2016. Stand: Februar 2016

Konjunkturreport M+E Konjunkturreport 01/2016 Stand: Februar 2016 www.baymevbm.de Konjunkturreport – M+E Konjunkturreport 01/2016 bayme vbm – Febr...
Author: Christina Bauer
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Konjunkturreport

M+E Konjunkturreport 01/2016

Stand: Februar 2016 www.baymevbm.de

Konjunkturreport – M+E Konjunkturreport 01/2016 bayme vbm – Februar 2016

Vorwort

Vorwort Das wirtschaftliche Umfeld erfordert tarifpolitische Vernunft

Die Konjunktur in der bayerischen M+E Industrie ist weiterhin geprägt von einer zu schwachen Dynamik, einer hohen Volatilität und Heterogenität sowie großen Unsicherheiten. Die Produktionsentwicklung hat im Schlussquartal 2015 wieder einen Dämpfer erlitten, der Output ging gegenüber dem Vorquartal leicht zurück. Auch die Kapazitätsauslastung ist wieder gesunken. Die Auftragseingänge sind zwar gestiegen, doch im Trend ist nur eine Seitwärtsbewegung festzustellen. Zudem hat sich die Auftragsreichweite verringert und die Unternehmen bewerten die Auftragslage nach wie vor unzureichend. Angesichts des ordentlichen Wachstums der deutschen und bayerischen Wirtschaft im vergangenen Jahr von 1,7 Prozent mag dieser verhaltene Befund auf den ersten Blick überraschen. Doch die Konjunktur in Deutschland ist konsumgetrieben: Der private und der staatliche Verbrauch waren für 60 Prozent des Wachstums verantwortlich. Wenn man sich vor Augen führt, dass 80 Prozent der M+E Produkte Investitionsgüter sind und 60 Prozent des Umsatzes im Ausland erzielt werden, dann wird klar, dass unsere Branche vom boomenden Konsum praktisch nicht profitiert. Im Gegenteil: Die M+E Industrie leidet unter der gedämpften Weltkonjunktur und der anhaltenden Investitionsschwäche. Diese ist nicht auf das Inland beschränkt, sondern weltweit zu beobachten, in den letzten Jahren auch in den Schwellenländern, die lange Zeit die globale Konjunkturlokomotive waren und nicht unwesentlich zum Erfolg der bayerischen M+E Industrie beigetragen hatten. Zur schwachen Konjunktur kommt eine vor allem kostenbedingte verschlechterte Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes. Dies bestätigten die bayerischen M+E Unternehmen im aktuellen ifo-Konjunkturtest. Umso wichtiger ist es, dass sich die IG Metall in den anstehenden Tarifverhandlungen von der Vernunft führen lässt. Augenmaß beim Lohn und mehr Flexibilität sind notwendig, um angesichts der schwachen Konjunktur und der verschlechterten Wettbewerbsfähigkeit weiterhin für viele und sichere Arbeitsplätze in der bayerischen M+E Industrie zu sorgen.

Bertram Brossardt 26. Februar 2016

Konjunkturreport – M+E Konjunkturreport 01/2016 bayme vbm – Februar 2016

Inhalt

Inhalt 1

Gesamtwirtschaft .......................................................................................................................... 1

2

M+E Industrie Bayern: Auftragseingang und Produktion ......................................................... 2

3

M+E Industrie Bayern: Arbeitsmarkt und Beschäftigung.......................................................... 3

4

M+E Industrie Bayern: Stimmung und Erwartungen ................................................................. 4

5

M+E Industrie Bayern: Konjunkturdaten............................................................................................ 5

Ansprechpartner / Impressum ....................................................................................................................... 6

Konjunkturreport – M+E Konjunkturreport 01/2016 bayme vbm – Februar 2016

1

Gesamtwirtschaft

1

Gesamtwirtschaft

Der Konsum stützt die Konjunktur, die Weltwirtschaft bleibt schwach

Das Wachstumstempo in Deutschland hat sich im zweiten Halbjahr 2016 etwas

Bruttoinlandsprodukt, Deutschland

verlangsamt. In den ersten beiden Quartalen stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP)

2,0%

um jeweils 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal, im dritten und vierten Jahres-

1,5%

viertel waren es je +0,3 Prozent (vgl. Abb. 1).

preis- und saisonbereinigt, Veränd. gg. Vorquartal

1,0% 0,5%

Im Jahresdurchschnitt 2015 stieg das BIP in Deutschland um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die entscheidenden Impulse kamen dabei vom Konsum – sowohl vom privaten Konsum, der um 1,9 Prozent zulegen konnte, als auch vom Staatskonsum, der nicht zuletzt wegen der Ausgaben für die Flüchtlinge und

0,0% -0,5% -1,0%

2012

2013

2014

2015

Quelle: Destatis

Asylbewerber um 2,8 Prozent ausgeweitet wurde. Die Investitionen stiegen insgesamt nur moderat. Während die Ausrüstungen um 3,6 Prozent ausgeweitet wurden, nahmen die Bauinvestitionen nur um 0,2 Prozent zu. Der Außenbeitrag leistete insgesamt einen leicht negativen Beitrag zum BIP-Wachstum, da die Importe mit 5,7 Prozent stärker zulegten als die Exporte mit 5,4 Prozent. Auch im laufenden Jahr wird der Konsum die Hauptantriebskraft der Konjunktur in Deutschland sein. Vor allem die positive Lage auf dem Arbeitsmarkt und die nied-

Konsumklima, Deutschland GfK-Konsumklimaindex

rige Inflation sorgen für eine gute Verbraucherstimmung. Der GfK-Konsum-

12

klimaindex ging zwar im zweiten Halbjahr 2015 etwas zurück, zuletzt stabilisierte

10

sich der Index aber wieder und bleibt zudem auf sehr hohem Niveau (vgl. Abb. 2). Auch die staatlichen Ausgaben für die Unterstützung und Integration der Flüchtlinge und Asyl Suchenden werden hoch bleiben.

8 6 4 2 0

Abzuwarten bleibt, wie sich die Investitionen entwickeln. Positive Impulse sollten

2010 2011

2012 2013 2014 2015 2016

Quelle: GfK

vom anhaltend niedrigen Zinsniveau ausgehen. Allerdings dürften die großen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten und geopolitischen Krisen die Investitionsneigung der Unternehmen dämpfen. Die Absatzperspektiven auf den Weltmärkten bleiben verhalten. Die globalen Frühindikatoren zeigen in der Tendenz nach unten. Der OECD-leading indicator und der Bundesbank-Frühindikator für die Weltwirtschaft liegen ein gutes Stück unter ihrem langjährigen Durchschnitt. Der globale Einkaufsmanagerindex für die Industrie lag zuletzt bei 50 Punkten und damit nicht mehr im Wachstumsbereich

Frühindikatoren Weltwirtschaft OECD-, Bundesbankindikator, Einkaufsmanagerindex

(vgl. Abb. 3). Der Internationale Währungsfonds hat im Januar seine Wachstums-

104

prognose für die Weltwirtschaft für 2016 zum zweiten Mal in Folge nach unten

102

korrigiert auf nun +3,6 Prozent. Vor allem zahlreiche Schwellenländer kämpfen mit wirtschaftlichen Probleme. Russland und Brasilien bleiben in der Rezession, die Dynamik in China verlangsamt sich. Aber auch in vielen Industriestaaten läuft die Konjunktur nur verhalten. Die japanische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2015 spürbar geschrumpft und auch das US-Wachstum enttäuschte.

OECD Bbk EMI

65 60 55

100

50 98 45 96

40

94

35

92

30 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016

Quellen: Markit, Bloomberg.

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M+E Industrie Bayern: Auftragseingang und Produktion

2

M+E Industrie Bayern: Auftragseingang und Produktion

Der Aufwärtstrend bei der Produktion wurde zum Jahresende gestoppt

Die M+E Produktion in Bayern ist zum Jahresende 2015 wieder gesunken. Im vierten Quartal lag der Output um 0,2 Prozent unter dem Niveau des dritten Jah-

Produktion, M+E Industrie Bayern Quartalswerte, saisonbereinigt, Index, 2010 = 100 120

resviertels. Damit wurde der Aufwärtstrend der Vorquartale gestoppt (vgl. Abb. 1). 110

Dank des guten ersten und noch besseren dritten Quartals ergibt sich im Jahresdurchschnitt 2015 ein merkliches Produktionswachstum gegenüber dem Vorjahr

100 90

um 3,5 Prozent. Zu verdanken ist dies vor allem der Automobil- und Zulieferindustrie, die fast ein Viertel der gesamten bayerischen M+E Industrie ausmacht und deren Produktion um 6,9 Prozent zulegen konnte. In der Elektronikindustrie,

80 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Quellen: Bay. Landesamt für Statistik, bayme vbm.

die aber ein geringeres Gewicht hat, stieg die Produktion ebenfalls um 6,9 Prozent. Deutlich schwächer fielen die Produktionszuwächse bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (+1,5 Prozent), im Sonstigen Fahrzeugbau (+1,4 Prozent) und im Maschinenbau (+1,1 Prozent) aus. Die Hersteller elektrischer Ausrüstungen mussten einen Produktionsrückgang von 2,1 Prozent hinnehmen (vgl. Abb.2).

Produktion, M+E Branchen Bayern 2015, Veränderung gg. Vorjahr

Nicht nur die Produktion war zuletzt rückläufig, auch die Kapazitätsauslastung ist wieder gesunken. Im Januar 2016 waren die Kapazitäten der bayerischen M+E Unternehmen im Schnitt zu 83,2 Prozent ausgelastet. Drei Monate zuvor lag der Auslastungsgrad bei 84,6 Prozent.

10% 8% 6% 4% 2% 0%

Sonstiger Fahrzeugbau

Straßenfahrzeugbau

Maschinenbau

Quelle: Bay. Landesamt für Statistik

elektrische Ausrüstungen

Nach dem Rückgang im dritten Jahresviertel konnten im vierten Quartal wieder

Elektronik

-4%

Die Auftragseingänge setzten im Jahresschlussquartal ihren Zick-Zack-Kurs fort.

Metallerzeugnisse

-2%

2,1 Prozent mehr Bestelleingänge verbucht werden als im Vorquartal. Dabei nahmen die Auslandsorder um 2,0 Prozent zu, die Neuaufträge aus dem Inland wuchsen um 1,9 Prozent (vgl. Abb. 3). Die Auftragsreichweite hingegen ging zuletzt wieder etwas zurück. Reichten die vorliegenden Aufträge im Oktober noch für durchschnittlich 3,6 Monate, so waren es im Januar 3,4 Monate. Der Auftragsbestand wird von den Unternehmen auch nach wie vor per Saldo negativ bewertet. Für die Aufträge insgesamt ergab sich im Rahmen des ifo-Konjunkturtests Bayern im Januar ein Saldo von -6,1 Prozentpunkten aus positiven und negativen Unternehmensantworten, bezogen auf die Auslandsaufträge lag der Saldo sogar bei -9,1 Punkten.

Auftragseingang, M+E Industrie Bayern Quartalswerte, saisonbereinigt, Volumenindex, 2010 = 100

140

gesamt Inland Ausland

130 120 110 100

Vom Lagerzyklus sind keine positiven Impulse für die Produktion zu erwarten.

90

Nach wie vor sehen die M+E Unternehmen Bayerns ihre Fertigwarenlagerbe-

80

stände als zu hoch an.

2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Quellen: Bay. Landesamt für Statistik, bayme vbm.

Konjunkturreport – M+E Konjunkturreport 01/2016 bayme vbm – Februar 2016

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M+E Industrie Bayern: Arbeitsmarkt und Beschäftigung

3

M+E Industrie Bayern: Arbeitsmarkt und Beschäftigung

Der Beschäftigungsanstieg geht weiter

Der Beschäftigungsaufbau in der bayerischen M+E Industrie hat sich bis zum

Beschäftigung, M+E Industrie Bayern saisonbereinigt und geglättet

Jahresende 2015 fortgesetzt. Im Durchschnitt des vierten Quartals lag die Zahl

820.000

der Beschäftigten um 0,3 Prozent höher als im dritten Jahresviertel. Im Schnitt

800.000

entstanden jeden Monat rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Damit hat sich die Dynamik des dritten Quartals fortgesetzt. In der ersten Jahreshälfte 2015 wurden durchschnittlich noch knapp 2.000 neue Stellen pro Monat geschaffen. Zum Jahresende lag die Beschäftigtenzahl bei 810.000 (vgl. Abb. 1).

780.000 760.000 740.000 720.000 700.000 680.000 660.000 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015

Im Jahresdurchschnitt 2015 stieg die Beschäftigtenzahl um 2,5 Prozent gegen-

Quellen: Bay. Landesamt für Statistik, bayme vbm.

über dem Vorjahr. Den mit Abstand größten Zuwachs konnte die Automobil- und Zulieferindustrie mit einem Plus von 5,9 Prozent verzeichnen. Im Sonstigen Fahrzeugbau, in der Elektronikindustrie sowie bei den Herstellern von Metallerzeugnissen nahm die Beschäftigtenzahl um jeweils rund drei Prozent zu. Im Maschinenbau stieg die Beschäftigung unterdurchschnittlich um 1,2 Prozent. Einen Be-

Beschäftigung, M+E Branchen Bayern 2015, Veränderung gg. Vorjahr 10%

schäftigungsrückgang um 2,1 Prozent mussten die Hersteller elektrischer Ausrüs-

8%

tungen verzeichnen (vgl. Abb. 2).

6% 4% 2%

Quelle: Bay. Landesamt für Statistik

Sonstiger Fahrzeugbau

Straßenfahrzeugbau

von 3,9 Prozent im September 2015 auf 6,6 Prozent im Dezember.

Maschinenbau

-4%

der Betriebe, die in den kommenden Monaten Kurzarbeit planen, ist gestiegen –

elektrische Ausrüstungen

0% -2%

Elektronik

erns kurz, drei Monate zuvor waren es nur 1,2 Prozent gewesen. Auch die Zahl

Metallerzeugnisse

Zum Jahresende 2015 arbeiteten knapp vier Prozent der M+E Unternehmen Bay-

Gleichzeitig klagten etwas weniger Firmen darüber, dass ihre Produktionstätigkeit wegen fehlender Arbeitskräfte behindert werde. Im Oktober 2015 sagten dies 13,3 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen, zum Jahresanfang 2016 lag der entsprechende Anteil bei 11,2 Prozent. Beschäftigungsprognose, M+E Bayern

Der Beschäftigungsanstieg könnte sich in den kommenden Monaten etwas abschwächen, wie Abb. 3 zeigt. Dort ist die tatsächliche Beschäftigungsentwicklung in Form der Vorjahresveränderungsraten (blaue Kurve) den vom ifo-Institut abgefragten, um sechs Monate verschobenen Beschäftigungsplänen der Firmen (graue Kurve) gegenüber gestellt. Im Herbst 2015 waren die Unternehmenspläne gesunken und zwischenzeitlich in den negativen Bereich gerutscht. Im Dezember und Januar stiegen die Beschäftigungspläne aber wieder an. Aktuell liegt der Saldo aus positiven und negativen Antworten bei +3,4 Prozentpunkten.

Beschäftigung, Veränd. gg. Vj. (rechte Skala), Pläne um 6 Monate verschoben (linke Skala) 40 30 20 10 0 -10 -20 -30 -40 -50 -60

Beschäftigungspläne Beschäftigung

7,0% 5,0% 3,0% 1,0% -1,0% -3,0% -5,0%

2006

2008

Quellen: ifo Institut, bayme vbm.

2010

2012

2014

2016

-7,0%

Konjunkturreport – M+E Konjunkturreport 01/2016 bayme vbm – Februar 2016

4

M+E Industrie Bayern: Stimmung und Erwartungen

4

M+E Industrie Bayern: Stimmung und Erwartungen

Die Skepsis der Unternehmen steigt

Die Stimmung in den bayerischen M+E Unternehmen hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2015 abgekühlt. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank innerhalb von nur vier Monaten von +16,8 Prozentpunkten auf +8,7 Punkte im Dezember 2015. Vor allem die Lagebeurteilung wurde von den Unternehmen immer schlechter bewertet, der entsprechende Saldo fiel von +33,8 auf +16,4 Punkte. Der Erwartungssaldo bewegt sich seit Juni 2015 nur knapp über der Nulllinie, vereinzelt rutschte er auch in den negativen Bereich. Aktuell im Januar 2016 haben sich die Erwartungen etwas verbessert, der Saldo stieg von +1,8 auf +5,9 Prozentpunkte. Dadurch konnte sich auch das Geschäftsklima um 1,8 auf +10,5 Punkte verbes-

ifo-Geschäftsklima, M+E Industrie Bayern Saldo aus positiven u. negativen Meldungen Lage Erwartungen Klima

100 80 60 40 20 0 -20 -40 -60 -80 -100

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Quellen: ifo Institut, bayme vbm.

sern. Der Saldo der Lagebeurteilung blieb nahezu unverändert bei +16,3 Punkten (-0,1 Punkte) (vgl. Abb. 1). Vor allem bei den Exporten sind die Unternehmen skeptisch. Die Erwartungen bezüglich des Auslandsgeschäfts sind nach einem Anstieg im November und Dezember im Januar wieder gesunken. Der Saldo aus optimistischen und pessimistischen Erwartungen ging um 8,4 auf +4,6 Prozentpunkte zurück (vgl. Abb. 2).

Exporterwartungen, M+E Ind. Bayern Saldo aus positiven u. negativen Meldungen 60 40 20

Angesichts der skeptischen Perspektiven sind auch die Produktionspläne der

0

bayerischen M+E Betriebe verhalten. Zwar erholte sich der entsprechende Saldo

-20

im Januar wieder etwas und konnte den Negativbereich verlassen, doch er signa-

-40

lisiert kaum Produktionswachstum. Der Saldo stieg von -11,2 Prozentpunkten im

-60

Dezember auf +5,9 Punkte.

Quellen: ifo Institut, bayme vbm.

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016

Die Firmen bewerten auch die Nachfrageentwicklung leicht negativ. Der Saldo aus positiven und negativen Antworten lag im Januar bei -1,8 Punkten. Zu den verhaltenen Konjunkturaussichten kommt erschwerend hinzu, dass die Unternehmen ihre Wettbewerbsposition im Vergleich zu ihren Konkurrenten zu-

Wettbewerbsposition, M+E Ind. Bayern

letzt vergleichsweise schlecht beurteilten. Auf dem Inlandsmarkt ergibt sich noch

Saldo aus positiven und negativen Antworten

ein kleiner positiver Saldo von +0,7 Prozentpunkten von Firmen, die ihre Wettbe-

30

werbsposition besser einschätzen als die ihrer Konkurrenten. Im Oktober hatte

20

der Saldo aber noch bei +3,7 Punkten gelegen. Massiv gesunken ist die Beurtei-

10 0

lung der Wettbewerbsposition auf den EU-Märkten, von +9,8 auf -1,5 Prozent-

-10

punkte. Nahezu unverändert, aber ebenfalls im negativen Bereich fällt das Urteil

-20

bezogen auf das Nicht-EU-Ausland aus: Hier verbesserte sich der Saldo nur

-30

leicht von -1,7 auf -1,5 Prozentpunkte (vgl. Abb. 3)

Inland EU außerhalb EU

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Quellen: ifo Institut, bayme vbm

M+E Industrie Bayern: Konjunkturdaten

Konjunkturreport – M+E Konjunkturreport 01/2016 bayme vbm – Februar 2016

5

5

M+E Industrie Bayern: Konjunkturdaten

Die bayerische M+E Konjunktur in Zahlen

Produktion, saisonbereinigt, Index 2010 = 100 Q4/2014

Q1/2015

Q2/2015

Q3/2015

Q4/2015

Nettoproduktion

111,2

113,6

113,9

117,4

117,2

Veränd. gg. Vq.

-0,1%

+2,1%

+0,3%

+3,1%

-0,2%

Auftragseingang, saisonbereinigt, Index 2010 = 100 Q4/2014

Q1/2015

Q2/2015

Q3/2015

Q4/2015

Insgesamt

118,4

117,7

120,4

118,9

121,3

Veränd. gg. Vq.

-2,0%

-0,6%

+2,4%

-1,3%

+2,1%

Inland

107,6

108,1

110,2

111,6

113,7

+1,1%

+0,5%

+1,9%

+1,3%

+1,9%

Ausland

125,0

123,5

126,7

123,5

126,0

Veränd. gg. Vq.

-3,6%

-1,2%

+2,6%

-2,5%

+2,0%

Q4/2014

Q1/2015

Q2/2015

Q3/2015

Q4/2015

792.587

798.807

803.762

806.788

809.376

+0,6%

+0,8%

+0,6%

+0,4%

+0,3%

Veränd. gg. Vq.

Beschäftigte, saisonbereinigt

Beschäftigte Veränd. gg. Vq.

ifo Geschäftsklima, Saldo aus positiven und negativen Meldungen Sep 15

Okt 15

Nov 15

Dez 15

Jan 16

Klimaindex

+11,7

+11,2

+10,9

+8,7

+10,5

Lage

+26,7

+19,2

+20,4

+16,4

+16,3

Erwartungen

-1,2

+3,9

+2,6

+1,8

+5,9

Produktionspläne

+7,9

+0,8

-11,2

-0,8

+5,9

Exporterwartungen

±0,0

-0,5

+6,3

+9,4

+4,6

Beschäftigungspläne

-1,8

-4,5

-1,6

+1,3

+3,4

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Ansprechpartner

Volker Leinweber Leiter Volkswirtschaft Telefon

089-551 78-133

Telefax

089-551 78-294

E-Mail

[email protected]

Tobias Kochta Volkswirtschaft Telefon

089-551 78-422

Telefax

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[email protected]

Impressum

Alle Angaben dieser Publikation beziehen sich grundsätzlich sowohl auf die weibliche als auch auf die männliche Form. Zur besseren Lesbarkeit wurde meist auf die zusätzliche Bezeichnung in weiblicher Form verzichtet.

Herausgeber:

bayme Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V. vbm Verband der Bayerischen Metallund Elektro-Industrie e. V. Max-Joseph-Straße 5 80333 München www.baymevbm.de

© bayme vbm Februar 2016

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