- 1 Schulordnung der Grund- und Werkrealschule Deggingen

-1– Schulordnung der Grund- und Werkrealschule Deggingen Schulordnung der Grund- und Werkrealschule Deggingen Diese Information für Erziehungsberecht...
Author: Günther Hauer
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-1– Schulordnung der Grund- und Werkrealschule Deggingen

Schulordnung der Grund- und Werkrealschule Deggingen Diese Information für Erziehungsberechtigte, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer über die Rechtsgrundlagen unserer Schule soll helfen, den Rahmen für einen geordneten „Schulbetrieb“ zu schaffen. Die Schule hat per Gesetz einen Erziehungs- und Bildungsauftrag zu erfüllen. Daher gilt folgende Schulordnung: 1. Schulleitung, Lehrer und Verwaltung 1.1 Die Schulleitung trägt die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Ablauf des Schulalltags. 1.2 Die Schulleitung übt das Hausrecht aus. Ihren Anordnungen und den Weisungen der von ihr Beauftragten (Lehrer, Hausmeister) ist Folge zu leisten. 1.3 Lehrerinnen und Lehrer tragen die Verantwortung für ihren Unterricht. 1.4 Der Klassenlehrer berät die Schüler und Eltern in ihren Anliegen und verweist sie gegebenenfalls an die entsprechende Stelle. In wichtigen Anliegen können sich Schüler und Eltern direkt an die Schulleitung wenden. 1.5 Das Sekretariat ist zur Erledigung von Verwaltungsangelegenheiten in der Regel während der Schulwoche von Montag bis Freitag jeweils von 7.45 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet. 2. Schüler, Eltern 2.1 Jeder Schüler ist verpflichtet, den Unterricht und die übrigen verbindlichen Veranstaltungen der Schule regelmäßig zu besuchen und die Schul- und Hausordnung einzuhalten. Meldet sich ein Schüler zu freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen (AG, Hausaufgabenbetreuung usw.) an, so ist er zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet. 2.2 Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der Schüler (Adresse usw.) müssen zur Berichtigung der Schülerkartei sofort dem Sekretariat gemeldet werden. 2.3 Bei Wegzug aus dem Schulbezirk sind die Schüler vorher auf dem Sekretariat durch die Erziehungsberechtigten abzumelden. Schuleigentum ist zurückzugeben. 2.4 Eltern/Erziehungsberechtigte können – nach vorheriger Terminabsprache – Auskunft über Leistung und Führung ihrer Kinder von den Lehrkräften erfragen.

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2.5 Ab Klasse 5 wählen die Schüler einer Klasse zu Beginn des Schuljahres einen Klassensprecher und dessen Stellvertreter. Er hat die Aufgabe, Wünsche, Anregungen, Beschwerden vorzubringen und zusammen mit seinem Stellvertreter die Klasse im Schülerrat (SMV) zu vertreten. 2.6 Die Eltern einer Klasse wählen zu Beginn des Schuljahres den Klassenelternvertreter und dessen Stellvertreter. Beide sind Mitglieder im Elternbeirat. Klassenelternvertreter und Stellvertreter können bei Tagesordnungspunkten, die auf ihren Antrag auf die Tagesordnung gesetzt werden, beratend an den Sitzungen der Klassenkonferenz teilnehmen. 2.7 Der Elternbeirat wählt aus seiner Mitte den Elternbeiratsvorsitzenden und einen Stellvertreter, die gleichzeitig Mitglieder der Schulkonferenz sind. Der Elternbeiratsvorsitzende ist kraft Amtes stellvertretender Vorsitzender der Schulkonferenz. 3. Unterricht 3.1 Der Unterricht vermittelt, in gemeinsamem Bemühen von Lehrern und Schülern, die im Bildungsplan vorgegebenen allgemeinen Bildungs- und Erziehungsziele. 3.2 Ist 10 Minuten nach Unterrichtsbeginn noch kein Lehrer im Zimmer, so teilt dies der Klassensprecher der Schulleitung mit. In der Grundschule erfolgt die Mitteilung durch einen vom Klassenlehrer bestimmten Schüler. 3.3 Es gehört zu den Aufgaben des Schülers, zum Unterricht pünktlich zu erscheinen und sich um Mitarbeit zu bemühen, Hausaufgaben zu erledigen und Lern- und Arbeitsmittel mitzubringen. 3.4 Kaugummi kauen ist in den Schulgebäuden nicht erlaubt. 3.5 Die Benutzung von Handys und mp3-Playern ist im Unterricht und im Schulhaus nicht zulässig. Bei Zuwiderhandlung werden die Geräte abgenommen und müssen von den Erziehungsberechtigten abgeholt werden. 3.6 Kopfbedeckungen im Unterricht sind nur aus religiösen Gründen erlaubt. 4. Schulweg 4.1 Der Schüler ist auf dem Schulweg Verkehrsteilnehmer. Deshalb gilt auch für ihn die Grundregel der StVO § 1, Abs. 1: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.“ 4.2 Die ortsansässigen Schüler gehen so rechtzeitig von zu Hause weg, dass sie pünktlich, jedoch nicht eher als 10 Minuten vor Unterrichtsbeginn, am Schulhaus eintreffen. 4.3 Der Schulweg soll nicht verlassen werden. Gehwege sind zu benützen, öffentliche Anlagen sind zu schonen.

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4.4 Fahrräder und Mofas (Mopeds) dürfen als Verkehrsmittel für den Schulweg benützt werden. Das Abstellen dieser Fahrzeuge ist nur auf den dafür vorgesehenen Stellplätzen gestattet. 4.5 Während der Wartezeit an der Bushaltestelle verhalten sich die Schüler rücksichtsvoll. Sie betreten während der Wartezeit nicht die Fahrbahn. 4.6 Fahrschüler nehmen während der Fahrt im öffentlichen Verkehrsmittel die vorhandenen Sitzplätze ein. Die Schüler verhalten sich den Fahrgästen und dem Busfahrer gegenüber rücksichtsvoll. 4.7 Nach Unterrichtsschluss begeben sich die Schüler sofort nach Hause. 5. Lehr- und Lernmittel 5.1 Für die vom Schulträger angeschafften und den Schülern leihweise übertragenen Lernmittel haften die Schüler bzw. ihre gesetzlichen Vertreter. 6. Zeugnisse, Leistungsermittlung 6.1 Am Ende der Klassen 1 und 2 erhalten die Schüler einen Schulbericht. 6.2 Für jedes Schuljahr erhalten die Schüler ab Klasse 3 ein Zeugnis über ihre Leistungen in den einzelnen Fächern und Fächerverbünden und, soweit nichts Abweichendes bestimmt ist, über Verhalten und Mitarbeit während des ganzen Schuljahres (Jahreszeugnis). 6.3 Nach Ende des 1. Schulhalbjahres werden (ausgenommen Klasse 1 und 2) Halbjahresinformationen erstellt. In Klasse 2 finden ausführliche Elterngespräche statt. Schüler, die in der 9. Klasse an der Hauptschulabschlussprüfung teilnehmen, erhalten ein Halbjahreszeugnis. Diejenigen Schüler, die ohne Hauptschulabschlussprüfung die Klasse 10 besuchen, erhalten eine Halbjahresinformation. Zum Schulhalbjahr erhalten die Schüler der Jahrgangsstufe 10 ein Halbjahreszeugnis. 6.4 Die Bildung der Note in einem Unterrichtsfach ist eine pädagogisch-fachliche Gesamtwertung der vom Schüler im Beurteilungszeitraum erbrachten Leistungen (schriftlich, mündlich, praktisch....) Der Fachlehrer gibt zu Beginn des Schuljahres seine Bewertungskriterien bekannt. Auf Befragen erfährt der Schüler den Stand seiner mündlichen und praktischen Leistungen. 6.5 Versäumt ein Schüler entschuldigt die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit, entscheidet der Fachlehrer, ob der Schüler eine entsprechende Arbeit nachträglich anzufertigen hat. Weigert sich der Schüler, eine schriftliche Arbeit anzufertigen oder versäumt er unentschuldigt die Anfertigung einer solchen Arbeit, wird die Note „ungenügend“ erteilt (Notenbildungsverordnung § 8.5).

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7. Krankmeldung und Beurlaubung 7.1 Ist ein Schüler aus zwingenden Gründen (z. B. Krankheit) am Schulbesuch verhindert, ist dies der Schule unter Angabe des Grundes und der voraussichtlichen Dauer unverzüglich, spätestens am dritten Tag der Verhinderung (fern-) mündlich und auf Verlangen schriftlich durch die Erziehungsberechtigten mitzuteilen (Entschuldigungspflicht). Im Falle fernmündlicher Benachrichtigung ist die schriftliche Mitteilung möglichst innerhalb von drei Tagen nachzureichen. 7.2 Bei einer Krankheitsdauer von mehr als zehn Tagen kann der Klassenlehrer die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen. Treten bei auffällig häufigen Erkrankungen Zweifel an der Fähigkeit des Schülers auf, der Teilnahmepflicht nachzukommen, kann die Schulleitung die Vorlage eines amtsärztlichen Attests anfordern. 7.3 Schüler werden vom Sportunterricht teilweise oder ganz befreit, wenn es ihr Gesundheitszustand erfordert. Über Befreiung von einzelnen Sportstunden entscheidet der Sportlehrer. Bei längeren Befreiungen ist die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung erforderlich. 7.4 Eine Beurlaubung vom Schulbesuch ist nur in begründeten Ausnahmefällen und nur auf vorherigen rechtzeitigen Antrag möglich. Zuständig für die Beurlaubung von einer Unterrichtsstunde ist der Fachlehrer, bis zu zwei Unterrichtstagen oder einer sonstigen verbindlichen Veranstaltung der Klassenlehrer, ausgenommen Zeiträume unmittelbar vor oder nach Ferienabschnitten. Dort und bei Zeiträumen von drei Tagen entscheidet die Schulleitung. Die Beurlaubung kann davon abhängig gemacht werden, dass der versäumte Unterricht ganz oder teilweise nachgeholt wird. 8. Unfallversicherung und Unfallverhütung 8.1 Für Schüler besteht bei Schulunfällen gesetzlicher Unfallversicherungsschutz. Darüber hinaus haben die Eltern die Möglichkeit, für ihre Kinder andere Versicherungen abzuschließen. 8.2 Alle am Schulleben Beteiligten sollten sich bemühen, Unfälle zu vermeiden und Unfallgefahren zu erkennen. Schüler, Eltern und Lehrer sind deshalb aufgefordert, sofort Meldung bei der Schulleitung (bzw. dem Sekretariat) zu machen, wenn sie eine Gefährdung befürchten oder entdeckt haben. 8.3 Bei Feuer- und Katastrophengefahr wird Alarm ausgelöst. Die Schüler werden durch regelmäßige Übungen auf geordnetes Verlassen der Schulhäuser vorbereitet. 8.4 Das Mitbringen von Waffen aller Art sowie der Missbrauch von Gegenständen, die die am Schulleben Beteiligten gefährden können, ist strengstens untersagt. 8.5 Das Spielen mit harten Bällen ist während den Unterrichtszeiten und in Pausen nicht erlaubt.

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9. Ordnungsmaßnahmen bei Verstößen gegen die Schul- und Hausordnung Die Schulordnung hat ausschließlich den Zweck, den Schulbesuch der Schüler sinnvoll und erfolgreich zu gestalten. Verstoßen Schüler gegen diese Ordnung und gefährden damit die gemeinsame Arbeit und die Gemeinschaft, können entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet werden. 9.1 Unter dem Vermerk „Eintrag“ wird das Missachten der Schul- und Hausordnung (in der Regel im Wiederholungsfall) mit Datum und Name des Schülers im Tagebuch festgehalten. Ein kurzes Protokoll, das bei der Schulleitung hinterlegt wird, gibt Aufschluss über den Vorfall. Die Einträge haben im Verlauf eines Schuljahres folgende Konsequenzen: 1. Eintrag: Aussprache zwischen dem eintragenden Lehrer, dem Klassenlehrer und dem Schüler. Die Folgen des Verstoßes legt der eintragende Lehrer fest. 2. Eintrag: Außer den Maßnahmen des 1. Eintrags erfolgt die Benachrichtigung der Erziehungsberechtigten durch den Klassenlehrer. 3. Eintrag: Vorladung der Erziehungsberechtigten über die Schulleitung, Gespräch mit den Lehrern, die die Einträge vornahmen, verbunden mit dem Hinweis, dass dem Schüler im Wiederholungsfall ein (zeitweiliger) Ausschluss aus der Schule droht. 9.2 Einstufung des Fehlverhaltens: Die Beurteilung der Schwere eines Fehlverhaltens ist wesentlich für die Entscheidung über die zu treffende Maßnahme. Insbesondere hängt davon die Frage ab, ob eine weitergehende Ordnungsmaßnahme nach Schulgesetz § 90 in Frage kommt. Einfaches Fehlverhalten: 1. Verstoß gegen regelmäßige schulische Pflichten 2. Verstoß gegen die Schul- und Hausordnung ohne Gefahr für Personen und Sachen und ohne wesentliche Beeinträchtigung der Rechte anderer Schweres Fehlverhalten: 1. Verstoß gegen klare, begründete und zumutbare Einzelanweisungen des Lehrers 2. Verstoß gegen die Schul- und Hausordnung mit erheblicher Gefährdung für Personen oder Sachen 3. Gefährdung der Erfüllung der Aufgaben der Schule 4. Gefährdung der Rechte anderer Wiederholtes einfaches Fehlverhalten trotz Erziehungsmaßnahmen der Schule ist schwerem Fehlverhalten gleichzusetzen.

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9.3. 1. Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen dienen der Verwirklichung des Erziehungs- und Bildungsauftrages der Schule, der Erfüllung der Schulbesuchspflicht, der Einhaltung der Schulordnung und dem Schutz von Personen und Sachen innerhalb der Schule. 2. Bei allen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten. Sie kommen nur in Betracht, soweit pädagogische Erziehungsmaßnahmen nicht ausreichen. 3. Laut Schulgesetz können folgende Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen getroffen werden: a) Durch den Klassenlehrer oder durch den unterrichtenden Lehrer: - Nachsitzen bis zu zwei Unterrichtsstunden b) Durch den Schulleiter: - Nachsitzen bis zu vier Unterrichtsstunden, - Überweisung in eine Parallelklasse desselben Typs innerhalb der Schule, - Androhung des zeitweiligen Ausschlusses vom Unterricht, - Ausschluss vom Unterricht bis zu zwei Unterrichtstagen. c) Durch die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters: - Ausschluss vom Unterricht bis zu vier Unterrichtswochen, - Androhung des Ausschlusses von der Schule - Ausschluss von der Schule. Die körperliche Züchtigung ist ausgeschlossen. 4. Bei Maßnahmen nach Absatz 3 c) ist auf Wunsch des betroffenen Schülers, bei Minderjährigkeit auf Wunsch der Erziehungsberechtigten, die Schulkonferenz einzuberufen.

Diese Schulordnung hat ihre Rechtsgrundlage im Schulgesetz, dem Beamtenrecht, den Erlassen und Verordnungen des Kultusministeriums und des Oberschulamtes, Beschlüssen der Gesamtlehrer- und Schulkonferenz und Anordnungen der Schulleitung. Sie wurde von der Gesamtlehrerkonferenz und von der Schulkonferenz beschlossen und tritt am 10.11.1995 in Kraft. Ergänzungen wurden 2005, 2006 und 2013 beschlossen und eingearbeitet. Deggingen, den 02.05.2013 Frank Henzler, Rektor

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