigkeit und Gesprächsdauer Zeitliche Ressourcen für Kd. mit Integrationspotential schaffen Intensive Betreuung spezifischer Zielgruppen durch Sonderteams im Bereich Ü25: DIV: marktnahe Neukunden (u.a. Überleiter sowie Absolventen nach beruflicher Qualifizierung ZfI: Akademiker m. 6-monatigem SGBII-Bezug, (Allein)Erziehende, Geflüchtete (nach I-Kurs) mit dem Ziel schnellstmöglicher Arbeitsaufnahme AV-Q: Kunden mit Bedarf und grundsätzlichem Interesse + Eignung für

25







Strategische Integrationsarbeit mit KundInnen









 



Team Flucht: Menschen mit Fluchthintergrund Konzentration im U25-Bereich auf: Erziehende ab gesicherter Kinderbetreuung Übergang Schule und Beruf arbeitslose Jugendliche nach Ende geförderter Ausbildung arbeitslose Jugendliche nach Ende Förderschule/BvJ, BvB Reha Jugendliche mit Fluchthintergrund Konzentration im Bereich bFM auf: Schwerpunkt bei Zugangssteuerung auf positiver Prognose bezüglich der Beschäftigungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft positive Synergien in der Zusammenarbeit mit der Arbeitsvermittlung nutzen Bundesprogramm Soziale Teilhabe Familienfallmanagement Konzentration im Bereich REHA/SB Kundinnen < 12 Monaten Arbeitslosigkeit Intensive Betreuung von Rehabilitanden und schwerbehinderten KundInnen Eigenen Kundenstamm systematisch nach Integrationspotential strukturieren Festlegung von sinnvollen Strukturierungskriterien (u.a. Austausch von Best Practice-Erfahrungen) Regelmäßige Suchläufe, um Überblick über den Kundenstamm zu erhalten Konsequente Steuerung aller passenden KundInnen zu den Sonderteams Frühzeitig integrationsvorbereitende Aktivitäten einleiten, z.B. Prüfung bzw. Erstellung aktueller Bewerbungsunterlagen (ressourcenorientierte Maßnahme-Nutzung) Abklärung von gesundheitlichen Einschränkungen und Einleitung von Maßnahmen zur Stabilisierung bzw. Verbesserung (z.B. Einschaltung ÄD/BPS; AVGS Gesundheitszentrum etc.) Aufforderung zum bzw. Förderung des Spracherwerb(s) Beratung zur beruflichen Orientierung und Berufswegeplan Berücksichtigung der individuellen Bedarfe, z.B. Sprachförderung, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Kompetenzfeststellung (BKE-Testung, Berufswegeplan über Arbeit oder Ausbildung, Umschulung, Teilqualifizierung etc.) Festgelegte Integrationsstrategie permanent überprüfen sowie bedarfsgerecht anpassen durch: Klare Zielsetzung und konkrete Zielvereinbarungen Konsequente Nachhaltung der Vereinbarungen Absolventenmanagement Kunden über öffentlich geförderte Beschäftigung (ESF-LZA, Soziale Teilhabe, AGH, FAV etc.) oder Minijobs stufenweise an den 1. Arbeitsmarkt heranführen Organisatorische Maßnahmen zur gezielten Aktivierung nutzen, z.B. hohe Kontaktdichte, Intensivbetreuung ausgewählter Kunden Workshops, Bewerbertage, Jobbörsen gezielte VV-Ausgabe und -Nachhaltung Durchführung von Infoveranstaltungen für ausgewählte Kundengruppen zu Förderleistungen EGZ; VB; ESG; AEZ Verwaltungstechnische Umsetzung von Integrationen verbessern Optimierung der Kommunikation und zeitnaher Informationsaustausch zwischen Markt und Geld Überprüfung der Datenqualität bei den Abmeldegründen (z.B. Integration)

3

26

Optimale Ausgestaltung der Organisationsstrukturen im Bereich M&I





Aufbauorganisation bzgl. Effizienz und Effektivität optimieren Analyse der Sonderteams (ZFI, DIV, AV-Q, Brücke) hinsichtlich Zielsetzung, Umsetzungsstrategie und Arbeitsergebnisse o Zielgruppenklarheit und –abgrenzung o Bedarfsgerechte Intensivbetreuung durch strategisches Absolventenmanagement o Steckbriefe auf Aktualität überprüfen und bei Bedarf anpassen Fachliche und zielgruppenorientierte Spezialisierung innerhalb des bFM räumliche Zusammenführung des "Teams Brücke“ Identifizieren und „Outsourcen“ von Verwaltungsaufgaben (AUB, BKAnträge etc.) Eigenverantwortliche Zuständigkeit für Aktivierungsmaßnahmen in den Bereichen; Coaching für neue MA bei Maßnahmenbetreuung Einrichtung eines Beratungspoints mit div. Beratungsstellen (Netzwerkarbeit) Ablauforganisation bzgl. interner und externer Prozesse optimieren konsequente Steuerung der Kunden zu den Sonderteams o regelmäßige Suchläufe im eigenen Kundenstamm o Prüfung und ggf. Nachsteuerung der Jour Dienste für Erstgespräche Ausrichtung des Angebots von bFM auf Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit sowie Beschäftigungsorientierung Optimierung Übergabemanagement DLZ U25 Einrichtung einer AV-Q Sprechstunde am Standort Fachliche Führung und Steuerung durch die Teamleitungen o Qualitätsstandards nachhalten o Ausrichtung des Fachaufsichtskonzept auf die Unterstützung der strategischen Integrationsarbeit Einheitliche Anwendung der Regelungen zur Einstellung der Leistungen bzw. Darlehensgewährung bei Arbeitsaufnahme (AK Geld+Markt)

2. Handlungsfeld „Bestand an ELB“ Im Handlungsfeld „Bestand an ELB“ ist es das Ziel, den Zugang der ELB zu reduzieren und die Abgänge zu forcieren Zugang an ELB reduzieren Strategie Vermeidung von „Drehtüreffekt“ durch nachhaltige Integrationen

Verhinderung von ungerechtfertigtem Leistungsbezug

Schnelle Beseitigung der Hilfebedürftigkeit durch gezielte Integrationsarbeit

Operative Maßnahmen  Passgenaue Vermittlung „Persönliches Matching“ (Kontaktaufnahme vor VV-Übermittlung) Verhalten bei einer Arbeitsaufnahme und mögliche Probleme im Beratungsgespräch thematisieren  Nachbetreuung bei Integration anbieten und durchführen (INA) ESG als finanziellen Anreiz zum Verbleib im Arbeitsverhältnis gezielt in Kombination mit INA anbieten  "Clearing" von Neukunden durch Erstanlaufstelle 

Sensibilisierung und konsequente Prüfung von vorrangigen Leistungen Nachschulung der AV im Bereich AN-Status bei EU-Ausländern, Wohnsitzzuweisung für anerkannte Geflüchtete, KIZ- und Wohngeldansprüche etc. Prüfung der Aufenthaltstitel



organisatorische Maßnahmen schaffen, so dass Neukunden umgehend Stellenangebote erhalten (z.B. Zusammenarbeit zwischen Jour Dienst-IFK und DIV) Gezielte Aktivierung in der Erstberatung: Kunden und Kundinnen geeignete Stellenangebote unterbreiten marktnahe Neukunden umgehend an DIV steuern Möglichkeit der Beschäftigung bei Personaldienstleister in der Beratung aufzeigen Verpflichtung zur Teilnahme an Jobbörsen für arbeitsmarktnahe Neukunden



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Verhinderung von Leistungsmissbrauch

   

Kunden über Rechte und Pflichten sowie über Auswirkungen eines Leistungsmissbrauchs informieren (inkl. Kostenersatzansprüche gem. 34a SGB II) Grundsatz "Fordern" und "Fördern" konsequent umsetzen Maßnahmenportfolio insbesondere bei Neukunden systematisch nutzen, z.B. für Bewerbungsaktivitäten oder bei Minijobbern umgehende Zuweisung (Quantum etc.), Strategisches Agieren bei Verdacht auf Schwarzarbeit gezielte und häufige Einladungen, Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit mit DIV z.B. für Außendienstbesuch, alternative SteA, ggf. Einschaltung Zoll enge Zusammenarbeit mit der Leistungsabteilung, ggf. Einschaltung Außendienst Zuweisung Netto-Maßnahme

B. Zielindikator „Reduzierung der Langzeitleistungsbezieher (LZB)“ Hinweis: Nach dem 9. Änderungsgesetz sind ELB: alle in Ausbildung mit Bafög -oder BABAnspruch sowie auch Studenten in der Eltern- BG. Diese Kundengruppen bilden neben den Schülern einen Großteil der U25-LZB – Kunden und werden potentielle Kandidaten für LZB sein, bei denen nur eingeschränkte Möglichkeiten bestehen, den LZB zu beenden. Beim Zielindikator „Reduzierung der LZB“ ist es das Ziel, den Zugang von LZB zu reduzieren und die Abgänge von LZN zu forcieren

Abgänge an ELB forcieren Strategie Steigerung von Integrationen Identifizierung von erwerbsunfähigen Kunden

Operative Maßnahmen  Siehe Handlungsfeld „Integrationen“ 



Identifizierung von Bestandskunden mit vorrangigem Leistungsanspruch Fokusierung auf Mehrpersonen-BG‘ s mit Erwerbseinkommen („SMARTCoaching“) Intensive Betreuung von Kunden mit „geringer“ Hilfebedürftigkeit (hoher Anrechnungsbedarf; vgl. kommunales Ziel 2)

Konsequentes Arbeiten mit LZA, LZB und schwerbehinderten Menschen

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potentielle Kunden zeitnah identifizieren durch: qualifiziertes Profiling durch Einschaltung des ÄD, BPS, Support etc. und Fallbesprechung im Zweifelsfall Arbeitserprobungs- bzw. Berufsfindungsmaßnahmen mit dem Ziel der Klärung der Erwerbsfähigkeit Konsequente Abgabe der Kunden ans Sozialamt bzw. Aufforderung zur Rentenantragstellung Optimierung des Verfahrens mit Sozialamt bzgl. Übergabemanagement Klarstellung des internen Verfahrens Konstruktive Zusammenarbeit von Markt und Geld

Sensibilisierung und konsequente Prüfung von vorrangigen Leistungen Nachschulung der AV im Bereich AN-Status bei EU-Ausländern, Wohnsitzzuweisung für anerkannte Geflüchtete, KIZ- und Wohngeldansprüche etc. Anspruch auf KIZ, Wohngeld etc. erkennen und einfordern in enger Kooperation mit der Leistungsabteilung  Identifizierung von Bedarfsgemeinschaften mit diesem Merkmal  gemeinsame Beratung aller Mitglieder der BG zur Beseitigung der Hilfebedürftigkeit Konzentration auf den "nicht bzw. geringfügig verdienenden BG-Partner" (z.B. zusätzliche Mini-Jobs anbieten) Schaffung/ Stärkung der Rahmenbedingungen (z.B. Kinderbetreuung)  Einfordern verstärkter Eigenbemühungen und entsprechende Nachhaltung  regelmäßige Suchläufe über opDs zur Identifizierung entsprechender Kundengruppen  Intensive Betreuung dieser Zielgruppe durch: hohe Kontaktdichte, Ausgabe von VV`s  Einfordern verstärkter Eigenbemühungen und entsprechende Nachhaltung  Gezielte Betreuung von bestimmten "Risikogruppen" über Kontaktdichte und Unterbreitung von Maßnahmeangeboten Minijobber aktivieren Konsequente Prüfung der Rentabilität bei nebenberuflichen Selbständigen  Konsequente Ausschöpfung der verfügbaren zeitl. Ressourcen der Kunden z.B. durch Ausweitung der KiBe (Vgl. hierzu Ausführungen LZB)

Zugang von LZB reduzieren Strategie Frühzeitige Identifizierung und Befriedigung von Qualifizierungsbedarfen

Operative Maßnahmen  Bewusstsein schärfen; je höher die Qualifikation der SGB II Kunden, desto geringer das Risiko der Hilfebedürftigkeit und des Langzeitbezugs  Klärung der Eignung und Neigung des Kunden im Rahmen einer Kompetenzfeststellung für Qualifizierung (u.a. Teilnahme an BKE-Testung und/oder Maßnahme zur Kompetenzfeststellung)  Enge Kooperation aller IFK mit Team AV-Q 



Angebot und Umsetzung bedarfsgerechter Förder-Ketten und begleitender Unterstützungsleistungen: Vorbereitungslehrgänge Ausbildung Umschulung und Teilqualifizierungen AbH und UbH Anpassungsmaßnahmen DORA-Abfragen nutzen

Vermeidung von Übertritten in LZA (80% der LZA sind LZB)

 

Intensive Betreuung (hohe Kontaktdichte) ab 6 Monate Arbeitslosigkeit (siehe strategische Kundenstammstrukturierung) Überprüfung der bisherigen Integrationsstrategien sowie Klärung der Hinderungsgründe für Arbeitsaufnahme bei Arbeitslosigkeit >9 Monate Zuweisung zu bzw. Förderung von geeigneten Maßnahmen (strategischer Instrumenteneinsatz)

Gezielte Betreuung von Risikogruppen für LZB (präventiv)



Regelmäßige Identifizierung von Kunden mit Hilfe von DORA-Listen, die bereits 18 Monate Leistungen beziehen Präventiven Ansatz für spezifische Risikogruppen in Sonderteams und regulärer AV verstärken: Menschen mit Migrationshintergrund insb. Geflüchtete  „Work firstAnsatz“ mit begleitenden Qualifizierungsangeboten Alleinerziehende  frühzeitiger Qualifizierungsansatz durch Angebote in TZ mit Sicherung der KiBe (Elternzeit nutzen) Ergänzer  Arbeitsentgeltzuschuss bei begleitender Qualifizierung Akademiker  Intensive Betreuung durch ZFI Minijobber  Maßnahmezuweisung Ältere  Nutzung von Maßnahmeangeboten unter Einbeziehung gesundheitlicher Aspekte Geringqualifizierte  berufliche Kompetenzfeststellung und "smarte“ Förderketten nutzen Menschen mit Behinderung (Reha/SB)  Projekt Inklusion nutzen Selbständige  Intensive Aktivierung von Selbständigen im Langzeitleistungsbezug (Außendienste, Tragfähigkeit, Umorientierung) durch AVBEST





qualifizierte Beratung der gesamten BG mit dem Ziel eine Strategie zu finden, um die Hilfebedürftigkeit zu beenden ( ganzheitlicher Beratungsansatz)

29

Abgänge von LZB forcieren Strategie Aktivierung von LZB (allgemein)

Operative Maßnahmen  Konsequente Betreuung und differenziertes Arbeiten mit LZB durch IFK hohe Kontaktdichte bei LZB mit Veränderungspotential Überprüfung der Berufswegplanung sowie der Integrationsstrategie Identifizierung von Integrationshemmnissen Reduzierung der Vermittlungshemmnisse z.B. durch Nutzung des beschäftigungsorientierten Fallmanagements 



Förderung eines möglichst hohen Qualifikationsniveaus von LZB Abbau von Vermittlungshemmnissen



siehe im Handlungsfeld Integrationen unter Strategie „Durch Qualifizierung die Wettbewerbschancen unserer Kunden am 1. Arbeitsmarkt verbessern“



Gezielte Übergabe ins Fallmanagement (Neu-)ausrichtung des bFM nach speziellen Zielgruppen z.B. Haftentlassene, Rehabilitanden, U25, Familien, psychisch beeinträchtigte Kunden etc. Geeignete Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vorhalten, die zur Erreichung von Integrationsfortschritten dienen (z.B. Stabilisierung der Tagesstruktur etc.) Verbesserung der Deutschkenntnisse inkl. Alphabetisierung



 

Beteiligung an Projekten des Bundes und des Landes



Integration von LZA in Erwerbsfähigkeit (ca.25 % der LZB sind LZA)

 

  Integration von schwer behinderten Menschen in Erwerbsfähigkeit

    

30

Netzwerkpartner (z.B. ASD, ISKA, MBE/JMD, AFB etc.) zur Verbesserung der Bewerbersituation nutzen Verbesserung der Kinderbetreuungssituation Optimierung der Bewerbungsunterlagen Verbesserung der Sprachkenntnisse Steigerung der Motivation Kunden über Teilnahme an Gruppenangeboten aktivieren Zuweisung zu Aktivierungsmaßnahmen Zuweisung zu Marktersatzmaßnahmen Teilnahme an Projekten

Verbesserung/ Stabilisierung des Gesundheitsverhaltens Gesundheitsberatung Teilnahme an Maßnahmen zum Gesundheitscoaching Beantragung und Teilnahme an medizinischer Reha (inkl. Entzug, Absolvierung einer Psychotherapie etc.) Umsetzung und zielgruppenorientierte Zugangssteuerung in Projekte wie ESF-LZA Soziale Teilhabe Inklusion ESF - Erlebniswelt berufliche Zukunft Back in Future DORA-Abfragen zur Identifizierung der potentiellen Kunden nutzen Strukturierung der LZA nach Integrationswahrscheinlichkeit zur Identifizierung von Kundengruppen bei denen eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt noch am ehesten möglich erscheint: Intensive Betreuung (hohe Kontaktdichte); vgl. auch Maßnahmen im Handlungsfeld "IQ" Verbesserung der Motivationslage der Kunden Überprüfung der bisherigen Integrationsstrategien sowie Klärung der Hinderungsgründe zur Arbeitsaufnahme Förderung der Teilnahme an Aktivierungsmaßnahmen und Projekten Teilnahme an Projekten ESF LZA, Brücke Forcierung der Arbeitgeberkontakte in Bezug auf LZA z.B. Erprobung von LZA Kunden i.R. einer MAG bzw. FAV Spezielle Zielgruppen für den Kundenstamm SB definieren, die durch die IFK intensiv betreut werden; vgl. auch Maßnahmen im Handlungsfeld "IQ" Geeignetes Maßnahmenportfolio vorhalten Beteiligung am Projekt Inklusion sowie ESF-LZA (Intensivförderung) und am Projekt Brücke gezielte Arbeitgeberkontakte durch Mitarbeiter im DIV; Angebot der Förderung von MAG und FAV sowie EGZ-SB; Nutzung der Instrumente "Gleichstellung" und "Mehrfachanrechnung" Forcierung der Netzwerkarbeit mit dem IFD

2.3

Steuerung und Nachhaltung

Zur Unterstützung der unterjährigen Steuerung durch die Führungskräfte findet kontinuierlich eine auf Kennzahlen gestützte Zielnachhaltung statt. Die Stabstelle Controlling des JCN analysiert monatlich die Entwicklung der drei geschäftspolitischen Zielindikatoren. Dabei werden die Kennzahlen und ausgewählte Untergrößen im IstSoll- und im Ist-Vorjahr-Vergleich für das Jobcenter insgesamt und im Vergleich zu den Jobcentern des Vergleichstyps IIb betrachtet. Ebenfalls monatlich wird der sogenannte Binnensteuerungsbericht erstellt. Er enthält auf Bereichs- und Teamebene herunter gebrochene Kennzahlen. Dadurch können die Bereichs- und Teamleitungen erkennen, ob und in welchem Umfang lokale Strategien und daraus abgeleitete Maßnahmen die geplante Wirkung im jeweiligen Bereich bzw. Team entfalten und damit die Erreichung der geschäftspolitischen Ziele unterstützen. Mit dem Eingliederungsleistungs-Controlling (EGL-Controlling) auf der Basis spezifischer Maßnahmen- und Teilnahmedaten hat das Jobcenter ein weiteres wesentliches Steuerungsinstrument. Damit erlangen die Bereiche und Teams Transparenz hinsichtlich ihrer Nutzung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Darüber hinaus verfasst das Datenqualitätsmanagement des JCN ebenfalls monatlich einen Fachaufsichtsbericht bzgl. der Erreichung der Mindeststandards und über die Erkenntnisse der Fachaufsicht. Auch dieser bildet die Entwicklung auf Bereichsund auf Teamebene ab. In diesem Jahr wurden im Fachaufsichtskonzept erstmals themenbezogene, durch die Führungskraft wählbare Prüfblöcke und Abfragen auf Teamebene eingeführt. Durch die Bearbeitung dieser Prüfblöcke und/oder VerBISbasierter Abfragen kann die Teamleitung spezifische Tendenzen, die die Datenqualität im gesamten Team betreffen, feststellen und damit rechtzeitig gegensteuern. Als Hilfe wird ein Tool mit verschiedenen Abfragen zur Verfügung gestellt, das ständig weiterentwickelt und aktualisiert wird. Ziel ist es, ein breites Datenspektrum zur Ursachenfeststellung und Risikobewertung zu Fehlerquellen sowohl auf Teamebene als auch teamübergreifend zur Verfügung zu stellen. Auf der Basis von Binnensteuerungs- und Fachaufsichtsbericht sowie des EGL-Controllings wird im monatlichen Rhythmus für jeden Bereich ein Statusbericht erarbeitet, der wiederum die Grundlage für den regelmäßigen Statusdialog zwischen dem Geschäftsführer und den Leitern auf der Geschäftsführerebene sowie den Leitern der Geschäftsführerebene und den Bereichsleitungen darstellt. Im Mittelpunkt des Statusdialogs stehen die Themen Erreichung der geschäftspolitischen Ziele, die Personalsituation, die Fachaufsicht und der Qualitätsindex auf Bereichs- und Teamebene. Dabei geht es auch um die Bewertung der ergriffenen Steuerungsmaßnahmen und bei Bedarf um die Festlegung weiterer Aktivitäten. Die Bereichsleitungen wiederum werten die Inhalte und Ergebnisse des Statusdialogs aus und führen ihrerseits Statusdialoge mit den Teamleitungen, in denen die erforderlichen Maßnahmen festgelegt und nachgehalten werden.

31

32

Schließlich soll der regelmäßige (mindestens monatliche) fachliche Austausch zwischen den Titelverwaltern des EGT und VKB sowie der Geschäftsführung eine hohe Investitionsquote und den wirtschaftlichen Mitteleinsatz sicherstellen.

Anlagen Anlage A:

Kundenstruktur im Jobcenter Nürnberg-Stadt

Die Implementierung von Geschäftsführungs-, Bereichsleitungs- und Teamboards erzeugt mehr Transparenz und verbessert die Kommunikation der „Leitplanken“ des geschäftspolitischen Handelns des JCN. Weiterhin wird die Belegschaft im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses zur Mitgestaltung ihres JC aufgefordert. Das soll auch zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit beitragen.

Anlage B:

Beratungsansatz: Aktivieren, Kompetenzen feststellen und Qualifizieren

Anlage C:

Weiterentwicklung der fachlichen Führung im Bereich M&I

Anlage D:

Bundesprogramm Soziale Teilhabe

Die genannten Steuerungs-, Nachhaltungs- und Kommunikationsformate stellen allesamt Instrumente zur fachlichen Führung im Sinne einer Verzahnung von strategiegeleitetem Führungshandeln und der individuellen Unterstützung der Mitarbeiter/innen bei der täglichen Aufgabenbewältigung und bei allen Aktivitäten zur Zielerreichung dar. Das in 2016 im Aufgabengebiet M&I durchgeführte Projekt „Fachliche Führung“ legte den Fokus auf die Unterstützung der TL beim individuellen Coaching der Integrationsfachkräfte. Die Weiterentwicklung der Fachlichen Führung ist ein stetiger Prozess unter Einbindung aller beteiligten Akteure (vgl. Anlage C).

Anlage E:

Spezialisiertes Fallmanagement

Anlage F:

Konzept „KompAS“

Anlage G:

Gesundheitsorientierung im JCN

Anlage H:

Zentrum für Intensivcoaching (ZfI) – Zielgruppen in 2017

33

34 2 Personen BG21,4% 5.432

Bedarfsgemeinschaften 3 Personen BG-

4

11,0%

Gesundheit Schwerbeh. 3.630 Migrationshintergrund 5 ja (cirka) 23.640 71,3%

52,7% 47,3%

Geschlecht Frauen 17.466 Männer 15.684 3.734

786

ohne mit

ohne mit 4.380 1.421 3.505

Mittl. Reife FH-Reife Abitur

8.182 1.730

Ausb. Akad.

Berufsabschluss 22.512 9.913

14.347

Hauptsch.

Schulabschluss 6.802 23.652

Asyl/Fluchtmerkmal 9 Asyl/Flucht 2.824

Asien

Afrika

5,2%

24,7%

67,9% 29,9%

10,6%

4,3%

13,2%

43,3%

20,5% 71,3%

8,5%

11,3%

2,4%

15,1%

16,2%

54,4% 45,4%

72,0%

5.937 3.654 2.670 5.136

ohne Stat.

8.074

10.706

Status AV 13.285 18.780

arbeitsuch.

arbeitslos nicht-alo

Stabil. Unterst. I7 Z8

24,4%

32,3%

40,1% 56,7%

17,9% 11,0% 8,1% 15,5%

LZA LZB

Selbständ.

> 850 €

1 Personen BG 22

3 Personen BG

1

erwerbsfähige Lb (eLb)

Regelleistungsberechtigte (RLB)

-

(Stand: Mrz 2016). 6) Stand Mai 2016 (JDW)

5) Eigene Hochrechnung

4) % je bez. auf alle ELB

3) % je bez. auf alle NEF

2) % je bez. auf alle RLB

1) % je bez. auf alle BG

9) Asyl Flucht (Syrien, Afganistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia)

8) Zuordn. nicht erford.

- 2,5%

+ 0,2%

- 3,4%

Migrationshintergrund 1 + 200 + 0,9% ja (cirka)

Gesundheit 92 Schwerbeh. -

Frauen - 617 Männer + 34

Geschlecht

4 Personen BG

661 4

+ 21,5%

- 4,8%

- 11,0%

+ 3,3%

- 3,9% + 1,3%

1 022

- 2,2%

31 242

+

117 233 116

+

mit Ausb. Akad.

520

-

Berufsabschluss

- 2,8% + 7,2%

- 1,2%

- 2,3%

+ 7,4%

- 1,9%

87 Abitur

- 3,2%

472

Hauptsch. Mittl. Reife FH-Reife -

+ 7,0% - 1,5% 348

442 -

+

Schulabschluss

ohne

ohne mit

Asyl/Fluchtmerkmal + 776 + 37,9% Asyl/Flucht

+

39

Afrika Asien

618

Europa ohne EU -

Soziodemographische Merkmale Alter Staatsangehörigkeit - 3,0% 15-24 J. + 26 + 0,5% Deutsch - 730 - 11,3% 25-unter 55 - 517 - 2,3% Ausländ. + 187 172 91 - 1,5% 55+ EU-Ausl. +

- 3,3%

1

Werte: stabil, Juni 16 (JDW)

7) Integriert, aber Hb

2 Personen BG

Bedarfsgemeinschaften 5 Personen-

582

- 2,2% - 1,7%

- 641 - 246

- 343

ohne Stat. -

arbeitsuch. +

nicht-alo

131

50

81

Status AV - 465 arbeitslos

Unterst. I2 Z3

- 1,6%

+ 0,5%

- 3,4% - 0,4%

- 19,4% - 4,6%

- 8,6%

Langzeitmerkmale - 687 - 398

94

Selbständ.

LZA LZB

55

> 850 €

238 93

>450 €450 €

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