02

ff forum fortbildung 2/02 Berner Lehrmittelund Medienverlag Zentralstelle für Lehrerinnenund Lehrerfortbildung Lefo konkret Adressänderungen an: E...
Author: Kurt Schmidt
7 downloads 3 Views 929KB Size
ff

forum fortbildung

2/02 Berner Lehrmittelund Medienverlag Zentralstelle für Lehrerinnenund Lehrerfortbildung

Lefo konkret

Adressänderungen an: Erziehungsdirektion Abt. Personelles Lehrerschaft Sulgeneckstr. 70, 3005 Bern

3 4 6 8

3098 Köniz, Lerbermatt

Zentralstelle für Lehrerinnenund Lehrerfortbildung

12 Erziehungsdirektion des Kantons Bern

3000 Bern 1

P.P.

Perspektiven in der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung

15 16

Editorial von Peter Moser, Projektleiter des Kongresses «Lefo konkret»

Zu wessen Nutzen? Walter Herzog plädiert für eine vermehrte Stärkung der Autonomie der Lehrpersonen. Für ihn eine Voraussetzung für echte, pädagogische Professionalität.

«Neue Medien haben auch sinnliche Qualität» Für Hermann J. Forneck können technische Medien Menschen in pädagogischen Prozessen nicht ersetzen.

Mehr Distanz durch Tandem Aus den Antworten von vier Lehrpersonen wird deutlich: Tandempartnerschaften helfen eine gesunde Distanz zum Berufsalltag aufzubauen.

Damit Lehrkräften das Lachen nicht vergeht Die vier Gesprächsteilnehmenden des «Runden Tisches» sind sich einig: Fortbildung muss helfen, die Freude am Lehrberuf zu erhalten.

2

Meilensteine 30 Jahre Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung, eingefangen in 21 Guckkästen.

Projekte Veranstaltungen Freie Kursplätze 622.19

in eigener sache Abschied und Begrüssung

Öffnungszeiten während der Sommerferien

Evi Voser und Ueli Ackermann haben unseren Betrieb auf den 1. Mai bzw. den 1. Juni verlassen. Wir wünschen den beiden an ihren neuen Arbeitsstellen alles Gute. Als neue Kollegin heissen wir Yvonne Allemann willkommen. Sie betreut das Sekretariat des Vorstehers.

Die Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung ist vom 15. bis 28. Juli geschlossen. In der übrigen Zeit sind unsere Büros normal geöffnet.

Vorschau Die nächste Ausgabe von «forum fortbildung» ist der Integration von fremdsprachigen Schülerinnen und Schülern gewidmet und erscheint Anfang September.

Die Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung sucht eine

Lehrperson aus der Realschule (7.– 9. Schuljahr) für das Projektteam Übergang Sek I / II – Berufswahlvorbereitung.

wir gratulieren... Hansueli Küng hat am 22. Mai 2002 den Wagenscheinpreis erhalten. Dazu gratulieren wir unserem Kollegen sehr herzlich! Die Schweizerische Wagenschein-Gesellschaft ehrt Hansueli Küng für das Lehrstück «Chemisches Gleichgewicht». Er hat diese Unterrichtseinheit im Rahmen der Lehrkunstwerkstatt, einem Fortbildungsangebot der ZS LLFB, entwickelt und erprobt. Der Unterrichtsbericht ist publiziert in: Berg/Schulze: Lehrkunstwerkstatt II. Berner Lehrstücke. Neuwied 1998. Hansueli Küng ist Chemielehrer am Wirtschaftsgymnasium Bern-Neufeld und Co-Leiter des Projektteams Gymnasium. Wir freuen uns mit ihm über die grosse Ehre.



Unser Angebot – Sie werden Mitglied in einem an Schul- und Berufswahlfragen interessierten Team. Wir arbeiten zu Themen des Übertritts und der Berufswahlvorbereitung im Bereich Volksschule und vermitteln Lehrkräften das aktuelle Wissen zu Berufswahlfragen. – Im Rahmen unseres Auftrags und zur Erweiterung der beruflichen Kompetenz bilden wir uns ständig weiter. – Es erwartet Sie eine interessante und anspruchsvolle Arbeit. – Beschäftigungsgrad im Rahmen von 10%. – Zeitpunkt Arbeitsbeginn: per 1.8.2002 oder nach Absprache.



Wir erwarten – eine engagierte Klassenlehrkraft der Realstufe, welche sich für Themen der Berufswahl sowie für Fragen rund um den Übergang SekI / II interessiert. – Erfahrung in der Arbeit mit Erwachsenen. – Bereitschaft zur Weiterbildung in der Erwachsenenbildung. – Initiative, zeitliche Flexibilität, Teamfähigkeit und Freude an Kursarbeit.



Auskunft erteilt die Projektteamleitung – Eveline Iannelli-Guntern, Tel 031 971 36 84, [email protected] – Jürg Barblan, Tel 033 222 97 10, [email protected]



Anmeldung Schriftliche Bewerbungen sind bis am 15. August 2002 zu richten an: Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung, Peter Schär, Bereichsleitung, Lerbermatt, 3098 Köniz.

Auf Grund der jetzigen Teamzusammensetzung wird bei gleichwertigen Qualifikationen der Bewerberinnen und Bewerber eine Frau bevorzugt.

Impressum Juni 2002 «forum fortbildung»2/02 Herausgeberin Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung, Lerbermatt, 3098 Köniz, Tel 031 970 36 36 [email protected] Erscheinungsdaten Vierteljährlich, jeweils Anfang März, Juni, September und Dezember Redaktionsschluss ff 3/2002: Montag, 12.8.02, 1400 Uhr ff 4/2002: Montag, 4.11.02, 1400 Uhr Redaktion Kathrin Keller, Annette Hediger Thomas Uehlinger Mitarbeit in dieser Nummer – Peter Moser, Bereichsleiter Sek 2 und Kaderfortbildung, S. 3 – Walter Herzog, Professor für Pädagogische Psychologie am Institut für Pädagogik und Schulpädagogik der Universität Bern, S. 4–5 – Denise Gaudy, Journalistin Meienried, S. 6–7 – Vier bernische Lehrkräfte, S. 8–11 (Klaus Eggenberg, Luzia Hedinger, Ueli Herren, Thomas Raaflaub) – Annette Racine-Lutz, Journalistin Wohlen b. Bern, S. 12–14 Auflage 19 000 Druck Rickli+Wyss AG, 3027 Bern

2

Die Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung sucht auf 1. August 2002 zur Ergänzung des Projektteams Berufsbildung

eine Berufsmaturitätsschullehrerin / einen Berufsmaturitätsschullehrer ●

Der Auftrag des Projektteams umfasst – die Entwicklung und Realisierung von Fortbildungsangeboten, unter Beachtung der Angebote, die von den Berufsschulen oder von schweizerischen Institutionen organisiert werden – die Erfassung von Bedürfnissen und Bedarf der Fortbildung – die Evaluation der Fortbildung – die Zusammenarbeit mit Projektteams, die in angrenzenden Bereichen Fortbildung entwickeln



Schwerpunkte der Fortbildungsarbeit Das Projektteam Berufsbildung hat folgende Themen ins Zentrum seiner Arbeit gestellt: Weiterbildung für Verantwortliche der schulinternen Fortbildung, Netzwerk SchiLf, Angebote zum Übergang Sek I – Sek II (Schnittstelle), Umsetzung Rahmenlehrplan BMS.



Wir erwarten – Lehrtätigkeit, evtl. Mitwirkung in der Schulleitung – Teilnahme an den Teamsitzungen, die jeweils am Dienstagnachmittag stattfinden – Kenntnisse der Strukturen der Berufsschulen, insbesondere der BMS – Interesse an der Fortbildung – Engagement für die Fortbildung im eigenen Kollegium – Erfahrung in der Arbeit mit Erwachsenen – Teamfähigkeit – Französischkenntnisse



Wir bieten – Eine interessante und anspruchsvolle Arbeit – Eine Anstellung von 10% gemäss LAV; vorläufig befristet für ein Jahr, Verlängerung bis 31. Juli 2004 wahrscheinlich – Weiterbildung – Erweiterung der beruflichen Kompetenz



Auskunft erteilt Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung, Rolf Gschwend, Tel 031 970 36 38, [email protected]



Anmeldung Schriftliche Bewerbungen bis am 24. Juni 2002 an: Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung, Rolf Gschwend, Fachbereichsleiter Sek II, Lerbermatt, 3098 Köniz.

editorial

Liebe Leserin Lieber Leser Anfangs Mai haben sich rund 250 Fachleute aus Fortbildung, Schule und Bildungsverwaltung in Bern getroffen, um sich über vielfältige Perspektiven in der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung Gedanken zu machen. Anlass für den internationalen Kongress «Lefo konkret» war ein doppelter: Zum einen feiert die Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen, und zum anderen gilt es, die Stellung der Fortbildung und ihre Zukunft als Teil der Lehrerinnen- und Lehrerbildung neu zu definieren. In fünf Referaten und 43 Workshops wurden die Anforderungen an eine moderne Fortbildung und mögliche Lösungsansätze breit diskutiert. Dabei standen die folgenden vier Themen im Zentrum des Kongresses: – Aufgaben und Rolle einer zeitgemässen Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung – Qualitätsentwicklung in Unterricht und Schule – Neue Medien in Schule und Fortbildung – Vernetzung und Kooperation von Bildungsinstitutionen Ab Sommer können Sie eine Vielzahl der Beiträge auf der Kongress-Website www. lefobe30.ch einsehen. Auch diese ff-Nummer haben wir ganz dem Kongress gewidmet. Wir stellen Ihnen eine kleine Auswahl an Inhalten und Fragen vor, mit denen sich die Fortbildungslandschaft in den nächsten Jahren beschäftigen wird. Dies ist für Sie als Lehrperson von Bedeutung, weil die Antworten auf diese Fragen die Rahmenbedingungen und das Angebot an Fortbildung in Zukunft beeinflussen werden.

Der erste Beitrag ist eine Kurzfassung des Eröffnungsreferats von Walter Herzog. Er stellt ganz grundsätzlich die Frage nach dem Nutzen der Fortbildung und kommt zu überraschenden Antworten. E-learning ist ein Trend in Schule und Fortbildung, der die Möglichkeiten von Lehren und Lernen in Zukunft erweitern wird. Hermann Forneck plädiert in einem Interview für eine Stärkung der Pädagogik und Didaktik in diesem oft technisch orientierten Feld. Ein möglicher Weg aus dem heute oft beklagten Einzelkämpfertum der Lehrpersonen ist kollegiales Hospitieren. Erste Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass solche Tandemarbeit die berufliche Entwicklung von Lehrpersonen positiv unterstützt. Drei Lehrer und eine Lehrerin berichten von ihren Erfahrungen mit gegenseitigen Unterrichtsbesuchen. Die Frage, wie viel Selbstverantwortung und wie viel Verpflichtung die Fortbildung benötigt, haben Irène Hänsenberger, Doris Kunz, HansRudolf Lanker und Beat Wüthrich kontrovers am «Runden Tisch» diskutiert. Die teils gegensätzlichen Meinungen beleuchten ein ausgeprägtes Spannungsfeld. Einige wichtige Etappen in der 30-jährigen Geschichte der bernischen Fortbildung finden Sie als «Meilensteine» beschrieben und bildnerisch dargestellt. Sie sind ein Ausschnitt einer grösseren Ausstellung von Thomas Uehlinger und Beat Zbinden, die bis im Herbst zu sehen sein wird. Wir freuen uns über Ihren Besuch in der Lerbermatt. Peter Moser Projektleiter des Kongresses «Lefo konkret»

3

lefo konkret

Zu wessen Nutzen? Walter Herzog fordert in seinem Eröffnungsreferat: Die Autonomie der Lehrperson muss wieder gestärkt werden, weil sie eine Voraussetzung für echte, pädagogische Professionalität ist. Sie droht aber, im Clinch zwischen Individualisierung des Unterrichts und Kollektivierung der Schule in Vergessenheit zu geraten.

Zur Person Walter Herzog ist ordentlicher Professor für Pädagogische Psychologie am Institut für Pädagogik und Schulpädagogik der Universität Bern. Er präsidiert zur Zeit die kantonale Konferenz der Lehrerinnen- und Lehrerbildungsinstitute. Weitere Angaben zu seiner Person finden Sie unter www.lefobe30.ch/refe.html

4

Lehrerinnen und Lehrer bewegen sich in einem Feld widersprüchlicher Erwartungen. Widersprüche bestehen zwischen dem Auftrag der Bildung und der Notwendigkeit von Selektion. Widersprüche bestehen zwischen der Respektierung der Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler und dem Auftrag, die nachwachsende Generation auf den ‹Ernst des Lebens› vorzubereiten. Zur Zeit beobachten wir einen neuen Widerspruch, der sich auf den Nenner Individualismus versus Kollektivismus bringen lässt. Ein Ausdruck des Individualismus sind die neuen Lehr- und Lernformen. Sie werden begrüsst, weil sie dem einzelnen Schüler und der einzelnen Schülerin mehr Aufmerksamkeit geben. Der Individualismus zeigt sich auch anhand der rückläufigen Remotionen. Schliesslich trägt die Forderung nach Integration von Lernschwachen, Verhaltensauffälligen, Behinderten, Hochbegabten und Fremdsprachigen dazu bei, dass die Schule den einzelnen mehr Respekt entgegenbringt. Die Individualisierung des Unterrichts wird auf der Schulebene durch eine eigenartige Gegentendenz kontrastiert. Es gehört schon fast zum guten Stil, die Lehrkräfte «Einzelkämpfer» zu schimpfen und der Schule Fragmentierung vorzuwerfen. In erstaunlicher Gegenläufigkeit zu den Entwicklungen im Unterricht werden auf der organisatorischen Ebene der Schule kollektivistische Werte eingeklagt. Die Erklärung der Einzelschule zur teilautonomen «pädagogischen Einheit» nötigt zum Schulterschluss gegen aussen. Organisationsentwicklung und schulinterne Fortbildung sollen die Lehrerteams zusammenschweissen, auf dass die Schulen im Kampf um die knapper werdenden Mittel der öffentlichen Hand zu bestehen vermögen. Im Clinch zwischen der Individualisierung des Unterrichts und der Kollektivierung der Schule laufen die Lehrerinnen und Lehrer Gefahr, ihre eigene Autonomie zu verlieren. Für die Lehrerfortbildung stellt sich die Frage, auf welche Seite sie sich schlagen soll. Zu wessen Nutzen bilden wir angesichts des Widerspruchs zwischen Individualisierung und Kollektivierung der Schule Lehrkräfte fort? Zum Nutzen der Schülerinnen und Schüler? Wir werden die Frage nicht mit Nein beantworten wollen. Zum Nutzen der Schule? Auch auf diese Frage werden wir nicht mit Nein antworten wollen. Denn vieles, was in jüngster Zeit von Schulentwicklerinnen und Qualitätssicherern postuliert wird, ist nicht einfach falsch. Auch wenn man sich über die Validität gewisser Kriterien für ‹gute Schulen› streiten kann, bleibt unbestritten, dass eine Schule mit pädagogischem Profil einer profillosen Schule vorzuziehen ist. Es ist daher nicht falsch, den widersprüchlichen Erwartungen von ‹unten› und von ‹oben› gerecht zu werden und in der Fortbildung von Lehrkräften Formen individualisierenden Unterrichts und Methoden der Schulentwicklung anzubieten. Aber darf man sich damit begnügen? Muss nicht auch die Autonomie der Lehrerinnen und Lehrer ein Fortbildungsthema sein, nicht nur die Autonomie der Schülerinnen und Schüler und diejenige der Schule? Gerade angesichts der Widersprüchlichkeit des Berufsfeldes Schule ist die Lehrerfortbildung aufgerufen, den Lehrerinnen und Lehrern zu einem eigenen Standpunkt zu verhelfen. Massstab der Lehrerfortbildung dürfen weder die Individualisierung des Unterrichts noch die Kollektivierung der Schule sein, Massstab muss die Professionalisierung der Lehrkräfte sein.

Fotos Ueli Ackermann

Pädagogische Professionalität Wenn wir die Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer zum Massstab der Lehrerfortbildung erklären, dann sind wir darauf angewiesen, einen klaren Begriff von eben dieser Professionalität zu haben. Im folgenden werden in aller Kürze fünf Merkmale pädagogischer Professionalität erörtert, auf deren Grundlage der Lehrerfortbildung eine strategische Zielsetzung empfohlen werden kann. Ein erstes Merkmal pädagogischer Professionalität liegt im intermediären Charakter von Erziehung und Unterricht. Professionelles pädagogisches Handeln findet in einem Zwischen statt, das in grober Annäherung zwischen Familie und Gesellschaft liegt. Dabei stossen wir auf eine weitere Widersprüchlichkeit des schulischen Berufsfeldes. Im Unterschied zum Widerspruch zwischen Individualisierung und Kollektivierung ist es aber ein Widerspruch, der nicht aporetischen Charakter hat, sondern durch die Berufsarbeit der Lehrerinnen und Lehrer aufgelöst werden soll. Am Ende der Schulzeit soll der Übergang von der Familie zur Gesellschaft vollzogen sein. Ein zweites Merkmal pädagogischer Professionalität ergibt sich aus der Tatsache, dass erzieherische und unterrichtliche Handlungen ihre Selbstauflösung zum Ziel haben. Die Erziehung endet da, wo der Mensch mündig wird, d.h. der älteren Generation gleichsteht. Das gilt so für andere Professionen nicht. Es ist nicht Aufgabe des Arztes oder Anwalts, den Patienten oder Klienten zum gleichgestellten Partner zu machen. Da sie keinen Bildungsauftrag haben, können sie stellvertretend agieren. Sie setzen ihr Wissen zugunsten ihres Klienten ein, haben aber keine Verpflichtung, ihr Wissen weiterzugeben. Demgegenüber ist es die deklarierte Aufgabe einer Lehrerin, das Wissen, über das sie verfügt, mit den Schülerinnen und Schülern zu teilen. Ein drittes Merkmal pädagogischer Professionalität ergibt sich daraus, dass die pädagogischen Vermittlungsleistungen in Gemeinschaft mit den Adressaten des pädagogischen Handelns realisiert werden. Bildung setzt die Bereitschaft des ‹Kunden› bzw. ‹Klienten› voraus, an seiner Bildung mitzuwirken. Damit kommt dem pädagogischen Arrangement ein unverzichtbares persönliches Moment zu, das bei anderen Vermittlungsformen (wie Fernsehen, Radio, Internet u.a.) fehlt. Hier liegt eine weitere Grenze von bildenden Interaktionen nicht nur gegenüber den klassischen Professionen, sondern auch gegenüber handwerklichen und künstlerischen Tätigkeiten. Ein viertes Merkmal pädagogischer Professionalität liegt im beschränkten Nutzen technologischen Wissens für die pädagogische

Praxis. Technologisches Wissen sagt uns, wie wir vorgehen müssen, um etwas herzustellen. Doch wenn wir pädagogisch handeln, stellen wir nicht etwas her, sondern es steht uns in Form der Schülerinnen und Schüler eine bereits ‹hergestellte› Wirklichkeit vor Augen. Was wir brauchen, ist daher nicht so sehr technologisches, sondern diagnostisches Wissen. Dieses erlaubt uns, im Einzelfall zu Urteilen zu gelangen. Mit Einzelfällen haben es Lehrkräfte fast unentwegt zu tun. Zwar unterrichten sie im allgemeinen im Klassenverband, doch der gemeinsame Unterricht wird immer wieder von Ereignissen durchbrochen, die per definitionem singulären Charakter haben. Ein fünftes Merkmal pädagogischer Professionalität folgt aus der Schwierigkeit, in konkreten Situationen entscheiden zu können, ob ein bestimmtes Wissen relevant ist oder nicht. Als Beispiel formuliert: Sind die ungenügenden Leistungen einer Schülerin Ausdruck einer pubertären Krise, einer geschlechtsbedingten Voreingenommenheit der Leistungsattribution, Folge einer negativen Beeinflussung durch Peers, Auswirkung ungenügender sozialer Anregungen im Elternhaus, Zeichen eines Desinteresses am Fach oder ganz einfach Ausdruck einer unsäglichen Faulheit der Schülerin? Diese Frage kann keine Theorie beantworten. Sie kann nur von der Lehrperson selber beantwortet werden. Da es aber immer eine Vielzahl von Theorien gibt, die auf einen konkreten Fall passen, wird von der Lehrkraft letztlich Unmögliches erwartet. Aus diesen fünf Merkmalen folgt, dass pädagogische Professionalität nicht als Anwendung von wissenschaftlichem Wissen verstanden werden kann. Pädagogisches Handeln beruht auf einer nicht eliminierbaren Sensibilität für situative Konstellationen. Die Unwägbarkeiten des Handelns erfordern Kompetenzen wie Intuition, Urteilsfähigkeit, Ambiguitätstoleranz, Improvisationstalent und Gelassenheit. Diese Kompetenzen gehen nicht aus der Aneignung von wissenschaftlichem Wissen hervor, sondern setzen die Einübung in eine Praxis voraus.

Eine strategische Orientierung für die Lehrerfortbildung Wie die Überlegungen zur pädagogischen Professionalität zeigen, kann die Berufspraxis von Lehrkräften durch Wissenschaft nicht determiniert werden. Für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung entsteht daraus ein grundsätzliches Problem. Lehrerin und Lehrer wird man nicht durch die noch so perfekte und lückenlose Aneignung eines standardisierten Wissenskorpus. Der Anspruch auf ‹Verwissen-

schaftlichung› der Lehrerinnen- und Lehrerbildung kann in der Grundausbildung prinzipiell nicht eingelöst werden. Keine Lehrerinnen- und Lehrergrundausbildung – und versuche sie noch so sehr, ‹praktisch› zu sein – wird angehende Lehrkräfte zu Expertinnen und Experten ausbilden können. Sie wird sie nur zu Novizinnen und Novizen machen können. Darin liegt die Chance der Fortbildung! Expertise setzt ‹Reifung› voraus, d.h. die Verarbeitung von Erfahrungen, aus denen man nicht automatisch lernt, sondern weil man sie angemessen zu reflektieren weiss. Das Wissen der Wissenschaft ist im Lehrerberuf im Nachhinein gefragt – um zu verarbeiten, was man erfahren hat und was sonst unbegriffen ins Gedächtnis eingehen würde. Dabei kommt der Fortbildung eine geradezu strategische Funktion zu. Da es Kompetenzen der Lehrertätigkeit gibt, die sich mittels Theorie nicht einpflanzen lassen, die man folglich auch nicht lehren, sondern nur lernen kann, liegt ein wesentlicher Auftrag der Fortbildung in der Unterstützung der professionellen Entwicklung von Lehrkräften. Die Fortbildung kann etwas, was keine Grundausbildung kann, nämlich Bezug nehmen auf die Praxiserfahrung der Lehrkräfte. Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung ist so gesehen immer auch biographische Arbeit, die dazu beiträgt, Erfahrungen zu reflektieren, Gewohnheiten zu überdenken, Subjektivität zu formen, Kompetenzen zu erneuern und – zusammengefasst – Autonomie zu stärken. Professionalität ist ohne Autonomie undenkbar. Ihre eigene Autonomie nimmt die Professionellen gegenüber den Autonomieansprüchen anderer in Schutz. Dass Lehrerinnen und Lehrer diese Autonomie noch nicht erreicht haben, spricht nicht gegen die Zielsetzung. Problematisch ist jedoch, wenn sich der Autonomiediskurs von den Lehrkräften ablöst und auf die Schüler und die Schule verschiebt. Wie auch immer der ‹autonome Lerner› und die ‹teilautonome Schule› legitimiert sein mögen, als Lehrerinnen- und Lehrerbildner sollten wir uns in erster Linie für die Lehrkräfte verantwortlich fühlen. Deren Autonomie muss Massstab unseres Handelns sein. Statt die Lehrerinnen und Lehrer dem Clinch der Autonomiebedürfnisse anderer auszusetzen, sollten wir für ihre eigene Autonomie besorgt sein. Das dürfte für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung grundsätzlich die richtige Perspektive sein, es ist aber insbesondere für deren Fortbildung die richtige Perspektive. Walter Herzog

5

lefo konkret

«Neue Medien haben auch sinnliche Qualität» Hermann J. Forneck ist überzeugt: Sowohl in der Erwachsenenbildung als auch in der Volksschule gibt es Erfolg versprechende Möglichkeiten, neue Medien anzuwenden. Lehrpersonen müssen sich aber vor dem Einsatz dieser technischen Mittel mit deren Sinn auseinandersetzen – ein pädagogischer Exkurs ist unumgänglich.

Kommen wir noch einmal auf den Zwiespalt zwischen Faszination und Bedrohung zurück, die von neuen Medien ausgehen. Wie können Lehrkräfte diesen Zwiespalt überwinden? Indem sie praktische Erfahrungen mit den neuen Medien sammeln. Mit realitätsnahen Erfahrungen wird die Differenz zwischen Überschätzung und Bedrohung immer kleiner. Aber auch durch ganz klare Erkenntnisse, wo die Grenzen dieser Medien liegen . «ff»: Herr Forneck, Sie selber sind Dozent an einer Universität. Sie bilden Kursleiterinnen und Kursleiter, Lehrkräfte, Erwachsenenbildnerinnen- und -bildner aus. Braucht es in ferner Zukunft – nach allem, was wir über neue Bildungsmedien gehört haben – während einer Ausbildung überhaupt noch Lehrpersonen? Hermann J. Forneck: (schmunzelt) Wenn ich so provokativ antworten darf, wie Sie fragen: Die Frage widerspiegelt einmal mehr eine Überschätzung technischer Medien. Technische Medien können Menschen in pädagogischen Prozessen nicht ersetzen. Das wäre eine Illusion.

Welchen Stellenwert nehmen denn die neuen Bildungsmedien, die netzbasierten Lernumgebungen, im pädagogischen Prozess ein? Wenn man die Faszination, aber auch die Angst, die diese Medien am Anfang immer auslösen, abzieht, dann nehmen sie nicht mehr und nicht weniger Platz als andere Medien auch ein. Sie sind wahrscheinlich sogar weniger bedeutend als zum Beispiel die Wandtafel, der Hellraumprojektor oder die Kopien. Diese drei Medien sind an der Schule am erfolgreichsten. Vielleicht wird in Zukunft in ähnlicher Art und Weise der Computer in den Unterricht integriert. Aber er wird den normalen pädagogischen Alltag nicht ersetzen.

6

Welche Voraussetzungen braucht es, damit der Computer sinnvoll und effektiv eingesetzt werden kann? Ein klares, pädagogisches Selbstverständnis und ein Konzept der eigenen Berufstätigkeit. Zudem braucht es eine fundierte Methodik und Didaktik, eine breite Variation an Interventionsmöglichkeiten sowie gute Fähigkeiten, Lernprozesse zu analysieren.

Neue Medien in Ausbildungsstätten bedeuten auch Modernisierung. Muss sich nicht zuerst einmal die Kultur des Lernens und Unterrichtens wandeln, damit die Modernisierung überhaupt stattfinden und auch Sinn machen kann? Häufig werden neue Medien – an der Schule und in der Erwachsenenbildung – im selben Atemzug mit dem Verändern der Unterrichtskultur propagiert. Dahinter verbirgt sich aber sehr oft eine Anpassungsstrategie: Man will die pädagogischen Prozesse an das technische Medium anpassen. Das ist keine Modernisierungsperspektive, sondern eher eine Gegenmodernisierung; weil sie das, was wir historisch einmal an Qualität erreicht haben, nämlich dass sich pädagogische Prozesse aus einer Eigenlogik bestimmen, und dadurch auch eine eigene Profession herausbilden, zumindest partiell rückgängig macht. Das bezeichne ich als Gegenmodernisierung. Dass sich unsere Lernkultur weiter entwickeln soll, das ergibt sich aus einer pädagogischen Perspektive. An der Lernkultur zu arbeiten, dafür gibt es gute Gründe.

«Technische Medien können Menschen in pädagogischen Prozessen nicht ersetzen.»

Lernen ist doch auch Erleben. Kann Lernen mit neuen Bildungsmedien überhaupt noch zur sinnlichen Erfahrung werden? Jetzt müssen wir vorsichtig sein. Die neuen Medien haben natürlich ihre eigene sinnliche Qualität. Also kann man mit diesen Medien auch Erfahrungen sinnlicher Art machen – allerdings handelt es sich dann um andere Erfahrungen als diejenigen, die wir beispielsweise draussen in der Natur machen, wo wir tasten, riechen, hören. Es ist eine Strategie der Abwehr, wenn wir sinnliche Erfahrungen gegeneinander ausspielen. Beide haben ihre eigenen Rechte. Es käme darauf an, dass Lernende ein Bewusstsein ihrer sinnlichen Erfahrung haben.

Sie meinen also, dass man die neuen Medien als ergänzende Mittel einsetzen sollte? Keinesfalls als alleinige. Sondern dann, wenn sie einen besonderen pädagogischen Sinn machen.

Fotos Ueli Ackermann

Dann hat Ihres Erachtens der Einsatz des Computers nichts mit einer Entmenschlichung der Lernprozesse zu tun? Urmenschliche Bedürfnisse, wie etwa das Pflegen sozialer Kontakte, bleiben doch beim Lernen am Computer auf der Strecke . . . Es wäre eben gerade die Aufgabe der Profession, genau diese Form des Einsatzes nicht zuzulassen.

Dass Erwachsene sich mit Hilfe von netzbasierten Lernumgebungen weiterbilden, ist gut vorstellbar. Ist es denkbar, dass netzbasierte Lernumgebungen Teil des Unterrichts auch an der Volksschule werden? Das sind sie ja bereits. Die guten Beispiele sind aber nicht jene, bei denen Kinder einsam vor den Bildschirm gesetzt werden, sondern wenn Lernende kooperativ arbeiten. Phasen von Bildschirmarbeit oder Übungsphasen, in denen konzentriert allein gearbeitet wird, wechseln sich ab mit anderen, sozialen Herausforderungen. Das macht die Qualität des Unterrichts aus.

Wie sieht denn die Volksschule der Zukunft aus? Die grundlegende Funktion der Volksschule wird keine andere sein als heutzutage. In meinen Äusserungen entdecken Sie einen bestimmten Wert-Konservatismus. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Volksschule nicht modernisieren kann, oder dass sie nicht völlig andere Formen des Lernens aufnimmt. Mit der methodischen und didaktischen Weiterentwicklung werden andere Erfahrungsqualitäten im schulischen Alltag ermöglicht.

Wie Sie sagten, sind netzbasierte Lernumgebungen auch für individuelles Lernen geeignet. Wird es in Zukunft überhaupt noch Klassen geben? (lacht) Mit Sicherheit. Alle diesbezüglichen Versuche in den USA , dass Schülerinnen und Schüler am Eingang – CD-Rom abholen, Lernprogramme abarbeiten und so weiter – sind fehl geschlagen, weil die Schülerinnen und Schüler nach wenigen Monaten die Schule demoliert haben. Die Klasse als sozialer Erfahrungsraum ist unerlässlich. Sie ist es aber nicht als ein Zusammenhang, in dem ein einheitlicher kanonisierter Stoff abgearbeitet wird.

In welcher Beziehung sind denn die neuen Bildungsmedien den traditionellen Lehrmethoden und Lehrmitteln überlegen? (überlegt lange) Vielleicht ist die folgende eine sehr gewagte Aussage: In fast keiner! Die neuen Medien erlauben uns vielmehr neue Kombinationsmöglichkeiten pädagogischer Gestaltung. Das sind ihre Vorteile. Mit Hilfe der neuen Medien lassen sich die Dynamik oder die Entwicklung bestimmter Prozesse veranschaulichen. Aber darin liegt gleichzeitig auch eine Problematik: Ist es denn sinnvoll, langsames und stetiges Erklären, Beschreiben und Erarbeiten visuell aufzulösen – zum Beispiel durch eine Simulation? Das möchte ich nicht bedenkenlos bejahen.

einrichtet oder ein naturwissenschaftliches Experiment durch Simulation veranschaulicht. Da hat man sehr viele Möglichkeiten. Ansonsten kann der Computer als Schreibwerkzeug oder als Präsentationswerkzeug eingesetzt werden. Das sind alles keine beängstigenden Entwicklungen. Vom pädagogischen Problem der kulturellen Integration ausgehend , spielt der Computer keine wesentliche Rolle. Das sind pädagogische Herausforderungen, die nicht durch technische Medien gelöst werden. Bei der Lösung können Sprachlernprogramme durchaus eine unterstützende Rolle spielen. Aber sie ersetzen eine interkulturelle Pädagogik nicht.

Interview: Denise Gaudy

«Die neuen Medien erlauben uns vielmehr neue Kombinationsmöglichkeiten pädagogischer Gestaltung.»

Werden die neuen Medien Bestand haben? Möglich wäre auch, dass sie, wie die Sprachlabors an den Schulen der späten Sechziger- und Siebzigerjahre, so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind . . . Wenn man es so macht wie mit den Sprachlabors, dann verschwinden die neuen Medien tatsächlich genauso schnell wieder. Das Sprachlabor ist eine der grössten Fehlinvestitionen der jüngeren kontinentaleuropäischen Bildungsgeschichte.

Neue Bildungsmedien können also auch falsch angewendet werden. Gibt es andere Grenzen – zum Beispiel in finanzieller Hinsicht? Das Bildungswesen im Kanton Bern ist dauernd unter Spardruck . . . Oder die Integration von anderssprachigen Kindern aus verschiedensten Kulturkreisen – ein Thema, das an Schweizer Schulen immer mehr in den Vordergrund rückt. Naja, in finanzieller Hinsicht geht es Ihnen immerhin noch besser als den Schulen in der Bundesrepublik. Ich glaube, die neuen Medien werden im schulischen Alltag eine eher marginale Rolle spielen. Mehr oder weniger am Rande erhalten sie einen bestimmten Sinn; zum Beispiel wenn man Übungsecken

Zur Person Hermann J. Forneck lehrt an der Justus-Liebig-Universität in Giessen und ist Inhaber des Lehrstuhls für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung. Er arbeitet augenblicklich an einer Didaktik des selbstgesteuerten Lernens und an Fragen des Wandels pädagogischer Professionen. Weitere Angaben zu seiner Person finden Sie unter www.lefobe30.ch/refe.html

Netzbasierte Lernumgebungen Unter netzbasierten Lernumgebungen versteht man Lernumgebungen, die physikalisch in einem elektronischen Netzwerk realisiert sind. Solche netz-basierten Lernumgebungen können aus virtuellen Seminarräumen, Lernmaterial, individuellen Portfolios, Lernwegdokumentation der individuellen Arbeitsschritte etc. bestehen.

7

lefo konkret

Mehr Distanz durch Tandem Tandempartnerschaften helfen eine gesunde Distanz zum Berufsalltag aufzubauen. Zusätzlich wird eine zielgerichtete Arbeit im Unterricht gefördert. Allerdings braucht Tandemarbeit gemeinsame Vereinbarungen. Vier Lehrpersonen berichten von ihren Erfahrungen mit gegenseitigen Unterrichtsbesuchen Thomas Raaflaub – gibt seit 27 Jahren in Gsteig und Feutersoey Schule – ist seit sechs Jahren dort auch Schulleiter

1 2 8

Wie kamen Sie dazu, eine Tandem-Partnerschaft einzugehen?

Die Schule Gsteig-Feutersoey ist am Pilotprojekt QES (Qualitätsentwicklung an Schulen) der Erziehungsdirektion beteiligt. Das Modell FQS (Föderorientiertes Qualitätsentwicklungssystem), das unsere Schule gewählt hat, sieht im kollegialen Unterrichtsbesuch eine der wichtigsten Möglichkeiten, über die eigene Arbeit zuverlässige und nützliche Rückmeldungen zu erhalten. Wir haben von allem Anfang an unser Kerngeschäft evaluiert, nämlich den Unterricht. Zwei Jahre lang haben wir zum Thema «Gute Unterrichtsatmosphäre» Kriterien formuliert und diese dann bei den gegenseitigen Besuchen untersucht. Zurzeit überprüfen wir unsere Schüler/ innen- Beurteilung und sind mitten in der zweiten Hospitationsrunde zu diesem Thema.

Wie «funktioniert» Ihr Tandem heute?

Die gegenseitigen Besuche sind ein Teil eines grösseren Arbeitszyklus, der mit dem gemeinsamen Festlegen der Beobachtungspunkte und dem Erstellen der Hospitationsgrundlagen beginnt und mit der Auswertung des Besuchs im Tandem und in der Gruppe weiter geht. In diesem Sinne ist der eigentliche Unterrichts-Besuch nicht der wichtigste, sondern nur ein Teil eines grösseren Ganzen. Wir konnten feststellen, dass wir bei den Rückmeldungen an unsere Tandempartner wertschätzend und aufbauend waren, dass wir aber Mühe hatten, zu kritisieren und offen unsere Meinung zu sagen. Hier half uns eine Weiterbildung zum Thema «kollegiales Feedback», bei der die offenen Fragen beantwortet und Unsicherheiten geregelt wurden. Wichtig ist, dass der ganze Evaluations-Zyklus in einer Atmosphäre des Vertrauens und der gegenseitigen Achtung stattfinden kann. Auch hier sind klare Strukturen und Abmachungen das Fundament für eine gute Zusammenarbeit.

Lehren und Lernen im Tandem: Erfahrungen und Wirkungen auf individueller Ebene Die Zentralstelle für Lehrerinnen und Lehrerfortbildung des Kantons Bern hat ein wissenschaftliches Forschungsprojekt zur Evaluation der Arbeit von Tandem lanciert. Die explorative Studie untersucht die Merkmale des kollegialen Hospitierens und seine Wirkung auf die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern. Die gegenseitigen Unterrichtsbesuche werden nach dem Berner Tandem-Arbeitsmodell strukturiert und geplant. Der Hauptzweck von Tandems besteht darin, die berufsbezogene Entwicklung der Lehrerinnen und Lehrer zu fördern. Dabei wird angenommen, dass Tandemarbeit die professionelle Identität der Lehrperson fördert, die Bewältigung des Berufsalltags erleichtert und sich auf die Qualität des Unterrichts sowie der jeweiligen Schule positiv auswirkt. Die Auswirkungen der Tandemarbeit werden in der Untersuchung nicht direkt gemessen, sondern durch narrative Interviews von den Beteiligten erfragt. Diese wahrgenommenen Wirkungen werden analysiert und dienen unter anderem der Weiterentwicklung der Tandem-Arbeit.

Die Studie befindet sich in der Schlussphase, und Resultate werden in einer späteren ff-Ausgabe Thema sein. Erste Ergebnisse zeigen aber, dass alle Lehrpersonen über persönliche Entwicklungen in den Bereichen der Professionalität, der Bewältigung des Berufsalltags und im Unterricht berichten. Tandemarbeit berührt emotionale Bereiche der Berufserfahrung, wodurch sie sich auf fast alle Aspekte von Professionalität auswirkt. Die persönliche Entwicklung sieht bei jeder Lehrperson verschieden aus. Die Auswirkungen sind dort am tiefsten, wo die Lehrperson bereits ihre speziellen individuellen Erfahrungen mitbringt. Beteiligt sind verschiedene Institutionen: Die Zentralstelle für Lehrerinnen und Lehrerfortbildung des Kantons Bern, das Bundesamt für Gesundheit, die Lehrerinnen- und Lehrergrundausbildung der Sekundarstufe 1 des Kantons Bern und die Universität Calgary. Die Studie wird von Esther Enns (Universität Calgary), Roland Rüegg (LLB S1 Bern), Brigit Schindler (ZS LLFB, Bern) und Peter Strahm (ZS LLFB, Bern) durchgeführt.

Klaus Eggenberg

Luzia Hedinger

Ueli Herren

– ist seit gut 25 Jahren Lehrer am Wirtschaftsgymnasium Bern-Kirchenfeld – unterrichtet die Fächer Sport, Ergänzungsfach Sport und Bildnerisches Gestalten

– ist als Sekundarlehrerin Klassenlehrerin an der Mittelstufe der Schule Oberburg – unterrichtet die Fächer Math, NMM, Deutsch und Bildnerisches Gestalten

– ist Primarlehrer und seit 1998 pädagogischer Schulleiter in Aarwangen – übernahm nach 15 Jahren Arbeit als Klassenlehrer vor 10 Jahren Aufgaben als Fachlehrer für Gestalten in Aarwangen

Das Wirtschaftsgymnasium Bern-Kirchenfeld hat im Rahmen des Pilotprojekts Qualitätsentwicklung in Schulen (QES) für einzelne Lehrkräfte die Tandempartnerschaft eingeführt. Ich nutzte dabei die Gelegenheit, mit einem Kollegen im Team-Teaching das neue Ergänzungsfach (EF) Sport zu unterrichten. Das EF Sport unterscheidet sich insofern vom Grundlagenfach Sport, als neben der Praxis auch theoretische Inhalte vermittelt werden. Im ersten Jahr unserer QES-Arbeit überprüften wir die Verknüpfung von Theorie und Praxis bezüglich Arbeitsunterlagen und der Umsetzung im Unterricht. Gezielte Unterrichtshospitationen standen hier weniger im Zentrum als intensive gemeinsame Vor- resp. Nachbereitungsgespräche. In der zweiten noch aktuellen Q-Phase evaluieren wir die methodische Vermittlung und Präsentation von theoretischen Inhalten. Hospitationen haben insbesondere in dieser Phase stattgefunden.

Zum einen hatte ich persönlich nach vielen Jahren Unterrichtspraxis und intensiver Teamarbeit das Bedürfnis, etwas für meinen eigenen Unterricht zu tun, ihn zu reflektieren und die Ergebnisse mit einer Kollegin auszutauschen. Zum andern ging unsere Schule im Rahmen des Projektes «Selbstevaluation der Einzelschule» der IEDK und der NW EDK das Thema Unterricht in Form von Unterrichtsbesuchen an. Im Rahmen unserer Q-GruppenArbeit (Kleingruppen von 3 bis 4 Personen) besuchten wir einander im Schuljahr 2000/01 im Unterricht. Im Kollegium war die Meinung geteilt, ob für die gegenseitigen Besuche vorher Beobachtungsaufträge formuliert werden sollten oder nicht.

Angefangen hat meine Tandempartnerschaft mit dem Kurs «Lernen und Lehren im Tandem» mit Esther E. Enns, HansRudolf Lanker und Jean Racine im August 1996 in Münchenwiler. Nach vier Jahren Tätigkeit als Fachlehrer im Bereich Technisches Gestalten hatte ich das Bedürfnis, meine Unterrichtstätigkeit zu reflektieren. Auch meine Arbeit im BLV (heute Lehrerinnen und Lehrer Bern/ LEBE) mit Einblicken in viele Facetten von Unterricht hatte mich angeregt, Neues auszuprobieren und nach einem professionellen und konstruktivem Feedback zu suchen. Meine Ziele damals: Förderung und Beurteilung der Schülerinnen und Schüler sowie Stärkung des Fachbereiches Gestalten an unserer Schule. Noch im Hintergrund stand die Reflexion über mich als Lehrperson.

Pro Thema übernehmen wir abwechslungsweise die Verantwortung für die Theorie (Präsentation und Arbeitsunterlagen) und für die Umsetzung in der Praxis (Organisation und Arbeitsunterlagen). In den wöchentlichen Vor- und Nachbereitungsgesprächen werden die Ideen für den Unterricht überprüft, diskutiert und deren Umsetzung ausgewertet. In einer gemeinsamen Vereinbarung haben wir die Qualitätskriterien (Was verstehen wir unter Qualität?) festgehalten und die Qualitätsindikatoren (Woran erkennen wir Qualität?) sowie die Qualitätsstandards (Was ist gut, was ist ungenügend?) definiert. Rückmeldungen sollen bei mindestens zwei Personengruppen (nach dem Prinzip der Triangulation) und mittels verschiedener Methoden eingeholt werden. Neben dem IndividualFeedback durch den Tandempartner orientieren wir uns am Feedback der Schülerinnen und Schüler mit Fragebogen oder spontanem mündlichen Meinungsaustausch. Im zweiten Jahr sind gezielte Hospitationen dazugekommen.

Im Schuljahr 2001/02 wollten wir die gegenseitigen Schulbesuche fortsetzen, allerdings mit mehr Professionalität. Im schulintern durchgeführten Basiskurs «Tandem» holten wir uns das nötige Rüstzeug. Weil die Unterrichtsbesuche in Gruppen sich als aufwändig und gelegentlich schwerfällig erwiesen hatten, bildeten wir Tandems. Diese besuchen sich im 2. Semester je 3 mal. Die meisten Tandems sind neu gebildet, in der Regel besuchen sich Kolleginnen und Kollegen der gleichen Stufe. Ich selber als Lehrerin der 5./ 6. Klasse bilde ein Tandem mit einer Lehrperson der Sekundarstufe 1, was uns beiden auch Erkenntnisse für die Schnittstelle Primar-/Sekundarstufe bringt. In meinem Tandem halten wir vor dem Besuch Ziele des Besuches und den Beobachtungsauftrag schriftlich fest. Für das rund 45-minütige Rückmeldegespräch haben wir uns Feedbackregeln gesetzt. Dieses Rückmeldegespräch ist mir sehr wichtig; für mich ist es das Kernstück der Tandemarbeit.

Seit 1996 bilde ich ein Tandem mit der gleichen Kollegin. In den Sommerferien bereiten wir die gegenseitigen Besuche nach dem Raster vor, den wir im Kurs kennen lernten: Beobachtungsthemen bestimmen, Erwartungen formulieren, Art und Weise der Rückmeldungen vereinbaren, allfällige Ängste ansprechen, Besuche festlegen, Rückmeldeformen abmachen. Mit der Tandemsequenz starten wir im Oktober und beenden sie im Mai/Juni. Wir besuchen uns alle 14 Tage 1 bis 2 Lektionen, in der Woche darauf findet die Nachbesprechung statt. Eine erste Bilanz ziehen wir im März, zu Beginn der Sommerferien werten wir die Erfahrungen aus. Wichtig ist die strukturierte Zusammenarbeit; wir sprechen nur zu den vereinbarten Zeiten über die Tandemfragen. Äusserlich haben sich unsere Besuche nicht verändert; die Gespräche aber haben sich entwickelt und sind heute viel tiefgründiger als zu Beginn. Einerseits haben wir selber daran gearbeitet, anderseits brachten uns die drei besuchten Anschlusskurse neue Anregungen.

9

lefo konkret

Thomas Raaflaub

3 4 5 6 10

Wie wirkt sich die Lernpartnerschaft auf Ihre Arbeit als Lehrperson aus?

Wir haben bei den ersten Besuchen unter anderem die Anteile von Hochdeutsch und Dialekt im Unterricht untersucht. Alle haben daraufhin konsequent hochdeutsch gesprochen, weil sich niemand die Blösse geben wollte, nur für die Hospitation auf Hochdeutsch umzustellen... Die offenen Klassenzimmertüren ermöglichten uns zum ersten Mal ein präzises Bild unserer Arbeit. Gleichzeitig lernten wir, gelassen mit den Rückmeldungen umzugehen. Die Arbeit auf das gemeinsame Ziel hin zählt. Die Frage heisst: «Wie helfen uns die gemeinsamen Erkenntnisse weiter, damit wir (noch) besser werden?» Nach einzelnen Startschwierigkeiten (unbrauchbare Hospitationsgrundlagen, unklare Tandembildung, fehlende Umsetzung der Evaluationsergebnisse) sehen wir zurzeit nur eine Schwierigkeit für die gegenseitigen Unterrichtsbesuche: die Zeit. Hier gute, zweckdienliche und tragbare Lösungen zu finden, bleibt eine Herausforderung.

Sind die Tandem-Besuche für Sie in Ihrer bisherigen Unterrichtstätigkeit neu?

Mit dem Einstieg in die QualitätsentwicklungsArbeit begannen für uns auch die gegenseitigen Besuche und die gemeinsamen, vertraulichen Besprechungen. Als sehr angenehm empfinden wir die Betonung der Wörter «gemeinsam» und «vertraulich». Der Lehrer als Einzelkämpfer macht einem teamfähigen Kollegen Platz, dem es um die Qualität der ganzen Schule geht.

Halten Sie die Tandem-Lernpartnerschaft als eine Form von Weiterbildung?

Qualitätsentwicklung ohne kontinuierliche Weiterbildung ist zum Scheitern verurteilt. Ein gutes Team braucht einen guten Trainer, wenn es punkten und sich weiterentwickeln soll. Beim Entwickeln der Beobachtungspunkte, bei den gegenseitigen Besuchen, bei den gemeinsamen Auswertungen und bei der Umsetzung der geplanten Massnahmen tauchen immer wieder Fragen auf, die oft nur ein Aussenstehender beantworten kann. Oft gewinnt das Team (Kollegium) die Erkenntnis, dass es eine ganz spezifische Weiterbildung braucht. Vielleicht kann der Trainer (Coach) weiterhelfen, vielleicht müssen Spezialisten beigezogen werden. Wichtig ist dabei, dass die Schule weiss, an wen sie sich wenden kann und wo ihre Anliegen gehört werden. Das Fehlen eines solchen Ansprechpartners und der nötigen Ressourcen führt zum Stillstand der Entwicklung und demotiviert alle Beteiligten.

Was empfehlen Sie Kolleginnen und Kollegen, die mit der TandemMethode arbeiten möchten?

Wer mit Tandemarbeit beginnen möchte, muss zuerst die Vertraulichkeit regeln. Die Tandems entscheiden, welche Erkenntnisse aus den gegenseitigen Besuchen ins Kollegium weitergegeben werden, und das Kollegium legt fest, wie die gemeinsamen Beschlüsse umgesetzt werden. Stichhaltige Gründe gegen eine Tandem-Partnerschaft gibt es keine. Dennoch sollte niemand dazu gezwungen werden. Interessante Anreize und freundliche Überzeugung führen eher zum Ziel als eine knapp gewonnene Abstimmung. Die PISA-Studie hat es gezeigt: Länder, die Instrumente der Qualitätsentwicklung kennen, stehen ganz oben auf der Rangliste. Die Frage heisst also nicht, ob sich unsere Schule Qualitätsentwicklung leisten, sondern ob sie sich keine Qualitätsentwicklung leisten kann. Auf diese Frage muss die bernische Erziehungsdirektion eine Antwort finden – je eher, desto besser.

Klaus Eggenberg

Luzia Hedinger

Ueli Herren

Das Team-Teaching als ideale Lehrform für das EF Sport, verbunden mit der qualitätsbezogenen Tandemarbeit, hat sich für alle Beteiligten als sehr nützlich erwiesen. Für uns Lehrkräfte insofern, als wir aufgrund des grossen Aufwandes für dieses Fach kaum eine solch gezielte Unterrichtsevaluation gestartet hätten. Gegenüber der Schülerschaft hat sich die Offenlegung unserer Qualitätskriterien und die Auseinandersetzung mit den Qualitätsstandards als sehr positiv erwiesen. Es ist uns gelungen, Kritik in einer Atmosphäre des gegenseitigen Respekts und Vertrauens auszutauschen. Bezogen auf die Unterrichtsplanung und -umsetzung führt vor allem das regelmässige Feedback durch den Tandempartner dazu, dass die vereinbarten Ziele stets im Auge behalten wurden.

Ich setze mich gezielter mit meinen Unterrichtszielen und -konzepten auseinander und sehe vor allem einen Gewinn im didaktischen Bereich. Mir geht es zurzeit darum, die Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern und besonders langsamer Lernende genügend zu unterstützen. Ich schätze meinen eigenen Unterricht objektiver ein und nehme einzelne Störungen während der Stunde gelassener und mehr mit dem Blick aufs Ganze hin. Wichtig ist mir auch die persönliche Beziehung, die ich mit einem Kollegen aufbauen kann. Ich stelle fest, dass unsere Gespräche tiefgründiger geworden sind und dass wir achtsamer miteinander umgehen. Zudem hilft mir die Lernpartnerschaft eine gesunde Distanz zu meinem Berufsalltag aufzubauen. Dabei ist es wichtig, dass ich mit den Schulbesuchen und den Rückmeldungen umgehen kann.

Arbeitsaufträge und Unterrichtssprache sind klarer geworden, weil ich weiss, welche Ziele ich mit meinem Unterricht erreichen will. Unterstützt durch die Tandempartnerin habe ich in der Förderung und Beurteilung der Schülerinnen und Schüler meinen eigenen Weg beschritten. Ich schätze mich heute als kommunikativer, team- und kritikfähiger ein und steige gelassener in Kollegiumsdiskussionen um heikle Themen wie etwa Beurteilung und Qualitätsentwicklung ein. Ohne den geschützten Rahmen des Tandems kann ich mir heute meine Schularbeit gar nicht mehr vorstellen. Das Tandem ist für mich zu einer Art eigener Gesundheitspolizei geworden: Ich verrenne mich weniger als früher, bin gelassener, opfere mich weniger, habe heute realistischere berufliche Vorstellungen und fühle mich weniger gestresst. Die für die Tandemarbeit eingesetzte Zeit zahlt sich für mich um ein Vielfaches aus!

Wir Turnlehrer kennen die Zusammenarbeit im Rahmen von Anlässen und Projekten wie Sporttage und Projektwochen. Die Form des Team-Teachings bzw. des Tandems ist neu für uns.

Ja. Zusammenarbeit war mir in meiner Lehrtätigkeit immer wichtig. Den Austausch erlebte ich früher vor allem im Bereich des Unterrichtsmaterials. Wenn wir einander besuchten, war das immer ein Besuch im leeren Schulzimmer. Ich erhielt und gab Einblick in meine Vorbereitungstätigkeit, nicht aber in meinen Unterricht.

Vor 96 habe ich sporadisch mal eine Kollegin oder einen Kollegen besucht. Das war und ist für mich noch heute selbstverständlich. Im Gestalten habe ich stets offene Türen, da kommen Eltern rasch vorbei, der Hauswart tritt ein, weil er eine Maschine nutzen will . . . Den systematischen zielgerichteten Ablauf von gegenseitigen Unterrichtsbesuchen lernte ich erst im Tandem-Kurs kennen.

Die Kombination von Team-Teaching und Tandem-Partnerschaft ist die gelungenste und produktivste Form von Weiterbildung, die ich während meiner bald 30-jährigen Lehrertätigkeit erfahren habe. Ihr grosser Vorteil: Praxisnähe und damit verbunden ihre Glaubwürdigkeit. Team-Teaching ist für das Ergänzungsfach Sport nicht vorgesehen; deshalb zeigen mein Tandempartner und ich bei der Entlöhnung Teamgeist. Tatsache ist aber, dass im Ergänzungsfach eine besonders interessierte Schülerschaft zu erwarten ist und Lehr-Lernmethoden zur Anwendung kommen sollen, die nur in Kleingruppen effizient durchgeführt werden können. Könnten wir nicht in Gruppen arbeiten, müssten verschiedene Inhalte gestrichen oder nur exemplarisch vermittelt werden. Eine deutliche Qualitätseinbusse wäre die Folge. Wir buchen vorläufig die nichtentlöhnte Arbeitszeit unter Weiterbildung ab.

Die Tandem-Arbeit bildet eine gute persönliche Weiterbildung. Allerdings: Besuche nur so drauflos bringen eher wenig. Es braucht theoretische Impulse zur Zielsetzung und zur Durchführung. Die Tandems sollten ihre Ziele und Beobachtungsaufträge so schriftlich festhalten, dass sie tatsächlich etwas aus ihren Besuchen lernen können.

Tandem ist für mich eine wertvolle Weiterbildung in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Persönlichkeitsentwicklung sowie im fachlichen Bereich. Durch die Häufigkeit der Besuche gebe ich mir genügend Zeit, ein gesetztes Ziel nach und nach zu erreichen. In einem geschützten Lernraum habe ich die Chance, mich zu öffnen und neue Seiten an mir kennen zu lernen, den Umgang mit Schülerinnen und Schülern zu überdenken und gelegentlich zu verändern. Ich verstehe ihre Situation besser, bin empathischer und toleranter geworden. Anderseits grenze ich mich besser ab und zeige klarer, was ich noch als tolerierbar halte und wo ich sagen muss: nein das jetzt nicht! Ich bin überzeugt, dass ich durch die Tandemarbeit meine Schülerinnen und Schülern auf ihrem Weg zur Mündigkeit besser begleiten kann. Es gab erst ein weiteres Tandem an meiner Schule, doch interessieren sich die Kolleginnen und Kollegen zunehmend für unsere Erfahrungen.

Unter den gegebenen Bedingungen hat unsere Lernpartnerschaft davon profitiert, dass von Seiten der Schule eine Einführung in die Q-Arbeit organisiert worden ist und eine Begleitung stattgefunden hat. Die schriftliche Vereinbarung, der mündliche Zwischenbericht und der schriftlichen, Schlussbericht zuhanden der Begleitgruppe haben für den nötigen Antrieb gesorgt. Als wichtige Faktoren einer erfolgreichen Tandempartnerschaft haben sich zudem Ehrlichkeit, Offenheit aber auch das Setzen von Zeichen der Wertschätzung und Toleranz erwiesen. Es tut ungemein gut, positive Rückmeldungen entgegenzunehmen. Sie sind selten genug.

Wichtig ist, das ihr euch ein Zeitgefäss gebt. Das ist eine Bedingung. Sonst hat die Tandemarbeit wenig Chance. Das bedeutet eine gewisse zeitliche Beanspruchung. Wir an unserer Schule brauchen die freien Halbtage, die die Schulkommission bewilligen kann. Im letzten Jahre erhielten wir zwei freie Halbtage, in diesem Jahr ist es ein freier Halbtag. Es gibt eine Auflage: Die ausfallenden Lektionen müssen Randstunden sein. Bei uns ist die Tandemarbeit freiwillig, denn sie soll ja auf Vertrauensbasis stattfinden. Aber auch wer nicht mitmacht beim Tandem, hat die Aufgabe, am Unterricht zu arbeiten und das zu dokumentieren. Die Weiterentwicklung des Unterrichts ist nicht freiwillig.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Es gibt aber ein paar Voraussetzungen, damit Tandem gelingen kann. Tandemarbeit braucht Strukturen. Mindestens ein Jahr sollten mit dem erlernten Arbeitsraster Erfahrungen gesammelt werden. Später wird es möglich sein, eigene Vorstellungen einzubringen. Tandemarbeit braucht Zeit. Sicher müssen sich nicht alle Tandems wie wir vierzehntäglich besuchen, doch braucht es eine gewisse Anzahl Besuche, bis Beobachtung und Gespräche gewinnbringend eingesetzt werden können. Eine Tandempartnerschaft setzt Vertrauen voraus. Es braucht die Bereitschaft, sich zu öffnen, auszutauschen, auch auf der Beziehungsebene. Eines ist aber wichtig: Tandem kann nicht verordnet werden. Tandemarbeit kann aber durch entsprechende Strukturen gefördert werden.

11

lefo konkret

Was bringt Fortbildung und wie wird sie genutzt? Darüber diskutiert haben als Bilanz zum Kongress die bernische Gewerkschaftsführerin, ein Lehrer und Kursleiter, eine forschende Fortbildnerin sowie der Vorsteher der ZS LLFB. Fortbildung muss helfen, die Freude am Lehrberuf zu erhalten, war man sich einig. Doch ebenso wichtig seien neue Arbeitszeitmodelle: Zur gesünderen Verteilung des Arbeitsdrucks sind die Schulferien kein Tabu mehr.

Damit Lehrkräften ff: Fünf Prozent ihrer Arbeitszeit – also 90 Stunden – sollten die Lehrerinnen und Lehrer ihrer Fortbildung widmen. Wird diese Pflicht ernst genommen und wie wird sie kontrolliert? Irène Hänsenberger: Der Pflichtansatz ist problematisch. Überall sonst in der Wirtschaft ist Weiterbildung ein durch gute Leistungen erworbenes Recht, also ein Anreiz. Vielleicht erklärt sich gerade daraus ein gewisser Widerstand bei einigen Lehrkräften. Doris Kunz Heim: Wie verschiedene Studien zeigen, nutzen bloss 60 Prozent der Lehrkräfte das Fortbildungsangebot richtig; etwas mehr würde der Lehrerschaft schon gut anstehen. Besonders weil auch belegt ist, dass Fortbildung hauptsächlich in jenen Bereichen betrieben wird, wo eh schon die persönlichen Stärken liegen. Gerade dort wo es am nötigsten wäre, erfolgt indessen wenig Fortbildung. Beat Wüthrich: Wenn ich als Praktiker die Situation an der Sekundarschule Huttwil betrachte, kann ich zwar in etwa die Studienergebnisse bestätigen. Und Gott sei Dank gilt bei uns die Selbstkontrolle. Doch hier muss ich unbedingt auf einen gerne vergessenen Aspekt hinweisen: Selbst wer keine Kurse besucht, betreibt vielfach dank persönlicher Interessen eine sehr wirksame Fortbildung, von der Schulkinder und Kollegen profitieren. HansRudolf Lanker: Eigentlich müssen die Schulleitungen die Fortbildungsleistungen überprüfen, wobei natürlich blosses Stundenzählen Unsinn ist. Vielmehr geht es dar-

12

um, ob die Schülerinnen und Schüler zu ihrem Recht auf gute und den wandelnden Bedürfnissen angepasste Unterrichtsleistungen kommen. Auch in der Wirtschaft ist Fortbildung übrigens nicht nur ein Recht, sondern schlicht eine Existenzfrage. Hänsenberger: Weiterbildung darf aber nicht nur eine Existenzfrage sein, sondern gilt heute in der Personalentwicklung als wichtiger Motivationsfaktor. Gute Weiterbildungsanreize sind vielfach entscheidender als Gehaltsfragen.

«Fortbildung muss mit der Leistungsbeurteilung der Lehrpersonen verbindlich verknüpft werden.»

Wüthrich: Nicht vergessen darf man indessen den Umstand, dass in der Wirtschaft geleistete Weiterbildung zu Karrieresprüngen verhilft, während in der Schule dieser Anreiz fast ganz wegfällt. Kunz: Gerade weil weitere Karriereschritte nur beschränkt möglich sind, besteht für Lehrkräfte die grosse Herausforderung darin, durch unterstützende Fortbildung zufrieden im Beruf zu bleiben. Nur so wird selbstverantwortlich die Berufszukunft bewältigt, während ihrerseits die Kinder ebenso Anrecht auf eine zukunftsgerichtete Ausbildung haben.

ff: Wie ist eigentlich die Stimmung unter den Lehrkräften? Gilt man fast als Held – wie es letzthin in der Zeitung «Bund» zu lesen war – wenn man jahrzehntelang im Lehrberuf bleibt? Hilft Fortbildung wirklich dabei, und bräuchte es sogar mehr Zwang?

Doris Kunz

ff: Fortbildung müsse nicht nur den Schülerinnen und Schülern zugute kommen, sondern ebenso die Lehrkraft stärken, wurde am Kongress gefordert. Tut sich da ein neues Spannungsfeld auf? Lanker: Natürlich ist Fortbildung auch sehr wichtig für die Arbeitszufriedenheit der Lehrerinnen und Lehrer. Sie hilft die Freude an der Arbeit zu erhalten, was wiederum den Schülerinnen und Schülern dient. Da gibt es keinen Gegensatz.

Wüthrich: Als ich mit vierzig in den Spiegel schaute, erschütterte mich folgender Gedanke: Jetzt muss ich mit diesem Gesicht noch 25 Jahre Schule geben. Doch dann habe ich als Standortbestimmung einen Langzeitkurs belegt und seither wieder richtig Freude am Unterrichten gewonnen. Meine Berufskrise habe ich dank dieser Fortbildung gemeistert. Heute bin ich schon fast auf dem Weg zur Gelassenheit und geniesse einfach meine tolle, absolut problemlose 9. Klasse. Leider sind Klassen nicht immer so.

Kunz: Nun stellt sich einfach die Frage, was mit den vielen Lehrerinnen und Lehrern geschehen soll, denen eine solche Krisenbewältigung nicht gelingt; vielleicht weil sie die Angebote nicht nutzen.

müssen überprüfen, ob Entwicklungsvorhaben, welche die Lehrpersonen selbst konzipieren, umgesetzt werden. Sinnvoll wäre die Koppelung der Fortbildungsbemühungen an den jährlichen Lohnzuwachs, wie es im Kanton Aargau bereits geschieht.

ff: Sie plädieren ja, gestützt auf verschiedene Studien, für mehr Druck zur Fortbildung: Nicht bloss wegen ungenügender Nutzung, sondern nicht zuletzt aus der erstaunlichen Erkenntnis heraus, dass angeordnete Kurse nicht weniger nachhaltig als freiwillig besuchte Angebote wirken.

Lanker: Vom früheren obligatorischen Fortbildungssystem in der Art eines Marschbefehls sind wir im Kanton Bern zum Glück meilenweit entfernt. Auch vom jährlichen, häppchenweisen Aufstieg in Lohnprozenten für Fortbildungswillige halte ich gar nichts. Aber sicher grundsätzlich überholt an unserem bernischen Lohnsystem ist die zu starke Gewichtung der Anfangsqualifikation. Qualifikationswirksame Fortbildungsleistungen sollten besser anerkannt werden und Karrierechancen eröffnen.

Kunz: Das stimmt. Daher vertrete ich die provokative These: Fortbildung muss mit der Leistungsbeurteilung der Lehrpersonen verbindlich verknüpft werden. Schulleitungen

Hänsenberger: Zum Berufsethos der Lehrerinnen und Lehrer gehört sicher laufende Weiterbildung, was wohl nicht speziell honoriert werden muss. Um den Sackgassberuf zu öffnen, ist ein breites Angebot zum Erwerb zusätzlicher Qualifikationen aber sehr wichtig. Dabei denke ich an Spezialisierungen, etwa für Schulleitende oder Informatikzuständige. Auch das geplante Nachdiplomstudium für Praxislehrkräfte ist hier zu erwähnen. Solch zusätzliche Qualifikationen müssen natürlich lohnwirksam sein. Lanker: Ganz in meinem Sinn wird hier strukturierte Lehrerschaft propagiert. Es geht darum, durch zusätzliche Qualifikation die Leute im Lehrberuf zu

Von links nach rechts: HansRudolf Lanker Irène Hänsenberger Doris Kunz Beat Wüthrich Foto: Ueli Ackermann

das Lachen nicht vergeht... halten und ihnen dort neue Möglichkeiten zu eröffnen. So kommt wichtiges Knowhow direkt in die Schulen und muss nicht viel teurer von extern beigezogen werden. Hänsenberger: Mir gefällt dieser Ansatz, weil das riesige Potential, das in jedem Kollegium schlummert, abgerufen und genutzt wird. Diese Fortbildung orientiert sich an den Stärken und nicht bloss an den Defiziten.

«Heute sind die Lehrpersonen absolut am Anschlag…!» Irène Hänsenberger

Wüthrich: Auch in meiner Schule liegt viel nutzbares Wissen brach, weil die speziellen Kompetenzen vieler Kollegen und Kolleginnen weder offiziell anerkannt, noch allgemein bekannt oder gar lohnwirksam sind. Es gibt in jedem Schulhaus viele Expertinnen und Experten auf den verschiedensten Gebieten. Von einem Kursobligatorium halte ich gar nichts; mir jedenfalls ist früher aus solcher Pflichterfüllung wenig oder nichts haften geblieben.

Kunz: Zum hier kritisierten und missverstandenen Obligatorium muss ich ergänzen, dass es mir hauptsächlich um die Verpflichtung gegenüber dem Kollegium geht, das Gelernte zugunsten der Schülerinnen und Schüler umzusetzen. Niemand soll sich drücken können. Ich verstehe indessen, dass gerade engagierte Lehrpersonen eine zugegeben gewisse Beschränkung ihrer Autonomie als schmerzhaft empfinden.

ff: Wie sieht es eigentlich mit der Nachhaltigkeit der Fortbildungsinhalte aus? Werden die gewonnenen Erkentnisse überhaupt umgesetzt, und müssen dabei alle Lehrpersonen am selben Strick ziehen? Wüthrich: Mein Kollegium in Huttwil pflegt die Vielfalt. Wir kennen unsere Fähigkeiten und Grenzen. Sie lassen sich durch neue Vorschriften und Kurse nicht beliebig verschieben. Über Sex beispielsweise, kann und muss bei uns nicht jeder reden. Daher macht mir die zunehmend von der Schule verlangte Monokultur Angst. Hänsenberger: Ich glaube, hier muss man unterscheiden zwischen individuellen Weiterbildungsinhalten und den gesamten Lehrkörper betreffende Themen wie etwa Schulkultur, Leitbilder oder einheitliche Schülerbeurteilung. Diese zweite Sparte muss sogar Pflichtstoff für alle sein, damit die Schule gegen aussen eine klare Linie vertritt.

«Fortbildungsleistungen sollten besser anerkannt werden und Karrierechancen eröffnen.» HansRudolf Lanker

ff: Hier öffnet sich wohl das von Prof. Walter Herzog in seinem Referat skizzierte Spannungsfeld von Individualismus und Kollektivismus. Zwischen diesen gegensätzlichen gesellschaftlichen Ansprüchen von unten und oben werden die Lehrpersonen aufgerieben: Schülerinnen und Schüler sollen möglichst individuell gefördert werden, während der Lehrkörper als Betriebseinheit Schule auftreten muss. Wüthrich: Ich nehme diese Entwicklung auch als gegenläufig wahr. Ich kann doch meine Schülerinnen und Schüler nur in dem Mass auf ihrem Weg hin zur Selbstverantwortung begleiten, wie ich als Lehrer selbstverantwortlich handle und auftrete. Vertrauen ist meine Basis, auf der Selbstverantwortung gelingt. Kunz: Aus meiner Sicht besteht darin kein Widerspruch. Ich möchte diese Selbstverantwortung etwas genauer beleuchten: Auf Schüler- und Lehrerseite ist keine beliebige

13

Selbstverantwortung gefordert. Vielmehr sind eigenständige Wege hin zu einem verbindlichen Ziel gefragt. Zum Einstieg in die Berufswelt müssen z.B. vorgegebene Lernziele erreicht werden.

ff: Längst hat die Fortbildung keine mehrheitlich fachliche Ausrichtung mehr. Viele Gesellschaftsprobleme sind der Schule aufgebürdet worden, wie auch aus dem ZS-Kursprogramm herauszulesen ist. Wie reagieren Sie darauf? Lanker: Dieser Entwicklung können sich die Lehrpersonen und somit auch die Fortbildner schlichtweg nicht entziehen! Hänsenberger: Ja, die Lehrerinnen und Lehrer dürfen sich den gesellschaftlichen Problemen sicher nicht verweigern. Schule und Lehrkörper müssen sich dauernd bewegen und können nicht stehen bleiben. Doch aus gewerkschaftlicher Sicht muss ich sofort anfügen: Heute sind die Lehrpersonen absolut am Anschlag! Der ungeheure Reformschub der letzten Jahre, der massive Spardruck und die wachsenden gesellschaftlichen Ansprüche sind einfach zu viel. Dabei ist viel Neues noch gar nicht zu Ende geführt. Nur wenn endlich genügend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, kann die Schule die wachsenden Aufgaben überhaupt noch bewältigen. So ist es nicht erstaunlich, dass für viele Lehrerinnen und Lehrer die Erhöhung der Pflichtlektionen das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Lanker: Sicher sind die Lehrpersonen überlastet, und zwar klar während der Unterrichtswochen des Schulsemesters, wenn alles hineingestopft wird. Sogar die Fortbildung «mostet» man da noch rein. Andererseits sind die Schulferien für vieles tabu; doch können die Lehrpersonen selbst während dieser unterrichtsfreien Zeit nie wirklich abschalten. Als Lehrer hatte ich eigentlich nie ganz frei und

konnte nicht so unbelastet wie heute Ferien machen. Viel Druck wegnehmen könnten da neue Arbeitszeitmodelle, die Mögliches in die Zeit der Schulferien verschieben. Hänsenberger: Das ist sicher ein guter Ansatz, selbst wenn neu definierte Arbeits- und Ferienzeiten in Lehrerkreisen umstritten sein dürften. Mit ein Grund für die vielen BurnoutFälle ist zweifellos die schlechte Verteilung der Arbeit übers Schuljahr.

«Die zunehmend von der Schule verlangte Monokultur macht mir Angst.»

Hänsenberger: Mich stört es ungemein, wenn sich alle Kreise anmassen, Schulfachleute zu sein. Sinnvoll ist ein solcher Austausch höchstens zu einzelnen Berührungspunkten. Kunz: Auch für mich gehören lobbyistische Auseinandersetzungen nicht in die Fortbildung. Der bildungspolitische Kurs muss anderswo ausgehandelt werden. Lanker: Es ist völlig falsch, unsere Fortbildung der allgemeinen Erwachsenenbildung gleichzusetzen. Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung ist eindeutig ein Angebot für Expertinnen und Experten.

Beat Wüthrich

ff: Nun lautet der grösste Wunsch von der Schülerseite her an die Lehrerschaft nach einer Umfrage schlicht: Mehr Humor. Wird dieses Anliegen aufgegriffen?

Wüthrich: Dazu möchte ich von der Basis her Mut machen. Diese Überlegungen zielen in eine gute Richtung. Die Schulferienzeit darf nicht tabu bleiben. Sogar die Schulhauskultur könnte durch gemeinsame Fortbildungen während der Schulferien nur gewinnen.

Wüthrich: (Lachend) Da kann ich nach dem Kongress nur folgende Weisung vorschlagen: Der Lehrer hat die Pflicht, lebenslang seinen Humor zu erhalten. Wie er das tut, ist seine Sache; Fortbildung kann dabei sehr hilfreich sein.

Kunz: Erstaunt stelle ich fest, dass ihre Arbeitszeitüberlegungen auch meine Anliegen unterstützen: Fortbildungsinhalte können verbindlicher verarbeitet und umgesetzt werden, wenn die Arbeitsbelastung ein gesundes Mass nicht überschreitet. Ich verstehe, dass heute viele gute Vorsätze im Schulalltag abbröckeln, weil die Arbeitsbelastung zur Unterrichtszeit riesig ist.

Lanker: Wir wollen den Lehrkräften das Leben so erleichtern, damit ihnen das Lachen nicht vergeht. In diesem Sinn darf Fortbildung keine zusätzliche Belastung darstellen, sondern muss entlasten.

ff: Am Kongress wurde auch eine Öffnung der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung gefordert. Beispielsweise Eltern, Berufsleute oder Interessensvertreter sollten ihre Sicht einbringen können. Was halten Sie davon?

Hänsenberger: Natürlich ist Weiterbildung nicht der einzige Faktor, der die Zufriedenheit der Lehrpersonen stärkt. Auch die andern Rahmenbedingungen des Berufs müssen stimmen, damit niemand den Humor verliert.

Gesprächsleitung: Annette Racine-Lutz

Irène Hänsenberger ist Geschäftsführerin von Lehrerinnen und Lehrer Bern (LEBE).

Doris Kunz Heim ist Dozentin für Allgemeine Didaktik und Pädagogische Psychologie an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Aarau.

HansRudolf Lanker ist Vorsteher der deutschsprachigen Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung des Kantons Bern.

Beat Wüthrich ist Sekundarlehrer in Huttwil und Kursleiter der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung.

14

Aus einer Konfliktsituation entsteht konstruktive Zusammenarbeit

Ein grosser Erfolg: der Semesterkurs

Während beinahe zweihundert Jahren kümmerte sich die Lehrerbildung nur um die Grundausbildung der Lehrerinnen und Lehrer. In den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts erkannte der Staat in der Fortbildung der Lehrpersonen eine weitere wichtige Aufgabe. 1970 verabschiedete der Grosse Rat des Kantons Bern das «Dekret über die Fortbildung der Lehrerschaft» und legte damit die Grundlage für die Schaffung der Zentralstelle für Lehrerfortbildung. Am 1. April 1972 richtete die Erziehungsdirektion die ZS LFB (seit 1991: ZS LLFB) ein. Der Bernische Lehrerverein (BLV, heute LEBE) befürchtete, diese Gründung könnte eine dirigistische Fortbildung und damit eine Einschränkung der Methodenfreiheit zur Folge haben. Mit dem Aufbau eines eigenen Kurssekretariats setzte der BLV ein Gegengewicht zur staatlichen Fortbildung. Zuerst sorgten die Diskussionen der Fortbildungsexponenten HansRudolf Lanker (ZS LLFB) und Heinrich Riesen (BLV) für rote Köpfe. Bald aber sahen die beiden ein, dass der Fortbildung mit einer Zusammenarbeit mehr gedient war als mit Konkurrenzkämpfen.

Künftige Lehrerinnen und Lehrer, die in den 50er-Jahren oder Anfang der 60er-Jahre das Seminar besuchten, wurden wegen Lehrermangel mit einer verkürzten Ausbildung in verwaiste Klassen geschickt. Der Regierungsrat versprach damals den früh Patentierten, dass sie die verlorene Ausbildungszeit nachholen könnten. Gut 15 Jahre später holte der ZS-Leiter dieses Versprechen des Regierungsrats aus dem Staatsarchiv – die Idee der Semesterkurse war geboren. Die gesetzliche Legitimation fand sich im Dekret für die Fortbildung der Lehrerschaft, das den Lehrpersonen einmal in ihrer Berufslaufbahn einen halbjährigen Bildungsurlaub ermöglicht. 1979 begann Hans Joss mit dem ersten Semesterkurs (heute läuft der 46. Kurs!). Über 1000 Lehrerinnen und Lehrer haben von dieser Fortbildungsmöglichkeit Gebrauch gemacht. Weil die Anmeldungen so zahlreich waren, startete 1992 als Alternative und Ergänzung der erste Langzeitkurs 2 (bis heute 10 Kurse).

1

6

«meilensteine» 30 jahre zs llfb Zum 30-jährigen Jubliläum der Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung haben Thomas Uehlinger und Beat Zbinden in Guckkästen «Meilensteine» der bernischen Fortbildung gestaltet. Hier einige Beispiele. Wer in alle 21 Guckkästen hineinschauen will, besucht die Ausstellung «en passant» in den Kursräumen der ZS LLFB Lerbermatt, Köniz. Die Ausstellung dauert noch bis Ende Herbst.

Modell 7

Von der Wohnung ins eigene Fortbildungszentrum

Schulentwicklung

Von Anfang an war der ZS LLFB die dezentrale Durchführung von Kursen wichtig. Doch nicht immer meldeten sich für einen in einer Randregion ausgeschriebenen Kurs genügend Personen, obwohl das Interesse und das Potential für den Kurs eigentlich vorhanden gewesen wären. Dies führte 1983 zur Einführung des Modells 7: Die Kursleitungen reisten zur gewünschten Zeit zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern; damit konnten die Kurse dezentral durchgeführt werden, wenn sieben interessierte Lehrpersonen zusammenfanden. Diese Regelung galt vorerst nicht für die Agglomeration Bern. 1994 lösten die h-Kurse (HolKurse) das Modell 7 ab. Nicht nur die im Programmheft ausgeschriebenen Kurse können seither dezentral durchgeführt werden, sondern auch selbst geplante Kurse mit selbst bestimmter Leitung. Diese Form kommt vor allem den einzelnen Schulen entgegen: Heute findet jede zweite von der Fortbildung subventionierte Veranstaltung (Kurse und Beratungen) schulintern statt!

Zuerst besass das ZS-Personal nicht einmal eigene Büroräume und musste zu Hause arbeiten. Dann war die ZS LLFB zwölf Jahre in Wohnungen in der Länggasse untergebracht. Für Kurse standen in Bern einige Räume im alten Länggass-Schulhaus zur Verfügung. Daneben mussten viele Kurse an schulfreien Nachmittagen oder Abenden in Klassenzimmern durchgeführt werden – keine optimalen Voraussetzungen für Erwachsenenbildung. Mit dem Einzug in die 1984 neu errichtete Schulanlage Lerbermatt waren zum ersten Mal die Räume für Kurse und Verwaltung unter dem gleichen Dach. Der Architekt hatte die ZS-Wünsche berücksichtigt: Die unterschiedlich grossen Räume liessen flexible Lern- und Sozialformen zu, und die teilweise verglasten Wände ermöglichten Transparenz und beugten einer Isolation der Lerngruppen vor. Mit dem Wachsen des Betriebs mussten zusätzliche Lokalitäten gesucht werden. Heute sind wir an sechs Standorten tätig: Lerbermatt (Hauptsitz) – Kirchstrasse Wabern (Fachbereich Schulentwicklung) – Pfrundhaus (Fachbereich Langzeitfortbildung) – Rütti Zollikofen (Informatik Volksschule) – Von Roll-Areal (Gestaltungszentrum) – Gymnasium Bern-Kirchenfeld (Musikzentrum).

Während des Langschuljahrs 1988/89 absolvierten alle Lehrpersonen zwei Wochen Fortbildung in der unterrichtsfreien Zeit als Kompensation für zusätzliche Ferien. Mehrere 100 Schulen machten meist in Fachkursen erste Erfahrungen mit schulinterner Fortbildung, wobei viele die Fortbildungsangebote der ZS LLFB nutzten. Die Einführung des Lehrplans 95 sechs Jahre später war ein Markstein für die Schulentwicklung. Der Auftrag zur Einführung des Lehrplans ging erstmals nicht an die einzelne Lehrperson, sondern an die Schulen, die gemeinsam ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten hatten. Projektteams und Beratungspersonen der ZS LLFB boten den Schulen breite Unterstützung an, u.a. bei der Erarbeitung von Schulleitbildern oder bei der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im Kollegium. Mit der Forderung nach Qualitätsentwicklung und dem Start des Projektes QES (Qualitätsentwicklung in Schulen) der Erziehungsdirektion ergaben sich zusätzliche Aufgaben für die Fortbildung im Bereich Schul-, Organisations- und Qualitätsentwicklung. Die einzelne Schule soll befähigt werden, sich als lernende Organisation zu verstehen, und dadurch gezielt ihre Qualität weiterentwickeln und auf Veränderungen im Umfeld reagieren.

7

9

14 15

projekte

Die Rolle des Themas im Kindergarten Mit der zielorientierten Ausrichtung des Lehrplans Kindergarten hat sich die Bedeutung des Themas verändert. Inhalte und Themen stehen im Dienste von Grob- und Richtzielen.

Der Lehrplan Kindergarten misst der Entwicklung und Förderung der Selbst- Sozialund Sachkompetenz der Kinder eine zentrale Bedeutung bei. Das Erfassen der Voraussetzungen und das Beobachten der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder sind die wichtigsten Grundlagen für die zielorientierte Planung der Arbeit (siehe S. 39, Didaktische Grundsätze). Zu Beginn des Kindergartenjahres setze ich mir Richt- und Grobziele und schaffe mir so Beobachtungsmöglichkeiten, den Entwicklungsstand der Kinder zu erfassen. Inhalte oder Themen unterstützen dann die gezielte Förderung der Kinder. Zum Einstieg ins Kindergartenjahr wähle ich das Thema «Farben». Es bietet nicht nur Bezugsmöglichkeiten in jeder Kultur, es erlaubt mir auch, in relativ kurzer Zeit die Voraussetzungen der Kinder zu erfassen, da Arbeiten in vielen Schwierigkeitsgraden möglich sind. Ich wähle u.a. das Bilderbuch «Das kleine Gelb und das kleine Blau» und das Kreisspiel «I bin ä Malermeischter». Ich biete den Kindern Möglichkeiten, mit Materialien zu experimentieren: an der Staffelei malen, mit verschiedenen Pinseln umgehen, Grundfarben mischen, mit Farbfolien experimentieren, Sandbilder aus farbigem Sand herstellen... Das Bilderbuch dient als Grundlage zu Gesprächen über die Lebenssituation der Kinder, ihre Nachbarschaft, ihre Spielumgebung, ihre Freundschaften. Die Gespräche ermöglichen mir, das Sprachvermögen der Kinder zu erfassen. Die Handhabung von Guachefarben und Pinseln erfordert verschiedene Schritte und kann in verschiede-

nen Schwierigkeitsgraden – je nach Technik und je nach Vielfalt und Differenzierung der Farbmischung – verarbeitet werden. Den Kindern bietet sich ein Arbeitsfeld, das sie weder über- noch unterfordert. Ich selber kann die motorischen Fähigkeiten, Merkfähigkeit, Ausdauer und Arbeitshaltung der Kinder beobachten. Die Instandhaltung des Arbeitsplatzes Staffelei ist eine gute Ausgangslage für die Lehrkraft, um individuelle Förderungsmöglichkeiten auszuloten und gleichzeitig generelle Normen zu etablieren: Die Palette, die im Kreisspiel benutzt wird, umfasst anfangs nur wenige Farben, so dass sich kein Kind blamieren muss. Wenn es die Farben noch nicht kennt, wird es durch das wiederholte Hören bald selber am Spiel teilnehmen können. Im Lauf des Jahres wird die Palette mit verschiedenen Farbtönen angereichert und die Mischung der Farben wird rückfragend festgestellt: Wie kommt ein Petrolgrün zustande? Die erworbenen Kompetenzen finden Eingang in die Inhalte von weiteren Themen – so sind die Farben der Schneekönigin alle in Pastelltönen gehalten. Die Gestaltung von Werkarbeiten kann durch das Grundwissen, das die Kinder aufgebaut haben, umfassender ausgeschöpft werden. Der Schwerpunkt «Farben» ermöglicht mir abschliessend eine umfassende Standortbestimmung. Diese erlaubt mir, eine sinnvolle Gewichtung weiterer Richt- und Grobziele für die Klasse vorzunehmen und individuelle Förderangebote zu erarbeiten. Marlis Nattiel-Soltermann

Neue Koordinatorinnen und Koordinatoren für Gesundheitsförderung

Leuenberger Margrit

16

Bantigerweg 20, 3303 Jegenstorf, 031 761 08 40 (P), 031 761 28 42 (Fax), e-mail: [email protected] Primarlehrerin, dipl. Supervisorin + Organisationsberaterin BSO, dipl. Erwachsenenbildnerin

x

x

x

x

x

x

x

x

Beratungstätigkeit im Schulbereich seit

Qualitätsentwicklung Evaluation

Krisenintervention

Lanker Monika

Pianostrasse 30, 2503 Biel, 032 365 63 93 (P) 079 305 88 02 (N), 032 626 57 60 (G), e-mail: [email protected] Supervisorin; Organisationsberaterin BSO; Kursleiterin im Themenbereich «Gewalt»; Sozialarbeiterin; Primarlehrerin Brückenstrasse 11, 3005 Bern 079 666 08 62 (P), 031 951 33 49 (G), e-mail: [email protected] Dipl. Pädagogin; Schulleiterin; Erwachsenenbildnerin; Supervisorin IAP

Kommunikation

Gebert Helen

Schul-/Organisationsentwicklung

Beraterinnen und Berater Mutationen

Gümligen, Moos-Schulhaus Lyss, Schulhaus Stegmatt-Sek Bern, Schulhaus Bitzius Lyss, Schulhaus Kirchenfeld Lyss, Schulhaus Herrengasse Ins, Schulhaus Oberstufenzentrum Interlaken, Unterseen Lyss, Schulhaus Stegmatt- Mittelstufe Bern, Schulhaus Sulgenbach Lyss, Schulhaus Herrengasse Lyss, Schulhaus Herrengasse Lyss, Schulhaus Stegmatt-Mittelstufe

Teamentwicklung

Der nächste Ausbildungsgang beginnt im Oktober 2002 und dauert bis Frühling 2004 (nähere Angaben im Programmheft 44, S. 86).

Aellig Ueli Affolter Fritz Anker Daniel Bula Andreas Burkhard Rolf Geissbühler Margrit Geissbühler Susanne Kämpfer Ursula Kohli Brigitte Roth Andrea Studer Brigitte Zinniker Marianne

Praxisberatung Supervision

Nachfolgend sind alle Lehrpersonen aufgeführt, die das Zertifikat als Koordinatorin oder Koordinator für Gesundheitsförderung erworben haben.

x

x

x

x

x

1997

x

x

x

1993

o

1998

veranstaltungen Gesundheitsberufe – ein Reiseangebot

Am liebsten würde Regierungsrat Samuel Bhend den Oberstufenlehrerinnen und -lehrern zurufen: «Nehmt Eure Schülerinnen und Schüler mit auf diese Entdeckungsreise. Lasst sie hören, sehen, fühlen, was es mit den Gesundheitsberufen auf sich hat.» Denn für Gesundheitsdirektor Bhend ist klar: Wer sich auf die Reise zu den Gesundheitsberufen begibt, wird Schätze finden. Wird Berufe entdecken, die Kopf, Herz und Hand auf wohl einzigartige Weise verbinden. Spannende, ganzheitliche, moderne Berufe. Berufe für Frauen und Männer.

Gesundheitsberufe sind für viele Oberstufenschülerinnen und -schüler unbekanntes Gelände. Ihre Kenntnisse gehen oft nicht über die Klischees der Krankenschwester hinaus.

Ausserdem haben Gesundheitsberufe Zukunft. Die Zahl älterer Menschen nimmt laufend zu. Damit steigt der Bedarf an Profis im Gesundheitswesen.

Eine Entdeckungsreise soll Abhilfe schaffen.

Gemeinschaftsprodukt Erarbeitet worden ist das Reiseangebot von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern und den bernischen Berufsschulen im Gesundheitswesens. Den Kantonalen Tag der Gesundheitsberufe organisieren die Spitäler, Heime und Spitex-Organisationen, in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und den Verbänden.

● Unterrichtsmodul Der Reiseführer wird Anfang Juni 2002 den Schulen der Sekundarstufe I und den Diplommittelschulen druckfrisch geliefert: das Modul «Gesundheitsberufe entdecken» für den Berufswahlunterricht. Es enthält Unterrichtsvorschläge, ein Faktenblatt, Arbeitsblätter mit Lösungen, die Broschüre «Gesundheitsberufe für Neugierige» und einen Faltprospekt für Eltern. Zum Reiseangebot gehören auch eine Website (www.gef.be.ch/ gesundheitsberufe), der Besuch von Fachleuten im Unterricht sowie Schnuppertage. Und natürlich die Berner Ausbildungsmesse (BAM) vom 16. bis zum 20. August 2002 und der Kantonale Tag der Gesundheitsberufe vom 17. September 2002.

● In Theorie und Praxis An der BAM stellen die Berufsschulen im Gesundheitswesen erstmals gemeinsam alle Gesundheitsberufe vor, die im Kanton Bern erlernt werden können: Pflegeassistenz, Gesundheits- und Krankenpflege Diplomniveau I und II, Hebamme, Rettungssanität, Ergotherapie, Physiotherapie, Dentalhygiene, Ernährungsberatung, Medizinisches Labor, Medizinisch-Technische Radiologie und Technische Operationsassistenz.

Am Kantonalen Tag der Gesundheitsberufe vom 17. September 2002 besteht dann Gelegenheit, die Berufe im praktischen Einsatz zu erleben, in zentral gelegenen Spitälern im ganzen Kanton. Das Motto lautet: «Gesundheitsberufe entdecken – ein Tag für Neugierige». Das Reiseangebot steht. Regierungsrat Samuel Bhend hofft zusammen mit allen Beteiligten und den Organisatorinnen, dass die Lehrerinnen und Lehrer davon Gebrauch machen. Dass sie sich als Reiseleiterinnen und -leiter betätigen. Dass dadurch junge Frauen und Männer die Gesundheitsberufe kennen lernen – und sich vielleicht für einen davon entscheiden. Bestelladresse (für Unterrichtsmodul, Broschüre, Eltern-Faltprospekt): Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Spitalamt, Rathausgasse 1 3011 Bern Tel 031 633 79 65, Fax 031 633 79 67 [email protected]

... im Gestaltungszentrum «von Roll» Workshops – an neuem Standort! Das Gestaltungszentrum ist in die altehrwürdige Fabrikhalle der ehemaligen von Roll umgezogen. In einer gigantischen Dimension und in besonderer Atmosphäre, das allein schon ist ein Kursbesuch wert, finden hier nun Workshops und Kurse der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung statt. Die Workshops finden mittwochs von 1400 –1800 oder samstags von 0900 –1300 Uhr statt.

– Sa 17.8.02

Einmal selber ein Buch binden! A4-Klebebindung, z.B. von Schülerarbeiten Leitung: Elsbeth Schwarzer Hirsig

– Mi 21.8.02

vom «Gummimotor» bis zur «Wasserrakete» technische Experimente im Vordergrund Leitung: Peter Strasser

– Sa 24.8.02

Monotypie: drucken ohne Druck Leitung: Beat Zbinden

– Sa 31.8.02

Mandalas und die Farben Indiens Leitung: Gabriella Affolter

– Mi 4.9. 02

filzen und formen ein Béret für kühlere Tage Leitung: Käthi Hoppler-Dinkel

– Mi 11.9.02

Materialbilder Leitung: Gabriella Affolter

– Mi 18.9.02

Von der Skizze zum Bild Leitung: Beat Zbinden

Ort: von Roll-Areal. Fabrikstr. 12A, 3012 Bern Pro Workshop wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 15.– erhoben. Die Kurse können unabhängig voneinander besucht werden. Informationen sowie Anmeldung für alle Veranstaltungen bis eine Woche vor Beginn schriftlich oder telefonisch an: lernwerk bern, Postfach, 3000 Bern, Tel 0848 648 648 Zu beachten: die Anmeldung gilt als definitiv. Es erfolgt keine Bestätigung seitens Veranstalter.

Wegweiser – Werkweiser

a s Wegweiser Werkweiser ist die Ergänzung zur neu erschienenen Handbuchreihe Werkweiser 1–3. Der zweitägige Basiskurs gibt eine Reihe von Antworten und praktischen Tipps zum Gebrauch der neuen Lehrmittel und hilft Fragen zu beantworten, die sich bei der konkreten Umsetzung der Unterrichtsbeispiele im Schulalltag stellen.

Was sind Ateliers? Was sind do-it-Aufgaben? Wie erarbeite ich sie und entwickle ich sie weiter? Die Antworten darauf erhältst du im Basiskurs. Das Kursleitungsteam berät dich mit seinem Know-how «aus der Praxis – für die Praxis!» Sabin Rüegg, Marc Fivian, Martin Mauerhofer Irene Kohler, Susanne Hänni

Z 44.07.501.01

23./24.9.02, 0830–1700

Z 44.07.501.02

26./27.9.02, 0830–1700 Bern 12 Std. Kosten Mat.: ca. 40.– v 01.08.02: ZS LLFB

17

veranstaltungen Z 44.10.380.01

Forum Ethik 02 ●

«Was ist Schule noch wert?» Podiumsdiskussion und Workshops Freitag, 13.9.02, 1400– 1800 Schule für Gestaltung Bern

Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer – Robert Furrer, Generalsekretär der Erziehungsdirektion des Kantons Bern – Brigitte Bolli Jost, Fürsprecherin, Grossrätin FDP, Bern – Regula Rytz, Historikerin/Gewerkschafterin, Grossrätin GB, Bern – Urs Meyer, lic. iur., Schweizerischer Arbeitgeberverband, Zürich – PD. Dr. Thomas Kesselring, Dozent LLB, Bern – Dr. Bernhard Waxenberger, Institut für Wirtschaftsethik, Universität St. Gallen



Moderation Christine Hubacher, SR DRS, Bern



Organisation Projektteam Ethik in Schule und Unterricht



Kosten inkl. Imbiss: ca. Fr. 30.–

v 01.07.02: ZS LLFB

T 44.09.221

2. Tagung Rechtsextremismus: Prävention, Unterrichtsmaterialien und Fachstellen

l Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt betreffen Schulen und Lehrpersonen. Wie reagiere ich darauf im Unterricht? Schulleitungen und Lehrpersonen berichten von ihren Erfahrungen. Fachstellen vermitteln ihr Wissen und Können. An einem Podium diskutieren Fachleute und Betroffene geeignete Massnahmen.

ReferentInnen: – Dr. Daniela Plüss Siegrist, Berufsschullehrerin, Koordinatorin ETHIK HEUTE – Urs Urech, NCBI Schweiz – Martin Seewer, Stiftung Bildung und Entwicklung

Bern 6. Std. Fr 30.08.02, 0830–1730 v 01.07.02: GIBB Beutler Hanni, Lorrainestr. 1 3000 Bern 11, Tel 031 335 91 11 [email protected]

Z 44.01.120

Tagung «Gut vernetzt ist gut beraten» Thema: Zusammenarbeit mit Eltern fremdsprachiger Kinder Samstag, 2.11.02, 0900–1630 ZS LLFB, Lerbermatt, 3098 Köniz



Adressatinnen und Adressaten Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrpersonen, Behördenmitglieder, Eltern und Elternratsmitglieder, HSK-Lehrkräfte, Kulturvermittlerinnen und vermittler, Fachpersonen



Programm – Referat «Die Bedeutung der Zusammenarbeit von Schule und Migranteneltern» Radmila Blickenstorfer, lic. phil., Fachfrau für Interkulturelle Pädagogik – Podiumsgespräch – Informationsstände / Ateliers – Referat «Bildung in der multikulturellen Gesellschaft – ein Dialog», Regula Rytz, Grossrätin Prof. Hans-Rudolf Wicker, Ethnologe Uni Bern



Ziele Sie erhalten Informationen, Anregungen und Hilfestellungen zur Zusammenarbeit mit Eltern fremdsprachiger Kinder



Tagungskosten Fr. 50.– inkl. Pausen- und Mittagsverpflegung v 01.09.02: ZS LLFB

Z 44.06.106

Comment écrit-on?

a En 9ème, il y faut s'orienter. Peut-être avezvous des élèves qui désirent aller en Suisse romande pour une place, un stage, un emploi. Comment rédiger alors une lettre ou un mail simple. Contenu: rédaction de demande

d'emploi, de stage, de place au pair, de documents de curriculum vitae, de remerciements.

Langenthal 6 Std. Sa 26.10.02, 0930–1630

Krummenacher Caterine-A.

Kosten Mat.: ca. Fr. 5.– v 01.09.02: ZS LLFB

Z 44.06.122

Antipasti misti

e Come creare da un buffet ben assortito e preparato insieme dei dialoghi e delle scenette. Scegli quelli che fan venire l'acquolina in bocca ai tuoi ragazzi per farli parlare in situazioni frequenti durante un soggiorno in Ticino.

Gäumann Antonietta Wartenweiler Anna Katharina

Bern 3 Std. Mi 21.08.02, 1830-2130 Kosten Mat.: ca. Fr. 15.v 01.07.02: ZS LLFB

Z 44.06.057

Gedichte . . .

a s

18

Gedichte klingen Gedichte dichten Gedichte lesen Gedichte Dichter Gedichte verstehen Gedichte träumen Gedichte Bilder

Vom Abzählvers zur Ballade! Wir zeigen verschiedene Zugänge und praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Mitglieder des PT Deutsch

Bern Mi 14.8.02, 1630–2000 Kosten Mat.: ca. Fr. 5.– v 01.07.02: ZS LLFB

Das Deutsch-Unterrichtsbeispiel

Das Deutsch-Zitat

Das Deutsch-Buch

Mein Ort

Jederzeit

Suche dir einen Ort aus, der dir gefällt. – Richte dich gemütlich ein. – Achte darauf, dass dich niemand stört. – Nimm einen Stift und einen Block mit. – Konzentriere dich: Was siehst du an deinem Ort? Was hörst du? Was fühlst du? – Schreibe Stichwörter, Teilsätze, Sätze auf. – Bleibe etwa eine Viertelstunde. – Arbeite jetzt an deinem Arbeitsplatz mit den Notizen: Stelle Wörter zusammen, bilde Gruppen, streiche, formuliere um, formuliere neu. – Schreibe jetzt dein Gedicht auf ein neues Blatt. – Lies das Gedicht oder lass es dir vorlesen – Überarbeite deinen Text noch einmal. – Denk auch an die Rechtschreibung – Du kannst jetzt dein Gedicht schön abschreiben. _ Vielleicht zeichnest, malst oder fotografierst du noch deinen Ort?

Komm mich mal besuchen Ich back dir einen Kuchen ich zeig dir meinen Leberfleck und puste deine Sorgen weg So, wie du bist lass ich dich sein und klopfst du an lass ich dich ein

Arbeitstexte für den Untericht Rap-Texte Reclam 2000

Mehr Unterrichtsbeispiele in unserem Kurs «Gedichte . . . »

Mehr Zitate in unserem Kurs «Gedichte . . . »

Reimen, dichten und auswendig lernen! Etwas für die Alten? Längst passé? Mitnichten! In diesem aktuellen Reclam-Bändchen finden sich nicht nur Texte wichtiger deutscher Rapper der letzten Jahre, sondern auch ein kurzer geschichtlicher Abriss des Rap und des Hip-Hop.

(Jürgen Spohn)

Mehr Bücher in unserem Kurs «Gedichte . . . »

veranstaltungen Sprach(fenster)-Tagung Samstag, 24.8.02, 0830–1300 ZS LLFB, Lerbermatt, 3098 Köniz Gemeinsame Tagung der Projektteams 1–4 und Deutsch zum Thema Sprachförderung

Z 44.06.090 ●

Programm – Referat von Herrn Professor Heiko Balhorn zum Thema «Wieviel Rechtschreibung braucht das Kind?» – Diverse Workshops für alle Stufen zum Thema «sprachliche Fähigkeiten fördern».

Tagungskosten: Fr. 10.v 01.07.02: ZS LLFB

WINGS 02 – Intensivseminar zur Begabungs- und Begabtenförderung in der Schule Das bekannte einwöchige Intensivseminar zur Begabungs- und Begabtenförderung findet zum vierten Mal statt. Vom 7.–11. Oktober 02 wird es unter der Leitung von Joëlle Huser und Cornelia Kazis in Zusammenarbeit mit der UniWeiterbildung der Universität Basel und dem Institut für Unterrichtsfragen und Lehrer/innenfortbildung (ULEF) des Kantons Basel-Stadt nun erstmals in Basel durchgeführt. WINGS ist ein Angebot, das an die laufende Themendebatte anknüpft, Vorschläge im Umgang mit Heterogenität im Unterricht präsentiert, zu Veränderungen in der

Gestaltung des Schulalltags anregt und ein Forum für nationalen und internationalen Austausch und Diskussion bietet. Zur Auswahl stehen vielfältige Angebote. Dazu gehören vertiefende Kurse, Workshops, Vorträge und Plenarveranstaltungen. Ebenso ist WINGS ein «social event» mit Forumtheater, Café Philo, Spielabend und Bankett.

Die beiden Programme können eingesehen werden unter: www.wingsseminar.ch Informationen und Anmeldeformulare sind zu beziehen bei: Universität Basel, UniWeiterbildung, Petersgraben 35, 4003 Basel. E-mail [email protected], Tel +41 (0)61 267 08 94, Fax +41 (0)61 267 30 09

Neu in WINGS 02 findet ein Spezialmodul für Behördenmitglieder, BildungspolitikerInnen und in der Schulleitung Tätige statt.

freie kursplätze Folgende Kurse verfügen noch über freie Kursplätze. Beachten Sie bitte die näheren Angaben im Programmheft 44 oder auf www.erz.be.ch/zsllfb

Kurse LEBE Emmental

Blockkurse des SpS Biel

Kurse lernwerk bern

Anmeldung an: LEBE Emmental, Postfach 510, 3550 Langnau [email protected], www.lebem.ch

Anmeldung/Informationen: Sekretariat des Sonderpädagogischen Seminars, Scheibenweg 45, 2003 Biel Tel. 032 366 72 81 e-mail: [email protected] www.sps-biel.ch

Anmeldungen an: lernwerk bern, 3000 Bern

Auskunft über freie Kursplätze: Meistens Mo–Do 1800–2000 Tel 0844 53 23 66 Gut vorbereitet zum Elternabend T 44.01.105.01, Burgdorf Mi 21./28.8.02, 1400–1730 Lernen bewegt – bewegt lernen T 44.03.072, Langnau Sa 7.9.02, 0830–1700 Achtsam sein – Sinnlich lernen T 44.05.101.01, Burgdorf Fr 16./23./30.8.02 , 1400–1830 Lustvolle und gezielte Sprachförderung mit dem neuen Bilderbuch T 44.06.060, Burgdorf Mo 19./26.8./2./9.9.02 1730–2100

Anmeldungen werden bis einen Monat vor Kursbeginn entgegengenommen und nach Eingangsdatum berücksichtigt. Kurszeiten: 0900–1700 Lese– und Rechtschreibschwierigkeiten: Prozessbegleitende Diagnose und Förderung T 44.03.226, Biel Mo–Fr 8.–12.7.02 Aspekte sonderpäda– gogischer Förderung auf anthroposophischer Grundlage T 44.03.228, Biel Mo–Fr 5.–9.8.02

Master Class for Jazz Improvisation Jazz und Rockmusik im Unterricht T 44.08.066, Langnau Mo–So 15.–21.7.02

Bewegung, Spiel und Sport: Bausteine gesundheitsfördernder Bewegungserziehung T 44.03.229, Biel Mo–Fr 5.–9.8.02

Rhythmik mit Kindern – Rhythmik für Kinder T 44.08.068, Langnau Mi 23./30.10./20.11.02 1330–1700

Autismus: Probleme der Wahrnehmung und der Kommunikation T 44.03.230, Biel Mo–Fr 5.–9.8.02

Die kleinen Leute von Swabedoo T 44.08.293, Grünenmatt Mi 16./23./30.10.02, 1330–1700

Bewegungstheater als Ausdrucks- und Lernform im heilpädagogischen Unterricht T 44.03.236, Biel Mo–Fr 23.–27.9.02,

Konferenzkultur verändern – vom Frust zur Lust T 44.01.051, Oberdiessbach Sa 19.10.02, 0830–1700 Rebounding – Hilfsmittel im Unterricht T 44.03.085, Konolfingen Mo 18./25.11./2.12.02 1730–2100 Gotthard – San Gottardo Von Willhelm Tell zu den 40-Tönnern T 44.05.158, Konolfingen Mo 28.10./4./11./18.11.02 1615–1945 Das Zahlenbuch: Förderung besonderer Begabungen T 44.05.405.03, Langnau Do/Fr 10./11.10.02, 0830–1700

Marte Meo: Ein ressourcenorientiertes Entwicklungs– und Kommunikationsprogramm T 44.03.237, Biel Mo–Fr 23.–27.9.02 Mathematikunterricht und Lernbehinderung T 44.03.239, Biel Mo–Fr 30.9.–4.10.02 Menschliches Lernen – keine Sache der Beliebigkeit T 44.03.241, Biel Mo–Fr 30.9.–4.10.02

Gerne geben wir Ihnen tele– fonisch Auskunft über freie Kursplätze: Tel 0848 648 648 Mo und Mi 1600–1800 e-mail: [email protected]

Weben: Zwischen Urgeschichte und Design T 44.07.131, Bern Di–Fr 6.–9.8.02, 0830–1700 Gestalt im Sandstein, eine fächerverbindende Sache T 44.07.133, Oberburg Mo–Fr 8.–12.7.02, 0830–1700

Experimentelles Gestalten mit Draht, Gips, Gaze und weiteren Materialien T 44.07.244, Bern Mo–Mi 5.–7.8.02, 0900–1700 Um den Ofen dreht sich alles – ein verbindendes Keramik-Projekt T 44.07.248, Kirchberg Sa 31.8./14.9.02, 0830–1630 Mo–Mi 23.–25.9.02, 0830–1630 Wir gestalten Rahmen mit Gips Itong, Ton, Pulpe und Papiermaché T 44.07.255, Langnau Do–Sa 26.–28.9.02 0900–1700

Der Bronzeguss – Von den Anfängen der Metallbearbeitung T 44.07.140, Bern Mi 14./21./28.8./4./11./ 18.9.02, 1600–1930

Erfinderwerkstatt – Phänomenales inspiriert zu gestalterischem Tun T 44.07.319, Bern Sa 24.8./19.10./2.11.02 So 20.10./3.11.02 0900–1700

Wir bewegen Figuren, Figuren bewegen uns T 44.07.141, Büren a. A. Mi 18.9./23./30.10./6./13./ 20./27.11.02, 1600–1930

Ich will meine Lücken füllen T 44.07.325, Bützberg Sa 17./31.8./14.9./19.10./ 9.11.02, 0830–1600

Mit Schnüren und Seilen Knoten heilen bww Kurs T 44.07.143, Bern Do 8.8.02, 1400–1700

«Werkweisern», wenn praktisch Planen Spass und Sinn macht! T 44.07.328, Bern Fr/Sa 16./17.8.02 Fr 1400–2130, Sa 0900–1630

Freies Malen T 44.07.225, Thun Sa 31.8./7./14.9.02 1045–1545 Ausdruck durch Malen T 44.07.228, Bern Fr 16./23./30.8./6./13.9.02 1730–2100 Figürliches Modellieren in der Schule T 44.07.238, Thun Fr 30.8./6./13.9./25.10./1./ 8.15.11.02, 1730–2100 Do 31.10.02, 1730–2100 Sa 16.11.02, 0830–1700 Experimentelles Gestalten mit Ton T 44.07.239, Iseltwald am Brienzersee Mo–Fr 15.–19.7.02 0830–1700 Video mit Computerschnitt T 44.07.242, Bern Mo–Fr 5.–9.8.02 0830–1700

Leder – ein Stück Alltag selbst gemacht! T 44.07.338, Bern Mo–Fr 8.–12.7.02, 0900–1700 Schuhe selber gemacht T 44.07.344, Interlaken Mo–Fr 5.–9.8.02, 0830–1730 Metallkurs für Frauen I: Metallbearbeitung T 44.07.345, Münsingen Sa/So 7./8.9.02, 0900–1700 Gestalten mit Holz: I deen und Projekte für Unter– und Mittelstufe bww Kurs T 44.07.358, Bern Vorbesp: Ende Juni 02 Mo–Fr 5.–9.8.02, 0830–1700 Werkweiser 3 (7.– 9. Schuljahr) Einführung ins neue TTG-Lehrmittel T 44.07.402, Bern Sa 31.8.02, 1400–1730

19

freie kursplätze Kurse ZS LLFB

Miteinander das neue Schuljahr vorbereiten Z 44.01.166 Bern, Mo–Fr 8.–12.7.02 0800–1800 (Gleitzeit) Meine Schulagenda – berufsbegleitender Jahreskurs Z 44.01.181 Bern, Mi 21.8.02, 1400–1730 weitere Termine nach Absprache mit der Kursgruppe Grundkurs 1 – Z 44.02.001.02, Mac Zollikofen, 0830–1700 Mo–Fr 23.–27.9.02 – Z 44.02.002.02, Win Roggwil, Mo–Fr 5.–9.8.02 0830–1700 – Z 44.02.002.06, Win Thun, Mo–Fr 30.9.–4.10.02 0830–1700 Grundkurs 2 – Z 44.02.003.02, Mac Zollikofen, 0830–1700 Mo–Fr 7.–11.10.02 – Z 44.02.004.04, Win Zollikofen, 0830–1700 Mo–Fr 30.9.–4.10.02 – Z 44.02.004.05, Win Busswil, 0830–1700 Mo–Fr 23.–27.9.02, Aufbaukurs KG, US, MS Z 44.02.005.04, Mac Zollikofen, 0830–1700 Mo–Fr 28.10.–15.11.02 ECDL–Modul 1: Grundlagen der Informationstechnologie Mac Z 44.02.007.01, Zollikofen Mi 28.8.02, 1800–2130 ECDL–Modul 2: Computerbenutzung und Dateimanagement Mac Z 44.02.008.01, Zollikofen Mo 28.10.02, 1800–2130 ECDL–Modul 3: Textverarbeitung Mac Z 44.02.009.01, Zollikofen Sa 7./14.9.02, 0830–1700 Do 19.9.02, 1800–2130 Internet 1 – Z 44.02.015.01, Mac Zollikofen, Mi 14./21.8.02 1330–1700 – Z 44.02.015.02, Mac Zollikofen, Do 17./ 24.10.02,1800–2130 Internet 2 Zollikofen, Mac, 1800–2130 – Z 44.02.017.01 Fr 6./13.9.02 – Z 44.02.017.02, für Frauen Fr 25.10./1.11.02 Internet 3 Z 44.02.021.01, Win Zollikofen, 1800–2130 Di 15./22./29.10.02 Websites erstellen 1 Z 44.02.025.01, Mac Zollikofen, Do 15./22./29.8./ 5.9.02, 1800–2130 Websites erstellen 2 Z 44.02.027.01, Mac Zollikofen, Di 15./22./29.10./ 5.11.02, 1800–2130 Bilder lügen 2 – Bildbearbeitung mit Photoshop Z 44.02.038.01, Mac/Win Zollikofen, Mo 19./26.8./ 2./9.9.02, 1800–2130

Mathematik Lernsoftware KG – 1./2. Kl. Mac/Win Z 44.02.057.01, 1800–2130 Zollikofen, Mi 11./18.9.02 NMM Geografie 5.–9. Kl. Z 44.02.062, Mac/Win Zollikofen, Fr 6./13.9.02 1800–2130 Begabungsförderung mit Lernsoftware, Mac/Win Z 44.02.070, Zollikofen Di 3./10.9.02, 1800–2130 Werkzeuge aus der e-Kiste Mac/Win Z 44.02.072, Zollikofen Mi 14./21.8.02, 1800–2130 Sa 17./24.8.02, 0830–1700 Excel für Fortgeschrittene Zollikofen, 1800–2130 – Z 44.02.080, Mac Mi 16./23.10.02, – Z 44.02.081, Win Mi 30.10./6.11.02 Excel-Refresh und Vertiefung Mac/Win Z 44.02.082, Zollikofen Sa 17.8.02, 0830–1700 Ergänzungskurs für schulinterne Beraterinnen und Berater Zollikofen Mo–Fr 5.–9.8.02, 0830–1700 – Z 44.02.090.01, Mac – Z 44.02.091.01, Win Tastaturschreiben für Lehrkräfte Z 44.02.098, Moosseedorf Mo 21./28.10./4./11./18./ 25.11./9.12.02, 1800–2130 Berufswahlvorbereitung konkret – zentrales Thema auf der Sek. Stufe l Z 44.02.301, 0830–1700 Bern, Mo–Fr 7.–11.10.02 Einblicke in die Arbeitswelt – ein entscheidender Teil bei der Berufswahlvorbereitung Z 44.02.301, Bern/Umgebung Mi/Do 9./10.10.02, 0830–1700 Immer diese Aggressionen . . . Z 44.03.001, Bern Fr/Sa 30./31.8./29./30.10.02 24./25.1.03 (Fr ab1400, Sa bis 1600) Blickpunkt. Bubenarbeit: Von Helden, Bossen, Rebellen und Tyrannen Z 44.03.002, Lyss Do 22.8./24.10.02 Fr 13.9./22.11.02, 1730–2100 Sa 2.11.02, 0830–1600 Blickpunkt. Werkstattunterricht – Praxiskurs Z 44.03.005, Bern Mi 18.9./27.11.02, 1400–1730 Mo–Mi 7.–9.10.02, 0830–1700 Blickpunkt. Spielen ohne Zeug – Das kindliche Spiel und seine Symbolik Z 44.03.006, Bern Mi 4.9.02, 1400–1730 Mi–Fr 9.–11.10.02, 0830–1700 Blickpunkt. Hände, Schwämme, Pinsel und Gefühle Z 44.03.007, Lyss, 0830–1700 Sa 7.9./2./23.11.02/1.2.03

Text/Grafik/Layout 1 mit Word Zollikofen, 1800–2130 – Z 44.02.040, Mac Di 13./20./27.8./3.9.02 – Z 44.02.041.01, Win Mo 19./26.8./2./9.9.02

Blickpunkt. Knöpfe + Klötze = Mathematik Z 44.03.011, Bern Di 3./10./17.9.02, 1730–2100 Sa 14.9.02, 0830–1700

Lernsoftware: KG –1./2. Kl. Deutsch / NMM Mac/Win Z 44.02.053.01, 1330–1700 Zollikofen, Mi 14./21.8.02

Planen konkret – das nächste Quartal mit dem Lehrplan Kindergarten Z 44.03.016.01, Bern Mo 5.8.02, 0830–1700 und 2mal 3 Std. nach Absprache

Lernsoftware: 3./4. Kl. Deutsch / NMM Mac/Win Z 44.02.054.01, 1330–1700 Zollikofen, Fr 6./13.9.02 Lernsoftware: 5./6. Kl. Deutsch / NMM, Mac/Win Z 44.02.055.01, 1800–2130 Zollikofen, Mo 14./21.10.02 Deutsch Lernsoftware 6.–9. Kl. Mac/Win Z 44.02.056, 1800–2130 Zollikofen, Mi 16.10.02

20

Die verschiedenen Zeitintervalle im KG-Jahr planen und reflektieren Z 44.03.017, Bern Mi 28.8./30.10.02, 1400–1730 Sa 21.9.02, 0830–1700 Freispielphase planen, durchführen und auswerten Z 44.03.018, Region Thun Mi 7.8.02, 1930–2100, weitere Daten nach Absprache

Zusammenarbeit mit den Eltern auf der Basis des Lehrplans Kindergarten Z 44.03.019, Bern, 1400–1730 Fr 23.8./6.9.02/17./31.1.03 Beobachten – beurteilen – Standortgespräche mit Eltern Z 44.03.022 Thun, Mi 30.10./6.11.02 8./22.1.03, 1730–2100 Begabungsförderung ohne Elitebildung Z 44.03.040, Bern Mi/Do 9./10.10.02, 0830–1700 Jahreskurs: Wenn Stolpersteine zu Bausteinen werden Z 44.03.200, Bern Mi 21.8.02, weitere Daten nach Absprache, 1700– 2030 Psychomotorische Entwicklung – Psychomotorische Störungen Z 44.03.207, Spiez Do 22.8./5./19.9./31.10./14./ 28.11.02, 1715–2045 Vertiefungskurs Zahlenbuch 1 und 2 im heilpädagogischen Bereich Z 44.03.260, Bern Sa 7./14.9.02, 0830–1630 Vertiefungskurs Zahlenbuch für Lehrkräfte für Spezialunterricht Z 44.03.262, Bern Sa 17.8.02, 0830–1630 Mi 28.8./4.9.02, 1400–1830 Mehr Gelassenheit mit Effizienz Z 44.04.001.01, Bern Mo 19.8./2./16.9./21.10./4./ 18.11./2.12.02, 1730–2100 Atem – Stimme – Mensch Z 44.04.026, Bern Fr 25.10./1./8./15./22./ 29.11.02. 1700–2030 Meinen Platz einnehmen Z 44.04.100, Langnau So–Fr 29.9.– 4.10.02 (So ab 1800 / Fr bis 1300) Mediation – Grundkurs Z 44.04.160.01, Bern Sa 26.10.02, 0900–1630 Mi 30.10./6./13./20.11.02 1400–1730 Transaktionsanalyse hautnah – gelebte Transaktionsanalyse Z 44.04.210, Bern / in Schulen Sa 26.10./23.11.02 0830–1700, + weitere Daten Didaktik Literaturclub (Lesezirkel) – didaktische Impulse für das alltägliche Lehren Z 44.04.230, Bern Oktober 02 bis Juni 03 Termine nach Absprache Lernwelten Z 44.05.001Bern, Mi 23.10./27.11.02, 1430–1800 Sa 2.11.02, 0830–1630 Einführung ins NMMLehrmittel «Pfefferkorn / Produzieren–Konsumieren» 1./2. Klasse Z 44.05.005.01, Bern Do/Fr 8./9.8.02, 0830–1700 Mi 18.9.02, 1700–2030 Einführung ins NMMLehrmittel «Konfetti / Ich selber sein» 1./2. Klasse Z 44.05.010.02, Langenthal Mi 30.10./6.11./11.12.02 1400–1730 Sa 2.11.02, 0830–1700 Einführung ins NMMLehrmittel «Süssholz / Produzieren – Konsumieren» 3./4. Kl. Z 44.05.015.01, Bern Do/Fr 8./9.8.02, 0830–1700 Mi 18.9.02, 1700–2030 Einführung ins NMM– Lehrmittel «Kunterbunt» 3./4. Klasse Z 44.05.020.02, Raum Thun Sa 10.8./19.10.02, 0830–1700 Unser römisches Erbe Eine Zivilisation – Ende oder Wende Z 44.05.156, Bern Mo–Fr 5.–9.8.02, 0900–1700

Perspektive 21: Arbeitswelten – Das neue Lehrmittel – Z 44.05.035.01, Raum Biel Do/Fr 8/9.8.02, Mi 11.9./13.11.02 – Z 44.05.035.02, Bern Do/Fr 10./11.10.02 Sa 9.11.02/18.1.03 – Z 44.05.035.03, Langenthal Do/Fr 10./11.10.02 Sa 9.11.02/18.1.03 Do ab 0830 / Fr bis 1200 Mi 1430–1800, Sa 0830–1200

6 mal 3 Arbeiten mit und ohne Lehrmittel Z 44.06.050, Bern, Do 8.8.02 Mi 18.9./23.10./4.12.02/ 22.1./12.3.03, 1400–1730

Perspektive 21: Konsum – Das neue Lehrmittel Z 44.05.040.03 Bern, Do/Fr 10./11.10.02 (Do ab 0830 / Fr bis 1200) Sa 9.11.02/18.1.03 0830–1200

A tire d'aile Französisch auf Sekundarstufe Z 44.06.105, Bern, Fr 25.10./ 8./22./29.11.02, 1800–2130

Effizient individualisieren (4.–9. Schuljahr) Z 44.05.055, Bern, 1430–1800 Mi 21/28.8/30.10.02 Die Zeit rast. Rasen Sie hinterher? – Finden Sie Musse? Z 44.05.072, Bern Mi 4.9./20.11.02, 1730–2100 Sa 7.9.02, 0830–1630 Lehrmittel «Achtung Verachtung» – Rechtsextremismus thematisieren Z 44.05.162, Bern Sa 31.08.02, 0830–1700 Hauswirtschaft – Bildung mit Zukunft Z 44.05.201, Bern Mo 21.10.02, 1800–2130 Sa 2.11.02, 0830–1700 Jahreszeiten Z 44.05.300, Bern Mi 30.10.02/22.1./11.6.03 1330–1700 Sa 26.4.03, 0800–1130 «Auf dem Bauernhof stinkts» Z 44.05.305, Inforama Ins Sa 24.8.02, 0900–1730 Faszination Pilze Z 44.05.316, Sa 31.8./14.9./ 19.10./9.11.02, 0815–1700 Das Zahlenbuch: Elterninformation Z 44.05.404, Bern Mi 14.8.02, 1400–1730 Mathematikunterricht ohne Kopien, Lehrmittel und Computerprogramm Z 44.05.411, Bern, 1900–2130 Mo 12./19./26.8./2.9.02 «mathbu.ch» 7.– 9. Schuljahr Jahresbegleitkurs Z 44.05.422, Bern Sa 10.8.02, 0830–1700 und 4mal 3 Std. nach Absprache «mathbu.ch» zum Anfassen Z 44.05.423, Bern, Sa 10.8./ 19.10./30.11.02, 0830–1700 Planungsvorschlag «Geometrisches Gestalten» 7.–9. Schuljahr Z 44.05.427, Bern Mi 23.10.02, 1400–1730 Sa 9.11.02, 0830–1700 Sprachfenster: Das neue Deutsch-Lehrmittel Z 44.06.001.04, Burgdorf Sa 19.10./2.11.02, 0830–1700 Mi 6.11.02, 1330–1700 Unterricht mit dem Sprachfenster in mehrstufigen Klassen – Z 44.06.008.01, Burgdorf Do 8.8.02, 0900–1230 – Z 44.06.008.02, Thun Sa 7.9.02, 0900–1230 Deutsch als Zweitsprache Z 44.06.010.02, Biel Mi 23.10.02, 1400–1730 1 mal3 Grammatik Z 44.06.035, Bern Mi 21.8.02, 1630–2000 3 mal3 Deutsch: Experimente mit Sprache Z 44.06.042, Bern, Mi 28.8./ 4./11.9.02, 1630–2000 3 mal3 Deutsch: Schwerpunkt Schreiben Z 44.06.046, Bern, Mi 28.8./ 4./11.9.02, 1630–2000

Immer besser lesen, immer lieber lesen, immer... Z 44.06.066, Spiez, Di 22.10./ 3.12.02/25.2.03, 1730–2100 Les jeux sont faits Z 44.06.102, Fraubrunnen Mo–Mi 5.–7.8.02, 0830–1700

New hot activities Z 44.06.111, Bern Do 5.9./24.10./14.11./ 12.12.02, 1730–2100 Lo stuzzica-occhi-e-orecchiun mezzo per attivare e approfondire la competenza orale degli scolari Z 44.06.121, Bern, Di 15./22./ 29.10./5.11.02, 1800–2130 Allons-y! Z 44.06.130, Bern, Mo 26.8./ 9./23.9./21.10./4./18.11./2./ 16.12.02, 1730–1900 Prêt-à-parler Z 44.06.131, Bern, Mo 19.8./ 2./16.9./14./28.10./11./ 25.11./2.12.02, 1730–1930 Le plaisir de parler français Z 44.06.132, Bern Mo–Mi 5.–7.8.02, 0830–1700 Vertiefte Auseinandersetzung mit dem Wesen der Improvisation Z 44.06.210, Thun Fr–So 23.–25.8.02 (Fr ab 1900 / So bis 1700) LogicFun: Mit der Klasse Audio- und MIDI-Dateien erstellen und bearbeiten Z 44.08.030, Zollikofen Fr–So 30.8.–1.9.02 (Fr ab 1800 / So bis 1600) Steelband – Musik, die bewegt Z 44.08.040, Steffisburg Mi 23./30.10./6./13./20./ 27.11./4./11.12.02, 1430–1800 Musikunterricht unter besonderen Bedingungen Z 44.08.041, Thun Fr 25.10./1.11.02, 1700–2100 Sa 2.11.02, 1000–1700 und ein weiterer Samstag Trommeln Z 44.08.042, Langnau So–Fr 4.–9.8.02 (So ab 1830 / Fr bis 1400) Von Herzen spielen – Bausteine für einen handlungsorientierten Musikunterricht Z 44.08.044, Bern Sa 7.9./2.11.02, 0900–1700 Mi 18.9./13.11.02, 1400–1700 HipHop Bausteine zum Choreografieren eigener Tänze Z 44.08.100, Bern Mo 12./19./26.8./2./9./ 16.9.02, 1830–2200 Info-Markt LEFO Z 44.09.201, Bern Fr 18.10.02, 0900–1730 Beurteilen von Leistungen an der Schnittstelle Sek I – Sek II in Fremdsprachen Z 44.09.205.01, Bern Sa 26.10.02, 0830–1200 und 3 Std. nach Absprache «SCOOL»-OL rund ums Schulhaus Z 44.08.265, Stettlen, Do 22./29.8./5./12./19.9.02 1715–1845 v Heini Stiffler, Nussbaumstr. 32, 3006 Bern Dehnen im Sport Z 44.08.275, Bern Fr 16./23./30.08./6./13.9.02 1630–1800 v Heini Stiffler, Nussbaumstr. 32, 3006 Bern