10 goldene Tipps für Ihre Gartengestaltung

10 goldene Tipps für Ihre Gartengestaltung © 2016 Götterfunken GmbH | Design aus Deutschland | www.goetterfunken-design.de |eMail: [email protected]
Author: Lena Schulz
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10 goldene Tipps für Ihre Gartengestaltung Wie soll mein Garten aussehen? Das ist anfangs meist die schwierigste Frage, wenn es um Neu- oder Umgestaltung geht. Der Vorplanung fällt die wichtigste Bedeutung zu. Es gilt herauszufinden, wie einzelne Bereiche zusammenwirken können, wie Pflanzen ideal positioniert werden und natürlich zu allererst, was genau man eigentlich haben möchte. Wir möchten Ihnen 10 goldene Regeln der Gartengestaltung, nach der auch echte Gestaltungsprofis arbeiten nicht vorenthalten.

Welcher Gartentyp sind Sie? Zunächst einmal sollten Sie sich Gedanken machen, welcher Gartentyp Sie sind. Haben Sie viel Zeit, sich um Ihren Garten zu kümmern? Wollen Sie sich überhaupt umfangreich um Ihren Garten kümmern und viel Zeit in ihm verbringen, auch mit aktiver Arbeit? Wollen Sie klare Strukturen oder sind kunterbunte Beete mit vielen verschiedenen Pflanzen vielleicht eher Ihre Vorstellung eines schönen Gartens? Haben Sie Kinder, die im Garten spielen sollen? Das alles sollte Einfluss auf Ihre Gartenplanung nehmen.

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Diese Dinge sollten Sie sich vorab überlegen, damit Sie sich von Ihrem lokalen Gärtner bestens beraten lassen können:

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So viel Zeit kann ich in der Woche für Gartenpflege aufwenden Welcher Gartenstil passt zu mir und meiner Umgebung o Geometrisch, mit klaren Strukturen o Bauerngarten / Cottage garden o Japanischer Stil o Mediterran o Nachhaltiger Garten o Familiengarten So viel Budget habe ich zur Verfügung Das möchte ich auf jeden Fall o Bestimmter Baum o Wasserspiel o Spielplatz o Etc. Das möchte ich auf keinen Fall o Teich o Kiesflächen o O. Ä. Kann ich alles in Eigenleistung erbringen? Nutzen Sie z. B. die Google Bildersuche um Ideen zu sammeln, die es Ihrem Gärtner leichter macht Ihre Vorstellung zu verstehen

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Gartengestaltung fängt von innen an Ein guter Garten bietet seinem Betrachter zu jeder Jahreszeit ein schönes Bild, so die Vorstellung. Natürlich gilt dies nicht nur für die Sommermonate oder zu den Zeiten, in denen Sie sich im Garten aufhalten, sondern insbesondere auch dann, wenn Sie sich im Haus aufhalten. Wo befindet sich Ihr Esszimmertisch, wo die Küche, wo die Couch? Von diesen Fixpunkten, zu denen auch der morgendliche Blick aus dem Bett zählen kann, gibt es bestimmte Sichtachsen in den Garten hinein. Wäre es dann nicht schön, wenn Sie von diesen Sichtachsen aus auf Ihre ganz persönlichen Gartenhighlights blicken könnten? Warum nicht Solitärgehölze, Beleuchtung oder Wasserspiele in diesen Sichtachsen platzieren? Achten Sie auch auf die saisonale Platzierung der Pflanzen. Krokusse oder die winterblühende Zaubernuss (Hamamelis) sollten möglichst nah am Haus platziert werden, da Sie im Frühjahr oder Winter wohl eher hinter dem Fenster sind als davor. Warum also solche Pflanzen in den letzten Winkeln des Gartens verstecken, wo sie zu diesen Zeiten wohl niemand sieht. Unser Tipp:    

Nutzen Sie Ihren Grundrissplan. Markieren Sie die Stellen im Haus, an denen Sie sich meistens aufhalten. Zeichnen Sie von diesen Plätzen ausgehend Sichtachsen in den Garten. Zeichnen Sie die Sichtachsen fächerförmig, also mit zunehmender Länge breiter

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Überlegen Sie, welche Pflanzen wann zum Highlight werden. Wann ist die Blütezeit oder Herbstfärbung am schönsten? Platzieren Sie dann die Saisonhighlights Ihres Gartens in den Sichtachsen

Übrigens: Lagerflächen, Komposthaufen und Co. können Sie natürlich auch geschickt außerhalb der Sichtflächen platzieren, wenn Sie sie nicht sofort „präsentieren“ wollen.

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Von global zu lokal Wenn Sie die vorangegangen Fragen für sich beantwortet haben, besitzen Sie nun eine Liste mit Wünschen, die in Ihren Garten eingeplant sein sollen. Sie wissen nun auch wo die Sichtachsen Ihres Hausblickes verlaufen. Soweit so gut. Aber nun einen detaillierten Pflanzplan zu erstellen fällt den meisten sehr schwer. Verständlich. Man kann nun noch einen Zwischenschritt einlegen. Nehmen Sie doch einfach Ihren Gartengrundriss und zeichnen Sie, ganz grob, die zu planenden Flächen mit Bezeichnung ein. So wird erst einmal die Flächeneinteilung des Gartens deutlich.

Standortaufteilung:

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

Terrasse Sichtschutzgehölze Schaukel, Rutsche, Sandkasten Sichtschutz / Bambus Staudenbeet Wechselbepflanzung Sichtschutzgehölze Gartenhütte Rasen

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Standortbedingungen Haben Sie die Flächeneinteilung abgeschlossen, können Sie damit beginnen die Standortbedingungen dieser Flächen zu kategorisieren. Folgende Dinge müssen Sie dabei unbedingt beurteilen:

Wenn Sie den einzelnen Flächen die Besonderheiten zuordnen, erhalten Sie Stück für Stück ein Anforderungsprofil für die Pflanzen. Ihr Gärtner hilft Ihnen ganz sicher bei der Auswahl der geeignetsten Pflanzen.

1. Lichtverhältnisse a. Ganztägig Sonne oder Schatten? b. Unter Bäumen? c. Schattenwurf ab einer bestimmten Tageszeit? 2. Bodenverhältnisse a. „normaler“ Gartenboden b. Sandiger Boden c. Lehmiger Boden d. Steiniger Boden oder Fels 3. Topografie a. Senken, die Pfützenbildung begünstigen (Staunässe) b. Hanglagen 4. Nachbarschaft a. Was steht in Nachbars Garten? b. Tierhaltung auf Nachbargrundstück? 5. Mikroklima a. Besonders windige Ecklagen b. Hitzestau im Sommer möglich? c. Frostmilderung im Winter?

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Exakte Grundrissplanung Nun dürfen Sie penibel werden: Erstellen Sie eine maßstabsgetreue Skizze Ihres Gartens und beginnen Sie, die Flächen gemäß der späteren Größe aufzuteilen. Der Grundrissplan sollte die korrekte Größe und den Standort aller Elemente Ihrer Gartengestaltung enthalten. Er zeigt Bodenbeläge, Pflanzbereich, Einfassungen, sowie einzelne Bestandteile wie Bäume, Solitärsträucher, Stufen, etc. Berücksichtigen Sie bei der Planung unbedingt das Wachstum der Pflanzen. Bäume die heute einen Kronendurchmesser von, zum Beispiel, nur 50 cm haben, können nach Jahren zu stattlichen Riesen werden. Tipp: Bedenken Sie, dass Sie vielleicht in einigen Bereichen Ihres Gartens Strom, Licht oder Wasser benötigen. Zeichnen Sie die Zuleitung unbedingt in den Plan ein und vermerken Sie die genauen Positionen und Tiefen der Leitungen, um sie später jederzeit wiederzufinden

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Pflanzplan Sind die Pflanzflächen im Grundrissplan definiert, können Sie sich nun endlich an die Detailplanung machen. Sie kennen die Größe der Beete ebenso wie deren Standortbesonderheiten. Auf dieser Grundlage ermitteln Sie auch die Anzahl der benötigten Pflanzen. Sie legen in diesem Plan zeichnerisch die Position von dominanten Solitärgehölzen und untergeordneten Pflanzengruppen fest. Die Standorte müssen exakt durch Symbole markiert werden.

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Raum und Form



Runde Formen



Mischformen

Bei der Entscheidung zwischen Quadraten, Rechtecken oder Kreisen als Grundform der Gestaltung darf man die umliegenden Gebäude und Grenzen – ihre Form und Lage – nicht unbeachtet lassen. Führen Sie die Logik bestehender Strukturen von Haus und Umgebung fort, berücksichtigen Sie, wie und von wo der Garten betrachtet und genutzt werden soll.



Rechteckige Formen

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Raumwahrnehmung Durch eine dichte, hohe Pflanzung, die sich über die gesamte Gartenbreite zieht und einen schönen Aufenthaltsort umschließt, entsteht eine Art Kokon im Garten. Grüne Wände links und rechts begrenzen den Garten und geben ihm eine neue vertikale Dimension. Lockere Pflanzungen vermitteln dagegen Weite. Dschungelartige Pflanzungen auf kleinen Flächen überspielen die engen Grenzen und lassen den Garten größer erscheinen. Sichtbare Grenzen lassen Ihren Garten optisch schrumpfen, wohingegen ein scheinbar nahtloser Übergang in die Umgebung den Garten größer erscheinen lässt.

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Farben Farben sind wohl eines der wichtigsten Stilmittel bei der Gartengestaltung. Sie beeinflussen das Gefühl, welches wir im Garten wahrnehmen, sehr entscheidend. Sie können sowohl beruhigend, belebend, beschaulich oder lebendig wirken. Die Herausforderung ist, die ideale Kombination verschiedener Pflanzenfarben zu jeder Jahreszeit im Garten abzustimmen. Eine sehr gute Möglichkeit bietet der Farbkreis, mit dessen Hilfe sich Farbkombinationen vorab herstellen und prüfen lassen. Folgendes sollten Sie beachten:

1. Es gibt Primär- Sekundär- und Tertiärfarben a. Primärfarben sind rot blau und gelb. Von ihnen leiten sich alle andere Farben ab. Diese drei Grundfarben lassen sich nicht durch Mischen anderer Farben erzeugen. b. Sekundärfarben: Zwei benachbarte Primärfarben ergeben miteinander vermischt eine der Sekundärfarben Grün, Orange und Violett. c. Tertiärfarben entstehen, wenn man benachbarte Primärund Sekundärfarben in verschiedenen Mengenanteilen mischt.

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2. Farbverwendungen: a. Gegenfarben oder Komplementärfarben: i. Sie stehen sich im Farbkreis direkt gegenüber, wie z. B. Rot und Grün, und unterstreichen ihre Wirkung gegenseitig. 1. Bewirkt Spannung und ermüdet das Auge schnell. Daher nur sparsam an besonderen Orten einsetzen.

b. Verwandte Farben: i. Farbkombinationen, die im Farbkreis nebeneinander angeordnet sind. Sie werden als wesentlich angenehmer empfunden, da sie stufenlos ineinander übergehen. c. Dreiklang: i. Farben, die im Farbkreis in gleichem Abstand zueinander liegen, z. B. Grün, Orange und Violett, bilden ein lebendiges Farbbild.

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Wege Ein Gartenweg sollte mehr können, als zwei Bereiche miteinander zu verbinden. Wege leiten durch das Grün, laden zu Erkundungen ein, locken zu Aussichtspunkten, machen Flächen zugänglich und umschließen Areale wie eine Grenze. Somit kommen ihnen zwei Aufgaben zu, praktische und ästhetische. Hauptwege: Die Hauptadern des Gartens verbinden die Gartenteile miteinander und legen auf diese Weise eine grundlegende Struktur des Gartens fest, an die der Betrachter Erwartungen knüpft. Ein präzise mittig platzierter Weg gibt z. B. den Hinweis auf eine geometrische Anlage, während der gewundene Pfad mit einer naturnahen Bepflanzung assoziiert wird. Ein breiter Weg lädt den Betrachter ein – ein schmaler, sich schlängelnder, von hohen Gewächsen gesäumter Pfad hingegen spielt mit der Erwartung eines Geheimnisses. Das Wegende wird immer durch eine ästhetische Überraschung formuliert, z. B. durch eine Bank, eine Statue oder ein Gefäß.

Nebenwege: Hauptwege prägen den Grundriss und ordnen sich dem Stil des Gartens unter, während Nebenpfade das Konzept der Anlage gestalterisch und funktional unterstützen. Sie werden aus praktischen Gründen angelegt, z.B. als Zugang zu einem Sitzbereich, oder dienen dekorativen Zwecken, wenn sie Teil eines Gestaltungskonzeptes sind. Nebenwege verlaufen auch direkt durch große Rabatten, damit der Nutzer die Farben und Düfte der Pflanzen genießen kann. Dieser Wegetypus wird in der Regel nur geringfügig belastet und deswegen weniger robust gebaut.

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Zentrale Wege:

Eine geometrische Anlage wird durch ein symmetrisch verlaufendes Wegeraster geordnet

Gewundene Wege

Diagonale Wege:

Über einen diagonal verlaufenden Weg erblickt man einen Garten entlang seiner längsten Strecke. Somit bietet der diagonale Weg auf kleinen Flächen die Illusion von Großzügigkeit und Tiefe.

Rundwege:

Gewundene Wege wirken geheimnisvoll und schaffen Dynamik bei der Raumaufteilung. Der Rundweg nimmt den Gast mit auf eine Reise durch den Garten. Er kann so angelegt werden, dass er, je nach Gehrichtung, unterschiedliche Ansichten wichtiger Gartenelemente bietet.

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Wir hoffen, dass Ihnen unser kleiner Exkurs gefallen hat und Sie einige neue Gedanken, Ideen und Anregungen für Ihren Garten gewinnen konnten. Vergessen Sie nicht, dass nach getaner Arbeit auch einmal ein bisschen Müßiggang im Garten erlaubt ist.

Ihre Götterfunken

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